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www.klassenfahrten-magazin.de 1

2011

Zeitschrift für Lehrer zum Thema Klassenfahrten und Projekttage

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mit umfangreichen redaktionellen Beiträgen über:

© Tourismusverband Hannover Region e.V.

Unterkünfte Programmanbieter Reiseveranstalter Lernorte Museen Projekte Reiseziele Reisevorschläge

Der Politik auf der Spur Zu Besuch beim Bundesrat

Verlag K. Mickel GbR 9. Jahrgang Heft 35

Wasser, Sport, Erholung wassersportliche Aktivitäten für Schulklassen Klassenfahrten Magazin Heft 4/2011

erscheint 4mal pro Jahr im Abonnement, Bezugspreis Einzelheft 2,50 €, ISSN 1611-4124 Abo 8,00 €, Ausland: 8,00 € zzgl. Versandkosten


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Klassenfahrten Magazin Heft 4/2011


Vorwort

Liebe Lehrerinnen, liebe Lehrer, stellen Sie sich vor: herrlich blauer Himmel, Sonnenstrahlen tanzen auf der Wasseroberfläche, weite tiefgrüne Wiesen und Wälder entlang des Ufers, würzige frische Luft, leises Plätschern der Paddel im Wasser, die Schüler in Booten verteilt entspannt und glücklich vor sich her paddelnd oder einfach mal innehaltend und sich treiben lassen, am Abend gemeinsam einen wunderbaren Sonnenuntergang erleben und danach am Lagerfeuer Gruselgeschichten erzählen oder singen – und das alles unter Aufsicht eines erfahrenen Tourenbegleiters – wäre das nicht eine willkommene Alternative zum Schulalltag? Ob Paddeln, Segeln, Surfen oder anderes – wenn Sie mit Ihrer Klasse mal eine Wassersport-Klassenfahrt unternehmen möchten, haben wir für Sie ab Seite 8 entsprechende Informationen zusammengestellt:

über Reviere in Deutschland, geeignete Wassersportarten für Schulklassen sowie Auswahlkriterien für entsprechende Anbieter. Ergänzend zu diesem Thema ist auf Seite 11 ein Beitrag der Unfallkasse zur Vermeidung von Bade- und Schwimmunfällen bei Ausflügen und Klassenfahrten veröffentlicht. Darüber hinaus finden Sie auch Berichte über zwei Unterkünfte in Niedersachsen und in Österreich, die Vorstellung eines Reiseveranstalters aus Sachsen, einen Beitrag über ein Planetarium in Berlin – eines der modernsten Sternentheater Europas, und wir berichten auch über eine Wildnisschule im Allgäu. Wer eine Klassenfahrt in eines unserer Nachbarländer plant und beispielsweise die schöne Stadt Prag besuchen möchte, findet Informationen über die „Goldene Stadt“ und ihre bedeutendsten Sehenswürdigkeiten ab Seite 28.

Auch haben wir uns in dieser Ausgabe mal wieder dem Thema Gedenkstätten gewidmet, da dies nach wie vor aktuell ist. Neben einem allgemeinen Beitrag über Gedenkstättenpädagogik ab Seite 31 gibt es auch eine Veröffentlichung von Arbeitsmaterial zu diesem Thema und Hinweise zu Förderungen von Gedenkstättenbesuchen. Dann möchten wir Sie hiermit gern noch darauf aufmerksam machen, dass unsere Internetseiten komplett erneuert wurden. Sie haben nun unter anderem die Möglichkeit, auch online in der Zeitschrift zu blättern und zu lesen, unter www. klassenfahrten-magazin.de. Und wenn Sie für Ihre nächste Klassenfahrt auf der Suche nach einem speziellen Reiseveranstalter, einem Programmanbieter oder einer Unterkunft in einem bestimmten Bundesland sind, können wir Ihnen unseren Service „Partnerlinks“ empfehlen.

Es würde uns sehr freuen, wenn wir Ihnen wieder mit verschiedenen Informationen oder Anregungen behilflich sein konnten, damit Ihre nächste Klassenfahrt ein voller Erfolg wird. Unsere folgende Ausgabe (Heft 01/2012) erscheint dann im Februar. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine schöne Zeit und alles Gute und verbleibe mit herzlichen Grüßen

Ihre

Katrin Mickel

Klasse(n)fahrt

Die junge Schiene der Bahn

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Klassenfahrten Magazin Heft 4/2011

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Inhaltsverzeichnis Heft 4/11

Inhaltsverzeichnis

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Klassenfahrt nach Österreich Jugendhotel Lammertaler Hof inmitten des Skigebiets Dachstein-West

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Wassersport-Klassenfahrten Reviere in Deutschland, geeignete Wassersportarten für Schulklassen, Auswahlkriterien für entsprechende Anbieter

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Vermeidung von Bade- und Schwimmunfällen „Schwimmen und Baden – bei Ausflügen und Klassenfahrten“ – Informationen für Schulleitungen von der Unfallkasse Nord

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Fichtelgebirge Reisevorschlag für 5 Tage

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Vogelsprache als Schulung der Wahrnehmung Ralph Müller leitet eine Natur- und Wildnisschule im Allgäu und ist Autor des Buches „Die geheime Sprache der Vögel“

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Zwanzig Jahre Klassenfahrten EVR Reisen GmbH, ein Reiseveranstalter aus Chemnitz (Sachsen), organisiert seit 20 Jahren die „schönsten Tage des Schuljahres“

Naturerlebnisseminare, Tierfilmzentrum … NABU Gut Sunder in Niedersachsen mit Seminarhaus, Strohscheune, Zeltplatz, Erlebnisausstellung und pädagogischen Programmen für Schulklassen

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Planeten, Sterne, Weltall und mehr Zeiss-Großplanetarium in Berlin – spannende Streifzüge durch die Welt der Astronomie; Handreichungen für Lehrer...

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Mit der Schulklasse in die „Goldene Stadt“ Prag – das Herzstück der Tschechischen Republik

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Studienfahrt der Klasse 103 nach Prag Ein Bericht von Alexander Frühauf, Studierender an der Hotelfachschule Berlin

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Gedenkstättenpädagogik Der Besuch von Gedenkstätten – Bedeutung für Gegenwart und Zukunft

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Gedenkstättenarbeit – Arbeitsmaterial Checkliste: Gedenkstättenbesuch, von Günther Gugel

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Inserentenverzeichnis, Impressum

Titelbild:

Mardorf „Strand Weiße Düne“, Foto: Tourismusverband Hannover Region e.V.

Berlin – ÜF / Politik Reisevorschläge für 5 Tage

Förderung von Gedenkstättenbesuchen Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zum Besuch von Gedenkstätten durch Schulklassen

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Foto: Meinolf Wewel (1)

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Klassenfahrten Magazin Heft 4/2011


Unterkunft vorgestellt

Klassenfahrt nach Österreich

Jugendhotel Lammertaler Hof inmitten des Skigebiets Dachstein-West

Von Erlebnispädagogik über Teambuilding, Berg- und Wintersport bis hin zu Kultur – das erwartet die Besucher des Jugendhotels Lammertaler Hof in St. Martin am Tennengebirge, einem Ort im Bundesland Salzburg bei Bischofshofen. Ruhig und naturnah gelegen, abseits vom Straßenverkehr, aber dennoch gut erreichbar, befindet sich das Jugendhotel am Fuße des Tennengebirges. Das seit 1982 unter Naturschutz stehende Tennengebirge ist ein stark verkarstetes und höhlenreiches Plateaugebirge mit einer Größe von etwa 60 Quadratkilometern. 37 Quadratkilometer dieses Gebirgsplateaus liegen oberhalb 2.000 Meter. Gleich neben dem Lammertaler Skilift und der beleuchteten Skipiste steht das Jugendhotel Lammertaler Hof. Zu den Gästen zählen Schulen, Jugend- und Familiengruppen sowie Vereine aus ganz Europa. „Unsere Gäste schätzen vor allem die Flexibilität und individuelle Betreuung sowie die familiäre Atmosphäre im Haus“, erzählt Elisabeth Kraft, Juniorchefin des Hauses. „Die Mitarbeiter im Haus sind seit vielen Jahren bei uns, es ist wie eine große Familie.“ Eröffnet wurde das Jugendhotel 1972 von Elisabeth Krafts Eltern: Heinrich und Elisabeth Kraft. In den Anfangsjahren lief die Vermarktung von Haus und Angeboten über ein österreichisches Jugendreisebüro im Salzburger Land. Ende der 1980er Jahre begann man, sich selbständig zu vermarkten. Während in den ersten Jahren der Sommer eine sehr gefragte Saison war, entwickelte sich nach und nach auch der Wintertourismus.

Fotos: Lammertaler Hof (4)

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Dieser Trend hat sich seit dem Bau des Lammertal-Liftes, direkt am Haus, fortgesetzt.

Leitungen sowie aus dem Steinbrunnen im Eingangsbereich des Jugendhotels.

Leiteten vor fast 40 Jahren nur die Eltern Heinrich und Elisabeth Kraft das Haus, so sind seit etlichen Jahren auch die beiden Töchter Ingrid und Elisabeth im Familienunternehmen tätig. Beide besuchten eine Tourismusschule und machten praktische Erfahrung in diversen Betrieben.

Seit Gründung des Betriebes wurde immer wieder angebaut, erneuert und renoviert. Heute stehen den Gästen im Haus insgesamt 100 Betten in 25, mit hellen Holzmöbeln eingerichteten, Vier- bis Sechs-Personen-Zimmern, größtenteils mit Balkon, zur Verfügung. Davon sind 6 Mehrbettzimmer mit Dusche und WC ausgestattet. Etagenduschen/WC gibt es für 19 Mehrbettzimmer. Lehrer oder Begleitpersonen schlafen in Doppelzimmern, alle mit Dusche und WC. Des Weiteren sind drei trennbare Speisesäle mit TV und Video, ein Multi-Raum mit Bestuhlungsmöglichkeit für 50 Personen und diverser technischer Ausrüstung sowie ein Heimkino mit Großbildleinwand vorhanden. Darüber hinaus kann ein Hobbyraum für Disco und Party genutzt werden. Möglichkeiten zum Tischtennisspielen gibt es ebenfalls. Und im Winter oder bei Regen können die Gäste ihre nassen Schuhe in einer Schuh-Trockenan-

In der Küche schwingt nach wie vor Frau Kraft ihr Zepter und kocht gemeinsam mit Tochter Ingrid für die Gäste. Es finden vorwiegend heimische Zutaten und Produkte Verwendung. „Wir achten auf eine ausgewogene Ernährung, die gesund, lecker und jugendgerecht ist“, erklärt Frau Kraft, die bei Bedarf auch vegetarisch kocht oder spezielle Essenswünsche erfüllt. Neben den Tischgetränken zu den Mahlzeiten gibt es immer viel frisches Berg-Quellwasser aus dem eigenen Trinkwasserbrunnen. Dieses reine, klare Wasser fließt im ganzen Haus aus den

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Unterkunft vorgestellt

Kontakt Jugendhotel Lammertaler Hof Lammertal 107 5523 St. Martin am Tennengebirge Telefon 0043 - 6463 7146 info@lammertaler-hof.at www.lammertalter-hof.at www.jugendreisen-salzburg.com

lage mit einer Kapazität für 150 Paar Schuhe, beziehungsweise ihre feuchte Kleidung in einem Trockenraum, trocknen. Die gesamte Einrichtung ist freundlich, funktionell und speziell auf die Bedürfnisse von Jugend und Gruppen abgestimmt, lautet die Auskunft der Juniorchefin. „Genügend Frei- und Bewegungsraum im Haus sorgen für einen reibungslosen Ablauf auch dann, wenn verschiedene Gruppen im Haus sind“, versichert Elisabeth Kraft. Vielfältige Möglichkeiten für Sport, Spaß und Erholung gibt es außerhalb des Hauses: beispielsweise einen eigenen Natur-Sportplatz mit Grillplatz und Lagerfeuerstelle, einen Volleyballplatz und eine Relax-Wiese mit Bänken sowie ein Trampolin mit Sicherheitsnetz. Zusätzlich können Kistenklettern, Bogenschießen oder Geo-Caching organisiert werden. Zahlreiche markierte Bike- und Trekkingwege gehen direkt vom Jugendhotel weg. Der Naturbach Lammer ist für Bachtrekking oder „Staudammbau“ geeignet. Etwa

25 Minuten Fußweg sind es bis zum nahe gelegenen Naturbadesee Lungötz. In einem Hochseilgarten – einem riesigen, im Freien stehendem Gerüst – kann man sich in bis zu 11 Metern Höhe über Stahlseile, Balken und andere Konstruktionen bewegen. Sämtliche Sehenswürdigkeiten des Salzburger Landes und die Skigebiete sind vom Haus aus unkompliziert erreichbar. Im Umkreis von nur 50 Kilometern gibt es zahlreiche Ausflugsziele wie beispielsweise das Weltkulturerbe Hallstatt, den Gosausee mit Gosaukammbahn, die Salzbergwerke, die Eisriesenwelt in Werfen, Burg Hohenwerfen mit Falknerschau und diverse Museen. Die Stadt Salzburg – mit der Festung Hohensalzburg, den Wasserspielen und Schloss Hellbrunn, dem Haus der Natur, Mozarts Geburtshaus und vielen anderen Sehenswürdigkeiten – ist 60 Kilometer von St. Martin entfernt. Wintersportinteressierte Schulklassen können in St. Martin unter anderem eis-

laufen auf Natureis, auch bei Flutlicht, rodeln auf der Naturrodelbahn mit Flutlicht, an Scheeschuh-Touren teilnehmen oder Ski fahren. Das Jugendhotel befindet sich inmitten der Skiregion Dachstein-West mit 45 Liften und Bahnen und 140 Kilometer schneesicheren Abfahrten. Direkt am Jugendhotel liegt der Lammertaler-Lift mit einer Länge von 700 Metern, in 2 Kilometer Entfernung der Gerzkopf-Lift mit einer Länge von 1.200 Metern, und 5 Kilometer entfernt gibt es den Skilift St. Martin am Tennengebirge. Alle Skilifte sind mit dem kostenlosen Skibus erreichbar, der direkt am Haus hält. Um den Lehrern die Vorbereitung einer Klassenfahrt zu erleichtern, organisiert Familie Kraft komplette Projekt- und Sportwochen. „Auf Wunsch übernehmen wir die gesamte Planung und Organisation des Programms“, sagt Elisabeth Kraft. Bei all den erlebnisreichen Aktivangeboten für eine Klassenfahrt achtet man aber auch darauf, dass die Entspannung nicht zu kurz kommt, um nach dem Relaxen inmitten intakter Natur und klarer Bergluft fit zu sein für das nächste Abenteuer.

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Wassersport für Schulklassen

Wassersport-Klassenfahrten

Reviere in Deutschland, geeignete Wassersportarten für Schulklassen, Auswahlkriterien für entsprechende Anbieter Das Naturerlebnis Wasser lässt sich unkompliziert mit pädagogischen Zielen sowie der Gestaltung gruppendynamischer Prozesse verbinden und ist demzufolge für eine Klassenfahrt gut geeignet. Klassenfahrten mit Wassersport-Programmen werden daher immer häufiger durchgeführt, was man schon an der Zahl der in diesem Bereich tätigen Anbieter erkennt. Dieses Touristiksegment wächst jährlich, und zunehmend werden die Angebote speziell auch auf Schulklassen ausgerichtet. Von den Varianten her ist der Wassersport sehr vielfältig, aber nicht alle Wassersportarten sind für Klassenfahrten geeignet. Für Schüler haben sich beispielsweise Sportarten wie Windsurfen, Segeln, Paddeln in Kanu, Kajak oder Kanadier bewährt. Aber auch Kanu-Wildwasserfahren ist, unter Beachtung richtiger Voraussetzungen, mit Schulklassen durchführbar.

