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NEWS Nยบ 21 April 2018 Ijar 5778

YOUTH FUTURES

รœber das Schweizer Keren Hajessod Projekt in Yokneam.

70 JAHRE ISRAEL S. 6

Wie Keren Hajessod den Staat Israel mitaufgebaut hat. S. 10


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EDITORIAL

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LIEBE FREUNDE DES KEREN HAJESSOD Geben heisst für mich persönlich vor allem Zurückgeben. Es ist ein grosses Privileg, wenn wir uns durch den Akt des Spendens daran erinnern und erfreuen können, dass wir überhaupt in der Lage sind, zu geben. Wenn wir spenden, transformieren wir nicht zuletzt den allgegenwärtigen Mythos des Mangels. Ich gab meine erste Spende vor über 30 Jahren, doch jetzt, als Präsident von Keren Hajessod Schweiz, wird mir noch bewusster, wie tief unser Spenden mit Israels Geschichte verknüpft ist. Eine Geschichte, die wir ja dieses Jahr ganz besonders feiern. 70 Jahre Israel ist ein Meilenstein in einer bewegenden Geschichte des Heimkommens. Israel steht 2018 an einem aussergewöhnlichen Punkt – mitten in einer von Unsicherheit geprägten Ära, in der komplexe Probleme gelöst werden müssen. Es ist jedoch auch eine Zeit, die neue, spannende Möglichkeiten und Chancen eröffnet. Und wir dürfen stolz darauf sein, die atemberaubenden Erfolge Israels mitgeprägt zu haben – mit bahnbrechenden Projekten, die für Generationen unzähliger Neu-Einwanderer und Israelis aller Bevölkerungsgruppen eine neue soziale Realität schaffen. Also lasst uns kräftig feiern – und gleichzeitig bleibt noch viel zu tun, auch im Hinblick auf die nächsten 70 Jahre Israel. Für Ihre Partnerschaft, und den damit verbundenen Akt des Spendens, danken wir Ihnen herzlich. Ihr Thomas Zweifel

INHALT Editorial KH Bilanz 2017 Grussworte Yokneam - Youth Futures 70 Jahre Israel und KH Ihre Spende ist Israels Stärke Israeli Fashion Impressum

KEREN HAJESSOD SCHWEIZ 3 4 5 6 10 13 18 19

AUSSCHUSS

OK ZÜRICH

Dr. Thomas D. Zweifel Ralph Bloch Tali Cahen-Scheiner Daniel Guggenheim Nadia Guth Biasini Dr. Eric Haymann Claudia Lifschitz Denise Schächter Thomas Weil Gadi Winter Emanuel Zloczower

Tali Cahen-Scheiner Ofer Becker Linda Ebizuka Jacoby Denise Sachs

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KH WELTWEIT INTERNATIONALE BILANZ 2017 Verteilung der Ertr채ge der Gesamtorganisation KH weltweit: 162,3 Mio. $*

Programme und Projekte 140,1 Mio. $

10.3%

86.3%

3.4%

Operationskosten 16,7 Mio. $

Kampagnendienstleistungen 5,5 Mio. $

Verteilung der Ertr채ge an Programme und Projekte KH weltweit: 140,1 Mio. $* St채rkung der israelischen Gesellschaft, Verringerung der sozialen Schere 92,8 Mio. $

