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Die Blautöne verleihen dem Wohnzimmer Weite und Klarheit. Der Raum wirkt erfrischend, belebend und jugendlich. Einen guten Kontrast dazu bildet der warme Holzfußböden, denn er bringt Erdung und Wärme in den Raum zu der ansonsten beruhigenden, aber auch etwas kühlen Ausstrahlung der Wände.

Wenn große Wandflächen in dunklem Rot gestrichen werden, bilden sie den optischen Mittelpunkt/Rahmen. Rote Wände verkleinern zwar den Raum, verleihen ihm aber auch Wärme und Energie und eine anregende Atmosphäre. Einen guten Kontrast bilden helle Möbel, denn zuviel Rot kann erdrückend wirken.

Farben begegnen uns in Hülle und Fülle, sei es in der Natur, in der Werbung oder in der Mode. Auch für die Wohnung sind Farben in jeder erdenklichen Tönung erhältlich. Es war nie einfacher sich aus dem Reich der Farben zu bedienen, aber auch nie schwieriger sich für ein bestimmtes “farbiges Wohngefühl“ zu entscheiden.

Warme Farben wie Rot, Orange und Gelb sind aktiv, lebensbejahend und kommen dem Betrachter entgegen, aber verkleinern auch den Raum. Sie eignen sich für alle Räume, die heiter, fröhlich und voller Wärme sein sollen.

Farbe vermag einem Raum Atmosphäre zu verleihen, die Lebensqualität, die Gesundheit und das Wohlbefinden zu verbessern. Die Farbschwingungen beinhalten zu jeder Tageszeit eine Fülle kleinster Reize, die unseren Zellen die benötigten Lebensimpulse zuführen. Obwohl wir um die Kraft der Farben wissen, sind wir noch recht zurückhaltend, wenn es um die Farbgestaltung im eigenen Lebensbereich geht. Die Folge ist die Dominanz der weißen Wände in Wohnungen und an Häuserfassaden, ein Erbe der Moderne. Sie lässt wenig Wärme und Atmosphäre aufkommen und erzeugt eher ein kaltes und ungemütliches Wohngefühl. Eine schöne und kluge Möglichkeit, sich mit Wohnfarben vertraut zu machen, ist der Gedanke an die Natur. So wirkt das Grün der Wiesen, der Pflanzen und jungen Triebe entspannend, harmonisierend und frisch. Das Blau des Himmels verspricht Weite, Ruhe, Fantasie sowie Frieden und Freiheit. Man denke an die reifen, gelben Felder. Sie wirken belebend, lebensbejahend wie die Sonne. Oder das mächtige Rot, die Kraft des Lebens, des Blutes, der roten Beeren, aber auch Warnung vor der Gefahr, dem Giftigen. Die richtige Farbgebung wirkt sich also entscheidend auf die Raumwirkung aus. Räume können bei falsch angewandten Farben Beklemmung, Bedrückung, Unwohlsein und sogar Angst hervorrufen. So sind wichtige Kriterien für eine gute Farbentscheidung die Himmelsrichtung, der Platz und die Proportion eines Raumes. Dazu gehören auch die Lichtverhältnisse und die Beschaffenheit der Materialien (Textur, Struktur). Bei Farbentscheidungen ist es wichtig, die Proportionen eines Raumes mit einzubeziehen, da kalte und warme Farben unterschiedliche Raumwirkungen hervorrufen.

Helle und warme Farben sind leicht, erheitern und geben Ersatz für das Sonnenlicht, reduzieren aber ebenfalls den Raum. Sie sind besonders geeignet für Küche, Esszimmer, Wohnzimmer oder das Spielzimmer. Gelb – die Farbe der Sonne - steht für Aktion, Leben, Licht und den Geist, fördert das Individuum und den Intellekt, aber auch den Egoismus. Bei falscher Farbwahl kann sie auch sehr leicht zu einem der unangenehmsten Farbtöne werden. Rot – die mächtigste und kraftvollste aller Farben, beschleunigt den Puls, ist lebhaft, aktiv, aber auch etwas unruhig und manchmal aggressiv. Orange – die Farbe des Südens und der Wärme, der reifen Früchte, ist aktiv, warm, fröhlich, regt an, steht in Verbindung mit Kreativität, Begeisterung, Bewegung und Optimismus. Helle, kalte Farben erweitern, regen die geistige Tätigkeit an. Dunkle, kalte Farben beschweren, erdrücken, und vergrößern den Raum. Sie sind sehr anspruchsvoll in der richtigen Anwendung. Kalte Farben wie Blau, Grün und Violett wirken passiv, nehmen sich zurück und erweitern den Raum. Diese Tönungen eignen sich in allen Räumen, in denen man zur Ruhe kommen möchte, zum Entspannen oder Sammeln, wie dem Schlafzimmer, Badezimmer oder Meditationsraum. Blau – beruhigt die Nerven, senkt den Puls, lädt zum Träumen und Verweilen ein und fördert die innere Stärke.

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KirRoyal-Geniesserjournal 01/07  

Ausgabe Frühjahr 2007 Frühling(s)Gefühle

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