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www.klassenfahrten-magazin.de 1

2015

Zeitschrift für Lehrer zum Thema Klassenfahrten und Projekttage

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umfangreicher Service ergänzend zur Zeitschrift unter anderem mit einer bundesweiten Anbieterübersicht auf www.klassenfahrten-magazin.de

Foto: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück © Sven Petersen / Fotolia.com

informative redaktionelle Beiträge über:

Der Politik auf der Spur Zu Besuch beim Bundesrat

Verlag K. Mickel GbR 13. Jahrgang Heft 50 erscheint 4-mal pro Jahr im Abonnement, Bezugspreis Einzelheft 2,50 €, Abo 8,00 €, Ausland: 8,00 € zzgl. Versandkosten ISSN 1611-4124

Mahnende Vergangenheit Gedenkstättenbesuche mit der Schulklasse Klassenfahrten Magazin Heft 3/2015


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Vorwort

Liebe Lehrerinnen, liebe Lehrer,

vorweg möchten wir Ihnen einen gelungenen Start in ein erfolgreiches neues Schuljahr wünschen. Wir hoffen, dass auch wieder Klassenfahrten und Projekttage geplant sind, um den Schulalltag auf verschiedene Weise zu bereichern. In dieser Ausgabe widmen wir uns allerdings auch einem eher bedrückenden Thema für Projekttage oder als Teil einer Klassenfahrt – und zwar der Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus, die den Kern nachkriegsdeutscher Identität bildet. In unserem Beitrag geht es um KZ Gedenkstätten und die schwierige Aufgabe, den Jugendlichen die geschichtliche und emotionale Bedeutung von Gedenkstätten zu verdeutlichen beziehungsweise zu vermitteln.

Bei dem wohl traurigsten Kapitel unserer Vergangenheit handelt es sich um Geschehnisse, zu denen die heutige Schülergeneration kaum noch Verbindung hat. Von vielen Lehrern mittleren Alters dagegen sind die Großeltern als junge Erwachsene oder manche Eltern als Kinder noch in die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges verwickelt gewesen. Diese Zeit liegt also noch keine Ewigkeiten zurück. Es gibt zudem immer noch Zeitzeugen, die heutigen Generationen von ihren oft traumatischen Erfahrungen berichten können. Allein die bloße Erwähnung der Ortsbezeichnungen Auschwitz, Dachau, Buchenwald oder Bergen-Belsen löst Schrecken aus und ruft Gedanken an nationalsozialistischen Terror, an weltbekannte Bilder von Ermordeten

hervor. Es geht bei Gedenkstättenbesuchen zwar auch immer um Sachinformationen: Was war? Wie kam es dazu? Aber darüber hinaus kommt den emotionalen Komponenten, wie Betroffenheit, Trauer und Anteilnahme, eine ebenso wichtige Rolle zu. Doch um diese emotionalen Komponenten zuzulassen, muss ein Rahmen geschaffen werden, in welchem sie möglich sind: beispielsweise der Besuch einer Gedenkstätte. In Deutschland gibt es zahlreiche Gedenkstätten, die an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Auf drei dieser Gedenkstätten sind wir in unserem Beitrag ab Seite 32 etwas näher eingegangen.

Schulklassen, über Unterkünfte und Kletterparks in verschiedenen Varianten.

Außerdem finden Sie in dieser Ausgabe auch wieder Berichte über Ausstellungen sowie Museen und ihre speziellen Angebote für

Ihre

Für Ihre nächste Klassenfahrt wünschen wir Ihnen gutes Gelingen und trotz Anstrengung und Verantwortung viel Spaß bei der Durchführung. Bis zur nächsten Ausgabe im November verbleibe ich mit herzlichen Grüßen

Katrin Mickel

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Klassenfahrten Magazin Heft 3/2015

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Inhaltsverzeichnis Heft 3/15

Inhaltsverzeichnis

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Stärkung des Einzelnen und der Gemeinschaft Das Unternehmen Teammotion betreibt den Kletterwald Osnabrück (Niedersachsen) und den Hochseilgarten Bad Oeynhausen (NRW)

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„Tor zur Freiheit“ und „Feindobjekt“ in einem Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde in Berlin ist eine Gedenkstätte mit Museum zur Flucht und Ausreise im geteilten Deutschland

8

Modernes Schlafen direkt am Mainufer Jugendgästehaus Schweinfurt (Nordbayern) mit verschiedenen Programmangeboten

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Streifzug durch die Welt eines Surrealisten Berlinbesucher haben in „Dalí – Die Ausstellung am Potsdamer Platz“ die Möglichkeit, „Ihren Dalí“ für sich neu zu entdecken

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Auf den Spuren des Rattenfängers Eine Zeitreise durch Hamelns Vergangenheit im Museum Hameln (Niedersachsen), mit museumspädagogischen Angeboten

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Jedes Haus hat seine Besonderheiten Die Bildungshäuser Marienburg in Rheinland-Pfalz und Haus Sonnental im Saarland sind zwei Einrichtungen des Bistums Trier

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Antike erleben – über Grenzen hinweg Der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim / Parc Archéologique Européen ist ein grenzübergreifendes Projekt (Saarland / Frankreich)

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Abenteuer Höhe in verschiedenen Varianten Waldklettergarten Banz (Bayern) und Indoor-Kletterturm „Alte Ölmühle“ Wittenberge (Brandenburg)

17

Tiefe Einblicke in unsere Urgeschichte Seit zwei Jahren kann im Archäopark Vogelherd in Niederstotzingen (Baden-Württemberg) die Lebenswelt der Eiszeitjäger nachvollzogen werden

30

Reise zu den „kleinen schwarzen Kegeln“ In Sehmatal-Neudorf im Erzgebirge (Sachsen) erfahren Schulklassen in der Schauwerkstatt „Zum Weihrichkarzl“ Wissenswertes über die Räucherkerzenherstellung

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Übernachten in ehemaligem Nonnenkloster In Berlin Mitte, in unmittelbarer Nähe zum Potsdamer Platz, befindet sich das Three Little Pigs Hostel Berlin

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Orte mahnender Vergangenheit Gedenkstättenbesuche – ihre Bedeutung für Gegenwart und Zukunft

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Inserentenverzeichnis, Impressum

Titelbild

© Sven Petersen / Fotolia.com

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Programmanbieter vorgestellt

Stärkung des Einzelnen und der Gemeinschaft Das Unternehmen Teammotion betreibt den Kletterwald Osnabrück (Niedersachsen) und den Hochseilgarten Bad Oeynhausen (NRW) Schmale Drahtseile, schwankende Balken und wackelige Hängebrücken sind zu überwinden, mit der Seilrutsche saust man von Baum zu Baum oder viele Meter in die Tiefe, in schwindelnder Höhe geht es mit einem Skateboard durch die Lüfte oder man hangelt sich mehrere Meter über dem Boden durch Netze. Kletterparks oder Hochseilgärten haben sich inzwischen nicht nur für Sport und Spaß etabliert, sondern sind oft auch Bestandteil erlebnispädagogischer Angebote. Für Schulklassen geht es hier um Abenteuer und Spaß, die Stärkung des Selbstbewusstseins und hauptsächlich auch darum, sich gegenseitig zu unterstützen und so die Gemeinschaft zu stärken. Darin bestehen auch die Ziele der Teammotion GmbH & Co. KG mit Sitz in Osnabrück. Die Philosophie des Unternehmens, welches den Kletterwald Osnabrück und den Hochseilgarten Oeynhausen betreibt, spiegelt sich bereits in dessen Namen wider. Der Gedanke, einen Kletterpark zu bauen und zu betreiben, kam Dietmar Keidel, einem der Gründer des Unternehmens, 2006. Von dieser Idee konnte er seinen Geschäftspartner Agron Hajdinaj überzeugen und so sind sie gemeinsam durch Deutschland gereist, um verschiedene Kletterparks zu besichtigen und sich inspirieren zu lassen. Bald stand für die beiden fest, dass ihr erster Kletterpark im Nettetal entstehen sollte. Durch das Tal fließt der kleine Fluss Nette und es ist ein beliebtes Wandergebiet im Osnabrücker Landkreis. Es befindet sich rund 2 Kilometer von der Osnabrücker Stadtgrenze entfernt, im Osnabrücker Hügelland, welches im Norden durch das Wiehengebirge und im Süden durch den Teutoburger Wald begrenzt wird. Im Jahre 2007 war dann die Eröffnung des Kletterwald Osnabrück. Hier sind Bäume

Fotos: Teammotion GmbH (4)

durch verschiedene Elemente, wie Seilbrücken oder Balken, miteinander verbunden. Kein Baum wurde bei der Errichtung des Kletterparks gefällt, kein Nagel in einen Stamm gehauen. Die Seile und Plattformen sind mit einer Kombination von Press- und Wickeltechniken befestigt. Aufgeteilt ist der Kletterwald in 3 Übungsund Einweisungsparcours mit je 3 Elementen in einer Höhe von 1,50 Meter und 5 weitere Parcours unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. In 12 Meter Höhe befinden sich die höchsten der insgesamt 63 Elemente. Die gesamte Kletterstrecke von 600 Metern ist in ungefähr 4 Stunden zu bewältigen. „Unser Kletterwald weckte schnell das Interesse von Jung und Alt und wir konnten erste Erfolge verbuchen“, berichtet Agron Hajdinaj. „Aufgrund der guten Erfolgsquoten entschlossen wir uns im Jahr 2009, den Betrieb

Hochseilgarten Bad Oeynhausen

um den Standort Bad Oeynhausen zu erweitern“, erzählt Dietmar Keidel. Bad Oeynhausen ist eine Kurstadt in Nordrhein-Westfalen, am Südrand des Wiehengebirges. Hier entstand, in Kooperation mit dem Landschafts- und Kulturpark Aqua-Magica, ein Hochseilgarten auf dessen Gelände. Zur Landesgartenschau im Jahr 2000 wurde der 20 Hektar große Landschaftspark neu angelegt. Bei der Gestaltung und der Namensgebung des Parks spielten die in der Region reich vorhandenen Quellen, die Oeynhausen zum Bad machen, eine wesentliche Rolle. Neben Wassergärten, Ideengärten und anderem gehört ein 18 Meter tiefer Krater, aus dem eine Wasserfontäne bis über den Kraterrand hinaus aufsteigt, zu den Besonderheiten des Parks. Der Hochseilgarten auf dem Parkgelände wurde auf einer freien Wiese erbaut. Es handelt sich dabei um Masten, an welchen Plattformen und Kletteraufgaben angebracht sind. Insgesamt 7 Parcours mit mehr als 80 Kletterelementen und 1.000 Meter Kletterstrecke stehen hier den Besuchern zur Verfügung. „Seit einigen Jahren bieten wir zum normalen Klettern in unseren Kletterparks auch erlebnispädagogische Programme an“, erklärt Maurice Hansemann, der für den Bereich Erlebnispädagogik und Teamtraining verantwortlich ist. „Dafür wurde der Team-

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Programmanbieter vorgestellt

Anfang dieses Jahres übernahm Maurice Hansemann die Leitung des erlebnispädagogischen Bereichs bei Teammotion. Dabei kümmert er sich sowohl um die Gestaltung und Durchführung der Programme als auch um die Ausbildung und Fortbildung neuer Erlebnispädagogen. Zu seinen Aufgaben gehören außerdem die Beratung im Vorfeld der Programme sowie die Personalplanung. train-Park Osnabrück – ein speziell für die Teamarbeit konzipierter Lern- und Erlebnisbereich mit Elementen am Boden und Top-Rope-Kletterelementen in schwindelerregenden Höhen errichtet. Aber auch an unserem Standort in Bad Oeynhausen führen wir entsprechende Programme durch.“ „Nach seiner Trainerausbildung und Arbeit als Trainer wurde Maurice Hansemann bei uns vor 2 Jahren zum Erlebnispädagogen für Teamtrainings und Teamentwicklung ausgebildet“, informiert Dietmar Keidel. „Seitdem hat er zahlreiche Programme mit unterschiedlichsten Gruppen geplant und durchgeführt.“

„Bei unseren erlebnispädagogischen Angeboten wird die Gruppe vor verschiedene Kooperationsaufgaben gestellt, die nur als Team zu meistern sind“, so der Erlebnispädagoge. „Gesichert wird in der Teamtrainingsanlage mit der sogenannten Toprope-Sicherung, bei welcher der Kletterer von einem Team am Boden gehalten wird. Er muss sich auf seine Sicherer verlassen und das Sicherungsteam muss Verantwortung für ihr Teammitglied übernehmen. So wird schnell direkt erfahrbar, dass niemand sein Ziel allein erreichen kann.“ Die Programmangebote für Gruppen ab 10 Personen variieren zwischen 1 bis 5 Tagen. Geeignet sind die Angebote für Schulklassen

Teammotion GmbH & Co. KG Johannisstraße 74 49074 Osnabrück Telefon 0541 - 998 998 41 kontakt@teamotion.de www.teamotion.de ab 5. Klasse. Neben den Aktionen im Kletterpark sind auch Geo-Caching oder Nachtwanderungen möglich. „Nach einer Beratung erstellen wir ein für die jeweilige Klasse zugeschnittenes Programm“, gibt Maurice Hansemann Auskunft. „Auf Wunsch übernehmen wir auch die gesamte Organisation mehrtägiger Aufenthalte, inklusive Programme, Unterkunft und Verpflegung. Diesbezüglich arbeiten wir mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen.“ Informationen über die beiden Standorte sowie die verschiedenen Angebote sind auf den Internetseiten des Unternehmens zu finden.