Die j체dische Welt 34 Mio. $

24,3% 66,2% 9,5%

Alijah und Integration 13,3 Mio. $

* Noch nicht auditiert

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GRUSSWORTE ISRAEL FEIERT DEN 70. JAHRESTAG SEIT SEINER UNABHÄNGIGKEIT. Israel ist eine demokratische, innovative und friedliebende Nation. Dennoch steht es vor grossen Herausforderungen durch seine Nachbarschaft. Um uns herum erlebt der Nahe Osten grundlegende Veränderungen. Kein anderes Land hat so viele Herausforderungen im Sicherheitsbereich und im Sozialen zu bewältigen. Über eine Millionen Einwanderer in den letzten drei Jahrzehnten zu integrieren war eine schwere Aufgabe für unsere Regierung. Sie hat das Problem angepackt und ihr Bestes gegeben. Aber das ist nicht genug, und deshalb brauchen wir Organisationen wie Keren Hajessod. Vieles wäre ohne die wunderbare Unterstützung von Keren Hajessod und vor allem ihrer wunderbaren und grosszügigen Spendern nicht möglich. Ich kann Ihnen allen gar nicht genug für Ihre Solidarität danken. Sie sind in schwierigen Zeiten für uns da. Aber wir reichen uns auch in freudigen Zeiten die Hände. Jacob Keidar Botschafter des Staates Israel in der Schweiz

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YOKNEAM - YOUTH FUTURES Sind junge Menschen in Israel benachteiligter als in anderen Ländern? Es ist ein Fakt, dass das durchschnittliche Einkommen in Israel niedriger ist als in einigen europäischen Ländern. Ebenfalls ein Fakt ist, dass ein grosser Teil der Kinder, die in den Randgebieten leben, unter der Armutsgrenze aufwachsen und deshalb vor unheimlich vielen Herausforderungen stehen. Diese Kinder stammen oft aus zerrütteten, bildungsfernen Familien, deren Alltag von Arbeitslosigkeit, Sorgen und Gewalt in unterschiedlichen Formen geprägt ist. Diese Spirale kann man aber durchbrechen, indem man potenziell schwierige Situationen früh erkennt. Das 2005 ins Leben gerufene Youth Futures Projekt stellt sich genau diesen Herausforderungen und hilft diesen sogenannten «children-atrisk». Hunderte von ausgebildeten Youth Futures Projekt MentorInnen sind nicht nur an den Grundschulen aktiv, sondern auch in eigenen Zentren tätig. Eines der insgesamt 36 Standorte von Youth Futures steht aktuell klar im Fokus von Keren Hajessod Schweiz; das Youth Futures Projekt Yokneam. Yokneam liegt rund 25 Kilometer südöstlich von Haifa, in einer Region, in der die soziale Schere, trotz des grossen wirtschaftlichen Wachstums, besonders gross ist. Keren Hajessod Schweiz ist vor rund drei Jahren darauf aufmerksam gemacht worden, dass Youth Futures in Yokneam keine eigenen Räumlichkeiten hat. So hat sich Keren Hajessod Schweiz in einem gross angelegten Projekt und mit Hilfe von Spendern und der Stadt Yokneam dazu verpflichtet, eine zweckmässige Renovation des alten Gemeindegebäudes voranzutreiben. So kann Keren Hajessod diesen Kindern einen sicheren Aufenthaltsort bieten und zugleich mehr Kinder von der Warteliste in das Programm aufnehmen.

Kinder und Lernsituation in Yokneam

Die Planung, die eine Renovation des ganzen Gebäudes umfasst, ist aktuell in vollem Gange. Danach wird das Obergeschoss der Gemeinde und der Nachbarschaft zur Verfügung stehen, im Untergeschoss wird für Youth Futures ein komplett saniertes Refugium entstehen, in dem die Kinder Yokneams Unterstützung und Förderung finden, die ihre Zukunft nachhaltig prägen werden. Die grösseren Räumlichkeiten werden ausserdem ermöglichen, dass zu den aktuell über 100 Kindern im bestehenden Youth Futures-Programm möglichst viele weitere Kinder von der Warteliste genommen werden können und ebenfalls so bald wie möglich vom wertvollen «Mentoring» profitieren können.

