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H C L K C GU

02/2013

s Münster

Maga

zesanverbande zin des KjG-Diö

Glaube -

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Diözesanverband Münster


Editorial

Liebe KjGlerinnen, liebe KjGler, liebe Gucklochleserinnen, liebe Gucklochleser, kaum zu glauben. Das wird sich der ein oder andere gedacht haben, als Ende Mai in der Eifel noch Schnee gefallen ist. Ebenso der ein oder andere Fußball-Fan als die seine Mannschaft die Champions-League verloren, bzw. gewonnen hat. Aber was ist Glaube? Woran glaube ich? Glauben alle gleich oder kann Glaube doch vielfältig und zugleich im Einklang sein? Wir haben uns für die neue Gucklochausgabe entschieden , einen Überblick zu wagen. So könnt Ihr mit uns dem Erlebnis Glauben im Alltag nachgehen, bei der Verkündung unseres neuen Papstes Franziskus mit einem Blick aus Rom dabei sein, verschiedene Formen des Glaubens entdecken, einen Einblick auf andere Religionen werfen und erleben wie bunt und kreativ (Jugend-) Gottesdienste sein können, in denen neben einer Sprayaktion, die zum nachdenken und mitmachen aufruft, aus der Reihe getanzt wird.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch dieses Mal einiges zu berichten: Der Diözesanausschuss hat schwimmende Baumstämme getestet und sich mit zahlreichen Themen der Gegenwart und Zukunft befasst. Der Wahlausschuss ist auf der Suche nach Kandidaten für die nächste Diözesankonferenz. Kinder haben sich getroffen, um der im September anstehenden Pfandflaschenaktion mehr Gestaltung zu geben. Und nicht zuletzt sind auch viele von Euch vor Ort, in zahlreichen anderen Teams, Gremien und in unserem Diözesanbüro wieder sehr aktiv gewesen. Wir glauben daher daran – Vielfalt und Einklang stehen auch für uns die KjG. Stefan

Stefan

Impressum

Sonja

André

Christian

Timo

Rebecca

Guckloch ist die Zeitschrift der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) im Bistum Münster. Herausgeberin ist die Diözesanleitung der KjG. Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Redaktion: Christian Biesemann, Stefan Hülsheger, Timo Günter, Rebecca Kluge, Sonja Pöpsel, André Terlinden Mitarbeiter/-innen: Regina Bußmann, Stefan Hörstrup, Björn Dobiasch, Heinrich Menneking, Joanna Gladzwa, Carina Schmitz, Anne Kersjes Titelbild: Stefan Hülsheger Satz und Layout: Kerstin Reer, Rebecca Kluge Redaktionsanschrift: 48143 Münster, Wegesende 4, Telefon (02 51) 495 508, www.kjg-muenster.de e-Mail: redaktion@kjg-muenster.de Internet: www.kjg-muenster.de, www.facebook.com/KjG-Dioezesanverband-Muenster Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 26.August 2013 Auflage: 750 Druck: www.wir-machen-druck.de V.i.S.d.P.: Rebecca Kluge


Inhalt

TITELTHEMA Wie, Du glaubst an Gott? Gott ist rund! Woran glauben die anderen? Jugendgottesdienste Glaube ist für mich... Expats und Emiratis in Dubai

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AUS DEM DIÖZESANVERBAND Diözesanausschuss im April BUKO 2013

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KJG vor ORT Nachtaktiv. Gebetsnacht in Kirchehhellen Aus der Reihe getanzt Neulich in Rom Ein Kicker aus dem Knast Pfandflaschenaktion

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Kinder Nachgehakt: Kirche bedeutet für mich Kinderrätsel

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Dies & Das Wahlausschuss Burgfest Bingo Mach mit: Gestaltung von Plakaten Spiel- und Buchtipps Geschütteltes Rätsel Geistesblitz Adressen

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Titelthema

Bild: pixelio.de/ Dirk Pollzien

Ein Leben mit der Dialyse?

Bild: pixelio.de/ Cornelia Minechelli

Neue Niere oder...

Wie, Du glaubst an GOtt? Wer kennt es nicht? Man sitzt in der Hochschule, in der Schule oder auf der Arbeit und die Mitstudenten, Schulfreunde und Kollegen fragen einen: „Was machst Du eigentlich in deiner Freizeit??“ Da steht man schon vor dem ersten Problem: Sag ich nun, dass ich Kinder- und Jugendarbeit in der katholischen Kirche mache oder lasse ich die katholische Kirche weg und sage nur: „Ich mache Jugendverbandsarbeit.“? Denn ist es nicht inzwischen verpönt, auch nur im entferntesten Sinne freiwillig etwas mit der Kirche zu tun zu haben? Ich beispielsweise bin Studien- und Berufsmäßig im absolut technischen Bereich (Mechatronik) tätig und wenn ich den Menschen, denen ich dort begegne, irgendwann mal offenbare, dass ich mich freiwillig in der katholischen Kirche engagiere, dann hageln auch schon die Kommentare: „Was würde Jesus tun?“, fragen manche, wenn man in einer Situation mal nicht weiter weiß. „Warum lässt Dein Gott das zu?“, ist eine oft gestellte Frage, wenn irgendwo in der Welt Menschen ums Leben kommen. Oder „ Da gehst du jetzt aber einen Schritt Richtung Hölle“, das höre ich, wenn ich mal geflucht habe. Und da kommen noch viele mehr.

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Wenn man gegenüber diesen Leuten zeigt, dass man gläubig ist, dann bietet man leider eine Angriffsfläche. Es ist Schade, wenn es blöde Sprüche hagelt, nur weil man mit der Institution Kirche zu tun hat. Und falls man dann auch noch offenbart hat, dass man gläubig ist und regelmäßig in die Kirche geht, Messdiener ist, Jugendgottesdienste organisiert oder zum Kirchentag fährt, dann wird man zum Teil behandelt, als wäre man vom anderen Stern. So normal ist es nicht, wenn man in der heutigen Zeit dazu steht, an Gott zu glauben. Aber wir machen es trotzdem, wir sind dann eben die Exoten und diejenigen die aus einem Gottesdienst kommen und so voller Kraft sind, dass wir gar nicht abwarten können, die nächsten Aufgaben mit Leichtigkeit zu erledigen. Wir haben immer Einen, der hinter uns steht und uns aufmuntert, der zu uns steht, egal was auch passiert ist und der uns die Kraft gibt, die wir in bestimmten Situationen einfach brauchen. Aber wie will man den Leuten genau das erklären, wenn sie keinerlei Verständnis dafür haben, was es heißt, an Gott zu glauben und mal runter zu kommen und sich mit sich selbst zu beschäftigen. Ich habe inzwischen gelernt: Man kann es nicht, zumindest kann ich es nicht. Ich muss keinen überzeu-


Bild: GleisX

Titelthema

gen, dass zu glauben an was ich glaube. Und wenn man nach diesen Fragen dann wieder in seiner Gemeinde und mit den Leuten zusammen ist, die genauso denken wie man selbst, dann ist die Welt auch schon wieder in Ordnung. Bei den Recherchen nach einem schönen Beispiel für eine Antwort auf einen „dummen Spruch“ bin ich auf einen Mann gestoßen, der im 17. Jahrhundert lebte, Mathematiker war und gleichzeitig christlicher Philosoph. Ich rede von Blaise Pascal. (Vielleicht hatte in der Schule jemand das Pascalsche Dreieck im Matheunterricht? Dieser Mann hat es erfunden.) Jedenfalls hat Blaise Pascal eine These aufgestellt, die ziemlich interessant klingt, die sogenannte „Pascalsche Wette“. Sie besagt: „Wenn man davon ausgeht, dass es einen Gott gibt, dann sind automatisch alle besser gestellt und kommen in den Himmel, die an Gott glauben. Alle, die nicht an Gott glauben sind schlechter gestellt und kommen in die Hölle. Wenn es aber keinen Gott geben sollte, dann ist es egal ob man an Gott glaubt oder nicht, denn es passiert nichts. Keiner ist besser gestellt und alle kommen an den gleichen Ort nach dem Tod.“

Der Gedanke ist ziemlich spannend, denn wenn man an Gott glaubt und es keinen Gott gäbe hat man trotzdem durch seinen Glauben Erfahrungen gemacht und Stärke und Kraft gewonnen. Und falls es doch einen Gott gibt, dann habe ich sowieso schon gewonnen. Also eine klassische Win-Win-Situation. Dann halte die dummen Sprüche aus und sage das nächste Mal, wenn mich jemand danach fragt, was ich in meiner Freizeit mache: „Ich bin in der katholischen Jugendverbandsarbeit tätig, gehe regelmäßig in die Kirche und glaube an Gott!“. Und damit weiß ich jetzt schon, dass mich dieses Antwort glücklich macht, denn ich stehe auf der Sieger-Seite. Christian Biesemann

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Bild: pixelio.de/ Jürgen Jotzo

Bild: pixelio.de/ Stefanie Hofschläger

Titelthema

Gott ist Rund?! Ein guter Christ geht am Wochenende in die Kirche und feiert dort die Messe. Er singt mit, nimmt an den rituellen Handlungen teil und findet es schön, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Ein echter Fußballfan geht am Wochenende ins Stadion. Er singt mit, nimmt an den rituellen Handlungen teil und findet es schön, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Der Dialog im rechten roten Kasten stammt aus einer Sendung namens „Pfarrer Gottlieb und der liebe Gott“ und wurde vor rund 15 Jahren in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche auf 1Live gesendet. Anhand der dort herrschenden Missverständnisse kann man sehr schön erkennen, wie ähnlich sich ein Fußballspiel und ein Gottesdienst doch sein können. Doch in wie weit unterscheiden sich Fans und Gläubige wirklich und kann ein Fußballspiel mit einem Gottesdienst verglichen werden? Da auch ich mich sehr für beide Thematiken interessiere, habe ich vor einigen Jahren eine Facharbeit dazu verfasst. Immer wieder stieß ich bei der Recherche auf sehr interessante Materialien und Fakten. Besonders gelungen ist meiner Meinung nach die Dokumentation „Leuchte auf mein Stern

