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01/2015

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Katholische junge Gemeinde Diözesanverband Münster


Editorial

Liebe KjGlerinnen, liebe KjGler, hallo liebe Gucklochleserinnen und -leser! die Guckloch-Redaktion besteht (größtenteils) aus Kindern der 90ern. Aufgewachsen mit Tamagotchis, den Spice Girls, Take That oder modischen Fehltritten, schwelgten wir beim Finden des Titelthemas dieser Gucklochausgabe auch direkt in Erinnerungen. Geprägt wurde das Jahrzehnt durch Mode oder Musik, Politik und Sport sowie den technischen Fortschritt. Wir werfen für Euch einen Blick auf die 90er, haben die schönen und traurigen Höhepunkte zusammengefasst und fragen uns, wer oder was denn noch mal Diddlemaus und Pokémon sind. Natürlich findet Ihr in dieser Guckloch-Ausgabe auch die Berichte vom Neujahrsempfang, der Öffentlichkeits- oder Partizipationsschulung und unsere neue Geistliche Leiterin Simone Barciaga stellt sich Euch vor. Zum guten Schluss seid Ihr wieder selbst gefragt und dürft kniffelige Rätsel zum Titelthema lösen.

Um die Rubrik „KjG vor Ort“ etwas aufzupeppen, bieten wir Euch übrigens ab sofort einen ganz besonderen Service an: Für Schreibmuffel und Unkreative hauen wir nun selbst in die Tasten: Ihr liefert uns Infos und Bildmaterial und wir schreiben für Euch die Reportage für das Guckloch.

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Jetzt aber genug der vielen Vorworte! Im Namen des ganzen Gucklochteams wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen und Rätseln. Und wenn Ihr mögt, gebt uns doch einfach mal eine Rückmeldung oder sendet uns Eure Tipps und Ideen, wie wir Euer Guckloch noch interessanter gestalten können an redaktion@kjg-muenster.de. Sonja Pöpsel

Wir haben uns in dieser Ausgabe mit den 90er Jahren beschäftigt und da kam uns die Idee, dass wir in dieser Ausgabe mal alte Kinderfotos herauskramen und diese als Teambilder ins Guckloch stellen wollen, einfach mal um zu zeigen, wie wir in den 90ern aussahen. Ihr findet Nummern an unseren Bildern: Ihr könnt ja mal raten, wer wer ist?! Die Auflösung findet Ihr auf Seite 23. Viel Spaß dabei!

REdaktion & Impressum

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Guckloch ist die Zeitschrift der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) im Bistum Münster. Herausgeberin ist die Diözesanleitung der KjG. Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Redaktion: Christian Biesemann, Regina Bußmann, Timo Günter, Stefan Hülsheger, Rebecca Kluge, Sonja Pöpsel, André Terlinden, Niklas Kuypers, Lukas Klein-Wiele, Björn Dobiasch Mitarbeiter/-innen: Simone Barciaga, Frederieke Kerner, Annika Kuypers Titelbild: Kira Kluge Satz und Layout: Kerstin Reer, Rebecca Kluge Redaktionsanschrift: 48143 Münster, Wegesende 4, Telefon (02 51) 495 508, www.kjg-muenster.de e-Mail: redaktion@kjg-muenster.de Internet: www.kjg-muenster.de, www.facebook.com/KjG-Dioezesanverband-Muenster Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 30. Juni 2015 Auflage: 750 Druck: www.wir-machen-druck.de V.i.S.d.P.: Rebecca Kluge


Inhalt

TITELTHEMA Was geschah in den 90ern? Ein Jahrzehnt voller Highligths Das Fernsehen der 90er Mode Gesellschaftsspiele der 90er Sammelwahn der 90er Innovationen der 90er

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AUS DEM DIÖZESANVERBAND Neujahrsempfang Öffentlichkeitsschulung Wege entstehen beim Gehen Von flauschigen Monstern Lonely Planet - Simone Wir suchen Dich

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KJG vor ORT Weltwärts

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Kinder Rätsel

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Dies & Das KjG & DU - Die Spiele haben begonnen Auflösung Team- Kinderfotos Praxistipp Buch- und Spieletipps Rätsel Geistesblitz Adressen

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Titelthema

Was geschah in den 90ern? 1990

1992

8. Juli 1990: Deutschland siegt in Rom mit einem 1:0 über Argentinien und wird zum dritten Mal Fußball-Weltmeister. 3. Oktober 1990: Wiedervereinigung – die DDR tritt der Bundesrepublik bei. Das vereinte Deutschland erhält seine Souveränität zurück. Vorausgegangen waren die „Zweiplus-Vier“-Gespräche: Am 12. September unterzeichneten die Außenminister beider deutschen Staaten und der vier Siegermächte in Moskau den abschließenden Vertrag.

7. Februar 1992: Hans-Dietrich Genscher und Theo Waigel unterzeichnen den Vertrag zur Wirtschafts- und Währungsunion der Europäischen Gemeinschaft in Maastricht (Niederlande). Hiermit tritt Deutschland als Gründungsmitglied der neu gegründeten Europäischen Union (EU) bei. 3. bis 14. Juni 1992: Umweltgipfel in Rio! Der Wald stirbt, das Klima erwärmt sich, ganze Ökosysteme brechen zusammen: Dass die Umwelt geschützt werden muss, zeigt sich schon in den 80er Jahren. Doch es dauert bis 1992, bis der erste internationale Vertrag aufgesetzt wird, der die ökologischen Probleme benennt und zu ihrer Lösung aufruft. 1992 tagt in Rio de Janeiro die „UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung“. 172 Staaten und 2400 Vertreter nichtstaatlicher Organisationen nehmen am sogenannten „Erdgipfel“ teil. Neben der Agenda 21, die eine nachhaltige Entwicklung bis auf kommunale Ebenen anregt, wird in Rio die Klimarahmenkonvention besiegelt. Diese hat zum Ziel, die globale Erwärmung zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen. Direkte Auswirkungen auf die Umwelt hat er allerdings vorerst nicht. Erst 1997 in Kyoto werden völkerrechtlich verbindliche Klimaschutzziele festgelegt. So soll der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2012 um 5,2 Prozent sinken. Doch die Weltgemeinschaft zieht nicht an einem Strang. Bis 2008 treten 182 Staaten dem KyotoProtokoll bei. Aber ausgerechnet die Nation mit dem größten Energieverbrauch fehlt: Die USA. 22. August 1992: Fremdenhass in Deutschland. Eine Menschenmenge versammelt sich vor dem „Sonnenblumenhochhaus“ in Rostock-Lichtenhagen. Dort befindet sich die zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber in Mecklenburg-Vorpommern. Anfangs brüllt der rechte Mob Parolen wie „Deutschland den Deutschen“ und „Ausländer raus“. Später fliegen Steine und Brandsätze. Die Lage eskaliert, neue Krawallmacher reisen aus dem Bundesgebiet an, am Schluss sind es mehrere Tausend. Unter dem Jubel von Anwohnern und Passanten werden Molotowcocktails in ein Heim neben der Aufnahmestelle geworfen. Mehr als einhundert Vietnamesen entgehen nur knapp dem Tod. Es dauert vier Tage, bis die Polizei die Lage unter Kontrolle bringt. 23. November 1992: Bei einem rechtsextremistischen Brandanschlag in Mölln sterben drei Türkinnen. Am 29. Mai 1992 setzen vier junge Männer in Solingen das Haus einer türkischen Großfamilie in Brand. Fünf Türkinnen sterben. Der Anschlag sorgt weltweit für Empörung.

1991 Zweiter Golfkrieg. Im August 1990 marschieren irakische Truppen in Kuwait ein und besetzen das Nachbarland. Hintergrund ist ein Konflikt um Gebietsansprüche und Ölfördermengen. Die Vereinten Nationen (UN) verurteilen den Einmarsch und verhängen Sanktionen gegen den Irak. Doch dessen Herrscher Saddam Hussein zeigt sich unbeeindruckt. Mit der UN-Resolution 678 wird ihm ein Ultimatum gesetzt: Er hat bis zum 15. Januar 1991 Zeit seine Truppen abzuziehen, ansonsten muss er mit militärischen Maßnahmen der Staatengemeinschaft rechnen. Ein Militärbündnis aus 34 Ländern unter Führung der USA formiert sich. Saddam lässt die Frist verstreichen. Einen Tag später werden die irakischen Truppen angegriffen, insgesamt 660.000 Soldaten setzen sich in Bewegung. Schnell erringen die alliierten Truppen die Lufthoheit über Irak und Kuwait, danach greifen Bodentruppen ein. Die irakische Armee zieht sich aus Kuwait zurück - und verursacht dabei eine Umweltkatastrophe: Sie zündet Ölfelder an und leitet große Mengen Öl ins Meer. Am 27. Februar verkündet US-Präsident Bush eine Waffenruhe, am 12. April tritt ein Waffenstillstand zwischen dem Irak und den Koalitionstruppen in Kraft. Saddam Hussein darf im Amt bleiben und sorgt weiter für eine Destabilisierung der Golfregion. Erst 2003 wird er gestürzt. 2006 verurteilt ihn ein irakisches Gericht wegen Völkermordes und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tod. Am 30. Dezember 2006 wird er erhängt. 30. April 1991: Der letzte Trabant rollt in Zwickau vom Band direkt ins Automobilmuseum der Stadt. Seit 1958 hatte der Kleinwagen dafür gesorgt, dass Familien in der damaligen DDR sich ein Auto kaufen konnten. Insgesamt wurden über 3 Millionen „Trabis“ produziert. Ebenfalls wird 1991 das europaweite Kennzeichnungssystem „Grüner Punkt“ von der Dualen System Deutschland GmbH entwickelt.

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Titelthema

1993 15. Mai 1993: Die Bundeswehr beginnt ihre UN-Mission in Somalia. Zum ersten Mal operieren Bundeswehr-Soldaten außerhalb des Nato-Gebietes. Das Bundesverfassungsgericht erklärt 1994 Einsätze im UN-Auftrag für zulässig. 1. Juli 1993: Das neue Asylrecht tritt in Kraft. Es erschwert den Zugang zum Asylverfahren und erleichtert die Abschiebung. 1. Juli 1993: Die vierstelligen Postleitzahlen werden durch ein fünfstelliges System ersetzt. 13. September 1993: Historischer Händedruck für den Frieden in Nahost in Washington. Hier geben sich Israels Ministerpräsident Rabin und PLO-Chef Arafat im Beisein von US-Präsident Clinton die Hand. Sie unterzeichnen das sog. Gaza-Jericho-Abkommen, das u.a. einen Truppenabzug vorsieht.

