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DURCHSCHAUBARES FÜR KJGLER/-INNEN DES DIÖZESANVERBANDES KÖLN

eins /2013

Schon gehört? GEHEIM —NISSE


terminE 2013

26. März bis 27. März / Haus Sonnenberg Kinder stark machen!

aktuelle Infos auch unter kjg-koeln.de / TERMINE

Bildungsfreizeit für Kinder

28. März / Köln Abschlussgottesdienst mixtape#zwei

9. April / Diözesanstelle Köln DIÖZESANAUSSCHUSS

19. bis 21. April / Haus Venusberg, Bonn Diözesankonferenz

3. bis 5. Mai / Neuss Regionalkonferenz

10. bis 12. Mai / Haus Venusberg, Bonn Konstituierender Diözesanausschuss

22. bis 26. Mai / Jugendhaus Hardehausen Bundeskonferenz der KjG

4. Juni / Diözesanstelle Köln Gruppenleitungsschulungen » Leverkusen 26. bis 28. April; 3. bis  5. Mai 2013 » Düsseldorf 19. bis 21. April; 3. bis 5. Mai; 8. Juni 2013 » Rhein-Sieg 26. bis 28. April; 7. bis 9. Juni

BILDNACHWEISE, transparent Ausgabe 1 / 2013

Projektgruppentreffen Kinderstadt

13. bis 16. Juni / überall im Bistum 72-Stunden-Aktion des BDKJ

juttaschnecke / photocase.com (Cover), Sailingseb (3), Jürgen Steffens (2, Diözesankonferenz), KjG Bundesstelle (6), Nudi / photocase.com (11), Mr. Nico / photocase.com (14, 15), Gestaltbar / photocase.com (16, 17), freepik.com (19), bit.it / photocase.com (20, 21), notoryczna / stock.xchang (23), Fotopoet / photocase.com (26), freepik.com (28ff)


/ editorial Als die Redaktion sich für das Schwerpunktthema „Geheimnisse“ entschied, war uns noch gar nicht klar, wie viele Aspekte sich hinter diesem Begriff verbergen. Zu den harmlosen, aber spannenden Geheimnissen aus Kinder­tagen gesellen sich schlechte Geheimnisse, über die besser geredet werden sollte, wie der Leitartikel auf Seite 16 beschreibt. Manche geheim ge­haltenen Erlebnisse aus der Vergangenheit belasten den Geheimnisträger (Seite 26), andere Menschen haben es sich zum Beruf gemacht, Rätsel und Mysterien aufzulösen . Wie Philosophie und Naturwissenschaften Geheimnisse lüften und wie Mythologien entstehen konnten, lest ihr auf Seite 18. Da wären wir auch ganz schnell bei der Religion: Im Interview auf Seite 22 könnt ihr alles über das Beichtgeheimnis erfahren und unser Osterartikel dreht sich rund um das „Geheimnis des Glaubens“ (Seite 20). Drei Jugend­liche be­fassen sich im Pro & Contra mit dem größten Geheimnis­hüter und -verräter der Gegenwart. Wem das noch nicht Geheimniskrämerei genug ist, kann sich von Christophs, Tinas und Svenjas Methodentipps und Rätselspielen zu Detektiv-Gruppen­stunden inspirieren lassen. Was den Verband in den vergangenen drei Monaten bewegt hat, haben wir ab Seite 4 zusammengetragen. Dem Team der transparent werdet ihr übrigens auch auf der Diko begegnen, wo wir euch Fragen rund um die LeserInnenzufriedenheit stellen. Wir sehen uns. Und wenn nicht: Schreibt uns doch, was ihr von der transparent haltet: presse@kjg-koeln.de. Schöne Grüße und viel Lesemuße, Birgit Elsner Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


www.kjg-poll.de

KjG Poll besucht Haus Sonnenberg Den DUMMies-Wettbewerb, welche Pfarrei im Jahr 2011 den größten Mitgliederzuwachs zu verzeichnen hatte, gewann damals die KjG-Pfarrei Poll. Stolze 50 neue Mitglieder hatten sich in ihrer Pfarrei angemeldet. Den Gewinn des Wettbewerbs, ein Wochenende in der Kinder- und Jugendbildungsstätte Haus Sonnenberg, löste die Leitungsrunde im Januar ein. Wie auf dem Bild zu sehen ist, war die Stimmung super. Die Poller lüfteten den Kopf beim Spaziergang nach Altenberg, gingen auf Ideensammlung im Märchenwald, ent­spannten, spielten und kochten gemeinsam im Haus. Die Leitungsrunde belohnte ihre engagierten MitarbeiterInnen in Pfingst- und anderen Ferienlagern mit diesen schönen, gemeinsam verbrachten Tagen im Bergischen Land.

TRANSPARENT / EINS 2013 Schon gehört? Geheimnisse

Jörg Savelsbergh, KjG Poll

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Christoph Niesen kümmert sich um die Belegung.

Sonnenberg ist für alle da

Mail

Die Kinder- und Jugendbildungsstätte Haus Sonnenberg der Katholischen jungen Gemeinde im Erzbistum Köln ist in diesem Sommer bereits fünf Jahre in Trägerschaft der KjG. Auch ihr könnt das Haus mit 30 Betten und vielen Freizeitmöglichkeiten für eure Bildungsveranstaltungen, Leitungswochenenden und sogar Ferienfreizeiten buchen.

christoph.niesen@ kjg-haus-sonnenberg.de

Telefon 0221.1642 6458

www.kjg-haus-sonnenberg.de


/ kjg Verbandsleben Die drei Neuen v.l.n.r.: Erik Wittenberg, Julia Schratter, Mathias Probst

ReKo 2013 in Leverkusen:

Eine starke Leitung gewählt Vom 16. bis 17. Februar fand in St. Andreas die Regionalkonferenz 2013 statt. Alle Pfarreien und 83 Prozent der Stimmbe­rechtigten sind erschienen. Hans Haase und Sebastian Börner wurden dankbar aus dem Amt der RL verabschiedet und gemeinsam mit Annika Wittenberg und Simon Lucas für ihre geleistete Arbeit im vergangenem Jahr positiv bestätigt. Neu gewählt wurden Julia Schratter, Mathias Probst und Erik Wittenberg, die nun mit Annika und Simon die neue Regionalleitung repräsentieren. Zum Schluss ein Dank an die Gast­ geber aus St. Joseph für eine vorbildliche Ausrichtung der ReKo. Matthäus Polednik, KjG St. Maurinus, Leverkusen-Lützenkirchen

Regionalkonferenz Bonn meets Kinderstadt

Christiane Pankraz wurde nach zwei Jahren als Regionalleiterin verabschiedet. Ihr Kollege Andreas Weber wurde am Sonntag für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Um ihm die Entscheidung zu erleichtern, noch einmal zu kandidieren und die Regional­ leitung vorerst alleine zu bilden, wurde ihm gleich zu Beginn der Konferenz ein Motivationspräsent als Dankeschön und Ansporn überreicht. Zur Seite steht ihm ein gut besetzter Regionalausschuss, der in Bonn jedes Jahr komplett neu gewählt wird.

Bei der Jahresplanung wurde beschlossen, dass auch 2013 wieder ein „Riff“ – die traditionsreiche regionale Wochenendfreizeit – stattfinden soll. Zum Abendprogramm waren die Bonner bei der Kinderstadt-Projektgruppe zu Besuch, die im selben Haus tagte. Gemeinsam wurde das Kinderstadtkonzept im Kleinen ausprobiert und die Venusberger Kellerräume kurzerhand in „Tackenhausen“ umgetauft. So stieg die Vorfreude auf die Kinderstadt, die der Diözesanverband in den Herbstferien veranstalten wird – und der 21. bis 25. Oktober 2013 wurde gleich in der Bonner Jahresplanung ergänzt. Saskia Osterholt, Diözesanleiterin

TRANSPARENT / EINS 2013 Schon gehört? Geheimnisse

Vom 19. bis 20. Januar wurde die Regionalkonferenz der Region Bonn traditionell im Haus Venusberg ausgerichtet.

