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antenne ausgabe 03 2017

THEMA DER AUSGABE

Beziehungen

Ist es Freundschaft - oder Liebe? ... 03 VerschĂźttete Liebe flammt auf ... 04 Rollentausch ... 07

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Freuen sich mit Gerald Danner: Hannes Ziselsberger, Renate Gamsjäger, Andreas Dana, Johann Lechner, Robert Nagl, Erich Lux, Otto Koutny, Leopold Brunner, Wolfgang Labenbacher, Franz Kemetmüller, Siegfried Tischhart sowie Leopoldine und Friedrich Schuhböck mit Bewohner Paul. Lohninger|Bildcredits: NÖN/Lohninger

editorial Viele von uns im kbw sind vielfach und vielseitig engagiert, einer wurde nun für sein ehrenamtliches Engagement besonders geehrt - unser Geschäftsführer Gerald Danner. Er erhielt den diesjährigen Anton Kalcher-Preis des Lions-Clubs St. Pölten. Dieser Preis wird jährlich an Personen vergeben, die durch ihr besonderes soziales Engagement vorbildhaft für andere Menschen wirken. Gerald Danner hat 1999 die Emmaus-Gruppe Lilienfeld mitbegründet und ist seither ihr Obmann. Menschen, die nicht „in den Rahmen“ passen, können dort in der Männer-Wohngruppe und im Familienhaus leben und sich auf den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben vorbereiten. Gerald´s Einsatz für Menschen, die es schwer haben im Leben, rührt nicht zuletzt aus seinem tiefen Glauben. Er macht kein Tamtam darum und hält sein Tun bescheiden im Hintergrund. Doch zusammen mit dem Team von Emmaus Lilienfeld ist ihm Großartiges gelungen – und wir freuen uns über die Würdigung durch die Preisverleihung. Herzliche Gratulation und Gottes Segen dir und den Menschen bei Emmaus Lilienfeld! Link zu Emmaus Lilienfeld: http://www.emmauslilienfeld.at/index.html

editorial | inhalt

inhalt 2 editorial | inhalt thema 3 . Ist es Freundschaft oder Liebe? 4 Verschüttete Liebe flammt auf 6 Paare, die die Liebe feiern 7 Rollentausch . diözesanstelle, pfarren, charisma 8 . SinnQuell-Gesprächsrundeni 9 Von Maus zu Maus geklickt Leserbrief 10 Erstbuchungen 11 Damit es wieder flutscht 12 Präsentationstag 2017 Was ist neu an der Einheitsübersetzung 13 Schöpfungswanderung Das kbw auf den Spuren Martin Luthers 14 .Veränderungen in den Pfarren 15 Generationenwechsel Regionaltreffen 2017 16 Veranstaltungstipps unserer Bildungspartner 17 Born to be wild . 18 charisma 20 kalender

Mag.a Angela Lahmer-Hackl Obfrau

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IMPRESSUM Medieninhaber, Herausgeber, Redaktionsanschrift: Verein Katholisches Bildungswerk der Diözese St. Pölten, A-3101 St. Pölten, Klostergasse 16, T 02742 324-2352, E bildung@kirche.at www.kbw-bildung.at, Redaktion: Doris Bracher, Dr. Erwin Lasslesberger Herstellung: Pressehaus, St. Pölten, Verlagsort: A-3101 St. Pölten, Grafisches Konzept: Mag. Rudi Krammer, Gestaltung: Doris Bracher Titelfoto: MIRTIJA-FOTOLIA, (CARROTS)


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thema

>> körperlicher Lust dient und alles erlaubt ist, sofern zwei Erwachsene zustimmen und am besten in mündlichen oder sogar schriftlichen Vereinbarungen vertraglich festlegen, welche sexuellen Handlungen erwünscht/erlaubt sind und welche nicht (Polyamorie).

Mag. a Dr.in Angelika Walser ist Universitätsprofessorin für Moraltheologie an der Uni Salzburg, Mutter zweier Kinder und Ehefrau des Hiphaus-Direktors MMag. Erich Wagner-Walser Foto: zVg

Ist es „Freundschaft“ oder „Liebe“? Papst Franziskus‘ Eheverständnis in „Amoris Laetitia“ als Brücke zu anderen Partnerschaftsformen „Nach der Liebe, die uns mit Gott vereint, ist die eheliche Liebe die ‚größte Freundschaft‘ (Thomas von Aquin).“ Das schreibt Papst Franziskus in seinem apostolischen Schreiben „Amoris Laetitia“ (2016), um danach festzuhalten, was die Merkmale einer guten Freundschaft sind: Streben nach dem Wohl des anderen, Gegenseitigkeit, Vertrautheit, Zärtlichkeit, Festigkeit, … Die Ehe füge „all dem eine unauflösliche Ausschließlichkeit hinzu, die sich in der festen Absicht ausdrückt, das gesamte Leben miteinander zu teilen und aufzubauen.“ Mit dieser grundsätzlichen Nähe zwischen Liebe und Freundschaft, die ihre Wurzeln in der aristotelischen Ethik hat, ist das derzeitige katholische Eheverständnis offener geworden für die Tatsache, dass es zumindest in unseren westlichen Breitengraden mittlerweile eine Vielfalt partnerschaftlicher Lebensformen gibt, die de facto nebeneinander existieren und in denen Sexualität jeweils eine ganz unterschiedliche Rolle spielt. Dabei können laut der deutschen Philosophin Angelika Krebs drei Hauptmodelle unterschieden werden: (1) die Position, welche die Kirche sehr lange vertreten hat, wonach Sexualität nur um der Fortpflanzung willen zu erfolgen hat; (2) ein Verständnis von Sexualität als Dialog und Kommunikation mit einer anderen Person; (3) die hedonstische Position, wonach Sexualität schlicht der Befriedigung

Mit der Nähe zwischen ehelicher Liebe und Freundschaft, wie sie der derzeitige Papst nennt, ist klar, dass die heutige kirchliche Position eine deutliche Nähe zum Modell 2 aufweist: Freundschaft und Liebe sind tatsächlich eng miteinander verwandt, sofern beide jeweils das Gesicht und das Wohl des/der anderen in den Mittelpunkt rücken bzw. sich in beiden Beziehungsformen zwei Menschen in aller bleibenden Unterschiedlichkeit nach und nach einem gemeinsamen Projekt zuwenden: Das kann ein Kind sein, es kann aber auch eine gemeinsame Aufgabe in Verantwortung für die Welt sein. Die Betonung der Bedeutung von Freundschaft für gelingende Partnerschaften von Menschen eröffnet eine Brücke zwischen katholischem Eheverständnis und anderen – auch homosexuellen Partnerschaftsformen. Das Ringen um Freundschaft ist stets zu würdigen und für eine plurale Gesellschaft lebensnotwendig.

Mag.a Dr.in Angelika Walser

Unser Buchtipp

In deiner Nähe geht es mir gut Warum Freundschaften lebensnotwendig sind Freundschaften sind nicht selbstverständlich, sie gehören gepflegt. Eine große Verbundenheit und Vertrautheit zeichnet sie aus - egal in welchem Lebensalter. Freundschaften machen glücklich, stellt die Autorin Angelika Walser fest - das Lesen dieses Buches löste bei uns ein ebensolches Gefühl aus! Wir von der antenne können es freundschaftlich und wärmstens empfehlen! ISBN 978-3-7022-3585-7, 2017 Tyrolia

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regionalbegleitung

antenne: Woher kommt eigentlich der Begriff „Imago“?

Farias: Imago steht für das innere Bild, das man sich von der Mutter, dem Vater oder einer anderen ersten Bezugsperson macht und das ganz unbewusst auf andere Menschen projiziert wird. Dieses Imago, dieses Bild suchen wir immer wieder unbewusst in unseren Partnern. Wir Imago-TherapeutInnen versuchen dies aufzudecken, damit klar wird: das betrifft meinen Vater/meine Mutter; du bist mein Partner, meine Partnerin, du bist jemand anderer und ich darf dich nicht für diesen alten Schmerz verantwortlich machen.

Fotocredit: fotolia

Verschüttete Liebe flammt auf In Imago-Workshop können sich Beziehungen heilsam entwickeln Erwin Lasslesberger im Gespräch mit der Imago-Therapeutin Dr. Regina Farias und dem charisma-Referenten und Imago-Therapeuten Mag. Erwin Jäggle antenne: Die Menschen scheinen immer mehr von ihren Beziehungen, ihren PartnerInnen zu erwarten.

