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gewerkschaft der privatangestellten, druck, journalismus, papier

KOMPETENZ D a s

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10/2009 9. Oktober KOMPETENZ Ausgabe

GZ 02Z031731M P.b.b. Verlagspostamt 1230 Wien

Grafisches Gewerbe: Zeichen stehen auf Sturm Seite 24

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Lohn- und Gehaltsrunden 2009

Wichtiges Signal f端r die Zukunft 4 Seiten Bericht

+++ Kinderbetreuungsgeld NEU +++ 3. Schlecker-Aktionstag +++

www.gpa-djp.at


Intern

Editorial / Inhalt

Ein guter Start ins neue Schuljahr D

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Alle Adressen

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GPA-djp-Wien, 1034 Wien, Alfred­Dallinger-Platz 1, Tel.: 05 0301-21000, E-Mail: wien@gpa-djp.at >>> GPA-djp-Niederösterreich, 3100 St. Pölten, Gewerkschaftsplatz 1, Tel.: 05 0301-22000, E-Mail: ­nieder­oesterreich@gpa-djp.at >>> GPA-djp-Burgenland, 7000 Eisen­ stadt, Wiener Str. 7, Tel.: 05 0301-23000, E-Mail: burgenland@gpa-djp.at >>> GPA-djp-Steiermark, 8020 Graz, Karl-Morre-Str. 32, Tel.: 05 0301-24000, E-Mail: steiermark@gpa-djp.at >>> GPA-djp-Kärnten, 9020 Klagen02

er diesjährige Herbst ist von wichtigen politischen Ereignissen geprägt, die großen Einfluss auf die Weiterentwicklung unseres ­Landes, aber auch auf die globale Entwicklung haben. So steht etwa die neue EU-Kommission vor der Herausforderung, die Europäische Union so zu verbessern, dass die Bürgerinnen und Bürger sie als ihre Gemeinschaft ansehen, die die großen Probleme infolge der Weltwirtschaftskrise zu lösen imstande ist. Wichtige Weichen werden auch in den jeweiligen Ländern gestellt und viele Regierungsparteien geraten unter Druck von politischen Mitbewerbern. Die Bemühungen, die negativen Folgen der Krise abzufedern, werden von der Bevölkerung nicht so honoriert, wie sich das manche Parteien, die Verantwortung tragen, wünschen.

istockphoto

er SchülerInnenkalender 2009/10 bietet viel Platz für Notizen und eine Menge Zusatzinfos, wie eine Formelsammlung, Tipps und Tricks für den Schulalltag, mehr zum Thema „Baustelle Bildung“ u. v. m. SchülerInnen können zu einem Jahresbeitrag von e 8,40 Gewerkschaftsmitglied werden und profitieren von den zahl­ reichen jugendspezifischen Serviceleistungen (Gratis-Führerschein-CD, GratisJugendherbergsausweis, –10 % auf alle Bücher etc.) und einer politischen Interessenvertretung. Eine Mitgliedsanmeldung findet sich in jedem Kalender und auf der Website der Bundesjugendabteilung. Die Kalender gibt’s jetzt gratis! Bestellungen unter: Tel. 05 0301-21510 bzw. online auf www.jugend.gpa-djp.at

furt, Bahnhofstr. 44/4, Tel.: 05 030125000, E-Mail: kaernten@gpa-djp.at >>> GPA-djp-Oberösterreich, 4020 Linz, Volksgartenstr. 40, Tel.: 05 0301-26000, E-Mail: oberoester­reich@gpa-djp.at >>> GPA-djp-Salzburg, 5020 Salzburg, Markus-Sittikus-Str. 10, Tel.: 05 030127000, E-Mail: salzburg@gpa-djp.at >>> GPA-djp-Tirol, 6020 Innsbruck, ­Südtiroler Platz 14, Tel.: 05 0301-28000, E-Mail: tirol@gpa-djp.at >>> GPA-djp-Vorarlberg, 6900 Bregenz, Reutegasse 11, Tel.: 05 030129000, E-Mail: vorarlberg@gpa-djp.at

KOMPETENZ

IMPRESSUM Herausgeber: ÖGB, GPA-djp, 1034 Wien, Alfred-Dallin-

Möglicherweise auch deshalb, weil die Menschen spüren, dass nicht ernsthaft genug an nachhaltigen Strukturverän­ derungen unseres Wirtschaftssystems gearbeitet wird und sich manche Profiteure des Neoliberalismus schon wieder hervorragend einrichten und das Ende der Krise feiern, während gleich­zeitig viele von Arbeitslosigkeit und einem Abrutschen in die Armut bedroht sind. Ein gerechteres Steuer­system und die Eindämmung der großen Vermögens-

ger-Platz 1, Tel.: 05 0301-301, Fax: Dw. 488, E-Mail: service@gpa-djp.at. Verlag und Medien­inhaber: Verlag des Österreich­ischen Gewerk­ schaftsbundes GmbH, 1230 Wien, Altmannsdorfer Straße 154–156, Tel.: 01/662 32 96, Fax: Dw. 6385, E-Mail: Renate.Wimmer@oegbverlag.at, www.oegb­verlag.at. Chef­redakteurin: Dwora Stein. Stv. Chef­redakteur: Martin Panholzer, E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at. Redaktion: Renate Zaunscherb, E-Mail: renate.zaunscherb@gpa-djp.at. Anzeigen: GPA-djp-­Redaktion KOMPETENZ. G ­ rafik und P ­ roduktion: Karim H ­ ashem ­(Artdirector echomedia), Elisabeth Waidhofer (Layout), Brigitte Lang ­(echomedia), Rudolf Mottinger (echomedia),Tini Leitgeb (Foto­redaktion). ­Hersteller: Leykam Druck GmbH & Co KG, 7201 Neudörfl, Bickfordstraße 21. Verlagsort: ­Wien. ­Herstellungsort: Neudörfl. DVR-Nr.: 0046655. ZVR-Nr.: 576439352. Coverfotos: DeSt, iStockphoto

Die Redaktion behält sich alle Rechte der Vervielfältigung und des Vertriebs der zum Abdruck gelangten Beiträge sowie ­ihre Verwendung für andere Ausgaben vor. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen die Meinung der Autorin bzw. des Autors dar und müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken. Die Redaktion haftet nicht für unverlangt eingeschickte Artikel und Fotos.

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Gemeinsam und solidarisch und Einkommensunterschiede gehören unweigerlich dazu. Die GPA-djp wird in der Frage der Verteilungsgerechtigkeit nicht lockerlassen und dieses Thema in den nächsten Monaten ganz oben auf ihre Agenda setzen. Zentral für die Verteilung der Ressourcen sind auch die jährlichen Lohn- und Gehaltsrunden. Die heurigen Herbst­ runden werden insofern spannend, weil sie auch eine Nagelprobe für die sozialpartnerschaftliche Lösungskompetenz insgesamt sind. Auch der Konflikt in der Druckerbranche steht unter diesem Aspekt. Um zu verhindern, dass sich jene Scharfmacher durchsetzen, die die Gunst der Stunde nutzen wollen, um bisherige Strukturen der kollektivvertraglichen Lösungskompetenz über Bord zu werfen, brauchen wir vor allem eines: gemeinsames und solidarisches Dagegenhalten.

European Communities 2009, istockphoto, BB Promotion GmbH

Hol dir jetzt deinen SchülerInnenkalender 2009/10 gratis bei der Bundesjugendabteilung der GPA-djp!

rigaud

Der neue SchülerInnenkalender ist da! Zum Schulanfang haben wir wieder zehntausende Kalender für Schülerinnen und Schüler, um ihnen die Gewerkschaft näherzubringen.

Aktuell

Krise verlangt Richtungswechsel [12] auch in der EU-Politik.

Kinderbetreuungsgeld Gesetzesnovelle verspricht mehr [14] Flexibilität in der Karenz.

BERUF Master für alle Änderung im Uni-Gesetz sorgt für Verwirrung und Unmut [22] unter den StudentInnen.

Eskalation bei Druckern Nach neuerlichem Scheitern der KV-Verhandlungen ruft die GPA-djp zum Arbeitskampf. [24]

SERVICE CARD-Angebote Herbst- und Winterurlaub: tolle [28] Angebote mit der CARD.

Dwora Stein, Chefredakteurin

KOMPETENZ

Heiße Rhythmen und Dinos: viele Gewinne bei den Eventtipps. [31]

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Thema

Thema

Lohn- und Gehaltsrunden 2009:

    Verantwortung und Stabilität ● Nulllohnrunde

● Gehaltszuwachs

sichert Kaufkraft und Vertrauen in die Zukunft

istockphoto

kommt für die Gewerk schaften nicht infrage

Null = Minus. Von einfachen Lohn- und Gehaltsverhandlungen konnte in den letzten Jahren nie die Rede sein. Die wirtschaftlichen Rahmen­ bedingungen bei den Kollektivvertragsverhandlungen im Herbst 2009 sind jedoch einzigartig in der Nachkriegsgeschichte. Eine Inflationsrate auf extrem niedrigem Niveau und eine schrumpfende Wirtschaft stellen die Lohn- und Gehaltsverhandlungen unter besondere Vorzeichen. >>>

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Thema

istockphoto (2), Bilderbox

Thema

Die Sicherung der Kaufkraft ist einer der wichtigsten Faktoren zur Überwindung der Krise. Die GPA-djp verhandelt im Herbst für die Beschäftigten in der Metallindustrie, im Handel, Gesundheits- und Sozialbereich und im Kreditsektor.

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eben den wichtigen Verhandlungen für die Beschäftigten der Metallindustrie (gemeinsam mit der Gewerkschaft Metall, Textil, Nahrung) verhandelt die GPA-djp im Herbst u. a. auch für die etwa 500.000 Angestellten im Handel, für die mehr als 75.000 Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich und für die ca. 75.000 Beschäftigten im Kreditsektor. Martin Panholzer

(martin.panholzer@gpa-djp.at)

Nulllohnrunden kommen nicht infrage

Auch wenn manche Unternehmer mit Unter­stützung von ­Wirtschaftsforschern von Nulllohnrunden und einer ­völ­ligen Verbetrieblichung der Gehaltserhöhungen sprechen. Für die Gewerkschaften muss es gerade angesichts der massiven Wirtschaftskrise zu Signalen der Verantwortung und Stabilität für die österreichischen ArbeitnehmerInnen kommen. „Nulllohnrunden kommen für uns überhaupt nicht infrage. Die Gewerkschaften haben immer ihre gesamtwirtschaftliche Verantwortung wahrgenommen 06

mit 1,7 Mrd. Euro in etwa gleich viel und in wirtschaftlich guten Jahren Dividenden ausgeschüttet wie im ihre Forderungen nie überzogen. Jahr davor. Dieses gesamtwirtschaftliche Den„Es würde nieken fordern wir Nein zur Nulllohnrunde mand verstehen, heuer von den Arwenn die Krise an beitgebern ein. Sta>>> Die Beschäftigten den Aktionären gnierende oder sindürfen nicht allein die volle spurlos vorüberkende Einkommen Last tragen! <<< ginge und allein würden die Krise die Beschäftigten weiter verschärfen“, die volle Last tragen müssten. Man so der stv. Bundes­geschäftsführer darf auch nicht vergessen, dass vieder GPA-djp und Verhandlungsfühle Unternehmen von staatlichen rer für die Angestellten der MetallUnterstützungen profitiert haben, industrie Karl Proyer. etwa in Form der KurzarbeitsunterDie schwierige Situation in manstützung aus Steuermitteln, also chen Bereichen der Metallindustrie von Geldern, die in großem Ausist nicht zu leugnen, trotzdem hamaß von den Unselbstständigen ben manche Betriebe auch im Kriaufgebracht wurden“, führt Proyer senjahr hervorragend verdient. Im ins Treffen. Geschäftsjahr 2008/09 wurden