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Borussia“ aus dem Jahre 1997. Wie der Titel vermuten lässt, geht es hauptsächlich um Fans des BVB, wobei viele Aspekte sich auch auf andere Klubs übertragen lassen. In der Dokumentation wird auch Steffi vorgestellt, eine Borussin mit Leib und Seele. Vor jedem Spieltag betet sie für ihren Verein am hauseigenen Altar, hisst die Fahne im Garten und singt die Hymne. Diese soll dann auch bei ihrer Beerdigung gespielt werden, wenn der schwarz-gelbe Sarg hinabgelassen wird; alles schon im Testament festgehalten. Steffi sagt selbst, dass die Borussia für sie wie eine Religion sei. Und so wird auch die Kutte als liturgische Kleidung beschrieben, jedes Auswärtsspiel ist eine Pilgerreise und in der Fankneipe kreist vor jedem Spiel der Bierstiefel durch die versammelte Gruppe. Vieles ist also dem Christentum entnommen, was kaum verwundert, da diese ja die in Deutschland verbreitetste Religion ist. Auch das Lied des BVB, welches den gleichen Titel wie die Dokumentation trägt, könnte leicht mit einem kirchlichen Lied verwechselt werden. Der Komponist sagt über die Bedeutung des Klubs für die Menschen im damaligen Ruhrgebiet selbst: „Es geht den Leuten dreckig, es war dunkel, aber ganz oben glänzt der BVB.“ Und tatsächlich wird der Verein in


Titelthema

dem Lied als hellster Stern beschrieben, der den Menschen den Weg zeigt und sie führt. Also ich erkenne hier eine gewisse Ähnlichkeit zur Bibelgeschichte über die Geburt eines gewissen Menschen, der uns allen bekannt sein dürfte… Mittlerweile haben auch die Fußballvereine ihre Rolle bei den Fans erkannt und bieten neben dem Spieltagsbetrieb zahlreiche weitergehende Angebote. So gibt es beim FC St. Pauli beispielsweise eine Beratungsstelle, wo den Leuten bei Arbeitslosigkeit oder auch Schul- und Alkoholproblemen geholfen wird. Dabei geht es aber keineswegs um einen Konkurrenzkampf zwischen Fußball und Kirche, sondern vielmehr darum, den Menschen in ihrem Glaubensumfeld neben dem Zugehörigkeitsgefühl auch Hilfe anzubieten. Immer öfter kann man aber auch eine gegenseitige Annäherung beobachten. In der Arena auf Schalke etwa gibt es im Stadion eine kleine Kapelle, in der Zuschauer vor dem Spiel noch einmal ganz in Ruhe beten können. Wer sich zudem nicht nur vor Gott, sondern auch vor seinem Verein das JaWort geben möchte, kann dies dort ebenfalls tun. Und wer auch nach dem Tod noch mit dem Verein verbunden

sein möchte hat darüber hinaus sogar die Möglichkeit, sich auf dem am Stadion befindlichen Friedhof in Form eines Fußballplatzes beisetzen zu lassen. Andersrum funktioniert diese Annäherung ebenso: Zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hat die Evangelische Kirche Deutschland die Lizenz für die öffentliche Übertragung aller Spiele für ihre Gemeinden erworben. Im Umfeld der Kirche konnten so die Menschen zusammenkommen und gemeinsam den Sport erleben und sich über die Siege der eigenen Mannschaft freuen. Halten wir also fest: Fußballvereine, Fans, Kirchen und Gläubige können viel voneinander lernen und auch Zusammenarbeiten, denn so verschieden, wie es auf den ersten Blick scheint, sind sie überhaupt nicht. Timo Günter

Pfarrer Gottlieb und der Liebe Gott Es war einer jener grauen Tage, an denen der Taler ein wenig schwärzer und die Kirchenmauern ein wenig bedrückender wirkten als sonst. Pfarrer Gottlieb stand am Alter und redete wieder mal mit seinem Chef. Chef: „Ja, mein Sohn?“ Gottlieb: „Wie viele waren dort?“ Chef: „Es müssen Tausende gewesen sein!“ Gottlieb: „Schööööön! Dafür muss ich aber lange predigen! Und was haben sie getan?“ Chef: „Du hättest sie sehen sollen. So viel Ehrfurcht, so viel Begeisterung, so viel Verehrung. Alles hatte einen festen Ablauf, aber jeder kannte die Liturgie. Es war eine tolle Feier! Alle machten mit. Und dann die Gesänge – einfach umwerfend!“ Gottlieb: „Muss ja ein doller Gottesdienst gewesen sein.

Kenne ich den Pfarrer?“ Chef: „Nun – also, … ich glaube nicht. Weißt du, es war auch nicht so ganz …, ich würde es nicht unbedingt Gottesdienst nennen.“ Gottlieb: „Was? Aber Chef? Fester Ablauf, Verehrung, Feier, Liturgie, Gesang – hört sich für mich alles ganz nach Gottesdienst an. Was haben sie denn gesungen, Chef?“ Chef: „Nun, … es klang wie …: Borussia!“ Wird Pfarrer Gottlieb nun in Zukunft im Stadion predigen? Ist Gott womöglich rund? aus: Pfarrer Gottlieb und der liebe Gott, Kirche in 1Live

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Titelthema

Bild: pixelio.de / Manfred Schütze

Woran Glauben die Anderen?

Buddhismus Der Buddhismus ist eine Lehrtradition und Religion, die ihren Ursprung in Indien hat und ist hauptsächlich in Süd-, Südost- und Ostasien verbreitet. Etwa ein Viertel aller Buddhisten lebt in China. Der Buddhismus entstand durch Siddhartha Gautama. Der Überlieferung zufolge erlangte er im Alter von

35 Jahren durch das Erlebnis des „Erwachens“ eine Aufeinanderfolge von Erkenntnissen, die es ihm ermöglichten, die buddhistische Lehre zu formulieren. Bald danach begann er mit der Verbreitung der Lehre, gewann die ersten Schüler und gründete die buddhistische Gemeinde. Bis zu seinem Tod im

Alter von 80 Jahren, mit dem bei ihm nach buddhistischer Vorstellung das endgültige Nirwana eintrat, wanderte er lehrend durch Nordindien. Grundlage der buddhistischen Praxis und Theorie sind die „Vier Edlen Wahrheiten“: 1. Das Leben ist in der Regel vom Leid (dukkha) über Geburt, Alter, Krankheit und Tod geprägt; 2. Dieses Leid wird durch die drei Geistesgifte Gier, Hass und Verblendung verursacht; 3. zukünftiges Leid kann durch die Vermeidung dieser Ursachen nicht entstehen, bzw. aus dieser Vermeidung entsteht Glück und 4. die Mittel zur Vermeidung von Leid und damit zur Entstehung von Glück sind in der Praxis der Übungen des Edlen Achtfachen Pfades zu finden. André Terlinden

Maya In Mittelamerika leben heute noch etwa 6,1 Millionen Maya, in Guatemala zählen sogar ca. 40 % der Bevölkerung zu den Maya. Allerdings ist in den letzten Jahrhunderten ein Großteil der eigenständigen Kultur und Sprache infolge der Kolonialbesiedlung und gewalttätiger Unterdrückung mehr und mehr verloren gegangen. Jede Gemeinde hat ihre eigenen weltlichen und religiösen Oberhäupter. Auch ist das bereiten von Opfergaben nicht aus der Religion verschwunden, jedoch von der historischen Hergabe von Menschenleben auf Hühner, Gewürze, Kerzen und andere Dinge abgewandelt worden. Kern der alttraditionellen Religion ist der Glaube an einen zyklischen Charakter der Zeit,

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der sich vor allem im Ablauf und enger Abstimmung fast aller Rituale und Zeremonien mit dem Zyklus der Natur und der Astronomie wiederfindet. Für die Priester und Oberhäupter ist hiermit verbunden, dass sie zumindest für die damalige Zeit in Teilen der Wissenschaft verhältnismäßig weit entwickelt waren und diese und die Religion verbunden haben. Durch die Globalisierung und starke Weiterentwicklungen der Wissenschaft an anderen Orten der Welt, ist dieser Vorsprung jedoch verloren gegangen, sodass auch die Bedeutung der Mayareligion mit Blick auf die Welt stark abgenommen hat. Stefan Hülsheger


Bild: pixelio.de / Dieter Schütz

Titelthema

Judentum Auf der Welt leben heute ca. 15 Millionen Juden, wobei die meisten davon in Israel und den USA wohnen. Das Judentum ist die älteste Religion, die von nur einem und zugleich alles umfassenden Gott ausgeht und verfügt über eine mehr als 3.000 Jahre alte Geschichte. Die wichtigste Schrift dieser Religion ist die hebräische Bibel (Tanach) in der neben den fünf Büchern Moses auch die Tora (was übersetzt soviel bedeutet wie: Gesetz) enthalten ist. Die in der Tora enthaltenen 613 Gebote und Verbote verteilen sich auf 365 Verbote, was der Anzahl Tage in einem gewöhnlichen Jahr entspricht und 248 Gebote,

was der Anzahl Knochen des menschlichen Körpers gleich kommt. Besonders interessant am Judentum ist die starke Gemeinsamkeit einiger Grundlagen mit dem Christentum und dem Islam, die allesamt ebenfalls zu den großen Weltreligionen zählen. Im Unterschied gegenüber den Christen wartet die jüdische Religion jedoch, ebenso wie der Islam, noch auf die Ankunft des Messias, der nach Ansicht der Christen bereits in der Gestalt von Jesus auf Erden gewesen ist. Die geistliche und rechtliche Leitung jüdischer Gemeinden erfolgt durch das als Rabbiner bezeichnete Oberhaupt. Gegenüber anderen Religionen und Glau-

bensvorstellungen besteht eine Toleranz, die eine Teilnahme am Leben nach dem Tod nicht ausschließt, solange diese Personen ebenfalls ein ethisches Leben geführt haben. Einer der düstersten n Punkte in der Zeit des Judentums ist die Verfolgung und der Versuch der Ausrottung während der nationalsozialistischen Zeit. Aber auch heute gibt es immer wieder Kämpfe um das mit dieser Religion verbundene Land Israel. Stefan Hülsheger

