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Absprache zur Weiterverfolgung der bisherigen Ideen im Rahmen der Reformdekade

Entwurf Arbeitsdokument zur Absprache von einzelnen Projektideen und Beiträgen (als Anlage für ein Schreiben von Seiten der Sprecher des Netzwerks oder als Reaktion auf die Anfragen bezüglich der Internetdomain kirche-der-freiheit.de möglich)

Sehr geehrter Herr Latzel, Sehr geehrter Herr Gundlach, um künftig Irritationen in der Kommunikation über verschiedene Projekte zum Thema Kirchenreform zu vermeiden, hat der Koordinationskreis des „Netzwerk Kirchenreform“ zum einen eine Aufgabenverteilung zur besseren Kommunikation vorgenommen und bittet zum anderen, auch die Rückmeldungen an die jeweiligen zuständigen Ansprechpartner zu richten. Das „Netzwerk Kirchenreform“ hat nun wieder zwei Sprecher: - Propst Dr. Sigurd Rink ist Ansprechpartner für Kirchenleitungen und die EKD. - Prof. Dr. Wolfgang Nethöfel ist Ansprechpartner gegenüber dem interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch. Diesbezüglich werden die Sprecher auch noch ein Schreiben aufsetzen, künftig wird also Propst Rink die Kommunikation von Seiten des „Netzwerk Kirchenreform“ wahrnehmen. Um insbesondere die verschiedenen Webprojekte zu unterschieden, sind auf der Seite 2 unter den Vorbemerkungen die entsprechenden Ansprechpartner benannt. Insbesondere sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass Sie sich bezüglich Rückfragen oder Rücksprachen über die Internetplattform zur Reformdekade direkt an Herr Bölts und nicht an das IWS Marburg etc. wenden.1

Um den die Weiterarbeit an den bisherigen Ideen und Vorschläge zur EKD-Reformdekade zwischen den einzelnen Trägern abzustimmen und zu koordinieren, sind auf den folgenden Seiten noch einmal die Ideen und Vorschläge zur Reformdekade und anderen Reformprojekten aus unterschiedlichen Kontexten und verschiedenen Bezügen exemplarisch zusammengestellt und mit Anmerkungen zum möglichen weiteren Verfahren versehen (ab Seite 3). Zur Übersicht sind in dieser Datei folgende Daten zusammengestellt: a) Vorbemerkung zur Unterscheidung der (Web-)Projekte b) Eine Zusammenstellung der bisherigen Ideen mit Anmerkungen c) Anlage 1: Entwurf eines Einladungsschreibens zum „Runden Tisch Kirchenreform“ (war noch nicht bei der letzten Rundmail mit den drei Entwürfen zur Netzwerktagung 2008 an alle verschickt worden) d) Anlage 2: Die „Ideensammlung 2“ (Verweis in den Fußnoten unter b).

Zur Absprache und Koordinierung bezüglich einer möglichen Umsetzung der unten aufgeführten Ideen werden sich die Sprecher des „Netzwerk Kirchenreform“ mit Ihnen zur weiteren Kooperation in Kontakt treten. Für Rückfragen direkt zu diesem Dokument oder der Internetplattform steht Ihnen Stefan Bölts zur Verfügung. Für Rückfragen an die Netzwerkarbeit oder die nächste Netzwerktagung wenden Sie sich bitte an Herrn Rink. Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen Ihr Stefan Bölts

1 Bezüglich der Übergabe der Domain www.kirche-der-freiheit.de wird noch eine eigene Übersicht der noch offenen Punkte aufgestellt und zur Verfügung gestellt, damit hier die Arbeit der Internetplattform zur Reformdekade und die Arbeit des Netzwerk Kirchenreform sauber getrennt werden.

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Vorbemerkungen: Für künftige Rückmeldungen bitten wir darum, folgende Webprojekte zu unterscheiden und sich bei Rückmeldungen an die entsprechenden Ansprechpartner zu wenden: Diese Webseiten sind Internetseiten des IWS Marburg: www.iws-marburg.de www.pfarrberuf-heute.de Ansprechpartner: Institutsdirektor: Prof. Wolfgang Nethöfel oder die Webredaktion Diese Webseiten sind Plattformen des „Netzwerk Kirchenreform“: www.netzwerkkirchenreform.de www.datenbankkirchenreform.de www.kirchenreform.de Ansprechpartner: Sprecher des Netzwerks: Propst Sigurd Rink Webmaster des Netzwerks: Stefan Bölts Diese Webseiten gehören zur Stud. Initiative „Kirche von morgen“ und deren Internetplattformen: www.reformdekade.de www.reformverzeichnis.de (und deren Direktlinks) Ansprechpartner: Sprecher der Oldenburger Studierenden und Webmaster: Stefan Bölts Da sprach Abram zu Lot: Laß doch nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder. Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten, oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken. (Gen 13, 8+9b.) Es gehört zu den originären Aufgaben des bereits 2001 gegründeten Netzwerks interdisziplinär und in bundesweiter ökumenischer Dimension Reformprozesse vorzustellen, zu diskutieren, wissenschaftlich zu reflektieren und Akteure und Strategen zu vernetzen. Das Netzwerk bietet hierzu verschiedene Methoden und Austauschplattformen an, z.B. im Rahmen der Werkstatt Gemeinde auf Kirchentagen oder auf den eigenen Netzwerktagungen. Konzeptionelle Ideen wie der Vorschlag eines „Runden Tisches Kirchenreform“ etc. fallen in diesen Aufgabenhorizont gem. der eigenen Zielsetzungen (Details: siehe in der entsprechenden Rubrik auf der Internetseite). Das Kirchenamt der EKD oder ein Projektbüro der EKD nehmen die Aufgaben wahr, zu denen sie Mandate von Synode, Rat und / oder Kirchenkonferenz erhalten haben (z.B. Planung und Durchführung eines Zukunftskongresses der EKD). Freie und unabhängige Initiativen und Internetplattformen haben die Möglichkeit, verschiedene – auch konstruktiv-kritische – Positionen zu Reformprozessen zu vernetzen / verlinken und für die User im Internet einen vielfältigen Überblick anzubieten, ohne von politischen Abstimmungsprozessen innerhalb von Kirchenleitungen oder Trägern wie der Ev. Jugend etc. direkt abhängig zu sein. Diese Arbeit funktioniert auf der Grundlage der journalistischen und politischen Freiheit gem. der freiheitlichen demokratischen Grundordnung.

