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FORM FOLLOWS

FUNKY . Oktober. Seit 02 em smart Händler bei Ihr

>> Überraschend anders. Die neue Generation smart fortwo*. Erwachsen werden muss nicht heißen, auf Spaß zu ver zichten. Ganz im Gegenteil. Die neue Wertigkeit begeistert ebenso wie der erneut reduzierte Verbrauch und die aufregenden AusstattungsFeatures: das optionale Touchscreen-Multimediacenter mit Navigation und vielen weiteren Funktionen oder das ebenfalls auf Wunsch erhältliche Surround-Soundsystem für beeindruckenden Raumklang. Erleben Sie den smart fortwo ganz neu. Bei einer Probefahrt für alle Sinne in Ihrem smart center. * Kraftstoffverbrauch (kombiniert) 3,3 bis 5,2 l/100 km, CO 2-Emission (kombiniert) 86 bis 119 g/km. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahr zeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichs zwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Das LED-Tag fahrlicht ist als Sonderausstattung für alle Ausstattungslinien ab 1. Quartal 2011 verfügbar.

Schade u. Sohn GmbH & Co. KG

Autorisierter smart Verkauf und Service smart center, Kasseler Straße 214, 99817 Eisenach Tel. 0 36 91.85 00-0, Fax 0 36 91.85 00-1300 www.eisenach.smart-center.com


LIEBER LESER

Liebes

© kallejipp / Photocase.com

LeServolk,

habt ihr euch heute schon geärgert? Euch wegen irgendeiner Lappalie richtig ausgekotzt? Oder euch gefragt, warum gegen diesen Blödsinn niemand was unternimmt? Dann seid ihr nicht allein. Immer mehr Menschen lassen derzeit öffentlich Dampf ab, weil ihnen an Deutschland was nicht passt. Ob in Berlin, Dresden oder Stuttgart: überall wird gestreikt, demonstriert oder blockiert, überall Plakate und Trillerpfeifen. Protestkultur erlebt eine Renaissance, der Anlass scheint mittlerweile fast egal. Die allgegenwärtige Unzufriedenheit lockt auch unpolitische Künstler wie Konstantin Gropper aus der Reserve. „Es gibt Dinge, über die man sich wirklich aufregen kann“, sagt der Schwabe über Stuttgart 21 im Interview (S.18). „Die Leute, die sich beschweren, sollten daraus aber auch Konsequenzen ziehen.“ Deutliche Worte für einem Musiker, der in seiner Freizeit gern philosophische Bücher über Selbstbeherrschung liest. Und der nicht so aussieht, als gehöre er zu denen, die Transparente malen oder sich zu Sitzblockaden

treffen. Vielleicht meint er allerdings auch, dass es mit Nölen nicht getan ist. Dass eine Diskussion nur entstehen kann, wenn man auch Vorschläge bringt, wie es anders geht. Andererseits: Wer weiß schon so genau, welchen Einfluss der Protest auf die Entscheidungen von Angela Merkel hat? Vielleicht Michael Schindhelm? Immerhin hat der in Eisenach geborene und in Bad Liebenstein aufgewachsene Kulturmanager zusammen mit der Bundeskanzlerin vor der Wende studiert. Als Quantenchemiker teilte er sich mit ihr damals an der Akademie der Wissenschaften in Ostberlin ein Büro. Beide verbindet noch heute eine tiefe Freundschaft. Ab und zu hat Schindhelm daher Kontakt mit Merkel. Mehr über den Westthüringer, seine Karriere an deutschen Theatern und die jüngsten Abenteuer in der Kulturwüste von Dubai, erfahrt ihr im Porträt (S.12). Viel Spaß beim Lesen!

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DAS IST DRIN

Verlag/Herausgeber

bbsMEDIEN Baller/Baller/Suhren GbR Lutherstraße 33 | 99817 Eisenach Tel.: +49 (0) 3691 | 70 85 74 Fax: +49 (0) 3691 | 70 85 75 Schmarjestraße 42 | 22767 Hamburg Tel.: +49 (0) 40 | 18 98 96 26 Fax: +49 (0) 40 | 18 98 96 27 info@bbsmedien.de Gestaltung/Illustration Svenja Suhren Anzeigen Michael Baller / André Gieße Chefredaktion / V.i.S.d.P. André Gieße Mitarbeit Katrin Hausmann (kh), Madlen Reimer (mr), Sonja Berg (sjb) Sebastian Baller (sb), Klaus Peter Kaschke (kpk), Michael Baller (mb), Sarah Reuter (sr), Julia Klotz (jk), Kai Kalbitz (kak), Gernod Siering

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Brief an die Leser

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Impressum

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News in Kürze

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Kurz geschrieben

08

Herrenmagazin

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Dokfest

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Lilabungalow

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Wanted Band-Contest

14

Lang geschrieben

14

Porträt: Michael Schindhelm

18

Interview: Get Well Soon

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Cover Get Well Soon © Jens Oellermann Fotos/Bilder Aaron Vidal, Veranstalter, pixelio.de absolut Medien, aboutpixel.de Aurore Belkin, Anna-Lena Thamm, Michael Baller Druck Grafische Werkstatt von 1980 GmbH Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der gesamten Redaktion wieder. Für die Richtigkeit der angegebenen Termine übernehmen wir keine Gewähr. Der Rechtsweg ist bei Gewinnspielen ausgeschlossen.

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Einmal dubai... »» Michael Schindhelm ist Theaterintendant, Autor und Kulturmanager. Vor vier Jahren ist der gebürtige Eisenacher nach Dubai gegangen, um dort eine Kulturlandschaft aufzubauen. Ein ebenso abenteuerliches wie aussichtsloses Unterfangen.


DAS IST DRIN

20

Was kostet...

50

Paul Smith / Coppelius / Oceansize

22

Kinderseite

51

23

Terminpost

Kings of Leon / Kyra Krismanson / Jenny & Johnny

43

Sport

52

MT.Desolation / The Green Apple Sea / The Amplifetes

44

Theater

53

Bücher

46

Filme

53

M. Schreiner, M. Kolb

46

Film, Funk & Fernsehen

54

Nagel

47

Machete

55

Reinhardt Kleist, Peter Meer

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Der besondere Film

56

ea.zip

50

Platten

58

Horoskope

18

47

get well soon

machete

»» Auf seinem Zweitwerk gibt sich Konstantin Gropper alias Get Well Soon philosophisch gelassen. Uns erzählt der Musiker mit dem Gespür für düstere Popmelodien, warum ihn der Hype um seine Person trotzdem nervt.

»» Robert Rodriguez‘s „Machete“ ist eine krasse, blutige und witzige Racheorgie. Der Tarantino-Kumpel zelebriert mit der bestechend besetzten Trash-Action seine große Kinoleidenschaft.

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KURZ & KNAPP

Leonardo da vinci im kunsthaus gotha Das KunstHaus Gotha präsentiert aktuell die Sonderausstellung „Leonardo Da Vincis Maschinen“. Gezeigt werden rund vierzig Holzgroßmodelle aus den Bereichen Hydraulik, © KunstHaus Gotha Mechanik, Messgeräte sowie seine Ideen zur Fortbewegung zu Land, im Wasser und in der Luft. Ein Großteil der Modelle ist interaktiv gestaltet, was dem Betrachter das Verständnis für die Funktionsweise der Erfindungen Leonardo da Vincis ermöglicht.

Diareportage: afghanistan - von innen Bürgerkrieg, Taliban und Opiumanbau: Reisen erscheint in Afghanistan unmöglich. Ursprünglich wollten Monika Koch und Heiner Tettenborn nur in Jalalabad an Schulen unter© Monika Koch / richten. Doch im Schutz der Familien ihrer Freunde können sie weite Teile des Landes erkunden. Sie lernen als Gäste eines ehemaligen Mudschahedin-Führers die archaische Stammesgesellschaft der Paschtunen kennen. Ein sehenswerter, mehrfach ausgezeichneter Vortrag.

»» „Leonardo Da Vincis Maschinen“ bis 16.01. im KunstHaus Gotha

»» Geonatur: „Afghanistan - von innen“ am 18.11. im Bürgerhaus (Eisenach)

Historischer Weihnachtsmarkt

DVD-Verlosung: René Marik „Kasperpop“

© bbsMEDIEN

Ein Geheimtipp ist er eigentlich schon lange nicht mehr: Der historische Weihnachtsmarkt auf der Wartburg feiert in diesem Jahr seine zehnte Auflage. Mit viel Detailliebe und Sorgfalt wird dabei die Burg zur romatischen Kulisse für einen Händler- und Handwerkermarkt, wie es ihn vor Jahrhunderten schon hätte geben können. Bunte Lichterketten, Glühwein in Plastikbechern... alles tabu! Abends, wenn die Fackeln brennen, ist es am schönsten.

»» 10. Historischer Weihnachtsmarkt an allen Adventswochenenden auf der Wartburg (EA)

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Puppenspieler René Marik lässt den Maulwurf in seinem neuen Programm „Kasperpop“ wieder auferstehen. Gemeinsam mit Frosch Falkenhorst und Eisbär Kalle stürzt sich der blinde Wühler mit dem Sprachfehler erneut in haarsträubende Abenteuer. Das Ensemble hat sogar Zuwachs bekommen: den Hasskasper. Wir verlosen zweimal die Live-DVD zum neuen Programm. Schreibt eine Mail mit dem Betreff „Marik“ und eurer Anschrift an info@diggla.org.

»» René Marik live: am 23.11. in der Weimarhalle (WE)


PRESSENWERK KURZ & KNAPP

BAD SALZUNGEN

Fritz kalkbrenner auf Album-tour

© Eddy Kruse

Fritz ist nicht nur der Bruder von Paul Kalkbrenner, sondern auch die Stimme des Überhits “Sky and Sand”. Die Hymne aus dem Erfolgsfilm „Berlin Calling“ basiert auf einer Idee von Fritz und wurde von ihm in Zusammenarbeit mit seinem Bruder geschrieben und produziert. Jetzt erschien sein DebütAlbum „Here Today Gone Tomorrow“, das er auch in Erfurt vorstellen möchte. Wir C verlosen 2x2 Tickets, schreibt mit Betreff „Fritz“ an info@diggla.org M

»» Fritz Kalkbrenner am 04.12. im Centrum Club (Erfurt)

Y

CM

MY

kunsthaus erfurt: BEYAZ KAOS | WHITE OUT CY

CMY

In der noch bis zum 19. NoK vember laufenden Ausstellung „Beyaz Kaos | White Out“ zeigen Eva Liedtjens und Cassandra Mehlhorn zeitgenössische Positionen von acht etablierten © Gökçen Dilek Acay wie auch Nachwuchskünstlern mit türkischen Wurzeln. Ob nun in der Türkei oder im Ausland lebend, setzen sich diese mit unterschiedlichen Facetten der Identitätssuche und möglichen Leitbildern und Formen der Sozialisierung auseinander.

»» Ausstellung „Beyaz Kaos | White Out“ bis 19.11. im Kunsthaus Erfurt

Fr, 12.11.

Radio Havanna

Do, 18.11.

Fish (Sänger von Marillion) FishHeads acoustik Tour 2010

Fr, 19.11.

Pro-Pain (USA) „Absolute Power“ -Tour

Sa, 20.11.

Wanted!

- 4. Band Contest Junge Bands aus der Wartburgregion

Sa, 27.11.

Aschenputtel

Fr, 03.12.

Das Musical

Corvus Corax

„hautnah“ Akustik-Tournee 2010

Sa, 25.12.

Claus Festival

mit Doreen Shaffer u. Moon Invaders

Sa, 08.01.

Freygang Band

Info-Tel.: 03695 / 873733 Tickethotline: 03695 / 628170 http://www.pressenwerk.com

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KURZ & KNAPP

Herrenmagazin

Für Herrenmagazin ist Musikmachen nicht bloß ein Hobby, sondern eine Herzensangelegenheit. Da ist nichts konstruiert oder studiert. Das behauptet zumindest die Band selbst. Nur durch Zufall und Beziehungen sei man überhaupt bei Motor Music, der heutigen Plattenfirma, gelandet. Das Quartett aus Hamburg kann aber nicht nur leidenschaftlich spielen, sondern auch saufen und feiern. Gegründet hat Sänger und Gitarrist Deniz Jaspersen die Band Ende 2004. Vier Jahre und diverse selbstveröffentlichte EPs später erschien dann das gefeierte Debütalbum „Atzelgift“. Im September haben die Deutschrocker mit „Das wird alles einmal Dir gehören“ ihr zweites Werk vorgelegt. Das ist irgendwo zwischen schrammeligem Emopunk, verkopftem Indiepop und der frühen Hamburger Schule einzuordnen. Die intelligenten Texte der vier Nordlichter handeln von den kleinen und großen Unwägbarkeiten des Alltags. Oft nölig und rotzig, aber immer ehrlich und teilweise so poetisch, dass die Zeilen wie Gedichte klingen. Gerade erst haben sie zwei Shows für Wir Sind Helden eröffnet, jetzt sind Herrenmagazin wieder der Headliner auf ihrer eigenen Tour. Diese führt sie einmal quer durch die Clubs der Republik. Am 5. November machen die Hamburger Station in der Kulturfabrik in Mühlhausen und haben sich als Unterstützung Mikrokosmos23 eingeladen. Die Postpunker aus Dresden und Halle treten mit ihrem Debütalbum namens „Memorandum“ an. Wer weiß, ob die beiden Durchstarterbands so schnell wieder nach Mühlhausen kommen. Besser, man lässt sich diesen Abend nicht entgehen. (sjb)

»» Herrenmagazin & Mikrokosmos23: am 05.11. in der Kulturfabrik (Mühlhausen)