Der Islam ist mit ca. 1,5 Milliarden Gläubigen die zweitgrößte Religion. Die Gläubigen werden im deutschsprachigen Raum Moslems oder Moslime genannt. Im Islam beten die Gläubigen zu „Allah“ was nichts anderes bedeutet als „Gott“. Gegründet wurde diese Religion von Mohammed, welcher von 570 bis 632 nach Christus lebte und in Mekka geboren wurde. Er gilt im Islam als Prophet. Die Quelle, auf die der Islam gegründet wurde, heißt „Koran“. Nach islamischer Überlieferung erschien Mohammed im Alter von etwa 40 Jah-

ren der Erzengel Gabriel, der ihm im Verlauf seines weiteren Lebens den Inhalt dieser Schrift diktierte. Im alltäglichen Leben spielen fünf Grundregeln eine große Rolle: 1. Schahada (islamisches Glaubensbekenntnis) 2. Salat (fünfmaliges Gebet am Tag) 3. Zakat (jeder, der in der Lage dazu ist, soll Almosen an ärmere Menschen geben) 4. Saum (Man soll im Ramadan Fasten) 5. Haddsch (Pilgerfahrt nach Mekka) André Terlinden

Bild: pixelio.de / wattwurm25

Islam

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aus dem Diozesanverband Titelthema

Jugendgottesdienste Die Sonntagsmesse bei Euch ist zu langweilig? In den Gottesdiensten wirst Du nicht angesprochen? Und ein Jugendgottesdienst mit Licht, Film und guten Predigten ist einfach viel besser? Dann geht doch in die Gottesdienste der inzwischen zahlreichen Jugendgottesdienstgruppen im und rund um das Bistum Münster.

Jugendgottesdienst: Sonntags 18 Uhr in der Jugendkirche Adresse: Jugendkirche Tabgha Oberhausen, Fichtestr. 17, 46149 Oberhausen-Buschhausen Web: www.Jugendkirche-oberhausen.de Facebook: www.facebook.com/TABGHA “Veni!_grow up and leave behind” aus Emmerich

Jugendkirche effata [!] in Münster Eine der bekanntesten Jugendkirchen im Bistum. Direkt in Münster, hinterm Theater gelegen, mit einer gleichnamigen Band, die im ganzen Bistum bekannt ist. Auch wir als KjG konnten häufiger auf Burgfesten und Diözesankonferenzen in den Genuss der effata [!]-Band kommen. Viele verschieden Aktionen im Jahr prägen die Arbeit der Jugendkirche effata [!] wie z.B. die Kar-und Ostertage, die Liturgische Revue, Workshops, Ausstellungen und natürlich Gottesdienste. Jugendgottesdienst: Sonntags 19 Uhr in der Jugendkirche Adresse: Jugendkirche effata[!] ,Neubrückenstr. 60, 48143 Münster Web: www.jugendkirche-muenster.de Facebook: www.facebook.com/effata.muenster   Jugendburg Gemen in Borken Als KjGlerin und KjGler kennt Ihr natürlich die Jugendburg Gemen und Ihr wart sicher auch schon in einem Gottesdienst in der Michaelskapelle. Aber das es dort auch Jugendgottesdienste gibt, ist eher unbekannt. In unregelmäßigen Abständen gibt es einen zusätzlichen Gottesdienst am Sonntagabend um 19 Uhr in der Michaelskapelle.

Einer der Jugendkirchen, die in der letzten Zeit für das meiste Aufsehen gesorgt hat. „Veni!“ aus Emmerich. Hier muss gesagt werden diese Gruppe kommt aus Emmerich und es findet auch ca. alle drei Monate ein Gottesdienst in Emmerich statt. Nach dem Auftakt in Emmerich geht „Veni!“ auf Tour und reist durch die Umgebung. Einen Gottesdienst von Veni! zu beschreiben ist gar nicht so einfach, den muss man erlebt haben. Jugendgottesdienste: Ca. alle drei Monate in Emmerich und unregelmäßig im ganzen Umkreis Adresse: St. Aldegundis, Hottomannsdeich 1, 46446 Emmerich am Rhein Facebook: www.facebook.com/veni.grow.up   Jugendkirche “Gleis X” in Gelsenkirchen Die Jugendkirche „Gleis X“ ist eingebettet in einer normalen Kirchengemeinde in der Nähe vom Hauptbahnhof Gelsenkirchen. Auch hier wird jede Woche jugendgerecht Gottesdienst gefeiert und im Jahr gibt es weitere zahlreiche Aktionen, Ausstellungen und Veranstaltungen. Jugendgottesdienst: Sonntags 19 Uhr in der Liebfrauenkirche Adresse: Liebfrauenkirche, Stolzestr. 3a, 45879 Gelsenkirchen Web: www.gleisx.de Facebook: www.facebook.com/gleisx

Jugendgottesdienst: Unregelmäßig sonntags 19 Uhr in der Michaelskapelle (nächster Termin: 14.Juli) Adresse: Jugendburg Gemen, Schlossplatz 1, 46325 BorkenGemen Web: www.Jugendburg-Gemen.de

Christian Biesemann

Jugendkirche Tabgha in Oberhausen

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Bild: effata[!]

In der Jugendkirche Tabgha in Oberhausen geht es häufiger ganz schön hoch hinaus. Manchmal steht ein Hochseilgarten in der Kirche. Am Kirchturm sind Klettergriffe angebracht und nicht selten gibt es einen guten Draht nach oben. Neben den wöchentlichen Jugendgottesdiensten gibt es weitere Aktionen und Ausstellungen.


Titelthema

Glaube ist für mich... ... nicht zwingend jeden Sonntag oder so oft wie möglich in die Kirche zu gehen. Manchmal bitte ich in Gedanken, noch nicht mal „jemand bestimmten“, dass etwas klappt, usw. So ein „inständiger“ Gedanke, im Grunde eine Bitte, ist für mich auch schon Glaube. Eine Religion zu haben, bedeutet für mich auch, sich zugehörig zu fühlen und nicht allein dazustehen. Das kann in kleinen oder alltäglichen Dingen Ausdruck finden: Einer Lerngruppe angehören, ein Ehrenamt ausführen, keine Genprodukte essen zu wollen usw. Es kann auch wie ein Bekenntnis sein, wie man bestimmten Dingen moralisch gegenübersteht. Glaube ist etwas, das Halt gibt, nicht nur auf religiöser Ebene (aber da natürlich auch). Glaube ist Überzeugung. Glaube kann Moral und Ethik sein. Glaube kann Prinzipientreue bedeuten. Glaube kann auf einen Menschen, „an den man glaubt“ projeziert sein, z.B. ein Vorbild, aber auch einfach jemand, der einem Halt gibt oder einem hilft. Der Begriff „Religion“ kann oftmals mit dem Wort „Glaube“ getauscht werden. („Was ist Deine Religion“ im Sinne von „Bekenne Farbe! Wie stehst Du zur Sache XY?“)

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Titelthema

Expats und Emiratis in DUbai

Guckloch: Liebe Sylvia, vielen Dank, dass Du Dir spontan die Zeit nimmst, für unser Guckloch Rede und Antwort zu stehen. Magst Du Dich kurz vorstellen? Sylvia: Mein Name ist Sylvia Kluge. Vor zwei Jahren haben wir, mein Mann Oliver und ich, uns aufgrund eines beruflichen Angebots entschlossen, nach Dubai auszuwandern. Ich habe hier in Dubai einen spannenden Job bei Siemens im Qualitätsmanagement gefunden und mein Mann arbeitet bei DB Schenker für die Region. Guckloch: Du lebst jetzt schon seit einiger Zeit in Dubai, wie hast Du die dortige Kultur bisher kennengelernt? Wie leben die Menschen dort und wie gläubig sind sie? Sylvia: Als wir hierher gezogen sind, hatte ich wenig Ahnung von Dubai und der dortigen Kultur. Dubai besteht zur Mehrzahl, zu ca. 75 % aus Expats (d.h. aus Auswanderern, wie wir es sind, aus Europa aber auch aus Indern, Philippinos, usw.). Nur 25 % der Einwohner sind sogenannte Emiratis, die den Islam leben. Dubai ist sehr westlich orientiert und daher merkt man die Kulturunterschiede sehr wenig. Der Hauptunterschied sind die hier vor Ort gültigen islamischen Feiertage und die unterschiedlichen Regeln hier in Dubai. Gemäß des gültigen Schariah Gesetzes sind z. B. Küssen in der Öffentlichkeit, Nacktbaden oder Sonnen am Strand und andere Dinge hier nicht erlaubt. Guckloch: Bestimmt der Islam die Lebensweisen der Menschen und inwiefern zeigt sich das auch in Deinem Leben? Sylvia: Der Islam bestimmt natürlich hier, wie bei uns das Christentum auch, die Lebensweisen der Menschen. Der Islam basiert auf fünf Säulen: 1. Die Bekenntnis (Shahada) 2. Das Gebet (Salat) 3. Das Almosen (Zakat) 4. Das Fasten (Saum) im Fastenmonat Ramadan 5. Die Pilgerreise (Hadsch) nach Mekka, mindestens einmal im Leben. Das Bekenntnis