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Berlin Calling

POLITIX Seminar in der Hauptstadt

TRANSPARENT / EINS 2013 Schon gehört? Geheimnisse

Der KjG-Bundesverband veranstaltete im Februar ein viertägiges Seminar für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren zum Thema Politik. Wo könnte man besser über Themen diskutieren, Politiker antreffen und anfangen die Welt zu verändern, als in Berlin? Redaktions­mitglied Franziska war dabei.

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Auch ich fuhr also am Donnerstag mit dem Zug vom Kölner Hauptbahnhof in die Jugendbegegnungsstätte in der Tunnelstraße um ein wenig mitzumischen. Nach intensiver Vorbereitung auf die Gespräche mit verschiedenen Politikern, ging es Freitagmorgen auch schon in den Bundes­ tag. Dort trafen wir unter anderen den Umweltpolitiker der CDU, Thomas Gebhart, Ulrich Schneider von den Grünen und die Kinder- und Jugendpolitische Sprecherin der Linken, Diana Golze. Die Gespräche erwiesen sich als sehr interessant und aufschlussreich, da die Politiker ziemlich offen für unsere Fragen waren und auch meist sehr ehrlich antworteten. So fanden wir also ein wenig über den Alltag im Bundestag heraus, aber auch Neues über Umweltund Bildungspolitik. Im Anschluss besuchten wir noch die moderne Kuppel über dem Reichstag und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wo wir mehr über Jugendarbeit sowie unser persönliches politisches Engagement erfuhren. Auch BDKJ-Vorsitzende Lisi Maier besuchte uns am nächsten Tag und erzählte von ihrem Alltag.

Das Politix-Seminar war auf jeden Fall eine sehr interessante Erfahrung, da ich die einmalige Möglichkeit hatte, engagierte KjGlerInnen aus ganz Deutschland zu treffen. Auch die angebotenen Workshops erwiesen sich als hilfreich, und da ich dieses Jahr Erstwählerin bin, konnte ich praktische­r­ weise viel über die verschiedenen Parteien und deren Positionen lernen. Auch wenn Angela Merkel leider keine Zeit für uns hatte, hat die ganze Aktion vor allem auch viel Spaß gemacht und ich kann sie allen politisch Interessierten nur empfehlen! Franziska Pfeiffer, transparent-Redaktion, KjG St. Georg, Köln-Weiß

Wenn auch ihr jugendpolitische Projekte in euren Pfarreien plant, fördert POLITIX sie mit bis zu 1.000 Euro oder mit einem professionellen Coaching. Welche Aktionen förderfähig sind und wie ihr Unter­stützung beantragt, erfahrt ihr auf der Seite www.kjg.de


/ kjg Verbandsleben

Sommerlagerplanung:

Die transparent stellt euch den Öko-Euro des BDKJ vor, der immer noch viel zu selten von KjG-Pfarreien abgefragt wird. Und das, obwohl er einen Euro pro Tag und Ferienfreizeitkind ein­bringen kann.

Öko-Euro für die Ferienfreizeit Weil Sommer­freizeiten meist zwei Wochen dauern, sind sie besonders geeignet, um neue öko­logische Verhaltensweisen aus­zuprobieren. Das Formular Acht Wochen nach der Freizeit müsst ihr beim BDKJ einen Frage­- bogen abgeben, in dem folgende Positionen abgefragt werden: Wie habt ihr Essen und Material eingekauft? Waren eure Bastel­­materialien ökologisch oder wieder verwertbar? Habt ihr auf bestimmte Lebensmittel verzichtet (Fleisch, „weitgereiste“ Südfrüchte?) Habt ihr auf regionale / saisonale Ware geachtet? Seid ihr umweltfreundlich angereist, habt ihr euch vor Ort umweltfreundlich fortbewegt? Wie stand es um die Mülltrennung? Gab es Workshops, Ausflüge oder Führungen, die den Teilnehmenden umweltfreund­liches Verhalten näher gebracht haben?

Schon vor der Freizeit planen Auch wenn ihr das Formular erst nach der Reise ab­­geben müsst, sollte es bei der Planung des Sommerlagers bereits als Leit­faden benutzt. Ob ihr den Öko-Euro für eure Freizeit erhaltet, entscheidet eine Förder­­kommission des BDKJ anhand eures Formulars. Wenn ihr die Standards aber berücksichtigt, ist die Förderung eigentlich nur noch Formsache.

Ansprechpartnerin beim BDKJ: Michaela Wojtalla Tel.: 0221.1642-6846 Formular zum Öko-Euro: www.bdkj-dv-koeln.de/ fileadmin/bdkj/02Service/ KJP-Formulare/ Ferienfreizeiten/ Fragenkatalog_ zum _OEko-Euro.pdf

Gleiche Ware für mehr Geld oder weniger Ware für gleiches Geld? Also: Jetzt ist die Zeit, das Formular anzusehen und viele Euros zu sichern. Weiterhin wichtig für die Planung: Ist es eurer Kasse möglich, im Vorhinein mehr Geld für die hochwertigeren Materialien und Lebens­mittel auszugeben? Oder entscheidet ihr euch, mit demselben Budget wie in den Vor­jahren zurechtzu­kommen und dafür weniger, aber teurere Produkte anzuschaffen? Wenn ihr euch von der KjG beraten lassen möchtet, meldet euch bei Bildungsreferent Holger Walz. Birgit Elsner, transparent-Redaktion, KjG-Bildungsreferentin

ÖKOLOGIE IN KJG-FERIENFREIZEITEN +++ Die KjG St. Heinrich verzichtete im Jahr 2012 weitgehend auf Fleisch und Konserven. Lagerköchin Anne zauberte Großartiges aus Gemüse und machte vegane Angebote, was bei den Kindern oft besser ankam als Fleischgerichte +++ KjG St. Johann Baptist baut im Garten Eden eigene Lebensmittel für die Ferienfreizeiten an +++ KjG St. Josef verzichtete auf Coca-Cola-Produkte und förderte das Umweltbewusstsein der Kinder mit Spinat-Mensch-ärgere-dich-nicht und Öko-Chaosspiel +++ KjG St. Margareta führte Workshops auf Er­lebnisbauernhof durch. +++

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Öko oder nicht Öko Ist das eine Frage?

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Mixtape

Popsongs für spirituelle Zeiten

Buchvorstellung im CRUX in Köln Das Fastenprojekt als Buch KjGlerinnen und KjGlern ist das Mixtape bereits ein Begriff: In der Fastenzeit 2011 wurden täglich Musikvideos online gestellt – verbunden mit einem herausfordernden Gedanken bzw. einer Aufgabe für den Tag.

TRANSPARENT / EINS 2013 Schon gehört? Geheimnisse

Popmusik hat uns etwas zu erzählen, kann Ausdruck von Spiritualität sein, möchte von uns entdeckt werden. Das gilt vor allem auch für Songs und Videos, die nicht bereits ausdrücklich in der Musik, im Text oder im Bild eine christliche Grundierung haben. Inspirierend und interessant sind sie, wenn sie an irgend­ einer Stelle von Liebe und Hoffnung, vom Losgehen oder Ankommen, vom Suchen und Finden oder vielleicht auch nur von einer Ahnung, einem Gefühl erzählen. Deshalb haben nun Peter Otten, Geistlicher Leiter der KjG, und Bildungs­referent Holger Walz das Buch mixtape – Popsongs für spirituelle Zeiten heraus­ge­geben und dieses am 20. Februar im Café der Kölner Jugend­kirche „Crux“ vorgestellt.

