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Gemeindebrief des katholischen Kirchengemeindeverbandes Benrath-Urdenbach Ausgabe 08 Ostern 2019

FISCHERBRIEF Vom mutig sein


Inhalt

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05 – 09

Titelthema „Mutig sein“ – geistlich betrachtet

40 – 43 40 – 43

Kirchenmaus Vom Mut, Fehler zuzugeben

10 – 31 11 12 – 14 15 16 – 18 19 20 – 21 22 – 23 24 – 25 26 – 27 28 – 29 30 31

Geschichten Vom Mutig sein Hilf mir, es selbst zu tun Sind Sie mutig? Alt werden ist nichts für Feiglinge Zur Firmung braucht man Mut Wage den Sprung And the Oscar goes to... Lese- und Hörtipps Jedes Bild für 80 Mark Ein Leuchten des Himmels Was heißt hier eigentlich „mutig sein...“ Schützenbruderschaft St. Cäcilia

44 – 47 44 45 46 47

Gemeindeleben Karneval im Cäcilienstift Dekoration gerettet Vorschulkinder ganz groß Gegenbesuch im Kinderhaus Gelbes Ampellicht Märchen mit Happy End Palestrina-Medaille verliehen Seniorenkreises St. Cäcilia

34 – 37 34 – 35 36 – 37

Menschen Ein wahrer Menschenfreund Mein Projekt: Die Petrus-Novelle

38 – 39 38 – 39

Ausflugstipps Endlich Osterferien - Was tun?

48 – 51 Termine 48 St. Cäcilia und Herz Jesu 49 Beichtgelegenheiten 50 Gottesdienste 51 Ostergottesdienste 52 – 55 Wichtige Kontakte 55 Impressum


Liebe Leserin, lieber Leser! „Nur Mut“ steht auf einem kleinen Kreuz zum Anstecken, dass ich vor mehr als 30 Jahren vom damaligen Erzbischof von Köln, Josef Kardinal Höffner, geschenkt bekommen habe. „Vom mutig sein“ steht auf dem Titel des Fischerbriefes zu Ostern, den Sie in der Hand halten. Aber was hat unser Titel mit Ostern zu tun? Das Gegenteil von Mut ist Angst, oder um in der Sprache unseres Fischerbriefes zu bleiben, „ängstlich sein“. Wovor habe ich Angst? In einer repräsentativen Umfrage einer großen Versicherung wurden die Deutschen nach ihren Ängsten befragt. Die Angst vor Terror, aber auch die Angst davor, im Alter pflegebedürftig zu sein, werden da genannt. Dass Zuwanderung unser Land überfordert und dass die Politik Donald Trumps die Welt gefährlicher macht, sind auch häufig benannte Punkte. Es spielen auch Ängste vor Arbeitslosigkeit oder schwerer Krankheit eine Rolle. Angst, was ist das eigentlich? Ein Psychologe hat mir einmal gesagt: Unsere Angst sei am Ende immer die Angst vor dem Tod. In den Urzeiten der Menschheit musste man befürchten, zum Beispiel von einem Säbelzahntiger gefressen zu werden. Diese Angst sei geblieben, nur zeige sie sich beim modernen Menschen viel differenzierter. Auch für den Philosophen Martin Heidegger ist die Angst eine Grundbefindlichkeit, in der das Dasein auf sich selbst zurückgeworfen wird. Darin eröffne sich der Existenz ihre Endlichkeit und ihre Nichtigkeit, denn der Mensch empfinde sein Dasein als "Sein zum Tode". Da ist was dran. Wenn ich darüber nachdenke, wird mir klar, dass auch meine


Titelthema

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Ängste ihren Grund in der Angst vor dem Tode haben. Gottseidank darf ich Ostern feiern! Wir Christen glauben daran, dass Jesus Christus durch seinen Tod am Kreuz und durch seine Auferstehung aus dem Grab den Tod ein für alle Mal besiegt hat und uns ewiges Leben schenkt. Wir brauchen keine Angst mehr vor dem Tod zu haben. Diese Grundüberzeugung lässt unser „mutig sein“ in einem neuen und anderen Licht erscheinen. Wir können uns unseren großen und kleinen Ängsten stellen und da, wo es geht, durch unser Sprechen und Handeln so manche Angst besiegen. Unser Thema als Christen ist eben nicht die Angst, sondern der Mut zum Leben, der seinen Grund in der Feier des Osterfestes hat. Leben in Fülle. Das hat uns Jesus Christus versprochen. Und dieses Leben wird uns allen zu Ostern neu geschenkt. „Nur Mut“, das wünsche ich Ihnen und Euch zum kommenden Osterfest! Und vielleicht hält unser Fischerbrief so einiges bereit, das Mut macht und im „mutig sein“ bestärken kann. Ihr und Euer Pastor Thomas Jablonka

Erst wenn die Mutigen klug und die Klugen mutig geworden sind, wird das zu spüren sein, was irrtümlicherweise schon oft festgestellt wurde: ein Fortschritt der Menschheit. Erich Kästner


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„Mutig sein“ – geistlich betrachtet

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Ein Text von Pastor Thomas Jablonka

Die Bibel hilft, wenn es darum geht, als Pastor etwas zum Thema „mutig sein“ zu sagen. So dachte ich mir und war erst einmal überrascht. Nur ein einziges Mal nimmt Jesus im Evangelium das Wort Mut in den Mund: im Johannesevangelium, in den sogenannten Abschiedsreden. Die Abschiedsreden sind so etwas wie ein geistliches Testament, die letzten Worte, die Jesus seinen Jüngern mit auf den Weg gibt. Und da steht es „In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.“ ( Joh. 16, 33) Die Bibelwissenschaft


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erkennt in dem Wort „Bedrängnis“ die konkrete Situation der Gläubigen zur Zeit des Evangelisten Johannes. Ausgrenzung, Verfolgung und auch der Tod kennzeichnen die Lage der frühen Christen. Dagegen steht das Wort Jesu, dass er den Grund aller menschlichen Angst überwunden hat. Jesus ist der Auferstandene, der Sieger über den Tod. Die Macht der Welt, die Todesmacht, ist besiegt. Habt Mut! Dieses einzige Wort vom Mut bei Jesus ist also ein österliches Wort. Es passt in die Zeit, in der wir Christen uns auf Ostern freuen. Österliche Menschen sind mutige Menschen. Es braucht heute Mut, in der Kirche zu sein Mutige Menschen treffe ich jeden Tag. Überall gibt es mutige Menschen, die sich einsetzen, für andere da sind und sich Idealen verpflichtet sehen. Auch dieser Fischerbrief ist voll von mutigen Menschen. Das ist großartig. Heutzutage ist es aber auch mutig, überhaupt noch in der Kirche zu sein. Es ist mutig, offen seinen Glauben zu zeigen. Es ist mutig, sich in der Kirche zu engagieren. Gar nicht so wenige tun das. Und das ist bemerkenswert; denn der Blick auf die Kirche macht viele heute eher mutlos. Ihr Mut wird aufgefressen von persönlichem und institutionellem Versagen in unserer Kirche, das an ganz vielen Stellen öffentlich zu Tage tritt. Es macht Tag für Tag mutloser, immer wieder davon zu hören, was an schrecklichen Dingen in unserer

Weiter und vielleicht sogar neu mutig den Weg in der Kirche gehen.

Kirche geschehen ist und immer noch geschieht. Die Begriffe Missbrauch, Gewalt, Vertuschung usw. beschreiben nur unzureichend die Situation der Menschen, denen in der Kirche, oder durch Menschen der Kirche, in so unglaublicher Art und Weise Leid zugefügt wurde. Keine Frage: Hier ist nicht nur die aufrichtige Bitte um Vergebung notwendig, sondern geschehenes Unrecht muss, wenn es überhaupt möglich ist, wieder gut gemacht werden. Vielen erscheint fragwürdig, ob so manche Äußerungen von Kirchenmännern in der zur Recht geführten Diskussion über die Ursachen und den Umgang mit dieser erschreckenden Realität hilfreich sind. Manchem kommt das vollkommen unverständlich vound an der Wirklichkeit vorbei. Auch hier gilt, dass die einfachen Erklärungen und Schuldzuweisungen nicht automatisch die richtigen sind. Für das verbrecherische Handeln von Personen oder auch das Versagen Einzelner in der Aufarbeitung der schrecklichen Geschehnisse gibt es die unterschiedlichsten Gründe und Ursachen. Das Thema „Macht“ spielt aber anscheinend eine Schlüsselrolle, wenn es um das Versagen der Institution Kirche geht. Wer hat die Macht und warum? Wie geht jemand mit seiner Macht um?


Titelthema

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Welche Rolle spielt die Verteilung von Macht in unserer Kirche? Macht nur im Sinne Jesu gebrauchen Mir kommt die Ansprache unseres emeritierten Papstes Benedikt XVI., die er im September 2011 in Freiburg zum Abschluss seines Deutschlandbesuches hielt, in Erinnerung. Den meisten ist bestimmt in Erinnerung, dass Benedikt von der Entweltlichung der Kirche sprach. „Muss die Kirche sich nicht ändern? Muss sie sich nicht in ihren Ämtern und Strukturen der Gegenwart anpassen, um die suchenden und zweifelnden Menschen von heute zu erreichen?“ Und weiter stellte er fest: „Durch die Ansprüche und Sachzwänge der Welt aber wird dies Zeugnis immer wieder verdunkelt, werden die Beziehungen entfremdet und wird die Botschaft relativiert.“ Kann es sein, dass hier von Benedikt neben vielem anderen auch der allzu weltliche Umgang mit Macht in der Kirche gemeint war? Es scheint so, dass manche in unserer Kirche ihre Macht über andere nicht im Sinne der Botschaft Jesu gebrauchen, sondern nach den Machtvorstellungen dieser Welt. Nicht das göttliche Gebot der Liebe ist hier bestimmend, sondern die weltliche Idee des rücksichtlosen Egoismus. Missbraucher: nicht Botschaft Jesu verdecken Benedikt sagt „Der christliche Glaube ist für den Menschen … ein Skandal. Dass der ewige Gott

sich um uns Menschen kümmern, uns kennen soll, … dass der Unsterbliche am Kreuz gelitten haben und gestorben sein soll, dass uns Sterblichen Auferstehung und Ewiges Leben verheißen ist – das zu glauben ist für die Menschen allemal eine Zumutung. Dieser Skandal … ist leider gerade in jüngster Zeit überdeckt worden von den anderen schmerzlichen Skandalen der Verkünder des Glaubens. Gefährlich wird es, wenn diese Skandale an die Stelle des primären ‚skandalon‘ des Kreuzes treten und ihn dadurch unzugänglich machen, also den eigentlichen christlichen Anspruch hinter der Unbotmäßigkeit seiner Boten verdecken.“ Das stimmt! Wie schwer fällt es uns heute, über den Glauben zu sprechen und Zeugnis dafür abzulegen, wenn so vieles andere den Blick darauf verstellt. „Um ihrem eigentlichen Auftrag zu genügen, muss die Kirche immer wieder die Anstrengung unternehmen, sich von dieser ihrer Verweltlichung zu lösen und wieder offen auf Gott hin zu werden… Eine vom Weltlichen entlastete Kirche vermag … den Leidenden, … die besondere Lebenskraft des christlichen Glaubens zu vermitteln.“ Es lohnt sich, diese Worte Benedikts weiter zu denken. Die Frage nach dem richtigen Gebrauch und dem Verständnis von Macht scheint bei den entscheidenden Menschen in der Kirche angekommen und steht auf der Agenda des Papstes und der Bischöfe. Mir persönlich macht das Mut und ich hoffe, vielen anderen auch. Mutig unseren Weg weiter gehen Es ist schon mutig, heute in der Kirche zu sein. Aber nicht aus dem Mut der Verzweiflung, sondern aus dem Mut, den uns Jesus selber zuspricht. „In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.“ Für den Glaubenden ist die Auferstehung Jesu eine Quelle des Mutes und der Hoffnung. Insofern hoffe ich auf viele, die mit anderen zusammen und auch mit mir den Mut nicht verlieren, sondern weiter und vielleicht sogar neu mutig ihren Weg in der Kirche gehen.