Foto: VDWS (1)

Und: Gegenüber anderen Sportarten wie z.B. dem Skisport, der bei Schulklassen auch sehr beliebt ist, bietet für den Wassersport schon allein Deutschland eine große Anzahl von Möglichkeiten. Wassersport kann auf Küstengewässern, Binnengewässern, Still- und Fließgewässern, Seen, Flüssen, Wildwassern (Wildbächen und -flüssen), Kanälen, Stauseen, Freibädern oder auch in Schwimmhallen ausgeübt werden.

Ostsee ein interessantes Wassersportrevier in Europa. Zudem ist Deutschland mit den europäischen Nachbarn in Ost und West sowie dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer auf dem Wasserweg verbunden. Dazu kommen noch viele Fließgewässer, die nur für Kanus und Ruderboote befahrbar sind. Außerdem sind die vielfältigen Möglichkeiten zur wassersportlichen Nutzung hierzulande noch längst nicht ausgeschöpft oder der Öffentlichkeit zu wenig bekannt.

Deutschland ist mit einem rund 10.000 km langen Netz von Bundes- und Landeswasserstraßen, den vielen reizvollen Binnenseen und Seewasserstraßen an Nord- und

Die Reviere Die bekannten deutschen Segelreviere befinden sich vor allem entlang der gesamten deutschen Ostseeküste. Zu den wich-

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tigsten Binnenrevieren fürs Segeln gehören der Bodensee und die bayerischen Seen Ammersee, Starnberger See und Chiemsee. Überdies werden die Reviere in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zunehmend frequentiert. Was die Surfreviere betrifft, befinden sich, laut Informationen der Internetauftritte der Landestourismusgesellschaften, die am meisten beworbenen Surfreviere Deutschlands eindeutig entlang der Nordseeküste, aber auch im Binnenland – das betrifft u.a. einige Brandenburger Gewässer, die Müritz, den Zülpicher See in Nordrhein-Westfalen und den Bodensee.


Wassersport für Schulklassen

Eine ca. 175 km² umfassende Seenfläche (im Nordwesten von Sachsen, im Südosten von Sachsen-Anhalt und dem Nordosten von Thüringen) entsteht aus dem ehemaligen Mitteldeutschen Braunkohlerevier: „Das Sächsische Seenland“. Dieses entwickelt sich gemeinsam mit dem „Lausitzer Seenland“ (55 km²), das zwischen Sachsen und Brandenburg liegt, zu einer der größten Seenlandschaften Deutschlands und bietet für verschiedene Wassersportarten gute Möglichkeiten – wegen der geeigneten Windverhältnisse z.B. fürs Segeln und Surfen, aber auch für Trendsportarten wie Kite-Surfen oder Wakeboarden. Zu den beliebtesten wassertouristischen Aktivitäten auf deutschen Gewässern gehört das Kanuwandern. Dieses Segment ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Beliebte Kanureviere befinden sich z.B. an der Lahn, im Donautal sowie im Altmühltal, und die größten Reviere gibt es in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Letzteres verfügt mit ca. 6.500 km, die für nicht motorisierte Wasserwanderer befahrbar sind, über eines der größten Binnengewässersysteme Europas. Auswahl der Anbieter Für eine Klassenfahrt mit dem Schwerpunkt Wassersport werden meist entsprechende

gewerbliche Anbieter in diesem Bereich in Anspruch genommen, da diese nicht nur über das Material, sondern auch über die notwendigen Fachkenntnisse verfügen. Bei der Auswahl eines für die jeweilige Klassenfahrt geeigneten Anbieters sollte daher auf Qualität und Kompetenz geachtet werden. Viele Unternehmen dieser Branche sind z.B. in entsprechenden Dachverbänden oder Vereinen organisiert. Das garantiert dem Kunden Sicherheit, da sich die Dachverbände darum kümmern, dass die Qualitätsrichtlinien und Sicherheitskriterien eingehalten werden und die Betreiber über eine spezielle Qualifikation verfügen. Oft bieten solche übergeordneten Verbände auch Ausbildungen/Weiterbildungen für Lehrer an. Auf alle Fälle gelten bei jeglichen WassersportAktivitäten mit der Schulklasse die Bestimmungen und Erlasse für „Schulfreizeiten“, „Schulfahrten“ und „Schulwanderungen“ sowie die „Schwimmerlasse“ der einzelnen Kultusminister und spezielle Empfehlungen und Auflagen der Bundesländer. Wassersportarten Surfen Die Schwierigkeit beim Windsurfen besteht überwiegend in der Fähigkeit, das Gleichgewicht des eigenen Körpers mit der Segelstellung zum Wind zu kontrollieren. Das Windsurfen

kann in Surfschulen in entsprechenden Kursen bereits in 10 - 12 Stunden erlernt werden. Ermöglicht wird dies durch besonderes Anfängermaterial. Früher gestaltete sich der Sport zur Schwerstarbeit: behäbige Planken von 28 kg, verteilt auf einer Länge von 3,60 m, bestückt mit einem 6 m² großen Dreieckssegel, das in einem bleischweren 2,60 m langen Gabelbaum aus Holz gespannt war. Heute ist Windsurfen nichts mehr nur für „harte Jungs“. Für Anfänger gibt es z.B. Einsteigerboards – breite Bretter, die kein Umfallen kennen und mit Mast, Gabelbaum und Segel leichte 5 kg wiegen. Diese Bretter für Anfänger bieten ein hohes Maß an Kippstabilität. Dadurch wird es für den Schüler einfacher, sich auf die Segelsteuerung zu konzentrieren. Wer für seine Schulklasse z.B. eine geeignete Surfschule sucht, sollte auf folgende Kriterien achten: ob Unterrichtsräume und Umkleidekabinen vorhanden sind; ob eine komplette Ausrüstung, ohne Zusatzgebühr gestellt wird; ob die Möglichkeit besteht, einen Grundschein zu erwerben; ob in „schwierigen Revieren“ ein Motorboot einsatzbereit ist; ob Lehrhefte und weitere Unterrichtshilfen eingesetzt werden. Man unterscheidet folgende SurfSportarten: Wellenreiten: Abreiten von Wellen

Aktiv

in Mecklenburg mit Kajak, Kanadier, Tretboot, Ruderboot, Floß, Kutter, Dschungelschute, Bogenschießen, Inlineskating, Geo-Caching, Fahrrad, Boßeln, Zimmer oder Zelt u.v.m.

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auf einem Surfbrett ohne Segel Windsurfen: Fortbewegung am Wasser auf einem Surfbrett mit Segel Kitesurfen: Fortbewegung am Wasser auf einem Surfbrett mit Lenkdrachen = Kite Dirtsurfen: Sonderform des Strandsegelns als Wind- oder Kitesurfen an Land Flusssurfen: Wellenreiten auf einem Fluss mit oder ohne Hilfe eines Seiles

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Wassersport für Schulklassen

Kanutouren durch die Mecklenburgische Seenplatte 5 Tage Naturerlebnis pur im Kanu oder Kajak 4 ÜN auf Campingplätzen mit Kochausrüstung ausführliche Einweisung ins Kanufahren mit Betreuung ab 59,00 € pro Person feste Unterkünfte, An- & Abreise Grillabend und der Besuch von Kulturstätten können mitorganisiert werden Tel. 039829/20324 Mobil. 01748275230 www.paddel-paul.de info@paddel-paul.de

Kanusport Kanusport (auch Paddelsport) ist eine Wassersportart, bei welcher ein Kanute mit einem Kanu in Blickrichtung vorwärts fährt und sich durch Schläge mit einem Paddel fortbewegt. Gegensätzlich zum Rudern besteht keine feste Verbindung des Paddels zum Boot. Ein Paddelboot ist durch die fehlende

Hebelwirkung allgemein bedeutend langsamer als ein Ruderboot. Jedoch sind, aufgrund der kleineren Spannweite und der höheren Wendigkeit, die Einschränkungen bei der Auswahl der Gewässer geringer. Fähigkeiten im Kanusport werden in einer Kanuschule vermittelt. Unterricht in Kanusport gibt es neben kommerziellen Schulen auch durch Sportvereine, als Arbeitsgemeinschaften in Schulen, durch Kurse im Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband und durch Angebote von Kanuhändlern. Das Niveau des Unterrichts hängt einerseits von der Zielsetzung und andererseits von der Qualifikation der Kanulehrer ab. Interessierte Klassenlehrer sollten sich im Vorfeld über die entsprechenden Zertifikate oder Lizenzen der ausgewählten Kanuschule erkundigen. Man unterscheidet folgende Kanu-Sportarten: Kanuwandern (auch Tourenpaddeln oder Wanderpaddeln). Das Befahren von meist ruhigen Gewässern mit einem Kanu wird von der Mehrzahl der Kanuten in Deutschland betrieben. Während hierzulande viele Kanuten den Kajak verwenden, wird z.B. in Nordamerika und Skandinavien, wegen der abgeschiedenen Strecken, häufiger der Kanadier genutzt. Dieser hat eine hohe Transportkapazität und gewährleistet ein einfacheres Aussteigen und Umtragen bei Hindernissen. Da die körperlichen Anforderungen beim Kanuwandern in einfachen Gewäs-

Foto: Agentur Waterkant, T VB Mecklenburg-Vorpommern (1)

sern relativ gering sind, kann diese Sportart auch gut mit der Schulklasse ausgeübt werden. Küstenkanuwandern (auch Salzwasser-, See- oder Küstenpaddeln) bedeutet das Kanuwandern auf Großgewässern. Es wird fast ausschließlich mit Kajaks (i.d.R. Seekajaks) betrieben. Neben Kenntnissen der Navigation erfordert es die Berücksichtung von Gezeiten und Wetter. Die Anforderungen an körperliche Fitness, Beherrschen von Rettungstechniken und Ausrüstung sind bedeutend höher als beim einfachen Kanuwandern. Wildwasserpaddeln, ist eine Form des Kanusports, bei der Wildwasser mit dem Kanu oder Schlauchboot befahren wird. Wildwasserfahren soll bei qualifizierter Betreuung keine Risikosportart sein. Wie Untersuchungen belegen, ist das Risiko einer ernsthaften Verletzung bei alpinen Skikursen um das 5-fache und bei den Spielsportarten um das bis zu 30-fache höher. Beim Wildwasserfahren unterscheidet man die Schwierigkeit nach der Wildwasserschwierigkeitsskala, wobei hier vor

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weitere Informationen DTV, Deutscher Tourismusverband e.V. Wasserwandern (Kanu, Rudern) BKT, Bundesvereinigung Kanutouristik e.V. DKV, Deutscher Kanu-Verband e.V. VDKS, Verband deutsche Kanu- und Outdoorschulung (Ansprechpartner Wildwasser) Surfen VDWS, Verband Deutscher Windsurfing und Wassersportschulen e.V. Segeln DSV, Deutscher Segelverband e.V.

allem Wassermenge (Durchfluss in m³/s) und Gefälle eine Rolle spielen. Wichtig ist die taktische Einschätzung von Stromschnellen, Kehrwasser, Kaskaden, Fällen, Walzen und anderen Stellen des Wildwassers. Für Schulklassen ist diese Sportart daher gut geeignet, da Wildwasserfahren immer ein Gruppenereignis ist. Schnell wird offensichtlich, dass man aufeinander angewiesen ist, sich gegenseitig helfen kann und muss, ob beim Besprechen der Befahrungsrouten, beim Sichern, nach einer Kenterung oder auch nur beim Tragen der Boote.


Informationen der Unfallkasse

Vermeidung von Bade- und Schwimmunfällen „Schwimmen und Baden – bei Ausflügen und Klassenfahrten“ – Informationen für Schulleitungen von der Unfallkasse Nord, Autor: Rüdiger Remus, Präventionsabteilung – Referat Schulen und Hochschulen „Hurra!“ Endlich ist der angekündigte Wandertag/die langersehnte Klassenfahrt gekommen. Nach dem Eintreffen am Zielort soll es möglichst bald mit Spiel- und Sportaktivitäten losgehen. Im Sommer stellt der Besuch einer Badestelle (Schwimmhalle, Freibad, Seen, Flüsse und Meere) sicherlich ein absolutes Highlight dar. Schwimmen – das heißt für viele Schüler auch spielen, springen und annähernd schwerelos in die dritte Dimension des Raumes eintauchen. Der Besuch einer Badestelle mit einer Gruppe von Schülern erfordert allerdings oft auch die „geballte“ Aufmerksamkeit von Lehrkräften und Begleitpersonen. Dieser Sicherheitstipp wendet sich deshalb besonders auch an Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern, die einen Ausflug/eine Klassenfahrt begleiten. „Unangenehm“ kann sich der Besuch einer Badestelle gestalten, wenn Schüler ihre koordinativen und konditionellen Fähigkeiten vor dem Schwimmen überschätzen. Die Folgen können sich dramatisch auswirken: Die Kräfte lassen während des Schwimmens nach, der Schüler kann das Ufer/den Beckenrand nicht erreichen. Oft ist der Schüler zu erschöpft, um in dieser aussichtslosen Lage einen Hilferuf von sich zu geben. Möglicherweise hat er auch einen Stimmritzenkrampf erlitten oder ist schlichtweg zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass er um Hilfe rufen könnte.

Foto: TMGSachsen, Radke (1)

Tückisch: Offene Gewässer können je nach Beschaffenheit des Grundes eine Unterströmung im Bereich der Nichtschwimmergrenze aufweisen. Unterströmungen können ein Kind vom Nichtschwimmer- in den Schwimmerbereich abtreiben lassen. In so einem Fall spielt bei unerfahrenen Schwimmern bzw. Nichtschwimmern die aufkommende Panik eine entscheidende Rolle beim Ablauf des Ertrinkungsvorganges. Sie erlaubt es dem in Not geratenen Kind nicht, Maßnahmen zur Selbstrettung zu ergreifen. Es erfolgt oft kein Hilferuf, und es werden entscheidende Maßnahmen zur Stabilisierung des Körpers im Wasser oft nicht durchgeführt: Die Dichte des menschlichen Körpers ist nur wenig größer als die von Wasser. Dadurch gelingt es uns, den eigenen Körper

durch wenig Kraftanstrengung waagerecht an der Wasseroberfläche zu halten. Im Falle einer Panik ist dies einem in Not geratenen Kind nicht bewusst. Es verbraucht fast die gesamte Muskelkraft, um den Kopf über Wasser zu halten. Diese Bewegung ähnelt oft dem sogenannten „Hundepaddeln“: Beine und Arme bewegen sich unkoordiniert und annähernd wirkungslos unter der Wasseroberfläche. Rumpf und Beine können so nicht in die Nähe der Wasseroberfläche gebracht werden, um eine hydrodynamisch günstige Wasserlage einzunehmen. Bei dieser „Schwerarbeit“, dem Hundepaddeln, ermüden die Kräfte sehr schnell, das Kind kann dann plötzlich untergehen.

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Informationen der Unfallkasse

Wenn das Kind in diesem Augenblick nicht von Ihnen, einem Rettungsschwimmer oder dem Schwimmmeister beobachtet wird, kann dass Ertrinken ein tödliches Ende nehmen – der schwerste, denkbare Badeunfall. Ein Ertrinkungsunfall kommt in Hamburg während einer schulischen Veranstaltung etwa einmal pro Jahr vor. Dabei ertrinkt ein Kind, kann aber oft sofort gerettet werden. Bei einer sofortigen Rettung bleibt der Ertrinkungsunfall gesundheitlich folgenlos. Je mehr Zeit bis zur Rettung des Kindes verstreicht, desto größer sind die Körperschäden, die das Kind erleidet, bis hin zum Tod. Ein Kind kann ca. 3 Minuten unter Wasser bleiben (Badewassertemperatur), ohne das gravierende Hirnschäden zurückbleiben. Nach dieser Zeit erleidet das Gehirn irreparable Schäden. Nach einer Zeit von ca. 8 - 10 Minuten kommt es schließlich zu einem Kreislaufstillstand. Dann kann oft nur noch der Tod des Kindes festgestellt werden. Bei Kindern, die im Eis einbrechen und unter die Wasseroberfläche/das Eis geraten, kann es wesentlich länger dauern, bis sich Hirnschäden und ein Kreislaufstillstand einstellen. Auf Grund der Möglichkeit, dass ein Kind einen vermeidbaren, schweren Unfall erleidet, halten wir es für erforderlich, dass sich Lehrkräfte und Begleitpersonen schon vor dem Besuch der Badestelle mit dieser Situation gedanklich „beschäftigen“. Kann ich die Badestelle ausreichend beaufsichtigen? Was tue ich bei einem Ertrinkungsunfall? Könnte ich schnell und resolut eingreifen? Könnte ich tauchen, abschleppen, ein Kind an Land bringen? Könnte ich das verunfallte Kind wiederbeleben?