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ist mit unserem Glaubensbekenntnis zu vergleichen. Das Gebet meint die Gebete die jeder Moslem fünf mal am Tag vollziehen soll, dafür gibt es festgelegte Gebetszeiten. In jedem öffentlichen Gebäude gibt es Gebetsräume für Männer und Frauen und auch in den Hotels finden sich Gebetsräume sowie auch ein Kompass, um die Gebetsrichtung nach Mekka anzuzeigen. Die Almosen sind eine Verpflichtung im Islam und sie werden, wie bei uns zu besonderen Anlässen, im Islam im Fastenmonat Ramadan gelebt, gelten aber das ganze Jahr und werden sehr ernst genommen. Im Ramadan gelten aus Rücksicht auf die Fastenzeit der Muslime verkürzte Arbeitszeiten, damit die Gebete eingehalten werden können. Und ausserdem ist natürlich das Fasten, insbesondere wenn der Ramadan wie in diesem Jahr in die Monate Juli/ August fällt, aufgrund der Hitze hier vor Ort sehr anstrengend. Die genauen Zeiten der Feiertage werden hier allerdings erst sehr kurzfristig bestimmt, abhängig vom Mondkalender. Der Islam bestimmt mein Leben hier insofern dass wir eben die islamischen Feiertage haben und während des Ramadan passiert es schon, dass man mal zu einem Moslem nach Hause eingeladen wird, um dort ein Iftar (das Mahl nach einem Fastentag) gemeinsam einzunehmen. Das ist schön mal zu sehen, wie dort solche Feiertage begangen werden und auch von der islamischen Kultur zu lernen. Die Iftars gibt es hier auch sehr viel prunkvoller in Hotels oder Restaurants, da ist die Athmosphäre zwar auch schön aber natürlich nicht so familiär. Die Mehrzahl der Muslime versucht während des Fastenmonats Ramadans die Zeit mit der Familie zu verbringen. Guckloch: Hast Du Dich mit dem Islam schon beschäftigt und wie erlebst Du die islamischen Feiertage ? Sind dann wie hier z.B. auch die Geschäfte zu? Sylvia: Wie Ihr lesen könnt, habe ich mich mit dem Islam beschäftigt und auch mit den Feiertagen. Hier in Dubai gibt es keinen Tag an dem die Geschäfte geschlossen sind. In den Nachbaremiraten, z. B. in Sharjah, Ras al Khaimah oder Fujairah (ca 1 - 3 h von Dubai entfernt) ist der Freitag frei und dort sind auch die meisten Geschäfte zu oder öffnen erst am Nachmittag, da die Moslems dann Freitagvormittags/mittags in die Moschee gehen. Dort ist das Leben noch sehr viel traditioneller und einfacher, ähnlich wie beispielsweise im Oman. Guckloch: Du bist ja Christin, wie lebst Du Deinen Glauben in Dubai, bzw. wie kannst Du Deinen Glauben in Dubai ausleben? In Deutschland war es Dir ja auch immer eine Herzensangelegenheit, in die Kirche zu gehen, vor allem an Feiertagen, da denke ich natürlich an Weihnachten und Ostern. Sylvia: Dubai als Stadt ist sehr liberal was die Auslebung des Glaubens angeht. Es gibt in Dubai, wie beschrieben, eine sehr


Titelthema

große Anzahl von Ausländern (Europäer, Inder, Philippinos) Insbesondere die Philippinos, einige Inder und natürlich die Europäer sind christlich. Hier in Dubai gibt es einen kompletten Bezirk in dem alle ausländischen Kirchen verschiedener Glaubensrichtungen vertreten sind, u.a. auch eine evangelische und eine katholische Kirche. Guckloch: Wie ist es denn mit den Feiertagen in Dubai, gelten da auch „unsere“ Feiertage oder sind so Tage, wie die Ostertage, ganz normale Arbeitstage? Wenn es Arbeitstage sind: Kriegt man dann überhaupt mit, dass ein besonderes Fest ansteht und gestaltest Du Dir die Zeit irgendwie feierlich? (Osterbräuche, etc.) Sylvia: Die Feiertage in Dubai sind ausschliesslich islamische Feiertage, allerdings gibt es einen freien Tag am 24.12 für die Christen. Alle übrigen christlichen Feiertage sind normale Arbeitstage, so dass man teilweise nicht mitbekommt, dass ein besonderer Tag ist. Aber trotzdem ist mir Kirche wichtig und z.B. zu Ostern gibt es in der katholischen Kirche sehr viele Messen, dort habe ich auch eine Messe besucht. Zuhause habe ich Ostereier gefärbt und ein paar Ostereier aus Stoff als Dekoration für die Wohnung verwendet. Gerade im Ausland hat man doch das Bedürfnis mal in die Kirche zu gehen, insbesondere an solchen Feiertagen. Guckloch: In Deutschland ist es ja möglich, die eigene Religion auch öffentlich zu leben, wir haben katholische und evangelische Kirchen, Moscheen, Synagogen und viele andere Religionen, die hier ausgelebt werden, wie akzeptieren die Menschen in Dubai andere Glaubensrichtungen? Sylvia: Dubai ist wirklich ein Schmelztiegel von Kulturen, Hindus, Buddhisten, Moslems, Christen und viele mehr. Aber gerade in Dubai existieren diese Glaubensrichtungen nebeneinander und viele pflegen auch ihre Bräuche in ihren Familien oder mischen diese dann mit einingen christlichen Bräuchen, das ist sehr interessant zu beobachten. Das ist schon schön, in einer katholischen Kirche, wo die Messe dann natürlich auf Englisch gehalten wird, so viele verschiedene Kulturen zu treffen.

lassen. Nur ist das Leben hier sehr schnellebig, so dass man sich natürlich, wie für alle Dinge, auch für den Glauben Zeit nehmen muss. Aber ich war z.B. hier auf einer Firmung in der katholischen Kirche, bei der 120 Firmlinge gefirmt wurden. Das war natürlich schon etwas anders als zuhause aber trotzdem sehr feierlich. Zu Weihnachten fehlt mir aber die kühle Luft in Deutschland und da kommen wir doch gerne wieder zurück, denn diese Feste bedeuten doch zusätzlich zum Glauben auch immer Zeit mit der Famlie und den Lieben, die einem wichtig und die sind eben nicht alle hier in Dubai. Guckloch: Falls Du noch Lust und Zeit hast, bitte ich Dich, diesen Satz für uns zu vervollständigen: Glaube ist für mich… Sylvia: ... ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben, der mir Kraft gibt und insbesondere dann hilft, wenn man mal sehr kaputt und niedergeschlagen ist. Guckloch: Hättest Du diese Frage vor Deinem Aufenthalt in Dubai anders beantwortet? Sylvia: Warscheinlich schon, denn ich bin mit etwas gemischen Gefühlen nach Dubai gegangen, aber mittlerweile muss ich sagen, ich geniesse die Zeit hier und insbesondere den Mix an Kulturen und Erfahrungen. Natürlich habe ich immer mal wieder auch Sehnsucht nach Hause und freue mich sehr auf Heimatbesuche bei meiner Familie und meinen Freunden, ob zu Weihnachten oder zu anderen Gelegenheiten. Guckloch: Liebe Sylvia, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast!

Guckloch: Ich vermute, ein Kirchenbesuch ist in Dubai sehr viel aufwändiger, als bei uns: Vermisst Du es manchmal, einfach mal eben in die Kirche zu gehen, um z.B. einen Gottesdienst mitzuerleben, Feiertage zu feiern oder auch nur mal eben eine Kerze anzuzünden? Sylvia: Ich würde nicht sagen dass ein Kirchenbesuch sehr viel aufwändiger ist als in Deutschland. Es gibt sehr viele Messen während der Woche und auch am Wochenende, zu denen man die Kirchen aufsuchen kann. Aber auch ausserhalb dieser Zeiten sind die Kirchen geöffnet und man kann dort eine Kerze anzünden oder den Glauben auf sich wirken 11


aus dem Diozesanverband

Diözesanausschuss im April Im Monat April haben wir uns vom Diözesanausschuss gleich an zwei Wochenenden getroffen. Am 20. April verabredete sich ein Großteil von uns privat vor den Toren des „Warner Bros. Movie Park“ in Kirchhellen. Bei bestem Sonnenschein erlebten wir einen äußerst kurzweiligen Tag. Wir probierten so manche Attraktion aus. Dabei machten wir weder halt vor wilden Nagetieren, kopfüberschlagenden Achterbahnen, wartenden Schlangen in der Dunkelheit, knarrenden Bahnen aus Holz und erst recht nicht der Feststellung, das keiner mehr ins Boot passt. Einer passt immer noch! Vier Mann in einer Kinderbaumstammrutsche sorgen für großen Spaß. Nach diesem geselligen Tag trafen wir uns eine Woche später dann gleich zum zweiten Mal. Vom 26. – 28. April tagten wir nun in offizieller Form und Tätigkeit auf der Jugendburg in Gemen. Natürlich gab es auch da den einen oder anderen Spaß am Rande. Eine Singstar-Battle am Samstagabend, lustig kreischende asiatische Bewegungsübungen in den kleinen Pausen zwischendurch und so manch andere Anekdote. Einige von uns übten sich auch darin das große Basketballmatch vom letzten Jahr in der Mittagspause wieder aufleben zu lassen und versuchten sich anschließend noch mit dem Volleyball in der Schlacht gegen Sand, Enten und die eigentlichen Gegner.

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Die wichtigsten inhaltlichen Themen des DA´s im Überblick: Evaluation der Kinder- und Jugendstufe, bei der vor allem die Fragen „Was brauchen die Pfarrgruppen?“, „Was braucht/ will die Diözesanebene?“ sowie das nächste verbandsweite Schwerpunktthema „KjG und Du“ im Vordergrund standen. Umfang und Tätigkeit des Wahlausschusses mit Blick auf anstehende Ausschreibungen sowie die Frage, ob sich der Diözesanausschuss für die Zukunft mit der Machbarkeit, Vorund Nachteile einer hauptamtlichen Diözesanleitung auseinandersetzen will? Vorbereitung und Unterstützung der diözesanweiten Pfandflaschenaktion, bei der Biese (Christian BIesemann) sogleich die beste Idee hatte, in dem er rief: „Alle Flaschen zu mir!“ – was prompt hervorhangend klappte. Darüber hinaus gab es zahlreiche weitere Punkte mit denen wir uns befassten, von den üblichen Berichtsrunden aus den Kreisen, Teams und den anwesenden Referenten bis hin zu Organisatorischem, Sicht- und Arbeitsweisen. Es sei also weiterhin versprochen, dass es in der KjG bestimmt nicht langweilig werden wird. Stefan Hülsheger


aus dem Diozesanverband

BUndeskonferenz 2013 rgendwo im Nirgendwo oder bessere gesagt im Jugendhaus Hardehausen tagte Ende Mai für fünf Tage die Bundeskonferenz (BuKo) der KjG. Natürlich war auch unser Diözesanverband mit einer vollen Delegation, bestehend aus Monika Rütter, Anna Andrick, Anne Kersjes, Julia Klein, Stefan Hülsheger, Lukas Goecke und André Terlinden, dabei. Eines stand im Vorfeld schon fest: Es würde ein straffer Zeitplan und eine anstrengende BuKo werden! Denn es gab viel Diskussionsbedarf und es standen die Wahlen zu drei zu besetzenden Positionen in der Bundesleitung an sowie viele Anträge auf der Tagesordnung. Hier die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst. Folgende Anträge wurden von der BuKo verabschiedet: Geistliche Leitung in der KjG: Es wurde ein Positionspapier verabschiedet, welches Personen auf allen Ebenen der KjG ermutigen soll, Geistliche Leitung warzunehmen. Außerdem soll damit auch noch einmal auf die Wichtigkeit dieses Amtes in unserem Verband hingewiesen werden. Mitgliedsbeitrag auf Bundesebene: Alle drei Jahre steht eine automatische Überprüfung des Mitgliedsbeitrages an. Dieser musste nicht angepasst, bzw. erhöht werden. YOUroupe: Von Februar bis Juni im nächsten Jahr bietet die Bundesebene ein jugendpolitisches Projekt an. Ein Teil dieses Projektes wird eine Brüsselfahrt mit einer Gruppe von ca. 80 bis 100 Mitgliedern zwischen 16 und 24 Jahren sein. Dort soll die Möglichkeit bestehen, die Europäische Union und Lobby-Prozesse näher kennenzulernen. Sachausschuss Mitgliedschaft: Es wurde ein Sachausschuss eingerichtet, welcher in den nächsten zwei Jahren den Auftrag hat, sich mit der Entwicklung von neuen Formen der Mitgliedschaft in der KjG zu beschäftigen.