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Geschichten

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„Vom Mutig sein“ lautet der Titel des aktuellen Fischerbriefs. Doch was ist das eigentlich: Mut, mutig sein? Jede Menge Fragen, die sich auftun beim Auseinandersetzen mit einem so oft benutzten Wort. Das ist gut so. Die Beispiele in diesem Fischerbrief möchten aufzeigen, wie unterschiedlich der Begriff ausgelegt werden kann.


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Vom Mutig sein. Begriff, der vielfältig interpretiert werden kann.

„Vom Mutig sein“ lautet der Titel des aktuellen Fischerbriefs. Doch was ist das eigentlich: Mut, mutig sein? Der Duden definiert es so: eine „Fähigkeit, in einer gefährlichen, riskanten Situation seine Angst zu überwinden; Furchtlosigkeit angesichts einer Situation, in der man Angst haben könnte; [grundsätzliche] Bereitschaft, angesichts zu erwartender Nachteile etwas zu tun, was man für richtig hält“. Das zeigt schon mal ziemlich eindrucksvoll, wie vielschichtig dieser Begriff interpretiert werden kann. Den „einen Mut“ gibt es also nicht. Und was ist mit Worten wie „Übermut“, „Langmut“ „Demut“, „Gleichmut“ oder „Unmut“? Ist Letzteres das Gegenteil von Mut? Oder trifft das eher auf Worte wie „Angst“ oder „Verzagtheit“ zu? Jede Menge Fragen, die sich auftun beim Auseinandersetzen mit einem so oft benutzten Wort. Das ist gut so. Die Beispiele in diesem Fischerbrief möchten aufzeigen, wie unterschiedlich der Begriff ausgelegt werden kann. Dass Mut nicht nur denen zusteht, die Fallschirmspringen als ihr Hobby bezeichnen oder die jede Tiefschneeabfahrt außerhalb der markierten Skipisten bevorzugen. Mut steckt in jedem von uns – oftmals sind es dann die „stillen Helden“. Die hinschauen, statt wegzuschauen. Die im Kleinen helfen. Die ihr Schicksal, eine Krankheit oder ihr Alter annehmen, ohne davor zu kapitulieren. Die mutig auf ihre Mitmenschen zugehen, auch auf die Gefahr hin, abgewiesen zu werden. Die Aufzählung könnte noch ziemlich lang weitergeführt werden… Der Fischerbrief mit seinem Titel „Vom mutig sein“

möchte dazu einladen, sich vom Mut der anderen anstecken zu lassen. Den eigenen Mut zu entdecken und zuzulassen – im Alltag eines jeden. Mut ist nicht immer laut und unüberhörbar. Sondern leise und erst beim genauen Hinsehen bemerkbar. Und vielmals hat Mut einen sehr starken Partner – nämlich Gottvertrauen. Annette Stolz


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Hilf mir, es selbst zu tun. Vom Mut, seinem Kind etwas zuzutrauen.

Mut und Selbstvertrauen wünschen sich Eltern für ihre Kinder. Doch wie wird der Nachwuchs mutig? Marianne Koschek, langjährige Leiterin des Montessori-Kinderhauses an der Südallee, und Anne Kricheldorf, Gemeindereferentin und verantwortlich für die Erstkommunionvorbereitung, bringen es auf eine einfache Formel – wenn auch nur auf den ersten Blick: Mutige Kinder brauchen mutige Eltern. Was bedeutet das konkret? Koschek: „Mut können Eltern und auch Großeltern ihren Jungen und Mädchen vorleben: indem sie ihnen mehr zutrauen. Ein gewisser Anteil Mut ist Babys sicherlich in die Wiege gelegt. Besonders

wissbegierig zu sein, immer Sachen ausprobieren zu wollen, das ist von Natur aus gegeben. Doch als nächstes kommt das Entwickeln von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl als Basis für Mut. Und dazu können Eltern jede Menge beitragen. Wichtig ist, die Kinder zu motivieren, Dinge selbst zu tun, sich trauen, etwas auszuprobieren.“ Es ist also nicht besonders förderlich, den Kindern alles abzunehmen, alles für sie regeln zu wollen? Dabei meinen die Eltern es dabei bestimmt nur gut. Koschek: „Nein, das tut den Kindern in ihrer Entwicklung absolut nicht gut. Ein wichtiger Leitsatz aus der Montessori-Pädagogik ist ‚Hilf mir, es selbst zu tun‘. Das erfordert dann von den Eltern Mut: dem Kind etwas zuzutrauen, etwas allein zu machen. Nicht einzuschreiten und zu helfen. Selbst, wenn das Ergebnis dann nicht perfekt ist. Solche


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Situationen sind für die Erwachsenen dann oft nicht einfach auszuhalten.“ Stichwort Perfektion. Machen sich Eltern oftmals zu viel Druck, weil ihre Kinder perfekt sein sollen? Damit sie die beste Vorbereitung auf eine gute Zukunft haben? Koschek: „In der Tat. Eltern müssen den Mut haben, dazu zu stehen, dass ihr Kind nicht perfekt ist. Und den Mut, es so sein zu lassen, wie es ist. Das hat dann noch den wunderbaren Nebeneffekt, dass das Kind selbst mutig wird. Weil es sich angenommen fühlt.“ Kricheldorf: „Eltern müssen sich von vorn herein klar werden, welche Werte sie ihren Kindern vermitteln wollen. Auf dieser Basis müssen sie ihren Kindern einen sicheren Rahmen geben, in dem

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die Kinder Fehler machen dürfen. Wir lernen aus Fehlern. Und wenn die in dem sicheren Rahmen stattfinden, passiert auch nur begrenzt etwas. Die Kinder müssen sich aber auf diesen Rahmen, quasi ihr doppeltes Netz, verlassen können. Sie lernen dabei auch, die Konsequenzen ihres Handelns zu tragen und Verantwortung dafür zu übernehmen.“ Es ist aber doch ziemlich schwer durchzuhalten, in der heutigen oft so perfekt aussehenden „heilen“ Welt zu Fehlern zu stehen? Koschek: „Wir müssen den Mut haben, Fehler nicht als Makel zu sehen. Es stimmt, das ist in unserer heutigen Zeit schwer, in der oft immer alles toll sein muss und der Rest verschwiegen wird. Aber


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wir müssen den Mut haben, uns die Freiheit rauszunehmen, wir selbst zu sein.“ Kricheldorf: „Ich mache die Erfahrung bei der Erstkommunionvorbereitung, dass kaum noch ein Kind sich meldet, wenn jemand einen Text vor der Gruppe vorlesen oder beispielsweise im Gruppenspiel den St. Martin darstellen soll. Ich ermutige die Kinder dann, auch mal zu riskieren, Fehler zu machen. Auch wenn die anderen Kinder das dann mitbekommen. Das ist nicht schlimm. Diese Aufgabe müsste viel stärker vom Elternhaus übernommen werden.“ Was raten Sie Eltern noch? Koschek: „Sich einmal ganz klar zu machen: Sie sind als Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Das ist ihre Kernaufgabe – und nicht die des Chauffeurs, des Nachhilfelehrers oder des besten Freundes des eigenen Kindes. Und: Wir sollten wieder mehr auf unser Bauchgefühl achten und das machen, was wir für richtig halten und von

dem wir meinen, dass es der Familie gut tut. Und dem Kind Zeit zum Spielen geben – und nicht von einem Termin zum nächsten hetzen.“ Das Gespräch führte Annette Stolz

Als Buchtipp hält Marianne Koschek noch folgenden Titel bereit: „Die Wiederentdeckung der Kindheit – Wie wir unsere Kinder glücklich und lebenstüchtig machen“ von Michael Winterhoff. (Gütersloher Verlagshaus).


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Am 4. und 5. Mai 2019 ist Kirchenvorstandswahl in unseren beiden Kirchengemeinden St. Cäcilia in Benrath und Herz Jesu in Urdenbach. Mutige Menschen wollen gerne etwas bewegen. Auch das geht in den beiden Kirchenvorständen unserer Gemeinden. Wie das konkret geschieht? Der Kirchenvorstand trägt aktiv Sorge für die Einrichtungen (z. B. Kirche, Kindergarten, Pfarrheim oder Friedhof ), die Immobilien und das Vermögen einer Kirchengemeinde. Er beschließt und verantwortet den Haushalt einer Kirchengemeinde. Er ist Dienstgeber für alle Angestellten und verantwortlich für deren Auswahl. Er unterstützt die Seelsorge durch Entlastung von Verwaltungsaufgaben. Haben Sie Interesse oder Fragen? Melden Sie sich bei Pfarrer Thomas Jablonka oder dem Wahlausschuss. Mutige Menschen haben immer eine Wahl. Damit unsere Kirchenvorstände arbeiten können, brauchen sie Unterstützung. Eine hohe Wahlbeteiligung zeigt, dass die Arbeit in den Gremien wertgeschätzt ist und von unseren Gemeinden mitgetragen wird. Mutige Menschen wählen ihren Kirchenvorstand. Seien Sie dabei! Ob als Kandidatin oder als Kandidat, ob als Wählerin oder Wähler bei der

Kirchenvorstandswahl am 4. und 5. Mai 2019! Weitere Informationen finden Sie im Internet: www.erzbistum-koeln.de/kirche_vor_ ort/service_pfarrgemeinden/rendanturen_und_service_kirchengemeinden/ kirchenvorstand/


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Alt werden ist nichts für Feiglinge. Gespräch mit Pflegedienstleiterin Katja Burchardt.

Die amerikanische Schauspielerin Mae West hat diesen, nun schon fast zu einem geflügelten Wort gewordenen Satz geprägt: "Alt werden ist nichts für Feiglinge." Auch die Autobiographie von Blacky Fuchsberger trägt diesen Titel. Das da was dran ist, kann Katja Burchardt in ihrem Alltag immer wieder erleben. Sie ist Pflegedienstleiterin des ambulanten Pflegedienstes careteam in Urdenbach. In ihrer täglichen Arbeit hat sie viel, aber nicht nur, mit alten Menschen zu tun. Gemeinsam ist ihren Kunden, dass sie pflegebedürftig sind und Unterstützung benötigen. Wann ist man alt? Aber wann ist man alt? Schwer zu beantworten, meinte die 41jährige. Heute finden sich ja viele Ausdrücke für alte Menschen: Best Ager, SilverAger, Oldies, 55+, Junggebliebene – es gibt zahlreiche, eher beschönigende Ausdrücke. Vielleicht geht es aber am ehesten um eine Haltung, meint Burchardt. Jeder legt im Grunde für sich persönlich fest, wann er sich alt fühlt. Manches geht natürlich schon mit über 40 nicht mehr so gut wie vor zehn bis 20 Jahren, lacht sie mit Blick auf sich selbst. Als anderes Beispiel nennt sie eine 105-Jährige, die sie im vergangenen Jahr noch in Urdenbach betreut hat und sie sich noch gar nicht alt fühlte.