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Die Hilfe, die Keren Hajessod hier anbietet, ist so vielfältig, wie die Kinder, die davon profitieren: Unabhängig von ihrer Herkunft werden diese individuell dort abgeholt, wo sie gerade stehen und mit Hilfe eines massgeschneiderten Plans gezielt gefördert. Die Kinder lernen in ihrer Beziehung mit ihren Mentoren, dass sie sich eben doch auf gewisse Dinge verlassen können, und dass jemand für sie einsteht und an sie glaubt – für viele dieser benachteiligten Kinder ein Novum. Ihr Selbstvertrauen wächst; und damit auch ihre Begeisterungsfähigkeit für gute Schulbildung, die ihnen ungeahnte Perspektiven eröffnen kann. Diese Hoffnung lässt die Kinder im Youth Futures aufblühen. Zeitgleich wird ein anderer wichtiger Aspekt der Youth Futures gefördert, nämlich in den Kindern und Jugendlichen möglichst früh eine Leidenschaft für gemeinnützige Arbeit zu wecken. Das Konzept des Zurückgebens ist ein integraler Teil der israelischen Kultur. Das

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Gefühl für seine unmittelbare Umgebung wichtig zu sein, kann die Zukunft eines Kindes, welches in schwierigen Verhältnissen aufwächst, nachhaltig und positiv prägen. Vielen dieser Kinder mangelt es an positiven Vorbildern: Die ehrenamtlichen Helfer, Pädagogen und Sozialarbeiter beim Youth Futures Projekt tragen diese Rolle zu recht mit Stolz.

Fortsetzung auf S. 9


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The First Jewish Arts Festival

MAI 23-27 2018

Mittwoch 23.05.18 Eröffnung - Kulturmarkt, Aemtlerstrasse 23, 8003 Zürich 19:00 - Apéro riche

2018

Samstag 26.05.18 Hard Kirche, Bullingerstrasse 4, 8004 Zürich Workshops Israelische Volkstänze + Harkada (Nonstop Tanzen) mit Ilai Szpiezak (UK/ARG)): Workshops: 09:00 - 09:45 – Kinder 5-10 Jahre 10:15 - 11:30 – Erwachsene – Anfänger 14:00 - 15:00 – Erwachsene – Mittlere 15:00 - 16:00 – Erwachsene – Fortgeschrittene 16:00 - 18:30 – Harkada: Nonstop freies Tanzen

20:15 - Ansprache Managerin KibbutZürich Ansprache Stadtrat Richard Wolff 20:30 - Tanzaufführung Contemporary Dance: Dor Mamalia (CH/ISR) Dariusz Seweryn Nowak (CH/PL) Donnerstag 24.05.18 Sphères, Hardturmstrasse 66, 8005 Zürich 18:30 - Sphères: Vortrag “Hebräische Schriftzeichen auf berühmten Kunstwerke”: Dr. Doron Lurie (ISR)

Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich

Asia Sport Center, Culmannstrasse 56, 8006 Zürich Krav Maga (Kampfkunst) Workshops mit Meister Leo Chin (CH/USA) Workshops: 15:00-17:00 - Anfänger 17:30-19:30 - Fortgeschrittene

20:00 - Klassisches Konzert: Rachel Kisacanin (FR/CH)- Violin Gunta Abele (LVA-CH)- Cello Polina Charnetckaia (UKR/CH) - Piano

Was Bleibt & Co, Bullingerstrasse 4, 8004 Zürich 20:00 - Klezmer Konzert “Schmonzes un Chuzpe”:

Freitag 25.05.18 Ort und Thema werden am 1.5.18 bekannt gegeben 08:00 - Vortrag in Zusammenarbeit mit CreativeMornings Zürich: Rachel Manetsch (CH)

Münchner Klezmer Trio (D) + Schauspieler Christian Jungwirth (D) Sonntag 27.05.18 Was Bleibt & Co, Bullingerstrasse 4, 8004 Zürich 10:30 - Brunch & Vortrag: “Vergleichen der Shoah mit anderen

Mellow Bar, Albisstrasse 84, 8038 Zürich 12:00 - Lunch & Vortrag “Small Jewish Communities

