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KIAI

2009

Ausgabe 1>09

JUDO +JU-JITSU CLUB KIAI CHAM DOJO: Schulhaus Röhrliberg | 6330 Cham Telefon 041 780 68 86 | www.kiaicham.ch

LIEBE VEREINSMITGLIEDER Auch dieses Vereinsjahr war geprägt durch Höhe-

bei all den jüngeren

punkte und positive Ereignisse.

und älteren Trainern sowie den Assis-

Der ganze Club freut sich natürlich ausseror-

tenz-, Aushilfs- und

dentlich über den erkämpften Weltmeistertitel

Not-Trainern, wel-

von Alexandra und Antonia Erni im November in

che immer wieder

Malmö (SWE). Nochmals herzliche Gratulation

bereit sind, neben

zu dem tollen Erfolg. Selbstverständlich gratu-

ihrem schulischen

liere ich auch Joëlle Kempf zu ihrer sehr guten

und/oder berufli-

Leistung in Malmö. Die drei Damen haben ein

chen Engagement

sehr anstrengendes, sicher aber auch lehrreiches

diese wichtigen

und schlussendlich sehr erfolgreiches Jahr hinter

Funktionen zu über-

sich.

nehmen – manchmal auch sehr kurz-

Wichtig und sehr erfreulich ist aber auch, dass

fristig und spontan.

wir wieder ein relativ unfall- und verletzungs-

Bravo!

freies Jahr (von einigen Blessuren, Zerrungen und Bänderproblemen abgesehen) erleben

Ausserhalb des üblichen Trainings lebt der

konnten auch einige Dinge schriftlich festhalten

durften. Alle Anlässe, Trainings, Lager und Aus-

Verein aber auch – und dies freut mich be-

und regeln, was die Arbeit in Zukunft und für

flüge, welche im Rahmen des Vereins durchge-

sonders, denn es sind gute Gelegenheiten,

mögliche neue Vorstandsmitglieder vereinfacht.

führt wurden, waren erfolgreich, haben Spass

bei denen sich die Vereinsmitglieder von ver-

Diverse Themen zum Dojo, Dojo-Nebenraum,

gemacht, Leute zusammengebracht und das

schiedenen Trainings und Sparten auch kennen

Spesen, Entschädigungen und weitere Fragen

Vereinsleben aktiviert.

und schätzen lernen. Ich denke hier an das

wurden behandelt. Die neue Datenbank wurde

Herbstlager, das Herbstweekend, den Töff-Aus-

eingeführt und läuft aktiv – ein grosses Stück

flug, den Fondue-Plausch, den Kinderabschluss-

Arbeit! Wir sind ausserdem an der Entwicklung

abend, die vielen polysportiven Aktivitäten im

eines Grundsatzpapiers, welches den Ist-Zustand

Sommer, diesmal als Fusion der DI- und MI-

des Vereins beleuchtet und mögliche Ideen und

Jiu-Trainings, das Skiweekend in Sölden und

Massnahmen für die Zukunft beschreibt, auf-

weitere Anlässe. Speziell zu erwähnen dieses

grund von unseren Stärken, Schwächen,

Jahr ist das Fest «Cham 1150 Jahre», wo sich

Chancen und Risiken.

JAHRESBERICHT 2008 DES PRÄSIDENTEN

unser Verein mit einem grossen Festzelt mit guter Küche und Getränken – und natürlich

Ich bedanke mich bei allen Vereinsmitgliedern,

Die beiden neu angebotenen Kurse (Kinder der

hervorragendem Service-Personal – sowie zwei-

welche uns immer wieder auf Ideen und Mög-

Schule Cham mit ca. 30 Teilnehmenden und

mal mit einer grossen Show (Judo- und Ju-

lichkeiten aufmerksam machen, welche sich bei

Ju-Jitsu für über 40-Jährige) waren ein grosser

Jitsu-Sektion gemeinsam) auf dem Gemeinde-

uns aktiv mit Reklamationen und Verbesserungs-

Erfolg. Aus den Teilnehmenden des Kinder-

platz von seiner besten Seite zeigen konnte.

Kurses werden sicher ein paar neue Vereinsmit-

vorschlägen einbringen und teilweise auch bereit sind, gleich eine oder mehrere Aufgaben

glieder – der Erwachsenen-Einführungskurs

Aus dem Vorstand gibt es auch einige Neuig-

wird im Januar wieder durchgeführt. Auch alle

keiten. Silvan Hedinger hat das Amt von Maya

anderen Trainings werden regelmässig besucht.

