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17. Internationale Literaturtage Hall in Tirol 6. – 8. September 2019 Eintritt frei

ISBN 978-3-9504419-9-4


Inhaltsverzeichnis  Seite Detailprogramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4–6 Sprachsalz Mini . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Das Wichtigste in Kürze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8/9 Wichtige Adressen und Infos . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Vorwort Heinz D. Heisl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Grußworte der Landesrätin Mag. Dr. Beate Palfrader . . . . . . . . 16 Grußworte Bürgermeisterin von Hall Dr. Eva Maria Posch . . . . 18

Haltungsübung Nr. 20

Neugierig bleiben.

Eine leichte, beinahe kinderleichte Haltungsübung ist gleichzeitig eine der wichtigsten: neugierig bleiben. Wenn Sie das jeden Tag üben, machen Sie es irgendwann automatisch. Wir sprechen da aus Erfahrung. derStandard.at

Der Haltung gewidmet.

Autoren und Autorinnen: Pedro Badrán . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Antonia Baum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Zoltán Danyi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Elke Heidenreich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 C. H. Huber . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Lorenz Langenegger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Barbi Markovic . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Marie Modiano . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Ernst Molden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Herta Müller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Gabriele Petricek . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Vladimir Sorokin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Dieter Sperl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 Durian Sukegawa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 Philipp Weiss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Sprachsalz fördern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36/37 Deutsche Sprachsalz-Stimmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38/39 Sprachsalz im Salz/Dampf/Medienturm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Hall & Parkhotel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 Stadtplan Hall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44/45 Die OrganisatorInnen und MitarbeiterInnen . . . . . . . . . . . . 46–53 Sprachsalz dankt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56/57

Liebes Publikum, unser Festival ist eintrittfrei; bitte kommen Sie deshalb rechtzeitig, wir können leider k­ eine ­Reservierungen vor­ nehmen (außer Samstagabend). Bei vollen Sälen schließen wir die Türen nach Lesebeginn, damit Autor­Innen und Publikum ungestörten Lese- und Hörgenuss haben!    Das Sprachsalz-Team. 3


Freitag, 6. September 2019 Saal 1 Parkhotel / Terrasse

Saal 4

13:00

C. H. Huber

14:00

Philipp Weiss

15:00

Zoltán Danyi

15:00

16:00

Gabriele Petricek

16:00 Lorenz Langenegger

17:00

Pedro Badrán

17:00

Barbi Markovic

18:00

Herta Müller

18:00

Marie Modiano

19:00

Pause

Dieter Sperl

Kleine Leseanleitung dieses Programms: • Die Lesungen finden im Stundentakt statt, dauern aber in der Regel 30–35 Minuten, damit genügend Zeit für Pausen und Saalwechsel ist. • Bei den fremdsprachigen Lesungen werden kurze Auszüge der Prosa­texte in Originalsprache gelesen, alles andere in deutscher Übersetzung. Gedichte werden oft in beiden Sprachen gelesen (Original und Deutsch). • Bitte kommen Sie rechtzeitig zu den L ­ esungen! Für die Lesungen zum Medienturm Ablinger.Garber brauchen Sie 15 Gehminuten.

20:00 Vladimir Sorokin 21:00 Amuse Bouche: bis Late Night mit Ernst Molden, 22:30 Moderation: Düsi Künzler

Samstag, 7. September 2019 Saal 1 Parkhotel

Kleiner Kurhaussaal oder Stadtsaal

Medienturm

13:00

Marie Modiano

13:00

Elke Heidenreich

13:15

Gabriele Petricek

14:00

Barbi Markovic

14:00

Pedro Badrán

14:15

Antonia Baum

15:00

Dieter Sperl

15:15

C. H. Huber

16:00

Durian Sukegawa

16:15

Ernst Molden

17:00

Philipp Weiss

17:15

Amuse Bouche: Verrückte Lite­ ratur aus Lateinamerika mit dem Übersetzer Peter SchultzeKraft

Eingangshalle Parkhotel 18:00 Einlass. Ab 19:00 Essen. 20:30 Programmbeginn

Großer Sprachsalzabend mit

Herta Müller, Ernst Molden u. a. Bitte nehmen Sie Ihre Plätze rechtzeitig ein, da wir den Hauptgang nur vor den Lesungen servieren. Reservierte Plätze nur mit Essen! 4

