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H C L K C GU

01/2013

s Münster

Maga

zesanverbande zin des KjG-Diö

. . . n e d n e p S Leben hgedacht?! c a n r e b ü r a d n Scho

Diözesanverband Münster


Editorial

Liebe KjGlerinnen, liebe KjGler, liebe Gucklochleserinnen, liebe Gucklochleser, am 1. November 2012 trat das das Gesetz zur Einführung der Entscheidungslösung in Kraft. Darin werden alle Bürgerinnen und Bürger ab dem 16. Lebensjahr regelmäßig dazu aufgefordert, sich mit dem Thema Organ- und Gewebespende auseinanderzusetzen und eine Entscheidung zur eigenen Organspendebereitschaft zu treffen. Das heißt, dass jede krankenversicherte Person, die das 16. Lebensjahr vollendet hat, zukünftig von ihrer Krankenkasse wiederholt angeschrieben und zu einer freiwilligen Entscheidung zur Organ- und Gewebespende aufgefordert wird. Um diese Entscheidung dokumentieren zu können, stellen die Krankenkassen, bzw. Versicherungsunternehmen, kostenlos Organspendeausweise zur Verfügung.

den Ausweis auf meinem Schreibtisch liegen habe lässt es mich nicht mehr wirklich los. Eines ist klar: Es ist ein wirklich sensibles und privates Thema, bei dem es keine richtige oder falsche Entscheidung gibt. Jeder muss für sich eine eigene Entscheidung treffen. Vielleicht macht Ihr euch auch Gedanken zu dem Thema oder habt noch nichts davon gehört? Mit dem Schwerpunktthema dieser Ausgabe „Leben spenden … Schon darüber nachgedacht?!“ wollen wir versuchen, Euch ein wenig über dieses komplexe und weitläufige Thema zu informieren. Viel Spaß mit der neuen Gucklochausgabe! André

Ich habe, kurz nachdem dieses Gesetz in Kraft trat, Post von meiner Krankenkasse bekommen. Da hatte ich ihn, einen kleinen Ausweis in Checkkartenformat, ähnlich dem KjGMitgliedsausweis. Ich muss zugeben, ich hatte mich nie groß mit dem Thema der Organspende beschäftigt, doch seit ich

André

Impressum

Sonja

Stefan

Christian

Timo

Rebecca

Guckloch ist die Zeitschrift der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) im Bistum Münster. Herausgeberin ist die Diözesanleitung der KjG. Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Redaktion: Christian Biesemann, Stefan Hülsheger, Timo Günter, Rebecca Kluge, Sonja Pöpsel, André Terlinden, Verena Möhlenbrock Mitarbeiter/-innen: Regina Bußmann, Stefan Hörstrup, ‚Marcel Wegmann, Monika Rütter, Hans-Ludwig Dickert, Jana Redlich, Titelbild: Stefan Hülsheger Satz und Layout: Kerstin Reer, Rebecca Kluge Redaktionsanschrift: 48143 Münster, Wegesende 4, Telefon (02 51) 495 508, www.kjg-muenster.de e-Mail: redaktion@kjg-muenster.de Internet: www.kjg-muenster.de, www.facebook.com/KjG-Dioezesanverband-Muenster Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 06. Mai 2013 Auflage: 750 Druck: www.wir-machen-druck.de V.i.S.d.P.: Rebecca Kluge


Inhalt

TITELTHEMA Neue Niere oder ein Leben mit der Dialyse? Die Niere Aus der Sicht eines Medizinstundenten: Organspende Aufmerksam machen - aber wie? Spende Blut, fühl Dich gut! Leben schenken durch Knochenmark Was sagt die Kirche?

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AUS DEM DIÖZESANVERBAND Rückblick: Diözesankonferenz 2012 Ausblick: Standard-To-Dos und mehr Bürokolummne Die neuen in der Diözesanleitung: Anna & Martin Herzlich Willkommen Simon! Niemals geht man so ganz... Thomas-Morus-Preis Von Puder und Quaste Fleisch ist mein Gemüse Allerheiligen-Krimi-Dinner Film ab! Das Kurs-ABC

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KJG vor ORT Bin... da! In 14 Tagen um die Welt

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Kinder Kinder machen sich stark Kinderrätsel

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Dies & Das U18-Wahl Burgfest Pfandflaschensammelaktion Spieltipps für die Gruppenstunde Spiel- und Buchtipps Rätsel Geistesblitz Adressen

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Titelthema

Neue Niere oder...

Ein Leben mit der Dialyse? Guckloch: Hallo Stefanie, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, um mit uns über das Thema Organspende zu sprechen! Magst Du Dich kurz vorstellen? Stefanie: Ich heiße Stefanie, bin 31 Jahre alt, von Beruf Lehrerin und lebe im schönen Ibbenbüren. Guckloch: Stefanie, wir sitzen hier, weil Du selbst eine Organempfängerin warst, kannst Du uns ein wenig von Dir und Deiner Krankheit berichten? Stefanie: Ich habe vor zwei Jahren eine neue Niere bekommen und habe davor neun Jahre an der Dialyse auf das neue Spenderorgan gewartet. Am 24. August 2010 um 7.10 Uhr kam dann endlich der lang ersehnte Anruf, dass ich ein Angebot für eine Niere bekomme. Vor diesem Anruf ist man theoretisch darauf vorbereitet, dass man zwar zum Uni-Klinikum geladen wird, aber es noch nicht sicher ist, dass man die angebotene Spenderniere bekommt. Zum einen kann es sein, dass das Leistungsvermögen dieser Niere nicht gut ist und die Ärzte von der Transplantation abraten. Zum anderen werden von der Warteliste immer zwei bis drei Leute angerufen, da es immer sein kann, dass einer der Wartenden zum Zeitpunkt des Anrufs zusätzlich erkrankt ist oder nicht so schnell kommen kann. Mir ist es gottseidank nicht passiert, aber ich kenne Mitpatienten, die bereits im OP-Hemdchen auf dem Tisch saßen und dann doch nicht operiert wurden. Einer meiner Mitpatienten hat in den vergangenen 1 ½ Jahren zweimal ein Angebot für eine Spenderniere bekommen, beide waren aber in ihrer Funktion so eingeschränkt, dass er beide Male abgelehnt hat, denn es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen bis er mit beiden Organen wieder an die Dialyse gekommen wäre und wieder Jahre auf ein neues Organ gewartet hätte. Da überlegt man sich durchaus, ob man sich lieber noch länger an der Dialyse quält, dann aber mit einem guten Spendeorgan ein neues Leben beginnt. Es hört sich jetzt so an, als bekäme man in regelmäßigen Abständen Angebote für Organe. Das ist absolut nicht der Fall! Als ich dialysepflichtig

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wurde hat man mir gesagt, die Wartezeit für eine Niere läge bei vier bis sechs Jahren, dann hieß es irgendwann man wartet sechs bis acht Jahre. Wenn ich aber an der Dialyse so links und rechts meine Mitpatienten angeschaut habe, wurde mir klar, dass acht Jahre das Minimum sind. Natürlich gab es auch Mitpatienten, die nach einem Jahr den wichtigen Anruf bekamen. Das war und ist aber eher die Ausnahme. Es ist ein bisschen Glücksache, hat aber unter anderem auch damit zu tun, welchen Rhesustyp der Wartende hat, also welche Blutgruppe. Als Mensch mit dem Rhesustyp 0 negativ, wie ich es bin, fungiere ich zum Beispiel bei der Blutspende als Universalspender für alle Blutgruppen, kann aber selbst nur Transfusionen mit meiner Blutgruppe vertragen. Es gibt natürlich seltenere Blutgruppen, aber da Nierenspenden mit dem Rhesustyp 0 auch an Wartende mit anderen Blutgruppen gehen, wartet man durchschnittlich länger auf ein Spenderorgan. Guckloch: Wie funktioniert das System der Warteliste und kriegt man gesagt, auf welchem „Platz“ man steht? Stefanie: Nein, das ist die häufigste Frage, die mir während der neun Jahre an der Dialyse gestellt wurde und eines der größten Missverständnisse im Zusammenhang mit der Organspende. So funktioniert das System der Warteliste nicht. Jeder, der auf ein Spendenorgan wartet, ist in Leyden (Niederlande) gemeldet und wird dort in einem Computersystem gelistet. Um in die Liste aufgenommen zu werden, musste ich verschiedene Untersuchungen bei Fachärzten machen und so nachweisen, dass aus zum Beispiel gynäkologischer, kardiologischer oder zahnmedizinischer Sicht nichts gegen eine Transplantation spricht. Während der Wartezeit an der Dialyse wurde mir in bestimmten Abständen Blut abgenommen, um Infektionen, wie mit dem HI-Virus oder Hepatitis, auszuschließen. Zudem wurden verschiedene Gewebemerkmale getestet, um das passende Spendeorgan zu finden. Wenn in irgendeinem Krankenhaus in Europa ein Patient für hirntot erklärt wird und ein ausgewiesener Organspender ist, ist das jeweilige Krankenhaus verpflichtet dies in Leyden zu melden. Alle auf eine Nierenspende wartenden Patienten, die in Leyden gelistet sind, werden dann für eine Niere des verstorbenen Patienten durch das Computersystem auf größtmögliche Eignung überprüft. Auswahlkriterien sind bei dieser Überprüfung u.a. die Blutgruppe, High Urgency (Menschen mit hoher Dringlichkeit, wie z.B. Kinder und Patienten, deren Zustand lebensbedrohlich ist), die räumliche Distanz zum Spenderorgan, übereinstimmende Gewebemerkmale, die Inlands-Auslandsbilanz (stammt der Wartende aus einem europ. Land, welches viele Organe spendet oder nicht) und die bisherige Wartezeit an der Dialyse. Es gibt auch zusätzliche Punkte, wenn man einen seltenen Gewebetyp hat. Je mehr Kriterien für dich als Empfänger sprechen, umso mehr Punkte sammelst du für das eine gemeldete Organ. Hast du zu Ende der Überprüfung die meisten Punkte, bekommst du das Angebot für das Spendeorgan. Die weit verbreitete Vorstellung vom Rangplatz auf der Warteliste gibt es also nicht. Aber mit jedem Jahr an der Dialyse


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bekommt der Wartende mehr Punkte für die Wartezeit für das jeweils angebotene Organ angerechnet. Die Wahrscheinlichkeit, dass der erhoffte Anruf kommt, steigt also mit jedem Jahr. Nach mehreren Jahren Wartezeit an der Dialyse habe ich mir über meinen Arzt Ausdrucke vom Transplantationszentrum geben lassen, um zu sehen, wie oft ich in letzter Zeit gematcht wurde, also wie häufig ich für ein angebotenes Organ durch das Computersystem in Leyden überprüft wurde. Guckloch: War das nicht total deprimierend? Stefanie: Mir hat es eher geholfen, denn ich habe mich zwischendurch schon gefragt, ob die mich überhaupt noch auf dem Schirm haben oder ich im Computersystem verloren gegangen bin. Mir hat es geholfen zu sehen, auf welchen „Plätzen“ ich für ein Spenderorgan schon war, mal auf 80, mal auf 100, das höchste war auf Platz acht. Das heißt, ich hatte die acht meisten Punkte, habe aber keinen Anruf bekommen. Dadurch hatte ich aber wenigstens das Gefühl, dass etwas passiert, denn es gab immer wieder Momente, in denen ich nicht wusste, warum ich überhaupt noch durchhalte. Guckloch: Wie bereitet man sich auf den Anruf vor? Stefanie: Egal wie oft du im Vorfeld darüber nachdenkst, welche Fragen du denTransplanteuren stellen willst, wenn der Anruf schließlich kommt, bist du nicht vorbereitet. Aufgrund meiner Krankengeschichte hat mein Urologe mir immer gesagt, dass ich darauf bestehen soll, dass ein Urologe bei der Transplantation anwesend sein soll. Auf diese Dringlichkeit weist man dann zweimal im Vorgespräch unmittelbar vor der Transplantation hin, hofft dann aber einfach, dass sie deinen Hinweis ernst nehmen. Guckloch: Man ist ja auch nicht jede Minute darauf vorbereitet, dass man angerufen wird? Stefanie: Nein, kein bisschen. Nicht ansatzweise. Der Anruf kam auch zu einem ungünstigen Zeitpunkt oder vielleicht auch zum günstigsten, ich weiß es nicht. Ich habe mir diesen Anruf auf jeden Fall eher erhofft. Guckloch: Warum war der Zeitpunkt ungünstig, bzw. günstig? Stefanie: Ich wollte nie eine Lebendspende von meinem Vater erhalten. Aufgrund der übereinstimmenden Blutgruppe, war er der einzige, der in Frage kam. Zu Beginn meiner Dialysezeit hat mich meine Familie direkt gefragt, ob eine Lebendspende für mich in Frage kommt. Ich habe damals strikt abgelehnt und wollte diese Option auch nicht mehr diskutieren. Ich wollte nicht die Verantwortung für meinen Vater tragen, wenn bei der OP etwas schief geht, unabhängig von den Statistiken, die das Risiko für den Spender als extrem gering einstufen. Als ich acht Jahre an der Dialyse war, habe ich mir irgendwann eingestehen müssen, dass ich in den Jahren an der Dialyse körperlich abgebaut habe. Ich bin noch sehr jung, deswegen habe ich die Dialysezeit recht lange halbwegs gut überstanden. Ich habe in meinem Leben immer gemacht was ich wollte, aber ich habe mit der Zeit gemerkt, dass die „Nebenerkrankungen“ immer häufiger wurden. Das habe ich zwar recht gut verkraftet, mir aber durchaus Gedanken ge-