Viele Dinge lassen sich im Vorwege organisieren, damit nach einem Schwimmunfall die Rettung des verunfallten Schülers unverzüglich eingeleitet werden kann. Die wichtigste Voraussetzung beim Schwimmen und Baden mit Schülern ist, dass sich eine Person in der Nähe des Schwimm- und Badebereichs der Schüler aufhält, die rettungsfähig ist. Dies kann die Lehrkraft selbst oder eine Begleitperson sein. Rettungsfähig ist eine Lehrkraft/Begleitperson, wenn sie • etwa 3 – 4 Meter tief tauchen und einen Menschen an die Wasseroberfläche bringen, • etwa 15 Meter weit tauchen, • eine Unklammerung durch einen erschöpften Schwimmer vermeiden oder lösen, • einen etwa gleichschweren Menschen mittels Kopf- oder Achselschleppgriff ca. 15 Meter weit schleppen und an Land bringen, • lebensrettende Sofortmaßnahmen ergreifen kann, und • innerhalb der letzen 3 Jahre nachgewiesen hat, dass die Fähigkeiten zum Retten und Wiederbeleben immer noch vorhanden sind. Sie können nicht beaufsichtigte Badeplätze aufsuchen, wenn Sie • die Bedingungen des Badeplatzes kennen oder sich vorab mit ihnen vertraut machen • sich vergewissern, dass alle Schüler sicher schwimmen können, (andernfalls die Badestelle nicht besuchen) • selbst retten und wiederbeleben können oder eine Person hinzuziehen, die rettungsfähig ist

• bei mehreren Schülergruppen das Baden zeitlich staffeln • die Einhaltung der Baderegeln überwachen • Schüler auf Gefahren im Wasser hinweisen und • die Eltern dem Baden schriftlich zugestimmt haben • die Badezone räumlich begrenzt ist. Sollten Sie selbst oder Ihre Begleitperson nicht retten und wiederbeleben können, dürfen Sie nur bewachte Strände (DLRG, DRK Wasserwacht) oder Schwimm- und Freibäder aufsuchen. Dann ist eine Benachrichtigung der Rettungsschwimmer bzw. des Schwimmmeisters zwingend erforderlich, denn es kommt oft dümmer als Sie glauben: Sie verlassen sich auf den Schwimmmeister – der wird im Notfall das Kind schon retten. Der Schwimmmeister hält Sie auf Grund Ihrer sportlichen Figur für die Schwester/den Bruder von Franzi von Almsick. Er glaubt, Sie können retten was das Zeug hält, begibt sich in einen anderen Teil des Bades. Und schon ist es passiert: Der Schwimmmeister ist nicht in der Nähe, Sie können nicht tief tauchen, dass ertrunkene Kind kann auch sonst von niemand an die Wasseroberfläche gebracht werden. Deshalb: Erkundigen Sie vor Ausflügen und Wandertagen, ob ein Schwimmmeister/Rettungsschwimmer in unmittelbarer Nähe Ihrer Gruppe ist, falls Sie selbst oder Ihre Begleitperson nicht rettungsfähig sind. Halten Sie den Schwimmmeister/Rettungsschwimmer dazu an, Ihre Gruppe kontinuierlich zu beaufsichtigen. Treffen Sie die Absprache mit dem Schwimmmeister/Rettungsschwimmer

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Klassenfahrten Magazin Heft 4/2011


Informationen der Unfallkasse

unter Zeugen und/oder halten Sie diese ggf. schriftlich fest. Sie bleiben als pädagogische Leitung beim Besuch der Badestelle aufsichtspflichtig. Sollte eine rettungsfähige Person aus triftigen Gründen die Kinder für eine kurze oder längere Zeitspanne nicht überwachen können, so muss sichergestellt werden, dass eine andere rettungsfähige Person den Überwachungsauftrag vor Ort übernimmt. Wenn der Schwimmmeister/Rettungsschwimmer Ihre Gruppe nicht beaufsichtigen kann, dann fallen Ihre Pläne für das geplante Schwimm-Event buchstäblich ins Wasser – Sie müssen das Schwimmen und Baden auf einen anderen Tag verschieben. Sichern Sie sich weiter ab: Bei einem Ausflug an eine Badestelle (offenes Gewässer) muss eine schriftliche Bestätigung der Eltern vorliegen, dass ihr Kind schwimmen kann und Baden darf. Aber: Das Schwimmen und Baden in offenen Gewässern muss selbst mit dem Einverständnis der Eltern unterbleiben, wenn einige Schüler nicht oder nicht gut schwimmen können. Gerade bei Schülern kann ein leichtsinniges Verhalten wie z.B. ein zu weites Hinausschwimmen auf dem See von Ihnen oft nicht mehr kontrolliert werden. Suchen Sie in diesem Fall lieber eine öffentliche Badestelle mit Schwimmmeister/Rettungsschwimmer auf.

Schwimmen mit Kleidern: Einige Kinder möchten beim Schwimmen schon mal die Kleidung anbehalten. Das sollte nur im Schwimmunterricht und von geübten Schwimmern durchgeführt werden, denn das Kleiderschwimmen „hat es in sich“: Die Luft unter der Bekleidung des Oberkörpers diffundiert zunächst zwischen Rücken und Pullover bzw. T-Shirt o. ä. Je nach Art der Kleidung kann das Schwimmen durch die so entstandene Luftblase für eine bestimmte Zeit sehr erleichtert werden, da diese einen starken Auftrieb erzeugt. Durch die entweichende Luft wird der Auftrieb jedoch immer geringer und es setzt jetzt der gegenteilige Effekt ein: Durch das Gewicht der nassen Kleidung muss die Schwimmerin/der Schwimmer mehr Kraft aufwenden, um sich an der Wasseroberfläche halten zu können. Für Schwimmanfänger ein nicht ungefährliches Unterfangen. Ein paar weitere Hinweise für den ungetrübten Besuch einer Badestelle: • Zählen Sie Ihre Schüler häufiger, mindestens vor und nach dem Verlassen der Badestelle • Wählen Sie Ihren Standort so aus, dass Sie alle Schüler gut überblicken können • Wählen Sie Badestellen aus, die nicht zu stark mit Gästen „bevölkert“ sind • Achten Sie besonders auf Schwimmanfänger – diese wollen manchmal den anderen Kindern ihr Können beweisen • Gruppendynamik ist ein gefährlicher Motor für Schwimmanfänger • Beobachten Sie Schüler mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Beschwer-

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Quelle und Kontakt SICHERHEIT IN DER SCHULE – TIPP 28 Unfallkasse Nord Präventionsabteilung – Referat Schulen und Hochschulen Spohrstraße 2, 22083 Hamburg Telefon 040 - 27153 223 ruediger.remus@luk-hamburg.de www.uk-nord.de

den genau (verzichten Sie ggf. auf das Schwimmen) • Gehen Sie nie allein mit Kindern zum Baden; eine zweite Aufsichtsperson entlastet Sie • Vorsicht beim Einsatz von Schwimmhilfen – diese können unterwegs ihren Dienst versagen • Ein Badeverbot wird von Schülern gern umgangen – kontrollieren Sie es häufiger • Halten Sie sich an Anweisungen des Schwimmmeisters/Rettungsschwimmers • Vereinbaren Sie mit Ihren Schülern Sammelplätze sowie optische oder akustische Signale für bestimmte Fälle (z.B. für „Bitte aus dem Wasser kommen“) • Halten Sie Erste-Hilfe-Material zur Behandlung kleinerer Verletzungen parat • Ihre Erste-Hilfe-Ausbildung sollte innerhalb der letzten 2 - 3 Jahre erfolgt sein • Halten Sie ein Handy einschließlich Notrufnummer parat – für alle Fälle • Sprechen Sie mit Ihrer Begleitperson die Aufgaben bei einem Schwimmunfall genau ab • Wichtig: Sie müssen in Top-Form sein um in Not geratenen Kindern helfen zu können. Denken Sie daran: Ihr beherztes Handeln ist die Lebensversicherung für die Ihnen anvertrauten Kinder.

Mehr als ein Jugendgästehaus / Hostel Das haus international in München ist ein Zentrum für Schüler- und Studienaufenthalte und eine lebendige, zentral gelegene Stätte der Begegnung aller Kulturkreise und Nationen. Wenn Sie als Gruppe, Schulklasse, Familie oder junggebliebene Erwachsene einen oder mehrere Tage das vielfältige Freizeit- und Kulturangebot Münchens erleben wollen, dann sind Sie bei uns genau richtig. Unsere hauseigene Touristik Abteilung bietet Ihnen Vorschläge und Buchungen von interessanten Angeboten, Touren und Rahmenprogrammen rund um die Sehenswürdigkeiten in und um München. • 186 Zimmer mit insgesamt 610 Betten • eigenes Restaurant mit Veranda und Biergarten, wahlweise auch mit HP/VP/LP • Aufenthaltsraum, Bar und Disco “Discovery“ tägl. von 20 - 1 Uhr geöffnet • Internet und gratis WLAN, Billard, Kicker, Flipper, Video-Games, TV Räume, Tischtennisraum • Eigener Fahrradverleih • Lehrerlounge mit TV, gratis Internet und kostenlosen Getränken • Konferenzraum für bis zu 175 Personen mit allen technischen Equipment • Bus/Tram Station direkt vor der Haustür, nächste U-Bahn Station in 3min erreichbar • Sicherheitsdienst nachts im Haus • Busparkplätze in der Nähe • Komfortable Unterbringung von Lehrern und Betreuern in neu renovierten, ruhigen Einzelzimmern mit DU/WC und TV • Übernachtungen ab 17 € pro Person inkl. reichhaltigen Frühstücksbuffet • Freiplatz ab 20 Personen • Bitte fragen Sie uns nach speziellen, saisonabhängigen Angeboten und Rabatten! • Gerne erstellen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot für Ihre Reise nach München!

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Internationaler Bund - IB - Freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e.V. Klassenfahrten Magazin Heft 4/2011

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Unterkunft vorgestellt

Naturerlebnisseminare, Tierfilmzentrum …

NABU Gut Sunder in Niedersachsen mit Seminarhaus, Strohscheune, Zeltplatz, Erlebnisausstellung und pädagogischen Programmen für Schulklassen ein Gemeinschaftserlebnis der besonderen Art.

Geht es um den Erhalt des Naturerbes in Niedersachsen, um seine Landschaften vom Wattenmeer bis zum Harz, von der Heide bis zur Elbtalaue, dann wird der NABU Niedersachsen aktiv, der sich seit über 60 Jahren für den Schutz bedrohter Lebensräume, für gefährdete Tier- und Pflanzenarten sowie für reine Luft und gesunde Böden engagiert. Denn auch kommende Generationen sollen die Schönheit und Einzigartigkeit dieser Landschaft erleben können. „Nur was man kennt, kann man auch schützen – diesem Motto folgen wir in unseren acht Besucherzentren und Nationalparkhäusern“, erklärt NABULandesvorsitzender Dr. Holger Buschmann. „Hier schaffen wir faszinierende Einblicke, um Tiere und Landschaften näher kennenzulernen.“ Eine dieser Einrichtungen ist ein ehemaliges Teichgut, das NABU Gut Sunder in Meißendorf, einer Ortschaft 6 Kilometer nordwestlich von Winsen im niedersächsischen Landkreis Celle, am Rande der Lüneburger Heide. Der Name Gut Sunder geht darauf zurück, dass ein ganz früherer Inhaber des Anwesens um 1548 vom Kloster in Lüneburg mit den Besitzungen desselben in Meißendorf belehnt wurde und den Hof aus dem Ort Meißendorf in die Nähe seiner Ländereien verlegte – so der Ursprung des Namens: „gesondert, sonder, sunder“. Später errichtete man auf dem von Gräben umgebenen Platz das heute unter Denkmalschutz stehende Herrenhaus im repräsentativen Stil der Celler Bürgerhäuser. Nachdem mehrfach der Besitzer des Gutes wechselte, erwarb 1980 der Deutsche Bund für Vogelschutz, heute NABU, mit finanzieller Unterstützung Klassenfahrten Magazin Heft 4/2011

In selbst mitgebrachten Zelten wird auf dem Zeltplatz geschlafen. Zwei große Zelte dienen als Aufenthalts- und Gepäckräume. Die Gäste des Zeltplatzes nutzen ebenfalls die Sanitäranlagen am Seminarhaus. Bei sämtlichen Übernachtungsmöglichkeiten sind eigene Schlafsäcke und Handtücher, für das Zelten auch Isomatten oder Luftmatratzen, mitzubringen. Lehrer sollten ebenfalls Handtücher und Bettwäsche mitbringen.

Fotos: NABU Gut Sunder (2)

anderer Institutionen, einen großen Teil des Geländes. Auf dem Gelände des Gutes befinden sich neben dem InfoZentrum mit der Ausstellung NABU-Wildtiernis noch folgende Gebäude: das Wahrzeichen des historischen Teichgutes und als Hotel sowie Café genutzte Herrenhaus unter Führung eines Diakonievereins sowie das vom NABU betriebene, jeweils von März bis November geöffnete Seminarhaus nebst anliegender Strohscheune. Auch ein eigener Zeltplatz und ein Ferienhaus gehören zum NABU Gut Sunder. Weitere Quartiere können am nahe gelegenen Hüttensee gemietet werden. Im Seminarhaus, das wochentags von Schulklassen und am Wochenende von Seminargruppen genutzt wird, stehen den Gästen, neben zwei Seminar-

und Veranstaltungsräumen, dreizehn Zwei- bis Vier-Bettzimmer zur Verfügung. Duschen und WC befinden sich auf dem Flur. Zwei Lehrerzimmer mit eigenen Bädern gibt es ebenfalls im Gebäude, in unmittelbarer Nähe zu den Zimmern der Kinder. Den Schulklassen wird vor dem Besuch ein Zimmerplan übermittelt. Übernachten im Stroh – das kann man seit 2010 in der Strohscheune. Hier ist in drei großen Schlafkojen Platz vorhanden für 8 bis 30 Personen. Waschbecken und WC gibt es in der Strohscheune, ansonsten werden die Sanitäranlagen am Seminarhaus genutzt. Für Lehrer sind in der Strohscheune zwei Schlafbereiche, jeweils mit Bett, durch Vorhänge abgetrennt. Aber natürlich können die Lehrer auch bei den Kindern im Stroh schlafen. Das ist sicher

Die Verpflegung auf dem Gut erfolgt auf rein ökologischer Basis. Für das stets frisch zubereitete Essen werden ausschließlich Produkte des umweltgerechten Landbaus, größtenteils aus der Region stammend, verwendet. Zu den drei Mahlzeiten ist ein Tischdienst gewünscht, der vorher die Tische eindeckt und danach wieder für saubere Tische sorgt. Auf dem Gut befindet sich außerdem die, nach mehr als fünfjähriger Vorbereitung, 2010 eröffnete Erlebnisausstellung „NABU-Wildtiernis“ inklusive Tierfilmzentrum. Hier kann man unter anderem spielende Dachse und Fischotter erleben sowie einen jagenden Eisvogel und sogar einen Kampf zwischen Dachs und Fuchs – „eingefangen“ von modernster Kameratechnik. Rund 50 Filme von heimischen Tierarten werden auf insgesamt sieben Terminals gezeigt und gewähren einmalige Einblicke in das sonst verborgene Leben von Wildtieren. Mehrere interaktive Stationen bieten die Möglichkeit zum spielerischen Lernen. So können


Unterkunft vorgestellt

Spielesammlung, Fernseher und DVD-Player genutzt werden. Auf dem Außengelände befinden sich zwei Tischtennisplatten, ein Volleyballnetz, Spielplatz, Barfußpfad, „Snail-Trail“ (Schneckenpfad), Nistkastenlernwand und -pfad, Streuobstwiese sowie ausreichend Platz zum Kicken. Bälle und Schläger müssen selbst mitgebracht werden.

