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Signale

April • 2014

DAS MAGAZIN DER SOZIALISTISCHEN JUGEND BURGENLAND


politische Herausforderungen Stellung zu beziehen würde jedoch den Rahmen meines Vorwortes sprengen. Deshalb werde ich mich auf die aktuell wichtigsten Themen konzentrieren und euch dazu meine Meinung kundtun. Apropos politische Herausforderungen: Lückelose Aufklärung und Abwicklung der Hypo Alpe Adria heraus. Uns muss bewusst sein, dass es die Politik der Haider-FPÖ war, die uns alle in ein sp Desaster geritten hat, für welches, so wies aussieht nun die SteuerzahlerInnen haften sollen. Das Mindeste was hier getan werden muss, ist eine lückenlose parlamentarische Aufklärung und die Beachtung aller möglichen Abwicklungen. Doch dabei macht sich auch die SPÖ zur Mittäterin. Wie so oft werden die Scheuklappen der aktiven Aufklärung vorgezogen. Was auf der Strecke bleibt ist ganz klar die Demokratie. Die Investoren werden in ein sicheres Daunenbett gesetzt während die Jugendlichen und ArbeiterInnen sich neuerlich auf unfaire Sparpakete einstellen dürfen.

KILIAN BRANDSTÄTTER

LIEBE GENOSSINNEN, LIEBE GENOSSEN, die SJ Burgenland stürzte sich mit viel Elan und unzähligen Aktivitäten wie zum Beispiel das Wintersportfest oder die Bezirks- und Landesausscheidungen des 4. burgenländischen Jugendhallencups ins Jahr 2014. Auch an brisanten politischen Themen mangelt es nicht. Zu allen Aktivitäten bzw.

Doch gibt es noch mehr das nach Verbesserung verlangt. Nehmen wir das TOP-Jugendticket her. Endlich wurde es auch auf das freiwillige Sozial- und Umweltjahr ausgeweitet. Doch uns ist dies nicht genug! Wir werden weiterhin das 60-Euro-TOP-Jugendticket bundesweit für alle unter 26-jährigen fordern. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen damit alle Öffis österreichweit und ganzjährig nutzen können. Das ist vor allem mir ein wichtiges Anliegen. Freundschaft!

INHALT Jahr für die Jugend

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The Wolf of Wall Street

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Top-Jugendticket & Fight FGM

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Ortsgruppenreportage

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Jugnedlantag & Leistbares Wohnen

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SJ on Tour

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Impressum:

HERAUSGEBER:

Sozialistiche Jugend Burgenland Permayerstraße 2, 7000 Eisenstadt Telefon: 02682/775 292 E-Mail: office@sj-burgenland.at

REDAKTION:

Daniel Posch Andreas Königshofer Julia Herr Silvia Czech Matthias Maierhofer Lukas Lehner Adrian Kubat Josef Meszlenyi Kilian Brandstätter

Gegen den Strom

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Rollenzwänge zerstören

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Lasst die Hypo doch Pleite gehen

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FOTOS:

Es braucht ein soziales Europa

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LAYOUT:

Pro vs Kontra EU

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SJÖ

Maximilian Trenkmann


JAHR FÜR DIE JUGEND Mit Jahresbeginn wurde vom burgenländischen Landeshauptmann das “Jahr der Jugend” ausgerufen. Seitens des Landes Burgenland sollen nun unzählige  Projekte ins Leben gerufen werden, die junge Menschen in allen Lebenslagen unterstützen und ihnen Möglichkeiten bieten sollen, sich ins Landesgeschehen einzumischen. Der Osten des Landes Österreich, soll zur „Jugendregion“ gemacht werden.

WER SIE SIND & WAS SIE WOLLEN Wer sind die jungen Menschen, welche Anliegen bzw. Probleme haben sie und wo muss man ansetzen, damit beispielsweise die höchste MaturantInnenquote nicht zu einer hohlen Phrase verkommt, weil so viele MaturantInnen zwischen 18 und 26 keinen Job finden. Podiumsdiskussionen, Umfragen oder Infoveranstaltungen, die von Arbeiterkammer, Jugendforschungsinstituen oder dem Land Burgenland bereits durchgeführt wurden bzw. werden.

Freizeit, Sport & Kultur – SJ nutzt die Chance für „Freizeitschiene“ & Mitgliederkampange! Eine Erweiterung des Kulturprogramms, was Musik-, Sport- und Freizeitveranstaltungen betrifft ist nur ein Teil der Maßnahmen die zu Beginn des Jahres angestellt wurden. Jugendorganisationen wie wir eine sind, Vereine und andere Institutionen die sich um die Anliegen der Erwachsenen von Morgen kümmern, will man in diesem Jahr besonders fördern. Da bei uns ausschließlich junge Leute am Werk sind, und wir diese besondere Chance der Vereinsförderungen nutzen werden, starten wir ins Jahr 2014 mit einer neuen Freizeit- und Veranstaltungsschiene sowie einer Mitgliederkampagne. Die SJ Burgenland wird in den kommenden Monaten „nur noch schnell die Welt retten“ und vor allem im Bezirk Mattersburg mit vielen Veranstaltungen lautstark auf sich aufmerksam machen!

