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F GR REE AT IS

Das Magazin The magazine

07. 2013

Beach Edition


SIMPLY PERFECT

SIMPLY PERFECT

Arte Náutica Beach Restaurant

Located on the beautiful sandy beach of Armação de Pêra, and with a privileged

Praia dos Pescadores - Armação de Pêra

view over the Atlantic Ocean, the Arte Náutica Beach Restaurant is perfect for

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enjoying the freshest seafood in style. Let yourself indulge to the exclusive service and comfort offered by a VILA VITA Parc Resort & Spa managed restaurant. Learn more about Arte Náutica Beach Restaurant at www.vilavitaparc.com, or send us an email to fb@vilavitaparc.com.


v. do bispo Vila real

EDITORIAL

tavira

Liebe Leser!  Dear readers,

portimÃo

sÃo brÁs

silves

Ein Dichter meinte, der Sommer mache den Menschen zum Träumer. In der malerischen Landschaft der Algarve fällt das Träumen wirklich nicht schwer, wenn der Wellenschlag am Strand den Ferienrhythmus bestimmt. Etwa 180 Kilometer Strand bietet die Algarve; ihnen haben wir dieses Heft gewidmet. Meer, Felsformationen von bizzarrer Schönheit, maximaler Sonnen- und Freizeitgenuss, aber ist es denn heute überhaupt noch möglich, neuen Orten zu begegnen? Überall ist schon jemand da gewesen: Reisereporter, der Autor des Bord-Magazins im Flugzeug, Künstler, die die Landschaft malten, Freunde, die sie fotografierten. Wir zeigen Ihnen, was nicht in jedem Reiseführer steht. Dazu gehören auch unsere Tipps für Kultur, Shopping und Entdeckungen abseits der Badebuchten. Gute Unterhaltung und „Boa praia“!

loulé

monchique

olhÃo

A poet once wrote that summer makes man a dreamer. Dreaming really isn’t difficult in the picturesque landscape of the Algarve, when the crash of the waves on the shore determines the holiday’s rhythm. The Algarve is home to approximately 180 kilometres of beaches; this issue is dedicated to them. Sea, strangely beautiful rock formations, the very best of fun in the sun, but is it actually still possible to discover new places nowadays? Wherever you go someone has already been there: travel journalists, the writer of the on-board magazine on the plane, artists, who have painted the scenery, friends, who have taken pictures of it. We bring you things that you won’t find in every travel guide. This also includes tips on culture, shopping and things to discover beyond the beaches. Enjoy and “Boa praia”!

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Die neue „Entdecken Sie Algarve“ jetzt am Kiosk Aus dem Inhalt im Juli Events Kultur & Tradition  Lagos Abenteuerliche Flussfahrt  Recht Ferienvermietung  Freizeit Aktiv im Sommer  sowie aktuelle Nachrichten, Termine, Kleinanzeigen u.v.m.

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Die besten Spas,T The best spas, par

Koch-Kolumne Cooking column

4

Algarve Vida 07/2013

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Die Neuerfindung des Tourismus The reinvention of tourism

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NEWS

Aktuelle Meldungen News & Views

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DIGITAL

Online-News 10

TRAVEL

12 Drachen Kites

Boa praia – Rückblick Boa praia – Retrospective

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Ilha da Culatra – Strandwanderung Ilha da Culatra – Beach walk

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Drachenflug Kite flying

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Boca do Rio – Ruinen am Strand Boca do Rio – Ruins on the beach

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NATURE

Hasen und Gurken zu See Hares and Cucumbers at Sea

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SHOPPING

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Teil 5 t5

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Was uns gefällt  What we like 28

KIDS

Spaß & Spiel Fun & Games 50

HEALTH

Die besten Spas der Algarve, Teil 5 The Algarve’s best spas, part 5 24

GOURMET

Koch-Kolumne Cooking column 26

CULTURE

Musik-Szene, Teil 5 Music scene, part 5 32 Interview – Dieter Nuhr Kultur-Meldungen Culture news

PEOPLE

Am Strand zu beachten Beach Rules & Regs

Menschen im Fokus People we met

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ECONOMY

Die Neuerfindung des Tourismus The reinvention of tourism

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LAW

Am Strand zu beachten Beach Rules & Regs 47

EVENTS

Events,Events, GezeitenTides Impressum Imprint

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NEWS Auf dem Vormarsch

Die Kampagne ‘Let us Breathe / Deixem-nos Respirar’ geht in die nächste Runde. Die Unterschriftenaktion, die ursprünglich auf portugiesische Unternehmen beschränkt war und dazu dient die ausufernde Bürokratie in Portugal zu stoppen, ist ab jetzt offen für jeden, der in Portugal lebt und grundsätzlich wahlberechtigt ist. Es wurden bereits eine Reihe von Gesprächen mit hochrangigen Beamten und Politikern geführt (bis hin zum Staatssekretär für Finanzen und dem Chef der Fiskaleinheit der GNR). Die nächste Stufe ist nun die Prüfung der wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit von Gesetzen und Verordnungen. Die Kampagne, die bereits von mehr als 300 Unternehmen mit einem Investitionsvolumen von insgesamt über 1 Milliarde Euro unterstützt wird, wurde von Karl Heinz Stock, einem deutschen Unternehmer mit verschiedenen Investitionen in Portugal und anderen Ländern ins Leben gerufen, und hofft auf einen Dialog mit der Regierung zwecks Vereinfachung der den Unternehmen abverlangten bürokratischen Prozesse, mit dem letztendlichen Ziel einer Entbürokratisierung. Das Formular für die Unterschriftensammlung von portugiesischen Bürgern und Residenten ist ab sofort im Download-Bereich der Kampagnen-Website verfügbar: http://www.deixemnosrespirar.com oder http://www.avaaz.org/en/petition/Deixemnos_Respirar_AbaixoAssinado_Implementar_Regulamentos_ Apenas_Apos_Estudos_Independentes_De_Impacto_Na_Economia/?copy

On the Move

The ‘Let us Breathe / Deixem-nos Respirar’ campaign is entering a new phase. The petition, which was originally limited to Portuguese companies and aims to stop excessive bureaucracy in Portugal, is now open to anyone living in the Algarve and eligible to vote. There has already been a series of talks with high ranking officials and politicians (including the secretary of state for finance and the chief of the GNR fiscal unit). The next step now is the assessment of the economical usefulness of laws and regulations. The campaign, which already has the support of more than 300 companies, with a total investment of more than 1 billion Euros, was initiated by Karl Heinz Stock, a German entrepreneur with various investments in Portugal, as well as in other countries. Its main aim is to start a dialogue with government, to simplify the bureaucracy required of businesses and eventually lead to debureaucratisation measures. The petition form to collect signatures from Portuguese citizens and residents in general is now available in the ‘downloads’ section of the campaign’s website: http://www.deixemnosrespirar.com. Or use this link: http://www.avaaz.org/en/petition/Deixemnos_Respirar_AbaixoAssinado_Implementar_Regulamentos_Apenas_Apos_Estudos_Independentes_ De_Impacto_Na_Economia/?copy 6

Algarve Vida 07/2013


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Kommunalwahl

Am 29. September finden in Portugal Kommunalwahlen statt. Der Ministerrat hat jetzt das Datum festgelegt, an dem über die Besetzung der 308 Rathäuser im Lande und der Gemeindevertretungen für die folgenden vier Jahre entschieden wird. Bei Kommunalwahlen sind auch Ausländer stimmberechtigt, sofern sie in einer portugiesischen Stadt oder Gemeinde wohnen und gemeldet sind: Alle hier ansässigen Bürger der Europäischen Union dürfen abstimmen sowie Staatsangehörige der Kapverden, von Brasilien, Argentinien, Chile, Island, Peru, Uruguai und Venezuela; allesamt Länder mit einem hohen Anteil an Exil-Portugiesen und deren Nachfahren. Norweger sind ebenfalls wahlberechtigt, obwohl ihr Land kein EU-Mitglied ist, jedoch als Teil des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) in vielen Belangen den EU-Staaten gleichgestellt. Zuständig für die Aufnahme in das WählerVerzeichnis ist die Gemeinde-Verwaltung des Wohnortes.

Foto: CMP

Ratezeit! Time to guess! Unsere Lego-Architekten haben sich große Mühe gegeben und einen internationalen Gedenktag im Juli nachgestellt. Tipp: Die richtige Antwort hat etwas mit der ersten Mondlandung 1969 zu tun. Also, welcher Gedenktag ist hier abgebildet? Als Gewinn gibt’s es diesmal einen 50 Euro Gutschein von Staples zu gewinnen – viel Glück!

Câmara Municipal, Portimão

Local Elections

Municipal elections will be held on September 29 in Portugal. The Council of Ministers has now set the date on which decisions about the occupancy of the country’s 308 town halls and the municipal councils for the next four years will be made. Foreigners are entitled to vote in local elections as well, if they live and are registered in a Portuguese city or municipality. All EU citizens resident in Portugal are allowed to vote, as well as nationals of Cape Verde, Brazil, Argentina, Chile, Iceland, Peru, Uruguay and Venezuela, all of them countries with a high proportion of expat Portuguese and their descendants. Norwegians are also eligible to vote, even though their country is not an EU member, but in many respects on equal terms with EU countries for being part of the European Economic Area (EEA). The local authority of the place of residence is responsible for foreign residents’ inclusion on the electoral roll.

Einsendeschluss ist der 31. Juli 2013. Viel Spaß! Zuschriften bitte per E-mail an: quiz@algarvevida.com (Der Rechtweg ist ausgeschlossen.)

Our Lego architects have made a real effort and re-enacted an international memorial day in July. Tip: The correct answer is related to the first moon landing in 1969. So, what memorial day is shown on the picture? And of course there is a prize – this time one 50 Euro Staples voucher. Have fun! Entries must be made by July 31st, 2013. Please send your answer to quiz@algarvevida.com (There is no right to appeal.)

Mehr News online More news online

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Sicherheitsmaßnahmen

Arrifana

Safety measures

According to Quercus, Portugal now has a record number of accessible beaches. Figures from this national institute for nature conservation show that the nation now has 543 beaches throughout the country that are open to bathers. However on 23 beaches a visit is not advisable, as at high tide the beach area shrinks to nothing more than right under the cliffs and is therefore considered to be dangerous, due to the danger of falling rocks. In the Algarve this includes the beaches of Castelo and Coelha (Albufeira), Caneiros, Carvalho, Cova Redonda, Marinha and Vale Centeanes (Lagoa), Prainha (Portimão), D. Ana (Lagos), Beliche and Tonel (Vila do Bispo) and Arrifana (Aljezur). With the beginning of the beach season, Portuguese Environmental Agency (APA) has secured the cliffs on the Algarve’s beaches of Santa Eulália (Albufeira), Maria Luisa (Albufeira), Careanos (Portimão) and Praia do Camilo (Lagos), as these belong to the most visited beaches of the Algarve. This measure is urgently needed, as many tourists are unaware of the dangers of rocks falling.

Verborgene Schönheit

Das Projekt Fruta Feia (häßliche Früchtchen) wurde jetzt bei einem Ideenwettbewerb der Stiftung Gulbenkian prämiert: Verbraucher-Kooperativen kaufen direkt bei den Erzeugern erntefrisches Obst und Gemüse, das in Form oder Farbe nicht der Ästhetik der Gemüsetheken in Supermärkten genügt und deshalb oft in frischem Zustand im Müll landet. Bei dem Projekt entfallen Umwege über Distributions-Ketten. Die Initiative ermahnt die Verbraucher, bei der Wahl an der Ladentheke nicht auf ein makelloses Äußeres der Ware fixiert zu sein, das meist nichts mit Qualität und Geschmack zu tun habe. Langfristig möchte sich die Ini­ tiative selbst überflüssig machen, sollte es ihr gelingen, den Blick der Verbraucher auf die Speisen zu verändern und damit auch die Politik der Supermärkte beim Einkauf. Im europäischen Vergleich sind die Portugiesen umsichtiger als ihre Nachbarn und lassen nicht einmal ein Drittel der Lebensmittelmenge verderben, die in der Rest-EU auf dem Müll landet. Dies ist eine Ermunterung, beim Bummel über die Märkte der Algarve nicht das EU‑Maßband anzulegen, sondern sich auf die saftige Frische aus den Algarvegärten einzulassen.

Foto: Mercado Olhão

Die Zahl der portugiesischen Badestrände hat eine neue Rekordmarke erreicht. Laut dem Nationalem Verein für Naturerhaltung „Quercus“ sind es inzwischen 543 Strände im gesamten Land, die für Badegäste offen stehen. Jedoch wird vom Besuch von 23 Stränden abgeraten, da sich die Strandfläche bei Hochwasser auf den Bereich unter einsturzgefährdeten Klippen begrenzt, und somit als gefährlich eingestuft wird. In der Algarve betrifft das die Strände Castelo und Coelha (Albufeira), Caneiros, Carvalho, Cova Redonda, Marinha und Vale Centeanes (Lagoa), Prainha (Portimão), D. Ana (Lagos), Beliche und Tonel (Vila do Bispo) und Arrifana (Aljezur). Rechtzeitig zum Saisonbeginn wurden die Klippen der Strände Santa Eulália und Maria Luisa (Albufeira), Careanos (Portimão) und Praia do Camilo (Lagos) gesichert, da sie wohl zu den beliebtesten Stränden der Algarve gehören. Solche Maßnahmen sind dringend notwendig, denn viele Touristen sind sich der Gefahr herunterstürzender Felsbrocken nicht bewusst.

Hidden beauty

The Fruta Feia (Ugly Fruit) project has now been awarded in a Gulbenkian Foundation ideas competition: consumer cooperatives buy, directly from the producers, fresh fruits and vegetables that don’t satisfy the aesthetic requirements of supermarkets regarding shape or colour, and therefore all too often end up being thrown away. The project dispenses with detours through distribution chains. The initiative urges final consumers not to be fixated on the flawless appearance of the goods, which mostly has nothing to do with quality and taste. Should it succeed in changing the view of consumers on food and thus the policy of supermarkets when purchasing, the initiative aims to prove redundant in the long term. Compared to the rest of Europe, the Portuguese are much more prudent than their neighbours, consigning to the rubbish heap less than a third of the amount of food the rest of the EU consigns. This is also an incentive to ignore EU measuring tapes while strolling through the Algarve’s markets, and to get into the juicy freshness of fruit and vegetables grown in the region’s fields and gardens.

www.algarvevida.com/

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DIGITAL

facebook.com/algarve.vida

Behalten Sie die Kontrolle! Control your data! So stoppen Sie die Online-Nachverfolgung durch Werbetreibende How to stop getting tracked by advertisers online Wenn Sie eine Suchmaschine benutzen und dort auf einen Link klicken, werden Ihre Suchbegriffe an die Zielseite übermittelt – meist zusammen mit Browser- und Computer-Informationen, die Sie eindeutig identifizieren. Auf vielen Seiten Eine sind Anzeigen von Drittanbietern geschaltet, die ein ständig Langversion wachsendes Profil von Ihnen anlegen – die Anzeigen scheidieses Artikels finden Sie unter nen Sie buchstäblich zu verfolgen. Und mit Ihrem Profil wird algarvevida.com durch die Werbetreibenden gehandelt, was höhere Preise im Zoom into a Webshop oder Ihre Ablehnung durch eine Versicherung zur longer version Folge haben könnte. Die „Do Not Track“-Funktion Ihres Browof this article at algarvevida.com ser gewährleistet keinen zuverlässigen Schutz vor Tracking. Daher haben wir nachfolgend einige Browser-Erweiterungen aufgeführt, die Ihre Privatsphäre zuverlässig schützen. When you search the web, and click on a link, your search term is usually sent to that site, along with your browser and computer info, which can often uniquely identify you. Those sites usually have third-party ads, and those third-parties build profiles about you, and that‘s why those ads follow you everywhere. Your profile can also be sold, and potentially show up in unwanted places, like higher prices or (not) getting insurance. That „Do not track“ option in your browser does not always help – so here are some recommended browser extensions that will certainly protect you from being tracked.

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Algarve Vida 06/2013

Blockiert die Nachverfolgung durch Dritte.

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HTTPS Everywhere

Stellt die Verbindung, wann immer möglich, per HTTPS her. Redirects to secure (HTTPS) versions of sites where possible.

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BetterPrivacy

Blockiert Flash Cookies (“Super Cookies”). Blocks Flash cookies (“super cookies”).

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Blockiert die Nachverfolgung durch beliebte Websites. Blocks trackers from popular sites.

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Signalisiert jegliche Nachverfolgung durch Websites. Monitors third-party trackers on sites.

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Stellt die Privatsphäre auf Facebook, LinkedIn and Google sicher. Helps lock down Face­book, LinkedIn and Google privacy settings.

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Blockiert Banner, Pop-ups und Videowerbung. Blocks banners, pop-ups and video ads.

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DoNotTrackMe Blocks third-party trackers on sites.