Besucher beispielsweise einen Helm mit „Einparkhilfe“ aufsetzen und versuchen, sich wie eine Fledermaus anhand des Piepens im Wald zu orientieren. Zudem verfügt die Ausstellung über einen Infoshop, in dem allerlei Wissenswertes und Nützliches rund um Tiere, Pflanzen, Naturschutz und Garten zu finden sind. Seit vielen Jahren ist Gut Sunder das Ziel für Tagesausflüge und Klassenfahrten. „Wir sind ein vom Niedersächsischen Kultusministerium anerkanntes RUZ (Regionales Umweltbildungszentrum) und halten ein qualifiziertes Pädagogen-Team bereit, das für Schulklassen von der 1. bis zur 12. Klasse Programme in den Bereichen Umweltbildung und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung realisiert“, so die Auskunft von Eva Kemper, Pädagogische Mitarbeiterin. Während einer einwöchigen Klassenfahrt finden

an drei Tagen, gewöhnlich vormittags, jeweils dreistündige Programme statt, sowie eine Abendaktion. Eine Liste sowie ausführliche Beschreibungen der Aktionen gibt es auf den Internetseiten der Einrichtung. Im Rahmen einer fünftägigen Klassenfahrt kann zudem die Ausbildung zum Juniornaturschutzberater erfolgen, eine von der UNESCO-Kommission ausgezeichnete Ausbildung. Dabei sollen die Teilnehmer, in mehreren Modulen, die nötigen Kenntnisse erwerben, um in ihrem Umfeld selbst für den Umwelt- und Naturschutz aktiv zu werden.

Umgeben von einer ausgedehnten Teichlandschaft mit Mooren, Wiesen und Wäldern bietet das Gut darüber hinaus optimale Möglichkeiten zum eigenen Entdecken und Erkunden. Zwei schöne Rundwanderwege führen um die Meißendorfer Teiche und in die Meißeniederungen. Ursprünglich betrieb man auf dem Gut Fischzucht. Auch heute noch spielt Wasser hier eine

Kontakt NABU Gut Sunder 29308 Winsen/A. OT Meißendorf Telefon 05056 - 970111 www.nabu-gutsunder.de www.nabu-wildtiernis.de

große Rolle. Die Teiche dienen nun als Rückzugsgebiet unter anderem für Frösche, Molche, Enten, Gänse und Kormorane. Eva Kemper: „Man sollte auch daran denken, dass die Kinder in unserer reizüberfüllten Welt manchmal nicht mehr brauchen als einfach genug Zeit, um am Bach einen Staudamm zu bauen, Verstecken zwischen den Bäumen zu spielen oder beim Liegen auf der Wiese das geheime Leben zwischen den Grashalmen zu beobachten.“

Auch für eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung ist gesorgt, so gibt es zum Beispiel Gelegenheit zum Lagerfeuermachen, eine Informationsmappe für Lehrer mit Anregungen für Spiele und für die SunderRallye. Außerdem können eine Kommt mit uns auf spannende Entdeckungsreise durch Barbarossa‘ s unterirdisches Reich voller Wunder und Geheimnisse. Bei uns könnt Ihr mit allen Sinnen Erdgeschichte erleben und erforschen: Lernt Alabaster, Schlangengips und Stinkschiefer kennen und staunt über wunderschöne Details und verblüffende optische Täuschungen! Lasst Euch verzaubern von  riesigen, weit gespannten Hohlräumen  kristallklaren, blaugrün schimmernden Seen  weltweit einmaligen, bizarren Gipslappen. Erfahrt Interessantes über Friedrich I. Barbarossa.

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Das Haus bietet zahlreiche Indoor- und Outdoorsportaktivitäten, ist umgeben von einer tollen Landschaft mit Burgen, Höhlen und Felsen und liegt am Rande eines Naturschutzgebietes. Der oberpfälzische Ort Immenreuth liegt 25 km östlich von Bayreuth. UNTERBRINGUNG: Schüler in Appartements mit Mehrbettzimmern für 2-3 Personen mit Dusche/WC und Terrasse oder Balkon. Lehrer erhalten Einzel- bzw. Doppelzimmer. SPORT & FREIZEIT IM JUGENDHOTEL: Hochseilgarten, Fußballrasenplatz, Beachvolleyballplatz, Basket- & Tennisplatz, Spiel- & Freizeitwiese, große Sporthalle für Ballsportarten und Badminton, Freizeitraum mit Kicker, Tischtennis und Billard, Kegelbahn, Seminarraum, TV-Räume, Kiosk, Discomöglichkeit IMMENREUTH & UMGEBUNG: Beheiztes Freibad, Wanderwege, Bahnhof; Bayreuth (25 km) mit Eremitage, Festspielhaus, Opernhaus und Neues Schloss

und garantiert Erfolg. Vom 1 x 1 des Bogenschießens über das Spannen bis hin zum sicheren Treffen wird alles erlernt. Klettern An der Outdoor-Kletterwand am Haus lernen die Teilnehmer durch erfahrene Guides die Grundregeln der Kletterkunst und können ihre Fähigkeiten kennen lernen sowie Grenzen erweitern. Niedrigseilgarten Hier werden die unterschiedlichen Übungen im Team gelöst, denn nur gemeinsam lässt sich der Parcours überqueren und das Ziel in Kooperation miteinander erreichen. Orientierungstour Mit Landkarten ausgestattet geht es durch den Oberpfälzer Wald. Hier steht das Bewegen und Beobachten in der freien Natur im Vordergrund! Diese Reise eines renommierten Reiseveranstalters aus Starnberg wird vermittelt durch:

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Programmanbieter vorgestellt

Vogelsprache als Schulung der Wahrnehmung Fotos: Ralph Müller ( 5)

Ralph Müller leitet eine Natur- und Wildnisschule im Allgäu und ist Autor des Buches „Die geheime Sprache der Vögel“

Im Jahr 1999 gründete Ralph Müller, der sich aktiv im Naturschutz engagiert und in ornithologischen Organisationen arbeitet, seine eigene Natur- und Wildnisschule – eine „Draußenschule“ in Sonthofen-Altstädten im Allgäu. Neben Seminaren, Ausbildungen und Wildnisexpeditionen gehören auch Schulprojekte zum Angebot der Wildnisschule. Die Wildniskurse für Schulklassen können halbtägig, eintägig oder drei- und fünftägig stattfinden. „Kraft der Wildnis“ nennt sich das erlebnisorientierte Programm für Schulklassen.

Es bedeutet, sich mit der Quelle des Lebens zu verbinden, mit der inneren und äußeren Natur auseinanderzusetzen und sich mit ihr anzufreunden. Ziel ist es, die Teilnehmer wieder in direkten Kontakt mit ihren Wurzeln und Grundbedürfnissen zu bringen. Mit den Wildniskursen will man erreichen, dass die Schüler die Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur erkennen. Sie werden zum kreativen Handeln angeregt und erfahren natürliche Gesetzmäßigkeiten und Grenzen. Feste Gebäude gibt es in der Wildnisschule nicht. Das Klassenzimmer ist die

Natur. Geschlafen wird in Zelten oder in selbstgebauten Hütten, gekocht am Lagerfeuer. „Es ist mir ein besonderes Anliegen, das alte Wissen vom ganzheitlichen Lernen und Leben mit der Natur zu praktizieren und weiterzugeben“, erzählt Ralph Müller. Neben seiner Aufgabe als Gruppenleiter und Lehrer, wobei er sich mehr als Mentor versteht, betätigte sich Ralph Müller auch als Autor. Ende 2010 erschien im AT Verlag Aarau und München sein Buch „Die geheime Sprache der Vögel – Den Vögeln lauschen, sich berühren lassen, von ihnen lernen“. Über dreißig Jahre Naturbeobachtungen sind in das Buch

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Programmanbieter vorgestellt

eingeflossen. Es richtet sich an Menschen, die mehr über das Wesen der Vögel erfahren möchten, die ihre kindliche Neugierde behalten haben und die es hinauszieht in die Natur, wo sie die vielen Wunder der Schöpfung bestaunen können.

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch von Ralph Müller. Obwohl es sich bei diesem Beispiel um eine Grundschulklasse handelt, versichert der Autor, dass das Alter keine Rolle spielt: „Mein Buch richtet sich an Menschen jeden Alters. Ebenso ist es für Menschen geeignet, die sich selbst das Vogelsprachethema erschließen wollen oder es an andere weitergeben wollen.“ Vor einiger Zeit hatte ich eine Schulklasse mit Kindern um die acht Jahre zur Tierbeobachtung bei mir. Ich fragte, welche Tiere sie denn sehen möchten, und die Antwort kam prompt: »Hirsche, Rehe, Füchse, Wildschweine, Wölfe und andere große Tiere.« »Solche Tiere zu entdecken ist nicht einfach«, erklärte ich ihnen, »dafür muss man schon eine ganze Menge anstellen, denn sie haben sehr gute Augen, Ohren und Nasen und bekommen jedes Geräusch und jede Bewegung sofort mit. Bei der geringsten Störung laufen sie davon oder kommen aus ihren Verstecken erst gar nicht heraus. Wenn ihr also wirklich Tiere beobachten möchtet, dann müssen wir uns im Wald einen guten Platz suchen, dort ganz still sitzen bleiben, warten und beobachten.« Die Kinder waren einverstanden. Wir gingen zusammen leise einen Wanderweg entlang, und ich zeigte einem nach dem anderen schweigend seinen Sitzplatz. Diese Plätze waren nicht weiter als fünf bis zehn Meter vom Weg entfernt und von Bäumen und Büschen verborgen. Alle fünfzehn Meter schickte ich eines der Kinder in den Wald zu seinem Sitzplatz. So saß jedes Kind für sich, hatte aber die Sicherheit des Wanderweges und den Schutz der Gruppe. Die Kinder waren etwa hundert Meter am Waldweg entlang verteilt und saßen absolut still und hoch konzentriert jedes an seinem Platz. Ich selbst blieb zehn Minuten auf meinem Platz sitzen und sammelte die Kinder anschließend nacheinander schweigend wieder ein. Als wir alle zusammen waren, stellten wir uns in einen Kreis, und jedes Kind erzählte seine Geschichte. Es war unglaublich, was die Kinder in diesen wenigen Minuten alles beobachtet hatten! Zwar waren keine Hirsche und Wölfe vorbeigekommen, dafür aber bunte Käfer, die an ihren Beinen hochkletterten, Spitzmäuse, die unter Wurzeln hervorkamen, Eichhörnchen, die über den Waldboden hüpften, geheimnisvolle Tiere, die raschelnd und knackend durch den Wald schlichen, ein Schüler sah einen großen Mäusebussard, der durch den Wald flog, und fand sogar eine Bussardfeder …

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Programmanbieter vorgestellt

„Einen Vogel haben kann man, muss man aber nicht, um die Vögel verstehen zu lernen“, sagt Ralph Müller. Mit seinem Buch möchte er einen tiefen Einblick in das Kommunikationssystem der Natur und umfangreiche Anleitungen geben, um die Kunst der Wahrnehmung und Aufmerksamkeit zu schulen. Auch über das Leben der Gefiederten im Rhythmus der Jahreszeiten erfährt der Leser Interessantes. Lebendig erzählte Geschichten enthalten eine Fülle von Wissen über diese, den Luftraum bevölkernden Wesen. Außerdem sind im Buch viele imposante Fotos abgebildet – ob Steinadler, fauchender Uhu, streitende Stare oder ein Vogelzug bei Vollmond … Die Sprache der Natur – Vogelsprache – ist auch Teil der Wildniskurse für Schulklassen. „In der Natur gibt es eine Kommunikation, eine Art universelle Sprache, die jedes Tier versteht, denn von diesem Verstehen hängt ihr Leben und Überleben ab“, erklärt der Wildnisführer und möchte den Schülern in seinen Kursen und den Lesern mit seinem Buch genau das vermitteln. „Die Kenntnis darüber, wie Tiere miteinander kommunizieren, bietet eine besonders gute Möglichkeit komplexe Zusammenhänge und Abläufe in der Natur zu erkennen und zu verstehen. Aus diesem Verständnis heraus, ergibt sich

Kontakt / Buchbestellung Natur- und Wildnisschule 87527 Sonthofen-Altstädten Am Anger 12 Telefon 0173 - 6469958 ralph.mueller@t-online.de www.natur-wildnis-schule.de dann nicht nur eine veränderte Sichtweise der Naturabläufe, sondern man fängt an, eine Landschaft lesen zu lernen, um sich dann gefahrlos und harmonisch in ihr zu bewegen.“ Um die Sprache der Vögel verstehen zu lernen, muss man nicht in ferne Länder reisen oder auf hohe Berge steigen oder einsame Wälder aufsuchen. Nein. Denn Vögel gibt es überall, auf dem Land wie auch in der Stadt, in Parks und in Gärten. „Vögel sind durch ihr lebendiges und feinfühliges Wesen für das Erkennen und Erlernen dieser universellen Sprache in besonders hohem Maße geeignet. So versteht der Fuchs die Vögel und die Vögel wiederum den Fuchs, um sich rechtzeitig vor Gefahren zu verstecken oder um herauszufinden, wo es was zu fressen gibt“, erläutert der Wildnisführer.

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humorvollen Art von vielfältigen und ungewöhnlichen Erlebnissen. „Wenn ich heute mit Kindern oder Erwachsenen hinausgehe und das wilde Land erforsche, freut es mich von ganzem Herzen, wenn ich ihre staunenden Gesichter oder leuchtenden Augen sehe“, so Ralph Müller. Er will Erlebnisse ermöglichen, die mit dem Herzen verstehen lassen, dass wir alle ein Teil der Natur sind und keine Fremden auf dieser Erde, wie man oft glauben mag. Mit den praktischen Angeboten der Wildnisschule sowie seinem Buch möchte Ralph Müller den Teilnehmern an seinen Programmen und den Lesern seines Buches etwas mit auf den Weg geben: „Folgen Sie Ihren Träumen, Wünschen und Sehnsüchten, lassen Sie sich von ihnen leiten. Es lohnt sich!“

Schon als Junge verbrachte Ralph Müller seine Freizeit draußen in der Natur. Und die Vögel faszinieren ihn bis heute ganz besonders. Täuschend echt ahmt er ihre Stimmen nach und erzählt bei Exkursionen in seiner

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Reiseveranstalter vorgestellt

Zwanzig Jahre Klassenfahrten

EVR Reisen GmbH, ein Reiseveranstalter aus Chemnitz (Sachsen), organisiert seit 20 Jahren die „schönsten Tage des Schuljahres“ Es war das Schuljahr 1991/92 als sich zum ersten Mal ein Reisebus auf eine große Klassenfahrt begab, die über EVR Reisen gebucht wurde. Seitdem sind knapp 20.000 Schulklassen und Jugendreisegruppen gefolgt und haben damit den wichtigsten Teil der Unternehmensgeschichte des Reiseanbieters aus Chemnitz geschrieben. Gegründet wurde die EVR Reisen GmbH als Erzgebirge – Vogtland Reisegesellschaft im Jahr 1991. Ganz zu Anfang widmete sich das Unternehmen hauptsächlich dem wachsenden Interesse der „Neubundesbürger“ am Reisen im europäischen Raum. Quasi nebenbei betreute man auch die Schulen in und um Chemnitz und organisierte die ersten Klassenfahrten. Schon bald konzentrierte sich der Reiseveranstalter ausschließlich auf den Bereich der Schülerreisen. Zunächst war man nur im Raum Sachsen aktiv, aber ab 1994 vertrieb das Unternehmen den jährlich erscheinenden Katalog auch in den Neuen Bundesländern und ab dem Jahr 2000, aufgrund der gewachsenen Nachfrage, im gesamten bundesdeutschen Raum. Seit 2005 agiert der Reiseveranstalter auch als Incomingveranstalter für Sachsen und möchte interessierten Gruppen das Reiseland Sachsen näher bringen.