1994

8. Februar 1994: Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik hat die Arbeitslosenzahl die Vier-Millionen-Grenze überschritten. Heute liegt die Zahl der Arbeitslosen laut Bundesagentur für Arbeit bei 3.017.000 (Februar 2015). 22. April 1994: Kaufhaus-Erpresser Arno Funke wird gefasst. Als „Dagobert“ hatte er die Polizei jahrelang zum Narren gehalten. Heute arbeitet er u.a. als Karikaturist. 8. April 1994: Gary Smith findet in einer Garage in Seattle

die Leiche eines blonden Mannes. Es ist Kurt Cobain, eines der größten Idole seiner Zeit. Als Sänger und Gitarrist der Band Nirvana hat er Millionen Fans begeistert und gilt als Sprachrohr seiner Generation. 13. November 1994: Schumacher wird Formel-1-Weltmeister! Im selben Jahr, in dem Ayrton Senna tödlich verunglückt, holt der junge Kerpener seinen ersten Weltmeistertitel in der Formel 1. Obwohl er aufgrund von unerlaubten Manipulationen und Regelverstößen mehrmals disqualifiziert und gesperrt wird, fährt Schumi eine sehr erfolgreiche Saison für das Team Benetton-Ford. Zum Showdown kommt es beim letzten Rennen in Australien, in das Schumacher mit einem Punkt Vorsprung vor seinem schärfsten Konkurrenten Damon Hill geht. Nach einem Unfall mit Hill scheidet Schumacher aus, als Hill wegen eines technischen Defekts aufgeben muss, kann Schumacher jubeln. Als erster Deutscher überhaupt gewinnt er die Formel-1-Weltmeisterschaft.

1995 24. Juni 1995: Der Reichstag in Berlin ist verhüllt – ein Projekt des Künstlerpaares Christo und Jeanne-Claude. Bis zum offiziellen Ende der Aktion am 6. Juli kommen fünf Millionen Besucher. Schon 1971 beginnen die Künstler Christo und Jeanne-Claude mit ihren Planungen für die Verhüllung des

Bild: PixelWookie/ pixelio.de

Bild: Lupo/ pixelio.de

Bild: Ferdinand Lacour/ pixelio.de

Bild: Rainer Sturm/ pixelio.de

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Titelthema

Reichstags. Doch bis sie den Deutschen Bundestag überzeugt haben und ihr Projekt verwirklichen können, gehen etliche Jahre ins Land. Erst am 25. Februar 1995 stimmt der Bundestag über Christos Verhüllungspläne ab: Die Mehrheit ist dafür. Für die komplette Verkleidung des Reichstags benötigen Christo und Jeanne-Claude 100.000 Quadratmeter feuerfesten, silbrigen Gewebes und knapp 16.000 Meter Seil. 3. September 1995: Das weltweit größte Internetauktionshaus eBay geht an den Start. Der teuerste Artikel, der weltweit bei eBay verkauft wurde, war ein Firmenjet für 4,9 Millionen USDollar.

1996

Bild: Cralinsche/ pixelio.de

Bovine spongiforme Enzephalopathie, kurz BSE, heißt die tödliche Krankheit, vor der sich Mitte der 90er Jahre Menschen in Europa fürchten. Sie verursacht Aufschwemmungen und Löcher im Gehirn und taucht vor allem bei Rindern auf daher der umgangssprachliche Begriff „Rinderwahnsinn“. Das erste mit BSE infizierte Tier wird 1984 in Großbritannien entdeckt. Aus Einzelfällen wird schnell eine Seuche: 1992 sind über 37.000 Fälle gemeldet. Man vermutet, dass verunreinigtes Futter, das Überreste von kranken Tieren enthält, die Krankheit auslöst. 1996 sterben in Großbritannien die ersten Menschen an einer Variante der CreutzfeldJakob-Krankheit (nvCJK), die große Ähnlichkeit mit BSE hat. Sie sollen BSE-verseuchtes Fleisch gegessen haben. Darauf schrillen bei Öffentlichkeit und Behörden die Alarmglocken. Die Europäische Union untersagt den Export von britischem Rindfleisch. Doch die befürchtete Epidemie bleibt aus: Bis 2002 erkranken weltweit lediglich 129 Menschen an nvCJK, die meisten davon in Großbritannien. Ob diese durch den Verzehr von Rindfleisch krank wurden, ist nicht erwiesen. 30. Juni 1996: Im EM Finale zwischen Deutschland und Tschechien gelingt Oliver Bierhoff ein großer Schuss: Mit dem ersten Golden Goal bei solch einem Turnier verhilft er Deutschland zum Titelgewinn. 5. Juli 1996: In Schottland wird das Schaf Dolly geboren. Das Besondere: Es ist das erste geklonte Säugetier der Welt. Schottische Forscher hatten vorher die Euterzelle eines erwachsenen Schafes zurück in den Embryonalzustand versetzt, damit eine Eizelle befruchtet und einer Leihmutter eingepflanzt. Die Methode macht Schule: Bis 2007 werden weltweit über 5000 Tiere nach Dollys Vorbild geklont, hauptsächlich Rinder und Schweine. Dabei sollen Resistenzen gegen Krankheiten

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geschaffen und zusätzliche Gene eingebaut werden, die das Fleisch gesünder machen. Der Fall Dolly löst ethische Diskussionen aus, die bis heute andauern. Weltweit sind sich die Staaten über ein Klonverbot von menschlichen Zellen zur reinen Reproduktion einig. Klonen zu therapeutischen Zwecken ist in manchen Ländern hingegen erlaubt, in Deutschland bis 2008 jedoch nicht. Und Dolly? Das berühmteste Schaf der Welt muss im Februar 2003 eingeschläfert werden, da es an einer Lungenkrankheit leidet. Inzwischen kann man das ausgestopfte Schaf im Royal Museum of Scotland betrachten. 30. Oktober 1996: Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) ist 5144 Tage im Amt und damit einen Tag länger Regierungschef als der „Rekordhalter“ Konrad Adenauer. Im Oktober 1998 endet nach 16 Jahren die längste Amtszeit eines Kanzlers in der Bundesrepublik.

1997 Jan Ullrich gewinnt die Tour de France. Eigentlich sollte er nur seinen Mannschaftskollegen Bjarne Riis unterstützen. Doch es kommt anders: Auf der zehnten Etappe erobert der 23jährige Jan Ullrich das gelbe Trikot des Gesamtführenden - und gibt es nicht mehr her. Schließlich gewinnt Ullrich die Tour de France mit neun Minuten Vorsprung. Er ist der erste deutsche Sieger der berühmtesten Radrundfahrt der Welt. In den folgenden Jahren steht Jan Ullrich noch oft auf dem Podium der Tour de France: 1998, 2000, 2001 und 2003 wird er Zweiter, 2005 Dritter. Besonders die Duelle mit seinem Dauerrivalen Lance Armstrong faszinieren die Radfans. 2006 kommt Ullrich vom Erfolgskurs ab und wird einen Tag vor dem Start suspendiert. Die Vorwürfe: Er soll in den Dopingskandal um den spanischen Arzt Fuentes verwickelt sein. Ullrich leugnet jeglichen Betrug. Ein Jahr später gibt er seinen Rücktritt bekannt. 17. Juli 1997: Höchststände an der Oder – „Jahrhunderthochwasser“. Im Juli und August 1997 tritt die Oder verheerend über ihre Ufer. Lang andauernde starke Niederschläge im tschechischen Odergebirge verursachen die Flut. Das Wasser erreicht einen Rekordpegel, viele Ortschaften müssen evakuiert werden. In Polen und Tschechien fordert die Flut mehr als 100 Todesopfer. Die Schäden werden auf über vier Milliarden Euro beziffert. Nach den Geschehnissen in Polen und Tschechien ist man in Deutschland vorgewarnt. Krisenstäbe werden gebildet, Bevölkerung und Hilfsorganisationen arbeiten zusammen, Politik und Verwaltung leisten unbürokratische Hilfe, die Bundeswehr rückt mit 15.000 Mann zu ihrem bis dahin größten Katastropheneinsatz aller Zeiten aus. Auch in Deutschland werden zahlreiche Häuser zerstört. Aber immerhin gibt es keine Todesopfer. Auch wer nicht direkt betroffen ist, zeigt Mitgefühl und Hilfsbereitschaft: Über 50 Millionen Euro werden gespendet. 31. August 1997: Die britische Prinzessin Diana verunglückt


Titelthema

in einem Pariser Tunnel. Ihr Freund Dodi Al Fayed stirbt an der Unfallstelle, Lady Di kurze Zeit später im Krankenhaus.