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Unterkunft vorgestellt

Modernes Schlafen direkt am Mainufer

Jugendgästehaus Schweinfurt (Nordbayern) mit verschiedenen Programmangeboten

Fotos: © Rudolf Weiner t / Jugendgästehaus Schweinfur t (4)

„Schweinfurt als Kultur-, Sport- und Industriestadt sowie die Region bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen Aufenthalt“, erzählt Christian Gross. Der 42-Jährige leitet seit 5 Jahren das Jugendgästehaus der Stadt. Zuvor war der gelernte Hotelfachmann sieben Jahre lang als „Herbergsvater“ einer Jugendherberge in Schweinfurt tätig. Das in Nordbayern gelegene Schweinfurt, eine Stadt mit einer 1.200 Jahre alten Geschichte, war bis 1802 Freie Reichsstadt, seit dem letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhun-

derts Industriestadt und ist bis heute Zentrum der europäischen Wälzlagerindustrie. Aber Schweinfurt zählt längst nicht mehr nur als Industriestadt, sondern entwickelt sich zunehmend zu einem Reiseziel für Touristen. Eingebettet in die reizvolle fränkische Weinlandschaft erwartet die Besucher der Stadt ein interessantes Kontrastprogramm aus Industrie und Kunst, Tradition und Moderne. Man spürt die Lebensfreude der freien Reichsbürger, den Geist der alten Industriepioniere und den frischen Wind der Gegenwart. Das noch junge, erst sechs Jahre beste-

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Klassenfahrten Magazin Heft 3/2015

hende Jugendgästehaus Schweinfurt ermöglicht seinen Gästen modernes Schlafen direkt am Mainufer. Gelegen auf der Mainlände, unmittelbar am Fluss sowie am dort vorbeiführenden und überregional bedeutenden Fünf-Sterne-Mainradweg, sind es von der Unterkunft nur fünf Minuten zu Fuß bis zum Stadtzentrum von Schweinfurt. So können viele Freizeitmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten bequem erreicht werden. Der Bau des Jugendgästehauses war 2009 der Auftakt für die Neugestaltung des innerstädtischen Mainufers. Die Gebäudestruk-

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Unterkunft vorgestellt

Kontakt Jugendgästehaus der Stadt Schweinfurt Am Unteren Marienbach 3 97421 Schweinfurt Telefon 09721 - 675 295 0 info@jugendgaestehaus-schweinfurt.de www.jugendgaestehaus-schweinfurt.de www.schweinfurt 360.de

tur des Hauses ermöglicht die Abschirmung gegen Lärm und einen offenen Blick auf das Wasser. Nach der Errichtung der Unterkunft erfolgte die weitere Umsetzung des Projektes Mainlände. „In den letzten Jahren wurde unter anderem eine Anbindung an die Innenstadt geschaffen, eine Terrasse mit Sitzplätzen entstand, es erfolgte eine Neugestaltung der Außenanlage des Jugendgästehauses, so dass es nun Möglichkeiten zum Tischtennis- und Basketballspielen gibt“, berichtet der Leiter des Jugendgästehauses. „Das Ziel der Gestaltung der Mainlände besteht darin, einen attraktiven Freiraum- und Erholungsbereich entlang des Mainufers zu schaffen.“ Zu den Zielgruppen des Jugendgästehauses der Stadt zählen Jugendliche, Radwan-

derer, Familien und Schulklassen. „Unsere Gästezahlen steigen von Jahr zu Jahr“, freut sich Christian Gross. „Dabei beträgt der Anteil an Gruppen, wie Seminargruppen und Schulklassen, ca. 30 Prozent. Und was die Schulklassen betrifft, so besuchen uns hier meistens 7. und 8. Klassen, die aus ganz Deutschland kommen.“

samt bis zu 150 Personen und ausgestattet mit entsprechender Tagungstechnik, können für verschiedene Veranstaltungen genutzt werden. Außerdem gibt es einen Aufenthaltsraum mit Fernseher, DVD-Player und einigen Gesellschaftsspielen sowie im Licht durchfluteten Foyer zwei Internet-Plätze und ein Kickerspiel. Auch verfügt das Haus über WLAN. Sämtliche Zimmer und sonstigen Räume, wie das Restaurant, eine Café-Lounge, die Terrasse unmittelbar vor dem Haus sowie die Tagungsräume, befinden sich auf der Südseite des Hauses und gewähren so einen schönen und unverbauten Blick auf den Main und einen kleinen Yachthafen.

In der Unterkunft stehen den Gästen, auf drei Etagen, 28 helle, freundliche Zimmer mit Dusche und WC zur Verfügung. Insgesamt 96 Betten sind auf Einzel- und Vierbettzimmer sowie behindertengerechte FünfbettFamilienzimmer verteilt. Eine frische Note erhält das Innere des Gebäudes durch den dominierenden Apfelgrün-Farbton. Drei Tagungsräume im klaren und funktionalen Design, mit einer Kapazität von insge-

Hinsichtlich der Verpflegungsmöglichkeiten kann zwischen Vollverpflegung, Halbpension und Übernachtung mit Frühstück gewählt werden. Für unterwegs erhalten Schulklassen auch Lunchpakete. „Essen verbinden wir alle sehr stark mit Lebensfreude und Genuss“, so die Aussage von Christian Gross. „Unser Küchenchef schätzt regionale Produkte und legt Wert auf die frische Zubereitung der Speisen.“ --> weiter auf S. 10

haus international München

Mehr als ein Jugendgästehaus / Hostel Das haus international in München ist ein Zentrum für Schüler- und Studienaufenthalte und eine lebendige, zentral gelegene Stätte der Begegnung aller Kulturkreise und Nationen. Wenn Sie als Gruppe, Schulklasse, Familie oder junggebliebene Erwachsene einen oder mehrere Tage das vielfältige Freizeit- und Kulturangebot Münchens erleben wollen, dann sind Sie bei uns genau richtig. Unsere hauseigene Touristik Abteilung bietet Ihnen Vorschläge und Buchungen von interessanten Angeboten, Touren und Rahmenprogrammen rund um die Sehenswürdigkeiten in und um München. • 180 Zimmer mit insgesamt 630 Betten • eigenes Restaurant mit Veranda und Biergarten, wahlweise auch mit HP/VP/LP • Aufenthaltsraum, Bar und Disco “Discovery“ tägl. von 21 - 1 Uhr geöffnet • Internet und gratis WLAN, Billard, Kicker, Flipper, Video-Games, TV Räume, Tischtennisraum • Eigener Fahrradverleih • Konferenzraum für bis zu 175 Personen mit allen technischen Equipment • Bus/Tram Station direkt vor der Haustür, nächste U-Bahn Station in 5min erreichbar • Sicherheitsdienst nachts im Haus • Busparkplätze in der Nähe • Komfortable Unterbringung von Lehrern und Betreuern in neu renovierten, ruhigen Einzel- und Doppelzimmern mit DU/WC und TV • Übernachtungen ab 20 € pro Person inkl. reichhaltigen Frühstücksbuffet • Freiplatz ab 20 Personen • Bitte fragen Sie uns nach speziellen, saisonabhängigen Angeboten und Rabatten! • Gerne erstellen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot für Ihre Reise nach München!

haus international, Elisabethstraße 87, 80797 München, Tel.: 089 12006-0, Fax 089 12006-630, info@haus-international.de, www.haus-international.de

Internationaler Bund - IB - Freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e.V. Klassenfahrten Magazin Heft 3/2015

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Unterkunft vorgestellt

Bezüglich der Aufenthaltsgestaltung hat man mehrtägige Pauschalprogramme und einzelne Programmbausteine entwickelt, wobei individuelle Wünsche berücksichtigt werden. So gibt es beispielsweise das Programm „Industrie und Technik“. Dabei geht es unter anderem in einer Stadtführung um den „Schweinfurter Erfindergeist“, eine Schifffahrt auf dem Main wird unternommen und ein Kraftwerk besucht. Vor Ort kann bei einem Verlag erlebt werden, wie eine Zeitung entsteht und an einem Tag besucht die Klasse einen Schweinfurter Industriebetrieb. Ein anderes fünftägiges Programm nennt sich „Sportlich aktiv“. Inhaltlich stehen beispielsweise Fahrradfahren, Beach-Volleyball, Tennis, Laufen, Badminton, Basketball, Inliner fahren, Fußball und Schwimmen zur Auswahl. Und einen Tag ist man mit dem Kanu auf dem Main unterwegs.

Das Programm „Outdoor – intensiv“ findet in der freien Natur statt, mit professionellen Trainern eines Programmanbieters. Ob Klettern, Abseilen, Flussüberquerung, Kanufahrt oder Floßbau, hier richtet man sich nach den Vorstellungen der jeweiligen Klasse. Über weitere Programme und einzelne Programmbausteine geben die Internetseiten des Hauses detailliert Auskunft. Außerdem können Schulklassen die Stadt Schweinfurt erkunden, indem sie an Stadtführungen oder Ausflügen ins Fränkische Weinland teilnehmen, die von der Tourismus Information jeweils auch in Fremdsprachen wie Englisch, Französisch und Russisch angeboten werden. Darüber hinaus sind Waldpädagogische Führungen möglich, welche der Wildpark organisiert. Im Wildpark haben Besucher die Gelegenheit, in naturnahen und artgerechten Gehegen einen Ausschnitt der europäi-

schen Tierwelt zu erleben, wie zum Beispiel Luchse und Elche. Verschiedene Museen der Stadt bieten Museumsführungen an, beispielsweise das Kunstmuseums Georg Schäfer oder das Museum Otto Schäfer. In der Kunsthalle im ehemaligen Ernst-Sachs-Bad wird zeitgenössische Kunst gezeigt, mit ständiger Sammlung und Wechselausstellungen. Ausgiebiges Einkaufen ermöglicht zum Beispiel die Stadtgalerie auf 22.000 Quadratmetern. Für Schulklassen interessant ist vielleicht auch ein Besuch im Kletterwald am Schweinfurter Badesee. Dieser ist in seiner Größe und Bauweise einmalig in Deutschland. Er erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 30.000 Quadratmetern mit einer Kletterlänge von 4.000 Metern. Den Besuchern stehen 45 Parcours mit 300 Kletterelementen zur Verfügung. Zudem bieten sich Fahrradtouren auf dem Rad-Main-Weg an oder eine Schifffahrt auf dem Main. Aber auch die umliegenden Städte laden zu Ausflügen und interessanten Tagestouren ein, wie beispielsweise Würzburg, Bamberg oder Bad Kissingen.

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Museum vorgestellt

Auf den Spuren des Rattenfängers

Eine Zeitreise durch Hamelns Vergangenheit im Museum Hameln (Niedersachsen), mit museumspädagogischen Angeboten Es geschah im Jahre 1284 zu Hameln, als ein wunderlicher Mann zu sehen war. Er hatte ein Obergewand aus vielfarbigem Tuch an und gab sich für einen Rattenfänger aus, indem er versprach, gegen ein gewisses Geld, die Stadt von allen Mäusen und Ratten zu befreien. Zu dieser Zeit litt Hameln unter einer großen Rattenplage, der die Stadt selbst nicht Herr wurde, weshalb sie das Angebot des Fremden begrüßte. Die Bürger sagten ihm seinen Lohn zu. Der Rattenfänger zog seine Pfeife heraus und pfiff eine Melodie. Und tatsächlich gelang es ihm, die Ratten in die Weser zu führen. Am nächsten Tag war Hameln eine heitere, sonnendurchflutete Stadt. Alle Probleme schienen gelöst. Jedoch nur so lange, bis der Rattenfänger seinen verdienten Lohn forderte … So ähnlich lautet es in einer der bekanntesten deutschen Sagen der Gebrüder Grimm, welche fast jeder kennt, die in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurde und die selbst in fernen Ländern häufig zum Unterrichtsstoff in den Schulen gehört – besonders in Japan und in den USA ist sie sehr beliebt. Bezüglich der Sage „Der Rattenfänger von Hameln“ soll es sich jedoch um zwei ursprünglich selbstständige Sagen handeln, welche erst sekundär miteinander verbunden

wurden: Die Verknüpfung der ursprünglichen Kinderauszugs-Sage mit einer Rattenvertreibungs-Sage erfolgte wahrscheinlich erst Ende des 16. Jahrhunderts.

Fotos: Museum Hameln (4)

„Aber obwohl die Brüder Grimm zu den bekanntesten Erzählern dieser Geschichte gehören, handelt es sich nicht um ein Märchen. Zahlreiche historische Quellen deuten darauf hin, dass es den mysteriösen Fremden tatsächlich gegeben hat. Sogar ein Datum

für den Auszug der Kinder ist uns überliefert: der 26. Juni 1284“, erklärt Stefan Daberkow. Der 35-Jährige, der während seines Studiums an Passauer Museen sowie am Palais des Beaux-Arts in Lille und an den Königlichen Museen der Schönen Künste in Brüssel praktische Museumserfahrungen sammelte, leitet seit 2013 das Museum Hameln. Denn im Ort des Geschehens gibt es seit Langem dieses Museum, dessen Schwerpunkt auf der weltberühmten RattenfängerSage liegt. Einen Vorläufer des Museums gab es in Hameln bereits vor sehr langer Zeit. Dabei handelt es sich um die Sammlung des 1790 in Hameln geborenen Friedrich Wilhelm Haspelmath, der auf seinen Reisen vielerlei Objekte erstanden und in einem Turm der alten Stadtmauer ausgestellt hatte. Später gingen der Turm und die Sammlung als Schenkung an den Museumsverein, welcher 1898 „zur Sammlung und Erhaltung von Altertümern der Stadt und des Kreises Hameln“ gegründet wurde. Heute befindet sich das Museum in zwei restaurierten Gebäuden aus der Zeit der Renaissance, die zu den schönsten Bürgerhäusern in Hamelns Altstadt zählen. Von 2008 bis 2011 erfolgte die letzte Restaurierung beider Gebäude. In diesem Zusammenhang

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Museum vorgestellt

Rattenfängertheater

wurden auch archäologische Untersuchungen in der Diele des einen Hauses durchgeführt. Die dabei gefundenen Objekte sind im Museum zu sehen. Parallel zu den Baumaßnahmen entwickelte man ein völlig neues Konzept für die Dauerausstellung. Der Umbau sowie die Einrichtung der neuen Dauerausstellung, einschließlich eines neuen Theaters, kosteten 4,64 Millionen Euro. Ergebnis des Umbaus ist auch ein barrierefreier Zugang zu allen Ausstellungsbereichen. Im Jahr 2011 öffnete das Museum wieder und präsentiert seitdem auf 1.200 Quadratmeter Fläche die Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung, von den ersten Siedlungsspuren bis in die jüngste Vergangenheit. Von den ca. 70.000 Exponaten, die das Museum besitzt, werden 1.300 gezeigt. „Unser wertvollstes Ausstellungsstück ist ein Messbuch aus dem 15. Jahrhundert, dessen Seiten digital betrachtet werden können“, berichtet der Museumsleiter.