Waldvogel erfolgreich übernommen und sich

Ich wünsche allen ein erfolgreiches, gesundes

Die neuen Kurse sind ein Weg, unserer leicht

sehr gut ins Vorstandsteam integriert. Der Vor-

und unfallfreies 2009!

sinkenden Mitgliederzahl entgegenzuwirken.

stand funktioniert gut, wir haben uns mit diver-

An dieser Stelle bedanke ich mich ausdrücklich

sen Grundsatzfragen auseinandergesetzt und

NEWS 1

zu übernehmen!

Euer Präsident Andy Capiaghi


LIEBE MITGLIEDER, GÖNNER UND FREUNDE DES KIAI CHAM Das Jahr 2008 ist beendet. Als Technischer

verteilt werden. Am 21. Oktober 2008 startete

gemacht und das gesamtheitliche Denken kommt

Leiter des Kiai Cham nutze ich an dieser Stelle

ein Einführungskurs für Kinder, organisiert von

dabei immer mehr zum Ausdruck. Ich meine, dass

gerne die Gelegenheit, über die vergangenen

der Schule Cham. Nun standen ab diesem Datum

der JJJC Kiai Cham auf dem Budoparkett mittler-

Monate, besonders über die clubinternen Be-

35 Kinder auf den Matten und wollten unter-

weile einen sehr guten Eindruck hinterlässt und

lange, eine kleine Bilanz zu ziehen.

richtet werden. Dieser kurzfristig angesagte Kurs

wir uns immer und überall zeigen dürfen.

war eine Herausforderung für den ganzen Club und speziell für die Trainer.

Der gute Name verdankt der Judo + Ju-Jitsu

werden. Ein positives Ergebnis zeigen die Kinder-

Im Frühling 2008 wurden zwei interessante

Trainern, Clubmitgliedern und all jenen, die in

trainings. Auch in diesem Jahr sind die einzelnen

Kurse durchgeführt. Am 19. April ein technischer

einer Art und Weise in Verbindung mit dem Club stehen.

Die Teilnehmerzahlen in den einzelnen Trainings konnten konstant gehalten oder sogar erhöht

Club Kiai Cham vor allem seinen Trainern, Co-

Lektionen sehr gut besucht worden und es kön-

Ju-Jitsu-Kurs mit André Aschwanden und am

nen nur noch einzelne Kinder in den Trainings

17. Mai einer mit Marcel Jann. Leider musste der

aufgenommen werden. «Leider» musste auch in

Kime-no-Kata-Kurs mit André Aschwanden vom

Ich bin überzeugt, dass wir unsere hohen und

diesem Jahr eine Warteliste geführt werden.

7. Juni 2008 in Folge mangelnder Teilnehmerzahl

anspruchsvollen Ziele erreichen werden. Denn

abgesagt werden. Es gingen gerade mal neun

Judo und Ju-Jitsu sind nicht nur Kampfsport-

Anmeldungen ein.

arten resp. Kampfkünste, nein, es ist eine Lebenseinstellung, in einigen Fällen sogar eine

JAHRESBERICHT 2008 DES TECHNISCHEN LEITERS

Die 2008 intern gezeigten Kyu-Prüfungen wur-

innere Berufung!

den auf technisch sehr hohem Niveau abgelegt. An dieser Stelle herzliche Gratulation allen,

Aus diesem Grund danke ich dieses Jahr von

die sich der Herausforderung stellten und die

ganzem Herzen allen, welche mich tatkräftig

nächste Gurtstufe erfolgreich erreicht haben!

unterstützt und unzählige Stunden ihrer wohl

In den Herbstferien konnte auch dieses Jahr

verdienten Freizeit in den Club und ins Training

wieder das Judo-Herbstlager in Balsthal durch-

investiert haben. Ich durfte feststellen, dass

geraten oder einzelne Trainings streichen zu

geführt werden. Leider war die Teilnehmerzahl

unsere Trainerinnen und Trainer über eine sehr

müssen. Leider mussten wir uns auch mit dem

unter 20 Kinder. Hier möchte ich auf den Bericht

hohe Fach- und Sozialkompetenz verfügen und

Rücktritt von Roman Grossele abfinden. Er

von Florian verweisen, der die Geschehnisse im

mit sehr viel Engagement und Herzblut die

leitete kompetent das Kindertraining vom Diens-

Lager wunderbar beschreibt.