Handel bisher von der Krise verschont

Der Handel blieb bisher von der Krise weitgehend verschont. Laut Statistik Austria liegt er mit einem Umsatzplus von real 3,2 % über den Erwartungen. Zu verdanken ist diese positive Entwicklung den hohen Lohnabschlüssen der vergangenen Jahre und den in den vergangenen Monaten wirkenden steuerlichen Entlastungen. „Gerade im Handel arbeiten viele Beschäftigte, mehrheitlich Frauen, die beim Einkommen Nachholbedarf haben. Ein kräftiger Gehaltszuwachs für diese Gruppe würde für den Handel selbst von großem Vorteil sein, weil die zusätzliche Kaufkraft gerade bei diesen Gruppen direkt in den privaten Konsum fließt“, appelliert der Verhandlungsführer für die Handelsbeschäftigten, Franz Georg Brantner, an die Vernunft der Unternehmer. Auch die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich haben Nachholbedarf. Deshalb ist es

NULL = MINUS

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Immer wieder wollen sowohl ArbeitgeberInnen als auch die Politik, dass die Beschäftigten auf Lohn- und Gehaltserhöhungen verzichten – gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. >>> Einmal auf 2 % zu verzichten – das klingt vielleicht nicht so tragisch. Rechnet man sich das aber durch, dann kommt man ganz schön ins Staunen: Einmal auf 2 % zu verzichten – das wirkt sich das ganze weitere Arbeitsleben und sogar bis in die Pension hinein aus! >>> Rechnen Sie selbst nach, wie viel Geld Sie verlieren würden, auf: www.nulllohnrunde.at

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in diesem Bereich besonders wichtig, dass die Sparpolitik der öffent­ lichen Hand nicht zu Lasten der ­Einkommen der in diesem von ­öffentlichen Subventionen abhängigen Bereich Beschäftigten geht. Deshalb fordert die GPA-djp auch vehement ein weiteres Konjunkturpaket der Regierung, ins­ besondere für den Gesundheitsund Sozialbereich.

Ein wichtiges Signal für die Zukunft

Die Ergebnisse der Lohn- und ­ ehaltsverhandlungen im heuriG gen Herbst werden ein wichtiges Signal für die künftige Entwicklung der Sozialpartnerschaft sein. Setzen sich jene Kräfte durch, die die Krise nutzen wollen, um jahrzehntelang bewährte Strukturen über Bord zu werfen, oder jene, die auf Kontinuität setzen und erkennen, dass die Sicherung der Kaufkraft und das Vertrauen in die Zukunft zwei der wichtigsten Faktoren sind, um die Krise zu überwinden? y

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Verhandlungstermine

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KV Metallindustrie | Gas-Wärme 25. 9. 2009 Forderungsübergabe 9. 10. 2009 1. KV-Runde >>> KV Handel 22. + 23. 10. 2009 5. + 6. 11. 2009 >>> KV BAGS 28. 10. 2009 Forderungsübergabe 2. + 3. 12. 2009 Verhandlungsklausur >>> KV Finance 26. 11. 2009 1. KV-Runde 1. 12. 2009 2. KV-Runde

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Kommentar

Aktuell

Gesamtwirtschaftliches Denken. Für die Lohnund Gehaltsverhandlungen im Herbst bleibt für alle Beteiligten zu hoffen, dass sich die Einsicht, eine Stärkung der Kaufkraft hilft auch der Wirtschaft, bei den Arbeitgebern durchsetzt.

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ertreter der Industrie überboten sich im Vorfeld der Lohn- und Gehaltsverhandlungen im heurigen Frühjahr mit Forderungen nach Nulllohnrunden und Lohnverzicht sowie einer Änderung der Spielregeln in der Kollektivvertragspolitik. Die Verhandlungen in vielen Branchen der Industrie verliefen enorm schwierig und zäh. Vor den Herbstverhandlungen waren die Vertreter der Arbeitgeber hingegen mit öffentlichen Wortspenden zurückhaltend wie schon seit Jahren nicht mehr. Durchaus möglich, dass manche Industrielle zu der Einsicht gelangt sind, dass auch sie ein Problem bekommen, wenn niemand mehr genügend Kaufkraft hat, um die produzierten Güter zu kaufen. Was aber ebenfalls dazwischen lag, ist die Mobilisierung tausender KollegInnen aus den Betrieben, die in einer machtvollen Demonstration am 13. Mai 2009 in Wien aufgezeigt haben, dass sie nicht bereit sind, die Zeche für die wirtschaftlichen Probleme allein zu zahlen. Dies zeigt weiters, wie wichtig das gemeinsame und solidarische Zusammenwirken der Beschäftigten, der BetriebsrätInnen und der Gewerkschaften ist, um zu verhindern, dass sich jene durchsetzen, die die Krise dazu benutzen wollen, die Kräfteverhältnisse und Spielregeln in der Sozialpartnerschaft nachhaltig zu Lasten der ­ArbeitnehmerInnen zu verändern.

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Gesundheit für Sie – Lust statt Frust

Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp

jobst

>>>

Bei Erscheinen der vorliegenden Ausgabe der Kompetenz sind die Kollektivvertragsverhandlungen der Metallindustrie gerade erst gestartet worden. Man wird sehen, ob die Zurückhaltung im Vorfeld auch in konstruktiven Verhandlungen münden wird. Viele Beschäftigte verstehen, dass in schwierigen Zeiten durchaus Zurückhaltung gefragt ist. Diese Regel muss aber für alle gelten. Und es ist nicht wirklich erklärbar, warum die Krise bei Dividendenzahlungen und Gewinnausschüttungen in Krisenbranchen keine Spuren hinterlässt. Eine besondere Bedeutung wird heuer den Verhandlungen für die etwa 500.000 Beschäftigten des Handels zukommen. Nach wie vor verdient der Handel gut und eine ordentliche Kaufkraftstärkung für eine Beschäftigtengruppe, die jedes Gehaltsplus unmittelbar in den Konsum fließen lässt, wäre für die gesamte Volkswirtschaft ein wichtiger Impuls. Gerade heuer können die Arbeitgeber die viel beschworene gesamtwirtschaftliche Vernunft und die Absicht, eigenständige Verhandlungen führen zu wollen, unter Beweis stellen.

KOMPETENZ

Am 6. und 7. November findet die 7. Frauengesundheitsenquete „Gesundheit für SIE“ mit dem Schwerpunktthema „Lust statt Frust“ im WIFI St. Pölten statt. Programm: Gesundheitsvorträge, Expertinnendiskussion, Gesundheits-Checks, Information und Beratung sowie spezielle Angebote zum Thema „Lust statt Frust“. Am 7. November um 18 Uhr sorgt außerdem Andrea Händler für einen frauenpolitisch korrekten kabarettistischen Abschluss mit ihrem Programm „Das Schweigen der Händler“. Kostenlose Kinderbetreuung, Verlosungen, Eintritt frei! Programm unter: www.gesundheitfuersie.at

Unternehmen verdienen immer mehr >>> Laut einer Studie der AK OÖ verdienen österreichische Unternehmen trotz Krise immer mehr. Der Überschuss pro MitarbeiterIn, der den Unternehmen 2008 durchschnittlich verblieb, betrug knapp 39.500 Euro. Derzeit profitieren von den steigenden Gewinnausschüttungen allerdings nur die Aktionäre. Das zeige deutlich, welche Reserven für Arbeitsplatzsicherung und Lohnsteigerungen auch jetzt noch bestünden, so AKOÖ-Präsident Johann Kalliauer.

Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer

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Details über Art der Erkrankung und Behandlung müssen dem Arbeitgeber nicht offenbart werden.

ak oÖ, Bilderbox, istockphoto

KV-Verhandlungen mit Vernunft

>> Web 2.0 – Paralleluniversum trifft auf Arbeitswelt >> Klare Botschaft an die neue EU-Kommission >> Neuregelung beim Kinderbetreuungsgeld

Gesundheitsdaten sind geschützt

Privatsphäre. Sensible Daten über Krankenstände unterliegen dem Datenschutzgesetz!

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elche Daten darf mein Arbeitgeber eigentlich über mich erfassen? Was darf über meine Krankenstände aufgezeichnet werden? Darf mein Chef nach einem Krankenstand meine ärztliche Diagnose verlangen? Mit solchen und ähnlichen Fragen ist die GPA-djp-Rechtsabteilung in den letzten Wochen vermehrt konfrontiert worden. Grundsätzlich gilt: Krankenstände und ärztliche Diagnosen sind Teil der persönlichen Privatsphäre und fallen daher unter das Datenschutzgesetz.

Nur allgemeine Fragen nach dem Befinden sind zulässig

Gesundheitsdaten sind als sensible Daten geschützt. ArbeitnehmerInnen müssen sich zwar im Krankheitsfall unverzüglich krankmelden, diese Verpflichtung umfasst jedoch keine Angaben über Art der Erkrankung oder Behandlungen. Auch sogenannte Krankenstandsrückkehrgespräche sind – über allgemeine Fragen nach dem Befinden hinaus – unzulässig. Die GPA-djp berät zu diesem Thema unter Tel.: 05 0301-301 bzw. in allen Regionalgeschäftsstellen (siehe S. 2).

Menschenwürdige Arbeit für alle!

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Arbeitsplatzabbau, Kurzarbeit, Nulllohnrunde. Multinationale Konzerne wollen in erster Linie eins: billige Arbeitskräfte. Und verlagern daher Produktion und immer mehr auch Dienstleistungen in Entwicklungsländer. Dabei verlieren die ArbeitnehmerInnen hier wie dort: Der Zusammenhang zwischen steigender Arbeitslosigkeit in Österreich und Ausbeutung von ArbeitnehmerInnen in Asien ist enger, als man auf den ersten Blick denken würde. Daher hat der Internationale Gewerkschaftsbund 2007 eine weltweite Kampagne für menschenwürdige Arbeit ins Leben gerufen. >>> Wie Gewerkschaften in Industrie- und Entwicklungsländern zu diesem Thema zusammenarbeiten und was österreichische Gewerkschaften dazu beitragen, finden Sie auf www.fairearbeit.at.

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Aktuell

Aktuell

Reise in ein Paralleluniversum

Misstrauische Dienstgeber halten die pri­ vate Internet­ nutzung am Arbeitsplatz für Zeitverschwen­ dung. Viele Unternehmen und Ämter blockieren Web 2.0-An­ wendungen bereits.

Facebook, Weblogs und Twitter. In der Welt von Web 2.0 taumelt die Onlinecommunity zwischen Euphorie und Überwachungsangst. Was Arbeitgeber mehr als überflüssig finden und Angestellte auf Trab hält, lesen Sie hier.

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ald werden es eine Mil­ liarde Menschen sein, die sich als User von sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook oder MySpace angemeldet haben. In dem eigentümlichen Kosmos präsentieren sich bei professionellem Gebrauch Politiker von Bundeskanzler Werner Faymann bis US-Präsident Barack Obama im permanenten Wahlkampf. ZiB2-Moderator Armin Wolf postet über Fragen der journa­lis­ tischen Ausgewogenheit. Und Führungskräfte nutzen die Plattformen zum Selbstmarketing.

Die durch private Web 2.0-Aktivitäten während der Arbeitszeit anfallenden Datenmengen sollen in einzelnen Organisationen ein Viertel des gesamten Datenverkehrs ausmachen. Zahlreiche Ämter und Unternehmen blockierten daher den Zugriff auf Twitter & Co. Auf den Dienst-PCs des Wiener Rathauses ist Facebook gesperrt. Die meisten Ministerien und ­Verwaltungsbehörden hatten Web 2.0-­Applikationen schon früher abgedreht.