1999

1998

Bild: Jasmin McKee/ pixelio.de

1999: Kosovokrieg mit deutscher Beteiligung. Nachdem die Kämpfe in Bosnien und Kroatien Mitte der 90er Jahre 20. April 1998: Die Rote Armee Fraktion (RAF) erklärt ihre beendet sind, entsteht ein neuer Krisenherd auf dem Auflösung. Bei RAF-Anschlägen starben seit 1970 mehr als 30 Balkan. Die albanische Volksgruppe in der jugoslawischen Teilrepublik Kosovo strebt nach Unabhängigkeit, wird Menschen. 23. April 1998: Der Bundestag stimmt mit großer Mehrheit aber vom serbischen Regime mit zum Teil brutalen Mitteln daran gehindert. Als Verhandlungen für die Einführung des Euro. Am 1. nicht fruchten und immer mehr Januar 1999 tritt die Währungsunion Menschenrechtsverletzungen gegen für Deutschland und zehn weitere Zivilisten begangen werden, greifen Länder in Kraft. am 24. März 1999 Truppen der NATO 3. Juni 1998: Nach dem Bruch eines (North Atlantic Treaty Organization) ein Radreifens prallen im niedersächsischen und fliegen Luftangriffe gegen serbische Eschede Waggons eines ICE bei Tempo Ziele. Am 10. Juni endet der Krieg mit 200 gegen eine Straßenbrücke. 101 dem Rückzug der serbischen Truppen Menschen sterben. aus dem Kosovo. 1. August 1998: In Deutschland, Am Luftkrieg sind auch deutsche JagdÖsterreich und der Schweiz tritt die und Aufklärungsflugzeuge beteiligt. Der Rechtschreibreform in Kraft. Die neuen erste Kampfeinsatz deutscher Soldaten Schreibweisen sind zunächst nur für nach dem Zweiten Weltkrieg sorgt für Schulen und Behörden verbindlich. Diskussionen. Da dem NATO-Einsatz Die Übergangszeit, während der auch Gedenkstätte in Eschede kein UN-Beschluss zugrunde lag, wird die alte Schreibweise erlaubt ist, endet seine Rechtmäßigkeit angezweifelt. 2005. 27. September 1998: Rot-Grün beendet die Ära Kohl. Doch die rot-grüne Regierung verteidigt den Einsatz. Zum fünften Mal lässt sich Helmut Kohl zur Wahl zum Bundeskanzler aufstellen. Im Jahr 1998 schafft er es „Music Is The Key“ lautet das Motto der Loveparade 1999 allerdings nicht mehr, die CDU an die Spitze zu bringen. Die vor allem der Schlüssel zum Erfolg: 1,2 Millionen Raver feiern SPD gewinnt die Wahl und stellt den neuen Bundeskanzler: zur Musik von 51 Trucks bei 30 Grad im Schatten. An der Gerhard Schröder. Für die SPD steht der Koalitionspartner ersten Loveparade 1989 nahmen gerade mal 150 Menschen schnell fest: Bündnis 90/Die Grünen. Zum ersten Mal teil und demonstrierten für Frieden. Nur fünf Jahre später, übernimmt eine Ökopartei Regierungsverantwortung in im Sommer 1994, feierten erstmals mehr als 100.000 einer großen Industrienation. Bundeskanzler Gerhard Menschen sich selbst und die Musik. Die ursprünglich Schröder und Außenminister Joschka Fischer bilden ein kleine Technobewegung ist zu einem kommerziellen medienwirksames Team. Sie beschließen den Ausstieg aus der Massenprodukt geworden. Berlin als Gastgeberstadt hat Atomenergie, vereinfachen die Integration von Ausländern, Probleme, die Menschenmassen und die 200 Tonnen Müll zu ermöglichen eingetragene Lebenspartnerschaften für bewältigen. Im Jahr 2001 wird der Loveparade der Status als Gleichgeschlechtliche und leiten Maßnahmen zum Schutz politische Demonstration aberkannt. Damit gehört auch die von Ökologie und Umwelt ein. Doch es gibt auch Konflikte: kostenlose Stadtreinigung der Vergangenheit an. 2004 und Als 1999 für das Eingreifen im Kosovo der erste Kampfeinsatz 2005 muss die Loveparade ausfallen, weil Sponsoren fehlen. deutscher Soldaten seit dem Zweiten Weltkrieg beschlossen 2006 tanzen die Raver ein vorerst letztes Mal in Berlin. werden soll, steht die Koalition kurz vor dem Zerfall. Auch 19. April 1999: Das deutsche Parlament kehrt acht Jahre nach die eingeleiteten Sozialreformen („Hartz IV“) werden scharf dem historischen Umzugsbeschluss des Bundestags vom Juni kritisiert. Im Jahr 2002 wird Schröder wiedergewählt, Rot- 1991 offiziell von Bonn in den Berliner Reichstag zurück. Grün regiert aber nur drei weitere Jahre. Nach vorgezogenen 11. August 1999: Es war ein himmlisches Ereignis: Mit Neuwahlen bilden 2005 CDU und SPD eine große Koalition Brillen und Kameras bewaffnet erlebt Mitteleuropa für zwei unter Bundeskanzlerin Angela Merkel. Minuten eine totale Sonnenfinsternis. 16. Oktober 1998: Der Bundestag billigt die Beteiligung 30. September 1999: Günter Grass bekommt 1999 den der Bundeswehr an einem Nato-Einsatz im Kosovokonflikt. Literaturnobelpreis verliehen - 27 Jahre nach dem letzten Die Nato beginnt im März 1999 ohne UN-Mandat mit deutschen Preisträger Heinrich Böll. Luftangriffen. Für die Bundeswehr wird es der erste Kampfeinsatz ihrer Geschichte. Niklas Kuypers

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Titelthema

Ein Jahrzehnt voller Highlights 1. Wind Of Change 2. Time To Say Goodbye 3. Verdammt ich lieb´dich 4. It´s My Life 5. Conquest Of Paradise 6. Rhythm Is A Dancer 7. My Heart Will Go On 8. Das Boot 9. Everything I Do I Do It For You 10. What Is Love 11. Mambo No. 5 12. I´ll Be Missing You 13. Swea (alalalalal long) 14. Mr. Vain 15. All That She Wants 16. Gangsta´s Paradise 17. What´s Up 18. Cotton Eye Joe 19. Nothing Compares 2 U

Scorpions Sarah Brightman, Andrea Bocelli Matthias Reim Dr. Alban Vangelis Snap Celine Dion U96 Bryan Adams Haddaway Lou Bega Puff Daddy, Faith Evans feat. 112 Inne Circle Culture Beat Ace of Base Coolio Four Non Blondes Rednex Sinead O‘Connor

20. Blue (Da Ba Dee)

Eiffel 65

Auch ich bin ein Kind der Neunziger und denke gern an die Zeit zurück. Vor allem aber höre ich noch gerne Musik aus diesem Jahrzehnt, denn es war einfach verdammt viel gutes Zeug dabei. Neben dem Artikel findet Ihr die deutschen TOP 20 von 1990-1999 und sicher geht es Euch wie mir und Ihr wollt einige der dort aufgelisteten Songs direkt wieder anhören. Zugegeben, ich hab zuerst bei YouTube nach dem letzten Kampf von Henry Maske gesucht und konnte direkt zwei Lieder der Liste abhaken. (Freunde des Boxsports werden wissen, welche damit gemeint sind.) In diesem Artikel soll klar werden, was in zehn Jahren musikalisch so alles passieren kann. Denn neben vielen neuen Bands sind auch ganze Musikstile entstanden bzw. nach Deutschland gekommen. Vor allem die elektronische Musik Eurodance war etwas Neues und erfreute sich wohl auch aus diesem Grund sehr großer Beliebtheit. Aber auch der Hip Hop, welcher seinen Weg aus den USA nach Europa fand, war äußerst populär in den 90ern. Doch auch bei den Künstlern selbst gab es klare Trends in dieser Zeit. Zum einen gab es die Groups. Egal ob Boygroups oder Girlgroups, ihre Songs durften auf keiner Party fehlen und die Konzerte waren voll bis unters Dach. Überlebt hat zwar keine dieser Bands bis heute, doch jeder kennt die Backstreet Boys, N’Sync, Take That oder die Spicegirls. Die erfolgreichsten deutschen Bands, gemeint sind die Toten Hosen und die Ärzte, welche auch schon in den 90ern 6

große Erfolge feierten, gibt es übrigens heute noch immer. Das Jahrzehnt zeigte uns außerdem, dass Musik nicht immer tiefsinnig und ernst sein muss. Hier sei nur auf Lou Bega’s „Mambo No. 5“, „Blue“ von Eifel 6, Aqua’s „Barbiegirl“ oder „Flat Beat“ von Mr. Oizo verwiesen. Auch noch gut in Erinnerung ist der Auftritt von Guildo Horn beim Eurovision Song Contest im Jahr 1998, wo er mit seinem schrillen Outfit und einem Lied über Nussecken die Bühne rockte und am Ende sogar den 7. Platz für Deutschland holte. Auch die Art und Weise, wie man Musik hörte hat sich im Laufe des Jahrzehnts gewaltig verändert. Zu Beginn der 90er-Jahre waren CDs das Medium für Musikwiedergabe. Der große Vorteil gegenüber der klassischen Kassetten war, dass man einfach zum gewünschten Lied springen konnte, ohne groß spulen und probieren zu müssen (man waren das Zeiten…). Wer unterwegs Musik hören wollte, besaß meist einen Discman. Diese Geräte waren jedoch zu groß für die Hosentasche und sehr empfindlich bei Bewegung. Zumindest letztes Problem wurde durch die MiniDisc gelöst, welche sich jedoch nie wirklich durchsetzen konnte. Die Revolution durch die MP3 wurde übrigens erst am Anfang des folgenden Jahrzehnts eingeläutet. Die 90er waren darüber hinaus auch die Jahre des Musikfernsehens und der Musikvideos. Anders als heute hatten Musikvideos damals noch eine große Bedeutung und die Künstler konnten ihrer Musik ein Gesicht geben oder das Lied mit einer eigenen Geschichte versehen. Rückblickend vermisse ich diese Zeit ganz schön. Und das nicht nur wegen der Musik… Timo Günter Bild: Uta Thien-Seitz/ pixelio.de

Die TOP 20 der 90er Jahre


TitelthemA

Das Fernsehen der 90er Eine Auswahl von dem, was das Fernsehprogramm in den 1990ern zum Besten gab, findet Ihr hier: Beliebteste US-Serien: Full House (1987-1995, 8 Staffeln, 192 Episoden) Eine schrecklich nette Familie (1987-1995, 11 Staffeln, 259 Episoden)

Roseanne (1988-1997, 9 Staffeln, 222 Episoden) Baywatch (1989-2001, 11 Staffeln, 243 Episoden) Die Simpsons (seit 1989, 26 Staffeln und mehr als 568 Episoden) Alle unter einem Dach (1989-1998, 9 Staffeln, 215 Episoden) Der Prinz von Bel-Air (1990-1996, 6 Staffeln, 148 Episoden) Beverly Hills, 90210 (1990-2000, 10 Staffeln, 300 Episoden) Melrose Place (1992-1999, 7 Staffeln, 22 Episoden) Dr. Quinn – Ärztin aus Leidenschaft (1993-1998, 6 Staffeln, 150 Episoden)

Die Nanny (1993-1999, 6 Staffeln, 146 Episoden) Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI (1993-2002, 9 Staffeln, 202 Episoden)

Friends (1994-2004, 10 Staffeln, 236 Episoden) Emergency Room (1994-2009, 15 Staffeln, 331 Episoden Buffy, im Bann der Dämonen (1997-2003, 7 Staffeln, 144 Episoden)

Beliebteste Kinderserien: Ducktales (1987-1990, 2 Staffeln, 100 Episoden) Teenage Mutant Hero Turtles (1987-1996, 10/11 Staffeln, 193 Episoden)

Chip & Chap (1989-1990, 3 Staffeln, 65 Episoden) Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew (1990-1991, 2 Staffeln,

65 Episoden)

Darkwing Duck (1991-1992, 3 Staffeln, 91 Episoden) Die Dinos (1991-1994, 4 Staffeln, 65 Episoden) Arielle, die Meerjungfrau (1992-1994, 3 Staffeln, 31 Episoden) Sailor Moon (1992-1997, 5 Staffeln, 200 Episoden) Animaniacs (1993-1998, 5 Staffeln, 99 Epsioden) Pinky und Brain (1995, 4 Staffeln, 65 Episoden) 101 Dalmatiner (1997-1999, 3 Staffeln, 65 Episoden) Beliebteste Talkshows: Hans Meiser (1992 – RTL) Ilona Christen (1993 – RTL) Arabella (1994 – Pro Sieben) Bärbel Schäfer (1995 – RTL) Vera am Mittag (1996 – Sat1) Sonja (1997 – Sat1) Andreas Türck (1998 – Pro Sieben) Die Oliver Geissen Show (1999 – RTL) Birte Karalus (1998 – RTL)

Beliebteste Gameshows: Herzblatt (1987-2006) Dingsda (1988-2002) Ruck Zuck (1988-2006) Der Preis ist heiß (1989-1997) Geld oder Liebe (1989-2001) Riskant, ab 1994 Jeopardy, (1990-2000) Traumhochzeit (1992-2000) Familien-Duell (1992-2002) Nur die Liebe zählt (1993-2011) Glücksrad (1998-2002) Die erfolgreichsten 3 Kinofilme in Deutschland: 1. Titanic, 1998, 18.081.331 Besucher 2. Der König der Löwen, 1994, 11.333.217 Besucher 3. Pretty Woman, 1990, 10.625.337 Besucher Oscar-Gewinner in den 90er Jahren 1990: Miss Daisy und ihr Chauffeur 1991: Der mit dem Wolf tanzt 1992: Das Schweigen der Lämmer 1993: Erbarmungslos 1994: Schindlers Liste 1995: Forrest Gump 1996: Braveheart 1997: Der englische Patient 1998: Titanic 1999: Shakespeare in Love

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aus dem Diozesanverband Titelthema

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MODE Der 90er Sieht man heute Fotos aus den 90ern, fasst man sich manchmal doch an den Kopf oder verdreht die Augen: Die vielen verschiedenen Farben, Muster und Schnitte – und das auf nur einem einzigen Kleidungsstück!