Jugendliche in allen Lebenslagen unterstützen – SJ Forderungen umsetzen! Wenn man sich die horrenden Zahlen der jungen Menschen in Europa ohne Job & Perspektive genauer ansieht und einem kurz darauf die Luft weg bleibt, merkt man schnell wie wichtig Beschäftigungsinitiativen, Berufsinformation und Bildung sind. Mehr Lehrstellen, Praktika und Berufsinformation sind begrüßenswerte Forderungen, die man als SJ durchaus unterstützt. Es ist unserer Meinung nach, höchste Zeit dafür, dass das Leben für Junge leistbar wird. Dazu gehören, die Schaffung von leistbarem Wohnraum, Jugendbeschäftigungsinitiativen im ganzen Bundesland, sowie die Ausweitung des Top Jugendtickets auf das gesamte Bundesgebiet für ALLE bis zum 26. Lebensjahr. Wir werden uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass unsere Forderungen gehört, aufgegriffen und umgesetzt werden, damit das Jahr 2014 im wahrsten Sinne des Wortes das „Jahr der Jugend“ wird! ——Andreas Königshofer

AKTION PANZERKNACKER

Mit der Medienaktion „Panzerknacker überfallen Polizeiposten Nickelsdorf“ machte die SJ Bezirk Bezirk Neusiedl gestern Stimmung gegen die Nacht- und Nebelpolitik von Innenministerin Mikl-Leitner. Sicherheit darf nicht zum Privileg werden.

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Spätestens nach Oscar Buzz mit immerhin 5 Nominierungen und Golden Globe Gewinn von Leonardo DiCaprio ist der Film „Wolf of Wallstreet“ im breiten Mainstream angekommen. Bis jetzt belaufen sich die Filmeinnahmen auf knappe 400 Millionen- der Film wurde also rund um den Globus geschaut. Zeit, einen näheren Blick darauf zu werfen:

se? Er geht illegale Geschäfte ein und verkauft Aktien die nichts wert sind. So verdient er bereits mit 26 Jahren 49 Millionen Dollar. Jordan und seinem Team stehen nun Unsummen von Geld zur Verfügung, die sie auf krankhafte Weise ausgeben. Einmal tanzt eine Marschka-

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WAIT- THAT’S REAL? Im Großraumbüro gehen Nutten ein und aus und die Szenerie erinnert oft mehr an Partyexzesse als an Arbeit. So isst Donnie, Jordans Partner, mal eben einen lebenden Goldfisch. Was wie Fantasie klingt, ist allerdings wirklich passiert! Der Film basiert auf der gleichnamigen Autobiografie von Jordan Belfort, die 2013 veröffentlicht wurde. Die Handlung ist die Nacherzählung Belforts und dessen was sich in den 90ern zugetragen hat. So gibt Danny Porush (Im Film zu Donnie umbenannt) beispielsweise zu, den Goldfisch gegessen oder gemeinsam eine Yacht versunken zu haben.

DIE STORY Der charismatische Protagonist heißt Jordan Belfort, ist Börsenmakler und besitzt reichlich Überzeugungskraft und Charme. Er beginnt an der Wallstreet zu arbeiten und sein Boss erklärt ihm das Geheimnis des Jobs: Es geht darum Geld zu machen nicht für KundInnen, sondern für sich selbst. Das Rezept: Koks und mindestens drei mal am Tag masturbieren! Diese Regeln prägt sich Jordan ein und er lebt sein Leben frei nach dem Motto „sex, drugs and rock’n’roll“- allerdings ohne rock’n’roll. Nicht wenige Filmaufnahmen zeigen Koks mit den unterschiedlichsten Körperöffnungen. Wie finanziert sich Belfort diese Exzes-

Denn ja, die Storyline dreht sich hauptsächlich um Jordan und dessen Freunde, Frauen übernehmen höchstens Nebenrollen.

pelle in Unterhosen durchs Großraumbüro und einmal wird vor versammelter Masse einer Mitarbeiterin für 10.000 € eine Glatze rasiert. Fast der ganze Film dreht sich darum die Perversion der männlichen Antihelden darzustellen.

DIE FRAGE NACH DEM WIE? Während sich dem Rauschspiel ausgiebig gewidmet wird, fast drei


Stunden lang (!) ist die Frage, wie Belfort Milliarden von Dollar hinterziehen konnte nicht beantwortet. Belfort sagt einmal trocken in die Kamera: „War das alles legal? Absolut nicht!“ Wie es aber genau gelingen konnte Leuten Milliarden aus der Tasche zu ziehen- diese Frage wird nicht gestellt. DiCapro selbst, der auch als Produzent fungierte, sagte dazu, wenn man einen Film über Steuerhinterziehung macht und wie sie vor sich geht, steigen dir die Leute aus. Es interessiert also nicht, wo die Fehler im System stecken oder wie man Betrug vorbeugen kann- es interessieren nur faszinierende Geschichten. Es interessieren die „Börsenstars“ und ihr Leben mit den Reichen und Schönen.