Genoziden. Nicht akzeptabel? Notwendig?” Konstany Gebert (PL)

around the World": Ayelet Mamo Shay (GIB/ISR) Mellow Bar, Albisstrasse 84, 8038 Zürich 19:30 - Theateraufführung “Aber-Glaube”: Mor Dovrat (CH/ISR)

Asia Sport Center, Culmannstrasse 56, 8006 Zürich Workshop Contact Kids Dance mit Sivan Perlstein (CH/ISR) 15:00 - 15:45: Kinder 3-5 Jahre mit Vater/Mutter 16:00 - 16:45: Kinder 6-8 Jahre mit Vater/Mutter

Mellow Bar, Albisstrasse 84, 8038 Zürich 21:00 - Kurzfilmabend

Abschlussabend - Moods, Schiffbaustrasse 6, 8005 Zürich 19:00 - Ansprache Vize-Managerin KibbutZürich 19:15 - Konzert Show mit Eldad Zitrin (ISR)

Karten: Tel: +41 43 541 36 25

www.kibbutzurich.ch

info@kibbutzurich.ch

Eintrittspreises: CHF 15.- 20.- 23.- 25.- 28.- 32.- 33.- 37.- 38.- 43.Kontakt: Kibbutzürich Festival 2018 Beserainstrasse 35 8038 Zürich

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Abendkasse: Öffnet 1/2 Std. vor Vorstellungsbeginn. Festivalpass (alle Events): CHF 335.www.kibbutzurich.ch

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295.- (Student)

info@kibbutzurich.ch


YOKNEAM - YOUTH FUTURES Das Youth Futures Projekt in Yokneam liegt Keren Hajessod Schweiz besonders am Herzen. Die neuen Räumlichkeiten können 2019 bezogen werden.

DREI FRAGEN FÜR NIR LAHAV

Unser Ziel ist klar: Leistungsfähigkeit in die abgelegensten Ecken des Landes zu tragen – auch mitten in die sozialen Brennpunkte – und dort den jungen Menschen die Instrumente in die Hand zu geben, die sie brauchen, um die Erfolgsleiter bis nach oben erklimmen zu können.

Nir Lahav ist der Leiter der «Social Activism Unit» der Jewish Agency und verantwortlich für das Youth Futures-Programm von Keren Hajessod.

Je mehr in die Jugend investiert wird, sowohl finanziell, wie auch sozial, desto besser wird die Zukunft; sowohl für jedes einzelne Kind, wie auch für Israel als Ganzes. In Yokneam lässt sich dieser Traum dank Ihrer Spende aktuell direkt verwirklichen. Und dafür danken wir Ihnen von Herzen.

WAS IST DIE WICHTIGSTE AUFGABE VON YOUTH FUTURES? Wir arbeiten mit Kindern, die wenig oder gar keine Unterstützung innerhalb der Familie bekommen. Deshalb kümmern sich MentorInnen um diese Kinder. Sie unterstützen und ermutigen sie dazu, Träume zu haben und diese auch zu verwirklichen.

WIE WICHTIG SIND ZENTREN WIE YOKNEAM FÜR DIESE ARBEIT? Sie sind absolut essenziell, um den Kindern ein zweites Zuhause zu bieten, wo sie sich sicher und wohl fühlen sollen.

WO SEHEN SIE YOUTH FUTURES IN FÜNF JAHREN? Mit der Hilfe von Keren Hajessod wollen wir das Projekt von einem «social startup» zu einem Vorzeigebeispiel machen, das die Regierung derart überzeugt, dass solche Programme mit staatlicher Unterstützung nicht nur in 200, sondern in 500 Schulen aktiv sein können. Das Umsetzen dieser innovativen Ideen braucht Zeit – aber wir beweisen, dass sie funktionieren!