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Die Projektideen Auf den folgenden Seiten werden noch einmal Ideen und Vorschläge zur Reformdekade und anderen Reformprojekten aus unterschiedlichen Kontexten und verschiedenen Bezügen exemplarisch zusammengestellt. Zum einen sollen auf diese Weise noch einmal alle bisherigen Idee und Vorschläge zu einer Übersicht zusammengestellt werden, zum anderen möchten wir hiermit einen Dialog eröffnen, um gemeinsam abzusprechen und zu koordinieren, welcher Trägerkreis welche Aufgaben oder Ideen übernehmen kann / darf / sollte bzw. welcher Aufgaben und Ideen von bestimmten Trägerkreisen nicht wahrgenommen werden können, um daraufhin zu schauen, wie die Vorschläge alternativ realisiert werden könnten. Anmerkungen

Idee

Die Reformdatenbank: Um Reformprojekte bekannt zu machen, zu Wenn Organe der EKD eine eigene Datenbank zur vernetzen und nach bestimmten Kriterien Reformdekade auflegen möchten, würden sich zwei auszuwerten, entwickelte das Netzwerk eine Möglichkeiten anbieten: a) gem. dem Subsidiaritätsprinzip beauftragt die EKD Kirchenreform-Datenbank, die gegenwärtig das Netzwerk Kirchenreform (oder das IWS als überarbeitet wird (Stand Aug. 2007). Die ausführendes Institut) damit, die Datenbank 3 Datenbank wurde u.a. auf dem DEKT 2005 entsprechend aufzustellen und stellt hierfür ggf. und auf der Netzwerktagung 2006 Teilen der Projektmittel zur Verfügung. kirchl. Öffentlichkeit vorgestellt.2 Im Herbst b) Das Kirchenamt oder das Projektbüro der EKD entwickeln eine neue Datenbank. In diesem Falle 2007 wurde die alte dynamische Datenbank würde es zum guten Ton gehören, wenn darauf vorerst eingestellt und mit dem neuen Layout verwiesen würde, dass die Idee einer solchen der Webpräsenz als statische Seiten in Projektdatenbank bereits vor einigen Jahren vom Auszügen zur Verfügung gestellt. Netzwerk Kirchenreform entwickelt worden ist. Im Die statischen Seiten sind zur Zeit unter Gegenzug könnte das Netzwerk die Fortführung www.datenbankkirchenreform.de abrufbar. des eigenen Projektes einstellen und auf die EKDDatenbank verweisen. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass auch schon das Kirchenamt der Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers4 und die Arbeitsgem. der Ev. Jugend (aej)5 eigene Sammlungen von best practice Beispielen im Internet aufgelegt haben. In diesem Punkt besteht also Handlungsbedarf:6 a) die Datenbanken und Sammlungen verweisen gegenseitig aufeinander (Vernetzung!) b) die Akteure werden an einen Tisch geladen und es wird versucht, ein Konzept für eine gemeinsame Datenbank mit entsprechenden Rubriken (z.B. Jugendarbeit) für alle Aspekte aufzustellen.

Bildung von Arbeits- und Fachgruppen: Es werden kleine Fachgruppen gebildet, die ein Leuchtfeuer oder ggf. einen Einzelaspekt behandeln und im Laufe der Reformdekade „Eingaben“ oder „Empfehlungen“ an die entsprechenden Gremien (Synode...) richten.7 - Dies ermöglicht eine fachbezogene konzentrierte Bearbeitung der Themen - erlaubt die Einbindung von KnowHow & Fachkräften aus Kirche, Wissenschaft, Wirtschaft & Politik... - und mindert die Befürchtung, dass jenseits von Repräsentanten und Gremien Entscheidungen festgelegt werden.

Die Idee, pro Leuchtfeuer eine Fachgruppe (z.B. zu LF 8 eine Arbeitsgruppe „Diakonie 2030“) einzurichten, ist bisher – soweit bekannt – noch nicht weiterverfolgt worden. Die Umsetzung der Fachgruppentreffen bzw. deren Vernetzung könnte z.B. über das Projektbüro der EKD, über die Netzwerktagungen des Netzwerk Kirchenreform (vgl. Entwurf 2 zur Tagung 2008 in Kombination mit der Konzeption des Arbeitsbuches zur Reformdekade) oder in Zusammenarbeit mit anderen Trägern (Ev. Akademien etc.) erfolgen.

2

Mehr Informationen unter: http://www.netzwerkkirchenreform.de/zielsetzung_projektdatenbank.html Siehe hierzu den Vorschlag Nr. 2 des IWS Marburg zur Reformdekade vom 31.10.2006 (Powerpoint), dokumentiert unter: http://www.reformdekade.de/60.html. Siehe hierzu auch: http://www.reformdekade.de/aktive_vernetzung.html 4 http://www.evlka.de/bestpractice/ 5 http://www.evangelische-jugend.de/aej_neu/current/index.php?id=432 6 Siehe hierzu die eMail von Stefan Bölts an OKR Dr. Thies Gundlach vom 29.11.07. 7 Siehe hierzu die Vorschläge von Stefan Bölts zur Reformdekade vom Okt. 2006, dokumentiert unter: http://www.reformdekade.de/vorschlag_boelts.html , hier: http://www.reformdekade.de/arbeitsgruppen.html 3