Die Mode der 90er Jahre wurde stark von der Musik-Szene beeinflusst. Die größten Genres waren Hip-Hop, Techno und der Grunge. Je nachdem, welche Musik man am liebsten hörte, so kleidete man sich in der Regel auch. Hip-HopBegeisterte trugen möglichst weite Kleidung, was man auch heute noch sieht. Diejenigen, bei denen Techno laut aus den Boxen zu hören war, kleideten sich mit großer Vorliebe in knalligen Neon-Farben, die Kleidung war eng und kurz und die Plateauschuhe setzten sich durch. Der Grunge-Look war vorrangig ein Look, bei dem gerne zerschlissene Jeans zum Vorschein kamen. Dazu gehörten Flanellhemden und eine Frisur, die aussah, als wäre man eben aus dem Bett gekommen. Als weitere Ergänzung zu den verschiedenen Mode-Genres gehört auch die Girlie-Bewegung. Hierbei konnte man die erwachsenen Frauen nur durch ihre Größe von den Mädchen

unterscheiden, denn der Kleidungsstil war der Gleiche.

Soweit hört es sich gar nicht so schlimm an. Da allerdings nicht unbedingt so sehr darauf geachtet wurde, welche Kleidungsstücke zueinander passten, entstand eine Kombinationsfreude, die keine Grenzen kannte. Die Mottos „Erlaubt ist, was gefällt“ und „Je knapper, desto besser“ wurden tatkräftig umgesetzt. Modisch passte somit quasi gar nichts mehr zusammen und Mädchen und Jungs waren rein vom Kleidungsstil her kaum noch unterscheidbar. Man setzte auf starke Kontraste und Muster. Für Accessoires galt: Je größer und auffälliger, desto besser. Das Make-Up war dezent bis stark ausgeprägt und als eine der Trendfrisuren stach der Stufen Bob hervor. Die bunte Vielfalt kennt man nun größtenteils noch von Fotos oder alten Filmen. Aber auch im Alltag begegnen einem immer wieder die Trends der 90er. In der heutigen Sportmode findet man z.B. die Neon-Farben wieder. Auch Designer nehmen immer wieder gerne Elemente aus der Mode der 90er heraus um diese für neue Kollektionen zu verwenden. Mittlerweile wird dabei darauf geachtet, dass die Kleidungsstücke zueinander passen und eine Karo-Hose nicht mit einer BlumenBluse kombiniert wird. Die Teile sehen auf den Laufstegen der Fashion-Shows dann eher elegant als abgerockt aus.

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Bild: thelostboy.de

Regina Bußmann


{ Gesellschaftsspiele

Bild: Gisela Peter/ pixelio.de

Titelthema

in den 90ern

„Tausche Wolle und Holz gegen Getreide.“ - „Du bekommst zwei Getreide, wenn du für mich zwei Wolle und einmal Lehm hast.“ So und ähnlich feilschen tausende spielbegeisterte Menschen bei „Die Siedler von Catan“. Es ist eines der wohl bekanntesten Spiele aus den 90ern und hat mit seinen Erweiterungen und Neuauflagen bis heute viele Fans. Neben dem ausgeklügelten Spielprinzip aus Strategie, Handel, Bauen und Würfelglück, begeistert bereits beim Aufbauen der Spielplan. Bestehend aus sechseckigen Waben lässt er sich stetig neu in verschiedenen Anordnungen zusammensetzen. Ein Spiel das verdient den Namen Spiel des Jahres 1995 trägt. Doch bereits einige Jahre zuvor ging es in der Spielewelt „Drunter & Drüber“. Beim Spiel des Jahres 1991, das genau diesen Namen trägt, geht es ums Bauen und Überbauen. Jeder Spieler zieht eine Art von Gebäude, die er vor dem Überbauen schützen muss. Gebaut wird reihum mit verschiedenlangen Teilen von Burgmauern, Flüssen und Wegen. Steht in der Landschaft ein Klohäuschen im Weg so wird mit hitzigen Ja- und Nein-Karten abgestimmt oder auch mit einer neutralen Karte einfach mal geblufft.

Wer am Bluffen Spaß hat, dem empfiehlt sich das Spiel des Jahres 1993. Beim ersten Öffnen der großen Schachtel lässt sich meinen, der Inhalt selbst ist ein großer Bluff. Ein kleiner Spieleplan, sechs Würfelbecher, 30 helle und ein roter Würfel geben auf den ersten Schein nicht so wirklich viel her. Aber getäuscht, es ergeben sich zahlreiche höchst spannende Spielrunden. Ziel des Spiels ist es den anderen die Würfel abzunehmen. Dies geschieht dadurch, dass man die anderen zu einem hohen Bluff drängt, der aufgedeckt wird. Alternativ geht es darum, selber so gut zu bluffen, dass es keiner merkt oder mit dem passenden Würfelglück und der einfachen

Wahrheit zu gewinnen.

Die 90er Jahre haben natürlich noch deutlich mehr Spiele zur Welt gebracht. Die, die es zum Spiel des Jahres geschafft haben finden sich in der folgenden Übersicht. 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999

Adel verpflichtet Drunter & Drüber Um Reifenbreite Bluff Manhatten Die Siedler von Cantan El Grande Mississippi Queen Elfenland Tikal

Wenn Ihr selber gerne spielt, probiert das ein oder andere Spiel der 90er doch einfach mal aus. Einige Klassiker die sich nun hier vermissen lassen, sind übrigens schon viel älter als gedacht. So stammen die erste Ausgabe von „Hotel“ bereits aus dem Jahr 1974 und die Urversion vom „Spiel des Lebens“ aus dem vorletzten Jahrhundert (ca. 1860).

Stefan Hülsheger

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Titelthema

Sammelwahn der 90er Bild: sw-baeren-shop.de

In den 90er Jahren gab es, wie auch in fast jedem anderen Jahrzehnt, einen Sammelwahn nach Nippes und Zeugs, den Eltern nicht verstehen und in Freundschaften böse Streitereien provozieren konnten. Warum man gesammelt hat? Die Einen fanden die Sammelobjekte besonders schön, die Anderen hatten den Drang nach Vollständigkeit und wiederum andere haben es einfach nur gemacht, um einen Trend zu folgen... Wir haben auf der Suche nach Sammelobjekten unsere Dachböden durchforstet und wollen Euch unsere Funde, Relikte der 90er, vorstellen: Zaubertrolle Den Zaubertroll gab es sogar schon in den 60er Jahren, aber erst in den 90er Jahren hat der Zaubertroll einen regelrechten Hype ausgelöst. Der kleine nackte Troll mit den bunten hochstehenden Haaren war fast in jedem Kinderzimmer zu finden. Ziel war es, möglichst alle Haarfarben beisammen zu bekommen. Plastikschnuller Ein Sammelobjekt, das gleichzeitig zum Modeaccessoire mutierte: Die Plastik- oder Glasschnuller. In verschiedenen Farben und Größen waren sie unter anderem an Armbändern und Halsketten zu finden. Schlüsselbunde wurden durch die Schnuller immer größer und auch Schultaschen und alles andere was Ösen und Schlaufen hatte, wurde mit den Schnullern verziert. Sticker „Tausche Flauschteddy gegen Glitzerkätzchen“: Zum Sammeln gehört natürlich auch das Tauschen und da waren die kleinen selbstklebenden Bildchen genau das Richtige. Und damit die Klebekraft der einzelnen Bildchen nicht verloren ging, besaß man ein Stickeralbum oder besser gesagt so viele, wie das Taschengeld es erlaubte. Die Sticker gab es im Schreibwarenladen oder am Kiosk und haben geglitzert, waren mit Fell überzogen oder dreidimensional. Pogs oder Caps Im Jahre 1995 ging der Trend mit den Caps oder Pogs los. Dies waren kleine runde Pappscheiben mit verschiedenen Motiven. Die Motive waren Comics, Stars oder 10

Filmausschnitte. Die Pogs waren eigentlich dazu gedacht um damit zu spielen. Die bekannteste und häufigste Spielart ist diese: Für zwei Spieler werden die Pogs - mit der Bildseite nach oben - gestapelt. Danach wird mit dem Slammer (Eine dickere Scheibe aus Metall oder Kunsstoff) auf den Stapel geschnippt. Wenn nun die Pogs mit der Rückseite nach oben liegen, gehören sie dem Werfer. Gogos Als Gogo bezeichnet man eine ungefähr drei bis fünf Zentimeter große Spielfigur aus Plastik, die in den 90er Jahren in Deutschland auf den Markt kam. Diese Spielfiguren sahen aus wie kleine bunte Knochen mit Gesichtern. Ähnlich wie bei den Pogs waren die Gogos zum Spielen gedacht und man gewann dabei die Gogos des Gegners. Dabei wurden die Gogos wie beim Murmelspielen genutzt und man musste die Gogos des Gegners abtreffen und aus einem bestimmten Bereich herausbefördern. Diddlblätter In den 90er Jahren hat man sich Diddlschreibblöcke nicht dafür gekauft um tatsächlich darauf zu schreiben, nein, diese wurden gekauft, um sie zu sammeln. Sie wurden in ein Album gesteckt und der Rest des Blockes wurde mit Freunden gegen andere Varianten getauscht. In jeder Schule waren Kinder mit riesigen Ordnern voll Diddlblättern zu finden und es wurde getauscht bis zum umfallen. „Diddl“ wurde 1990 erfunden und war damals noch ein Känguru. Aus dem Känguru entwickelte sich eine Springmaus. Die Diddl-Maus ist keine Comicfigur, da sie ihre ersten Auftritte nicht in Comics, Büchern oder Trickfilmen hatte, sondern ein Produkt ist, das ausschließlich für den Verkauf von Gebrauchsgegenständen erfunden wurde. Bis zum letzten Jahr wurde die „Diddlmaus“ noch verkauft, bis der Vertrieb zum Jahresende eingestellt wurde. Pokémonkarten Der Trend um Pokémon ging in Deutschland erst Ende der 90er los. Abgeleitet von den Gameboyspielen wurde im Jahre 1996 das passende Sammelkartenspiel dazu entwickelt. Gespielt wurde mit den Karten eher selten, die Karten wurden getauscht, gehandelt und bewundert. Dabei gab es bei den Karten große Unterschiede: Mit Holoeffekt, aus China importiert, in englischer Sprache oder gefälscht. In den Taschen der Kids war so gut wie alles zu finden. Hauptsache auf der Rückseite war der Pokéball. Die Pokémonkarten haben irgendwann durch Digimon- und Yu-GI-OH-Karten Konkurrenz bekommen, haben aber ihren Kultcharakter längst nicht verloren. Christian Biesemann


Titelthema

Innovationen der 90er Spielen: TETRIS. Handy Während der 90er eroberten die Handys, so wie wir sie heute kennen, langsam die privaten Haushalte. Allerdings waren sie früher noch so groß, dass sie liebevoll Knochen oder Backstein genannt wurden. Vom Funktionsumfang boten die Handys Telefonieren und, wenn man Glück hatte, auch schon das Schreiben von SMS an. Pager Ebenfalls boomte in den 90ern der Pager. Das sind kleine Kästen mit einem Display auf denen Nachrichten empfangen werden konnten. 2000 wurden die letzten Pagerdienste in Deutschland wieder eingestellt.