Trainingsteilnehmer stets motivieren, mitreissen

Nur Positives gibt es ebenfalls von der Sektion Ju-Jitsu zu berichten. Die Teilnehmerzahlen sind auch dort konstant bis steigend. Seit Ende November dürfen wir zu unseren Clubmitgliedern sogar zwei Weltmeisterinnen zählen! In Malmö, Schweden, ging der lang ersehnte Wunsch/Traum von Antonia und Alexandra Erni in Erfüllung! Die Details entnehmt Ihr bitte dem separaten Bericht von Antonia. An dieser Stelle nochmals herzliche Gratulation zu dieser ausserordentlichen Leistung! Romana und Markus Christen haben einen Einführungskurs für über 40-Jährige im Ju-Jitsu durchgeführt. Die vielen positiven Rückmeldungen motivierten die beiden dazu, bereits am 15. Januar 2009 den nächsten Einführungskurs zu starten. Dieser dauert bis 2. April 2009. Im 2008 konnten einige junge Nachwuchstrainer im Judo nachgezogen und in den einzelnen Trainings eingesetzt werden. Weiter muss angefügt werden, dass gerade in der Trainings- und Trainerplanung eine langfristige Sicht erforderlich ist, um nicht in personelle Engpässe zu

tag. Nach seinem Rücktritt wurde dieses Trai-

und herausfordern können.

ning von diversen Trainer noch bis Ende Septem-

Weiter freut es mich sehr, dass der Club langsam

ber weitergeführt und danach aufgelöst. Die

zu einer ganzen Einheit wird. Im 2008 wurden

Mit kollegialen Grüssen

Teilnehmer konnten auf die anderen Trainings

in diesem Bereich wieder markante Fortschritte

Euer TK-Leiter Peter Herger

NEWS 2


Nach einem letzten Wettkampftraining am

zu Fuss erkunden – ein wunderschöner Park

Daumen drücken, und schon bald gings los für

Dienstagabend ging es am Mittwochmorgen

mit See, schöne Häuser in der Innenstadt, nette

unser Duo Men und die Fighter. Müllers reichte

nach Zürich an den Flughafen, und schon bald

Cafés… In einem solchen verweilten wir am

es wie schon bekannt auf den ersten Platz, Jömi

schwebten wir über den Wolken in Richtung

Nachmittag wieder einige Stunden mit dogdog

musste leider zweimal als Verlierer von der

Kopenhagen dem Abenteuer Malmö entgegen.

und Jassen. Znacht essen im Hotel – langsam

Matte, André konnte den zweiten Kampf gewin-

Von Kopenhagen mit dem Zug weiter nach

sind auch die anderen Nationalteams einge-

nen, bevor Runde 3 auch für ihn Endstation war.

Malmö (SWE), wo wir uns zu vierzehnt und

trudelt: ein Hallo da, ein Gespräch dort, wieder

Direkt nach der Siegerehrung von Müllers um

WM-ERINNERUNGEN 2008

ein dogdog zur Wettkampfvorbereitung von

19.00 Uhr gingen wir – Alexandra, Ändu (der

Müllers und den Fightern André und Jömi, und

weitere Fighter) und ich – zurück ins Hotel zum

dann früh ins Bett…

Nachtessen. Mitfeiern war für uns (noch) nicht angesagt… Nach dem Essen dann unsere Wett-

Am Freitag hiess es dann um 6.15 Uhr Tagwache,

kampfvorbereitung (dogdog, wie könnte es

da um 6.30 Uhr unser traditionelles Teamfooting

anders sein :-), bevor wir uns um ca. 21.30 Uhr

auf dem Programm stand – das heisst, ein locke-

aufs Zimmer zurückzogen, um unsere Taschen für

res Jogging, dazwischen ca. 20 Minuten, um die

den morgigen Tag zu packen. Das Kribbeln im

Techniken nochmals alleine und zu zweit durch-

Bauch war spürbar, jedoch mehr von Vorfreude

mit vierzehn riesigen Taschen in einen Bus des

zugehen und die letzten Absprachen betreffend

geprägt als von negativer Anspannung.

öV quetschten (da der Shuttlebusservice wie

dem bevorstehenden Wettkampf zu treffen.

so oft versagt hatte…). Ankunft im Hotel, Ein-

Duschen, Frühstück und um 8.30 Uhr Abmarsch

Nach einer erholsamen und ziemlich ruhigen

schreibung für unseren Coach jedoch in einem

zur Halle. Die Duos Erni/Erni und Kempf/Wernli

Nacht hiess es um 6.15 Uhr wieder Tagwache –

anderen Hotel – die Zeit, bis wir die Zimmer

wurden zum Wasser und Bananen holen ge-

same procedure as the day before: Footing,

beziehen konnten, füllten wir mit einem Besuch

schickt – wir hatten im Coop den ganzen Vorrat

Duschen, Zmorge (ein bisschen weniger aus-

des Einkaufscenters und dem legendären Brän-

an kohlesäurefreiem Mineralwasser zusammen-

giebig und vorsichtiger), Schwatz mit dem Team

di-dog (unser Doping…). Zimmerbezug, dann

gekauft (eigentlich kann man in Schweden das

und den Referees, um 8.45 Uhr Abmarsch zur

Suche nach einem Restaurant, das für alle Platz

Leitungswasser trinken, doch wir wollten kein

Halle, dort einrichten, umziehen, letzte Ab-

bietet – ein Chinese hat uns dann genommen…

Risiko eingehen…). In der Halle trafen wir dann

sprachen mit dem Coach (5. Kampf, Gegner

zum ersten Mal auf die mitgereisten Schweizer

Russland, blauer Gurt – diese Infos reichen fürs

Am Donnerstag durften wir dann nach genügend

Fans – Plätze mit bestem Ausblick auf die Duo-

Erste)… Das Tableau meinte es gut mit uns:

