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XI. Jahrgang • III. Quartal 2011 • 42. Ausgabe

Aus der KITU-Praxis

IT-Komplettbetrieb für Verbandsgemeinde Obere Aller Partner

Zertifizierter Datenschutz für Meldeauskünfte Streiflichter

Carl-Friedrich Zeiss – der Perfektionist aus Thüringen Interview

Auf ein Wort, Herr Jörg Felgner

Regionales IT-Kundenmagazin für Sachsen-Anhalt

www.kid-magdeburg.de


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EDITORIAL

Gelassenheit

der Sommer neigt sich dem Ende zu. Viele von uns haben ihren Urlaub in fremden Ländern verlebt. Vielleicht haben Sie ja auch den Eindruck mitgebracht, dass außerhalb unseres Landes mehr Gelassenheit herrscht als bei uns. Irgendwie erscheint mir selbst ein aufgeregt gestikulierender Mittelmeeranrainer gelassener als wir. Oder liegt es nur daran, dass ich alles aus einer Urlaubsperspektive betrachtet habe? „German angst“ sollte jedenfalls nicht unser Haupt-Gemütszustand sein. Auch und gerade im kommunalen Umfeld, wo Finanznot, politischer Zwist und demografische Entwicklung die euphorische Stimmung nicht zu hoch wachsen lässt, könnte etwas mehr Gelassenheit nicht schaden.

Dr. Michael Wandersleb, Geschäftsführer

Übrigens: Gelassenheit lässt durchaus überlegtes, stringentes und zielorientiertes Handeln zu. Das sind keine Gegensätze. In dem Sinne wünsche ich Ihnen viel Gelassenheit bei den spannenden Herausforderungen, die uns das letzte Drittel des Jahres bieten wird.

INHALT Interview

Aus der KITU-Praxis

IT-Komplettbetrieb für die Verbandsgemeinde Obere Aller

Auf ein Wort, Herr Jörg Felgner 03

Machen was gut ist – Wirtschaftsförderung

Bildung von KITU-Arbeitsgruppen nach der Auftaktveranstaltung in Magdeburg

Streiflichter

Erste europaweite Ausschreibung der KITU ist abgeschlossen

03

Wie die Volksstimme eine KID-Dienstleistung für die Gemeinde Barleben reflektiert

03

04

14-15

Kurz und Knapp

16-17 18

Glosse

05

Benjamin Blümchen erklärt die Euro-Krise Surftipps

06-07

Partner

Zertifizierter Datenschutz für Meldeauskünfte

Ein schwarzer Ritter macht Magdeburg nervös Die sechs Steine der Weisen

Magdeburg

Wo klickts beim Bürger?

Was ihm nicht passte, zerschlug er auf dem Amboss 12-13

Kommunikation

Obere Aller

15. Internationales Workcamp

11

Kaiser-Otto-Fest

Andere über uns

2

Marketing

Aus der KITU-Praxis

Aus der KITU-Praxis

10

08-09

Sudoku | Rätsel | Lexikon

19 20 21-24


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AUS DER KITU-PRAXIS

IT-Komplettbetrieb für Verbandsgemeinde Obere Aller Die Verbandsgemeinde Obere Aller wurde zum 01.01.2010 im Rahmen der Gebietsreform offiziell gegründet. Sie besteht aus sieben Gemeinden, die wiederum in insgesamt 17 Ortsteile unterteilt sind. Mit der Gründung vor eineinhalb Jahren wurde ein neuer Bürgermeister gewählt, der vor der Herausforderung stand, diese vielen keineswegs zusammenstrebenden Puzzle-Teile verwaltungstechnisch zusammenfügen zu müssen. Ein wichtiges Element für eine gute Verwaltung ist eine optimierte IT. Und somit kam die in Sachsen-Anhalt gegründete Genossenschaft Kommunale ITUNION eG (KITU) ins Spiel. Bereits im Mai 2010 wurden Gespräche bezüglich diverser Umset-

zungsszenarien geführt. Ein Umsetzungsszenarium wurde in Obere Aller für besonders praktikabel eingestuft und sollte den Zuschlag erhalten. Es stellte somit ab sofort die Basis für die weitere Vorgehensweise dar. Der Bürgermeister hat darauf eine Ratsentscheidung vorbereitet. Der Rat hat sich eindeutig für die KITU und deren Leistungsfähigkeit entschieden. Nachdem im Herbst/Winter 2010 die formalen Beitrittsvoraussetzungen geschaffen waren, sollte die Arbeit der Übernahme der IT im neuen Jahr beginnen. Nach intensiver Detailprüfung vor Ort stellte sich dann heraus, dass die vorhandene Technik nicht, wie geplant, sukzessive verbessert und damit ausgetauscht werden konnte, sondern nach Abwägen

aller Eventualitäten von Grund auf erneuert werden musste. Ein schnelles, konsequentes Handeln war gefragt. Im Konsens mit dem Bürgermeister und dem Vertreter für Öffentlichkeitsarbeit, Kultur und EDV wurde ein „Sonderprojekt“ ins Leben gerufen, um einen stabilen Betrieb der kompletten IT-Infrastruktur mit Referenzwirkung zu etablieren. Über Himmelfahrt und das folgende Wochenende hinaus – gewissermaßen „Tag und Nacht“ – haben mehrere Mitarbeiter der KID diese Aufgabe für die KITU erfolgreich bewältigt. Die KITU und deren beauftragter Dienstleister, die KID Magdeburg GmbH, sind nun zentraler Anlaufpunkt für alle ITFragen der Verbandsgemeinde Obere Aller.

Bildung von KITU-Arbeitsgruppen nach der Auftaktveranstaltung in Magdeburg Vertreter von fast allen Mitgliedskommunen folgten der Einladung und nahmen an der Auftaktveranstaltung zur Bildung von KITU-Arbeitsgruppen teil. Nachdem die ersten beiden Stunden der Veranstaltung von den KITU-Verantwortlichen genutzt wurden, über die neuesten Entwicklungen zu berichten, ging es danach im Brainstorming-Verfahren um die Bildung der Arbeitsgruppen.

Wie geht es nun weiter? Momentan befinden sich zwei Arbeitskreise in der Vorbereitungsphase. Diese treffen sich im September.

•Arbeitskreis Strategie und Steuerung •Arbeitskreis IT (inklusive Einkauf & Schulungen) Die Durchführung wird von KITU-Partnern unterstützt. Den Vorsitz soll jeweils ein Vertreter aus einer Mitgliedskommune übernehmen. Ein Vertreter der „KITU-Verwaltung“ ist

jeweils Beisitzer und sorgt für die Organisation etc.

Erste europaweite Ausschreibung der KITU ist abgeschlossen Es wurde ein Rahmenvertrag mit der Firma Toshiba (Standort Magdeburg der Niederlassung Ost) geschlossen. Dadurch ist ein regionales Servicekonzept gewährleistet. Durch die BündeSERVER

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lung der Bedarfe konnte ein attraktives Preismodell ausgehandelt werden. Nach einer Analyse der vorhandenen gesamten Druck- und Kopierkosten sind Einspareffekte möglich. 3


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ANDERE ÜBER UNS

Wie die Volksstimme eine KID-Dienstleistung für die Gemeinde Barleben reflektiert In ihrer Ausgabe vom 11. Juni 2011 hat die „Volksstimme“, auflagenstärkste Tageszeitung in Sachsen-Anhalt, einen Beitrag unter der Schlagzeile „Zugang nur für definierte Partner“ veröffentlicht. Im Kern geht es darum, wie die Gemeindeverwaltung aus Journalisten- und Bürgersicht mit dem digitalen Meldewesen klarkommt. Im Konkreten beleuchtete der Redakteur die Gemeinde Barleben und erklärte dem unbedarften Leser, „dass das Einwohnermeldeamt einer Kommune nicht rund um die Uhr im Dienst ist, dafür aber die Polizei.“

