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Gemeindebrief Ev. Kirchengemeinden Pinache und Serres

Nr. 56

September 2012 Pfarrplan 2018


Reduzierung der Pfarrstellen in der Evang. Landeskirche Württemberg Information und Diskussion über die Umsetzung im Distrikt „Platte“ (Großglattbach, Iptingen, Wiernsheim, Wurmberg, Neubärental, Pinache, Serres) Bis 2030 wird unsere Landeskirche ca. 30% weniger Gemeindeglieder haben. Grund dafür ist in erster Linie die demografische Entwicklung (weniger Kinder werden geboren und evangelisch getauft, ältere Gemeindeglieder sterben). Dazu kommen noch die Austritte. Dies hat zur Folge, dass es schwerwiegende und schmerzhafte Strukturveränderungen bezüglich der Pfarrstellen gibt. Unsere Landeskirche wird weiter Pfarrstellen reduzieren oder gar streichen. Bis 2018 müssen im Dekanat Mühlacker zunächst 1,5 Stellen reduziert werden, bis 2030 insgesamt sogar 5 bis 7 Stellen. Im November 2012 beschließt die Bezirkssynode den „Pfarrplan 2018“, das bezirkliche Stellenverteilungskonzept. Im „Pfarrplan 2018“ wird festgelegt, wie im Jahr 2018 die für den Kirchenbezirk Mühlacker zur Verfügung stehenden Stellen im Gemeindepfarrdienst möglichst angemessen und nachvollziehbar auf die Kirchengemeinden verteilt werden können. Auch wir hier oben auf der „Platte“ sind vom „Pfarrplan 2018“ betroffen. Spätestens wenn Pfr. Hörger weg geht, 2


wird es auf der Platte nur noch drei statt vier Pfarrstellen mit 100% geben, falls es nicht doch noch wider Erwarten eine Zwischenlösung bis 2024 mit 3 ½ Stellen gibt. Der Pfarrplanausschuss unseres Dekanats, der Distriktsausschuss auf der Platte, die einzelnen Kirchengemeinderatsgremien und die Pfarrerschaft haben schon viele Überlegungen angestellt, wie der Pfarrplan umgesetzt werden kann. Die Bezirkssynode wird im November darüber entscheiden, wo die geforderten 1,5 Stellen bis 2018 wegfallen sollen. Von diesen Veränderungen sind in erster Linie natürlich die Kirchengemeinden betroffen. Nicht alle Kirchengemeinden, die bisher einen Pfarrer oder eine Pfarrerin hatten, werden weiterhin eine/n haben. Kirchengemeinden werden zusammengelegt bzw. ein Pfarrer / eine Pfarrerin ist für zwei oder mehr Kirchengemeinden zuständig. Dies hat Auswirkungen auf das Gemeindeleben. Bei allen Reduzierungen soll aber – so weit wie möglich – in allen Kirchengemeinden sonntäglich Gottesdienste angeboten werden. Klar geregelt wird auch sein, wer für Seelsorge, Kasualien (Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen) und Konfirmandenunterricht zuständig ist. Wir hier oben auf der „Platte“ haben verschiedene Varianten diskutiert, wie der Pfarrplan umgesetzt werden kann. Doch eine Lösung zu finden ist nicht einfach. Pinache und Serres, die seit 300 Jahren zusammen sind, wollen, so die ursprüngliche Erklärung unseres Kirchengemeinderates, zusammen bleiben. Großglattbach und Iptingen, die seit 10 Jahren zusammen sind und bereits einen 3


Beitrag zur Pfarrstellenkürzung geleistet haben, wollen ihre Zusammenarbeit fortsetzen. Die Pfarrstellen Wiernsheim und Wurmberg werden spätestens dann, wenn es nur noch 3 Pfarrstellen auf der Platte gibt, Aufgaben in anderen Gemeinden mit zu übernehmen haben. Die angedachten Lösungen haben gezeigt, dass es unmöglich erscheint, eine Lösung zu finden, die alle zufrieden stellt. Wir, der Kirchengemeinderat von Pinache und Serres, möchten Sie, unsere Gemeindeglieder, an all den Überlegungen teilhaben lassen und Ihre Meinung hören. Deshalb laden wir Sie zu einer Gemeindeversammlung für Pinache und Serres ganz herzlich ein am Freitag, 21.09.2012, 19.30 Uhr, Vereinsheim Serres. Über ein zahlreiches Kommen von Ihnen würden wir uns sehr freuen. Es wäre ein Zeichen Ihres Interesses. In allen Diskussionen wollen wir uns leiten lassen von dem Wort des Apostels Paulus: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7)

Mit herzlichen Grüßen

Der Kirchengemeinderat Pinache und Serres 4

Gemeindebrief September 2012  

Thema Pfarrplan

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