macht, wie es mir in einem Jahr gehen wird. Meine Familie hat mich irgendwann erneut ins Gebet genommen und mir ans Herz gelegt, erneut über die Lebendspende von meinem Vater nachzudenken. Ich habe zugestimmt. - Bei meinem Vater wurden dann alle Untersuchungen durchgeführt, psychologische Gespräche wurden geführt, mein Vater war drei Tage lang in der Klinik und hat sämtliche Check-ups gemacht. Zu diesem Zeitpunkt war er 67 Jahre alt. Das Einzige was noch fehlte war der offizielle Termin bei der Ärztekammer in Essen, bei dem ein Anwalt, Ärzte und wenn man möchte auch ein Priester anwesend sind. Nach diesem Termin wäre das „Okay“ für die Lebendspende gegeben worden. Vor diesem letzten Termin kam allerdings der ersehnte Anruf für ein Spendeorgan. Somit war es wohl ein sehr günstiger Zeitpunkt. Andererseits wurde ich einen Tag vor dem Anruf als Lehramtsreferendarin vereidigt und wollte hoch motiviert an meiner neuen Schule durchstarten. Insofern war der Zeitpunkt wohl auch etwas ungünstig. Guckloch: Wie verlief der Tag, an dem du angerufen worden bist? Stefanie: Am 24. August 2010 wollte ich gerade aufstehen und zu einer der ersten Konferenzen an der neuen Schule fahren, als ich einen Anruf bekam. Ich habe mich noch gewundert, warum meine Schule so früh anruft, denn ich sah eine Münsteraner Nummer im Display. Überraschenderweise war am anderen Ende der diensthabende Transplanteur des Uniklinikums. Noch heute wundere ich mich, wie cool ich geblieben bin. Ich habe sehr rational gehandelt, meine Koffer gepackt, meine Eltern angerufen und denen noch ganz nüchtern erzählt, welchen Anruf ich gerade bekommen hatte. Meine Eltern waren in 20 Minuten da. Ich weiß, dass ich in dem Moment alles selbst gemanagt habe und auch noch sehr klar war. Meine Eltern haben mich zum UKM gefahren. Dort habe ich zwar noch meinen Fragenzettel gezückt, aber die Transplanteure haben mir geraten, das angebotene Spendeorgan zu nehmen. In diesem Moment musste ich einfach Vertrauen in die Einschätzung der Ärzte haben. Guckloch: Wie war das, als Du im Krankenhaus warst, ist da ein Team, das mit der Niere durch die Gegend reist? Stefanie: Soweit ich das weiß, war meine Niere erst in Essen, bei einem anderen Organempfänger. Aus irgendeinem Grund, hat dieser das Organ nicht genommen oder bekommen, weshalb es anschließend nach Münster geflogen wurde. Bis ich die Niere transplantiert bekommen habe, waren acht Stunden vergangen. Es kann also gut sein, dass die Niere nochmal rumreist. Es ging alles so schnell, kaum war ich in Münster, wurden noch alle nötigen Untersuchungen gemacht und dann wurde ich auch schon operiert. Es ging alles so schnell. Guckloch: War schlussendlich ein Urologe dabei? Stefanie: Nein. Ich habe es zweimal gesagt, dass einer dabei sein soll, aber in der Kürze der Zeit war es dann doch nicht mehr möglich oder böse formuliert war der Aufwand wohl zu groß. 3


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Guckloch: Wie lange warst du im Krankenhaus? Stefanie: Normalerweise geht man von zwei bis maximal drei Wochen Aufenthalt aus. Meine neue Niere hat ihre Arbeit eider nicht so aufgenommen wie sie sollte, weswegen ich neun Wochen im Krankenhaus war. Guckloch: Dann hat sie funktioniert? Stefanie: Ja … Sie läuft immer noch nicht optimal, aber in einem Rahmen, der mich kaum einschränkt . Jetzt werde ich abwarten, wie sie sich weiterhin so hält, aber momentan bin ich stabil und zufrieden. Guckloch: Hast Du dann jetzt noch regelmäßig Untersuchungen oder musst Du zur Dialyse? Stefanie: Nein, zur Dialyse muss ich gar nicht mehr. In der ersten Woche nach der Transplantation wurde ich noch zweimal dialysiert, weil die neue Niere die Entgiftung meines Körpers noch nicht übernahm, aber seitdem nicht mehr. Zudem sollte meine neue Niere ja auch zum arbeiten animiert werden und somit hat man versucht, ihr so wenig wie möglich beim arbeiten zu helfen. Guckloch: Wie sah Dein Leben vor der Spende aus? Stefanie: Ich bin seit dem vierten Lebensjahr chronisch nierenkrank, habe es aber immer als normal und nicht als schlimm gefunden. Ich wusste schon sehr früh, dass die Nieren geschädigt sind und nicht mehr „repariert“ werden können. Ich wusste schon mit 15, dass ich irgendwann dialysepflichtig werde. Mit 17 hat man mir angeraten zur Kinderdialyse zu gehen, das wollte ich aber nicht. Mir ging es nicht unbedingt schlecht und ich kam, so wie es war, ganz gut klar. Mit gerade 21 musste ich mir schließlich eingestehen, dass es mir körperlich schlecht geht. Damals habe mich für ein Bauchdialyseverfahren entschieden, weil ich selbstständig bleiben wollte. Guckloch: Was ist das für ein Verfahren? Stefanie: Beim Bauchfelldialyseverfahren hat man nicht die Blutwäsche, sondern einen Schlauch im Bauchfell. Das Bauchfell hat als semipermeable Membran eine natürliche Filterfunktion. Ich habe viermal am Tag über diesen Schlauch Flüssigkeit herausgelassen und wieder eine Dialyselösung in den Bauchraum eingelassen, so konnte ich mich selbst entgiften. Diese Art der Dialyse war sehr schonend und hat mir eine gewisse Unabhängigkeit gelassen. Guckloch: Der Schlauch ist dann dauerhaft da?! Stefanie: Ja, das stimmt. Ich hatte das Glück, dass meine Umwelt damit ganz gut klargekommen ist. Für mich war es nicht immer leicht. Man bra ucht ein gutes Selbstbewusstsein, aber meine Unabhängigkeit war mir einfach wichtig. Man muss bei dieser Dialyse sehr steril arbeiten und mir ging es gut damit. Nach 1 ½ Jahren habe ich mir im Krankenhaus einen multiresistenten Keim eingefangen, der zu Vernarbungen und Wassereinlagerungen im Bauchfell geführt hat. Irgendwann ging es gar nicht mehr und ich musste zur Hämodialyse. Guckloch: Wie oft musstest Du zur Dialyse? Stefanie: Ich habe drei bis vier Mal die Woche fünf bis sechs 4

Stunden dialysiert. Vier Stunden hätten aufgrund meiner Körpergröße und meines Gewichtes gereicht, aber ich habe Probleme gehabt, mich in der Trinkmenge einzuschränken. Mit dieser Art der Dialyse hatte ich durchaus Probleme, da ich zeitlich und räumlich immer sehr gebunden war. Ich musste mich immer organisieren, wann gehe ich los, wann kann ich was machen, usw.. Mit jedem Jahr an der Dialyse wurde mein Blutdruck niedriger und die Nebenerkrankungen vermehrten sich. Nach ein paar Jahren an der Dialyse merkte ich, dass ich nicht mehr so fit war und mein Körper immer länger zur Regeneration brauchte. Guckloch: Wie unabhängig warst du mit der Dialyse? Stefanie: In den ersten Jahren habe ich alles gemacht, was ich wollte und bin auch ins Ausland gereist. Es ist möglich, in anderen Krankenhäusern zur Gastdialyse zu gehen und davon habe ich Gebrauch gemacht. Ich war unter anderem auf Mallorca. Am spannendsten war es, als ich eine Freundin besucht habe, die ein Erasmus-Studium in Bologna gemacht hat. Da habe ich mit einer Mail mit halb Italienisch/ halb Englisch gefragt, ob ich in einem Krankenhaus dort eine Gastdialyse machen kann. Das war sehr abenteuerlich, ich hatte durchgehend eine Krankenschwester an meiner Seite, damit der deutschen Touristin ja nichts passiert, dabei wollte ich einfach nur in Ruhe gelassen werden. Es war aber machbar, obgleich alles mit sehr viel Organisation verbunden war. Das ging die ersten Jahre sehr gut. Nach sechs Jahren an der Dialyse überlegte ich mir zweimal, ob ich noch ins Ausland verreise, denn ich hatte ja im Hinterkopf, dass nun auch immer der wichtige Anruf kommen kann. Ab dann war ich nur noch in Deutschland im Urlaub, das war auch okay! Mir wurde nahe gelegt nur noch so zu verreisen, dass ich in acht Stunden wieder zurück sein kann. Guckloch: Wird man in dieser Zeit psychologisch betreut? Stefanie: Nein … Ich habe das alles zum Glück sehr gut verarbeitet und habe das nicht gebraucht. Das hört sich seltsam an, aber ich bin mit meiner Krankheit so aufgewachsen und für mich war es Normalität. Meine Krankheit hat mich zu dem gemacht was ich bin, ich bin sehr stark und habe das Gefühl, dass ich in manchen Dingen belastbarer bin als andere. Aber nichtsdestotrotz halte ich eine psychologische Betreuung für sehr wichtig. Guckloch: Was ist mit Deiner Familie, wie ist die damit umgegangen. Stefanie: Ich habe vier Geschwister, ich war vielleicht ein Tick verwöhnter als die anderen, aber in einer großen Familie wird man nicht wie ein rohes Ei behandelt und das ist auch gut so. Ich würde Eltern immer raten, ihre Kinder in einer solchen Situation normal zu behandeln, damit sie eine Chance haben, normal aufzuwachsen. Guckloch: Wie war das bei Dir im Freundeskreis? Stefanie: Ich bin mit meiner Krankheit immer sehr offen umgegangen. Meine engen Freunde wussten, welche Krankheit ich habe. Wenn ich mal im Krankenhaus war, habe ich das


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auch nicht verheimlicht. Guckloch: Macht man sich Gedanken über den Spender? Stefanie: Ich weiß nicht, wie andere das sehen. Komischerweise habe ich keine Beziehung zu meinem Spender, aber zu meiner neuen Niere. Das hört sich emotionslos an, ist aber so. Wenn ich merke es geht mir nicht gut, spreche ich in Gedanken zu meiner Niere: „Komm, durchhalten, nicht schlapp machen.“ Ich habe nie darüber nachgedacht, wer der Spender war. Ich weiß, er war Anfang 40 und männlich. Ich denke nicht darüber nach, dass jemand für mich gestorben ist. Ich denke auch nicht, dass es seine Niere war, ich denke, dass es meine Niere ist. Ich weiß, dass es andere Menschen sehr beschäftigt. Guckloch: Hast Du einen Organspendeausweis? Stefanie: Ja, auch wenn meine Organe aufgrund meiner Vorerkrankungen nicht verwendet würden. Aber für mein Gefühl brauche ich es, einen Organspendeausweis zu haben. Guckloch: Was würdest Du unseren Leser/-innen mit auf den Weg geben. Stefanie: Ich möchte Euch mit auf den Weg geben, dass ich es absolut verstehe, wenn Ihr kein Organspender sein möchtet, einfach weil Ihr für euch das Gefühl haben wollt, als Ganzes beerdigt zu werden. Ich kann aber diese Gründe: „Dann kämpfen die Ärzte nicht um mich,wenn ich mal was habe“, „Organhandel“ und mehr nicht verstehen. Das sind Ausreden, um sich mit dem Thema `Tod` nicht auseinandersetzen zu müssen. Es ist völlig in Ordnung, wenn Ihr nicht spenden möchtet, aber Ihr solltet Euch wenigstens ernsthaft Gedanken darüber machen! Was mir auch noch wichtig ist, wenn es um Organspende geht: Ich habe von älteren Menschen immer gehört sie wären zu alt für eine Organspende, aber das stimmt nicht! Es gibt das Oldfor-Old-Programm, bei dem sich auch ältere Menschen für eine Organspende melden können. Klar, die Funktion dieser Organe ist vielleicht nicht mehr so gut, aber die Lebensqualität kranker und älterer Menschen wird trotzdem ohne eine Dialyse deutlich verbessert! Durch mein junges Alter konnte ich die 9 Jahre Wartezeit bis zur Nierentransplantation an der Dialyse überbrücken. Ältere Dialysepatienten und Menschen, die auf eine Herz-, Leber- oder Lungentransplantation warten, überleben auch wenige Jahre Wartezeit oftmals nicht! Guckloch: Danke Stefanie, es war sehr eindrucksvoll, Deine Geschichte zu hören!