Farias: Wir leben in einer Zeit, in der es immer mehr von allem gibt, ein ständiges Mehr an Möglichkeiten. Das führt auch zu einer großen Überforderung, zu einer dauernden Suche nach der besseren Alternative. Dabei glaubt man, man müsse nur den richtigen Partner, die richtige Partnerin finden, und wenn die Beziehung nicht klappt, dann liegt es am anderen. Doch es liegt nicht am anderen, es liegt an einem selbst, den eigenen Überzeugungen und antrainierten Erwartungen. Daran knüpfen wir in den Imago-Workshops an. Jäggle: Partnerschaften haben sich stark verändert. War es früher eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Notwendigkeit, einen Partner zu haben, so ist das heute nicht mehr der Fall. Partner müssen füreinander attraktiv bleiben. Wenn keine emotionale Bindung mehr da ist, hält die beiden nichts mehr zusammen. Da setzt das Imago-Modell ein und versucht, einen sicheren Kommunikationsrahmen zu bieten.

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Jäggle: Wenn wir das nicht wissen, verhalten wir uns unserem Partner gegenüber unbewusst anklagend und geraten in einen Machtkampf. Deshalb ist eine Differenzierung notwendig, damit wir lernen, gegen den inneren Antrieb zu handeln. antenne: Es kann also sein, dass da ein innerer Groll da ist, der mitbestimmt, welchen Partner, welche Partnerin ich aussuche?

MJäggle: Oft wird unbewusst der ausgewählt, der den Strukturen der Eltern gleichkommt – und mit dem man dann die alten Verletzungen und Enttäuschungen wieder erlebt. Insofern richten sich Vorwürfe an den Partner/die Partnerin wie „Du hörst mir ja nicht zu“, „Dir bin ich nicht wichtig“ oder „Du hast mich nicht lieb“ eigentlich an den Vater, die Mutter oder eine andere Bezugsperson aus der Kindheit. Der Partner ist daher gar nicht in der Lage, den Vorwurf durch sein Verhalten – z.B. besonders aufmerksames Zuhören - zu entkräften, denn er ist ja nicht wirklich gemeint. Farias: Im Imago-Dialog kann dieser Zusammenhang aufgedeckt werden, indem die Erkenntnis wächst: Meine Kritik an dir hat mehr mit mir zu tun als mit dir, aber im Dialog hilfst du mir, das aufzulösen. antenne: Wie geht das konkret?

Jäggle: Der Paar-Dialog schaut so aus, dass die Paare einander gegenüber sitzen, einander anschauen und nur wiederholen, was der andere gesagt hat – ohne Kommentar, ohne Vorwürfe, ohne Rechtfertigungen. Farias: So öffnet sich für den Partner, die Partnerin ein Raum, in dem er/sie Emotionen äußern kann, und keine Angst haben muss, angegriffen und verletzt zu werden.


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diözesanstelle

Aus dem Lexikon der Psychologie: Jäggle: Es geht darum, den anderen als Person gelten zu lassen und spannungsfrei mit unterschiedlichen Sichtweisen umzugehen. antenne: Im Streit, wenn Wut und Zorn im Spiel sind, geht es meist nicht ohne Vorwürfe und Angriffe, oder?

Farias: Das stimmt, da muss man abwarten, und später mit dem Partner noch einmal darüber reden. Jäggle: Es geht vor allem auch darum, unsere Wut und Ablehnung auf die Sache oder Meinung zu richten, und nicht auf die Person, die dieser Meinung ist. Es macht einen Unterschied, zu sagen „Deine Meinung ist falsch“ oder „Du bist falsch.“

Imago, in der Psychoanalyse das Vorstellungsbild wichtiger Bezugspersonen der Kindheit: Mutter-Imago, Vater-Imago. Von C. G. Jung geprägter Begriff für die idealisierte Vorstellung einer im Kindesalter bevorzugten Person, die für künftiges Verhalten ein Leitbild abgibt.

Aktuelle Angebote: In zwei charisma-Seminaren werden Imago-Workshops für Generationenpaare (Väter/Mütter – erwachsene/r Sohn/ Tochter) und für Ehe- und Lebenspaare angeboten: Klären – Verstehen – Versöhnen Wie Alt und Jung einander neu begegnen

antenne: Fällt es Frauen leichter, zu einer wertschätzenden Kommunikation zu finden?

Farias: Frauen haben seit langem gelernt, auszugleichen, zu integrieren und zusammenzuhalten, während in der Rolle des Mannes eher das Vorpreschende war. Doch das Rollenbild des Mannes ändert sich stark, jungen Männern wird Beziehung wichtiger, und sie dürfen von ihrem Selbstverständnis her ruhiger und sensibler sein. antenne: Sie bieten ja auch ein Seminar für Generationenpaare an: für Väter und ihre erwachsenen Söhne bzw. Mütter und ihre erwachsenen Töchter. Gibt es in diesen Beziehungen auch diese Falle?

Mag Erwin Jäggle und Dr. Regina Farias Dr. Regina Farias

Beitrag: 250.- pro Generationenpaar Soviel Liebe wie du brauchst Im Imago-Paar-Workshop zu einer neuen Qualität der Beziehung finden

Farias: Ja, die gibt es eigentlich in jeder Zweierbeziehung, auch zwischen den Generationen. Und das hat Auswirkungen: solange ein Vater-Sohn-Konflikt nicht aufgearbeitet wird, wird dieser Konflikt auch die Paarbeziehung des Sohnes beeinflussen. Jäggle: Im Dialog ist diese Aufarbeitung möglich: die erwachsene Tochter kann der Mutter etwas über ihre Kindheit sagen, wovon diese nichts weiß. Und der Sohn erfährt etwas über die Lebensumstände des Vaters, der Eltern.

Sa 27.10. 2017, 9 – 19 Uhr und So 28.10.2017, 9 – 13 Uhr, Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten

Mag. Erwin Jäggle

Mag. Erwin Jäggle

Fr 26.1. 2018, 14 Uhr bis So 28.1. 2018, 16 Uhr, BildungsZentrum St. Benedikt, Seitenstetten

Beitrag: € 250.- pro Paar

TEXT ERWIN LASSLESBERGER BILDER ZVG

Farias: Dieses Aufarbeiten ist nicht immer einfach, manchmal auch schmerzhaft. Es kommt auch niemand aus akademischem Interesse zu uns, jede und jeder hat seine Erfahrungen und sein Leid. Aber oft ist diese Auseinandersetzung sehr heilsam: Verschüttete Liebe flammt auf und wird wieder lebendig.

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Fotocredit: Istock

Es ist uns bewusst geworden, dass eine gute Beziehung ein Geschenk Gottes ist und dass wir sorgsam mit diesem Geschenk umgehen müssen. Gerald Danner

Paare, die die Liebe feiern

TEXT ERWIN LASSLESBERGER

Ein Kontrapunkt zur allgegenwärtigen Beziehungs-Arbeit setzt das BildungsZentrum St. Benedikt mit dem Angebot rund um den Valentinstag: Es geht vergnüglich zu, auch die kulinarischen Genüsse fehlen nicht, beim Seminar mit Candlelight-Dinner für Paare und am nächsten Tag beim Gottesdienst für Liebende.

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Die Schatzkiste unserer Beziehung Seminar mit Candlelight-Dinner für Paare am Samstag, 17. Februar 2018,15-21 Uhr

„An diesen Tagen geht es nicht darum, Beziehungsprobleme zu thematisieren oder zu bearbeiten. Wir wollen der Beziehung Raum geben und die Paare aus ihrem oft stressigen Alltag herausholen. Bei uns haben sie Zeit und Möglichkeit, für einander da zu sein und einander achtsam zu begegnen“, sagt Mag.a Lucia Deinhofer, die mit ihrem Mann Johannes gemeinsam das BildungsZentrum St. Benedikt leitet.