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©


KURZ & KNAPP

spannend wie die realität

Die besten Drehbücher schreibt immer noch das Leben. Zum Beispiel das vom Aufstieg der TSG 1899 Hoffenheim. Einem ehemaligen Dorfverein, dem es innerhalb von drei Jahren gelungen ist, von der dritten in die erste Spielklasse des deutschen Fußballs durchzumarschieren. Oder das von vier Menschen auf vier unterschiedlichen Kontinenten, die an Schlaflosigkeit leiden und für die die ersten Sonnenstrahlen am Morgen zugleich Fluch und Erlösung sind. Es sind spannende und mitunter bewegende Geschichten aus der Realität, die Frank Marten Pfeiffer und Jacqueline Zünd, die Regisseure von „Hoffenheim – Das Leben ist kein Heimspiel“ bzw. „Goodnight Nobody“, erzählen. Neben vielen weiteren Filmemachern und Kreativen präsentieren beide ihre Werke im November beim Dokumentarfilm- und Videofest in Kassel. Im Filmladen, dem Gloria-Kino und in den Bali-Kinos sind dann rund 260 Lang- und Kurzfilme zu sehen. Zum Film- und Medienfestival gehören darüber hinaus eine Ausstellung namens Monitoring und die Dokfest-Lounge. In Letzterer werden bei audiovisuellen Performances wieder VJ-Skills und Videos in Echtzeit miteinander verquirrlt. Ob mit Fotokopierer, Lupe oder Laptop, gezeichnet oder gesampelt, remixed oder recycelt: hier entstehen aus Musik und Bewegtbild multimediale Unikate. Die Ausstellung befasst sich mit zeitgenössischen, raumbezogenen Positionen der Medienkunst und erweitert somit den kinematographischen Raum des Dokfests um 16 Medieninstallationen und -skulpturen. Diese werden im Südflügel des Kulturbahnhofs und im Kunstverein gezeigt. (ag)

»» Dokfest: vom 09.-14.11. im Filmladen, Gloria und den Bali-Kinos (Kassel)

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KURZ & KNAPP

grooven: lilabungalow

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ Zugegeben, ein etwas sehr altbackenes Bauernkalenderzitat aus Omas Küche. Und doch steckt das berühmte Fünkchen Wahrheit darin. Auf Musik umgemünzt, lohnt es sich eben manchmal auch direkt vor der Haustür die Ohren offen zu halten. Allein Erfurt hat neben seinen Aushängeschildern Clueso und Northern Lite aktuell einige spannende Künstler zu bieten. Lilabungalow zum Beispiel, deren Name sich seit einiger Zeit verbreitet und deren Musik schwer in irgendeine Schublade zu stecken ist. Lilabungalow gibt es seit gut fünf Jahren. Bandgründer Patrick Föllmer, der seine Brötchen als ausgebildeter Gesangslehrer verdient, prägt deren Sound nicht nur durch seine sehr markante Stimme. Beeinflusst von der belgischen Indiepopszene um Bands wie dEUS oder Zita Swoon, sollte Lilabungalow fortan für stilistisch experimentierfreudige Popmusik im besten Sinne stehen. Streicher und Bläser sind dabei ebenso integriert wie staubtrockene Drumbeats oder jazzig relaxte Arrangements. Am Schlagzeug sitzt dabei Paul Tetzlaff, seit Jahren Drummer in Clueso‘s Band. Auch Bassist Alexander Binder ist im Zughafen kein Unbekannter. Für den Funk der Posaune sorgt Jan Rößler. Beim Leipziger Label Analogsoul erschienen mit „Honeymoon“ und „Gimme A Chicken Sandwich“ (als Freedownload) bereits sehr hörenswerte Aufnahmen, denen im nächsten Jahr ein weiteres Album folgen soll. Doch vorher entern Lilabungalow im Londoner in Gotha die Bühne. Eine gute Gelegenheit, sich vom Potential der Band ein eigenes Bild zu machen. (mb) Wir verlosen 2x2 Freikarten. Schreibt uns eine Mail mit Betreff „Lilabungalow“ an info@diggla.org

»» Lilabungalow am 13.11. im Londoner (Gotha)

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KURZ & KNAPP

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KURZ & KNAPP

wanted: jugend forsch

Beim vierten Band-Contest der Wartburg-Sparkasse gilt eine Thomas-Alva-Edison-Weisheit: Erfolg ist zu 20 Prozent Inspiration und zu 80 Prozent Transpiration. Wenn junge Bands aus Westthüringen im Pressenwerk um ein Taschengeld von 1.000 Euro kämpfen, kommt es neben Fingerfertigkeit nämlich vor allem auf Rampensau-Gene an. Die Talente kommen in diesem Jahr u.a. aus Eisenach und der Rhön. Sie heißen Salopp Crazy, Mother Stereo, Knüpeldicktion, Pink & Purple und Riplay. Als Überraschungssieger der Internetabstimmung gehen Da Capo IV ins Rennen. Die Immelborner, die erst seit Anfang dieses Jahres zusammen Musik machen, haben sich dem poppigen Sound von Milow verschrieben. Nur, dass sie nicht englisch, sondern deutsch singen. Im Vergleich mit den vier Grünschnäbeln wirken Mother Stereo aus Ruhla und Riplay, fünf Heißsporne aus Trusetal, die im vergangenen Jahr beim Cross-Over-Festival in Meiningen abgeräumt haben, fast schon abgezockt. Ihre Masche: dreckige Gitarrenriffs, präzises Geknüppel und die eine oder andere Dicke-Hose-Pose. Wer selber artistisch aus der Hüfte kommen will, sollte sich Knüpeldicktion aus Bad Salzungen und die Eisenacher von Salopp Crazy, Sieger beim Landesfinale des Local-Vison-Song-Contests im August, mit Leuchtstift auf den Unterarm kritzeln. Mit Trompete, Saxophon und Posaune bringen die Ska-Punk-Combos jedes Menschenknäuel zum Skanken. Genauso wie die Lokalmatadore von Big Eden, die als Special Guest dabei sind. Neben der Jury entscheidet erstmals auch das Publikum, wer den Nachwuchsförderpreis bekommt. (ag)

»» 4. Wanted-Band-Contest am 20.11. im Pressenwerk (Bad Salzungen)

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Mein Zuhause.

KURZ & KNAPP

ZwangsräuMungen gehören weltweit für tausende ZuM alltag. Wir setzen uns für die Rechte dieser Menschen ein. Ihre Spende hilft. www.amnesty.de/spenden

Zwangsräumung in Phnom Penh, Januar 2009 © www.nicolasaxelrod.com

Spendenkonto 80 90 100 Bank für Sozialwirtschaft BLZ 370 205 00

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LANG GESCHRIEBEN

Einmal Dubai und zurück Michael Schindhelm ist Theaterintendant, Autor und Kulturmanager. Vor vier Jahren ist der gebürtige Eisenacher nach Dubai gegangen, um dort eine Kulturlandschaft aufzubauen. Ein ebenso abenteuerliches wie aussichtsloses Unterfangen. Text: Katrin Hausmann

Als Michael Schindhelm 2007 zum ersten Mal im Schatten der Baukräne von Dubai steht, scheint alles möglich: eine Skihalle im Einkaufszentrum, exklusive Luxushotels, mehrere Milliarden Euro teure Wohnanlagen, Aufschüttungen im Ozean und der höchste Turm der Welt. Der gebürtige Eisenacher ist auf Einladung von Scheich Mohammed al Maktoum an den persischen Golf gereist, um dort eine Kulturlandschaft aufzubauen. Der Job ist das Ausrufezeichen hinter einer beispiellosen Karriere. Und er ist ein Experiment. Schindhelm, der in Bad Liebenstein aufgewachsen ist, beginnt nach seinem Studienabschluss als Quantenchemiker und einigen Jahren als Mitarbeiter an der Akademie der Wissenschaften in Berlin eine Laufbahn als Theaterintendant in Thüringen. Kurz nach der Wiedervereinigung wirkt er in Nordhausen, Gera und Altenburg am Umbau der Spielstätten mit. Ab 1996 zieht es ihn nach Basel, wo er als Direktor und Intendant für den größten Mehrspartenbetrieb in der Schweiz arbeitet. Dort löst er das klassische Ballett auf und etabliert ein zeitgenössisches Tanztheater, das später mit dem Bayerischen Theaterpreis

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ausgezeichnet wird. Dann geht er zurück nach Berlin: Schindhelm kümmert sich in der Hauptstadt als Generaldirektor der Opernstiftung um die Staatsoper unter der Linde, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Wegen Sparvorgaben des Berliner Senats und eines daraus resultierenden Streits mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit quittiert er seinen Job im Februar 2007. Er bekommt danach viele Stellenangebote, unter anderem eines als Kulturmanager in Dubai.

Gegensätze und Superlative Dubai ist für den Kulturmanager „die Stadt der Gegensätze und Superlative – in vielerlei Hinsicht“. Die Metropole in dem gleichnamigen Emirat ist umgeben von Ländern wie Irak, Pakistan und Usbekistan, wo große politische Unsicherheit herrscht. Während nur ein paar hundert Kilometer entfernt Menschen getötet werden, versucht die


© tokamuwi | Pixelio

LANG GESCHRIEBEN

Regierung von Dubai eine weltoffene Gesellschaft zu etablieren. Diesem Vorhaben zollt Schindhelm großen Respekt.

»» „Waren Sie ein Jahr lang nicht in Dubai, kehren Sie zurück in eine andere Stadt“

Dubai ist eine riesige Baustelle. „Jeder Quadratzentimeter verspricht eine verheißungsvolle Rendite“, berichtet Schindhelm. Die Millionenstadt wächst schnell: Vor 40 Jahren war sie gerade einmal so groß wie Eisenach, mittlerweile zählt sie fast genauso viele Einwohner wie Hamburg. Die meisten sind Arbeitsmigranten, der Ausländeranteil liegt bei etwa 90 Prozent. „Dass sich plötzlich die Möglichkeiten auftun sollten, in Dubai Kultur aufzubauen, war auch für mich eine große Überraschung“, sagt Schindhelm. Seine Aufgabe als Manager in einer Kulturwüste begreift er als Abenteuer. Aus Europa ist er das Arbeiten in jahrhundertealten Institutionen ge-

wohnt, in Dubai muss er bei Null anfangen. Als Angestellter der staatsnahen Bauinvestmentfirma Al Atheem Gulf arbeitet er im Emirates Tower, wo sich auch der Amtssitz des Scheichs befindet. Was Schindhelm unter Kultur versteht, hat wenig mit dem zu tun, was dem Staatsoberhaupt vorschwebt. Angedacht ist eine Oper mit 3.000 Sitzplätzen und einem kommerziellen Betriebsmodell. Für den Scheich ist Kultur eine Ware, die ähnlich wie ein Einkaufszentrum nach einigen Monaten das erste Geld abwirft. Der Kulturmanager aus Europa plant dagegen zunächst mit zwei Spielstätten und konzentriert sich darauf, Inhalte zu schaffen, die den Einheimischen genauso gerecht werden wie den Gastarbeitern. Bei seinen Vorgesetzten stößt er damit auf Unverständnis. Was kein Geld einbringt, zählt in Dubai nicht. Ein weiteres Manko: Schindhelm ist nicht der Einzige, der in Kultur macht. Unzählige Projekte laufen parallel neben- oder gegeneinander. Nach einem Jahr wird er Kulturdirektor der Dubai Culture and Arts Authority, um die Kulturprojekte der Stadt zu koordinieren.

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LANG GESCHRIEBEN

Die Zeit in Dubai erinnert Schindhelm an Thüringen nach der Wiedervereinigung. Damals gab es keine vernünftigen Autobahnen, die Städte waren heruntergewirtschaftet, was sich aber schnell änderte. „In den ersten Jahren nach 1989 erschien mir die DDR wie versunken, etwas völlig Neues entstand“, reflektiert Schindhelm die Zeit des Umbruchs. „Was für viele junge Thüringer heute selbstverständlich ist, war für meine Generation damals einigermaßen spektakulär – zum Beispiel, dass man mit dem Zug von Eisenach nach Bebra fahren kann.“ Die Geschwindigkeit des Wandels, die er in Dubai erlebt, ist aber noch dramatischer: „Waren Sie ein Jahr lang nicht in Dubai, kehren Sie zurück in eine andere Stadt“. Nach nur wenigen Wochen sind viele Büros in der Nachbarschaft von anderen Firmen besetzt und der Tower vor dem Appartement-Fenster des Kulturmanagers wieder ein Stück gewachsen. Innerhalb von zwei Jahren schießt er insgesamt 300 Meter in die Höhe.

Kulturprojekt als EinbahnstraSSe

© Aurore Belkin

Trotz dieses rasenden Fortschritts muss Schindhelm lernen, dass in Dubai nicht alle Uhren schneller ticken. Er vermisst klare Aussagen seitens der Regierung, niemand trifft verlässliche Entscheidungen oder will Verantwortung übernehmen. Sein Projekt verzögert sich. Der Thüringer versucht vergeblich „einen verborgenen Sinn in der Annahme zu erkennen, mit der Kultur müsse es vielleicht langsam vorangehen, wenn sich alles rundherum beschleunigt.“ Nach fast zweieinhalb Jahren stoppt die Krise viele Bauprojekte. Auch das von Schindhelm. Anstelle des Opernhauses ist ein Großparkhaus geplant. So heißt es in „Dubai Speed“, dem Buch, das der Kulturmanager nach seinem Scheitern in der Kulturwüste schreibt.

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LANG GESCHRIEBEN

Heute lebt Michael Schindhelm, der im Oktober seinen 50. Geburtstag feierte, im schweizerischen Tessin und widmet sich dem Schreiben. „Ein weiteres, schwer vorhersehbares Projekt“, witzelt er. Außerdem beschäftigt er sich wieder mit Kulturfragen. Er arbeitet für internationale Organisationen wie die Regierung von Hongkong und ein Konsortium von Unternehmern in Moskau. Was die Zukunft von Dubai angeht, hofft er auf die junge, aufgeschlossene Generation, die dort gerade heranwächst. „Hoffentlich“, sagt Schindhelm“, sieht sie in Kultur irgendwann mehr als bloß einen Renditebringer.“

»» Dubai Speed. Eine Erfahrung, (DTV, 2009)

© Aurore Belkin

Wir verlosen zwei Ausgaben von „Dubai Speed“. Schreibt uns bis zum 30.11.2010 eine Mail mit eurem Namen sowie dem Betreff „Dubai“.