Mit dem Start der Neunziger folgte für die Welt ein Jahrzehnt voller Einfallsreichtum, technischer Innovationen und nicht zu vergessen, Kitsch. Was man so alles darunter verstehen kann, möchten wir Euch natürlich nicht vorenthalten. Discman Erfunden 1984 von der Firma Sony erlebte der Discman erst einige Jahre später, nämlich in den 90ern, seine glorreiche Zeit. Mit ihm war es nun endlich möglich, nicht wie beim Walkman, Kassetten unterwegs zu hören, sondern auch CDs. Da der Discman allerdings fast doppelt so groß war wie ein Walkman hatte es zur Folge, dass die Menschen nun extra große (Hosen-)Taschen benötigten. DVD Die DVD wird vermutlich allen ein Begriff sein. Heutzutage gehört sie schon wieder zum alten Eisen und wird langsam aber sicher durch die Blu-Ray abgelöst. Mitte der 90er löste sie die Videokassette als Speichermedium für Videodaten ab. Endlich war Schluss mit Bandsalat oder dem Zurückspulen der Kassetten um den Film noch einmal gucken zu können.

Tamagotchi Das Tamagotchi war in den 90ern ein Elektronikspielzeug aus Japan. In Europa erlebte es schnell sehr große Beliebtheit. Das Tamagotchi war ein virtuelles Haustier, welches in regelmäßigen Abständen gefüttert, gesäubert oder bespaßt werden musste. Sobald dies nötig war, meldete es sich mit einem dezenten Alarmton. Wenn man sich gut um sein kleines virtuelles Haustier kümmerte, wuchs es. In Schulen wurde das Tamagotchi häufig verboten, da die stetigen Alarmsignale den Unterricht störten. Furby Der Furby ist ein elektronisches Spielzeug welches Ende der 90er den europäischen Markt eroberte. Er ähnelt einem Plüschtier und sah aus wie eine Mischung aus Maus, Katze und Eule oder Fledermaus. Er besaß viele verschiedene Sensoren die dem Furby signalisierten wenn er gestreichelt oder gekitzelt wurde. Außerdem musste man ihn mit dem Finger füttern oder sich um ihn kümmern wenn er krank war. Ein Furby konnte außerdem gute 800 Wörter sprechen. André Terlinden

Gameboy Der Gameboy war eine der ersten tragbaren Spielekonsolen. Er war sozusagen der Nintendo 3DS der damaligen Zeit. Wer ihn nicht kennt, kann sich einen großen grauen Kasten mit vier Knöpfen und einem Steuerkreuz vorstellen. Mit dieser Spielekonsole vertrieb man sich die Zeit mit Spieleklassikern wie Super Mario oder dem Klassiker schlechthin unter den 11


Aus dem Diözesanverband

Neujahrsempfang Im Januar fand der alljährliche Neujahrsempfang für die Pfarrgruppen statt. Neben dem Empfang in der Jugendburg Gemen standen vor allem einige Preisverleihungen im Vordergrund. Traditionell wurde der Thomas-Morus-Preis verliehen. In diesem Jahr wurde gleich eine ganze Pfarrgruppe ausgezeichnet: Die KjG Telgte. Diese Gruppe hatte nach dem Unwetter in Münster kurzerhand Ferienlagerplätze für „Von der Flut betroffene“ Kinder und Jugendliche angeboten. Das Besondere daran: Die Kinder und Jugendlichen konnten umsonst an dem Lager teilnehmen, damit für die geschädigten Familien keine weitere finanzielle Einbuße stattfinden musste.

belegte die KjG Kirchhellen mit ihrem Gruppenfoto, den zweiten und dritten Platz belegten die KjG Gruppen aus Friemersheim und Telgte.

Zusätzlich fand aber noch eine besondere Preisverleihung statt: Die Gewinnergruppen des KjG & DU- Fotowettbewerbes des letzten Jahres wurden ausgezeichnet. Den ersten Platz

Rebecca Kluge

Siegerfoto der KjG Kirchhellen

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Neben den Auszeichnungen der Gruppen stand natürlich auch das leibliche Wohl auf dem Programm, ebenso, wie ein Improvisationstheater unserer Kollegin Rieke Bartmann aus dem Nachbarbüro der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ). Gemeinsam mit drei Improtheater-Kolleginnen und -Kollegen sorgte die Gruppe für viele Lachtränen und einen wunderbaren Abendausklang, der mit einem gemütlichen Beisammensein endete.


Aus dem Diözesanverband

Öffentlichkeitsschulung

Dieser Plakatentwurf ist während der Öff-Schulung entstanden. Wir hätten es uns so sehr gut vorstellen können, allerdings sieht es nun aus thematischen Gründen anders aus....

Am Morgen, nach dem ausgiebigen Neujahrsempfang des KjG-Diözesanverbandes Münster, trafen sich die 13 Teilnehmenden zur Öffentlichkeitsschulung. Diese fand von Samstag, den 10.01.2015 bis zum Sonntag, den 11.01.2015 auf der Jugendburg in Borken-Gemen statt. Die Interessierten waren zum einen die Mitglieder des Gucklochteams, die ihre Fähigkeiten in Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit im Diözesanverband erweitern wollten und zum anderen KjGler/-innen aus den Pfarrgruppen, die lernen wollten, ihre Pfarrgruppe vor Ort besser zu präsentieren. Die Schulung war zweigeteilt. So wurde sich am ersten Tag unter der Leitung von Jürgen Flatken, von Haus aus Redakteur, besonders mit der Textarbeit beschäftigt. Hier ging es darum, zu lernen, wie Informationen am besten gestreut werden und welche verschiedenen Gattungen es gibt. Dies wurde dann in der Mittagspause auch gleich mal ausprobiert. Im Nachmittagsbereich ging es dann um Fragen rund um die sozialen Netzwerke und das World Wide Web. Wie tritt die KjG dort am besten oder vielmehr am auffälligsten auf und wie kann man ein möglichst großes Publikum erreichen? Abends gab es eine Runde Spiel und Spaß in Kooperation mit der parallel stattfindenden Pfarrleitungsschulung, bevor wieder genug Energie da war, um den Abend gemütlich im Burgkeller ausklingen zu lassen. Der Sonntagmorgen brachte noch einmal einen neuen Themenpunkt auf die Agenda und so stellte uns Kerstin Reer, Grafikdesignerin, Grundlagen und Kniffe für Gestaltung in einer Präsentation vor. Anschließend gab es erneut ausgiebig Raum eigene Ideen umzusetzen und sogar mit einem alltäglichem Programm wie Microsoft PowerPoint. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Nach diesem inhaltlich gut gefülltem Wochenende blickten die Teilnehmer/-innen zufrieden zurück und äußerten Wünsche weiter an diesen Themenbereichen zu arbeiten. Mit Spannung kann eine Neuauflage der Schulung erwartet werden und wer weiß, vielleicht bekommt man noch das ein oder andere Ergebnis aus der Schulung zu Gesicht. Lukas Klein-Wiele

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Aus dem Diözesanverband

WEge entstehen beim Gehen „Wenn Du Dich für meine Gruppe entscheidest, bekommst Du einen Lutscher! Entscheidest Du Dich für die andere Gruppe hast Du einen langweiligen Tag vor Dir“ – So könnte ein Satz aussehen, der die Entscheidung eines Menschen für oder gegen etwas beeinflusst. Dieser Satz brachte die Teilnehmenden der Partizipationsschulung des KjGDiözesanverbandes zum schmunzeln. In Verbindung mit dem Dreijahresprojekt KjG & DU hat das Team rund um die Diözesanleitung unter anderem das Thema Partizipation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Vordergrund gerückt. Gemeinsam mit den Referenten Michael Regner und Franziska SchubertSuffrian ging es auf eine eindrucksvolle Reise zum Thema. Das Team lernte, was das Drehscheibentelefon von Oma mit Partizipation zu tun hat, bzw. wie der Wandel in der Gesellschaft Partizipation möglich macht. Was Partizipation bedeutet, brachten die Seminarleitenden auf den Punkt: „Bedürfnisse, Wünsche und Interessen wahrzunehmen, die eigenen und die Anderer, sie Kinder und Erwachsenen gegenüber zu äußern und zu versuchen, sie gemeinsam umzusetzen.“ Was sich leicht anhört ist aber nicht so leicht umzusetzen, im Check der eigenen Veranstaltungen machte die KjG diese Erfahrung, denn nicht in allem was partizipativ angedacht ist, steckt auch Partizipation drin. Um dieses herauszufinden, gaben die Referenten den Teilnehmenden fünf Stufen der Partizipation an die Hand. Erst ab der dritten Stufe kann von Mitbestimmung gesprochen werden. Manchmal, so ist es den Teilnehmenden aufgefallen, hakt es schon an uns selbst, dass wir Vorschläge von vornherein mit einem „Das klappt doch nie“ ablehnen. Aber dieses Mitbestimmen aushalten, mitleben und selbst aktiv zu gestalten, das haben sich die Diözesanleitung und ihr Team auf die Fahnen geschrieben, denn der Mehrwert ist auf 14

jeden Fall da! Falls es beruhigt: Auch bei der Mitbestimmung dürfen und müssen (gemeinsam) Regeln aufgestellt werden, an die sich alle zu halten haben! Mit viel Charme und Witz nahmen die beiden Referenten alle Teilnehmenden mit auf die Partizipationsreise und zum Schluss, mit Lachtränen in den Augen, waren alle von dem Thema angesteckt und nehmen sich für die Zukunft vor: Wir versuchen Partizipation zu leben und nehmen unsere Mitglieder mit! Rebecca Kluge