Zudem gibt es interaktive Objekte und Medienstationen, damit die Besucher Geschichte mit allen Sinnen entdecken können. „Der Rattenfänger-Sage ist ein eigener Ausstellungsbereich gewidmet, zu welcher unser Museum die wohl größte Sammlung weltweit besitzt“, informiert Stefan Daberkow. „Eine weltweit einmalige Darstellung bietet unser Museum auch mit dem mechanischen Rattenfängertheater des Schweizer Künstlers Otto Steiner. In einer künstlerischen Installation mit moderner Sound- und Projektionstechnik übersetzt er die überlieferte Erzählung in eine zeitgemäße Ästhetik.“ Mit Hameln ist kaum etwas so verbunden, wie der sagenumwobene Flötenspieler. Und obwohl die Geschichte weltweit bekannt ist, liegen doch die historischen Hintergründe vielfach im Verborgenen. Die einstündige Führung „Das Geheimnis des Rattenfängers

von Hameln – Schädlingsbekämpfer, Kindesentführer, Werbeträger“ zeigt die historischen Wurzeln dieser Sage auf und verfolgt die Entwicklung des Rattenfänger-Mythos vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Neben dem Rattenfänger umfasst die Dauerausstellung die Themen Ur- und Frühgeschichte; Mittelalter; Frühe Neuzeit; 19. Jahrhundert; 20. Jahrhundert. Ergänzend zur Dauerausstellung werden wechselnde Sonderausstellungen gezeigt. „Film ab! Kinoträume im Weserbergland“ heißt die aktuelle Sonderausstellung, welche vom 6. August 2015 bis 3. April 2016 zu sehen sein wird. Dabei erwartet die Besucher eine Zeitreise durch mehr als 100 Jahre Film- und Kinogeschichte in der Region um Hameln und Bad Pyrmont. Diese film- und kinogeschichtliche Sonderausstellung wird die erste ihrer Art im Weserbergland sein. „Zahlreiche Exponate, darunter auch Filmkos-

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Museum vorgestellt

tüme und Erinnerungsstücke an Stars und Dreharbeiten, werden erstmals öffentlich ausgestellt. Und im eigens eingerichteten Ausstellungskino werden, mit einem Panorama ausgewählter Filmszenen, Kinoträume und Erinnerungen zu neuem Leben erweckt“, so der Museumsleiter. Zu den Zielgruppen des Museums zählen unter anderem Schulklassen. „Lernen mit Spaß und Spielen mit Sinn, das ist es, was wir Schulgruppen ermöglichen wollen“, erläutert Franzisca Tinnefeld, die in der Abteilung Museumspädagogik tätig ist. Zu den museumspädagogischen Formaten gehören Führungen, Workshops (Führung und praktischer Teil), Szenisches Spiel, Projekttage, Kooperationen (kurz- und längerfristige Projekte, Feldforschung, Materialeinsicht, Kontaktvermittlung) und zusätzliche Angebote zu aktuellen Sonderausstellungen. Dabei orientiert man sich jeweils an dem Anlass des Besuches der Schulgruppe – entweder Wissensvermittlung im Rahmen des Unterrichts, Freizeitgestaltung oder Gruppenfindung. „Außer dem regulären Programm richten wir unser Angebot auch gern auf spezielle Themen,

Kontakt Museum Hameln Osterstraße 8 - 9 31785 Hameln Telefon 05151 - 202 1215 museum@hameln.de www.museum-hameln.de

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wie beispielsweise Reformation oder Weserrenaissance, aus“, erzählt die Museumspädagogin. Ein nicht gewöhnliches Angebot, welches ebenso für Schulklassen buchbar ist, nennt sich „Die Nacht im Museum“. Dabei wird das Museum zu einem geheimnisvollen und spannenden Ort, an dem die Teilnehmer nicht nur übernachten, sondern wo man auch viel Aktion und Lernspaß bieten möchte. „Neben unseren Tagesbesuchern – einem internationalen Publikum – werden wir hauptsächlich von den Schulen des Landkreises und der Region besucht. Aber auch überregional und international zeigen unsere Bemühungen in der Vermittlungsarbeit mehr und mehr Erfolg“, freut sich Franzisca Tinnefeld. „Eine Maßnahme zur Zusammenarbeit und Vernetzung mit den Schulen ist die zu Beginn dieses Jahres eingeführte Schuljahreskarte, mit der alle Klassen einer Schule zu einem Festpreis ein Jahr lang beliebig oft das Museum Hameln besuchen können.“ „Denn Kinder und Jugendliche gehören zu unseren wichtigsten Zielgruppen. Das frühe Heranführen junger Menschen an den Lern- und Erlebnisort Museum fördert nicht nur ihre Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, die Wertschätzung des kulturellen Erbes und die Identifikation mit der eigenen Stadt und der Region, sondern es baut auch frühzeitig mögliche Hemmschwellen ab“, so die Auskunft des Museumsleiters. Klassenfahrten Magazin Heft 3/2015


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Antike erleben – über Grenzen hinweg

Der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim / Parc Archéologique Européen ist ein grenzübergreifendes Projekt (Saarland / Frankreich) Fotos: Europäischer Kulturpark Bliesbruck-Reinheim (3)

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Handwerkerviertel

Zwischen den Orten Reinheim im Saarland und Bliesbruck im Département Moselle in Frankreich erstreckt sich beidseits der deutsch-französischen Grenze ein Archäologiepark: der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim. Er ist das Ergebnis archäologischer Untersuchungen. Hier sind Ausgrabungen und Rekonstruktionen sowohl keltischer als auch römischer Funde mit Ausstellungs- und Schulungsräumen vereint. Auf dem fast 70 Hektar großen Parkgelände beweisen die eisenzeitlichen keltischen und die römischen Funde, zusammen mit Grabungsfunden aus der Mittelsteinzeit, der Bronzezeit und der Zeit der germanischen Völkerwanderungen, eine Siedlungskontinuität von 10.000 Jahren im Tal der Blies. Mentor und Begründer des Europäischen Kulturparks war der verstorbene Jean

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Foto: © Eike Dubois

Schaub, der die ersten zum Kulturpark gehörenden Grundstücke aus seinem Privatvermögen aufkaufte, um sie vor der Bebauung zu bewahren und so die Zeugnisse aus der römischen Vergangenheit vor der endgültigen Zerstörung zu retten. Heutige Träger des Kulturparks sind unter anderem der Saarpfalz-Kreis und das Département Moselle. Der Archäologiepark liegt eingebettet in das idyllische Tal der Blies, im Herzen des UNESCO Biosphärenreservats Bliesgau. Erste Ausgrabungen auf dem Gelände fanden zwischen 1806 und 1809 statt. Überregional bekannt wurde Reinheim dann, als man 1954 in einer Kies- und Sandgrube auf ein keltisches Fürstinnengrab stieß. Nach weiteren Entdeckungen erfolgte 1989 die Gründung des Europäischen Kulturparks. Seitdem besuchen jährlich grenzüberschreitend eine Menge Interessierte die archäo-

logische Stätte: „Letzte Saison hatten wir, zwischen März und Oktober, mit rund 44.000 Besuchern einen Besucherrekord“, freut sich Christin Risch. Sie ist für die Öffentlichkeitsarbeit des Kulturparks zuständig. Im Jahr 1999 wurden drei Monumentalgrabhügel aus keltischer Zeit in ihren ursprünglichen Ausmaßen rekonstruiert. Diese drei erodierten Grabhügel entdeckte man in den 1950er Jahren beim Abbau von Sand und Kies. Einer der Hügel barg die Überreste einer Dame, welcher meisterhaft verzierter Goldschmuck und weitere kostbare Beigaben, darunter Importgüter aus fernen Regionen Europas, mitgegeben wurden. Dieses keltische Fürstinnengrab aus der Zeit 370 v. Chr. ist begehbar, wobei die Besucher einen speziell inszenierten Einblick in die Grabkammer erhalten.


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Auf der deutschen Seite werden seit 1987 die Reste einer römischen Villa freigelegt, welche inzwischen nahezu komplett ausgegraben ist und, samt Hofareal, mit einer Größe von 7 Hektar zu den stattlichsten ihrer Art im Saar-Mosel-Raum zählt. Sie stellt ein Musterbeispiel ländlicher Domizile der gallorömischen Oberschicht dar. Die Rekonstruktion der Villa sowie die zahlreichen Funde und Fundduplikate aus dem gesamten Befundzeitraum sind in einer Ausstellung im Informationszentrum zu sehen. Auf französischer Seite legt man seit 1971 die Überreste einer römischen Straßensiedlung mit kleinstädtischem Charakter frei, die zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert n. Chr. bestand und in welcher in ihrer Blütezeit ca. 2.000 Menschen lebten. Diese erstreckte sich einst auf einer Fläche von ca. 20 Hektar. Bisher ist knapp ein Drittel davon archäologisch untersucht worden. Auch eine Thermenanlage gehörte zu der gallo-römischen Siedlung. Die überdachte und zum Teil rekonstruierte Therme ver-

deutlicht den Luxus des römischen Alltagslebens. Erläuterungen dazu erhalten die Besucher, zweisprachig, auf den Infotafeln. Außerdem befindet sich auf dem Gelände des Archäologieparks der Nachbau eines kleinen Keltendorfs, welches unter anderem für Veranstaltungen genutzt werden kann. Hier haben die Besucher die Möglichkeit, den keltischen Alltag anschaulich nachzuvollziehen, auch wenn die Rekonstruktion nicht auf Grabungsfunde zurückzuführen ist. Darüber hinaus gibt es auf dem Gelände des Kulturparks ein Informationszentrum mit Museumsshop – hier starten jeweils die Besucher ihre Reise in die Vergangenheit. Und im direkt angrenzenden Museum können sich Interessierte einen Überblick über die Besiedlungsgeschichte des Bliesgaus verschaffen – von der Steinzeit über die Bronze- und Eisenzeit bis hin zur römischen Epoche. Im Herzen des Parks präsentiert ein Ausstellungszentrum zum einen Funde aus der römischen Kleinstadt und beherbergt zum

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Kontakt Stiftung Europäischer Kulturpark Robert-Schuman-Straße 2 66453 Reinheim Telefon 06843 - 90 02 11 info@europaeischer-kulturpark.de www.europaeischer-kulturpark.de anderen die alljährliche Sonderausstellung. Die diesjährige Sonderausstellung, die vom 3. Juni bis 31. Oktober 2015 gezeigt wird, nennt sich „Die Schätze der Mediomatriker – als die Region noch gallo-römisch war“. Sie thematisiert den Wandel der Zeit in der Region – wie die Menschen hier lebten, bevor die Römer kamen und wie sie selbst zu Gallo-Römern wurden. Ebenso wird, anhand von Funden, die Zeit „nach den Römern“ dargestellt. Neben Museum und Park ist der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim auch ein archäologisches Forschungszentrum. Voraussetzung für die museale Präsentation

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lerführung Ganz schön antik und die Keltenoder Römerrallye, welche es schon seit über 10 Jahren gibt und die immer wieder aktualisiert wurde“, berichtet Christel Wilhelm, die für die Beratung der Lehrer verantwortlich ist. „Auch die Programme Grabungsspiel, Mythologie, Töpfern, Zu Tisch bei den Römern und Schrift der Antike sind für Schüler ab der 5. Klasse geeignet.“ Hinsichtlich der möglichen Schulprogramme finden sich auf den Internetseiten des Kulturparks hinreichende Informationen, und für die Vor- oder Nachbereitung in der Schule steht Lehrern zudem Material zum Herunterladen zur Verfügung. Ganz schön Antik – Führung für Schulklassen

der Ausgrabungsfunde ist deren vorherige wissenschaftliche Bearbeitung. „Unser Park ist ständig im Wandel“, erklärt Stefan Munz, Geschäftsführer des Kulturparks. „So wurde beispielsweise 2014 in der Grabkammer des Fürstinnengrabes eine Lichtinstallation mit entsprechender Beschallung angebracht, die den Besuchern Beispiele keltischer Kunst veranschaulicht. Und dieses Jahr werden in den musealen Bereichen der deutschen Parkseite an verschiedenen Stellen Mitmachstationen für Kinder eingerichtet. Aktuell wird ein neues Haus gebaut: das Gebäudes auf der Grenze. Der ca. 50 Quadratmeter große Ausstellungsraum wird ab August eine digitale Ausstellung zur Geschichte des Archäologieparks und die damit eng verbundene Geschichte Europas und der deutsch-französischen Freundschaft beherbergen.“ Außerdem wurde auch das Biotop, welches man als Ausgleichsfläche zu den Ausgrabungen anlegte, im vergangenen Jahr

erweitert. Die Fläche beherbergt neben Störchen auch Esel, Pferde, Ziegen sowie unter Naturschutz stehende Tier- und Pflanzenarten. Im Park arbeiten, grenzüberschreitend, zurzeit insgesamt ca. 90 Personen, die hier über verschiedene Institutionen tätig sind. Um den Archäologiepark richtig kennenzulernen sind Führungen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten möglich; verschiedene Bildungs- und Erlebnisangebote können genutzt werden, die vom Inhalt her auf die jeweiligen Zielgruppen abgestimmt sind; es gibt Workshops, wie beispielsweise Kunsthandwerk, Malerei oder Kochkurse; es finden verschiedene Veranstaltungen statt; und beim Angebot „Archäologie zum Mitmachen“, haben Interessierte die Möglichkeit, an einer regulären archäologischen Ausgrabung teilzunehmen. „Schulklassen ab der 5. Klasse nutzen vor allem unsere eineinhalbstündige Schü-

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„Für eine Essenspause können Schulklassen bei uns einen schattigen Grillplatz mit Bänken oder das Keltendorf mit Grillstelle nutzen. Auch in einem Konferenzraum im Hauptgebäude können mitgebrachte Speisen eingenommen werden“, gibt Christin Risch Auskunft. „Und in der Taverne, einem Restaurant, sind normale Mahlzeiten, wie Pommes mit Schnitzel oder Nudeln, aber auch römische Gerichte und Kleinigkeiten, wie Sandwiches oder Eis, erhältlich.“ Der Europäische Kulturpark ist in weiten Teilen auch für Besucher mit eingeschränkter Mobilität erschlossen. Die Empfangstheke und die Vitrinenbeschriftungen sind an die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern angepasst. An verschiedenen Stationen im Park gibt es behindertengerechten Toiletten. Neu ist, dass ab der Saison 2015 ein Outdoorrad-Adapter ausgeliehen werden kann, mit dem auch im Rollstuhl die Wiesen- und Kieswege leicht überwindbar sind. Das Rad ist passend für alle gängigen Rollstuhlmodelle und lässt sich einfach am Rahmen anbringen.