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Wissenschaftliche Begleitung bzw. Vernetzung der Arbeitsgruppen mit wissenschaftlichen Projektgruppen: Ferner wäre es denkbar, dass die einzelnen Gruppen wissenschaftlich begleitet werden oder (regional) zu den einzelnen Leuchtfeuern Symposien stattfinden... Dies würde eine Vernetzung der Diskussionen um Teilaspekte / Leuchtfeuer mit dem wissenschaftlichen Diskurs 8 oder Forschungsprojekten ermöglichen... z.B. • Rolle des Pfarramtes (Marburg) • Thema Gemeindedienst (Celle) • Thema Gemeindeaufbau (Greifswald) • Thema Gottesdienst (Leipzig) • Thema Diakoniemanagement (Bethel) 9 • „Härle-Projekt“ (Heidelberg) • Vernetzung Reform & Innovation (IWS Marburg) 10

Aktive Vernetzung: In vielen Landeskirchen, Kirchenkreisen oder Gemeinden gibt es Reformprojekte, neue konzeptionelle Überlegungen oder Leitbildprozesse. Eine aktive Vernetzung würde dem Blick über den eigenen Tellerrand ermöglichen. Zudem müsste das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden, denn vielerorts gibt es Modelle, die auch anderenorts anwendbar wären. Gerade kleine Projekte und Initiativen wie z.B. der Zukunftskongress eines Kirchenkreises in Berlin oder die studentische Kampagne in Oldenburg könnten neue Impulse setzen oder kostengünstige Anreize für eigene standortbezogene Ideen bewirken...14

Die wissenschaftliche Begleitung könnte über die entsprechenden Forschungsschwerpunkte an den einzelnen Fakultäten erfolgen (siehe Beispielliste), oder könnte im Rahmen der Netzwerkarbeit des Netzwerk Kirchenreform erfolgen (insb. wenn es um den interdisziplinären Austausch 11 geht). Auch wäre eine Kooperation mit anderen Trägern im Einzelfall sinnvoll, z.B. mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD, dem Kolleg für Gemeindedienst, der Konferenz der Gemeindeberater und Organisationsentwickler etc.12 In diesem Sinne könnten auch noch verstärkt Fachtagungen zu den einzelnen Aspekten ins Auge gefasst werden, wie es bei der Fachtagung zum Thema „Regionalisierung in der 13 Kirche“ mit dem ZOS der EKHN der Fall war. Hier bietet sich auch eine Kooperation mit den Bildungswerken, Fortbildungseinrichtungen und Ev. Akademien an.

Die Vernetzung und der Austausch von Erfahrungen im Reformprozess sind originäre Aufgabenbereiche des „Netzwerk Kirchenreform“ (siehe Zielsetzungen), kann aber ergänzend auch durch andere Träger (ggf. in Kooperation) erfolgen. Ein Aspekt wäre die Bereitstellung von Informationen15 und 16 Materialien, angeregt wurde in diesem Zusammenhang auch die Errichtung eines Ideen-Pools.17 Einen weiteren Ansatz in diese Richtung stellt sicherlich auch das sog. „Schwarze Brett“ der Kirchenkonferenz dar. Über Inhalt und Qualität dieser Zusammenstellung gibt es unterschiedliche Meinungen und Kenntnisse. Das dieser schleppende Prozess auf der EKD-Synode in Dresden 2007 zum „Schwarzen Loch“ wurde, sollte insb. in der Kommunikation und Folgearbeit bedacht werden. Unklar ist in diesem Zusammenhang auch, was unter einem anderen Schlagwort „Schaufenster Kirchenreform“ gemeint ist.18 Auch hier besteht ein Kommunikationsbedarf.

Kongresse: Jährlich stattfindenden Themenkongresse (Leuchtfeuer) ermöglichen den Informationsaustausch und die Vernetzung der Initiativen in allen Reformbereichen.

Mehr Informationen zu den Details und Einzelaspekten sind im Vorschlag des IWS Marburg zur Reformdekade (31.10.06) in der Powerpointpräsentation zusammengestellt. Diese Informationen sind auch im Internet abrufbar. 19

8

http://www.reformdekade.de/arbeitsgruppen.html „Wachsen gegen den Trend“, erscheint im Januar 2008. 10 http://www.iws-marburg.de/projekte.html 11 http://www.netzwerkkirchenreform.de/das_netzwerk.html 12 exemplarisch hat in diese Richtung ja schon Zusammenkünfte gegeben. Hier seien z.B. die Tagung in Loccum (März 2007) oder die Zusammenarbeit im Rahmen der Werkstatt Gemeinde (www.werkstattgemeinde.de) genannt. 13 http://www.netzwerkkirchenreform.de/fachtagung_regionalisierung.html 14 Vorschlag und Präsentationsfolie von Stefan Bölts, Okt. 2006, dokumentiert unter: http://www.reformdekade.de/aktive_vernetzung.html 15 erste Ansätze in dieser Richtung stellen z.B. die Internetseiten www.reformprozesse.de oder http://www.reformlinks.de/reformprozesse.htm dar. Hier würde auch die Idee mit der Reformdatenbank greifen können. 16 http://www.netzwerkkirchenreform.de/material_kirchenreform.html 17 Siehe Vorschlag von Stefan Bölts vom Mai 2007 „Reformdekade – Perlenkette – Steuerungsgruppe“ und ergänzend die Überlegungen „Zum Thema Steuerungsgruppe“ vom 28.6.07. 18 Schlagwörter aus dem Ratsbericht zur EKD-Synode 2007 in Dresden. 19 Siehe: http://www.reformdekade.de/vorschlag_iws.html bzw. hier: http://www.reformdekade.de/59.html 9

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Modell Perlenkette: Um den infrastrukturellen und finanziellen Aufwand jährlicher & großer EKDZukunftskongresse zu vermeiden (und damit auch Vorbild in einer kosteneffizienten Haushaltspolitik zu sein), könnte für die Fortführung der Kongresse das Modell der „Perlenkette“20 im niedersächsischen Jahr der Jugend (www.jugend2006.de) dienlich sein.21