Die Niere Die Nieren übernehmen im menschlichen Körper eine Reihe (lebens-)wichtiger Aufgaben. Die wichtigsten sind die Filterung des Blutes und die Produktion von Urin (Harn), der über die Blase und die Harnröhre ausgeschieden wird. Die Nieren sind faustgroße, bohnenförmige Organe. Jeder Mensch wird mit zwei Nieren geboren. Sie befinden sich rechts und links der Wirbelsäule und liegen auf der Höhe der unteren Brustwirbel und der oberen Lendenwirbel. Neben der Filterung des Blutes und der Produktion des Urins übernehmen die Nieren noch weitere wichtige Aufgaben. Sie produzieren ein im Zusammenhang mit der Blutbildung wichtiges Hormon - das Erythropoetin. Es wird in die Blutbahn abgegeben und gelangt so unter anderem zum Knochenmark. Hier regelt es die Neubildung roter Blutkörperchen, die für die Aufnahme von Sauerstoff in das Blut und den Transport des Sauerstoffs zu den Körpergeweben zuständig sind. Die Nieren wandeln außerdem Vitamin D in seine aktivierte Form (Calcitriol) um. Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung und erhöht den Kalziumspiegel im Blut. Auf diese Weise fördert es den Einbau von Kalzium in die Knochen und erhöht die Knochenstabilität. Auch das Enzym Renin wird in den Nieren gebildet. Es ist an der Regulation des Blutdrucks und des Flüssigkeitshaushalts beteiligt. Renin setzt einen Prozess in Gang, an dessen Ende sich die Gefäße verengen und weniger Wasser und Salze ausgeschieden werden. Beide Effekte erhöhen den Blutdruck. Da die Nieren die Zusammensetzung des Harns kontrollieren, beeinflussen sie über die Ausscheidung verschiedener Substanzen zudem den Säure-Basen-Haushalt und den Salzhaushalt des Körpers. Quelle: www.transplantation-verstehen.de

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Aus der Sicht eines Medizinstudententen: Organspende Guckloch: Hallo Matthias, Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für uns nimmst! Magst Du Dich kurz vorstellen? Matthias: Hallo! Mein Name ist Matthias Dilkaute, ich bin 24 Jahre alt, komme aus Coesfeld und befinde mich im Moment im letzten Jahr meines Medizinstudiums an der Ruhr-Universität in Bochum. Guckloch: Matthias, als Medizinstudent im Praktischen Jahr (PJ) bist Du definitiv noch kein alter Hase im Krankenhausgeschehen, aber hast Du vielleicht schon mal mit dem Thema „Organspende“ zu tun gehabt? Matthias: Ich habe selber noch keine Organentnahme mitbekommen oder eine Transplantation miterlebt, allerdings habe ich einige Patienten kennengelernt, die eine Organtransplantation hinter sich hatten oder auf ein Spenderorgan gewartet haben. Diese Begegnungen waren sehr beeindruckend, vor Allem zu sehen wie dankbar die Patienten waren, dass sie ein Organ von einem fremden Menschen erhalten haben und wie dies ihre Lebensqualität verbessert hat. Guckloch: Wie gehst Du mit dem Thema um, bzw. wie stehst Du dazu, bist du selbst auch Organspender? Matthias: Ja, ich bin auch Organspender. In Deutschland und weltweit gibt es einen großen Mangel an Spenderorganen. Viele Patienten sterben, da nicht rechtzeitig ein passendes Organ zur Verfügung steht. Meine Motivation ist es, mit einer Organspende über den Tod hinaus noch eine wirklich gute Tat vollziehen zu können als Zeichen der Nächstenliebe. Natürlich setzt man sich nicht gerne mit dem eigenen Tod auseinander, daher machen sich viele Menschen keine Gedanken über einen Organspendeausweis. Andere Menschen haben Angst, dass man ihnen die Organe entnehmen könnte, obwohl man nicht tot ist, oder aber, dass man nicht alles medizinische versucht, da sie Organspender sind. Ich weiß, dass diese Befürchtungen unbegründet sind und dass für jeden in Frage kommenden Organspender zunächst als Patient alles medizinisch Mögliche getan wird. Allerdings ist eine Organspende keine Selbstverständlichkeit, daher sollte jeder für sich eine Entscheidung treffen und auch eine Entscheidung gegen die Organspende ist vollkommen in Ordnung. Guckloch: Kannst Du unseren Leserinnen und Lesern kurz erklären, wie eine Organspende abläuft? Also, wenn ein Patient tot und Organspender ist, was passiert dann? Matthias: Eine Organspende kommt nur in sehr seltenen Fällen in Frage. Ein typisches Beispiel für eine OrganspendeMöglichkeit ist ein junger Motorradfahrer, der einen Unfall hat und an der Unfallstelle „wiederbelebt“ wird: Durch eine schnelle Erste Hilfe oder durch die Rettungskräfte kann das

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Herz wieder zum Schlagen gebracht werden und durch eine künstliche Beatmung können die Organe weiter arbeiten. Das Gehirn ist jedoch als Organ sehr empfindlich und schon nach kurzer Zeit ohne Durchblutung oder durch Verletzungen des Gehirns bei einem Sturz, kann eine so große Schädigung bleiben, dass ein „Hirntod“ eintritt, d.h. das Gehirn arbeitet nicht mehr und die Funktionen der übrigen Organe werden durch eine maschinelle Beatmung künstlich aufrechterhalten. An erster Stelle steht daher der Nachweis, dass sämtliche Funktionen des Gehirns erloschen sind. Dies erfolgt durch zwei Ärzte unabhängig voneinander. Sie müssen Erfahrung in der Intensivmedizin haben und dürfen nicht an der Organentnahme oder Organspende beteiligt sein. Dies erfolgt sehr gründlich, durch mehrmaliges Untersuchen oder ergänzenden Mitteln, wie z.B. Hirnstrommessung. Falls der „Hirntod“ diagnostiziert wird, wird überprüft ob der Patient Organspender ist. Oder in Gesprächen mit Angehörigen wird der vermutete Wille des Patienten erfragt. Wenn einer Organspende zugestimmt wird, erfolgt die Meldung an die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), die wiederum Eurotransplant in Leyden (Niederlande) informiert. Hier werden passende Spender herausgesucht und die entsprechenden Transplantationszentren benachrichtigt. Guckloch: Hast Du schon mal erlebt, wie Angehörige mit einer Organspende umgehen, ist das nicht schwierig für sie? Falls Du das noch nicht selbst erlebt hast, wird man im Studium auf dieses Thema speziell vorbereitet? Matthias: Ich hatte speziell noch nicht mit Angehörigen der Organspender zu tun. Im Studium haben wir in mehreren Seminaren über das Thema Organspende diskutiert und auch „schwierige“ Patientengespräche geübt. Diese Ausnahmesituation ist natürlich für alle Beteiligten nicht einfach. Die Angehörigen haben den Verlust eines geliebten Menschen gerade erlebt und müssen dann nach einer möglichen Organspende befragt werden. Noch dazu sieht der Mensch noch lebendig aus, da der Kreislauf ja durch die Maschinen künstlich aufrecht erhalten wird und ist vielleicht rosig im Gesicht. Das Verständnis, dass der Mensch und sein Gehirn mit dem ihm ausmachenden Geist, Willen und Gefühlen nicht mehr existiert, ist für viele schwierig zu verstehen. Guckloch: Im Allgemeinen gilt, dass Spender, bzw. ihre Angehörige und Empfänger keinen Kontakt zueinander haben sollen. Ist das wirklich so oder gibt es vielleicht doch eine Möglichkeit zur Kommunikation? Matthias: Die Organspende erfolgt anonym, das heißt der Organempfänger kann nicht erfahren wer der Spender war


Bild: pixelio.de/ Silvia Buchner

Titelthema und die Angehörigen nicht, wer die Organe erhalten hat. Sie erhalten nach der Organentnahme lediglich einen Brief, durch den sie erfahren, welche Organe entnommen wurden und wie es den Patienten mit diesen Organen geht. Es ist für die Empfänger jedoch möglich, den Angehörigen des Organspenders über die Deutsche Stiftung Organtransplantation einen anonymen Dankesbrief zukommen zu lassen. Guckloch: Welche Vorteile hat ein Organempfänger von einer Transplantation? Matthias: Den Organempfängern kann durch ein neues Organ ein Weiterleben ermöglicht werden, oder es wird die Lebensqualität deutlich verbessert. Gleichzeitig findet aber auch eine psychologische Betreuung statt. So können zum Beispiel Depressionen auftreten, die Patienten haben oft Schuldgefühle, dass jemand anderes für sein Weiterleben sterben musste. Außerdem müssen Organempfänger nach dem Erhalt täglich viele Medikamente bis an ihr Lebensende einnehmen, die auch schwere unangenehme Nebenwirkungen nach sich ziehen, um einer Abstoßung des fremden Organs durch den Körper vorzubeugen. Hier wird eine sehr gute Mitarbeit und ein großes Durchhaltevermögen von den Patienten verlangt. Das Empfinden der Organempfänger kann also sehr komplex sein. Aus den Gesprächen mit Empfängern war es für mich jedoch immer sehr schön zu sehen, dass sie den Erhalt eines neuen Organs als großes Glück empfanden, daraus einen neuen Lebenssinn geschöpft haben und allesamt zutiefst dankbar waren. Guckloch: Was würdest Du unseren KjGler/-innen mit auf

den Weg geben, um sie zu motivieren, einen Organspendeausweis bei sich zu tragen? Matthias: Ich habe auf einer Intensivstation einen Jugendlichen erlebt, der schon viele Monate dort lebte und eine kleine Pumpe zur Unterstützung seiner Herzfunktion in einem Trolli mit sich zog. Er hat dort in einer Sitzecke Gitarre gespielt, zusammen mit anderen Jugendlichen. Für mich war diese Situation sehr bewegend, dass jemand, der auf einer Intensivstation über viele Monate auf ein Spenderorgan wartet, einen solchen Lebensmut ausstrahlen kann. So schrecklich der plötzliche Tod eines Menschen ist, so fänd ich die Vorstellung für mich persönlich schön, wenn ich einem Patienten wie diesem Jugendlichen durch meinen Tod ein normales Leben ermöglichen könnte. Und für die Angehörigen wäre diese Vorstellung sicherlich etwas beruhigendes und tröstliches, dass der Tod eines geliebten Angehörigen, der einem unbegreiflich erscheint, doch noch für einen anderen, fremden Menschen einen ganz großen Sinn macht. Ich würde mich freuen, wenn ich Leser motivieren könnte, Organspender zu werden. Allerdings möchte ich in erster Linie motivieren, dass man sich Gedanken zu diesem Thema macht, und so oder so eine Entscheidung trifft – auch wenn es eine Entscheidung gegen die Organspende sein sollte, denn so nimmt man zumindest seinen Angehörigen diese oft sehr schwierige Entscheidung ab. Guckloch: Vielen Dank für das Interview!