DAS ENDE Das FBI beginnt seine Ermittlungen und nach Jahren von Saus und Braus wird Jordan inhaftiert. Allerdings nur für 22 Monate, da er sich kompromissbereit zeigt und sämtliche seiner Komplizen ans FBI verrät. Auch im Gefängnis kauft er sich ein angenehmes Leben- man sieht ihn beim Tennis spielen. Dort beginnt er dann auch sein Buch zu schreiben, auf welchem der Film beruht. Seine Bücher sind mittlerweile Bestseller und gemeinsam mit den verkauften Filmrechten, soll er bereits wieder ein Vermögen von 1,7 Millionen € angehäuft haben. Heute ist er als erfolgreicher Motivationssprecher tätig. Spätestens beim Verlassen des Kinos, muss also bewusst sein, durch den Kauf der Kinokarte, hat Jordan Belfort schon wieder Gewinn gezogen!

FAZIT Insgesamt hat Belfort bei seinen Kunden einen Schaden von 200.000.000 Dollar verursacht- der Held der Filmes ist er trotzdem. Steuerbetrug wird durch den Film menschlich gemacht. Wer auf Systemkritik wartet, wartet vergebens, viel mehr erwartet einen die Glorifizierung des Lebens von Jordan Belfort. Dabei wird der Film weder durch wenige lustige Momente noch durch DiCaprios Darstellung gerettet. ——Julia Herr

TOP-JUGENDTICKET Mit der Ausweitung des TOP-Jugendtickets auf das freiwillige Sozial- und Umweltjahr will sich die SJ Burgenland nicht zufrieden geben. „Wir wollen das 60-Euro-TOP-Jugendticket, mit dem alle unter 26-Jährigen alle Öffis österreichweit und ganzjährig benutzen können“, so Kilian Brandstätter, Vorsitzender der SJ Burgenland. Der

Ausbau und die Ausfinanzierung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs ist die einzig ökonomisch wie ökologisch sinnvolle Lösung für die Verkehrsprobleme der Zukunft.

FIGHT FGM!

6. FEBRUAR: Der Februar 2014 startete wie jedes Jahr mit einem wichtigen wie unangenehmen Tag: dem Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung. Diese Extremform von Gewalt an Frauen wollten wir mit kleineren Themenabenden - verteilt in der ganzen SJ Burgenland - und einigen Fotoaktionen ins Bewusstsein unserer Mitglieder und ins Bewusstsein von Außenstehenden rufen. Weltweit sind rund 155 Mio. Frauen von sexueller Verstümmelung betroffen, täglich kommen weitere 8.000 Mädchen

dazu - wobei die Dunkelziffer wohl weit höher liegt. “Die Folgen sind verheerend und fügen Frauen oft lebenslang psychische Traumen zu, den Verlust sexueller Empfindung oder Infektionen. Das beweist: FGM muss in Österreich Asylgrund sein kostenlose Rückoperationen müssen ermöglicht werden, geschultes Behördenpersonal sichergestellt werden, um zu verhindern, dass Antragstellungen zur Farce werden! Allgemein muss das Ziel lauten: Weibliche Genitalverstümmelung wirksam bekämpfen! Für ein selbstbestimmtes Leben für alle Frauen! ——Silvia Czech

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ORTSGRUPPENREPORTAGE

Da uns als Mitgliederorganisation um für die Jugend in Steinbrunn sowohl Ortsgruppen mit ihrer Arbeit in den kulturell als auch politisch einiges zu Gemeinden besonders am Herz liegen erreichen. Mit einem abwechslungsund wir in den vergangenen Monaten reichen Freizeitangebot und klaren viele neue Gruppen gründen konnten, haben wir uns dafür SJ STEINBRUNN: entschieden in jeder • Vorsitzender: Andreas Gradinger Ausgabe unserer Sig• Stv. Vorsitzender: Christopher Frasz, 17, Schüler nale eine Ortsgruppe • Kassierin: Caroline Pavitsits mit ihren Ideen, Wün• Schriftührerin: Melanie Steiner schen und Projekten zu präsentieren. In dieser Ausgabe möchten wir euch die Vorstellungen, was sich in Steinbrunn Sozialistische Jugend Steinbrunn vor- bewegen muss ging man an den Start. stellen. Welche Personen stecken hinter dem Projekt „SJ Steinbrunn“?

GRÜNDUNG

Nach ca 15 Jahren Funkstille haben sich letztes Jahr 11 junge Leute getroffen,

Zum Ortsgruppenvorstitzenden wurde der 17 jährige HTL Schüler Andreas Gradinger gewählt. Der be-

geisterte Sportler, der am Wochenende gerne mit seinen Freunden feiert und später mal technisches Vertriebsmanagement studieren möchte hat gemeinsam mit seinen FreundInnen der SJ Steinbrunn noch einiges vor. Die SteinbrunerInnen können, owbohl ihr Gründungstag noch gar nicht so lange her ist, schon einiges vorweisen. Fifa Turniere, Grillparties, eine gelungene 1. Mai Veranstaltung und sogar das Sunserve Beachvolleyballturnier wurden von der Ortsgruppe veranstaltet. „Die SJ Steinbrunn wird ganz sicher noch oft von sich hören lassen!“ meint Andi Gradinger abschließend