ÁrpÁd HagyÓ

(arpad.hagyo@gomail.at)

istockphoto (2), facebook-Startscreen

Manch misstrauischer Dienstgeber hält das Web 2.0 während der Arbeit jedoch für Zeitverschwendung, denn Beschäftigte nutzen Communities, Versteigerungsplattformen und Weblogs auch im Büro. Da teilt etwa jemand seinen akuten Weltschmerz aus dramatischem Anlass mit: „War beim Zielpunkt Salamisemmel holen – und wieder gab es keinen Senf drauf *seufz*.“ Ein anderer ärgert sich, weil er keine passenden Münzen für den Kaffeeautomaten hat. Wieder einer entrüstet sich über seine Kollegen: „Bin ich hier denn von lauter A*** umzingelt? *grrrr*.“ Es sind vor allem Alltäglichkeiten ohne große Bedeutung, die die ­Inhalte ausmachen. Vom Kinobesuch über den neuen Schwarm bis zur Qualität des Kantinenessens  – PosterInnen lassen kaum etwas ­unerwähnt. 10

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Verantwortungsvolles Surfverhalten

Maßnahmen, die Thomas Kreiml, GPA-djp-Sekretär für Arbeit und Technik, nicht immer für klug hält, wirken doch Kommunikationssperren als wahre Motivationskiller. „Eine Grenzziehung zwischen beruflicher und privater Nutzung ist in der Praxis kaum machbar“, betont Kreiml. „Unternehmen, die sonst angeblich von verantwortungsvollen, selbst entscheidenden Mitarbeitern ausgehen, können ohne Weiteres auch die Verantwortung für das Surfverhalten den Mitarbeitern übertragen.“ Klare Regeln, wie in Form einer ­Betriebsvereinbarung, beugen jedenfalls möglichen Konflikten vor, 10/2009

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meint Karl Proyer, stv. Bundes­ geschäftsführer der GPA-djp. Probleme können sich ergeben, wenn MitarbeiterInnen unbedarft Material über sich „hochladen“, das ihnen unter Umständen schaden kann. „Der Datenschutz ist mit der Nutzung von Web 2.0-Anwendungen ausgeblendet“, stellt Kreiml fest. Soziale Netzwerke wie ­MySpace und Facebook verleiten dazu, tiefe Einblicke in die eigene Person zu ­gewähren. Hier ist kritische Handhabung ratsam. Kreiml: „Weil es alle machen, ist kaum Bewusstsein darüber vorhanden, was man damit an Selbstbestimmung aufgibt.“

Übertriebene Angst oder berechtigte Vorsicht?

Manche Unternehmen warten nur darauf, Angestellten am Zeug zu flicken: Eine Schweizerin meldete sich krank, weil sie aufgrund von Migräne nicht am Bildschirm arbeiten könne. Als ihr Boss ihre ­Postings im WWW ausspionierte, die die Frau während des Krankenstands versandt hatte, erhielt sie die Kündigung. Auch hierzulande bekam ein Betriebsrat wegen seines Weblogs Probleme mit dem Arbeitgeber. Der Vorgesetzte kündigte ihn unter dem falschen Vorwand, Betriebs­ interna veröffentlicht zu haben –

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rechtswidrig, wie später das Gericht feststellte. Bei Job-Bewerbungen kann naiver Cyber-Exhibitionismus ebenfalls schaden. Personalisten finden mit ein paar Mausklicks Webfotos, z. B. von peinlichen Trinkgelagen, oder Texte, in denen frühere Chefs verächtlich gemacht wurden.

Das Internet vergisst nie!

Daten im WWW zu löschen ist höchst schwierig. „Da es sich um ­einen technisch durchorganisierten Raum handelt“, so Datenschützer Hans G. Zeger, „wird Überwachung in Communities zum Normalfall, ganz im Gegensatz zum physischen öffentlichen Raum, in dem Über­ wachung der Ausnahmefall ist.“ Das haben in Großbritannien auch die Gäste eines privaten Grillfests im winzigen Dorf Sowton hautnah mitbekommen. Ihnen blieb vor Schreck der Burger im Hals stecken, als ein bewaffnetes Sonderkommando der Polizei vom Helikopter herab den Hausgarten erstürmte. Auslöser: Die in Facebook gepostete Einladung hatte den verhängnisvollen Hinweis „all night“ enthalten. Kriminalisten hielten dies für eine geheime Andeutung auf eine illegale Rave-Party, die es zu unterbinden galt. y 11


Aktuell

Aktuell Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) ist eine beratende Einrichtung der Europäischen Union. In ihm sind Arbeitgeber, Gewerkschaften, Landwirte, Verbraucher und andere Interessengruppen vertreten, die gemeinsam die „organisierte Bürgergesellschaft“ bilden.

European Communities 2009, CE, privat

Europa braucht eine neue Agenda Klare Botschaft an die neue EU-Kommission. Die aktuelle Krise verlangt auch in der EU-Politik einen Richtungswechsel, damit die Menschen Vertrauen in die EU zurückgewinnen.

I

n der gesamten EU hat die Wirtschaftskrise tiefe Spuren hinterlassen. Auch am Arbeitsmarkt sind die krisenbedingten Wolken unübersehbar. Die Arbeitslosigkeit steigt enorm, Ungleichheiten werden vertieft. Kein EULand bleibt davon ausgenommen. „Die Zeit des ‚Business as usual‘ ist nun endgültig vorbei, das muss allen Verantwortlichen klar sein, wenn es darum geht, Wege ,raus aus der Krise‘ zu finden und die Grundlagen für die weitere Entwicklung in Europa festzulegen“, erklärt Wolfgang Greif, Internationaler Sekretär der GPA-djp. Greif ist derzeit Generalberichterstatter zur sogenannten Post-Lissabon-Strategie im Europäischen Wirtschaftsund Sozialausschuss (EWSA) und befasst sich daher eingehend mit Strategien zur Überwindung der Krise und zur wirtschaftlichen Zukunft Europas. Barbara Lavaud

(barbara.lavaud@gpa-djp.at)

Bei der politischen Neuausrichtung sind sowohl die Regierungen in Europa gefordert, neue Maßnahmen zu ergreifen, als auch das neu 12

gewählte EU-Parlament. Auch die Europäische Kommission unter der Führung ihres nach langem Hin und Her neu gewählten Präsidenten José Manuel Barroso wird bei der Ausrichtung der europäischen Wirtschafts- und Sozialpolitik in den kommenden Monaten eine führende Rolle spielen.

Europäische Arbeitsmärkte

Besonders dringend fordern die Gewerkschaften verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen die drohende Massenarbeitslosigkeit im Zuge der aktuellen Rezession. „Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus“, erklärt Greif. „Wir müssen die bestehenden Konjunkturprogramme rasch umsetzen und auf nationaler und europäischer Ebene weitere Mittel frei­ machen. An weiteren Konjunktur­ paketen werden wir auch in Österreich nicht vorbeikommen.“ Darüber hinaus müssen die öffentlichen Investitionen europaweit koordiniert werden. Die sozialen Sicherungssysteme benötigen Nachbesserungen, v. a. höhere Ersatzraten bei Arbeitslosigkeit und

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die Schaffung neuer Weiterbildungsansprüche. Dazu werden die Europäische Investitionsbank und der Europäische Strukturfonds auch verstärkt Mittel zur Verfügung stellen müssen.

Green Deal“ sollten zusätzliche ­Arbeitsplätze geschaffen und sollte Innovationsführerschaft bei grünen Technologien angestrengt­ ­werden.

Finanzmärkte regulieren

Verteilungsfrage stellen

Bleiben die Finanzmärkte, die die gegenwärtige Krise ausgelöst haben. „Hier ist die EU gefordert, geschlossen und führend aufzutreten. An einer effektiven Regulie­rung des Bankensystems, aber auch der Hedgefonds führt kein Weg vorbei. Der Weg muss lauten: Weg von den ,wirtschaftlichen Blasen‘, zurück zu

Die gegenwärtige Krise ist jedoch auch Ausdruck zunehmender Ungleichheiten in Europa: Analysen der Kommission zeigen, dass Europa gravierende soziale Probleme hat. Daher muss eine EU-Zukunfts­ agenda auf sozialen Fortschritt, die Sicherung der sozialen Systeme und stabiler Einkommen und die Bekämpfung der Armut ausgerichtet sein. Ein Motor für Innovation und Beschäftigung könnte dabei der so­ genannte „Green Social Deal“ sein: „Wir müssen eine Klimapolitik ­umsetzen, die Treibhausgasemis­ sionen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und Energieimporten reduziert. Die europäi­ sche Klimapolitik muss nachhaltig ausgerichtet werden, also ökonomische, ökologische und auch so­ ziale Ziele berücksichtigen“, führt Greif aus. Im Rahmen eines „New

einem realen Wachstum, das auf gerechter Verteilung und Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze basiert“, erklärt Greif. „Die mangelhafte Schockresistenz der EU-Wirtschaft zeigt, dass es notwendig ist, eine wirtschaftspolitische Neuausrichtung zu suchen. Die ohnehin schwache Konsumnachfrage am europäischen Binnenmarkt darf während der Krise nicht noch weiter geschwächt werden. In Zukunft muss in der EU-Politik wieder nachhaltiges und beschäftigungswirksames Wachstum im Vordergrund stehen.“

Barroso und die Kommission

>>> Es galt als ausgemacht, dass der Portu­

giese José Manuel Barroso die neu zu be­ stellende Kommission in der nächsten Amtsperiode weiter führen wird. Er wurde ohne Absprache mit dem Europäischen Parlament von den Regierungen der 27 Mitgliedsstaaten nominiert. Doch Grüne, Sozialdemokraten, Liberale und Linke rebellierten gegen Barroso und die Fortsetzung seiner konservativen Politik. Barroso wurde Mitte September trotzdem mit einer knappen Mehrheit ­wiedergewählt.

„Nicht so weiter wie bisher!“

>>> „Im Jahr 2000 haben sich die EU-Regierungen ambitionierte Ziele für 2010 gesetzt. Die Bilanz war bereits vor Ausbruch der aktuellen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise ernüchternd. Die aktuelle Krise verlangt erst recht nach neuen Optionen und einem Politikwechsel. Ein ‚Weiter wie bisher‘ kann keine Antwort für die Zukunft der EU sein. Europa braucht eine neue Agenda mit deutlichen sozialen und verteilungspolitischen Akzenten, um sicherzustellen, dass die derzeitigen Krisen nicht mehr passieren können und die Menschen Vertrauen in die EU wiedergewinnen.“ Wolfgang Greif ist Generalberichterstatter zur Post-LissabonStrategie im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss. 10/2009

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Aktuell

Aktuell

Gesetzesnovelle zum Kinderbetreuungsgeld istockphoto (2)

Mehr Flexibilität. Ab 1. Jänner 2010 soll das Kinderbetreuungsgeld in zwei neuen Varianten bezogen werden können. Eine davon ist einkommensabhängig. Das bringt erwerbstätigen Frauen größere Flexibilität und lässt erwarten, dass mehr – meist gut verdienende – Väter in Karenz gehen werden. Mit der Neuregelung des Kinderbetreuungsgeldes wird eine langjährige Forderung der GPA-djp Frauenabteilung umgesetzt.

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erzeit wird das Kinder­ betreuungsgeld (KBG) unabhängig von der Höhe des bisherigen Erwerbseinkommens ausbezahlt. Der Bezug ist in drei Varianten möglich: 15 plus 3 Mo­ nate, 20 plus 4 Monate oder 30 plus 6 Monate (mit maximal rund 800 Euro pro Monat).