Kommunikation und „Vermarktung“ der Reformdekade: „Damit die Reformdekade auch als Dekade erkennbar und wahrnehmbar ist, muss sie entsprechend kommuniziert, gestaltet und „vermarktet“ werden. Dass müssen nicht gleich alle Künste der Merchandising-Produktion sein, aber das Thema der Dekade sollte regelmäßig im Großen wie im Kleinen auftauchen – am besten unter einem Logo (corporate identity). Eine Idee wäre zum Beispiel eine Art „Zeitung“ oder ein „Informationsdienst“ („Der Reformator“? oder ähnl.?), über die entsprechende Information in die Breite und Tiefe der kirchlichen Landschaft gestreut werden (vgl. Dekade zur Überwindung von Gewalt).“24

Dekaden- oder Kampagnen-Zeitung:

So werden Konferenzen, Events oder Treffen, die ohnehin von verschiedenen Verbänden oder Gliederungen stattfinden, unter dem gleichen Label thematisch veranstaltet – oder das Thema wird zumindest in Programmblöcken, Workshops, Ausstellungen etc. (re)präsentiert und es 22 werden Diskussionen angeboten. Hierzu wäre natürlich die Verständigung und die Wahl und Verwendung eines einheitlichen „Logos“ sinnvoll (corporate identity), damit erkennbar bleibt, welche Events & Symposien zur Reformdekade gehören und im Gegenzug die Präsenz einer übergeordneten Dekade im Bewusstsein 23 erhalten bleibt.

„ [...] Über Luftballons, Aufkleber, Keyholder und andere Merchandising-Artikel bunter Art kann und darf man sicherlich geteilter Meinung sein, aber generell vermisse ich in der nun seit Januar laufenden Reformdekade das „gewisse Futter“, von dem zum Beispiel die „Dekade zur Überwindung der Gewalt“ lebt: Durch eine Dekadenzeitung, Projekte, Präsenz auf dem Kirchentag, und der gleichen mehr war und ist die Dekade zur Überwindung der Gewalt in vielen Teilen unserer Teilkirchen auch (sicherlich unterschiedlich intensiv) präsent gewesen. Das vermisse ich in der Reformdekade bisher ausdrücklich und so etwas würde der Kommunikation von Reformthemen sicherlich 25 auch unterstützend dienlich sein. [...]“

Mit Hilfe eines solches Mediums könnten nicht nur exemplarische Projektbeispiele einer breiteren kirchl. Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, sondern neben Tagungs- und Literaturhinweisen26 auch Hintergrundinformationen aufgearbeitet werden: Zum einen eine journalistische Aufarbeitung („Was läuft momentan im Reformprozess“ / „Das Thema ist noch nicht tot“) und zum anderen auch theologische Grundierungen bieten (Grundsatzartikel von Seiten der SysTheol oder Kirchengeschichte).

Exemplarisch sei hier einmal zum Vergleich die ungleich stärker kommunizierte Dekade zur Überwindung von Gewalt 27 (ökum. Friedensdekade bis 2010) mit ihren Publikationen benannt. Zum Teil treten hier auch andere Träger und Medien (z.B. Evangelische Zeitung in Niedersachsen) in Erscheinung und publizieren in regelmäßigen Abständen Dekaden-Zeitungen etc.

Benchmarking: Organisation von Koordination von Benchmarking-Prozessen zu den Leuchtfeuer-Themen.28

Zu diesem Vorschlag des IWS Marburg (vom 31.10.06, Teil 3) gibt es bisher noch keine konkreten Rückmeldungen. Dieser Aspekt sollte aber – z.B. hinsichtlich der Zielsetzungen des Netzwerk Kirchenreform – weiterverfolgt werden und könnte auch für das Projektbüro der EKD (Dokumentation und Aufarbeitung der Reformdekade bis 2017) von Interesse sein.

20

http://www.jugend2006.de/Perlen.2539.0.html http://www.reformdekade.de/perlenkette.html 22 a.a.O. Zur weiteren Differenzierung von allgemeinen Tagungen und Fachtagungen könnte die Idee mit den Unter- und Oberfeuern für die Kommunikation und Vermarktung der Tagungen dienlich sein: http://www.reformdekade.de/ober_und_unterfeuer.html Weitere Dokumente und konkrete Beispiele und Vorschläge für die Jahresthemen und zum Punkt Agendasetting unter: http://www.reformdekade.de/vorschlag1_download.html. Die konkreten Vorschläge sind in der Langfassung (Reformdekade-002-Langfassung.pdf) und in der Tabelle (Reformdekade-003Tabelle.pdf) mit einige (kein Anspruch auf Vollständigkeit) historischen Bezugsmöglichkeiten wie z.B. d. Wichern-Jubiläum. 23 Siehe hierzu die Ideensammlung 2 von Stefan Bölts (Mai 2007), Abschnitt C Steuerungsgruppe, Punkt d) Logo-Vergabe mit Kriterien regeln, kein Wildwuchs mit dem Logo. 24 a.a.O., Abschnitt A Reformdekade (Vorschläge Mai 2007). 25 Brief von Stefan Bölts „Zum Thema Steuerungsgruppe“ vom 28.6.07, Seite 2. 26 Siehe hierzu auch den Punkt „Newsletter Kirchenreform“ weiter unten. 27 http://gewaltueberwinden.org/de 21

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http://www.reformdekade.de/61.html

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Internetplattform zur Reformdekade: Neben kleinen „Innovations-Kongressen“ oder regionalen „Netzwerktreffen“ für Reforminteressierte, wo die einzelnen Modelle und Ideen vorgestellt werden, könnten auch andere Plattformen genutzt werden... z.B. www.reformdekade.de29

„Diese Webpräsenz ist eine freie und unabhängige Plattform, auf der neben dem Presse-Echo und einzelnen Dokumentationen auch konstruktive und kritische Beiträge, Stellungnahmen und Auseinandersetzungen mit den Reformthemen ihren Platz finden können. Dies ist kein offizieller Webauftritt des Kirchenamtes der EKD, sondern die Seite ist aus einer studentischen Initiative erwachsen. [...] Diese Internetplattform soll dazu dienen, verschiedene Idee, Projekte und Reformprozesse im kirchlichen Raum zu vernetzten. Insbesondere soll diese Seite als Austauschplattform für weitere Ideen, Informationen und Projekte im Rahmen der EKD-Reformdekade dienen.“30 31