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LANG GESCHRIEBEN

Get Well Soon: Ich bin kein Mozart Schwäbischer Stoizismus: Auf seinem Zweitwerk gibt sich Konstantin Gropper alias Get Well Soon philosophisch gelassen. Uns erzählt der Musiker mit dem Gespür für düstere Popmelodien, warum ihn der Hype um seine Person trotzdem nervt. Interview: André Gieße / Foto: Jens Oellermann

diggla: Vor den Aufnahmen zu „Vexations“ hast du Filmmusik für Detlev Buck oder Wim Wenders („Palermo Shooting“) komponiert. Zu welchem Film könnte die neue Platte passen? Konstantin Gropper: Im Vergleich zum Debütalbum gibt es auf „Vexations“ mehr Klassikreferenzen als Popelemente. Daher würden sich die 14 Songs wohl für einen Historienfilm eignen. Am besten gefällt mir „Barry Lyndon“ von Stanley Kubrick, aber dazu gibt es schon einen klasse Soundtrack. diggla: Auf „Vexations“, übersetzt Ärgernisse, geht es um Stoizismus, also die Philosophie von der emotionalen Selbstbeherrschung. Wie geht das Thema mit dem Albumtitel zusammen? Gropper: Die Philosophie der Stoiker bezieht sich auf ebendiese Ärgernisse. Und sie gibt Hinweise, wie man damit klarkommt. Die neuen Songs handeln aber nicht nur von Ruhe und Gelassenheit. Diese Themen sind eher Ausgangspunkt für die Herangehensweise an das zweite Album

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gewesen. diggla: Ärgerst du dich selbst oft? Gropper: Eigentlich nicht. Ich habe das Album aber auch nicht aufgenommen, um mich weniger aufzuregen, sondern weil ich es bewundere, wenn jemand einen kühlen Kopf bewahrt. Daran arbeite ich noch. diggla: In den Texten stecken viele Zitaten von Seneca, Georg Büchner oder Werner Herzog. Gropper: Hinter dem Collagieren mit Querverweisen steckt ein Konzept. Um mit fremdem Material arbeiten zu können, habe ich tagelang recherchiert. Der Song „Werner Herzog Gets Shot“ ist zum Beispiel eine Hommage an den bekannten deutschen Regisseur. Mich beeindruckt, wie konsequent er unter Einsatz seines Lebens an seiner Kunst arbeitet und sich hinter der Kamera immer wieder in Situationen begibt, wo andere Leute wegrennen würden.


© Jens Oellermann

LANG GESCHRIEBEN

diggla: Zwischen den Zeilen geht es um den menschlichen Konflikt aus Dabei-Sein-Wollen, aber gleichzeitig in Ruhe gelassen werden. Klingt, als stündest du nicht gerne im Mittelpunkt.

»» „Ich denke viel nach. Ich bin aber kein Miesepeter, sondern habe auch meinen Spaß.“

Gropper: Das ist eine Reaktion auf den Umstand, dass ich mit meinem ersten Album plötzlich in die Öffentlichkeit gelangt bin. Dadurch, dass ich meine Meinung verklausuliert in den Worten anderer Leute wiedergebe, kann ich selbst etwas aus dem Rampenlicht treten. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass es morgen mit dem Erfolg wieder vorbei sein kann. Grundsätzlich bin ich eher ein besorgter Mensch. Ich denke viel nach. Ich bin aber kein Miesepeter, sondern habe auch meinen Spaß.

Gropper: Das ist ein Zitat aus der englischen Presse, das mir schon seit Jahren anhängt. Dort benutzt man ja gerne deutsche Begriffe wie Zeitgeist oder Kindergarten. Ich denke dabei an Mozart, der mit zwei Jahren seine erste Oper geschrieben hat. So bin aber nicht ich. Wir verlosen 2x2 Freikarten: Schreibt uns bis zum 20.11. eine Mail mit Betreff „Mozart“ an info@diggla.org

»» Get Well Soon: 25.11. im Haus der sozialen Dienste (Erfurt)

diggla: Seit deinem Debüt feiern dich die Kritiker als Wunderkind. Wie gehst du damit um?

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KOLUMNE

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Bild: Aaron Vidal


KOLUMNE

was kostet... gruppenzwang? Diesmal geht es um die Eigenarten von StudiVZ, Facebook und Co. Oder sollte ich besser sagen, um die skurrilsten Zusammenrottungen ihrer Nutzer, zu denen auch ich mich zählen muss? Inzwischen nimmt dieses Social-Network-Ding beängstigende Formen an. Ob man will oder nicht, man verfällt direkt dem Exhibitionismus. Ja, ik weeß, mit meinen Fremdwörtern kann ik dir jar nicht imprägnieren. Trotzdem: Hier ein Versuch, die schrägsten Lebensweisheiten und geistigen Ergüsse aus den virtuellen Gruppen festzuhalten. „Jammer jammer, motz motz, zeter zeter, keif keif“. In Anbetracht des zunehmenden Gruppenzwangs in sozialen Netzwerken könnte man manchmal in Fluchtiraden verfallen. Vor allem stellt sich aber die Frage: Wer überlegt sich eigentlich diese genialen Gruppentitel? Da aber neulich jemand an die virtuelle Pinnwand geschrieben hat, Ironie setzet Intelligenz beim Empfänger voraus, lasse ich das. Denn auch, wenn man zwar laut StudiVZ-Gruppe Nummer zwölftausendirgendwas kein Abitur ohne Latein hat, setze ich die Wortbedeutung von Ironie hier nicht als bekannt voraus. Sonst imprägniert mich nachher noch jemand mit wasserfestem Fremdwörterschutz. Noch ein heikles Thema im sozialen Netzwerk: die Namen. Erlaubt ist, was gefällt. Hätte ich meinen richtigen Namen vergessen, ich hätte mich zumindest „Unikat“ oder „Phänomen“ genannt, aber ich hatte auch Latein. Oder war’s Griechisch? Ist auch bums, vor mir kniet eh keiner nieder, weil ich mein Abitur nicht in Sachsen gemacht habe.

Die wichtigste Botschaft dieser Tage in den Gruppen lautet jedenfalls: „Alleine schlafen ist doof“. Wahlweise auch blöd. Und weil das doof/blöd ist, sprießen Anleitungen zum Schlafe zu zweit wie Castingshows aus dem Boden. Ich lerne: „Sex ist nur schmutzig, wenn er richtig gemacht wird“. Und „Sex muss laut sein“. Stelle mir das wie folgt vor: Eine Biertrinkende, deswegen sympathisch und unkomplizierte Frau wird von einem Mann beim Küssen gegen die Wand gedrückt, denn „richtige Männer drücken Frauen beim Küssen gegen die Wand“. Wahrscheinlich liebt die Bierliebhaberin außer dem richtigen Mann auch noch ihre Lederjacke, ihre Familie und ihre beste Freundin. Die wiederum behauptet: „Meine Fingernägel haben Style“. Aha. „Fast hätte ich gelacht“. Das Lachen bleibt mir allerdings im Halse stecken, als ich lese: „‚Ess’, ‚geb mir’ oder ‚helf mir’ sind falsche Imperative“. Das ist wahr. Im Gegensatz zu der Behauptung: „Ein Kuss auf die Stirn sagt mehr als tausend Worte“. Vielleicht, weil der auf die Stirn küssende Mann gerade keine Wand zum Drücken findet und sich denkt sich: „forget love...fall in coffee“. Ja, so kann’s gehen. Heraus kommen Herausforderungen oder Missverständnisse. „Ironiere einfach solange, bis du einen Sarkasmus hast“, könnte zum Beispiel einer dieser fatalen „Fehler, die Männer beim Sex machen“ sein. Nur gut, dass ich sagen kann: „mein Leben ist ein Ponyhof“. Und „Fehler mache ich nur, damit keiner merkt, dass ich perfekt bin“. Denn „wenn ich so drüber nachdenke, kann ich eigentlich alles“. (sr)

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EA.ZIP

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TERMINE

NOV10

MO 01.11. DI 02.11. Krabat (Puppenspiel) 11.00 LANDESTHEATER

EISENACH

MI 03.11. Kindertheater 10.00 BÜRGERHAUS

EISENACH

Der besondere Film:Kleine Wunder in Athen 15.00, 17.30 & 20.00 CAPITOL

EISENACH

Die Hit Lounge 21.00 THE BEACH COCKTAILBAR

EISENACH

Viola Con Padrinos (Swing der 20er-40er Jahre) 20.30 SCHORSCHL

EISENACH

late check out (easy listening,various artists) HÖRBAR

GOTHA

GOTHA

GOTHA

Spare dich satt (Spare-Ribs all you can eat) 18.00 EL TORO

Caipi-Tuesday 20.00 FIFTY EIGHT

Bier & Rock 20.00 FIFTY EIGHT

Der besondere Film: Das Konzert 15.00, 17.30 & 20.00 KIK Ladies Night (30% auf alle Cocktails) 20.00 FIFTY EIGHT

Martin Gerschwitz (Eric Burdons Keyboarder) 21.00 THE LONDONER

»»Mary’s Kids 06.11.

»»Kurzfilmabend 07.11. Kunstpavillon (EA)

© KFA Hamburg

JH Crocodile (Wutha-Farnroda)

Nach der Auflösung von Mensen hat die skandinavische Rockröhre Mary Currie eine neue Band am Start, mit der sie Wutha aufmischen will. Im Crocodile präsentieren die Frontfrau und ihre drei Jungs ihre erste Platte. Die klingt ungefähr so, als würde Suzie Quatro den Hellacopters kräftig in den Arsch treten. Ihr steht auf Smørrebrød-Punkrock? Dann solltet ihr euch Mary’s Kids aus Schweden auf keinen Fall entgehen lassen!

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Im Kunstpavillon sind Kurzfilme zu sehen, mit denen sich Regisseure um den deutschen Menschenrechts-Filmpreis beworben haben. Mit dem Preis werden herausragende Film- und Fernsehproduktionen ausgezeichnet, die die Geschichte, Wirkungen und Bedeutung der Menschenrechte thematisieren. Er wird im zweijährigen Rhythmus verliehen und jeweils im Dezember anlässlich des internationalen Tages der Menschenrechte überreicht.


TERMINE

DO 04.11. FR 05.11.

SA 06.11.

SO 07.11.

Kindertheater 10.00 BÜRGERHAUS

Vernissage: ausgewählte Grafiken von Klaus Schröter 19.00 KUNSTPAVILLON

Lesung: GeburtsTage oder Der verloren gegengene... 19.00 KUNSTPAVILLON

Zierfischbörse 10.00 BÜRGERHAUS

Was heißt hier Liebe? (Musical) 11.00 LANDESTHEATER

Dreier ohne Simone 19.30 THEATER AM MARKT

Dreier ohne Simone 19.30 THEATER AM MARKT

Mein Freund Harvey 15.00 LANDESTHEATER

Susan Weinerts Global Players Trio 20.30 ALTE MÄLZEREI

Musi Men & Solar Band 20.00 KULTURHAUS NEUKIRCHEN

Anger 77, Hannes Kinder & Two Melons 20.00 SCHLACHTOF

3. Poolparty 15.00 AQUAPLEX

Beachparty (flirten, tanzen, feiern) 21.00 THE BEACH

Funky-J (old school, rnb, hip hop) HÖRBAR

La Fiesta Black Dance Night 22.00 SPITZ

Der besondere Film: Babys17.30 CAaPITOL

Cinderella Night 21.00 THE BEACH

Livemusik mit Huber B. IRISH PUB O´TOOLES

Kurzfilmabend: Deutscher Menschenrechts-Filmpreis 19.00 KUNSTPAVILLON

Harald Wollenhaupt Lieder bei Kerzenschein 18.30 HOTEL ROMANTIK

Bodo Wartke: König Ödipus 20.00 KULTURHAUS

Der besondere Film: Kleine Wunder in Athen 17.30 KIK

„Hot Club de France“ Viola con Padrinos 20.00 KULTURHAUS House Lounge & Longdrinkspecials 20.00 FIFTY EIGHT

Surfbeat 20.00 BIERSTUBE AM BRÜHL Two and a half Money (House & Black) 22.00 CLUB NOAH

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TERMINE

NOV10

MO 01.11. DI 02.11.

MI 03.11.

bad salzungen mühlhausen erfurt

Happy Jever Montag (0,5l Flasche Jever für 1,60€) 11.00 STEINHAUS (EF)

Susanne Fröhlich: Und ewig grüßt das Moppel-Ich 20.00 KAISERSAAL

After Work Winterlounge 18.00 COSMOPOLAR

erfurt

Movie Central with Cinelounge: „Up in the Air“ 19.00 STEINHAUS

Roulette Rouge Lounge 20.00 PRESSEKLUB

Cuba Libre Party 21.00 ENGELSBURG

erfurt

Gert Scobel: Ausweg aus dem Fliegenglas 20.00 ATRIUM STADTWERKE

W. Hartmann: Populäre Bayern-Irrtümer 20.00 ATRIUM STADTWERKE

Filmkonzert: Bocage spielt zu „Nanouk, der Eskimo“ 20.30 STADTGARTEN

DIVERSES

Traditionelles Montagskino: Adam 21.00 UNI-K.U.M (EF)

Spieleabend (Tischtennis, Kicker und mehr) 18.00 STADTGARTEN (EF)

DIVERSES DIVERSES

»»Lerner&Moguilev. 03.11. Kunsthaus (Meiningen)

Cesar Lerner und Marcelo Moguilevsky sind mit ihrem fünften Album „Alef Bet“ auf Europatour. Die beiden argentinischen Multiinstrumentalisten (Klarinetten, Flöten, Akkordeon, Klavier, Percussion) improvisieren bekannte Klezmermelodien. Jeder Song entsteht vor euren Ohren, jeder Abend ist ein Unikat. Die humorvolle Art und Weise, wie sich das Duo auf der Bühne präsentiert, macht Konzerte erst recht zu einem Ereignis.

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Kvetch dos knepl - Trio Carpion 19.00 KLEINE SYNAGOGE (EF)

The Marble Man SCHLACHTHOF (KS) Salsa-Party 22.00 PRESSEKLUB

»»BELL,BOOK&CANDLE 06.11. The Londoner (GTH)

Was treibt man eigentlich so nach einem Chartbreaker, einer Platinauszeichnung und 750.000 verkauften Singles? Locker die Füße hochlegen? Bell, Book & Candle sind nach ihrem Radiohit „Rescue Me“ mit selbigen auf dem Boden geblieben. Dass das Trio um Sängerin Jana Groß weit mehr als ein One-Hit-Wonder ist, hat es nach sechs Alben längst bewiesen. Letztes Jahr feierte die Band 15-Jähriges. Jetzt sie ist wieder auf Tour.


TERMINE

DO 04.11. FR 05.11.

SA 06.11.

SO 07.11.