Schlaf und einem ausgiebigen Frühstück Malmö

Matten sichern, einrichten, Fahnen aufhängen,

Start mit einem Freilos und in der schwächer

NEWS 3


besetzten Tableauhälfte. Dann aufs (sehr, sehr)

tion für die World Games 2009 im Sommer in

kleine Aufwärmfeld, wo es schon ganz gross zu

Taiwan war bereits geschafft – ein Traum, der

und her ging – einige Teams und Fighter schie-

am Freitag noch in so weiter Ferne zu sein schien.

nen schon vor dem Wettkampf zur Höchstform

Unser Coach, unsere Teamkollegen und unsere

aufzulaufen. Wir gingen es ein wenig langsamer

Familie freuten sich ausgelassen mit uns.

an und absolvierten unser Warm-Up erst, als um 10 Uhr die Wettkämpfe begonnen hatten und es

Die Finale waren auf 17.00 Uhr angesetzt – das

wieder mehr Platz hatte. Kurz vor 11 Uhr galt es

hiess, uns blieb mit vier Stunden genügend Zeit,

dann ernst: Kampf gegen die Russinnen, ange-

um herunterzufahren, die Freude unserer Fans

feuert von zahlreichen Schweizer Fans. Nach

zu geniessen, mit Marco noch das eine oder

einer etwas nervösen Serie A fanden wir relativ

andere Detail zu besprechen, ein kurzes Nicker-

gut ins Turnier und konnten den Kampf ziemlich

chen zu machen und – wie könnte es anders

souverän für uns entscheiden. Eine erste Welle

sein – ein dogdog zu spielen… Wir konnten die

für die Schweizer Fans, zurück auf die Tribüne

Sache ziemlich locker angehen, da wir im Ge-

und wieder hiess es warten… Der nächste Kampf

gensatz zu den favorisierten Französinnen, die

gegen die Deutschen (wir erfuhren, dass es sich

sich zugegebenermassen durch die schwierigere

hierbei um das Halbfinale handelt… Hilfe!) wur-

Tableauhälfte gekämpft hatten, nichts zu verlie-

de auf nach der Mittagspause angesagt. Plötz-

ren hatten. Doch wir hatten uns schon so sehr

lich standen die Deutschen jedoch unten auf der

ans schöne Gefühl des Siegens gewöhnt, dass

Matte parat und auch die Referees sahen aus,

wir definitiv aufs Ganze gehen wollten. Kurz vor

als ob sie gleich einen Kampf sehen wollten.

5 Uhr hiess es dann rein ins Gi, roter Gurt um

Wir durchlebten einen kurzen Adrenalinstoss…

den Bauch und nochmals Aufwärmen. Bei einer

Wäre jedoch nicht nötig gewesen: Marco, unser

Technik wechselten wir auf die Schnelle noch

Coach, klopfte laut und kräftig auf den Referees-

einen nicht so gut funktionierenden Wurf gegen

Tisch und der Kampf wurde – wie bereits ange-

einen besseren aus – ein paar Angriffe und Kiais

kündigt – auf nach dem Mittagessen angesetzt.

später waren wir dann voll parat. Es konnte

Also hiess es nochmals 45 Minuten warten, Gi

losgehen – la France, attention! Das schienen

anziehen, kurz aufwärmen und dann waren wir

sich auch die Schweizer Fans und die anderen

parat. Unten auf der Matte empfing uns wieder

Nationen zu sagen: Als wir auf der Matte ange-

zogen nach und konnten mit einem halben Punkt

der Jubel der zahlreichen Schweizer Fans, die

kündigt wurden, schrien nicht nur die Schweizer

in Führung gehen. Sie legten die Serie B vor, wir

mehr sehen wollten als den Halbfinal – und

Fans aus voller Kehle, sondern auch unsere Mit-

schalteten nochmals einen Gang höher und

auch wir wollten mehr! Wir konnten nochmals

konkurrentinnen aus Schweden, Italien, Öster-

konnten ihnen 1.5 Punkte abnehmen. Wir zeig-

einen Zacken zulegen und besiegten die Deut-

reich… Die Welt schien sich gegen Frankreich

ten nachfolgend die Serie C unseres Lebens, eine

schen nach einem ziemlich umkämpften Kampf.