Aufmerksam machen - Aber wie? Was bedeutet eine Organspende für mich, für meine Familie? Wie kann ich meine Entscheidung für den Ernstfall festhalten? Viele Fragen ergeben sich rund um das brisante, aber wichtige Thema „Organspende“. Die Öffentlichkeitsarbeit spielt dabei eine besonders große Rolle. Tag der Organspende Jedes Jahr am ersten Samstag im Juni, findet der „Tag der Organspende“ statt. Transplantationsverbände, Ärzte und Betroffene informieren an diesem Tag verstärkt zum Thema Organspende, klären auf und verteilen Spenderausweise. Bundes- und sogar weltweit finden dann zudem spezielle Aktionen statt. In diesem Jahr wird der „Tag der Organspende“ am Samstag, 1. Juni bereits zum 31. Mal veranstaltet. Linktipp: www.organspende-info.de Organpate - Was ist das? Seine persönliche Entscheidung, sei sie nun für oder gegen eine Organspende, schriftlich festzuhalten, dafür werben sogenannte Organpaten. Diese Menschen besitzen selbst einen Organspendeausweis und haben sich mit dem Thema eingehend beschäftigt, können offene Fragen klären oder wissen,

wo man Hilfe findet. Somit kann jede/r von uns Organpate werden und das Thema weitertragen! Linktipp: www.organpaten. de Prominente finden Gehör Bild: Organpate.de Besonders Prominente können Menschenmassen bewegen, finden auf Konzerten, im Internet via Twitter oder Facebook, mit Plakataktionen oder über Werbung Gehör, stoßen auf Interesse. Auch Schauspielerin Loretta Stern („Heiter bis tödlich“) engagiert sich privat, unterstützt gemeinsam mit Jürgen Vogel die Organisation „Junge Helden“ und weiß, dass bekannte Gesichter schneller die breite Öffentlichkeit erreichen können. Dies machen sich die Promis gerne für den guten Zweck zunutze, um gemeinsam mit ihren Fans Leben zu retten. Linktipp: www.junge-helden.org Sonja Pöpsel

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Titelthema

Bild: pixelio.de/ Andrea Damm

Bild: DRK -Blutspendedienst West

Blutspende

Spende Blut, Fühl Dich gut!

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Laut Wikipedia ist eine Blutspende „eine freiwillige Abgabe einer gewissen Menge Blutes“. Doch was genau bedeutet dies und wer kann wem damit helfen? Dem wollen wir an dieser Stelle auf dem Grund gehen: Eine ausreichende Menge Blut ist für den menschlichen Körper wichtig, damit der Sauerstoff überall hin transportiert werden kann. Ein Erwachsener hat davon ungefähr fünf bis sechs Liter, die durch den ganzen Körper fließen. Leider kommt es immer wieder vor, dass jemand bei einer Operation oder einem Unfall viel Blut verliert und schnell für Ersatz gesorgt werden muss. Dies kommt leider sehr häufig vor, rund 15.000 Mal täglich! Trotz sechs Millionen Blutspenden jährlich herrscht fast permanent ein Mangel an passenden Blutkonserven.

Die meisten wissen allerdings überhaupt nicht, welche Art von Blut da durch ihre Adern fließt. Es ist auf jeden Fall die Blutgruppe des Vaters oder der Mutter, denn diese erbt man von einem Elternteil.

Blutgruppen Mitschuld an der Unterversorgung sind dabei die verschiedenen Blutgruppen, die ein Mensch haben kann. Nur die eigene Blutgruppe kommt als Spenderblut überhaupt in Frage. Unterschieden werden dabei die Blutgruppen A, B, AB und 0 mit ihrem Rhesusfaktor, der positiv oder negativ sein kann.

Wer darf spenden? Generell kann man sagen, dass jeder gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 68 Jahren sein Blut spenden darf. Der Spender sollte allerdings mindestens 50 Kilo schwer sein und kein Untergewicht haben. Vor der ersten Spende erfolgt dabei immer eine intensive Voruntersuchung, die aus einer Befragung, einer ärztlichen Untersuchung sowie einer Laborunter-

Welche Arten von Spenden gibt es? Am häufigsten versteht man unter dem Blutspenden die Vollblutspende, bei der dem Körper 500 ml Blut abgenommen werden. Diese Menge wird dann hinterher in ihre einzelnen Bestandteile geteilt und unterschiedlich verwendet. Es ist allerdings auch möglich, nur das Blutplasma zu spenden. Bei der Plasmaspende wird erst das Blut als Ganzes entnommen, bevor dann das Plasma herausgefiltert wird und der Rest dem Körper wieder zugeführt wird.


Bild: DRK -Blutspendedienst West

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suchung des eigenen Blutes besteht. Nach etwa einer Woche liegt dann das Ergebnis vor und man weiß, ob man mit dem eigenen Blut anderen Menschen helfen darf oder nicht. Wie läuft eine Spende ab? Nachdem jetzt hoffentlich das Interesse geweckt wurde, soll an dieser Stelle noch ein wenig die Angst vor dem ersten Mal genommen werden. Damit man weiß, was in einem Blutspendezentrum oder beim Roten Kreuz auf einen zukommt, soll nun einmal der genaue Ablauf aufgezeigt werden: Zu Anfang einer jeden Spende bekommt man gegen Vorlage des Spendeausweises und des Personalausweises einen Fragebogen, der ausgefüllt werden muss. Danach geht es zu einer kurzen Voruntersuchung, wo wenige Tropfen Blut in einer Maschine untersucht werden. Zudem werden Temperatur und Blutdruck gemessen. Sollten die gemachten Angaben und die Werte der Untersuchung in Ordnung sein, so geht es auch schon weiter zur eigentlichen Spende. Auf einer bequemen Liege wird eine Nadel in die linke oder rechte Vene in der Armbeuge gesetzt und das Blut beginnt zu fließen. Nach fünf bis zehn Minuten

ist dann auch schon alles vorbei und es geht zur Erholung und zur Beobachtung in einen separaten Bereich. Im Blutspendezentrum bekommt man dort dann auch etwas zu essen und zu trinken. Nach jeder Spende muss der Körper sich dann erst einmal wieder regenerieren. Besonders der Eisenanteil braucht sehr lange bis er wieder auf normalem Niveau ist. Bei Männern ist eine Pause von zehn Wochen nötig, bei Frauen müssen etwa drei Monate vergehen, bis wieder gespendet werden darf. Ich hoffe sehr, dass bei einigen Gucklochleserinnen und Gucklochlesern das Interesse geweckt wurde und wir vielleicht schon bald ein paar mehr Blutspender in Deutschland haben und der dauerhafte Engpass bald ein Ende hat. Als Blutspender kann ich sagen: Es ist weniger schlimm als man denkt und das Gefühl, jemandem vielleicht sogar das Leben gerettet zu haben ist einfach nur gut. Für die Umstände wird man zudem meist noch durch Bargeld oder Gutscheine entschädigt. Es lohnt sich also in doppelter Hinsicht. In diesem Sinne: „Spende Blut, fühl dich gut!“ Timo Günter

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Bild: Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS)

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Leben schenken durch Knochenmark

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Durchschnittlich alle 45 Minuten bekommt ein deutscher Bürger die niederschmetternde Diagnose: „Leukämie“ (Blutkrebs).

schwer übergewichtig sein (Bodymaßindex von über 40), desweiteren darf man nicht an schweren chronischen Krankheiten leiden.

Für diese Krankheit gibt es nur eine Behandlungsmethode die helfen kann: Die Knochenmarkspende. Leider gibt es da ein Problem, denn nicht jeder kann für jeden Knochenmark spenden. Nur ein „genetischer“ Zwilling kann Knochenmark spenden, das einem Leukämiepatienten ein „neues Leben“ schenkt. Und genau für den Zweck des genetischen-Zwillings-finden gibt es die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Diese Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Personen zu untersuchen und in ihrer Datei einzupflegen, um dort die genetischen Zwillinge für Leukämiepatienten zu finden. Diesen Vorgang nennt man „Typisierung“. Für eine Typisierung braucht man sich nur auf die Internetseite „www.dkms.de“ begeben und sich dort registrieren lassen, dann bekommt man per Post ein Wattestäbchenset zugeschickt mit dem man eine Speichelprobe entnehmen muss. Dies schickt man wieder zurück und schon ist man in der Datei. Oder man hält ein bisschen die Augen auf und sucht nach großen Typisierungsaktionen im Umfeld. Typisiert werden können nur Menschen zwischen 18-61 Jahren. Man muss mehr als 50 kg wiegen und darf auch nicht

Eine Typisierung ist für die DKMS nicht kostenlos. Die internen Kosten belaufen sich auf 50 Euro pro Typisierung. Diese Kosten werden durch Spendeneinnahmen der DKMS gedeckt. Vor einigen Jahren wurde auch in der Kirchengemeinde St. Joseph in Duisburg-Friemersheim eine Typisierungsaktion durchgeführt. Es wurden 100 Menschen typisiert und 12.000 Euro für die DKMS gesammelt. Und schon innerhalb von einem halben Jahr konnte einer von den 100 Personen seine Knochenmarkspende geben um ein Leben zu retten. Übrigens bei einer Knochenmarkspende wird nichts aus dem Rückenmark herausgeschnitten, wie es fälschlicherweise gedeutet wird. Sondern entweder werden die Zellen unter Vollnarkose aus dem Becken entnommen oder aber wie es viel häufiger gemacht wird, werden die Zellen aus dem Blut entnommen. Für den Spender kommt es zu keinerlei Unangenehmlichkeiten und vor allem ist es ein tolles Gefühl einem Menschen das Leben gerettet zu haben! Christian Biesemann


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Bild: pixelio.de/ Rainer Sturm

Was Sagt die Kirche? Die katholische Deutsche Bischofskonferenz und der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland haben im Jahr 1990 eine gemeinsame Erklärung zur Organtransplantation herausgegeben. Seitdem haben in beiden Kirchen (parallel zu den Diskussionen um den Entwurf für das Transplantationsgesetz) Auseinandersetzungen über dieses Thema stattgefunden, besonders zur Frage der Feststellung des Todes. Beide Kirchen haben die Verabschiedung des Transplantationsgesetzes 1997 begrüßt und nochmals betont, dass die Organspende ein Akt der Nächstenliebe sein kann. In der gemeinsamen Erklärung von 1990 heißt es unter anderem: „Nach christlichem Verständnis ist das Leben und damit der Leib ein Geschenk des Schöpfers, über das der Mensch nicht nach Belieben verfügen kann, das er aber nach sorgfältiger Gewissensprüfung aus Liebe zum Nächsten einsetzen darf.“ „Wer für den Fall des eigenen Todes die Einwilligung zur Entnahme von Organen gibt, handelt ethisch verantwortlich, denn dadurch kann anderen Menschen geholfen werden, deren Leben aufs Höchste belastet oder gefährdet ist. Angehörige, die die Einwilligung zur Organtransplantation geben, machen sich nicht eines Mangels an Pietät gegenüber den Verstorbenen schuldig. Sie handeln ethisch verantwortlich, weil sie ungeachtet des von ihnen empfundenen Schmerzes im Sinne des Verstorbenen entscheiden, anderen Menschen beizustehen und durch Organspende Leben zu retten.“ „Nicht an der Unversehrtheit des Leichnams hängt die Erwartung der Auferstehung der Toten und des ewigen Lebens, sondern der Glaube vertraut darauf, dass der gnädige Gott aus dem Tod zum Leben auferweckt.“ „Aus christlicher Sicht ist die Bereitschaft zur Organspende nach dem Tod ein Zeichen der Nächstenliebe und Solidarisierung mit Kranken und Behinderten.“ Zur Thematik der Organtransplantation haben die Vertreter verschiedenster Religionen Erklärungen herausgegeben. Wie diese dazu stehen lest am besten selbst: Quelle: www.organspende-info.de/information/spende-undtransplantation/erfahrungen/religionen André Terlinden

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aus dem Diozesanverband

Rückblick: Diözesankonferenz 2012 Die sind die Ergebnisse der Diözesankonferenz 2012 kurz zusammengefasst: Im Jahr 2013 gibt es an einem Termin im ganzen Diözesanverband eine Pfandflaschensammelaktion. Bei dieser Aktion gehen die KjGler/-innen von Haus zu Haus und sammeln Pfandflaschen. Desweiteren sollen in den Supermärkten vor Ort „Pfandbonsammelbehälter“ aufgestellt werden. Der Erlös dieser Aktionen geht an regionale Organisationen die sich um die Bedürfnisse von Obdachlosen und sozialschwachen Menschen kümmern. Dieser Antrag kam von der Kinderdiözesankonferenz und wurde auf der Diözesankonferenz von Kindern vorgestellt. Die Diözesankonferenz 2013 findet vom 15. - 17. November 2013 auf der Jugendburg Gemen statt. Die Schulungen im Rahmen der Präventionsordnung wurden in das Schulungskonzept eingearbeitet und sind nun Teil des Basic und Know-How Kurses. Der Basic und Know-How Kurs wird ab den Osterkursen 2013 um einen Tag verlängert. Alle KjG-Pfarreien im Diözesanverband Münster sind aufgerufen bei der 72-Stunden-Aktion mitzumachen. Im Jahr 2013 wird es wieder eine Kinderdiözesankonferenz geben.