Sound of Electro 22.00 KW 70 Herrenmagazin und Mikrokosmos23 live 20.30 KULTURFABRIK

Fachärzte (Ärzte-Coverband) KULTURFABRIK

Lerner & Moguilevsky (Klezmerimprovisationen) 19.00 MICHAELISKIRCHE

Annamateur & Außensaiter 21.00 HSD

Project Potchfork & Special Guests 20.30 HSD

ASTRA-Sonntag (0,33lFlasche Astra für nur 1,70€) 11.00 ENGELSBURG

Jasmin Tabatabai: Rosenjahre 20.00 ATRIUM STADTWERKE

Alexander Marcus: Super Mega Konzert Tour 21.00 CENTRUM CLUB

Bad Taste Party 22.00 UNI-K.U.M

Sigrid Damm: Einmal nur blick ich zurück 20.00 UNIVERSITÄT

Live: Use Your Fucking Headphones 21.00 ENGELSBURG

Todd Wolfe & Band 22.00 MUSEUMSKELLER

Fightclub (P-Star vs. DJ Shepherd) 23.00 ENGELSBURG

Jazzmeile: Erich Gramshammer Trio 20.30 PRESSEKLUB

Spieleabend (Thema: Sofies Welt) 20.30 SPATZ (WTH)

plugIN Live mit Mulin Majo 21.00 KLANGGERÜST (EF)

Live: Mary´s Kids CROCODILE (WUTHA-FARNRODA)

Lesung: Generation Doof 20.00 BUCHHANDLUNG PETERKENECHT (EF)

Miamis 80´s Night 22.00 COSMOPOLAR (EF)

Konzert: Ginger (BluesRock) 21.00 SPATZ (WTH)

Studentenfutter (Musik für Studenten) 22.00 COSMOPOLAR (EF)

Juli (Pop-Rock) FLUGPLATZ/HANGAR2 (EF)

Clubnacht (M² live, Raycoux Jr, Ku Dexter) 22.00 COSMOPOLAR (EF)

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TERMINE

NOV10 EISENACH

MO 08.11. DI 09.11.

MI 10.11.

Ladys Special 19.00 AQUAPLEX

Der besondere Film: Babys 15.00, 17.30 & 20.00 CAPITOL

EISENACH

Museumsfest zu Luthers 527. Geburtstag 18.00 LUTHERHAUS

EISENACH

late check out (easy listening,various artists) HÖRBAR

EISENACH

EISENACH

GOTHA

GOTHA

Spare dich satt (Spare-Ribs all you can eat) 18.00 EL TORO

Caipi-Tuesday 20.00 FIFTY EIGHT

Bier & Rock 20.00 FIFTY EIGHT

Der besondere Film: Kleine Wunder in Athen 15.00, 17.30 & 20.00 KIK Ladies Night (30% auf alle Cocktails) 20.00 FIFTY EIGHT

GOTHA

»»party no five 13.11.

»»JAMKABoom 13.11. Spitz (EA)

aboutpixel.de/ichmachKrach©NN

Thüringer Hof (EA)

Zur Party No. Five durchweht den Thüringer Hof ein Hauch von Las Vegas. Neben Roulette, Poker und Black Jack erwartet euch eine exklusive Show in edlem Ambiente. Zu Gast ist Groovin Affairs, die Begleitband von Sarah Connor. Zudem rocken die DJs von Greenkitchenclub die Lobby mit angesagten Clubtracks und verwandelt das Hotel in einen Glitzertempel. Holt das kleine Schwarze aus dem Schrank und schmeißt euch in Schale.

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Jamkaboom steht für kompromisslose Elektromucke. Das Trio aus Dresden begeistert mit konsequenten und direkten Grooves, weiten Soundlandschaften und fetten Bässen. Seine Tracks sind absolut tanzbar. Wie keiner anderen Liveband gelingt es Jamkaboom, diese wie ein DJ-Set zu verknüpfen und zu pushen. Bei dem Sound kommen nicht nur D’n’BInfizierte auf ihre Feierkosten. Drumherum: BurtonVideopremiere mit genialen Snowboardszenen.


TERMINE

DO 11.11. FR 12.11.

SA 13.11.

SO 14.11.

Mittagsmusik-Haydn 12.12 GEORGENKIRCHE

Mein Freund Harvey (Komödie) 19.30 LANDESTHEATER

Party No. Five 19.30 THÜRINGER HOF

Der Froschkönig (Puppenspiel) 15.00 LANDESTHEATER

Good day in Hell 19.30 THEATER AM MARKT

Dracula 19.30 THEATER AM MARKT

Dracula 19.30 THEATER AM MARKT

Der besondere Film: Mademoiselle Chambon 17.30 CAPITOL

Beachparty (flirten, tanzen, feiern) 21.00 THE BEACH

Cinderella Night 21.00 THE BEACH

Schorschl-Geburtstag: 21 Jahre Livemusik u.m. 20.00 SCHORSCHL

Gerhard Schöne: Ich öffne die Tür weit am Abend 17.00 GEORGENKIRCHE

Faschingsauftaktspezial Stedtfelder Carnevalsverein 20.00 SCHLACHTHOF Livemusik mit Don Simon (Rock, Pop & Oldies) IRISH PUB O´TOOLES Lothar Kosse und Band (christliche Rockmusik) 11.00 STADTHALLE House Lounge & Longdrinkspecials 20.00 FIFTY EIGHT

90iger-Party mit DJ René Willing 21.00 THE LONDONER

Ausstellungseröffnung Die zerbrechliche Passion 14.00 SCHLOSSMUSEUM

Der besondere Film: Babys 17.30 KIK

Schneewittchen - Das Musical 15.00 KULTURHAUS Lilabungalow (mehr Infos siehe Seite 10) 21.00 THE LONDONER

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TERMINE

NOV10

MO 08.11. DI 09.11.

MI 10.11.

bad salzungen mühlhausen ERFURT

Happy Jever Montag (0,5l Flasche Jever für 1,60€) 11.00 STEINHAUS (EF)

Blood Command, Wolves Like Us (HC aus Norwegen) 20.30 STADTGARTEN (EF)

No Noise live (AcousticLyricFolk) 20.00 UNI-K.U.M

ERFURT

Traditionelles Montagskino: Alice im Wunderland 21.00 UNI-K.U.M

Ulrich Wickert: Das achte Paradies 20.00 THEATER ERFRURT

Walter Trout & Band 21.00 HSD

Klaus Lage: Alleingang 20.00 DAS DIE

Psychonautilus, The Plastic Bag (live im SG-Club) 20.30 STADTGARTEN

ERFURT DIVERSES DIVERSES

After Work Winterlounge 18.00 COSMOPOLAR (EF) Rob Tognoni (Bluesrock) 21.00 PIANO (SÖMMERDA)

DIVERSES

»»Bakkushan 13.11. Centrum Club (EF)

Bakkushan machen Deutschrock mit Herz und Hirn. Laute Musik zum Mitsingen und Wegtanzen. Songs voller Energie. Bei denen du nie vorher weißt, ob du gleich beim Refrain deine Hände hochreißt oder dich von den schlauen Gedanken irgendwohin wegtragen lässt. Bakkushan erzählen Geschichten aus großen Städten. Von dunkler Sonne und trübem Gold. Von Trennung und Kummer um Verlust. Aber Bakkushan ziehen einen nicht runter.

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»»radio havanna 12.11. Pressenwerk (BaSa)

250 Auftritte, drei veröffentlichte Alben und ein Umzug von der thüringischen Provinz in Suhl nach Berlin. Das ist die Bilanz von Radio Havanna nach acht Bandjahren. Die Jungs klingen heute besser denn je und machen noch immer genau das, was sie am besten können: Punkrock à la Green Day und Beatsteaks. Auf der Bühne zimmern sie aus Schweiß und Tränen allerfeinste Kracher. Den Dreck in die Fresse gibt es gratis dazu.


TERMINE

DO 11.11. FR 12.11.

SA 13.11.

SO 14.11.

Radio Havanna 21.00 PRESSENWERK

Cult of Cover mit Koma 21.00 KW 70

Jean Marx Express (Classic Rock Jam) 21.00 KULTURFABRIK

EASY/DC (ACDC-Coverband) KULTURFABRIK

Spätlese Spezial: jung, leidenschaftlich, lieblich 20.00 PRESSEKLUB

Jazzmeile: Dekadance (Wirtschaftsjazz) 21.00 HSD

Asia Night 22.00 COSMOPOLAR (EF)

ASTRA-Sonntag (0,33lFlasche Astra für nur 1,70€) 11.00 ENGELSBURG

Giovanni di Lorenzo & Axel Hacke: Wofür stehst Du? 20.00 THEATER ERFURT

Me And My Drummer + Myo & Band FRANZ MEHLHOSE

Bakkushan 20.00 CENTRUM CLUB

Günter Lamprecht & Claudia Amm: Kreutzersonate 11.00 THEATER ERFURT

The Late Call (SongwriterIndie-Pop aus Stockholm) 20.30 STADTGARTEN

The Horrible Porno Stuntman (Italien, live SG-Club) 20.30 STADTGARTEN

Anne Clark & Special Guest 21.00 HSD

Spieleabend (Tischtennis, Kicker und mehr) 18.00 STADTGARTEN (EF)

Luxuslärm 21.00 CENTRUM CLUB (EF)

Jazz im Keller 2010 20.00 FRIDERIKENSCHLÖSSCHEN (BaLa)

retroPARTY 22.00 KLANGGERÜST (EF)

Seccxy Ladies Night (House & Black) 22.00 CLUB NOAH (GTH)

Helden der Nacht (David Kohlmann,Johannes Moses) COSMOPOLAR (EF)

live: Earthbend VILLA K (SCHMALKALDEN)

i.basslovaz (Dubstep + Techno) 22.00 COSMOPOLAR (EF)

NORTHERN LITE LETTERS & SIGNS PART TWO TOUR 25.12.2010 STADTGARTEN ERFURT

26.12.10—NEOP OP NACHT MIT SASCHA BRAEMER BAR 25 ONZE LIVE GUNJAH & BOON AT CENTRUM CLUB ERFURT

27.NOVEMBER 2010

SCHLUCK DEN DRUCK SUPPORT SPANKS CENTRUM CLUB ERFURT

15.JANUAR 2011

SASCHA FUNKE CENTRUM CLUB ERFURT

Karten an allen bekannten KARTEN AN ALLEN Vorverkaufsstellen/ BEKANNTEN VORVERKAUFSSTELLEN UNA – CONCERTS | UNA-CONCERTS.DE .DE

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TERMINE

NOV10

MO 15.11. DI 16.11.

MI 17.11. Besondere Film: Mademoiselle Chambon 15.00, 17.30 & 20.00 CAPITOL

EISENACH

Die Hit Lounge 21.00 THE BEACH COCKTAILBAR

EISENACH

late check out (easy listening,various artists) HÖRBAR

EISENACH

EISENACH

EISENACH

GOTHA

GOTHA

Spare dich satt (Spare-Ribs all you can eat) 18.00 EL TORO

Meister Hobel und sein Puppenspiel 10.00 KULTURHAUS

Der besondere Film: Babys 15.00, 17.30 & 20.00 KIK

Bier & Rock 20.00 FIFTY EIGHT

Red Hot Chilli Pipers 20.00 STADTHALLE

Ladies Night (30% auf alle Cocktails) 20.00 FIFTY EIGHT

GOTHA

»»Rh chilli pipers 16.11.

»»Rummelsnuff 20.11. Schlachthof (EA)

© Patrick Wamsganz

Stadthalle (GTH)

Caipi-Tuesday 20.00 FIFTY EIGHT

Extrem, ausgefallen und originell: Alles geeignete Begriffe, um den Red Hot Chilli Pipers näher zu kommen. Dabei sollte man aber vorsichtig sein, denn die acht Schotten sind heiß. Es gibt nur wenige Musikstile, die es im Hinblick auf Power, Wucht und Lautstärke mit ihrem Dudelsack-Rock aufnehmen können. Live jagen sie Klassiker von AC/DC bis ZZ Top durch die Highlands. Klar, sie sind eine Coverband, aber was für eine!

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Roger Baptist alias Rummelsnuff ist eine genauso schräge wie faszinierende Kombination aus Bodybuilder-Ästhetik, seemännischer Brachialromantik und Comic-Figur. Zwei Jahre nach seinem Debütalbum ist der Wahl-Berliner wieder auf Sendung. Auf Basis minimalistischer elektronischer Klänge, die er mit Klangexperimenten und seiner markigen Reibeisenstimme garniert, besetzt er eine Nische in der deutschsprachigen Popmusik.


TERMINE

DO 18.11. FR 19.11.

SA 20.11.

SO 21.11.

Kai aus der Kiste (Filmgespräch) 09.00 CAPITOL

Luna-Nacht 19.00 AQUAPLEX

West Side Story 19.30 LANDESTHEATER

West Side Story 15.00 LANDESTHEATER

Kunst 19.30 THEATER AM MARKT

Derniere: Kunst 19.30 THEATER AM MARKT

Ladies Night 19.30 THEATER AM MARKT

Der besondere Film: Männer al dente 17.30 CAPITOL

Geonatur: Afghanistan von innen (Diavortrag) 20.00 BÜRGERHAUS

Mongopolis – Fisch oder Ente – Wer sind die Guten? 19.30 LANDESTHEATER

Spätlese 20.30 ALTE MÄLZEREI

The Booze Brothers (Bluesrock aus Schweden) 20.30 SCHORSCHL

Beachparty (flirten, tanzen, feiern) 21.00 THE BEACH

Dave Goodman Trio 20.30 ALTE MÄLZEREI

Rummelsnuff (Strommusik & unplugged!) 21.00 SCHLACHTOF

Manfred Krug: Autobiografisches & Kurzgeschichten 19.00 VOLLACK-ZENTRUM

Tend (oderaufbrot/ broque münchen) 21.00 HÖRBAR

Livemusik mit Peter Kick (Rock, Pop & Oldies) IRISH PUB O´TOOLES

House Lounge & Longdrinkspecials 20.00 FIFTY EIGHT

Keimzeit (Land in Sicht-Tour 2010) 21.00 THE LONDONER

Bandaoke - Karaoke mit Liveband 21.00 THE LONDONER

Der besondere Film: Mademoiselle Chambon 17.30 KIK

Happy Hour 20.0021.00 FIFTY EIGHT 4444 -4 for U! (Danny Dyk, Psichoz, Mark van Weth) 22.00 CLUB NOAH

SCHOTT

LAND

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TERMINE

NOV10

MO 15.11. DI 16.11.

MI 17.11.

bad salzungen mühlhausen ERFURT ERFURT ERFURT

Happy Jever Montag (0,5l Flasche Jever für 1,60€) 11.00 STEINHAUS

Spieleabend (Tischtennis, Kicker und mehr) 18.00 STADTGARTEN

The Pretty Things 21.00 MUSEUMSKELLER

BSG 9 (Bert Stephan Group) 21.00 MUSEUMSKELLER Dobranotch (Klezmer, Balkan.. aus St. Petersburg) 20.30 STADTGARTEN

Traditionelles Montagskino: Shutter Island 21.00 UNI-K.U.M After Work Winterlounge 18.00 COSMOPOLAR (EF)

DIVERSES DIVERSES DIVERSES

»»Götz Widmann 19.11. HsD (EF)

Magische Momente sind selten geworden in unserer Zeit. Fernsehclowns suchen den dümmsten gemeinsamen Nenner und es geht immer noch eine Stufe tiefer, je flacher desto erfolgreicher. Götz Widmann, Liedermacher und Restidealist, stellt sich mit seinem neuen Programm gegen diesen Trend. Es heißt „Balladen – die schönsten leisen Lieder“. Mit der Gitarre sorgt er für einen Abend voller Tiefgang und emotionaler Intensität.