Aus dem Diözesanverband

VOn Flauschigen Monstern Jegliche schlaflose Nächte wegen angeblichen Monstern unterm Bett im Kindesalter sind nichts, gegen das, was ich im Archiv der KjG erlebte: Nach dem Hochwasser im letzten Jahr hatte es natürlich auch sämtliche Ordner und Regale erwischt. Seit Juli schimmelten Mitgliederakten, KJP-Maßnahmen und diverse andere Aufzeichnungen feucht-flauschig-fröhlich vor sich hin. Also Einweghandschuhe an und Frau Dr. Dr. Antipelz machte sich zur Bestandsaufnahmen in die dunklen Höhlen des Grauens auf. Insgesamt ca. 30 Ordner samt Inhalt standen der Schimmel bis zum Hals und mussten ausgewechselt werden. Doch bevor es wirklich zur aktiven Operation „Endlose Stunden zwischen platt gepresstem Ungeziefer“ kam, galt es erst einmal, die erforderliche Technik zu bändigen. Ich sag euch, 30 Ordnerrücken zu drucken klingt zwar wie das kleinere Übel, stellte sich jedoch als David-Aufgabe heraus. Tagelang stand ich vor dem Drucker in Utes und Mariannes Büro (die beide sehr geduldig und aufbauend mit meinem verzweifeltem Gemüt umgingen) und versuchte, die Beschriftungen der Ordner irgendwie halbwegs passend auf die schmalen Rücken zu quetschen. Rückblickend kann ich sagen; mit fünf Tassen Kaffee, 15 Stöhnern und 23 mal „Da wird doch das Insekt im Flaum verrückt!“ schafft man schließlich vier Exemplare. Vier! Doch nicht nur Beruhigen bzw. stellenweise Auslachen war Mariannes Aufgabe im Hintergrund des Teams für den Untergrund; fleißig bestellte sie frische, duftende, saubere, wunderbare Ordner nach, die paketweise ihren Platz im Büro fanden. Nun, da ich mittlerweile so paranoid geworden war, stürzte ich mich auf die engelsgleichen Errungenschaften, bevor

diese auch noch die Möglichkeit bekamen zu vermodern. Phase Zwei begann und mit dem Geräusch des mitleidigen Applaus zog ich jeden Tag aufs Neue in die Schlacht. Meine Einweghandschuhe und ich, gemeinsam wühlten wir uns durch… naja, das, was man noch Archiv nennen konnte. Des Weiteren war mein Haargummi Teil der Agentencrew, danke an dieser Stelle an Dich, ohne Dich wäre ich so einige Male mehr vor Ekel durch die Kellerräume gesprungen. Mit vorläufig aufgeladener frischer Luft warf ich mich in die Fluten der Fäulnis. Es war kein Spaß! Es war nicht schön! Ich führte tiefschürfende Monologe, die Selbstzweifel und den Sinn des Lebens hervorbrachten und Momente des Glücks, wenn ein Ordner doch NUR auf der Rückseite und NICHT im Innern am Modern war, zogen mich und meine verpesteten Gedanken stellenweise aus dem Sog der Verwesung. Leider vorrangig sprang ich allerdings von einem Bein auf das Andere vor den Gitterstäben des natur-geschaffenem Gefängnisses und sehnte mich nach Tageslicht, einer reinen Briese und dem damit einhergehenden tiefen, unvergifteten Durchatmen. Irgendwann dann - ich hatte es schon fast aufgeben, fühlte mich fast geborgen in der weichen Umarmung des Kellers - war es dann soweit: Der letzte Ordner war gereinigt und ausgetauscht. Ausgesogen von dieser Aufgabe stand ich orientierungslos im Raum, um mich herum die (mehr oder weniger) leblosen, alten Ordnerhüllen. Wie Leichen um mich herum aufgestapelt, sodass ich es fast traurig fand, aber auch gleichzeitig die Wahrhaftigkeit des Endes dieser Operation begrüßte. Frederieke Kerner

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Aus dem Diözesanverband

Wir Suchen DICH! Wir, das sind die Mitglieder des Wahlausschusses des KjGDiözesanverbandes Münster. Wir treffen uns seit Anfang März und suchen nach engagierten KjGler/-innen, die sich für neu zu besetzende Ämter im Diözesanausschuss und der Diözesanleitung aufstellen lassen möchten.

Als Diözesanleitung arbeitet man in vielen Teams und Gremien mit anderen Ehrenamtlichen zusammen und entscheidet gemeinsam mit dem Diözesanausschuss über die Arbeit in der KjG. Auch mit den Referent/-innen und Mitarbeiter/-innen im Büro der KjG steht man oft im Kontakt.

Der Diözesanausschuss (kurz: DA) ist das höchste beschlussfassende Organ des Diözesanverbandes. Er tagt circa fünf Mal im Jahr und berät über die Arbeit in der KjG und beschließt über laufend wichtige Angelegenheiten des Diözesanverbandes. Der DA setzt sich aus den gewählten Mitgliedern der Diözesanleitung sowie fünf männlichen und fünf weiblichen gewählten Kreisvertretern zusammen. Diese Mitglieder werden jedes Jahr im November auf der Diözesankonferenz gewählt. Als Voraussetzung gilt, dass deroder diejenige mindestens 18 Jahre alt ist.

Die Diözesanleitung wird, wie der Diözesanausschuss, auf der Diözesankonferenz im November gewählt. Als Voraussetzung gilt, dass der- oder diejenige mindestens 18 Jahre alt ist.

Die Diözesanleitung besteht aus sechs Mitgliedern. Davon sind vier Mitglieder Ehrenamtliche aus unserem Diözesanverband, die sich zur Aufgabe gemacht haben, unseren Verband zu leiten. Dazu kommen zwei geistliche Leiter/-innen, die ebenso wie die vier Ehrenamtlichen unseren Verband leiten.

Falls Du nun Ideen hast, wer Interesse und Spaß an der Arbeit in einem dieser Ämter haben könnte, oder Du selbst darauf brennst eines dieser Ämter auszuführen, dann melde dich gerne per Mail bei uns unter wahlausschuss@kjg-muenster.de und wir nehmen Kontakt zu Dir oder der jeweiligen Person auf. Der Wahlausschuss

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KjG vor Ort

Ein Leben mit der Dialyse?

Weltwärts

KjGegangen, KjGefragt, KjGeschickt, KjGlücklich gemacht. #klasse #jucksunddollerei #genausowiealleanderen

Weltwärts. Was heißt das schon? Da fliegt jemand – in diesem speziellen Fall ich, Annika, Kreis Kleve – für ein Jahr viel zu viele Kilometer von Zuhause weg, um in einer neuen Umgebung, einer viel zu heißen wohlbemerkt, zu leben, zu fühlen, zu sehen, zu entdecken, zu arbeiten, gesehen zu werden, zu vermissen, lieben zu lernen … und und und. Nach der Schule, nach dem Studium, ja oft wenn etwas Neues anfängt, kommt bei vielen Menschen das Gefühl auf, dass man für eine gewisse Zeit etwas ganz anderes machen möchte, mal weg aus dem Alltag, auf eigenen Beinen stehen, ein Leben zu leben, das man sonst nicht leben wüde. Nach meinem Abitur, einem FSJ in einer Mutter- und- KindKlinik, drei Jahren Studium mit viel ehrenamtlicher Arbeit nebenbei, stand ich vor genau dieser Entscheidung. Zu oft hatte ich schon gesagt, dass ich irgendwann mal weggehe; nach dem Studium fühlte es sich an, als wäre dies nun vermutlich die letzte Chance, das umzusetzen. Es hieß also: Entweder Jetzt oder nie. Nur wohin? Mir war sehr schnell klar, dass für mich ein Jahr als Au-Pair in Frankreich, Italien, Neuseeland oder in den USA nicht infrage käme. Vielmehr zog es mich weiter den Weg des Ehrenamtes und in ein Land, das man – rein oberflächlich betrachtet kaum mit Deutschland vergleichen kann. In so einem Land, 18

so erhoffte ich es mir und erlebe es nun, hat man mal die Gelegenheit sich mit eigenen Werten und Normen sowie mit vielen Dingen und Menschen zuhause oder vor Ort (und auch mit sich selber) auseinanderzusetzen und sie wertschätzen zu lernen. So bewarb ich mich bei einer Kölner Organisation für ein weiteres Freiwilliges Soziales Jahr, diesmal allerdings 10.000 km von meinem Heimatort Goch entfernt: „Tansania“ heißt mein „Kaum mit Deutschland vergleichbares“ “Viel- Zu- Weit- Weg” und Himo das Dorf, in dem ich dieses andere Leben lebe. Ein Land an der Ostküste Afrikas, das Land in dem der König der Löwen spielt und sich Simba und Nala im Schatten des Kilimandscharos “Gute Nacht” sagen. Ein Dorf, in dem fast niemand fließendes Wasser, eine Toilette, wie wir sie von Zuhause kennen, oder gar eine Küche, ein Wohnzimmer und Schlafzimmer für jedes Familienmitglied hat. Hier wohne ich mit vier weiteren deutschen Freiwilligen in einem sehr großen und im Vergleich zu unseren Nachbarn sehr luxuriösen Haus (mit Küche, einem Wohnzimmer, Schlafzimmer für jedes WG- Mitglied, Wasser in zwei großen Tonnen, die wir zweimal in der Woche mit einem Eimer in jeder Hand auffüllen müssen, Plumpsklo und Eimerdusche) in dem wir uns alle ziemlich wohlfühlen. Ich arbeite und verbringe die meiste Zeit in einer


KjG vor Ort

Grundschule, die von einem katholischen Schwesternorden geleitet wird: Die Holychildhood Pre- And Primary School. Es ist eine Privatschule, mit circa 500 Schüler/-innen, im Alter von fünf bis 16, die sich auf sieben Jahrgänge mit je zwei Klassen aufteilen. Die Klassengrößen schwanken von 30 bis hoch zu 50 Schülern. Ihr könnt Euch vorstellen, dass es bei 35 Grad im Schatten mit 50 Kindern in einem Raum oft nicht ganz angenehm ist Unterrichtet wird bis auf zwei Ausnahmen (die Fächer Kiswahili und Religion) auf Englisch. Den ganzen Aufbau der Lern- und Lehrstruktur zu erklären, fällt mir schwer und würde auch zu lange dauern. Aber es ist immer wieder interessant, dass so bekannte deutsche Schulsystem mit diesem hier zu vergleichen, es wertschätzen zu lernen und gut zu finden. Fernab von den Lehrplänen, ist es sehr schön zu sehen, wie die komplette Schülerschaft immer wieder als Einheit auftritt. Jeder kennt die Namen aller seiner Mitschüler, die Schule wird gemeinsam von allen Kindern sauber gehalten, die Bäume werden gegossen, jeden Morgen wird zusammen getanzt, sich aufgewärmt, gesungen und gebetet, jeder ist hier ein Teil des Ganzen. Nach zwei Monaten Englisch in der zweiten Klasse unterrichten, einen Eindruck von allem hier bekommen, über das, was man nach vielen Jahren in der KjG, einer Schule in