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Tiefe Einblicke in unsere Urgeschichte

Seit zwei Jahren kann im Archäopark Vogelherd in Niederstotzingen (Baden-Württemberg) die Lebenswelt der Eiszeitjäger nachvollzogen werden

Mammut

Beim Speerwurf

An einem Maisonntag im Jahr 1931 machte der Heidenheimer Reichsbahn-Obersekretär und Heimatforscher Hermann Mohn eine zufällige Entdeckung. Als er der Spur eines Dachses folgte, entdeckte er eine Höhle, die damals oberirdisch noch nicht zu erkennen war. Im Auswurf des Dachsbaues fand er steinzeitliche Werkzeuge, welche der Dachs aus der Erde an die Oberfläche geschafft hatte. Über diese Entdeckung informierte der Heimatforscher den Tübinger Urgeschichtler Gustav Riek, welcher kurz darauf mit Ausgrabungsarbeiten begann. Bei der damaligen Entdeckung handelte es sich um die Vogelherdhöhle im Lonetal.

Fotos: Archäopark Vogelherd (4)

Das Lonetal, reich an archäologischen Fundstätten, befindet sich zwischen Stuttgart und München im Landkreis Heidenheim und im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Als vor rund 40.000 Jahren Menschen in die Landschaft des heutigen Lonetals einwanderten, suchten sie Schutz in Höhlen. Hier lebten und arbeiteten sie und schufen Kunstgegenstände. In der Vogelherdhöhle geschaffene und von Jägern des Jungpaläolithikums dort hinterlasse Steinwerkzeuge, Elfenbein- und Geweihgeräte sowie außergewöhnliche Tierskulpturen belegen dies.

In der Vogelherdhöhle

Heute ist die Vogelherdhöhle, gelegen auf einer Felserhebung nahe der Kleinstadt Niederstotzingen, Bestandteil eines Steinzeit-Erlebnisparks: dem Archäopark Vogelherd. Im Frühjahr 2013 wurde der Park, der 3,8 Millionen Euro kostete, nach 8-jähriger Projekt- und Bauphase eröffnet. Das Projekt wird von der Universität Tübingen und dem Archäologischen Landesmuseum museologisch unterstützt und wissenschaftlich begleitet. Auf dem knapp 40.000 Quadratmeter großen Gelände kann das Leben der Steinzeitmenschen nachvollzogen werden. Der Archäopark umfasst ein Freigelände mit der

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Vogelherdhöhle sowie ein Besucher- und Informationszentrum. „Wir haben ein lehrreiches Erlebniskonzept“, gibt Patricia Friderich, Leiterin des Archäoparks, Auskunft. „Bei uns bekommt der Besucher die Steinzeit nicht in gewohnter, musealer Weise präsentiert, sondern hat die Möglichkeit, sich selbst auf Spurensuche zu begeben, seine Sinne zu schärfen und eigene, unmittelbare Erfahrungen zu machen.“ Das Besucher- und Informationszentrum liegt 200 Meter von der archäologischen Fundstelle entfernt. Um den Baukörper möglichst eng mit der Umgebung zu vernetzen, wurde dieser in einen weich geschwunge-

nen Grashügel eingebettet. Ein schmaler Eingang, der als dunkler, von Betonwänden gesäumter Gang ausgebildet ist und den Höhleneingang symbolisieren soll, führt zu den Räumen im Inneren des Gebäudes. Die Vorderseite des Hauses ist vollständig verglast und gibt den Blick auf den Vogelherdhügel frei. Im Inneren präsentiert das Erlebniszentrum verschiedene Aspekte der Steinzeitwelt. In einem separaten Bereich, der „Schatzkammer“, sind besonders bedeutende Originalfundstücke aus der Höhle zu sehen: die komplett erhaltene Skulptur eines Mammuts sowie das Fragment eines Höhlenlöwens – beides gefertigt aus Mammutelfenbein. „Durch die vielen Funde von Figuren aus

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Mammutelfenbein, die mit ihrem geschätzten Alter von ca. 40.000 Jahren zu den derzeit ältesten Kunstwerken der Menschheitsgeschichte zählen, wurde die Vogelherdhöhle weltbekannt“, erklärt Patricia Friderich. Ein zentraler Platz im Innenhof des Walls dient als Ausgangspunkt für den Rundweg durch den Park und zur Höhle. Vom Informationszentrum führt das Freigelände einen Hang hinauf zum Höhleneingang der Vogelherdhöhle. Dabei werden die Besucher entlang des Hermann-MohnRundweges und fünf einzelner Themenplätze geleitet, kommen an Riech-, und Lauschstationen vorbei und sehen Spuren von eiszeitlichen Tieren.


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Menschen malten; oder darum, woraus die ältesten Kunstwerke der Menschheit gefertigt wurden.

Rundweg

Die Themenplätze widmen sich der Jagd, den Mammutjägern, dem Feuer, der Kunst und es gibt auch einen Platz der Begegnung, an welchem es unter anderem um Fragen unserer Herkunft geht und darum, ob sich Neandertaler und moderne Menschen begegnet sind. Am Platz der Jagd beispielsweise können die Besucher unter anderem in die Rolle von paläolithischen Jägern und Sammlern schlüpfen, unterschiedliche Wurftechniken kennenlernen und sich in der Leder- und Knochenbearbeitung mit steinzeitlichen Werkzeugen erproben. Im Lager der Mammutjäger erfahren die Besucher zum Beispiel: Wie wohnten die Menschen in der Steinzeit? Welche Materialien sind in der Natur zu finden, um ein gemütliches Zelt zu bauen? Wo ließ man sich nieder? Und wie sah paläolithische Hausarbeit aus? Und am Platz der Kunst geht es darum, welche Kunstformen es im Paläolithikum gab; wozu Schmuck diente; wie sich steinzeitliche Klänge anhören; mit welchen Farben die

Kontakt Archäopark Vogelherd Am Vogelherd 1 89168 Niederstotzingen-Stetten Telefon 07325 - 952 8000 info@archaeopark-vogelherd.de www.archaeopark-vogelherd.de

An allen Themenplätzen haben Besucher die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und sich so in die Lebensweise ihrer urgeschichtlichen Vorfahren „einzufühlen“.

SONNENTAL

In der Vogelherdhöhle erfahren die Besucher dann, dass diese Höhle mit ihren drei Zugängen über 100.000 Jahre lang unseren Vorfahren Behausung und Zuflucht bot. „So hinterließen die Bewohner über viele tausend Jahre hin, Schicht für Schicht, der Nachwelt einzigartige Schätze und machten die Vogelherdhöhle zu einer der bemerkenswertesten Grabungsstätten der menschlichen Urgeschichte“, berichtet Patricia Friderich.

Das Haus Sonnental bei Wallerfangen, in der Nähe von Saarlouis besticht durch die umliegende Waldlandschaft und eine ruhige Lage. Beste Möglichkeiten bietet das Haus für Kinder und Jugendliche im Rahmen von Schul-, Freizeit- und Ferienveranstaltungen. Vereine, Firmen und Organisationen finden in über 10 Tagungsräumen mit entsprechender Ausstattung für bis zu 120 Personen viel Raum für Tagungen, Fortbildungen und Orientierungstage.

Erkundet werden kann der Archäopark auf eigene Faust oder im Rahmen von ca. 90 minütigen geführten Touren. Dafür wurden, in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen, 32 Archäo-Guides über mehrere Monate ausgebildet. „Neben einem reichen Allgemeinwissen über die Urgeschichte in unserer Region, haben viele Guides ihre eigenen Spezialgebiete, die sie unseren Besuchern gerne näherbringen. Dazu gehören beispielsweise eiszeitliche Musik, paläolithische Waffen oder Ernährung in der Steinzeit“, so Patricia Friderich. Neben den öffentlichen Führungen können auch Gruppenführungen durch das Parkgelände oder wahlweise zwei Themenplätze mit steinzeitlichen Aktionen gebucht werden. Für Besucher, die bei den Entdeckungen und Aktionen hungrig geworden sind, gibt es auf dem Parkgelände entsprechende Verpflegungsmöglichkeiten – zum einen eine Cafeteria, auch mit Menüangeboten für Gruppen, und zum anderen eine Grillfeuerstelle, wo das Essen wie vor 40.000 Jahren über offenem Feuer zubereitet wird, ebenfalls mit Menüvorschlägen für Gruppen. Auch die Umgebung des Steinzeitparks hat einiges zu bieten. So sind Wander- oder Radtouren möglich, und in unmittelbarer Nähe befinden sich verschiedene Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise die Schlösser Niederstotzingen, Oberstotzingen und Stetten, sowie die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, die im Barockstil errichtet wurde, und die Burgruine Kaltenburg.

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Berlin: Unterkunft vorgestellt

Übernachten in ehemaligem Nonnenkloster In Berlin Mitte, in unmittelbarer Nähe zum Potsdamer Platz, befindet sich das Three Little Pigs Hostel Berlin

Fotos: Three Little Pigs Hostel Berlin (2)

Es ist ein geschichtsträchtiges Gebäude. Vor über einhundert Jahren wohnten hier Wandergesellen und Handwerker. Im Ersten Weltkrieg befand sich in dem roten Backsteingebäude ein Reservelazarett für 200 verwundete Soldaten. Nach 1945 fungierte das Haus als Durchgangslager für insgesamt ca. 90.000 Personen und war ab 1950 ein Nonnenkloster. Später dann beherbergte das Gebäude verschiedene Institutionen. Noch heute erinnern hohe holzvertäfelte Wände und an der Decke hängende, ausladende Kronleuchter an vergangene Zeiten. Im Sommer 2005 entdeckten Sabine Schönermark und Thomas Blessing, ein junges Ehepaar aus Berlin, dieses charmante ehe-

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malige Frauenkloster. Sie waren begeistert von der Lage des Hauses, mitten am Puls der Stadt, und dass es sich gleichzeitig als wunderbares Hinterhofidyll offenbarte. Nach einer Umbauzeit von 6 Monaten eröffnete das Hostel 2006 mit 80 Betten. „Über die Jahre wuchs unser Hostel stetig, sodass es heute mittlerweile für bis zu 250 Gäste aus aller Welt eine Zufluchtsstätte ist“, erzählt Thomas Blessing. Denn der Begriff „Zufluchtsstätte“ hat mit der Namensgebung zu tun. „Wir wollten unserem Hostel damals einen tierisch guten Namen geben, so entschieden wir uns für Three Little Pigs Hostel Berlin“, berichtet Sabine Schönermark. „Der ein oder andere mag vielleicht noch das Kin-

dermärchen von den 3 kleinen Schweinchen kennen, die vor dem bösen Wolf weglaufen und am Ende Zuflucht in einem Backsteingebäude finden.“ Die beiden Inhaber sind glücklich darüber, dass ihr Hostel nächstes Jahr sein 10-jähriges Bestehen feiert. „Oft sind alle unsere 250 Betten in den 90 Zimmern belegt“, freut sich auch Lydia Götze, die seit 6 Jahren das Hostel leitet. „Unser Haus hat sich inzwischen als Gruppenhaus, hauptsächlich für Gruppen aus Deutschland, etabliert. Und wir begrüßen jedes Jahr viele Stammgruppen.“ Vor allem die zentrale Lage des Hostels, in unmittelbarer Nähe zum Potsdamer Platz, würden die Gäste schätzen, gibt Lydia Götze


Berlin: Unterkunft vorgestellt

Three Little Pigs Hostel Berlin Stresemannstraße 66 10963 Berlin Telefon 030 - 26 39 588 0 info@three-little-pigs.de www.three-little-pigs.de Auskunft. Vom Hostel aus sind viele bekannte Sehenswürdigkeiten Berlins bequem erreichbar, wie beispielsweise das Brandenburger Tor ebenso wie das Holocaust-Mahnmal, der Checkpoint Charlie, der Bundestag und der prachtvolle Boulevard „Unter den Linden“. Außerdem befinden sich zahlreiche Kulturstätten und Museen in der Nähe der Unterkunft. Im Hostel, welches eine komplett rauchfreie Zone ist, stehen den Gästen geräumige und helle Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmer mit 4 bis 8 Betten zur Verfügung. Zu den Mehrbettzimmern gehören Gemeinschaftsduschen und WCs auf den Fluren. Die Einzel- und Doppelzimmer sind mit eigenem Bad ausgestattet. Auch ein großer Eingangsbereich, der gleichzeitig als Frühstückshalle fungiert, verschiedene Seminarräume und ein robust gehaltener Aufenthaltsraum zum Kontakte knüpfen oder Ausruhen sind im Hostel vorhanden. Während der Frei-

zeit im Haus können die Gäste Billard und Kicker spielen. Schüler schlafen in Mehrbettzimmern und Lehrer in Einzeloder Doppelzimmern. „Wir können Gruppen aller Größen aufnehmen, die auf Anfrage ein individuelles Angebot erhalten“, erklärt Lydia Götze. Hinsichtlich der Verpflegung wird den Gästen ein Frühstücksbuffet geboten und für den Hunger unterwegs werden bei Bedarf Lunchpakete bereitet – mit einem Sandwich, etwas Süßem, etwas Gesundem und einem Getränk. Am Abend gibt es ein warmes Buffet, welches von der Zeit her, je nach Tagesplanung, flexibel vereinbar ist. „Unser HostelTeam geht auch gern auf kulturelle Besonderheiten und Vegetarier ein“, versichert die Leiterin des Hauses.