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Verbreitete Nachverfolgungsmechanismen Common Tracking Methods Browser Cookies Browser Cookies (engl. für „Plätzchen“) sind kleine Textinformationen, die zwischen einem Webbrowser und einer Website ausgetauscht werden. Sie lassen sich zur Nachverfolgung von Besuchern, oft über Website-Grenzen hinaus, nutzen. Daraus erwächst schnell ein individuelles Benutzerprofil, das für personalisierte Werbung und Suchergebnisse genutzt wird. Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Http_cookie HTTP cookies or „browser cookies“ are small pieces of data sent between your Web browser and a Web site, commonly used to track users, even across multiple Web sites. Cookies can be used to help build a profile about you that can then be used to serve personalized advertisements and search results. Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/HTTP-Cookie Flash Cookies Flash Cookies speichern ebenfalls kleine Datenpakete auf dem Rechner des Besuchers ab. Entsprechend können Ihre Webaktivitäten zu einem individuellen Profil zusammengeführt werden. Flash Cookies werden ausschließlich von Websites generiert, deren Inhalte Adobe Flash benutzen. Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Flash-Cookie Flash Cookies are a lot like regular browser cookies in that they are small pieces of data stored on a user‘s computer by a Web site. They can be used to collect data about you and your Web activity. Also called „LSOs“ (Locally Shared Objects), flash cookies are added by Web sites that use Adobe Flash. Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Local_Shared_Object Web Bugs Web Bugs oder Tracking Bugs (zu Deutsch auch Webwanze oder Zählpixel) dienen ebenfalls der Auswertung bestimmter Benutzeraktivitäten. Meist handelt es sich um versteckte bzw. transparente Bilder, die an den Server zurückmelden, welche Email oder Seite angezeigt wurde. Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Zählpixel Web bugs are mechanisms to track specific user activities on Web sites. Often unknown to the user, web bugs (also called „tracking bugs“) can come in many different forms such as hidden images. By displaying the content, it reports back that the the e-mail or Web page was opened. Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Web_bugs Referrer Websites können feststellen, woher ein Benutzer kommt (also welchen Link er zuvor geklickt hat), indem der sog. „HTTP referer“ ausgewertet wird. Der Verweis wird vom Browser bereitgestellt und kann persönliche Daten wie z.B. Suchbegriffe beinhalten. Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Referrer Web sites can track where their traffic is coming from through the use of referrers (aka HTTP referrers). Through HTTP referrers, it‘s possible to tell which site a user has just come from, and can also include other user information, sometimes personal (like search terms). Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/HTTP_referer Scripts Viele Websites und Web-Applikationen enthalten JavaScript. Diese Programmiersprache kann dazu missbraucht werden, den Rechner des Benutzers zu überwachen, indem auf vermeintlich vertrauenswürdigen Websites gezielt Schadcode eingebaut wird. Gibt der Benutzer dort Daten ein oder klickt auf einen Link, kann der Schadcode diese Informationen abgreifen. Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/JavaScript#Sicherheit JavaScript is commonly used on Web sites and web applications but can be used to attack a user‘s computer by placing a malicious piece of code (the script) on a seemingly benign Web site. After the user enters information or clicks on a link, the script is carried out and the user‘s information or activity can be logged by the attacker. Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/JavaScript#Security Browser Fingerprinting Manche Website und Tracking-Werkzeuge von Drittanbietern nutzen Informationen, die Ihr Browser liefert, um daraus einen digitalen Fingerabdruck zu generieren. So wird eine Nachverfolgung selbst bei abgeschalteten Cookies möglich. Die Kombination von Faktoren wie Browser-Einstellungen, installierte Plugins, installierte Fonts, Bildschirmauflösung, IP-Konfiguration etc. ermöglicht eine erstaunlich genaue Identifikation von Benutzern bzw. ihren Geräten. Zur Zeit gibt es keine zuverlässige Methode, um sich vor Browser Fingerprinting zu schützen. Die Electronic Frontier Foundation hat unter http://panopticlick.eff.org ein Tool bereitgestellt, mit der Sie die Einzigartigkeit Ihrer persönlichen Browser-Konfiguration testen können. Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Device_fingerprint (englisch) Lately, Web sites and 3rd party trackers have started gathering information about your browser to uniquely identify you and therefore track you even when cookies are turned off. Things like browser settings, installed plugins, installed fonts, screen resolution, and IP configuration are often combined to create a unique fingerprint that can be used to link users to their devices. Currently, there are no consistent methods to shield yourself from browser fingerprinting. The Electronic Frontier Foundation has created a tool for you to test and learn about your browser‘s uniqueness. Check out http://panopticlick.eff.org Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Device_fingerprint

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Hier begann der Algarve-Tourismus: Praia da Rocha, ca. 1970 und 2013 This is where Algarve tourism began: Praia da Rocha, around 1970 and 2013

TRAVEL

Praia da Rocha 1920

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Algarve Vida 07/2013


Poster

Boa praia! Die Algarve ist eine der beliebtesten Ferienregionen Europas. Doch wer heute hierher kommt, macht sich kein Bild von der Vergangenheit der Urlaubsorte The Algarve is one of Europe’s most popular holiday regions. But anyone coming here today is unable to picture its past

D

as Meer „weckt Fantasie in uns, wir geben uns dem Zuschauen hin, der Muße und der Melancholie“, schrieb Ramalho Ortigão über die Zeit am Strand. Das sei „gefährlich. Es schwächt den Geist“, so der Schrift­ steller und riet zu „intellektueller Aktivität“, man solle zum Beispiel „das mysteriöse Meer studieren“. Ramalho Ortigão schrieb sein Buch „As Praias de Portugal“ 1876 als „Leitfaden für Badende und Reisende“. Zu jener Zeit diente das Bad im Meer vor allem medizinisch-therapeutischen Zwecken und gehörte zum Leben der Elite. Ramalho Ortigãos Buch war Portugals erster Strandführer, doch die Algarve fehlt darin. Die Region hatte damals für Reisende wenig Bedeutung, denn es war mühsam, hierher zu gelangen; die einzige Straße führte über die Berge der Serra do Caldeirão. Dennoch wurden drei Algarveorte zum Reiseziel: Monchique wegen seiner Thermalquellen und der üppigen Vegetation, Sagres lockte mit der Mystik der Entdeckung der Welt und schließlich Praia da Rocha: Der malerische Felsenstrand und das gemäßigte Klima brachten den Ort bald in den direkten Vergleich zum französischen Biarritz. 1911 schuf die junge Republik als eines der ersten Länder Europas eine Regierungsbehörde für Tourismus und nutzte das Potenzial der Algarve. Der Ruf der schönsten Küste Europas ging in die Welt und spendable Sommerfrischler kamen. 1918 empfing das neu gebaute Grande Hotel in Faro die ersten Gäste: Briten, ein paar Amerikaner und reiche Brasilianer. Ab 1920 mus­ sten Ausländer in den Badeorten Kurtaxe zahlen. Sie wohnten meist in privaten Unterkünften, denn feudale Ho­tels ent­­­ standen erst nach und nach: t

T

he sea “arouses fantasy in us, we devote ourselves to watching, idleness and melancholy,” wrote Ramalho Ortigão about time at the beach. This is “dangerous. It weakens the mind,” said the writer and advised “intellectual activity,” you should, for example, “study the mysterious sea”. Ramalho Ortigão wrote his book As praias de Portugal in 1876, as a “guide for bathers and travellers”. At that time bathing in the sea mainly served medical and therapeutic purposes, and was part of the life of the elite. Ramalho Ortigãos’ book was Portugal‘s first beach guide, but the Algarve doesn’t appear in it. Back then the region had little importance for travellers because it was difficult to get here, the only road led over the Serra do Calderão mountains. Nevertheless, three places in the Algarve became travel destinations: Mon­ ­­chique for its thermal springs and lush vegetation, Sagres lured visitors with the mystique of the discovery of the world and finally Praia da Rocha: the picturesque rocky beach and the temperate climate soon saw the place compared to France’s Biarritz.

r e t r o s p e C t i v e

1947

1954

1968

One of the first countries in Europe to do so, the young republic created a government agency for tourism in 1911 and took advantage of the Algarve’s potential. The reputation of Europe’s most beautiful coastline was sent out into the world and generous summer visitors came. In 1918 the newly-built Grande Hotel in Faro received its first guests: Brits, some Americans and rich Brazilians. From 1920 foreigners had to pay a visitor tax in the beach resorts. They mostly stayed in private accommodation, as plush hotels appeared only gradually: the Hotel Guadiana in Vila Real de Santo António t

Fotos: Turismo de Portugal / Turismo do Algarve / Biblioteca Nacional / private

1971

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Albufeira 1970

TRAVEL

Albufeira 1930

Albufeira 2012

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Algarve Vida 07/2013


Poster

Das Hotel Guadiana in Vila Real de Santo António beeindruckte seit 1923 mit Jugendstil-Charme. 1934 eröffnete das Hotel Bela Vista in Praia da Rocha; es ist bis heute ein zauberhaftes Kleinod. Seit 1931 fuhr die neu gegründete Busgesellschaft Empresa de Viação do Algarve (EVA) die Touristen von Ort zu Ort. Gleichzeitig blieben traditionelle, schön geschmückte Eselskarren ein wichtiges Transportmittel zwischen Dorf und Strand. 1932 hieß es in einem Reiseführer, die beste Zeit für einen Algarve-Aufenthalt sei der Winter. Die Gestade zwischen Lagos und Faro lockten auch im Januar und Fe­bruar zu Spaziergängen bei 12 Grad Lufttemperatur, deutlich wärmer als Nizza oder eben Biarritz. Ein Ratgeber aus den 1940ern beschreibt bereits einige empfehlenswerte Hotels in der Algarve, „Restaurants, für die man sich nicht schämen muss und ein paar leidliche Pensionen“. Besonderer Service: „Es gibt Garagen für die Automobile.“ Der Film „The Golden Beaches of Adventure“ des australischen Seefahrers und Schriftstellers Alan Villiers zeigte 1954 Monte Gordo und Praia da Rocha als Paradies für Urlauber und Casinobesucher. An das Treiben an abgelegenen Stränden erinnert sich eine Zeitzeugin: „Die Ilha de Faro war praktisch menschenleer und unsere Reise dorthin glich einem kleinen Umzug. Wir nahmen alles mögliche mit, um eine Art Zelt zu bauen, als Schutz gegen Sonne und Wind. Wir hatten das komplette Mittagessen dabei und einen großen Krug Wein. Es gab noch kein Einweggeschirr, keine Plastikpackungen, wir hatten viel zu schleppen“. Eine Dekade später erlebten Gäste den Sommer in Praia da Rocha: „Der Strand war schmal, lange vor dem Ausbaggern des Hafenbeckens. Wo heute Strandbars stehen, schlugen die Wellen bis an die Klippen. Fahrten mit dem Ruderboot waren das Schönste.“ Als die Badegäste zahlreicher wurden, warf auch die Polizei ein Auge auf die Strände. Im Visier waren aber nicht etwa Langfinger: Es ging um die von Lissabon auferlegte Kleiderordnung. Portugiesinnen hätten sich zwar nicht in so knappe Bikinis gewagt, wie die Touristinnen. Aber die Männer nahmen das Strandleben leicht und wer dann kein Hemd zur Badehose trug, musste mit einem Bußgeld rechnen. Die abgeschiedene Provinz am Meer wurde immer mehr zum kosmopolitischen Raum. Der Australier Villiers t

Boa praia! r e t r o s p e C t i v e has impressed with Art Nouveau charm since 1923. The Hotel Bela Vista in Praia da Rocha opened in 1934, and is still an enchanting gem today. Since 1931 the newly founded bus company Empresa de Viação do Algarve (EVA) has driven tourists from place to place, while at the same time traditional, beautifully decorated donkey carts remained an important means of transport between village and beach. In 1932 a travel guide stated, that the best time for a stay in the Algarve was the winter. At 12 degrees air temperature, significantly warmer than Nice or even Biarritz, the shores between Lagos and Faro were also attractive for walks in January and February. A guide from the 1940s already describes some recommendable hotels in the Algarve, “restaurants of which one does not have to be ashamed of and a few reasonable pensions”. Special service: “There are garages for cars”. The film “The Golden Beaches of Adventure” by Australian sailor and author Alan Villiers showed Monte Gordo and Praia da Rocha as a paradise for tourists and casino visitors in 1954. A contemporary witness remembers the goings-on at remote beaches: “The Ilha de Faro was virtually deserted and our travel there resembled a small removal. We took all sorts of things to build a kind of tent, as a protection against sun and wind. We had a full lunch and a large jug of wine with us. There were no disposable plates, no plastic packaging yet, we had a lot to carry”. One decade later, guests experienced summer in Praia da Rocha: “The beach was narrow, long before the dredging of the harbour basin. t

1970

1940 Besonderer Service: „Es gibt Garagen für die Auromobile“ 1940 Special service: “There are garages for cars“ SandskulpturenWettbewerb Sand sculpture competition

1968

13 15


Monte Gordo 1970

Praia da Luz 1950

Eselskarren: ein wichtiges Transportmittel zwischen Dorf und Strand Donkey carts: an important means of transport between village and beach

beschrieb nun die Algarve im National Geografic und Quarteira und Albufeira mit ihrem Kontrast alter Gässchen und weiß getünchter Häuser als „meine Lieb­ lingsregion der gesamten iberischen ­ Halb­insel“. Der Tourismus boomte, nicht zuletzt, weil sich zwei Dekaden nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Wirtschaft in Europa stabilisiert hatte. Italien war Modeziel, die Algarve war Geheimtipp. Das Tor zur Welt wurde im Juli 1965 mit der Eröffnung des Flughafens Faro endgültig aufgestoßen. In der Folge begann aber auch der Bauboom, der die Silhouette der Küste für immer verändern sollte. Erstmals warb die Hotelfachschule in Faro 1968 mit der Ausbildung von Personal für Touristikberufe: Qualifizierte Köche, Rezeptionisten, Kellner wurden nun gebraucht, die den Ansprüchen der Gäste gerecht werden konnten. Prominente besuchten Europas In-Region: 1968 macht Beatle Paul McCartney Urlaub in Praia da Luz. Im Hotel Penina nahe Portimão sang er an einem fröhlichen Abend spontan mit der Bar-Band und komponierte für sie den Titel Penina, der später Eingang in das Album „The Songs Lennon and McCartney Gave Away“ fand. Die Rockgruppe Barclay James Harvest verbrachte 1980 Reiterferien in der Algarve und schrieb den Song „Paraíso dos Cavalos“: „We‘d take the road down to Almansil / If I had known then we‘d be there still / We left our hearts in the soft sea spray / With every Quinta Do Lago day“ (Wir nahmen die Straße nach Almansil / Hätt´ ich´s gekannt – wir wären noch heute dort / Wir haben unsere Herzen in der weichen Wellengischt verloren / Jeden Tag in Quinta do Lago). Bis heute streben die Algarvestrände nach Superlativen. In diesem Jahr listet TripAdvisor, eine der weltweit meistbesuchten Reisewebsites, gleich zwei von ihnen in die Top 25 der besten Strände Europas: Praia da Falésia/Albufeira und Ponta da Piedade/Lagos. Dabei sind es oft die weniger bekannten, die mit besonderem Ambiente verzaubern, für eine gute Zeit am Strand, oder in der portugiesischen Grußform: „Boa Praia“! Henrietta Bilawer

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Algarve Vida 07/2013

Boa praia! r e t r o s p e C t i v e

Where today there are beach bars, the waves reached up to the cliffs. Trips by rowboat were the most beautiful thing.” When the number of guests increased, the police started to have an eye on the beaches as well. They did not have their sights on thieves however, rather the dress code imposed by Lisbon. Portuguese women would not have dared to wear tight bikinis like the tourists anyway. But the men took beach life easy and those wearing no shirt with their trunks had to expect a fine. The secluded seaside province was more and more becoming a cosmopolitan area. Australian Villiers now described the Algarve in the National Geo­ graphic and Quarteira and Albufeira, with their contrast of old alleys and whitewashed houses as “my favourite part of the entire Iberian Peninsula”. Tourism boomed, not least because two decades after the end of World War II the economy had stabilised in Europe. Italy was the fashionable destination; the Algarve was the insider tip. The gateway to the world was finally thrown open in July 1965 with the opening of Faro airport. But as a consequence this also set off the construction boom that would change the coast’s silhouette forever. The hotel school in Faro first began advertising staff training for professions in the tourism sector in 1968: qualified chefs, receptionists, waiters, who could meet the needs of guests were now required. Celebrities visited Eu­ rope’s ‘in’ region: in 1968 Beatle Paul McCartney spent his holidays in Praia da Luz. He spontaneously sang with the bar’s band on a cheerful evening in the Penina Hotel near Portimão and composed the song Penina for them, which was later included in the album ‘The Songs Lennon and McCartney Gave Away’. Rock group Barclay James Harvest spent riding holidays in the Algarve in 1980 and wrote the song ‘Paraíso dos Cavalos’: “We’d take the road down to Almansil / If I had known then we’d be there still / We left our hearts in the soft sea spray / With every Quinta do Lago day”. To this day the Algarve beaches strive for superlatives. This year TripAdvisor, one of the world’s most visited travel websites, lists two of them in the top 25 of Europe’s best beaches: Praia da Falésia/Albufeira and Ponta da Piedade/ Lagos. Yet it is often the less known that enchant with a special ambience, for a good time at the beach, or in the Portuguese form of greeting: “Boa Praia!” Henrietta Bilawer


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TRAVEL

Ilha da Ein ausflug auf die

Und ein Strandspaziergang von

Culatra nach Farol

V

om Fähranleger in Olhão geht es in einer 30-45 minütigen Fahrt (Fahrplan siehe Seite 20) mit einer der pitoresken Fähren auf die Insel „Ilha da Culatra“, die die zwei Fischerorte Culatra und Farol beherbergt. Culatra mit seinen knapp 1.000 Einwohnern, meist Fischer und Muschelfarmer mit ihren Familien, ist die größere der beiden Siedlungen und auch die einzige, die ganzjährig bewohnt wird. Wer hier zur Schule, in den Kindergarten oder in die Kirche geht, wird immer Sand in den Schuhen haben, denn alle Gebäude sind buchstäblich auf Sand gebaut. Hier hat Zeit keine Bedeutung, und Hektik ist den Bewohnern ein Fremdwort. Der Weg von der Fähre zum Strand führt durch das kleine urige Dorf Culatra, vorbei an weiß gekalkten Häuschen mit winzigen Vorgärten, zwei Bars und Minimercados und weiter auf einem langen Holzsteg über die Dünen bis hin zum Atlantik. Nach einem ungefähr 15-minütigen Spaziergang erreicht man den Sandstrand, der sich über 9 km schier

endlos und meist menschenleer zu beiden Seiten erstreckt. Im Westen kann man in der Ferne schon den 1851 errichteten Leuchtturm „O Farol do Cabo de Santa Maria“ sehen, der sich mit seinen 47 Metern über die Siedlung Farol erhebt – das Ziel der Wanderung. Von Culatra aus sind es ungefähr 4 km Fußmarsch bis Farol, immer am Meeresufer entlang. Es ist zu empfehlen, den Ausflug nach den Gezeiten zu planen, da es sich bei Niedrigwasser besser läuft. Unterwegs trifft man neben ein paar Möwen vielleicht auf einige Sonnenanbeter und Muschelsucher, aber meisten ist man mit der Sonne und dem Wind allein. Nahe Farol wird es schon ein wenig belebter. Hier lohnt sich ein Abstecher in die über der kleinen Bucht gelegene Strandbar marAmais für eine wohlverdiente Erfrischung - sei es das eiskalte Sagres oder die Caipirinha, die man zu sanften Klängen mit perfekter Aussicht genießen kann. Bevor man die Insel per Fähre in Farol wieder verlässt, bietet es sich an, im Restaurant A do

Sommer wie Winter traumhaft Fantastic, summer or winter

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Sonnenuntergang Farol Farol sunset