Verlust der Selbständigkeit Grundsätzlich, so Burchardt, gehe Altwerden, wie sie es in ihrem Berufsalltag erlebt, mit einem Verlust der Selbständigkeit einher. Hier erfährt sie, dass es immer viel Mut bedeutet, sich selbst einzugestehen, dass man nicht mehr alles allein schafft und dass man sich Hilfe holen muss. Allein, sich dieses Eingeständnis zu machen, bedeutet für ganz viele Courage aufzubringen. Das fängt bei den kleinsten Dingen schon an: dass jemand körperlich eingeschränkt ist und sich nicht mehr so versorgen kann, wie er oder sie es immer selbst gemacht hat. Oft erlebt Burchardt, dass auch der Verlust der Mobilität ein heftiger Schritt ist. Gerade Männer tun sich hier schwer, wenn sie nicht mehr Autofahren können oder den Führerschein abgeben müssen. Das wird dann als großer Einschnitt in die Persönlichkeit erfahren. Wer aber nicht mehr so mobil ist, verliert zum Beispiel auch schneller Kontakte und kann rascher vereinsamen. Hier wird gut deutlich, dass Altwerden viele Komponenten in physischer, aber auch psychischer und sozialer Hinsicht hat. Und dabei haben alte wie junge Menschen das Bedürfnis, sich sowohl geistig als auch körperlich zu betätigen und am sozialen Leben teilzunehmen. Das Beste aus seinen Möglichkeiten machen Burchardt erzählt von einer alten Dame, die ihr gesagt hat, der Satz vom Altwerden und den Feiglingen, sei wirklich wahr. Burchardt werde das


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noch am eigenen Leib erleben. Dass sie jeden Tag mit pflegebedürftigen Menschen zu tun hat, empfindet die Pflegedienstleiterin durchaus auch als Anfrage an sich selbst und ihr Umgehen mit dem eigenen Altwerden. Sie erlebt Menschen, die immer noch versuchen, ihr Leben in die Hand zu nehmen, trotz aller Einschränkungen. Sie sagen sich: „Ich bin noch hier, ich bin ein Mensch und ich versuche das Beste aus meinen verbliebenen Möglichkeiten zu machen.“ Dann erlebt sie aber auch die anderen, die sich nicht darauf einlassen können und eher in Lethargie verfallen, sich nutzlos und wertlos fühlen. Gut alt werden Gut alt zu werden hat viel mit der Lebensgeschichte der Betroffenen zu tun. Wie hat jemand gelebt?

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Was hat er oder sie für ein Umfeld gehabt? Gibt es Kinder, die sich kümmern können und wollen? Hat jemand Hobbies und Kontakte gepflegt? Das alles können im Alter Kraftquellen sein, die Mut geben, den verbleibenden Lebensabschnitt noch zu gestalten und anzugehen. Burchardt: „So wie ich mich quasi vorher auf eine Schiene gesetzt habe, so geht es auch im Alter weiter.“ Vorbild im Alter In ihrer eigenen Familie, bei ihrer Mutter, hat Burchardt erlebt, dass es bereits viel Mut und Kraftanstrengung erfordern kann, den Übergang


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vom Berufsleben zum Rentnerinnendasein gut zu bewältigen. Sich selbst im Leben wieder sortieren, aus der gewohnten Arbeitstaktung heraustreten, das kann halt sehr schwer sein. Aber hier ist wichtig, sich der Situation zu stellen und nicht in die Angst hineinzugehen. Was kann ich aktiv tun, um meinen Befürchtungen zu begegnen? Wer so gelernt hat, an Dinge heranzugehen, kann auch mit den Schwierigkeiten, die das weitere Altwerden mit sich bringen, ganz anders umgehen. Aktuell ist beim careteam eine 67-Jährige neu eingestellt. Sie war bereits in Ruhestand, konnte sich aber nicht vorstellen, nicht mehr arbeiten zu gehen und hat sich beworben. Sie möchte gerne in

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der Pflege ihre Lebenslust und ihre Motivation an andere ältere Menschen weitergeben. Für sie ist das Weiterarbeiten eine Möglichkeit, sich ihre Aktivität zu erhalten. Das, was sie noch an Energie hat, will sie nicht verpuffen lassen. Ein Vorbild, dem nicht jeder folgen kann, das aber einen Denkanstoß geben kann. Häufig hört Burchardt von den zu Pflegenden den Satz: „Altwerden, das ist nicht schwer. Aber alt sein, das ist schwer.“ Nein, ein Feigling darf man im Alter nicht sein, aber wie sagte Arthur Schopenhauer: „Die ersten 40 Jahre unseres Lebens liefern den Text, die folgenden 30 den Kommentar.“ Ulrike Longerich

Den Pflegedienst careteam gibt es in Urdenbach seit 1993. Er ist in den Räumen der alten Urdenbacher Post in der Kammerathsfeldstraße beheimatet. Als sogenannte Quartierspflege versucht man, wie früher die Gemeindeschwester, den Bereich Urdenbach abzudecken. Weg von der lediglich von der Zeit diktierten ambulanten Pflege, geht es um eine Bezugspflege.


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Zur Firmung braucht man Mut. Es lohnt sich.

Jugendliche aus St. Cäcilia und Herz Jesu bereiten sich derzeit auf ihre Firmung vor. Gehört Mut dazu, sich als junger Mensch auf seine Firmung einzulassen? Für den Fischerbrief haben einige Firmlinge Antworten auf diese Frage gegeben. - Es gehört Mut dazu, sich firmen zu lassen, da man vor seinen Freunden seinen Glauben vertritt und weil man den Anspruch hat, seinen eigenen Glauben zu vertiefen. - Es ist mutig, sich firmen zu lassen, da sich gerade in der heutigen Zeit immer mehr Menschen vom Glauben /der Kirche abwenden. Wir im Gegenteil bekennen durch unsere Firmung unseren Glauben entgegen der gesellschaftlichen Entwicklung. Dazu braucht es für mich ohne Zweifel Mut. Es lohnt sich allerdings auch.

- Ich vermute, man braucht Mut, da man es ohne die Eltern entscheide kann, ob man es tun möchte oder nicht. Dazu gehört sehr viel Mut, da einige sich eingeschränkt fühlen, wenn die Eltern dagegen sind.


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Wage den Sprung. Schweden - Schären, Elche und etwas Heimweh.

Katharina Ihle, die alle nur Kathi nennen, hat sich getraut. Nein, sie ist nicht bei einem Bungee-Jump von einer Brücke gesprungen oder die schwarze Skipiste runtergerast. Sie hat ein halbes Jahr in Südschweden verbracht. Warum das viel mit Mut zu tun hat, erzählt die 16-Jährige dem Fischerbrief. FB: Kathi, du hast im vergangenen Sommer einen ungewöhnlichen Schritt gemacht. KI: Ja, ich habe mich entschlossen, für ein halbes Jahr nach Schweden zu gehen und habe da bei einer Gastfamilie in Göteborg gewohnt und bin dort auch auf eine schwedische Schule gegangen. FB: Das ist ja an sich noch nichts Ungewöhnliches. Viele gehen im zehnten Schuljahr für eine Zeit ins Ausland. Was war bei dir anders? KI: Ich war vorher allerdings noch nie in Schweden und konnte außer „Hallo“ kein Wort Schwedisch. FB: Warum ausgerechnet Schweden? KI: Ich wollte immer schon mal nach Skandinavien. Das hat mir immer gut gefallen, auch wenn ich fast nichts darüber wusste. Amerika, wo ja viele aus meiner Stufe hingegangen sind, das hat sich nicht richtig angefühlt. Und ja, Schweden, das hat gepasst. Das war eher so eine intuitive Entscheidung. FB: Wo kam deine Motivation zu diesem Schritt her? KI: Ich hab‘ mir einfach gedacht, wenn ich das jetzt

nicht mache, dann werde ich mich immer ärgern, dass ich es nicht gemacht habe und immer überlegen, ob das nicht doch ganz toll geworden wäre. FB: Wo hast du den Mut hergenommen? Du warst selbst noch nie da, kanntest keinen, der schon mal so einen Austausch gemacht hat, konntest die Sprache nicht… KI: Da war nicht immer nur Mut. Ich muss schon sagen, ich hatte irgendwann auch Angst davor und war mir zwischenzeitlich nicht mehr ganz so sicher, ob ich das auch machen will. Meine Eltern haben sich dann auch mit mir zusammengesetzt und mich gefragt, ob ich mir wirklich sicher bin. Sie haben mir im Vorfeld die Möglichkeit gegeben, das Ganze immer noch abzusagen. Sie haben wohl gemerkt, dass ich zwischenzeitlich nicht mehr ganz so überzeugt war. Und dann war ich auch komplett verwirrt, aber habe mir dann gedacht, dass ich es machen muss, um es nicht zu bereuen später. Ich glaube,


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der Gedanke hat mir Mut gemacht. Ich habe mir gedacht, „Wage den Sprung!“. Das war dann einfach in mir drin. FB: Wie sah das dann in Schweden aus? KI: Es war toll. Alles hat gepasst, und ich war wirklich froh dort zu sein. Aber gegen Ende Oktober hatte ich nach zweieinhalb Monaten schon so eine Phase von Traurigkeit und großem Heimweh. Da bin ich dann auch mal einen Tag einfach nicht in die Schule gegangen. Meine Gastfamilie war aber supernett und hat mich unterstützt. Da waren zwei Gastschwestern, 15 und 17 Jahre alt, mit denen ich mich gut verstanden habe. Die kommen mich auch in diesem Sommer in Urdenbach besuchen. FB: Du hast ja durchaus deine Komfortzone Zuhause verlassen. Hat sich die erweitert? Bist du durch deinem Schwedenaufenthalt mutiger geworden? KI: Ja, das würde ich auf jeden Fall sagen. Ich habe bei mir selbst gemerkt, dass ich viel offener geworden

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bin. Wenn ich zum Beispiel irgendwo hingehe, wo ich noch nie war, z. B. zu einer Party. Da war ich vorher eher zögerlich und jetzt denke ich: Komm, mach das einfach. Es wird bestimmt ganz toll. Ich bin viel positiver und aufgeschlossener geworden. FB: Steckt in jedem etwas Mutiges? KI: Ich habe mich vorher nie als mutigen Menschen gesehen. Es geht meiner Meinung darum, einfach was zu machen und sich zu trauen. Wie sagt man: Über den eigenen Schatten springen. Mir hat das sehr geholfen und mich weitergebracht. Ja, in jedem steckt etwas Mutiges. Das ist es. Das Interview mit KathI führte Ulrike Longerich


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And the Oscar goes to... Erneute Auszeichnung beim Wettbewerb "Pfarrbrief des Jahres".