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Die Satzung und die Geschäftsordnung sind geändert worden, dies sind die Ergebnisse an dem der Satzungsausschuss ein Jahr lang gearbeitet hat. Die geänderte Version der Satzung ist auf der Internetseite der KjG-Münster abrufbar. Rebekka Meyer wurde als Diözesanleitung verabschiedet. Tanja Tiedeken wurde als Geistliche Leiterin wiedergewählt. Als neue Diözesanleiterin ist Anna Andrick aus dem Kreis Recklinghausen und als Diözesanleiter Martin Sicking aus dem Kreis Coesfeld gewählt worden. Die Diözesanleitung ist somit mit sechs Plätzen voll besetzt. Sonja Pöpsel aus dem Kreis Warendorf und Nino Lohrmann aus dem Kreis Coesfeld sind aus dem Diözesanausschuss ausgeschieden und wurden verabschiedet. In den Diözesanausschuss sind Eva Schockmann aus dem Kreis Steinfurt und Christian Biesemann aus dem Kreis Wesel wiedergewählt worden. Lukas Ahmann aus dem Kreis Coesfeld und Anna Grunwald aus dem Kreis Warendorf sind neu in den Diözesanausschuss gewählt worden. Christian Biesemann


aus dem Diozesanverband

Ausblick: Standard-to-dos & Mehr Für uns im Diözesanausschuss ist das neue Jahr schon nach der Diözesankonferenz angefangen. Vom 07. - 09. Dezember 2012 haben wir uns das erste Mal in neuer Zusammensetzung auf der Jugendburg in Gemen getroffen. Neben den neu, wieder und weiter gewählten Diözesanleitungs- und Diözesanausschussmitgliedern konnten wir dabei zudem unsere KjG-Referenten/-innen und Geschäftsführerin sowie mit Konrad Kramer (OL) und Tobias Kerkmann (KLE) zwei Gäste begrüßen, deren Kreise zurzeit nicht durch eine gewählte Person im Diözesanausschuss vertreten sind. Den ersten Abend haben wir sodann auch gleich damit verbracht anhand des üblichen Berichtsteil einen ersten Überblick über die zahlreichen im Diözesanverband laufenden Themen und Aktionen zu bekommen. Um auch die zum Teil neuen Gesichter untereinander besser kennen zu lernen, gab es anschließend ein gemeinsames Essen à la Buffet, eine vorweihnachtliche Überraschung, einige Kennlernspiele und einige Zeit zur Geselligkeit. Am Samstag beschäftigten wir uns dann zunächst mit einem Überblick über unsere satzungsgemäß festgeschrieben Aufgaben, unsere zusätzlichen Erwartungen und unsere Wünsche. Aus diesen definierten wir Rahmenbedingungen und Arbeitsweisen und legten zudem Bereiche von Verantwortlichkeiten, wie zum Beispiel das Planen/Einladen zum Diözesanausschuss, fest. Weiter ging es mit einer ausführlichen Reflexion der Diöze-

sankonferenz mittels einer kolossalen Mindmaps, das mit mehreren Quadratmetern die komplette Tischgruppe füllte. „Jahresbericht/Kleingruppen“, „Neulingseinführung“, „Studienteil“, „Anträge/Diskussion“, „Samstagabend“, „Kinder auf der Diözesankonferenz“ seien dabei nur als einige von weitaus mehr Punkten genannt. Nach dem Blick zurück und einem Crashkurs der Neuen zu Begriffen und Übersicht der Kontenführung fand die erste Mitgliederversammlung des KjG Diözesanstelle Münster e.V. statt, in der neben der Neuwahl des Vorstandes über der Haushaltsplan 2013 beschlossen wurde. Im folgenden Verlauf wurden Themen für das neue Ausschussjahr gesammelt und priorisiert. So legten wir fest uns vor allem mit der „Vernetzung/Kommunikation im Verband als Erlebnis möglichst vieler“, der „Nutzung von Angeboten und Teams“, der „Mitgliedergewinnung“, der „Einbindung und Rahmen der Diözesankonferenz“, einem „Ideenkatalog abrechnungsfähige Bildung vor Ort“ zu beschäftigen. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Themen mit denen wir uns neben dem auf die nächste Diözesankonferenz ausgerichteten „Standard to-do’s“ beschäftigen werden. Es sei also versprochen, dass Ihr auch in 2013 noch reichlich von uns lesen und hören werdet. Stefan Hülsheger

Bürokolummne: Das neue BÜro Ihr wisst nicht wer ich bin? Das liegt wohl daran, dass ich die letzten vier Jahre immer in meiner „Ecke“ gesessen habe und ich dort gerne übersehen wurde. Für alle die noch nicht hier waren: Ich hatte einen Schreibtisch mit Blick in den Garten und einen Platz in der Ecke des DL-Büros (das ist das Büro, in dem alle Diözesanleiter/-innen und unsere FSJlerin ihren Arbeitsplatz haben), gerne wurde ich beim Begrüßen übersehen, da mich niemand gesehen hat. Nun endlich bin ich aus meiner Ecke herausgekrochen: Wir haben das Büro von Hans so umgestaltet, dass hier nun zwei Schreibtische Platz finden und so teile ich mir von nun an mein Büro mit Simon. Für mich ist das ein ganz neues Arbeitsgefühl, jemandem beim arbeiten gegenüber zu sitzen und nun von allen begrüßt zu werden. Sehr ungewohnt! Vorteil des neuen Büros sollte sein, dass ich weniger von der „Unruhe“ im großen Büro mitbekomme, da es dort manchmal wie in einem Hühnerstall zu geht. Das Konzept geht größtenteils auf, dennoch kommt es schon auch ab und zu

dazu, dass Simon und ich uns über Nonsens unterhalten und das Gelächter groß ist, so dass die Kolleginnen und Kollegen uns schon mal dazu aufgefordert haben, wieder ernsthaft zu arbeiten! Zurzeit überlegen wir, wie wir unser neues Büro schmücken können und Simon versucht sich in der Dekoration unserer Tür und beklebt sie fleißig mit Flyern und Ähnlichem. Ich dagegen überlege mir neue Techniken, wie ich es am besten hinkriege, von meinem Schreibtisch aus (ich sitze mit dem Rücken zur Tür) auf den Flur zu schauen, damit ich mich nicht immer neugierig umdrehen muss, denn das fällt auf Dauer ja auch auf … Rebecca Kluge

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Aus dem Diözesanverband

Die neuen in der Diözesanleitung: Anna & Maritn Guckloch: Seit der Diözesankonferenz im November seit Ihr die Neuen in der Diözesanleitung in der KjG, könnt Ihr Euch einmal kurz vorstellen? Martin: Ich bin 29 Jahre alt, wohne in Dülmen und studiere Wirtschaftsingenieurwesen. Wenn ich meine Zeit gerade nicht mit studieren oder der KjG verbringe, fahre ich viel Rad und spiele Floorball. Anna: Ich heiße Anna Andrick, bin 21 Jahre alt und bin seit 2009 KjG-Mitglied. Ich studiere Katholische Theologie und Italienisch in Münster und wohne mit meinen drei kleinen Schwestern und meinen Eltern in Haltern am See. Guckloch: Warum habt Ihr kandidiert? Martin: Im letzten Jahr hatte ich sehr viele schöne und spannende KjG-Erlebnisse, die mir die KjG näher gebracht haben. Daraus entstand bei mir der Wunsch die KjG aktiv mitzugestalten Anna: Ich bin seit Januar 2012 nicht mehr in meiner Heimatpfarrei aktiv und habe im Laufe des letzten Jahres gemerkt, dass mir der DA und das Sinnspürerteam nicht genug sind. Ich wollte KjG noch einmal komplett in mein Leben lassen und an den Aufgaben der Diözesanleitung wachsen. Guckloch: Was sind Eure Ziele für die Amtszeit? Martin: Zunächst einmal, mich gut in meine Aufgabenbereiche einzufinden, um die dort jeweils aktuellen Themen und Aufgaben voranzubringen. Anna:Ich möchte am Ende sagen können, dass es eine gute Zeit war und ich im Verband etwas bewegen konnte.

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Guckloch: Was macht für Euch die KjG aus? Martin: Die Vielseitigkeit, wie es sie auch in der aktuellen DL gibt und die gelebte Mitbestimmung. Anna: Die KjG ist ein bunter Verband, den jede und jeder auch die Kinder! - mitgestalten kann. Jeder ist willkommen seine Meinung mit einzubringen und der Verband bietet mit seinen verschiedenen Ebenen und Teams viele Möglichkeiten, Gemeinschaft zu erleben und sich wie zu Hause fühlen zu können. Guckloch: Worin seht Ihr Eure größte Herausforderung hier? Martin: Aktuell ist es meine größte Herausforderung mein Engagement in der KjG mit meinem Studium in Einklang zu bringen. Anna: Meine Aufgaben gut, aber auch mit einer gewissen inneren Gelassenheit anzugehen. Guckloch: Was war Euer lustigstes KjG-Erlebnis? Martin: Es ist schwierig „das“ lustigste oder schönste KjG-Erlebnis zu benennen. Für mich gibt es zahlreiche schöne und interessante Erlebnisse die mir in Erinnerung geblieben sind. Das war auf Burgfesten, beim Kanufahren und im Hochseilgarten, um nur einige Beispiele zu nennen. Anna: Mein erster Gruppenleitungskurs im Januar 2010. Ich habe insgesamt ziemlich viel gelacht, vor allem aber bei der Aufführung des selbstgeschriebenen Improtheaters unserer Kursgruppe. Guckloch: Danke an Euch beide für das Interview und viel Erfolg für Eure Aufgaben im Diözesanverband.


Aus dem Diözesanverband

Herzlich Willkommen Guckloch: Simon, Du bist der neue Bildungsreferent in der KjG, kannst Du Dich kurz vorstellen? Simon: Hi! Mein Name ist Simon Friede ich bin 24 Jahre jung, komme gebürtig von der Nordseeküste, aus der schönen Stadt Jever. Seit meinem Studium B.A. Soziale Arbeit wohne ich jedoch hier in Münster. Guckloch: Worin bestehen Deine neuen Aufgaben? Simon: Meine Aufgaben bei der KjG sind die Leitung und Begleitung des Schulungsteams und die damit anfallenden Aufgaben sowie die inhaltliche Gestaltung und Durchführung von Angeboten für junge Erwachsene. Ich bin Ansprechpartner für Fragen die im Zusammenhang mit dem Themenkomplex der neuen Präventiondurchführungsordnung aufkommen und koordiniere Anfragen und Einsätze der Leitungshonorarkräfte (kurz LHK´s). Außerdem habe ich dieses Jahr die schöne Aufgabe das großartige Burgfest als zuständiger Diözesanreferent zu begleiten. Guckloch: Wie war die erste Zeit für Dich, hast Du Dich schon gut eingearbeitet? Simon: Hm…Ich habe mich mit der Motivation beworben etwas zu tun, von dem ich behaupte, dass ich das gut kann und mit dem Wunsch eine ganz Menge zu lernen was ich noch nicht kann…keine präzise Antwort oder? Ich hoffe, dass der Job bei der KjG mir die Möglichkeit gibt all die Ideen und Vorstellungen die sich in den Jahren, in denen ich bereits mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammenarbeite angesammelt habe umzusetzen und mich um neue Vorstellungen und Ideen bereichert! Guckloch: Worauf freust Du Dich in diesem Jahr besonders? Simon: Dieses Jahr an sich ist schon ein Knaller! Die anstehenden Kurse, das Burgfest und die Aktionen für und mit den jungen Erwachsenen sind alles Dinge auf die ich mich freue. Davon eines heraus zu suchen wäre eine Aufgabe vor der ich mich ausnahmsweise kneifen würde ;).