Zukunft der Kirche: (nur mit der jungen Gemeinde:) Es wurde ein offener Brief verabschiedet der die Deutsche Bischofskonferenz und die Jugendkommission zu einem regelmäßigen Dialog aufruft. Wahlen: Anne Schirmer (Bundesleiterin) und Eva-Maria Düring (geistliche Leitung) wurde in ihrem Amt bestätigt. Peter Dübbert wurde, nachdem Hendrik Wunden von seinem Amt zurück getreten ist, neu als geschäftsführender Bundesleiter gewählt. Außerdem wurde André aus unserer Delegation in den Sachausschuss Mitgliedschaft gewählt. Auch wurde über das neue Corporate Design des Bundesverbandes beraten, wobei die Bundesleitung zu einer Überarbeitung aufgefordert wurde. Natürlich bestand die Bundeskonferenz nicht nur aus Anträgen, Wahlen und Diskussionen. Neben dem Markt der Möglichkeiten, bei dem die verschiedenen Diözesanverbände ihre neuen Projekte und Produkte vorstellen, gestaltete jeder Regionale Zusammenschluss der Diözesanverbände jeweils einen Abend. Besonders zu erwähnen ist hierbei der NRWAbend, denn hier wurde ein konkreter Zusammenschluss der Diözesanverbände Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn beschlossen, wodurch eine bessere Vernetzung untereinander und eine bessere Vertretung im BDKJ NRW erreicht werden soll. Als Landessekretärin wurde Julia Niekamp gewählt. Alle Ergebnisse der Buko sind auch nachzulesen auf www. KjG.de André Terlinden

Sachausschuss Geschlechterpolitik und -pädagogik: Es wurde ein Sachausschuss eingerichtet, der einer längerfristigen Strategie für die Umsetzung des Themas Geschlechterpolitik und –pädagogik auf den verschiedenen Ebenen der KjG erarbeiten soll. Arbeitsgruppe Großveranstaltung: Es wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, welche neue Konzepte von bundes- und diözesanweiten Großveranstalten entwickeln soll. Familienbeitrag: Die Bundesleitung soll bis zur nächsten Bundeskonferenz zwei Familienbeitragsmodelle entwickeln und einen Antrag vorlegen.

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Aus vor KjG dem Ort Diözesanverband

Nachtaktiv

Gebetsnacht in Kirchhellen Am 23.2.2013 fand in der Kirche St. Johannes Kirchhellen zum zweiten mal die Jugendgebetsnacht der KjG Kirchhellen St. Johannes der Täufer statt. Um 21 Uhr öffnete die Kirche ihre Pforten für Jugendliche und Junggebliebene aus Kirchhellen und Umgebung sowie der ganzen Diözese, die Zeit für sich selbst und das Gebet suchen wollten. Dabei galt es viele verschiedene Stationen zu durchlaufen: In der Schreibstation waren die Besucher eingeladen, ihre Gedanken und Gebete aufzuschreiben oder sich Vorsätze für die Fastenzeit zu machen. In der Hörstation wurden (religiöse) Hörbücher und Musikstücke angeboten, die in der ausgeleuchteten Kirche wunderbar wirkten. In der Leseecke konnte der Besucher nachdenkliche oder religiöse Texte lesen und dabei für sich selbst reflektieren. Zudem gab es ein Stille- und ein Diskussionszelt, in dem jeweils einfach die Stille genossen werden konnte oder ein Ideenaustausch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern angeboten wurde. Im Mittelgang lag eine lange Papierrolle, auf der die Besucher das „Vater unser“ kreativ darstellen konnten. Die letzte Station war schließlich die Kerzenstation, bei der jeder Besucher seine eigene Kerze herstellen konnte. Der Ablauf sah jeweils einen Impuls mit anschließender Stationszeit vor. Begonnen wurde immer mit Musik der Jugendband InTakt, die die Besucher in den Altarraum zum Gebetskreis rief. Es folgte eine Lesung, die auf verschiedene Bereiche der Bibel 14


KjG vor Ort

Bezug nahm und schon erste Impulse zum eigenen Gebet gab. Zum folgenden Besuch der einzelnen Stationen hatten die Besucherinnen und Besucher somit immer einen speziellen Gedanken aus der Impulszeit im Gepäck. So gab es z.B. die Fragestellung „Wie bete ich?“ oder „Was bedeutet das ´Vater unser`?“. Planmäßig sollte das Programm schließlich um 24 Uhr beendet sein, doch die Fülle an Programm schrie nach einer Verlängerung und die Gäste waren gerne bereit, die besondere Atmosphäre weiter auf sich wirken zu lassen. Insgesamt kamen ca. 30 Leute aus der ganzen Umgebung, was für die Veranstalter ein großer Erfolg war. Bemerkenswert war auch, dass viele Gäste sich spontan bereit erklärten, nach der Aktion beim Aufräumen zu helfen. Anschließend setzten sich Veranstalter und Freiwillige noch zu einer entspannten Plauderrunde ins Pfarrheim und ließen die vergangenen Stunden noch einmal Revue passieren. Ein großer Schlüsselpunkt war die Freiwilligkeit der ganzen Aktion. Geplant war der Abend von 21 bis 24 Uhr, aber vorher wurde schon in der Presse angekündigt, dass die Gäste kommen und gehen konnten, wie und wann sie wollten. So nahm en sich alle die Zeit, die sie oder er brauchte und konnte nach eigenen Regeln die Atmosphäre der Kirche genießen. So bot sich immer eine unterschiedliche Dynamik und Gestaltung, die auch mal anders als geplant verlief. Abschließend kann nur die Einladung für das nächste Jahr und der Wunsch nach Nachahmung geäußert werden. Plant selbst eine Gebetsnacht und leuchtet Eure Kirche aus. Verkündet die Aktion in der Presse und diskutiert, meditiert, betet zusammen mit Freunden, aber auch mit völlig Unbekannten! Es lohnt sich auf jeden Fall. Und wer kann schon von sich behaupten, dass er in einem Zelt in der ausgeleuchteten Kirche gelegen hat und einfach nur der Stille oder leiser Musik gelauscht hat? Die KjG Kirchhellen freut sich darauf, selbst einmal in eine andere Kirche eingeladen zu werden. Nächstes Jahr freuen wir uns darauf, Euch wieder in unserer Kirche zu begrüßen. Björn Dobiasch

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Aus dem Diözesanverband

Aus der Reihe getanzt In der Kirche sieht es irgendwie anders aus: Der Altarraum ist mit einem weißen Tuch abgehangen, wo sonst der Altar steht, ist ein schimmerndes rotes Licht. Ein Countdown, der auf einer Leinwand projektiert wird, zeigt an: „Nur noch eine Stunde 13 Minuten und 13 Sekunden bis zum Nachtjugendgottesdienst“ Die Anspannung steigt. Eine Stunde 13 Minuten und 13 Sekunden später. Es erschallt laute Musik und erstmal passiert nichts… Auf einmal rennen zwei vermummte Gestalten in die Kirche und sprayen das Tuch vor dem Altar mit schwarzer Farbe an. „SEI FRECH, WILD UND WUNDERBAR“ steht dort in großen Lettern geschrieben. Der Vorhang wird fallen gelassen und die Kirche leuchtet in den wildesten Farben. Die Band, die sich nur für diesen Gottesdienst zusammengesetzt hat, animiert zum Mitsingen und dann geht’s richtig los. Ein Gottesdienst mit Stephanus der frech war und gesteinigt wurde, Filmausschnitte, die zeigen, dass man ruhig mal was wagen kann, um wunderbar zu sein und Elementen die einfach wild sind für die sonst so „prüde“ katholische Kirche. Nach einer Kurzpredigt von Stefan Hörstrup, unserem Geistlichen Leiter, hatte die Gemeinde selbst die Chance frech, wild und wunderbar zu sein und durfte den besprayten Vorhang weiter gestalten. Aber komplett anders war auch dieser Gottesdienst nicht, denn die Liturgie hat sich sehr gut eingegliedert in diese doch eher untypischen Elemente. Für die Friemersheimer war es dann auch ein sehr interessantes Bild, mal den eigenen Pfarrer „nur“ als Kommunionhelfer zu sehen. Nach der Kommunion habe ich dann noch mein schwierigstes Vater unser gehalten, denn Gott mischte sich einfach mal ein und wies mich auf meine Eigenarten hin. Und dann war der Gottesdienst auch schon wieder vorbei. Zum Auszug wurde die Gemeinde mit dem Song „Tanz aus der Reihe“ von Silbermond zum Aus-der-Reih-tanzen bewegt und die Kirche wurde zu einem Ort des Tanzens. Dieser Gottesdienst war mal was anderes und hat dem Vorbereitungsteam und hoffentlich auch vielen anderen eine Menge Spaß bereitet. Christian Biesemann