Große Freude beim Redaktionsteam des "Fischerbriefs": Das zweimal jährlich erscheinende Pfarrmagazin des Katholischen Kirchengemeindeverbandes Benrath-Urdenbach (KKBU) erreichte beim Wettbewerb "Pfarrbrief des Jahres" des Erzbistums Köln Platz zwei. Sieger wurde das Magazin "civitas" der Katholischen Kirchengemeinde St. Clemens und Mauritius in Köln. Platz drei ging an das Magazin "Doppelpunkt" der Katholischen Kirchengemeinde St. Mauritius und Heilig Geist in Meerbusch. Das Team aus Benrath/Urdenbach kam bereits zum zweiten Mal hintereinander bei dem Wettbewerb auf das Podium. Im vergangenen Jahr erhielt es den Sonderpreis für das gelungene Layout des "Fischerbriefs". Diesmal ging diese Auszeichnung an das Magazin "Einblick" des Katholischen Kirchengemeindeverbandes Frechen. Die Prämierung nahm Generalvikar Dr. Markus Hofmann vor. Er machte die Ehrung durch perfekt

zelebriertes Öffnen der Umschläge so spannend, dass sich die Teilnehmer kurzfristig wie in Hollywood bei den Oscars fühlten. Stellvertretend für die gesamte Redaktion erhielten Ulrike Longerich, Karin Unterstenhöfer-Müller, Wolfgang Schürmeyer und Annette Stolz den Preis. "Durchdachte Publikation" Insgesamt hatten sich 46 Pfarrbriefredaktionen aus dem Erzbistum dem Urteil der Jury gestellt. Diese hebt in ihrer Laudatio den ansprechenden Inhalt und die Klarheit der Gestaltung des "Fischerbriefs" hervor. "Die Redaktion des Fischerbriefs beweist durch die exzellente Akquise und Auswahl von Beiträgen, dass Pfarrbrief und Gemeinde eng miteinander verbunden sind. Eben diese Verbundenheit stellt sich im Zusammenspiel von Inhalt und Gestaltung dar: Die ungewöhnliche Papierauswahl, ein reduziertes Layout, zeitgemäße Fotografie und emotionale Inhalte zeichnen ein modernes und sympathisches


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Foto: Erzbistum Köln/Hirschbeck

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Bild von Kirche, Glauben und Gemeindeleben", so die Jury. Eingereicht zum Wettbewerb hatte der KKBU die Weihnachtsausgabe 2018. In der Begründung für die Auszeichnung heisst es weiter: "Besonders die feinfühligen Geschichten über Menschen aus der Gemeinde und die schlüssige Umsetzung von Standardinhalten werden von der Jury honoriert. Dass die Redaktion auf der Titelseite des Pfarrbriefs mit dem Schwerpunktthema "Leib und Seele" nach Zimt riechende Duftfarben einsetzt, krönt die durchdachte Publikation." "Wir freuen uns natürlich sehr über den Erfolg. Er ist nicht nur Anerkennung unseres ehrenamtlichen Engagements, sondern auch ein großer Ansporn für unsere weitere Arbeit", erklärte Schürmeyer. Zur Redaktion gehören neben den vier Geehrten auch Christel Arndt, Claudia Hubert-Banowski, Elisabeth Lipp und Ursula Meyers. Die leuchtend

blaue Auszeichnung für den Fischerbrief wird im Pfarrhaus einen Ehrenplatz erhalten. Vor der Preisverlehung hielt Dr. Werner Kleine, Leiter des Arbeitsfelds "Kommunikation, Dialog, Öffentlichkeit" des Pastoralen Zukunftswegs in Köln, einen Impulsvortrag. In seiner mitreißenden Ansprache ermutigte er dazu, den Blick auf eine andere Kirche, auf andere Zielgruppen und auf andere Orte lebendiger Kirche zu wenden. Annette Stolz

Generalvikar Dr. Markus Hofnann (von links) mit Ulrike Longerich, Karin Unterstenhöfer-Müller, Annette Stolz und Wolfgang Schürmeyer.


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Vom Mut – zum Lesen und Hören. Pfarrbücherei in der Urdenbacher Dorfstraße hat viel Auswahl.

Was ist mutig? Nun, Mut ist vielfältig. Was für den einen Mut braucht, ist für den anderen leicht zu bewältigen. Mut braucht Selbstvertrauen, Mut schafft aber auch Selbstvertrauen, macht stark und befreit. Mut braucht es, zu unbekannten Zielen aufzubrechen, sei es aus Abenteuerlust oder Notwendigkeit. Mut braucht es aber auch, mal nicht mutig zu sein. Leben braucht Mut - Lebensmut. Und sollte dieser (Lebens-)Mut mal verloren gehen, braucht man Freunde, die einem helfen, die zu einem stehen. Zu all diesen (mutigen) Lebenssituationen gibt es - auch bei uns in der Pfarrbücherei in der Urdenbacher Dorfstraße - spannende, berührende, lustige, Mut machende Bücher. Sowohl als Bilderbücher, Kinderbücher, als auch als Romane, Sachbücher und Hörbücher.

Mut ist der e t Hut. u e H tbarer h ren, ic s n t verlie n. h mein u ic n h e nn ic passier Den ka nichts ir m n so kan

Eine kleine Auswahl an Bilderbüchern möchte ich kurz vorstellen: - Da ist zum Beispiel der kleine Spatz, dessen drei Freunde bereits ihren Mut bewiesen haben. Er aber entschließt sich zu einem anderen Weg, wird dann aber dennoch von seinen überraschten Freunden bejubelt: „Ja, das ist Mut!" („mutig,mutig" von Lorenz Pauli und Kathrin Schärer) - Oder Ringo Rabe, der nicht dem Bild eines Raben entspricht. Er zeigt kein Interesse, fliegen zu lernen, er mag nicht krächzen, aber er ist mutig genug, sein Nest und seine Familie zu verlassen, um seinen Lebenstraum zu verwirklichen. ( „Rabe traut sich was" von Henning Löhlein und Manfred Mai) - Für Rudi, der letztendlich neuer Knappe des Ritters Götz von Grützwurst wird, reicht es allein schon, keine Angst vor Spinnen zu haben, um der Mutigste aller Knappen-Bewerber zu sein. („Götz von Grützwurst und der Mutigste von allen" von Barbara Rose und Sascha Morawetz) - Manchmal braucht man aber auch Freunde, um mutig sein zu können und Ente vor dem unheimlichen Monster unter ihrem Bett zu retten. Allein

Der Löwe in mir ist ein sch üchternes Tier. Immer, w enn ich m ich etwas brüllt er m trau, utig „Mia u!"


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ist es manchmal auch zu gefährlich und ganz schön schwer. ( „Wir sind der Schrecken aller Monster" von Norbert Landa undTim Warnes) - Nach und nach wird auch die ängstliche Elise mutiger und ihr Leben wieder bunter. Dabei hilft ihr der Besuch des kleinen Emil. ( „Der Besuch“ von Antje Damm) - Viel Mut beweist auch Pitzi, als er zum Apfelsaft holen in den Keller muss. Aber er schafft es, und das macht ihn stark und selbstbewußt, wenn auch atemlos. ( „Apfelsaft holen" von Thomas M.Müller) - Ein weiteres Bilderbuch berichtet von Malala, einem sehr mutigen Mädchen , das schon mit elf Jahren in Pakistan für die Rechte von Mädchen kämpft und dafür von den Taliban angeschossen wird. Doch sie überlebt und kämpft weiter für die Rechte aller Kinder. Dafür ist sie 2014 sogar mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. („Malala für die Rechte der Mädchen" von Raphaele Frier und Aurelia Fronty) - Manchmal muss aber auch der Leser/Zuhörer selbst mutig sein. So etwa in dem Bilderbuch, das von dem Monster erzählt, das sich mit Messer und Gabel zu dir (dem Zuhörer) auf den Weg gemacht hat, um dich „zerqui-qua-quetscht auf einem warmen Toast mit Butter" zu verspeisen. ( „Auch Monster müssen schlafen" von Ed Vere)

Auch für Erwachsene gibt es reichlich Literatur, die von mutigen, ängstlichen, über sich hinauswachsende Menschen erzählen/berichten. Wir zeigen sie Ihnen gerne bei einem Besuch in der Bücherei! Mir bleibt jetzt nur noch der eine Wunsch: Seien Sie mutig und besuchen Sie uns. Nach Ostern, also nach Erscheinen dieser Ausgabe , werden wir im Schaufenster Bücher zu dieser Thematik ausstellen. Wir wünschen Ihnen allen ein schönes Osterfest Marita Speckamp für das Bücherei-Team

Die Pfarrbücherei in der Urdenbacher Dorfstraße 12 hat folgende Öffnungszeiten: mittwochs und freitags von 16 bis 17 Uhr sowie sonntags von 10.30 bis 12.30 Uhr.


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Jedes Bild für 80 Mark. 93-jährige Künstlerin erinnert sich an Entstehung des Kreuzweges.

Wir begegnen ihnen im Leben immer wieder und in ganz unterschiedlicher Weise. Wer stand während einer Wanderung nicht schon vor einer Kreuzung und musste sich entscheiden, welchen Weg er einschlagen sollte? Im übertragenen Sinn stehen wir vor einem Kreuzweg, wenn eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung gefällt werden muss. Eins haben sie alle gemeinsam: Es erfordert Mut, einen Weg zu wählen, der letztlich falsch sein kann und damit die Möglichkeit des Scheiterns bereithält. Kreuzwege mit einer auf den ersten Blick ganz anderen Assoziation gibt es auch in unseren Kirchen. Sie sind Bilder oder Skulpturen, die den Leidensweg Jesu Christi nachbilden. Der Beter kann den einzelnen

Stationen dieses Weges folgen. 14 Stationen, 14 Bilder, die vom Leiden erzählen, gilt es mitzugehen. Aber auch hier liegt eine Entscheidung zugrunde: Jesus Christus entscheidet sich, für uns in den Tod zu gehen. Für Christus wartet am Ende des Weges das Kreuz. Jedoch endet dieser Weg nicht endgültig mit seinem Tod, sondern das vermeintliche Scheitern wendet sich in einen Triumph des Lebens. Christus besiegt den Tod. An Ostern feiern wir die Auferstehung des Gottessohnes – das Fundament des christlichen Glaubens. Einen besonderen Kreuzweg finden wir in der Pfarrkirche St. Cäcilia. Die Benratherin Ursula Luczak entwarf und gestaltete ihn in den 1950er-­ Jahren. Die heute 93-jährige Künstlerin, die mittlerweile in einem Urdenbacher Seniorenheim wohnt, erinnert sich gut. Entstanden ist das Werk während ihres Studiums in ihrem Elternhaus. Man war auf sie


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zugekommen, traute ihr diese Arbeit zu. Seit dem frühen Tod des Vaters auf sich selbst gestellt, nahm sie den Auftrag an. Für jeweils 80 Mark entstanden damals die Bilder, eines pro Woche. Sie arbeitete auf dem Boden des Wintergartens, kniend. Gesegnet wurde der Kreuzweg im Februar 1953. Die Bilder sprechen noch heute an, wirken lebendig. Haltung und Gesichtsausdruck legen nicht fest, sondern laden ein, sich einzufühlen, mitzugehen, einen Zugang zu Jesus Christus zu finden, einen Bezug zum eigenen Leben herzustellen – im Glauben, dass alles im Blick auf Ostern ein gutes Ende nimmt. Eine Möglichkeit auch für die Menschen unserer heutigen Zeit? Eine Chance zumindest, im

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Sich-Einlassen auf Christus die Kreuzwege des eigenen Lebens zu überdenken, Entscheidungen mutig zu treffen oder bereits getroffene anders zu bewerten. Nicht nur St. Cäcilia Benrath, sondern auch Herz Jesu Urdenbach laden mit ihren Kreuzwegen dazu ein. Auch das Internet sind die Kreuzweg-Motive zu sehen. Claudia Hubert-Banowski

www.kkbu.de/sonstiges/fotogalerie/ kreuzweg_st._caecilia/ www.kkbu.de/sonstiges/fotogalerie/ kreuzweg_herz_jesu/


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Ein Leuchten des Himmels. Von Fronleichnam bis Lichtmess.