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Was die Sicherheit im Haus betrifft, so sorgt eine Security ab 22.00 Uhr für Ruhe im Innenund Außenbereich, die Rezeption ist rund um die Uhr besetzt und der Rezeptions- und Eingangsbereich videoüberwacht.

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Für das Wohl der Gäste sorgt ein junges, internationales Team von ca. 30 Mitarbeitern. Auch bei der Programmplanung des Berlinaufenthaltes steht man den Gästen hilfreich zur Seite.

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Berlin: Gedenkstätte vorgestellt

„Tor zur Freiheit“ und „Feindobjekt“ in einem

Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde in Berlin ist eine Gedenkstätte mit Museum zur Flucht und Ausreise im geteilten Deutschland „Im Morgengrauen am 7. Mai 1957 verließ ich das Haus, ging zur Straßenbahn, die mich zum Bahnhof bringen sollte. Der nervliche Zustand war wohl nicht der beste, denn als im Anfahren der Bahn noch ein nachlaufender Frühaufsteher aufsprang, vermutete ich sofort einen Verfolger der Firma Horch und Guck. Am Schalter zwang ich mich zu einer möglichst harmlos, neutral klingenden Stimme und verlangte eine Karte nach Greifswald, mit Stadtbahn. Das war zwar nicht mein Ziel, aber es hätte mich im Ernstfall einer Verhaftung doch entlastet, denn damals fuhr die S-Bahn durch die Westsektoren.“ So beschreibt der 1935 geborene Wilfried Seiring seine Flucht, bei welcher er sich mit einem Handkoffer, mit Mikrofilmen seiner Zeugnisse in der Schuhsohle sowie der Hoffnung auf die Fortsetzung seines Studiums und einer Zukunft ohne Willkür und Verfolgung in das Notaufnahmelager Marienfelde aufmachte. Wilfried Seiring ist einer der rund 4 Millionen Menschen, die zwischen 1949 und 1990 die DDR in Richtung Bundesrepublik verließen. Wobei 1,35 Millionen von ihnen das Notaufnahmelager in Berlin-Marienfelde passierten. Diese Menschen wurden hier zunächst untergebracht und versorgt. Sie durchliefen hier auch das notwendige Verfahren zum Erhalt einer Aufenthaltsgenehmigung für die Bundesrepublik und West-Berlin. Heute ist Wilfried Seiring einer der Zeitzeugen, die in der Erinnerungsstätte in Marienfelde den Besuchern von ihren persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen berichten. Die Gründung des Lagers erfolgte am 14. April 1953 aus der Not heraus, da sich die Fluchtbewegung aus der DDR zu dieser Zeit auf einem Höhepunkt befand und WestBerlin besonders betroffen war. Seit die DDR-Regierung ab Mai 1952 begann, die innerdeutsche Grenze abzuriegeln, konzentrierte sich der Flüchtlingsstrom auf die geteilte Stadt, da hier die Grenze zwischen Ost und West noch passierbar war. Kaum jemand erwartete zur damaligen Zeit, dass diese Einrichtung von langer Dauer sein würde. Vornehmlich in der Zeit bis 1961 hatte das Notaufnahmelager als „Tor zur Freiheit“ Klassenfahrten Magazin Heft 3/2015

Vitrine zu Wilfried Seiring

einen hohen Symbolwert. Für die DDR dagegen stellte das Aufnahmelager ein „Feindobjekt“ dar, weil sich hier die Schwäche des eigenen politischen Systems offenbarte, welches die Menschen zahlreich aus dem Land trieb. Aber auch für Aussiedler aus anderen Ländern war dieser Ort eine Station auf dem Weg in den Westen und ist es für Asylsuchende seit 2010 wieder. Denn seit Dezember 2010 befindet sich auf dem Gelände des Aufnahmelagers ein Übergangswohnheim. Rund 700 Flüchtlinge aus vierundzwanzig Ländern sind hier in 7 Wohnblocks mit 200 möblierten Zimmern untergebracht. Das ehemalige Notaufnahmelager ist heute Gedenkstätte mit Museum, welches sich im ehemaligen Haupthaus des Notaufnahmelagers befindet. In der Dauerausstellung „Flucht im geteilten Deutschland“ wird an Ursachen, Verlauf und Folgen der deutsch-deutschen Fluchtbewegung erinnert. Die Besucher finden hier beispielsweise Antworten auf Fragen: Weshalb entschlossen sich Menschen, die DDR zu verlassen? Auf welche Weise wurde die Grenze überwunden? Wie verlief der Empfang im „Goldenen Westen“? Auf einer Ausstellungsfläche von 450 Quadratmetern geben über 900 Exponate, darunter zahlreiche Originaldokumente, Fotografien, Gegenstände aus Marienfelde und von Flüchtlingen, vielseitige Einblicke in das

aufregende Kapitel der jüngeren ost- und westdeutschen Zeitgeschichte. Die Dauerausstellung setzt systematisch wichtige politische Entwicklungen mit persönlichen Erfahrungen der Flüchtlinge und Ausgereisten in Beziehung. Neben Einzelbiografien und Fallbeispielen, kommen in der Ausstellung an vielen Audio- und Videostationen Zeitzeugen zu Wort, denn Marienfelde ist für eine Menge betroffener Menschen ein ganz persönlicher Erinnerungsort. Auch Wilfried Seiring ist eine Vitrine in der Dauerausstellung gewidmet. Hier erfahren die Besucher unter anderem, welches Erlebnis ihn damals dazu bewog, den Entschluss zu fassen, aus der Heimat zu fliehen. Gegliedert ist die ständige Ausstellung, die sich vor allem an junge Menschen richtet, in sieben Themenbereiche. Jeder Themenraum bildet eine in sich geschlossene Sinneinheit, so dass einzelne oder mehrere Räume nach dem „Baukastenprinzip“ herauszulösen und je nach Fragestellung miteinander kombinierbar sind. Trotzdem fügen sich alle sieben Themenräume zu einem Gesamtzusammenhang. Eine original eingerichtete Flüchtlingswohnung mit Mobiliar aus dem 1950er Jahren ist ebenfalls zu besichtigen. Zusätzlich zur Dauerausstellung gibt es die Sonderausstellung „Risiko Freiheit – Flucht-


Berlin: Gedenkstätte vorgestellt

Kontakt Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde – Stiftung Berliner Mauer Marienfelder Allee 66/80 12277 Berlin Telefon 030 - 75 00 84 00 info-enm@stiftung-berliner-mauer.de www.notaufnahmelager-berlin.de

Fotos: © ENM – Andreas Tauber (3)

hilfe für DDR-Bürger 1961 - 1989“, die aufgrund des großen Interesses bis 26. Oktober 2015 verlängert wurde. „Im Jahr 2014 hatten wir in der Erinnerungsstätte über 15.000 Besucher“, erzählt Dr. Maria Nooke, die Leiterin der Einrichtung. „Davon sind rund die Hälfte Besuchergruppen und davon wiederum machen die Schülergruppen, die aus ganz Deutschland kommen, rund 70 Prozent aus.“ Um gerade auch Schulklassen zur aktiven Geschichtsaneignung zu bewegen, erarbeitete man unterschiedliche Bildungsangebote. Zum einen werden verschiedene Führungen geboten, mit einer Dauer von ca. 1,5 Stunden. Dabei begleiten geschulte Referenten, Historiker oder Politologen die Gruppe durch die Ausstellung und vermitteln nicht allein inhaltliche Zusammenhänge, sondern geben auch Einblicke in den Aufbau und das Konzept der Präsentation. Zum anderen können Zeitzeugengespräche mit ehemaligen DDR-Flüchtlingen gebucht werden. In diesen Gesprächen schildern die Betroffenen ihre individuellen

Erlebnisse, Erfahrungen und Erinnerungen. So hören die Besucher nicht nur spannende Fluchtgeschichten und erfahren vom oftmals schweren Neuanfang in der Bundesrepublik, sondern ihnen wird deutlich, dass hinter den anonymen Fluchtzahlen Schicksale stehen. Gewöhnlich dauern die Zeitzeugengespräche 1,5 Stunden. Darüber hinaus sind, weitgehend individuell gestaltbare, mehrstündige bis ganztägige Schülerprojektarbeiten möglich, wobei eine intensive Auseinandersetzung mit der Ausstellung und dem historischen Ort angestrebt wird. Einzeln oder in Kleingruppen wählen die Schüler selbstständig das Themenfeld ihres Interesses, über das sie anschließend ihren Mitschülern berichten. Ein Leseraum mit Handbibliothek und Medienarbeitsplatz sowie technisch entsprechend ausgestattete Seminarräume stehen den Schülern für diese Arbeiten zur Verfügung. In Kooperation mit der Gedenkstätte Berliner Mauer kann auch ein Projekttag stattfinden. Dabei haben die Schüler die Möglichkeit,

an einem Tag zwei zentrale Erinnerungsorte der deutschen Teilungsgeschichte zu besuchen. Beide Orte sind Teil der Stiftung Berliner Mauer. Die Gedenkstätte Berliner Mauer behandelt die Geschichte des Mauerbaus und die Folgen der Teilung und in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde stehen die Themen Flucht und Neuanfang im Vordergrund. Begleitend zur Sonderausstellung wird ein vierstündiger, theaterpädagogischer Workshop für Schulklassen und Jugendgruppen angeboten. Damit Lehrer die Erinnerungsstätte als außerschulischen Lernort entsprechend nutzen, möchte man diese mit Fortbildungsveranstaltungen und Materialien, wie einer Informationsmappe, unterstützen. Zum Inhalt der Mappe gehören unter anderem Informationen über Themen und Konzeption der Ausstellung sowie über museumspädagogische Programme und Materialien. Auch Anregungen für die Vor- und Nachbereitung eines Ausstellungsbesuches sind enthalten. Vor dem Besuch der Erinnerungsstätte ist eine rechtzeitige Abstimmung mit dem museumspädagogischen Team sinnvoll, damit man möglichst konkret auf individuelle Fragen oder Interessen eingehen kann.

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Berlin: Ausstellung vorgestellt

Streifzug durch die Welt eines Surrealisten

Berlinbesucher haben in „Dalí – Die Ausstellung am Potsdamer Platz“ die Möglichkeit, „Ihren Dalí“ für sich neu zu entdecken Für seine Werke fuhr er mit Dampfwalzen über Nähmaschinen, lies bei Happenings Bomben explodieren und feuerte mit historischen Musketen auf Lithosteine. Damit revolutionierte er nicht nur diese Techniken, sondern begründete ganz neue Stilrichtungen, wie den „Bulletismus“. Gemeint ist der Künstler Salvador Dalí, der am 11. Mai 1904 in Katalonien geboren wurde und am 23. Januar 1989 dort verstarb. Bekanntheit erlangte Salvador Dalí in erster Linie aber durch seine malerischen Arbeiten. Anerkennung bei Kunstexperten erreichte er vor allem mit seinem grafischen Werk und handwerklichen Können. In dem 1935 veröffentlichten Essay „Die Eroberung des Irrationalen“ schreibt er: „Die Tatsache, dass ich selbst im Moment des Malens meine eigenen Bilder nicht verstehe, heißt nicht, dass diese Bilder keine Bedeutung hätten; im Gegenteil, ihre Bedeutung ist dermaßen tief, komplex, zusammenhängend und unwillkürlich, dass sie sich der einfachen logischen Analyse entzieht.“ Berlinbesucher, die sich selbst ein Bild dieser Aussage machen möchten, haben in der Dalí Ausstellung am Potsdamer Platz in Berlin Gelegenheit dazu. Die Ausstellung im Herzen der Hauptstadt ist eine museale Dauerausstellung und inzwischen ein anerkanntes Kunstmuseum, welches die Werke des Ausnahmekünstler Salvador Dalí zeigt, der seine Arbeiten und sich selbst auf spektakuläre Weise inszenierte.

Fotos: © Dalí – Die Ausstellung am Potsdamer Platz (4)

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Eröffnung des Museums war am 5. Februar 2009. Passend zu Dalís 20.Todestag und in Erinnerung an 20 Jahre Mauerfall wurde dem spanischen Künstler, der es stets verstand, Mauern einzureißen, diese feste Einrichtung als Dauerausstellung an historischer Stelle gewidmet. Zuvor war die Ausstellung einige Jahre in Deutschland auf Tour. Die gute Resonanz der Besucher und die wachsende Nachfrage führten dazu, dass der Vertreter der Leihgeber und Initiator Carsten Kollmeier in der Kulturmetropole Berlin einen festen Ort für eine museale Dauerausstellung suchte und diesen in den Räumen am Leipziger Platz fand. Damit die Werke des Künstlers richtig zur Geltung kommen, werden sie auf über 1.400 Quadratmeter Fläche, verteilt über zwei Etagen, in offenen und dennoch in sich

Auge in Auge mit dem Meister

geschlossenen Räumen präsentiert. Zusätzlich stehen die modern und minimalistisch gestalteten Räume für Veranstaltungen zur Verfügung. So verbindet eine geschickt integrierte Veranstaltungsfläche, sowohl im Foyer als auch in der 1. Etage, die Kunst des Spaniers mit den ganz eigenen Veranstaltungsanlässen. Im Januar dieses Jahres wurde das Museum nach einer zwischenzeitlichen Schließung wegen Renovierungsarbeiten wieder eröffnet. „Es fand vor allem eine optische Auffrischung statt. Die Bilder wurden neu gehängt, Wände und Boden aufgefrischt“, berichtet Kurator Carsten Kollmeier. „Auch unser Klavier im Eingangsbereich des Museums wurde kurz zuvor erneuert. Wir haben einen eigens für das Museum angefertigten Flügel geschenkt bekommen. Im Sinne Sal-

Gabriele Frydrych hat es satt, dass Lehrer für alle Miseren verantwortlich gemacht werden. Sie rächt sich. Mit satirischen Texten. Und mit Erfolg: „Lehrer sind für mich die Helden des Alltags!“ Sagt Ex-Bundespräsident Köhler. Na also, geht doch. Gabriele Frydrych Die Dümmsten aus meiner Klasse sind Lehrer geworden!