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Aus dem Diözesanverband

Neulich in Rom... Die gesamte Welt schaut auf einen Schornstein. Zwischendurch setzt sich eine Möwe darauf – auch sie wird von über hundert Kameras aufgenommen. Sogar einen InternetLivestream gibt es für jenen Schornstein (ob mit oder ohne Möwe). Wichtig ist der Schornstein selbst aber nicht und die Möwe noch viel weniger. Ebenso wenig sind es der riesige, nun unbewohnte Palast rechts neben dem Schornstein, noch die größte Kirche der Welt links neben ihm. Wichtig ist jetzt einzig der Heilige Geist, der 115 Männer aus aller Welt, Kardinäle der katholischen Kirche, antreibt unter jenem Schornstein in der sixtinischen Kapelle den 265. Nachfolger des Heiligen Petrus zu wählen: Den neuen Papst. Weißer Rauch! Am 13. März haben die Kardinäle ihre Wahl getroffen. Als mich die SMS eines Freundes mit dieser Nachricht erreicht, bin ich gerade in Rom etwa fünf Kilometer vom Vatikan entfernt und kurz vor dem Abendessen. An Essen ist jedoch nicht mehr zu denken – ich sprinte los, steige ins erstbeste Taxi und jogge den letzten Kilometer zu Fuß, um rechtzeitig zum Petersplatz zu kommen. Kaum dass ich den Platz betreten habe, ist es so weit: „Habemus Papam!“ Jose Mario Bergoglio kennt fast niemand auf dem Platz, lediglich einige Argentinier neben mir jubeln laut auf. Sie erzählen mir begeistert von ihrem Bischof von Buenos Aires, der nun Bischof von Rom ist. Als Papst Franziskus auf die Loggia des Petersdomes tritt, erobert er die Herzen der Anwesenden im Sturm: Der Bischof von Rom betet für Benedikt XVI., seinen zurückgetretenen

Vorgänger, und bittet uns, bevor er das erste Mal den urbi-etorbi-Segen erteilt, um unser Gebet. Franziskus – Wie jener berühmte italienische Heilige, der sich als Bettelmönch um jeden Menschen, jedes Tier, ja um die gesamte Schöpfung sorgte, überrascht Papst Franziskus durch die kleinen Dinge, durch seine Gesten. Ob er nach dem Konklave die Limousine stehen lässt und mit den anderen Kardinälen im Bus fährt oder ob er dem Schweizer Gardisten vor seiner Unterkunft morgens ein Butterbrot bringt, so lebt Franziskus die Botschaft von der Liebe des gestorbenen und auferstandenen Jesus Christus einem jeden und einer jeden von uns im Alltag vor. Es ist die gleiche Botschaft, die schon Benedikt XVI. wie alle seine Vorgänger gepredigt hat. Dennoch ist dieser Bischof von Rom anders und der Palast des Papstes bleibt bis auf weiteres leer – Franziskus behält seine Unterkunft im Gästehaus. So hat dieser Papst viel mit unserer KjG gemeinsam: Ein wenig unkonventionell und für eine Überraschung gut, zugleich authentisch in seiner Botschaft und engagiert im Alltag, stets fest überzeugt vom katholischen Glauben und gleichzeitig offen für jeden Menschen, der ihm begegnet. Auch wenn Franziskus Argentinier und kein Deutscher ist, könnten wir als KjG daher wie im Jahr 2005 schreiben: „Wir sind Papst!“ Heinrich Menneking

Bild: pixelio.de/ Katharina Wieland Müller

Bild: pixelio.de/ Christian Delfs

Habemus Papam!

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Bild: pixelio.de/ Paulwip

Bild: pixelio.de/ Thomas Siepmann

KjG Vor Ort

Ein Kicker aus dem Knast

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In Friemersheim kann dank der JVA Duisburg-Hamborn wieder gekickert werden. Dabei handelt es sich jedoch keinesfalls um ein gebrauchtes Einzelstück, denn jeder kann dort einen - von Hand gebauten - tollen Holzkicker in Turnierqualität kaufen.

Wer also keine moralischen Bedenken hat, etwas von Kriminellen hergestelltes zu kaufen und diese damit zu unterstützen, sollte unbedingt mal auf der oben angegebenen Seite stöbern, wenn eine Anschaffung ansteht. Ich persönlich halte es für eine sehr gute Sache!

In ganz NRW produzieren verschiedene Justizeinrichtungen unterschiedliche Dinge und bieten sie zum Verkauf an. Der Shop dazu ist online unter www.knastladen.de zu finden. Auch für die Jugendarbeit ist dort sicher einiges Interessantes zu finden. Neben dem wirklich tollen Kicker gibt es zum Beispiel auch Grille oder Stehtische. Auch Krippenfiguren werden von Häftlingen in mühevoller Kleinarbeit hergestellt. Die Preise sind dabei für die hohe Qualität wirklich angemessen. Teuer kauft man bekanntlich nur einmal.

Vielleicht gibt es ja auch andere Vollzugseinrichtungen in Eurer Nähe, die eigene Werkstätten haben und sich über Aufträge aus der Umgebung freuen. So gibt es in Duisburg seit kurzer Zeit ein forensisches Therapiezentrum mit angeschlossener Holzwerkstatt und auch einer Druckerei. Dort freut man sich total, Aufträge aus der Nachbarschaft zu erhalten. Timo Günter


KjG vor Ort

Pfanndflaschenaktion Vorbereitungstreffen für die diözesanweite Pfandaktion September 2013 Wir trafen uns mit neun Kids aus drei Pfarrgruppen (Friemersheim, Havixbeck, Borth) und drei Betreuerinnen und Betreuern vom KjG-Diözesanverband im Jugendheim in Borth. Als wir ankamen haben wir uns ein kennen gelernt. Wir wurden in zwei Zimmer aufgeteilt. Die Jungen wurden im Schlafraum untergebracht, wir, die Mädchen, im Fernsehbereich. Um uns mehr kennen zu lernen spielten wir ein Spiel. Bei dem musste man drei Sachen über sich erzählen, wovon eine Sache gelogen war. Danach sollten wir darüber nachdenken was wir am Wochenende essen wollen und gingen gemeinsam einkaufen. Nach dem Einkaufen machten wir uns Pizza mit Salat. Nach dem Essen sollten wir sagen, was wir vom Wochenende erwarten und was wir machen wollen. Danach spielten wir, bis es dunkel wurde, Wikinger Schach. Doch bevor wir schlafen gingen, guckten wir noch einen Film auf einer großen Leinwand. Natürlich machten die Jungs noch Unsinn und es war eine lange Nacht. Am zweiten Tag holten wir Brötchen zum Frühstück. Wir frühstückten sehr lecker und gemütlich. Nach einem Spielüberlegten wir uns, wie der Flyer zur Werbung der Pfandflaschenaktion aussehen soll. Wir hatten uns geeinigt und besprachen das nächste Thema, für die Werbung der Pfandflaschenaktion. Dann bemalten wir KjG-T-Shirts als Werbung. Als wir die T-Shirts fertig gestellt hatten, aßen wir Pommes mit Fleischrollen zu Mittag. Obwohl wir selber die Fleischrollen ausgesucht haben, haben nur wenige von uns welche gegessen, so dass Lukas und Biese sehr viele essen mussten. Nach dem Essen gingen wir nach draußen, machten ein Gruppenfoto und drehten einen Viedeofilm, wie man Pfand sammeln kann. Jetzt mussten wir noch jeglichen Müll, den wir im Jugendheim auffanden beseitigen. Danach konnten wir die „Base chillen“. Ihr werdet das nächste Mal auf dem Burgfest von uns hören. Wenn es wieder heißt: „Sei im September 2013 dabei, bei der diözesanweiten Pfandflaschenaktion des KjG-Diözesanverbandes Münster!!“ Jonna Gladzwa, Carina Schmitz & Anne Kersjes

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KINDER

Kinder

Kirche VS. Langeweile? „Mir ist langweilig, warum gehen wir denn immer in die Kirche?“ Das denkt Ihr wahrscheinlich wenn Ihr von Euren Eltern mal wieder in die Kirche „gezwungen“ wurdet. Aber es gibt auch Gottesdienste die sind nicht so langweilig: In einigen Gemeinden gibt es spezielle Kindergottesdienste oder Familiengottesdienste, die sind meist nicht langweilig, schaut einfach mal in den Informationen der Gemeinde oder fragt Eure Eltern. Aber Glaube und Religion bedeutet nicht immer nur in die Kirche gehen. Wir als Gucklochteam haben uns in diesem Guckloch mal die Mühe gemacht

und uns umgeschaut. Was gibt es denn sonst noch? Und wir haben einiges gefunden. Blätter einfach mal das Guckloch durch und vielleicht entdeckst Du ja auch was Interessantes für Dich. Eines kannst Du immer tun: Du kannst Gott immer um Hilfe bitten, falls Du sie mal brauchst. Und Du kannst ihm alles sagen, was Dich bedrückt. Denn der liebe Gott lacht keinen aus. Wahrscheinlich wird er Dir nicht antworten, aber bestimmt wird er Dir helfen. Christian Biesemann

Nachgehakt Dies ist die eine Rubrik auf den Kinderseiten und entstand aus einer der Ideen der Kinder DK. Das Ganze funktioniert so: Ihr habt die Chance Eure Fragen über alles, was Ihr Wissen wollt, an uns zu schicken und wir kümmern uns darum, dass wir diese Fragen im nächsten Guckloch beantworten. Schickt Eure Fragen einfach an: redaktion@kjg-muenster.de oder per Post an KjG-Diözesanstelle Münster , Wegesende 4, 48143 Münster. Falls Ihr keine Fragen habt, drehen wir den Spieß um und fragen Euch was wir von Euch wissen wollen und das haben wir in diesem Guckloch schon getan: Lena und Tobias, beide 12 Jahre alt aus Friemersheim antworteten auf unsere Fragen: Guckloch: Geht ihr gerne in die Kirche? Findet ihr Kirche langweilig, wenn ja was? Lena: Ich gerne häufiger in die Kirche, weil ich es mag. Manchmal finde ich Gottesdienste langweilig, besonders wenn der

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Pastor in der Kirche so viele Heilige aufzählt. Tobias: Ich war in der letzten Zeit nicht so häufig in der Kirche, manchmal verschlafe ich einfach oder wir machen einfach was anderes. Aber ich bin gerne in die Kirche gegangen. Guckloch: Spielt Religion eine große Rolle in deinem Leben. Lena: Religion spielt eine Rolle in meinem Leben, ich bin auf einer katholischen Schule da liegt das ist das normal. Guckloch: Würdet Ihr gerne etwas in der katholischen Kirche verändern? Lena: Ich würde zwei Dinge in der Kirche verändern wollen, nämlich sollen Priester heiraten und Kinder kriegen dürfen und zweitens sollen auch Frauen Priester werden dürfen. Tobias: Ich würde auch verändern, dass Frauen Priester werden können und dass Priester heiraten und Kinder kriegen dürfen. Und ich würde gerne, dass Kinder mehr mitbestimmen dürfen.