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Die BesucherInnen sahen und hörten an diesem Abend eine Auswahl an „mixtape“-Videos. Die Autoren stellten ihre Ideen und Gedanken dazu vor: So verknüpften sie Lykke Li’s Hit „I follow rivers“ mit den Jüngern, die Jesus nachfolgen, aber auch mit der eigenen Erfahrung, sich auf den Weg zu etwas Ungewissem zu machen. Der Song „Das Leben ist schön“ der Kölner Band Erdmöbel richtet den Blick auf die schönen, aber oft übersehenen Kleinigkeiten im Alltag; und das beeindruckende Kettenreaktions-Video zu „This too shall pass“ (von Ok Go) kann den Einstieg zu einem Gottesdienst zum Thema „Kleiner Anstoß – große Wirkung“ geben. Mit diesen und weiteren musi­kalischen Beispielen zeigten Peter Otten und Holger Walz, dass Popmusik ein Schatz sein kann für die persönliche Spiritualität und die jugendpastorale Arbeit. Das Buch ist erschienen im Verlag Haus Altenberg und kostet 19,90 Euro. Holger Walz, KjG-Bildungsreferent

Mixtape#zwei In der Fastenzeit 2012 haben Bildungs-

www.kjg-koeln.de/mixtape.zwei

referent Holger und Diözesanleiter Peter ein neues mixtape angeboten. Am 28. März geht mixtape#zwei mit dem Gründonnerstags-Gottesdienst zu Ende. Ort und Uhrzeit werden auf der Projektseite bekannt gegeben.


/ kjg Verbandsleben

Lange herbei gewünscht, endlich da:

Kinderstadt 2013 Vom 21. bis 25. Oktober veranstaltet der KjG-Diözesanverband zum zweiten Mal die KjG-Kinderstadt. Insgesamt 250 Kinder aus den KjG-Pfarreien im Bistum Köln und rund 100 BetreuerInnen werden nach Bergisch Gladbach kommen und in der VierfachTurnhalle der Integrierten Gesamtschule Paffrath eine richtige kleine Stadt aufbauen und diese mit Leben füllen.

Wie kannst du als Leiter/in dabei sein?

Neben der Agentur für Arbeit, dem Kinderstadtamt, der Post und dem Elterngarten gibt es in der Kinderstadt alles, was es in einer richtigen Stadt gibt – nur dass hier Kinder alles selbst bestimmen. Jeden Tag entscheiden die Kinder neu, was sie tun möchten. Sie können zum Beispiel in der Schreinerei Möbel bauen, für die Zeitung schreiben oder Taxi fahren. So verdienen sie eigenes Geld und können damit im Restaurant essen, ins Kino gehen oder ein Geschäft eröffnen. Sie wählen auch den Bürgermeister und die Bürgermeisterin und entscheiden über die Regeln, die in der Stadt gelten sollen.

Für wen ist die Kinderstadt gedacht? Die Kinderstadt eignet sich für 250 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren. Wer bei der Kinderstadt dabei sein möchte, muss Mitglied in der KjG sein oder in BergischGladbach wohnen. Anmeldeflyer und weitere Infos werden im März/April an alle Pfarrleitungen verschickt und sind ab dann auf unserer Homepage abrufbar.

Du kannst in der Kinder­stadt einen Betrieb übernehmen oder dich um eine Kindergruppe kümmern. Zusätzlich benötigen wir viele HelferInnen beim Auf- und Abbau sowie der Organisation während der KjG-Kinderstadt. Natürlich sind wir auf eure Unter­ stützung bei der Werbung in den Pfarreien angewiesen. Du kannst die ganze Woche über dabei sein, nur einige Tage mithelfen oder auch lediglich im Vorfeld mit­ planen. Christoph Sonntag, KjG-Bildungsreferent

www.kjg-koeln.de/kinderstadt

Fragen zur KjG-Kinderstadt? Katharina Schwellenbach Tel. 0221.1642 6561, katharina.schwellenbach@kjg-koeln.de Christoph Sonntag Tel. 0221.1642 6698, christoph.sonntag@kjg-koeln.de

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Was ist die Kinderstadt?

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Kinderrechte & Detektivtricks in der Gruppenstunde Svenja Klemens aus der Diözesanstelle bietet derzeit eine Gruppenstunde to go an - Leiterinnen und Leiter bestellen sie und können sich selbst zurücklehnen. Svenja erzählt, wie dieses Angebot entstanden ist und funktioniert. „Codewort Svenja“ – mein Angebot für KjG-Gruppenstunden entstand während unseres Adventsangebots 2012. Es war angelehnt an den Adventskalender „Codewort Balthasar“, in dem täglich eine Kriminalgeschichte rund um eine verschwundene Christusfigur und die beiden KjG-Kinder Emilia und Niklas erzählt wurde. Die Geschichte bot außerdem zahlreiche Bezüge zu Kinderrechten – damit waren die zwei Grundsteine für mein Angebot schon gelegt. Diese Ideen entwickelte ich dann mit Bildungsreferent Holger weiter und wir kamen zu einem super Ergebnis: Mein Angebot „Codewort Svenja“ beinhaltet zwei Arten von Gruppenstunden: die Detektiv- und die Kinderrechte-Gruppenstunde.

TRANSPARENT / EINS 2013 Schon gehört? Geheimnisse

In der Detektiv-Gruppenstunde lernen die Kinder DetektivTipps und -Tricks, wie etwa Fingerabdrücke nehmen oder Geheimbotschaften schreiben. Natürlich kommt der Spaß bei der Sache nicht zu kurz, und so können sich die kleinen Detektive und Detektivinnen in den Spielen Mördertanz oder Zwinkermord voll und ganz ausleben.

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Wenn ihr Lust habt, Besuch von mir zu bekommen und mit mir eine tolle Gruppenstunde zum Thema Kinderrechte oder Detektivtricks zu gestalten, dann meldet euch bei mir: 0221.1642 6454 oder svenja.klemens@kjg-koeln.de

Bei der Kinderrechte-Gruppenstunde steht das Spiel Twister im Vordergrund. Die Kinder testen spielerisch ihr Wissen über Kinderrechte und entdecken dabei noch viele Rechte, die ihnen bis dahin gar nicht bekannt waren. Zum Abschluss der jeweiligen Gruppenstunde erhalten die Kinder ein Zertifikat. Entweder werden sie als KjG-MeisterdetektivIn oder als KinderrechtsexpertIn ausgezeichnet. Bis jetzt habe ich beide Angebote jeweils zwei Mal durchgeführt. Kinder und auch LeiterInnen waren begeistert. Deshalb möchte ich das Angebot in diesem Jahr weiterführen. Svenja Klemens, Bundesfreiwilligendienstlerin in der Diözesanstelle


/ kjg Verbandsleben

KjG-Fotoprojekt

Bitte lächeln! – Klick. Klick-klick. Das Foto ist im Kasten. Aber vielleicht war dem 10-jährigen Marcel mit seinem (Plastik-)Hundehaufen in der Hand gar nicht nach Lächeln zumute? Hier geht es schließlich um etwas, was Marcel tierisch ärgert: Der Spielplatz ein paar Straßen von Marcels Zuhause entfernt ist zum Hundeausführplatz verkommen und kein attraktiver Ort mehr für Kinder. Das ärgert Marcel. Und das will er mit seinem Foto und dem Plastik-Hundehaufen in der Hand zeigen. Seine Gruppenleiterin ergänzt noch am Computer den Schriftzug „Hier stinkt’s gewaltig! Mein Spielplatz soll sauber bleiben! (Marcel, 10 Jahre)“ und dann ist Marcels kleine Wut-Kampagne fertig und kann weitergegeben werden – zum Beispiel an die Politikerinnen und Politikern in seinem Stadtteil.

www.kjg-koeln.de/angebote/kindermacht

Kinder zeigen können, was ihnen an ihrem direkten Umfeld nicht passt, also etwa an der Schule, bei ihren Freizeitmöglichkeiten und in der Wohngegend. Bei einem gemeinsamen Gruppentreffen durchsuchen die Kinder zunächst ihren Alltag nach Situationen und Zuständen, wo ihnen etwas gegen den Strich geht. Eine ganze Reihe an Symbolen und Gegenständen (wie der Plastik-Hundehaufen) soll ihnen dabei helfen. Schließlich stellt jedes Kind seine wichtigste Forderung in einem Foto dar. Die Aussagen und Fotos der Kinder werden dann später in einer gemeinsamen Ausstellung veröffentlicht, können aber auch an die örtliche Kommunalpolitik übergeben werden, damit sich auch wirklich etwas im Sinne der Kinder ändern kann.