Foto: EVR Reisen (1)

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Zum Team von EVR zählen derzeit neun Mitarbeiter. Nach Auskunft von Lutz Franz, seit 2004 Geschäftsführer des Unternehmens, legt man besonderen Wert auf fachkundige und umfassende Beratung der Lehrer und Betreuer. Dazu gehören die Hilfe bei der Ausarbeitung pädagogischer Inhalte der Fahrten, aber auch die Koordinierung von kleinen Klassen und Gruppen sowie das Eingehen auf persönliche Wünsche. „Wichtig ist, dass jeder Länderbearbeiter seine Destinationen und Häuser sowie die Partner persönlich kennt und möglichst alle 2 bis maximal 3 Jahre diese Destinationen selbst

besucht“, erzählt Lutz Franz. „Ein intensiver Kontakt zu den touristischen Partnern und den Leistungsträgern sowie den befördernden Busunternehmen ist für uns von wesentlicher Bedeutung.“ Im November 2010 erwarb das Unternehmen in einem dreistufigen Prüfverfahren vom TÜV Rheinland die Zertifizierung seiner Klassenfahrten/Jugendgruppenreisen mit dem Güte-Prädikat „Sehr gut“. Inhalte des Verfahrens waren die Auditierung des Standortes Chemnitz sowie die Ermittlung und Analyse zur Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit.

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Reiseveranstalter vorgestellt

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums möchte das Unternehmen gern auch anderen einen Grund zum Feiern geben und spendet daher dieses Jahr für jeden Reiseteilnehmer, der zwischen dem 01.01. und dem 31.12.2011 eine Klassenfahrt oder Gruppenreise bucht, 20 Cent. Mit den so gesammelten Mitteln unterstützt man vornehmlich den Förderkreis der Kinderklinik der Universität Leipzig, mit welchem der Reiseveranstalter bereits seit drei Jahren eine intensive Partnerschaft unterhält. Dieses Engagement im sozialen Bereich ist nur dank einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung möglich. Den anhaltenden Unternehmenserfolg möchte man durch entsprechende Reaktionen auf die sich verändernden Ansprüche und Interessen der Kunden weiterhin sichern. „Beispielsweise orientieren wir unseren Vertrieb immer stärker auf das Internet. Mittlerweile generieren wir etwa 70% Prozent unseres Gesamtumsatzes über diesen Kanal und investieren dementsprechend viel Zeit und Mittel in den Ausbau und die Pflege unserer Hompage“, erklärt der Geschäftsführer. „Dabei nutzen

wir die direkten Resonanzmöglichkeiten der Webseitennutzer, z.B. über Online-Umfragen, um die Meinungen und Wünsche unserer Kunden in alle Aktivitäten zur Verbesserung von Funktionalität und Präsentation unserer Angebote einfließen zu lassen.“ Des Weiteren will man aktuelle Trends und Wünsche hinsichtlich der Reisegestaltung berücksichtigen, insbesondere die Wahl des Reisemittels, das längst nicht mehr nur der klassische Bus ist. „Bahnreisen erfreuen sich sowohl aus Kostengründen als auch aus umweltschonenden Motiven einer immer größeren Beliebtheit, sodass wir unsere Angebote in diesem Bereich permanent ausbauen, und auch die Flugreisen sind bei Klassen, die das besondere Erlebnis suchen, sehr gefragt“, so Lutz Franz. Was die Herangehensweise von Lehrern, Eltern und Schülern bei der Auswahl, Vorbereitung und Durchführung von Klassenfahrten betrifft, verzeichnet das Chemnitzer Unternehmen eine zunehmende Differenzierung zwischen kostenorientierten Reisen ins Inland – mit erlebnisorientierten Charakter

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rund um Destinationen am Wasser – und höherwertigen Reisen ins Ausland – sowohl mit Erlebnischarakter als auch mit verstärktem Bildungswert. Eine zunehmende Zahl der Lehrerschaft erkennt den großen pädagogischen Wert einer gut organisierten Klassenfahrt und will diesen ganz bewusst nutzen, so die Erfahrung von Lutz Franz. Daher hat er abschließend noch einen Tipp: „Warum die Klassenfahrt erst am Ende eines Schuljahres durchführen? Für die laufenden und eventuell weiteren Schuljahre erreicht man mit einer Reise am Beginn des Schuljahres oft mehr als nur ein schönes Erlebnis!“

mit der Berliner S-Bahn auf den Bauernhof

Woher kommt die Milch? Wie sieht eine Ziege aus? Essen Kaninchen nur Mohrrüben? Die Antworten auf diese Fragen erfahren Kinder hautnah auf den Kinderbauernhöfen in der Märkischen S5-Region. In Petershagen-Eggersdorf sind Groß und Klein eingeladen, Tiere zu beobachten, sie zu streicheln und allerlei Wissenswertes über Tier und Natur zu erfahren. Im Internationalen Kinderbauernhof „Mümmelmann“ warten Pferde, Ziegen, Schafe, Kaninchen, Meerschweine, Hühner und Enten auf viele Besucher. Für Kleine und Große, Senioren- und Wandergruppen gibts auch Ausflüge in die Natur. Unsere Highlights auf einen Blick: Naturerlebnisse im Freien, Kindergeburtstage, Umwelttage, Projekt- und Wandertage, Naturspielplatz, Umweltbildungsstätte, Historisches Denkmal, Internationale Begegnungen, Übernachtungen auf der Tenne (ganzjährig), Hofcafé, Lehrkabinett, kleine Töpferei, Picknick auf der Streuobstwiese. weitere Ausflugziele: Kinderbauernhof Rote Hof Strausberg Haustierhof Kuhmuckel Neuenhagen

Tolle Erlebnisse

für die ganze Familie und bei jedem Wetter Interaktive Ausstellung mit virtueller Ballonfahrt „Talking alking Ranger“ - oscarverdächtig! Faszinierende 3D-Schau Schneeschuhwanderungen Trapper-Abzeichen -Abzeichen für 8-12-jährige Kids

Anmeldung: Internationaler Kinderbauernhof „Mümmelmann“ Dorfstr. 33-34, 15370 Petershagen-Eggersdorf Tel./Fax 033439 - 77678, E-Mail: kbh_muemmelmann@web.de

www.kinderbauernhof-muemmelmann.de www.sterematbsg.de geöffnet: Sommer Di-So 10-18 Uhr / Winter Di-So 10-16 Uhr

Öffnungszeiten

In den Ferien täglich 10-17 Uhr, sonst Mo geschlossen Dr.-Pilet-Spur 4, 79868 Feldberg

Infos und Anmeldung

Telefon 07676 / 9336-30 www.naz-feldberg.de

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Von der Schule in die Wildnis

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Erlebnispädagogische Exkursionen im Naturschutzgebiet Feldberg

Herzlich willkommen in unserem gemütlichen Naturfreundehaus Feldberg, im Naturschutzgebiet knapp unterhalb des höchsten Gipfels des Schwarzwaldes in 1340 m Höhe. Als anerkanntes Schullandheim sind wir besonders für Klassenfahrten geeignet.

Neben dem Gipfelsturm (Alpenblick) und erlebnisreichen Schnee-Wanderungen bieten wir vielseitige gemeinschaftsfördernde Aktivitäten wie: • mit dem Feldberg – Förster in den Winterwald • Schneeschuhwandern auf Trapper-Wegen • Besuch der Wetterstation Feldberg • Iglu- und Schneeburgenbau, Schneemann-Wettbewerb, Schnee-Rallye Weitere Angebote im Internet unter: www.naturfreundehaus-feldberg.de, „Bausteine“.

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Lernort vorgestellt

Planeten, Sterne, Weltall und mehr

Zeiss-Großplanetarium in Berlin – spannende Streifzüge durch die Welt der Astronomie; Handreichungen für Lehrer; Programme für Schulklassen „Tür an Tür. Polen – Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte“ gezeigt Der Blick in den Sternenhimmel fasziniert die Menschen seit Jahrtausenden. Wie strahlende Diamanten überziehen die Sterne das Himmelszelt und bringen dem Betrachter Entspannung oder beflügeln seine Phantasie. Seit jeher dienen die Sterne als Wegweiser, beispielsweise zur Bestimmung von Schiffspositionen durch die astronomische Navigation oder auch in der Raumfahrttechnik, wo es mithilfe der Sternenkonstellation möglich ist, die Ausrichtung von Satelliten im All zu bestimmen. Mit einem Fernrohr Objekte am Sternenhimmel beobachten kann man beispielsweise in einer Sternwarte, aber nur, wenn der Himmel klar ist und die Sicht nicht von Wolken versperrt wird. In einem Planetarium dagegen betrachten die Besucher einen künstlichen, immer wolkenlosen Sternenhimmel. Ein solches Planetarium ist das Zeiss-Großplanetarium in Berlin, eines der modernsten Sternentheater Europas. Hier werden den Besuchern im großen Kuppelsaal Planetariumsprogramme geboten, in denen naturwissenschaftliche Erkenntnisse mit unterhaltenden und künstlerischen Elementen – unter Mitwirkung von Komponisten, Grafikern und Schauspielern – dargestellt werden und so zu einem einheitlichen Ganzen verschmelzen. „Zu unserer Philosophie gehört es, den Besuchern ein Erlebnis mit starker emotionaler Wirkung zu vermitteln. Bildung, Erholung und Entspannung verbinden wir hier auf besondere Weise“, erklärt Dr. Felix Lühning, Abteilungsleiter Astronomie. „In den Programmen sollen sich unsere Besucher als Teil des Univer-

Fotos: Zeiss-Großplanetarium (2)

sums begreifen und die Stellung des Menschen im Weltall und seine Prägung durch den Kosmos verstehen lernen.“ Das Zeiss-Großplanetarium, welches jährlich etwa 90.000 Besucher zählt, befindet sich an der Prenzlauer Allee, einer Straße im Ortsteil Prenzlauer Berg des Berliner Bezirks Pankow. Im Oktober 1987 wurde das Planetarium nach nur 2-jähriger Bauzeit eröffnet. Mit einem Außen-Kuppeldurchmesser von 30 Metern gehört es zu den größten Planetarien in Deutschland. Es bildet zusammen mit der Archenhold-Sternwarte im Treptower Park eine gemeinsame Einrichtung unter dem Dach der Stiftung Deutsches Technikmuseum. Im Haus gibt es einen klimatisierten Planetariumssaal mit 292 bequemen Sitzplät-

zen, ein großzügiges, für Ausstellungen zu unterschiedlichen Wissensbereichen genutztes Foyer mit Café und einen Kinosaal mit 160 Plätzen. Der Planetariumssaal hat einen Innendurchmesser von 23 Meter und eine maximale Höhe von 14,5 Meter. Ein stabiles und hochgenaues Gitterwerk aus tausenden Stahlstreben bildet die Innenkuppel. An diesem Gitterwerk sind die von innen sichtbaren Bleche, die eigentliche Projektionsfläche, befestigt. Die Außenkuppel, mit einem Durchmesser von 30 Meter, besteht aus dünnem Stahlbeton mit dem von außen sichtbaren Aluminiumblech darauf. Zwischen der Außen- und der Projektionskuppel sind fast 3 Meter Zwischenraum, in welchem sich eine bogenförmige Leiter, Lautsprecher und Luftkanäle befinden.

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Lernort vorgestellt

Herzstück des Sternentheaters ist der rechnergesteuerte Planetariumsprojektor Cosmorama, von Carl Zeiss Jena, im Kuppelsaal. Dieser Projektor steht auf einer fahrbaren, 11 Meter tief in den Keller versenkbaren Hubplattform. Zwei „Fixsternkugeln“ – zur Sternenprojektion für Nordund Südhimmel – mit insgesamt 32 Projektoren für Sternenfelder ermöglichen die brillante, naturgetreue Darstellung sowohl des gestirnten Himmels mit fast 10.000 künstlichen Sternen, Planeten, Kometen als auch einer Vielzahl astronomischer Phänomene aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Himmel über jedem beliebigen Punkt der Erde ist für den Zeitraum 1 n.Chr. bis 2100 darstellbar. Außer dem Planetariumsprojektor sind über 100 Diaprojektoren, eine Showlaseranlage, eine komplette Tonanlage sowie Videoprojektionstechnik vorhanden. Daher gibt es unter dem künstlichen Sternenhimmel, neben Veranstaltungen rund um das Hauptthema Astronomie, unter anderem auch Musik und Hörspiele. Das Angebot an Programmen wurde in den fast 25 Betriebsjahren seit Eröffnung des Hauses ständig erweitert und ergänzt. Heute gibt es mehrere Programme, die verschiedene Bereiche des astronomischen Wissensgebäudes behandeln und sich an unterschiedliche Altersgruppen richten. So werden beispielsweise Kinderveranstaltungen und auch Veranstaltungen für Schüler der mittleren und oberen Klassenstufen angeboten, welche in vielfältiger Weise einen unterrichtsbegleitenden Charakter haben. Viele astronomische Zusammenhänge

Ein Programmbeispiel für Schüler der Sekundarstufe I ist „Die Große Tour durch die Welt der Planeten“, erarbeitet von Prof. Dr. Dieter B. Herrmann und Hans-Friedger Lachmann. Dieses Programm hat eine Dauer von 60 Minuten und es geht um die Körper sowie um den Aufbau unseres Sonnensystems.

lassen sich mit 360° Projektionen in einem Planetarium viel anschaulicher darstellen als mit dem zweidimensionalen Lehrbuch oder mit den Hilfsmitteln in der Schule. „Die Astronomie ist keine isolierte Wissenschaft“, erzählt Hans-Friedger Lachmann, Produktionsleiter im Planetarium. „Unsere Programme bieten neben dem astronomischen Bereich auch Inhalte, die von ökologischen, philosophischen oder geschichtlichen Themen bis hin zur politischen Bildung gehen.“ Hans-Friedger Lachmann ist, neben Prof. Dr. Dieter B. Herrmann (Gründungsdirektor des Zeiss-Großplanetariums) und anderen, einer der Autoren der Handreichungen für Lehrer. Diese beinhalten unterschiedliche Programme für verschiedene Altersklassen: Vorschulkinder, Grundschulkinder, Schüler der Sekundarstufen I und II. Die einzelnen Programme der Handreichungen sind eingeteilt in Thema, Zielgruppe, Dauer des Programms, Lernziele, Inhalt, Unterrichtsvor- und Nachbereitung, Auflistung ergänzender Programme des Planetariums.