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Berlin: Ausstellung vorgestellt

Kontakt Dalí Berlin Ausstellungsbetriebs-GmbH Leipziger Platz 7 10117 Berlin Telefon 0700 - 325 423 75 info@DaliBerlin.de www.daliberlin.de graphie mit dem Logo des Museums entsteht. Dabei erläutern sie die in der klassischen Moderne beliebte Technik, welche Dalí, wie so oft, in seiner paranoisch-kritischen Herangehensweise völlig revolutionierte und so den „Bulletismus“ begründete.

Das Foyer des Museums

vador Dalís wurde, nach dem Vorbild verschiedener seiner Werke, diese opulente Installation realisiert, mit einem Flügel, der auf dem Wasser zu schweben scheint und dem nebst einer Zypresse ein Quell entspringt.“ Aus einem Pool von über 2.000 Werken privater Sammlungen aus der ganzen Welt zeigen über 450 Exponate einen umfassenden Querschnitt vom experimentierfreudigen Schaffen des Künstlers. Zu sehen sind unter anderem Zeichnungen und Holzschnitte, illustrierte Bücher, Skulpturen, dreidimensionale Installationen sowie Arbeitsdokumente und Filmsequenzen. Dabei handelt es sich ausschließlich um Originale. „Ganz im Sinne Surrealismus für alle, haben nun alle Berlinbesucher die Möglichkeit, ihren Dalí für sich neu zu entdecken“, erzählt der Kurator. Um den Besuchern den Weg in diese außergewöhnliche Welt zu vereinfachen, stehen täglich sogenannte Dalí-Scouts bereit, die entweder die Besucher bei den ungefähr stündlich stattfindenden öffentlichen Füh-

rungen durch die Ausstellung geleiten oder als Ansprechpartner innerhalb der Ausstellung Fragen beantworten oder Anregungen geben.

Lithographie live erleben

Da es zum besseren Verständnis der Werke sinnvoll ist, die verschiedenen Techniken der Kunst, derer sich der Künstler bedient hat, zu kennen, bietet das Museum mit der LIVELithovorführung die Möglichkeit, in das Atelier des Künstlers einzutauchen. An der historischen Lithographiepresse, von ca. 1850, zeigen zwei in der Technik noch selbst aktive Berliner Künstler, wie die Litho-

Seit der Eröffnung des Museums sind fast eine Million Besucher Dalís Einladung „Come into my brain“ gefolgt. Zu den Ausstellungsbesuchern gehören auch Schulgruppen. „Wir haben Besucher und Schulklassen aus aller Welt“, informiert Carsten Kollmeier. „Das Bildungsangebot des Museums richtet sich an Schüler, die sich über die Kunst und die Kunsttechniken im Allgemeinen, die Kunst Dalís im Besonderen und den Surrealismus als Kunsttheorie informieren wollen“, so der Kurator. „Es gibt aber auch die Möglichkeit, vorab einige Wünsche zu äußern, um die Führung dementsprechend anzupassen, sei es nach Alter, Wissensstand oder Schwerpunktthema der Besucher.“

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Unterkünfte vorgestellt

Jedes Haus hat seine Besonderheiten

Die Bildungshäuser Marienburg in Rheinland-Pfalz und Haus Sonnental im Saarland sind zwei Einrichtungen des Bistums Trier Zum Bistum Trier, Abteilung Jugend, gehören verschiedene Bildungshäuser, darunter auch die Jugendbildungsstätte Marienburg und die Jugend- und Erwachsenenbildungsstätte Haus Sonnental. „Unsere Bildungshäuser eignen sich für Tagungen, Treffen und Freizeiten“, erklärt Roger Voigt, Geschäftsführer der Trägergesellschaft Bistum Trier. An historischem Ort befindet sich die Jugendbildungsstätte Marienburg, unweit der Stadt Zell. Hier, wo heute die Marienburg steht, befand sich bereits vor 1.000 Jahren eine Burg. Im Jahr 1146 erfolgte an gleicher Stelle die Gründung eines Klosters für adelige Augustinerinnen, welches 1515 vom Kurfürsten selbst, wegen „gelockerter Zucht der Chorfrauen“, aufgelöst und in eine Befestigungsanlage umgewandelt wurde. Französische Hilfstruppen zerstörten diese dann 1650. Zu einer Neuerbauung der Marienburg kam es im Barock. Nach dem Zweiten Weltkrieg verkaufte die letzte Besitzerin das ganze Anwesen mit der Kirchenruine an das Bistum Trier, um die Marienburg wieder einem sakralen Zweck zuzuführen. „Eine Jugendbildungsstätte gibt es hier seit 1952, mit der Aufgabe, eigene Maßnahmen in den Bereichen politischer, sozialer, religiöser und musisch-kultureller Jugendbildung anzubieten“, informiert Roger Voigt. Inzwischen kam ein Neubau dazu und von 2000 bis 2001 wurde das gesamte Anwesen renoviert.

Fotos: Trägergesellschaf t Bistum Tr ier TBT mbH (3)

Marienkapelle

Marienburg

Heute ist die Marienburg nicht nur ein Ort geschichtlicher Denkwürdigkeit, sondern ebenso ein Bauwerk von kunstgeschichtlichem Interesse, welches drei Baustile aufzeigt: das Landhaus stammt aus dem 12. Jahrhundert, der spätgotische Chor aus dem 15. Jahrhundert und das erhöhte Chormauerwerk, mit ovalen Fenstern, aus dem 18. Jahrhundert. Neben einer Jahrhunderte alten Geschichte ist auch die Lage der Marienburg auf dem Petersberg, einer Anhöhe in der Moselschleife von Zell und Kaimt, imposant. Zu Füßen des Petersberges fließt auf zwei Seiten die Mosel, die umgebenden Hänge werden für den Weinbau genutzt. Die Marienburg besteht aus einem Gebäudekomplex mit unterschiedlicher Nutzung, wobei die eigentliche Marienburg eine Kapelle ist, in welcher Gottesdienste stattfinden. Im sogenannten Altbau und im Neubau befinden sich die Tagungsräume und Übernachtungsmöglichkeiten der Jugendbildungsstätte. Insgesamt 116 Betten stehen den Gästen in Einzel-, Doppel- und Mehr-

Klassen - Projekt - Gruppenreise Erlebnispädagogik

bett-Zimmern mit verschiedener Ausstattung zur Verfügung. Zudem gibt es 3 rollstuhlgerechte Zimmer. Weiterhin sind ein Meditationsraum, ein Partykeller, ein Freizeitraum mit Tischtennis, Kicker und Airhockey, ein Riesentrampolin sowie ein Fernsehraum vorhanden. Auch gibt es Internetzugang. Die weitläufige Außenanlage bietet ausreichend Platz für diverse Spiele, und auch ein Grillplatz kann hier genutzt werden. „Unser Haus eignet sich vorrangig für Gruppen. Wir haben 11 Seminarräume mit entsprechender Tagungstechnik und einen Speisesaal für bis zu 120 Personen“, erzählt Hausleiterin Silke Heisig. Seit Juli 2008 leitet die 52-Jährige die Jugendbildungsstätte. Neun Mitarbeiter stehen ihr dabei zur Seite. Vorher war Silke Heisig 8 Jahre als Geschäftsführerin einer Tourist Information tätig. Bezüglich der Verpflegung erhalten die Gäste Vollverpflegung. Gekocht wird in einer

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Die Tiefenhöhle ist derzeit die tiefste für Besucher zugängliche Höhle Deutschlands. Durch gewaltige Schächte und große Hallen geht es bis in 55 Meter Tiefe. Das Höhlenkundliche Museum gibt einen Eindruck in die Höhlenkunde. Tiefenhöhle und Höhlenkundliches Museum bilden zusammen das Informationszentrum „Karstlandschaft und Höhle“, das weit über die Schwäbischen Alb hinaus einmalig ist.

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Unterkünfte vorgestellt

hauseigenen Küche für durchschnittlich für 60 bis 70 Gäste täglich. Dabei berücksichtigt man auch spezielle Wünsche bei Unverträglichkeiten. Für unterwegs sind Lunchpakete zubuchbar und auf Wunsch kann gegrillt werden. „Was Schulklassen betrifft, so sind bei uns 5. bis 9. Jahrgänge zu Gast“, so die Hausleiterin. „Fertige Programme für Schulklassen haben wir nicht, aber wir machen gern Vorschläge. „Die umliegende Mosellandschaft zum Beispiel, mit ihren reizvollen Winzerdörfern und Städten wie Cochem, Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach sowie die nahe gelegene Stadt Trier, bietet vielfältige Möglichkeiten für Ausflüge.“

Es war schon immer eine reine Jugendeinrichtung und wurde später zur Jugend- und Erwachsenenbildungsstätte mit heute 12 Tagungsräumen und insgesamt 114 Betten. Die Betten sind auf 46 Zimmer – Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmer – aufgeteilt. Von der Ausstattung her sind die Zimmer unterschiedlich, entweder mit dazugehöriger Dusche und WC oder mit den sanitären Anlagen auf den Fluren. Zwei Zimmer sind rollstuhlgerecht eingerichtet.

Im Landkreis Saarlouis, rund 25 Kilometer nordwestlich von Saarbrücken, liegt Wallerfangen, eine über 1.000-jährige Gemeinde inmitten der Natur und doch verkehrstechnisch gut zu erreichen. Etwa 2 Kilometer davon entfernt befindet sich die Jugend- und Erwachsenenbildungsstätte Haus Sonnental, auf einem ruhigen, parkähnlichen und von Wald umgebenen Gelände. „Wallerfangen und der Saargau sind das Tor zu einem der schönsten Naturparke Deutschlands, dem Saar Hunsrück, eine Naturlandschaft mit Wäldern, weitläufigen Streuobstwiesen, gemütlichen Gaudörfern und markanten Felsformationen aus Bundsandstein und Muschelkalk“, erzählt Margret Winter, die seit 17 Jahren Haus Sonnental leitet und sich gemeinsam mit 8 Mitarbeitern um das Wohl der Gäste kümmert.

„Unsere Tagungsräume für 5 bis 120 Personen verfügen über eine moderne Tagungstechnik und Ausstattung“, gibt die Hausleiterin Auskunft. „Durch die verschiedenen Möglichkeiten für Bildungs-, Tagungs- und Freizeitveranstaltungen eignet sich unser Haus besonders für Gruppen, wie Vereine, Organisationen oder auch Schulklassen. Letztere machen einen Belegungsanteil von etwa 20 Prozent aus. Die meisten Schulklassen kommen aus dem regionalen Umfeld, aber wir haben hier auch viele Gruppen und Schulklassen aus Frankreich.“

Das Haus, welches seit Beginn an zum Bistum Trier gehört, wurde 1950 erbaut, damals noch in kleinerer Ausführung, und in den folgenden Jahren ständig vergrößert.

In der Kirche der Bildungsstätte kann gebetet und gesungen werden, und Gruppen können hier ihre eigenen Gottesdienste gestalten.

Haus Sonnental

Kontakt Jugendbildungsstätte Marienburg Telefon 06542 - 93680 Jugend- und Erwachsenenbildungsstätte Haus Sonnental Telefon 06831 - 966830 www.tagen-bistum-trier.de Gästen, die im Haus Stille und Besinnung suchen, steht ein Meditationsraum zur Verfügung. Was die Verpflegung betrifft, so werden die Hauptmahlzeiten im Speisesaal eingenommen. Dieser bietet Platz für bis zu 120 Personen. „Gekocht wird in unserer eigenen Küche, wobei wir auch spezielle Essenswünsche, beispielsweise aufgrund von Allergien, berücksichtigen. Und auch Lunchpakete sind möglich“, berichtet Margret Winter. „Den Speiseplan erhalten unsere Gäste jeweils früh vorgelegt, damit sie sich ein Menü, vegetarisch oder nicht vegetarisch, aussuchen können. Auf diese Weise regeln wir, dass nicht allzu viel Essen übrig bleibt.“ Nach Absprache kann auch auf dem Außengelände gegrillt werden. Für die Freizeitgestaltung gibt es zwei Clubräume für 20 bis 60 Personen und im Freizeithaus im Garten können Kicker oder Air-Hockey gespielt werden. „Zum Wandern, Laufen und Radfahren findet man in der ländlichen Umgebung optimale Voraussetzungen“, so die Hausleiterin. „Auch nahe gelegene Städte, wie Luxemburg, Metz und Saarlouis, bieten vielfältige Möglichkeiten, den Aufenthalt zu bereichern.“

Feriendorf „Hoher Hain“ Schullandheimaufenthalte auch mit preisgünstigem Transfer Das Feriendorf „Hoher Hain“ befindet sich in ruhiger Lage am Stadtrand von Limbach-Oberfrohna. Wer Entspannung und aktive Erholung sucht, ist bei uns vollkommen richtig. Unsere Einrichtung bietet Unterbringung in renovierten, beheizten Bungalows, großflächige Sport- und Spielanlagen, Abenteuerspielplätze auf 100.000m², Tischtennishalle, Lagerfeuerplatz, moderne Sanitäranlagen, NEU: Die erste Discgolfanlage Sachsens!