ANDREAS GRADINGER

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JUGENDLANDTAG Auch im Jahr 2013 fand wieder der 2007 vom SPÖ-Landtagsklub ins Leben gerufene Jugendlandtag statt. Dabei nehmen an diesem Tag junge Mitglieder und Sympathisanten der im Landtag vertretenen Parteien die Plätze der „echten“ Abgeordneten ein, um Ideen und Initiativen für den gewählten Landtag einzubringen. Wie man es sonst nur von den erfahrenen Politikern gewohnt ist, kam es aber auch auf der Ebene des Politikernachwuchses teilweise zu sehr intensiven Diskussionen zwischen den Jungabgeordneten der verschiedenen Fraktionen. Herausragend waren eindeutig die Jungabgeordneten der SPÖ, die zum Einen top vorbereitet und daher klar tonangebend in der Themenführerschaft waren, zum Anderen als

einzige wirklich glaubwürdig für die Interessen der burgenländischen Jugendlichen eingetreten sind. Die jungen Abgeordneten der ÖVP, FPÖ und Liste Burgenland hingegen nahmen wie ihre großen „Vorbilder“ die Rolle der Blockierer ein und folgten hauptsächlich den Vorgaben ihrer Parteispitzen, anstatt sich selber Gedanken über die Zukunft der Kinder, Schüler, Studenten und Jungarbeitnehmer Burgenlands zu machen. Was WIR von der SJ unter anderem für EUCH durchsetzen konnten: Schaffung eines Lehrlingsfonds Ausweitung des Top-Jugendtickets Starterwohnungen für junge Menschen Einführung des Unterrichtsfachs „Politische Bildung“ ab 7. Schulstufe

Abschließend möchte ich noch folgendes anmerken: Ausgerechnet die JVP argumentierte federführend, der Jugendlandtag sei bloß eine Showbühne für Nachwuchspolitiker und soll reformiert werden. Wer als Teilnehmer oder Zuseher dabei war, weiß allerdings, dass einzig und allein die Jung-ÖVPler diejenigen waren, die mit ihrer Rhetorik und Artikulation ein ungemeines Maß an Selbstinszenierung an den Tag legten, was an Michael Spindelegger in den TV-Debatten im Nationalratswahlkampf 2013 erinnerte. Für die zukünftigen Jugendlandtage bleibt nur zu hoffen, dass sie sich ihres Auftrages bewusst werden – sich nämlich ernsthaft und glaubhaft für die Interessen der Jugend des Burgenlands einzusetzen!

LEISTBARES WOHNEN INITIATIVE: ERSTES FUNDAMENT STEHT! Im Vorjahr tourten wir durch das ganze Burgenland um auf unsere Kampagne „Junges Wohnen muss leistbar sein!“ aufmerksam zu machen. Es wurden Zelt & Schlafsack eingepackt um zu zeigen, dass die jungen Menschen bald wirklich in Zelten übernachten müssen, wenn sich in Sachen Mietrecht und Mietpreis nicht schleunigst etwas zu ihren Gunsten verändert. Es kann nicht sein, dass man die jungen Menschen mit horrenden Mieten und einem unzeitgemäßem Mietrecht belastet und es ihnen somit fast unmöglich macht, sich eine eigene Existenz aufzubauen! Unser Einsatz hat sich gelohnt! Aufgrund unseres Kampfes für leistba-

ren Wohnraum hat Landeshauptmann Hans Niessl als zuständiger Wohnbaureferent die Initiative ergriffen und so manche Forderung aus unserem Maßnahmenkatalog übernommen und umgesetzt. Flächendeckend entstehen

derzeit Starterwohnungsprojekte mit Mieten von € 5,- pro Quadratmeter. Unsere Jugendgemeinderäte sind derzeit drauf und dran in ihren Gemeinden solche Starterwohnungsprojekte zu realisieren. So wurde beispielsweise durch Benjamin Heilings und Maxi-

milian Köllners (Jugendgemeinderäte in Illmitz) Einsatz in Illmitz ein erster Bauteil bereits fertigstellt. In den Gemeinden Gols und Kittsee existieren bereits Baupläne, die nur noch darauf warten in die Tat umgesetzt zu werden. Nicht nur im Bezirk Neusiedl/ See kann man erkennen, dass unsere Anstrengungen Früchte tragen. Sowohl in Neuin dörfl als auch Baumgarten im Bezirk Mattersburg gibt es nun leistbaren Wohnraum für junge Menschen. Die junges Wohnen Initiative des Landes Burgenland ist auf jeden Fall zu begrüßen, aber noch lange nicht genug! Wir werden nicht eher ruhen, bis leistbares Wohnen für junge Menschen im ganzen Burgenland möglich ist! ——Matthias Maierhofer

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SJ ON TOUR

HOBBY DARTTURNIER SJ ILLMITZ

JUGENDKRÄNZCHEN SJ ANDAU

HITTNGAUDI SJ HORNSTEIN

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GENERALVERSAMMLUNG SJ BREITENBRUNN