Im Rahmen eines fiktiven Rundflugs – von der Erde über den Mond zu den äußeren Planeten und dann weiter über Sonne, Merkur und Venus zurück zur Erde – werden die Planeten unseres Sonnensystems im Einzelnen vorgestellt. Neun Planeten, 81 Monde, die Planetoiden, die Kometen und eine unbekannte Zahl kosmischer Kleinstkörper sowie Staub gehören zu unserem Planetensystem. Zur Unterrichtsvor- und Nachbereitung dieses Programms empfehlen die Handreichungen für Lehrer, über die Entstehung unseres Planetensystems zu sprechen und eventuell den inneren Aufbau der Planeten gesondert zu behandeln. Gegenstand der Erörterung könnten auch die Bahnen der Planeten, ihre Abstände zueinander, ihre Schleifenbewegungen und Sichtbarkeitsmöglichkeiten oder auch die Kleinkörper unseres Sonnensystems sein. Und anhand der Diskussion über Pluto in der IAU, könnte der Kuipergürtel und die Oortsche Wolke als äußerer Rand des Sonnensystems besprochen werden. „Rätsel um Sirius“ nennt sich ein weiteres Programm für Schüler ab Klasse 8, erstellt von Prof. Dr. Dieter B. Herrmann. Während 50 Minuten geht es um das Siriussystem,

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Kontakt Stiftung Deutsches Technikmuseum Zeiss-Großplanetarium Berlin Prenzlauer Allee 80, 10405 Berlin Telefon 030 – 421845 0 wollmann@sdtb.de www.sdtb.de um Zusammenhänge zwischen Astronomie und Ethnologie, um die antike ägyptische Astronomie und um das Leben und die Weltanschauung eines afrikanischen Volkes. Inhaltlich befasst sich dieses Programm mit dem Stern Sirius aus dem Sternbild „Großer Hund“, der uns als hellstes Objekt am nördlichen Himmel nach Sonne, Mond, Venus und Jupiter erscheint. Behandelt wird auch der Begleiter vom Stern Sirius, der Sirius B, welcher mit bloßem Auge gar nicht sichtbar ist und erst 1861 von dem amerikanischen Astronomen Alven Clark entdeckt wurde. Das Programm beschreibt den Weg zum wissenschaftlichen Nachweis des Sirius B und erläutert die näheren Zusammenhänge im Siriussystem.

Des Weiteren skizziert das Programm, parallel zur modernen Astronomie, das spirituelle Wissen der Dogon, einem Volk in Mali (Westafrika), das sich bis heute eine eigene Kosmogonie und Mythologie in seinem Leben erhalten hat. Bei diesem Volk wird der Mensch gleichgesetzt mit dem Mikrokosmos der gesamten Welt, er hat nach ihrer Überzeugung die gleiche Lebenskraft wie das Universum. Und im Mittelpunkt des Interesses der Dogon steht das Siriussystem, im Besonderen der unsichtbare Begleiter von Sirius A, der Sirius B. Außerdem sprechen die Dogon von einem weiteren Begleiter des Sirius A, dem Sirius C, der ebenfalls den sichtbaren Stern umrunden, größer und dreimal so leicht sein soll als dieser. In der Wissenschaft gibt es heute über diesen Stern, den Sirius C, nur Spekulationen. Ein wirklicher Nachweis gelang bisher nicht. Hinsichtlich der Unterrichtsvorbereitung dieses Programms empfehlen die Handreichungen für Lehrer die unterschiedlichen Arten von Sternen als Schwerpunkt. Außerdem sollten die Schüler mit dem grundsätzlichen Aufbau von Fernrohren vertraut sein. Als Nachbereitung wird die nochmalige

Besprechung des heliakischen Aufgangs von Gestirnen empfohlen. Auch Gespräche über den Sternenhimmel, über Einzel- und Mehrfachsysteme von Sternen, über die Sternbilder und ihre unterschiedlichen Sichtbarkeiten in Abhängigkeit der geografischen Breite werden angeregt. Ebenso bieten sich Geographie, klimatische Verhältnisse und die Geschichte des afrikanischen Kontinents als Gesprächsstoff im Unterricht an und auch seine Kulturen sowie seine Musik. Auf den Internetseiten des Planetariums stehen unter „Informationen für Lehrer“ alle acht Handreichungen als PDF zur Verfügung. Für den Besuch mit Schulklassen ist eine Voranmeldung erforderlich. „Wir fühlen uns bei der Gestaltung unseres Programmangebotes dem Gedanken der Aufklärung verpflichtet“, so Dr. Felix Lühning. „In diesem Sinne sollen gesellschaftliche Defizite in kultureller Bildung ausgeglichen und die Erkenntnis gefördert werden, dass die Naturwissenschaften einen unverzichtbaren Teil der menschlichen Kultur darstellen.“

tiergarten

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Bei jeder Reise enthalten: • Infopaket zur Reisevorbereitung – ein Reiseführer „Berlin für junge Leute“ – Stadtplan für jeden Teilnehmer • bei Bahn- oder Fluganreise nehmen wir Sie persönlich in Empfang und begleiten Sie mit S-, U-Bahn, Tram oder Bus in Ihre Unterkunft • Stadterkundungsspiel „Historische Mitte“ – Geschichte mit Spaß & Spannung erleben! • Insolvenzversicherung des Reiseveranstalters

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Fotos: © w w w.visitberlin.de (8)

Informationen und Reisebuchungen unter Tel. 03591 - 304995 und www.klassenfahrten-reisebuero.de

Tipp: Happy Sunday Ermäßigung

Generator Hostel

Happy Bed Hostel

Three Little Pigs Hostel

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Charakteristisch für das Generator, Berlins größtem Hostel, ist sein ultramodernes Design. Die Unterbringung erfolgt wahlweise in Mehrbettzimmern mit Etagendusche/WC (max. 8 Betten) oder Dusche/WC (max. 6 Betten). Die Begleiter werden in Doppel- bzw. Einzelzimmern mit Dusche/WC untergebracht. Alle Zimmer verfügen über eine Waschgelegenheit. Frühstück als Buffet.

Das Happy Bed Hostel liegt 500 m vom Rathaus Steglitz entfernt. Der Ku‘damm, Potsdamer Platz und das Regierungsviertel sind mit der S- oder U-Bahn (S-/U-Bhf. Rathaus Steglitz) ohne Umsteigen zu erreichen. Die Unterbringung erfolgt in 2-4-Bettzimmern mit einzeln stehenden Betten und Etagendusche/WC. Für die Betreuer stehen Einzel- bzw. Doppelzimmer mit DU/ WC zur Verfügung. Frühst. als Buffet.

Unweit des Potsdamer Platzes gelegenes Hostel. Alle Sehenswürdigkeiten sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (S-Bhf. Anhalter Bahnhof) oder sogar zu Fuß zu erreichen. Die Unterbringung erfolgt in Mehrbettzimmern (max. 8 Betten) und Etagendusche/WC. Für Betreuer stehen Doppel- und Einzelzimmer mit Dusche/WC zur Verfügung. Frühstück als Buffet.

Das beliebte Jugendhotel liegt nur 15 Geh­minuten vom Pots­damer Platz entfernt. Alle Se­hens­­würdigkeiten sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen (U-Bhf. Hallesches Tor). Die Mehrbettzimmer (4-6 Betten) sind mit DU/WC, TV, Radio und Weckuhr ausgestat­tet. Begleiter über­nachten in Einzel- und Doppelzimmern. Kaffee und Tee stehen kostenlos zur Verfügung. Frühstück als Buffet.

Diese Reise finden Sie auch im Internet unter: Klassenfahrten Magazin Heft 4/2011 Klassenfahrten Magazin Heft 4/2011


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Amstel House

Hotel Citylight Berlin-Mitte

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Das Hostel liegt mitten im Szeneviertel Friedrichshain (S-/U-Bhf. Warschauer Straße) und bietet Freizeitangebote wie Billard, Kicker und Internet. Ihre Unterbringung erfolgt in Mehrbettzimmern (max. 8 Betten) mit Etagendusche/WC und DU/WC. Betreuer übernachten in Einzel- bzw. Doppelzimmern mit Dusche/WC.

Das Jugendhotel befindet sich in einem denkmalgeschützten Jugendstilgebäude (U-Bhf. Turmstraße) und bietet Freizeitangebote wie Kicker, Tischtennis und Internet. Die Unterbringung erfolgt in Mehrbettzimmern (max. 4 Betten) mit Waschgelegenheit und Etagendusche/WC. Betreuer übernachten in Einzel- bzw. Doppelzimmern mit Dusche/WC.

Das **+ Hotel liegt direkt am ICEBahnhof Gesundbrunnen und bietet diverse Freizeitangebote wie KaraokeAnlage, Billard, Kicker und Spielautomaten. Die Unterbringung erfolgt in Mehrbettzimmern (max. 6 Betten) mit Dusche/WC. Begleiter übernachten in Doppel- oder Einzelzimmern.

„Sie kommen als Fremder und gehen als Freund!“ lautet die Devise des mitten im trendigen Stadtteil Prenzlauer Berg gelegenen Jugendhotels (S-/U-Bhf. Schönhauser Allee). Es verfügt über Billard, Kicker und Internet. Die Unterbringung erfolgt in Mehrbettzimmern (max. 4 Betten) mit Dusche/WC. Begleiter übernachten in Einzelbzw. Doppelzimmern.

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Entdecken Sie Geschichte und Politik hautnah. Hier erzählen nicht die Schulbücher, sondern die Orte des Geschehens. An kaum einem anderen Ort treffen die Gegensätze politischer und historischer Epochen so aufeinander wie in Berlin.


Reiseziel vorgestellt

Mit der Schulklasse in die „Goldene Stadt“ Prag – das Herzstück der Tschechischen Republik

Prag, die Hauptstadt der Tschechischen Republik, ist eine der ältesten und größten Städte in Mitteleuropa. Die Stadt, die von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs weitgehend verschont geblieben ist, erstreckt sich auf einem vielgliedrigen Terrain an beiden Ufern der Moldau in der Mitte Böhmens. Der historische Stadtkern wurde 1992 in das Weltkulturerbe- und Naturverzeichnis der UNESCO eingetragen. Sehr vielfältig ist die Architektur von Prag, das überragt wird von der Prager Burg, hoch über der Stadt. Überall in Prag können die Besucher Teile einer reichen Geschichte entdecken, welche ab dem Heiligen Römischen Reich beginnt und über das Habsburger Reich, die Erste Republik (1918), das Deutsche Protektorat Böhmen und Mähren und die kommunistische Tschechoslowakei bis zur heutigen demokratischen Tschechischen Republik reicht. Aber wie kam die Stadt an der Moldau zur Bezeichnung „Goldene Stadt“? Unwillkürlich denkt man dabei an Dutzende goldene Turmspitzen, die in der Sonne funkeln. Doch der Ursprung des Namens reicht weit in die Geschichte zurück. Karl IV. (1316 – 1378), der römisch-deutsche Kaiser, König von Böhmen und Burgund – einer der mächtigsten Herrscher des Mittelalters – liebte Prag, die Stadt in der er geboren wurde und am liebsten residierte. Seinen eigenen Worten zufolge wollte er aus ihr eine „Goldene Stadt“, eine wahrhaft fürstliche Metropole machen. Was ihm auch gelang. Denn unter seiner Herrschaft entwickelte sich Prag zum politischen und kulturellen Zentrum Mitteleuropas – eine Position, welche die Stadt für Jahrhunderte behielt. Karl IV. ließ den St. Veits Dom bauen und vor allem die berühmte Karlsbrücke über die Moldau, bis heute ein Wahrzeichen Prags, und er gründete die Karls-Universität.

Goldene Gasse

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Fotos: © Prague Information Service (4)

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Kleinseitener Brückentürme

Heute ist Prag touristisches Ziel unzähliger Besucher und Besuchergruppen, so auch von vielen Schulklassen. Neben 300 Galerien und Ausstellungsräumen, vielen Museen, mehreren Kinos und zahlreichen Theaterbühnen hat die Stadt auch eine große Vielzahl an historischen Sehenswürdigkeiten und Denkmälern zu bieten. Für Schulklassen ist gerade die bunte Mischung der unterschiedlichen Epochen interessant und abwechslungsreich. Die Prager Burg, gelegen auf dem Prager Berg Hradschin, bildet das größte geschlossene Burgareal der Welt. Sie ist ein nationales Kulturdenkmal und Symbol der mehr als tausendjährigen Entwicklung des tschechischen Staates. Ihre Entstehung geht auf das 9. Jahrhundert zurück. Seither hat sich ihr Aussehen stark verändert. Generationen

Altstadt

von Baumeistern verschiedener Baustile der Geschichte hinterließen ihre Spuren. Aber, bis auf kurze Abschnitte, blieb die Funktion der Burg als Sitz des Staatsoberhauptes erhalten. Heute ist sie die offizielle Residenz des Präsidenten der Tschechischen Republik. Auf dem 327 Meter hohen Petrin-Hügel im Westen von Prag befindet sich der 60 Meter hohe Aussichtsturm Petrin. Er wurde anlässlich der Industrieausstellung im August 1891 als angeblich fünfmal kleinerer Nachbau des Pariser Eiffelturms eröffnet. Bis zur obersten Aussichtsplattform müssen exakt 299 Stufen bewältigt werden. Für gehbehinderte Besucher steht ein Aufzug zur Verfügung. Vom Turm aus hat man dann einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und die weitere Umgebung. Erreichen kann man den Turm entweder zu Fuß über einen 45-minütigen Aufstieg durch einen Park oder man benutzt die Petrin-Standseilbahn. Das dauert etwa 10 Minuten. Ein anderer Weg zum Turm führt von der Prager Burg, am ebenso sehenswerten Strahover Kloster (mit angeschlossener Brauerei) vorbei, auf den Hügel Petrin und dauert ca. 25 Minuten. Die bedeutendsten Denkmäler der Stadt sind durch den so genannten Königsweg


Reiseziel vorgestellt

Um die Sehenswürdigkeiten der Stadt aus einer anderen Perspektive zu betrachten, können Schulklassen während einer PragKlassenfahrt auch an einer der angebotenen, ca. einstündigen Dampferfahrten auf der Moldau teilnehmen. Sportliche Abwechslung zu den Besichtigungsprogrammen bietet neben anderen eine moderne, 800 Meter lange Bob-Rodelbahn, unweit der Stadtmitte im Stadtteil Prosek. Oder man stellt sich den Herausforderungen im Hochseilgarten, der sich im Freizeitareal Gutovka in Prag befindet. Ebenso kann man an Touristischen Radtouren durch die Stadt teilnehmen oder im Winter die vielen Eislaufbahnen nutzen.

Prager Burg und Karlsbrücke

miteinander verbunden und in der Prager Altstadt, der ältesten der fünf Prager Städte, zu finden. Ihr Zentrum bildet der Altstädter Ring, ein 9.000 Quadratmeter großer Marktplatz. Hier stehen die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Altstadt. An der Grenze zwischen Alt- und Neustadt liegen der Platz der Republik mit dem 65 Meter hohen Pulverturm sowie das im Jugendstil erbaute Repräsentationshaus. Charakteristisch für das Stadtzentrum sind zum einen die vielen winkeligen Gassen und zum anderen die Gebäude in allen nur denkbaren Stilrichtungen – romanische Rotunden, gotische Kirchen, Barock- und Renaissancepalais, Jugendstil-, klassizistische, kubistische und auch funktionalistische Häuser. Und natürlich ist auch die moderne Architektur vertreten. Der am besterhaltenste Komplex jüdischer Denkmäler in ganz Europa ist die Prager Judenstadt Josefov – ein lebendiges Zeugnis der Geschichte der Prager Juden und ein Ort des Glaubens und des Staunens. Das jüdische Viertel entstand im 13. Jahrhundert. Zwischen 1893 und 1913 wurde der größte Teil des Viertels zerstört. Erhalten blieben lediglich 6 Synagogen, der alte Jüdische Friedhof, die Zeremonienhalle und das alte Jüdische Rathaus. Diese Gebäude sind Teil des Jüdischen Museums. Bekannt für Prag ist außerdem der Wenzelsplatz mit der Reiterstatue. Sie zeigt den Heiligen Wenzel als Landespatron in

Rüstung mit Harnisch und Lanze und den vier Schutzheiligen zu seinen Füßen. 1848 wurde der Platz nach dem Heiligen Wenzel von Böhmen benannt, nachdem dieser Ort im Mittelalter und der Neuzeit als Pferdemarkt den Mittelpunkt der Prager Neustadt bildete. Mit einer Breite von etwa 60 Meter ähnelt der Ort eher einer Prachtstraße als einem Platz. Aufgrund der ca. 750 Meter Länge gehört er aber doch zu den größten städtischen Plätzen in Europa. Am Wenzelsplatz befindet sich auch das führende Museum Tschechiens – das Nationalmuseum, im Stil der Neorenaissance. Zum Fundus gehören, neben einer mineralogische Abteilung, Mammutelfenbein, eine prähistorische Sammlung, Ausgrabungen und Münzen. Momentan erfolgt eine Sanierung dieses Gebäudes, die voraussichtlich bis Ende 2015 andauern wird. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt die im 14. Jahrhundert errichtete und wohl bekannteste Brücke Tschechiens, die Karlsbrücke, eine der ältesten erhaltenen Steinbrücken Europas. Die 515 Meter lange und 10 Meter breite Brücke ist auf beiden Seiten durch Türme befestigt. Ein berühmter Sohn der Stadt ist Franz Kafka. Seit Juli 2004 gibt es in Prag ein FranzKafka-Museum, in welchem eine Dauerausstellung anhand von Fotos, Schriften und Memorabilien über das Leben und Schaffen des Schriftstellers informiert.