5


Sprachsalz Mini

Sonntag, 8. September 2019 Stadtsaal

Medienturm 11:00 – 12:30

13:00

Antonia Baum

14:00

Zoltán Danyi

15:00

Durian Sukegawa

16:00

Vladimir Sorokin

17:00

Lorenz Langenegger

18:00 bis 19:20

Sprachsalz-Club: «Der Übergriff der Literatur ins Leben» Gespräch und Lesung mit Elke Heidenreich

Sprachsalz-Talk: «Wenn das Stille laut wird» – über die Poesie auf der Bühne und das Theater auf dem Papier. Mit G. Petricek und L. Langenegger

ptember 2019 Montag, 9. Se Durian rung mit Filmvorfüh ten «Kirschblü Sukegawa m a » n ohne und rote B im r h .30 U Montag, 18 nsbruck In o Leokin

Eine Buchwerk­ statt für Kinder

In dieser Werkstatt lernen wir, wie man Bücher unkompliziert mit Nadel und Faden bindet. Dazu braucht es neben Nadel und Faden noch Zeichenpapier und einen Fotokarton sowie ein wenig Geduld. Mit Buntstiften, Wasser­farben oder einer Collage gestalten wir die fertigen Bücher. Danach experimentieren wir noch mit verschiedenen Textsorten. Zum Beispiel probieren wir Elfchen, Stabreime, Haiku, Schnitzeltexte oder die sogenannte «visuelle Poesie» in der Praxis aus. Im Anschluss können die Kinder ihre Bücher mit nach Hause­nehmen. Eine Auswahl von Texten und Bildern, die bei Sprachsalz-Mini enstanden sind, werden – mit Einverständnis der Eltern – auch in einem eigenen Buch übernommen! Während der Sprachsalz-Mini Buchwerkstatt wird es kurze Leseeinheiten von Sprachsalz Autorinnen und Autoren mit Texten für Kinder geben. Auch Kinder oder Erwachsene, die kein Buch basteln wollen, sind dazu herzlich eingeladen! Eine genaue Leseliste mit den Beginnzeiten finden Sie unten. Sprachsalz Mini – Saal 3 Parkhotel Kurzlesungen (10 Min.) für Kinder. Finden nur statt, wenn junge Erd­menschen da sind, ältere sind aber zugelassen Samstag, 7. 9. 2019 15:00

Elke Heidenreich

16:00

Gabriele Petricek

Sonntag, 8. 9. 2019

Oberer Stadtplatz 2, A-6060 Hall in Tirol Tel.: 05223 / 42 5 25 info@lampereisen.at www.lampereisen.at

15:00

Lorenz Langenegger

16:00

Dieter Sperl

Kinder im Alter von 7 – 12 Jahren; Eintritt frei! Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich!

Eine Anmeldung zu Sprachsalz-Mini ist nicht unbedingt notwendig, über die Webseite aber möglich. https://www.sprachsalz.com/programm/sprachsalz-mini/ 7


Das Wichtigste  Preise: Sprachsalz erfreut sich wachsender Beliebtheit und der Eintritt ist frei; das ist nur möglich dank öffentlicher und privater Unterstützung und ehrenamtlicher Tätigkeit der Organisatoren.  Zeiten: Die meisten Lesungen beginnen zur vollen Stunde: Bitte kommen Sie deshalb rechtzeitig, wir können keine Plätze reservieren. Bei vollen Sälen schließen wir die Türen nach Lesebeginn, damit Autorinnen, Autoren und das Publikum ungestörten Lese- und Hörgenuss haben! Bei starkem Andrang behalten wir uns vor, Platzkarten abzugeben, damit kein Gedränge entsteht. Am großen Sprachsalzabend am Samstag können Plätze (nur mit Essen) reserviert werden.  Lesungen und Sprachen: Einzelne AutorInnen lesen in ihrer Muttersprache einige Text-Passagen. Wir haben Schauspieler engagiert, die die Texte auf Deutsch vortragen.  Orte: Fast alle Lesungen finden im Parkhotel statt: Während des Festivals werden die meisten AutorInnen zwei Mal lesen, sodass für das Publikum die Möglichkeit besteht, den Lieblingsautor oder die Lieblingsautorin nochmals zu hören.  Ein paar Lesungen finden außerhalb statt: Einige Lesungen und Diskussionen finden im Haller Medienturm bei Ablinger. Garber statt. Am Samstag und Sonntag außerdem auch im Kurhaus oder im Stadtsaal.  Der Festabend am Sprachsalz-Samstag: Kulinarisches und Literarisches­. Am Samstagabend findet in der großen Halle des Parkhotels der Sprachsalz-Festabend mit mehreren AutorInnen statt. Auch kulinarisch werden Sie verwöhnt: Das Restaurant Welzenbacher stellt ein dreigängiges SprachsalzMenü vom Feinsten zusammen. (Einlass 18.00 Uhr, ab 19.00 Uhr wird gegessen – Vorspeise und Hauptgänge, ab 20.30 Uhr wird gelesen, mit einer kleinen Dessertpause.) Tisch-Reservation ist möglich (mit Sprachsalz-Menü à 39 Euro/Person bei Vorkasse, Getränke separat). Tischreser­ vierungen nimmt die Sprachsalz-Organisation entgegen, online auf www.sprachsalz.com oder unter reservation@sprachsalz.com. Telefonisch unter­ 0676/5126635. Einige wenige Plätze sind auch ohne Essen zu haben, diese können nicht reserviert werden.  Sponsorenmöglichkeit: Sehr dankbar sind die Sprachsalz­ OrganisatorInnen auch für die Reservierung von Sponsoren8