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»»Helge und das udo 19.11. E-Werk (ESW)

In ihrem Programm „Bis einer heult!“ gehen die Kabarettisten Helge und das Udo aufs Ganze. Sie spielen die komplette Nibelungensage in Versmaß und Reimschema nach und schrecken auch vor der größten Erzählung des Abendlandes nicht zurück – der Weihnachtsgeschichte. Ihr großangelegtes Laienkrippenspiel ist jahreszeitenübergreifendes Welttheater der Extraklasse und fast so wertvoll wie ihre Interpretation der Biene Maja.


TERMINE

DO 18.11. FR 19.11. FISH (FishHeads Acoustic Tour 2010) 19.30 PRESSENWERK

Jagoda (live im SG-Club) 20.30 STADTGARTEN

Spieleabend (Thema: Sofies Welt) 20.30 SPATZ (WTH)

SA 20.11.

SO 21.11.

Pro-Pain 21.00 PRESSENWERK

WANTED - 4. BandContest (siehe S. 12) 20.00 PRESSENWERK

SYCS (Red Hot Chili Peppers-Coverband) KULTURFABRIK

Jazz am Schwanenteich 19.30 KULTURSTÄTTE SCHWANENTEICH

Götz Widmann 21.00 HSD

Dead Disco live EGABOX (EF)

ASTRA-Sonntag (0,33lFlasche Astra für nur 1,70€) 11.00 ENGELSBURG

Bobo in White Wooden Houses 22.00 MUSEUMSKELLER

Adrian Belew Power Trio 21.00 HSD

Spieleabend (Tischtennis, Kicker und meJagodhr) 18.00 STADTGARTEN

2 Jahre Champion Sound 23.00 CENTRUM CLUB

The Brew 22.00 MUSEUMSKELLER

Silly - Alles Rot Tour 2010 19.00 STADTGARTEN (EF)

Disco im Gleis (2 Floors: Halle und Eisbahn 20.00 FZZ GLEIS3ECK (WTH) Surfbeat 21.00 L.ACHICAGO (BaLa)

Flimmerbox (Dokumentarfilmnacht) 22.00 COSMOPOLAR (EF) we want.....disco (Hot Bananas) 22.00 COSMOPOLAR (EF)

Gay-Culture Night 22.00 COSMOPOLAR (EF)

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TERMINE

NOV10

MO 22.11. DI 23.11. Weihnachtsmarkt 10.00 MARKTPLATZ

EISENACH

Ladys Special 19.00 AQUAPLEX

EISENACH

late check out (easy listening,various artists) HÖRBAR

EISENACH

Die Hit Lounge 21.00 THE BEACH COCKTAILBAR

EISENACH

GOTHA

Der gestiefelte Kater (Kinderstück) 09.00 & 11.30 LANDESTHEATER Der besondere Film: Männer al dente 15.00, 17.30 & 20.00 CAPITOL

EISENACH

GOTHA

MI 24.11.

Caipi-Tuesday 20.00 FIFTY EIGHT

Spare dich satt (Spare-Ribs all you can eat) 18.00 EL TORO Bier & Rock 20.00 FIFTY EIGHT

Der besondere Film: Mademoiselle Chambon 15.00, 17.30 & 20.00 KIK Ladies Night (30% auf alle Cocktails) 20.00 FIFTY EIGHT

GOTHA

»»The Elvis xmas... 27.11.

»»blauson 27.11. Hörbar (EA)

© www. ryanpelton.com

Kulturhaus (GTH)

Ryan Pelton gilt als einer der besten Elvis-Darsteller und hat bereits diverse Auszeichnungen für seine Arbeit erhalten. Mit hat sich der US-Boy selbst einen Traum erfüllt. „Als kleiner Junge bin ich mit dem berühmten Christmas-Album des King aufgewachsen“, sagt Pelton. In seiner nostalgisch-besinnlichen Show singt er Weihnachtslieder wie „Silent Night“, „Winter Wonderland“ oder „Let it snow“.

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Blauson ist ein Songwriter aus Dresden, der Folkpop mit schlauen deutschen Texten spielt. Er besticht durch einfache und eindringliche Melodien, eine authentische Bühnenpräsenz und direkt erzählte Alltagsgeschichten. Zusammen mit Luca Burkhalter aus Zürich (Piano, Git., Bass & Vox) und Jann van de Kaast aus Leipzig (Drums & Perkussion) liefert Blauson in der Hörbar den perfekten Sound, um den Tag ausklingen zu lassen.


TERMINE

DO 25.11. FR 26.11.

SA 27.11.

SO 28.11.

Eröffnung Vorbesichtigung zur Herbstauktion 19.00 KUNSTPAVILLON

10. Historischer Weihnachtsmarkt 10.00 WARTBURG

10. Historischer Weihnachtsmarkt 10.00 WARTBURG

Sinfoniekonzert: Lateinamerikanischer Abend 20.00 LANDESTHEATER

Derniere: Sinn 19.30 THEATER AM MARKT

The Best of Karl Heinz Ein „Chaos-Ballett“ 19.30 LANDESTHEATER

Der gestiefelte Kater (Kinderstück) 15.00 LANDESTHEATER

Beachparty (flirten, tanzen, feiern) 21.00 THE BEACH

Adventskonzert - „Swinging Christmas Melodies“ 19.30 WARTBURG

Dracula 19.30 THEATER AM MARKT

Der besondere Film: Das Leben ist zu lang 17.30 CAPITOL

The Dead Horse (deep house) 21.00 HÖRBAR

Blauson (live - Indie, Pop, Acoustic) 21.00 HÖRBAR

Adventskonzert - „Swinging Christmas Melodies“ 19.30 WARTBURG

Soundsociety 2 (House, Electro - 9 Acts, 2 Floors) 21.00 SCHLACHTHOF

Livemusik mit Willi Erik IRISH PUB O´TOOLES

House Lounge & Longdrinkspecials 20.00 FIFTY EIGHT

The World Famous Glenn Miller Orchestra 20.00 KULTURHAUS

The Elvis Christmas Show 20.00 KULTURHAUS

Lesung: Der kleine Lord 15.00 BEST WESTERN

The Booze Brothers (Bluesrock) 21.00 THE LONDONER

Snowboard-Videopremiere by Fahrrad Eberhardt 20.00 tHE LONDONER

The Booze Brothers (Bluesrock aus Schweden) 21.00 THE LONDONER

Der besondere Film: Männer al dente 17.30 KIK

House Classics (im Perthessaal) 21.00 THE LONDONER

Feliz Navidad (Weihnachten im Steakhouse) EL TORO

Good day in Hell 19.30 THEATER AM MARKT

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TERMINE

NOV10

MO 22.11. DI 23.11.

MI 24.11.

bad salzungen mühlhausen ERFURT

Happy Jever Montag (0,5l Flasche Jever für 1,60€) 11.00 STEINHAUS

Square (Speed-GarageSka aus Schweden) 20.30 STADTGARTEN

After Work Winterlounge 18.00 COSMOPOLAR (EF)

ERFURT

Traditionelles Montagskino: Die Fremde 21.00 UNI-K.U.M

Peter Maffay 20.00 MESSEHALLE

Serebryanaya Svadba (Klezmer, Balkan aus Weißrussl) 20.30 STADTGARTEN

ERFURT DIVERSES The Booze Brothers (Bluesrock) 21.00 PIANO (SÖMMERDA)

DIVERSES DIVERSES

»»Schluck den druck 27.11. »»Highgrade-Label 26.11. Cosmopolar (EF)

© www.jensbond-online.com

Club Centrum (EF)

Neonfarben, Sprechgesang, deutsche Texte mit Humor und Ironie, wummernde Bässe, harte Breaks und elektronische Beats. Druckvolle elektronische Musik, die nur nach vorne geht. Maximale Menge an Leidenschaft und Emotion. Eine Bühnenchoreografie mit schrillen Kostümen, unglaublichen Showelementen und wilden Aktionen. Zwei Frontmänner, die live performen bis der Schweiß von der Decke tropft. Das alles sind die Markenzeichen von Schluck den Druck.

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Die Geschichte von Highgrade Records beginnt zur Jahrtausendwende. Damals beschließt DJ Tom Clark, ein eigenes Label für elektronische Tanzmusik zu gründen und signt einige Größen der Berliner Clubszene. Inzwischen stehen dort 15 Stammkünstler und rund 80 Gastmusiker unter Vertrag. Mit Jens Bond und Daniel Dreier und Sven Brede kommen zwei Plattendreher aus der zweiten Generation der Highgrade Familie ins Cosmopolar.


TERMINE

DO 25.11. FR 26.11.

SA 27.11.

SO 28.11.

Hard as Iron 8 Metalfestival 20.00 KW70 The Booze Brothers (Bluesrock) 21.00 KULTURFABRIK

ZEP (Led Zeppelin Coverband) KULTURFABRIK

live: Get Well Soon (siehe Seite 18) 21.00 HSD

Hans Werner Olm: Mit Vollgas im Leerlauf 19.30 ALTE OPER

Lez Zeppelin 21.00 HSD

Dieter Nuhr: Nuhr die Ruhe 20.00 MESSEHALLE

Wooden Peak (Electronica/Jazz live im SG-Club) 20.30 STADTGARTEN

Stoppok plus Worthy 21.00 HSD

live: Schluck den Druck, support Spanks 21.00 CENTRUM

Funky Dump Stuff 20.30 PRESSEKLUB

Live: One Fine Day (RealRock) 21.00 UNI-K.U.M

Golden Diskó Ship + Jasmina Maschina FRANZ MEHLHOSE

La Brass Banda 21.00 hsd

Balkan Bytes (DJane Anne-Sophie) 22.00 KLANGGERÜST (EF)

Aschenputtel – Das Musical 15.00 PRESSENWERK (BaSa)

ASTRA-Sonntag (0,33l-Flasche Astra für nur 1,70€) 11.00 ENGELSBURG (EF)

Polarnacht (Daniel Dreier, Jens Bond) 22.00 COSMOPOLAR (EF)

Black and White (House & Black) 22.00 CLUB NOAH (GTH)

Spieleabend (Tischtennis, Kicker und mehr) 18.00 STADTGARTEN (EF)

Bundesweiter Vorlesetag STADTBIBLIOTHEK (BaLa)

Florian Schroeder: Du willst es doch auch! MULTIHALLE (MEININGEN)

Studentenfutter (Musik für Studenten) 22.00 COSMOPOLAR (EF)

04. DEZEMBER 2010

FRITZ KALKBRENNER CENTRUM CLUB ERFURT

FEBRUAR

2011

VORANKÜNDIGUNG BLUMENTOPF — 25. MÄRZ 2011

CHAPEAU CLAQUE GERWERKSCHAFTSHAUS ERFURT — 2. APRIL 2011

DIE ATZEN WELTTOURNEE 2011 STATDGARTEN ERFURT Karten an allen bekannten KARTEN AN ALLEN Vorverkaufsstellen/ BEKANNTEN VORVERKAUFSSTELLEN UNA – CONCERTS | UNA-CONCERTS.DE .DE

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TERMINE

NOV10 EISENACH

MO 29.11. DI 30.11.

MI 01.12.

Blue Monday Session 20.00 ALTE MÄLZEREI

Der gestiefelte Kater (Kinderstück) 09.00 & 11.30 LANDESTHEATER

Der besondere Film: Das Leben ist zu lang 15.00, 17.30 & 20.00 CAPITOL

Spiel-Bar: Der letzte Akt 19.30 PROBEBÜHNE DES LANDESTHEATER

Die Hit Lounge 21.00 THE BEACH COCKTAILBAR

Spare dich satt (Spare-Ribs all you can eat) 18.00 EL TORO

DinnerKrimi Theaterstück: Bei Verlobung: Mord! 20.00 STADTHALLE

Der besondere Film: Männer al dente 15.00, 17.30 & 20.00 KIK

Bier & Rock 20.00 FIFTY EIGHT

Caipi-Tuesday 20.00 FIFTY EIGHT

Ladies Night (30% auf alle Cocktails) 20.00 FIFTY EIGHT

EISENACH

EISENACH

EISENACH

EISENACH

GOTHA

GOTHA

GOTHA

»»Lesung: ST.Schwarz 30.11. »»Spielbar 30.11.

© Tobias Kromke

Probebühne Landestheater (EA)

© Katja Herr

HsD (EF)

Die Kurzgeschichten aus dem Alltag von Stefan Schwarz sind nicht nur zum Brüllen komisch: Der Mann muss sich wegen memmenhafter Schreckhaftigkeit rechtfertigen, die Frau will im Bett nicht abgedimmt werden, der Sohn lügt schlecht, der Tochter gelingt die Erstbesteigung der Abzugshaube und die verdammte Katze hat immer was zu jammern. Im Haus der sozialen Dienste liest er aus „Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut“.

Die Spielbar ist eine Reihe des Jungen Schauspiels mit unterhaltsamen und kabarettistischen, vor allem aber literarischen Abenden zu aktuellen Themen. Sie findet auf der Probebühne des Landestheaters in der Goethestraße statt. Unter dem Motto „Kahle Bäume, graue Nebel, düstere Gestalten“ präsentieren Sophie Pompe, Hannah Sieh und Pascal Thomas hier schaurigschöne Texte, bei denen sich einem die Nackenhaare aufstellen.

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TERMINE

NOV10

MO 29.11. DI 30.11.

MI 01.12.

BAD SALZUNGEN

MÜHLHAUSEN

ERFURT

Happy Jever Montag (0,5l Flasche Jever für 1,60€) 11.00 STEINHAUS

Stefan Schwarz: Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut 20.00 HSD

ERFURT

Herbstlese: Gabriela & Michael Gwisdek: Die Fremde 20.00 HSD

Meursault (Folktronica aus UK live im SG-Club) 20.30 STADTGARTEN

ERFURT

DIVERSES

Thomas Sonnnenburg: Die Ausreißer 20.00 HSD

Joe Cocker 20.00 MESSEHALLE Traditionelles Montagskino: Friendship! 21.00 UNI-K.U.M (EF)

DIVERSES

DIVERSES

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SPORT

sport

Š VC Gotha, M.Mallon

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SPORT

Snowboard-videopremieren in GTH & EA

© photocase

Seit ein paar Jahren ist es zur guten Tradition geworden, das einige heimische Snowboarddealer wie Fahrrad Eberhardt (Gotha) bzw. Dejavu (Eisenach) pünktlich zum Saisonstart zu einer Videopremiere laden. Zu sehen gibt es dabei die neuesten Adrenalinfilme z.B. aus dem Hause Burton gewürzt mit ordentlich Musik. In Gotha soll zudem eine Modenschau sowie eine attraktive Verlosung den Abend zu einer runden Sache machen.