Ort: BildungsZentrum St. Benedikt, Seitensttten

Deshalb gibt es nach dem Seminarteil auch ein viergängiges Candlelight-Dinner, denn „Liebe geht auch durch den Magen“, wie Lucia Deinhofer betont. Viele Paare übernachten dann im Bildungshaus und nehmen am nächsten Tag am Gottesdienst für Liebende teil. Auch dieser Gottesdienst bestärkt die Beziehung und gibt den Paaren wertvolle Anregungen für den achtsamen Umgang miteinander. „Als wir gesegnet wurden, alle die Paare mit ihren ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten, da waren wir sehr berührt“, sagt Gerald Danner, der mit seiner Frau Brigitte vor zwei Jahren dabei war. „Es ist uns bewusst geworden, dass eine gute Beziehung ein Geschenk Gottes ist und dass wir sorgsam mit diesem Geschenk umgehen müssen.“

Gottesdienst für Liebende

Lucia Deinhofer freut sich, dass immer mehr Paare diese Angebote annehmen. Zum Gottesdienst für Liebende kommen die verschiedensten Paare, junge und alte, solche, die schon Jahrzehnte zusammen sind und andere, deren Beziehung noch neu ist. Gerald Danner meint, es sollte mehr solcher Angebote zur Stärkung der Beziehung geben. „Meine Frau und ich, wir machen jedes Jahr etwas für unsere Beziehung“, sagt er und fügt hinzu: „Wir wissen, wie gut uns das tut!“

Beitrag: € 55,- pro Person inkl. Seminarbeitrag, Kaffee und Kuchen, Viergängiges „Candlelight-Dinner“ Anmeldung erforderlich; Nächtigung im Bildungshaus möglich

mit anschließendem Mittagsbuffet am Sonntag, 18. Februar 2018, 9.30 Uhr Ort Bildungshaus Kapelle Leitung: Abt Petrus Pilsinger, Anna Rosenberger, Mag.a Lucia Deinhofer Beitrag für das Buffet: € 14,- pro Person Anmeldung erbeten bis 15. Februar 2018


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Humor ist ein wesentlicher Schlüssel zum Gelingen einer Partnerschaft, schafft dieser die notwendige Distanz, Probleme anders zu sehen. Katharina Grabner-Hayden

Katharina GrabnerHayden, Autorin

Frage des Könnens, sondern des Wollens! Gib mir lieber den Schraubenschlüssel herüber!“ forderte ich sie auf.

Rollentausch

Naiv reichte sie mir eine Zange, sie hatte offensichtlich wirklich keine Ahnung.

Humorvolle Kolumne von Katharina GrabnerHayden

Während ich die Schrauben lockerte, ergoss sich ein Redeschwall über mich, der jäh ins Stocken geriet.

Immer wieder muss ich mich über meine beste Freundin ärgern, die die unangenehme Eigenschaft hat, unerwartet aufzutauchen und mich mit ihren privaten Problemen zu überschütten. Sie kann es einfach nicht verstehen, dass Beziehungen leichter „funktionieren“, wenn hie und da die Rollen getauscht werden.

Mein Mann stand völlig verdreckt mit Schürze und einem Wäschekorb vor der Leine und hängte Socken, Hemden und Geschirrtücher zum Trocknen auf. Er hatte heute „Kinderdienst“ und musste unseren Kleinsten säubern, der in der Küche Malspiele veranstaltet hatte. Daneben hatte er noch Marillen und Kirschenmarmelade eingekocht.

Ich machte mich gerade am Auto zu schaffen, als sie aufgeregt wie ein Huhn vor mir stand und sich im ärgsten Vokabular über ihren Partner beschwerte. Er würde zu wenig verdienen, sie hätte ihre rechte Not mit dem Haushalt und ihrem Beruf und überhaupt, echauffierte sie sich, setze ihr Mann seit einiger Zeit ordentliche Fettpölsterchen an, während sie hungerte und fastete, um in Form zu bleiben. Ich schob am Boden liegend den Wagenheber unter die Karosserie, um einen Reifen zu wechseln: „Kannst du mir kurz helfen?“ „Um Gottes willen!“ meinte sie, „So etwas machst du? Tut mir leid, von Autos habe ich keine Ahnung! Warum mühst du dich so ab? Das ist doch Männerarbeit!“ „Was heißt da Männerarbeit? Stell dir vor, du stehst alleine auf einer Landstraße, es ist dunkel und du hast eine Reifenpanne. Was machst du dann?“ „Ganz einfach, ich rufe den ÖAMTC an!“ „Und was ist, wenn du kein Handy hast?“ „Ich habe immer ein Handy bei mir!“ Sie verstand einfach nicht, worauf ich hinauswollte. „Ach, komm schon! Einen Reifen zu wechseln ist doch keine

„Wie süüüüüüüßßßßßß!“ kicherte sie, zückte ihr Handy, um Fotos zu schießen. „Göttlich, ein Mann mit Schürze und Wäsche! So etwas gehört ja sofort auf Facebook gestellt!“ Kopfschüttelnd ließ ich sie stehen, kroch wortlos unter die Motorhaube und reparierte den Vergaser, bis mich mein geliebter Mann zum Abendessen rief. Es gab Kaiserschmarren mit frischem Kirschenkompott. Eine Köstlichkeit, für die ich mich mit einem dicken Kuss bedankte.

Lesungen mit der Autorin Katharina Grabner-Hayden steht den pfarrlichen Bildungswerken sehr gerne für Lesungen zur Verfügung! Bei den Programmen geht sie dabei ganz auf die Wünsche der Veranstalter ein, seien es •

Humorvolle Weihnachtslesungen

Muttertag und andere „Irrsinnigkeiten“

Männer und Frauen passen nicht zusammen, oder doch?

Gesundheit und Wellnesswahnsinn

Infos & Kontakt: T 0676-4108034

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SinnQuell-Gesprächsrunden Eine Möglichkeit, gemeinsam einem sinnerfülltem Leben nachzugehen und nachzuspüren. Vor einigen Jahren wurden in vielen Pfarren unserer Diözese sehr erfolgreich sogenannte SinnQuellrunden angeboten. Mittlerweile gibt es eine Reihe an neuen ausgearbeiteten Themenvorschlägen. Das KBW-Jahresthema „Sinnerfüllt leben“ ist nun der Anlass, dieses Angebot neu ins Gespräch zu bringen. Wer bereits eine Einführung in das Leiten von SinnQuell-Gesprächsrunden absolviert hat bzw. eine bestehende SinnQuellrunde leitet, kann gerne die neuen Themenvorschläge im KBW nachbestellen. Für alle, die gerne diese Form der Gesprächsgruppe kennenlernen wollen oder beabsichtigen, eine SinnQuellrunde zu starten, gibt es folgendes Angebot:

Ins Gespräch kommen... SinnQuell-Gesprächsrunden leiten

TEXT ANDREAS GEIGER FOTOS KBW

Lernen Sie Gesprächsgruppen zu leiten, Entwicklungsräume zu schaffen und damit an der Zukunft von Kirche am Ort mitzuwirken. Trainieren und üben Sie Fertigkeiten, die beim Leiten und Moderieren von Gesprächsgruppen hilfreich sind. Damit können Sie die (Weiter-)Entwicklung und Veränderung in der eigenen Pfarre aktiv mitgestalten.

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diözesanstelle

Eine Mappe mit aufbereiteten Modellen steht Ihnen zur Verfügung. Die ausgewählten Themen passen zu Zeiten der Veränderung, wie z.B. u Meine Kraftquellen u Loslassen u Voneinander lernen u Veränderungen bewusst gestalten u Miteinander ins Gespräch kommen u Freiheit und Verantwortung u Sich beheimatet fühlen u Was ist gerecht?

Durch‘s Reden kommen d‘ Leut z‘samm! Erfahren Sie selbst, wie gut es tut und wie bereichernd es ist u in kleinen Gruppen über Themen, die unseren Alltag betreffen und unsere Seele anrühren, zu sprechen, u sich mit anderen über Sinn und Quellen des Lebens auszutauschen, u und dabei die Lösung eines Problems, eine andere Sichtweise, eine Bestätigung des eigenen Weges geschenkt zu bekommen.