Andrea Rogy

(andrea.rogy@gpa-djp.at)

Diese drei Formen des Kinder­ betreuungsgeldes sollen für Ge­ burten ab 1. Jänner 2010 um zwei weitere Möglichkeiten ergänzt ­werden. Die eine Variante ist an das Erwerbseinkommen der Be­ zieherInnen gekoppelt und bringt erwerbstätigen Eltern künftig 80 % ihrer Einkünfte, maximal jedoch 2.000 Euro, bis zur Vollendung des 14.  Lebensmonats des Kindes. Dies kommt vor allem Eltern entgegen, 14

die vor der Geburt des Kindes er­ werbstätig sind, über relativ hohe Einkünfte verfügen und sich einige Zeit der Kinderbetreuung widmen, aber dann bald wieder in den Beruf zurückkehren wollen. Die Zuver­ dienstgrenze während des Bezugs liegt bei 5.800 Euro. Die zweite Variante (Bezugsdauer jeweils 12 plus 2 Monate) ist eben­ falls ein Angebot an erwerbsori­ entierte Eltern, die jedoch vor der Geburt dieses Kindes nicht oder in einem geringeren Ausmaß er­ werbstätig waren. Wählt man die­ se Form des KBG werden monatlich 1.000 Euro ausbezahlt. Die Zuver­ dienstgrenze liegt jedoch – wie bei allen anderen Pauschalvarianten – bei 16.200 Euro. Die Möglichkeit, das Kinderbe­ treuungsgeld auch zu einem deut­ lich höheren monatlichen Aus­ zahlungsbetrag, jedoch für einen kürzeren Bezugszeitraum konsu­

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mieren zu können, kann notwendig sein, um den Lebensstandard einer Familie während der Kleinkindpha­ se aufrechtzuerhalten – etwa bei hohen Kreditrückzahlungen.

ge Variante in Anspruch nehmen werden, und sieht dies als einen wesentlichen Schritt in Richtung bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Vorteile für Frauen

Besonderheiten des neuen Modells

Die geplante Gesetzesnovelle wird von den GPA-djp Frauen aus­ drücklich begrüßt: „Die Flexibili­ sierung des Kindergeldes kommt den Lebensrealitäten der Familien entgegen und ermöglicht gut ver­ dienenden Frauen eine Karenzzeit ohne gravierende Einkommensver­ luste sowie einen raschen Wieder­ einstieg in den Beruf“, freut sich die Leiterin der Bundesfrauenab­ teilung der GPA-djp, Mag. Kirstin Essenthier-Höchstätter. Mit der Neuregelung wird eine langjährige Forderung der GPA-djp umgesetzt. Essenthier-Höchstätter erwartet, dass von nun an vermehrt Männer die einkommensabhängi­

Als Bemessungsgrundlage für die Berechnung sollen jene Jahres­ einkünfte aus einer Erwerbstätig­ keit herangezogen werden, die im letzten Jahr vor der Geburt des Kin­ des, in welchem kein Kinderbetreu­ ungsgeld bezogen wurde, erzielt wurden. Die Erwerbstätigkeit muss durchgehend die letzten sechs Mo­ nate vor der Geburt vorgelegen ­haben. Ein Zuverdienst soll während des Bezugs des erwerbseinkommens­ abhängigen Kinderbetreuungs­ geldes nur in sehr geringem Aus­ maß erlaubt sein, nämlich bis zu 5.800 Euro. 10/2009

10/2009

Weitere Neuerungen der Gesetzesnovelle

Die bestehende Zuverdienst­ grenze bei allen Pauschalvarianten soll um eine individuelle Zuver­ dienstgrenze in Höhe von 60 % der maßgeblichen Einkünfte im Kalen­ derjahr vor der Geburt des Kindes (ohne KBG-Bezug) ergänzt werden. Dies soll insbesondere besser ver­ dienenden Eltern den Bezug von Kinderbetreuungsgeld bei gleich­ zeitiger Erwerbtätigkeit in einem höheren Ausmaß ermöglichen. Die drei Nebeneinkunftsarten (Einkünfte aus ­Kapitalvermögen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sowie sonstige Ein­ künfte) sollen zukünftig nicht mehr als Zuverdienst zählen. Die Mindestbezugsdauer des KBG soll zukünftig zwei statt drei Monate betragen. Ein zweimaliger Wechsel ist zulässig, wonach max. drei Blö­ cke entstehen dürfen.

KOMPETENZ

In speziellen Härtefällen soll ein verlängerter Bezug des Kinderbe­ treuungsgeldes möglich gemacht werden. Die Erhöhung des Mehr­ lingszuschlags in den pauschalen Kurzvarianten auf die Hälfte des ­jeweiligen Tagesbetrags bringt eine Verbesserung für Mehrlings­ eltern. AlleinerzieherInnen können künftig – unter bestimmten ge­ setzlichen Voraussetzungen – bis zu zwei Monate länger KBG be­ ziehen. y

bezugsvarianten

>>> Folgende Bezugsvarianten sollen zukünftig möglich sein: Einkommensabhängiges KBG: 80 % Ihrer Einkünfte, max. 2.000 Euro monatlich 12 plus 2 Monate ca. 1.000 Euro monatlich 30 plus 6 Monate ca. 436 Euro monatlich 20 plus 4 Monate ca. 624 Euro monatlich 15 plus 3 Monate ca. 800 Euro monatlich 15


Beruf >> Sind Führungskräfte die zufriedeneren Arbeitnehmer? >> Neue Studienordnung verunsichert StudentInnen >> Druckerkonflikt – Zeichen stehen auf Sturm

>>> Die GPA-djp tritt für arbeits-,

Der Kunde ist König!

Solidarität gefragt. Der dritte „Schlecker“-Aktionstag der GPA-djp richtete sich an die KundInnen des Drogeriemarkts. Tausende solidarisierten sich mit den Anliegen der Schlecker-MitarbeiterInnen und der GPA-djp.

U

nter dem Motto „Wer seine Beschäftigten nicht ehrt, ist seine Kunden nicht wert“ fand am 24. September der dritte SchleckerAktionstag der GPA-djp statt. An ­Infoständen vor Schlecker-Filialen klärte die GPA-djp KundInnen über die prekären Arbeitsbedingungen der Schlecker-Beschäftigten auf.

infos

>>> Auch Sie kön­ nen Ihre Solidarität mit den Mitarbei­ terInnen ausdrü­ cken und online gegen Schlecker pro­testieren auf: www.gpa-djp.at/ schlecker

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Christian Resei (resei@gmx.de)

Erfolg: Tausende nutzten die Gelegenheit, sich mit einer Postkarte bei Schlecker-Geschäftsführer An­dreas Kozik zu beschweren. „Die KonsumentInnen haben die Wahl. Sie kaufen lieber dort ein, wo die Belegschaft fair behandelt wird und die Gesetze eingehalten werden“, freut sich Anita Stavik, GPA-djp-Sekretärin im Geschäftsbereich Interessenvertretung. Die Lage ist alarmierend: will­ kürliche Stundenkürzungen, keine

Mehrarbeitszuschläge, abgelaufene Waren müssen gekauft werden. Die Kompetenz berichtete bereits mehrmals über die Missstände. Seit die GPA-djp in die Offensive geht, melden sich immer mehr betroffene MitarbeiterInnen. Viele klagen ihr Leid auf der Internetplattform www.gpa-djp.at/schlecker.

Neues Ärgernis bei Schlecker

Filialschließungen werden in letzter Zeit erst in letzter Sekunde bekannt gegeben. „Schlecker drückt sich um die soziale Verantwortung“, erklärt Stavik. Denn laut Arbeits­ verfassungsgesetz können BetriebsrätInnen Sozialpläne abschließen. Zumeist werden dann längere Kündigungsfristen, zusätzliche Abfindungen oder auch Arbeitsstiftungen vereinbart. Doch der Schlecker-Betriebsrat verweigert jede Zusammenarbeit mit der GPA-djp.

KOMPETENZ

Neue Broschüre von work@education

Einschüchterung und Willkür sind üblich

Auch unter der neuen Betriebsratsvorsitzenden, die seit Juli im Amt ist, hat sich nichts geändert. „Wir hören, dass es gemeinsame Termine mit dem Betriebsrat und der Geschäftsführung gibt“, sagt Stavik. Dass sich die MitarbeiterInnen in einer derart „vertraulichen Umgebung“ nicht beschweren, liegt auf der Hand, denn Einschüchterung und Willkür sind bei Schlecker üblich. „Es ist schrecklich! Den ganzen Tag arbeite ich alleine und nach Geschäftsschluss kommen zwei große, kräftige Männer, die meine Tasche kontrollieren und den Spind durchsuchen“, klagte eine Mitarbeiterin anonym ihr Leid. Kontrollen in Unternehmen sind üblich, doch die werden durch eine Betriebsvereinbarung geregelt und die Konsequenzen bei Verstößen sind nachvollziehbar. y 10/2009

sozialversicherungs- und steuer­ rechtlich korrekte Rechtsverhält­ nisse ein. Handelt es sich um echte Dienstverträge (DV), so müssen es auch solche sein. Handelt es sich um freie DV, dann müssen es solche sein. Dasselbe gilt für Werkverträge (WV). Das heißt: Wir sind nicht gegen freie DV und WV, diese müssen nur dem geltenden Recht entsprechen. Mit der neuen Broschüre wollen wir die vielen, teils stark verunsicherten, KollegInnen über die rechtlichen Rahmenbedingungen aufklären und zur Diskussion über die unterschiedlichen Verträge und Mindestnormen einen rechtlich korrekten Beitrag leisten. Bestel­ lung: www.gpa-djp.at/education

unbeabsichtigte Kontoüberziehung >>> Am 1. November 2009 treten Neuerungen bei der Wertstellung von Kontogutschriften in Kraft. Nach der Zahlungsdienste-Richt­ linie und dem Zahlungsdienste­ gesetz (ZaDiG) fallen ab dann Gutschrift, Verfügbarkeit und Wertstellung auf denselben Tag. Bisher kam es zu erheblichen zeit­ lichen Unterschieden zwischen der Verfügbarkeit eines Betrags und seiner Wertstellung. 10/2009

[24]

Beruf

Die Neuregelung der Altersteilzeit bringt Verbesserungen.

istockphoto

Jobst

Anita Stavik, GPAdjp-Sekretärin im Geschäftsbereich Interessenvertretung, und Martin Panholzer, Leiter der Abteilung für Öffentlichkeits­ arbeit der GPA-djp, beim 3. Aktionstag für bessere Arbeitsbedingungen bei Schlecker.

[18] [22]

Übergang zur Pension erleichtert Altersteilzeit – Neu. Mit 1. September 2009 ist eine weitere Neuregelung der Altersteilzeit in Kraft getreten.

A

ltersteilzeit ermöglicht älteren ArbeitnehmerInnen gegen Ende ihres Erwerbslebens ­eine Reduzierung der Arbeitszeit ohne Nachteile hinsichtlich Pensionsbezug, Arbeitslosengeldanspruch oder Abfertigung.

Neuregelung im Rahmen des Arbeitsmarktpakets II

Die Neuregelung gilt für Vereinbarungen, deren Laufzeit nach dem 31. 8. 2009 begonnen hat, und ist eines der Kernstücke des Arbeitsmarkt-

pakets II, mit dem die Regierung die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu bewältigen versucht. Wesentlich an der Neuregelung ist der Wegfall der Verpflichtung zur Einstellung einer Ersatzkraft. Im Gegenzug erhalten Arbeitgeber vom AMS weniger Förderung zur Finanzierung ihres Mehraufwands. Außerdem wird die Erhöhung des Zugangsalters um ein Jahr hinausgeschoben. Die reformierte Altersteilzeit soll dazu beitragen, die Erwerbsbeteiligung älterer ArbeitnehmerInnen weiter anzuheben.

infos

>>> Bestellung der ­Broschüre zur Alters­ teilzeit unter: grundlagen @gpa-djp.at

KOMPETENZ-Sondernummer: Journalist(inn)en wehren sich

>>>

Im Zentrum dieser Sonderausgabe stehen nicht nur die zunehmenden Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen, die zu einer Gefährdung der Medienfreiheit werden, sondern v. a. die sogenannte „Kollektivvertragsflucht“: Dabei werden JournalistIn­ nen in eigene Unternehmenseinheiten ausgegliedert, die einem anderen KV – z. B. IT-Dienstleistungen, Werbung – unterliegen. „Wie die Medieneigentümer selbst die notwendigen Rahmenbedingungen und die bestehenden Rechte der JournalistInnen infrage stellen, ist unvernünftig und unsozial. Das werden BetriebsrätInnen und Gewerkschaft sicher mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu bekämpfen wissen“, sagt GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian. >>> Sondernummer zum Downloaden auf www.gpa-djp.at

KOMPETENZ

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Beruf

Beruf

istockphoto (2)

ArbeitnehmerInnen in leitenden Positionen sind zwar deutlich zufriedener als die übrigen Beschäftigten, fast ein Viertel gibt aber an, mehr als 45 Stunden pro Woche zu arbeiten.