Derzeit wird das Projektangebot von einem ehrenamtlichen Team ausgearbeitet. Ab April wird das Team dann Kindergruppen und ähnliche Treffen in den KjGs besuchen Hundehaufen und (Dauer: etwa zwei Stunden). Wenn ihr das andere Ärgernisse im Sucher Im April dieses Jahres startet ein Fotoprojekt Fotoprojekt in eurer KjG haben wollt oder im Projektteam mitarbeiten möchet, könnt ihr zu unserem Schwerpunktthema „kinder. macht – Kindermitbestimmung in der KjG“. euch schon jetzt melden. Ansprechpartner Das heißt, die oben beschriebene Szene hat sind Bildungsreferent Holger Walz und so gar nicht statt gefunden. Könnte sie aber Diözesanleiter Peter Otten. bald. Im Fotoprojekt geht es darum, dass Holger Walz, KjG-Bildungsreferent

TRANSPARENT / EINS 2013 Schon gehört? Geheimnisse

So decken Kinder Missstände auf

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Entwicklung eines Logos:

Die Kunst des Weglassens

TRANSPARENT / EINS 2013 Schon gehört? Geheimnisse

Nicht nur große Unternehmen entwickeln Logi für Ihre Auftritte am Markt – auch Organisationen, Vereine und Jugend­­ver­bände setzen auf die kleinen Zeichen mit großer Wirkung. Ziel des Logos ist die Identifikation und Bindung mit der dahinterstehenden Marke. Das kinder.macht!-Logo, das der KjGDiözesanverband für alle Aktionen rund um die Kindermitbestimmung verwendet, wurde von Verena Dreikauß entwickelt. KjG-Kinder entschieden sich in einer nicht repräsentativen Umfrage für eine von Verenas Logovarianten. Die 33-jährige Grafikerin layoutet auch die transparent.

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Kindermitbestimmung in der KjG

Wie bist du auf die Ideen für die Logoentwürfe gekommen? Die ersten Eindrücke erhält man vom Kunden. Oft haben diese bereits bestimmte Vorstellungen oder Ideen was ihr Logo zeigen soll. Auch erfährt man in einem Kundengespräch, in welchem Bereich oder welcher Zielgruppe sich Kunde und Logo bewegen. Wenn man diese Information gesammelt hat, beginnt man damit neue Ideen zu sammeln. Ich surfe im Internet, schaue mir Blogs der Zielgruppe an, blättere durch Designmagazine und skizziere nebenbei.

Zeichnest du Illustrationen mit der Hand oder arbeitest du hierfür mit Grafikprogrammen? Ich fange oft mit Scribbles an, also von Hand gezeichnete Skizzen, mit denen man erste Entwürfe und Ideen fertigt. Das geht einfach schneller als am Rechner, zudem kann man es überall machen und dabei auch seine Ideen schweifen lassen. Manchmal starte ich direkt im Adobe Illustrator, da man dort schneller mit den Schriften spielen kann, was bei manchen Logi im Vordergrund steht. Ob Stift oder Computer ist daher eher abhängig von dem was du eigentlich vorhast, ein Patent­ rezept gibt es nicht.


/ kjg Verbandsleben

Logo im Arbeitsprozess

Logo in der finalen Fassung

Was, meinst du, muss ein Logo alles ausdrücken, wenn es gut sein soll?

Logo war die Schrift ein wichtiges Teilelement der Gestaltung. Da es so wirken sollte, als hätte jemand das kinder.macht an eine Wand geschrieben, musste eine Handschrift her. Und da es einmal mit dem Pinsel und einmal per Spraydose geschrieben wurde, sollten die Schriften dies auch widerspiegeln.

Wie wählst du Schriften aus? Eine Schrift ist meiner Meinung nach mit einer Waage gleichzustellen. Sie kann auf der einen Seite das Bild unterstützen, oder auf der anderen Seite eine untergeordnete Rolle spielen. In der Variante mit den Kindergesichtern stand die Illustration im Vordergrund, die Gesichter waren sehr prägnant. Wenn hierzu noch eine ebenso auffällige Schrift hinzugekommen wäre, hätte das Auge gar nicht gewusst, welche Information nun wichtiger gewesen wäre. Deswegen habe ich dort eine schlichte Schrift gewählt. Bei dem letztlich gewählten

Ist es etwas anderes, ein Logo für Kinder herzustellen als für Erwachsene? Nein, eigentlich nicht. Kinder jedoch lassen sich schneller begeistern als Erwachsene. Da macht es dann noch mehr Spaß. Doch egal für wen oder was ein Logo gezeichnet wird: Man muss die Zielgruppen kennen lernen, sonst kann es daneben gehen. Die Fragen stellte Birgit Elsner, transparent-Redaktion und KjG-Bildungsreferentin.

Wenn du dich auch für ein Logo interessierst: www.dreikauss.com

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Ein Logo ist ein Synonym für eine bestimmte Sache, und dieses sollte es widerspiegeln, ohne in die Irre zu führen. Dies bezieht sich auf Form, Farbe und Schrift. Wir assoziieren diese Elemente mit bestimmten Dingen. So sind Logi von Banken oft mit Blautönen gespickt, weil wir mit dieser Farbe Seriosität verbinden. Umweltlogi bewegen sich eher im Bereich von Gelb bis Grün, freundlich frische Naturfarben. Wenn diese Regeln bei der Logoentwicklung bedacht werden, kann man nie falsch liegen. Ist ein Logo für Kinder mit scharfen Kanten, Starrheit und dunklen Farben kreiert, die absolute Spaßfreiheit rüberbringen, ist man meiner Meinung nach am Ziel vorbeigeschossen.

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Mit Tannenbäumen Wem Guteserzählst tun

Geheimnisse?

Meiner besten Freundin, wir erzählen uns immer alles. Sarah Bonk (Regionalleiterin aus St. Josef)

Erfahrungsbericht:

PVO-Schulung du deine Die transparent-Umfrage von Volker Andres in der Region Neuss.

Meiner Familie und meinem besten Freund. Fabio Bastine (Pfarrleiter aus Uedesheim)

Meinem besten Freund.

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Leon Frieling (Pfarrleiter aus St. Martinus Uedesheim)

Meine Mama ist meine beste Freundin. Ihr vertraue ich alles an.

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Gina Bastine (Regionalausschuss aus St. Martinus Uedesheim)

Ich erzähle meiner Mutter die Geheimnisse, da sie mich am besten kennt und ich ihr vertraue. Theresa Häming (Regionalausschuss, St. Josef Furth/Weißenberg)


/ SCHWERPUNKT

Steckbrief Region Neuss Das ist schließlich ein Geheimnis. Anna-Lena Jedrowiak (KJW Neuss, Referentin für die katholische Jugend­arbeit in Neuss)

Niemandem, ich behalte sie für mich. Christian Walge (Geschäftsführer, Schulungsteam aus St. Thomas Morus Vogelsang)

Regionalleitung Sarah Ingensandt, Sarah Bonk, Volker Andres, Christian Walge

Pfarreien 14 Pfarreien mit 551 Mitgliedern

Begleitung Olaf Reinartz (BDKJ) Katharina Schwellenbach (KjG)

Aktionen Ich habe keine Geheimnisse, ansonsten meinem Freund. Wiebke Gilges (Leiterin aus St. Josef)

Jährliche Städtereisen, Jugendmessen, regionaler Stammtisch, Spielenachmittag

Kontakt rl@kjg-neuss.de www.kjg-neuss.de

Ich habe keine Geheimnisse. Morris Birkholz (Regionalausschuss, aus St. Peter Hoisten)


GuteErfahrungsbericht: und PVO-Schulung schlechte Geheimnisse Kinder lieben Geheimnisse, und das ist unter (besten) Freunden auch gut so. Es ist eine besondere Art der Beziehungsgestaltung, die Kinder untereinander verhandeln. Sie sind ein Zeichen von Vertrauen, Freundschaft und Wertschätzung. Zusätzlich bieten sie ein Stück Abgrenzung zur Er­wachsenenwelt und vermitteln ein Gefühl von Privatheit und Selbständigkeit.