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70 JAHRE ISRAEL UND KEREN HAJESSOD Ein unglaubliches Fest steht an: Am 5. Ijar / 19. April 2018 feiert der Staat Israel seinen 70. Geburtstag. Für Keren Hajessod sind die bevorstehenden Feierlichkeiten besonders von Bedeutung, denn die Geschichte Israels ist eng mit der Geschichte von Keren Hajessod verflochten. Wir möchten dieses beeindruckende Jubiläum mit Ihnen feiern – und zwar mit einem kurzen Rückblick auf die grössten Herausforderungen auf dem Weg zu einem unabhängigen, modernen Staat... aber auch, um die grössten Erfolgsgeschichten zu zelebrieren, die mit Hilfe von Ihnen, Ihren Eltern und Ihren Grosseltern überhaupt möglich wurden. Die politischen Weichenstellungen zur Staatsgründung – und zur Einwanderung von Juden aus allen Teilen der Welt – erfolgten natürlich bereits im 19. Jahrhundert. Mit der Gründung von Keren Hajessod in London im Sommer 1920 wurden auch die finanziellen Weichen gestellt, um den grossen Traum eines eigenen Staates zu ermöglichen. So wurde zum Beispiel die Hebrew University of Jerusalem mit Unterstützung von Keren Hajessod gegründet, oder die «Rural and Suburban Settlement Company (RASCO), mit der die Haifa Bay-Vororte erbaut wurden. In den ersten Jahrzehnten nach der Staatsgründung Israels war die erste Priorität Keren Hajessods die Integration von hunderttausenden von neuen Immigranten – in erster Linie aus Nordafrika, Jemen, Kurdistan und dem Irak. Alleine in den 1950er-Jahren verdreifachte sich die Einwohnerzahl Israels – und bis heute sind fast drei Millionen Menschen nach Israel eingewandert und sind mit Hilfe von Keren Hajessod integriert worden. Der Staat hat in sozialen Belangen in den letzten Jahrzehnten unheimlich viel geleistet. Es gibt jedoch noch viel zu tun, denn die israelische Gesellschaft befindet

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sich auch 70 Jahre nach der Staatsgründung konstant im Prozess des Aufbaus. Dieser Aufbau bringt mit sich, dass man sich den Schwächsten annimmt: Israel ist zwar auch ein High-Tech/Forschungsland und wird diesbezüglich auch gestärkt und gefördert, doch die sozialen Aspekte können dabei in den Hintergrund geraten. Dieser Tatsache will Keren Hajessod weiterhin verstärkt entgegenwirken. 2018 leben über zwei Millionen Menschen in Israel unterhalb der Armutsgrenze. Diese Menschen gehören allen Teilen der Gesellschaft an und das Land ist schlicht und ergreifend dazu verpflichtet, alle Menschen zu fördern und unterstützen; unabhängig von ihrer Herkunft. Indem man ihnen ermöglicht, ihre Talente zu entdecken und ihnen anspruchsvolle Aktivitäten anbietet, können sie ihr Potenzial ausschöpfen. Die berühmte «Hilfe zur Selbsthilfe» wird in Israel, und insbesondere in dessen Randgebieten, gelebt... auch dank Keren Hajessod.


11 WISSEN IST MACHT: KEREN HAJOSSOD KLÄRT AUF Die grösste Herausforderung – sowohl für Israel, wie auch für Keren Hajessod – ist heute der Transfer von Wissen, damit auch wirklich alle die Hilfe erhalten, die seitens des Staates Israels offeriert wird. Viele Menschen sind noch immer unzureichend darüber informiert, was ihnen eigentlich zusteht, und können so auch die Angebote des bestehenden Sozialfördersystems nutzen. Tatsächlich lassen sich gewisse strategische Ziele der Regierung nur mit der Hilfe von gemeinnützigen Organisationen erreichen, deren Rolle darin besteht, Türen zu öffnen und Wegbereiter für neue Richtungen zu sein... manchmal auch für Richtungen, an die eine Regierung zuerst nicht unbedingt glaubt. Wenn man auch in sogenannten Entwicklungsstädten neue Tools einführt, die die Leistungsfähigkeit der Bewohner anstossen und fördern, kann man sie aus ihrer