Culatra A trip to the

And a beach walk from Culatra to Farol

olhÃo

Sonne, Wind und Meer Sun, wind and sea

F

MarAmais

João einzukehren. Die umfangreiche Speisekarte bietet neben heimischen Fischen wie Robalo, Sargo und Corvina auch frische Muscheln. Wer sich von dem Charme der Insel und seinen Bewohnern nicht lösen mag, kann die ganze Nacht - auch lange nach der letzten Fähre - noch per Wassertaxi ans Festland gelangen. Es lohnt sich, denn Farol mit seinen 14 Einwohnern (die Hälfte davon Leuchtturmwärter) bietet einen spektakulären Sonnenuntergang, den man oft ganz allein genießen kann.

rom the ferry landing in Olhão, a 30/45-minute boat trip (timetable see box) on one of the picturesque ferries will take you to the Ilha da Culatra, home to the two fishing villages of Culatra and Farol. Culatra, with almost 1000 inhabitants, mostly fishermen and shellfish farmers and their families, is the larger of the two settlements, and also the only one inhabited all year through. Anyone attending school, nursery school or church here, has a permanent deposit of sand in their shoes, as each of the buildings is surrounded by just this. The path from the ferry to the beach leads through the small quaint village, past whitewashed little houses with tiny front gardens, two bars and minimercados and continues along a boardwalk over the dunes towards the Atlantic. Here you come to the vast, almost deserted 9-km expanse of sand on either side. In the far west you can already see the 47-metre-high lighthouse of the village of Farol, the Farol do Cabo de Santa Maria, built in t

Culatra´s Kirche Culatra´s church

Das Dörfchen Culatra The village of Culatra


TRAVEL 1851 and the destination of the walk. From Culatra it is roughly a 4-km walk along the seashore. Ideally you should plan your trip according to the tides, as it is much easier to walk at low tide. On your way you’ll meet a couple of seagulls, maybe a handful of sun worshippers, shell seekers or sandcastle architects, but mostly you’ll be alone with the sun and the wind. As you approach Farol it gets a bit busier. A welcome detour is the marAmais beach bar located above the small bay, perfect for some well-deserved refreshment, whether an ice-cold beer or a caipirinha, enjoyed to the sound of chilled music and with a perfect view. Before leaving the island by ferry from Farol, why not stop at the restaurant A do João? A look at the extensive menu shows that besides locally caught fish such as robalo, sargo and corvina, fresh shellfish is also available on a daily basis. Those who can’t bear to leave the island and its local charm quite yet, can also take a water taxi back to the mainland long after the last ferry. And it’s well worth it, because Farol with its 14 inhabitants – half of whom are lighthouse keepers – enjoys one of the most spectacular sunsets, which very few get to experience. Nina Steingräber

FAhrplan / Ferry timetable 1.7. - 31.8. Olhão Culatra Farol 7h 7:45h 7:30h 9h 9:30h 10h 11h 11:30h 12h 13h 13:45h 13:30h 15h 15:30h 16h 17:30h 18h 18:30h 19:30h 20h 20:20h

O Farol do Cabo de Santa Maria

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Hasen und Gurken zu See Hares and Cucumbers at Sea

NATURE

Eine Langversion dieses Artikels finden Sie unter algarvevida.com Zoom into a longer version of this article at algarvevida.com

Wer an den Stränden der Algarve fischt, wandert oder schwimmt, wird irgendwann einem dieser merkwürdigen Wesen begegnen. Als „Geschlechter der Meere“ werden die Weichtiere von den Portugiesen feixend als „pénis do mar“ und „xoxa de velha do mar“ bezeichnet.

Those fishing, walking or swimming on the Algarve’s beaches, will sooner or later encounter one of these curious creatures. As “genitals of the seas” the molluscs are smirkingly referred to by the Portuguese as “pénis do mar” and “xoxa de velha do mar”.

Seegurken (pepino-do-mar) bilden eine Klasse im Stamm der Stachelhäuter, zu denen unter anderem auch Seesterne und Seeigel gehören. Die meisten Seegurken fressen Sediment oder Plankton. Dabei kriechen sie mit ihrem rotbraunen Körper wie ein Staubsauger über den Meeresgrund. Droht ihnen Gefahr, schießen sie einen Teil ihrer Eingeweide nach außen. Seegurken bevorzugen einen Meeresgrund, der mit Seegrasarten bedeckt ist.

Sea cucumbers (pepino-do-mar) form a class in the phylum of echinoderms, which also includes starfish and sea urchins. Most sea cucumbers eat sediment or plankton. With their rotating round red-brown body they crawl along the seabed like a vacuum cleaner. If threatened by danger, they shoot part of their intestines outwards. Sea cucumbers prefer a seabed covered with sea grass species.

Seehasen (Aplysia, lebre-do-mar) zählt zur zoologischen Klasse der Kopffüßer, der auch die Oktopoden (polvo), achtarmige Tintenfische, und die Sepien (choco), zehnarmige Tintenfische, angehören. Sein Name stammt vermutlich von seiner Kopfform, der mit etwas Phantasie einem Hasenkopf gleicht. Seehasen fressen verschiedene Algen-, Tang- und Seegrasarten und sind deshalb vermehrt in entsprechender Fauna anzufinden. Ein Charakteristikum vieler Arten besteht in ihrer Fähigkeit, zur Verteidigung eine intensiv lilafarbene Tintenwolke zu erzeugen. In der Ria Formosa beschäftigt sich das „CUMFISH Projekt“ damit, Migrationsmuster, Bestandsdichten und be­­vorzugte Habitatstypen Seegurke der Seegurke zu studieren Sea cucumbers sowie einen Rechtsrahmen für den Umgang mit den Wildbeständen zu etablieren. Auf Culatra, am Praia de Faro und in Fuseta werden innerhalb eines Freiwilligenprogramms die aktuellen Bestände mindestens zweimal pro Monat visuell erfasst. Der „Visual Census“ soll noch 2 Jahre andauern und zukünftig auch die Bestände vor Tavira einschließen. Wer Interesse hat, an dem Programm teilzunehmen, kann sich unter seacucumber.pt@gmail.com melden. Weitere Infos unter www.ccmar.ualg.pt/cumfish/ The “CUMFISH project” in the Ria Formosa studies migration patterns, population densities and preferred habitats of sea cucumbers as well as establishing a legal framework for the handling of wild populations. On Culatra, on the Praia de Faro and in Fuseta current populations are visually recorded at least twice a month as part of a voluntary programme. The “visual census” will continue for two years and in the future will also include populations in front of Tavira. Anyone interested in participating in the programme can register at seacucumber.pt@gmail.com. More information at www.ccmar.ualg.pt/cumfish/

Sea hares (Aplysia, lebre-do-mar) belong to the zoological class of cephalopods, which also includes the octopus (polvo), and the cuttlefish (choco). Their name probably derives from their head shape that Seehase resembles a hare’s head with a little Sea hare imagination. Sea hares eat various algae, seaweed and sea grass species and are mainly found in the corresponding fauna. A characteristic of many species is their ability to produce an intensive purple ink cloud for defence. Inga Vierjahn

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Praia da Bordeira

P

Bordeira

Carrapateira

Restaurant Aussichtspunkt Lookout point

P

P

Hoch konzentriert und hoch oben Deep concentration and flying high

Praia do Amado: Ein beliebter Surferstrand A popular surfer beach

Praia do Amado

N268

Vila do Bispo

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S an d


&

Wind ist eine Naturgewalt. Ihn für ein paar Augenblicke bändigen und halten kann man mit einem Drachen. Wo ist das schöner als am Strand – an der wilden Westküste der Algarve

Wind is a force of nature. With a kite you can catch and hold it for a few moments. Where could this be more engaging than at the beach – on the Algarve’s wild west coast

Praia da Bordeira

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Achtung: Angriff von oben! Warning: attack from above!

Manchmal gibt es Knoten... Sometimes there are knots...

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Zu zweit geht das Starten einfacher: Einer hält den Drachen hoch – der andere zieht die Drachenschnur

Getting started is easier when there are two of you: One holds up the kite - the other one pulls the lines

Flaute oder Erschöpfung? Wind standstill or exhaustion?

www.algarvevida.com/

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HEALTH

Angsana Spa Tivoli Die besten Spas der Algarve – Teil 5     The best Spas in the Algarve – part 5

D

as Angsana Spa, gelegen in den dicht bewachsenen Gärten des Tivoli Marina Vilamoura, wurde 2008 als erstes seiner Art in Europa von der renommierten Asia Spa-Marke Banyan Tree Spa gegründet. In seiner Ausstattung kombiniert es auf geschickte Weise den Glanz der zeitgenössischen Architektur mit der Gelassenheit der asiatischen Kultur. Vor allem warme erdige Töne und natürliche Materialien stehen hier im Mittelpunkt. Von dem geräumigen Empfangsbereich gelangt man zum Herzstück des Spas, einem hellen Raum in Form eines Hexagons, dessen Mitte der Zen-Wintergarten bildet. Ins­ gesamt 11 Behandlungsräume mit klingenden Namen wie

durchfluteten Atrium in einem der durch lange weiße Vorhänge abgetrennten Ruhebereiche relaxen möchte und dabei den angebotenen Kräuter-Tee und frische Früc­hte der Saison zu genießen. Diese 30-minütige Entspannungs­ therapie bietet das Angsana Spa exklusiv zu jeder Behand­ lung an. Paaren, die eine der von den ausschließlich asiatischen Mit­arbeitern professionell durchgeführten Massagen gemeinsam erleben möchten, steht ein geräumiges Zimmer zur Verfügung, das neben dem Jacuzzi auf der Außenterrasse auch eine Badewanne im Raum selbst bietet. Alle vom Spa verwendeten Produkte werden eigens aus

Ausgezeichnet von The World Luxury Spa Awards als “The Best Luxury Resort Spa” in Portugal 2013 „Cistus“, „Hyacintha“ oder „Magnólia“ - alles Blumen der Algarve - fassen den Mittelbereich ein. Jeder Raum bietet eine kleine Sensation an Ausstattung, Farbauswahl und Dekoration. Es wurde bewusst auf einen zentralen Umkleideraum verzichtet; alle Behandlungsräume sind individuell mit geräumigem Bad inklusive Dusche, die auch als Dampf­ bad und Sauna genutzt werden kann, ausgestattet. Jede Behandlung wird von einem von ätherischen Ölen erzeugten Raumduft und frei wählbarer Musik begleitet. Während der Gast seine Seele baumeln lässt, kann er beim Blick in den in der Decke eingelassenen Lichter-Sternenhimmel ins Träumen geraten. Besonderes Highlight des Spas ist die Rainmist-Erfahrung – eine Angsana Spa-Innovation, die Dampfbad und Vichydusche während der Körperbehandlungen kombiniert und mit einem belebenden Jasmin-Frangipani Salz-Peeling und indischer Kopfmassage abschließt. Nach der Behandlung hat der Gast die Wahl, ob er auf der persönlichen Terrasse mit Regenwalddusche oder im licht­

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Algarve Algarve Vida Vida 06/2013 07/2013

natürlichen Zutaten wie Blüten, Früchten, Kräutern, Ge­wür­ zen und Pflanzen der Region hergestellt. Diese versprechen in Kombination mit einer Mischung aus asia­tischen und europäischen Behandlungstechniken wahre Entspannung sowie Verjüngung von Körper, Geist und Seele. Die hauseigene Angsana Gallery ermöglicht den Gästen, ein Stück des asiatischen Spa-Erlebnis mit nach Hause zu nehmen. Angeboten werden exklusive Wellness-Produkte, darunter speziell angemischte ätherische Öle, Massage-Öle, Körper-, Fuß-und Haarpflegeprodukte sowie Spa-Zubehör, alle inspiriert durch die natürlichen Heilungsdisziplinen Asiens. Im Anschluss an das entspannende Spa-Erlebnis e­m­p­ fiehlt sich ein Abstecher zur Puro-Beach-Bar, die dem Tivoli angeschlossen ist. Weiße Liegen und chillige Rhythmen laden hier zum Verweilen ein – der krönende Abschluss eines Verwöhnprogramms der Luxus-Klasse. Nina Steingräber


Marina Vilamoura

The Angsana Spa, located in the lush gardens of the Tivoli Marina Vilamoura, was founded as the first of its kind in Europe in 2008 by prestigious Asian Spa-brand Banyan Tree Spa. Its facilities skilfully combine the splendour of contemporary architecture with the serenity of Asian culture, with warm earthy shades and natural materials enjoying the main focus. The spacious reception area leads to the centrepiece of the spa - a bright room in the form of a hexagon with a Zen garden at its centre. The 11 treatment rooms with beautiful names like “Cistus”, “Hyacintha” or “Magnólia“ – all flowers in the Algarve – surround

sively offers this 30-minute relaxation therapy with each treatment. A spacious room featuring a bathtub and an outdoor terrace with jacuzzi is available for couples, who want to experience together one of the massages professionally applied by the exclusively Asian staff. All products used by the spa are especially made from natural ingredients such as flowers, fruits, herbs, spices and plants of the region and their interaction with a mix of Asian and European techniques promises true relaxation as well as rejuvenation of body, mind and soul. The Angsana Gallery allows guests to take home a

Named “The Best Luxury Resort Spa” in Portugal 2013 at The World Luxury Spa Awards the central area. Each room stuns with its equipment, choice of colours and decoration. A central changing room was deliberately avoided, in favour of spacious bathrooms including showers, which can also be used as a steam room and sauna, in each of the treatment rooms. Each treatment is accompanied by the scent of essential oils and music of your choice, and while relaxing guests can dream under the lights set into the ceiling, reminiscent of a starry sky. A special highlight of the spa is the Rainmist experience, an Angsana Spa innovation, which combines the steam room and Vichy shower during body treatments, and concludes with an invigorating jasmine-frangipani-saltscrub and an Indian head massage. After treatment guests have the choice of relaxing on the private terrace with rainforest shower or in the lightfilled atrium in one of the rest areas, separated by long white curtains, while enjoying the herbal teas and fresh fruits of the season on offer. The Angsana Spa exclu-

piece of the Asian spa experience, offering exclusive wellness products, including custom-blended essential oils, massage oils, body, foot and hair care products as well as spa accessories inspired by the natural healing disciplines of Asia. After the relaxing spa experience you should take a detour to the Puro Beach Bar, affiliated to the Tivoli, where white sun loungers and chilled rhythms invite you to stay a little longer – the perfect end to a luxury pampe­ ring experience. Nina Steingräber

37.074457,-8.121346 Mehr Infos über Loulé online More Loulé info online

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loulé

Kontakt Contact: Angsana Spa Tivoli Marina Vilamoura täglich von 10-21h daily from 10am to 09pm Tel. 289 303 303 spa-vilamoura@angsana.com www.angsanaspa.com


GOURMET

Restaurante Pezinhos N’Areia, Praia Verde L

Mafalda & Isabel

Kontakt Contact: Pezinhos N’Areia, Praia Verde geral@pezinhosnareia.com www.pezinhosnareia.com Öffnungszeiten Opening times: Sommer (01.06.-30.09.) täglich von 10-24 Uhr Frühling/Herbst (01.04.-31.05./01.-31.10) täglich 10-22 Uhr Summer (01.06.-30.09.) daily from 10am-12pm Spring/Autumn (01.04.-31.05./01.-31.10) daily 10am-10pm geschlossen closed: 01.11. - 31.03.

iebe auf den ersten Blick gibt es wohl nicht nur zwischen zwei Menschen. Als Isabel aus Lissabon 1983 die Algarve bereiste, verliebte sie sich auf Anhieb in den damals noch unentdeckten Strandabschnitt Praia Verde. Die Liebe war so groß, dass sie bald an die Algarve umsiedelte und die damals freie Lizenz zur Eröffnung einer Beach-Bar erwarb. Dies war die Geburtsstunde der Bar „Pezinhos N‘Areia“ (Füßchen im Sand), die sich schnell größter Beliebtheit erfreute und in der Isabel mit ihren Freunden und Gästen viele heiße Sommernächte durchfeierte. Nach und nach entwickelte sich der kleine, damals sechseckige Bau von einer Bar in ein Restaurant, das nicht nur für seine fantastische Location bekannt war, sondern auch den Ruf für den frischesten Fisch in der Umgebung genoß. 2010 zwang der Raumordnungsplan der Algarveküste Isabel zum Bau des heutigen moderneren und weitaus komplexeren Holzhauses in der selben erstklassigen Lage. Das heutige Pezinhos N‘Areia bieten neben dem fantastischen Blick und der freundlich entspannten Atmosphäre vor allem traditionelle portugiesische Gerichte - immer mit einem Hauch von Raffinesse. Auf der Speisekarte stehen Algarve-typische Gerichte wie „Cataplana“, „Choco Panado com arroz de feijão“, „Açorda de marisco no pão“, „Pataniscas de Camarão“ und natürlich der fangfrische Fisch aus den Markthallen der Umgebung. In den Sommermonaten Juli und August bietet Isabel, mittlerweile unterstützt durch ihre Tochter Mafalda, den Strandgästen, die nur einen kleinen Snack suchen, zusätzlich eine leichte Küche an. Im letzten Jahr war dies ein hochwertiges Sushi-Angebot - wir sind gespannt, welche Gaumenfreude das perfekt funktionierende MutterTochter-Gespann sich in diesem Sommer für seine Gäste einfallen lässt. Eines ist jedenfalls sicher: Wer in einem der runden Pavillons mit einem Glas hausgemachter Champagner-Sangria in der Hand in die weißen Ledersessel sinkt, das azurblaue Wasser des Atlantik vor sich sieht und den Wind und die Sonne spürt, der ahnt bereits, dass im Pezinhos N‘Areia das Wort „Chill-out“ erfunden worden sein muss. Urs Mayr

Reservierung dringend empfohlen:

Booking is highly recommended: Tel. 281 513 195

37.174201,-7.479465

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“Mit Sand zwischen den Zehen schmeckt das Essen einfach besser” “Food tastes better with sand between your toes”

tication. The menu features Algarve signature dishes such as cataplana, choco panado com arroz de feijão, açorda de marisco no pão, pataniscas de camarão, and of course freshly caught fish from the market halls in the area. During the summer months of July and August Isabel, now supported by her daughter Mafalda, also offers light dishes to beach guests looking for just a small snack. Last year this was a top selection of quality sushi– we are excited to find out what delicacies the perfectly functioning mother-daughter team will come up with for their guests this summer. One thing is certain though: whoever sinks into one of the white leather chairs in one of the round pavilions with a glass of homemade champagne sangria in their hand, seeing the azure waters of the Atlantic in front of them and feeling the wind and the sun, will already suspect that the expression “chill-out” must have been invented at Pezinhos N’Areia. Urs Mayr

Champagner-Sangria

Champagne sangria

Zutaten: ½ Orange in kleine Keile, ½ Apfel in Spalten 8 geschnittene Erdbeeren, 1 Stange Zimt und ein Ess­ löffel brauner Zucker, umrühren, 20 cl Orangensaft mit Kohlensäure, 20 cl Sprite/7up Eine Flasche Champagner oder Sekt trocken/naturherb

Ingredients: ½ orange in small chunks, ½ apple in wedges, 8 sliced strawberries, 1 cinnamon stick and a tablespoon of brown sugar, stir, 200 ml carbonated orange drink, 200 ml Sprite/7up One bottle of champagne or dry sparkling wine

Mit Eiswürfeln auffüllen und 4 Blättern frischer Minze garnieren

Fill with ice cubes and garnish with 4 fresh mint leaves

Saúde!