Es gibt gute und schlechte Geheimnisse

TRANSPARENT / EINS 2013 Schon gehört? Geheimnisse

Gute Geheimnisse sind schön und machen Spaß – die darf man wahren. Bei schlechten Geheimnissen geht es uns nicht gut, sie tun weh, flößen Angst ein oder vermitteln ein komisches Gefühl. Auch wenn es ver­ boten wird, sollte man sie weitererzählen, vor allem, wenn es um körperliche und seelische Grenzüberschreitungen geht.

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Was tun mit schlechten Geheimnissen? Es ist wichtig, Kinder und Jugendliche immer wieder zu ermuntern, zu uns zu kommen, wenn sie etwas bedrückt oder sie sich schlecht und unsicher fühlen. „Hilfe holen ist kein Petzen!“ muss der Leitsatz hierfür lauten. Egal, ob das Kind selbst eine Grenzverletzung erfahren hat, oder aber ein


Du hast das Gefühl, dass ein Kind in deinem Umfeld in Be­drängnis ist? Lass dich von Thomas beraten, was zu tun ist. Er hält außerdem Methoden und Spielideen bereit, mit denen sich die Themen Missbrauch und Geheimniswahrung in der Gruppenstunde ansprechen lassen.

/ SCHWERPUNKT

Mail thomas.pieger@kjg-koeln.de Telefon 0221.1642 6840

Grundvoraussetzung dafür, dass Kinder und Jugendliche zu uns kommen, ist, dass sie lernen, eigene Gefühle wahrzunehmen, ihnen zu vertrauen und sie zu äußern. Sie müssen wissen, dass sie sich ihrer Gefühle nicht zu schämen brauchen. Gefühle sind wichtig und der Motor für Entwicklung, sie geben Signale, die uns mitteilen können, wenn etwas nicht in Ordnung ist. KjG-Gruppen­leitungen können helfen, indem sie die Gefühlswelt immer wieder ansprechen – im Spiel, im Gespräch und ganz nebenher. Es ist wichtig, dass Kinder ihre Ängste mit­teilen können und auch dürfen – ohne zum Beispiel gleich als „Angst­hase“ zu gelten. Wir als PädagogInnen und Gruppen­ lei­tungen haben die Aufgabe, Kinder ernst zu nehmen. Wenn sie ihren eigenen Gefühlen nämlich vertrauen, dann können sie auch für sich selbst bestimmen, was ihnen angenehm oder unangenehm ist. Dies hilft ihnen auch unangenehme Berührungen abzuwehren. Thomas Pieger, Bildungsreferent der Kinderund Jugendbildungsstätte Haus Sonnenberg

Harmlose Geheimnisse sind die Schätze der Kindheit Heimlich versteckte Schokolade, ein ver­­botenerweise angeschauter Film, ein nächlicher Spaziergang zu einem Geheim­ versteck im Garten, ein be­lauschtes Gespräch der Eltern u.v.m.

Beispiel aus der Schulwelt Raphael wird immer im Bus von anderen Kindern gehänselt. Jede Woche soll er drei Euro an seine Peiniger abgeben. Sein Freund Leon merkt das und fragt ihn, warum er das mitmacht. Raphael bittet seinen Freund nichts weiterzuerzählen, weil er sonst Schläge von den anderen bekommt.

Beispiel aus der Familienwelt Elena ist alleine im Zimmer mit dem großen Bruder ihrer Freundin. Er drückt sie plötzlich fest an seinen Körper und versucht sie zu küssen. Als er die Tür klappern hört, rückt er von Elena ab und sagt: „Beim nächsten Mal machen wir genau da weiter und wehe, du sagst was!“

Geheimnisse, die uns ein schlechtes Gefühl geben

TRANSPARENT / EINS 2013 Schon gehört? Geheimnisse

Freund oder eine Freundin es gebeten hat, Stillschweigen über eine solche Verletzung zu bewahren: Kinder und Jugendliche brauchen die Gewissheit, dass sie keine Strafe fürchten müssen oder als Petze dastehen. Manche glauben zunächst vielleicht sogar selbst, an etwas schuld zu sein oder etwas falsch gemacht zu haben.

Wenn Jugendliche oder Erwachsene ein Kind bedrängen oder mit ihm etwas machen, was ihm nicht gefällt, wollen sie sicherstellen, dass dies nicht ans Licht kommt. Durch Drohungen, dass Mama oder Papa krank werden oder sterben, wenn das Kind das „Geheimnis“ ausplaudert, oder Liebesentzug lassen sich Kinder leicht unterdrücken, sodass sie aus Angst mehr hinnehmen, als gut für sie ist. Oft werden den Opfern auch Geschenke versprochen, oder das Ganze wird als besonderes 17 „Geheimnis“ deklariert, das nicht weitererzählt werden darf.


Philosophie des Forschens

Geheimnisse auf dem Prüfstand

TRANSPARENT / EINS 2013 Schon gehört? Geheimnisse

Seit jeher beschäftigen uns die Fragen nach unserer Existenz und alle, die Per Anhalter durch die Galaxis gelesen haben, wissen, dass „42“ keine zufrieden stellende Antwort auf die Frage aller Fragen ist. Doch was treibt uns an, Antworten auf die Fragen unserer Herkunft, unseres Seins und der uns umgebenden Welt zu suchen?

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Wasser, Erde, Luft und Äther bestehen und beschreibt somit das Werden, den Wandel und das Vergehen aller Dinge auf eine logische Weise.

Nimmt man die Mythologie als früheste Methode der Weltdeutung, ist die Antwort einfach. Nach griechischer Mythologie formte Prometheus die Menschen aus Ton und ließ ihnen von Athene Verstand und Vernunft geben. So einfach diese Antwort ist, so wenig nachweisbar ist die Lehre, die sich dahinter verbirgt.

Logische Erklärungen sind wohl in sich schlüssig, jedoch nicht zwangsweise richtig, was die Philosophie allerdings auch nicht anstrebt. Reproduzierbare und somit korrekte Erkenntnisse gewinnt die Natur­ wissenschaft aus den Regelmäßigkeiten von natürlichen Zuständen und Veränderungen. Diese dritte Methode der Weltanschauung erfüllt jedoch vorzugsweise den Zweck der Zustandserklärung anstelle der Sinnfindung und antwortet somit auf die Frage „Wie?“ anstatt „Wozu?“.

Die Philosophie versucht mittels Logik eine fundierte Weltanschauung herzustellen. Durch Hypothesenbildung und Ordnung allen verfügbaren Wissens stellt die Philo­ sophie ein schlüssiges Weltbild her, das dem Verstand Orientierung und Sicherheit geben soll. Alchemisten stellten eine solche Basis her, indem sie die Lehre der Elemente schufen. Je nach Kulturkreis erklärt diese, dass alle Dinge beispielsweise aus den grundlegenden Elementen Feuer,

Dem aufmerksamen Leser mag auffallen, dass gerade die Frage „Wozu Antworten suchen?“ noch nicht beantwortet wurde. Bedienen wir uns also der Philosophie und stellen die Hypothese auf, dass die Antwort ganz banal „Macht“ lautet. Den drei Weltdeutungen ist schließlich gemein, dass sich jene, die sich mit ihnen beschäftigten, über Wissen verfügen, das ihnen in verschiedenen Lebenssituationen Souveränität verleiht. Priester und Schamanen vertreten


/ SCHWERPUNKT

Geheimnisse, in die nur sie eingeweiht sind – das exklusive Wissen macht sie unangreifbar. Philosophen begegnen neuen Situationen durch ihre Weisheit uneinge­ schüchtert. Und Naturwissenschaftler machen ihre Erkenntnisse nutzbar, ob nun zu einem militärischen, kommerziellen oder welt­verbessernden Zweck. Man mag sich nun fragen: „Wozu benötigen Mystiker, Philosophen und Naturwissen­ schaftler Souveränität oder Macht?“ Ant­worten führen somit zu weiteren Fragen. Ist die Suche nach Antworten in Wirklichkeit die Suche nach Fragen aufgrund der Sehnsucht Neues zu erfahren und Verborgenes kennen zu lernen? Dann lautet die Antwort: Neugierde.