Der Himmel über Düsseldorf soll heller leuchten als gewöhnlich vom 20. Juni 2019 bis 02. Februar 2020. Mit der missionarischen Kampagne #himmelsleuchten will die Stadtkirche das Feuer der frohen Botschaft jenen bringen, die Gott noch nicht kennen oder sich von ihm abgewendet haben. Auch in Benrath und Urdenbach soll der Funke des Glaubens auf möglichst viele Menschen überspringen, damit es nicht nur im Himmel, sondern auch auf Gesichtern und in Herzen leuchtet. So ist seit September des vergangenen Jahres eine Gruppe in unserer Gemeinde auf dem Weg, Ideen zu entwickeln, wie Gott Urdenbacher und Benrather wieder neu berühren kann. Und da sind viele Ideen: mit Blumen, gemalten Bildern, KirchenKino, mit roten Teppichen und gemeinsamem Bekenntnis zum Glauben bei uns und in der Stadtmitte.

Mehr Informationen gibt es im Internet: www.himmelsleuchten-duesseldorf.de

Tröstende und fröhliche Gespräche, begleitet von einer Glaubensgemeinschaft in Musik und Gebet, gehören dazu. Mission braucht Mut Im offiziellen Gebet zu dieser missionarischen Kampagne heißt es: „Gib uns die Bereitschaft und den Mut, unseren Glauben anderen zu sagen, mit anderen zu teilen, von der Schönheit unseres Glaubens zu erzählen…“. Es braucht wirklich Mut, mit der Glaubensbotschaft auf die Straße zu gehen und Menschen zu fragen, wofür sie dankbar sind. Es fällt nicht leicht, Geschenke des Himmels in Form von Blumen an Fremde zu verteilen oder auf dem Friedhof an einer „Haltestelle für den Trost“ für Trauernde da zu sein. Man muss einmal durchatmen, bevor man Geschäftsleute bittet, Bilder zur Schöpfungsgeschichte in ihren Schaufenstern aufzuhängen und ihre Türen für eine christliche Vernissage zu öffnen. Es ist ungewohnt, wenn sich die Kirche zu einem KirchenKino wandelt, wenn wir den roten Teppich für Nichtgläubige vor und in der Kirche ausrollen oder wenn Menschen durch Gesang und Musik mit eigenen Instrumenten Gottes Liebe spüren. Auch fordert es Courage, liebgewonnene Traditionen einmal anders zu denken, bei Vertrautem neue Akzente zu setzen oder unseren Glauben an Fronleichnam nicht bei uns, sondern in der Gemeinschaft der ganzen Stadtkirche nach außen zu tragen. #himmelsleuchten wird eine


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aufregende Zeit, von Fronleichnam bis Lichtmess werden viele mutige Gläubige unterwegs sein. Mission macht glücklich Gleichzeitig fällt es aber auch besonders leicht, sich gemeinsam missionarisch auf den Weg zu machen. Wir haben in unserer Projektgruppe #himmelsleuchten in den vergangenen Monaten erfahren dürfen, wie glücklich es macht, den Glauben neu zu denken, verrückte Ideen auszusprechen und gemeinsam mit Gott zu singen und zu beten und gemeinsam mit Gott zu sein. Mut brauchten wir nur, um uns für dieses Projekt zu entscheiden. Seitdem werden wir getragen von der Gemeinschaft in Gott. Für diese – unerwartete – Leichtigkeit gibt es viele Gründe, denn Gott spricht jeden Menschen anders an. Zwei dieser Gründe sind mir persönlich in den jüngsten Wochen deutlich geworden: Zum einen ist die missionarische Botschaft so schön,

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dass wir kaum schweigen können, anderen davon zu erzählen: Gott schenkt uns ein Leben nach dem Tod und nimmt uns damit die größte Angst. Er lässt uns und die uns Anvertrauten nie allein. Wir können alle unsere Sorgen, aber auch unser Glück im Gebet zu ihm bringen und vertrauen, dass er uns führt. Zum anderen ist Gott tatsächlich in unserer Mission dabei. Wir müssen nur tun, wofür wir selbst brennen, was uns ein Leuchten auf das Gesicht zaubert und einfach die Gemeinschaft genießen – den Rest macht Gott. Wir müssen die Menschen nur mit dem Glauben in Kontakt bringen, die wahre Mission dürfen wir Gott überlassen. So wird ab Fronleichnam ein Leuchten durch Urdenbach gehen und ein Glaubensfeuer in Benrath flackern – lassen auch Sie sich anstecken und seien Sie mit uns mutig! Friederike Nesselrode


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Was heißt hier eigentlich „mutig sein...“. Neues Leitungsteam bei der kfd.

Brauche ich in einer Pfarrgemeinde Mut? Das ist doch eigentlich ein harmonischer Rahmen, getragen von Gremien, Gruppierungen und Vereinen und alle haben als gemeinsame Basis den Glauben. Ich machte mich bei uns in Benrath auf die Suche bei der kfd, der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, um dort den benötigten Mut zu suchen und zu finden. Gesellschaftliches Engagement In Benrath ist das ein großer Kreis von über 100 Frauen, die sich regelmäßig treffen, um sich sozial, spirituell und gesellschaftlich zu engagieren. Gefunden habe ich dort vieles, was sicherlich Mut erfordert. Es braucht manchmal einen kleinen Ruck, mich auf die Frau neben mir, die so anders ist als ich, einzulassen und sie zu verstehen. Manchmal ist auch Mut gefragt, unangenehme Situationen mitzutragen. In einer solchen Gemeinschaft wie der kfd ist es manchmal wichtig auch dann Hilfe zu leisten, wenn es gerade nicht in mein persönliches Konzept und meinen Plan passt. Ein Beispiel dafür haben die Frauen gezeigt, die bereit waren sich bei den letzten Vorstandswahlen im Oktober 2018 in das Leitungsteam wählen zu lassen. So sind jetzt Rita Schmitz-Brüster und Petra Krause als Beisitzerinnen dabei. Sie verstärken damit das Team um Diana Brenneke und Inge Pohler als Vorsitzende

und Marina Stamm als Kassiererin. Vier Jahre lang wird das Leitungsteam gemeinsam auf Bewährtem und Erprobtem aufbauen und versuchen mit guten Ideen Neues in Bewegung zu setzten. Inge Pohler ist zu danken, dass sie jahrelang Vorsitzende der kfd-Benrath den Frauen ein Vorbild war und immer ein offenes Ohr für alle hatte. Als 2. Vorsitzende ist sie auch weiterhin dabei. Unsere Frauengemeinschaft versteht sich als großes Ganzes, wo jede für die andere da ist. Wir freuen uns über Frauen, die in diese Gemeinschaft eintreten möchten und bereit sind mitzutun. Diana Brenneke


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Schützenbruderschaft St. Cäcilia. Mehr als nur Schießsport.

begeisterte Motorradfahrer zusammen. Es werden Spenden für das Kinderhospiz Regenbogenland gesammelt und mit anschließendem MoppedKorso zum Hospiz gebracht. Dass wir mit unseren Spendensammlungen diese wichtige Arbeit im Hospiz unterstützen können, macht uns stolz. Durch unsere jährliche Prummekirmes und das Schützenfest wird unser Dorf bereichert. So bieten diese Anlässe Gelegenheit für vielen gute Gespräche, ausgelassenes Feiern und ein offenes Miteinander, wo alle willkommen sind. Bei der diesSchützen stehen nicht nur für Schießsport, jährigen Hauptversammlung wurde Jörg Sturm zum Tradition und Brauchtum. Sie sind aus unserem neuen Präses der Bruderschaft gewählt. Vizepräses Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken und stel- ist Rolf Hansjürgen. Wir freuen uns auf eine weitere len ein lebendiges Symbol für Miteinander dar. Oft gute und gemeinsame Arbeit für und mit unserer ist es in unserer Gesellschaft schwer, verschiedene Gemeinde und unserem Stadtteil Benrath. Erfreut Interessen und Eigenschaften unter einen Hut zu sind wir auch über Gäste, die uns bei einer unserer bringen. So kann das Wort von der Bruderschaft Veranstaltungen kennenlernen können. Denn wir ein Vereinsprogramm sein und eine Grundlage, benötigen Zuwachs, damit unsere Bruderschaft auch welche durch alle Lebenssituationen trägt. Dabei in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter ist es wichtig, ein starkes Team zu haben, das sich existiert. Also haben Sie Mut zum Miteinander und um die Belange der Mitglieder, aber auch um die lernen Sie unsere Schützenbruderschaft kennen. Menschen in unserer Gemeinde, unserem Stadtteil Wir freuen uns auf jede und jeden Einzelnen. und unserer Stadt kümmert. Diana Brenneke karitatives Engagement So werden bei uns nicht nur Aktivitäten rund um den Schießsport, unser Brauchtum und unseren Glauben gestaltet, sondern auch das karitative Engagement hat seinen Platz. Beim beeindruckenden Moppedschützen-Treffen kommen unzählige

Das elfte Düsseldorfer MoppedschützenTreffen findet am 3. August 2019 statt. Treffpunkt: Schützenplatz Benrath


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Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende. (DEmokriT)

In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse den Knoten, laufe aus dem sicheren Hafen aus. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume. (mark Twain )

Beherzt ist nicht, wer keine Angst kennt, beherzt ist, wer die Angst kennt und sie überwindet. (khalil Gibran)

Der Mut wächst immer mit dem Herzen und das Herz mit jeder guten Tat. (aDolPh kolPinG)


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Ein wahrer Menschenfreund

„Unsere Heimat ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter“ (Phil 3,20) – soweit der Spruch auf der Gedenkkarte, die in der Kirche anlässlich der Auferstehungsfeier unseres ehemaligen, am 05.12.2018 im Alter von 84 Jahren verstorbenen Pastors Werner Heiliger auslag. Entnommen ist der Spruch einem Brief des Apostels Paulus, den dieser an die Gemeinde in Philippi schrieb. Ein Brief, dessen Grundtenor die Freude ist. Diese Freude an Christus an die Menschen weiter zu geben, hat Werner Heiliger während seines Lebens immer verstanden. Dies durften wir in besonderem Maß in der Zeit erfahren, in der er unser Pastor war. Es war ihm immer ein Anliegen, dass alle Menschen, egal wie fern oder nah sie der Kirche waren, diese Freude spüren konnten.

ganz viele neue Monstranzen geschenkt bekommen.“ Vielleicht ein Vermächtnis an uns, die Kinder und Jugendlichen als Hoffnungsträger für unseren Glauben und die Kirche der Zukunft zu begreifen und entsprechend zu handeln. An der Wahrheit der christlichen Botschaft hat er nie gezweifelt und sie tatsächlich gelebt und vorgelebt. Dass er dabei stets authentisch war, zeigte die überwältigende Teilnahme an seiner Verabschiedung 2006 und nun 2018 auf seinem letzten Weg. So traurig wir sind, dass er nicht mehr bei uns ist, umso glücklicher und dankbarer sind wir, dass er uns begleitet hat. Die Anfangsworte des Philipperbriefes dürfen wir deshalb sicher trotz aller Trauer um ihn als Aufforderung sehen: „Im Übrigen, meine Brüder und Schwestern, freut euch im Herrn!“ (Phil 3,1).