Folgende Termine stehen dafür zur Auswahl: Dienstag, 10. Oktober, 18:00 – 21:00 Uhr, KBW Wien Stephansplatz 6 Mittwoch, 18. Oktober, 18:00 – 21:00 Uhr, Hippolythaus St. Pölten, Eybnerstraße 5 Diese Abende werden gemeinsam mit dem KBW Wien angeboten Kosten: 45 Euro inklusive Unterlagen mit 66 ausgearbeiteten Themen. Bei Rückmeldung von zumindest zwei durchgeführten SinnQuell-Gespächsrunden werden 25 Euro rückerstattet. Informationen und Anmeldung: kbw der Diözese St. Pölten, Andreas Geiger, T 02742/324-2353, M a.geiger@kirche.at


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antenne 01 2012 diözesanstelle kolumne

eklickt

Leserbrief

e erfassen“, stöhnt die eranstaltungen, soundsomerinnen und Teilnehmer“,

Liebe Freunde!

Ich blättere gerade die gut gemachte Ausgabe 2/2017 der ‘Antenne’ durch und bin er/innen geht auch.“ - „Nabestürzt, wohin eure AntenVon Maus en-I“, antwortet die Kabelnen fallweise ausgestreckt Also du siehst, das Binnen-I ist notwendig. Und es geht ja nicht zu Maus t geworden. Nimm das Wort geklickt sind: nur um eine korrekte Schreibweise“, setzt die Funkmaus fort. ich oft genug, gegendert wird - Da ist eure ‘Faszination’ für „Wie war dein Urlaub?“ fragt die Funkmaus im Vorüber„Es geht ja auch um die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit: e Hälfte der Bildungswerkleiden Agnostiker Emmanuel ziehen. „War ganz o.k., zu kurz halt, wie immer,“ erwidert Werden in den Zeitungen aktive Frauen und Männer gleichere Funkmaus. „Bei den MitCarrère, der durch seine intellektuelle Selbsteingrenzung die Kabelmaus. „Du bist doch eh wochenlang von der maßen abgebildet? Bei welchen Themen sind auf den Fotos viele ind die Frauen sogar stark in mit den zentralen Geheimnissen der Auferstehung und der Bildfläche verschwunden gewesen“, meint die Funkmaus. Frauen abgebildet, bei welchen viele Männer?“ - „Wie ist das n TeilnehmerInnen der meisten heiligen Wandlung nichts anzufangen weiß, obwohl uns „Mir geht es nicht so gut. Als Funkmaus habe ich keine eigentlich in Gremien?“ fragt die Kabelmaus. „Der Pfarrgemeinss auch in der Sprache zum GOTT im Wege der Erscheinungen nach Christi Tod und der Ruhe, denn der Laptop muss schließlich mit in den Urlaub, derat fällt mir gerade ein, wegen der Wahlen!“ - „Da ist auch Form kann nicht Frauen und bekannten eucharistischen Wunder geradezu mit der Nase so wie das Tablet und natürlich das Handy! Und mit dem die Frage, wem wie viel Redezeit zugestanden wird“, stellt die nschließen!“ - „Aber wenn auf diese metaphysische Realität stößt. Laptop bin ich natürlich voll dabei. Zuerst die Affenhitze in Funkmaus fest. „Frauen und Männer agieren in Gremien unter, könnte man ja vielleicht Spanien, dann nass-kalt in den Bergen, und dabei dauernd Warum findet schiedlich, die üblichen Regeln der Debatten begünstigen die Ihr dazu kein kritisches Wort, wozu euch – also nur Teilnehmerinnen“, Hochbetrieb! Da noch ein Hotel buchen, Restkarten für die auch der Bischof oder der Weihbischof oder die Promännlichen Kommunikationsformen. Mancherortssicher werden daher müssten sich halt die Männer Bregenzer Festspiele checken, einmal eine Airbnb – Bleibe fessoren der theologischen Hochschule geholfen hätten? die Wortmeldungslisten verschränkt – Frauen und Männern wird , ein Mann fühlt sich betroffen, ausprobieren, einen günstigen Flug nach Berlin suchen – abwechselnd das Wort erteilt.“ - Da ist weiters eure Begeisterung für den ausgeschiedenen ner Veranstaltung die Rede ich kann dir sagen, ich habe richtig Sehnsucht nach einem Priester Arnold Mettnitzer, der eine faszinierende Rechtfertiglaube das eigentlich nicht. ruhigen Sommertag im Büro bekommen. Wie beneide ich gung seines Ausscheidens gefunden hat und anpreist, „über dich mit deinem altmodischen Kabel! Du hängst am PC, die Sinne zum Sinn” des Lebens zu gelangen. Er hat selbst und wenn dein Herrchen Urlaub macht, hast du deine heilieinmal gesagt, dass er der Kirche und dem Priesterstand ade ge Ruhe. Das muss doch Erholung pur sein, oder?“ - „Ist es gesagt hat, weil er die Faszination der körperlichen menschauch, du hast schon recht“, stimmt die Kabelmaus zu. „An lichen Liebe, das innige Zusammensein mit einer Frau manchen Tagen ist es sogar so ruhig, dass ich mich einsam auskosten wollte (geheiratet hat er – so weit ich weiß – die fühle da im Büro. Da wühle ich in alten Dateien herum und Dame nicht ...) ... also den Weg über die Sinne ... wünsche mir eine schnelle Internetverbindung. Insofern Ich bin kein Körperverächter und freue mich an der Gabe können wir ja beide zufrieden sein, wenn die Urlaubszeit derstatt Natur; geschlechtergerechten u ausrasten Neutralisieren: „Aufgabe der Lehrenden“ „Aufaber glaubt ihr wirklich, dass der Weg zu Gott vorbei ist – du kannst dich und ich habe endlich vornehmlich Wir empfehlen Ihnen, gabe der Lehrerinnen und Lehrer“, „Konsumierende“über die Sinne geht?! Gebt ihr nicht damit wieder was zu tun!“ der Event-, Genuss-, Gier- und Lustkultur, die uns überusschreibungen zu statt „Konsumentinnen und Konsumenten“, Vorschub? „Vortragende“ statt „Referentinnen undschwemmt, Referenten“

hte m kbw:

nnliche Form in der : „Die TeilnehmerInnen“

nnliche Form in der alten ist: erenten/innen“

Die Exstasis der Heiligen war immer ein HinweggehobenUmformulieren: zB. Sachbearbeiterin: Helene Heinzl -> werden über die Sinne... Bearbeitet von Helene Heinzl Vielleicht macht ihr einen gedanklichen Nachschlag...? Alle Kombinationen mit -person, -kraft, -hilfe, ... sind Euer/Ihr Heinrich Wohlmeyer geschlechtsneutral!

Mehr Infos dazu: Ev. aus dem Lexikon der Erwachsenenbildung oder Linktipps

TEXT DR. ERWIN LASSLESBERGER

B. „die Ärztinnen und

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Erstbuchungen Nachfolgend zwei neue Angebote, deren erstmalige Durchführung in einer Pfarre wir mit einem Betrag von 70 Euro fördern.

Wege aus der Depression für Betroffene und Angehörige Vortrag mit Medienunterstützung Ein Schlagwort unserer Zeit – DEPRESSION! Immer mehr Menschen sind depressiv oder auf dem besten Weg in eine Depression. Viele von uns haben in Familie und Beruf mit Menschen zu tun, die depressiv sind. Wie gerne würde man diesen Menschen helfen, wieder glücklich leben zu können – aber wie? Auf der Basis neuester Erkenntnisse aus der Psychotherapie erfahren Sie, was eine echte Depression ausmacht und wie man eigentlich soweit kommt, depressiv zu werden. Viele Zustände und Verhaltensweisen von Menschen haben gar nichts mit einer Depression zu tun, werden aber fälschlicher Weise allzu oft und zu schnell als solche diagnostiziert und daher falsch behandelt. Dieser Abend gibt Ihnen die Möglichkeit, Informationen rund um das Thema Depression zu sammeln. Was aber noch wesentlicher ist: Sie erhalten Antwort darauf, wie Sie selbst oder Ihnen wertvolle Menschen da wieder rauskommen und was Sie dazu beitragen können! Diskutieren Sie mit Michael Waldhart und den anderen Zuhörerinnen und Zuhörern über diese Problematik und deren Lösungsansätze.