Arbeitsklimaindex – erstmals mit Führungskräfte Monitor

Beispiel vorangeht, sind erste Maßnahmen, die mehr Frauen in Führungspositionen bringen. Die AK OÖ hat einen Beschluss gefasst, der besagt, dass jede zweite Führungsposition in der AK OÖ von einer Frau zu besetzen ist“, freut sich Johann Kalliauer, AK-OÖ-Präsident.

Neue Datenermittlung. Der Österreichische Führungskräfte Monitor beschreibt die Situation von Beschäftigten in Leitungspositionen. Diese Gruppe umfasst mehr als 500.000 ArbeitnehmerInnen in Österreich – von der Filialleiterin im Supermarkt bis hin zum Geschäftsführer.

N

ach den Daten des Arbeitsklima-Index, den die Arbeiterkammer Ober­ österreich (AK OÖ) herausgibt, sind 14 % aller ArbeitnehmerInnen in Österreich in einer Leitungsfunktion beschäftigt.

Andrea Heimberger (heimberger.a@akooe.at)

„Die Situation der Führungskräfte werden wir von nun an regelmäßig im Österreichischen Führungskräfte Monitor beschreiben“, versichert der oberösterreichische AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. „Bislang wurde die Situation dieser Arbeit18

nehmerInnen von der Forschung weitestgehend ignoriert. Untersuchungen behandeln meist nur die oberste Ebene, also die der Spitzenmanager“, sagt Kalliauer.

Männlich, älter als 36 und mindestens Matura

Die Chancen auf eine leitende Funktion sind im Österreich des Jahres 2009 für Männer immer noch höher als für Frauen. 18 % der Männer, aber nur 10 % der Frauen befinden sich derzeit in einer Leitungsfunktion. Ein höherer Bildungsgrad scheint ebenfalls essenziell zu sein: 26 % der Führungskräfte haben

KOMPETENZ

Führungskräfte sind zufriedener

ArbeitnehmerInnen in Leitungsposition kommen derzeit auf einen Arbeitsklima-Index von 112 Indexpunkten. Sie liegen damit deutlich vor den übrigen Beschäftigten mit 109 Punkten. Ein Grund dafür ist die höhere Zufriedenheit mit dem persönlichen Einkommen, sieben von zehn Führungskräften sind damit „sehr zufrieden“ oder zumindest „zufrieden“, bei den übrigen ArbeitnehmerInnen sind es hingegen nur 59 %. Bemerkenswert auch der Unterschied der Geschlechter: 74 % der männlichen Führungskräfte, aber nur 63 % der weiblichen sind mit dem Einkommen zumindest „zufrieden“. Bei den übrigen Beschäftigten ist die Schere mit 62 zu 56 % deutlich kleiner. „Da sind wir alle gefordert, die Kräfte zu bündeln

Universitäts- oder Fachhochschulabschluss, 20 % Matura. Lediglich 11 % verfügen als höchsten Abschluss über eine Lehre, weitere 5 % geben an, nur die Pflichtschule absolviert zu haben. Für Frauen ist ein höherer Bildungsabschluss wichtiger als für Männer. Zwar sind Frauen auch trotz akademischem Abschluss benachteiligt, ohne Hochschul- oder Fachhochschulabschluss sind Männer allerdings doppelt so oft in Führungspositionen zu finden als Frauen. „Frauenförderprogramme, eine Quote in Aufsichtsräten und wenn der öffentliche Sektor mit gutem 10/2009

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und Einkommensunterschiede zu bekämpfen“, so Johann Kalliauer.

Mehr als 45 Stunden Arbeit pro Woche

Mit 23 % gibt beinahe jede vierte Führungskraft an, pro Woche mehr als 45 Stunden zu arbeiten, weitere 22 % haben eine 40- bis 45-Stunden-Woche. Damit liegen 45 % deutlich über der heute üblichen Durchschnittsarbeitszeit. 43 % der Führungskräfte arbeiten zwischen 35 und 40 Stunden die Woche. Vor allem Männer in Führungspositionen arbeiten öfter als ihre Kolleginnen mehr als 40 Stunden die Woche. Damit arbeiten Führungskräfte rund doppelt so häufig 40 Stunden oder mehr pro Woche als Befragte ohne Führungsposition (45 zu 21 %). 21 % des Führungspersonals bekommen die Mehrarbeit mit einer Überstundenpauschale abgegolten. Dabei arbeiten Führungskräfte mit Pauschale doppelt so oft 40 Stunden oder mehr pro Woche als ihre KollegInnen ohne Pauschale. Ob alle Überstunden durch eine Pauschale abgegolten sind, stellt Andreas Stangl, Regionalgeschäftsführer der GPA-djp-OÖ, infrage.

KOMPETENZ

„Die Erfahrungen in der täglichen Rechtsberatung zeigen uns, dass Überstundenpauschalen nicht ausreichen“, betont der Regionalgeschäftsführer.

Umgang mit MitarbeiterInnen

Besondere Bedeutung hat für Führungskräfte der Umgang mit MitarbeiterInnen. Führungskräfte sehen sich in folgenden Bereichen besonders gefordert: ■ 70 % dabei, die eigenen MitarbeiterInnen zu motivieren, ■ 69 % durch die Leitungsfunktion selbst, ■ 63 % dadurch, sich die Zeit selbst einzuteilen, ■ 59 % dadurch, manchmal harte Entscheidungen treffen zu müssen, ■ 58 % dadurch, die Vorgaben von Vorgesetzten oder Eigentümern zu erfüllen, und ■ 45 % dadurch, persönlichen Angriffen ausgesetzt zu sein. „Wir haben bei vielen Sozialplänen Führungskräftecoachings durchgesetzt, die die Firmenleitungen gerne bezahlen, da sie einsehen, wie wichtig die Führungskräfte für das Arbeitsklima im Betrieb sind“, freut sich Andreas Stangl. y

Infos

>>>

Arbeiterkammer Oberösterreich: Daten zum Arbeitsklima-Index unter www.arbeiterkammer.com >>> GPA-djp: work@professional ist die Plattform für Führungskräfte: www.gpa-djp.at/ professional

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Beruf

Beruf René Pfister, ehemaliger Jugend­vertrauensrat, ist Betriebsrat, Techniker und Ausbildner bei Austrian Airlines.

Die rotweißrote Heckflosse

E

r und das BR-Team der AUA betreuen 3.456 MitarbeiterInnen – vor vier Jahren war er mit Abstand der jüngste Betriebsrat. Fast ein Tabubruch. Er bekam die Unterstützung durch die etablierten Betriebsräte: „Der Kleine muss auf die Liste kommen bei der BRWahl.“ Zuerst Jugendvertrauensrat, dann mit 22 Betriebsrat; jetzt ist er schon auf Platz vier auf der Wahlliste. Die drei vor ihm sind von der Arbeit freigestellte Betriebsräte. Er macht die Betreuungsarbeit in seiner Freizeit, neben seinem Job als Techniker und Ausbildner.

Der Duft von Kerosin

René Pfisters Arbeitstag beginnt um sechs Uhr früh, seine Lehrlinge kommen um ein Viertel vor sieben. Den Großteil des Tages verbringt er 20

mit ihnen in der Lehrwerkstätte, wo er zusammen mit zwei anderen Ausbildnern 52 Lehrlinge betreut. „Der gute Draht zu den Lehrlingen ist wichtig für die BR-Arbeit.“ Er selbst hat eine Lehre als Elektromechaniker für Schwachstrom im Betrieb absolviert. Als ehemaliger Jugendvertrauensrat war ihm die Ausbildung immer ein Anliegen. Warum er gerade bei der AUA gelernt hat? „Ich wollte in ein großes Unternehmen, ich wollte dort auch etwas aufbauen. Und die Flugzeuge haben mich fasziniert. Meine Ausbildung bei der AUA war auch mehr als nur einfach eine Ausbildung – wenn man mal Kerosin geschnuppert hat, dann kommt man schwer los davon.“

Basisarbeit vor Ort

Als Erstes hat er als Lehrling einen Jugendvertrauensrat gegründet.

KOMPETENZ

Nurith Wagner-Strauss

Zukunftsperspektiven. Die Nachwuchshoffnung des AUA-Betriebsrats will eine moderne Belegschaftsvertretung und die Identität der nationalen Fluglinie bewahren.

­ olitisch interessiert war er auch. P „Wir haben uns für eine Erhöhung der Lehrlingsentschädigung eingesetzt und das auch durchgebracht“, erinnert er sich. „Wir sind immer noch sehr viele junge Menschen im Unternehmen. Da ist es wichtig, vor Ort bei den Leuten zu sein. Ab und zu ein E-Mail schreiben oder mal wen anrufen, das reicht nicht. Wir gehen oft abends in die Abfertigungshalle oder in eine Werkstatt zu den Leuten, um zu erfahren, was wirklich so läuft.“

im Team eine gesunde Mischung aus allen Unternehmensbereichen, aber auch aus Jung und Alt. Krisen gab es hier immer. Wir waren nie ein Betriebsrat, der nur über den nächsten Betriebsausflug nachdenkt.“

Zukunftsperspektiven

Auf die Gretchenfrage nach der Zukunft des Unternehmens hat er Antworten parat. „Wir als Betriebsrat warten auf ein Konzept, das die Unternehmensleitung auf den Tisch legt, z. B. einen Sozialplan. Verhandelt wird nur über konkrete Dinge. Derzeit wird seitens des Unternehmens ein Personalabbau von mehr als tausend Personen Vollzeitäquivalent kommuniziert, für den ganzen Konzern von 8.000 Beschäftigten. Wie viele Leute wo abgebaut werden sollen, wissen wir noch nicht.“

Barbara Lavaud

(barbara.lavaud@gpa-djp.at)

„Diese Basisarbeit ist ganz wichtig. Gerade jetzt, in Zeiten wie diesen muss ein Betriebsrat präsent sein und versuchen, Sicherheit zu geben. Mein Ziel ist ein moderner Betriebsrat, der vor Ort gut integriert und gefestigt ist. Es benötigt 10/2009

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Solche Perspektiven hindern ihn nicht daran, seinen Optimismus zu bewahren und auch ­weiterhin an die rotweißrote Heckflosse zu glauben, selbst wenn mehr als schwere Zeiten bevorstehen. Er und seine KollegInnen sind überzeugt, dass sich die österreichische Qualität weiterhin wird behaupten können. „Eine nationale Fluglinie“, sagt René Pfister, „das ist keine NewEconomy-Blase, damit verbinden die Menschen auch einen Nationalstolz, ebenso wie mit anderen systemerhaltenden Unternehmen, wie z. B. der voest oder der OMV. Wenn es in Wien keine AUA gäbe, dann gäbe es auch weniger Touristen oder weniger Boom im Osten. Ein Home Carrier ist enorm wichtig für den Wirtschaftsstandort. Das hier ist ein Hub von 48 Destina­ tionen täglich allein in den ­Osten,

KOMPETENZ

wir fliegen täglich nach New York, nach Bangkok, nach Tokio. Darum haben auch so viele Firmen ihre Headquarters in Wien, darum brau­chen wir auch diesen Skylink. Ohne die AUA wäre Schwechat ein Provinzflughafen.“

Die Vision im Herzen

Es gilt daher, qualitativ hoch­ wertige Arbeitsplätze abzusichern und Konzepte zu entwickeln, damit es die AUA auch die nächsten Jahre geben wird. Dafür will er sich zusammen mit den anderen BetriebsrätInnen einsetzen. Ebenso wie René Pfister haben die meisten MitarbeiterInnen eine überproportional hohe Bindung zum Unternehmen. „Es gibt eine Vision, ein Ziel, an dem sich alle ­orientieren können: Wir werden unsere Identität als AUA nicht verlieren! Das tragen wir im Herzen!“y 21


Beruf

Beruf

Harmonisierung der KV in Europa geht weiter

Die GPA-djp in ihrer Funktion als StudentInnengewerkschaft lehnt die Einführung der Zulassungsbeschränkungen klar ab.