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Situation befreien. Am Beispiel der Emek Hayarden Hochschule im Norden Israels sieht man, wie sehr es sich lohnt, in die Infrastruktur und in angebotene Programme zu investieren: An diesem College wurden inzwischen Tausende von jungen Menschen in Technologie, Film, Meereskunde und vielen weiteren Bereichen ausgebildet: Lauter einzelne Ziele von Zukunftsträgern Israels, die ohne Hilfe von Keren Hajessod schlicht nicht hätten erreicht werden können. Zu den weiteren Erfolgsgeschichten von Keren Hajessod und deren Spender gehört auch das «Open Doors»-Programm, welches jungen Menschen aus benachteiligten Familien, die keinen Uni-Abschluss oder Hightech-Fähigkeiten besitzen, trotzdem einen Einstieg in wichtige Bereiche wie Bauwesen oder Mechanik ermöglicht. Viele der Programm-Teilnehmer sind inzwischen Ingenieure; einige von ihnen engagieren sich wiederum selbst ehrenamtlich, um anderen Jugendlichen die selben Chancen zu geben. Im Rahmen der Integration zeichnet sich das «A Profession for life» Programm aus. Die Berufsintegration ist einer der wichtigsten Bestandteile eines erfolgreichen neuen Lebensanfangs.


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70 JAHRE ISRAEL UND KEREN HAJESSOD DIE PERIPHERIE: BRENNPUNKTE UND NEUER FOKUS VON KH Die Peripherie ist zur Zeit wohl die grösste Herausforderung für die israelische Gesellschaft: Wer alle paar Jahre als Tourist nach Tel Aviv reist und sich in dieser pulsierenden Metropole bewegt, wird schnell verleitet zu denken, dass ganz Israel so aussieht. Wer sich jedoch in ein Auto setzt und 15 Kilometer weiter reist, erlebt ein anderes Israel: Eines das sichtbar mit der grossen sozialen Ungleichheit zu kämpfen hat und eines, welches dringend weiterhin Unterstützung braucht. Hinschauen, wenn andere aufgeben. Soziale Brennpunkte bewusst aufsu-

chen und genau dort, wo es am dringendsten benötigt wird, tatkräftig helfen: Diese grosse Aufgabe wird gezielt durch die Spenden an Keren Hajessod unterstützt. Dabei darf man nun, 70 Jahre nach der Staatsgründung Israels und mit Blick auf ein wunderbares, innovatives und in vielerlei Hinsichten erfolgreiches Land durchaus sagen, dass die «Hardware» Israels bereits erfolgreich installiert und in Betrieb genommen wurde. Diese Infrastruktur wird natürlich weiterhin ausgebaut, doch vielmehr steht nun die «Software» im Fokus: Die Menschen, die Israel stark machen. Zum «Social pioneering», welches die Zukunft von Keren Hajessod weiterhin prägen wird, gehört nun neben der Integration und der wichtigen Sozialarbeit in benachteiligten Nachbarschaften (Keren Hajessod ist übrigens nur innerhalb der grünen Linien tätig) auch die Förderung der kulturellen Verwurzelung und Verbindung mit dem Staat Israels.

Wir freuen uns, mit Ihnen 70 Jahre Israel zu feiern und gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Wir danken Ihnen für die Unterstützung, ohne die, vieles davon nicht möglich wäre.

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walk ISRAEL 2016-2020

WALK ISRAEL 2018 28. OKTOBER - 2. NOVEMBER Der «Israel National Trail» (auf Hebräisch Shvil Yisrael) ist ein 1009 Kilometer langer Wanderweg, der durch ganz Israel führt. Er beginnt im Badeort Eilat am Roten Meer und führt nach Norden zum Kibbutz Dan, in der Nähe der libanesischen Grenze. Der Weg führt an einer ganzen Reihe unterschiedlichen Landschaften vorbei und zeigt dem Wanderer einzigartige Ökosysteme und Lebensräume. Das National Geographic Magazine hat den Israel National Trail zu einem «Heiligen Gral der Wanderungen» ernannt.