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Programmanbieter vorgestellt

Abenteuer Höhe in verschiedenen Varianten

Waldklettergarten Banz (Bayern) und Indoor-Kletterturm „Alte Ölmühle“ Wittenberge (Brandenburg)

Der ehemalige Sport- und Geschichtslehrer Lutz Lange ist inzwischen Gesellschafter, Geschäftsführer und Betreiber verschiedener Einrichtungen im Freizeitbereich, darunter auch des Waldklettergartens Banz, sowie Eigentümer der „Alten Ölmühle“ Wittenberge und des dortigen Indoor-Kletterturms. Seit 2006 bietet der Waldklettergarten Banz Trainings, Events und Outdoor-Veranstaltungen. Das 14.000 Quadratmeter große Gelände, mit mehr als 50 verschiedenen Balancierund Kletterübungen, befindet sich oberhalb des berühmten Klosters Banz, eines ehemaligen Benediktinerklosters, das seit 1978 zum Gebiet der Stadt Bad Staffelstein nördlich von Bamberg gehört. Hier im Waldseilgarten führt der Weg bis 15 Meter in die Baumwipfel, und Seilrutschen bis zu 90 Meter Länge ermöglichen rasante Abfahrten. Die 5 Parcours, welche sich in Höhe und Schwierigkeitsgrad unterscheiden, sind der natürlich gegebenen Waldstruktur angepasst. „Zu unseren Besuchern zählen Einzelpersonen, Familien und Gruppen, wie Schulklassen“, erzählt der 51-jährige Lutz Lange, der gemeinsam mit Martin Lüders als Geschäftsführer der Einrichtung fungiert.

werk und wetterfeste Kleidung. Bevor es losgeht erhalten die Teilnehmer das entsprechende Material sowie eine intensive Einweisung. Zusätzlich zum Klettererlebnis werden im sogenannten Erlebnisbereich verschiedene weitere Aktionen – zu Land, zu Wasser und in der Luft – angeboten, wie beispielsweise Bogenschießen, Fackelwanderung, Geocaching, Drachenbootfahren, Kanufahren oder Seilbrückenbau. Diese Aktionen können einzeln oder als zugeschnittenes Paket gebucht werden.

Foto: © Freizeit GmbH Bad Staf felstein

Gegliedert ist das Gelände in einen Abenteuerbereich und einen Teambereich. Letzterer eignet sich ausschließlich für Gruppen ab 10 Personen. Im Teambereich können die Teilnehmer, aufgeteilt in kleine Gruppen und unter individueller Anleitung von Trainern, bis zu 5 verschiedene Einzelaufgaben lösen. „Dabei geht es um Teamfähigkeit, aber auch um Spaß und Nervenkitzel“, so Lutz Lange. Voraussetzung für einen Besuch im Waldseilgarten sind festes, geschlossenes Schuh-

Unser Schullandheim liegt in Hoisdorf in der Nähe Hamburgs. Es ist an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden und liegt in herrlicher Natur. Das große Gelände lädt ein zu Sport und Bewegung. In zwei Gruppenräumen steht ein Klavier zum Musizieren bereit. Die beiden Häuser bieten einen einfachen Standard. Bis zu 73 Gäste können beherbergt werden. Die Heimeltern stehen ihnen mit gutem Essen und Rat und Tat zur Verfügung. Web: www.slh-hoisdorf.de Email: info@slh-hoisdorf.de Klassenfahrten Magazin Heft 3/2015

Außerdem befinden sich auf dem Gelände eine Naturkegelbahn sowie eine Bocciabahn und es gibt eine Waldschänke. In der Waldschänke, mit 50 Sitzplätzen innen und 50 Sitzplätzen auf der Terrasse, erhalten die Besucher Brotzeiten, Snacks, Kuchen oder Getränke. Auch die Umgebung der Kletteranlage hat einiges zu bieten: zum Beispiel Bad Staffelstein - die historische Stadt am Obermain – mit ihrem berühmten Sohn Adam Riese, das „Staffelsteiner Dreigestirn“ mit dem Staffelberg, Kloster Banz und die Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen. Im Sommer lädt der mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnete Badesee in Bad Staf-


Programmanbieter vorgestellt

Kontakt Waldklettergarten Banz Telefon 09573 - 22 25 70 www.waldklettergarten-banz.de Indoor-Kletterturm „Alte Ölmühle“ Telefon 03877 - 56 79 94 45 http://oelmuehle-wittenberge.de weitere, mit einer Länge von 45 Metern, in 13 Meter Höhe. Hinunter kommt man an dem Speichergebäude per Krampensteig und mithilfe außen angebrachter Ölfässer. Foto: © Freizeit Park GmbH Wittenberge

felstein zum Baden ein, und unabhängig von der Witterung kann ein Freizeitbad besucht werden.

man 10 Meter in die Tiefe tauchen kann, und ein Kletterturm: der Indoor-Kletterturm „Alte Ölmühle“.

Ein eher ungewöhnliches Klettererlebnis, bei welchem seit 2012 zwischen denkmalgeschütztem Industriegemäuer geklettert werden kann, gibt es im brandenburgischen Wittenberge, einer Stadt an der Elbe, auf halber Strecke zwischen Berlin und Hamburg. Hier befindet sich, direkt an der Elbe, ein riesiges Fabrikareal, dessen verbliebene Gebäude aufgrund ihrer besonderen Architektur seit 1992 unter Denkmalschutz stehen. Dieses Gelände einer ehemaligen Ölmühle erwarb Lutz Lange 2007. Als erstes erfolgte der Ausbau des mächtigen Speichers zu einem Tagungszentrum. Gemeinsam mit seinen Partnern hat der gebürtige Perleberger 5,2 Millionen Euro in den Ausbau der Alten Ölmühle gesteckt. Er bezeichnet es als sein Lebenswerk.

In dem 100 Jahre alten achteckigen Turm wurde an neun Masten ein Hochseilgarten gebaut, mit 20 Elementen auf zwei Ebenen. Es gibt je 10 Stationen, welche sich in 6 und 11 Metern Höhe befinden. Besucher, die nicht hoch hinaus möchten, können sich im unteren Teil des Kletterturms beschäftigen. Hier befinden sich unter anderem 3 Teamelemente, eine Riesenwippe, eine Flying Bridge, eine Riesenleiter, eine Hangelleiter in 2,50 Meter Höhe und eine Slackline.

Aus zwei riesigen Ölspeichertürmen entstanden schließlich ein Tauchturm, in dem

„Ein besonderes Erlebnis ist der gesicherte Aufstieg in die Spitze des Kuppeldaches auf 17 Meter Höhe“, informiert Lutz Lange. „Zusätzlich gibt es einen Seilrutschenparcours über das Freigelände zu den alten Speichergebäuden der Ölmühle.“ Eine Seilrutsche, mit einer Länge von 36 Metern, startet in 8 Meter Höhe und eine

Am südöstlichen Stadtrand von Berlin direkt am Peetzsee befindet sich unser Haus für Kinder- und Jugendfreizeiten. In ruhiger Umgebung bieten wir ganzjährig 68 Betten und vielfältige Freizeit- und Sportmöglichkeiten für Schul-, Vereins- oder Familienveranstaltungen. FERIENLAND E.V. „HAUS FÜR KINDER- UND JUGENDFREIZEITEN“ Luisenstr.12/13 15537 Grünheide OT Alt-Buchhorst Tel. 03362/6172 Fax 03362/500876 info@ferienland-gruenheide.de www.ferienland-gruenheide.de

„Unser Indoor-Hochseilgarten kann bei jedem Wetter genutzt werden. Er erfüllt die Europäischen Sicherheitsstandards, und die Betreuung erfolgt durch ausgebildetes Personal“, so Lutz Lange. „Gurte und Helme können vor Ort ausgeliehen werden.“ Klettern im Kletterturm ist maximal 3 Stunden möglich. Auf Wunsch gestaltet man für Schulklassen aber auch individuelle Tagesprogramme oder mehrtägige Aufenthalte mit Übernachtung, Verpflegung und Rahmenprogramm. Diesbezüglich besteht eine Kooperation mit einem Jugendgästehaus. Und in der wärmeren Jahreszeit stehen zudem Blockhütten am Strandbad Friedensteich, einem Freibad am Stadtwald, als Nachtquartier zur Verfügung. Bei mehrtägigen Aufenthalten ergänzen beispielsweise Besuche der Phänomenta oder der Prignitzer Badewelt das Klettererlebnis. Außerdem können in Wittenberge das Eisenbahnmuseum oder das Stadtmuseum besucht werden. Dieses befindet sich in der Alten Burg, dem ältesten Wohnhaus der Stadt.

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Insgesamt 14 Zimmer mit 68 Betten 3 Gruppenräume für 30-60 Personen Eigene Küche kocht leckere Hausmannskost Großzügige Außenanlage für diverse Spielmöglichkeiten, große Sonnenterrasse, Grill- und Lagerfeuerplatz, Volleyballplatz, eigene Badestelle mit Bootssteg, Ruderboote, Sauna, Tischtennisplatten Herzliches Personal Individuelle Absprachen und Programmgestaltung möglich Gute Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz

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Schauwerkstatt vorgestellt

Reise zu den „kleinen schwarzen Kegeln“

In Sehmatal-Neudorf im Erzgebirge (Sachsen) erfahren Schulklassen in der Schauwerkstatt „Zum Weihrichkarzl“ Wissenswertes über die Räucherkerzenherstellung Gemahlene Holzkohle, gekochte Kartoffelstärke und natürliche Duftstoffe sind die Zutaten für die kleinen schwarzen Kegel. Dabei werden die ersten beiden Bestandteile wie beim Plätzchenbacken gemischt und geknetet, bis ein ausrollbarer Teig entsteht. Anschließend kommen natürliche, gemahlene Duftstoffe hinzu, wie beispielsweise Weihrauchharz, Sandelholz oder Lavendelblüten. Dann werden aus der Masse kleine Kegel geformt und trocknen gelassen, und fertig sind die Räucherkerzen oder Räucherkegel, die im Erzgebirge unter der Bezeichnung Weihrichkarzl bekannt sind. Sie werden vor allem zur Weihnachtszeit abgebrannt, um im häuslichen Umfeld verschiedene Düfte zu verbreiten, und sind aus dem weihnachtlichen Brauchtum nicht mehr wegzudenken. Diese traditionelle Handwerkskunst kann in der Räucherkerzenmanufaktur „Zum Weihrichkarzl“ im sächsischen Neudorf im wahrsten Sinne des Wortes hautnah erlebt werden. Neudorf gehört zur sächsischen Gemeinde Sehmatal im Erzgebirgskreis, welcher nahezu das gesamte sächsische West- und Mittelerzgebirge umfasst. „Mein Großvater, Kurt Huß, hat den Grundstein zu unserem Unternehmen gelegt. Um sich in wirtschaftlich schwieriger Zeit ein karges Zubrot verdienen zu können, begann er im Winter 1928/29, nebenberuflich und im Kreise seiner Familie, Räucherkerzen aus feiner Holzkohle und natürlichen Harzen in Handarbeit herzustellen“, berichtet Jürgen Huß, sein Enkelsohn. „Nachdem seine in den 1950er Jahren gegründete Räucherkerzenfabrik mit dem Tod meines Großvaters 1970

Fotos: Fa. Jürgen Huss (4)

geschlossen werden musste, setzte mein Vater Siegfried die Tradition als nebenberufliches Handwerk fort, trotz Mangelwirtschaft und Engpässen.“ Jürgen Huß gründete nach dem Mauerfall, Anfang der 1990er Jahre, erneut die Firma HUSS Räucherkerzenherstellung. „Nach wie vor in der guten Tradition stehend, feine Räucherkerzen aus natürlichen Rohstoffen herzustellen, versuche ich als gelernter Maschinenbauer ständig neue Wege zu beschreiten.“ So etablierte sich ab Mitte der 1990er Jahre nach und nach eine weitere Produktlinie. Dabei handelt es sich um Gebrauchsgegenstände in Miniatur, wie kleine Töpfe, Pfannen, Öfen, Herde, Pyramiden, Kannen und Lokomotiven – allesamt in aufwendiger

Handarbeit, mit Liebe zum Detail und aus Stahlblech, gefertigt. Diese Produkte wurden vor allem zum sicheren Abbrennen der Räucherkerzen entwickelt. „Sie gewährleisten aber ebenso einen sorgenfreien Umgang mit anderen Duftspendern, wie ätherischen Ölen oder Naturharzen“, erklärt der Geschäftsführer. In der Räucherkerzenmanufaktur erfolgt jedoch nicht nur die Herstellung der Produkte, sondern Jürgen Huß öffnet sein Reich auch für Besucher und bietet diesen, in stilechter Umgebung, erzgebirgische Tradition und Geschichte zum Anfassen. Seit 2007 wird in der Schauwerkstatt „Zum Weihrichkarzl“ die (Familien-) Geschichte der Räucherkerzenherstellung anschaulich erzählt. Die Schauwerkstatt befindet sich in einem liebevoll restaurieren Dreiseitenhof mit kleiner Parkanlage. Dieser Gebäudekomplex im Ortskern von Sehmatal-Neudorf wurde ca.