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aus dem Diozesanverband

And the Thoma-Morus goes To ... Thomas Morus war im 15. und 16. Jahrhundert ein christlicher Gelehrter, der in seinen Werken Kritik an den bestehenden Staaten seiner Zeit ausübte. Er bezeichnete eigenverantwortliches Handeln, kritisches Mitdenken und Moral als die Hauptprinzipien des Lebens. Heute ist Thomas Morus der Schutzpatron der KjG und gilt als Vorbild des Thomas-MorusPreises. In der Kategorie „Gruppen“ wurden die Havixbecker von anderen Pfarreien für ihr ehrenamtliches Engagement vor Ort und im Diözesanverband (DV) vorgeschlagen. Mit ihren Monatskationen, den zwei Sommerlagern und ihrer Hilfsbereitschaft ist die KjG in Havixbeck sehr aktiv und bietet den Kindern und Jugendlichen dort immer wieder neue und attraktive Angebote. In den letzten Jahren waren sie auf nahezu jeder Pfarreiübergreifenden Aktion des DV Münsters vertreten, wie dem Burgfest, der Diözesankonferenz oder auch dem KjG-Großevent 2012 in Dortmund. Auch sind einzelne Mitglieder der KjG Havixbeck in unterschiedlichen Teams des DV Münster vertreten, wie zum Beispiel dem Jugendstufen-

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oder Kinderstufenteam, dem Wahlausschuss oder auch dem Burgfestteam. Neben dem Gruppenpreis gewann Anne Pohlmann aus Billerbeck den Preis in der Kategorie „Einzelperson“ für ihr Engagement und Organisationstalent in der Pfarrei. Dort hat sie für jede Frage eine Lösung parat und setzt sich sehr für die Mitglieder ein. Regina Bußmann


aus dem Diozesanverband

Niemals geht man so ganz

Liebe KjGlerinnen und KjGler, viele von Euch werden es aus irgendwelchen Quellen sicherlich schon mitbekommen haben: Seit Ende letzten Jahres bin ich nicht mehr Bildungsreferent bei der KjG. Nach 20-jähriger Tätigkeit bei diesem Verband habe ich mich Mitte letzten Jahres entschieden, den Verband zu verlassen, um mir Raum zu geben für Neues - für neue berufliche Herausforderungen, neue Aufgaben und neue Wege. Die vielen Verabschiedungen in den letzten Monaten waren sehr herzlich, aber auch nicht immer ganz leicht für mich. Sehr viele Erinnerungen an großartige Veranstaltungen, spannende Kurse, tolle Aktionen kamen mir wieder in den Sinn. Es waren aber auch die vielen nachdenklichen, besinnlichen, eindrucksvollen Momente, die meine KjG - Zeit prägten: Persönliche Begegnungen mit interessanten Menschen, intensive Gespräche und Erlebnisse mit Einzelnen oder Gruppen, engagierte Diskussionen und natürlich auch total abgefahrene kreative Sessions in Teams, wo die unmöglichsten Ideen plötzlich gar nicht mehr so weit weg schienen. All das und noch vieles mehr machte meine Arbeit und auch die KjG in den vergangenen Jahren aus - und dafür bin ich sehr dankbar.

dem, was sie ausprobieren und tun konnten. Sehr berührt hat mich die Szene auf unserer Kinder-DK im letzten Jahr, als die Kinder nach intensiver und ernsthafter Diskussion einstimmig eine Unterstützungsaktion für arme Menschen in unserer Nachbarschaft beschlossen. Kindermitbestimmung in seiner besten Form! Das ist und bleibt für mich als Kinderstufenreferent das wichtigste Ziel in der KjG: Kindern und Jugendlichen Raum geben und Möglichkeiten eröffnen, Neues zu erleben, authentische Erfahrungen zu machen und Verantwortung zu übernehmen für sich und die Welt um sie herum. Dieser Anspruch konnte bei der Kinderdiözesankonferenz sehr gut umgesetzt werden und ist hoffentlich wegweisend für weitere Veranstaltungen der KjG in diesem Jahr und für einen Prozess der Neubesinnung auf die Gestaltungskraft und Mitwirkungsmöglichkeiten von Kindern in unserem Verband. Euch allen in diesem Sinne, einen guten weiteren Weg mit der KjG! Herzliche Grüße Hans-Ludwig

Ich wurde gerade in den letzten Monaten häufig gefragt, welches die herausragendste Situation für mich in den letzten 20 Jahren gewesen wäre. Die Antwort darauf fiel mir nicht leicht: Es gab zu viele bewegende, eindrucksvolle Momente in dieser langen Zeit. Doch es waren häufig solche Situationen, in denen ich mit oder für Kinder etwas vorbereitet hatte und dabei merkte, dass die Kinder „begeistert“ waren von

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Von Puder und Quaste... Da saßen wir nun: Sieben Mädels zwischen 20 und 25 Jahren alt und alle nicht wirklich viel Ahnung von Kosmetik. Sicher hatte die ein oder andere von uns schon mal einen Kajalstift in der Hand, Make up und ein bisschen Puder trug jede von uns ab und an mal auf. Von Lidschatten, Lipgloss und blauer Wimperntusche hatten wir auch schon gehört, aber Rouge war für uns alle dann doch zu viel des Guten. Also musste dringend Hilfe herbei und die kam in Person von Alexandra Lobbe. So begann im Rahmen der Veranstaltung „Bei Dir bin ich schön“ ein charmanter Mädelsabend mit Sektchen, kleinen Leckereien und natürlich Tipps und Tricks zu Farbe, Schminke und Co. Die große Frage, die wir uns alle stellten: Welcher Farbtyp bin ich? 18

Überwiegend Sommertypen saßen nach der Analyse der Fachfrau im KjG-Büro beisammen. Merkmale hierfür sind die zarte Haut, graugrüne oder haselnussbraune Augen sowie aschblonde bis mittelbraune Haare. Kalte und gedeckte Farben wie blau, pink, weinrot oder Silber sind für diese Personen ideal. Was ein falscher Farbton im Haar, im Schal oder im Pullover ausmacht und die kleinen Augenränder noch größer erscheinen lässt, merkten wir schnell. „Mit der Farbe siehst Du krank aus, da gibt Dir jeder Arzt sofort einen Gelben Schein“, war nur eine Anekdote zur falschen Farbwahl. Nach der Bestimmung des Typs, der Gesichtsform und einigen Informationen rund um die Pflege vor dem Schminken, musste ein Model her. Aber natürlich wurde nur eine Gesichtshälfte geschminkt, damit an der anderen selbst aus-


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probiert werden konnte. Mit wenigen Handgriffen durch die Fachfrau saß ein leichtes Tages-Make-up mit WOW-Effekt. Für viele von uns ungewohnt, neu, vielleicht auch ein bisschen bunt und für unsere unerfahrenen Verhältnisse schon fast partytauglich.

für unter zehn Euro) und der leisen Befürchtung, beim nächsten Einkaufsbummel nur die Kleiderständer mit kalten Farbtönen anzusteuern, verabschiedeten wir uns von einem entspannten, wie im Flug vergangenen Abend. Fazit: Gerne wieder!

„Wichtig ist, Ihr müsst Euch wohl damit fühlen, nicht wie angemalt“, unterstrich die Expertin.

Sonja Pöpsel

Schließlich griffen wir alle zu Pinsel und Schwämmchen und zauberten uns unter Anleitung ein frisches Make-up aufs Gesicht, kaschierten Rötungen, betonten unsere Augenlider und Wimpern, formten unsere Augenbraunen und rundeten mit ein bisschen Rouge namens „babydoll“ das Kunstwerk ab. Aufgehübscht, mit einer Einkaufsliste gewappnet (Das notwendige Schminkwerkzeug erhält man in der Drogerie schon 19


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Fleisch ist Mein Gemüse Die Zutaten: 12 männliche junge Erwachsene, ein Koch, eine Küche, einiges an Essbarem (v. a. Fleisch), Getränke nach Wahl, gute Laune Zubereitung: Das Ganze nach kurzer Anwärmzeit verrühren, immer wieder aufkochen, gut mit Rotwein abschmecken und schließlich weiter köcheln lassen. Am Ende warm servieren und mit vielen Gesprächen garnieren. Fertig!

wie Risotto“. Zum Nachtisch wurde noch eine selbst gemachte Mousse au Chocolat gezaubert. Mit viel Freude machten sich alle an die Arbeit, egal wie groß die Vorkenntnisse waren. Jeder konnte etwas Neues dazu lernen und profitierte von Benedikts fachlichen Ausführungen. Nach dem Kochen folgte dann das große gemeinsame Essen – inklusive vieler fröhlicher Gespräche. Das Ende war schließlich wie immer in der Küche: Abwasch! Aber auch der machte, wie der ganze Abend, riesigen Spaß!

Garzeit: ca. 4 Stunden Stefan Hörstrup Nach oben stehendem Rezept fand am 10. Dezember 2012 der erste Männerkochkurs der KjG statt. Benedikt Holzhinrich, KjGler aus Lüdinghausen und selbst Koch, leitete die Gruppe an, die zwei unterschiedliche Rezepte zubereitete: „Hähnchenbrust im Schinkenmantel mit gebratener Polenta“ und „Kaffeejus und Gebratenes Schweinefilet mit Shitake so-

Männerkochkurs

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aus dem Diozesanverband

Allerheilgen-Krimi-Dinner Am 31.10.2012 fand auf der Jugendburg Gemen das Allerheiligen Krimi Dinner für junge Erwachsene statt. Im Vorfeld erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Rolle, die sie an dem Abend verkörpern sollten. Mit ausgefallenen Kostümen und überzeugender Darstellung ihrer Rolle brachten sie das Jahr 1535 zurück in den Rittersaal der Jugendburg. Allerdings waren sie nicht nur zum Vergnügen zur Burg gereist: Es blieb immer noch zu klären, wie der Kopf des Thomas More, der wegen Hochverrats enthauptet wurde, von der London Bridge gestohlen werden konnte, und vor allem von wem? War es Margret, die Tochter des Thomas More oder sogar ihr Ehemann Willam, den sie bezüglich des zurückbekommen des Kopfes immer unter Druck setzte? Allerdings war es auch gar nicht so einfach, dem Täter auf die Spur zu kommen, weil die Wächter der London Bridge ihre Aufsichtspflicht an diesem Abend nicht so ernst nahmen.

Mit immer mehr Hinweisen erweiterte sich auch der Kreis der Verdächtigen, so auch der Reliquienhändler Ebenezer Jacob, der sich mit dem Kopf eines so berühmten Mannes auch hätte noch ein ordentliches Sümmchen dazu verdienen können. Oder war es vielleicht doch der Ermittlungsführende Thomas Howard – Duke von Norfolk ? Mit den immer mehr werdenden Beweisen wurde dann aber auch der Kreis der Verdächtigen kleiner. Aber was dann ans Tageslicht kam, damit hatte wohl niemand gerechnet… Die Jugendburg bot für dieses Krimi Spektakel die perfekte Kulisse, und verlieh der Geschichte noch einmal eine ganz besondere Note, so dass das Krimi Dinner eine gelungene Aktion war. Neugierig geworden? Dann meldet Euch gerne bei uns im Diözesanbüro, Tanja Tiedeken hat das Rollenspiel geschrieben und wir geben es gerne weiter! Jana Redlich

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Aus dem Diözesanverband

Film Ab! Das Jugendstufenwochenende „Film ab“ vom 25.01. – 27.01. auf der Jugendburg begann mit einigen Impro-TheaterÜbungen, bei denen wir in den Boxring steigen und uns gegenseitig in Bud-Spencer-Manier verprügeln konnten, einmal so richtig wütend sein durften und mit einander lachen konnten bis die Tränen kamen. Am Samstagmorgen ging es mit dem Angebot verschiedener Workshops rund ums Thema Film weiter. Von der „ChinaRolle“ im actiongeladenen Parkour Workshop über den dreh eines selbst entworfenen Ü-Eier Werbespots mit vielen lustigen und kreativen Ideen, bei denen sich die „Kinder“Marketingabteilung eine Scheibe abschneiden könnte bis hin zu filmreifen Maske mit blauen Flecken, Wunden und Gruselmasken in den Gesichtern, wie sie echter nicht hätten aussehen können, war alles mit dabei. Am Nachmittag wurden dann in drei Gruppen Kurzfilme in verschiedenen Genres entwickelt und schließlich auch abgedreht: Im Liebesfilm konnte eine Intrige aufgedeckt werden, sodass Justin Bieber seiner Selena doch noch vor romantischer Kulisse einen Heiratsantrag machen konnte. Im Actionfilm konnte das „Team B“, ausgestattet mit ihrem Porsche Chayenne und Tiffany-Mobil sowie effektiven Waffen, Barack Obama in letzter Sekunde vor einem Mordanschlag durch Rambo retten. Und im Horrorfilm waren schreckliche Visionen aus der Nacht in der Wirklichkeit nicht mehr zu verhindern. Vorgegeben für die einzelnen Filme waren die Verwendung einiger Requisiten, welche zum Teil von den Teilnehmern mitgebracht wurden sowie die Anfangssätze der jeweiligen Filmszenen. Abends konnte man die Stars natürlich auch auf den Aftershow-Partys im Burgkeller antreffen… Am Sonntag wurden auf der Oscar Verleihung alle Filme präsentiert und bewertet. Jeder Film räumte Preise ab, jedoch war am Ende der Horrorfilm mit den meisten Trophäen dekoriert. Ein großes Filmquiz, bei dem die Darsteller der einzelnen Gruppen gegeneinander antreten mussten, rundete das gelungene Wochenende ab. Es hat uns wirklich viel Spaß gemacht! Und vergesst nicht: „Kinder leben fröhlicher mit Ü-Ei!“

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Aus dem Diözesanverband

Das Kurs-ABC Das Jahr 2013 startete wieder mit einem Basic- & Know-How Kurs auf der Jugendburg Gemen. Hier ein kleiner Einblick in unseren Kurs-Alltag: Alle die, erstmal alle kennenlernen! Burgkeller, beliebter Ort nach der Abendeinheit. Coole Teilnehmer. Diskussionen, gut ins Gespräch kommen und austauschen. Erwartungen, jeder hat welche. Funny Bunny, do you know the funny bunny? Gewaltbarometer, was ist eigentlich Gewalt? Helene Fischer, Lieder, die durch den Kurs begleiten. Impulse, ein ruhiger Start in den Tag. Jeopardy, ein Quiz zu den Rechten & Pflichten eines Gruppenleiters KjG, der geilste Verband unter der Sonne. Leitungsstile, in welcher Situation ist welcher angebracht?