TRANSPARENT / EINS 2013 Schon gehört? Geheimnisse

Alexander Stiehl, transparent-Redaktion, KjG St. Joseph, Leverkusen-Manfort

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Reizwäsche & Kreuz Das Verhüllen von Dingen, Menschen oder Situationen ist ein essentielles Ritual - in der Kirche, in der Liebe und im Alltagsleben. Kinderstadt 2010: Auf der Bühne wird in einer feierlichen Zeremonie das Banner enthüllt. Damit ist die Kinderstadt eröffnet. Zicke Zacke 2012: Die römischen Spiele um Huhn und Ehre werden eingeleitet mit dem Entrollen des großen Banners. Die Vorbereitung erfordert einiges an Zeit, Hirnschmalz und Frickelei. Das Spiel mit dem Geheimen, mit dem Verhüllen und Enthüllen einer Sache begegnet uns an vielen Orten, auch in der Kirche. Gerade jetzt in der Fastenzeit ist es sehr auffällig: Hungertücher verwehren den Blick auf den Hochaltar und auch das Kreuz wird verhüllt und erst in der Karfreitagsliturgie feierlich wieder enthüllt.

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Warum eigentlich? Wenn wir uns anziehen wird unser Körper verhüllt, vor Blicken geschützt – er ist ein Geheimnis. Auf der anderen Seite spielt zum Beispiel Reiz­ wäsche gerade mit diesem Geheimnis:

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Die Verhüllung als Zweck, das Verhüllte, das Geheimnis des nackten Körpers, noch besonderer, noch begehrenswerter zu machen. Ist das violette Tuch vor dem Kreuz genau das, eine Art Reizwäsche? Ich frage mich: Was ist Gott? Und sage darauf: Keine Ahnung. Gott ist ein Geheimnis, vielleicht sogar das größte. Gott ist irgendwo auch verhüllt. Zu groß, zu mächtig, zu unfassbar für meine Gedanken. Die drei großen Weltreligionen verstehen sich als „Offenbarungsreligionen“. Im Juden­tum wird geglaubt, dass Gott sich in der gemeinsamen Geschichte Israels mit JHWH zeigt. Im Islam ist es der Koran, der das direkte Wort Allahs offenbart. Und im Christentum ist es Jesus, der das Geheimnis „Gott“ enthüllt.


/ SCHWERPUNKT

Eigentlich will die Verhüllung nicht ver­ bergen, im Gegenteil. Darum sind einige Hungertücher halb transparent: Durch sie soll ein neuer Blick auf das Geheimnis dahinter möglich werden, ein neues Ent­decken und ein neues Erleben. Dominik Meiering, Stadtjugendseelsorger in Köln, promovierte 2005 zu diesem Thema. Die Arbeit ist erschienen in dem Buch mit dem Titel „Verhüllen und Offenbaren“. Max Pilger, transparent-Redaktion und Diözesanleiter

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Indem Gott in Jesus Mensch wird, begibt er sich auf unsere Ebene, ist nicht mehr fern, sondern ganz nah, wird begreifbar und sogar anfassbar. Und bleibt dabei ganz Gott. Das kommt in dem Tuch vor dem Kreuz zum Ausdruck. Das Ver- und Enthüllen erinnert an das, was wir Ostern eigentlich feiern: Gott wird enthüllt, kommt zu uns Menschen, nicht als Herrscher, sondern so menschlich, dass er sogar das Leid und den Tod auf sich nimmt. Er teilt alle Angst, allen Zweifel und allen Schmerz. Da ist Gott zu finden: In der Angst, im Leid, im Schmerz. Wenn er das auf sich nimmt – dann muss er die Menschen wirklich lieben.

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Das Beichtgeheimnis:

Alles bleibt zwischen uns & Gott

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Was passiert bei der Beichte?

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Die Evangelien erzählen, dass Jesus Menschen Sünden vergeben hat (vgl. etwa Mk 2,5). Diese Vollmacht hat er den Menschen übergeben (vgl. Mt 9,8). In besonderer Weise ist die Vollmacht der Sündenvergebung aber nach kirchlicher Lehre dem kirchlichen Amt, also den Priestern, gegeben. Ein Sünder / eine Sünderin isoliert sich von Gott und von der Gemeinschaft. Die Sündenvergebung – vermittelt durch den Priester – stellt diese Gemeinschaft wieder her. Dabei kann das Bekenntnis der Schuld bereits subjektiv befreiend wirken: Der Mensch steht zu dem, was er getan hat, übernimmt die Verantwortung und zugleich öffnet er sich erneut für die Gemeinschaft mit den anderen Menschen und mit Gott (po).

Volker Andres, seit dieser Ausgabe Redaktionsmitglied der transparent, hat sich mit Kaplan Zbigniew Cieslak über das Beichtgeheimnis unterhalten. Der Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft Neuss West / Korschenbroich war acht Jahre Priester in der Diözese Radom in Polen. Seit neun Jahren ist er im Erzbistum Köln tätig.

Was ist die Beichte? Die Beichte ist die von Christus ausge­ sprochene Einladung, den eigenen Frieden zu finden.

Warum sollten wir überhaupt beichten? Jeder Mensch hat bereits die Erfahrung gemacht, mit sich selbst nicht im Reinen zu sein. Die Beichte gibt uns die Möglichkeit, die innere Harmonie zu finden.

Wie hilft uns die Beichte? Wir alle sind unvollkommen und machen Fehler. Durch die mit der Beichte verbun­ dene Selbstreflexion führen wir uns dies immer wieder vor Augen und können, auch durch die Gnade Gottes, an uns arbeiten.

Wird uns alles vergeben? Die um Vergebung bitten, denen wird vergeben, wie dem Apostel Petrus, der nach seiner Verleumdung noch zum Kopf der Kirche wurde.

Was geschieht mit dem Gebeichteten? Nichts soll einen an der Beichte hindern. Auch nicht die Angst, dass die eigenen Vergehen verraten werden. Alles, was


/ SCHWERPUNKT

während der Beichte gesprochen wird, bleibt ein Geheimnis zwischen dem Priester und einem selbst.

Wie gehst du selbst mit dem dir Gesagten um? Ich verbinde alles mir Anvertraute nur im jeweiligen Moment mit dem Beichtenden. Alles bleibt zwischen uns und Gott.

Ziehst du in späteren Begegnungen eine Verbindung zum Gebeichteten? Wenn eine längere Begleitung gewünscht ist, setze ich mich damit auseinander, um eine bestmögliche Hilfestellung bieten zu können, ansonsten vergesse ich alles bereits beim Verlassen des Beichtstuhls.

Dabei sind dies sicherlich viele verschiedene Vergehen? Alle Menschen ähneln sich und so auch die Sünden. Ein Priester hat mal gesagt, dass er jedem 100 Euro zahlt, der ihm eine neue Sünde anvertraut. Der Fall ist noch nicht eingetreten.

Wann ist dies besonders schwer? Dazu kann ich ein kurzes Beispiel erzählen: In einer Gemeinde wurde die Haushälterin des Pfarrers ermordet und alle Indizien zeigten auf diesen, weswegen er auch wegen Mordes verurteilt wurde. Gleichzeitig kannte er den wahren Täter, weil dieser sich ihm in der Beichte anvertraut hatte. Erst 20 Jahre später wurde das Unrecht aufgeklärt, da der wahre Täter, durch Schuldgefühle geplagt, nachträglich gestand. Das Beichtgeheimnis wurde auch hier gewahrt.

Möchtest du abschließend noch etwas loswerden? Die Beichte bietet jedem die Möglichkeit, nicht nur menschliche, sondern auch göttliche Hilfe zu erhalten. Dies ist eine einmalige Chance, die man nicht verschenken sollte.

Generell gilt: Was im Beichtstuhl gesprochen wird, bleibt auch dort. Aber natürlich kann ich versuchen weiterzuhelfen, allerdings nur, ohne dass jemand den Inhalt der Beichte erfährt.

Darfst du das Beichtgeheimnis brechen, um dich oder andere zu schützen? Nein, das ist nicht möglich. Es gibt keine Situation, in der das Beichtgeheimnis gebrochen werden darf.

Kaplan Zbigniew Cieslak ist Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft Neuss West / Korschenbroich.

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Beschränkt sich die Hilfe auf den Beichtstuhl?