Saúde!

Cataplana für 2 Personen

Cataplana for 2 people

Basis: 1 große Zwiebel, in Scheiben geschnitten, 2 reife Tomaten, 1 rote Paprika, ½ grüne Paprika, ½ Tasse Tomatenmark, Oliven, Knoblauch, Lorbeerblatt, Weißwein, Salz/Pfeffer zum Abschmecken, 1 Esslöffel Fischbrühe, 1 Glas Brandy, Koriander zur Dekoration

Base: 1 large onion, sliced, 2 ripe tomatoes, 1 red pepper, ½ green pepper, ½ cup tomato paste, olives, garlic, 1 bay leaf, white wine, salt/pepper to taste, 1 tablespoon fish stock, 1 glass of brandy, coriander to garnish

Auf dieser Basis können Sie eine beliebige Kombination von Zutaten wie Fisch, Huhn, Schwein, Tintenfisch etc. für Ihre Cataplana wählen.

To this base, you can choose to add any combination of ingredients such as fish, chicken, pork, squid etc. for your cataplana.

Pezinhos N’Areia empfiehlt:

Pezinhos N’Areia recommends:

Meeresfrüchte-Cataplana

Seafood cataplana

Guten Appetit!

Bon appetit!

für 4 Personen - 2 lt

Die Cataplana ist ein typisches Gericht für die Algarve, für deren Zubereitung immer die Pfanne “Cataplana” verwendet werden sollte.

Zutaten: 4 Garnelen mittlerer Größe, 4 wilde Garnelen Größe 20/30, 2 offene Miesmuscheln, 250 gr Herzmuscheln (amêijoa preta) 15 Minuten bei starker Hitze kochen

for 4 people – 2l

Cataplana is a typical dish of the Algarve, for whose preparation a cataplana pan should always be used.

Ingredients: 4 medium-size shrimps, 4 wild shrimps size 20/30, 2 open mussels, 250 g cockles (amêijoa preta) Cook over a high heat for 15 minutes

www.algarvevida.com/ 27

C. Marim

L

ove at first sight is probably not restricted to just between two people. When Isabel from Lisbon travelled to the Algarve in 1983, she immediately fell in love with the then still undiscovered Praia Verde beach. Her love was so great that she soon relocated to the Algarve and purchased the then available license to open a beach bar. This was the birth of the “Pezinhos N’Areia” bar (Little feet in’t sand), which soon enjoyed great popularity and in which Isabel partied through many a hot summer night with her friends and guests. Gradually the small, then hexagonal building developed from a bar into a restaurant that was not only known for its fantastic location, but also had a reputation for the freshest fish in the area. In 2010 the Regional Spatial Development Plan for the Algarve’s coast forced Isabel to build today’s more modern and far more complex wooden house in the same prime location. Alongside the fantastic views and the friendly relaxed atmosphere Pezinhos N’Areia nowadays offers mainly traditional Portuguese dishes – always with a splash of sophis-

Anthony Bourdain


SHOPPING

Was uns gefällt What we like Gut geschützt

E-Mails und E-Bücher am Strand lesen oder das Bild der preisverdächtigen Sandburg direkt nach Hause senden? Wer sein iPad mit an den Strand oder Pool nehmen möchte, sollte es vor Sand und Wasser schützen. Mit der bis zu 6m wasserdichten Schutzhülle von OverBoard kann man sogar Bilder vom Tauchgang machen. Die transparente Schutzfolie ermöglicht zudem die uneingeschränkte Nutzung der Touchscreen-Funktionen. Und sollte das iPad an der Poolbar nach ein paar Drinks doch mal ins Wasser fallen, so schwimmt es dank der Hülle an der Oberfläche. Gesehen bei amazon.de, € 39,95

Grillen im Eimer

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A must-have at your next beach picnic: the barbecue bucket by Scandinavian design brand Sagaform. The idea is simple - a bucket and a grill – and your mobile beach kitchen is ready for BBQ delights. You should choose a wind-free site or place a wind-break in front of the bbq - no one likes to eat sandy sausages... And when it gets cold and everyone is full, you can warm your cold hands on the residual heat of the small BBQ. € 29.90, Sagaform

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Well protected

Read emails and e-books on the beach or send a picture of the prize-worthy sand castle directly to your home? Anyone who wants to take their iPad to the beach or pool should protect it from sand and water. Guaranteed submersible up to 6m, with this waterproof protective case by OverBoard you can even take pictures of your dive. Additionally, the transparent protective film allows full use of the touch screen functions. And should the iPad fall into the water after a few drinks at the pool bar, its case makes sure it floats on the surface. Seen on amazon.co.uk, £ 30.45

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Typisch Algarve: die Sonne scheint und es stürmt. Wer jetzt am Strand nicht gesandstrahlt werden möchte und gleichzeitig Sonnenschutz sucht, ist mit dem Sonnenschirm PARUV von Tribord bestens ausgestattet. Windstärken bis zu 20km/h soll er standhalten - damit das gewährleistet ist, lassen sich die Seitentaschen mit Sand befüllen. Bei Flaute kann der Windschutz einfach per Klettverschluss wieder abgetrennt werden. Uns gefällt´s. Gesehen bei Decathlon, € 16,95

Two in one

Typical Algarve: the sun is shining and the wind is up. Anyone averse to being sandblasted on the beach, while they seek shelter from the sun, will be well equipped with the PARUV umbrella from Tribord. The umbrella features sand pockets to keep it in place and is able to withstand winds of up to 20 km/h. In calmer moments the windshield can be easily removed. Seen at Decathlon, € 16.95


Sonnenschutz

Sun protection

Der portugiesische Verbraucherschutz Deco Protest hat 15 gängige Sonnenschutzmittel (LSF 30) im Handel getestet und festgestellt, dass die teuren Marken nicht immer empfehlenswert sind. Das Labor untersuchte u. a. den Sonnenschutzfaktor, die UVA-Durchlässigkeit und Wasserfestigkeit. Hier sind die Ergebnisse.

Portuguese consumer organisation Deco Protest has tested 15 popular suntan lotions (SPF 30) and found out, that the expensive brands are not always recommendable. Among other things, the laboratory tested the sun protection factor, UVA-permeability and water resistance. Here we reveal the results.

sehr gut very good

gut good

84% - 65% = gute Qualität 84% - 65% = good quality

befriedigend satisfactory

ausreichend sufficient

ungenügend insufficient

63% - 53% = ausreichende Qualität 63% - 53% = sufficient quality

35% - 18% = mangelhafte Qualität 35% - 18% = poor quality

Testsieger Best in the test

Richtpreis RRP (200ml)

Füllmenge Contents

Schutzfaktor SPF

UVA-Schutz Wasserfestigkeit Urteil % UVA-protection Water resistance Result%

1. Nivea Sun

€ 14,77

200 ml

sehr gut

gut

gut

84

2. Eucerin

€ 26,88

150 ml

gut

sehr gut

gut

74

3. Avéne 4. Nivea Sun

€ 30,08 € 13,24

100 ml 200 ml

gut gut

befriedigend gut

sehr gut befriedigend

73 73

1. My Label Beauty € 3,95

400 ml

sehr gut

befriedigend

befriedigend

71

2. Vichy

€ 14,49

300 ml

befriedigend

befriedigend

befriedigend

65

3. Lancôme

€ 50,33

150 ml

befriedigend

gut

gut

63

1. Cien (Lidl) 2. Lancaster

€ 3,19 € 35,84

250 ml 175 ml

befriedd befriedigend

befriednd befriedigend

befriednd sehr gut

62 61

3. Shiseido

€ 65,88

100 ml

befriedigend

befriedigend

gut

60

4. Piz Buin

€ 19,02

200 ml

befriedigend

befriedigend

sehr gut

59

5. Garnier

€ 14,71

200 ml

ausreichend

befriedigend

sehr gut

55

6. Garnier

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200 ml

ausreichend

gut

sehr gut

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Protect & Bronze Extra Light

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Gute Wahl Good choice (Continente)

Capital Soleil Génifique Sôleil

Preisleistung Value for money

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Extra Smooth In sun

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Nicht zu empfehlen Not recommendable 1. La Roche

€ 12,93

300 ml

ungenügend

gut

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200 ml

ungenügend

befriedigend

sehr gut

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TRAVEL

Boca do Rio www.heraonline.org/ www.facebook.com/HeraPortugal

D

er Strand von Boca do Rio, Vila do Bispo, birgt zahlreiche Geheimnisse. Er liegt nicht nur abseits der herkömmlichen Tourismusroute, sondern beherbergt auch die zerstörten Überreste einer 2.000 Jahre alten römischen Villa. Die Villae (lat. Plural von Villa) waren von römischen Bürgern errichtete Häuser, die sich entweder in der Stadt oder auf dem Land befanden. Auf dem Land wurden diese Villae als Villa Rustica bezeichnet und waren vor allem auf die land- und fischwirtschaftliche Erschließung ihrer Umgebung ausgerichtet. Diese Villae wurden hauptsäch-

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Algarve Vida 07/2013

lich vom Dienstpersonal des Villabesitzers bewohnt, der sicher­gehen wollte, dass die Villa und die umliegenden Felder instandgehalten wurden. Die Villa am Boca do Rio war eine dieser Villae, und lag zudem direkt am Meer. Diese Lage war nicht zufällig, sondern wurde vermutlich gezielt ausgewählt, um nicht nur in den direkten Genuss der landwirtschaftlichen, sondern vor allem auch der maritimen Ressourcen zu kommen. Ein Beweis hierfür ist die Ausstattung der Villa mit Fischtanks, in welchen das im Römischen Reich sehr begehrte garum, eine Art fermentierte Fischsauce, hergestellt wurde. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte über die Identität des Villaeigentümers, aber er war mit Sicherheit ein sehr wohlhabender Römer. Zeugnis seines Reichtums sind die wunderschön dekorierten Mosaike und Fresken, die in den Wohnräumen der Villa gefunden wurden. Diese Mosaike und Fresken sind heute noch im Museum von Lagos zu sehen. Der Fall des Römischen Reiches und der Mangel an zentralisierter Regierung machten die Meere und Länder zunehmend gefährlich. Das nahegelegene Dorf Budens könnte dem für die Instandhaltung der Villa zuständigen Personal einen Zufluchtsort geboten haben, da das Dorf strategisch gut gelegen war. Die Entdeckung der Ruinen geschah mitten in einer der größten nationalen Tragödien Portugals, dem Erdbeben von Lissabon im Jahre 1755. Auch die Algarve wurde durch diese Naturkatastrophe, die auch einen Tsunami auslöste, stark betroffen. Die Kraft der Wellen entfernte die Erdschichten, die die Villa am Boca do Rio bedeckt hatten, und legte ihre Strukturen wieder frei. Am Strand oder beim Tauchen in den Überresten der Villa selbst, kann man den Reichtum der römischen Welt erkennen - nicht im Sinne von Schätzen aus Gold oder anderen


v. do bispo

Der einzige Algarvestrand, an dem man zwischen den Ruinen einer römischen Villa sonnenbaden und schwimmen kann The only beach in the Algarve where you can sunbathe and swim amongst the ruins of a Roman villa

Edelmetallen, sondern in jenen Fragmenten, die vom Leben vor 2.000 Jahren erzählen; Fragmente der reich verzierten Terra Sigillata, römisches Glas und sogar Mosaike und Wandputz mit der immer noch sichtbaren reichen und farbenfrohen Dekoration. Der Strand selbst ist heute ein Hotspot für Wohnwagenurlauber, die den nicht-touristischen Strand mit recht guter Zufahrt als bevorzugten Übernachtungsort nutzen. Die seltene Mischung aus Geschichte, Archäologie, Strand und Meer macht Boca do Rio zu einem einzigartigen Ort an der Algarve. Vasco Cartó Archäologe bei Hera - Associação para a Valorização e Promoção do Património

37.066376,-8.809622

T

he beach in Boca do Rio, Vila do Bispo holds many secrets. Not only is it off the beaten tourist track, but also it is home to the ruined remains of a 2000-yearold roman Villa. The Villae, (plural of Villa) were houses built by Roman citizens either inside a city or in the countryside. These Villae in the countryside were named Villa Rustica and focused mainly on farming and fishing of the land and sea surrounding them. The Villae were mainly inhabited by the servants of the owner of the Villa who would ensure that the Villa and its surrounding farmland were maintained. The Villa at Boca do Rio was one of these Villae, with the additional characteristic that it was located next to the sea. This location was to make best use of the agricultural resources, and primarily the maritime resources. Proof of this is that the Villa was equipped with fish tanks that were used

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to produce the famed garum which was a kind of fermented fish sauce that was widely popular in the Roman Empire. The garum would be allowed to ferment in the sun for a period of time of up to three months and then it was mixed with local aromatic herbs before being loaded into amphorae (plural of amphora), clay containers specifically designed for long-distance maritime travel. There are no clues as to who was the owner of this Villa, however he was certainly a very rich Roman citizen. Proof as to his wealth can be found in the beautifully decorated mosaics and frescoes found in the living quarters of the Villa which can be seen in the Lagos Museum. With the fall of the Roman Empire and a lack of centralised government the seas and lands became increasingly dangerous. The nearby village of Budens could be the location where the servants in charge of maintaining the Villa took refuge since Budens is strategically well located. The discovery of the ruins took place amidst one of Portu­ gal´s greatest national tragedies - the Lisbon Earthquake of 1755. The Algarve was also greatly affected by this natural disaster and by tsunamis that hit the whole of the Portuguese coast which removed the layers of earth that covered the Villa at Boca do Rio, exposing its structures once again. Along the beach, or diving in the remains of the Villa itself, it is possible to see the richness of the Roman world. Not in the wealth of gold or other precious metals, but in fragments of what life was like 2000 years ago. Fragments of the richly decorated Terra Sigillata, Roman glass, and even of mosaics and wall plaster with their rich and colourful decoration still visible. The beach itself is today a hotspot for mobile home travellers, for whom this non-touristic beach with a fairly good access road is a favoured spot to spend the night or even a couple of days. This rare blend of history, archaeology, beach and sea makes Boca do Rio a truly unique location in the Algarve. Vasco Cartó Archaeologist at Hera – Associação para a Valorização e Promoção do Património

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CULTURE

S

ic Musn S c e5 Part 5e

chließt man bei seiner Musik die Teil Augen, hat man mitunter das Gefühl, Sting zuzuhören. Vor allem, wenn Tuka Moura die Songs des britischen Sängers covert und „Roxanne“ oder „Message in the bottle“ singt, ist kaum ein Unterschied zu hören. Optisch unterscheiden sich die beiden hingegen völlig: Tuka - dunkle Haut, braune Locken und fast schwarze Augen, die er jedoch meist geschlossen hält, wenn er vor seinem Mikrofon sitzt und sich völlig seiner Musik hingibt. Er ist Brasilianer, in Botafogo, einem Stadtteil von Rio de Janeiro aufgewachsen, und hat sich schon in jungen Jahren der Musik gewidmet. Nicht verwunderlich, denn Brasilien bringt man automatisch mit Rhythmik, Tanz und guter Laune in Verbindung. Obwohl Tuka dieser Nationalität angehört, ist er nicht der typische Brasilianer, extrovertiert und temperamentvoll; er liebt es ruhiger, bevorzugt Balladen und leichte Musik. Seine Stimme war sein einziges Kapital, als er 1991 nach Portugal umsiedelte. Wie viele andere Brasilianer, die zu dieser Zeit an die Algarve kamen und überwiegend nur ein Instrument im Gepäck hatten, begeisterte er mit seinem exotischen Aussehen und fremdartigen Tönen zunächst das touristische Klientel und verdiente als Musikant das Geld für seine erste eigene Gitarre. Inzwischen hat sich Tuka in der Musikbranche sehr gut etabliert. 2009 erschien seine erste CD „No passo do Mangolé“. Das Album ist eine bunte Mischung aus Rock, Reggae und Chansons. Alle Stücke singt Tuka in seiner Muttersprache und wurden von ihm komponiert und getextet.

Tuka

Mo - Do / Mon - Thu 9 h - 13 h / 14 h - 18 h Fr / Fri 9 h - 13 h CC „Cerro dos Pios“ Rua do Farol, Loja 2 · 8400-505 Carvoeiro Tel./Fax: 282 356 877 Mob.: 914 028 115

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Algarve Vida 07/2013

Brasilianischer Rhytmus mit traditionellen und modernen Elementen Tuka ist einer der wenigen Musiker, die sich nicht über mangelnde Gigs beschweren. Für den Sommer ist er so gut wie ausgebucht. Fünfmal die Woche tritt er in verschiedenen Lokalitäten auf; entweder als Solokünstler oder mit seiner Band „Walking Free“, die aus ihm (Gitarre und Gesang), Adriano Alves (Bass) und Rico Lima (Schlagzeug) besteht. Manchmal bittet er auch noch „Special Guests“ dazu, die die Gruppe mit Percussion, Akkordeon und Saxophon begleiten. Bei seinen Coversongs legt er hohen Wert auf eigene Interpretationen, entwickelt seinen gelungenen „Freestyle“ - und so merkt man während der ersten Takte oft nicht, um welche Songs es sich handelt. Das bestätigt sich gerade bei seiner neuen Herausforderung: Er hat sich bei „The Voice Brasil“ beworben, “meiner Tochter zuliebe, die mich dazu gedrängelt hat”. Mit seiner Version von „Moves like Jagger“ hofft er für seine Laura auf eine Teilnahme bei der nächsten Staffel. Das Video kann man auf http://www.youtube.com/watch?v=hfYhiupLdcE ansehen. Tuka Moura lebt in seiner Musik, ohne sie würde er krank werden: „A música é um vício com overdoses constantes“ sagt er über seine Leidenschaft. Zu deutsch: Musik ist eine Sucht mit permanenter Überdosis. Marius Müller Montag: Restaurante O Alambique, Poco Bareto, Silves Mittwoch: Martinhal Resort, Sagres Freitag: Ocean Club, Lagos Donnerstag und Samstag: Porto Bay Falesia, Albufeira Weitere Infos: www.tukamoura.com


Moura

I

f you close your eyes when listening to his music, you sometimes feel like you’re listening to Sting. You can hardly hear a difference, especially when Tuka Moura covers the songs of the British singer such as Roxanne and Message in a Bottle. However, to look at, the two couldn’t be more different: Tuka - dark skin, brown curly hair and almost black eyes that he usually keeps closed

Brazilian rhythms with traditional and modern elements when sitting in front of his microphone, completely surrendering to his music. The Brazilian raised in the Rio district of Botafogo has dedicated himself to music from an early age. Not surprising, in a country automatically associated with rhythm, dance and feeling good. Although Tuka is of South American origin, he is not the typical Brazilian, outgoing and full of spirit, preferring rather the quieter life, ballads and light music.