Unmut an den Universitäten

V

iele Studierende sind nun verunsichert, weil sie nicht wissen, ob sie nach dem Bachelorabschluss zum Masterstudium (früher Magister) zugelassen werden bzw. ob sie ein PhD-Studium (früher Doktorat) beginnen können. kathrin niedermoser

(kathrin.niedermoser@gpa-djp.at)

Bestehende Nachteile, die sich aus der Umstellung auf das dreistufige Bolognasystem (siehe Kasten) ergeben, werden somit verschärft. Zunehmender Konkurrenzdruck, die Komprimierung des Lehrstoffs und eine starke Verschulung der Universitäten machen vielen Studierenden zu schaffen. Die Umstellung auf das Bolognasystem sorgt an vielen Instituten für Chaos.

Unklarheiten und Unmut

Die Einführung der Zugangsbeschränkungen heizt den Unmut zu22

sätzlich an! Immer mehr macht sich das Gefühl breit, dass die Bachelorstudien zu einer Massenabfertigung werden und die Aufbaustudien nur mehr einer kleinen Elite vorbehalten sind. Und das, obwohl die Zukunftsperspektiven mit einem Bachelorabschluss bis dato vollkommen unklar sind. Ebenso unklar ist, ob und wie die einzelnen Institute die Zugangsbeschränkungen gestalten werden. Bundesminister Hahn spricht in diesem Zusammenhang von „qualitativen Zulassungsbedingungen“. Da dies nicht näher konkretisiert wird, kann das von bisheriger Studiendauer oder Notendurchschnitt über Fremdsprachenkenntnisse bis Aufnahmetests u. Ä. alles heißen.

dig abgeschafften Studiengebühren stellen sie eine zusätzliche Bildungshürde dar. Weibliche Studierende, KollegInnen mit Migrationshintergrund, Studierende, die neben dem Studium arbeiten, oder StudentInnen aus finanziell benachteiligten Familien werden dabei einmal mehr auf der Strecke bleiben. y

Zusätzliche Bildungshürde

Als StudentInnengewerkschaft lehnen wir die Einführung der Zulassungsbeschränkungen ab. Neben den immer noch nicht vollstän-

KOMPETENZ

A

us 13 europäischen Ländern kamen 34 GewerkschaftsexpertInnen für Kollektivverträge und Mobilitätsberatung zusammen, um die Ergebnisse des einjährigen Projekts „Dobrodosˇli – wir machen die Kollektivverträge europafit“ zu beraten. Initiatorin des Projekts war die Interessengemeinschaft work@ professional. Jetzt wurden die Ergebnisse vorgelegt: eine Broschüre mit dem Titel „Vorhaben, Vorschläge, Forderungen für faire Arbeitsmobilität in Europa“ und eine Prüfliste für Mobilitätsberatung, der das Seminar in Prag den letzten Schliff gegeben hat.

sere Vergleichbakeit von Arbeitsund Kollektivverträgen zu nutzen. Und EURO­CADRES-Präsident Carlo Parietti sprach sich dafür aus, auch die in nationalem Protektionismus verankerten Hindernisse für einen freien europäischen Arbeitsmarkt zu beseitigen.

Gute Vorschläge, die jetzt umgesetzt werden müssen

Die Sprecher der Partnergewerkschaften des Projekts betonten neben dem unmittelbaren Nutzen für laufende Kollektivvertragsvorhaben die Notwendigkeit, die Bemühun­

gen um eine schrittweise Harmo­ nisierung der Kollektivverträge in Europa fortzusetzen. Dem räumte Kommissar Sˇpidla gute Chancen ein und sagte eine entsprechende Unterstützung zu. Jetzt geht es darum, die sehr konkreten Vorschläge des Projekts zu verbreiten und umzusetzen. Denn neben der Lobbyarbeit für verbesserte europäische Instrumente und Regeln geht es vor allem um eine Verbesserung und europaweite Koordinierung der Information und Beratung unserer Belegschaftsvertretungen und Mitglieder. y

Die ProjektWebsite >>> Alle Broschüren, Präsentationen und Übersetzungen von Kollektivverträgen der Partnerorgani­ sationen sowie Berichte über die einzelnen Phasen des Projekts finden Sie als ­Download auf www. gpa-djp.at/dobrodosli

Gerald Musger

(gerald.musger@gpa-djp.at)

Das Dreistufige Bolognasystem

>>> Diplomstudium: in 2-3 Abschnitte gegliedert Mindeststudienzeit meist 8 Semester Abschluss: Magistertitel >>> Doktoratsstudium >>> Seit 2008 gibt es außerdem: Bachelor: Mindeststudienzeit meist 6 Semester Master: Mindeststudienzeit meist 4 Semester PhD (Doctor of Philosophy)

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EU-Kommissar Vladimír Sˇpidla plädierte in seiner Rede dafür, „Menschen zu verbinden“, und mahnte die „europäische Partnerschaft für Arbeitsmobilität mit den Gewerkschaften“ ein. Projektexpertin Renata Kaps und Gerald Musger unterstrichen die Notwendigkeit, die europäische Transparenzrichtlinie hinsichtlich grenz­ überschreitender Arbeitswechsel zu verbessern und den Europäischen Qualifikationsrahmen für eine bes10/2009

gpa-djp

istockphoto

Neue Bildungshürden. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat der Nationalrat während der Sommerferien das Universitätsgesetz geändert. Demnach haben die österreichischen Universitäten ab jetzt die Möglichkeit, Zugangsbeschränkungen für alle weiterführenden Studienrichtungen einzuführen.

„Gut angekommen“. EUROCADRES und fünf Gewerkschaften aus Polen, Ungarn, Tschechien und Österreich setzten mit dem Abschlussseminar des von der EU geförderten Projekts Dobrodoˇsli am 22. und 23. Juni 2009 in Prag ein klares Signal: Wenn sich Gewerkschaften engagieren, wird Sozialdumping verhindert und die Chancen für faire und sichere Mobilität auf dem offenen europäischen Arbeitsmarkt werden steigen.

EU-Kommissar Vladimír Sˇpidla und OS-PROJEKT-Vorsitzender Antonín Knetl in Prag.

KOMPETENZ

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Beruf

Beruf

Die Zeichen stehen auf Sturm Grafisches Gewerbe. Seit über neun Monaten ringen GPA-djp und Druckereibeschäftigte bereits mit dem Verband Druck & Medientechnik um einen neuen Kollektivvertrag für das grafische Gewerbe. Bei Redaktionsschluss war keine Lösung in Sicht und man rüstete sich für den Arbeitskampf.

Infos

>>>

Alle Infos zur aktuellen Verhandlungslage finden Sie im Internet unter www.gpa-djp.at

N

achdem sich nach mehr als siebenmonatigen Ver­handlungen die Vertreter des Verbandes Druck & Medientechnik nach wie vor beharrlich weigern, dem ausverhandelten Kompromiss für einen neuen Kollektivvertrag (KV) für die etwa 13.000 Beschäftigten des grafischen Gewerbes (DruMartin Panholzer

(martin.panholzer@gpa-djp.at)

cker) zuzustimmen, haben in der GPA-djp die Vorbereitungen für einen mehrwöchigen Arbeitskampf begonnen. Den Auftakt bildete eine Demonstration am 29. September in der Wiener Innenstadt.

Mit dem Argument zu hoher Lohnkosten kündigte der Verband Druck & Medientechnik mit 31. Dezember 2008 einseitig alle grafischen KV auf. Nach acht Verhandlungsrunden, begleitet von zahlreichen betrieblichen Protest­ aktionen und Streikbeschlüssen in den Druckereibetrieben, kam es am 10. Mai zu einem Verhandlungsergebnis, das jedoch am nächsten Tag vom Präsidenten des Verbandes der Druck  & Medientechnik dementiert wurde. Der Verband stimmte schließlich dem Ergebnis zu, allerdings wurden für den Bereich der Bogen­ betriebe Nachverhandlungen verlangt, die jedoch bislang zu keinem

Ergebnis geführt haben. Für die Gewerkschaft ist die Aufrechterhaltung eines gemeinsamen grafi­ schen KV für alle Bereiche (Tageszeitungen, Rollen- und Bogendruck) weiterhin unabdingbares Ziel.

Kompromissbereitschaft endgültig zu Ende

„Unsere Gewerkschaft war in den bisherigen Verhandlungen mehr als geduldig. Wir haben die schwierige wirtschaftliche Lage der Betriebe immer als Priorität gesehen und daher einem Kompromiss zugestimmt, der bereits sehr weitgehende Zugeständnisse bedeutet hat, aber jetzt ist es mit der Kompromissbereitschaft zu Ende“, so

dest, bittner, istockphoto

V. l. n. r.: AK-Präsi­dent Herbert Tumpel, GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang ­Katzian, KV-Verhandlungsführer Franz Bittner, GPA-djp-Bundes­ geschäftsführerin Dwora Stein und der stv. Bundes­ geschäftsführer der GPA-djp Karl Proyer bei der Auftakt­ demons­tration am 29. September. 24

KOMPETENZ

10/2009

Monatelange, zähe Verhandlungsrunden und noch immer kein Ergebnis im Streit um den Kollektivvertrag für das grafische Gewerbe – nun ruft die GPA-djp zum Arbeitskampf auf.

der Verhandlungsführer der GPAdjp Franz Bittner. Nach einem weiteren Kompromiss Anfang August forderten die Arbeitgeber in ihrer Hauptvorstandssitzung am 17. September nun die Kürzung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes als Voraussetzung für die Zustimmung zum KV.

Demo als Auftakt zum Arbeitskampf

„Offenbar sind einige Spitzen­ funk­tionäre des Verbandes Druck & ­Medientechnik an gar keinem Er­ gebnis interessiert. Der Begriff Handschlagqualität scheint ein Fremdwort zu sein. Wenn die Arbeitgeber den Weg des sozialpartnerschaftlichen Kompromisses ver­ lassen, dann haben sie mit ­einer harten Auseinandersetzung zu rech­nen. Der Konflikt beginnt in allen Bereichen des grafischen Gewerbes wieder von vorne und die GPA-djp fühlt sich auch nicht an Ver­ handlungsergebnisse in einzelnen Bereichen gebunden“, so Bittner. Die eindrucksvolle Demonstra­ tion vom 29. September war der Auftakt zu einem mehrwöchigen Arbeitskampf, an dessen Ende ein 10/2009

bundesweiter Streik stehen wird, sollten die Arbeitgeber nicht vorher zur Vernunft kommen. „Unsere Gewerkschaft kann diesem Treiben der Arbeitgeber nicht weiter tatenlos zusehen. Wenn einige Herren aus der Druckbranche meinen, sie können mit uns ein Katz-und-

Maus-Spiel veranstalten, haben sie sich getäuscht. Die Beschäftigten der Druckereibetriebe können sich auf die volle Unterstützung und ­Organisationskraft unserer Gewerkschaft verlassen“, erklärt GPAdjp-Vorsitzender Wolfgang Katzian seine volle Solidarität. y

chronologie des druckerkonflikts

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31. 12. 08: einseitige Kündigung aller grafischen KV durch den Verband Druck & Medientechnik zum 30. Juni 2009 20. 1. 09: Betriebsrätekonferenz in Wien – Beschluss zu Betriebsversammlungen in allen organisierten Betrieben 26. 2.–13. 3.: insgesamt fünf KV-Verhandlungen ohne Ergebnis 27. 3.: erstes Verhandlungsergebnis, das vom Verband abgelehnt wird 8. + 10. 4.: verzögerte Andrucke sowie Stehungen bei den Tageszeitungs­druckereien 4. + 6. 5.: Zwei weitere Verhandlungsrunden bleiben ergebnislos 7., 8. + 9. 5.: Beschäftigtenkonferenzen in Salzburg (Demo), Graz und Wien 10. 5.: achte neue KV-Verhandlung – das Ergebnis wird vom Präsidenten des Verbandes am nächsten Tag dementiert 15. 5.: Der Verband stimmt dem Verhandlungsergebnis zu, lehnt es aber für die

KOMPETENZ

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Bogenbetriebe ab und verlangt weitere Verhandlungen 5.–9. 6.: Betriebsversammlungen und kurze Streiks in vielen grafischen Bogendruck-Unternehmen Österreichs 10. 6.: Verhandlungsrunde Bogendruck 20. 6.: klare Festlegung der GPA-djp für einen gemeinsamen grafischen KV 1. 8.: neues Ergebnis, von den Arbeit­ gebern mit einem verschlechterten Gegenangebot erwidert; GPA-djp lehnt ab und kündigt neuerliche Kampfmaßnahmen an 17. 9.: Der Verband verbindet die Zustimmung zum Kompromiss mit der Forderung nach einer Kürzung des Urlaubsund Weihnachtsgeldes 18. 9.: GPA-djp beginnt mit Vorbereitungen eines mehrwöchigen Arbeitskampfes 29. 9.: Auftaktdemonstration in der Wiener Innenstadt 25


bezahlte Anzeige; Fotos: WBV-GPA, BEHF Architekten, Anna Rauchenberger/WBV-GPA

Wohnen

Herrengasse 6 vor Abbruch.