verbündet zu haben. Und es ging flott los: wir

kurze Pause, ein Schluck Wasser, dreimal tief

Finale! So hiess das Zauberwort. Die Qualifika-

legten eine solide Serie A vor, die Französinnen

durchatmen, letzte Anweisungen von Marco und dann das Schlussbouquet, eine Serie D im Flow! «And the winner is red» – die Hand des Mattenrichters ging auf unserer Seite hoch – WELTMEISTER! Wir, die Schweizer, die anderen Nationen und vor allem die Französinnen konnten es nicht glauben. Jubel ohne Ende, eine Welle für die Schweizer Fans, Gang aufs oberste Treppchen, die Medaille, die Schweizer Nationalhymne (eine ziemlich schlechte Aufnahme leider :-), Fotos hier, Fotos da, dann unzählige Umarmungen, Freudentänze – allen voran Joëlle, Dave, die Weltmeister Remo und Pasci, Coach Marco und unsere Familie. Noch mehr gerührt als der 1. Rang hat uns die überschäumende Freude unserer Freunde! Mit den restlichen kleinen und grossen Finale ging auch dieser Wettkampftag für die Schweiz erfolgreich zu Ende. Nicht zu vergessen natürlich die letzten internationalen Kämpfe von unserem Fighter Ändu, der sich nach zahlreichen Erfolgen im Duo und einer Wegbereiterrolle im Fighting mit dieser WM definitiv von der internationalen Wettkampfbühne verabschiedete – leider!

NEWS 4


zurück – aus Rücksichtnahme auf die zahlreichen Sportler, die nach einem grossen Wettkampf auch wieder einmal ganz normale Menschen sind. Am Montagmorgen dann Packen, Zmorge und Shuttle-Service zum Bahnhof, wo wir den Zug in Richtung Kopenhagen bestiegen. Am Flughafen trafen wir auf «unsere» Schweizer – wir hatten Duschen und erfrischen im Hotel, dann gings ab

Duo aus Österreich. Nach einem Rückstand in

allerdings nicht alle im gleichen Flugzeug Platz.

in die Stadt zu einem feinen Abendessen mit

Serie A ein ausgeglichener Kampf, in Serie D

Ungünstig war daran einzig die Tatsache, dass

den mitgereisten Schweizer Fans – leider ohne

eine Aufholjagd, mit der sich unser Schweizer

unser Flieger der SAS wegen eines technischen

unser Mixed-Team Joëlle und Dave und unseren

Team in die Verlängerung rettete. Leider, leider

Defekts erst starten konnte, als das Flugzeug der

Coach Marco, die sich auf ihren Wettkampftag

konnten die Österreicher den Kampf für sich

Swiss mit unseren und Joëlles Eltern bereits in

am Sonntag vorbereiteten.

entscheiden… In der Hoffnungsrunde der Kampf

Kloten landete. Tant pis – blieben wir eben noch

gegen Rumänien – Joëlle und Dave zeigten

ein wenig länger in Dänemark…

Nach einer kurzen Nacht – nicht unbedingt

noch einmal, was in ihnen steckt – in diesem

ausgangbedingt, sondern weil wir vor lauter

Kampf schienen sie statt zwei Gegner jedoch

In Kloten und am Bahnhof Zug empfing uns

Freude und Aufregung kaum ein Auge zu-

sieben zu haben: Die Wertungsrichter schien

dann ein kleines, aber feines Empfangskommitee

machen konnten – das morgenliche Footing.

der solide und dynamische Fight leider nicht

mit Blumen und Glückwünschen. Dann ging es

Die grosse Frage, ob es zu einem dritten

zu beeindrucken, sodass dieser Kampf für

nach Hause – Tasche auspacken, Mails checken

Schweizer Sieg im Duo reichen würde, war

Joëlle und Dave Endstation bedeutete. So

(danke, danke!) und dann ab in die Heia. Ende

allgegenwärtig und setzte unser Mixed-Team

liegen Freud und Leid jeweils nahe beieinan-

des Abenteuers Malmö!

bewusst oder unbewusst ziemlich unter Druck.

der, wie wir im Schweizer Team einmal mehr

Duschen, Zmorge, Wasser besorgen – daily

erfahren mussten – Joëlle und Dave hätten

Der Alltag hat uns (fast) wieder eingeholt – in Er-

business… Ankunft in der Halle, kurz vor 11

definitiv mehr verdient!

innerung bleiben jedoch fünf unvergessliche Tage

teten gegen Polen noch etwas zurückhaltend

Nach den Finalen am Abend hiess es, sich in die

Freuden- und Trauertränen und das Lachen vieler

ins Turnier, konnten den Kampf aber souverän

edle Montur zu stürzen – der Galaabend mit

Menschen, die uns ans Herz gewachsen sind. Danke!