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silves

His voice was his only capital when he relocated to Portugal in 1991. Like many other Brazilians who came to the Algarve, many armed with nothing but an instrument in their luggage, he first elated his tourist clientele with his exotic looks and sounds. He earned the money for his first guitar as a busker. Since then Tuka has established himself in the music industry pretty well. In 2009 he released his first CD No passo do Mangolé. The album is a colourful mix of rock, reggae and chansons. Tuka wrote all the songs and lyrics and sings them in his native language.Tuka is one of the few musicians not complaining about a lack of gigs. He is practically sold out for the summer. Five times a week he performs at different venues, either as a solo artist or with his band “Walking Free”, which consists of himself (guitar and vocals), Adriano Alves (bass) and Rico Lima (drums). Sometimes he asks “special guests” to accompany the group with percussion, accordion and saxophone. In his cover songs he sets a high value on his own interpretations, developing his successful “freestyle” - and so you often don’t recognise which song he is playing during the first few bars. This can be seen in his latest challenge: he has applied for “The Voice Brasil”, “for my daughter’s sake, who has pushed me.” For Laura, he hopes to participate in the next season with his version of Moves like Jagger. The video can be watched at http://www.youtube.com/watch?v=hfYhiupLdcE. Tuka Moura lives in his music, without it he would become ill: “A música é um vício com overdoses constantes,” (music is an addiction with continuous overdoses) he says about his passion. Monday: Rest. O Alambique, Poco Barreto, Silves, Wednesday: Martinhal Resort, Sagres, Friday: Ocean Club, Lagos, Thursday and Saturday: Porto Bay Falesia, Albufeira. More info: www.tukamoura.com Marius Müller


INTERVIEW

H intergründig , nachdenklich , humorvoll

Algarve Vida: Herr Nuhr, Sie sind nicht zum ersten Mal in Portugal. Wenn Sie die Reisen vergleichen, haben Sie den Eindruck, die Stimmung im Land und das Leben der Menschen haben sich verändert? Dieter Nuhr: Nun, ich reise ja erst Ende Juni, da wäre es verfrüht, jetzt schon zu urteilen... Ich war 2004 vier Wochen hier, danach noch ein paar Mal kurz, zuletzt nach der Bankenkrise, und da war die Aufbruchsstimmung der Europameisterschaft natürlich schon nicht mehr zu sehen. Natürlich fährt man jetzt mit der Erwartung hin, ein Land in der Krise zu sehen. Aber ich kenne Portugal auch noch aus der Zeit um 1980, da war es erheblich ärmer. Die EU hat das Land mit Sicherheit nach vorne gebracht. Leider wurde in den meisten südeuropäischen Ländern nicht verantwortungsvoll gewirtschaftet, das führt dann notwendigerweise zu Vertrauenskrisen, gegenseitigen Schuldzuweisungen etc., wie in einer Ehe. Die Kosten werden dann meist nicht von denen bezahlt, die den Ärger verursacht haben. Dann sollte man aber auch als Betroffener die Schuld nicht in Nordeuropa suchen, sondern bei der eigenen Politikerkaste. Das sagt sich natürlich leichter, wenn man aus ein paar Tausend Kilometern Entfernung auf ein Land schaut. Das weiß ich. Ich habe Portugal als lebensfreudiges Land kennengelernt und hoffe sehr, dass die Menschen die Krise überwinden. Jetzt gilt es, die Verantwortlichen für die Misere zu finden. Und die sitzen nicht in Deutschland, das momentan im gesamten Mittelmeerraum als Buhmann herhalten muss, sondern im Süden. Die alte Unsitte, andere Länder als billiges Feindbild zu missbrauchen und für die eigenen Fehler verantwortlich zu machen, hat in Europa zu so vielen Konflikten geführt, die Zeit sollte eigentlich vorbei sein. Ich würde mir wünschen, die Menschen fallen darauf nicht mehr herein. Leider tun sie es trotzdem...   Algarve Vida: Sie treten auch im Ausland vor deutschen Zuschauern auf, die zum Teil seit Jahren fern von Deutschland leben und denen die politischen und gesellschaftlichen Tiefen und Untiefen ihres Gastlandes mittlerweile vertrauter sind als der Alltag daheim. Beeinflusst das Ihre Arbeit? Richten Sie Programmteile speziell auf den Tourneeort aus? Dieter Nuhr: Das versuche ich. Aber das Programm bleibt natürlich in den Grundzügen gleich. Das schreibt sich ja nicht jeden Tag neu, da steckt eine ganze Menge an konzeptueller und textlicher Arbeit drin. Bisher hat sich gezeigt, dass es auch so funktioniert.   Algarve Vida: Wie entstehen Ihre Programme? Was inspiriert Sie? Dieter Nuhr: Alltag, Wissenschaft, Politik, Religion... eigentlich so gut wie alles. Am komischsten wird es eigentlich immer, wenn hoher Anspruch und banale Wirklichkeit aufeinanderprallen...

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Algarve Vida 07/2013

Im Rahmen der Kabarettabende der Deutschen Botschaft präsentiert Dieter Nuhr in Lagoa sein Programm „Nuhr unter uns“. Algarve Vida-Autorin Henrietta Bilawer hat den Künstler befragt

  Algarve Vida: Im Englischen wird das deutsche Kabarett oft als „eine Art politische Satire“ beschrieben und es wird auf die Hoch-Zeit des Kabaretts zwischen den Weltkriegen verwiesen. Reicht das als Definition aus? Wie würden Sie einem Ausländer erklären, was Sie machen? Dieter Nuhr: Ich mache Comedy. Das versteht man auch im Ausland. Und der Engländer hält das oft bereits für den ersten Witz. Ein Deutscher mit Humor, so weit geht die Vorstellungskraft oft nicht... Ich theoretisiere eigentlich nicht häufig mit Ausländern über meine Arbeit. Das ist ja mehr so ein deutsches Ding, sogar Humor kategorisieren zu wollen. Mir ist völlig wurscht, ob jemand Kabarett oder Comedy darüber schreibt. Es gibt beides in schlecht und in gut, also ist beides nicht ehrabschneidend. Algarve Vida: Sie haben viele Länder bereist zwischen Island und dem Himalaya, Neuseeland und der Ukraine, USA und Iran. Sie kommentieren in Ihren Programmen Kulturen, Religionen, auswärtige Politik, Men­schen und nationale Eigenarten und nicht nur den deutschen Alltag. Hat die Globalisierung das Kabarett erreicht und durchdrungen? Erleichtert oder erschwert das erweiterte Weltbild (auch des Publikums) Ihre Arbeit?


Dieter Nuhr: Na, das Reisen lockert natürlich den Blick auf das eigene Land. Scheinbar selbstverständliche Dinge werden plötzlich fragwürdig. In Deutschland wird beispielsweise gerne geklagt. Erst in Asien oder Südamerika lernt man, dass einen der Rest der Welt um die Zustände in der Bundesrepublik beneidet. Und wenn man in China zum Arzt muss, in Nordkorea fotografieren möchte oder in Peru ein Klo sucht, dann merkt man, dass Ver­sorgung, Freiheit und Gesundheit nicht selbstverständlich sind. Man muss wahrscheinlich ein bisschen reisen, um zu bemerken, dass man schicksalstechnisch als Mitteleuropäer in vielerlei Hinsicht das große Los gezogen hat.   Algarve Vida: Auf Ihrer Facebookseite schrieben Sie vor einigen Wochen: „Schreihalsbrachialkomiker gewinnt bei Wahl in Italien. Ist das deprimierender für Humoristen oder für Demokraten?“ Haben Sie eine Antwort? Dieter Nuhr: Die große Zeit der Populisten kommt wahrscheinlich noch. Die Akzeptanz für Schreihälse steigt, gerade in Krisenzeiten. Ich habe viel Sinn für Humor, brauche aber keinen Komiker als Politiker. Die haben andere Aufgaben. Und einen Komiker zu wählen, der nach der Wahl jeden Kompromiss mit anderen Gewählten verweigert und diktatorische Züge an den Tag legt, ist kein Zeichen für Humor, sondern für gesteigerte Dämlichkeit.   Algarve Vida: Tucholsky fand: „Wenn einer bei uns einen guten Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.“ Das war 1919. Passiert es Ihnen heute, dass ein Auditorium auf ein Thema oder eine Bemerkung reserviert oder gar ablehnend reagiert? Wie geht ein Kabarettist mit so einer Situation um? Dieter Nuhr: Da kann man nichts machen. Tucholsky hat leider immer noch recht. Da ich dazu neige, Linientreue nach links wie nach rechts zu verweigern, ist immer jemand beleidigt. Da gibt es ganze Foren im Internet, die mich beschimpfen, ich sei rechts oder links oder Mitte, je nachdem, was man gerade skandalös findet. In Deutschland wird ja gerne auf das Argumentieren verzichtet, da geht es nur darum, jemanden einem Lager zuzuordnen und fertig ist die Schublade. Da muss man durch und entspannt bleiben. Das ist nicht immer leicht, aber es geht. Ich habe Ruhepuls 50.   Algarve Vida: Vor einigen Monaten haben Sie in einer TV-Themenreihe Tod und Trauer auf sehr unkomplizierte und befreiende Weise humorvoll behandelt. Eigentlich ist der Tod (noch immer) ein Tabuthema, noch dazu in Verbindung mit Lachen. War das ein Wagnis und gibt es Themen, die auf der Bühne Tabu bleiben sollten? Dieter Nuhr: Da es bei mir ja immer auch um Anspruch und Wirklichkeit geht, ist der Tod für mich ein schönes Thema. Das Leben an sich ist das Wertvollste, was wir haben, aber leider zum Scheitern verurteilt, denn es endet oft mit dem Tod. Das macht alles Bemühen vorher auch ein bisschen lächerlich.   Algarve Vida: Herr Nuhr, neben Kabarettbühne, TV und Büchern widmen Sie sich auch der Fotografie und zeigen Ihre Bilder in Ausstellungen. Ein Foto ist langlebig, das gesprochene Wort eher flüchtig. Ist die Fotografie die ernstere Kunstform? Oder sind Ihre Fotos Reportagen? Dieter Nuhr: Nein, im Gegenteil. Die Fotos haben überhaupt keinen journalistischen Charakter. Ich habe Kunst studiert und immer Bilder gemacht, völlig humorlos. Ich sehe mich selbst eigentlich als Konzeptkünstler: Das Leben als Reise, während der man sich umguckt und etwas daraus macht, Bilder, Texte, sonstwas... Mehr kann man nicht tun. Und das muss nicht immer zwanghaft lustig sein.   Algarve Vida: Was unternehmen Sie in Lissabon und in der Algarve, wenn die Bühnenarbeit Pause hat? Dieter Nuhr: Auf jeden fahre ich mal rüber nach Caparica, gehe abends einen trinken im Bairro Alto, ein bisschen zu Fuß durch die Stadt, Miradouros abklappern, die Atmosphäre genießen, ein Puddingtörtchen essen und Straßenbahn fahren. An der Algarve gibt es dann einfach nur noch Meer und Sonne, in der Hoffnung, dass das Wetter mitspielt... 2.7., 19 h; Auditório Municipial, Lagoa. Karten: www.lissabon.diplo.de

t www.algarvevida.com/

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INTERVIEW

Profound ,

thoughtful , humorous

Dieter Nuhr presents his show “Nuhr unter uns” in Lagoa as part of the German Embassy’s cabaret evening series. Algarve Vida journalist Henrietta Bilawer speaks with the German comedian

Algarve Vida: Herr Nuhr, this is not your first time in Portugal. If you were to compare your trips, do you have the impression that the morale in the country and people’s lives have changed? Dieter Nuhr: Well, I’m only travelling at the end of June, so it would be too early to give an opinion now... I was here for four weeks in 2004, then briefly a few more times, most recently after the banking crisis, and then the optimism of the European Championship had clearly been long forgotten. Of course, now you go there with the expectation of seeing a country in crisis. But I also know Portugal from the time around 1980, when it was considerably poorer. The EU has definitely improved the country’s situation. Unfortunately most southern European countries did not manage their funds responsibly, which then necessarily leads to crises of confidence, mutual finger-pointing, etc., like in a marriage. It’s not those who caused the trouble who usually pay the price. But those affected should then not look to blame Northern Europe, rather their own political caste. This of course is easier to say when looking at a country from a couple of thousand kilometres away. I know that. The Portugal I know has a zest for life and I hope that the people will overcome this crisis. Now it’s time to find those responsible for the misery. And there’s no point looking for them in Germany, the current scapegoat for the entire Mediterranean area, rather in the South. The old habit of abusing other countries as a so-called enemy and to blame them for own mistakes, has led to so many conflicts in Europe; these times should be long forgotten. You’d hope that people wouldn’t fall for such things anymore. Unfortunately, they do it anyway...

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Algarve Vida 07/2013

Algarve Vida: You also perform in front of German audiences abroad, people who have been away from Germany for years and who have meanwhile become more familiar with the political and social depths and shallows of their host country than with everyday life back home. Does this influence your work? Do you write particular parts of your routine to match the tour venue? Dieter Nuhr: I try to. But of course the routine remains fundamentally the same. You can’t rewrite it every day; there is a lot of conceptual and textual work involved. So far, it seems to work well as it is. Algarve Vida: How do your routines come about? What inspires you? Dieter Nuhr: Everyday life, science, politics, religion...actually just about everything. The funniest things usually come about when ambitious standards and banal reality collide... Algarve Vida: In English, German cabaret is often described as “a kind of political satire” with reference being made to the heyday of cabaret between the world wars. Is this enough for a definition? How would you explain what you do to a foreigner? Dieter Nuhr: I do comedy. People understand this abroad too. And the English often see this as the first joke. A German who is funny – often this is beyond their belief... I don’t actually theorize about my work with foreigners very often. This is more of a German thing, to even want to categorize humour. I couldn’t care less if someone writes about it as cabaret or comedy. They both exist in bad and good, so neither is slanderous.


Karsten und Annette Fuge

Karsten und Annette Fuge Algarve Vida: You have travelled to many places, from entire forums on the Internet that berate me for being Karsten and Annette Fuge Karsten und Annette FugepoKarsten and Annette is Fuge Iceland or the Himalayas, to New Zealand and the litically right or left or centre, depending Karstenon andwhat AnnetteconsidFuge Ukraine, or the USA and Iran. In your shows you talk ered scandalous at that particular moment. In Germany one about cultures, religions, foreign policy, people and na- quite willingly dispenses with reasoning, it’s just about pitional peculiarities, and not just everyday life in Germa- geonholing people. You have to brave it out and keep calm. ny. Has globalisation reached and penetrated cabaret? It is not always easy, but it does work. I have a resting heart Does this expanded view of the world (including that of rate of 50. the audience) make your work easier or harder? Dieter Nuhr: Well of course, travelling relaxes the view on Algarve Vida: On a German TV series a few months ago one’s own country. Seemingly obvious things suddenly be- you humorously dealt with the subject of death and grief come questionable. In Germany, for example, people like to in a very straightforward and liberating way. Death is accomplain. You only realise in Asia or South America that the tually (still) a taboo subject, moreover, in conjunction rest of the world envies the conditions in Germany. And if with laughter. Was it a gamble and are there subjects that you need to see a doctor in China, want to take a photo- should remain a taboo on the stage? graph in North Korea or look for a toilet in Peru, you realise Dieter Nuhr: Since it is always also about standards and you shouldn’t take service provision, freedom and health reality for me, death is a great subject for me. Life itself is for probably to travel a bit to notice that the most valuable thing we have, but unfortunately Imgranted. São Brás BrásYou Museum hathave sicheine eine zweite Gruppe Im São Museum hat sich zweite Gruppe EsEuropean, warein einguter guter Tag,doomed der7.7.April April 2012,der der mit it often ends with death. This Es war der mit in terms of fate, in many ways, as a Central youTag, to 2012, failure, because für Textilarbeiten gegründet. Hier können Einsteiger Im São Brás Museum hat sich eine zweite Gruppe für Textilarbeiten gegründet. Hier können Einsteiger einem wunderbaren Fest im Garten und in den Es war ein guter Tag, der 7. April 2012, der mit beforehand a bit ridiculous. einem wunderbaren Fest Garten den have hit the jackpot. alsoim makes allund ourinefforts erfahreneren Mitgliedern aufdie die Finger schauen und für Textilarbeiten gegründet. Hier können Einsteiger erfahreneren Mitgliedern auf Finger schauen und

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DerSteineklopfer Steineklopfer Der Der Steineklopfer Thestone stone beater The The stonebeater beater