Ein Glaube – viele Kirchen Die Vielfalt des Christentums in Österreich Die Zahl der christlichen Kirchen wächst - auch in unserem Land! Inzwischen gibt es schon über 60 christliche Kirchen und Gemeinschaften, die in Österreich vertreten sind. Doch was glauben orthodoxe Christen? Was ist die Evangelische Kirche? Seit wann gibt es Freikirchen in Österreich und was lehren sie? Der Vortrag stellt Geschichte, Lehre und Glaubenspraxis der wichtigsten in Österreich vertretenen Kirchen, Freikirchen und christlichen Gemeinschaften in kompakter Form vor und will damit zu einem besseren ökumenischen Verständnis beitragen. Dr. Frank Hinkelmann (Petzenkirchen) Kirchenhistoriker, Pfr.i.E. der Evangelischen Pfarrgemeinde A.u.H.B. Melk-Scheibbs Kontakt: Annatsberger Str. 8, 3252 Petzenkirchen, E 0699-10534788 , M frank.hinkelmann@om.org

Michael Waldhart

TEXT DI MARKUS SCHMIDINGER, ERWIN LASSLESBERGER BILD ZVG

aus Ober-Grafendorf

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Dipl. Lebens- und Sozialberater, psychologischer Berater am Institut Chlebowsky

Weitere Informationen zu Erstbuchungen bei DI Markus Schmidinger Katholisches Bildungswerk Klostergasse 16, 3100 St. Pölten E m.schmidinger@kirche.at T 02742/324 2352 oder Fax 02742/324 2383


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diözesanstelle

Aktuelle Förderungen Im „Bildungsjahr“ 2017/2018 erhalten Sie Förderungen für die Durchführung folgender Bildungsangebote:

Gedächtnisspiele und Koordinationsübungen für mittendrin und zwischendurch

bibel.kompakt Der dreiteilige Bibelkurs „bibel.kompakt“ bringt die Heilige Schrift Menschen näher, die bisher wenig damit anfangen konnten.

Wer hat das noch nie erlebt? Nach einem Infoblock oder einer intensiven Einzel- bzw. Gruppenarbeit ist das Energieniveau der Gruppe am Tiefpunkt. Damit die TeilnehmerInnen wieder aufnahmefähig werden, hilft am besten ein lustiges Gedächtnisspiel oder eine herausfordernde Koordinationsübung. Sie sorgen für die nötige Abwechslung im Programmablauf und unterstützen die Verarbeitung der Lerninhalte, indem sie andere Sinne ansprechen.

Bibel entdecken: Die „Heilige Schrift“ der Juden und Christen, ihr Aufbau und ihre Entstehung

Ihr Nutzen

Begegnung mit den Fremden

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Sie lernen verschiedenste Gedächtnisspiele und Koordinationsübungen kennen,

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Sie erleben und reflektieren ihre Wirkweise,

u

Sie wissen um die kritischen Punkte und

u

Sie erhalten eine ausführliche Beschreibung.

u

Sie erweitern Ihr Methodenreportoire und

u Sie können die Gedächtnisspiele und Koordinationsübungen in Ihrer nächsten Bildungsveranstaltung einsetzen. Referentin: Beatrix Dangl-Watko M.Ed., Erwachsenenbildnerin, Geragogin und LIMA-Trainerin Termin: Samstag, 21. Okt. 2017, 9 – 13 Uhr Ort: Bildungshaus St. Hippolyt, Eybnerstraße 5, 3100 St. Pölten Beitrag: € 45,-; € 35,- für kbw-MitarbeiterInnen und ReferentInnen; € 30,- für LIMA-TrainerInnen Info und Anmeldung: LIMA – kbw St. Pölten, T 02742 324 2352, lima@kirche.at

Bibel einfach lesen: Sich orientieren und einordnen können der einzelnen Schriften und Textarten Bibel ins Leben bringen: Verschiedene Zugänge, Methoden und Hilfen zum Bibellesen Für die Durchführung dieses dreiteiligen Kurses erhalten Sie EUR 70,- Förderung.

Unterstützt werden Veranstaltungen, die Hintergründe der stattfindenden Migrationsbewegungen beleuchten, Vorurteile abbauen, einen aufrichtigen und wertschätzenden Dialog anstoßen, Möglichkeiten zum interkulturellen Austausch schaffen und zur Vernetzung für in der Flüchtlingsarbeit engagierte Gruppen und Initiativen. Nähere Informationen finden Sie in unserem Falter „Begegnung mit den Fremden.“ Die Förderung beträgt EUR 70,- pro Veranstaltung.

Das Gedenkjahr 2018 Das Jahr 2018 bietet einen Anlass, die jüngere Vergangenheit aus einer besonderen Perspektive zu betrachten, und das in mehrfacher Hinsicht. Denn 1918, 1938, 1948, 1968 und 1978 sind zeitgeschichtlich bedeutsame Jahre. Politische Ereignisse wie das Ende des Ersten Weltkrieges und die Ausrufung der Ersten Republik, der Anschluss, die Gründung des Staates Israel und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die StudentInnenbewegung und emanzipatorische Revolte der Jugend sowie die Volksabstimmung und Proteste rund um das Atomkraftwerk Zwentendorf fallen allesamt auf die sogenannten Achter-Jahre des 20. Jahrhunderts. Einen Falter mit Angeboten dazu stellen wir am Präsentationstag vor. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen fördern wir mit EUR 70,- pro Veranstaltung.

Erstbuchungen Mit jeder Ausgabe der „antenne“ veröffentlichen wir neue Bildungsangebote, die auf ihren ersten Einsatz in einer Pfarre warten. Sie erhalten eine Förderung von EUR 70,- für die Durchführung dieser Premiere.

TEXT BEATRIX DANGL-WATKO, MARKUS SCHMIDINGER BILDER ZVG

… damit es wieder flutscht

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diözesanstelle

Was ist neu an der neuen Einheitsübersetzung? Ein aktuelles Bildungangebot, das wir Ihnen am Präsentationstag vorstellen, beschäftigt sich mit der neuen Einheitsübersetzung der Bibel. Hier ein erster Einblick: Foto kbw

Präsentationstag 2017 Erleben Sie in Kurzpräsentationen neue Angebote, knüpfen Sie interessante Kontakte und freuen Sie sich auf ein paar angenehme Stunden beim Präsentationstag. Dieser findet heuer am Samstag, dem 23. September 2017 im Pfarrheim Steinakirchen am Forst statt. Das genaue Programm finden Sie im Einladungsfalter, den Sie per Post erhalten. Sie haben wieder die Wahl zwischen spannenden neuen Angeboten: u

Islam – So fremd und doch so nahe

Mag. Johann Bruckner

u Was ist neu an der neuen Einheitsübersetzung? Mag. Karin Hintersteiner und MMMag.a Theresa-Maria Lichtenegger a

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1938 - 80 Jahre März- und Novemberprogrom Dr. Johannes Krammerstätter

TEXT MARKUS SCHMIDINGER, ANDREAS GEIGER BILDER KBW

u Du kannst das – Anforderung oder Überforderung?

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Seit Dezember 2016 ist die neue, überarbeitete Einheitsübersetzung erhältlich. Ab Advent 2018 wird diese Übersetzung dann verpflichtend in den Gottesdiensten verwendet. Seit die „alte“ Einheitsübersetzung 1980 abgeschlossen worden war, haben sich die Sprache und auch wissenschaftliche Erkenntnisse weiter entwickelt. Das zeigt sich jetzt in den Texten der neuen Einheitsübersetzung. „Viel Vertrautes bleibt, und einiges wird uns ungewohnt vorkommen – eine wunderbare Chance, dass wir wieder genauer hinhören und Gottes Wort neu an uns heranlassen“ (Bischof Dr. Joachim Wanke) Dieser Abend ist so eine Chance, sich neu auf das Wort Gottes einzulassen. Es werden die wesentlichen Veränderungen beispielsweise bei den Gottesnamen, bei der Sichtbarkeit von Frauen oder beim Verhältnis zur jüdischen Religion aufgezeigt. Einzelne Text-Beispiele aus der neuen Übersetzung eröffnen neue Zugänge zu teilweise sehr bekannten biblischen Texten.