gings dann für Joëlle und Dave los – sie star-

in Schweden, eine super Schweizer Stimmung,

für sich entscheiden. In der zweiten Runde

allen Nationen stand an… Mit einem Kommentar

jedoch dann schon der erste Prüfstein – das

dieses Anlasses halte ich mich an dieser Stelle

NEWS 5

Antonia Erni


Es war wieder einmal so weit: Am Sonntag,

schon das zweite Mal auf der Matte zu stehen,

5. Oktober trafen sich die Judokas beim Dojo.

und es gab ein interessantes Training mit Peter

Leider war die Teilnehmerzahl leicht dezimiert.

und Isabelle. In der Pause war schon alles vor-

Als alle Taschen und Süssigkeiten verstaut

bereitet und wir konnten ungestört die Stärkung

waren, machten wir uns langsam auf den Weg.

zu uns nehmen. Am Mittag wurden wir im

Die Carfahrt kam uns ein wenig kürzer vor, was

Restaurant Kreuz gut verpflegt. Am Nachmittag

sehr wahrscheinlich auf die Diskussionen und

ging es mit noch halbvollem Magen wieder auf

die Witze zurückzuführen ist.

die Matte und es wurde fleissig weiter trainiert, gekämpft und auf den nächsten Gurt gearbeitet. Als Abendessen stand «Chügelipastetli mit Ärbsli und Rüebli» auf der Speisekarte. Als Abendpro-

LAGERBERICHT DES JUDOHERBSTLAGERS IN BALSTHAL (SO)

gramm war ein Nachtspaziergang angesagt und danach wurden noch ein paar Runden gespielt und für die Älteren folgte ein nächster Film. Am Dienstagmorgen war das Aufstehen schon ein bisschen schwerer, aber es erschienen alle rechtzeitig zum Frühstück. Die Trainings liefen wie folgt ab: Zuerst gab es ein gemeinsames

schick war es möglich, sein Krafttier zu ent-

Warm-Up und ein paar spielerische Randori-

decken. Danach wurde die Tradition fortgesetzt:

Nachdem wir die Taschen verstaut und uns ein

formen, danach wurde nach Gurtfarbe aufgeteilt

Für die Kleinen hiess es ab ins Bett und für die

bisschen eingerichtet hatten, standen wir schon

und es folgte ein freies Training, in welchem

Grösseren war der dritte Film fällig. Und Peter

das erste Mal auf der Matte, bei einem Training

man jederzeit Fragen stellen konnte und zwischen-

musste sich auch schon wieder von uns trennen

von Isabelle und Peter. Danach ging es schon

durch auch noch zusätzliche Techniken gezeigt

– danke für die technischen Tipps und das gute

auf das Nachtessen zu. Auf dem Menüplan

wurden. Auf den Mittag hatte sich Zuwachs

Training!

stand «Ofefleischchäs mit Brathärdöpfel» von

angekündigt: Kari als Verstärkung an der Trai-

unserem Chefkoch Hans. Hier möchte ich einen

nerfront. Aber leider musste Isabelle am Abend

Das Aufstehen am Mittwochmorgen ging schon

speziellen Dank anfügen für die Betreuung, das

nach Hause, weil sie am Mittwoch wieder zu

harziger, denn Karis Kniebeugen zeigten ihre

Essen und die Rundumversorgung! Nach dem

ihrer Arbeit erwartet wurde – vielen Dank für

Wirkung: Es ging schon länger mit aufstehen.

Essen folgten die obligaten Spiele und für die

die spannenden Trainings und die Begrüssung

Da alle Trainer ausser Kari wieder heim mussten

Älteren die mitgebrachten Filme.

am Sonntagmittag!

und Remo erst auf dem Abend eintraf, war

Am Nachmittag wurde das Training fortgesetzt,

Kari ziemlich gefordert und musste die verschie-

Die Müdigkeit am Montagmorgen war noch

und Kari begann das Warm-Up mit seinen be-

denen Gruppen alleine leiten. Am Nachmittag

moderat und es gelang allen, sich vor dem

liebten Kniebeugen, was bei den meisten den

übernahm ich für ihn die Kleinen, das heisst

Morgenessen aus dem Schlafsack zu bewegen.

ersten Muskelkater nach sich zog. Nach dem

Halbgelb- und Gelbgurtträger, und übte mit

Das Morgenessen war wie gewohnt ausgewogen

Nachtessen – Sweet&Sour mit Reis – konnte

mit Früchten, Müesli, Brot, Milch, Butter, Konfi-

man an der freiwilligen und entspannenden

türe, usw. Um halb neun hiess es für uns auch

Meditation von Kari teilnehmen. Mit etwas Ge-

NEWS 6


ihnen die Fallschule, während der Rest der Gruppe eine Lektion Ju-Jitsu genoss. Nach der Pause wurde ich durch Dave unterstützt. Am Abend gab es wieder einmal einen Spaghettiplausch mit anschliessendem Filmabend in drei

JAHRESPROGRAMM 2009 Februar

23.02.