Kinder

Buchstabensalat

R O S E N K R A N Z R R S R F

E E C I E A A O E E I T A T G

L R V J U G E N D K I R C H E

I G I ON Y V B I O P D D X WQ I OM E S S D I R R O L K J Y X E I T Z U I C K R A V G Z H X Y D S C VQA S P P OWN T Y V R I S GO T TA I L T L N A G B E E S E N S P A S E I B E I C H T L L A TM I R E F Z I R I T F R B E T F E B F U

E T B T Z Z B E E N E R C R T S P A C T H A S K G T I O L B RM A V NM U MM U B S S N E E R I L X E O L A F N I O P Y

Folgende WÜrter sind hier versteckt (vorwärts und senkrecht): Religion, Glaube, Jugendkirche, Nonne, Priester, Messdiener, Erstkommunion, Beichte, Rosenkranz, Gloria, Gebet, Gott

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Dies & Das

Wahlausschuss

Burgfest Bingo

Wir sind der Wahlausschuss

Bürokolummne heute mal in grün...

An dieser Stelle möchten wir uns einmal vorstellen. Auf dem Foto könnt ihr Christian Biesemann, Martin Sicking, Regina Bußmann, Francisca Stuntz und Stefan Hülsherger sehen. Tobias Holtmann ist leider abwesend.

Die Überschrift gefällt Euch nicht? Uns auch nicht! Aber Ihr könnt Euch beruhigen, denn für den Fall, dass Ihr Euch angesprochen gefühlt habt: Ihr seid definitiv nicht gemeint!!!

Was wir machen? In erster Linie sprechen wir mögliche Kandidatinnen und Kandidaten an, um diese für eines der zu vergebenden Ämter in der KjG zu motivieren, die jedes Jahr auf der DK gewählt werden. In diesem Jahr werden Bewerber/-innen für folgende Ämter gesucht: Eine weibliche und zwei männliche Diözesanleitungen, eine mänliche geistliche Leitung, vier weibliche und drei männliche Besetzungen für den Diözesanausschuss. Wenn Ihr Fragen zu den Ämtern habt oder Euch oder andere Kandidatinnen und Kandidaten vorschlagen möchtet, könnt Ihr jeden von uns immer gerne vertraulich ansprechen oder Ihr sendet eine E-Mail an: wahlausschuss@kjg-muenster.de. Wir freuen uns über jeden Vorschlag. Regina Bußmann

Bei uns im Büro brennt zurzeit die Luft, das kommt aber nicht davon, dass wir uns andauernd in den Köpfen haben. Im Gegenteil, wir geben uns sehr viel Mühe uns bestmöglich gegenseitig zu unterstützen. Die einzige Kollegin (oder ist es ein Kollege?) die/ der im Büro gerade nicht mitspielt, ist unsere Mitgliederdatenbank. Naja, vielleicht spielt sie doch mit, denn sie spielt gerade Burgfestbingo mit uns. Wie das geht? In den letzten Wochen haben wir festgestellt, dass von 30 Anmeldungen einer Pfarrgruppe bei der Online-Anmeldung mal nur eine Handvoll oder nur eine Anmeldung zu uns weitergeleitet wird. Da haben wir uns letztendlich gefragt, ob die achtjährige Lisa aus XY wirklich alleine kommen möchte oder ob da nicht noch Anmeldungen fehlen. Ihr könnt es Euch schon denken: „Bingo“, nach einem Telefonat mit der betroffenen Pfarrgruppe stellte sich heraus, dass noch Anmeldungen fehlen. Für uns heißt das nun: Wir telefonieren die Pfarrgruppen nochmal durch und haken nach, ob da nicht doch noch Teilnehmerinnen und Teilneher sind, die mit uns zum Burgfest fahren wollen.

gruppe am Telefon hat, die sich zwar angemeldet hat, deren Anmeldungen es aber nicht durch das Online-Anmeldeverfahren zu uns geschafft haben, der-/ diejenige ruft laut „Bingo“! Vielleicht spielen die Kolleginnen und Kollegen ja mit, der Sieger erhält dann den goldenen Burgfestorden! Was sich hier so nett liest, ist für uns allerdings wirklich gar nicht so lustig und teilweise mit einigen Nerven und Ärger verbunden. Aber ich kann Euch versichern (denn ich bin ja nicht ganz so oft im Büro): Die Kolleginnen und Kollegen halten sich tapfer und meistern die Situation sehr gut. Ganz traditionell werden wir nun also die Anmeldung „per Hand“ durchführen, damit auch wirklich alle mitkommen können, die mitwollen. Wer also in den letzten Wochen keinen Anruf bekommen hat, aber gerne mit der eigenen Pfarrgruppe zum Burgfest kommen möchte, kann sich sicherlich auch im Nachhinein, nach Anmeldeschluss nochmal bei uns melden! Wir freuen uns drauf und vielleicht hört Ihr am Telefon ja dann auch ein lautes „Bingo!“. Dann wisst Ihr auf jeden Fall schonmal Bescheid, dass der-/ oder diegenige am Ende der Leitung nicht verrückt geworden ist, sondern nur unser Burgfest-Bingo gewinnen will! Rebecca Kluge

Und dazu ist mir die Idee gekommen, damit wir im Büro nicht den Spaß an der Anmeldung verlieren: Wir spielen einfach Burgfestbingo, wer eine Pfarr

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Dies & Das

Mach Mit! In dieser Praxiseinheit soll es um die Gestaltung von Werbeanzeigen gehen. Dabei wird vor allem mit Erkenntnissen der Werbepsychologie gearbeitet. Zahlreiche Tipps können Euch dabei helfen, Eure eigene Werbung für Freizeiten, Aktionen oder andere Angebote effektiver zu gestalten. Zur besseren Übersicht sind diese Hilfen in einzelne Kategorien geteilt. Blickverhalten Kulturell bedingt betrachten wir alles von links nach rechts. Angefangen zu Fokussieren wird bei Anzeigen also oben links, bevor es dann über die Bildmitte bis zur rechten unteren Ecke geht. Daher sollte die Überschrift auch ganz oben sein und das eigene Logo unten rechts, da es dort am besten in Erinnerung bleibt. Wenn es große Bilder auf dem Plakat gibt, so sollte der Text am besten darunter oder rechts daneben stehen. Reizerhöhung Um die Aufmerksamkeit zu erhöhen, kann man zum Beispiel Texte durch Farbe oder Größe hervorheben. So kann gleichzeitig auch eine Vermittlung über die Wichtigkeit einzelner Informationen erfolgen. Groß geschriebene Abschnitte sollen eher gelesen werden, da sie meist die wichtigeren sind. Immer aber ist vor allem ein hoher Kontrast nötig, da dieser die meiste Aufmerksamkeit erzielt und nicht zuletzt für gute Lesbarkeit sorgt. Größe Größer ist immer besser! Zumindest gilt das in der Werbung. Es lohnt sich also lieber ein paar A3-Plakate aufzuhängen als viele in A4 Format. Farbe In der Regel werden farbige Anzeigen besser beurteilt und lieber betrachtet als Anzeigen in schwarz-weiß. Gut wirken aber auch Werbungen, die nur ein farbiges Element enthalten. Aber auch hier ist der Kontrast das Entscheidende: In einer bunten Umgebung fällt farblose Werbung mehr auf als farbige. Die einzelnen Farben an sich lösen beim Betrachter aber auch verschiedene Emotionen aus, die es zu beachten gilt. So steht die Farbe Weiß vor allem für Reinheit und Sauberkeit oder in der Werbung auch für Leichtigkeit. Da die Bedeutung der anderen Farben hier den Rahmen sprengen würde, recherchiert doch am besten selbst mal, was mit den einzelnen Farben so alles in Verbindung gebracht wird! Überschrift Die Überschrift ist das Erste und nicht selten auch das Letzte, was von einer Werbeanzeige gelesen wird. Sie sollte daher nicht nur sehr auffällig sondern auch möglichst kurz und prägnant sein. Im Idealfall umfasst sie nur fünf bis acht Worte, von denen möglichst viele Substantive sind. Ansonsten sollte die Überschrift den Betrachter direkt ansprechen und nicht als Frage formuliert sein, wobei die rhetorische Frage hier ausgenommen ist. Beispiel: „Haben Sie sich auch entschlossen, niemals dick zu werden?“ Text Der Text soll weitere Informationen vermitteln, wird aber in der Praxis fast nie gelesen (max. 5% der kommerziellen Werbetexte). Daher sollte er kurz und einfach gehalten werden. Fatal sind unverständliche oder verschachtelte Sätze, die mehrmals gelesen werden müssen. Hier gilt die Regel: „Sparsamkeit geht vor Korrektheit“. Beispiel: „Deutschlands meiste Kreditkarte“

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Da jedoch auch hier die Forschung die kommerzielle Werbung im Fokus hatte, muss berücksichtigt werden, dass nicht alles auch für die Werbung Eurer Angebote gilt. Vielfach hängen ja Plakate auch an der Kirche oder in den Schaukästen der Gemeinde, wo die Besucher direkt nach solchen Informationen suchen und diese dann dementsprechend auch viel länger betrachten. Dennoch kann es durchaus hilfreich sein, diesen Artikel aufzubewahren und noch einmal zu lesen, bevor die nächste Werbung entworfen wird, denn die Wirkung von gut gemachter Werbung ist enorm.