Das ändert sich in Barleben jetzt. Die Gemeinde hat die Voraussetzungen für die Erteilung einfacher Registerauskünfte auf dem Wege eines automatisierten Abrufes über das Internet geschaffen. Sie greift auf ein von der Kommunalen IT-UNION – eine eingetragene Genossenschaft – bereitgestelltes Portal zurück. Der Datenschutz ist dabei gewährleistet.“ Im weiteren Text wird Dr. Michael Wandersleb, Vorstand der Genossenschaft, in der die Gemeinde Barleben Gründungsmitglied ist, zitiert: „Niemand hat die Möglichkeit, mit langen Fingern an vertrauliche Daten der Kommune zu gelangen. Das Portal ist passwortgeschützt. Zugang haben nur definierte Partner.“ Die Volksstimme schließt daraus, dass „die Meldeauskünfte damit unabhängig von den Bürozeiten der Kommune zur Verfügung stehen.“ „Die definierten Part4

ner erhalten die Amtshilfe zeitnah und aktuell.“ Auch Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff kommt zu Wort: „Mit dem ,Meldewesen online’ werden die Mitarbeiter der Gemeinde für die Erfüllung weiterer Aufgaben entlastet.“ Anlass des Volksstimme-Beitrages war die Unterzeichung des Vertrages über die Nutzung des Portals zwischen der Gemeinde und der Kommunalen IT-UNION. Der Bericht klärt zudem darüber auf, dass „die Gemeinde Barleben im Dezember 2009 zusammen mit der Landeshauptstadt und der Kommunalen Informationsdienste Magdeburg GmbH die Genossenschaft zur Betreuung gemeindlicher Aufgaben im IT-Bereich gegründet hat.“ Sie erhielt die Bezeichnung Kommunale ITUNION e.G. (KITU). Die Volksstimme zitiert

Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff mit der Aussage, dass die Verlagerung gemeindlicher Aufgaben im IT-Bereich an eine eingetragene Genossenschaft damals eine Maßnahme zur Haushaltssicherung gewesen sei: „Durch die Gründung der IT-UNION ist nun eine Organisation geschaffen worden, die es den Kommunen ermöglicht, eine übergreifende Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Informationstechnologie zu praktizieren. Denn die Genossenschaft bündelt die Aufgaben im Bereich dieser Technologien und begleitet die Kommunen fachlich bei der Beschaffung benötigter Lösungen.“ Am Ende des Zeitungsberichtes heißt es: „Der Genossenschaft mit überregionalem Charakter gehören zwischenzeitlich 17 Mitglieder an. Erst im April trat das altmärkische Stendal bei.“ J-U.J

FOTO: THOMAS ZASCHKE, GEMEINDE BARLEBEN

Im Beitrag heißt es weiter: „Die Meldebehörde einer Gemeinde hat die gesetzliche Aufgabe, beispielsweise der Polizei, dem Zoll oder dem Finanzamt einfache Melderegisterauskünfte (Auskunft über Vor- und Familiennamen, Doktorgrad und Anschriften einzelner Einwohner) zu erteilen. Alternativ zur schriftlichen Melderegisteranfrage, die direkt an die Kommune gerichtet wird, gibt es die Möglichkeit, elektronische Registerauskünfte einzuholen. Bisher war die Erteilung von Registerauskünften für das Meldeamt zeit- und arbeitsintensiv. Es entstanden Kosten bis hin zu Porto. Darüber hinaus musste ein Buchungsvorgang eingeleitet werden.

v.li. Franz-Ulrich Keindorff und Dr. Michael Wandersleb bei der Vertragsunterzeichnung


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OBERE ALLER

15. Internationales Workcamp 22.- 23. Juli 2011 in Hötensleben Als 1989 die Mauer fiel, wurde nicht nur die Teilung Deutschlands beendet. Das Glück und die Wiedervereinigung der Deutschen markierten auch das endgültige Ende des Ost-West-Konfliktes in Europa und der Welt. Seitdem werden „Wege zum Nachbarn“ gesucht und gefunden. Dieses ist aktueller denn je. Denn das, was Grenzen anrichten können, wenn sie Ausdruck von Hass und Abschottung sind, bleibt auch künftig für die Menschheit ein belastendes Phänomen. Da ist es wichtig, die Erinnerung an überwundene Grenzen aufrecht zu erhalten. Seit 1997 finden deshalb auf dem Festplatz am Grenzdenkmal in Hötensleben Musikveranstaltungen statt. Hier konnten bisher viele nationale und internationale Künstler begrüßt werden. Initiator der Veranstaltungen ist der Umwelt- und Kulturausschuss der

Gemeinde Hötensleben, der durch viele freiwillige Helfer und Partner unterstützt wird. Ob Schlager, Pop, Hardrock oder Metal – in jedem Jahr wächst die Besucherzahl. Auch im Jahr 2011 benötigten die Veranstalter wieder Hilfe, um „Rock am Denkmal“ weiter durchführen zu können. Hilfe von privaten Haushalten, Unternehmen, Vereinen und Organisationen, sprich von Partnern, die diese Veranstaltung unterstützen, denn ohne Geldbeziehungsweise Sachspenden ist eine Veranstaltung dieser Art zu einem so

akzeptablen Eintrittspreis nicht zu realisieren. Die KID unterstützte 2011 diese Initiative gern mit einem kleinen Beitrag. Schon 2008 sagte der damalige Bundespräsident Horst Köhler bei seinem Besuch am Grenzdenkmal: „Es ist das Beste, was uns passieren kann, dass es hier mitten auf dem Todesstreifen zu Begegnungen kommt, dass junge Leute Interesse haben, dass sie sich austauschen und dass sie auf die Idee kommen, so etwas sollte sich nie wieder wiederholen.“


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MAGDEBURG

Die Magdeburger Klick-Hitliste Am Beispiel von www.magdeburg.de zeigt der Server, welche kommunalen Informationsangebote im Internet am beliebtesten sind. Die erste Website, die sozusagen online ging, wurde am 13. November 1990 von dem am CERN beschäftigten Wissenschaftler Tim Berners-Lee geschaffen und veröffentlicht. Am 30. April 1993 kündigte das CERN an, dass das World Wide Web für jedermann frei zugänglich sein werde. Doch es brauchte noch Jahre, ehe Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erkannten, dass das Internet zur idealen Plattform für eigene Produkte und Informationen werden würde. Inzwischen ist jede deutsche Kommune mit einer eigenen Internetseite online. Zum guten Ton „gläserner Rathäuser“ gehört es spätestens seit Beginn des neuen Jahrtausends, auf den eigenen Internetseiten ein breites Informationsangebot für Bürger und Touristen zu bieten. Und je mehr Service die Ämter via Internet anbieten, desto angesehener ist die oder der jeweilige Bürgermeister(in). Da die Bevölkerung immer weniger Zeit hat, werden On-

lineangebote zunehmend gefragter. Schließlich hat kein Server Öffnungszeiten wie eine Behörde – rund um die Uhr erreichbar zu sein, das funktioniert nur via Internet. Kein Wunder also, dass Deutschlands Städte und Gemeinde immer mehr Informationen, Dienstleistungen, Vordrucke und Kommunikationsmöglichkeiten (Gästebuch, Kommentarfunktion, Blogs etc.) auf die eigenen Homepages bauen (lassen). Auf den kommunalen Seiten findet sich (fast) alles, was man über seine eigene Stadt wissen muss: Geschichte und Kultur, Veranstaltungstermine und Museen, Verlautbarungen oder Steuersätze, Telefonnummern oder Ämterlinks. Wer als eine moderne Kommune wahrgenommen werden möchte, der muss übersichtliche und vor allem umfangreiche Webseiten auf den Server seiner Wahl hochgeladen haben. Zu finden ist auf den Internetseiten von Städ-

222.024 Klicks 89.754 Klicks

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ten und Gemeinden am Ende aber doch viel Sinniges und auch manch Unsinniges. Der Server hat sich am Beispiel der Internetseite der Landeshauptstadt Magdeburg (www.magdeburg.de) einen Überblick verschafft, welche Seiten sozusagen die quotenstärksten sind – und welche eben nicht. Unserer Betrachtung liegt die Jahresstatistik 2010 zugrunde. Demnach wurde die Magdeburger Startseite 1.192.363 Mal angeklickt. Rein statistisch ein gigantischer Wert, muss doch durchschnittlich jeder Magdeburger im Jahr 2010 fünf Mal auf der städtischen Homepage (Einwohner: 230.979) gewesen sein. Von der Startseite aus navigiert der User auf jene Seiten, die ihn besonders interessieren. Auf Platz 2 rangiert in Magdeburg der Link „Bürger/Verwaltung/Politik/Bürgerservice“ (wurde 222.024 Mal angeklickt). Von hier aus geht es weiter zu „Aktuelle Informationen“, die im Jahr 2010 immerhin 144.729 Menschen inte-