ReferentInnen Mag.a Karin Hintersteiner, Fachstelle für Bibelpastoral, 3100 St. Pölten, 02742/324-3334, k.hintersteiner@kirche.at MMMag.a Theresa-Maria Lichtenegger, Theologin, 3580 Horn, Tel 0676/826688163, themalang@gmx.at Mag. Andreas Geiger, Kath. Bildungswerk, 3100 St. Pölten, 02742/324-2353, a.geiger@kirche.at

Dorothee Hinckelmann

u Sinnwandeln – mit allen Sinnen mein Leben entdecken Mag.a Petra Halbmayer und Elke Hehenberger u Brainwalking – Bringen Sie Ihr Gehirn in Bewegung! Dr.in Hella Danner

Präsentationstag 2017 Samstag, 23. September 2017 im Pfarrheim Steinakirchen am Forst von 13.30 bis 17.30 Uhr Nähere Infos: www.kbw-bildung.at


antenne 03 2017

diözesanstelle

Die ReiseteilnehmerInnen, Fotos: Charly Lahmer

Das kbw auf den Spuren Martin Luthers Unterwegs in der Natur

Erste Schöpfungswanderung Am Pfingstmontagabend luden die Kath. Bildungswerke des Pfarrverbandes Haunoldstein, Hafnerbach, Prinzersdorf, Gerersdorf und das kbw Markersdorf zur ersten Schöpfungswanderung zur Ruine Hohenegg ein. Felix Montecuccoli und Angela Lahmer-Hackl hatten die inhaltliche Vorbereitung mit Liedern, Gedanken zur nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft und mit Texten zur Schöpfung aus der Enzyklika „Laudato sii“ übernommen. Die erste Station war der Andachtsplatz im Ruhewald.

Unter der kundigen und umsichtigen Leitung von Mag. Richard List, der nicht nur Historiker und begeisterter Reiseleiter, sondern auch Obfrau-Stellvertreter des kbw ist, besuchte die Reisegruppe die wichtigsten Stationen in Luthers Leben: Erfurt, wo er studierte und ins Kloster eintrat, Wittenberg, wo er seine Thesen veröffentlichte, die Wartburg, auf der er an der Bibelübersetzung arbeitete, und Eisleben, wo er geboren wurde und starb. Luthers Mut, seine Standhaftigkeit und sein tiefer Glaube beeindruckten alle.

Neben eindrucksvollen Ausstellungen und prächtig renovierten Kirchen und Schlössern finden sich auch höchst interessante zeitgenössische Auseinandersetzungen mit seiner Person und seiner Zeit.

Felix Montecuccoli (4. v. l.)) und Angela Lahmer-Hackl (3. v. l) gestalteten die Schöpfungswanderung

In Mansfeld, wo er zur Schule ging, ist Luther über dem Kirchenportal als Bub zu sehen, der die Fesseln der Bergarbeit, dargestellt als Lore, abstreift und sich seiner Berufung zuwendet. In Torgau, einem frühen Zentrum der Reformation, schreitet Luthers Frau Katharina kräftig aus und verlässt den gesellschaftlichen Rahmen, der einer Frau jener Zeit gesetzt war. Und die St. Petri und Paul-Kirche in Eisleben ist – mit einem großen Taufbecken im Zentrum – so geschmackvoll und in sich stimmig neu gestaltet, dass einen die Atmosphäre des Raumes sofort in den Bann zieht.

TEXT ERWIN LASSLESBERGER, ANGELA LAHMER-HACKL BILDER KARL LAHMER

Knapp 100 Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil, die vielfach den Wunsch nach Wiederholung äußerten.

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antenne 03 2017

regionalbegleitung

Veränderungen in den Pfarren Wir danken allen BildungswerkleiterInnen und MitarbeiterInnen, die ihre Funktion zurückgelegt haben, für ihr ehrenamtliches Wirken, ihren Einsatz und ihr Engagement im Katholischen Bildungswerk. Manuela PÖSCHL MBA, kbw Amstetten Herz-Jesu Agathe BAUMGARTNER, kbw Amstetten Herz-Jesu

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Edith DAUWA, kbw St. Pantaleon-Erla

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Anita OBEREDER, kbw Vestenthal

Thomas JAMÖCK, kbw Kilb Elisabeth SCHÜTZ, kbw Prinzersdorf

Wir begrüßen alle neuen BildungswerkleiterInnen und MitarbeiterInnen in den pfarrlichen Bildungswerken und wünschen ihnen viel Freude und Erfolg!

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kbw Kilb Brigitte FELNHOFER MSc. (BWL)

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kbw Allhartsberg Mag. Andreas GEIGER (BWL)

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kbw St. Pölten-Viehofen

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kbw St. Pölten-Wagram Irmgard KÖNIG (BWL) kbw Amstetten Herz-Jesu

Mag.a (FH) Michaela GRANZER (BWL)

Monika DISTELBERGER (MA)

Karl WEINGARTNER (MA)

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kbw St. Peter / Au

Mag.a Lucia GÖBESBERGER (MA) Dr.in Teresa KAUFELER (MA)

TEXT CHRISTINE DILL

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Peter HABERFEHLNER (MA)

Bettina STARZER (BWL) Claudia KATZENSCHLÄGER (MA) kbw Vestenthal Dr. Markus HIRSCH (BWL) Sandra PERNDL (MA) Margarete BUDER (MA) kbw Würmla

kbw Murstetten

Dr.in Waltraud HAUMBERGER (BWL) Mag.a Rosa Maria SCHMETTERER (MA)

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Anita NUSSMÜLLER, M.Ed. (BWL)

kbw St. Pantaleon-Erla

Mag.a Veronika SCHUSTER (BWL)

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Christine HÖBARTH (BWL)

Mag.a Gertraude SCHNEEMANN (MA)

Christine SCHMUTZ, kbw Amstetten Herz-Jesu

Mag. Peter HASLWANTER, kbw Purgstall

kbw Unterbergern

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kbw Wolfsbach Martin MAYERHOFER (BWL) kbw Kirchstetten-Totzenbach Susanne WÜRFEL (MA) kbw Purgstall Beatrix JAGESBERGER (BWL)


antenne 03 2017

regionalbegleitung

Generationenwechsel

Die Familientradition weiterführen möchte Jakob Mayer aus Michelbach, denn seine Familie ist schon lange im kbw aktiv. „Die Aufgabe, das Katholische Bildungswerk Michelbach zu übernehmen, wurde mir in die Wiege gelegt“, meint deshalb der 24-Jährige. Der gelernte Lebensmitteltechniker arbeitet seit einiger Zeit als Rezeptionist im Kloster Hochstrass und freut BWL Jakob Mayer aus sich über den Arbeitsplatz in Michelbach stimmiger Umgebung ebenso wie über die vielfältigen Kontakte und Begegnungen, die ihm dieser Arbeitsplatz ermöglicht. Als Kind und Jugendlicher war Jakob Mayer viele Jahre Ministrant und denkt mit Freude an die schöne Zeit zurück. Jetzt ist er im Pfarrgemeinderat seiner Pfarre Michelbach. Sein größtes Hobby ist das Fotografieren, deshalb hat er 2015 ein Einzelunternehmen im Bereich Fotografie gegründet. Er freut sich, Teil des Katholischen Bildungswerkes zu sein und lässt keinen Zweifel aufkommen, dass er die Aufgabe mit großem Engagement erfüllen wird.

Regionaltreffen 2017 – mit Glaubensimpuls von Weihbischof Dr. Anton Leichtfried Das Jahr 2017 steht für das Katholische Bildungswerk auch bei den Regionaltreffen ganz im Zeichen des Themas „Sinnerfüllt leben“. Wir wollen gemeinsam der Frage nachgehen, wie wir die Menschen erreichen können und was sie motiviert, eine Bildungsveranstaltung zu besuchen. Wie gelingt es uns als pfarrliches kbw, ihre Beweggründe zu verstärken und Hindernisse zu vermeiden? Wir freuen uns sehr, dass im zweiten Teil des Abends Weihbischof Dr. Anton Leichtfried theologische Impulse zu einem Leben aus dem Glauben zum Jahresthema „Sinnerfüllt leben heute“ geben wird. Daraus können wir neue Kraft für unsere ehrenamtliche Tätigkeit in der Erwachsenenbildung schöpfen.

Termine einplanen Wir laden Sie zu diesen Regionaltreffen recht herzlich ein und bitten Sie, die Herbsttermine bei der Programmplanung der pfarrlichen Bildungswerke zu berücksichtigen. Die Regionaltreffen können von allen BildungswerkleiterInnen und Teammitgliedern besucht werden.