Himo noch so bieten kann, nachdenken, mit Thiemo schreiben und eine Idee davon zu bekommen, wie man die Arbeit der KjG auch weltwärts verbreiten kann, gab es auf der DK 2014 ein Video von mir zu sehen. Auf dieses Video folgten viele, viele Spenden, die umgewandelt wurden in ein Schwungtuch, Blockflöten, Liederzettel, Stifte, Radiergummis, Anspitzer, Bälle, Sprungseile, Mundharmonikas, Trillerpfeifen, (…) die dann auf dieselbe Reise, die ich letztes Jahr auch angetreten habe, geschickt wurden. Jetzt freuen sich jede Woche mindestens einmal ein paar Klassen darüber mit mir einen Ball oder ein Kind auf dem Schwungtuch hochzuschleudern, “Hab ‘ne Tante aus Marokko“ auf Englisch zu singen oder Volleyball zu spielen, ohne, dass die Arme jedes Mal wehtun. Denn grundsätzlich gilt – egal wo man auf der Welt ist, Kinder haben doch überall an ähnlichen Dingen Spass… und ich auch. Auf diesem Weg also ein herzliches Dankeschön an alle, die auf der DK fleißig mitgetombolat und Pfand gesammelt haben und an die Leitungsrunde der KjG Liebfrauen Goch, von allen Kindern und auch von mir, denn Kinderlachen und ein bisschen Heimatgefühl ist doch immer wieder das, was einen glücklich machen kann. Eure Annika

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Hier findet Ihr waagerecht und senkrecht insgesamt 12 Wรถrter rund um unser Titelthema. 1. DISCMAN 2. GAMEBOY 3. ZAUBERTROLL 4. DIDDLEMAUS 5. EBAY 6. EURO 7. HANDY 8. TRENDS 9. MODE 10. STICKERALBUM 11. POKEMON 12. NEUNZIGER Viel SpaรŸ beim Suchen!

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KjG & Du

Battle

Die Spiele haben Begonnen Als Guckloch-Teamund zugleich Battle-TeamMitglied wurde mir die Ehre überlassen, Euch von den bisherigen Battles der ersten Runde zu berichten. Da ich selber allerdings nicht zu allen Battles gefahren bin, die bereits stattfanden, habe ich mir jemanden dazu geholt, der überall dabei war: Knut. Knut ist bei den Battles immer dabei, entweder als aktiver oder passiver Teilnehmer. Er wird von vielen verschiedenen Händen gedrückt, festgehalten oder auseinander gezogen und verliert dabei niemals seine gute Laune. Er findet es wirklich großartig, die Battles

mitzumachen und freut sich, nahezu jedes Wochenende einen anderen Ort unseres Bistums kennenzulernen. Gerade, als wir uns überlegten, was wir über das Battle erzählen möchten, stellten wir jedoch fest, dass wir inhaltliche Ereignisse noch gar öffentlich machen wollen. Zu diesem Zeitpunkt hatten noch nicht alle Pfarrgruppen das Glück, gegeneinander anzutreten und somit ein paar Matches noch anstehen. Wir haben uns dann dazu entschlossen, Euch eine von uns erhobene Statistik zu zeigen:

Die Teilnehmenden: Teilnehmende Pfarrgruppen gesamt: Teilnehmende Pfarrgruppen bisher: anwesende Kinder (bis 13 Jahre): anwesende Jugendliche (bis 17 Jahre): anwesende Junge Erwachsene (ab 18 Jahre): anwesende Teilnehmer insgesamt: anwesende Teamer bisher:

Anzahl 13 12 67 65 56 188 14

Die Spiele: Stunden, in denen gespielt wurde: Kilometer, die von den Pfarrgruppen gefahren wurden: Fotos, die von den Spielen gemacht wurden: Fotos, die von Knut gemacht wurden: Punkte, die bereits vergeben wurden: Pfarrgruppen, die gewonnen haben: Menschen, die Glücklich nach Hause gefahren sind:

36 2.350 1.032 80 366 6 202

Das Team: feste Mitglieder des Battle-Teams: weitere freiwillige Helfer/-innen: Stunden, in denen das Team gemeinsam geplant hat: Stunden, in denen Team-Mitglieder eigenständig geplant haben: km, die vom Team zu den Battles gefahren wurden:

12 mind. 16 mind. 55 unzählbar viele 1.983

Stand; 7. April 2015

... und wir sind gespannt, wie die Zahlen aussehen werden, wenn die erste Runde komplett abgeschlossen ist! Viele Grüße, Knut und Regina

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Dies & Das

DIES und DAS

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Guckloch: Was hast Du in

den 90ern gesammelt?

den 90ern gesammelt?

André: Ich habe Chupa Caps

Sonja: Diddl-Blätter

Guckloch: Was hast Du in

André

gesammelt und viel Lego.

Guckoch: Deine Modesünde der 90er?

6

Guckoch: Deine Sonja Modesünde der 90er? Sonja: Da gehört

10

André: Eine Kappe mit eingebautem

wohl das Kleid auf meinem Bild zu...

Ventilator. Guckloch: Was vermisst Du?

Guckloch: Was vermisst Du? Sonja: Den

André: Die viele Freizeit. Guckloch:

Sound der 90er. Guckloch: Was ist Deine

Was ist Deine liebste TV-Serie der 90er?

liebste TV-Serie der 90er? Sonja: Sabrina -

André: Die Gummibärenbande.

Total verhext.

Guckloch: Was hast Du in

den 90ern gesammelt?

Stefan: Caps Guckloch:

Deine Modesünde der 90er?

Stefan

Lukas: Münzen, weil Oma

eine Kiste davonvoll hatte.

Lukas Guckoch: Deine Modesünde der 90er?

Lukas: Ein dünner geflochtener Pferdeschwanz bis zur ersten Klasse. Guckloch: Was vermisst

den 90ern gesammelt?

Du? Lukas: Die unbekümmerte Kindheit.

Regina: Diddl-Maus Blätter

Guckloch: Was ist Deine liebste TV-Serie der

und Gogos. Guckoch: a Regin Deine Modesünde der 90er?

Stefan: Einen Jogger aus Ballonseide und

quitetsche-bunte Klamotten. Guckloch:

Regina: Die Klamotten meiner Geschwister,

Was vermisst Du? Stefan: Magic Gum

da die aus den 80ern waren. Guckloch:

mit Pop-Rocks Guckloch: Was ist Deine

Was vermisst Du? Regina: Meine Pampers.

liebste TV-Serie der 90er? Stefan: Die

Guckloch: Was ist Deine liebste Serie der

“Asterix und Obelix”-Reihe.

90er? Regina: Full Hous & Friends.

Guckloch: Was hast Du in den 90ern gesammelt? Timo: Caps. Guckloch: Timo Was vermisst Du? 2 Timo: Den Gameboy und Pokemon. Guckloch: Was ist Deine liebste TVSerie der 90er? Timo: Die 100.000 Mark Show.

Guckloch: Was hast Du in den 90ern gesammelt?

3

Guckloch: Was hast Du in

5

90er? Lukas: Die Märchenbraut.

Guckloch: Was hast Du in den 90ern gesammelt? Niklas: Pokémon-

4

Niklas

Karten... war halt “in”. Guckoch: Deine Modesünde

der 90er? Niklas: blondierter Pony Guckloch: Was vermisst Du? Niklas: Kinder, die draußen spielen. Guckloch: Was ist Deine liebste Serie der 90er? Niklas: Die Gummibärenbande, Chip & Chap

8 Rebecca

Guckloch: Was hast Du in den 90ern gesammelt? Rebecca: Cola-Dosen Guckoch: Deine Modesünde der 90er? Rebecca: Meine Frisur

und weite Karottenhosen. Guckloch: Was

Guckloch: Was hast Du in

den 90ern gesammelt?

Biese: Aufkleber, Caps,

Diddl-Blätter, Panini Sticker

7

Guckloch: Was hast Du in den 90ern gesammelt? Björn: Harry-Potter-

Guckoch: Deine Modesünde der 90er?

Sticker, Yu-Gi-Oh-Karten. Björn Guckoch: Deine Modesünde der 90er?

Biese: Darauf hatte ich als Kind keinen

Björn: Ich habe mir mal die Haare blond

Einfluss. Guckloch: Was vermisst Du?

gefärbt, danach nie wieder... Guckloch:

Biese: Nicht immer erreichbar zu sein.

Was vermisst Du? Björn: Schule.

Guckloch: Was ist Deine liebste TV-Serie

Guckloch: Was ist Deine liebste TV-Serie

der 90er? Biese: Die Dinos.

der 90er? Björn: Pokémon.

Biese

1

vermisst Du? Rebecca: Das unbeschwerte Leben. Guckloch: Was ist Deine liebste TV-Serie der 90er? Rebecca: Love Boat, Talkshows

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Dies & Das

Spiel der 90er: Himmel & Hölle Bevor Ihr das Himmel und Hölle-Spiel spielen könnt, solltet Ihr es Euch so falten, wie Ihr es auf der rechten Seite seht. Das Falten ist relativ einfach und kann mit einem normalen Din-A-4-Blatt schnell gemacht werden. Dann gibt es verschiedene Spielvarianten: 1. Die klassische Variante Malt jeweils die gegenüber liegenden Innenseiten in einer Farbe an. Die einen in blau = Himmel und die anderen in rot = Hölle. Legt nun die Finger von unten her in die Löcher des Spiels. Drückt die Seiten des Spiels so aneinander, dass sie in der Mitte zusammenstoßen und keine Farbe der Innenseiten zu sehen ist. Fragt Euer Gegenüber nun: “Himmel oder Hölle?” oder “Wohin möchtest du – in Himmel oder Hölle?” Der Befragte muss daraufhin mit dem Finger/ der Hand eine Richtung auf dem Spiel zeigen (waarecht oder senkrecht). Öffnet die gewünschte Richtung und zeigt ihm, ob das Ergebnis stimmt. 2. Die Was-musst-Du-tun-Variante Schreibe auf die Innenseite wild gemischt die Zahlen von 1 bis 8. Auf die Unterseite des Spiels/ unter die Flügel (lange herunterragende Außenseiten unter denen man auf der Unterseite die Finger hineinsteckt) schreibt Ihr unter jeden der vier Flügel eine Aufgabe z.B. “Klatsche in die Hände”, “Sing ein Lied”, “Hüpf auf einem Bein” oder “Zähle fünf Tiere auf”. Frage jetzt Dein Gegenüber nach einer Zahl von eins bis acht. Öffne/ Zeige die Innenseiten bis die entsprechende Zahl zu sehen ist. Schaue nun unter den Flügel und sage dem Betreffenden, welche Aufgabe er hat. 3. Die Bastelvariante Das Spiel eignet sich auch sehr gut zum Basteln. Ihr könnt z.B. verschiedene Tierköpfe daraus basteln oder ganz viele Himmel und Hölle Spiele als Schlange aneinanderreihen und natürlich auch Girlanden daraus basteln.