in Kürze. tischen. Für 110 Euro je Platz bekommen Sie die besten Plätze reserviert, Menü und Getränke inklusive. So werden Sie zu GönnerInnen des Festivals!  Neu: Sie können auch Fördermitglied werden, mehr dazu auf den Seiten 36/37.  Poesie im Freien: Die Terrasse im Park vor dem Welzen­ bacher Gebäude ist nicht nur gemütlich, sondern wird es möglich machen, Literatur direkt unter dem freien Himmel zu erleben (sofern es das Wetter erlaubt), mit einem spektakulären Blick auf die Landschaft und die Stadt.  Neu bei Sprachsalz gibt es den Programmpunkt «Amuse Bouche». Hier finden sich Programmpunkte, die Crossovers sind zwischen Literatur und anderen Sparten, so etwa Musik oder Wissenschaft.  Während dem Festival findet auch Sprachsalz-Mini statt, wo gebastelt werden darf und spezielle, kurze Lesungen für ­Kinder stattfinden.  Sprachsalz Audio-Archiv: Sprachsalz stellt bereits während dem Festival Audiofiles und vereinzelt auch Videos im Web zur Verfügung. Teile des Festivals können so nachgehört werden, auch dank dem Innsbrucker Zeitungsarchiv: Danke!  Das Markenzeichen Sprachsalz: Wir stellen das Programm mit viel Herz und Verstand zusammen. Alle Kuratoren frönen einem unbändigen Lesehunger, der wiederum zu einer ganz persönlichen Auswahl für das Festival führt, weil wir Interessantes und Hörenswertes gerne mit Ihnen teilen möchten. Bei Sprachsalz wird es deshalb kein Wettlesen, keine Themenschwerpunkte und keine Bestsellerorgien oder Fachdiskus­ sionen geben. Wir lesen anders ...

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Wichtige Adressen / Infos Generelle Adresse für Nachfragen: Festivalbüro Sprachsalz

info@sprachsalz.com

(nur von Donnerstag – Sonntag des Festivalwochenendes) +43

Organisation, Magdalena Kauz Festivalbüro, Sabine Steiner Presse, Valerie Besl Reservationen Samstag: reservation@sprachsalz.com