Termine & Orte der Regionaltreffen 2017

TEXT ERWIN LASSLESBERGER, CHRISTINE DILL FOTO KBW ZVG

Zwölf neue BildungswerkleiterInnen dürfen wir in dieser Ausgabe der antenne begrüßen - in einigen kbws hat ein Generationenwechsel stattgefunden. Uns beeindruckt das Engagement für die Erwachsenenbildung in einem doch jugendlichen Alter einiger neuer KollegInnen. Wir freuen uns sehr und möchten Sie Ihnen in dieser und der nächsten antenne vorstellen.

u Mittwoch, 25. Oktober 2017 BildungsZentrum St. Benedikt, Seitenstetten u Freitag, 3. November 2017 Pfarrheim Gföhl u Dienstag, 14. November 2017 Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten Beginn jeweils 19 Uhr, Ende ca. 21.30 Uhr Wir bitten um Ihre Anmeldung und freuen uns auf Ihr Kommen!

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antenne 03 2017

bildungshäuser

Vortrag und Workshop

Die Naturapotheke aus dem Küchenkasten mit Mag.a Eva Fauma

Veranstaltungstipps unserer Bildungspartner u

Das Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten, lädt ein:

Saisonauftakt

HiphausWeltenBummeln Präsentation der neuen Homepage und des neuen Films über unser Haus mit Kabarettist Georg Bauernfeind Termin: 15. September 2017, 19 Uhr, Eintritt frei! Outdoor Seminar

„Er hebt mich auf einen Felsen empor“ (Ps 27,5) Bibel erfahren und klettern in Dürnstein mit DI Markus Killer und Ingrid Mohr Termin: So 17.09.17, 9 – 17 Uhr Kursbeitrag: € 25 (ermäßigt bis 26 Jahre), 35 € (Erwachsene)

Selbsterfahrungsseminar Auf dem Weg zum wichtigsten Menschen im Leben mit Irene Herzig Termin: Sa 30.09.17, 9 - 17 Uhr Kursbeitrag: € 90

Termin: Sa 21.10.17, 9 Uhr - So 29.10.17, 16 Uhr Kursbeitrag: € 120 Chorseminar

A capella – Leidenschaftlich Chorsingen mit Josef Habringer und Florian Schwarz Fr 27.10.17, 19 Uhr - So 29.10.17, 17 Uhr Kursbeitrag: € 70 bis 27 Jahre / € 110 Erwachsene

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Das BildungZentrum St. Benedikt, Seitenstetten, lädt ein:

Gut GESTIMMT im Alltag Die Kraft der eigenen Sprechstimme entdecken Termin: Dienstag, 19. September 2017, 17-18.30 Uhr, sowie am 26.9., 3.10., 24.10. und 14.11.2017 zur gleichen Zeit Referentin Mag.a Sieglinde Witzany akademische Stimm- und Sprechtrainerin (nach AAP), AHS-Professorin

Ernährung: Logisch Bio Ist BIO drin, wo BIO drauf steht? Termin: Donnerstag, 21. September 2017, 19 Uhr Referentin: Mag.a Irene Oberaigner, Ernährungswissenschaftlerin bei der Energie-und Umweltagentur NÖ

Impulse und Podiumsgespräch

Abenteuer Erziehung - was braucht (m)ein Kind zum Wachsen - Kinder ins Leben begleiten

Pastorale Perspektiven in Zeiten des Wandels

Termin: Samstag, 23. September 2017, 9-17 Uhr

mit Mag. Johann Wimmer, Prof. Dr.in Hildegard Wustmans, Dr.in Veronika Prüller-Jagenteufl

Referentin: Petra Lippay MA Diplompädagogin, Kommunikationsmanagerin, Mutter von drei Kindern; www.beziehungswert.at

Termin: Di 10.10.17, 19 Uhr Kursbeitrag: € 10

Die Luther-Schriften in der Stiftsbibliothek Termin: Samstag, 7. Oktober 2017, 14–17 Uhr

Biblisches Seminar

Hiob – der leidende Gerechte, der Gott anklagt mit Dr.in Annette Schellenberg, Evang. Fakultät Uni Wien Termin: Fr 20.10.17, 17 Uhr - Sa 21.10.17, 17 Uhr Kursbeitrag: € 45

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Referent: Mag. Günter Merz ev. Theologe, wissenschaftlicher Leiter des Evangelischen Museums Rutzenmoos, OÖ Seminarbegleitung: Mag. Josef Schlöglhofer, Mitarbeiter der Stiftsbibliothek, Mag. Johannes Deinhofer BildungsZentrum


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diözesanstelle

Bestsellerautor und Kinderarzt Dr. Herbert Renz-Polster kommt nach St. Pölten!

Ernährung: Bewusstsein

Born to be wild!

Alternative Ernährungsformen auf dem Prüfstand

Kinder und Jugendliche verstehen

Termin: Mittwoch, 11. Oktober 2017, 19-21 Uhr

Fachtagung für Eltern und Pädagog/Innen

Referentin: Mag. Andrea Fiala, selbständige Ernährungswissenschafterin, Salutovisorin® Inhaberin esswerk, www.ess-werk.at

Termin: Freitag, 9. März 2018, 14 – 18 Uhr, NÖ Landwirtschaftskammer St. Pölten

Vererben, Erben, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung - Informationsvortrag Dienstag, 17. Oktober 2017, 19 Uhr Referent: Notar Mag. Christian Knall

Bewegende Geschichten www.Animationsfilm-Workshop.com Freitag, 3. November 2017, 15-20 Uhr, und Samstag, 4. November 9-17 Uhr Referent Mag. art Ernst Spiessberger Studium der Bildhauerei und transmedialer Raum, Szenografie, llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll

Bildungshaus St. Hippolyt 3100 St.Pölten, Eybnerstraße 5 T 02742 352 104 E hiphaus@kirche.at W www.hiphaus.at

Vortrag: Zwischen Bullerbü und Shanghai. Wie fördern wir die Kinder? >> Mit jeder Generation geht der Streit von vorne los: Was ist die richtige „Förderung“ für kleine Kinder? Wie kann man sie am besten auf ein erfolgreiches Leben vorbereiten? Welche Ansätze und Programme sind die besten? Und doch bleibt das Dilemma für ErzieherInnen und Eltern immer dasselbe: Die wichtigsten Dinge des Lebens können wir den Kindern  nicht wirklich beibringen. Niemand kann ein Kind stark MACHEN - das müssen sie selber hinbekommen. Niemand kann einem Kind Kreativität VERMITTELN - das Kind muss das selber schaffen. Auch  Mitgefühl oder soziale Kompetenz kann man ein Kind nicht LEHREN. Wie aber gehen die Kinder vor, um das Fundament ihres Lebens aufzubauen? Und wie können Erzieherinnen und Eltern die Kinder dabei unterstützen? Anschließender Workshop:

Born to be wild – Warum entwickeln sich Kinder eigentlich so, wie sie sich entwickeln? Kinder stellen uns vor so manches Rätsel:

BildungsZentrum St. Benedikt

- ihr Schlaf - anstrengend bis inakzeptabel, kein Wunder, dass es immer mehr Schlafambulanzen gibt

3353 Seitenstetten, Promenade 13 T 07477 42885 E bildungszentrum@st-benedikt.at W www.st-benedikt.at

- ihr Essen - zumindest seltsam: Süßes rutscht gut, das leckere Gemüse aber eher nicht - ihre Emotionen: ein Chaos - schon mal ein Kind in der Trotzphase erlebt?

Weitere Workshops: u

Weinen, toben, traurig sein

u Anker sein für mein Kind – auf den Spuren der „Neuen Autorität“ Bild: Dr. Herbert Renz-Polster; Kinderarzt und assoziierter Wissenschaftler am Mannheimer Institut für Public Health der Universität Heidelberg. Er gilt als eine der profiliertesten Stimmen in Fragen der kindlichen Entwicklung. Seine Werke »Menschenkinder« sowie »Kinder verstehen« haben die Erziehungsdebatte in Deutschland nachhaltig beeinflusst. Er ist Vater von vier Kindern.

u Eltern.tisch – Fachgespräche im Elternkreis: u Jugend und Migration u Kindheit unplugged – Erlebnispädagogische Ansätze u Unbefangenheit hilft leben – Schörl Pädagogik

TEXT EVA MARIA MAYR FOTO:

Stecken Erziehungsfehler dahinter? Oder stimmt etwas mit dem Kind nicht? Dieser Workshop behandelt die Themen Entwicklung und Erziehung aus einer evolutionären Perspektive.