Räumen desCentro CentroCultural Cultural SãoLourenço Lourenço einem wunderbaren Fest imSão Garten und in den Räumen des Fertigkeiten wie Patchwork, Quilten, Applikationsarbeierfahreneren Mitgliedern aufQuilten, die Finger schauen und Fertigkeiten wie Patchwork, Applikationsarbeizu Ende ging. Es war ein Tag des WiedersehRäumen des Centro Cultural São Lourenço zu Ende ging. Es war ein Tag des WiedersehAlgarve Vida: A few weeks ago you wrote on your FaceAlgarve Vida: Herr Nuhr, besides the cabaret stage, TV ten, Sticken, Kreuzstich, Klöppeln, Stricken und Häkeln Fertigkeiten wie Patchwork, Quilten, Applikationsarbeiten, Sticken, Kreuzstich, Klöppeln, Stricken und Häkeln ens, ein Abend voller Emotionen, Besinnung, zu Ende ging. Es war einbooks Tag des Wiedersehens, ein Abend voller Emotionen, Besinnung, book page: “Raging-Loudmouth-Comedian wins Italian and you are also passionate about photography erlernen. Jede dieser Disziplinen bietet endlosen ten, Sticken, Kreuzstich, Klöppeln, Stricken und Häkeln erlernen. Jede dieser Disziplinen bietet endlosen Mitgefühl, Anteilnahme und Dankbarkeit, ens, ein Abend voller Emotionen, Besinnung, Mitgefühl, Anteilnahme und Dankbarkeit, elections. Is this more depressing for humorists or for and show your pictures in exhibitions. AValentim photoGomes isGomes durable, Spielraum für die eigene Kreativität. Die Treffen geben erlernen. Jede dieser Disziplinen bietet endlosen Während andere Sprüche klopfen, behaut Spielraum für die eigene Kreativität. Die Treffen geben Anteilnahme Während andere Sprüche klopfen, behaut Valentim angeregter Unterhaltung, sentimentalen MoMitgefühl, und Dankbarkeit, angeregter Unterhaltung, sentimentalen Modemocrats?” Do you have an answer? the spoken word rather fleeting. Is photography the more den Teilnehmern zudem die Möglichkeit in entspannter Spielraum für die eigene Kreativität. Die Treffen geben Der in Krasnodar (Kaukasus) gelieber Steine, denn für den aus Guinea-Bissau stammenden Während andere Sprüche klopfen, behaut Valentim Gomes den Teilnehmern zudem die Möglichkeit in entspannter Der in Krasnodar (Kaukasus) gelieberdelikatem Steine, denn fürund den aus Guinea-Bissau stammenden menten, gutem Wein, Essen angeregter Unterhaltung, sentimentalen Momenten, gutem Wein, delikatem Essen und Dieter Nuhr: golden era populists is probably yet to serious form of art? Or your photos reports? Atmosphäre neue Menschen kennenzulernen. Jeden den in Teilnehmern zudem diefor Möglichkeit in entspannter borene MalerThe Igor Oleinikov ist ein Künstler transportiert dieses Material die Energie aus dem Der Krasnodar (Kaukasus) gelieber Steine, denn für denare aus Guinea-Bissau stammenden Atmosphäre neue Menschen kennenzulernen. Jeden borene Maler Igor Oleinikov ist ein Künstler transportiert dieses Material die Energie aus dem Erinnerungen, aber auch einNuhr: Abschied, der schmerzlich ist, denn nach über menten, gutem Wein, delikatem Essen und Erinnerungen, aber auch ein Abschied, der schmerzlich ist, denn nach über 3030no come. The acceptance of loudmouths on the increase, parDieter No, quite the Material contrary. The photos have Donnerstag von 14.30bis 17.30 Uhr.3is3Euro Euro pro Treffen, Atmosphäre neue Menschen kennenzulernen. Jeden Schüler von Jörg Immendorff und Universum undsteht steht inVerbindung Verbindung mit den Sternen. Deshalb borene Maler Igor Oleinikov ist ein Künstler transportiert dieses die Energie aus dem Donnerstag von 14.30bis 17.30 Uhr. pro Treffen, Schüler von Jörg Immendorff und Universum und inder mit den Sternen. Deshalb Jahren schließt Marie Huber (Fo. re.), die zierliche große Dame, die Förderin von Erinnerungen, aber auch ein Abschied, schmerzlich ist, denn nach über 30alJahren schließt Marie Huber (Fo. re.), die zierliche große Dame, die Förderin von ticularly in times crisis. I have aentgreat sense humour, behandelt journalistic side to them at all. I und studied art and have 2Schüler Euro für für Amigos de Museu. Info: Vania Mendonça, Donnerstag von 14.30bis 17.30 Uhr. 3 Euro proofTreffen, Lüppertz. Für dieAlgarve Algarve behandelt erjeden jeden Stein mitRespekt Respekt und Ehrfurcht und fertigt von Jörgof Immendorff und Universum und steht inmit Verbindung mit den Sternen. Deshalb 2Markus Euro Amigos de Museu. Info: Vania Mendonça, Markus Lüppertz. Für die enter(Fo. Stein Ehrfurcht und fertigt Kunst und Kultur, ihre renommierte Galerie, in der Künstler wie Günter Grass, Jahren schließt Marie Huber re.), die zierliche große Dame, die Förderin von Kunst und Kultur, ihre renommierte Galerie, in der Künstler wie Günter Grass, but I966 dohat not need comedian as a politician. They have oth- daraus waysherrliche taken pictures, without humour. Iund actually Tel. 966 329 073, admin@amigos-museu-sbras.org 2 Euro für Amigos de Museu. Info: Vania Mendonça, deckt hat ihn deraverstorbene verstorbene Galerist daraus herrliche Skulpturen, Masken, aber auch kleinste Markus Lüppertz. Für die Algarve entbehandelt er jeden Steinentirely mit Respekt undauch Ehrfurcht fertigt Tel. 329 073, admin@amigos-museu-sbras.org deckt ihn der Galerist Skulpturen, Masken, aber kleinste Jean-Marie Boomputte, Soren,Ingo Ingo Kühl oder Glyn Uzzel ein Zuhause hatten. Kunst who undBoomputte, Kultur, ihre renommierte Galerie, inGlyn der Künstler wie Günter Grass, Jean-Marie Soren, Kühl oder Uzzel ein Zuhause hatten. er things to worry about. And to elect a comedian, after see myself as a conceptual artist: life as a journey during Tel. 966 329 073, admin@amigos-museu-sbras.org Volker Huber bei einem BesuchGalerist Schmuckstücke, dieden denBetrachter Betrachter immer aufs Neue in deckt hat ihnbei dereinem verstorbene daraus herrlichedie Skulpturen, Masken, aber auch kleinste Volker Huber Besuch inin Schmuckstücke, immer aufs Neue inhatten. Boomputte, Soren, Ingo aKühl oder Glyn and Uzzel ein Zuhause A second textile group has been established atSão Sãoelected the election refuses any compromise withJean-Marie which you take look around make something Moskau. Igors großformatige Bilder Staunen versetzen. Infos: Tel.963 963 880 313 aufs A second textile group has been established atother Volker Huber bei einem Besuch in Schmuckstücke, die denTel. Betrachter immer Neue in of it, Moskau. Igors großformatige Bilder Staunen versetzen. Infos: 880 313 The April 2012 provedto totexts, good day, one ending in a wonderful party The 7th ofofApril 2012 proved bebea agood day, one ending a wonderful Brás Museum. Novices are able toestablished learnskills skills from politicians and reveals dictatorial traits, is notfrom a7th sign of hupictures, whatever...there is in nothing more party you can A second textile group has been at São waren mehrfach im CCSL Almancil Brás Museum. Novices are able to learn Moskau. Igors großformatige Bilder Staunen versetzen. Infos: Tel. 963 880 313 waren mehrfach im CCSL inin Almancil in the garden and exhibition rooms of the São Lourenço Cultural Centre. It was The 7th of April 2012 proved to be a good day, one ending in a wonderful party in the garden and exhibition rooms of the São Lourenço Cultural Centre. It was more experienced members including patchwork, quiltmour, rather of increased stupidity. do. others And it beat doesn’t always have to be obsessively funny. Brás Museum. Novices are to learn skills from While others beatabout about thebush, bush, Valentim Gomes prefers more experienced members including patchwork, quiltzu sehen. waren mehrfach im CCSL inable Almancil While the Valentim Gomes prefers zu sehen. day reunion, an evening full emotions, reflection, compassion, sympathe garden rooms ofabout the the São Lourenço Cultural Centre. It was aain day ofof reunion, an evening full ofof emotions, reflection, compassion, sympaing, appliqué, embroidery, cross-stitch, ribbon work, more experienced members including ribbon patchwork, quilt- and to beatstones, stones, because the Guinea Bissau artist believes While others beat the bush,Bissau Valentim Gomes prefers ing, appliqué, embroidery, cross-stitch, work, toexhibition beat because Guinea artist believes zu sehen. thy and gratitude, animated conversation, sentimental moments, good wine, a day of reunion, an evening full ofbecause emotions, reflection, compassion, sympathy and gratitude, conversation, moments, good wine, Igor Oleinikov, born Krasnodar lace making, knitting and crochet. Inall allthese these disciAlgarve Vida:knitting Tucholsky said: “Ifinin anyone tells awork, good joke animated Vida: Whatsentimental will you do in Lisbon and in the ing,Oleinikov, appliqué, embroidery, cross-stitch, ribbon this material transports the energy from the universe and toAlgarve beat stones, the Guinea Bissau artist believes Igor born inin Krasnodar lace making, and crochet. In discithis material transports the energy from the universe and is is Aldelicious food andconnected memories but also apainful painful farewell, thyendless andsofa gratitude, animated sentimental moments, good wine, delicious food and memories –conversation, also farewell, the Caucasus, student ofJörg Jörgin Implines free design design can be incorporated giving endless in Germany, then half of the country sits on the and garve, when on a abreak from stage work? Igor Oleinikov, born inand Krasnodar lace making, knitting crochet. In all these disciconnected tothe the stars. 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He therefore treats every stone with respect and veneration and petite grande dame, patron of art and culture, is closing her because after more than 30 years Marie Huber (pic. right), petite grande dame, patron of art and culture, is closing her gallery owner Huber had disparticipants the opportunity toinrelax relax and make new today, that aVolker venue reacts a reserved or new even hostile evening I’ll have a drink in the Bairro Alto, mendorff and Markus Lüppertz. Late scopein for creativity. The sessions are informal offering transforms them into beautiful gallery owner Volker Huber had disparticipants the opportunity to and make every stone with respect and venerationthe and a stroll through transforms them into beautiful renowned gallery, where artists like Günter Grass, Jean-Marie petite grande dame, patron of art and culture, isJean-Marie closing her renowned gallery, where artists like Günter Grass, covered him for the Algarve on visit friends. Every Thursday from 2.30 pmand until 5.30 pm. manner to a subject or afrom remark? How does a cabaret artthe city, enjoy the view from Miradouros, enjoy the atmosgallery owner Volker Huber had disparticipants the opportunity to make new covered him for the Algarve on aarelax visit friends. Every Thursday 2.30 pm until 5.30 pm. sculptures and masks, but also into the transforms them into beautiful sculptures and masks, but also into the Boomputte, Soren, Ingo Kühl or Glyn Uzzel had found ana tram ride. In the AlBoomputte, Soren, Ingo Kühl or Glyn Uzzel had found an renowned gallery, where artists like Günter Grass, Jean-Marie Moscow. Igor’s format paint3covered Euro per session, 2Algarve Euro foron Amigos de Museu. ist deal with such alarge to Moscow. Igor’s large format paintphere,ofeat a custard tart and go on 3to Euro per session, 2situation? Euro for Amigos Museu. him for the a visit friends. Every Thursday from 2.30 pmde until 5.30 pm. smallest ofjewellery jewellery pieces, which never smallest pieces, never sculptures and masks, butwhich also into the appreciative home. appreciative Boomputte,home. Soren, Ingo Kühl orbeholder Glyn Uzzel had found anand sun, in the hope ings have been exhibited on various Contact: Vânia Mendonça on 966 329 073, ings have been exhibited on various Contact: Vânia Mendonça on 966 329 073, Dieter Nuhr: There’s nothing you can do. Unfortunately Tugarve there will simply bewhich only sea to Moscow. Igor’s large format paint3 Euro per session, 2 Euro for Amigos de Museu. fail leave the beholder amazed. fail totoleave amazed. smallest ofthe jewellery pieces, never appreciative home. occasions in the the CCSL admin@amigos-museu-sbras.org occasions in CCSL ininAlmancil. admin@amigos-museu-sbras.org cholsky is still right. Since IAlmancil. tend to refuse any loyalty to the that the weather cooperates.. ings have been exhibited on Contact: Vânia Mendonça onvarious 966 329 073, Information: Tel. 963 880 313 Information: Tel. 963 880 313 fail to leave the beholder amazed. left or to theinright, someone always takes offence. There are Information: Tel. 963 880 313 Henrietta Bilawer occasions the CCSL in Almancil. admin@amigos-museu-sbras.org

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CULTURE

Gemeinschaftsarbeit Kunst durchkreuzt jedes Alter und jede Kultur. Der Ausdruck von Schönheit und Ästethik ist universell. Jeder liebt das Schöne. In diesem Kontext möchte eine Gruppe von Künstlern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und Nationalitäten mit der Öffentlichkeit in Kontakt kommen, um mit ihr ihre Kunst, ihre persönlichen, weltweiten Erfahrungen sowie ihr künstlerisches Universum zu teilen. Eine Kollektivausstellung dieser Gruppe “Artistas Mundial” kann man noch bis zum 30. August in Lagos besuchen. Es werden Gemälde, Fotografien und Skulpturen gezeigt, und ist das Bestreben, Gemeinschaftsarbeiten in der Algarve zu manifestieren. Antigos Paços do Concelho, Praça Gil Eanes, Lagos, Mo-Fr. 9 Uhr bis 17 Uhr, Eintritt frei

Teamwork Art crosses every age and culture. The expression of beauty and aesthetics is universal. Everyone loves what is beautiful. In this context, a group of artists of different cultural backgrounds and nationalities wants to get in contact with the public, in order to share their art, their personal and worldwide experiences and their artistic universe. A collective exhibition of this Artistas Mundial group can be viewed until August 30 in Lagos. There are paintings, photographs and sculptures on show, and the aim is to promote teamwork in the Algarve. Antigos Paços do Concelho, Praça Gil Eanes, Lagos, Mon-Fri 9am to 5pm, free entrance

Malerei von Claus v. Oertzen Paintings by Claus v. Oertzen

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Der mosambikanische Schriftsteller und Dichter Mia Couto ist mit dem ‘Prémio Camões’ ausgezeichnet worden, dem wichtigsten Literaturpreis der portugiesischsprachigen Welt. Sein 2012 erschienener Roman „A confissão da Leoa“ („Das Bekenntnis der Löwin“) war ausschlaggebend für die Prämierung. Der Sohn portugiesischer Eltern hat seine afrikanische Heimat, die Menschen des Landes, ihr Schicksal, ihr Leben, ihre Kultur und ihre Träume zu seinem Thema gemacht. Auch seine eigene Biografie beeinflusst das Gesamtwerk: Couto studierte zunächst Medizin, engagierte sich nach der Unabhängigkeit Mosambiks politisch und journalistisch und wurde Chef der Nachrichtenagentur AIM. Später kehrte er zu den Naturwissenschaften zurück, studierte Biologie und unterrichtet heute das Fach an der Universität von Maputo. Der 57-jährige Autor ist ein brillanter Jongleur der Sprache und bekannt für seine schönen und sehr symbolischen Wortspiele und -schöpfungen, die auch seine Gedichte prägen. Zahlreiche Werke von Mia Couto sind auch in deutscher Übersetzung erschienen.

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Foto: hb

Literaturpreis


Foto: Associação de Fado do Algarve

Ein Haus für den Fado Kurz nach der Feier zum einjährigen Bestehen der „Associação de Fado do Algarve“ (AFA) hat diese Interessengemeischaft von Enthusiasten und Profimusikern zur Kultivierung der portugiesischen Tradi­ tionsmusik in der Region nun auch ein eigenes Haus. Der Wohlfahrtsverband ‘Santa Casa da Misericórdia’ stellt die Räume in der Rua Baptista Lopes Nr. 5 zur Verfügung. Der Fado sei zwar in Lissabon geboren und „viele meinen, den besten Fado gebe es in Coimbra, aber die Musik hat auch ihren Platz im Süden“, sagt Miguel Amaral, Gitarrist und Gründer des „Rádio Portal do Fado“. AFA kümmert sich um Bühnen in der Region, veranstaltet Konzerte, betreut Künstler und fördert den musikalischen Nachwuchs. Wer sich über Portugals ureigene Musik informieren möchte, hatte dazu bisher zumeist nur im Lissabonner ‘Museu do Fado’ Gelegenheit; nun bietet sich auch in der Algarve ein Besuch in der Welt der Stimmen und Gitarren an.

A home for fado Shortly after the Associação de Fado do Algarve (AFA) celebrated its first anniversary, this association of enthusiasts and professional musicians advocating the Portuguese traditional music now has a permanent base in the region. The Santa Casa da Misericórdia charity organisation has offered the use of rooms in Faro in no.5, Rua Baptista Lopes. Despite fado coming originally from Lisbon and “many believing the best fado comes from Coimbra, the music also has its place in the south,” says Miguel Amaral, guitarist and founder of the Rádio Portal do Fado. The AFA takes cares of finding venues in the region, organises concerts, looks after artists and promotes young musicians. Until now, anyone interested in learning more about Portugal’s very own music, would primarily have had to resort to Lisbon’s Museu do Fado. Now the Algarve can also offer an insight into the world of melancholic voices and guitars. PHOTOS “Fado”: Associação de Fado do Algarve

Literary Award Mozambican writer and poet Mia Couto has been awarded the Prémio Camões, the most important literary award in the Portuguesespeaking world. His novel A confissão da Leoa (The confession of the Lioness), published in 2012, was decisive for the award. The son of Portuguese parents has made his African homeland, the people of the country, their fate, their lives, their culture and their dreams the subject of his work. His own biography also influences his oeuvre: Couto initially studied medicine, became politically and journalistically active after the independence of Mozambique and was head of the AIM news agency. Later he returned to science, studying biology and nowadays teaches this subject at the University of Maputo. The 57-year-old author is a talented juggler of language and known for his beautiful and very symbolic play on words and word creations, which also characterise his poetry. Numerous works by Mia Couto are available in English translation.