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Wenn wir ganz sicher sein wollen, dass ein Geheimnis weitergeplaudert wird, vertrauen wir es tratschsüchtigen FreundInnen an. Oder wir posten bei facebook. Wie steht ihr zu persönlichen Kommentaren und Fotos in sozialen Netzwerken?

»Mein virtuelles Profil bei facebook ist einfach praktisch«

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Gina Bastine (19) KjG St. Martinus, Neuss-Uedesheim

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Die Frage, ob und wieviel man im Internet von sich preisgeben darf, sorgt heutzutage im Angesicht der Datenschutzbestimmungen für viele heftige Diskussionen. Ich bin der Meinung, dass jeder für sich selbst wissen muss, wie viel er von sich preisgibt. Soziale Netzwerke wie facebook sind meiner Meinung nach zuallererst Portale, die es ermöglichen, sich online auszutauschen und Dinge zu „teilen“. Wenn nun jemand sein Mittag­ essen fotografiert und dies teilen möchte, soll er das gerne tun. Fotos und Standpunkte, wo man sich gerade befindet zu teilen, dient der Information meiner „Freunde“. Ich bemerke immer häufiger, dass man auf die Inhalte, die man bei sozialen Netzwerken teilt, oft angesprochen wird. Freunde von mir, die nicht in Deutschland wohnen, freuen sich, Fotos von meiner Familie zu sehen und zu wissen, wo ich mich gerade befinde. Ich finde das nicht schlimm. Da ich noch nie ein übermäßiger Freund von Emails war, finde ich es sehr praktisch, dass es die Möglichkeit gibt, ein persönliches virtuelles Profil zu erstellen, das es anderen ermöglicht, etwas über mich zu erfahren. Hierbei sollte aber darauf geachtet werden, dass man sich über den Kreis der „Freunde“ informiert, um zu verhindern, dass nicht Fremde persönliche Dinge über einen selbst lesen können. Da sind die „Privatsphäre-Einstellungen“ sehr hilfreich. In Anbetracht eines späteren Berufslebens werde ich mein facebook-Profil aber löschen, weil der erste Eindruck beim Bewerbungsgespräch zählt, und der sollte nicht durch ein virtuelles Profil getrübt werden.


/ SCHWERPUNKT

»Es wirkt, als hätten die kein Leben« Man muss bei facebook nicht sein gesamtes Leben posten. Wir posten dort ganz selten etwas: In unserer KjG-Gruppe schreiben wir Kommentare oder stellen Fragen an die anderen, aber das sehen nur die Gruppen-Mitglieder. Außerdem schreibt man manchmal Kommentare unter Bilder und das war es meistens schon. Mal abgesehen von dem „Auf geht’s, Gladbach“ vor einem halben Jahr...

Derzeit nutzen wir facebook sowieso nicht mehr oft. Die meisten Infor­mationen und Nachrichten schicken wir über WhatsApp, das geht schneller und hier sind auch die meisten Freunde von uns dabei.

Protokolliert von Kai Regener, transparent-Redaktion

Moritz Eggenkämper (14) und Tim Gilgen (13), KjG St. Martinus, Neuss-Uedesheim

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Meistens denkt man sowieso nicht daran, etwas zu posten. Wenn wir facebook nutzen, checken wir oft nur kurz über das Handy Nachrichten und Meldungen. Am Laptop verbringen wir fast gar keine Zeit bei facebook. Wenn man Nachrichten oder neue Beiträge liest, kommt man gar nicht auf die Idee, etwas Persönliches von sich selber zu posten. Das hat nicht nur damit zu tun, dass es unpraktisch ist, sondern auch damit, dass solche Sachen niemanden etwas angehen. Keiner soll Dinge mitbekommen, die eigentlich „intim“ sind. Meistens sind solche Posts schon bei anderen Leuten uninteressant. Personen, die bei facebook ihr gesamtes Leben veröffentlichen, haben oft selber gar keins. Wenn sie viele Dinge von sich preisgeben, macht das immer den Eindruck, als ob sie hobbylos wären. Da die meisten Posts von solchen Leuten einfach uninteressant sind, wären solche Status-Meldungen von einem selber auch nicht interessanter.

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Das geteilte

Geheimnis

Geheimnisse gehören zum Leben einfach dazu. Keiner lebt schließlich als weißes Blatt Papier ohne Er­fahrungswerte.

Sie können etwa gute oder schlechte Erlebnisse in der Vergangenheit eines Menschen sein. Ein Freund oder eine Freundin kann sogar mit einer abweichenden Meinung helfen, eine neue Rezeptur zu finden, wie man besser durch das Leben gehen kann. Dieses Gegenüber muss man allerdings erst einmal finden: Manche Freunde sind abgeschreckt, wenn sie von einem Geheimnis erfahren oder sogar verletzt und man muss sich erst auf die Suche begeben nach Menschen, denen ähnliche Dinge wider­ fahren sind – aber finden muss man sie: Die Personen, die unser Geheimnis teilen und uns bei der Lösung eines Problems helfen.

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Durch Ehrlichkeit und das Offenbaren eigener dunkler Seiten kann ein Mensch viel auslösen. Nicht jedem gelingt das, denn es ist ein großer Kraftakt, sich und seine Geheimnisse jemandem anzuvertrauen – viele haben Angst davor, weil sie geliebt werden wollen und ihre Fehler lieber ver­bergen als preisgeben möchten.

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Seine dunklen Seiten zu offenbaren, kostet Überwindung. Manchmal werden solche Bekenntnisse auch ausgeplaudert, falsch wiedergegeben oder der FreundInnenkreis reagiert abweisend auf neue Erkenntnisse, dann sollte eine Absprache erfolgen, wo ausgesprochen werden kann, was die Seele berührt. Man selber braucht ein wenig Glück und das Umfeld benötigt Verstand. Doch wer schlechte Geheimnisse endlich loswird, der kann behaupten, dass etwas weitergeht und Entwicklung im Leben möglich wird. Natürlich darf jeder seine Geheimnisse auch für sich behalten, aber dann muss er ganz alleine mit ihnen zurechtkommen. Sven Averdung, transparent-Redaktion, KjG Höhenberg-Vingst


/ SCHWERPUNKT Entdecktes

Trailer zum Kinofilm 2012 bei youtube.

Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann Gegen Ende des 18. Jahrhunderts, einer Zeit, in der sich die Menschen noch nicht endgültig für eine mystische, philosophische oder wissenschaftliche Weltanschauung entschieden zu haben schienen, begleitet diese wundervolle Abenteuergeschichte das Leben zweier äußerst verschiedener Männer. Alexander von Humboldt, Sohn eines preußischen Kammerherrn, erkundet die tiefsten Höhlen, verborgene Flüsse und die höchsten Berge. Dabei scheut er weder Malaria, Höhenkoller noch Experimente am eigenen Leib. Dagegen erfasst der aus einfachen Verhältnissen stammende Carl Friedrich Gauß die Welt mit seinem Verstand, durch den ihm in den unpassendsten Momenten die genialsten Einfälle kommen, wie etwa die Planetenbahn­ korrektur während seiner Hochzeitsnacht. Mit einem ironischen und auflockernden Unterton beschreibt Kehlmann das Leben und Wirken dieser beiden leicht sonder­ baren Wissenschaftler zwischen Fakt und Fiktion. Alexander Stiehl, transparent-Redaktion, KjG St. Joseph, Leverkusen-Manfort

Die Formel, die alles erklären kann Wie ist das Universum entstanden? Wie verhalten sich Raum und Zeit zueinander? Was sind schwarze Löcher? Was haben Kopernikus, Galilei und Newton heraus­ gefunden? Gibt es die Formel, die alles erklären kann? In Eine kurze Geschichte der Zeit versucht Stephen Hawking zum einen Antworten auf diese Fragen zu finden. Auf der anderen Seite schlägt er eine Brücke zwischen Wissenschaft und Populärkultur. Seine Ausführungen kann jedeR LeserIn verstehen, die/der über ein Grundmaß an Allgemein­ wissen verfügt – auch wenn hier so komplexe Begriffe wie die Relativitätstheorie erklärt werden. Hawking versucht, die Geheimnisse der Frage nach dem Ursprung von Allem zu lüften. Ihm gelingt zudem, dieses Wissen nicht wie ein Geheimnis der Wissenschaft aussehen zu lassen. Eine kurze Geschichte der Zeit ist eine lohnenswerte Lektüre für Neugierige, Wissenschaftsbegeisterte und Menschen, die sich bislang nicht an Naturwissenschaften herangetraut haben. Kai Regener, transparent-Redaktion, KjG St. Martinus, Neuss-Uedesheim

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Welche Weltanschauung ist Glück versprechend?