Ein Menschenversteher und nicht zuletzt ein Claudia Hubert-Banowski Menschenfischer im besten Sinne war er, der häufig die Fähigkeiten des Einzelnen erkannte und sie zu wecken wusste. Nicht wenige fanden durch ihn zurück zum Glauben. Besonders am Herzen lagen Pastor Heiliger ist in einem Priestergrab auf dem St.-Cäcilia-Friedhof in ihm die Kleinen und Kleinsten. Er konnte sich auf Benrath beigesetzt worden. sie einlassen, begab sich zu ihnen hinunter. Fußball, Nachlaufen oder unter dem Tisch Verstecken spielen? Für Werner Heiliger kein Problem. Einer seiner Lieblingsaussagen in den Erstkommunionpredigten im Laufe seiner Zeit als Priester: „Heute habe ich


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Mein Projekt: Die Petrus-Novelle des Singkreises „Neues Lied“

Nach einem Infoabend für das neue Projekt „Die Petrus-Novelle“ des Urdenbacher Singkreises „Neues Lied " war mein Interesse geweckt. Ich musste noch einmal kurz überlegen, ob ich das alles zeitlich schaffe, da ich noch einem anderen Chor angehöre, doch der Funke war bereits übergesprungen. Ich entschloss mich mitzumachen auf dem Weg zur Uraufführung des Werkes unseres Chorleiters Andreas Riebartsch.

Es machte viel Spaß zu hören, wie wir immer besser harmonierten! Dann kam das erste Highlight vor der endgültigen Premiere - die CD-Aufnahme. Diese geschah in der Schreinereiwerkstatt unseres Saxophonisten Norbert Hambloch. Ein langer, kalter Tag verging, und am Ende hatten wir es geschafft. Die Tontechniker hatten wohl einiges zu richten, aber wir sind ja keine Profis und die CD kann sich hören lassen!

Ich wurde nett in die Chorgemeinschaft aufgenommen, und so probten wir fleißig über Monate jeden Mittwochabend - mal mit, mal ohne Band.

Dann der Höhepunkt - unser Auftritt, die Premiere der „Petrus-Novelle“! Die Kirche füllte sich immer mehr- bis kein Platz mehr da war!. Dieses große Interesse hatte ich nicht erwartet, das gab ein


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tolles Gefühl und spornte uns an, das Beste zu geben. Es war ein tolles Erlebnis mit „GänsehautFeeling". Der anschließende Applaus und die vielen Glückwünsche bestätigten uns, dass die viele Arbeit sich gelohnt hatte.

Nach der erneuten Aufführung der Petrus-Novelle am 6. April 2019 in St. Martin in Langenfeld-Richrath ist noch lange kein Ende in Sicht. Kirchengemeinden, die sich für einen Auftritt vom Singkreis in ihren eigenen Räumlichkeiten interessieren, können sich bei Chorleiter Andreas Riebartsch unter Telefon 0211 71 76 89 melden.

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Nach einer solch gelungenen Premiere waren wir uns alle einig: Wir wollten anderen Kirchengemeinden anbieten, unsere „Petrus-Novelle“ auch bei ihnen aufzuführen und vorzustellen. Toll: Wir konnten bereits eine erste Anfrage erfüllen und in St. Martin in Langenfeld-Richrath auftreten. Weitere Auftritte dürfen gern folgen! Aus dem zunächst eher unverbindlichen Chorprojekt auf Zeit ist für mich eine echte Chormitgliedschaft geworden. Das Singen bereitet mir viel Freude – aber die tolle Gemeinschaft im Singkreis „Neues Lied“ ist das „I-Tüpfelchen“. Petra Schmeer


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Endlich Osterferien - Was tun?

Natur entdecken mit der Biologischen Station auf Haus Bürgel Die Elemente Feuer-Wasser-Erde-Luft stehen am Montag, 15. April von 10 bis 14 Uhr für Kinder von neun bis zwölf Jahren im Mittelpunkt. Auf dem Gelände von Haus Bürgel geht darum, wie man richtig Feuer macht. Wie zündet man ein Lagerfeuer ohne Feuerzeug und Streichhölzer an? Wie benutzt man einen Feuerbogen oder einen Feuerstahl? Welche Lagerfeuertypen gibt es und was sind ihre Vorteile? Neben viel Spaß sollen vor allem das Wissen und das Bewusstsein für einen sicheren Umgang mit dem Feuer-Element vermittelt werden. Zum Abschluss wird Stockbrot gebacken und Punsch gekocht. Bitte wegen Funkenflug alte Kleidung aus Baumwolle anziehen. Treffpunkt: Haus Bürgel, Urdenbacher Weg, 40789 Monheim (Bus 788), Kosten: 16 Euro. Anmeldung erforderlich unter info@bsdme.de oder 0211 / 99 61 212.

Eine kleine Wanderung durch die Kämpe Startpunkt ist der Parkplatz am Piels Loch. Nach Überqueren des Baumberger Wegs halten wir uns links und biegen hinter der Altrheinbrücke links in den Stümpeweg ein. Dieser geht nach kurzer Wegstrecke in den ehemaligen Sommerdeich über. Wir folgen diesem Weg für etwa drei Kilometer. Rechts und links zeigt sich eine wunderschöne Auenlandschaft mit großer Pflanzenund Tiervielfalt. Wir wandern den Altrhein weiter entlang, bis wir zu einer Brücke mit großer Aussichtsplattform kommen, die unseren Wendepunkt markiert. Nach der Brücke folgen wir dem Weg nach rechts und verlassen den Damm. In der Ferne wird Haus Bürgel sichtbar. Der Weg verläuft nun zwischen Feldern. Entlang der Strecke aufgestellte Infotafeln bieten Wissenswertes und dienen unserer Orientierung. Wir biegen an den nächsten beiden Tafeln jeweils rechts ab. Hier verlassen wir die bewirtschafteten Felder und wandern über die Bürgeler Wiesen. Der Weg ist hier nicht mehr fest, bietet aber beeindruckende Naturerlebnisse. Nach rund 1,5 Kilometern stoßen wir wieder auf den Damm. Wir gehen links und kommen zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour. Gegen Hunger und Durst bietet sich eine Einkehr im Restaurant Extratour oder im nahegelegenen Angercafe an.


Ausflugstipps

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Bei Goethe findet sich der berühmte Osterspaziergang. Doch auch ganz ohne Gretchen und Dr. Faust kann man wundervolle Wanderungen und Spaziergänge in unserer näheren Umgebung finden....

KindEraKtionEn iM schloss bEnrath Wie lebten und kleideten sich die Schlossbewohner vor 250 Jahren? Welche Tiere und Pflanzen gab es damals? Und wie ist es, mit Raubtieren zusammenzuwohnen? Diese und viele weitere Fragen werden im bunten Osterferien-Programm im Schloss Benrath beantwortet. Es gibt unter anderem am 14. April um 15.15 Uhr eine Handpuppenführung für Drei- und Vierjährige. Führungen für Kinder ab sechs Jahren finden jeweils samstags am 27. April, 25. Mai und 29. Juni sowie donnerstags am 30. Mai und 20. Juni statt. Die offene Museumswerkstatt öffnet an zwei Terminen: vom 16. bis 18. April sowie vom 23. bis 26. April. Weitere Informationen zum Programm und Ticketkauf gibt es im Internet. www.schloss-benrath.de

noch MEhr untErnEhMungEn – völlig ohnE EintrittsgEld Wer noch mehr Anregungen für Ausflüge haben möchte, ohne dafür das Familienbudget in Anspruch nehmen zu müssen, bitte sehr: Das Beobachten der aufblühenden Natur um Ostern herum ist völlig kostenfrei. Eine Abenteuertour rund um Benrath und Urdenbach ist für Groß und Klein spannend. Fragen zum Beantworten könnten etwa sein: Welcher Vogel macht gerade ordentlich Krach? Und wer singt stattdessen äußerst melodisch? Welches Tier hinterlässt welche Pfotenabdrücke? Welcher Busch beginnt da gerade so schön zu blühen? Welches Kraut am Wegesrand können wir sogar essen? Und, und, und…


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CILLI, DIE KIRCHENMAUS

Vom Mut, einen Fehler zuzugeben.

Liebe Kinder und liebe Erwachsene, wie Ihr ja wisst, bin ich immer sehr stolz auf meine schlanke Taille. Obwohl natürlich gänzlich uneitel, hatte ich mich kurz nach Weihnachten dazu entschlossen, wieder mehr Sport zu treiben. Meine Waage hatte mir deutlich signalisiert, dass dies nötig ist, denn sie zeigte eine deutlich höhere Zahl an als üblich. Die Weihnachtskäseplätzchen waren aber auch zu köstlich gewesen! So machte ich mich an einem knackig kalten Januartag bei herrlichem Sonnenschein mit meinem Fahrrad auf den Weg in die Urdenbacher Kämpe. Guter Dinge trat ich heftig in die Pedalen und pfiff fröhlich vor mich hin. Die


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gute Laune sollte mir aber schnell vergehen. Schon an der nächsten Kreuzung schnitt mich ein Auto, sodass ich fast vom Rad gepurzelt wäre. Statt sich zu entschuldigen, hörte ich den Autofahrer noch über die blöden Fahrradfahrer schimpfen. Kopfschüttelnd radelte ich weiter, meine glänzende Mäusenase in die Sonne steckend, als ich eine Vollbremsung hinlegen musste, die mich beinahe über meinen Fahrradlenker katapultiert hätte. Ohne nach rechts oder links zu schauen, ganz in ihr Handy vertieft, war mir eine junge Dame vors Fahrrad gelaufen. „ Kannst Du nicht aufpassen, du doofe Maus?!“ fing sie gleich an zu wettern, „mich hier fast über den Haufen zu fahren. Überhaupt - dürfen Mäuse überhaupt Fahrrad fahren? So eine Unverschämtheit!“ Sprachs und setzte ungerührt ihren Weg fort. Zu verblüfft, um etwas zu entgegnen, fuhr ich weiter, wenngleich mir mittlerweile das Pfeifen vergangen war. Das konnte doch nicht wahr sein! Andere machten einen Fehler und beschimpften mich dafür, die ich doch nur ganz friedlich Fahrrad fahren und die schöne Natur genießen wollte. Mittlerweile bei dem Anleger für die Fähre nach Zons angekommen, setzte ich mich ans Ufer. Ich musste wohl traurig geschaut haben, denn aus dem Wasser blubberte eine Stimme: „ Hey, Maus, was schaust du denn so bedröppelt?“ Es war ein alter Bekannter von mir, Kurtchen, ein hübscher Wels, der im Rhein wohnt. Seufzend erzählte ich Kurtchen, was mir soeben widerfahren war und schloss meine Schilderung : „Es scheint echt nicht mehr ‚in‘ zu sein, einen Fehler zuzugeben.