Kein Kindertraining, Fasnachtsmontag

März

02.03.

Training des Nationalkaders im Duo/FightingSystem ab 20.45 Uhr Ju-Jitsu-Turnier Emmenbrücke GV im Restaurant Kreuz in Cham Training des Nationalkaders im Duo/FightingSystem ab 20.45 Uhr 1. interner Judo-Wettkampf für alle Judogruppen, Türöffnung 18.00 Uhr

Kinosälen ganz nach Altersfreigabe… ;-) Es prüfung gelernt.

21.03. 27.03. 30.03.

Am Donnerstagmorgen ging das Aufstehen noch

30.03.

wurde auch noch für die bevorstehende Gurt-

zäher, und man freute sich auf das bevorstehende Training mit Remo Doswald. Doch schon

April

06.04.

das Warm-Up ging an unsere arg gebeutelten 10.04. bis 26.04. 13.04.

Muskeln und das Training selbst sollte nicht viel besser werden. Remo zeigte uns neue Techniken und machte vor allem ein Kampftraining.

17.04. bis 19.04. 24.04. bis 26.04.

Am Nachmittag gab es die Gurtprüfungen: Martina und Norina auf Orangegurt und Alexander, Pauline, Sandra, Chantal, David und Nicola

Mai

auf Gelbgurt. Trotz zum Teil hartnäckigem Fragen von Remo und Robin erreichten alle Prüflinge den nächsten Grad – herzliche Gratulation an alle Prüflinge und danke, Remo, für

02.05. 11.05. 21.05. bis 24.05.

Juni

das Training und die Unterhaltung neben der

01.06. 07.06. 08.06.

Matte! Im Verlauf des Nachmittags gesellte sich 11.06. bis 14.06. 13.06. 14.06. 21.06. 25.06.

noch unser Klubpräsident Andy zu uns, denn er war der Ersatz für seinen Vater Hans, welcher uns leider auch verlassen musste – noch einmal herzlichen Dank für die Betreuung, das Vorbereiten und das gute Essen! Nach dem Nachtessen, «Ghackets und Hörnli», gab es das obligate Lotto

Training des Nationalkaders im Duo/FightingSystem ab 20.45 Uhr Frühlingsferien für Kinder- und Jugendtrainings Training des Nationalkaders im Duo/FightingSystem ab 20.45 Uhr J+S Leiterkurs Teil 1 im Dojo J+S Leiterkurs Teil 2 im Dojo Swiss Ju-Jitsu Open in Luzern Training des Nationalkaders im Duo/FightingSystem ab 20.45 Uhr Auffahrtsferien für Kindertrainings Kein Kindertraining, Pfingstmontag Töffausfahrt Training des Nationalkaders im Duo/FightingSystem ab 20.45 Uhr Fronleichnamsferien für Kindertrainings Nationaler Ju-Jitsu-Tag in Magglingen Nationaler Judo-Tag in Magglingen Töffausfahrt (Reservedatum) 2. interner Judo-Wettkampf für alle Judogruppen, Türöffnung 18.00 Uhr

Juli

04.07. bis 16.08. 20.07. bis 16.08.

Sommerferien für Kinder- und Jugendtrainings Sommerferien für alle Trainings

Abend folgte für die Grösseren – raten Sie –

August

17.08.

Trainingsbeginn für Alle

falsch, kein Film, sondern eine Pokerrunde mit

September

04.09.

3. interner Judo-Wettkampf für alle Judogruppen, Türöffnung 18.00 Uhr Ju-Jitsu Rigi Open Herbst-Event

mit Andy als Glücksfee. Es konnten wieder einmal viele Preise gewonnen werden. Am späteren

Andy. Für den letzten Abend war die Zeit, um ins 19.09. 19.09.

Bett zu gehen, relativ früh.

Oktober

03.10. 03.10. bis 18.10. 09.10. bis 11.10.

Herbst-Event (Verschiebedatum) Herbstferien für Kinder- und Jungendtrainings Ju-Jitsu-Trainingsweekend Erwachsenen- und Jugendgruppen

November

20.11. 27.11.

Jahresabschlussabend für Erwachsene und Ju-Jitsu-Jugend Jahresabschlussabend für Judo-Jugendgruppen

Dezember

08.12. 12.12. bis 03.01. 19.12. bis 03.01.

Kein Kindertraining, Mariä Empfängnis Weihnachtsferien für Kinder- und Jugendtrainings Weihnachtsferien für alle Trainings

Januar 2010

22.01. bis 24.01.

Skiweekend in Sölden

allen bedanken, die in irgendwelcher Weise zum

Februar 2010

06.02. bis 21.02.