»» am 13.11. im Spitz (EA) am 26.11. im The Londoner (GTH)

Heimspiele: Handball 2. Bundesliga 06.11.

19.30

ThSV Eisenach OSC Rheinhausen

20.11.

19.30

ThSV Eisenach SG Bietigheim

Handball 1. Bundesliga Frauen 30.10.

18.00

Thüringer HC Bayer Leverkusen

20.11.

18.00

Thüringer HC VfL Sindelfingen

Volleyball 1. Bundesliga XII. Mühlhäuser SchwimmNacht

© aboutpixel

Die Thüringentherme Mühlhausen veranstaltet gemeinsam mit dem 1. Schwimm- und Gesundheitssportverein Mühlhausen e.V. die zwölfte Schwimmnacht. Wer möchte, kann dabei für 5 Euro Eintritt bis zu 29 Stunden im und am Wasser bleiben. Während es draussen bereits kalt und dunkel ist, warten neben angenehmen Wassertemperaturen auch ein 24-Stunden-Schwimmen für Jedermann auf wasserfeste Schwimmer.

»» XII. Mühlhäuser Schwimmnacht vom 05.11. bis 06.11. in der Thüringentherme (MHL)

07.11.

17.00

VC Gotha EnBW TV Rottenburg

14.11.

17.00

VC Gotha CV Mitteldeutschland

01.12.

20.00

VC Gotha Generali Haching

Basketball 2. Bundesliga 06.11.

19.00

Oettinger Rockets Gotha TV Langen

21.11.

18.00

Oettinger Rockets Gotha HCheck Baskets Konstanz

05.12.

17.00

Oettinger Rockets Gotha Lichter BasketBären

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THEATER

theater am markt (EA)

landestheater (EA)

05.11.

19.30

Dreier ohne Simone

05.11.

19.30

West Side Story

06.11.

19.00

Dreier ohne Simone

06.11.

19.30

Elvis liebt Dich

11.11.

19.30

Good Day in Hell

07.11.

15.00

Mein Freund Harvey

12.11.

19.30

Dracula

12..11.

19.30

Mein Freund Harvey

13.11.

19.30

Dracula

20.11.

19.30

West Side Story

18.11.

19.30

Kunst

19.11.

19.30

Kunst

20.11.

19.30

Ladies Night

25.11.

19.30

Good Day in Hell

26.11.

19.30

Sinn

27.11.

19.30

Dracula

kilianikirche (mhl) 06.11.

20.00

Premiere: Antigone

11.11.

19.30

Antigone

16.11.

10.00

Antigone

25.11.

19.30

Alle deutschen Dramen an einem Abend

27.11.

21.00

Theaternacht

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KULTURHAUS (gth) 13.11.

15.00

Schneewittchen - Das Musical

3k: Theaternacht »» Die Kilianikirche in Mühlhausen ist eine der ungewöhnlichsten wie auch der schönsten Bühnen in der Region. Zur Theaternacht zeigt die 3K-Theaterwerkstatt gleich drei Stücke an einem Abend auf verschiedenen Bühnen. / am 27.11. i.d. Kilianikirche (MHL)


THEATER

»»Premiere: »»The Best of KarlHeinz

© S.Stolz

Allen, die denken, Ballett hätte etwas zu tun mit „Prinzen in Strumpfhosen, die in bescheuerten Liebesgeschichten hinter magersüchtigen Schwänen her sind, um sich am Ende in dämlich schwingenden Bühnenwassertüchern zu ertränken“, möchte der Ballettchef Andris Plucis eine Ballett-Lehre erteilen, wie sie es noch nicht erlebt haben. Mit der gesamten BallettCompagnie mischt er einen Cocktail aus Tango, Märschen, Klassik, afrikanischen Rhythmen und Schlagerhits. Exotische Klänge zu erotischen Versuchen wechseln mit stampfenden Rhythmen zur Hundedressur. Und dass Ballett sogar an den Rand von politischem Kabarett gehen kann, zeigt Plucis, wenn er auch Tabuthemen wie Al-KaidaTerrorismus nicht ausspart. Mutig überschreitet dieser Abend Geschmacksgrenzen.

alle Altersgruppen. Noch bleibt sein Geheimnis, wer „Karlheinz“ ist. Sicher jedoch eine Person aus dem alltäglichen Leben, die wir alle wahrscheinlich nicht sein wollen, auch wenn wir nicht umhin können, unsere eigenen Obsessionen und Ängste in ihr zu entdecken. (pm)

»» The Best Of Karlheinz Ein „Chaos-Balett“ von Andris Plucis Premiere am 27.11. um 19.30 Uhr im Landestheater Eisenach

Der Ballettchef nennt sein Werk ein „Chaos-Ballett“ und verspricht Überraschung und Spaß für

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FILM, FUNK & FERNSEHEN

Kinostart von „Suicide Club“

© Kinostar

Willkommen Sonne und Tschüss: Fünf Fremde wollen hoch hinaus, verabreden sich zum Sprung. Im Morgengrauen prallen auf dem Hochhausdach der angespannte Vatertyp (Klaus-Dieter Bange), das blasse Möchtegern-Muttertier (Hildegard Schroedter), die abgeklärte Durchgeknallte (Katja Götz), der grüblerischer Coole (Mathieu Süsstrunk) und der schüchterne Schüler (Arne Gottschling) aufeinander. Sie eint der Wunsch nach dem Gruppenfreitod. Der klappt zunächst aber nicht. Bleibt das Warten auf den Abend. Und das Zeittotschlagen. „Was für ein beschissener Tag“, grollt der Vatertyp vorm Finale. Zuschauende erleben diesen Tag in 96 Minuten und sehen ihn bestimmt anders. Regisseur Olaf Saumer, der mit seinem Bruder Martin das Drehbuch für „Suicide Club“ schrieb, entwickelt aus dem dramatischen Ansatz ein unabgehobenes Kammerspiel. Sein Abschlussfilm (Kunsthochschule Kassel) verhandelt unbeschwert Fragen über Tod und Leben. Saumer spitzt bis zur Situationskomik zu, haucht dem Ganzen dabei etwas zu viel Lebensfreude ein. Ein Absturz droht dem Debütfilm dennoch nie, denn auch die Schauspieler halten ihn oben. Vorm Kinostart am 25.11. bietet das 27. Kasseler Dokumentarfilm –und Videofest die Chance, sich in den Film zu stürzen – und innezuhalten. Am 13.11. um 22.15 Uhr im Gloria Kino. (kak)

»» Suicide Club ab dem 25.11. im Kino

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11-2010

StrombergMega-Box mit allen Staffeln Seit 2004 steht Bernd Stromberg (Christoph Maria Herbst) im Mittelpunkt der Kult-Serie rund um den ganz normalen Bürowahnsinn. Er ist diese Art von Chef, die man seinen ärgsten Feinden nicht wünscht. Mit sarkastischen Sprüchen versucht er, seine Unsicherheit und Inkompetenz zu kaschieren. Und Druck durch den Vorgesetzten wälzt er problemlos auf seine Mitarbeiter ab. CAPITOL Versicherung heißt die fiktive Firma, in der Bernd Stromberg arbeitet. Nach Strombergs Definition hat ein beliebter Chef irgendetwas falsch gemacht und „kann auf seiner Nase gleich ‘ne Diskothek eröffnen, wo alle rumtanzen“! Kinder und Angestellte brauchen nach seiner Meinung klare Grenzen – und das macht er seinen Mitarbeitern ohne Umschweife klar. Ausnahmen gelten höchstens für attraktive Frauen. Doch im ersten Anlauf geht Strombergs Flirtversuch zumeist daneben. Kein Beinbruch, schließlich ist Stromberg - wenn es drauf ankommt - „hartnäckiger als eine Erkältung!“ Wir verlosen eine Stromberg-Mega-Box mit allen Staffeln! Schreibt bis zum 19.11. 2010 eine Mail mit dem Betreff „Stromberg“ an info@ diggla.org Vergesst euren Namen und eure Anschrift nicht. »» Die Stromberg Mega-Box mit allen Staffeln erscheint am 19.11.2010


Start: 04-11-10

FILME

»»„Machete“ – Gewaltige Lustliebe am Kino

© Sony Pictures

Machete, der Titelheld im neuen Film von Robert Rodriguez, spaltet auf der Leinwand. Sein Erschaffer davor. Das Trash-Werk des amerikanischen Regisseurs teilt den Publikumskörper in Hasser und Genießer. Denn wenn Rodriguez und sein Kollege Ethan Maniquis Gewalt inszenieren, schneiden sie nicht simpel auf, sondern liefern handwerklich solides und einfallsreiches Actionkino ab. Der Exploitationfilm bekommt so seinen Latino-Vertreter.

Wie vor drei Jahren beim Grindhouse-Projekt mit Quentin Tarantino („Death Proof“), huldigt Rodriguez auch diesmal dem billigen, reißerischen Abklatsch von Western-, Polizei- und Horrorstreifen aus den 60er, 70er und 80er Jahren. Damals hatte Rodriguez neben „Planet Terror“ den FakeTrailer zu „Machete“ gedreht. Der Legende nach wollte er damit Danny Trejo ruhigstellen, den er seit „Desperado“ als Latino-Filmhelden auserkoren hatte. Der Trailer kam an, und Trejo hatte die versprochene Hauptrolle. Die Geschichte von „Machete“ fällt genreuntypisch verwoben aus: Der Polizist legt sich in einem mexikanischen Kaff mit dem Drogenboss Torrez (Steven Seagal) an und flüchtet nach Texas. Dort gerät er mitten in eine Intrige, die der Finsterling Booth (Jeff Fahey) zusammen mit Senator McLaughlin (Robert de Niro) auf Kosten von Einwanderern eingefädelt hat. Weil Machete im Weg steht, jagt Booth ihm Killer und die privaten Grenztruppen eines gewissen Von (Don Johnson) auf den Hals. Zum Glück bekommt der Cop aber weibliche Schützenhilfe (Michelle Rodriguez,

Jessica Alba, Lindsay Lohan) und einen Padre (Cheech Martin). Rodriguez taucht seine Story tief in grelle wie dreckige Farben, tischt Tacos und Chilischoten auf, entfacht den Revolutionsmythos und lädt das Latinlover-Abziehbild absurd auf. Der dröhnende bis schwülstige Sound kittet das skurrile Mexikobild. Und er steigert das Martialische und Pathetische an Machetes Rache. Passend zur Gewaltgroteske fechten alle Figuren am Ende ihren Kampf als Karikaturen aus, woran das ungewöhnliche Schauspielerensemble sichtlich Spaß hat. B-Movie-Liebhaber dürfte überraschen, wie Rodriquez mit der Satiremachete die Intrige letztlich zerfleddert. Seine abstrusen Ideen und Detailverliebtheit befriedigen die Erwartungen. Sicher am eindringlichsten bleibt hängen, wie Machete den Darm eines Schergen traktiert, um damit aus dem Fenster zu schlingern. Originelles entsteht, weil Rodriguez trivialen Trash leidenschaftlich abhandelt. Derbe, große Unterhaltung – nicht nur für Trash-Fans und Genreliebhaber. (kak)

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Der besondere Film

FILM, FUNK & FERNSEHEN

»»Das Konzert Gefühlvolle Tragikomödie mit einem skurrilen Schauspiel-Ensemble über ein falsches Bolschoi-Orchester in Paris und die ewige Macht der Musik.

»»kleine wunder in athen

Humor entspringt der Verzweiflung in dieser griechischen Komödie über einen apathischen Fremdenfeind, der sich plötzlich mit seinen albanischen Wurzeln konfrontiert sieht.

»»Babys Ebenso amüsante wie berührende Doku, die vier Babys aus verschiedenen Kulturkreisen in ihrem ersten Lebensjahr beobachtet.

KIK Gotha 31.10. / 17.30 Uhr 03.11. / 15.00, 17.30 & 20.00 Uhr

Capitol Eisenach 31.10. / 17.30 Uhr 03.11. / 15.00, 17.30 & 20.00 Uhr KIK Gotha 07.10. / 17.30 Uhr 10.10. / 15.00, 17.30 & 20.00 Uhr Capitol Eisenach 07.11. / 17.30 Uhr 10.11. / 15.00, 17.30 & 20.00 Uhr KIK Gotha 14.11. / 17.30 Uhr 17.11. / 15.00, 17.30 & 20.00 Uhr

© StudioCanal

»»Mademoiselle Chambon

Berührendes Melodram um eine unmögliche Liebe zwischen zwei Menschen, die im wirklichen Leben nichts verbindet.

»»männer al dente Heiter-hintergründige Familiengeschichte über die Liebe zu Pasta, Frauen und Männern, über große Geheimnisse und kleine Rebellionen.

© X-Verleih

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Capitol Eisenach 14.11. / 17.30 Uhr 17.11. / 15.00, 17.30 & 20.00 Uhr KIK Gotha 21.11. / 17.30 Uhr 24.11. / 15.00, 17.30 & 20.00 Uhr Capitol Eisenach 21.11. / 17.30 Uhr 24.11. / 15.00, 17.30 & 20.00 Uhr KIK Gotha 28.11. / 17.30 Uhr 01.12. / 15.00, 17.30 & 20.00 Uhr

»»das leben ist zu lang

Capitol Eisenach 28.11. / 17.30 Uhr 01.12. / 15.00, 17.30 & 20.00 Uhr

Mit großem Staraufgebot erzählt Dani Levy aus sehr persönlichem Blickwinkel die Geschichte eines Filmemachers in der Krise zwischen Schein und Sein.