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ressierten. Obwohl Magdeburg mehrere BürgerBüros für wichtige Behördenangelegenheiten hat, wird im Internet mit großem Abstand eigentlich nur nach der Adresse eines einzigen Büros gesucht – nach der des BürgerBüros Mitte. 89.745 Mal wollten Internet-User Adresse und Öffnungszeiten dieses Bürgerbüros in Erfahrung bringen – die Standorte der anderen Büros waren 2010 nur 39.934 Mal gefragt. Erst danach rangiert die Städtische Volkshochschule mit 87.494 Seitenaufrufen. Deutlich dahinter kommt die Stadtbibliothek Magdeburg, sie folgt mit 64.700 Klicks. Nach aktuellen Ausschreibungen fahndeten 46.207 Nutzer auf der kommunalen Homepage. Gern erspart sich der Bürger auch anderweitig unnütze Wege ins Amt. So etwa, um nachzufragen, ob der Reisepass oder Personalausweis schon fertig ist. Moderne Städte wie Magdeburg gestatten ihren Bürgern, den aktuellen Fertigstellungsstatus per Internet zu verfolgen. Offenbar mit Erfolg, denn 45.956 Mal wurde genau danach auf www.magdeburg.de gefragt. Statt im Stadtmagazin oder in der Tageszeitung informierten sich 43.715 Bürger auf der städtischen Home-

page nach Veranstaltungstipps und -hinweisen. Dass der Elbestädter nicht auf den Mund gefallen ist, beweisen die Zugriffe auf das Diskussionsforum der Stadt Magdeburg. Immerhin informierten sich 37.654 Besucher über das, was hier so debattiert wird. Eine Statistik, wie viele davon mitdiskutierten, liegt dem Server allerdings nicht vor. Auf der Suche nach Ansprechpartnern im Rathaus begaben sich 32.791 Besucher via Internet. Für aktuelle Stellenangebote der Stadt interessierten sich 2010 immerhin 29.217 Internetnutzer. Dem großen Themenbereich um Kinder, Jugend und Familie näherten sich im Internet 26.937 Nutzer. Allgemeine Informationen zur lokalen Wirtschaft holten sich 26.973 User aus dem Netz. Die Themenbereiche Wohnen, Umwelt, Verkehr und Abfallwirtschaft waren für 26.444 Internetbesucher interessant. Das Bürgerinfo-System hatte 2010 insgesamt 23.944 Aufrufe. Aktuelle Kontakt- und Öffnungszeiten, Informationen von Ämtern und Dezernaten waren für 23.834 Nutzer einen Klick wert. Überraschend hoch ist die Zahl der User, die sich für die Adresse des Standesamtes interessierten: 21.813 Mal informierten sich

Menschen dazu – tatsächlich den Bund fürs Leben aber schlossen im Jahr 2010 übrigens „nur“ 926 Paare und 12 Lebenspartnerschaften. Der Standesamt-Infoseite folgt ein überaus dichtes Mittelfeld, u.a. mit Gesundheit, Gästebuch, Bildung/Schulen, Planen/Bauen, Gesundheit/Ehrenamt oder der Freiwilligenarbeit. Ganz am Ende der www.magdeburg.de-Quote gibt es noch einmal einige Überraschungen: Die Seite, auf der die offiziellen „Amtsblätter“ publiziert werden, rangiert mit nur 2.538 Aufrufen auf dem letzten Platz. Nur einen Rang besser ist der Link „Investieren/Gründen“ mit 2.562 Klicks. Beinahe ebenso uninteressant sind für die Nutzer der (immer noch beliebtesten) Magdeburger Internetseite die Themenbereiche „Verkehr/Bürgerinfo“ (2.577) und „Lokale Medien“ (2.614). Das städtische Fundbüro rangiert auf dem fünftletzten Platz (2.630) der Link „Volkshochschule/Computerkurse“ nur einen Platz besser. Zur üppigen Breite des städtischen Informationsangebotes aber gehört alles – und gerade das ist es doch, was die wachsende Beliebtheit auch kommunaler Internetseiten ausmacht.

1.192.363 Klicks 144.729 Klicks 87.494 Klicks

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PARTNER

Zertifizierter Datenschutz für Meldeauskünfte Einfache Melderegisterauskünfte sind eine der volumenstärksten Verwaltungsvorgänge in den Kommunen. Seit 2009 verarbeitet die Europäische Meldeauskunft RISER ihre Anfragen für Stendal und Barleben automatisiert über das HSH Informationsregister beim IT-Dienstleister KID. Im Mai 2011 wechselte auch die Landeshauptstadt Magdeburg auf das automatisierte Auskunftsverfahren. Mit rund 2.000 Anfragen im Monat ist RISER damit der größte Anfrager bei der KID und entlastet die Kommunen effektiv von manuellen Auskunftsrecherchen. Als erster Dienstleister für Melderegisterauskünfte wurde RISER Anfang 2011 mit dem Europäischen Datenschutzgütesiegel für eine vorbildliche Verarbeitung von Meldedaten ausgezeichnet. In den letzten Jahren gab es im Meldewesen eine Reihe von Herausforderungen für die Kommunen, wie etwa dem neuen Personalausweis, die eine umfassendere Beratung der Bürger erforderlich machten. Eine Reduzierung von manuellen Standardprozessen wie der einfachen Melderegisterauskunft kann einen solchen Prozess wirkungsvoll unterstützen. Der KID als kommunalem IT-Dienstleister und der RISER ID Services GmbH mit ihrem OnlinePortal der Europäischen Meldeauskunft RISER ist es gelungen, einen Großteil der einfachen Melderegisterauskünfte für die Städte Magdeburg, Stendal und Barleben über das von der HSH Soft- und Hardware Vertriebs GmbH entwickelte Informationsregister der KID zu verarbeiten.

werden. Die Anfragen gewerblicher oder öffentlicher Kunden werden gebündelt und datenschutzkonform automatisiert an die Meldebehörden weitergeleitet. Für die Anfrager hat dies den Vorteil, dass sie die Ergebnisse schneller und aus einer Hand bekommen, anstatt die Meldebehörden einzeln anzufragen. Der Vorteil für die Meldebehörden in Sachsen-Anhalt liegt klar auf der Hand: Sie werden von der Bearbeitung schriftlicher Melderegisteranfragen entlastet. Gleichzeitig übernimmt RISER die Abrechnung

mit den einzelnen Anfragern und garantiert die Zahlung der Gebühren an die Meldebehörde. Ein Verfahren, für das sich auch die Landeshauptstadt Magdeburg zum Ende des vergangenen Jahres entschied. „Die elektronischen Melderegisterauskünfte über die KID entlasten uns als eine der großen Meldebehörden in Sachsen-Anhalt erheblich. Zudem können wir uns bei RISER sicher sein, dass die Meldedaten unserer Bürger datenschutzkonform verarbeitet und nicht weiterverkauft werden“,bestätigt Frank Ehlenberger, Fachdienstleiter Bürgerservice im Ordnungsamt der Landeshauptstadt Magdeburg.

Die Europäische Melderegisterauskunft RISER bildet die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Automatisiert können in Deutschland und elf weiteren europäischen Län- Die Europäische Meldeauskunft RISER unterstützt Sie bei der Auskunft aus dern Melderegisterauskünfte Deutschland, Slowenien, Finnland, Estland, Irland, Litauen, Österreich, schnell und sicher angefragt Schweden, Schweiz, Ungarn, Italien und Großbritannien. 8

Und in der Tat liegt die Kernkompetenz von RISER in der Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag von Kunden. Anders als andere Großanfrager ist RISER keine Auskunftei oder Adresshändler, welche einmal angefragte Meldedaten mehrfach weiterverkaufen. Als Auftragsdatenverarbeiter verarbeitet RISER lediglich die Anfragen der Kunden, ohne die Meldedaten für eigene Zwecke zu speichern oder weiterzuverkaufen. Dieses Vorgehen gewährleistet den Schutz


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der Betroffenen vor der unkontrollierten Weitergabe ihrer Daten. Dass Datenschutz und IT-Sicherheit höchste Priorität haben, unterstrich Anfang 2011 die Zertifizierung der Europäischen Meldeauskunft RISER mit dem Europäischen Datenschutz-Gütesiegel EuroPriSe. Christian Mangstl, Geschäftsführer der RISER ID Services GmbH, sieht damit die konsequente Ausrichtung in den Bereichen Datenschutz gestärkt: „Mit dem EuroPriSe-Gütesiegel setzen wir in der Zusammenarbeit von Behörden und Wirtschaft einen neuen

Standard. Trotz höchster Datenschutzanforderungen kann RISER dank maximaler IT-Effizienz und Qualität niedrige Preise in der Adressermittlung sicherstellen.“ So können Meldebehörden sicher sein, dass potentiell gebührenpflichtige Meldeanfragen nicht durch Auskünfte aus Datenpools ersetzt und gelieferte Daten nicht an Dritte weitergegeben werden.