Die ursprüngliche Idee der stud. Initiative, zur Übersicht auf einer Internetplattform unter klar strukturierten Rubriken alle Informationen zum EKD-Impulspapier, Zukunftskongress und zur Dekade einschl. aller Reaktionen, Stellungnahmen und Presseberichterstattungen zu betreiben, musste auf Grund der Rückmeldungen von Seiten des Kirchenamtes der EKD aufgegeben werden.32 Die bisherige Zusammenstellung von Informationen auf den Seiten der EKD erfüllt – auch nach Meinung vieler EKD-Synodalen – noch nicht den Anspruch einer – wie im Ratsbericht erwähnten – Internetplattform zur Reformdekade.33

Linksammlung zur Reformdekade: Es sollte ins Auge gefasst werden, eine vollständige Linksammlung zu erstellen und diese auch regelmäßig zu aktualisieren und zu vervollständigen. Um den Charakter einer breiten Diskussionsbeteiligung aufrecht zu halten, sollten auch konstruktiv-kritische Beiträge sowie Themenseiten anderer Träger ihren Platz und ihre Würdigung finden. Sammelstelle oder Auskunftsstelle zum Thema Kirchenreform: Ansatzpunkt wäre, dass ein fester Personenkreis regelmäßig und kontinuierlich vorhandene Reformprojekte ermittelt, vernetzt, den Austausch fördert und ggf. dokumentiert35 („man muss voneinander wissen und lernen und nicht an einander vorbei das Rad überall neu erfinden 36

Hierbei wäre insb. der Aspekt der bundesweiten Beteiligung und die Verortung der Dekade zu berücksichtigen („Ist es eine EKD-Reformdekade oder „nur“ eine Dekade des Kirchenamtes der EKD bzw. der Kirchenkonferenz“). Als Wertschätzung der verschiedenen konstruktiven Beiträge wäre es geboten, auch kritische Beiträge (wie z.B. die 9,5 Thesen der IKvu)34 mit aufzunehmen. Wenn eine offizielle Internetpräsenz des Kirchenamtes der EKD dies nicht leisten kann oder darf, wäre dies ein originärer Vorteil einer freien Diskussionsplattform wie die der Stud. Initiative.

„[...] würde ich begrüßen, mich beim Thema Reformprozesse relativ unkompliziert bei einem „Auskunftscenter“ in der Herrenhäuser Straße melden zu können, anstatt die eigenen Oberkirchenräte vor Ort damit zu belangen (die nicht das Personal und zeitliche Potential dafür haben, sich über alle Reformprojekte bundesweit auf den laufenden zu halten – und es ist ja streng genommen auch nicht der Job der Kirchenämter vor Ort, die haben ja noch andere

29

http://www.reformdekade.de/aktive_vernetzung.html http://www.reformdekade.de/info.html 31 Die Studentische Initiative der Oldenburger Theologie-, Relig.- und Gemeindepäd. Studierenden um die Kampagne www.Du-bist-Oldenburg.NET betreibt u.a. auch die Internetplattform www.kirche-von-morgen.de 32 Siehe hierzu: Umstellung der Netzwerkseite zur EKD-Reformdekade.doc vom 9.8.2007 (wurde als Mail an verschiedene Träger verschickt, die auf die Internetplattform verlinkt haben, dies betraf insb. die Umstellung der Links von der Domain www.kirche-der-freiheit.de auf www.netzwerk-kirche-der-freiheit.de bzw. www.reformdekade.de 33 Neben der umfangreichen Mailkorrespondenz zwischen Herrn OKR Dr. Thorsten Latzel und Herrn Bölts sei hier insb. auf das folgende Dokument verwiesen: Fehlende Links unter der Zusammenstellung auf der EKD.doc vom 7.12.07. Einzelne Aspekte kamen auch schon in dem Schreiben vom 28.6.07 zur Sprache, sind aber gem. der Zusagen vom Aug. 2007 noch nicht umgesetzt worden. Dies ist u.a. auch ein Grund, warum die Übergabe der Domain www.kirche-der-freiheit.de noch nicht vollständig vollzogen worden ist. Auf der Webpräsenz der EKD sind vornehmlich die Informationen zum ersten Zukunftskongress der EKD in einem Menü strukturiert abrufbar, die Hintergrundinformationen und Pressemeldungen zum EKD-Impulspapier oder zur Reformdekade im Allgemeinen müssen sich User momentan noch manuell zusammen suchen. 34 http://www.ikvu.de/html/aktuell/EKD-Impulspapier.html 35 siehe hierzu: Ideensammlung 2 vom Mai 2007, Abschnitt C Steuerungsgruppe, Punkt a) und Punkt f). 36 Ein Fazit der Tagung: „Mentalitätswandel“ wohin? Fachtagung vom 9.-10. März 2007 in Loccum. 37 siehe hierzu: Ideensammlung 2 vom Mai 2007, Abschnitt C Steuerungsgruppe, Punkt f). 30

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wollen“).36 Dies könnte auch den Charakter einer Sammelstelle von Informationen im Rahmen der „Wittenberg-Hausaufgaben“ erfüllen: (Wo gibt es schon welche Kompetenzzentren? Wo gibt es schon formulierte Standarts? Wo gibt es schon 37 Konzepte zu Ehrenamt und Pfarramt? etc. )

Hausaufgaben zu erfüllen). Zumal ist es auch schwierig ist, bei den einzelnen Reformprojekte, die man relativ „schnell“ im Internet findet, auch hier und dort entsprechende Ansprechpartner auszumachen (beim Reformprozess.de der EKvW oder der Perspektive2025 der EKHN ist das Ganze noch relativ schnell und übersichtlich möglich, beim „Vom offenen Himmel erzählen“ im Rheinland muss man sich 38 dann doch schon mal durchs Kirchenamt telefonieren...).“ Diese Herausforderung könnte vielleicht durch eine hauptamtliche Begleitung der Dekade (und darüber hinaus?) von Seiten des Projektbüros zur EKD-Reformdekade erfolgen. Hier wäre auch eine inhaltliche Begleitung durch die Steuerungsgruppe denkbar. In diesem Sinne könnten dann sowohl synodale Perspektivgruppen als auch das Netzwerk Kirchenreform und andere vergleichbare Träger auf diese Informationsinfrastruktur zurückgreifen (also könnte die EKD hier ihre Funktion gegenüber den Gliedkirchen und ihren Untergliederungen erfüllen).