Spatenstich am 7. Juli 2009 – v. l. n. r.: Landespolizeikommandant Mag. Arthur Reis, Sicherheitsdirektor Dr.  Franz Prucher, Bürgermeister Mag. Karl Schlögl, Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka, Architekt Mag. Stephan Ferenczy (BEHF), Vorstandsvorsitzender DI Hubert Wetschnig (PORR).

Visualisierung des neuen Projekts.

Neubau im Herzen von Purkersdorf

bestand. So werden die Polizeiinspektion Purkersdorf und eine lokale Bankfiliale an diesen Standort übersiedeln. Für den Verein Volks­ haus wird es ein neues Vereins­ lokal geben. Ob auch fünf betreute Wohneinheiten geschaffen werden können, wird noch mit den verantwortlichen Stellen abgeklärt.

Attraktives Sanierungsprojekt. Die Wohnbauvereinigung für Privatangestellte erwarb im Jahr 2007 die Liegenschaft der früheren Fleischerei Riedmüller in der Herrengasse im Zentrum von ­Purkersdorf. Das an dieser Stelle entstehende Objekt soll sowohl der gewerblichen als auch der Wohnnutzung dienen.

V

or kurzem erfolgte der Spatenstich für das Sanierungsprojekt Herrengasse 6. Die WBVGPA errichtet im Herzen von Purkersdorf ein Wohnhaus mit 41 Wohnungen, einer Polizeistation, einer Bankfiliale, einem Vereinslokal und einer Tiefgarage.

Michael Gehbauer

(michael.gehbauer@wbv-gpa.at)

Der Schandfleck muss weg

Als die Wohnbauvereinigung für Privatangestellte im Jahr 2007 die frühere Fleischerei Ried­müller samt Personalwohnungen erwarb, war klar, welche Herausforderungen bestehen. Das in zentraler Lage befindliche Gebäude galt für die Purkersdorfer als „Schandfleck“. Der Standort sollte 26

also unter Einbeziehung der bestehenden Substanz durch qualitativ hochwertige Architektur aufgewertet werden.

Zerklüftete Baumassen bilden neues Ensemble

Das Architekturbüro BEHF entwarf ein Gebäude mit „zerklüfteten kubischen Baumassen“, die vierkantig einen attraktiven Innenhof umgeben. So entsteht ein neues Ensemble, das sowohl für die gewerbliche Nutzung als auch für die Wohnnutzung äußerst ­attraktiv ist.

Frühere Mieter wurden gut versorgt

Das Projekt war jedoch nicht nur in architektonischer Hinsicht, sondern auch in sozialer Hinsicht eine besondere Aufgabe. Acht Miete-

rInnen wohnten zum Zeitpunkt des Erwerbs noch in dem Haus, für die eine neue Bleibe gefunden werden musste. Da sich das Gebäude in einem sehr schlechten Erhaltungszustand befand, war es nicht so schwierig, Alternativen aufzutreiben. Für alle MieterInnen konnte eine gute Lösung gefunden werden, wobei allein fünf Mieter in Wohnungen der WBV in Purkersdorf untergebracht werden konnten und für eine Mieterin ein Platz in einer Seniorenwohngemeinschaft gefunden wurde.

Die Wohnungen sind ein Renner

Wohnungsservice der WBV-GPA

Seit Bekanntwerden des Projekts kann sich die WBV der Bewerbungen nicht mehr erwehren. Viele InteressentInnen hoffen auf eine der 41 Wohnungen, die fast zur Gänze mit Außenräumen, wie Balkonen, Loggien, Eigengärten oder Terrassen, ausgestattet sind. Es dominieren größere Wohnungen. So beträgt die durchschnittliche Wohnnutzfläche ca. 82 m2. Die zu bezahlenden Eigenmittel der Mieter sind mit e  380,– pro m2 und die Miete ist mit ca. e 7,– pro m2 zu veranschlagen. Die Errichtung der Wohnungen wird mit Mitteln der NÖ Wohnbauförderung gefördert.

> Wohnbauvereinigung für Privatangestellte – Gassenlokal, 1010 Wien, Werdertorgasse 9 Telefon: 01/533 34 14 Fr. Reisenhofer Dw. 12 Hr. Neussl Dw. 23 Fax: 01/535 49 78 Internet: www.wbv-gpa.at E-Mail: wohnungsservice@ wbv-gpa.at

Aufwertung des Standorts

Spatenstichfeier mit prominenter Beteiligung

Bei der Neuplanung wurde auch versucht, Nutzungen zu ermöglichen, für die ein lokaler Bedarf

KOMPETENZ

Der für den Wohnbau zustän­ dige Landeshauptmann-Stv. Mag. 10/2009

10/2009

Wolfgang Sobotka ließ es sich nicht nehmen, dieser Veranstaltung beizuwohnen. Er würdigte in seiner Ansprache die Bedeutung dieses Projekts für die Entwicklung der Stadt und hob die positiven Aspekte der Wohnbauförderung für die BürgerInnen des Landes Nieder­ österreich hervor. Bürgermeister Schlögl dankte allen Beteiligten, die am Zustandekommen des Projekts mitgewirkt hatten, und verlieh seiner Hoffnung

Ausdruck, dass das Projekt einen guten Verlauf nehmen und fristgerecht fertiggestellt werde.

Abbruch und Fundierungsarbeiten im Gange

In der Zwischenzeit sind die Bauarbeiter am Werk. Mit dem Teilabbruch des Gebäudes und den Fundierungsarbeiten wurde in der Zwischenzeit begonnen. Mit der Fertigstellung wird im Frühjahr 2011 gerechnet. y

infos über freie Wohnungen NEUBAUPROJEKTE: > 1220 Wien, Anton-Sattler-G. 100, Frauenwohnprojekt [ro*sa], 39 Wohneinheiten, Bezug: Ende 2009 > 1220 Wien, Lavaterstraße 5, 56 Wohnungen, 12 Reihenhäuser, Bezug: Ende 2010, unverbindliche Vormerkungen möglich > 1100 Wien, Pernerstorfergasse 83, Passivhaus, 108 Wohnun­ gen, 2 Lokale, unverbindliche ­Vormerkungen möglich > 3002 Purkersdorf, Herren­ gasse 6, 37 Wohneinheiten, Bezug: Ende 2010

KOMPETENZ

Bestehende Projekte: 2680 Semmering, Hochstra­ße 43, 2-Zimmer-Wohnung > 8605 Kapfenberg, Pestalozzi­ straße 3, 1-Zimmer-Wohnung > 8761 Pöls, Andreas-Rein-Gasse 10-18 / Burgogasse 12-16, 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen > 2731 St. Egyden, Am Stadt­ graben 3, 3- und 4-ZimmerWohnung > 2493 Lichtenwörth, Fabriks­ gasse 1, 3-Zimmer-Wohnung > 3300 Amstetten, Beethoven­ straße 7, 2-Zimmer-Wohnung

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CARD

CARD

Urlaubsfeeling mit der CARD!

Herbst- und Winterurlaub. Jeder hat im Laufe des Jahres immer wieder Erholung nötig. Warum also bis zum nächsten Sommer warten, um in den Urlaub zu fahren? Attraktive Angebote mit der CARD entdecken! Das Schloss an der Eisenstraße

Durch den Charme des Ursprünglichen und den Komfort der Moderne kann man in idyllischer Lage am Felsen zur Ybbs stilvoll dem Alltag entrinnen. > RELAX & FUN: 2 Nächtigungen inkl. reichhaltigem Buffet­ frühstück, Welcomedrink an der Bar, Benüt­ zung des Wellnessbereichs (2 Saunas, 1  Indoorpool, 1 Tepidarium, Fitnessstudio, von Mai bis Sept. Outdoorpoollandschaft). > Angebot gültig bis Dezember 2010 > Preis für GPA-djp-Mitglieder: nur e 99,– pro Person > Info und Buchung: Tel. 07442/505 E-Mail: info@schlosseisenstrasse.at www.schlosseisenstrasse.at

ALPL Family Spa Waldheimathof Natur­idyll und Wellness-Hotel

Die Natur spüren, Sport betreiben, natur­ idyllische Wohlfühlferien oder Wellness genießen – in der romantischen Hotelanlage direkt in Roseggers Waldheimat werden Sie bestens umsorgt. Die Skiregion Alpl ist ab Dezember bis Ostern ein schneesicheres Skigebiet mit Beschneiungsanlage. > Für GPA-djp-Mitglieder und Familienangehörige: 10 % Ermäßigung auf Listenpreise und 5 % Ermäßigung auf alle bereits stark ermäßigten Specials (z. B. 4 = 3 So. bis Do.)! > Waldheimathof Familienvitalhotel Almdörfl, Alpl 4, 8671 Alpl bei Krieglach/Steiermark, Tel.: +43/(0)3855/82 51, E-Mail: office@ waldheimathof.at, www.waldheimathof.at

Skiparadies Alpl

Sechs Liftanlagen, zahlreiche Pisten, keine langen Lift-Wartezeiten, 2 beleuchtete Nachtpisten, gemütliche Hütten, eine beleuchtete Rodelbahn, TOP Kinder-Skischule und die Almbar mit Kinderdisco im Waldheimathof runden das Angebot ab. Langläufer schätzen die stets gut präparierten Loipen. Direkter Einstieg vom Waldheimathof in die Skitourenberge der Fischbacher Alpen. > Mit der GPA-djp CARD: 10 % auf alle reg. Tages- & WochenkartenSkipreise der Familienskischaukel und 5 % auf alle bereits stark ermäßigten Familienskipreise, z. B. Erw. Tagesskipass inkl. Flutlicht e 19,50/Kind e 11,90 > Infos: Tel. 03855/82 51, www.ski-alpl.at

DAS SCHLOSS an der Eisenstrasse Hotel- und BetriebsgesmbH, Jakob Hiller-Krieglach (2), Intertravel, Interhome (3), istockphoto

Städtereise Barcelona

Die Hauptstadt Kataloniens ist mit ihrem ganzjährig warmen, angenehmen Klima eine wunderbare Stadt für eine Städte-Kurzreise und bietet eine perfekte Mischung von Kunst und Kultur. > 5.–8. Dezember 2009 Inkl. Leistungen: Sonderflug Wien–Barcelona–Wien mit MAP Jet (15 kg Freigepäck) + Transfers 3 Übernachtungen im Hotel Hesperia Sagrada Familia Spa & Sport**** auf Basis Doppelzimmer/Nächtigung, Frühstück > GPA-djp-Bonus: Pano­rama­stadt­rund­fahrt inbegriffen > Pro Person im Doppelzimmer: e 399,– Einzelzimmerzuschlag: e 99,– > Infos und Buchungen per E-Mail: elisabeth.nemec@intertravel.at und mia.milovic@intertravel.at Tel.: 01/533 06 60 Dw. 19