KIK Gotha 05.12. / 17.30 Uhr 08.12. / 15.00, 17.30 & 20.00 Uhr


Š Alamode


PLATTEN

Paul Smith • Margins • Cooperative Music/Universal

»» Vö 15-10-10

Auch wenn man dem Namen nicht gleich ein Gesicht zuordnen kann, die Stimme spricht für sich: Paul Smith ist eigentlich Sänger von Maximo Park. Nun veröffentlicht der Brite mit „Margins“ sein erstes Soloalbum. Darauf spielt er, anders als bei seiner Band, selbst Gitarre. Auch klingen seine Eigenkompositionen wesentlich ungeschliffener, haben mehr Ecken und Kanten. Nicht so treibend und eingängig wie Maximo Park, dafür melancholisch, oft auch traurig und sehr persönlich kommt Smith in seinen 13 Liedern rüber. Vor allem Momentaufnahmen und kleine Geschichten zeichnen diese aus. Das Songwriterdebüt klingt zwar gefühlvoll, aber nur selten so fesselnd und genial wie man es von Maximo Park gewohnt ist. „I Drew You Sleeping“, ein Werk, das von einem Bed & Breakfast in Brighton erzählt, geht dennoch unter die Haut. „Margins“ zeigt einen sehr grüblerischen, ernsten Künstler, der nur selten laut wird. Da kann man nur hoffen, dass sich Maximo Park bald wieder mit einem neuem Album zurückmelden. (sjb)

Coppelius • Zinnober • F.a.M.E. a/edel

»» Vö 29-10-10

Mit ihrem dritten Album „Zinnober“ knüpfen die edlen Grandseigneurs von Coppelius nahtlos an ihre ersten beiden Werke an. Letztere hatten im Subway-to-Sally-Umfeld durchaus für Begeisterung gesorgt. Inhaltlich und stilistisch im Dandytum des späten 18. Jahrhundert verortet, versucht das ohne Gitarre und Elektrobass auskommende Kammer-Core-Sextett aus Berlin mit seinen deutschsprachigen Songs die Märchenwelt von E.T.A. Hoffmann zum Leben zu erwecken. Dazu schlüpfen die Bandmitglieder in fiktive Identitäten, werden zu Graf, Comte oder Butler. Musikalisch orientieren sie sich dabei an den Inchtabokatables und Iron Maiden. Leider erweisen sich viele der zumeist in der Ich-Form vorgetragenen schauerlich-romantischen Texte als Reim-dich-oder-ich-fress-dichSchmonzetten, was den positiven Gesamteindruck des Albums etwas schmälert. Auch kompositorisch sind die zuweilen etwas großspurig wirkenden Herren von der Genialität und Virtuosität, die sie sich selbst andichten, noch Äonen entfernt. (kpk) Coppelius live am 26.11. im Centrum Club (EF)

Oceansize • Self Preserved While the Bodies Float Up • Superball »» Vö 03-09-10 Progressiv, aggressiv, zärtlich, sphärisch, alternativ, überraschend und definitiv anders. Oceansize ist eine dieser Bands, die man mögen muss, wenn man Musik mag. Oceansize ist eine dieser Bands, deren Musik klingt wie das Leben – überraschend und unplanbar. Oceansize ist eine dieser Bands, die (leider) zu wenigen Menschen bekannt ist. Wer Oceansize hört, sollte keine hitverdächtigen Songs erwarten, sondern sich auf eine Reise durch Genres einlassen, die durch großartige Musiker zu einer großen Geschichte geformt werden. Oceansize vereinen Einflüsse von Rocklegenden wie Pink Floyd mit den frühen Britpop-Helden von My Bloody Valentine oder The Verve und der Eigenständigkeit von Nine Inch Nails. Dabei klingen Oceansize nie wie ein Produkt aus ihren Einflüssen, sondern so eigenständig und organisch, wie es die meisten Bands nicht schaffen werden. Das neue Album „Self Preserved While the Bodies Float Up“ gibt es auch in einer limitierten Vinyl-Pressung. Schnell sein lohnt sich – versprochen! (sb)

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PLATTEN

Kings of leon • Come around Sundown • Rca Int./Sony

»» Vö 15-10-10

Mit „Come Around Sundown“ sind die Kings Of Leon endlich im Mainstream angekommen. Wäre ja auch blöd gewesen, die Frequenz zu wechseln. Jetzt, wo es einmal läuft. Wo Caleb Followill im Radio zwischen den besten Hits von heute „Sex On Fire“ jaulen darf und mit Bono nach Shows ab und zu ein Bierchen kippt. Auf ihrem fünften Studioalbum besinnen sich die drei Predigersöhne und ihr Cousin, die 2003 auf ihrem Debüt mit staubtrockenem Bluesrock um sich gerotzt haben, auf ihre Südstaatenherkunft. Und auf ihr Faible für herzzerbröselnde Countyballaden und bombastische Stadionrocknummern. Die neuen Songs handeln vom Unterwegssein und der Sehnsucht nach der Heimat. Auf der ersten Single muss sogar ein Gospelchor ran: „Wenn meine Großmutter das Video zu ‚Radioactive‘ sieht, dann wird sie nicht mehr denken, dass wir auf dem schnellsten Weg in die Hölle sind, so wie sie es immer befürchtete“, mutmaßt Schlagzeuger Nathan Followill. Da sind wir aber echt froh, dass Oma wieder durchschlafen kann. (ag)

KYRIE KRISTMANSON • Origin Of Stars • No format/alive

»» Vö 22-10-10

Kyrie Kristmanson, Jazz, Folk, Songwriterin. Um vorschnelle Einordnungen auszubremsen, die gerade zwanzigjährige Musikerin stammt trotz des isländischen Nachnamens aus den menschenleeren Weiten Kanadas. Ob das jetzt maßgeblich für die musikalische Prägung ist, darf mal dahingestellt bleiben. Fest steht, dass sie uns mit „Origin Of Stars“ eine der faszinierendsten Veröffentlichungen des Jahres beschert. Der Fokus liegt dabei klar auf ihrer glasklaren Stimme, die einige Teile ihrer Songs völlig allein auszufüllen mag. Bereits der Einstieg „Song X“ reduziert sich auf ein knappes Fingerschnipsen als Instrumentierung und auch sonst sind Gitarre & Co. eher Dekoration statt eine wirklich tragende Rolle zu spielen. „Origin Of Stars“ wirkt wie live gespielt, direkt und ungemein warmherzig. Spätestens beim französisch gesungenen „Oh, Montmatre“ verwandelt sich jazziger Pop in Chanson und Musik in Liebe. Den Namen Kyrie Kristmanson sollte man sich merken! (mb)

Jenny & Johnny • I‘m Having Fun Now • Warner Bros. Records

»» Vö 08-10-10

Fast jede dritte Liebesbeziehungen beginnt am Arbeitsplatz, sagen Statistiker. Im Fall von Jenny Lewis und Jonathan Rice befindet der sich im Aufnahmestudio oder auf der Bühne. Irgendwo dort hat es zwischen der Frontfrau der kanadischen Band Rilo Kiley und dem Singer-Songwriter vor fünf Jahren gefunkt. Nachdem sie sich in der Vergangenheit bereits häufiger gegenseitig bei ihren Soloprojekten unterstützt haben, machen sie als Jenny & Johnny jetzt erstmals offiziell gemeinsame Sache. Und haben Spaß daran. Diese Schlussfolgerung lässt jedenfalls der Titel ihres Debütalbums zu. Dass so eine Liaison künstlerisch befruchten kann, haben Nancy Sinatra und Lee Hazlewood oder jüngst She & Him (Zooey Deschanel und M. Ward) bewiesen. Auf „I‘m Having Fun Now“ begeistern Jenny und ihr Göttergatte mit zweistimmigem Gesang und zuckersüßen Melodien. Die Platte atmet den Geist der 60er Jahre. Darauf: Leichte Surf-, Folk- und Power-Pop-Songs. Perfekt für die Fahrt zum Strand und Annäherungsversuche im Autokino. (ag)

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PLATTEN

Mt.Desolation • Mt.Desolation • Cooperative Music

»» Vö 15-10-10

Vielleicht liegt es daran, dass mit weinerlichem Pianopop keiner mehr hinterm Ofen hervorzulocken ist. Vielleicht stimmt aber auch das Gerücht über den Pup-Besuch in einer stürmischen Herbstnacht. Jedenfalls muss bei der Gründung von Mt. Desolation mehr als ein Guinness im Spiel gewesen sein. Weshalb sollten zwei Briten sonst auf die Idee kommen, ein Countryalbum aufzunehmen? Bei den Herren handelt es sich um Tim Rice-Oxley und Jesse Quinn, hauptberuflich Keyboarder und Bassist bei Keane.. Auf ihrem Debüt werden die Multiinstrumentalisten und Sänger unterstützt von Noah And The Whale-Geiger Tom Hobden, The Killers-Drummer Ronnie Vannucci sowie Winston Marshall, der bei Mumford & Sons das Banjo zupft. Die Cowboynummer kauft man Mt. Desolation zwar nicht ab. Dafür aber Up-Tempo-Stücke wie „Bitter Pill“ oder Slow-Motion-Songs wie „State Of Our Affairs“. Der Rest ist Wildwest-Romantik und Honky-Tonk-Geklimper. Und erinnert, sofern man das nicht mag, an den Titeltrack zu „Ein Colt für alle Fälle“. (ag)

THE GREEN APPLE SEA • Northern Sky - Southern Sky • K&F

»» Vö 17-09-10

Das Dresdner Indielabel Kumpels & Friends ist eine ungemein feine Adresse für handgemachte Musik mit Nischencharakter. Wer uns öfter liest, dem könnten eventuell Namen wie The Marble Man oder Rumen Welco in Erinnerung geblieben sein. Jetzt also The Green Apple Sea, eine Fünfercombo aus Nürnberg, der die Intro bescheinigte „der Stand der Dinge im Folk- und Country-beeinflussten Indiepop Deutschlands“ zu sein. „Northern Sky - Southern Sky“ kommt im schicken Digipack daher und hat eine kühle Northern- und eine wärmere Southern-Sky-Seite. Akustisch macht diese Zweiteilung sich nicht unbedingt bemerkbar. Sänger Stefan Prange und seine Mitstreiter überzeugen durch ein filigranes Songwriting, das einen sofort umschließt und dem man in seiner oft mehrstimmigen Zuspitzung einfach zuhören muss. Oft fallen als Vergleich Namen wie Wilco bis hin zu den Beach Boys. Und irgendwie passt das sogar. „Found a dead whale on the beach today...“ Schlichtweg gut. (mb)

THE AMPLIFETES • The Amplifetes • Ministry of sound

»» Vö 23-10-10

Vier Typen aus Schweden schicken sich via Datenautobahn Songideen, halbfertige Soundschnipsel und manche Bassline zu, um jeder für sich daran herumzufrickeln und sie dann wieder auf Reisen zu schicken. Den gemeinsamen Bandproberaum gibt es nur virtuell und man trifft sich erst im Studio, um aus den Ideen das Puzzle zusammenzusetzen. Teil für Teil entsteht dabei das, was die vier gern Organic Dance nennen. Mit dem Tanzbodenknaller „It‘s My Life“ werden gleich zu Anfang die Boxen freigepustet, bevor beim wavigen „Whizz Kid“ Iggy Pop sich heimlich in den bandinternen Datenaustausch gehackt zu haben scheint. Was folgt ist eine Platte, die sich gut im Umfeld von Hot Chip, MGMT oder Empire Of The Sun einsortieren lässt und eine hohe Dichte echter Ohrwürmer bereithält. Da sind die ein, zwei Hänger schnell verziehen. Unterm Strich ist das selbstbetitelte Debüt der Schweden ein buntes Mixtape aus Ideen, von tieftönend clubtauglich bis zum innehaltenden Popsong. (mb)

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BÜCHER

M. Schreiner, M.Kolb • My way into Rock‘n‘Roll • Edel, 2010

Der Weg auf die großen Bühnen dieser Welt beginnt mit einer Blockflöte. Zumindest, wenn man sich ein Beispiel an Thees Uhlmann (Tomte), Lorenzo Sillito (The Temper Trap) oder Konstantin Gropper (Get Well Soon) nehmen möchte. Kele Okereke von Bloc Party dagegen verfiel der Musik durch ein Kris Kross-Video. Und Rick McPhail von Tocotronic entdeckte seine Leidenschaft für den Rock‘n‘Roll, während er als Sechsjähriger für die Gäste seiner Eltern eine Elvis-Performance im heimischen Wohnzimmer hinlegte. Es sind Geschichten von kleinen Anfängen, großen Erfolgen und teils unglaublichen Zufällen, die Mirjam Kolb und Manuel Schreiner in „My Way Into Rock‘n‘Roll“ zusammengetragen haben. Geschichten, die so einzigartig sind, wie die 35 Künstler selbst, die dem Autorenduo auf zwölf Fragen Rede und Antwort standen: Wie und wann hast du deine Leidenschaft für Musik entdeckt? Hat dich ein Künstler besonders beeinflusst? Wann hast du dein erstes Instrument bekommen? Wie war das Gefühl, die erste Platte deiner eigenen Band in den Händen zu halten? Um es vorweg zu nehmen: Eine Handlungsanleitung, wie man selbst zum Rockstar wird und große Hallen füllt, suchen erfolgshungrige Jungmusiker im Gegensatz zur Ankündigung auf dem Buchrücken vergeblich. Dafür stecken die Interview-Protokolle voller bisher unbekannter Anekdoten und amüsanter Details. Wer ahnte schon, dass Brandon Curtis von The Secret Machines Bass in einer Kirchenband gespielt hat, Sven Regener, Sänger von Element of Crime, aus seiner Schulband flog und an Bebban Stenborg von den Indie-Schwe-

den Shout out Louds beinahe eine Primaballerina verloren gegangen wäre? Außerdem beruhigend: Wer früher zum Geigespielen gezwungen wurde und bis heute keine Noten lesen kann, befindet sich in guter Gesellschaft. Dazwischen werden auch ernstere Töne angeschlagen. Zum Beispiel, wenn die Musiker über den Druck von Plattenfirmen und Medien philosophieren oder erzählen, warum Tour- und Familienleben oft gar nicht so leicht zu vereinbaren sind. Für die Bebilderung des knapp 240 Seiten starken Interview-Bandes – das dürfte Fans besonders freuen – stöberten die Rockstars in privaten Fotoalben und förderten die besten Bilder aus ihrer Kindheit, von Touralltag und LiveAuftritten zutage. Für Noch-nicht-Fans werden alle Interviews durch kurze Bandbiografien mit Infos über Werdegang, Diskografie und Besetzung ergänzt. Der einzige Wermutstropfen von „My Way Into Rock‘n‘Roll“ liegt in der starren Vorgehensweise der beiden Autoren. Durch den schematisierten Fragebogenstil kratzen Kolb und Schreiner manchmal zu sehr an der Oberfläche, anstatt öfter die Gelegenheit zu ergreifen und nachzuhaken. So wiederholt sich einiges und manche Frage bleibt unbeantwortet. Warum das Buch dennoch genau das Richtige zum Stöbern an kalten Herbsttagen ist? Tomte-Frontsänger Thees Uhlman bringt es im Vorwort des Werks auf den Punkt: „Interesse an Menschen! Immer noch spannend nach all den Jahren!“ (jk)