80 JAHRE FEBRUARKÄMPFE

FLASHMOB GEGEN DIE SCHLIESSUNG DES NEUSIEDLER HALLENBADS

GENERALVERSAMMLUNG SJ DRASSBURG

WSF 2014 ARBEITERINNENLIEDER SINGEN

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GEGEN DEN STROM „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren…“ zitiert AK-Präsident Alfred Schreiner im Interview Bert Brecht. Im Gespräch mit Martin Giefing erzählt der FSG-Spitzenkandidat für die AK-Wahl von seiner Zeit bei SJ und ÖGJ und philosophiert über die gesellschaftliche Verantwortung zum sozialen Ausgleich. Signale: Fredi, du bist seit 2000 Präsident der Arbeiterkammer Burgenland. Politisch aktiv bist du seit den 70er Jahren. Was hat dich damals motiviert? Schreiner: Die 70er waren in Österreich eine Zeit des Aufbruchs. Dank der Alleinregierung der SPÖ unter Kreisky ist viel weitergegangen. Klar, die Absolute hat ganz neue Spielräume eröffnet. Wir profitieren heute noch von dem, was damals in der Sozialgesetzgebung und im Arbeitsrecht geändert wurde: Die 40-Stundenwoche und die vierte Urlaubswoche. Aber auch gesellschaftspolitisch. Als 1975 das Zivildienstgesetz in Kraft getreten ist, war ich einer von 3 Beratern, die die SJ extra geschult hat um Interessierte über die Möglichkeiten des Zivildienstes aufzuklären. Und

dann waren wir natürlich als SJ gegen das Atomkraftwerk Zwentendorf, was uns ziemliche Probleme mit der Partei beschert hat. Signale: Ich hab im BF-Archiv einen Artikel über die Landeskonferenz 1976 gefunden. Damals bist du zum Vorsitzenden der SJ im Burgenland gewählt worden. Die Hauptthemen der Konferenz waren Jugendarbeitslosigkeit und Berufsausbildung. Die Themen klingen bekannt…

Schreiner: Ja, obwohl sich in den letzten 40 Jahren so viel verändert hat– manche Kämpfe bleiben die gleichen. Und wer kämpft, kann verlieren. Aber wer nicht kämpft, hat schon verloren. Daher dürfen wir gerade bei der Ausbildung und Beschäftigung junger Menschen nicht müde werden. Wenn’s sein muss, auch ALFRED SCHREINER, gegen den Strom geboren 1954 und gelernter Schlosser, war von schwimmen. 1976 bis 1979 Vorsitzender der SJ und von 1975 bis 1984 Denn alle müssen Sekretär der Gewerkschaftsjugend im Burgenland. die Chance auf 2014 kandidiert er wieder für die FSG als Präsident der eine Ausbildung Arbeiterkammer Burgenland. Die Wahlen sind von 31. haben, mit der März bis 9. April 2014. sie ihr Leben so

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gestalten können, wie sie es sich wünschen: selbstbestimmt und unabhängig. Signale: Was hat sich verändert? Wie siehst du die Möglichkeiten von jungen Menschen heute? Was gibt es vielleicht nicht mehr? Schreiner: Wir haben als ÖGJ und SJ so lange für die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems gekämpft. Wirklich Jahrzehnte. Und seit 2009 gibt es die Lehre mit Matura. Für mich ein ganz wichtiger Schritt. Aber auch die Tatsache, dass man über die Studienberechtigungsprüfung an eine FH oder Uni gehen kann. Das sind positive Entwicklungen, dafür haben wir lange verhandelt. Was es nicht mehr gibt und was ich vermisse, ist die gesellschaftliche Verantwortung seitens der Wirtschaft. Immer weniger Betriebe bilden Lehrlinge aus. Daher ist die Ausbildungsgarantie über die Lehrwerkstätten so wichtig. Sozialer Ausgleich braucht Einsatz. Der fällt nicht vom Himmel. Signale: Zum Abschluss – ein Gustostückerl aus deiner SJ-Zeit? Schreiner: Die Aktionen gegen das kleine Glückspiel Anfang der 1980er Jahre. Damals wie heute bin ich Gegner. Die Folgekosten der Spielsucht beispielsweise durch Beschaffungskriminalität sind zu hoch.


„ROLLENZWÄNGE ZERSTÖREN! ARBEIT NEU VERTEILEN!“ …unter diesem Motto stand der diesjährige 8.März – der internationale Frauenkampftag - in SJ-Kreisen. Mit verschiedensten Medienaktionen, Verteilaktionen und Themenabenden haben wir breit auf die ungerechte Verteilung von Haus- und Reproduktionsarbeit aufmerksam gemacht. Der Internationale Frauenkampftag (8.März) stand heuer unter dem Motto “Gerechte Verteilung von Haus- und Reproduktionsarbeit”. Wir als SJ haben deshalb die Initiative ergriffen und das ganze Burgenland zur aktuellen ungerechten Verteilung von Hausarbeit informiert. In fast allen Bezirken des Burgenlandes wurden Flyer-Verteilaktionen vor Schulen und Einkaufszentren durchgeführt. Die Botschaft? Hausund Reproduktionsarbeit muss endlich gerechter verteilt werden, um Frauen gleiche Chancen einzuräumen.