Newsletter Kirchenreform: Die Idee ist (in gewisser Analogie zur Dekadenzeitung s.o.) in regelmäßigen Abständen einen Newsletter herauszugeben, in welche auch auf anstehende Tagungen oder neue Veröffentlichungen und Publikationen sowie andere Beiträge zum Themenbereich Kirchenreform (ggf. auch Gemeindeberatung und Co.?) bekannt gegeben werden (ggf. auch mit einem Pressearchiv, Rezensionen zu den Büchern etc.). In diesem Rahmen könnte z.B. auch auf landeskirchliche Veranstaltungen mit überregionale Bedeutung („Lust auf Gemeinde“) oder Projekte („Mut zur Gemeinde“) hingewiesen werden, oder auf Neuveröffentlichungen (z.B. „Wachsen gegen den Trend“ von W. Härle, erscheint Januar 2008).39

„Mir ist klar, dass zu diesem Thema sicherlich kein wöchentlicher Newsletter möglich (und sinnvoll) wäre. Aber ein Newsletter, der alle zwei Monate oder pro Quartal mit dem aktuellen Stand der Diskussionsprozessen, Literatur oder Veröffentlichungen zu den Themen (vielleicht sogar einschließlich der Grundordnungsdebatte), Ankündigungen und Berichte (einschl. Dokumentationen!!) von Tagungen und Netzwerkkirchen in den Untergliederungen, Landeskirchen, Werken und Verbänden etc. erscheint, wäre sicherlich ein sinnvoller Beitrag – insbesondere wenn es davon geht, Informationen, Diskussionsbeiträge und Reformerfahrungen auszutauschen. Denn hier liegt meiner Meinung nach noch immer das größte Defizit: Man weiß viel zu wenig von einander – und die einen wissen nicht, was die anderen machen oder schon für Projekterfahrungen gesammelt haben (siehe Fazit aus der Tagung in Loccum im März diesen Jahres!). Falls dieser Vorschlag aber die möglicher Weise schon begrenzte oder anderweitig eingespannten Kapazitäten des Projektbüros etc. sprengen sollten, könnten wir auch noch einmal versuchen, dies in anderer Trägerschaft anzuregen (wohlgemerkt als konstruktiver Beitrag, nicht in Konkurrenz).“40 Da das Kirchenamt der EKD (oder die Projektgruppe??) nicht auf andere Veranstaltungen oder Publikationen verweisen kann / darf (?),41 wäre dies ein mögliches Aufgabenfeld für das „Netzwerk Kirchenreform“, ein solches „Medium“42 zur Verfügung zu stellen.

Interaktiver Tagungskalender: Analog könnte es vielleicht auch eine Art „interaktiven Kalender“ (Datenbank?) geben, wo einzelne Landeskirchen, Initiativen oder Akademien ihre Tagungen, Diskussionen und vor allem ihre Ergebnisse (Tagungsdokumentation) reinstellen und vorstellen könnten. Und dies sowohl für zurückliegende Tagungen (Ergebnissicherung, die auch transparent abrufbar sind), als auch was die Ankündigung noch ausstehender Tagungen oder

In diesem Zusammenhang könnte auch noch einmal darüber nachgedacht werden, in wie weit nicht auch die Aufarbeitung der Wittenbergergebnisse noch transparenter erfolgen könnte, so dass Diskussionsgruppen aus Kirchenkreisen, Studierendentagungen etc. auf diese Informationen aufbauen und den Diskussionsprozess auch konkret, konzeptionell und konstruktiv vorantreiben könnten (das muss ja kein Monopol der hauptamtlichen Kirchenkonferenz bleiben – oder besser gesagt für ein Gelingen der Prozesse darf es nicht dabei bleiben, dass zeigen ja die Erfahrungen von Regionalisierungsprozessen vor Ort, wo Hauptamtliche

38

Zitat aus dem Brief vom 28.6.07, Seite 2. Siehe hierzu die Mailkorrespondenz vom 17.12.07. 40 aus der Mail und dem Anhang: Fehlende Links unter der Zusammenstellung auf der EKD.doc vom 7.12.07. 39

41 42

so die Rückmeldung von OKR Dr. Thorsten Latzel vom 17.12.07. a.a.O. Seite 7 von 10

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Diskussionsplattformen (einschl. Projekte wie z.B. von Regionalisierungsprozessen vor Ort, wo Hauptamtliche 43 eher „geheim“ die weiteren Schritte diskutiert und somit bei der Zukunftswerkstatt der aej oder ähnl.) etc. 44 gelenkt haben). Ein solcher interaktiver Tagungskalender könnte vielleicht von der Projektgruppe umgesetzt werden, da diese ja auch die Materialien speziell zur EKD-Reformdekade sammeln und den weiteren Prozess koordinieren soll.