ANMELDUNG UND INFOS UNTER WWW.KHWALKISRAEL.ORG

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WIR BEDANKEN UNS FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Für Bestellungen und Anfragen: www.maadan.ch oder rufen Sie uns an: 0041 (0)44 762 40 60 Ma'adan Bakery Schimmelstrasse 1 8003 Zürich

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ISRAELI FASHION

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Mode ist vielleicht nicht das Erste, woran man denkt, mit Hinblick auf Israel – doch einheimische Unternehmer haben absolut umwerfende Designs geschaffen und sich damit als Industrieführer positionieren können. Wie erfolgreich sind eigentlich israelische Designer? Inbal Dror hat für Schlagzeilen gesorgt, als bekannt wurde, dass die englische Königsfamilie mit der Designerin Kontakt aufgenommen und nach Skizzen möglicher Hochzeitskleider für Meghan Markle gefragt hat. Die Verlobte von Prince Harry wurde ausserdem in einem Kleid von Tuxe gesichtet – worauf das israelische Modelabel sofort in Lieferrückstand geriet, nachdem Meghan’s Fans dieses restlos aufkauften. Pnina Tornai hat mit ihren Brautkleidern und Mode Millionen von Fans

geschaffen. Ihre Hochkeitskleid-Boutique befindet sich im berühmten Kleinfeld Bridal Store in New York City, und sie selbst feiert regelmässige Gastauftritte in der amerikanischen Reality-Show «Say Yes To The Dress» auf dem Sender TLC. Es ist auch gut möglich, dass Sie Alon Livne’s Entwürfe bereits gesehen haben. Beyoncé beauftragte ihn für die Bühnenkostüme ihrer «Mrs. Carter Show World Tour» im Jahr 2013, und er designte auch Outfits für die erfolgreichen «Hunger Games»-Filme. Diese sind nur einige Namen, die Israel zu einer tonangebenden Destination für kreative und wagemutige Mode gemacht haben. Natürlich haben führende Bildungsinstitute dazu beigetragen, die israelische Modeindustrie zu stärken. Die «Times Higher Education» hat das Shenkar College of Engineering und Design zur sechstbesten höheren Modefachschule weltweit ernannt. Dasselbe Ranking hat ausserdem das Ramat Gat-Institut als einzige nicht-amerikanische und nicht-europäische Schule neben dem Central Saint Martins College und der Parsons School of Design platziert. Unter den 20 000 Olim, die jedes Jahr in Israel eintreffen, befinden sich auch viele kreative Talente, die sich von dieser umwerfenden Energie inspirieren lassen. Genauso wie unter den Kindern und Jugendlichen, die mit Unterstützung von Keren Hajessod ermutigt werden, ihre eigenen Träume zu verwirklichen. So kann Ihre Spende ganz konkret die nächste Generation Top-Designer Israels möglich machen!

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Keren Hajessod Schweiz Schöntalstrasse 21, 8004 Zürich Telefon 044 461 68 68 info@kerenhajessod.ch kerenhajessod.ch PC-Konto 80-30297-4 IBAN CH29 0900 0000 8003 0297 4

AUFLAGE

2500 Exemplare

VERANTWORTUNG / REDAKTION

Noëmi van Gelder, Roberta Breiter: Gesamtverantwortung

TEXT UND ÜBERSETZUNGEN Steffi Hidber, steffihidber.ch

LAYOUT / GRAFIK

naloo . nadia loosli, naloo.net

FOTOS

Keren Hajessod Schweiz

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Schalom Catering AG | Cherstrasse 4 | CH-8152 Glattbrugg T +41 44 810 40 00 | E info@schalomcatering.ch | W www.schalomcatering.ch KH News

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