STARKE FORDERUNGEN VON STARKEN FRAUEN Unsere konkreten Forderungspunkte, um die Situation für Frauen zu verbessern, lauten deshalb folgendermaßen: - „Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich!“: Diese Regelung würde nicht nur den Familien mehr Zeit verschaffen, sondern gleichzeitig mehr Arbeitsplätze schaffen – bedeutet somit für alle einen Gewinn. • „Bewusstsein schaffen“: Was die Menschen nicht wissen, beziehungsweise was ihnen nicht bewusst ist, wollen sie auch nicht ändern. Deshalb obliegt es dem Staat nicht nur, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, sondern auch, die Bevölkerung auf Missstände aufmerksam zu machen. Das kann beispielsweise im Rahmen einer breit angelegten Kampagne funktionieren. • „Kinder brauchen Betreuung!“: Nur wenn Kinder qualitativ hochwertig und ganztägig be-

treut werden, können vor allem Alleinerzieherinnen selbstbestimmt leben. • „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“: Bereits seit Jahrzehnten wird in der Arbeitsbewertung mit dem immer gleichen Modell gearbeitet. Die Zeiten haben sich aber geändert! Oft erkennt man die Ähnlichkeit was zum Beispiel Anstrengung in einem Beruf betrifft und ähnliches erst auf den zweiten Blick. Arbeit muss neu bewertet werden! • „Gemeinsam bist du weniger allein!“: Der Staat muss sein Bestes tun, um Frauen zu entlasten und ihnen die Hausarbeit zu vereinfachen. Neben dem Schaffen von Kinderbetreuungsplätzen wäre ein anderer Ansatzpunkt: Bei der Errichtung neuer geförderter Mehrparteienhäuser sollen Möglichkeiten für die gemeinschaftliche Organisation von Haushaltsarbeit geschaffen werden.

IMMER WIEDER KRISE Zusätzlich zur „normalen“ Ungerechtigkeit trifft vor allem Frauen die Krise besonders schwer: Die Arbeitslosigkeit ist so hoch wie noch nie. Während in ganz Europa schon über 29 Mio. Menschen auf Jobsuche sind, wird durch den stetigen Sozialabbau der Bereich der Carearbeit immer mehr in die private Verantwortung geschoben. Frauen übernehmen diese Tätigkeiten dann meist unbezahlt. Frauen haben generell viel weniger Freizeit und leisten allen Statistiken zufolge den Großteil der Haus- und Reproduktionsarbeit. Allein in Österreich stehen Frauen pro Jahr viereinhalb Wochen weniger Freizeit zur Verfügung, weil sie durchschnittlich zwei Drittel der gesamten geleisteten Hausarbeit erledigen. Diese Ungerechtigkeit müssen wir bekämpfen. Unsere fünf Forderungspunkte sind ein erster Schritt. Jetzt geht es darum, sie auch umzusetzen! Für eine gleichberechtigte Welt, in der alle ein selbstbestimmtes Leben führen können! —— Silvia Czech

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Der Umgang in der Causa Hypo ist ein ganz offener und unverblümter Angriff auf die Demokratie und auf die breite Masse der Bevölkerung zur Wahrung der Interessen von KapitaleigentümerInnen. Die „Hypo-Rettung“ ist eine riesige Geldumverteilung von unten nach oben. Eine Reichenrettung auf Kosten der Armen. Am Anfang stand eine extrem aggressive Expansionsstrategie –inklusive mafiöser Strukturen- der Hypo Alpe Adria im Südosten Europas. Diesen Kurs der Bank unterstützte unter anderem der damalige blaue Landeshauptmann Haider in Kärnten mit Landeshaftungen von bis zu 20 (!) Milliarden Euro, was dem Zehnfache der Wirtschaftsleistung Kärntens entspricht (also nie bezahlt hätten werden können). Im Gegenzug wurde die Hypo zur Haus- und Hofbank für die Freiheitlichen, die damit einige Millionengräber zur politischen Selbstinszenierung finanzieren konnten.

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Durch das Wachstum der Bank wurden GeldgeberInnen angelockt. Die InvestorInnen bekamen dabei Zinsen für das einbezahlte Kapital. Die Zinsen sollen dabei das Risiko abdecken, falls die Bank einmal pleitegehen sollte und das Geld weg ist. Jetzt wissen wir aber:

Diese InvestorInnen hatten eigentlich nie ein wirkliches Risiko zu tragen. Denn die ganze Bevölkerung soll nämlich nun – nach aktuellem Plan der Regierung - genau diese GeldgeberInnen, Hedgefonds, internationale Finanzgesellschaften und andere InvestorInnengruppen retten. Reiche Menschen, die sich verkalkuliert haben und dafür auch noch reichlich Zinsen bekamen, soll also jetzt auf Biegen und Brechen ihr Reichtum gesichert werden - dafür

zahlen sollen noch dazu wir alle.. Es sollte lückenlose parlamentarische Aufklärung geben! Uns muss bewusst sein, dass die FPÖ unter Haider uns alle in dieses Desaster geritten hat, aber auch die SPÖ macht sich zur Mittäterin, wenn sie dringend notwendige Aufklärung verweigert. Dass eine Insolvenz von Regierungsseite immer wieder kategorisch ausgeschlossen wird ist außerdem ein klares Signal: „InvestorInnen, wir retten euch um jeden Preis! Komme was wolle!“ Dabei bleibt obendrein die Demokratie auf der Strecke und die Finanzierung des schaurigen Spektakels wird auf den Rücken der Jugendlichen und ArbeiterInnen abgewickelt. Grausliche Sparpakete sind schon vorprogrammiert. Das darf nicht akzeptiert werden: Schickt diese Hypo doch endlich in die Pleite! Jene, die jahrelang an den Machenschaften der Bank verdient haben, sollen nun auch zahlen! ——Julia Herr