Slowenien, Finnland und Schweden. Die Europäische Kommission würdigte RISER als eines der erfolgreichsten Projekte für grenzüberschreitende E-GovernmentDienste.

Durch das Partnernetzwerk in Europa bietet RISER ihren Kunden den Zugang zu öffentlichen Registern in den Ländern Estland, Irland, Litauen, Österreich, Schweiz, Ungarn, Italien, Großbritannien,

v.li.n.re. Thomas Oelfke, Bereichsleiter Betrieb und Entwicklung; Christian Mangstl, Geschäftsführer; Hendrik Tamm, Bereichsleiter Behörden und Datenschutz; Andreas Swart, Bereichsleiter Vertrieb und Marketing


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INTERVIEW

Auf ein Wort, Jörg Felgner Moderne Kommunikationsmittel gehören heute für die meisten Menschen zum Alltag. Der Server befragt an dieser Stelle Prominente und/oder von Berufs wegen kommunikative Menschen, welche sie davon wofür benutzen. Heute: Jörg Felgner, Beauftragter der Landesregierung für Informationstechnik (CIO). Felgner (geboren am 4. Oktober 1972 im sächsischen Schlema) ist verheiratet und hat eine Tochter. Er studierte von 1991 bis 1994 an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Kehl, von 1996 bis 2006 Politikwissenschaft, Geschichte, Rechtswissenschaft an der Fernuniversität Hagen. Ab 1997 ist er in der Politik, zunächst im Büro des Bundestagsabgeordneten Dr. Eberhard Brecht (1997-1998), dann im SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt (1998 bis 2004), von 2004 bis 2006 in der SPDLandtagsfraktion als Persönlicher Referent des Fraktionsvorsitzenden und von 2006 bis 2011 als Leiter des Ministerbüros im Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt. Seit 20.4.2011 ist Jörg Felgner Staatssekretär im Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt und IT-Bevollmächtigter der Landesregierung (CIO). Server: Welche Funktionen Ihres Handys nutzen Sie regelmäßig? Jörg Felgner: Alle. Server: Wie oft klingelt in der Regel Ihr Handy am Tag? Jörg Felgner: Gefühlt unentwegt – deshalb stelle ich es öfter leise. Server: Was würde Ihnen ohne Handy fehlen? Jörg Felgner: Der Kontakt zur Welt – außerhalb des Küchen- und Schreibtisches. Server: Finden sich die Handynummern des kompletten Landeskabinetts in Ihrem Telefonverzeichnis? Jörg Felgner: :-) 10

Server: Wie nutzen Sie Ihren privaten Computer? Jörg Felgner: Wie den dienstlichen – nur eben zu Hause. Server: Windows oder Mac OS? Jörg Felgner: Mac OS. Server: Welche Internetseite klicken Sie am häufigsten an? Jörg Felgner: golem.de Server: Welches Videospiel haben Sie zuletzt gespielt? Jörg Felgner: Ich habe kein Videospiel – und bin auch kein Spieler. Server: Welche DVD haben Sie zuletzt angesehen? Jörg Felgner: Lotta aus der Krachmerstraße. Server: Besitzen Sie eine Digitalkamera? Jörg Felgner: Ja. Server: Ihr letztes Fotomotiv? Jörg Felgner: Das erste Foto meiner Tochter mit Ranzen. Server: Von wem bekommen Sie die meisten E-Mails? Jörg Felgner: Natürlich von meinem Chef. Server: Wie schützen Sie sich vor der Spam-Flut? Jörg Felgner: Ohne einen guten SpamFilter geht nichts mehr. Server: Sind Sie schon einmal Opfer eines Datenlecks geworden? Jörg Felgner: Natürlich nicht.

Jörg Felgner

Server: Bestellen Sie Konsumgüter eher im Internet oder gehen Sie lieber shoppen? Jörg Felgner: Nichts geht über ein gemeinsames Shoppen mit meiner Frau. Server: Halten Sie unser zunehmend vernetztes Leben für einen Segen oder einen Fluch für den Schutz der eigenen Persönlichkeitsrechte? Jörg Felgner: Es ist ganz einfach Teil unseres Leben geworden. Jeder kann das Maß selbst bestimmen. Server: Wie ordnen Sie Ihre Termine: klassisch auf einem Terminkalender oder mit elektronischer Hilfe (PDA, Handy)? Jörg Felgner: Das machen meine besten Mitarbeiter: Frau Ganzer und der Computer. Server: Sagt Ihnen der Begriff „PowerPoint“ etwas? Jörg Felgner: Ja, zur Genüge. Hoffentlich ebbt die Welle weiter ab. Server: Lesen Sie lieber Briefe oder E-Mails? Jörg Felgner: Ein handgeschriebener Brief ist durch nichts zu ersetzen.


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MARKETING

Machen was gut ist – Wirtschaftsförderung Globalisierung, Vernetzung, Mobilität und Flexibilität sind die neuen Schlagworte des 21. Jahrhunderts und prägen heute das Leben der Menschen. Im ständigen Wettbewerb um den Kunden werden in der heutigen Gesellschaft immer wieder neue technologische Mittel zu noch höherer Effizienz und Effektivität in der Kommunikation geschaffen. Den Gesetzen eines vernetzten, beweglichen Marktes kann keiner auf Dauer entfliehen. Kein Unternehmen und keine Kommune.

Der Mensch steht im Mittelpunkt Die größte Herausforderung heute und in der Zukunft ist der Wettbewerb. Je stärker der Wettbewerb wird, desto wichtiger werden Themen wie Positionierung und Strategie – mit und für Menschen. Im Mittelpunkt des Handelns sollte die stetige Entwicklung der Lebensqualität der Menschen stehen. Tut es das noch? Nur der Mensch, welcher in der Gegenwart motivierende Rahmenbedingungen erfährt und gesichert in eine Zukunft planen kann, wird in der Gemeinschaft und mit der Gemeinschaft demokratische, zivile

und moralische Werte und Regeln gestalten und genießen können. Das wiederum ist die Basis für Engagement und Innovationskraft, die Basis für Kreativität, dem Rohstoff der Zukunft.

Geld und Management Für Kommunen ist dieser Anspruch eine mächtige Herausforderung. In unserer Welt, in der der Alltag zunehmend von Komplexität bestimmt wird, wollen und müssen die kommunalen Lenker der Menschen hohe Standards in allen Lebenslagen verfügbar machen. Dafür braucht es notwendigen finanziellen Spielraum, der ist aber knapp bzw. nicht mehr vorhanden. Die Einnahmemöglichkeiten kommunaler Körperschaften sind überschaubar, die bedeutendste Quelle, neben den Zuschüssen und Zuwendungen vom Land, ist meist die Grund- und Gewerbesteuer. Die ist aber nur dann wirklich interessant, wenn im Verwaltungsgebiet genügend Gewerbesteuer zahlende Unternehmen angesiedelt sind. Und ob das so ist, oder eben nicht, ist neben allen unterschiedlichen objektiven Standortfaktoren abhängig vom Engagement, dem Know-how und den richtigen Konzepten der Verantwortlichen in den Körperschaften. Regionen, Destinationen oder Kommunen müssen sich als dynamische Unternehmen verstehen, die in Konkurrenz der Standorte um unter-

schiedlichste Märkte stehen, und dazu benötigen sie ein profiliertes Management. Standortmarketing und Wirtschaftsförderung brauchen eine gute Wettbewerbspositionierung, nachfragegerechte Leistungen und nicht zuletzt ein für die Vermarktung attraktives Image. Das alles ist an sich nicht unbekannt, aber was nützen viele gute Ideen, wenn die Umsetzung nicht gelingt. Erfolgreiche Wirtschaftsförderer besitzen Kompetenzen und Kenntnis in verschiedensten Disziplinen wie wirtschaftliche, wirtschaftsgeografische, politische, rechtliche, strategisch planerische, marktorientierte und vor allem kommunikative Eigenschaften, sie müssen schließlich gute Verkäufer sein.