Geheimnisse der Wissenschaft, für uns in Romanen „gelüftet“

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Geheimes Buchversteck Kinder hüten gerne Geheimnisse und möchten Dinge vor Eltern und Geschwistern ver­ stecken. Hier ist eine Bastelidee für Gruppenstunden und Freizeiten. Das brauchst du: dickes Buch, Tesafilm, Teppichmesser, Pinsel, Lineal, Bleistift, Frischhaltefolie, Bücher als Gewicht, mit Wasser verdünnten Holzleim

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1. Wählt ein altes, dickes Buch aus, das niemand mehr braucht. Hüllt die Vorderund Rückseite des Buches mit je ein paar Seiten in Frischhaltefolie und klebt sie mit Tesafilm fest. Auf die restlichen Buchseiten pinselt ihr von außen auf die Ränder den verdünnten Holzleim. Dann schließt das Buch, stapelt ein paar schwere Bücher darauf und lasst den Leim eine halbe Stunde lang trocknen. 2. Die geleimten Buchseiten müssten jetzt fest aneinander kleben. Entfernt die Plastikfolie, nehmt euch Lineal und Bleistift und zeichnet auf den entstandenen Block ein Rechteck, das einen Zentimeter vom Buchrand entfernt ist. 3. Schneidet mit dem Teppichmesser am Rechteck entlang und nehmt die ausgeschnittenen Seiten aus dem Buch. 4. Das Buch hat nun ein geheimes Loch. Jetzt müsst ihr nur noch die Innenseiten des Hohlraums mit Leim bepinseln, das Ganze wieder mit Büchern beschweren und trocknen lassen. Fertig ist das geheime Buchversteck!

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Quelle: www.wdr.de/tv/wissenmachtah/ bibliothek/schmuckkasten.php5

Fingerabdrücke sichern Das brauchst du: Münze, Bleistift, Pinsel, weißes Blatt Papier, durchsichtige Klebestreifen 1. Suche dir einen Gegenstand, wie etwa ein Glas, auf dem ein Fingerabdruck deutlich zu sehen ist. 2. Rubbele mit der Bleistiftspitze mit starkem Druck über die raue Oberfläche der Münze. So gewinnst du aus der Bleistiftmine ein feines Pulver. 3. Streue das Pulver vorsichtig über die Fläche, auf der du nach dem Finger­ abdruck suchst. 4. Jetzt kannst du mit dem Pinsel das Pulver vorsichtig vom Abdruck wischen. 5. Wenn der Abdruck sichtbar wird, nimm ein Stück Klebestreifen und lege es mit der klebrigen Seite auf den Abdruck. Tipp: Halte den Klebestreifen mit beiden Händen an den Ecken fest, damit er nicht zu sehr an der Oberfläche klebt. 6. Nun kannst du den Klebestreifen von der Oberfläche abnehmen und ihn auf das weiße Blatt Papier kleben, sodass der Abdruck deutlich sichtbar wird. Verwahre ihn gut, damit du ihn später überprüfen kannst. Am besten beschriftest du den Fingerabdruck, sodass du nach und nach eine Kartei anlegen kannst.


/ Methoden für Gruppenstunden & Freizeiten

Lochschablone für Geheimschrift Das brauchst du: kariertes Papier (5 x 5 Kästchen), Schere, Pappe oder dickeres Papier für die Lochschablone, Stift Schritt 1: Zunächst musst du die Lochschablone mit Pappe oder dickem Papier basteln (siehe Bild). Die weißen Kästchen musst du dafür ausschneiden. Unsere Geheimnachricht soll lauten: HEUTE UM ELF Schritt 2: Lege dann die Schablone mit den Löchern so auf das karierte Papier, dass sich das „X“ links oben befindet und trage die ersten fünf Buchstaben von oben nach unten ein: HEUTE Schritt 3: Drehe nun die Lochschablone im Uhrzeigersinn (das „X“ liegt nun rechts oben) und lege sie wieder auf das karierte Papier. Nun kannst du die nächsten Buchstaben der Nachricht eintragen: UM ELF. Die Schablone kann insgesamt drei Mal gedreht werden. Für unsere Nachricht reicht ein Mal. Schritt 4: Fülle nun die übrigen Kästchen auf dem Papier mit belie­ bigen Buchstaben aus. Zum Entschlüsseln der Nachricht brauchen deine ‚Freunde natürlich die gleiche Lochschablone. Sie müssen den Zettel unter die Schablone legen und darauf achten, dass das „X“ links oben ist. Nun müssen sie nur die Buchstaben in den Fenstern lesen und eventuell weiter drehen! Quelle: http://schulen.eduhi.at/riedgym/leoc/volksschule/geheimschrift/ lochschablone.htm

Kariertes Papier

Schritt 2

Schritt 3

Schritt 4

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Schritt 1

29 Lochschablone


Rätsel für unterwegs und zwischendurch Öde Busfahrten und lange Wartezeiten lassen sich wunderbar mit Rätselspielen dieser Art überbrücken: Geheimer Eintrittscode: Disko-Türsteher Alle SpielerInnen versuchen in eine an­ gesagte, neue Disko zu kommen. Doch vorher müssen sie am Türsteher vorbei. Bei diesem Spiel ist die Regel, dass man nur eintreten darf, wenn man im Eintrittscode den Titel einer Zeitschrift/ Zeitung unterbringt. „Ich zeige dem Türsteher ein Foto von mir und komme nicht rein, aber wenn ich ihm ein Bild von mir gebe, dann lässt er mich durch.“ Oder: „Mich lässt der Türsteher rein, wenn ich eine Freundin oder gleich 11 Freunde mitbringe.“

Einkaufen im Kaufhaus Alle sitzen im Kreis. Eine Person beginnt und sagt etwa: „Ich gehe ins Kaufhaus und fahre mit der Rolltreppe in die zweite Etage auf der linken Seite und kaufe mir eine Jeans. Und was kauft ihr?“ Die zweite Etage links ist die Person, die zwei Plätze links neben der Person sitzt, die die Frage stellt Die nächste Person in der Runde muss diesen Zusammenhang erkennen und entsprechend fortführen: Ich kaufe braune Stiefel im zehnten Stock auf der rechten Seite.

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Quelle: www.jugendleiter-blog.de

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Zusammengestellt von Christina Düster, Svenja Klemens & Christoph Sonntag.

Rätselhaftes Passwort am Stadttor Eine von FeindInnen bedrohte Stadt hat ein geheimes Passwort vereinbart, das vor Einlass der Reisenden in die Stadt abgefragt wird. Einer der Feinde legt sich in die Nähe des Stadttores und hört heimlich zu. Der erste Besucher wird von den Wachen gefragt: „acht?“ Der Besucher antwortet „vier“. Er darf einreisen. Die zweite Besucherin wird von den Wächtern „sechzehn?“ gefragt und antwortet korrekt: „acht“. Der dritte Besucher wird „achtundzwanzig?“ gefragt und darf mit der Antwort „vierzehn“ passieren. Der feindliche Spion glaubt nun, das System erkannt zu haben. Auf die Frage „dreißig?“ antwortet er mit „fünfzehn“ und wird prompt verhaftet. Was hätte der Spion stattdessen sagen müssen? Lösung: Die richtige Antwort wäre „Sieben“ gewesen. Gefragt war nicht die mathematische Hälfte der genannten Zahl, sondern die Anzahl der Buchstaben, die das Zahlwort ausgeschrieben zählt. Das Wort „Dreißig“ hat sieben Buch­ staben. Quelle: www.k-j-l.de


/ impressum

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Redaktion

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