ES BRAUCHT EIN SOZIALES EUROPA, ODER ES WIRD KEINES GEBEN! Die Zustimmungswerte zur Europäischen Union sind im Keller. Und das nicht ohne Grund. Die herrschende Elite Europas hat durch die Krise nichts gelernt und wird es auch weiterhin nicht: Sie verfolgt ihre eigenen Kapitalinteressen. Deshalb fährt sie eine überwiegend neoliberale Politik der Austerität. Diese Politik wird natürlich nicht von einer abstrakten EU aufoktroyiert, sondern zu weiten Teilen von mehrheitlich konservativen, national gewählten, Minister_innen und Regierungschef_innen selbst beschlossen. Wirtschaftliche Integration voranzutreiben, ohne spürbare Verbesserungen für die Mehrzahl der arbeitenden Bevölkerung zu erreichen, kann jedenfalls nicht Ziel progressiver Politik sein.

Eine europaweite Arbeitslosenversicherung würde hierbei lediglich ergänzend zu nationalen Versicherungen funktionieren, um in Krisenzeiten als makroökonomischer Stabilisator zu wirken. Doch dies scheint mit den Konservativen nicht zu machen.

DIE WIRTSCHAFTSUNION UM EINE SOZIALUNION ERWEITERN

OHNE MACHTWECHSEL KEIN SOZIALES EUROPA

Notwendig wäre eine dringende Erweiterung um eine Sozialunion, letztendlich auch um die Zustimmungswerte zum Europäischen Projekt zu verbessern und immer stärker werdenden Nationalisten Wind aus den Segeln zu nehmen. Bitter enttäuscht wurden viele Befürworter_innen einer Sozialen Dimension Europas bei der Präsentation neuer Indikatoren zur Messung der sozialen Situation Anfang Oktober von EU Kommissar für Soziales László Andor – galt doch gerade jener als Sprachrohr für eine soziale Integration Europas. Vorschläge zur Vertiefung der europäischen Sozialpolitik blieben weitgehend aus. Auch Pläne für eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung innerhalb der Eurozone wurden zwar erwähnt, aber gleichzeitig für derzeit als nicht machbar dargestellt. Dabei hätte gerade eine europäische Arbeitslosenversicherung Potential als Steckenpferd einer Sozialunion zu fungieren.

LUKAS LEHNER

spielt wurde, dessen nächste Gelegenheit sich allerdings bei den kommenden Europawahlen am 25. Mai 2014 bieten wird. Ein soziales Europa scheint unter den derzeit bestehenden Machtverhältnissen jedenfalls nicht möglich. Denn solange unter dem Deckmantel der europäischen Integration Deregulierung der Märkte, Privatisierung von öffentlichem Eigentum und Sozialkürzungspolitik betrieben wird, können Sonntagsreden noch so pro europäisch sein - die Zustimmung zu einem gemeinsamen Europa wird nicht steigen. Es braucht ein soziales Europa, oder es wird keines geben!

Nichts desto trotz wäre der Schritt in Richtung einer Europäischen Sozialunion ein wichtiger und eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung (zumindest) innerhalb der Eurozone könnte Potential bieten, als Steckenpferd zu fungieren. Dass die neokonservativ dominierten Politiker_innen der europäischen Nationalstaaten nicht daran denken und stattdessen Kommissar Andors Spielraum auf die Präsentation lahmer Indikatoren zur Messung der sozialen Situation beschränken und als soziale Dimension für Dieser Artikel erschien in leicht veränderter Form am Europa verkaufen Blog der Wirtschaftspolitischen Akademie: möchten, zeigt http://blog.wipol.at/ die akute Dringlichkeit eines Weitere Informationen finden sich am Blog von Machtwechsels. Social Europe Journal: Eines Machthttp://www.social-europe.eu/ wechsels der erst letzten Herbst in Deutschland ver-

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PRO EU

VS

KONTRA EU Ich möchte Eingangs kurz sagen dass ich definitiv kein „Antieuropäer“ bin und europäischer Integration und Zusammenarbeit einiges abgewinnen könnte. Diese Europäische Union und was man heute landläufig vom Projekt Europa versteht, bring uns nicht die europäische Einheit. Ganz im Gegenteil: Sie bringt die Völker Europas gegeneinander auf und gehorcht nur den Rufen des Nordwesteuropäischen Kapitals. In großen Teilen der europäischen Linken glaubt man noch immer an das Märchen des „sozialen Europas“. Die Ereignisse der letzten Jahre sollten allerdings beweisen haben, dass die Politik der europäischen Eliten sich radikal gegen die arbeitende Bevölkerung richtet. Die Länder Südeuropas werden dem Finanzkapital geopfert, demokratisch gewählte Regierungen werden durch Expertenkommissionen kontrolliert, die aus denselben BankerInnen bestehen, die diese Krise erst verursacht haben. Die GewinnerInnen an der Krise schreiben rekordverdächtige Profite während die Völker die Schulden bezahlen müssen. Eine Frage die sich stellt ist: Was würde passieren wenn ein Land sich nicht mehr an die Vorgaben von Brüssel halten würde, wenn in z.B. Griechenland oder vielleicht sogar in Österreich fortschrittliche Kräfte an die Regierung kämen und es wagen würden eigenständige Politik zu machen? Auch dafür haben wir in den letzten Wochen ein er-