Die Gretchenfrage Unabhängig von der Projektgröße und welchem Stadium – ob Basisarbeit, Strategieentwicklung, Projekt- und Kampagnenentwicklung oder operative Aufgaben – wenn die eigenen Personalressourcen es nicht ermöglichen, braucht es den Experten als Dienstleister. Vertrauen in Experten, Vertrauen in Menschen. Ein kreatives Gespräch ist durch nichts zu ersetzen. spectrumww.de

Innovative Menschen sammeln sich an innovativen Orten

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STREIFLICHTER

Was ihm nicht passte, zerschlug er auf dem Amboss Carl Friedrich Zeiss – der Perfektionist aus Thüringen Zahlreiche Erfindungen in den vergangenen Jahrhunderten haben die Welt verändert. In einer Serie erinnert der Server an Erfindungen von Deutschen, die das Leben der Menschen nachhaltig beeinflusst haben. In der elften Folge erzählen wir die Geschichte von Carl Friedrich Zeiss. Carl Friedrich Zeiss erfuhr schon als Kind, was es heißt, sich durchzusetzen. Denn er wurde als Fünftes von insgesamt 12 Kindern (11. September 1816) in Weimar geboren. Unter seinen Geschwistern musste er sich behaupten. Schnell lernte er, dass er dabei am weitesten kam, wenn er sich auf sich selbst verließ. Mit außerordentlicher Intelligenz gesegnet, fiel ihm das allerdings auch nicht sonderlich schwer. So konnte er nicht nur ein Gymnasium besuchen, sondern es auch ein

Jahr vorfristig beenden. In seinem vorletzten Jahr legte er eine besondere Abiturprüfung ab. Die ermöglichte es ihm, seinen ersten großen Traum zu erfüllen – nämlich das Studium naturwissenschaftlicher Fächer an einer Universität. Schon als Pubertierender hatte Zeiss großes Interesse an Technik gezeigt. Nach Ostern 1834 begann er eine Lehre bei dem Hofmechanikus und Privatdozenten der Universität Jena, Dr. Fried-

Zeiss’ erste Werkstatt

rich Körner (1778-1847). Ab dem zweiten Lehrjahr durfte er neben seiner Lehre pro Semester jeweils eine naturwissenschaftliche und mathematische Vorlesung an der Universität besuchen. Als er 1838 seine Lehre beendete, gab ihm Körner eine wohlwollende Beurteilung mit auf den Weg. Die öffnete ihm auf seinen


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Wanderjahren (1838-1845), u.a. in Stuttgart, Darmstadt, Wien und Berlin, viele Türen. So besuchte er in Wien Vorlesungen über populäre Mechanik und machte die Abschlussprüfung mit Auszeichnung. Zurück im Juni 1848 ließ sich Zeiss ab November wieder als Student der Jenaer Universität einschreiben und besuchte Vorlesungen der Mathematik und Chemie. Ein Jahr später (17. November 1846) eröffnete er seinen ersten eigenen Betrieb. Zunächst konstruierte, baute und reparierte er in der EinMann-Firma alle möglichen chemischen und physikalischen Instrumente und verkaufte nebenher Fernrohre, Mikroskope, Reißzeuge, Waagen oder Thermometer, die er von Händlern bezog. Doch schon 1847 begann Zeiss mit dem Bau einfacher Mikroskope. Die Geschäfte liefen so gut an, dass er im Frühjahr 1847 seinen ersten Gehilfen einstellte und im Juli 1847 eine größere Werkstatt bezog. Im August 1847 stellte er August Löber als seinen ersten Lehrling ein. Löber wurde später zu seinem wichtigsten Mitarbeiter.

Zeiss auch privat großzügig Geld aus: Für seine Rosenzucht und für Bücher. Ab 1880 legte Zeiss den Schwerpunkt seiner Produktion auf Mikroskope. Als Perfektionist waren ihm Qualität und Präzision besonders wichtig. Mikroskope seiner Mitarbeiter, die seinen hohen Anforderungen nicht gerecht wurden, zerschlug er eigenhändig auf dem Amboss. Das sprach sich herum – ab 1861 hagelte es Auszeichnungen für Zeiss-Produkte: u.a. gab es Ehrenpreise der 2. Thüringischen Gewerbeausstellung oder eine silberne Gedenkmünze für seine „vortrefflichen Mikroskope mit Nebenapparaten“. 1863 wurde Zeiss zum Hofmechanikus der Jenaer Universität ernannt.

Doch Zeiss, der Perfektionist, wollte mehr. Glückliche Umstände brachten ihn 1866 mit Ernst Abbe zusammen, einem genialen Mathematiker. Er konnte die Zeiss-Idee umsetzen, Objektive auf rechnerischer Grundlage zu erstellen. Am 14.10.1876 wurde das 3000. Mikroskop ausgeliefert. Da das Unternehmen wuchs, holte sich Zeiss 1876 mit Roderich Zeiss den Sohn ins Geschäft, der 1879 Teilhaber wurde. Nicht nur unternehmerisch setzte Zeiss Maßstäbe in Thüringen – auch sein soziales Gewissen gilt als vorbildlich. Bis heute gilt der Unternehmer gemeinsam mit Ernst Abbe als Vorreiter der Sozialversicherung, da 1875 die Zeiss-Krankenkasse gegründet wurde, um den Angestellten im Krankheitsfalle eine freie ärztliche Behandlung sowie kostenlose Medikamente zu garantieren. Zeiss erlitt im Dezember 1885 einen ersten Schlaganfall, von dem er sich wieder erholte. Ab seinem 70. Geburtstag im Jahr 1886 ging es ihm jedoch stetig schlechter und nach weiteren Schlaganfällen im letzten Quartal 1888 verstarb er am 3. Dezember 1888 in Jena. J-U.J.

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FOTOS: CARL ZEISS

Am 29.05.1849 heiratete Carl Zeiss die 11 Jahre jüngere Bertha Schatter, die bei der Geburt des ersten Sohnes, Roderich Zeiss, am 23.02.1850 verstarb. Roderich Zeiss überlebte und stieg später in das väterliche Geschäft ein. Zeiss heiratete am 17.05.1853 ein zweites Mal, Ottilie Trinkler. Aus der zweiten Ehe folgten drei weitere Kinder. Der Sohn Karl Otto (18541925) und die zwei Töchter Hedwig (1856-1935) und Sidonie (1861-1920). Carl Zeiss galt als sehr bescheidener Mensch. Was er verdiente, investierte er ins Geschäft. Nur für zwei Dinge gab 13


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KAISER-OTTO-FEST

Ein schwarzer Ritter macht Magdeburg nervös Mitte Juni gab es die erste kleine Meldung in der Lokalzeitung. Der Anfang für einen Hype. Denn halb Magdeburg sucht seitdem einen schwarzen Ritter. Der allerdings taucht nur gelegentlich auf – und wenn, dann ist er auch flugs wieder verschwunden. Das ist Prinzip für die Aktion, die sich dem Guerilla-Trend in der Marketingszene stellt: kurz auftauchen, für Aufmerksamkeit sorgen und wieder verschwinden. In Magdeburg funktioniert das Modell – der schwarze Ritter ist Tagesgespräch, taucht regelmäßig in der Zeitung auf und wirbt so für seine Auftraggeber. Das ist die Stadt, die sich mit dem ersten Kaiser-Otto-Fest einen Traum erfüllt. Denn so eindrucksvoll Magdeburgs Bedeutung im Mittelalter auch war – die großen Mittelalterfeste der Nation finden anderenorts statt. Das soll sich ab 2. September ändern – wenn das erste Kaiser-Otto-Fest im Domviertel beginnt. Der schwarze Ritter ist Mittel zum Zweck – er ergänzt mit

Schwert und Harnisch das werbeprofessionelle Säbelrasseln im Internet. Ja, auch das gehört heute zum Erfolg von Rittern und Halunken: Ohne Facebook, Homepage und E-Mail-Accounts bleiben sie auf ihren Festen unter sich. Doch das will ja niemand, schon gar nicht Magdeburg. Denn das erste Mittelalterfest – mit fast 500 000 Euro vom Steuerzahler alimentiert – soll sich binnen weniger Jahre zur Nummer 1 mausern. Wenn nicht gleich in ganz Deutschland, dann wenigstens im mittelalterlichen Kernland – Mitteldeutschland. Der schwarze Ritter zieht also seit Juni listig und zum Teil originell durch die Gegend. Um nicht ständig angegrabbelt zu werden, nutzt er Pferde, Fahrräder, Segways, Ruderboote, Motorräder, Busse oder Bahnen für seine Wege durch die Stadt. Termine nimmt er wahr in einer Filiale von „Mister Minit“, um sein Schwert schleifen zu lassen. Auch der Besuch in einem Hochzeitsstudio („Endlich mal ver-