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Alle fühlen sich immer im Recht und keiner nimmt mehr Rücksicht. Kurtchen nickte heftig mit dem Kopf, kleine Wellen auslösend, die fast meine Mäusepfötchen unter Wasser gesetzt hätten. „Das ist hier im Rhein auch nicht anders“, stimmte er mir zu. „Weißt Du, alle sind nur damit beschäftigt, toll auszuschauen und möglichst gut dazustehen, da kann keiner irgendetwas zugeben. „Mmh“, murmelte ich und musste auf einmal an so manche Situation denken, in der ich geschwindelt hatte, weil ich etwas nicht zugeben wollte. Hatte ich nicht letztens mit Käse in der Kirche gekrümelt und dem Küster erzählt, dass das die verfressene Marktmaus gewesen war? Ich, Cilli machte doch so etwas nicht! Und hatte ich unserem Organisten, Herrn Karg, nicht deutlich gemacht, dass die Orgelpfeife mit dem hohen C bestimmt nur wegen der Kälte so mies klang und damit nicht zugegeben, dass ich mich dort zu einem verbotenen Mittagsschläfchen eingekuschelt hatte? „Du hast Recht“, gab ich schließlich zu, „ist wirklich nicht so leicht, einfach zu sagen: „Hey, da ist was falsch gelaufen und ich bin daran schuld.“ Ich marschierte schnurstracks zu unserem Küster und beichtete ihm die Sache mit den Käsekrümeln. Er schmunzelte: „Weißt Du Cilli, das habe ich mir fast gedacht. Die Krümel habe ich mittlerweile beseitigt, aber vielleicht magst Du mir beim nächsten Mal einfach helfen, Ordnung zu machen? So manche enge Stelle hier in der Kirche ist staubig. Mit Deinen klei-


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nen Pfötchen kommst Du dort bestimmt prima hin.“ Das versprach ich gerne. Erleichtert rannte ich noch zu Herrn Karg. „So, so eingeschlafen“, murrte er, als er von meinem Mittagsschläfchen erfuhr, konnte aber ein Lächeln nicht unterdrücken. „Was hältst Du davon, wenn Du mir dafür beim nächsten Konzert die Noten umblätterst? Ich könnte Hilfe gut gebrauchen. Dann können wir grundsätzlich über Deinen Mittagsschlaf nochmal verhandeln.“ Stolz stimmte ich auch diesem Vorschlag zu. Für mich steht jedenfalls fest, dass schon Mut dazu gehört, Fehler sich selbst und anderen gegenüber zuzugeben. Haben wir aber den Mut dazu, dann kann aus einem vermeintlichen Fehler auch ganz schnell etwas Wunderschönes entstehen. Dazu gibt es eine spannende Geschichte. Da geht es um einen, der Petrus heißt und der wirklich etwas sehr Unschönes getan hat. Was das mit unserem Hahn auf dem Kirchturm zu tun hat und wie Petrus alles wieder gut gemacht hat, könnt Ihr im Internet auf der Homepage unseres Kirchengemeindeverbandes nachlesen. Ein frohes und gesegnetes Osterfest Euch allen!

Eure Cilli (KIRCHENMAUS)

www.kkbu.de


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Karneval im Cäcilienstift Jedes Jahr im Winter geht es wieder los mit der fünften Jahreszeit im Cäcilienstift in Benrath. Wieder war der Saal komplett ausverkauft, und die Anwesenden genossen schunkelnd und singend das von Inge Pohler und Daniela Breneke zusammengestellte kurzweilige Programm: Büttenreden von Alt und Jung,wunderbare Tanzeinlagen und der Besuch der Schossnarren und des Kinderprinzenpaares. Fest stand für alle Besucherinnen: da sind wir im nächsten Jahr wieder dabei!!!

Dekoration gerettet Da der Küster von Herz Jesu Urdenbach langfristig infolge Krankheit ausfiel, riefen Christel Arndt und Diakon Thomas Speckamp kurzfristig eine Aktion zur Rettung der Advents- und Weihnachtsdekoration in der Herz-Jesu-Kirche ins Leben, an der Gemeindemitglieder von acht bis 80 Jahren teilnahmen. Sie trafen sich regelmäßig freitags vor den Adventssonntagen, hängten den Adventskranz und stellten die Tannenbäume (bis zur Höhe von 7,5 Metern) auf, gestalteten die Krippenanlage von Maria Verkündigung über Christi Geburt bis hin zu dem Besuch der Weisen aus dem Morgenland - und bauten letztlich alles auch wieder ab.


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Vorschulkinder ganz gross Spiel, Spaß, aber auch Vorbereitung auf das aufregende Leben als Schulkind stand in den vergangenen Wochen für die Vorschulkinder im MontessoriKinderhaus auf dem Programm. In Kooperation mit der Gemeinschaftsgrundschule Garather Straße fand für einen Teil der „Großen“ in der Kita erneut ein Schulspiel statt. Die Kinder, die im kommenden Sommer in der Garather Straße eingeschult werden, wurden dazu eingeladen. Die Kinder müssen dort dann verschiedene kleine Aufgaben lösen. Die begleitenden Lehrer und Erzieher beobachten währenddessen die Kinder und schauen, ob es noch Auffälligkeiten, zum Beispiel in den Bereichen Motorik oder Sprache, gibt. Die Kinder hatten dabei wieder großen Spaß und durften schon mal ein bisschen Schulluft schnuppern. „Gegenbesuch“ im Kinderhaus Umgekehrt machte sich aber auch eine Klasse der Gemeinschaftsgrundschule Garather Straße auf den Weg ins Kinderhaus. Die Schulkinder kamen zu Besuch, um den Kitakindern etwas vorzulesen. Begleitet wurden sie von ihrer Lehrerin. Dieses Angebot wird schon seit Jahren in Kooperation mit der Schule erfolgreich durchgeführt. Die sechs Schulkinder haben sich immer zu zweit auf die Gruppen aufgeteilt und haben dann verschiedenen Kleingruppen ein Buch vorgelesen. Unsere Kinder freuen sich schon auf das nächste Jahr, wenn wieder die ‘‘großen‘‘ Schulkinder zum Vorlesen vorbeikommen.

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Gelbes Ampellicht wiedergefunden Zu den „Ampelindianern“ machten sich einige Erzieher mit den zukünftigen Schulkindern auf nach nach Heerdt. Dort traf die Gruppe die Polizistin Frau Martin und schaute sich ein Puppentheater an. Gemeinsam mit dem Waschbär „Futzi“ und der Schraube „ Schraubi“ haben die Vorschulkinder das gelbe Licht der Ampel wiedergefunden, welches vom Bösewicht „ Kölle“ aus der verbotenen Stadt entwendet worden war. Spannendes Märchen mit Happy End Das Spektakulum in Benrath war Ziel eines Ausflugs per Bus von 25 Kindern und vier Erziehen. Auf dem Programm stand das Stück Similia Similibus. Mit dem Kasper machten sich die Jungen und Mädchen auf die Suche nach dem Frühling, den Sommer, Herbst und Winter schon vermisst hatten. Dieser wurde von einem Berggeist gefangen gehalten. Aber Gott sei Dank hat der Kasper es geschafft und das Märchen ging gut aus, so dass alle gut gelaunt Richtung Kinderhaus zurückfuhren, um pünktlich zum Mittagessen wieder dort zu sein.


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Palestrina-Medaille verliehen Zum 120. Geburtstag wurde dem Kirchenchor Herz Jesu die Palestrina-Medaille des Deutschen C채cilienverbandes verliehen. Pastor Thomas

Jablonka 체berreichte die Auszeichnung an die Jubilare. Vorsitzender Arnold Sevenich l채dt alle Interessierten ein: "Machen Sie sich mit uns auf den Weg zum 150. Geburtstag. Wir proben immer donnerstags um 19:30 Uhr im J채gerhofsaal."z


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Neue Leitung des Seniorenkreises in St. Cäcilia Mit viel Engagement und Herzblut sind die drei neuen Leiterinnen des Seniorenkreises in St. Cäcilia aktiv: Maria Lasch, Ingrid Natus und Maria Boße. Sie kochen Kaffee, decken liebevoll die Tische ein und bereiten Spiele, Rätsel und Geschichten für ihre Gäste vor. Mit leuchtenden Augen erzählen die Damen, wie viel Freude es ihnen macht, wöchentlich 25 bis 33 Senioren einen schönen Nachmittag zu ermöglichen: „Die Senioren freuen sich, andere zu treffen, die sie sonst nicht sehen würden. Sie genießen den Austausch und das Zusammensein”. Mutig – das seien die Senioren, die ihr langes Leben bestritten, Kriege erlebt, Familienmitglieder verloren haben. „Sie haben sich nicht entmutigen lassen und tapfer und gelassen weitergelebt.“ „Wir drei sehen uns nicht als Einzelkämpfer, wir praktizieren ein Miteinander”, bestätigen Lasch, Natus und Boße. Wenn eine mal privat etwas vorhat, übernehmen die anderen, und der Seniorennachmittag kann trotzdem stattfinden.

Denn auf ein regelmäßiges Treffen legen die Gäste sehr viel Wert. „Eine solche Aufgabe zu haben, ist sehr erfüllend. Und wir bekommen von den Senioren so viel zurück", sagen die Leiterinnen übereinstimmend. Der Seniorenkreis trifft sich jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr im Cäcilienstift, Paulistraße 3. Neue Interessenten und Interessentinnen sind willkommen.


Termine

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Termine St. Cäcilia und Herz Jesu April

August

20.04.2019 Agapefeier nach der Osternachtliturgie Jägerhofsaal 20.04.2019 Agapefeier nach der Osternachliturgie Cäcilienstift

03.08.2019 Mopped-Treffen Schützenplatz Benrath 06.-08.09.2019 Prummekirmes Benrath 10.-24.08.2019 Sommerlager KJU Urdenbach 14.08.2019 Brunchausflug der KFD Benrath und Urdenbach

Mai 04./05.05.2019 Kirchenvorstandswahl 05.05.2019 Erstkommunion St. Cäcilia Kirche 12.05.2019 Jubelkommunion St. Cäcilia Kirche danach kleiner Imbiss im Cäcilienstift 12.05 2019 Erstkommunion Herz Jesu Kirche 19.05.2019 Jubelkommunion Herz Jesu Kirche danach kleiner Imbiss im Jägerhofsaal

Juni 06.06.2019 gemeinsame Firmung St. Cäcilia Kirche 30.06.2019 Pfarrfest Herz Jesu Pfarrgarten

Oktober 06.-13.10.2019 Wallfahrtswoche mit Abschlussfeier im Schlosspark 13.10.2019 Empfang im Cäcilienstift nach der Prozession

November 02./03. 11. 2019 Buchausstellung Jägerhofsaal 30.11.2019 Adventsbasar Cäcilienstift

Alle Termine und weitere Infos können Sie auch auf unserer Internetseite nachlesen: www.katholiken-benrath-urdenbach.de

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Termine

Beichtgelegenheiten St. Cäcilia 13.04. 19.30 Uhr – 20.30 Uhr polnische Beichte 15.04. nach der Abendmesse 16.04. nach der Abendmesse 17.04. nach der Abendmesse, 18.04. Gründonnerstag nach der Abendmahlfeier 19.04. Karfreitag nach der Karfreitagsliturgie 20.04. Karsamstag 09.00 Uhr – 13.00 Uhr 15.00 Uhr – 18.00 Uhr

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Herz Jesu 18.04. Gründonnerstag nach der Abendmahlfeier 19.04. Karfreitag nach der Karfreitagsliturgie

Ein frohes Osterfest wünschen Ihnen allen der Pfarrgemeinderat und das Fischerbrief-Team.