522 353769 312 +43 678 1258359 +43 680 3038710 +43 664 8339266

+43 680 3144890

Briefadresse Österreich (Rechnungsadresse): Sprachsalz c/o Elias Schneitter Am Weingarten 15, A-6170 Zirl, Österreich Vereinsadresse: Sprachsalz – Verein zur Förderung von Literatur c/o Medienturm Saline 20, A-6060 Hall, Österreich Briefadresse Organisation & Obmann: Sprachsalz c/o Kauz & Heisl Richtergasse 1/Top 10, A-1070 Wien, Österreich Adresse Parkhotel: Parkhotel Hall Thurnfeldgasse 1, A-6060 Hall i.T., Österreich Bankverbindung: Bankverbindung für Zahlungen Sprachsalz Hall i.T.: Hypo Tirol-Bank, BLZ 57000, KNR. 20011025804, „sprachsalz“ IBAN: AT76 5700 0200 1102 5804, Swift: HYPTAT22 Impressum: Texte: Magdalena Kauz (mk), Heinz D. Heisl (hdh), Elias Schneitter (es), Ulrike Wörner (uw), Urs Heinz Aerni (uha), Alexander Kluy (AK). Korrektorat: Sabine Steiner, Alexander Kluy, Ulrike Wörner. Bilder: M. Kauz, F. Schneider, Y. Noir, M. Tschudin, D. Mörgenthaler, andere: siehe Bildlegenden Drucksachen: Ablinger.Garber Hall i.T. Gestaltung: Harald Wolf © Sprachsalz (Sprachsalz ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Hall in Tirol). Adressen: Sprachsalz – Verein zur Förderung von Literatur, c/o Medienturm, Saline 20, A-6060 Hall, Österreich

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Grußwort Heinz D. Heisl, Vereins-Obmann Die unappetitlichen politischen Vorkommnisse der letzten Zeit in Österreich bescherten mir ein Déjà-vu, zu dem ich bemerken kann: "in magna frusta": wenn aus Machthunger und Eitelkeit Teams oder Institutionen abgesetzt und ersetzt werden sollen und aus Tätern plötzlich Opfer werden; und für eine treue Gefolgschaft bleiben sie auch Opfer (Gefolgschaft hinterfragt nicht, ist allerdings auch nicht nur treu, sie erwartet sich für die Treue auch etwas). Typen wie diese werden immer wieder kommen, hatte meine Großmutter gewusst (und das ist beileibe nicht nur in der Politik so, man kennt das). Und wie recht sie hatte: Nach nur wenigen Tagen dann 45.000 Vorzugsstimmen bei der Europawahl. Deswegen werden die Störfeuer in unterschiedlichster Form und auf unterschiedlichste Weise garantiert wiederkehren, man kennt das; und insofern dann einmal übertrieben worden ist, erklärt man die Chuzpe kurzerhand zur Satire. Auch das kennt man. So far so good. Mich erfüllt es jedenfalls mit ganz besonderer Freude und zugegeben auch Erleichterung, dass uns, unser Festival, unser Publikum und nicht zuletzt die Stadt Hall heuer SchriftstellerInnen beehren, deren Stimme weltweit gehört wird – allen voran die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller. Ich durfte heuer eine Ehrung der Stadt Hall entgegennehmen, eine Ehrung, die ich in gewisser Weise als stellvertretend für das Team und das Festival sehe. Einen herzlichen Dank dafür. Und ein Dankeschön an alle AutorInnen, die Sprachsalz 2019 durch ihre Anwesenheit auszeichnen. Das sind also Herta Müller, Durian Sukegawa («Kirschblüten und rote Bohnen»; Eröffnungsfilm der Filmfestspiele von Cannes 2015) Vladimir Sorokin, Marie Modiano, Zoltán Danyi, Elke Heidenreich, Ernst Molden und viele mehr ... Und nicht zuletzt gilt mein Dank unserem Publikum.

 

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Heinz D. Heisl, Obmann Sprachsalz


Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger! «Die Literatur gibt der Seele Nahrung, sie bessert und tröstet sie», schrieb einst der französische Philosoph und Schriftsteller Voltaire (1694–1778). Vom 6. bis zum 8 September 2019 dreht sich bei den Internationalen Literaturtagen Sprachsalz in Hall ­alles um die großen und kleinen Abenteuer des Lebens. Bereits zum 17. Mal werden renommierte AutorInnen aus dem In- und Ausland mit ihren literarischen Werken sowohl zum Nachdenken und zur durchaus kritischen Auseinandersetzung mit der Komplexität unserer Gesellschaft an­regen, als auch die kleinen Dinge des Lebens aufzeigen, die schlussendlich für so vieles mehr ­stehen. Sprachsalz gilt als fester Bestandteil der Tiroler Literaturlandschaft, bietet Möglichkeiten zum Dialog und Austausch und setzt wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der heimischen Literaturszene. Es braucht solche Festivals, die die große Bandbreite der Literatur in den Vordergrund stellen und der Öffentlichkeit bewusst machen. Zudem sorgt das Festival mit Sprachsalz-Mini dafür, dass die Begeisterung für Literatur auch bei jungen Menschen geweckt wird. Ich bin überzeugt, dass Sprachsalz mit einem hochkarätigen Programm auch heuer wieder für spannende Einblicke in das vielfältige literarische Schaffen unserer Zeit sorgen und das Publikum in seinen Bann ziehen wird. Ich danke dem Festival-Organisationsteam für das große Engagement im Dienste der Literatur und wünsche den Literaturtagen 2019 viel Erfolg sowie den BesucherInnen eine spannende Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Literatur!