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nünftige Klamotten“), ein Abstecher in eine Bankfiliale („Die letzten Gulden meiner Vorfahren abholen“), ein deftiges Mahl in einem Fastfood-Restaurant („Burglinde soll ihre Burg zum Burger gemacht haben!“) sowie Stippvisiten zum Dom (Besinnung an Edithas Grab) oder ins Museum („Gucken, was von Otto noch da ist!“) sowie in Magdeburgs Ratsversammlung („Kaisers Schmarren für Ottos Jünger“) stehen für den „schwarzen Ritter“ auf dem Programm. Ein Gerücht ist indes, dass sich große Magdeburger Firmen schon mit „weißen Rittern“ eingedeckt haben, um eine „feindli-


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che Übernahme“ durch den „schwarzen Ritter“ in letzter Sekunde zu verhindern. Hinter Harnisch und Umhang des „schwarzen Ritters“ verbirgt sich Christian Führer, seit 2008 Student der Philosophie und Germanistik an der Otto-von-Guericke-Universität. Der 23-jährige kennt sich mit mittelalterlichen Sitten, Gebräuchen und Sprachen bestens aus: Er ist Mitglied der Askania-Mittelalter-Gruppe Güsten, besucht seit Jahren eine Fechtschule, die nach mittelalterlichen Fechtregeln ausbildet, und ist auf zahlreichen Mittelalter-Inszenierungen als Knappe oder Ritter dabei.

Otto von Guericke, Ritterturnier zu Pferde, mittelalterliches Markttreiben, ein Gerichtstag nach Magdeburger Recht oder die Neuwahl der „Magdeburger Jungfrau“. Für die Stadt geht es darum, ein identitätsstiftendes historisches Fest auf die Beine zu stellen, das bedeutende Ereignisse der mittelalterlichen Stadtgeschichte authentisch nachstellt. Also kein billiges

Spektakel, sondern eine Art Zeitreise in die Stadtgeschichte. Um dies zu erreichen, wird das Festkomitee von einem Kuratorium beraten, in dem u.a. Historiker und Geschichtswissenschaftler mitarbeiten. J-U.J.

www.kaiserottofest.de

Doch was steckt eigentlich hinter dem Kaiser-Otto-Fest? Vom 2. bis 4. September lädt die Landeshauptstadt Magdeburg zu einer „Reise ins prächtige Mittelalter“ ein. Zu den Höhepunkten gehören u.a. ein großer Festumzug zur Eröffnung am 2. September um 17 Uhr unter dem Motto „Empfang Edithas in Magdeburg“, die Nachstellung der Krönung von Kaiser Otto in Rom, die Abhaltung einer Reichsversammlung, der Halbkugelversuch von

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KOMMUNIKATION

Die sechs Steine der Weisen Stein 6 „Riemann-Thomann-Modell “: Grundstrebungen des Menschen Liebe Leser, fühlen Sie sich an jemanden aus Ihrem Umfeld erinnert, der folgendermaßen reagiert, wenn Sie ihn um einen Gesprächstermin bitten?

1. „Wie schön! Sprechen wir doch von Mensch zu Mensch und legen wir das gespreizte Rollengehabe ab! Ich hoffe, ich bin nicht zu aufdringlich?“

mit einer Raum- und einer Zeitachse einbinden. Raum und Zeit sind also die Kriterien, in denen sich Menschen im Umgang miteinander unterscheiden. Diese Grund-

ausrichtungen haben einen direkten Einfluss auf das Kommunikations- und Beziehungsverhalten. Und so etwa kann man sie in Reinkultur beschreiben:

2. „Wer mit mir sprechen will, möge bitte sein Anliegen schriftlich oder per Fax vortragen, die betreffende Person erhält dann Antwort aus meinem Büro ...“ 3. „Dann braucht es eine Tagesordnung, auf die man sich einstellen und vorbereiten kann. Dann lassen Sie mich Ihnen die Geschichte der Abteilung seit 1927 kurz umreißen, damit Sie meine Ausführungen im historischen Kontext verstehen können. Wenn Sie mich nicht unterbrechen, werden Sie am ehesten die Logik meiner Ausführungen einsehen.“

Darstellung nach Riemann/Thomann im Koordinatenkreuz, Ausrichtung: Dauer-Nähe

4. „Es gibt Leute, also, Leute gibt`s! Die sehen schon aus wie ihr eigener Terminkalender und kommen überhaupt nicht zum Leben. Wir klönen doch schon die ganze Zeit. Aber dann muss ich dir noch erzählen, was mir neulich passiert ist … ich bin gespannt, wie du das findest – und vor allem: wie du mich findest!“ • SvT, S. 264 f. 1) Dann haben Sie es im ersten Fall wahrscheinlich mit einem sogenannten Nähe-Menschen zu tun, im zweiten Fall mit einem Distanz-Menschen, im dritten Fall mit einem Dauer-Menschen und im vierten Fall mit einem Wechsel-Menschen. Grundsätzlich lassen sich nach Fritz Riemann (1975) und Christoph Thomann (1988) diese vier Grundbestrebungen des Menschen beobachten. Die Grundausrichtungen lassen sich in ein Koordinatenkreuz

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Vier Grundstrebungen der Persönlichkeit (nach Riemann 1969 und Thomann u.a. 1988), hier als vier Stammspieler („Fraktionssprecher“) des inneren Teams aufgefasst. • SvT S. 263 1)


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1. Die Näheausrichtung Für Menschen mit einer ausgeprägten Näheausrichtung geht es um den herzlichen Nahkontakt und darum, ein Miteinander herzustellen und aufrechtzuerhalten. Sie sind gerne für andere da und blühen im Kontakt auf. Sie brauchen Wärme, Bestätigung, haben soziale Interessen und können sich leicht mit anderen identifizieren. Sie sind kontaktfähig, teambereit, ausgleichend, akzeptierend und verständnisvoll. Sie scheuen Konflikte und neigen zur Abhängigkeit, da sie ungern allein sind.

2. Die Distanzausrichtung Menschen mit dieser Ausrichtung schätzen Eigenständigkeit, rationales Denken und Handeln („bloß kein Gefühl“), Abgrenzung, Freiheit, Individualität. Sie wollen nicht beeinflusst werden, wirken oft kühl und unnahbar, suchen den Abstand, wollen nicht auf fremde Hilfe angewiesen sein. Wenn Ihnen ein hohes Maß an Freiheit und Rückzugsmöglichkeiten ermöglicht wird, lassen sie sich auch auf Nähe und Gefühle ein.

3. Die Dauerausrichtung „Dauermenschen“ gelten als sehr verlässlich, systematisch, gründlich und prinzipientreu. Ihnen sind Werte von großer Wichtigkeit wie z.B. Verantwor-

tung, Kontrolle, Planung, Analyse, Ziele und Stabilität. Manchmal neigen sie dazu, unflexibel, pedantisch oder auch stur zu sein.

sachbezogen und im Dauer-DistanzBereich angesiedelt. Dies betrifft auch häufig die Bewertung von Mitarbeitern und Führungskräften.

4. Die Wechselausrichtung

Auf der Basis des Riemann-Thormann-Modells wurde beispielsweise die Kundentypologie nach Lorenz entwickelt, die sich mit dem typischen Kommunikationsverhalten, den Bedürfnissen und Motiven bei Kaufentscheidungsprozessen befasst. Meistens kann man andere Menschen besser in dieses Persönlichkeitsschema einordnen als sich selbst. Und Sie, liebe Leser, wissen sich bei der nächsten Vereinbarung eines Gesprächstermins bestens auf Ihren Partner einzustellen und für die Erfüllung Ihrer eigenen Grundstrebungen zu sorgen.

Sie sind das Gegenteil zum sogenannten Dauermenschen: Für sie steht das ständig Wechselnde und alles Neue im Vordergrund. Sie suchen Genuss, neue Reize, Risiko, Ideenreichtum und Spontaneität. Sie zeigen sich neugierig, einfallsreich, spontan und unterhaltsam. Sie können aber auch unzuverlässig, chaotisch, egozentrisch und unsystematisch sein. Alle vier Grundausrichtungen kommen bei jedem Menschen in unterschiedlicher Ausprägung vor, jeder hat aber Schwerpunkte, die maßgebend für das aktuelle Empfinden und Verhalten sind. So kann eine Zusammensetzung z.B. aus 70% Nähe und 30% Distanz bestehen. Auf der Zeitachse hat er vielleicht jeweils 50% Dauer und Wechsel. Diese Grundausrichtung stellt dann eine Art Durchschnitt für viele Situationen dar, kann sich jedoch auch je nach Kontext und Lebensthema deutlich wandeln. In der Arbeitswelt sind die offiziellen Werte in Unternehmen meist sehr

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg beim Kommunizieren!