Bild: pixelio.de/

Bilder Der Einsatz von Bildern soll Aufmerksamkeit ziehen und Emotionen auslösen. Vor allem wenn wir Personen sehen wird unser Gehirn aktiviert. Schön lässt sich auch mit unerwartetem Arbeiten, denn wenn uns etwas total befremdlich und unbekannt vorkommt, schauen wir genauer hin. Bildsprache und metaphorische Bilder hingegen regen zum Nachdenken und bleiben so besser in den Köpfen.

DAvis Schrapel

Dies & Das

Merkt Euch, dass wir Menschen viel leichter zu manipulieren sind, als wir glauben. Kleine Kostprobe gefällig? SCHAU NACH LINKS

Timo Günter

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Dies & Das

Kinderbuch

Tick Tack Bumm

www.laborproben.com

www.bistum-osnabrueck.de

Jugendbuch

Woran glaube ich?

An der Arche um Acht

Bombenstimmung

Was meint jemand, der sagt, dass er glaubt? Glaubt er an Gott? An Allah oder an Jahwe? Muss er dafür in die Kirche, die Moschee oder in die Synagoge gehen? Und was bedeutet es, nicht zu glauben? In rund 30 Texten und Interviews erzählen Jugendliche und Erwachsene, Prominente und Nichtprominente, wie es um ihren Glauben bestellt ist. Christen, Muslime, Juden, Buddhisten - dieses Buch versammelt ganz unterschiedliche Stimmen. Die Schauspielerin Jasmin Tabatabai denkt bei Glauben immer zugleich an Aberglauben, während Eckart von Hirschhausen sich fragt, ob es etwas so Monströses braucht wie einen Dom, um zu glauben. Die 19-jährige Laura findet Glauben zwar interessant, dennoch ist sie nicht gläubig, während die 16-jährige Enise ihre religiöse Überzeugung trotz aller Anfeindungen in der Schule offen zur Schau trägt. Der Regisseur Dani Levy denkt darüber nach, was es für ihn heißt, Jude zu sein, und Giovanni di Lorenzo erinnert sich an seine Mutter, die hoffte, wenigstens einer ihrer Söhne würde Geistlicher. Die Auseinandersetzung mit Glauben und Religion ist persönlich und genauso sind die Texte in diesem Buch. Spannende und ungewöhnliche Texte zu verschiedenen Glaubensrichtungen und Religionen, die zeigen, dass sich die Frage »Woran glaube ich?« niemals pauschal beantworten lässt.

Pinguine streiten gerne. Auch über die Frage nach Gott. Ist der liebe Gott wirklich lieb? Sieht er alles? Oder gibt es ihn vielleicht gar nicht? Noch während die drei Pinguine debattieren, beginnt es zu regnen: Die große Sintflut kommt. Zwei Tickets für die Arche Noah sind noch zu kriegen. Aber was ist mit dem dritten Pinguin? Die watschelnden Vögel fassen einen waghalsigen Plan ...

Politisch ist es natürlich nicht korrekt, mit einer Bombe zu spielen, aber für dieses Spiel ist die Bombe unverzichtbar, denn ihr ticken lässt nervös werden und verleiht dem Spiel das nötige Tempo.

Unaufdringlich, unpädagogisch und unbeschwert führen die drei Tiere einen theologischen Disput über das göttliche Gesetz, menschliche Nächstenliebe, über Glauben und NichtGlauben, Schuld, Moral, Sünde, die Gebote und den Gottesbeweis. Ulrich Hub erzählt diese lebendige Geschichte von Noah, der Arche und der legendären Sintflut aus der Sicht der Pinguine mit viel Witz und trockenem Humor. Autoren: Ulrich Hub, Jörg Mühle Verlag: dtv junior Preis: 6,95 €

Worum gehts? Dieses Spiel verlangt neben Schnelligkeit vor allem auchKombinationsgabe um verschiedene Kategorien. Zu jeder Kategorie muss eine bestimmte Frage beantwortet oder eine Wortkombination gefunden werden. Hat ein Spieler die Bombe in der Hand, muss er das Wort nennen, was ihm einfällt. Explodiert die Bombe, hat der Spieler, der die Bombe in der Hand hält, diese Runde verloren. Mitunter geht es also sehr nervenaufreibend zu, denn zum Ende der Runde wird man immer nervöser, da die Bombe ja nicht in der eigenen Hand „explodieren“ soll. Die Bombe wird nicht nur weitergereicht, sondern oft auch geschmissen oder nervös von einer in die andere Hand hin und hergewrfen... Denn: Niemand will die Bombe länger in der Hand halten als nötig! Autor: Los Rodriguez Verlag: Piatnik Preis: 19,90 €

Autor: Martin Dreyer Verlag: Beltz und Gelberg Preis: 17,95 €

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Dies & Das

Geschütteltes Hier müsst Ihr die Buchstaben zu richtigen Wörtern sortieren, alle Wörter haben auch etwas mit dem Titelthema zu tun! Viel Spaß!

HANLMAEBD LATRA

12 2

REZKU

8

NUSAEFREGTUH

6

BIELB

13

MGUNIFR RIGHIELE ISTEG

5

7

HOCRIRKEHCN

4

ROKELTS NIONOKSSFE SEOFEBNLNERM

9 10

RIGELTIU RLOGE

11 3

NRSEOT GODSIT TNESTE

Lösungswort:

(Buchstaben von 1-14 in Reihenfolge)

Lösungs des letzten Bilderrätsels: Bilder: 1 = Organspende, 2 = Beinbruch, 3 = Diabetes, 4 = Rueckenmark Lösungswort: Kruecke

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1 14


Dies & Das

Bilderrätsel Das Rätsel in dieser Ausgabe beschäftigt sich mit Begriffen rund um die Themen Glaube, Religion und Kirche. Die Umlaute werden wie folgt ausgeschrieben: ä = ae, ü = ue, ö = oe, Viel Spaß beim rätseln!

1

2

3

4

-

-

Lösungswort

S 27


Geistesblitz

Nachruf Am 16. April ist unser ehemaliger Bischof, Dr. Reinhard Lettmann, in Bethlehem gestorben. 28 Jahre, von 1980 bis 2008, war er Bischof von Münster – eine unglaublich lange Zeit, in der er die Kirche von Münster geprägt hat. In diesen Jahren waren ihm die Verbände und damit auch die KjG immer wichtig. Jährlich traf er sich mit der Diözesanleitung, um über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu sein. Wir sind ihm sehr dankbar für die Begleitung und die Anregungen, die von seiner Seite kamen. Der Wahlspruch von Bischof Lettmann lautete „Lass uns deinem kommenden Christus entgegeneilen.“ Christusbegegnung zu ermöglichen und aus der Freundschaft zu Jesus zu leben waren Ziele seines Dienstes. Bei Gottesdiensten, offiziellen Besuchen, aber auch bei Wanderungen und Pilgertouren begegnete er unzähligen Menschen unseres Bistums – natürlich auch vielen Kindern und Jugendlichen. Dabei hatte er die Fähigkeit, sich meist die Namen des Gegenübers zu merken und so kannte wohl kaum ein anderer das Bistum so gut wie er. Zu den Highlights seiner Zeit als Bischof von Münster zählten sicherlich der Besuch von Papst Johannes Paul II. 1987 in Münster oder das 1.200jährige Jubiläum des Bistums im Jahre 2005.

Bild: Bistum Münster

Jeder, der Bischof Lettmann kannte wusste, dass er das Heilige Land, Israel und Palästina, liebte. Es hat ihm als „fünftes Evangelium“ die Botschaft Jesu immer wieder tiefer aufgeschlossen – und er hat viele mit seiner Begeisterung für das Heilige Land angesteckt. Insofern konnte es fast keinen besseren Ort für seinen Tod geben. In der alten Kirche nannte man den Todestag „dies natalis“ – Tag der Geburt, der Geburt zum ewigen Leben bei Gott. So kam Bischof Lettmann am Geburtsort Jesu, Bethlehm, im Tod dieser Christus entgegen, dem er in seinem ganzen Leben entgegeneilen wollte.

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Kontakte und Termine

Büroadressen KjG-Diözesanverband Münster Wegesende 4 48143 Münster

Geschäftsführung Kirsten Ludwig zur Zeit im Mutterschutz

Referenten Dorothee Schmerling dorothee.schmerling@kjg-muenster.de

Tel.: 0251/495 508 Mail: info@kjg-muenster.de Fax: 0251/495 502

Verwaltung Ute Brickwedde ute.brickwedde@kjg-muenster.de

Simon Friede simon.friede@kjg-muenster.de

Diözesanleitung dl@kjg-muenster.de

Marianne Gerhard marianne.gerhard@kjg-muenster.de

Rebecca Kluge rebecca.kluge@kjg-muenster.de

Kontakadressen aus den Kreisen Borken Anne Kersjes anne.kersjes@kjg-muenster.de

Oldenburg Stefan Hörstrup stefan.hoerstrup@kjg-muenster.de

Wesel Monika Rütter monika-ruetter@gmx.de

Coesfeld Stefan Hülsheger stefan.huelsheger@versanet.de

Recklinghausen Dorothee Schmerling dorothee.schmerling@kjg-muenster.de

Christian Biesemann christianbiesemann@t-online.de

Lukas Ahmann Lukas_Ahmann@t-online.de Kleve Simon Friede simon.friede@kjg-muenster.de Münster Francisca Stuntz francisca.stunz@googlemail.com

Steinfurt Lukas Goecke lukasgoecke@gmx.de Eva Schockmann eva.schockmann@gmx.net Warendorf Anna Grunwald attag@t-online.de

Felix Malkowski mailli91@gmx.de

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Nicht vergessen JuNi

Juli

September

13.06. - 16.06.2013 72-Stunden-Aktion

06. - 07.07.2013 Burgfest

20.09. - 22.09.2013 Pfandflaschenaktion

23.06.2013 Pilgern auf Westfälisch

www.kjg-muenster.de

27.09. - 29.09.2013 Mee(h)r -Zeit-Wochenende

Guckloch 02/2013  
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