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Mai May 2013

PEOPLE

Bernd Keiner Renommierter Reisejournalist, erfolgreicher Buchautor, begnadeter Maler – und eine echte Algarve-Persönlichkeit Nach vielen erlebnisreichen Jahren auf verschiedenen Inseln des Südpazifiks zog es Bernd zurück nach Europa; seit 2009 lebt er in seiner Wahlheimat Algarve. Als erfahrener Journalist arbeitete er nach seiner Ankunft zunächst für einige Zeit als Redakteur bei der Entdecken Sie Algarve (ESA). Bald darauf gründete er als Chefredakteur und Herausgeber sein eigenes Magazin, die deutschsprachige Algarve Aktuell. Die Erstausgabe erschien im November 2011. Viele unserer treuen Leser wissen, dass Algarve Aktuell der Mädchenname der heutigen Algarve Vida ist, die erstmalig im Mai 2012 unter neuer Flagge erschien. Der Relaunch, der neben einem neuen Titel vor allem die Zweisprachigkeit deutsch/englisch einführte, wurde ein großer Erfolg. Für die Realisierung des neuen Konzepts hatte sich Bernd mit seinem Freund Arne Steingräber zusammengetan, der seit der Erstausgabe Algarve Vida (Alvi) für die wirtschaftlichen Geschicke des Verlags zuständig ist. Bernd betreute weiterhin sämtliche redaktionellen Belange des Magazins, unterstützt durch ein ständig wachsendes und exzellentes Team aus Redakteuren, Fotografen und Übersetzern. Dezember 2012 übernahm Arne auch die Entdecken Sie Algarve. Da ESA und Alvi, nunmehr Schwesterpublikationen, streckenweise konzeptionelle Ähnlichkeiten aufweisen, machte sich Bernd erneut daran, Algarve Vida redaktionell neu zu erfinden. Doch zur Umsetzung sollte es vorläufig nicht mehr kommen. Ausgerechnet in diesen frohen Zeiten, als die Teams der ESA und Alvi zusammenwuchsen, ereilte Bernd ein schwerer Schlaganfall. Sofortmaßnahmen im Hospital de Faro haben sein Leben gerettet. Inzwischen wurde Bernd in eine deutsche Rehaklinik in der Nähe seiner Familie verlegt und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Wir wünschen unserem Freund, Mentor und Herausgeber eine schnelle Genesung – Bernd, wir vermissen Dich. Komm bald zurück. Update: Bernd lässt telefonisch herzlich grüßen – alle seine Freunde, das Team (namentlich Anabela, Andrea, Andrea & Chris, Carla, Franka, Heidi & Jens, Henrietta, João, Miranda, Nina & Arne, Susanne und Verena) sowie die Leser der Algarve Vida.

Renowned travel journalist, successful book author, gifted painter - and a real Algarve personality After many eventful years on various islands in the South Pacific, Bernd was drawn back to Europe; since 2009 he has been living in his adopted home of the Algarve. As an experienced journalist, on his arrival he initially worked as an editorial journalist for Entdecken Sie Algarve (ESA). Soon after, he started publishing his own magazine, the German-language Algarve Aktuell, as editor in chief and publisher. The first issue was published in November 2011. Many of our loyal readers will know that Algarve Aktuell was the maiden name of today’s Algarve Vida, which was first published under its new name in May 2012. The relaunch, which, in addition saw the introduction of another language (German/English), was a great success. To create the new concept, Bernd had teamed up with Arne Steingräber, who has been responsible for the economic prospects of the publishing company since Algarve Vida’s (Alvi) first issue. Bernd continued to oversee all editorial aspects of the magazine, supported by an ever-growing and excellent team of editorial journalists, photographers and translators. In December 2012 Arne also took over Entdecken Sie Algarve magazine. Since the two magazines, now sister publications show conceptual similarities in parts, Bernd once again set out to re-invent Algarve Vida editorially. However this process had to be put on hold for the time being. Precisely in these happy times, when the teams from both magazines were growing together, Bernd suffered a severe stroke. Emergency measures in Faro Hospital saved his life. Meanwhile, Bernd has been transferred to a German rehabilitation clinic close to his family and is on the mend. We wish our friend, mentor and editor a speedy recovery - Bernd, we miss you. Come back soon. Update: Bernd sends his love by phone – to all his friends, the entire team (namely Anabela, Andrea, Andrea & Chris, Carla, Franka, Heidi & Jens, Henrietta, João, Miranda, Nina & Arne, Susanne and Verena) as well as the readers of Algarve Vida.

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Der Berliner erobert die Strände der Algarve Manche haben eine Hupe, andere eine Klingel oder ohrenbetäubende Tröten – aber alle rufen sie das Gleiche: „Bolas de Berlim“. Wer schon einmal im Sommer einen der zahllosen Strände der Algarve besucht hat, kommt an den Berliner-Verkäufern nicht vorbei; sie gehören zum Sommer wie die Sonne und das Meer. Es ist ein harter aber zugleich lukrativer Job. Einige Verkäufer quälen sich schwer beladen mit Kühltruhen oder Körben zu Fuß durch den Sand, andere schieben Karren mit extra großer Luftbereifung vor sich her. Der ursprünglich aus Deutschland stammende „Berliner“ hat eine lange Historie und wird daheim traditionell als Süßspeise in der Silvesternacht geschätzt. Doch mittlerweile ist der Berliner weltweit bekannt und hat sich überraschenderweise zu einem der beliebtesten Sommer-Snacks an den Algarve-Stränden gemausert. Die portugiesischen Berliner sind etwas größer als ihre deutschen Pendants und die hiesige Füllung besteht normalerweise aus einer gelben Eiercreme namens creme pasteleiro, doch die Strand-Bolos werden auch ungefüllt oder mit Schokoladenkern angeboten. Seit 2012 gibt es in Porto und Lisabon sogar eine kleine Gruppe, die den beliebten Kalorienball über Facebook vertreibt (€1/Bolo inkl. Transport). Das Ziel der Social Media-Kampagne bestand ursprünglich darin, den Berliner an ungewöhnlichen Orten zu fotografieren und dann zu posten. Was damals als Gag begann, ist heute zu einem kleinen Unternehmen gewachsen – siehe facebook.com/ bolasdapraia. Eine tolle Kampagne - und wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Bolo am Strand.

The humble doughnut conquers the Algarve’s beaches Some have a hooter, others ring a bell or use deafening horns – but they all shout the same thing: “bolas de Berlim”. Anyone visiting one of the many beaches in the Algarve during the summer cannot miss the bola de Berlim sellers. They are as much a part of summer as sun and sea. It’s a tough but lucrative job – some toil through the sand weighed down with cool boxes or baskets, others push carts with extra large tyres. Originating in Germany, the bola de Berlim doughnut has a long history and was originally created as a sweet for New Year’s Eve. Meanwhile it has become a favourite around the globe and is one of the most popular snacks on the Algarve’s beaches. The Portuguese doughnuts are slightly larger than their German counterparts (Berliner) and the traditional filling is nearly always a yellow custard cream (creme pasteleiro), but the beach bolas are also sold unfilled or with a chocolate centre. Since 2012 there is even a small group in Oporto and Lisbon, selling the popular calorie bomb on Facebook (€1/bola including transport), with the aim of photographing it in unusual places and then posting it on the site. What started as a joke has since become a small company - see www.facebook.com/bolasdapraia. A summer favourite, we can’t wait to get our fingers all sugary this season!

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ECONOMY

die N euerfindung des Tourismus In der Algarve erwarten die Hoteliers für diesen Sommer bessere Ergebnisse als 2012 und das vergangene Jahr brachte bereits Rekordeinnahmen. Von der Krise keine Spur?

Albufeira

Fotos: Associação de Turismo do Algarve

Serra de Monchique

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Der Tourismus ist eine der wichtigsten Exportbranchen Portugals mit einem Anteil von 14 Prozent an allen Ausfuhren. Ein Zehntel des Bruttoinlandsproduktes wird im Fremdenverkehr erzielt. Und dennoch: „Der Sektor ist unterbewertet, ein Stiefkind“, beklagt Vítor Neto, der in der Algarve als Tourismus-Urgestein bekannt ist, geboren in São Bartolomeu de Messines, Unternehmer und lange Jahre Staatssekretär für Tourismus; heute unter anderem Honorarkonsul des Urlaubslandes Italien. Trotz der dominanten Ferien-Ökonomie spürt die Region die Krise: In nur drei Monaten gingen in Portugal 5,2 Prozent aller Arbeitsplätze verloren, im Laufe eines Jahres statistisch 660 Stellen – täglich. Die Algarve ist besonders stark in Mitleidenschaft gezogen, sagt Vítor Neto: Der Süden verzeichnet anteilig ein höheres Firmensterben als andere Regionen. Dieser Sommer gehört deshalb zu den Hoffnungsträgern der krisendrangsalierten Wirtschaft. Der Tourismus wird ein großes Thema zur Kommunalwahl im September. Rogério Bacalhau, sozialdemokratischer Kandidat für das Bürgermeisteramt der Algarve-Hauptstadt Faro, begann seinen Wahlkampf mit Konferenzen zum „Tourismus in Faro – Zukunftsperspektiven“ und hat einen Vierjahresplan: Für Unternehmen jedweden Profils „Raum fürs Wirtschaften, von der Ria Formosa bis ins Hinterland und auf den zahlreichen städtischen Betätigungsfeldern“. Die Region liege doch „im Koma, der lokale Handel ist kaputt, Straßen verwildern, Cafés schließen und in ganz Europa herrscht Rezession“, klagt eine Wählerin. Da überrascht die Statistik: Aus vielen Ländern, sogar aus dem (ebenso wie Portugal) unter Aufsicht der Internationalen Finanzhilfe gestellten Irland kommen seit 2012 wieder deutlich mehr Urlauber. Der potenzielle Kundenkreis lebt. Auch das Erschließen neuer Märkte geht voran: Gerade hat eines der größten dänischen

Reisebüros einen Werbefilm in der Algarve gedreht und spezialisiert sein Angebot auf Lagos, Alvor und Albufeira. Wie soll der Tourismus aussehen? „Feriengäste, die nicht nur an einem Ort übernachten, sondern alle Facetten der Region kennenlernen“, wünscht sich Tourismus-Staatssekretär Adolfo Mesquita Nunes. Groß-Events bieten nur bedingten Anreiz, sie sind zu punktuell. Natürlich bleiben die traditionellen Sommerfestivals Bestandteil der Agenda, aber jeder Algarve-Ort soll sich auf sein Ureigenstes besinnen. Pläne dazu reifen: Aljezur bereitet für 2014 die erste Biennale für Natur- und Ökotourismus vor. Der soll wachsen, ohne die Sünden des Massentourismus zu wiederholen. Das ist das Ziel der gerade gegründeten ‚Federação Portuguesa de Turismo Rural‘. Auf dem Weg dahin lädt der Tourismusverband ATA die internationale Presse zum Wanderurlaub ein. Sie soll über das ruhige Hinterland als Gegenpol zum geschäftigen Küstentourismus berichten. Doch pulsierendes Leben will kein Widerspruch zu Schönheit sein: Albufeira möchte den ursprünglichen Charme des Ortes mit alter Geschichte neu beleben. Hier wird der sozialistische BürgermeisterKandidat Fernando Anastácio aktiv. Mit dem Hotelierverband AHETA will er verwitterte Stadtteile sanieren, dafür scheint kommunales Crowdfunding als Instrument geeignet. Lagoa fördert lokale Kulturverbände und ihre reichhaltigen Programme. Portimão setzt auf Wein, der vor den Toren der Stadt wächst und wieder eine Rolle spielen soll wie vor 1980, als der boomende Tourismus ihn verdrängte. Die Ostalgarve und die spanische Junta de Andalucia machen grenzübergreifend den Flusslauf des Guadiana zum Erlebnispark Baixo Guadiana. Eine 270 Seiten starke Broschüre (www.juntadeandalucia.es/turismoycomercio/pu-


blicaciones/143368212.pdf) lockt in jeden Winkel des kaum bekannten Territoriums. Für Gäste, die es lieber urban mögen, kooperiert der Algarve-Tourismusbund mit der spanischen Kulturmetropole Sevilla. Auch die Vermarktung wird generalüberholt: João Pronto von der Touristik-Fachschule in Estoril erforscht mit seinen Kollegen der Escola da Hotelaria in Faro Verkaufskanäle im Internet. Das Profil des Touristen habe sich geändert, „auch der Familienvater plant seine Ferien nicht mehr nur per Katalog. Er nutzt soziale Netzwerke und Apps“, sagt João Pronto. Fast ein Fünftel der Algarve-Reisen werden inzwischen online gebucht. Henrietta Bilawer

the R einvention of Tourism Hoteliers are expecting better results than 2012 for this summer in the Algarve, and the past year has already produced record revenues. No sign of the crisis? With a share of 14 percent of all exports, tourism is one of Portugal’s most important export sectors. One tenth of the gross domestic product is generated in the tourism sector. And yet: “The sector is underrated, a stepchild,” bemoans Vítor Neto, known as a tourism veteran in the Algarve. Born in São Bartolomeu de Messines, an entrepreneur, and for many years secretary of state for tourism, nowadays, among other things, he is the honorary consul to holiday destination Italy. Despite the dominant tourism economy, the region is feeling the crisis: in just three months, 5.2 percent of all jobs have been lost in Portugal, statistically 660 jobs over the course of a year - every day. The Algarve is particularly strongly affected, says Vítor Neto: the South is recording a higher proportion of company failure than other regions. This summer is therefore one of the great hopes of the crisis ridden economy. Tourism will be a big issue for local elections in September. Rogério Bacalhau, social democratic candidate for the mayor’s office in the Algarve’s capital Faro, started his campaign with conferences on “Tourism in Faro - future perspectives” and has a four-year plan: for companies of any profile “to create room for economic activity, from the Ria Formosa to the hinterland, and in the many urban fields of operation.” The region lies “in a coma, local trade is broken, streets run to seed, cafés close and there is a recession in the whole of Europe,” one voter complains. Thus statistics come as a surprise: since 2012 there are once again significantly more holidaymakers from many countries, t

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ECONOMY

Vila Real

Ria Formosa

Carvoeiro

even from Ireland, which (like Portugal) is under the supervision of international financial aid. The potential customer base is still alive. The development of new markets is also progressing: recently one of the largest Danish travel agencies shot a promotional film in the Algarve, specialising on Lagos, Alvor and Albufeira. What should tourism look like? “Holiday guests who stay in more than one place and get to know all the facets of the region,” hopes secretary of state for tourism Adolfo Mesquita Nunes. Major events only offer a limited incentive, as they are too selective. Of course, traditional summer festivals will remain part of the agenda, but each Algarve town should focus on its own particular attributes. Plans for this are developing: Aljezur is preparing the first nature and ecotourism Biennale for 2014. Growth should occur without repeating the sins of mass tourism. That is the goal of newly the formed Federação Portuguesa de Turismo Rural. To help towards this goal, the ATA tourism association is inviting members of the international press on a hiking holiday. They should then write about the peaceful hinterland as a counterpoint to bustling coastal tourism. But vibrant living shouldn’t be a contradiction to beauty: Albufeira wants to revive the original charm of the place with ancient history. Here, the socialist candidate for the mayor’s office Fernando Anastácio is playing his part. Together with hotelier association AHETA he wants to renoTourismus wird ein wichtiges Thema zur Kommunalwahl im September Tourism will be a big issue for local elections in September

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vate weathered parts of the city – municipal crowdfunding seems a suitable instrument for this. Lagoa promotes local cultural associations and their rich programmes. Portimão is focusing on wine growing on the outskirts of the city, to ensure it the role that it lost post 1980, thanks to booming tourism. The East Algarve and the Spanish Junta de Andalucia are making the River Guadiana the crossborder Baixo Guadiana adventure park. A 270-page brochure (www.juntadeandalucia.es/turismoycomercio/ publicaciones/143368212.pdf) tempts you to visit every corner of the littleknown territory. For guests who prefer the more urban, the Algarve Tourism Association cooperates with the Spanish cultural centre of Seville. Marketing is also being overhauled: with his colleagues from the Escola da Hotelaria in Faro, João Pronto from the tourism school in Estoril is investigating sales channels in the Internet. The profile of tourists has changed, “the family father no longer plans his holiday only by catalogue either. He uses social networks and apps,” says João Pronto. Nearly a fifth of holidays in the Algarve are booked online nowadays. Henrietta Bilawer

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LAW

Sicher ist sicher In den schönsten Wochen des Jahres möchte jeder entspannen und sich nicht um Formalitäten kümmern. Ein paar Dinge sollte man dennoch beachten

A Rettungsschwimmer Lifeguards

Die Flaggen am Strand: Beach flags: Schwimmen erlaubt Swimming allowed

Schwimmen nicht gestattet, etwa wegen starker (Unter-) Strömung oder Strudelbildung Bathing in shallow waters allowed but no swimming out due to strong (under)currents or vortex formation, for example Es ist verboten, ins Wasser zu gehen. Wellen und Strömung sind lebensgefährlich. Die Flagge warnt auch bei gesundheitsgefährdender Verschmutzung It is forbidden to go into the water. Waves and currents are life threatening. The flag also warns of pollution dangerous to health Strand vorübergehend nicht bewacht Temporarily unguarded beach

n konzessionierten Stränden vermieten die Betreiber nicht nur Sonnenliegen, sie sind auch verpflichtet, Rettungsschwimmer zu beschäftigen, zwei Notfallhelfer für jeden Strandabschnitt, so will es das Gesetz. An etwa einem Dutzend Badeufern haben sich Konzessionäre zusammengeschlossen und mit der Lebensrettungsgesellschaft ‚Instituto de Socorros a Náufragos‘ (I.S.N.) eine Vereinbarung zur Mobilität der Notfallhelfer getroffen: Dort sind weniger Retter vorhanden, die verfügen allerdings über Rettungs-Jetboote und Quads und gelangen notfalls schnell dorthin, wo ihr Einsatz nötig wird. Die Hafenmeistereien (Capitania) haben zudem eigene Rettungsfahrzeuge, die sporadisch auch die freien Strände patrouillieren, an denen es keine ständigen Helfer gibt. Der Verband der Rettungsschwimmer (FEPONS) weist darauf hin, dass die Notfallhelfer weder Ärzte noch Polizisten sind, dennoch haben sie am Strand das Sagen; in erster Linie, um zu verhindern, dass überhaupt jemand gerettet werden muss. Die Badegäste „sollten uns nicht als Spaßbremse ansehen, sondern als Ratgeber. Wir kennen die Strömungen, die Gefahren des Meeres je nach Wetterlage und das Risiko, zu lange in der Sonne zu bleiben“, sagt Paulo Vitorino, der seit 10 Jahren den sommerlichen Wachdienst schiebt. Der Job ist kein Freiluftspaß: Rettungsschwimmer erhalten eine Ausbildung beim I.S.N. und werden zur Verantwortung gezogen, wenn durch ihre Unachtsamkeit ein Unglück passiert. Laut einer Studie verbringen Erwachsene 90 Prozent ihrer Strand-Zeit außerhalb des Wassers. Auch dann darf ein Rettungsschwimmer seine Schutzbefohlenen nicht aus den Augen lassen. Wer sich weigert, den Anweisungen der Rettungsschwimmer zu folgen, um den kümmert sich die Küstenwacht (Polícia Marítima). Der Strand ist ihr Hoheitsgebiet, sie verhängt auch Bußgelder, die 500 Euro erreichen können, denn oft bringen unachtsame Sommerfrischler nicht nur sich selbst, sondern auch potenzielle Retter in Lebensgefahr. Das Gesetz ahndet 20 Zuwiderhandlungen, die meisten kommen selten vor, berichtet Vitorino. Allzu häufig treffe er aber Schwimmer, die Signalflaggen missachten, weil sie sich für erfahren halten oder den Sprung in brodelnde Wellen nahe am Felsen als coole Mutprobe betrachten, doch „die Flaggen sind am Strand, was auf der Straße die Ampel ist“ (s. links). Auch die Aufforderung der Helfer, nicht direkt an den Felsen Schatten zu suchen, werden gerne überhört: Zwar haben die Gemeinden erosionsgeschädigtes Gestein gesichert oder vorsorglich gesprengt, die Gefahr eines Felsabbruchs ist aber nie auszuschließen. Nach einer Weile ergänzt Vitorino „noch ein Vergehen: Manche Leute lassen Müll und Zigarettenkippen im Sand zurück“. Viele Gemeinden und Umwelt-Organisationen haben schon Plakate aufgehängt: „Der Strand gehört nicht dir, er gehört allen“. Konzessionäre halten Mülltüten und Strand­ aschenbecher bereit und Unrat achtlos wegzuwerfen, ist kein Kavaliersdelikt. Eine Cola-Dose braucht zehn Jahre, bis sie vollständig zersetzt ist, ein Plastikbecher 50 Jahre und selbst Obstreste benötigen ein Jahr. Und noch etwas ist festgelegt: Billy und Pipoca, die Freunde auf vier Pfoten, dürfen ihre Menschen an konzessionierten Stränden nicht begleiten. Henrietta Bilawer