1) Friedemann Schulz von Thun „Miteinander Reden“ Band 3 Das „Innere Team“ und situationsgerechte Kommunikation

Dr. Heike Kugler, Jahrgang 1963, praktiziert seit 1996 als Trainerin und Business-Coach in Unternehmen, trainiert, leitet und moderiert firmeninterne Seminare, Workshops und Führungskräftemeetings, coacht Manager und Spitzensportler mental „fit auf den Punkt“ und vermittelt als Lehrbeauftragte der Universität Magdeburg Studenten der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft „Personal and Social Skills“. email@dr-kugler.de | www.dr-kugler.de

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KURZ UND KNAPP

60 Prozent mit ihrem Provider unzufrieden Deutschland bewerten das Preis/Leistungsverhältnis negativ. Nicht mal jeder zweite Kunde würde seinen Provider weiterempfehlen. Der regionale Anbieter Net Cologne im Großraum Köln behauptete überlegen seine Spitzenposition in der DSL-Kundenumfrage. Die Plätze 2 und 3 belegen Unitymedia (Nordrhein-Westfalen und Hessen) und Kabel Deutschland.

HEINZ-JÜRGEN LANDSHOEFT /

PANTHERMEDIA.NET

Einer Umfrage von ComputerBILD zufolge sind trotz besserer Infrastruktur und toller Werbeversprechen knapp 57 Prozent der DSL-Nutzer unzufrieden mit dem Service ihres Internet-Anbieters. Im Test hatten mehr als 6.900 Teilnehmer von Juli 2010 bis Juni 2011 ihre Erlebnisse mit DSL- und Kabel-Providern geschildert. Ergebnis: Fast 60 Prozent der Nutzer in

Bietet Microsoft Facebook die Stirn? Gerüchten zufolge will Microsoft die Dominanz von Facebook und Google+ in Sachen soziale Netzwerke brechen. Angeblich arbeitet Mircosoft an Tulalip, einem eigenen Netzwerk. Das zumindest meldet der angesehene IT-Blog „Fusible“. Angeblich tauchte kurz eine Seite im Internet auf, die das Anmeldefenster für Tulalip zeigte. Demnach handelt es sich um einen Dienst, über den man Dinge mit anderen Nutzern teilen kann, eben genau wie bei Facebook & Co. Die Anmeldung erfolgt offenbar über ein schon bestehendes Twitter- oder Facebook-Konto des Nutzers. Anschließend war die Seite nicht mehr erreichbar. Stattdessen taucht dort der Hinweis von Microsoft auf, dass es sich um ein internes Projekt handele, das nicht zur Veröffentlichung anstünde ...

Urlaubserinnerungen richtig sichern In Deutschland werden wieder einmal die Koffer gepackt. Denn die Urlaubssaison 2011 läuft bereits auf Hochtouren. Neben Kleidung sowie Reise-Utensilien landet mittlerweile auch immer mehr Elektronik im Gepäck deutscher Urlauber: MP3-Player, Digicam und Laptops wollen Reisende im 21. Jahrhundert nicht mehr missen. Doch auch der USB-Stick ist immer häufiger mit dabei. Denn auf ihm lassen sich praktischerweise wichtige Daten wie Kopien von Reisepässen oder andere persönliche Dokumente speichern. Und auch wenn der Speicher der Digitalkamera im Urlaub einmal voll sein sollte, erweist sich der handliche, mobile Datenträger als nützlich. Auf ihm können Fotos abgelegt und so neuer Platz auf der Speicherkarte der Kamera – für viele neue Urlaubsfotos – geschaffen werden. „Ein weiteres Merkmal, das den USB-Stick auszeichnet, ist, 18

dass er aufgrund seiner Kompaktheit am Körper mitgeführt werden kann. Anders als Laptops ist er damit schon einmal ein Stück weit mehr vor Dieben geschützt“, erklärt Manuela Gimbut, Geschäftsführerin der DIGITTRADE GmbH. Doch da auch USB-Sticks auf Reisen verloren gehen können, empfiehlt sie allen Urlaubern, auf speziell gesicherte Sticks zurückzugreifen, um ihre Daten wirkungsvoll gegen den Zugriff durch Unbefugte zu schützen. Einen idealen Basisschutz bieten hier die Security Sticks der USS256-Serie von DIGITTRADE. Dabei handelt es sich um USB-Sticks, die über ein hardwarebasiertes Hochgeschwindigkeits-Verschlüsselungsmodul sowie eine passwortgeschützte Zugriffsauthentifizierung verfügen. Grundsätzlich werden alle Daten 256-Bit-verschlüsselt nach dem etablierten

Advanced Encryption Standard (AES) im CFB-Modus auf dem USS256 gespeichert. Diese Form der Verschlüsselung gilt in der Praxis als unknackbar. Daher wird es weltweit auch von Regierungen eingesetzt, um vertrauliche Daten zu schützen. „Diebe und ehrliche Finder haben damit keine Chance, die Daten auf dem USB-Stick einzusehen“, bemerkt Manuela Gimbut. Neben der hohen Datensicherheit überzeugen die Security Sticks der USS256-Serie, die je nach gewähltem Modell bis zu 16 Gigabyte Speicherplatz bieten, durch ihre Robustheit und ihr edles Design. Für die Verwendung an fremden Computern verfügen die sicheren USBSticks von DIGITTRADE zudem über einen Schreibschutzschalter. Mehr unter http://www.digittrade.de


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GLOSSE

Benjamin Blümchen erklärt die Euro-Krise weil sie an den internationalen Finanzmärkten kein Geld mehr bekamen, um ihre Staatsschulden zu refinanzieren. Dann kamen die Ratingagenturen, die nicht nur die Schummelgriechen, sondern gleich auch noch die Euro-Portugiesen und die Euro-Spanier runterstuften.

sauer verdienten Geld helfen. (Okay, es sind nur Darlehen, an deren Zinsen unser Finanzminister mittelfristig recht gut verdienen wird, aber mir geht es ums Prinzip). Nein, nein. So geht das nicht. Jedenfalls nicht weiter. Wenn die Griechen nicht freiwillig aus der Euro-Zone ausscheren, dann sollten sie vielleicht mal für mehr Einnahmen sorgen. Was spricht dagegen, den Fingerhut Metaxa so teuer auszu-

JENS-UWE KAHL. PIXELIO

In Mathe war ich nicht der Dümmste. Noch heute bin ich beim Kopfrechnen schneller als die Supermarkt-Kasse. Aber diese Euro-Krise, echt, da verstehe ich nur Bahnhof. Was, wenn Griechenland pleite? Euro dann weg? D-Mark wieder da? Ja? Nein? Vielleicht? Was meint Schäuble mit Euro-Bonds? Ist eine harte Umschuldung die Lösung? Transferunion? Fiskalunion? Fiskaltransfer? Und was meint die Merkelsche mit Schuldenrestrukturierung? Wer

kann mir den ganzen Salat erklären: Josef Ackermann? Anne Will? Benjamin Blümchen? Wissen Sie es? Wahrscheinlich sind Sie genauso blöd wie ich. Den Anfang des ganzen Desasters verstehe ich ja noch: Mit Bilanzfälschungen haben sich die Griechen einst den Euro erschummelt. Dann barmten sie rum,

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Und nun sollen wir Deutschen, die wir doch gerade die Wirtschaftskrise wie einen Jungbrunnen überstanden haben, den Schummelgriechen mit unserem

preisen, dass nur noch reiche deutsche Touris mal nippen können. Sollen sich die Griechen doch mal stocknüchtern ihre Akropolis angucken: So wird’s nämlich bald überall in Griechenland aussehen, wenn sie nicht auf ihre Renten, das Morgenbrötchen und den täglichen Sonnenschein verzichten. J-U.J

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SURFTIPPS

Kostenlose Grafiken und Bilder für Blogger und Webmaster Es gibt im Netz unzählige Seiten, auf denen Blogger und Webmaster GratisGrafiken und Fotos finden können. Mit dabei: Gif-Animationen, Hintergrundbilder, Avatare, Smileys und andere nützliche Grafiken. Da der visuelle Aspekt einer Website immer wichtiger für den Content wird, benötigt man auch immer wieder neue Grafiken. Hier die interessantesten Seiten: www.bilderpilot.de Hintergründe, eigentlich für den Desktop.

www.kostenlose-grafiken.de Viele Hintergründe, Smileys, Banner, Animation und allerlei Bildformate.

www.gif-co.de Grafiken, egal ob Animationen oder Hintergründe.

www.grafikseite.de Gifs und Hintergründe, aber wenig professionell.

www.meineErsteHomePage.com Eine Auflistung von Seiten mit Grafiken.

www.mattonimages.de Gute Hintergrundbilder, allerdings muss man auf die Lizenz achten!

www.backgroundlabs.de Nach Farben sortierte Hintergründe.