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BÜCHER

Nagel • Was kostet die Welt • Heyne, 2010

Tobias Meissner wohnt in Berlin und wird von allen nur Meise genannt. Er ist 27 Jahre alt und der Protagonist von Thorsten „Nagel“ Nagelschmidts neuem, zweiten Buch „Was kostet die Welt“. Der Autor, der bis vergangenes Jahr noch Sänger und Songschreiber von Muff Potter war, hatte zuletzt mit „Wo die wilden Maden graben“ eine fiktive Tourgeschichte einer Punkband veröffentlicht. Meise will keinen Beruf, keine Beziehung, nichts besitzen und kann dasselbe und das gleiche nicht auseinander halten. Als sein Vater stirbt, erbt er 15.000 Euro, kann damit zuerst gar nichts anfangen und beschließt dann, alles anders zu machen als sein Vater: nichts zu sparen, sondern das ganze Geld auszugeben. Im Gegensatz zu seinem alten Herrn, der aus Deutschland kaum rausgekommen ist, will er reisen, die weite Welt sehen und es sich gut gehen lassen. Als er nach neun Wochen quer durch die USA wieder in Berlin ankommt, fühlt er sich gar nicht wohl in seiner Haut. 958 Euro sind vom Erbe noch übrig und er beschließt, auch noch die restlichen Piepen bei einer letzten Reise auf den Kopf zu hauen. Weil er in New York auf einer Party den Winzer Flo kennengelernt hat, entscheidet er sich spontan für einen Abstecher an die Mosel. Am Fluss angekommen fühlt sich Meise bald von der ländlichen Idylle erschlagen. Flo und seine Freundin Judith, die schon seit der Schulzeit ein Paar sind, führen ihn in die Weinkunst ein,

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zeigen ihm die Gegend, Traditionen und Werte. Meise findet in Flos Familie eine heile Welt vor. Eine, die ihm fremd ist, weil sich seine Eltern früh scheiden lassen haben. Ihm wird vorgeführt, wie verkorkst sein Leben doch ist. Fragen nach seinem nicht vorhandenen Beruf sind ihm plötzlich unangenehm: „Wie, sie arbeiten hinter der Theke in einer Kneipe? Das ist doch kein Beruf?“ Meise wird mit den Scherben seines Lebens konfrontiert, in Rückblenden erfährt man mehr von seiner Vergangenheit. Das Scheitern, an anderen Menschen und vor allem an sich selbst, ist eines der zentralen Themen in „Was kostet die Welt“. Man schaut Meise dabei zu, wie er einen Bock nach dem anderen schießt. Auf dem örtlichen Weinfest, dem Großereignis in der Provinz, kommt es letztendlich zum Showdown. Nagels Zweitwerk hat mit seinem Debüt „Wo die wilden Maden graben“ nichts gemein. Den Musik- und Tour-Background hat er gewollt abgelegt. Trotzdem spiegelt sich der Autor in seinem Protagonisten wieder, vor allem in dessen detailreicher Erzählweise und Wortwahl. Meise wächst einem schnell ans Herz. Nagel haucht ihm so viel Leben ein, dass man meint, ihn persönlich zu kennen. Provinzklischees („Hier fährt kein Bus nach 18 Uhr“) spielt der Musiker und Schriftsteller gekonnt aus und bringt einen damit ein ums andere Mal zum Schmunzeln. Die 320 Seiten lassen sich schnell lesen. Vielleicht wäre es aber schlauer, sich zu bremsen: Denn am Ende bereut man, dass das Lesevergnügen schon vorbei ist. (sjb)


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Reinhardt Kleist • Castro | Peter Meer • Haarmann • Carlsen, 2010

Dass Comics sich dazu eignen, an Geschichte heranzuführen, haben bereits Klassiker wie Asterix oder die Digedags bewiesen. Gerade in den letzten Jahren hat sich das Spektrum des Genres stark erweitert und qualitativ verbessert. Sei es in der Adaption literarischer Stoffe („Faust“, „Der kleine Prinz“, „Fahrenheit 451“), als Biographie („Che Guevara“) oder in der Vermittlung naturkundlichen Wissens („Alpha“: mit der Erdgeschichte als Thema). Zu diesem stetig größer werdenden Ensemble gesellen sich nun zwei biografische Werke aus deutscher Feder: „Castro“ von Reinhard Kleist und „Haarmann“ von Peter Meter (Text) und Isabel Kreitz (Zeichnungen). In „Castro“ berichtet ein deutscher Journalist aus dem Leben des kubanischen Revolutionärs, von seinen Anfängen bis in die Gegenwart. Der Erzähler reist im Oktober 1958 eigentlich nur für eine Reportage nach Kuba, verbringt dann allerdings sein ganzes Leben auf der Karibikinsel. Überzeugt und fasziniert von Fidel Castro trifft er ihn kurz nach seiner Ankunft in dessen Versteck und erlebt die Revolution anschließend an vorderster Front. Die zunehmenden diktatorischen Züge nach der Machtübernahme zerfurchen zwar auch sein Bild vom Máximo Líder, doch hält er dem Land und der Bewegung bis zuletzt die Treue. Mit dem Reporter ist Kleist eine überzeugende Figur gelungen, die stellvertretend für den Lebensund Leidensweg vieler Revolutionäre steht. Die oft unrühmliche Rolle der USA in Bezug auf Kuba, der teilweise aussichtslose und dennoch unverbrüchlich fortgeführte Kampf in der Anfangszeit, die sich ständig vergrößernde Kluft zwischen

Anspruch und Wirklichkeit der Freiheitsbewegung, vieles hat der Autor authentisch dargestellt. „Castro“ eignet sich dadurch gut als Einführung in das Leben des langjährigen Regierungschefs und Staatspräsidenten. Die Bilder sind dabei auf das Wesentliche reduziert und erinnern, absichtlich oder nicht, auch an sozialistische Propagandakunst. Peter Meter und Isabel Kreitz widmeten sich dem Hannoveraner Serienmörder Fritz Haarmann, der einigen aus dem Film „Der Totmacher“ mit Götz George bekannt sein dürfte. Haarmann tötete zwischen Februar 1923 und Juni 1924 nachweislich 24 junge Männer und verkaufte deren Fleisch. Am 23. Juni 1924 wurde er verhaftet, am 15. April 1925 erfolgte die Hinrichtung. Der Comic setzt in den Ermittlungen ein und endet mit der Verhaftung von Haarmann. Es wird gezeigt, wie er seine Verbrechen beging und von seiner Umwelt wahrgenommen wurde. Einen weiteren Handlungsschwerpunkt bildet die teilweise dilettantische Fahndungsarbeit der Polizei. Inhaltlich ist der Stoff zwar bei weitem nicht ausgereizt, doch besticht „Haarmann“ vor allem durch seine stimmungsvolle Bilder, in denen man regelrecht in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen versinken kann. Wäre der Stoff nicht so gruselig, man nähme das Buch sicher immer wieder allein zur Betrachtung in die Hand. (Gernod Siering/Buchhandlung Leselust)

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„Aufgrund der Einsturzgefahr eines Gebäudes ist die Oppenheimstraße zwischen den Einmündungen Planstraße und Christianstraße bis voraussichtlich Ende September für den Fahrverkehr und auch für den Fußgängerverkehr voll gesperrt. Alle Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die geänderten Verkehrsbedingungen zu beachten.“ Das ist der Wortlaut einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Eisenach vom 12. August 2010. Seitdem leben die Bewohner der Oppenheimstraße etwas abgeschieden, aber eben auch merklich verkehrsberuhigt. Was war passiert oder besser was bis heute nicht? Teile einer maroden Fabrikruine waren auf die Straße gestürzt (siehe Bild nebenan) und liegen da auch heute noch. Da seitens des Ruinen-Eigentümers bisher keine Anstrengungen zur Beseitigung unternommen wurden, wird wohl demnächst erst Schnee die Sache bedecken und anschließend Gras darüber wachsen? Immerhin hat das bei der seit Jahren gesperrten Brücke in der FriedrichNaumann-Straße (am AWE Museum) auch prima geklappt – die ist zwischenzeitlich fast flächendeckend begrünt! Begrünt ist ein prima Stichpunkt und irgendwie passt es auch prima als Anschlussthema: Nachdem die Auffahrt zur Wartburg, Eisenachs vermutlich meist besuchte Touristenstrecke, wegen einiger loser Pflastersteine monatelang halbseitig blockiert war, verbuddelten doch tatsächlich ein paar Bösewichte über Nacht eine Grünpflanze ins Schlagloch! Über diesen wahrlich sympathischen Bürgerprotest dürften nicht nur Besucher der Stadt herzlich gegrinst haben. Endgültig Schluss ist jetzt im Sound & Culture am Eichrodter Weg in Eisenach. Nachdem das Gebäude, in dem sich auch das Sound & Culture befand, im Zuge der Umbaupläne rund um die

Bahnhofsstraße den Besitzer wechselte, stand der Laden bereits seit Monaten auf der Kippe. Der Club, der ein paar Jahre lang neben dem elektronisch-technoiden Underground auch der regionalen Hardcore-Szene ein zweites Zuhause bot, reiht sich damit in eine traurige Liste von Schließungen ein. Ein November-Programm wird es nicht mehr geben. Schlechte Haushaltsbedingungen verlangen nach kreativen Ideen. Das dachten sich auch die engagierten Menschen beim Förderverein Stadtbibliothek Eisenach e.V. und starteten im Oktober die Aktion „Eisenach kauft ein Buch“. Die Idee dahinter: Wenn die Stadt aus ihrer leeren Kasse Neuerwerbungen nicht wuppen kann, dann vielleicht der ein oder andere Literaturfan, in dem er in den beteiligten Buchläden Bücher für den Bestand der Bibliothek erwirbt. Die Aktion läuft erst einmal bis auf weiteres. Glückwunsch noch an die Herren Ryo & Norman Sinn! Das haben die beiden doch astrein hinbekommen, oder? Sich nach den ganzen etablierten Namen beim Bundesvision Songcontest dermaßen gut zu platzieren... Respekt Mädels! Habt ihr wirklich gut gemacht. Richtig Spaß macht uns in letzter Zeit euer Feedback auf unsere Arbeit z.B. via Facebook, wo immer mehr von euch sich an Dingen beteiligen oder eigene Wünsche äußern. Danke dafür! Für diejenigen, die uns bisher dort noch nicht verfolgen – schaut einfach mal vorbei. Neben aktuellen Tipps gibt es dabei regelmäßig auch Freikarten und andere Dinge abzustauben. Und sonst so? Hm, das MAD macht immer noch Sommerpause...

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HOROSKOPE

Text: Madlen Reimer

Ernährungstechnisch sieht´s im Moment nicht so gut aus bei dir. Immer das Gleiche zu verdrücken, das kann dich nicht glücklich machen. Übe dich deshalb in Kreativität und schwuppdiwupp wirkt sich das auch positiv auf andere Lebensbaustellen aus. Pass demnächst sehr gut auf und trage am allerbesten immer eine grüne Mütze bei der Kälte da draußen. Denn du weißt ja sicher so gut wie ich, dass man die meiste Körperwärme über den Kopf verliert. Nicht, dass dir dann ständig kalt ist und du noch krank wirst. Manchmal ist kein Verlass. Aber man gewöhnt sich daran und lernt die so ans Tageslicht tretenden Freiheiten durchaus zu schätzen. Reg dich also ab und gesteh dir ein, dass eigentlich alles in Ordnung ist und du dich momentan ganz und gar nicht beschweren kannst. Ab und an mal einen schlechten Tag zu haben, das ist ganz normal. Allerdings solltest du in deinem kleinen Kämmerlein mal nachzählen. Du siehst, von ab und an kann gar keine Rede mehr sein, sondern eher davon, dass du permanent schlechte Laune verbreitest. Hör auf damit! Ihr beiden. Ihr haltet einander ja schon ein Leben lang aus. Das ist ziemlich bewundernswert. Aber bestimmt auch oft anstrengend für euch. Andererseits mögt ihr euch doch und das solltet ihr euch ruhig ein wenig öfter in eure kleinen süßen Gedächtnisse rufen. Macht doch mal eine Party für zwei oder unternehmt was richtig Wildes. Neuerungen sind meistens nicht gratis zu haben. In deinem Fall aber ist es tatsächlich wahr – da kommt wirklich keine einzige Rechnung mehr. Das ist die Belohnung für Mut, Planung und Denken. Sehr schön, weiter so! Scheu dich nicht, auch mal Forderungen zu stellen. Für dich selbst. Das muss man natürlich üben, damit es im richtigen Moment auch klappt. Es geht also einfach los: ab jetzt nämlich! Der Herbst ist eine melancholische Zeit. Wenn dir deshalb mal ein Tränchen über die Wange läuft, musst du dich nicht schämen. Bitte nicht jetzt schon mit der Heulerei anfangen, schließlich liegt der Winter noch vor dir. Warten, warten, warten. Auf was eigentlich? Darüber musst du dir dringend Gedanken machen und dann abwägen, ob sich das wirklich lohnt. Immerhin gibt es so viele Dinge, die du doch schon immer mal machen wolltest. Wie wäre es wenn du dir über deine nahe Zukunft mal ein paar Gedanken machst und nicht immer nur rumhängst? Es ist an der Zeit die Farbe Grau ein wenig positiver zu denken, als du es im Moment tust. Schließlich verbringt ihr den ganzen Winter zusammen, da kann man sich ruhig mal ein bisschen um ein positives Zusammenleben bemühen. Also, dann mal los: Grau ist schön, weil es sich zurückhält. Und viele schöne Dinge sind grau. Kleine süße Mäuse zum Beispiel. So bitteschön, du bist dran! Der Tipp des Monats von den Sternen für dich: Öffne Herz und Kopf und sei auch mal nett zu Leuten, die dich nicht so freundlich anschauen. Du wirst sehen, dass sich deren Gesichter sehr schnell in Schönheiten verwandeln, die man dann auch ganz gerne um sich hat. Sich zu verändern, ist eigentlich kein großes Ding. Ist nicht so schlimm, jeder ist eben anders. Trotzdem solltest du deine Angst vor anderem ein bisschen einzudämmen versuchen, denn du verpasst so einiges. Zum Beispiel das Gefühl der Überraschung, eine wirklich großartige Sache. Oder so was wie Vorfreude. Mach mal los!

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diggla November 2010