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Dr. Beate Palfrader

Landesrätin für Bildung, Kultur, Arbeit und Wohnen

© Clemens Ascher

© Tanja Cammerlander_0175

Grußworte der Landesrätin Mag. Dr. Beate Palfrader

Über 50.000 Bücher und ein erschütternd gutes Veranstaltungsprogramm. Stadtbibliothek Innsbruck Amraser Straße 2 stadtbibliothek.innsbruck.gv.at


© Watzek

Grußworte der Bürgermeisterin von Hall i. T., Dr. Eva Maria Posch Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger! «Ein Haus ohne Bücher ist ein armes Haus.» Das hat Hermann ­Hesse einmal geschrieben. Diesen Satz könnte man auch auf eine Stadt umlegen. «Eine Stadt ohne Literatur ist eine arme Stadt.» In dieser Hinsicht – und das sage ich voll Stolz – ist unsere Stadt Hall eine sehr reiche Stadt, denn Literatur hat bei uns einen hohen Stellen­wert und lange Tradition. Heuer wurde zum Beispiel eine Stadt­schreiberstelle eingerichtet, wo AutorInnen eingeladen werden­, die Stadt Hall aus ihrer Sicht unter die Lupe zu nehmen. Auch das Kulturlabor Stromboli, wo regelmäßig Dichterlesungen stattfinden, muss hier erwähnt werden, aber vor allem ist hier auch unsere Stadtbibliothek mit ihren beiden Standorten, die ganzjährig beste Literatur für Kinder und Erwachsene anbieten, zu erwähnen und last but not least ist besonders auf das internationale Literaturfestival sprachsalz hinzuweisen. Heuer findet dieses Festival bereits zum 17. Mal statt und dadurch wird unsere Stadt zu einem Zentrum für Literatur weit über die Grenzen Tirols hinaus. Besonders freut mich, dass zu den Lesungen, Gesprächen, Vorträgen nicht nur Besucher aus Nah und Fern zu uns kommen, sondern dass die Literaturtage besonders bei der einheimischen Bevölkerung auf so großes Interesse stoßen. Ich wünsche allen AutorInnen und allen BesucherInnen ein spannendes Literaturfest und möchte mich bei den OrganisatorInnen für Ihre Arbeit herzlich bedanken und allen einen großen Erfolg wünschen.

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DER TOURISMUSVERBAND WÜNSCHT UNVERGESSLICHE STUNDEN IN DER SPRACHSALZ – STADT HALL IN TIROL

Dr. Eva Maria Posch Bürgermeisterin der Stadt Hall in Tirol

TOURISMUSVERBAND REGION HALL-WATTENS T: +43(0)5223/45544-0, F: +43(0)5223/45544-20 info@hall-wattens.at, www.hall-wattens.at


© Peter Schultze-Kraft

Lebt in Bogotá (Kolumbien)