Mörderspiel! Nähe und Distanz, wo sind meine Grenzen? Orga. Phantasiereise. Quatschen, Austausch mit anderen Pfarreien. Reflexion, unbeliebt, aber wichtig. Schlange im Gras, hier zählen schnelle Reflexe. Tatutzita, zu kindisch!? Uhr, nicht jeder hatte sie immer im Blick… Vorbereiten von Gruppenstunden. Wahrnehmungen, eigene und fremde. X-beliebige Spiele. Yippieh, alle tanzen mit bei Peter Pan. Zwerge, Zauberer und Riesen im Zauberwald. Monika Rütter

Basic- und Know-How-Kurs

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Aus vor KjG dem Ort Diözesanverband

Bin... DA!

In zwölf Gottesdiensten Da Wenn deutschlandweit an einem Wochenende 100 Jugendgottesdienste mehr als sonst gefeiert werden, dann muss irgendwas besonderes passiert sein. Und ja, es ist was besonderes passiert: Der erste dezentrale bundesweite KjG-Gottesdienst hat stattgefunden und das mehr als 100 mal in Deutschland und alleine davon zwölfmal im Bistum Münster. Vom 23.-25.11. haben die KjG-Pfarrgruppen aus Havixbeck, Münster (Liebfrauen Überwasser), Hohenholte, Bottrop-Kirchhellen, Telgte, Duisburg-Friemersheim und Liesborn mit dem Thema: „Bin…da“ Gottesdienste gefeiert. Natürlich hat sich auch das Sinnspürerteam des Diözesanverbandes es sich nicht nehmen lassen zwei Gottesdienste vorzubereiten. An diesem Wochenende hat man ein bisschen mehr gespürt wofür das „K“ im Namen der KjG steht!

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KjG vor Ort

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KjG Vor Ort

In 14 Tagen um die Welt Im Sommer bereisten 130 Kinder, 40 Gruppenleiter/-innen und 6 Küchenmitglieder in 14 Tagen 14 Länder der Welt. Es war das Ferienlager der Messdiener Herz Jesu / St. Joseph und der KjG Herz Jesu in Emsdetten. Dieses spannende Abenteuer wurde natürlich in einem Videologbuch festgehalten und die spektakulärsten Szenen aufbereitet. Am letzten Sonntag war es dann soweit: Premiere im Metropolis Kino in Emsdetten! Schon um 11:30 Uhr war eine lange Schlange vor den Türen des Kinos. Eine Viertelstunde später öffnete das Kino seine Pforten und 60 Kinder mit ihren Eltern und 30 Gruppenleiter/-innen strömten in den Saal, um sich die besten Plätze in der Loge zu sichern. Erst danach bewaffnete man sich mit Popcorn, Nachos und Cola, um noch einmal 14 unvergessliche Tage in einer Stunde Film zu erleben!

und erzählt seine Lagererlebnisse von der Abfahrt in Emsdetten über das Dschungelcamp und Schützenfest bis hin zum Robinson Tag. Alles wird nochmal im Schnelldurchlauf durchlebt und Erinnerungen kommen hoch! Besonders amüsant ist das „Best of Lager“ zum Schluss des Films, in dem die verschiedensten Pannen und Outtakes den Zuschauern vor Lachen die Tränen in die Augen treiben! Als der Film endet gibt es einen riesigen Applaus für das Produzententeam der „LU:DA Production“, Lucas und Danny. Damit das Sommerlager gut in Erinnerung bleibt, wurde fleißig die Lagerzeitung mit Film gekauft! Du möchtest noch eine Lagerzeitung kaufen? Dann melde Dich einfach unter folgender Mailadresse: lagerleitung.ferienlager@gmx.de Marcel Wegmann

Nach einer kurzen Begrüßung unseres Lagerleiters ging es endlich los. Am Anfang des Films stellt Forest Gump sich vor

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KjG vor Ort

Letzte Aktion im Jahr 2012 war erfolg Die letzte Aktion der KjG Havixbeck im Jahr 2012 war ein voller Erfolg für alle Teilnehmenden. Am Freitag, 28.12.12, fuhr die KjG-Havixbeck mit 20 Kids ab zwölf Jahren und elf Leiterinnen und Leitern ins Knatterdrom nach Reckenfeld zum Kartfahren. Um 13:45 Uhr war Treffen am Parkplatz der Baumberg Sporthalle, um dann mit dem Bus nach Reckenfeld zu fahren. Dort angekommen wurden alle mit der nötigen Ausrüstung ausgestattet, bevor sie mit ihren Karts die Bahn erobern konnten. Zuerst stand ein Qualifying auf dem Plan, bei dem die schnellste Fahrerin, bzw. der schnellste Fahrer ermittelt wurde. Anschließend gab es für alle ein Rennen, bei dem jeder gegen jeden antrat. Nachdem die Sieger ermittelt wurden, ging es auch schon wieder zurück nach Havixbeck, die Zeit verging viel zu schnell und gerne wären die KjGler/-innen noch länger geblieben. Auf dem Rückweg waren sich alle einig: Die Aktion war eine super Idee, die gerne wiederholt werden darf. Regina Bußmann

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KINDER

Kinder

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Kinder machen sich Stark Im Oktober 2012 haben wir uns erfolgreich mit einigen von Euren Vertreterinnen zu Kinderdiözesankonferenz auf der Jugendburg Gemen getroffen. Ein Ergebnis dieser Konferenz ist die Plakataktion im Januar gewesen. In verschiedenen Workshops habt Ihr Euch Gedanken über Rechte im Alltag gemacht. Auf Fotos und selbstgemalten Bildern habt Ihr die Kinderrechte für Bildung, Fürsorge, Gleichheit, Gewaltfreiheit, freie Meinung, Gesundheit, Schutz vor Ausbeutung und Krieg festgehalten und damit die Aktion ins Rollen gebracht. Ein weiteres Ergebnis war die Teilnahme der drei gewählten Vertreter/-innen der Kinderdiözesankonferenz auf

der „großen“ Konferenz im November. Dort haben sie den Antrag zur Pfandflaschensammelaktion vorgestellt und dieser ist mit eindeutiger Mehrheit angenommen worden. Die Erlöse aus der Sammelaktion sollen armen Menschen gespendet werden. Die Aktion findet vom 20.-22. September 2013 statt. Für mehr Informationen könnt Ihr Euch gerne an Anne Kersjes (Mail: anne.kersjes@kjg-muenster.de) wenden. Rebecca Kluge


Kinder

Buchstabensalat

Folgende WĂśrter sind hier versteckt: Kindermitbestimmung, KjG, Rechte, Spendenaktion, Kinderstufe, Pfarrgruppe, Spiele, SpaĂ&#x;, Lachen, Thomas, Morus, Burgfest, Kinderkonferenz, Pfandflasche, Monatsaktion, Gruppenstunde, Guckloch, Sommerlager

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Dies & Das

Pfandlfaschen

Burgfest 6.-7. Juli 2013

Austauschaktion

Burgfest

Sammelaktion

U18 ist die größte Bildungsinitiative für Kinder und Jugendliche in Deutschland: Neun Tage vor den Wahlen können alle Kinder und Jugendliche aller Nationalitäten ihre Stimme abgeben. Eins der Ziele von U18 ist es dabei, möglichst viele Kinder und Jugendliche dauerhaft für Politik zu begeistern.

Das Burgfest 2013 findet vom 06. - 07. Juli auf der Jugendburg Gemen statt.

Vom 20.-22. September 2013 findet die Spendenaktion gegen Armut statt, bei dieser Aktion sollen diözesanweit Pfandflaschen gesammelt und der Erlös gespendet werden.

Der Wahltag stellt den Höhepunkt einer langfristigen, inhaltlichen Auseinandersetzung mit Politik dar. Die U18-Wahl findet in Wahllokalen statt, die u.a. in Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen, Schulclubs, Sportvereinen, Bibliotheken, Schwimmbädern oder auf öffentlichen Straßen und Plätzen in Form mobiler Wahllokale eingerichtet werden können. Eröffnet Wahllokale und werdet Teil der U18-Kampagne! Anmeldung von Wahllokalen und weitere Informationen unter www.u18.org

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Burgfest

Bild: pixelio.de/ Lupo

Bild: www.u18.org

U18 Wahl

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und bald könnt Ihr das Burgfest auch mit Plakaten in Eurer Pfarrei bewerben. Für alle, die es noch nicht abwarten können, wollen wir Euch das Motto schon verraten: „Nur mal kuz die Welt checken KulturenJäGer unterwegs.“ Also haltet Euch das Juli-Wochenende frei, wir freuen uns auf Euch!

Wir werden diese Aktion auf diözesaner Ebene gemeinsam mit Kindern, die Lust haben, vorbereiten. Wer also zwischen 8 und 13 Jahre alt ist, darf sich dazu per E-mail bei Anne Kersjes (E-Mail: anne.kersjes@kjg-muenster. de) melden! Natürlich können sich auch Eure Gruppenleitungen bei uns melden, vielleicht hat ja Eure ganze Gruppe Lust mitzuarbeiten…

Rebecca Kluge Rebecca Kluge


Dies & Das

Mach Mit! Spiele für Eine Gruppenstunde Reise nach Jerusalem mit lebendigen Stühlen Die Reise nach Jerusalem kennt jeder, hier eine andere Variante die sich leicht und ohne großen Aufwand spielen lässt. Die Kinder finden sich paarweise zusammen und teilen sich in „Reisender“ und „Stuhl“ auf. Dann bilden alle Reisenden einen Außenkreis und alle Stühle einen Innenkreis. Wenn die Musik beginnt, laufen beide Kreise in entgegengesetzter Richtung los. Stoppt die Musik, setzt sich jeder Reisende auf seinen Stuhl (auf den Rücken – bitte vorsichtig). Im Gedränge muss jeder SEINEN Partner finden. Das Pärchen, das als letztes sitzt, scheidet aus. Spots in Movement Die Kinder bewegen sich bei Musik kreuz und quer durch den Raum. Zwischendurch stoppt der Spielleiter, die Spielleiterin die Musik und gibt eine Anweisung, die von allen durchgeführt werden muss, bis die Musik wieder startet, dann geht es weiter Mögliche Anweisungen können sein: • Berührt ganz schnell hintereinander alle vier Ecken des Raumes! • Geht als Frosch durch den Raum! • Schüttelt so vielen Mitspielern wie möglich die Hände! • Berührt alle mit eurem kleinen Finger etwas Grünes! • Klopfe so vielen Mitspielern wie möglich auf die Schultern! • Such Dir einen Partner und dreht Euch im Kreis! • Stellt Euch nach Eurem Alter geordnet in einer Reihe auf! Klopfzeichen Alle sitzen im Kreis und haben die Hände auf dem Oberschenkel des rechten und des linken Nachbarn liegen. Das bedeutet rechte Hand auf den linken Oberschenkel des rechten Nachbarn und linke Hand auf dem rechten Oberschenkel des linken Nachbarn. Einer beginnt und klopft einmal mit seiner Hand. Die Hand, die links neben dieser Hand ist muss nun klopfen. Bei zweimal klopfen gibt es einen Richtungswechsel. Wer nicht oder falsch reagiert muss eine Hand wegnehmen. Die letzten beiden, die noch im Spiel sind, haben gewonnen. Kissenjagd Die Gruppe findet sich im Stuhlkreis zusammen. Die Spielleitung lässt die Gruppe abzählen (1, 2, 1, 2...) so dass sich zwei Mannschaften ergeben. Jede Mannschaft erhält ein Kissen. Die Kissen sollten gegenüberliegenden Teilnehmern, aus Mannschaft 1 und 2, zu Spielbeginn gegeben werden. Nachdem vom Spielleiter die Richtung angegeben wurde (er kann während des Spiels auch „Richtungswechsel!“ rufen), ist es Ziel des Spiels das Kissen so schnell wie möglich innerhalb der eigenen Mannschaft weiter zu geben und das Kissen der anderen Mannschaft zu überhohlen. Jeder aus der Mannschaft muss das Kissen berühren, es darf nicht geworfen werden und das Kissen der anderen darf nicht behindert werden.