Sportferien für Kinder- und Jugendtrainings

Gelingen des Herbstlagers 2008 beigetragen

März 2010

26.03.

GV im Restaurant Kreuz in Cham

haben: Kari, Andy, Isabelle, Peter und Remo für

April 2010

17.04. bis 02.05.

Frühlingsferien für Kinder- und Jugendtrainings

Mai 2010

13.05. bis 16.05.

Auffahrtsferien für Kindertrainings

Lagerteilnehmern und deren Familien für die

Juli 2010

03.07. bis 15.08.

Sommerferien für Kinder- und Jugendtrainings

Kuchen und anderen Süssigkeiten.

Fett geschriebene Daten sind noch provisorisch

Florian Erni

DAS AKTUELLE PROGRAMM FINDEST DU IMMER AUF WWW.KIAICHAM.CH

Am Freitagmorgen folgte nach dem Aufstehen ein letztes Training und danach war die Zeit der Putzens gekommen. Die Zusammenarbeit war so gut, dass wir wie gewohnt zu früh fertig wurden und sich alle in der Küche versammelten, wo unter anderem Andy beschäftigt war und von allen tatkräftig – oder besser gesagt moralisch – unterstützt wurde. So neigte sich unser Aufenthalt in Balsthal dem Ende zu und zum Schluss möchte ich mich bei

die Leitung von diversen Trainings, Hans für das Kochen und die Rundumversorgung und den

NEWS 7


Präsident Vizepräsident Aktuar Kassierin TK-Chef Materialverwalter Beisitzer

Andy Capiaghi, Hammerstrasse 2, 6312 Steinhausen, 041 740 11 81

Ju-Jitsu-Obmann Archiv Dojo-Chef J+S-Coach Kraftraumkommission Internet

Markus Christen, Sumpfstrasse 6, 6300 Zug, 041 741 85 50

Kari Kunz, Zythusmatt 24, 6333 Hünenberg See, 079 768 95 64 Silvan Hedinger, Luzernerstrasse 111a, 6333 Hünenberg See, 041 710 78 87 Patrizia Limacher, Bühlstrasse 1, 6289 Müswangen, 041 918 05 95 Peter Herger, Lütisämetstrasse 80, 8706 Meilen, 079 757 20 47 Roman Hausheer, Schluechtstrasse 10, 6330 Cham, 079 720 69 44 Pascal Schümperli, Büelstrasse 14, 6340 Baar, 079 503 45 78

Bernadette Dittli, Goldermattenstrasse 37, 6312 Steinhausen, 041 740 40 80 Roman Hausheer, Schluechtstrasse 10, 6330 Cham, 079 720 69 44 Pascal Schümperli, Büelstrasse 14, 6340 Baar, 079 503 45 78 Toni Zürcher, Allmendweg 17, 6330 Cham, 079 817 76 42 Kari Kunz, Zythusmatt 24, 6333 Hünenberg See, 079 768 95 64

TRAINER+TRAININGSZEITEN

Dienstag Mittwoch Donnerstag

Freitag

Judo

Jugend (8 –16)

17.45 – 19.00 Uhr

Kari Kunz

Judo

Jugend/Erwachsene (16 – 99)

19.15 – 20.45 Uhr

Peter Herger

079 768 95 64 079 757 20 47

Judo

Jugend (8 –16)

18.00 – 19.30 Uhr

Désirée Michel

079 762 83 88

Ju-Jitsu

Erwachsene (16 – 99)

19.30 – 21.30 Uhr

Roman Hausheer

079 720 69 44

Ju-Jitsu

Jugend (14 –18)

18.30 – 20.00 Uhr

Antonia Erni

041 761 72 91

Ju-Jitsu

Erwachsene (16 – 99)

20.00 – 21.45 Uhr

Willy Huwyler

041 790 15 37

Judo

Kinder Gruppe 1 (5 –10)

17.30 – 18.30 Uhr

Patrizia Limacher

041 918 05 95

Judo

Kinder Gruppe 2 (5 –10)

18.30 – 19.30 Uhr

Patrizia Limacher

041 918 05 95

Ju-Jitsu

Erwachsene 40+

20.00 – 21.45 Uhr

Markus Christen

041 741 85 50

Judo

Jugend (8 –16)

17.30 – 19.15 Uhr

Toni Zürcher

079 817 76 42

Judo + Jiu

Trainer-Training

ab 19.15 Uhr

Telefon im Dojo 041 780 68 86

NEWS 8

IMPRESSUM

Montag

Redaktionsleitung: Kari Kunz Kontakt: Kari Kunz, Zythusmatt 24, 6333 Hünenberg See, 079 768 95 64 Auflage: 400 Exemplare Beiträge sind jederzeit herzlich willkommen! Druck und Weiterverarbeitung: Concordia

VORSTAND+KOMMISSIONEN


Kiai Cham New 2009