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Ein Besuch der Hauptstadt Tschechiens lohnt sich jedoch nicht nur am Tag, auch das Nachtleben bietet Abwechslungsreiches, und man kann sich sogar bei einer „Geistertour“ auf die Spuren von Geistern und Legenden begeben. Etwas Besonderes ist außerdem der Besuch eines Schwarzen Theaters. Darunter versteht man eine spezielle Darbietungsform des Theaterspiels. Auf einer mit schwarzem Samt ausgeschlagenen Bühne spielen schwarz gekleidete Spieler und bleiben somit unsichtbar. In einer scharf abgegrenzten Lichtgasse werden von ihnen Objekte oder Puppen so geführt, dass es scheint, als würden sich diese frei im Raum bewegen. Auf diese Weise lassen sich erstaunliche Illusionen erzeugen. Zudem ist es möglich, einen Pragbesuch mit einem Ausflug in die ca. 60 Kilometer entfernten Škoda-Werke zu verbinden. Nur vier Automobilwerke auf der ganzen Welt können auf eine mehr als 100-jährige durchgängige Tradition der Autoherstellung zurückblicken, und Škoda Auto in Mladá Boleslav ist eines davon. Hier erhalten die Besucher einen tiefen Einblick in die Geschichte und Gegenwart der böhmischen Automobil-Herstellung. Vor Ort führen speziell geschulte Mitarbeiter durch das Museum und über das Werksgelände. Weitere Ausflugsziele sind zum Beispiel Terezín, Lidice, Kutná Hora und Koneprusy.

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Reisebericht

Studienfahrt der Klasse 103 nach Prag Ein Bericht von Alexander Frühauf, Studierender an der Hotelfachschule Berlin Jedes Jahr, während den Studierenden der Oberstufe die Köpfe in den Abschlussprüfungen rauchen, unternehmen die Studierenden der Unterstufe ihre Studienfahrten. So auch in diesem Jahr! Vom 7. bis 11. Mai 2011 ging es für die Klasse 103 in die tschechische Hauptstadt – nach Prag. Gemeinsam mit der Dozentin Frau Riech wurden 5 Tage böhmischer Gastfreundlichkeit im Hotel City Central verlebt. Prag ist nicht nur eine Stadt voller Geschichte und Kultur, sondern vielmehr eine Destination, in der man es versteht, modernen Lebensstil und Historie geschickt miteinander zu verbinden und dies auch zu leben. So erkennt man in den vielen kleinen Gassen internationale Künstler und Designer – und das in unmittelbarer Nachbarschaft zu böhmischer Bierkultur, Prager Gastronomie und historischen Fassaden. Für uns als Studierende war Prag schlichtweg ein Highlight! Bei hervorragendem Wetter konnten wir uns bereits am Anreisetag davon überzeugen, warum es das „Goldene Prag“ heißt. Bei einer Stadtführung ließ sich dann auch die Entwicklung der tschechischen Hauptstadt erkennen, einer Stadt, die trotz rasanter Entwicklung der letzten Jahre ihren Charme und ihre Klasse nie verloren hat. Bauwerke wie die Oper, die Prager Burg, der Wenzelsplatz mit Parlament und die Karlsbrücke sind Wahrzeichen dieser Stadt und stecken voller Historie. Ein weiterer Höhepunkt der Studienfahrt war der Ausflug zum Schloss Melnik, mit Rundgang und anschließender Weinverkostung im hauseigenen Keller. Allerdings sind die höheren Gerbstoffanteile in den tschechischen Weinen gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem rund und kraftvoll. Umgeben von den eigenen Weinbergen hat man von hier aus einen fantastischen Blick ins Böhmische, bei guter Sicht bis hin zur Schneekoppe. Klassenfahrten Magazin Heft 4/2011

Foto: © Prague Information Service (1)

Altstädter Rathaus

Zwei weitere Programmpunkte, wenn auch unterschiedlichster Ausrichtung und Intention, waren zum einen der Besuch der Brauerei U-Fleku im Herzen der Stadt, zum anderen der Besuch des Arbeitslagers Theresienstadt am Abreisetag. So wurden wir, um zunächst beim ersten Punkt zu bleiben, am Montag, dem 9. Mai, vom Braumeister persönlich zur Besichtigung empfangen. Die Brauerei U-Fleku, die bedeutendste in Prag, braut nur dunkles Bier, welches einen kräftigen, leicht süßen und sehr malzigen Geschmack hat – einfach süffig! Wir konnten uns davon bei der Verkostung überzeugen. Gleichzeitig brachte man uns die Geschichte dieser Brauerei näher. Beim Rundgang, vorbei an Lagerräumen, Kühlung, Braukesseln und Brunnen, wurde der Brauprozess dieses Bieres anschaulich vermittelt. Der vorletzte Tag der Studienfahrt stand zur freien Verfügung. So wurden Ausflüge

zur Burg, in den Prager Zoo oder an die Moldau unternommen. Der Tag endete mit einer gemeinsamen Bootsfahrt auf der Moldau – mit böhmischem Buffet, vorbei an den Sehenswürdigkeiten von Prag. Ein Highlight, das uns lange in Erinnerung bleiben wird! In Erinnerung bleibt uns aber auch der letzte Tag – und das auf ganz besondere Weise, denn bevor es wieder Richtung Berlin ging, wurde, wie bereits erwähnt, das Arbeitslager Theresienstadt besucht. Theresienstadt ist eine wahre Festung, umgeben von Wällen und Mauern. Durch eine Führung über das Gelände und die tiefen Gänge im Inneren des Lagers wurden uns die Lebensund Arbeitsbedingungen zu Zeiten des Krieges näher gebracht. Diese Stätte galt zwar nie als Konzentrationslager im Sinne eines Vernichtungslagers, doch waren die Bedingungen in diesem Arbeitslager für die Menschen nicht minder grausam. Theresienstadt ist somit heute ein Ort des Gedenkens und Verstehens. Am Nachmittag des 11. Mai hatte uns Berlin dann wieder – wir werden noch lange von den Erlebnissen in Prag erzählen können! Bedanken möchten wir uns bei Frau Riech, die unsere 5-tägige Studienfahrt begleitet und jeden Ausflug gemeinsam mit uns erlebt hat. Heiko Ruppenthal danken wir für die hervorragende Organisation: Angefangen von der Busreise – über das Hotel – bis hin zu den Ausflügen war alles perfekt organisiert, ganz abgesehen von der Bereitstellung verschiedenster Shirts.

Kontakt Hotelfachschule Berlin Niederwallstraße 6/7 10117 Berlin-Mitte Telefon 030 - 20 61 31 30 info@hotelfachschule-berlin.de www.hotelfachschule-berlin.de


Beitrag zum Lernort Gedenkstätte

Gedenkstättenpädagogik

Der Besuch von Gedenkstätten – Bedeutung für Gegenwart und Zukunft

Das Wort Gedenkstättenpädagogik besteht aus zwei Begriffen: Gedenkstätte und Pädagogik. Gedenkstättenpädagogik beinhaltet also die schwierige Aufgabe, die geschichtliche und emotionale Bedeutung von Gedenkstätten innerhalb des Bildungsund Erziehungsauftrages zu verdeutlichen bzw. zu vermitteln. Je länger jedoch die Zeit der Nazi-Herrschaft zurückliegt, desto schwieriger wird es, gerade Jugendlichen – und nicht nur ihnen – diese Zeit und deren Folgen näher zu bringen. Damit diese Vergangenheit heute und auch noch in der Zukunft nicht verdrängt wird, ist besonders der pädagogische Bereich gefordert, Lösungsvorschläge zu bieten. Wie sollen wir uns erinnern? Kann man von Bombenkrieg und Vertreibung sprechen, ohne in falsches Aufrechnen zu verfallen? Wie bequem ist die Erinnerung an den deutschen Widerstand? Die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus bildet den Kern nachkriegsdeutscher Identität. Dadurch wird das Verhältnis zu uns selbst und unseren Nachbarn definiert, Generationen, Ost und West getrennt und vereint. Historisch-politisches Lernen zielt immer auf die Gegenwart. Bei der Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus geht es nicht darum, die Vergangenheit zu bewältigen. Das ist gar nicht möglich, da man die Vergangenheit nicht nachträglich ändern oder ungeschehen machen kann. Doch wenn man vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird man blind für die Gegenwart.

Die Erinnerung an die Unmenschlichkeit soll vor erneuter Ansteckungsgefahr schützen. Wichtig sind unsere heutige Gesellschaft und unsere tagtäglichen Verhaltensmuster. Es geht um eine Selbstreflexion mit „geschichtlichem Blick“, mit dem Wissen um die Möglichkeit des Verlustes jeder zivilisatorischen Sicherheit. Im Mittelpunkt eines solchen Bildungsprozesses steht in erster Linie nicht die Frage, wie man sich im Nationalsozialismus verhalten hätte, sondern die Frage nach dem heutigen Verhalten. Warum nehmen es viele hin, dass in dieser Gesellschaft Menschen ausgegrenzt werden? Warum schweigen viele zu den Menschenrechtsverletzungen, zu den kleinen und größeren Übeltaten der heutige Zeit? Es handelt sich bei Gedenkstättenbesuchen auch um eine Erinnerungsarbeit, die Fragen an die heutige Gesellschaft stellt. Gedenkstätten sind authentische Orte, sie müssen bewahrt und „zum sprechen“ gebracht werden. In Deutschland gibt es zahlreiche Gedenkstätten, die an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Zentrale Aufgabe der Gedenkstätten bleibt die historische Dokumentation des Tatorts der NS-Verbrechen. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag gegen das Verdrängen der nationalsozialistischen Vergangenheit. Gedenkstätten sind Friedhöfe und Orte des Gedenkens an die Opfer, sie sind aber auch Archive und zeitgenössische Museen, die den aktuellen Stand der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Auseinan-

dersetzung mit dem Nationalsozialismus bzw. dem KZ-System dokumentieren. Somit stellen sie auch dem rechtsextremen Geschichtsrevisionismus und seiner Verharmlosung des NS-Staats solides „GegenWissen“ entgegen. Viele Millionen Menschen wurden unter nationalsozialistischer Herrschaft durch ideologisch und rassistisch begründeten Massenmord zu Tode gequält, erschossen, vergiftet, vergast, durch Zwangsarbeit umgebracht oder verhungerten in den Lagern und Gettos. Allein die bloße Erwähnung der Ortsbezeichnungen „Auschwitz“, „Dachau“, „Buchenwald“ oder „Bergen-Belsen“ löst Schrecken aus und ruft Gedanken an nationalsozialistischen Terror, an weltbekannte Bilder von Ermordeten hervor. Es geht bei Gedenkstättenbesuchen zwar auch immer um Sachinformationen: Was war? Wie kam es dazu? Aber darüber hinaus kommt den emotionalen Komponenten wie Betroffenheit, Trauer und Anteilnahme eine ebenso wichtige Rolle zu. Doch diese emotionalen Komponenten kann man nur zulassen und einen Rahmen schaffen, in dem sie möglich sind – weder kann man, noch sollte man sie provozieren oder „verordnen“. Die Botschaft, welche die Jugendlichen nach einem Besuch einer Gedenkstätte außer dem Tatsachenwissen mitnehmen sollen, ist dabei längst nicht mehr nur auf die Angst gerichtet, in Deutschland könnten sich diese Verbrechen wiederholen. Ganz wichtig sind auch die Ermutigung zu Zivil-

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Beitrag zum Lernort Gedenkstätte

courage und Solidarität und die Mahnung zur Wachsamkeit, schon bei ersten Anzeichen von Verbrechen nicht wegzuschauen. Der örtliche Bezug der Gedenkstättenarbeit eröffnet viele besondere Möglichkeiten der Bildungsarbeit. Geschehnisse können durch die konkrete Anschaulichkeit des Ortes nicht oder zumindest schwerer verleugnet werden. Durch das intensive Erleben vor Ort kann man sich stark auf die Geschichte einlassen. Es wird ermöglicht, einzelne Schicksale zu verfolgen und in der Masse der Opfer die einzelnen Menschen zu erkennen. Im Mittelpunkt steht das tatsächliche Geschehen vor Ort und das Bemühen, dieses in all seinen Ausmaßen zu verstehen bzw. verständlich zu machen, wie beispielsweise die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Häftlinge, die Reaktionen und das Verhalten der Wachsoldaten, Kommandanten usw.

der Prozess sein. Daher ist eine gute Vorbereitung eines Besuches und anschließende Aufarbeitung notwendig. Denn nur so ist mit einem „moralischen Impuls“ zu rechnen, der bei den Jugendlichen zu Lernprozessen führt, die sich auf das Verhalten auswirken. Gedenkstättenbesuche vom Charakter eines einfachen Wandertages sind weitgehend wirkungslos. Von den heutigen Jugendlichen kann die Distanz zu dem Geschehen der NS-Zeit nur überwunden werden, wenn sie spüren, dass sie durch die Geschichte der Gedenkstätten in ihrem eigenen gegenwärtigen politischen Bewusstsein berührt werden.

Mit einem Gedenkstättenbesuch sollten „das Gedenken“, die Erinnerungsarbeit und die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit aber nicht abgeschlossen sein. Die Beschäftigung damit muss ein weiterführen-

Im Internet gibt es weitere Informationen zum Thema. So zum Beispiel bei www.lernenaus-der-geschichte.de. Dieses Webportal publiziert mehrsprachig fortlaufend Projekte aus Schulen, Gedenkstätten und Einrich-

Gedenkstätten führen zum einen das Böse vor Augen, bezwecken aber, dass das Gute der Maßstab des Handelns wird. Gewollt ist eine ethische Erziehung durch die Konfrontation mit dem Gegenteil.

tungen der historisch-politischen Bildung zu den Themen Nationalsozialismus, Holocaust, Zweiter Weltkrieg, Menschenrechte sowie zur heutigen Auseinandersetzung darüber. Auch auf den Seiten des Deutschen Bildungsservers (unter www.bildungsserver.de/Gedenkstaettenpaedagogik-3811. html oder bei Eingabe des Suchbegriffs: „Gedenkstättenpädagogik“), stehen Informationsmodule zu diesem Thema zur Verfügung. Gegliedert sind die Informationen in verschiedene Bereiche wie beispielsweise Gedenkstättenpädagogik zu den Themen Nationalsozialismus und Holocaust, Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg und Aufarbeitung der DDR-Diktatur. In den einzelnen Bereichen finden sich jeweils Übersichten und Links entsprechender Gedenkstätten, Handreichungen und Materialien für den Projektunterricht bzw. die Gedenkstättenarbeit sowie Fachtexte und Publikationen zur Erinnerungskultur und Gedenkstättenpädagogik. Weiterhin verlinkt das Modul auf Seiten von relevanten Stiftungen, Forschungseinrichtungen und anderen Institutionen sowie auf Seiten interessanter Schülerprojekte und Praxisbeispiele. ANZEIGE

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Arbeitsmaterial vorgestellt

Gedenkstättenarbeit – Arbeitsmaterial Checkliste: Gedenkstättenbesuch, von Günther Gugel

Wie kann der Besuch vorbereitet werden?