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Dies & Das

Ein Memoboard basteln Du benötigst dafür: feste Pappe (24 x 18 cm) Tonkarton in Hellblau, Grün, Rot, Orange, Gelb, Weiß Buntstifte kleine Holzklammern mit Oster- oder Frühlingsmotiven Klebstoff Klebepistole Schere Lineal und Bleistift Bastelanleitung 1 Den Hintergrund basteln Für den Hintergrund wird der hellblaue Tonkarton auf die Pappe geklebt. Damit die Ränder schön aussehen, wird der Tonkarton noch um die Pappe geschlagen und auf der Rückseite ebenfalls festgeklebt. Das Gras für den Vordergrund wird auf dem grünen Tonkarton aufgezeichnet und ausgeschnitten. Es sollte maximal 8 cm hoch sein. Beim Aufkleben ist darauf zu achten, dass nur der untere Rand und die seitlichen Ränder mit Kleber bestrichen werden. In der Mitte sollte das Gras nur aufliegen. Außerdem werden drei kleinere Grasstücke ausgeschnitten, die später auf die Ostereier geklebt werden. 2 Die Blumen Aus grünem Tonkarton werden zuerst die Stiele ausgeschnitten. Diese sollten ca. 0,5 cm breit und nicht länger als 8 cm sein. Die Stiele werden dann auf das Memoboard geklebt. Dazu werden sie hinter das Gras geschoben. Für die Blüten werden Kreise aus dem orangefarbenen, gelben und roten Tonkarton ausgeschnitten. Die Kreise sollten maximal 4 cm und mindestens 3 cm groß sein. Vom Rand aus werden die Kreise nun mehrmals dicht an dicht und rundherum eingeschnitten. Es darf jedoch nicht bis zur Mitte geschnitten werden. So entstehen einzelne Blütenblätter, die dann leicht nach oben gebogen werden. Für das Innere der Blüten werden weitere Kreise ausgeschnitten. Diese sollten zwischen 1 und 1,5 cm groß sein. Sie werden in die Mitte der Blüten geklebt. Nun werden die Blüten nur noch auf den Stielen festgeklebt. 3 Die Ostereier basteln Passen zu Ostern dürfen natürlich nicht die Ostereier fehlen. Zuerst wird nur ein Ei auf den weißen Tonkarton gezeichnet und ausgeschnitten. Dieses Ei dient als Vorlage für die anderen Ostereier. Beliebig viele Ostereier werden auf den Tonkarton gezeichnet. Nun werden sie mit den Buntstiften verziert. Anschließend werden die Ostereier ausgeschnitten und auf das Gras geklebt. Zusätzlich werden kleinere Grasstücke über die unteren Ränder der Eier geklebt. 4 Das Memoboard zu Ostern ist fast fertig Zum Schluss müssen nur noch die Klammern am Board angebracht werden. Sie werden mit Heißkleber fixiert. Dies sollte jedoch ein Erwachsener übernehmen. Das Board ist nun fertig und kann aufgehängt werden. Als Aufhängung kann ein Faden oder ein Bilderhaken auf der Rückseite befestigt werden.

Bild und Idee: http://www.vorname.com/ratgeber/basteln/mit-kindern-zu-ostern-basteln-522/

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Dies & Das

Kinderbuch

Sitting Ducks

Bild: EC Nidderau

www.ideenkiste.de

Jugendbuch

Gegen die Angst - Face your fear

Ein Meer voller Sterne

Duck Norris vs. Billy the Duck

Regine ist 17 und hat Blutkrebs. Gegen die Angst hilft ihr das Schreiben. In ihrem Blog „Face your fear“ (http:// sinober.blogg.no/) erzählt die junge Norwegerin von ihren Schmerzen, über ihre Erlebnisse mit Ärzten und Krankenschwestern, von ihrer Freude über die Besuche von Freunden – und von ihrer Angst vor dem Tod. Mehr als 100 000 Menschen verfolgen Regine Stokkes Einträge bis zur ihrem Tod im Dezember 2009. Da ist sie 18 Jahre alt. Das Buch „Gegen die Angst“ basiert auf Regines Blogeinträgen. Dazu kommen Stimmen und Briefe ihrer Familie, die Antworten und Fragen der Leser zu Regines Berichten und viele Fotos von Regine, ihrer Schwester, ihren Eltern und ihren Freunden.

„Heute ist das Briefschreiben schön und ich kann gar nicht mehr aufhören. Trägst du jetzt eine Schirmmütze oder hast du eine Perücke? Wenn du willst, kannst du mir ja ein Foto davon schicken. Ich würde es gern mal sehen. Hoffentlich gucken die Leute nicht immer so doof und drehen sich nach dir um. Weil sie ja nicht wissen, was los ist. ...“

„Alle meine Entchen schwimmen auf dem See“... aber eh sie sich versehen, geraten die Enten ins Fadenkreuz und müssen ordentlich Federn lassen.

Ohne Nele und ihre Briefe würde Katharina sicher alles noch viel schwerer ertragen!

So schonungslos und ehrlich sind Regines Einträge, dass sie oft nur schwer auszuhalten sind. Umso bewundernswerter sind ihre Kraft und ihr Mut, sich und ihr Umfeld mit dem nahenden Ende ihres Lebens zu konfrontieren. Ein wichtiges Buch – traurig, aber auch tröstlich.

Temperamentvoll und lebensbejahend bringen sie Katharina immer wieder zum Lachen, trösten, lenken ab. Und Nele ist auch bereit, mit Katharina über das große Warum zu diskutieren.

Jeder Mitspieler hat zu Beginn des Spieles sechs Enten die er beschützen muss, zeitgleich muss man versuchen die Enten des Gegners irgendwie vom Ententeich zu entfernen um zum Schluss als einziger noch übrig zu bleiben. So einfach ist das Spielprinzip. Mit verschiedenen Aktionskarten hat man die Möglichkeit seine Enten aus der Schussbahn zu nehmen, Enten abzuknallen oder einfach mal alle Enten durcheinander zu bringen. Und falls man keine Enten mehr Spiel hat, kann man doch noch am Spielgeschehen teilnehmen und evtl. sogar wieder seine Enten ins Spiel bringen.

Gegen die Angst: Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg, 368 S., 14,95 Euro, ISBN 978-3-7891-4745-6

Ein Meer voller Sterne: Razamba 2009, 104 Seiten, broschiert, 9,90 Euro. ISBN 978-3-941725-04-1

Quelle: www.focus.de/kultur/buecher/ literatur-gegen-die-angst-blog-einestodkranken-maedchens_aid_735298. html

Quelle: www.razamba.de/cms/index. php?page=zeevaert-sterne

Die beiden Zehnjährigen haben sich zwar noch nie gesehen, aber als Katharina an Krebs erkrankt, sind Neles Briefe oft der einzige Lichtblick.

Sitting Ducks ist ein Kartenspiel, dass in einer gut gepflegten Spielesammlung nicht fehlen sollte, denn es hat einen sehr hohen Unterhaltungswert und eine gewisse Suchtgefahr.

Spieldauer: 30-40 Minuten Anzahl: 3-6 Spieler Alter: Ab 10 Jahren Das Spiel gibt es in zwei verschiedenen Versionen: Die Standard Version kostet 6,98 Euro, die Deluxe Version mit weiteren Aktionskarten und Spielbrett kostet 16,40 Euro. Christian Biesemann

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Dies & Das

Kammrätsel 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Ihr findet hier zehn Fragen rund um das Titelthema, wenn Ihr alle Wörter eingetragen habt, ergibt sich dann in den roten Kästchen das Lösungswort. 1. Eine Blutgruppe. 2. Worauf stehen Menschen, die ein Spendeorgan benötigen, häufig? 3. Woran kann man einen Spender erkennen? 4. Wie nennt man den Eingriff, bei dem man ein gespendetes Organ erhält? 5. Was hält den Körper am Leben? 6. Das Knochen____ wird bei Leukämiepatienten benötigt. 7. + und - stehen bei der Blutgruppe wofür? 8. Eine freiwillige Organabgabe ist eine … 9. Um in die Knochenspenderdatei zu kommen, gehe ich wohin? 10. Von welchem Organ hat man zwei, benötigt diese aber nicht zwingend beide?

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Dies & Das

Bilderrätsel Das Bilderrätsel in dieser Ausgabe behandelt das Thema Gesundheit/Krankheit. Die Umlaute werden wie folgt ausgeschrieben: ä = ae, ü = ue, ö = oe, Viel Spaß beim rätseln!

1

2

3

4

-

Lösungswort

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Geistesblitz

Geistesblitz Als ich vor vielen Jahren meinen ersten Organspendeausweis ausfüllte war ich Zivi beim Rettungsdienst. Jede Woche haben wir Frau Müller1 dreimal zur Dialyse gebracht. Schon über zehn Jahre ging das so. Sie war eine sehr fröhliche Frau, auch wenn sie neben dem Nierenversagen auch noch MS2 hatte, eine Krankheit, die sie an den Rollstuhl fesselte. Ich kann mich gut an die Gespräche im Krankenwagen erinnern, das Lachen und die vielen Fragen, die all das auslöste; manchmal glaube ich, Frau Müller war wichtiger für mich, als ich für sie, für meinen Blick auf das Leben und das Vertrauen in meinen Glauben. Frau Müller hat aus ihrem gelebt. Jesus hat einmal gesagt: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.“ (Joh 15,13). Ein gewaltiger Satz, denn das eigene Leben aufzugeben, um seine Freunde zu retten, dazu gehört schon Einiges. Aber wenn ich das eigene Leben gar nicht aufgeben muss, sondern es – warum und wie auch immer – bereits am Ende und zu Ende ist, dann etwas verschenken zu können, um Anderen zu helfen. Auch das ist Liebe. Genau das meint Organspende. Ich gebe ein Teil von mir – damit Du leben kannst. Das ist übrigens kein neuer Gedanke. Bereits 1990 haben katholische und evangelische Kirche gemeinsam geschrieben: „Aus christlicher Sicht ist die Bereitschaft zur Organspende nach dem Tod ein Zeichen der Nächstenliebe und Solidarisierung mit Kranken und Behinderten.“3

Name geändert Multiple Sklerose 3 Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der EKD: Organtransplantationen. Gemeinsame Texte Nr. 1. Bonn / Hannover 1990, S. 16.

Bild: pixelio.de/ Marianne J.

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Kontakte und Termine

Büroadressen KjG-Diözesanverband Münster Wegesende 4 48143 Münster

Geschäftsführung Kirsten Ludwig kirsten.ludwig@kjg-muenster.de

Referenten Dorothee Schmerling dorothee.schmerling@kjg-muenster.de

Tel.: 0251/495 508 Mail: info@kjg-muenster.de Fax: 0251/ 495 502

Verwaltung Ute Brickwedde ute.brickwedde@kjg-muenster.de

Simon Friede simon.friede@kjg-muenster.de

Diözesanleitung dl@kjg-muenster.de

Marianne Gerhard marianne.gerhard@kjg-muenster.de

Rebecca Kluge rebecca.kluge@kjg-muenster.de

Kontakadressen aus den Kreisen Borken Anne Kersjes anne.kersjes@kjg-muenster.de

Oldenburg Stefan Hörstrup stefan.hoerstrup@kjg-muenster.de

Wesel Monika Rütter monika-ruetter@gmx.de

Coesfeld Stefan Hülsheger stefan.huelsheger@versanet.de

Recklinghausen Dorothee Schmerling dorothee.schmerling@kjg-muenster.de

Christian Biesemann christianbiesemann@t-online.de

Lukas Ahmann Lukas_Ahmann@t-online.de Kleve Simon Friede simon.friede@kjg-muenster.de Münster Francisca Stuntz francisca.stunz@mail.katho-nrw.de

Steinfurt Lukas Goecke lukasgoecke@gmx.de Eva Schockmann eva.schockmann@gmx.net Warendorf Anna Grunwald attag@t-online.de

Felix Malkowski mailli91@gmx.de

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Nicht vergessen April

Mai

JuNi

Juli

02.-07.04.2013 Gruppenleitungskurs

30.05.-02.06.2013 Junge Erwachsene in Aktion

13.06.-16.06.2013 72-Stunden-Aktion

06.-07.07.2013 Burgfest

26.04.-28.04.2013 Konkretkurs 06.04.2013 Tagesfahrt nach KĂśln

www.kjg-muenster.de

23.06.2013 Pilgern auf Westfälisch

Guckloch 01/2013  
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