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Der Strand gehört nicht dir, er gehört allen The beach is not yours, it belongs to everyone

Better safe than sorry Everyone just wants to relax during the most beautiful weeks of the year and not worry about formalities. However a few things you should be considered Operators of concessionary beaches don’t just hire out sun loungers; they are also legally obliged to employ lifeguards, two emergency assistants for each stretch of beach. On about a dozen beaches, concessionaires have joined forces and have come to an agreement as to the mobility of emergency assistants with the ‘Instituto de Socorros a Náufragos’ (I.S.N.) lifesaving organisation: where there are less rescuers present, these however have rescue jet boats and quads and thus will get very quickly to where their operation is needed. In addition, the port authorities (Capitania) have their own rescue vehicles, which also sporadi-

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cally patrol free public beaches, where there are no permanent helpers. The association of lifeguards (FEPONS) advises that emergency assistants are neither doctors nor policemen, yet they have the final say on the beach, above all in order to avoid anyone needing to be rescued in the first place. Beachgoers “should not view us as kill joys, but as advisers. We know the currents, the dangers of the sea depending on weather conditions and the risk of staying in the sun too long,” says Paulo Vitorino, who has been on beach surveillance duty for 10 years. This job is no open-air fun: lifeguards receive training at the I.S.N. and are held responsible if an accident happens through their carelessness. According to a study adults spend 90 percent of their beach time outside the water. Even then a lifeguard must not lose sight of their charges. Those refusing to follow the instructions of the lifeguards will be taken care of by the coastguard (Polícia Mari­ tima). The beach is their territory; they also impose fines, which can amount up to 500 Euros, because careless holidaymakers often put themselves and also potential rescuers in danger. The law punishes 20 offences; most of them are a rare occurrence, Vitorino reveals. But all too often he sees swimmers ignoring the warning flags, because they think they are experienced or regard the leap into seething waves close to the rocks as a cool dare, but: “the flags on the beach are like traffic lights on the road” (see p. 46). The request of assistants, to not to seek out shade directly next to the cliffs, is also often overheard: although local authorities have secured erosion-damaged rock or blown it up as a precaution, the risk of rock fall can never be ruled out. After a while Vitorino adds: “another misdemeanour: some people leave rubbish and cigarette butts in the sand.” Many local authorities and environmental organisations have already put up posters: “The beach is not yours, it belongs to everyone”. Concessionaires make rubbish bags and beach ashtrays readily available and throwing away rubbish carelessly is no trivial offense. A coke can needs ten years until it is completely decomposed, a plastic cup 50 years and even fruit leftovers need one year. And another thing: four-legged friends are not allowed to accompany their owners onto concessional beaches. Henrietta Bilawer Weitere Beiträge zum Thema Recht More Portuguese law articles


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Adler Eagle

KIDS

Licht & Schatten Hier fehlt der Schatten, den die Hand wirft. Um welches Tier handelt es sich?

Gans Goose

Hase Rabbit

Light & Shadow The shadow cast by the hand here is missing. What shadow-animal should appear?

Schlange Snake

Lama

Ballonfahrt

Bringe die Buchstaben auf dem Ballon in die richtige Reihenfolge und Du erfährst, in welches europäische Land er fliegt

Balloon Trip

Wir haben 3 winzige Chamäleons im Heft versteckt, kannst Du sie finden ? We have hidden 3 tiny chameleons in the magazine, can you find them ? 50

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Illustrationen V. Spöttl

Rearrange the letters on the balloon to find out above which country the balloon is flying


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EVENTS Albufeira

20.º Festival da Ria Formosa July, 25, until August, 4, Largo de S. Francisco, Faro

Feira da Terra July, 6, 13, 20, 27, 8:00 - 13:00, Espaço EMA - Igreja Nova, Aljezur Afonso Dias July, 12, 21:30, Carrapateira, Aljezur July, 26, 21:30, Espaço +, Aljezur Festa dos Pescadores July, 27, 15:00, Porto de Pesca da Arrifana, Aljezur

Farol da Ponta da Piedade - Um Século de História July, 3 - 31, Wednesdays, 14:30 - 17:00, Farol da Ponta da Piedade, Lagos VIII Concurso de Música António Falé July, 4 - 6, 21:30, Centro Cultural, Lagos Musical Cabaret July, 12, 21:30, Centro Cultural, Lagos 24ª Regata dos Portos dos Descobrimentos July, 12 - 14, 10:00, Clube de Vela, Lagos VI Estágio para Orquestra de Cordas July, 19 - 27, 21:30, Centro Cultural, Lagos Festival Electrolegs - Música Eletrónica July, 26 - 28, Sede LAC, Lagos XXVI Feira Concurso Arte Doce July, 26 - 28, 18:00 - 00:00, Complexo Desportivo, Lagos

Exposição de fotografia por Fernando Porfírio July, 3 - 31, Casa Manuel Teixeira Gomes, Portimão Quinta Cultural July, 4, 11, 18, 25, 22:00, Casa Manuel Teixeira Gomes, Portimão Reflect July, 6, 21:30, TEMPO - Teatro Municipal, Portimão Ali - O caçador de Rafi Pitts, República Islâmica do Irão July, 12, 21:30, TEMPO - Teatro Municipal, Portimão Sketches From Outer Space, Filipe Valentim July, 13, 21:30, TEMPO - Teatro Municipal, Portimão ���Dentro do Corpo, Fora do Corpo“ de Rui Gonçalves e Nuno Borges July, 19, until September, 7, 10:00 - 19:00, TEMPO - Teatro Municipal (Café Concerto), Portimão SuperStarWorld 2013 July, 19 - 21, 10:00, Autódromo Internacional do Algarve, Mexilhoeira Grande Festival Chaminé d‘Oiro July, 20, 21:00, Auditório Municipal, Portimão Feira do Livro de Portimão July, 26, until August, 25, 21:30, Zona Ribeirinha, Portimão Feira Nacional de Agricultura Biológica „Terra Sã“ em Portimão July, 26, 27, 19:00, Largo da Lota, Portimão O meu maior desejo, Hirokazu Koreeda, Japão July, 26, 21:30, TEMPO - Teatro Municipal, Portimão

Castro Marim

Loulé

São Brás de Alportel

Serões de Acordeão July, 6, Portela Alta de Baixo July, 13, Almada D‘Ouro July, 20, Tenência July, 27, Alcarias Grandes

Algarve Classic Cars July, 12 - 14, 10:00, Vilamoura 5.º Salir do Tempo July, 13, 14, 18:00, Salir

Faro

Monchique

AMAR Summer Fest ‚13 July, 6, 10:00, Centro Náutico, Ilha de Faro 3.º Encontro „MUZENZALGARVE“ de Capoeira July, 6, 18:30 - 21:00, Forum Algarve, Faro La Valse + A Sagração da Primavera July, 6, 21:30, Teatro das Figuras, Faro Noite de Fados July, 7, 19:00, IPDJ, Faro Arabian Days July, 10 - July, 14, 19:00 - 01:00, Vila Adentro, Faro Feira de Artesanato July, 13, 10:00 - 17:00, Jardim Manuel Bivar, Faro Vamos lá então perceber as mulheres … mas só um bocadinho… July, 13, 21:30, Teatro das Figuras, Faro Ciclo „Música às Terças“ July, 16, 21:30, Espaço C (junto ao Teatro das Figuras), Faro 32.ª Concentração Internacional de Motos July, 18 - 21, Vale das Almas, Faro Feira do Livro July, 19, until August, 4, 20:00, Jardim Manuel Bivar, Faro Feira de Antiquários, Velharias e Colecionismo July, 20, 10:00 - 17:00, Largo do Mercado Municipal, Faro Gala do XIII Workshop de Dança July, 21, 21:30, Teatro das Figuras, Faro

3ª Festa do Medronho July, 7, 12:00 - 00:00, Alferce Exposição Elly Maessen Until July, 14, Galeria Sto. António, Monchique II Festival do Medronho e XVI Feira do Presunto July, 19 - 21, Monchique

Art Opening Preview July, 6, 19:00, until September, 9, Museu do Trajo, São Brás de Alportel Fado Night, With guest fadistas July, 7, 21:00, Museu do Trajo, São Brás de Alportel Summer Night Market July, 13, 18:00, Museu do Trajo, São Brás de Alportel Charity Event for abandoned Animals Dinner and Entertainment 15€ July, 20, 19:00, Museu do Trajo, São Brás de Alportel Photography Exhibition Opening preview “People at Work” Dinner and Entertainment 15€ July, 26, 19:00, until September, 25, Museu do Trajo, São Brás de Alportel Feira da Serra 2013 July, 26 - 29, 18:00, São Brás de Alportel

Exposição Animais Exóticos Until August, Palácio de Congressos do Algarve, Salgados Exposição de Cerâmica „Camões, Pessoa e os Outros…“ de Domingos Viterbo July, 5 - July, 30, Galeria de Arte Pintor Samora Barros, Albufeira Festa Promenade - Orquestra do Algarve July, 7, 12:00, Zoomarine, Guia Gala Final do VIII Workshop de Dança July, 15, 21:00, FUETE - Associação de Dança, Albufeira Lar, Doce Lar July, 25 - August, 3, Palácio de Congressos do Algarve, Salgados

Alcoutim Música na Praça July, 3, 10, 17, 24 and 31, Praça da República, Alcoutim Festival de Folclore e Feira de Artesanato July, 6, Largo da Junta, Martim Longo

Aljezur

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Lagoa Festival do Caracol July, 3 - 7, 18:00 - 01:00, Recinto da Associação Cultural Desportiva e Recreativa, Porches Alfa-Literatursalon July, 9, 19:30, Convento de Lagoa 11.ª Mostra do Doce Conventual July, 17 - 21, 18:00, Convento de S. José, Lagoa XI Aniversário da Orquestra do Algarve July, 20, 19:30, Vila Vita Parc, Porches

Lagos

Olhão Encontro de Rachos Folclóricos July, 5, 22:00, Moncarapacho Baile com Duo Som Ritmo July, 13, 21:30, Moncarapacho Quim Barreiros July, 20, 23:30, Moncarapacho Domingos Music School July, 27, 22:30, Moncarapacho

Portimão Exposição de Arte Sacra “Creio” Until September, 15, TEMPO - Teatro Municipal, Portimão “ Sérgio Godinho e as 40 ilustrações “ Until July, 13, TEMPO - Teatro Municipal, Portimão Exposição de pintura com Fernando Veloso July, 3 - 31, Casa Manuel Teixeira Gomes, Portimão

Silves Exposição “Piratas – os ladrões do mar” Until November, 10, Castelo de Silves Exposição „Egipto“ July, 1 - 31, Casa da Cultura Islâmica e Mediterrânica, Silves Natureza Cantada July, 13, 21:30, Teatro Mascarenhas Gregório, Silves


Die topp Tavira „Cenas na Rua“ IX Festival Internacional de Teatro e Artes July, 1, until September, 15, Tavira 18.ª Feira de Caça, Pesca e do Mundo Rural July, 5 - 7, Parque de Exposições, Tavira Festividade em Honra de N. Sra. do Carmo July, 7 - 16, 21:30, Igreja da Ordem Terceira de N. Sra. do Carmo 13ª Mostra de Cinema Europeu July, 12 - 22, 21:30, Convento do Carmo, Tavira 1º Torneio BENAMOR PRESTIGE by CAN July, 13, Benamor Golf, Tavira Exposição António Vicente Cardoso July, 1, until September 30, Benamor Golf, Tavira

Vila do Bispo Ciclo „Música nos Monumentos“ July, 28, 18:30, Ermida de N. Sra. de Guadalupe, Vila do Bispo

Vila Real de Santo António Noites D’Encanto July, 18 - 21, Cacela Velha Portvcale - Musical July, 21, 22:30, Casino Monte Gordo

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The top

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Lagos

Lagos

12. – 14. Juli

July, 12 - 14

24. Regata dos Portos dos Descobrimentos

24. Regata dos Portos dos Descobrimentos

Clube de Vela de Lagos, Escuela de Vela de Palos - CEPSA, Câmara Municipal de Lagos und Ayuntamiento de Palos de la Frontera laden alle Segler zur Teilnahme an der zwischen Palos de la Frontera (Puerto de Mazagn desportivo - Spanien) und Lagos (Portugal) stattfindenden XXIV Regata dos Portos dos Descobrimentos ein. Beginn 10 Uhr, Clube de Vela

Clube de Vela de Lagos, Escuela de Vela de Palos – CEPSA, Câmara Municipal de Lagos and Ayuntamiento de Palos de La Frontera, invite all sailors to participate in the XXIV Regata dos Portos dos Descobrimentos, which will take place between Palos de La Frontera (Puerto desportivo de Mazagón – Spain) and Lagos (Portugal). Start 10am, Clube de Vela

São Brás de Alportel 26.-29. Juli

Feira da Serra 2013

Die Feira da Serra in São Brás de Alportel enthüllt die wahren Geheimnisse der Algarve. Ein Ereignis voller Geschichten, Traditionen, Kostümen, Kultur und Aromen, und den authentischsten Produkten der Serra Algarvia. Ab 19.00 Uhr, Poeta Bernardo de Passos Schule

São Brás de Alportel July, 26 - 29

Feira da Serra 2013

The genuine Algarve unravels its secrets at the Feira da Serra in São Brás de Alportel. An event full of stories, traditions, customs, culture and flavours that brings you the most authetic of products from the Serra Algarvia. From 7pm, Poeta Bernardo de Passos School

WEITERE TERMINE ONLINE! www.perspektive-portugal.info und www.visitalgarve.pt sowie auf der Website von Algarve Vida

Albufeira Bis August MORE EVENTS ONLINE! www.visitalgarve.pt presents the best culture and leisure activities in the region For even more events see the web site of Algarve Vida

Ausstellung exotischer Tiere

Eidechsen, Schlangen, Taranteln und Skorpione... geben Sie Ihre Ängste am Eingang ab und entdecken Sie die wunderbar nachgebauten Lebens­räume auf dieser Ausstellung für die ganze Familie. Palácio de Congressos do Algarve, Salgados, CS Rafael Atlantic Hotel, Sesmarias

Albufeira Until August

Exhibition of exotic animals

Lizards, snakes, tarantulas and scorpions... leave your fears at the door and discover the wonderful reconstructed habitats in an exhibition for all the family. Palácio de Congressos do Algarve, CS Rafael Atlantic Hotel, Sesmarias

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“Jeder ein Experte und zusammen ein Team.”

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Unsere Mediengruppe ist Pionier und führender Anbieter deutschsprachiger Medien in der Algarve.Wir freuen uns auf talentierte und leidenschaftliche neue Kolleginnen und Kollegen, die mit uns gemeinsam über sich hinauswachsen.

Our media group is a pioneer and leading provider of German media in the Algarve.We would love to welcome new talented and passionate colleagues, who can excel together with us.

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Impressum Imprint Verleger  Publisher Arne B. Steingräber arne@algarvevida.com Herausgeber E ditor Bernd Keiner bernd@algarvevida.com Redaktion  E ditor Jan van der Meulen editor@algarvevida.com E nglish L anguage E ditor Algarvemedia english@algarvevida.com A dministration Susanne Röhl susanne@algarvevida.com Mitarbeiter dieser Ausgabe Contributors to this I ssue Henrietta Bilawer, João Domingos, ­ Barbara ­Hutter, U ­ rs Mayr, Marius Müller, Ludwig Riet, Nina Steingräber A rt D irection  L ayout Bernd Wiehl, Josefine Stocker layout@algarvevida.com Fotografie  Photography Cineterra, R. Pohl images@algarvevida.com Übersetzungen  Translation Algarvemedia translation@algarvevida.com A nzeigen-L ayout  A d L ayout Jens Röver, jens@algarvevida.com A nzeigen  A ds Ost / Eastern Algarve Tel. 912 266 169, east@algarvevida.com Central Algarve Tel. 917 251 894, central@algarvevida.com West / Western Algarve Tel. 912 266 129, west@algarvevida.com D ruck  Printer Litografis - Artes Graficas Lda, Albufeira Auflage  Circulation 8000 Verteilstellen  D istribution Points www.algarvevida.com Algarve Vida erscheint jeden Monat. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Der Verlag haftet nicht für unverlangt eingesandte Fotos und Manuskripte. Algarve Vida is published monthly. Authors’ opinions do not necessarily represent those of the editors. The publishing house and editors do not assume any responsibility for unsolicited photos and manuscripts.

Tredix Keru Lda info@algarvevida.com www.algarvevida.com Arroteia Bxo 742-V 8800-102 Luz Tavira Tel. 289-798041 Fax 289-792098 NIF: 509617905 facebook.com/algarve.vida


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