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KONTRA EU

schreckendes Beispiel gesehen: In der Ukraine hat eine demokratisch gewählte Regierung ein Abkommen mit der EU abgelehnt und sich lieber an Russland gebunden. Es kam zu Demonstrationen die innerhalb weniger Wochen von rechtsextremen und faschistischen Kräften dominiert wurden. Mittatkräftiger Unterstützung der EU hat man schließlich die Regierung aus dem Amt gejagt. heute sitzen in der Regierung in Kiew auch deklarierte FaschistInnen. Was würde dann mit anderen Ländern passieren, die „ausscheren“? Die Ereignisse in der Ukraine beweisen auch das der Frieden in Europa nicht so sicher ist wie uns das sogenannte „Friedensprojekt Europa“ weismachen will. Deshalb komme ich zu dem Schluss, das Österreich und andere Länder, allen voran Griechenland, Italien, Spanien, Portugal aber auch die Länder Ost-Mittel- und Nordeuropas sehr gut beraten wären, die Europäische Union zu verlassen. Dieser Austritt muss natürlich mit einem radikalen Politikwechsel, der sicht nicht den Interessen des Kapitals beugt. Erst dann können die Länder Europas wieder zusammenwachsen, auf Augenhöhe miteinander Handeln und Verhandelnd. Unabhängig davon, glaube ich, dass Österreich besonders in diesen Zeiten Teil des Lissaboner Vertrags aufkündigen muss („militärische Zusammenarbeit“), da eine neutrale Außenpolitik jetzt gefragter denn je, ist. Für ein Europa der Völker und gegen ein Europa der Banken und Konzerne! ——Josef Meszlenyi


PRO EU Sucht man nach einem Leitgedanken, den sich die Europäische Union gibt, so stößt man früher oder später unweigerlich auf das Ziel Europa in Vielfalt zu einen.
 Eine Herkulesaufgabe wenn man bedenkt, dass unser Europa durch unzählige Krisen und Kriege gehen musste, die unter anderem durch kulturelle Unterschiede bedingt waren.
 Europa vereinen, das seit jeher durch Grenzen getrennt und von Disharmonie geprägt war. 
Misst man die Arbeit der Union an diesen Vorgaben, darf man getrost feststellen, dass wir dem Ziel noch nie so nah waren. Vielfalt ist eingekehrt auf einem Kontinent, dessen Grenzen sich zunehmend auflösen. Friedliche Zusammenarbeit der Nationen und die Einhaltung von allgemeinen Rechtsgrundsätzen war noch nie über so lange Zeit gewährleistet. Friede, Freiheit und Demokratie prägen durch die Arbeit der Europäischen Union das Selbstverständnis sämtlicher Mitgliedsstaaten.
 Eine Vielzahl an kulturellen Strömungen treffen in den einzelnen Mitgliedsstaaten aufeinander. Auch abgesehen von staatswissenschaftlichen Vorgängen sind deutliche Verbesserungen zu erkennen.
 Der Wettbewerb wird durch den gemeinsamen Binnenmarkt und die

Im Sporthotel Kurz in Oberpullendorf ging am 9. Februar das packende Landesfinale des Burgenländischen Jugendhallencups der SJ Burgenland über die Bühne. Die Gewinner der Bezirksausscheidungen, die im ganzen Burgenland stattfanden, ritterten um den ersten Platz am Landesfinale. Als Hauptpreis für die Siegermannschaft winkten Tickets für ein ÖFB Ländermatch. In einem span-

Währungsunion nicht nur einfacher, sondern auch wesentlich attraktiver.
 UnternehmerInnen können ihre Waren und Dienstleistungen problemlos auf einem großen Markt anbieten Schlussendlich öffnen sich auch für den Einzelnen durch die gesetzlich verankerten Grundfreiheiten neue Perspektiven in puncto Arbeitsmarkt.
Betrachtet man den Binnenmarkt aus konsumentenrechtlicher Sicht ist auch hier ein deutliches Plus an Sicherheit festzustellen. Durch die Umsetzung diverser Richtlinien (UGP-RL) konnte der in Österreich ohnehin hohe Standard noch weiter angehoben und vor allem auch in den übrigen Mitgliedsstaaten angeglichen werden. Trotz aller Errungenschaften darf sich die EU zukünftig nicht ausruhen.
 Es gilt weiterhin in Konflikten zu vermitteln und an einer transparenten Gesetzgebung zu arbeiten. Auch muss die gemeinsame Währungsunion endlich zu einer Wirtschaftsunion weiterentwickelt werden, die die Interessen von Konzernen nicht über die, der Einzelnen stellt. Man darf also darauf hoffen, dass sich die Zukunft der Europäischen Union ähnlich erfolgreich gestaltet wie ihre Vergangenheit. ——Adrian Kubat

nenden Endspiel triumphierte das "Team Blue Lounge" aus dem Bezirk Mattersburg gegen "Stana" aus dem Bezirk Oberpullendorf. An den verschiedenen Bezirksausscheidungen, über die man sich für das Landesfinale qualifizieren konnte, nahmen mehr als 80 Mannschaften teil. .Das zeigt, zu welcher Institution im Burgenland diese Veranstaltung bereits gewachsen ist.

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nur noch schnell

die welt retten! GET ACTIVE

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Signale Ausgabe 1/2014