Was wissen wir schon über Kolumbien. Drogenkriminalität, Bandenkriege, ach ja. Aber: Gabriel García Márquez. Der Meister des magischen Realismus, der die Grenzen zwischen Realität und Phantastischem zu verwischen vermochte. Vielleicht, vielleicht ist Kolumbien ja auch darum unter den spanischsprachigen Ländern Südamerikas das Land mit der dritthöchsten Buchproduktion. Es ist ein Glücksfall, dass Pedro Badrán, einer der herausragenden Vertreter der Post-post-García-Márquez-Generation in der kolumbianischen Literatur, nach Hall kommt. So bietet sich die Möglichkeit, seinen im Frühjahr 2019 auf Deutsch erschienenen Roman «Der Mann mit der magischen Kamera» kennen zu lernen. Im Mittelpunkt stehen ein von Abriss bedrohtes Hotel und die, die mit ihm verbunden sind, ein Glücksschmied, eine Touristin, ein Rezeptionist und natürlich Tony Lafont, der Mann mit der magischen Kamera: «Meine Fotos sollen dieser Geruch nach Feuchtigkeit sein, der Riss in der Wand, das Maunzen der rolligen Katze, die Laken des Hotels, das Sirren eines Moskitos im Zimmer, die Brise, die durch den Patio weht, der Schatten unter den Mandelbäumen …» Dieser karibische Roman, ein Mosaik aus Poesie und Vergänglichkeit, fordert durch seine Vielschichtigkeit heraus und «erzeugt Bücher-Auswahl: «Der Mann mit der magi- einen Sog, dem sich die Leser nicht schen Kamera» (aus dem entziehen können», so Hans ChrisSpanischen übersetzt toph Buch in der «FAZ». von Peter Schultze-Kraft Was wissen wir schon über Kolumbien. und Rainer Schultze¡Venga a ver, Señoras y Señores! Kraft), Roman 2019 edition 8; «Margarita  UW entre los cerdos» 2018 Randomhouse Bogotá; «Lecciones de vertigo» 2015 Editorial Planeta Madrid

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Antonia Baum. Lebt in Berlin

Wie kommt man nur auf solche Titel? «Vollkommen leblos, bestenfalls tot», «Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte, mich von Radkappen und Stoßstangen zu ernähren» und «Tony Soprano stirbt nicht». Jeder für sich lässt den Kopffilm rattern, bevor noch die erste Zeile gelesen ist. Antonia Baum kann Geschichten erzählen, Geschichten die «cool, unprätentiös, witzig und herzzerreißend» daherkommen, wie Moritz Baßler in der «Zeit» urteilt. Geschichten, wie man zur Liebe seiner Familie verdammt ist, auch wenn der Vater Theodor (in «Schrottplatz») ein Autohändler, Arzt & Nichterzieher und der Mutterersatz ein Sultan ist. Geschichten, die von so unerheblichen Dingen und gleichzeitig wichtigen Details wie der Hans-Meiser-Beobachtungshaltung oder der Bach-Gans Raum geben. Ge­schichten, die in eine Welt eintauchen lassen, für die Kleinbürgertum ein Fremdwort ist. Geschichten, deren an Popkultur und Raptexte angelehnte Titel nicht zu viel ver­sprechen, sondern schräge, komische, skurrile Vater-Kind-GeschwisterFamilienbeziehungen in ein neues Licht treten lassen. Geschichten, in denen Sätze wie «Wenn ein Auto weg ist merkt Theodor das sofort. Ganz im Ernst, der hätte Bücher-Auswahl: Autos kriegen sollen keine Kinder» «Stillleben» Roman 2018 Piper; «Tony Soprano nicht nur auf dem Buchumschlag stirbt nicht» Roman 2016; stehen, sondern glücklicherweise im «Ich wuchs auf einem Roman massenhaft zu finden sind.  Schrottplatz auf, wo ich  UW lernte, mich von

© Andreas Hornoff

Pedro Badrán.

Radkappen und Stoßstangen zu ernähren» Roman 2015; «Vollkommen leblos, bestenfalls tot», Roman 2011; alle Hoffmann und Campe

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© Schwichow

Lebt in Senta/Serbien

«Die Erde bebte, sagte er, oder es waren nur die Beine, die ihm zitterten, in Berlin lief er den ganzen Tag nur hin und her in den Straßen, seit Tagen lief er nur hin und her, er fing am Morgen an und blieb nicht stehen, bis spät in die Nacht». So setzt Zoltán Danyis aufwühlender erschreckender, so überwältigender Roman «Der Kadaverräumer» ein. Nicht nur der Boden bebt und wackelt und ist unsicher. Nahezu alles andere auch, erst recht das menschliche Miteinander, das im jugoslawischen Bürgerkrieg zur grausamen Unmenschlichkeit mutiert. Zoltán Danyi, geboren 1972 in Senta, damals Jugoslawien, heute im nördlichen Teil Serbiens gelegen, dort der ungarischen Minderheit angehörig, studierter Philosoph und Literaturwissenschaftler, Lyriker und Universitätsdozent, der über den brillanten Béla Hamvas promoviert wurde, welcher Philosoph, Essayist, Kritiker und Wein-Denker war und nach 1948 Lagerverwalter und Hilfsarbeiter, ist zudem der erste hauptberufliche Rosenzüchter, der bei Sprachsalz liest. Denn er leitet in seinem Heimatort eine von seiner Mutter gegründete Rosengärtnerei. Blut und Rosen, eng miteinander verschwistert. Oder wie The Smithereens einst in ihrem­Song «Blood and Roses» meinten: «I want to love but it comes out wrong Bücher-Auswahl: / I want to live but I don’t belong». «Der Kadaverräumer»  AK Roman 2018 Suhrkamp Verlag

