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Perio-Implant Diagnostic Test

Mikrobiologische Diagnostik In der Mundhöhle leben ca. 800 -1000 Bakterienarten unter günstigen Bedingungen in komplexen Gemeinschaften zusammen. Im gesunden Gebiss werden die Bakterienkolonien durch regelmäßige mechanische Entfernung des Biofilms und durch die Speichelaktivität kontrolliert und im Gleichgewicht gehalten. Liegt jedoch eine Parodontitis oder Periimplantitis vor, ist das bakterielle System im Ungleichgewicht und pathogene Keime sind in überdurchschnittlich hoher Zahl vorhanden. Diese pathogenen Bakterien, auch Marker-Keime genannt, zerstören aktiv parodontales Weich- und Knochengewebe, führen zu massiven Entzündungsreaktionen und so zum Verlust natürlicher Zähne und Implantate. Für eine langfristig erfolgreiche Therapie ist eine gezielte Bekämpfung bzw. eine Reduktion dieser Bakterien von entscheidender Bedeutung.

Antibiotika-Therapie kann im Vorfeld etwaiger weiterführender chirurgischer Maßnahmen durchgeführt werden. Die Information, welches Antibiotikum oder welche Antibiotika-Kombination sinnvoll ist, wird gegeben. Jeder Behandlungsschritt in der PAR-Therapie kann kontrolliert und Rezidive frühzeitig ermittelt sowie behandelt werden.

Mikrobiologische Diagnostik kann dabei helfen, über die richtige Behandlung der Parodontitis/Periimplantitis vor der Therapie zu entscheiden und diese auch in rechtlicher Hinsicht abzusichern. Eine indizierte

Zum Nachweis paropathogener Keime bei Parodontitis und Periimplantitis Fusobacterium nucleatum (Fn)

Porphyromonas gingivalis (Pg)

Prevotella intermedia (Pi)

Tannerella forsythia (Tf)

Parvimonas micra (Pm)

Treponema denticola (Td)

Eikenella corrodens (Ec)

Campylobacter rectus (Cr)

vermehrte Pathogenität

GUIDOR® Perio-Implant Diagnostic Test identifiziert mit dem Real-Time-PCR-Testverfahren die Bakterien, die für Parodontitis und Periimplantitis verantwortlich sind.

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Candida albicans (Ca)

Recovered from periodontal pockets in 7.1 % to 19.6 % of patients with chronic periodontitis33. Aggregatibacter actinomycetemcomitans (Aa)

(Janaina CO, et al. 2010)

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C. albicans expresses several virulence factors that are capable of infecting the dentin-pulp complex, including dentinal tubules. This causes, consequentially, an inflammatory response around the root apex, which suggests a pathogenic role for this organism in apical periodontitis34. (Waltimo TMT, et al. 2003) C. albicans is capable of colonizing the periodontal pockets in patients with chronic periodontitis and has been identified in the subgingiva of healthy individuals and patients with aggressive periodontitis35. (Urzúa B, et al. 2008)

Das Analyseergebnis wird unter Verwendung der Socransky-Klassifikation der subgingivalen Mikroflora klar und übersichtlich dargestellt.

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