Poesie aus dem Netz Auf lyrikline.org gibt es zeitgenössische Poesie multimedial als Originaltexte, in Übersetzungen und vom Autor oder der Autorin in Originalsprache gesprochen. Die Homepage ist ein Projekt der literaturWERKstatt Berlin. Auf den Seiten finden sich derzeit 6958 Gedichte von 765 Dichtern aus 55 Sprachen und über 8998 Übersetzungen. Server-Urteil: Geistreiches im Netz ist selten – hier ist es!

Pannen zum Nachhören Auf www.radiopannen.de kann man sich genüsslich anhören, was Radiosender normalerweise in ihren „Giftschränken“ streng unter Verschluss halten. Die Homepage ist ein Projekt des Rundfunkredakteurs Thomas Christes aus Hannover. Sie wird unterstützt von Max Schautzer („Pleiten, Pech und Pannen“). Auf der Website gibt es Hunderte von Hörfunk-Sternstunden. Besucher können sie bewerten und kommentiren – daraus ergibt sich die Rubrik „PannenCharts“. Über eine Suchfunktion kann man nach bestimmten Pannen fahnden. Die Webseite hat eigenen Angaben zufolge seit 2001 bereits 2,4 Millionen Besucher. Server-Urteil: Wenn die Tage grau, der Sommer verregnet und die Abende traurig sind.

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Unter allen neuen Abonnenten verlosten wir drei USB-Sticks. Unsere Gewinner sind: Jens Richter und Liane Meister aus Magdeburg sowie Hans-Jürgen Gerlach aus Bad Homburg.

kostenlos und frei Haus

Herzlichen Glückwunsch!

Sie möchten ein kostenloses Abo des „server“. Kein Problem. Benutzen Sie die Karte oder Telefon Telefax E-Mail

03 91 2 44 64-0 03 91 2 44 64-400 info@kid-magdeburg.de

Unter allen neuen Abonnenten verlosen wir drei USB-Sticks (4 GB) im Scheckkartenformat.

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Preisausschreiben

Viel Spaß beim Rätseln!

Kreuzworträtsel

Unter allen Einsendern des richtigen Lösungswortes verlosen wir dreimal eine Haushaltsschere. Diese große Schere hat einen Magneten am Klingenschutz, zur einfachen Befestigung an einer Metallschiene und im Mittelteil einen Flaschenöffner.


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Frau

Herr

Bitte frankieren. Danke

Name/Vorname

wortwörtlich

Firma

???

Straße/Hausnummer

Antwort

PLZ/Wohnort

Redaktion „Server“ KID Magdeburg GmbH Alter Markt 15 39104 Magdeburg

... das ist aber ein Schlitzohr

SUDOKU

Bitte senden Sie mir den „server“ kostenlos zu.

Frau

Herr

Bitte frankieren. Danke

Name/Vorname

Straße/Hausnummer

PLZ/Wohnort

Das Lösungswort lautet: ______________________

Bitte senden Sie mir den „server“ kostenlos zu.

Woher kommt die Redewendung ...

Antwort Redaktion „Server“ KID Magdeburg GmbH Alter Markt 15 39104 Magdeburg

Mit Schlitzohr bezeichnet man einen durchtriebenen Gesellen, der für seine listigen bis hinterlistigen Machenschaften bekannt ist. Und wenn man Geselle sagt, dann ist man auch gleich im richtigen Milieu, denn der Ausdruck wird auf die Handwerkszünfte zurückgeführt. Früher trugen die Handwerker als Zeichen ihrer Zugehörigkeit zu einer Zunft oft einen goldenen Ring im Ohr. Es wird berichtet, dass dieser Ohrring auch wie eine Anlage für schlechte Zeiten beziehungsweise für besondere Ausgaben war. Wenn dieser Geselle aber etwas Schlimmes angestellt hatte, riss man ihm zur Strafe den Ring aus dem Ohr, was eine ziemlich schmerzhafte Angelegenheit war, sozusagen zur Strafe und als Zeichen dafür, dass er aus der Zunft ausgeschlossen worden ist. Und so musste er fortan als Schlitzohr durch die Welt laufen.


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IMPRESSUM

Lösungswort gesucht Kundenmagazin der KID Magdeburg GmbH Schreiben Sie das Lösungswort auf die beigefügte Postkarte oder senden Sie uns eine E-Mail. G info@kid-magdeburg.de

Einsendeschluss ist der 5. November 2011

Dehnung von Vokalen

ein USGeheimdienst

eine Schulart

kugelförmige Speise

2 Kreuzesinschrift

7 älteste lat. Bibelübersetzung

Vergessen Sie nicht den Absender. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Das Lösungswort unseres letzten Rätsels hieß: Meldeportal

Insel der Salomonen

Vorname der Turner

Himmelskörper

Markus Pönitz aus Berlin Annelies Langner aus Magdeburg und Joachim Kästner aus Naumburg Herzlichen Glückwunsch!

8

4

9

Vorname von Delon

chem. Zeichen für Nickel

3

Hauptstadt von Italien

lateinisch: Luft

1 Buchstabenfolge

DepartementHptst. (St. ...)

Geburtsort Einsteins

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3

4

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Jürgen Haase Journalist

5 6

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Andrea Pape Marketing KID Magdeburg GmbH Jens-Uwe Jahns Journalist

DEIKE-PRESS-0611-21

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39104 Magdeburg Telefon 03 91 2 44 64-0 Telefax 03 91 2 44 64-400 E-Mail info@kid-magdeburg.de Internet www.kid-magdeburg.de Redaktionsbeirat Dr. Michael Wandersleb Geschäftsführer KID Magdeburg GmbH

10 tschech. Violinen- Name der spieler Elbe

6 Zwei praktische Koffergurte haben gewonnen:

Herausgeber KID Magdeburg GmbH Alter Markt 15

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Georg Rieger, Geschäftsführer Spectrum Wirtschaftswerbung GmbH Gesamtherstellung Spectrum Wirtschaftswerbung GmbH Julius-Bremer-Straße 10 39104 Magdeburg

LEXIKON –

Web 2.0

Unter dem Begriff Web 2.0 wird keine grundlegend neue Art von Technologien oder Anwendungen verstanden, sondern der Begriff beschreibt eine in soziotechnischer Hinsicht veränderte Nutzung des Internets, bei der dessen Möglichkeiten konsequent genutzt und weiterentwickelt werden. Es stellt eine Evolutionsstufe hinsichtlich des Angebotes und der Nutzung des World Wide Web dar, bei der nicht

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Telefon 03 91 5 61 06 96 Telefax 03 91 56 46 49 Internet www.spectrumww.de mehr die reine Verbreitung von Informationen bzw. der Produktverkauf durch Websitebetreiber, sondern die Beteiligung der Nutzer am Web und die Generierung weiteren Zusatznutzens im Vordergrund stehen.

GABLER VERLAG (HERAUSGEBER), GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON, STICHWORT: WEB 2.0, ONLINE IM INTERNET: HTTP://WIRTSCHAFTSLEXIKON.GABLER.DE/ARCHIV/80667/WEB-2-0-V7.HTML

Druck Druckhaus Laun & Grzyb Magdeburg Illustration Phil. Hubbe, Magdeburg „server“ erscheint quartalsweise. Nachdruck nur bei Nennung der Quelle. Themengerechte Fotos und Manuskripte sind stets willkommen, doch können wir Veröffentlichung oder Rücksendung nicht garantieren.

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KID Magdeburg GmbH Alter Markt 15 • 39104 Magdeburg Telefon 03 91 2 44 64-0 E-Mail info@kid-magdeburg.de Internet www.kid-magdeburg.de


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