Termine

Gottesdienste St. Cäcilia Samstag 9.00 Uhr 16.30 Uhr 18.00 Uhr Sonntag 8.30 Uhr 10.30 Uhr 11.45 Uhr 18.00 Uhr 19.30 Uhr Montag 18.00 Uhr Dienstag 17.30 Uhr 18.00 Uhr Mittwoch 18.00 Uhr Donnerstag 18.00 Uhr Freitag 17.30 Uhr 18.00 Uhr

Marienmesse Beichtgelegenheit Vorabendmesse

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Herz Jesu Samstag 16.00 Uhr Beichtgelegenheit 17.00 Uhr Vorabendmesse Sonntag 11.00 Uhr

Familienmesse

Montag 19.00 Uhr

Messe im Wohnstift

Abendmesse

Mittwoch 9.00 Uhr

Frauenmesse

Gebet für Berufungen zum Priestertum Abendmesse

Donnerstag 17.00 Uhr Gebet für die Priester und um geistliche Berufe

Abendmesse

Freitag 19.00 Uhr

Heilige Messe Familienmesse Heilige Messe Andacht Abendmesse

Abendmesse

Heilige Messe Rosenkranzgebet Heilige Messe

Besondere Gottesdienste 2. Dienstag im Monat 9.00 Uhr Frauenmesse 4. Dienstag im Monat 18.00 Uhr Frauenmesse 1. Mittwoch im Monat 16.30 Uhr Heilige Messe im Neander-Haus, Calvinstraße 14 Dienstags und donnerstags 8.10 Uhr Schulmesse oder Wortgottesdienst 2. und 4. Freitag im Monat 18.00 Uhr Heilige Messe im lat. außerordentlichen Ritus

2. Mittwoch im Monat 15.00 Uhr Heilige Messe im Senioren zentrum, Kolhagenstraße 15 Seniorenmessen, Maiandachten und Rosenkranzandachten werden in Urdenbach rechtzeitig bekannt gegeben. 1 x im Monat am Donnerstag 8.15 Uhr Schulmesse


Termine

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Ostergottesdienste St. Cäcilia

Herz Jesu

Palmsonntag, 14.04.19 10.15 Uhr Palmweihe auf dem Friedhof anschl. Familienmesse

Palmsonntag, 14.04.2019 11.00 Uhr Palmweihe auf dem Friedhof anschl. Familienmesse

Gründonnerstag, 18.04.2019 19.30 Uhr Abendmahlfeier Anbetung bis 24.00 Uhr

Gründonnerstag, 18.04.2019 20:00 Uhr Abendmahlfeier Anbetung bis 24.00 Uhr

Karfreitag, 19.04.2019 9.30 Uhr Kreuzweg für Erwachsene 10.00 Uhr gemeinsamer ökumenischer 15.00 Uhr Karfreitagsliturgie

Karfreitag, 19.04.2019 11.00 Uhr Kreuzweg für Erwachsene Kinderkreuzweg 15:00 Uhr Karfreitagsliturgie

Karsamstag, 20.04.2019 8.30 Uhr Trauermette 21.30 Uhr Osternachtfeier anschl. Agapefeier

Karsamstag, 20.04.2019

Ostersonntag, 21.04.2019 8.30 Uhr Hl. Messe 10.30 Uhr Hl. Messe 11.45 Uhr Hochamt

Ostersonntag, 21.04.2019 11.00 Uhr Hl. Messe

13.00 Uhr 18.00 Uhr 19.30 Uhr

21.00 Uhr

Osternachtfeier anschl. Agapefeier

Taufen feierliche Ostervesper Abendmesse

Ostermontag, 22.04.2019 8.30 Uhr Hl. Messe 10.30 Uhr Hl. Messe 11.45 Uhr Hl. Messe 19.30 Uhr Abendmesse

Ostermontag, 22.04.2019 11.00 Uhr Hochamt


Kontakte

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Wichtige Kontakte PfarrBÜRO St. Cäcilia

Pfarrei

Hauptstraße 14 Christel Breimann und Ursula Otto Telefon: 71 93 93 Fax: 71 85 514 benrath@katholiken-benrath-urdenbach.de

Kirche St. Cäcilia Hauptstraße 14, Benrath Kirche Herz Jesu Urdenbacher Allee 111, Urdenbach Pfarrer Thomas Jablonka Telefon: 71 93 93 Kaplan Dominik Rieder Telefon: 93 07 60 31 Gemeindereferentin Anne Kricheldorf Telefon: 01 71.9 57 09 26 Diakon Thomas Speckamp Telefon: 7 11 95 94 Diakon Ulrich Wachter Mail: ulrich.wachter@kkbu.de Subsidiar Heinz Vogel Telefon: 71 47 73 Subsidiar Willi Steinfort Telefon: 99 61 26 99 Krankenseelsorger Pastor Franz E. Kirsch Telefon: 2 05 13 94 oder 2 80 02 Organist / Chorleiter St. Cäcilia und Herz Jesu Ulrich Karg Telefon: 7 70 51 72 Küster St. Cäcilia Andreas Böhme Telefon: 71 93 93 Küster Herz Jesu Helmut Suchan Telefon: 7 18 66 31

Öffnungszeiten: Montag – Freitag 10.00 Uhr – 12.00 Uhr Dienstag und Donnerstag 15.00 Uhr – 17.00 Uhr

PfarrBÜRO Herz Jesu Urdenbacher Allee 111 Christel Breimann und Gaby Foltyn-Jendreczek Telefon: 71 91 19 Fax: 71 88 05 urdenbach@katholiken-benrath-urdenbach.de Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag 9:00 Uhr – 11.00 Uhr Mittwoch 15.00 Uhr – 17.00 Uhr


Kontakte

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Verwaltung

FRIEDHOF

Kirchengemeindeverband, Benrath-Urdenbach, Vorsitz, Pastor Thomas Jablonka Telefon: 71 93 93 stellvertretender Vorsitz, Peter Pelster Telefon: 71 94 99 Geschäftsführer KV St. Cäcilia, Ludger Bitter Telefon: 2 30 91 61 Geschäftsführer KV Herz Jesu Peter Pelster Telefon 71 94 99 Pfarrgemeinderat Helga Buchholz Telefon: 71 79 44 01 76 / 84 36 08 42 pgr-katholiken-benrath-urdenbach.de Caritas St. Cäcilia/Herz Jesu Christel Arndt Telefon: 71 93 93 und 71 91 19 Verein der Freunde u. Förderer der Pfarrgemeinde Herz Jesu Arnold Sevenich Telefon: 70 60 00 Verwaltungsleiterin Ursula Schaar Telefon: 69822801

Friedhofsverwaltung St. Cäcilia, Helga Hafermas Telefon: 71 94 28 Friedhofsverwaltung Herz Jesu, Christel Breimann Telefon: 7 18 72 11

Bücherei Herz Jesu Marita Speckamp Telefon: 7 18 79 28

Jugend Messdiener St. Cäcilia und Herz Jesu messdiener.benrath.urdenbach@ gmail.com KJU Herz Jesu kju.urdenbach@gmx.de

Musik Kirchenchor St. Cäcilia Werner Schütze Telefon: 7103285 Kirchenchor Herz Jesu Arnold Sevenich Telefon: 70 60 00 Kinderchor Kirchengemeindeverband Benrath-Urdenbach Silke Karg Telefon: 7 70 51 72 Singkreis Neues Lied Herz Jesu Andreas Riebartsch Telefon: 71 76 89


Kontakte

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KITA / Jugendzentrum

Engagement

Kath. Kita u. Familienzentrum St. Cäcilia Heike Clemens-Lindemann Am Mönchgraben 47 Telefon: 71 36 08 Kath. Kindergarten St. Cäcilia Linda Baulig Paulistraße 4 Telefon: 71 66 33 Kath. Montessori Kinderhaus Herz Jesu Marianne Koschek Südallee 13 Telefon: 70 82 97 Kath. Kindertageseinrichtung St. Cäcilia Anke Nakotte Wimpfenerstraße 17 Telefon: 71 55 06 Kath. Kita u. Familienzentrum Herz Jesu Eva Jungnickel Wittenberger Weg 108 Telefon: 70 79 98 Offene Tür (O. T.) Anke Hermes Wittenberger Weg 108 Telefon: 70 99 16

Cäcilienstift / Jugendheim Beata Pawlik Telefon: 01 70 / 4 85 72 04 Chilekreis Brigitte Schleis Telefon: 7 18 51 87 Choralschola Tridentina St. Cäcilia Lukas Pröpper Telefon: 7 11 89 22 Familienstammtisch St. Cäcilia Claudia Kupke Elternstammtisch@kkbu.de Internetredaktion Wolfgang Schürmeyer Telefon: 23 37 33 kfd St. Cäcilia Diana Brenneke Telefon: 01 51 / 43 25 99 63 kfd Herz Jesu Christel Arndt Telefon: 91 19 30 02 Sigrid Köster Telefon: 7 18 38 62 Kleinkindergottesdienst St. Cäcilia und Herz Jesu Anne Kricheldorf Telefon: 01 71 / 9 57 09 26 Kolpingsfamilie Benrath Diakon Thomas Speckamp Telefon: 7 11 95 94 Marianische Männerkongregation St. Cäcilia Stefan Pröpper Telefon: 7 11 89 22


Kontakte

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Impressum

Pfadfinder St. Cäcilia Ralf Lüsebrink Telefon: 87 52 53 04 Schützenbruderschaft St. Cäcilia Präses: Jörg Sturm Telefon: 71 49 84 Jungschützen St. Cäcilia Fabrice Kleefisch Telefon: 7 18 32 78 Jaqueline Theisen Telefon: 94 21 76 99 Seniorenclub Herz Jesu Telefon: 71 91 19 Seniorenkreis St. Cäcilia Maria Lasch Telefon: 706582 Verein zur Förderung der Kirchenmusik an St. Cäcilia e. V. Werner Schütze Telefon: 7 10 32 85 Weltladen Dr. Christoph Arth Telefon: 71 91 19

Herausgeber: Pfarrgemeinderat Benrath / Urdenbach Druck: Druckerei Classen, Düsseldorf Auflage: 8000 Verantwortlich: Pfarrer Thomas Jablonka Redaktion: Christel Arndt, Claudia Hubert-Banowski, Elisabeth Lipp, Ulrike Longerich, Ursula Meyers, Wolfgang Schürmeyer, Annette Stolz, Karin Unterstenhöfer-Müller Layout: Karin Unterstenhöfer-Müller Grafikdesign: Helen Otte nächste Ausgabe erscheint Advent 2019 Artikel, die mit vollem Namen gekennzeichnet sind, müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Sinnwahrende Kürzungen bleiben vorbehalten.

Titelbild / Rückseite mutiges Kind Foto: Karin Unterstenhöfer-Müller


Katholischer Kirchengemeindeverband Benrath-Urdenbach Die nächste Ausgabe erscheint im Dezember 2019 Mehr Gemeindeinfos unter www.katholiken-benrath-urdenbach.de

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Fischerbrief Ostern 2019  

Osterausgabe 2019 des Fischerbriefs

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