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Elke Heidenreich. Lebt in Köln

Sie ist Köln treu geblieben, genauso der Hingabe an Bücher. Ihre kabarettistischen Kolumnen im damaligen SWF 3 – mein Gott, wie haben wir den Sender sogar im schweizerischen Aargau ge­liebt – hallen heute noch in den Ohren von Menschen mit ähnlichem Jahrgang wie der des Verfassers. Parallel zum eigenen Schreiben gehört sie zu den lustvollsten Leserinnen und Literaturvermittlerinnen in den Studios des deutschsprachigen Rundfunks. Sie sagt: «Wenn man die Freude, Bücher zu lesen, zum Beruf machen kann, ist das an sich schon groß­artig. Aber noch besser ist, mit klugen Menschen über diese ­Bücher zu reden, sich gemeinsam zu freuen oder tüchtig zu s­ treiten.» Der Verfasser sagte ihr im Jahre 2001 in Solothurn während eines Interviews für das St.Galler Tagblatt: «Irgendwann werde ich ein Buch schreiben, aber dafür Bücher-Auswahl: halte ich mich zu jung…» Sie: «Wie alt «Alles fließt – Der Rhein. sind Sie denn?» Er: «Neununddreißig». Eine Reise» 2018 Corso; «Alles kein Zufall. Kurze Sie: «Da waren andere schon tot. Geschichten» 2016; Wenn Sie keinen wirklichen Drang «Nero Corleone kehrt verspüren, kein Lebensmuss, dann zurück» 2012; «Passione – Liebeserklärung an die lassen Sie es bleiben, bleiben Sie Musik» 2009; «Alte Liebe. Leser.» Erzählungen» (mit Bernd Wir freuen uns auf sie: die Leserin und Schroeder) 2009; Schreiberin. «Rudernde Hunde» (mit  UHA Bernd Schroeder) 2002;

© Ohlbaum

Zoltán Danyi.

«Der Welt den Rücken. Erzählungen» 2001; «Nero Corleone» (mit Quint Buchholz) 1995, alle bei Hanser

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© markus maass

Lebt in Innsbruck

In ihrem neuen Gedichtband «die vögel reden wieder miteinander», der zum Festival erscheint, reißt immer wieder ein einzelnes Wort aus nach links, es wirkt, wie wenn es sich nicht in den strengen Zeilenbruch hätte einklinken lassen. Dadurch schärfen diese so genannten «Ausreißer» den Blick auf ein anderes, nicht zuletzt auch verspielteres Lesen. Dies scheint mir typisch für die Autorin, die seit vielen Jahren unbeirrt und lustvoll Gedichte und Kurzprosa schreibt, welche ich sehr schätze. «Sie kratzt mit scharfer, manchmal humorvoller Klinge an glatten Oberflächen» (Klappentext ihres ProsaBuches «Milzschnitten»). C. H. Huber lebt in Innsbruck, ist aber viel unterwegs: Nicht wenig davon kann man in ihren Geschichten und Gedichten nachvollziehen, in denen sie mit allzu Menschlichem und – was ich besonders gelungen finde – auch erotischen Szenen nicht spart. In ihrem­Werk als Lyrikerin (das bereits mehrfach preisgekrönt wurde) zeichnet sie sprachlich verdichtete Szenen gekonnt, aber durchaus persönlich und deshalb sehr emotional. «morgens geht der/laptop auf abends/ Bücher-Auswahl: unter/ «die vögel reden wieder miteinander» Lyrik 2019 heute lyrikschreib/wetter hattest du/ TAK; «Milzschnitten» dir gesagt» Prosa 2016 TAK; «fortWir freuen uns sehr, dass C.H. Huber schreibung» Gedichte 2013 EAS Verlag; «poesie das heurige Sprachsalz-Festival der waschstrasse» 2011 eröffnet! Lyrik skarabaeus; «wohin  MK und zurück» Lyrik 2008 TAK; «Kurze Schnitte» Prosa 2005 TAK http://www.ceha.me/