Runder Tisch Kirchenreform:

Um

einige

Missverständnisse

auszuräumen,

einige

Die Idee ist, die für die Perspektiv- oder Anmerkungen: Leitbildprozesse bzw. Reformoder a) dies könnte z.B. in einer Arbeitsform (erweitertes Strukturprozesse verantwortlichen Synodalen Forum) im Rahmen einer wissenschaftlichen oder geschäftsführenden Pastorinnen der Tagung des „Netzwerk Kirchenreform“ erfolgen und Projekte in den Gliedkirchen, Sprengel oder muss nicht gleich bedeuten, einen neuen / 46 Kirchenkreisen – also die Akteure und zusätzlichen EKD-Kongress in Angriff zu nehmen. Strategen vor Ort – an einem Tisch zu holen b) Bei diesem Ansatz geht es nicht darum, das und sich unter einem bestimmten Fachthema Projektbüro oder die Steuerungsgruppe zu ersetzen gemeinsamen Interesses (z.B. Kommunikation oder eine Konkurrenz zu diesen aufzubauen, in Reformprozessen) auszutauschen.45 sondern es geht um eine Ergänzung als konstruktiver Beitrag, der auch losgelöst vom EKDReformprozess als wichtiger Ansatzpunkt für die Netzwerkarbeit (siehe Zielsetzung) aufgenommen werden könnte.47

Reformwettbewerb, Förderstiftung und Die Geschäftsführung und Hintergrundarbeit könnte z.B. von Ausschreibung eines Initiativpreises: der Steuerungsgruppe aufgenommen werden. Weitere Ideen Es könnte ein Initiativpreis ausgeschrieben und in diesem Kontext waren z.B. die Förderstiftung oder ein eine Jury für die Auswertung von best practice Förderpreis (vgl. „Arbeit Plus“) oder ein Reformwettbewerb.48 Beispielen aufgestellt werden.

Vorstellung des Projektbüros: Im Rahmen der Vorbereitung und weiteren Konzeption der 5. wissenschaftlichen Tagung des „Netzwerk Kirchenreform“ gab es den Vorschlag, dass sich das Projektbüro hier einem Teil der kirchl. Öffentlichkeit vorstellen könnte.49

Eigene Formen der Jugendbeteiligung: Im Rahmen der zurückliegenden aejMitgliederversammlung gab es Diskussionen und Anregungen, in wie weit es sinnig wäre, neben der Beteiligung von Jugendlichen in den Formen der "Erwachsenen-Kirche" (Synode, Zukunftswerkstatt, Steuerungsgruppe etc.) andere Formen und Methoden zu überlegen, wie Jugendliche in ihrem Kontext in die Zukunftsdiskussionen um eine Kirche2030 eingebunden und ihre Ideen ermittelt werden können.50

Hierzu wird der Sprecher des Netzwerkes, Propst Dr. S. Rink, den Vorschlag in Rücksprache mit dem neuen Koordinierungskreis weiter konkretisieren und dann Kontakt mit dem Kirchenamt der EKD bzw. dem Projektbüro für die EKD-Reformdekade aufnehmen.

Einige Aspekte und Überlegungen zum Hintergrund, einige Beobachtungen zum bisherigen Prozess und einige mögliche Anknüpfungspunkte sind in einem ersten Entwurf und Arbeitspapier vom 10.12.07 mit entsprechenden Anlagen zusammengestellt worden.51 Eine Beobachtung sei hier exemplarisch aufgeführt: „Vornehmlich diskutieren „grauhaarige“ Personen in Kirchenleitungen oder Synoden über die Zukunft der Kirche (fiktiv an der Jahreszahl 2030), welche diese [...] nicht mehr in Amt und Würden erleben werden. Die potentiellen Verantwortungsträger von morgen [...] werden nur tendenziell berücksichtigt.“52

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aus: Fehlende Links unter der Zusammenstellung auf der EKD.doc vom 7.12.07. a.a.O. 45 Dieser Vorschlag wurde von Stefan Bölts während der EKD-Synodentagung in Dresden im November diesen Jahres mit Ratsmitglied Frau M. Thieme erörtert und wurde positiv als ergänzenden Beitrag aufgenommen, der genuin in den Aufgabenbereich des Netzwerk Kirchenreform fällt. 46 dieser Aspekt wurde von Herrn Bölts in der Mail vom 17.12.07 an Herrn OKR Dr. Latzel thematisiert. 47 Die grundlegende Idee wird im ersten Entwurf einer möglichen Einladung thematisiert; dieser Entwurf vom 9.12.07 ist im Anhang dokumentiert. 48 Siehe: Ideensammlung 2 von S. Bölts (Mai 2007), Abschnitt C Steuerungsgruppe, Punkt g). 49 Siehe hierzu: Protokoll und Ergebnisse vom Arbeitstreffen des Koordinierungskreises des „Netzwerk Kirchenreform“ vom 21.12.07. 50 Siehe hierzu die eMail von Stefan Bölts an OKR Dr. Thies Gundlach vom 29.11.07. 51 Arbeitspapier Jugendbeteiligung_im_Reformprozess.pdf vom 10.12.07, S. 1-6. Dieses Papier befindet sich z.Z. innerhalb der aej-Bezüge und in einzelnen Landesjugendvertretungen in Beratung. 52 a.a.O. S. 1. 44

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Absprache zur Weiterverfolgung der bisherigen Ideen im Rahmen der Reformdekade

Anlage 1

ENTWURF 1 „Runder Tisch Kirchenreform“ Einladung zur 5. Tagung des „Netzwerk Kirchenreform“