Kontakt „Zum Weihrichkarzl“ Karlsbader Straße 189 09465 Sehmatal-Neudorf Telefon 037342 - 149390 laden@juergen-huss.de www.weihrichkarzl.de Klassenfahrten Magazin Heft 3/2015


Schauwerkstatt vorgestellt

heute faszinierend“, erläutert Jürgen Huß. „Manch alter gelernter Sprengler kann davon noch erzählen. Wir wollen aber nicht nur erzählen, sondern zeigen, wie viele Gebrauchsgegenstände aus Metall von Hand auf einer Drückbank gefertigt werden können.“ Gruppen, wie Schulklassen, haben die Möglichkeit, auf dem Gelände Speisen und Getränke zu verzehren. Eis kann immer gekauft wer-

1865 als Forstamt mit Scheune und Stallungen erbaut. Jürgen Huß kaufte den Dreiseitenhof dann im Jahr 2001 vom Land Sachsen. „Damals waren die Bausubstanz und die Außenanlage ziemlich marode“, beschreibt er den ehemaligen Zustand. „Bei dem grundlegenden Um- und Ausbau haben wir dann großen Wert darauf gelegt, die typische Gestaltungsform zu erhalten und Neues mit Altem in Einklang zu bringen.“ In der Schauwerkstatt sind die Besucher zu Gast bei Großvaters „Karzlherstellung“ und können selbst aktiv werden. Gruppen von zehn bis dreißig Personen erfahren in einem interessanten Vortrag viel über die Bestandteile, Gewürze und Düfte der zur Adventszeit so beliebten Räucherkerzchen. Informationen gibt es auch darüber, wie einfache Menschen während der langen Wintermonate im Erzgebirge, in Heimarbeit, mit der Herstellung der Räucherkerzen begonnen haben. Ebenso wird Wissenswertes zur Entwicklung dieses Familienunternehmens erzählt. Nach der Theorie, die in einem großen Veranstaltungsraum vermittelt wird, geht es in die Schauwerkstatt. Hier, im urigen Werkstattflair, tauchen die Besu-

den. Die Besucher haben diesbezüglich die Auswahl aus vielen unterschiedlichen Eissorten. „Unser Eis wird jeweils individuell, vitaminreich und frisch zubereitet“, informiert der Geschäftsführer. Verschiedene Informationen zu den Angeboten und zum Unternehmen sind auf dessen Internetseiten zu finden. Für einen Besuch mit der Schulklasse ist eine Voranmeldung erforderlich.

cher ein in eine besondere Welt, eine historische Welt, denn die Herstellung erfolgt immer noch wie zu Großvaters Zeiten. Alle Teilnehmer werden mit einer schwarzen Schürze ausgestattet und dürfen nun aus dem „Teig“ eigene Räucherkerzchen herstellen: große und kleine, dicke und dünne. Die mit den Händen geformten Räucherkerzen-Unikate erhalten die Teilnehmer, in einem kleinen Faltkarton, mit nach Hause. Nach dem bis zu zwei Stunden dauernden Programm gibt es noch die Gelegenheit, im KarzleLaden verschiedene Produkte zu kaufen. „Unsere Stärke bei den Räucherkerzen besteht in wenig Rauch und feinem Duft“, versichert Jürgen Huß. „Die Räucherkerzen sind zwar immer schwarz, da sie aus feiner Holzkohle bestehen, aber die geruchsneutral verglimmende Holzkohle ermöglicht ein effektives Freisetzen der wertvollen Duftstoffe.“ Neben der Präsentation der Räucherkerzenherstellung will man außerdem ein altehrwürdiges Handwerk vorstellen: das Metalldrücken. „Dieses Handwerk hat sicher seine Glanzzeit schon hinter sich, ist aber bis

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Gedenkorte vorgestellt

Orte mahnender Vergangenheit Gedenkstättenbesuche – ihre Bedeutung für Gegenwart und Zukunft Gedenkstätten sind Friedhöfe und Orte des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, sie sind aber auch Archive und zeitgenössische Museen, die den aktuellen Stand der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus beziehungsweise dem KZ-System dokumentieren. Somit stellen sie auch dem rechtsextremen Geschichtsrevisionismus und seiner Verharmlosung des NSStaats solides „Gegen-Wissen“ entgegen. Gerade für Jugendliche in der heutigen Zeit ist es wichtig, mit dem wohl traurigsten Kapitel deutscher Geschichte konfrontiert zu werden und daraus zu lernen. Je länger jedoch die Zeit der Nazi-Herrschaft zurückliegt, desto schwieriger wird es, besonders Jugendlichen diese Zeit und deren Folgen näherzubringen. Damit diese Vergangenheit heute und auch noch in der Zukunft nicht verdrängt wird, ist vor allem der pädagogische Bereich gefordert, zum Beispiel in Form von Gedenkstättenbesuchen mit der Schulklasse. Durch das intensive Erleben vor Ort können sich die Jugendlichen stark auf die Geschichte einlassen. Es wird ermöglicht, einzelne Schicksale zu verfolgen und in der Masse der Opfer die einzelnen Menschen zu erkennen. Bei der Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus geht es nicht darum, die Vergangenheit zu bewältigen. Das ist gar nicht möglich, da man die

Foto: Peter Hansen, Gedenkstätte Buchenwald

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Vergangenheit nicht nachträglich ändern oder ungeschehen machen kann. Doch wenn man vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird man blind für die Gegenwart. Die Erinnerung an die Unmenschlichkeit soll vor erneuter Ansteckungsgefahr schützen. Wichtig sind unsere heutige Gesellschaft und unsere tagtäglichen Verhaltensmuster. Es geht um eine Selbstreflexion mit „geschichtlichem Blick“, mit dem Wissen um die Möglichkeit des Verlustes jeder zivilisatorischen Sicherheit. Im Mittelpunkt eines solchen Bildungsprozesses steht in erster Linie nicht die Frage, wie man sich im Nationalsozialismus verhalten hätte, sondern die Frage nach dem heutigen Verhalten. Warum nehmen es viele hin, dass in dieser Gesellschaft Menschen ausgegrenzt werden? Warum

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schweigen viele zu den Menschenrechtsverletzungen, zu den kleinen und größeren Übeltaten der heutige Zeit? Die Botschaft, welche die Jugendlichen nach einem Besuch einer Gedenkstätte, außer dem Tatsachenwissen, mitnehmen sollen, besteht auch in der Ermutigung zu Zivilcourage und Solidarität und in der Mahnung zur Wachsamkeit, schon bei ersten Anzeichen von Verbrechen nicht wegzuschauen. Mit einem Gedenkstättenbesuch sollte das Thema aber nicht abgeschlossen, sondern die Beschäftigung damit ein weiterführender Prozess sein. Daher ist eine gute Vorbereitung eines Besuches und anschließende

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Gedenkorte vorgestellt

Auf drei dieser Gedenkstätten soll hier, beispielhaft für die anderen, etwas konkreter eingegangen werden. KZ-Gedenkstätte Dachau (Bayern): In Dachau wurde am 22. März 1933, wenige Wochen nachdem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt worden war, ein Konzentrationslager für politische Gefangene errichtet. Es diente als Modell für alle späteren Konzentrationslager. Hier und in zahlreichen Außenlagern waren in den zwölf Jahren deren Bestehens über 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert, 41.500 wurden ermordet. Amerikanische Truppen befreiten die Überlebenden am 29. April 1945. Im Jahre 1965 wurde die KZ-Gedenkstätte Dachau am Ort des ehemaligen Konzentrationslagers eröffnet. Die Originalgebäude des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes, das Jourhaus (Torgebäude), der ehemalige Bunker (Lagergefängnis) und die beiden Krematorien sind erhalten, zwei Baracken wurden für die Gedenkstätte rekonstruiert. Von 1996 bis 2003 wurde eine Ausstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers Dachau,

mit dem Leitmotiv „Der Weg der Häftlinge”, geschaffen. Die pädagogischen Angebote der Bildungsabteilung umfassen geführte Rundgänge für Gruppen und Schulklassen, Halbtagesseminare, Tagesseminare, archivpädagogische Angebote, einen Workshop sowie Materialien zur Vor- und Nachbereitung. Führungen dauern etwa zweieinhalb Stunden und sind in verschiedenen Sprachen möglich. Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (Brandenburg): Ab November 1938 ließ die SS in dem preußischen Dorf Ravensbrück das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet errichten. Und im Jahre 1939 wurden die ersten 1.000 weiblichen Häftlinge aus dem KZ Lichtenburg nach Ravensbrück verlegt, 1941 gliederte man dem Frauen-KZ ein Männerlager an. Das so genannte „Jugendschutzlager Uckermark“ für junge Frauen und Mädchen entstand 1942 in unmittelbarer Nachbarschaft. Zu dem rund 170 Hektar umfassenden Gesamtgelände des KZ Ravensbrück gehörte auch eine Wohnsiedlung der SS. Zwischen 1939 und 1945 sind ungefähr 132.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 Jugendliche als Häftlinge registriert worden. Sie stammten aus über 40 Nationen. Zehntausende wurden ermordet, starben an Krankheiten, Hunger oder den Folgen pseudomedizinischer Experimente.

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Aufarbeitung notwendig. Denn nur so ist mit einem „moralischen Impuls“ zu rechnen, der bei den Jugendlichen zu Lernprozessen führt, die sich auf das Verhalten auswirken. Gedenkstättenbesuche vom Charakter eines einfachen Wandertages sind weitgehend wirkungslos. Von den heutigen Jugendlichen kann die Distanz zu dem Geschehen der NS-Zeit nur überwunden werden, wenn sie spüren, dass sie durch die Geschichte der Gedenkstätten in ihrem eigenen gegenwärtigen politischen Bewusstsein berührt werden.

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Die Rote Armee befreite am 30. April 1945 das Konzentrationslager Ravensbrück mit den ca. 2.000 dort zurückgelassenen Kranken. 1959 wurde die „Nationale Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück“ als eine der drei nationalen Gedenkstätten der DDR eingeweiht. --> weiter auf S. 34

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Inserentenverzeichnis, Impressum

Mit ihren Ausstellungen und einem breiten Führungsangebot sowie zahlreichen Einund Mehrtagesprogrammen versteht sich die Gedenkstätte als außerschulischer Ort historisch-politischer Bildung. Gedenkstätte Buchenwald (Thüringen): Das Konzentrationslager Buchenwald wurde im Juli 1937 auf dem Ettersberg bei Weimar in Thüringen errichtet. Vorgesehen war es zunächst für politische Gegner des Naziregimes, so genannte Asoziale, Juden, Zeugen Jehovas und Homosexuelle. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden zunehmend Menschen aus anderen Ländern nach Buchenwald verschleppt. Von 1937 bis 1945 waren insgesamt über 250.000 Menschen im KZ auf dem Ettersberg und seinen 136 Außenlagern inhaftiert. Davon starben über 56.000 Menschen an Folter, medizinischen Experimenten und Auszehrung. Über 8.000 sowjetische Kriegsgefangene wurden in einer eigens errichteten Tötungsanlage erschossen. Im April 1945 erreichen die Amerikaner Buchenwald und seine Außenlager, welches am Ende des Krieges das größte KZ im Deutschen Reich war.

Einen Tag nach der Befreiung des KZ Buchenwald besichtigte Dwight D. Eisenhower, der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte, das Außenlager Ohrdruf und schrieb später in seinen Memoiren: “… als ich zum ersten Mal ein so unbestreitbares Zeugnis für die Unmenschlichkeit der Nazis und dafür vor Augen hatte, dass sie sich über die primitivsten Gebote der Menschlichkeit in skrupelloser Weise hinwegsetzten … Nichts hat mich je so erschüttert wie dieser Anblick.“

das Krematorium, das Desinfektionsgebäude und das Kammergebäude zu besichtigen. Außerdem gibt es verschiedene Dauerausstellungen. Die Bildungsarbeit der Gedenkstätte beinhaltet Führungen in verschiedenen Sprachen, ganztägige und mehrtägige Veranstaltungen sowie Workcamps.

Bei einem Gedenkstättenbesuch in Buchenwald sind beispielsweise der Arrestzellenbau im Torgebäude, die Häftlingskantine,

Das Betreuungsangebot für Gruppen richtet sich vorrangig an Schulklassen ab 9. Klasse, die im Rahmen des Schulunterrichts ihren Gedenkstättenbesuch vorbereitet haben.

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Impressum Klassenfahrten Magazin ISSN 1611-4124

Mediadaten: Die Mediadaten sind auf den Internetseiten des Magazins zu finden.

Herausgeber: Verlag K. Mickel Katrin Mickel und Lutz Alke GbR Bahnhofstraße 19 02692 Obergurig Telefon 03591 - 30 49 94 Fax 03591 - 318 96 83 eMail: verlag@klassenfahrten-magazin.de Internet: www.klassenfahrten-magazin.de

Druckerei: Dierichs Druck + Media GmbH & Co KG

werden nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr veröffentlicht. Für die eingesandten Texte und Fotos wird das Urheberrecht des Einsenders vorausgesetzt. Bei Nichterscheinen in Folge höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Lieferung oder Rückzahlung des Bezugspreises. Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Mit Ausnahme der gesetzlich zugelassenen Fälle bedarf eine Verwertung des Inhaltes der Zustimmung der Redaktion. Dies gilt sowohl für die Zeitschrift als Printerzeugnis, als auch für die Vorstellung der Zeitschrift im Internet. Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos wird keine Haftung übernommen.

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Chefredaktion: Tel. 03591 - 30 49 94 Katrin Mickel Satz und Layout: Lutz Alke Anzeigenverwaltung: Lutz Alke Klassenfahrten Magazin Heft 3/2015

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Erscheinungsweise und Preis: Das Klassenfahrten Magazin erscheint vierteljährlich und ist auch im Abonnement erhältlich. Jahresabonnement: 8,00 EUR inklusive Mwst. und Versandkosten (Einzelpreis 2,50 EUR), im Ausland zzgl. Versandkosten. Bestellungen sind zu richten an: Verlag K. Mickel GbR eMail: abo@klassenfahrten-magazin.de Namentlich ausgewiesene Beiträge liegen in der Verantwortlichkeit des Verfassers. Alle Nachrichten

Termine Heft 4/2015: Redaktionsschluss/Anzeigenschluss: Erscheinungstermin:

09.10.2015 20.11.2015

Fotos: Ardean R. Miller, U.S. Signal Corps, 18. Apr il 1945. National Archives, Washington; Gedenkstätte Buchenwald

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Klassenfahrten Magazin Heft 3/2015

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Klassenfahrten Magazin Heft 3/2015  

Zeitschrift für Lehrer zum Thema Klassenfahrten und Projekttage

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