Wie soll der Besuch ablaufen?

Wie kann der Besuch ausgewertet werden?

• Von wem geht der Impuls zu einem Gedenkstättenbesuch aus? • Was ist das Ziel des Besuches? • Um welche Art von Gedenkstätte handelt es sich? • Welche Zeugnisse sind dort konkret vorzufinden? • An welche konkreten Ereignisse erinnert und mahnt die Gedenkstätte? • Wie ist der genaue historische Zusammenhang dieser Ereignisse? • Gibt es noch Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die über die Geschehnisse berichten können? Können diese eingeladen bzw. hinzugezogen werden? • Welche Erwartungen und welche Interessen verbinden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer damit? • Welches Vorwissen und welche Kenntnisse über die Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus bringen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit? • Wie können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits in die Vorbereitungen einbezogen werden? • Welche schriftlichen Vorbereitungsmaterialien stehen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Verfügung bzw. sollten beschafft werden? • An welchen Punkten lassen sich Bezüge zur Situation der Jugendlichen heute herstellen?

• Wieviel Zeit steht zur Verfügung? • Soll eine Führung stattfinden? • Stehen kompetente Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner zur Verfügung? • Sollen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen hinzugezogen oder anschließend besucht werden? • Soll die Gesamtgruppe in Teilgruppen aufgeteilt werden? • Welche konkreten Recherchemöglichkeiten gibt es direkt in der Gedenkstätte bzw. in den umliegenden Orten (Archive mit Lagerakten, Bildern usw.)? • Wie soll über die Opfer, wie über die Täter informiert werden? • Wie und warum haben die Täterinnen und Täter sowie Mittäterinnen und Mittäter zur Massenvernichtung beigetragen? • Sollen über die Gedenkstätte hinaus andere Zeugnisse nationalsozialistischer Gewaltherrschaft besucht werden (evtl. in Form eines „Suchspiels“)? • Sollen mit dem Besuch konkrete handwerkliche Tätigkeiten (evtl. Pflege von Gräbern, Säubern von Wegen usw.) verbunden werden? • Sind Pausen eingeplant für Besinnung, Kleingruppengespräche, Essenszeiten usw.? • Wie läßt sich bei unvorhergesehen Ereignissen Souveränität bewahren (z. B. wenn Jugendliche neben einer Führung ihr Frühstücksbrot verzehren oder ihren Walkman aufsetzen)?

• Wie wird in der Gedenkstätte versucht, die Erinnerung wachzuhalten? Welche Themen und Probleme werden dabei aufgezeigt und angesprochen, welche nicht? • Wie kann Trauer und Gedenken heute aussehen? • Welche Themen müßten weiter vertieft werden? (z. B.: Welche Abwehrmechanismen tauchen bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf und wie wird mit ihnen umgegangen? Welche Abwehrmechanismen hatte/hat die Großväter-/müttergeneration?) • Welche Reaktionsweisen auf den Besuch haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei sich und anderen feststellen können? • Wie können die Eindrücke verarbeitet und mit heutigen Ereignissen in Beziehung gesetzt werden (z. B. mit der Frage des Umgangs mit Fremden und Minderheiten heute)? • Wie können unterschiedliche Meinungen für die Gruppe produktiv verarbeitet werden? • In welcher Form kann der Besuch dokumentiert werden (Tagebuchaufzeichnungen, Fotodokumentation usw.)? • Wie können die gewonnenen Erkenntnisse im eigenen Lebensumfeld weiter vertieft werden (z. B. Recherchen im eigenen Heimatort, in der eigenen Familiengeschichte: Wo und wie kam es hier zu Deportationen? Wer wußte davon? usw.)?

Quelle: Günther Gugel: 2000 Methoden für Schule und Lehrerbildung. Das Große Methoden-Manual für aktivierenden Unterricht. Weinheim und Basel 2011, S. 165. Internet: www.friedenspaedagogik.de

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Bekanntmachung vorgestellt

Förderung von Gedenkstättenbesuchen Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zum Besuch von Gedenkstätten ehemaliger Konzentrationslager durch Schulklassen Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit gewährt für Besuche von bayerischen Schulklassen – Haupt- und Förderschulen ab 8., alle anderen Schularten ab 9. Jahrgangsstufe – zu den KZ-Gedenkstätten Dachau (einschließlich der Außenlager Kaufering) und Flossenbürg einen Zuschuss nach Maßgabe der nachfolgenden Bedingungen im Rahmen der vorhandenen Mittel:

Auch das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Fahrten zu KZ-Gedenkstätten sowie zu Gedenkstätten und -orten für Opfer der jüngeren deutschen Geschichte. In Mecklenburg-Vorpommern und in den nahe liegenden Bundesländern erinnern zahlreiche historische Gedenkstätten an die Verbrechen des Nationalsozialismus. Zudem gibt es Erinnerungsorte, welche das Unrecht während der sowjetischen Besatzungszeit und in der DDR dokumentieren. KZ Dachau, Baracke X , Foto: Tafkas (1)

2. Antragstellung

1. Bedingungen der Bewilligung 1.1 Die Höhe des Zuschusses beträgt je angefangene 60 teilnehmende Schüler 1 Euro pro Entfernungskilometer zur nähergelegenen Gedenkstätte, unabhängig davon, welche der beiden Gedenkstätten besucht wird. Dies gilt nicht bei mehrtägigen Veranstaltungen des Jugendgästehauses Dachau. Bei Mehrtagesfahrten z. B. im Rahmen von Schullandheimaufenthalten oder Klassenfahrten wird nur die Entfernung vom Aufenthaltsort zur Gedenkstätte berücksichtigt. 1.2 Zuschüsse von dritter Stelle sind bei der Zuschussgewährung zu berücksichtigen. 1.3 Der Besuch muss vorher für Dachau beim Effner-Gymnasium Dachau, für Flossenbürg direkt bei der Gedenkstätte angemeldet werden.

2.1 Für den Zuschussantrag soll das auf der Internetseite der Landeszentrale abrufbare Formblatt verwendet werden. 2.2 Der Antrag muss enthalten: − Zahl der Schüler, Bezeichnung der Klassen, benutzte Verkehrsmittel, − das Programm der gesamten Fahrt mit Datum der Hin- und Rückfahrt sowie Angabe des Abfahrtsortes und der tatsächlichen Fahrtkosten − Bestätigung der zuständigen Lehrkraft, dass die Schüler auf den Besuch der KZGedenkstätte gründlich vorbereitet wurden und Angabe über die Art der Vorbereitung (z. B. Filme, Unterrichtsmaterialien, Schülerarbeiten usw.) − Erklärung darüber, ob und in welcher Höhe für diese Fahrt bei welcher anderen Stelle ein Zuschuss beantragt beziehungsweise bewilligt worden ist − die Kontonummer mit Bankleitzahl und Name des Kontoinhabers. Es ist möglichst eine gleichbleibende Kontoverbindung der Schule zu verwenden; nur ausnahmsweise erfolgt die Zahlung auf das

Besuche dieser Gedenkstätten sollen Schüler zur kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte anregen. Damit die Kosten für Gedenkstättenfahrten nicht allein von den Eltern der Schüler übernommen werden müssen, erhalten die Teilnehmer einen Zuschuss. Ziel ist es, dass die Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern mindestens einmal während ihrer Schulzeit eine Gedenkstätte in Mecklenburg-Vorpommern oder in den angrenzenden Bundesländern besuchen. Dafür stellt die Landesregierung Fördermittel zur Verfügung. Eine Projektförderung dieser Art ist an ein paar Verwaltungsvorschriften gebunden. Aus diesem Grund gibt es eine Handreichung für Lehrer, die über alles Wesentliche zur Beantragung informiert und hilfreich sein soll, um die eingeplanten Mittel in den Schulen zügig zum Einsatz zu bringen. Quelle Richtlinie zur Förderung von Klassenfahrten zu KZ-Gedenkstätten sowie zu Gedenkstätten und –orten für Opfer der jüngeren deutschen Geschichte Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern vom 14. April 2008 (diese Verwaltungsvorschrift ist gültig bis 31. Dezember 2015)

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die Nachrichtenagentur für Lehrer

aller Schulformen

und bietet einen kostenlosen, wöchentlichen Newsletter an. Bestellung unter Rubrik: Newsletter

www.teachersnews.net Klassenfahrten Magazin Heft 4/2011


Inserentenverzeichnis, Impressum

Konto der Lehrkraft. − Bestätigung, dass an der Schule zur Überprüfung bereitliegen: − ein Schülerbericht über die Fahrt − die Originalrechnung und der Zahlungsnachweis über die Fahrtkosten

Landeszentrale zu übersenden. Sofern dieser Zeitpunkt in bayerische Schulferien fällt, muss die Übersendung in der ersten Schulwoche danach erfolgen. Verspätet eingehende Anträge können nicht berücksichtigt werden.

2.3 Jede Schulklasse meldet sich unmittelbar nach Eintreffen bei der Gedenkstättenverwaltung an, um organisatorische Fragen abzustimmen (z. B. Reservierung für die Filmvorführung). Dabei ist von der Gedenkstätte auf dem Antrag der Besuch zu bestätigen. Eine nachträgliche Bestätigung der Gedenkstätte ist nicht möglich! Ohne die Bestätigung kann keine Bewilligung erfolgen.

Auch Fahrten zum Deutsch-Deutschen Museum nach Mödlareuth werden gefördert. Von den Amerikanern wurde Mödlareuth, dieses 50-Einwohnerdorf am Ende der Welt, „Little Berlin“ genannt, weil es wie sein großer Bruder in Berlin ein Symbol der deutschen Teilung war. Nach der Beendigung des Zweiten Weltkrieges bildete zunächst der Tannbach die Demarkationslinie zwischen Mödlareuth-Ost in der sowjetischen und Mödlareuth-West in der amerikanischen Besatzungszone. Ab Gründung der beiden deutschen Staaten 1949 gehörte der thüringische Teil des Ortes zum Territorium der DDR,

2.4 Spätestens einen Monat nach der Fahrt ist der vollständig ausgefüllte, von der Schulleitung unterschriebene und von der Gedenkstätte bestätigte Antrag an die

die bayerische Hälfte zur Bundesrepublik. Über 37 Jahre bestand nicht die Möglichkeit, die Grenze zu überschreiten, um von dem einen in den anderen Ortsteil zu gelangen. Im Jahr 1989 schuf man einen Grenzübergang für Fußgänger. Der Teilabriss der Mauer im Juni 1990 war die Geburtsstunde des Deutsch-Deutschen Museums Mödlareuth. Heute erinnern an diesem historischen Ort ein Museum und eine Gedenkstätte an die Geschichte der deutschen Teilung. Quellen • Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 24. Januar 2008, Az.: LZ-5-03303-0 • Zum Besuch des Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth: Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 28. Januar 2010, Az.: LZ-5-3081

Inserentenverzeichnis A&O Hotels und Hostels Holding AG S. 20 aletto Kudamm GmbH S.25 alpetour Touristische GmbH S.29, S.36 Barbarossahöhle Rottleben S.15 Berlin on Bike S.24 Bibel- und Tagungsstätte Quelle S. 33 Channel Cruises Holland S. 10 CVJM-Gesamtverband Deutschland S. 5 DB Klassenfahrten S. 3, S.29 DJH Hauptverband S. 5 EASY PALACE CITY HOSTEL München S. 17 EVENT NATURE, Sundsacker S. 11 EVR-Reisen, Chemnitz S. 36 Faszination Kanu, Berlin S. 8 Gästehaus Mezcalero Dresden S. 19 Gästehäuser Gussow S. 6

Impressum

Klassenfahrten Magazin ISSN 1611-4124 Herausgeber: Verlag K. Mickel Katrin Mickel und Lutz Alke GbR Bahnhofstraße 19 02692 Obergurig Telefon 03591 - 30 49 94 Fax 03591 - 318 96 83 eMail: verlag@klassenfahrten-magazin.de Internet: www.klassenfahrten-magazin.de Chefredaktion: Tel. 03591 - 30 49 94 Katrin Mickel Satz und Layout: Lutz Alke

Hamburg City Cycles S. 11 Haus International München S. 13 Hof Kirchhorst, Wittensee S. 20 Humboldt-Institut e.V., Argenbühl S. 32 Jugendgästehaus Schweinfurt S. 18 Jugendgästehaus Lehrter Str., Berlin S. 24 Jugendgästehaus Osterode am Harz S. 33 Jugendgästehaus Wolfenbüttel S. 15 Kinder- und Jugendhotel Verchen S. 17 Kinderbauernhof „Mümmelmann“ S. 21 Klassenfahrten-Reisebuero.de S. 16, S. 26 Kleinwalsertaler Jugendhäuser S. 19 Naturfreunde Deutschlands e.V. S. 7 Naturfreundehaus Feldberg S. 22 Naturschutzzentrum Südschwarzw. S. 21 Nordwind Wassersport-Center S. 9

out & back Erlebnis-Camp S. 8 OUTDOOR LIVE in Teilauflage Beilage Paddel-Paul, Schillersdorf S. 10 Pegasus Hostel Berlin S. 23 Pferdehof Zislow S. 12 Reisebüro Klühspies GmbH S. 19 Schullandheim Gehren S. 22 Schmetterling Reisen GmbH & Co. KG S. 2 Teachers News S. 34 Verband Deutscher Schullandheime S. 12 vm rejser danmark GmbH Berlin S. 6 Waldpark Grünheide, Auerbach S. 31 Wanderer – Kanu, Rad & Reisen S. 9 welcome berlin tours GmbH S. 36 ZIK Gruppenreisen S. 18 Zirkuscamp Balu, Bad Münder S. 5

Anzeigenverwaltung: Katrin Mickel

Namentlich ausgewiesene Beiträge liegen in der Verantwortlichkeit des Verfassers. Alle Nachrichten werden nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr veröffentlicht. Für die eingesandten Texte und Fotos wird das Urheberrecht des Einsenders vorausgesetzt. Bei Nichterscheinen in Folge höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Lieferung oder Rückzahlung des Bezugspreises. Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle bedarf eine Verwertung des Inhaltes der Zustimmung der Redaktion. Dies gilt sowohl für die Zeitschrift als Printerzeugnis, als auch für die Vorstellung der Zeitschrift im Internet. Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos wird keine Haftung übernommen.

Mediadaten: Die Mediadaten sind auf den Internetseiten des Magazins zu finden. Druckerei: Vogel Druck und Medienservice GmbH & Co KG Erscheinungsweise und Preis: Das Klassenfahrten Magazin erscheint vierteljährlich und ist auch im Abonnement erhältlich. Jahresabonnement: 8,00 EUR inklusive Mwst. und Versandkosten (Einzelpreis 2,50 EUR), im Ausland zzgl. Versandkosten. Bestellungen sind zu richten an: Verlag K. Mickel GbR eMail: abo@klassenfahrten-magazin.de

Termine Heft 1/2012: Redaktionsschluss/Anzeigenschluss: 13.01.2012 Erscheinungstermin: 20.02.2012 Klassenfahrten Magazin Heft 4/2011

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Für meine Schüler ist es der Höhepunkt des Jahres.

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Für mich eine große Verantwortung! Da vertraue ich auf erfahrene Profis.

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Magazin Heft 4/2011 DasKlassenfahrten größte Angebot an TÜV-geprüften Klassenfahrten bekommen Sie bei uns.

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Klassenfahrten Magazin Heft 4/2011  

Zeitschrift für Lehrer zum Thema Klassenfahrten und Projekttage

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