Ferienhäuser und Ferienwohnungen von Interhome

> Wo lässt es sich besser entspannen als im eigenen Urlaubszuhause, mit Familie oder Freunden, gemütlich vor dem Kamin oder bei einem gemeinsamen Essen? Nicht zu vergessen die weiteren Vorteile wie Privatsphäre, größeres Platzangebot und selbstbestimmte Essenszeiten. > Das Angebot des Ferienhausspezialisten Interhome deckt mit rund 46.000 Ferienobjekten in 24 Ländern praktisch alle individuellen Urlaubswünsche ab: Berge oder Meer, Stadt oder Land, Appartement, Villa, Skihütte oder Schloss! Für jeden Geldbeutel die passende Urlaubsunterkunft: vom 1-Stern-Ferienobjekt mit einfacher Gesamtausstattung bis hin zur 5-Sterne-Luxusvilla. > Brandaktuell: Winter-Vorfreude! Die neuen Winterkataloge 2009/10 sind

da, mit einer riesigen Auswahl der sonnigsten Pulverschnee-Orte in Europa und den USA! Mehr als 1.300 attraktive Ferienunterkünfte für die kommende Wintersaison gibt es allein in Österreich! Die beliebtesten 500 Objekte sind im neuen InterhomeKatalog abgebildet. > Speziell für GPA-djp-Mitglieder: Auf www.interhome.at/gpa kann das komplette Interhome-Produktangebot mit 5 % Vorteilsrabatt gebucht werden! Der Rabatt ist auch kombinierbar mit anderen Aktionen, wie z. B. dem Frühbucher- oder LastMinute-Rabatt (Rabatt vom Rabatt!). > Buchungen können GPA-djp-Mitglieder online oder telefonisch unter Nennung des Aktionscodes „AT1000178“ tätigen. Das Interhome Callcenter ist rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche erreichbar unter Tel. 0810/013 015 (zum Ortstarif).

>>> Nähere infos

zu diesen und vielen anderen CARD-Vorteils­ angeboten finden Sie im Internet unter: www.gpa-djp.at/card. Hier können Sie auch den CARD-Newsletter abonnieren und erhalten monatlich per E-Mail aktuelle CARD-Infos. >>> Steht Ihnen kein Internetzugang zur Verfügung, senden wir Ihnen gerne die CARD-Broschüre zu. Bestellung unter Tel.: 05 0301-301, E-Mail: service@gpa-djp.at

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KOMPETENZ

10/2009

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Bücher

Events

Alle vorgestellten Bücher sind über den Verlag des Österreichischen Gewerkschaftsbundes GmbH, 1010 Wien, Rathausstraße 21, Tel.: 01/405 49 98-132, Fax: 01/405 49 98-136, oder per E-Mail: fachbuchhandlung@oegbverlag.at erhältlich.

Redline Verlag, e 19,90

Pichler Verlag, e 24,95

Was Konzernchefs, Ökonomen und Politiker vor kurzem noch hochmütig belächelten, ist heute Common Sense: Haupt­ ursache für die Finanzkrise ist die jahrzehntelange Politik der Liberalisierung und De­ regulierung der Märkte auf Druck der Geldindustrie. Der Autor erklärt knapp und ver­ ständlich, wie Deregulierung und die fahrlässige Vergabe von Krediten die Wirtschaft destabili­ siert ha­ ben. Und wie jede/ -r Einzel­ ne zur Be­ wältigung der Krise beitragen kann.

Vor 90 Jahren wurde in Öster­ reich das Betriebs­ rätegesetz beschlos­ sen. Die­ ses Gesetz war nicht nur ein Meilenstein in der betrieb­ lichen Mitbestimmung, son­ dern eines der ersten und fortschrittlichsten Gesetze sei­ ner Art. Das Buch beinhal­tet auch den Gesamttext des Thea­terstücks von Bernd ­Freytag mit dem Titel „Ein Schritt weiter – im Auftrag der Gewerkschaft!“ sowie literari­ sche Texte zu Arbeitswelt und Betriebsratstätigkeit, Unge­ rechtigkeiten und Demokratie.

Mit den Erkenntnissen der aktuellen Gehirnforschung lassen sich Verhandlungen auf einer völlig neuen Ebene führen: Man lernt das Gegen­ über besser einschätzen und Kommunikationsprozesse lassen sich viel besser analy­ sieren. Das vorliegende Buch zeigt anhand konkreter Ver­ handlungssituationen, was die neurologische Forschung aufgedeckt hat und wie dies im Alltag genutzt werden kann, um sou­ verän zu agieren und Er­ folge zu erzielen.

Meister­ köchin Martina Willmann fängt bei null an: Sie erteilt blutigen Amateu­ ren Kochunterricht: Wie halte ich das Messer? Welches ­Gemüse passt zu welchem Fleisch? U. s. w. Schritt für Schritt führt Willmann in die Geheimnisse leidenschaft­ lichen Kochens ein. Sie verrät, wie man ein ganzes Huhn zer­ teilt und was wichtig ist, um zum gebratenen Lammkote­ lett eine gute Sauce zu be­ kommen. Eine solide Ein­ stiegshilfe in die Welt des Ko­ chens mit über 120 Rezepten!

Ja, ich bestelle ... (einfach ankreuzen und ausfüllen)

❑ Exemplar/e: _____ Friedrich Geber

Wohlfahrtsstaat Österreich Grundsicherung für alle?

2009, 128 Seiten, € 24,80, ISBN: 978-3-7035-1391-6 Die gegenwärtige Entwicklung von Armut erfordert nicht in erster Linie Debatten über soziale Treffsicherheit und Sozialschmarotzertum, sondern vielmehr über Maßnahmen zur Armutsvermeidung. Die Arbeit untersucht Grundsicherungsarten und Grundeinkommen. Die Modelle sind in Gruppen eingeteilt, und zwar einerseits ohne Vorrangigkeit zur Vermeidung von Einkommensarmut und sozialer Ausgrenzung und andererseits in solche mit der Zielperspektive und Priorität Vermeidung von Armut. Zielabsicht, Treffsicherheit, gesellschaftliche Wirkungen und politische Machbarkeit werden kritisch zusammengefasst. Name PLZ

Firma/Institution Ort

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❑ Ja, ich möchte den ÖGB-Verlag-Newsletter bis auf Widerruf per Mail an oben angeführte E-Mail-Adresse erhalten.

ALLE Infos:

www.gpa-djp.at/card >>> Salam.Orient: Gewinnspiel: 2 x 2 Karten für den 2. 11. in der Arena Wien für Tinariwen/Mali – Die Rolling Stones aus der Sahara >>> Dino: 20 % Ermäßigung auf Familientickets bei Vorlage der CARD, Gewinnspiel: 3 x 2 Eintrittskarten >>> Swing Night: EUR 5,– CARD­Ermäßigung, Karten: Tel.: 01/748 87 10, Gewinnspiel: 3 x 2 Karten >>> Tanguera: 10 % CARD-Ermäßigung, Karten bei oeticket, Tel.: 01/96 0 96 unter dem Kennwort GPA, Gewinnspiel: 2 x 2 Karten >>> Rudolf: 25 % Ermäßigung (max. 4 Karten) für Vor­stellungen bis 30. 12. 2009 bei Vorlage der CARD an der Kassa im Raimund Theater, Gewinnspiel: 3 x 2 Karten >>> Mozarthaus Vienna: ermäßigte Eintrittspreise mit der CARD, Gewinnspiel: 3 x 2 Eintrittskarten

Eigentumsvorbehalt. Zahlbar bei Erhalt der Rechnung. Gemäß § 24 Datenschutzgesetz machen wir dich darauf aufmerksam, dass deine Daten zum Zweck der Kundenbetreuung und Verrechnung automationsgestützt verarbeitet werden. Zahlungsverzugskosten übernimmt der/die BestellerIn. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Preis inkl. USt., zuzügl. € 3,90 Versandspesen. Kompetenz 10/09

GARANTIERT GUT INFORMIERT

w w w. o e g b v e r l a g . a t

Verlag des Österreichischen Gewerkschaftsbundes GmbH Fachbuchhandlung Rathausstraße 21, 1010 Wien

Telefon: 01/405 49 98-132, Fax: DW 136 E-Mail: fachbuchhandlung@oegbverlag.at

10/2009

GEWINNSPIELE: Postkarte an Redaktion KOMPETENZ, 1034 Wien, Alfred-Dallinger-Platz 1, Kennwort: Name der jeweiligen Veranstaltung; bzw. online: www.gpa-djp.at/gewinnspiel Einsendeschluss: 26. Oktober 2009. Keine Barablösung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

2 x 2 Karten

13. Oktober bis 5. November 2009

Salam.Orient

3 x 2 Karten DINO – Dinosaurier LIVE erleben! Bis 2. November 2009

Verschiedene Veranstaltungsorte in Wien und Graz „Salam.Orient. Musik, Tanz und Poesie aus orien­ talischen Kulturen“ entführt auf eine Reise vom Norden Afrikas über den vorderen Orient bis zum indischen Subkontinent und zu­ rück in österreichischorientalische Klang­ welten. Alle Infos: www.salam-orient.at 29. November 2009

Swing Night

3 x 2 Karten

Rinderhallen Wien / St. Marx Auf über 5.000 m2 bewegen sich 50 lebensgroße Modelle der Giganten – vom Microraptor über den Stegosaurus bis zum Tyrannosaurus. Durch modernste Roboter­ technik erleben die ­BesucherInnen lebens­ echte, organische Be­ wegungen, Verhaltens­ weisen und Geräusche. 1. bis 13. Dezember 2009

Tanguera

Wiener Konzerthaus, Großer Saal

MuseumsQuartier Wien

Zum letzten Mal in Wien. Mit den legendären, er­ folgreichen Bandleadern Max Greger, Hugo Stras­ ser und Am­bros Seelos mit seinem Orchester sowie als Stargast Kerstin Heiles, die bei ih­ rem letzten Auftritt im Konzerthaus als Edith Piaf das Publi­ kum begeisterte.

Provokant. Sinnlich. Ero­ tisch. Der erfolgreichste argentinische Musical­ export ist ein emotio­ nales Tango-Feuerwerk mit der preisgekrönten ­Choreografie von Mora Godoy und der beein­ druckenden Perfektion des exzellenten 30-köp­ figen Tanzensembles.

Täglich außer Montag und Dienstag

Rudolf – Affaire Mayerling

3 x 2 Karten

Raimund Theater, Wien Eine Geschichte, die die Welt veränderte, als packendes Musical und spektakuläre Bühnen­ show. Vor dem Hintergrund der zerfallenden Donau­ monarchie erzählt sie von Leidenschaft, Schicksal und Rebel­ lion, von der großen Liebe und ihrem tragischen Scheitern.

KOMPETENZ

Täglich geöffnet von 10 bis 19 Uhr

Mozarthaus Vienna

2 x 2 Karten

BB Promotion GmbH

ÖGB Verlag, e 9,80

Ganz einfach Kochen lernen

EMS Exhibits

Deuticke Verlag, e 15,40

M. Willmann / C. Seiler / P. Horak

3 x 2 Karten

Domgasse 5, 1010 Wien Ein Zentrum zu Leben und Werk des Musikgenies. Sie sehen die einzige Wiener Wohnung Mozarts, die bis heute erhalten ist, und auf vier Aus­ stellungsebenen eine umfassende Präsen­ tation der Zeit, in der Mozart lebte, und der wichtigsten seiner Werke. Infos: www. mozarthausvienna.at

Mozarthaus Vienna

Ein Schritt weiter

Verhandlungen gewinnt man im Kopf

duoproduction

Frieder Gamm

Tinariwen

Wall-Strasser  / Gotthartsleitner /  Huber / Freytag (Hrsg.)

Alexander Ch. Wulz

Kooperation statt Konkurrenz

Christian Felber

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Kompetenz 10/2009  

Die Oktober-Ausgabe 2009 des Mitgliedermagazins der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

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