Kirchenreform & Kommunikation Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder, Kommunikation ist seit dem sog. Missionsbefehl und der Verkündigung in aller Welt nicht nur eine Kernkompetenz der Kirche, sondern auch eine Schlüsselstelle in der Umsetzung von Reformanstrengungen und Veränderungsprozessen. Der Erfolg einzelner Reformschritte und synodaler Diskussionen hängt meist von der Frage ab, in wie weit die Notwendigkeit, die Chancen oder die Herausforderung der Zeit kommuniziert und vermittelt werden konnte. Nicht erst seit der Agenda2010 im bundespolitischen Kontext ist bekannt, dass Reformschritte auch scheitern können, wenn sie nicht transparent genug gestaltet werden – oder es eben nicht gelungen ist, die Menschen „mitzunehmen“ und dort abzuholen, wo sie im Leben oder im (kirchen-)politischen Kontext stehen. Unter dem vorläufigen Arbeitstitel „Kirchenreform & Kommunikation“ lädt das „Netzwerk Kirchenreform“ zu seiner 5. wissenschaftlichen Tagung im ____ 2008 ein, um einen Austausch von Praxiserfahrungen und eine wissenschaftliche Reflexion, wie Reformprojekte erfolgreich (oder eben nicht erfolgreich) kommuniziert werden konnten. Hierbei geht es nicht primär um den Inhalt der einzelnen Reformprojekte selbst, sondern um das "Wie" der Vermittlung: Wie wurden Reformprozesse (z.B. Kirchenkreisreform o.ä.) kommuniziert und transportiert? Wie wurden die "Leute abgeholt" bzw. "mitgenommen"? In diesem Sinne möchten wir auch Sie, alle die in synodaler oder mitarbeitender Verantwortung an bzw. in Reformprozessen vor Ort engagiert sind, herzlich einladen, um Ihre praktischen Erfahrungen bei einem „Runden Tisch Kirchenreform“ einzubringen und den gemeinsamen Austausch und ggf. weiterführende Kontakte zwischen den einzelnen Projektoder Steuerungsgruppen zu vernetzen. Vernetzung und der gemeinsam gewinnbringende Austausch von Ideen ist eine der Zielsetzungen, die das „Netzwerk Kirchenreform“ seit nun mehr fast sieben Jahren verfolgt. Weitere Informationen über unsere Arbeit können Sie dem beiliegendem Faltblatt entnehmen oder im Internet finden unter: www.netzwerkkirchenreform.de Stand: 3.12.07 (Bö)

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Absprache zur Weiterverfolgung der bisherigen Ideen im Rahmen der Reformdekade

Anlage 2 (Ideensammlung 2 vom Mai 2007)53

Reformdekade – Perlenkette – Steuerungsgruppe A. Reformdekade Damit die Reformdekade auch als Dekade erkennbar und wahrnehmbar ist, muss sie entsprechend kommuniziert, gestaltet und „vermarktet“ werden. Dass müssen nicht gleich alle Künste der MerchandisingProduktion sein, aber das Thema der Dekade sollte regelmäßig im Großen wie im Kleinen auftauchen – am besten unter einem Logo (corporate identity). Eine Idee wäre zum Beispiel eine Art „Zeitung“ oder ein „Informationsdienst“ („Der Reformator“? oder ähnl.?), über die entsprechende Information in die Breite und Tiefe der kirchlichen Landschaft gestreut werden (vgl. Dekade zur Überwindung von Gewalt).

B. Perlenkette Damit die Dekade auch als Dekade erkennbar ist, sollten regelmäßig Veranstaltungen, Projekte, Pressemitteilungen, Informationen und Kampagnen (z.B. Reformwettbewerbe, Initiativpreise oder Projektstipendien) das Bild der Dekade in der kirchlichen Öffentlichkeit prägen. Alle zwei drei Jahre einen Kongress abzuhalten wird hierfür nicht ausreichen, sondern das Thema der Dekade muss bewusst in verschiedene Tagungen, Konferenzen, Seminare und Synoden getragen werden und auch in kleineren Kreisen auf Fachtagungen und Netzwerktreffen vorangetrieben werden (Nebeneffekte und Nutzungsvorteile: siehe „Ideen zur Reformdekade“ zum Modell „Perlenkette“ unter www.reformdekade.de). Bei diesen „vielen kleinen Wittenbergs“ ist auch auf einen Wiedererkennungswert (corporate identity – Logo!) sowie auf entsprechende Dokumentationen (Diskussionsbeiträge und Fortschritte nicht verlieren) von Nöten, die auch gesammelt, aufbereitet und wieder zur Verfügung gestellt werden müssen (Zeitschrift, Internetdokumentation, Info-Pool bei der Steuerungsgruppe, Pressearchiv...)

C. Steuerungsgruppe Um die Reformprozesse in der Reformdekade voranzubringen wären folgende Dinge zu berücksichtigen: a) vorhandene Reformprojekte ermitteln, vernetzen, den Austausch fördern, ggf. dokumentieren („man muss voneinander wissen und lernen und nicht an einander vorbei das Rad überall neu erfinden wollen“ [->Loccum-Tagung März 2007]). b) Informationen, Kontaktpersonen, Ansätze bündeln und zum Austausch anregen, hierfür Plattformen anbieten (Dekadenzeitung auch mit Beiträgen aus landeskirchlichen Reformprojekten, Literatur/Fachartikel, Pressearbeit, Internet, Materialienbörse...) c) Eigene Projekte und Tagungen initieren (Netzwerk der Netzwerke), Fachtagungen zu jedem Leuchtfeuer unter Beteiligung oder am besten aus dem Engagement von Partnern wie Landeskirchen, Diak. Werke oder Initiativen heraus. d) Logo-Vergabe mit Kriterien regeln: Dekadenprojekte sollten das Logo verwenden (Wiedererkennbarkeit), aber nicht jede Veranstaltung kann und soll zur Reformveranstaltung werden (kein Wildwuchs mit dem Logo) e) Regelmäßige Thematisierung in Synode und Rat der EKD, Informationsfluss von und zu Landeskirchen, Reformgruppen, Initiativen, Einrichtungen und Werken aufrecht erhalten. f) Sammelstelle von Informationen im Rahmen der „Wittenberg-Hausaufgaben“ (Wo gibt es schon welche Kompetenzzentren? Wo gibt es schon formulierte Standarts? Wo gibt es schon Konzepte zu Ehrenamt und Pfarramt? etc. ) g) Geschäftsführung und Hintergrundarbeit für Projekte und Kampagnen im Rahmen der Reformdekade (Reformwettbewerb, Jury bei best practices Ausschreibungen, Förderstiftung oder Initiativpreise/auszeichnungen vgl. „Arbeit Plus“). Ideensammlung 2 Stefan Bölts, Marburg, Mai 2007 www.kirche-der-freiheit.de 54 info@stefan-boelts.de

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Die Ideensammlung 1 ist im Internet abrufbar: http://www.reformdekade.de/vorschlag1_download.html Seit dem Ende August 2007 ist die Plattform unter der Adresse www.netzwerk-kirche-der-freiheit.de abrufbar.

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Projektideen entwurf 001  
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