Vielleicht habt Ihr aber ja auch selber noch Ideen, was man daraus alles machen kann. Viel Spaß beim Ausprobieren.

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rg

edia.o

.wikim : www

Quelle


Dies & Das

Spieletipp Bild: Abacus Spiele

Bild:: buecherkinder

Kinderbuch

Bild:: rowohlt

Jugendbuch

Harry Potter

Tiger-Team

Tikal

Harry wird nach dem Tod seiner Eltern als Waise in die Fürsorge seiner nichtmagischen Tante Petunia und deren Ehemannes Vernon Dursley übergeben. Die Dursleys sind Harrys letzte noch lebende Verwandte. Sie stehen der magischen Welt ablehnend gegenüber. Daher verschweigen sie ihm auch die wahre Geschichte, wie seine Eltern zu Tode kamen, sowie die Tatsache, dass Harry ein Zauberer ist. An Harrys elftem Geburtstag wird ihm von Hagrid, dem Wildhüter der Zaubererschule Hogwarts, die Einladung in das Internat überbracht. Erst jetzt erfährt er etwas über seine Herkunft, die Existenz der magischen Parallelwelt und seine eigenen Fähigkeiten als Zauberer. Der Leser verfolgt aus Harrys Perspektive dessen Entwicklung vom Elfjährigen, der die magische Welt kennenlernt, bis zum fast erwachsenen Teenager. Er findet in den gleichaltrigen Mitschülern Ron Weasley und Hermine Granger enge Freunde und in Schuldirektor Albus Dumbledore einen Mentor.

Ein Fall für dich und das Tiger-Team ist eine Krimiserie für junge Leser des österreichischen Autors Thomas Brezina. Die Bücher sind schon in vielen Ländern erschienen, am erfolgreichsten sind sie in China und in Deutschland.

Tikal ist die bedeutendste und größte aller Maya-Stätten. Inmitten eines undurchdringlichen Urwaldes liegt sie im Norden Guatemalas, versteckt unter bis zu 50 Meter hohen Bäumen. Besiedelt und bewohnt wurde Tikal von 600 v. Chr. bis 900 n. Chr. Nur ein kleiner Bruchteil des 16 km² großen Areals wurde ausgegraben und erforscht. Wir schreiben das Jahr 1999. Bis zu 4 Expeditionen machen sich auf den Weg, um weitere Tempel freizulegen, Schätze zu bergen und Geheimpfade zu entdecken... Wenn ein Spieler an der Reihe ist, zieht er ein sechseckiges Geländeplättchen und legt dieses auf das Spielbrett. Jeweils zehn Aktionspunkte hat der Spieler anschließend zu vergeben. Damit kann er seine Expeditionsteilnehmer aufs Spielbrett einsetzen, oder er bewegt diese zum nächsten Geländeplättchen. Er kann auf bestimmten Feldern Schätze heben, die wertvolle Punkte bringen können. Auf anderen Feldern sind Tempel zu finden, die Schicht für Schicht ausgegraben werden können. Immer wenn ein Plättchen mit einem Vulkan auf das Spielbrett gelegt wird, gibt es eine Zwischenwertung. Jetzt hat jeder Spieler noch einmal die Möglichkeit, seine Position auf dem Spielfeld mit zusätzlichen zehn Aktionspunkten zu optimieren. Wenn ein Spieler dies getan hat, wird sofort für ihn der Punktestand ermittelt.

Als zentrales Thema der Geschichte kristallisiert sich immer mehr Harrys Auseinandersetzung mit Lord Voldemort heraus, der nach dem Angriff auf Harry als geistähnliches Wesen weiterexistiert und versucht, seinen Körper wiederzuerlangen. Preis: 8 -16 € Verlag: Carlsen Verlag Quelle: www.carlsen.de

Der Leser muss in den Büchern selbst mitraten. Dazu gibt es detailgenaue Bilder, auf denen es einzelne Gegenstände zu finden gilt (beispielsweise eine Pistole in einem unordentlichen Zimmer, die dem Leser und dem Tiger-Team beweist, dass der Bewohner des Zimmers gelogen hat, als er sagte, er besäße keine Waffe).Die Mitglieder des Tiger-Teams sind Biggi (für Birgit Borge), Luk (Lukas) und Patrick. Diese drei (etwa 11 bis 13 Jahre alten) Kinder haben „tolle“ Eigenschaften, so ist Patrick z.B. besonders sportlich, Biggi eine Geistesarbeiterin und Lukas der Einstein der Bande. Er besitzt eine Spezialtasche, in der sich neben einem Palmtop diverse nützliche Dinge finden. Das Palmtop wurde von Lukas selbst zu dem gemacht, was es heute ist. So kann es beispielsweise Texte in fremden Sprachen ins Deutsche übersetzen und hat ein integriertes Lexikon. Dieses Palmtop verrät dem Leser am Ende eines Kapitels auch die Lösung, indem man eine Spezialfolie auflegt. Preis: 9,95 € Verlag: Egmont Franz Schneider Verlag Alter: ab 8 Jahren Quelle: www.schneiderbuch.de

Preis: 33,95 € Verlag:Ravensburger Alter: ab 10 Jahren Quelle: www.buecher.de

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Dies & Das

Kreuzworträtsel 1. Ein beliebtes Sammelkartenspiel mit japanischen Figuren. 2. Eine tragbare Spielekonsole. 3. Ähnelt einem Plüschtier und sieht aus wie eine Mischung als Maus, Katze, Eule oder Fledermaus. 4. Was geschah am 11. August 1999? 5. In welcher Stadt rollte am 30. April 1991 der letzte Trabant vom Band? 6. Ein Walkmann für CDs. 7. Unter welchem Namen wurde Kaufhaus-Erpresser Arno Funke bekannt? 8. Wer wird am 8. Juli 1990 Fußballweltmeister? 9. Wie heißt der Look, bei dem man aussah als wäre man soeben aus dem Bett gekommen und dazu zerschlissene Jeans und Flanellhemden trug.

1 2 3 4 5 6 7 8 9

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Dies & Das

Bilderrätsel Das Rätsel in dieser Ausgabe beschäftigt sich mit Begriffen rund um das Thema „90er“. Die Umlaute werden wie folgt ausgeschrieben: ä = ae, ü = ue, ö = oe, Viel Spaß beim Rätseln!

2

1

3

4

Lösungswort

S 27


Geistesblitz

Bild: birgitH/pixelio.de

Geistesblitz

Wusstet Ihr eigentlich, dass Zeit das Einzige ist, was auf Erden gerecht verteilt ist, dass Zeit gar nicht so knapp ist, wie wir immer denken, sondern täglich exakt 24 Stunden nachkommen? Wusstet Ihr, dass so viele über Zeit reden, über Zeitmanagement in ihrem Leben, in der Familie, in der Schule, im Studium, am Arbeitsplatz, aber nicht die Zeit finden den Moment zu genießen? Was Zeit ist, wie sie erfahren wird, wie wir uns selbst in der Zeit wahrnehmen, kann nur subjektiv beleuchtet werden. Ein und dieselbe Zeit kann unterschiedlich lang empfunden werden, je nachdem was man macht, erleidet oder erfährt. Eine Stunde kann quälend lange sein oder wie im Fluge vergehen. Die Zeit ist mehr als eine physikalisch messbare Größe. Sie hat etwas mit unseren Empfindungen, Erinnerungen, mit dem wie wir sie gestalten, auch mit der Sehnsucht und Hoffnung nach kommender Zeit zu tun. „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit. Ich merkte, dass alles, was Gott tut, das besteht für ewig; man kann nichts dazutun noch wegtun. Was geschieht, das ist schon längst gewesen, und was sein wird, ist auch schon längst gewesen; und Gott holt wieder hervor, was vergangen ist.“ (Auszug aus dem Buch Kohelet) So hat jede Zeit ihre ganz speziellen Eigenschaften. Es gibt längere und kürzere Phasen in denen Dinge passieren. Es gibt geprägte Zeiten in einem Jahr, es gibt Jahrzehnte, in denen bestimmte Dinge hip sind und es gibt ganze Epochen. Jede Zeit hat etwas für sich. Lasst Euch überraschen und entdeckt in dieser Guckloch-Ausgabe ein ganz bestimmtes Jahrzehnt. Alles hat seine Zeit! Simone Barciaga

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Kontakte und Termine

Büroadressen KjG-Diözesanverband Münster Wegesende 4 48143 Münster

Geschäftsführung Kirsten Ludwig kirsten.ludwig@kjg-muenster.de

Referenten Dorothee Schmerling dorothee.schmerling@kjg-muenster.de

Tel.: 0251/495 508 Mail: info@kjg-muenster.de Fax: 0251/495 502

Verwaltung Ute Brickwedde ute.brickwedde@kjg-muenster.de

Simon Friede simon.friede@kjg-muenster.de

Diözesanleitung dl@kjg-muenster.de

Marianne Gerhard marianne.gerhard@kjg-muenster.de

Rebecca Kluge redaktion@kjg-muenster.de

Kontakadressen aus den Kreisen Borken Anne Kersjes anne.kersjes@kjg-muenster.de

Münster Anna Andrick anna.andrick@kjg-muenster.de

Coesfeld Stefan Hülsheger stefan.huelsheger@versanet.de

Oldenburg Stefan Hörstrup stefan.hoerstrup@kjg-muenster.de

Regina Bußmann reginabussmann@web.de Kleve Christian Biesemann christian.biesemann@kjg-muenster.de

Recklinghausen Lukas Klein-Wiele lukas.klein-wiele@t-online.de Steinfurt Lukas Goecke lukasgoecke@gmx.de

Lena Kölker lena.koelker@web.de Warendorf Anna Andrick anna.andrick@kjg-muenster.de Wesel Monika Rütter monika-ruetter@gmx.de Julia Klein julia_klein@gmx.de

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Nicht vergessen Mai

Juni

August

08.05.2015 Konkretkurs

02.06.2015 Ferienlagerabrechnungsschulung

08.08.2015 Präventionsschulung für Gruppenleitungen

03. - 07.06.2015 Rom für Junge Erwachsene 12.06.2015 Wüstentag in Münster 20.06.2015 Präventionsschulung für Gruppenleitungen

{ www.kjg-muenster.de

21. - 23.08.2015 Burgfest 2015

Guckloch 01/2015 - Die 90er  
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