Dorothee Polster

- und von der Pubertät will ich gar nicht anfangen.

Kontakt: Eva Maria Mayr, MAS, T 02742/324 2357

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charisma

„ Lehrgang Biografiearbeit In diesem 6-teiligen Lehrgang erleben Sie, wie Biografie wirkt und Sie erfahren, wie Sie mit Kompetenz und Behutsamkeit Biografiearbeit planen und anleiten können. Sie lernen Biografiearbeit kennen, indem Sie sich mit Ihrer eigenen Lebensgeschichte befassen und sich von den erlebten Geschichten anderer beschenken lassen.

Modul 1: Den roten Faden im Leben finden Grundlagen der Biografiearbeit Referentin: Sabine Sautter 26. Jänner - 27. Jänner 2018

Die weiteren Module Modul 2: Unterwegs mit mir – Biografische Selbstreflexion Referentin: Susanne Hölzl, Termin: 20.-21. April 2018

TEXT DR. ERWIN LASSLESBERGER FOTO: ISTOCK

Modul 3: Am Hirn führt kein Weg vorbei: Gehirn, Gedächtnis und Gefühle in der Biografiearbeit Referent: Hubert Klingenberger, 28.-29. September 2018

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Das Leben wird in der Vorschau gelebt und in der Rückschau verstanden.. Sören Kierkegaard

Ganz Ohr! - VorlesepatInnen gesucht Faszination Vorlesen – Geschichten gemeinsam erleben Aufgrund des großen Erfolges bieten wir auch im Frühjahr 2018 eine Ausbildung für VorlesepatInnen an.

Ganz Ohr! Vorlesen für Kinder von 2 bis 6 Jahren Damit sich Kinder, wenn sie älter sind, fürs Lesen begeistern können, brauchen sie Menschen, die ihnen vorlesen, solange sie klein sind.

Ganz Ohr! „Besuch mit Buch“-Vorlesen für SeniorInnen Vielen SeniorInnen ist es nicht mehr möglich, selbst ein Buch oder eine Zeitschrift zu lesen. Durch jemanden, der vorliest, können alte Menschen wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben und sich austauschen.

Modul 4: Gut geplant ist halb gewonnen – Didaktik der Biografiearbeit Referentin: Susanne Hölzl, Termin: 23.-24. November 2018

Für den Abschluss der Schulung ist die Teilnahme an den drei Basismodulen und an einem Wahlmodul erforderlich.

Modul 5: Lebenshaus und Wundertüte – Kreative Methoden in der Biografiearbeit Referentin: Petra Dahlemann, Termin: 18.-19. Jänner 2019

Gerlinde Falkensteiner, Bibliotheksfachstelle Diözese St. Pölten, g.falkensteiner@kirche.at, 0676 826615342

Modul 6: Werkstatt der Biografiearbeit – Abschlusswochenende Referentin/Referent: Susanne Hölzl, Erwin Lasslesberger, Termin: 29.-30. März 2019 Alle Module finden im Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten, statt. Seminarzeiten: Freitag 14 – 21 Uhr und Samstag 9 – 17 Uhr Infos und Anmeldungen: charisma@kirche.at

InteressentInnen können sich bereits voranmelden bei:

Das VorlesepatInnen-Projekt wird durchgeführt von: Bibliotheksfachstelle Diözese St. Pölten, Katholisches Bildungswerk der Diözese St. Pölten, Fachbereich Beziehung-Ehe-Familie, Familienverband der Diözese St. Pölten Ort: Pastorale Dienste, Klostergasse 15, 3100 St. Pölten, Termine: März bis Mai 2018 Sichern Sie sich bereits jetzt einen Platz ! Max. 15 TeilnehmerInnen!


antenne 03 2017

termine

charisma-Seminare im Herbst W(O)rtwechsel Im Flanieren, Verweilen und Schreiben sich auf das Wechselspiel zwischen Orten und Worten einlassen Referentin: Brigitta Höpler, Kunsthistorikerin und Schreibpädagogin Termin: 29. September – 1. Oktober, BildungsZentrum St. Benedikt, Seitenstetten

Spontane Geschichten Improtheater-Workshop für erfahrenen SpielerInnen und EinsteigerInnen Referent: Georg Wandl, Improtheater-Trainer, Schauspieler und Regisseur Termin: 29. – 30. September, Naturfreunde Bootshaus St. Pölten-Spratzern

Unterwegs mit mir

Besprechungen leiten und moderieren Für alle, die Besprechungen abhalten und diese zielführend und abwechslungsreich gestalten wollen Referentin / Referent: Maria Mayer-Nolz, Erwin Lasslesberger Modul 1: 19. Oktober, Modul 2: 22. November, jeweils 14.30 – 18 Uhr Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten

Meine Lebensgeschichte als Kraftquelle Referentin: Susanne Hölzl, Trainerin mit dem Schwerpunkt Biografie Termin: 6. - 7. Oktober, BildungsZentrum St. Benedikt, Seitenstetten

Zu 100% Kunst Besuch im Atelier 10 im 10. Wiener Gemeindebezirk (ehemalige Ankerbrot-Fabrik) Referentin: Sr Ruth Pucher, Kunsthistorikerin Termin: 6. Oktober 14 – 15.30 Uhr, Atelier 10, 1010 Wien Für diesen Lehrgang und alle charisma-Veranstaltungen:

Feedback geben und empfangen

Infos, Detailprospekte und Anmeldung

Den Ball gut aufnehmen und wirkungsvoll zuspielen Referentin: Christa Schmid, Wirtschaftstrainerin

T 02742 324 2352

Termin: 11. Oktober, 9 – 17 Uhr Für ReferentInnen und alle Interessierten; Teilnehmende aus Mitgliedseinrichtungen des FEN zahlen die Hälfte.

charisma

E charisma@kirche.at www.kbw-charisma.at

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termine

September 2017

23.09. Präsentationstag Pfarrheim Steinakirchen am Forst Sa, 13.30 bis 17.30 Uhr 24.09. bis 01.10.

W(o)rtwechsel Brigitta Höpler Fr 19 bis So 12 Uh Uhr BildungsZentrum St. Benedikt

29.09. bis 30.09.

Spontane Geschichten Georg Wandl Fr, 16 Uhr bis Sa, 17 Uhr Naturfreunde Bootshaus, St. Pölten-Spratzern

Oktober 2017

06.10. bis 07.10

Unterwegs mit mir Susanne Hölzl Fr 14 Uhr bis Sa 17 Uhr BildungsZentrum St. Benedikt

08.10.

Zu 100 % KunstSr Ruth Pucher Fr 14 Uhr bis 15.30 Uhr Atelier 10, 1100 Wien

bildung

19.10. Besprechungen leiten und moderieren Dipl.-PAss. Maria Meyer-Nolz Dr. Erwin Lasslesberger Do 14.30 Uhr bis 18 Uhr Modult 2: 22. November 2017 Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten 20.10. ... damit es wieder flutscht Beatrix Dangl-Watko, M.Ed. Sa 9 - 13 Uhr Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten 25.10. Regionaltreffen Weihbischof Dr. Anton Leichtfried Mi 19 Uhr bis 21.30 Uhr BildungsZentrum St. Benedikt, Seitenstetten

November 2017 03.11. Regionaltreffen

Weihbischof Dr. Anton Leichtfried Fr 19 Uhr bis 21.30 Uhr Pfarrheim Gföhl 14.11 Regionaltreffen Weihbischof Dr. Anton Leichtfried Di 19 Uhr bis 21.30 Uhr Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten

11.10. Feedback geben und empfangen Christa Schmid . Mi 9 Uhr bis 17 Uhr Maria Ward-Haus, Lilienhof, St. Pölten

POSTENTGELT BAR BEZAHLT. ANTENNE „SPONSORING POST“ Absender: Katholisches Bildungswerk der Diözese St.Pölten, Klostergasse 16. Erscheinungsort: St.Pölten,

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Verlagspostamt: 3100 St.Pölten GZ 02Z033501S

Antenne 3 2017 web  
Antenne 3 2017 web  

antenne 3/17- Zeitung des Katholischen Bildungswerkes der Diözese St. Pölten - Thema der Ausgabe: Beziehungen

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