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Lorenz Langenegger. Lebt in Wien und Zürich

Er soll 1980 in Gattikon auf die Welt ge­kommen sein, so steht’s geschrieben auf Wikipedia. Das hieße, dass er in einem wohlbehüteten Heim zur Welt kam, denn das Dorf am Zürichsee hat kein Spital. Na, Hauptsache, es gibt ihn, den Schweizer Schriftsteller und Theater- sowie Drehbuchautor Lorenz Langenegger. Nach Studien der Theater- und Politikwissenschaften in Bern – aus dieser Kombination können durchaus gewisse verwandtschaftliche Zusammenhänge herausgefiltert werden – reüssierte er 2008 mit seinem Stück «Nah und hoch hinaus» am Nationaltheater Mannheim. Darauffolgend erschienen nicht nur weitere Bühnenstücke, filmisch umgesetzte Drehbücher wie zum Beispiel für den Schweizer «Tatort», sondern auch Romane, in denen er präzise, sachte, ja behutsam Figuren zeichnet. Das Schildern von Rissen in Beziehungen zeuge von «Gespür» und er baue «eine ganz eigene Spannung auf», meint das Wiener Stadtmagazin «Falter» zum Buch «Dorffrieden». Im ­Roman «Hier im ­Regen» verliert der Protagonist Jakob Walter das Vertraute und wird im Regen Bücher-Auswahl: ­stehen gelassen. Langenegger dazu: «Jahr ohne Winter» 2019; «Die Möglichkeit, dass sein Leben «Dorffrieden» 2016; «Bei 30 Grad im Schatten» eine neue Richtung einschlägt, blitzt auf, und ich weiß nicht, ob ich ihm das 2014; «Hier im Regen» 2009, alle Jung und Jung; wünschen soll.» Gewünscht sei ihm «Der Karlssonsche eine große Schar an Lesenden und Magnet» 2019 Hörspiel Radio SRF2 Kultur, Zuhörenden.  UHA Co-Drehbuchautor von

© Ruth Erdt

C. H. Huber.

«Kriegssplitter» Tatort 2017 SRF, diverse Theaterstücke bei S. Fischer.

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© Aleksandra Pawloff

Lebt in Wien

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In ihrem Roman «Superheldinnen» treffen sich drei Freundinnen regel­ mäßig im «Sette Fontana», einem Wiener Café. Sie sind junge Immigrantinnen aus dem ­Balkan und sie wollen in Wien den Aufstieg in den gesellschaftlichen Mittelstand schaffen, müssen aber sehr bald erkennen, dass dies auf dem üblichen Weg nicht möglich ist (unüberwindbare Bürokratie, missgünstige Einheimische, unverlässliche Verwandte, schlecht bezahlte Schwarzarbeiten). Darum greifen sie zu den unkonventionellen Mitteln der Magie, dem Blitz des Schicksals und der Auslöschung des Bösen. Durch diese übersinnlichen Kräfte gelingt dann tatsächlich ein Happyend, zumindest im Buch. Skurrilität, Sarkasmus, Groteske und Ironie sind die inhaltlichen und stilistischen Mittel, mit denen die Autorin arbeitet und einen rasanten Roman aufs Parkett z­ aubert. Ebenso wie auch in ihrem Buch «Ausgehen», in dem sie den Schreibstil von Thomas Bernhard verwendet («Gehen»), um mit einem sprachlichen Feuerwerk über die Jugend-, Club- und Drogen­szene in Belgrad (die Autorin stammt von dort) herzu­ ziehen. Zu diesem Roman sagt die Autorin: Bücher-Auswahl: «Ich wollte das Schimpfen, das in der «Superheldinnen» Roman 2016 Residenz; österreichischen Literatur schon lange «Graz, Alexanderplatz» Tradition hat, in die Literatur Serbiens 2012 Roman Leykam; «Ausgehen» Roman 2009 ein­führen.»  ES Suhrkamp

Marie Modiano. Lebt in Paris

Obwohl meine Erlebnisse als junge, gerade flügge gewordene Frau faktisch in nichts dem gleichen, was Marie Modiano in «Das Ende der Spielzeit» beschreibt, hatte ich beim Lesen sofort dieses vertraute Gefühl, wie wenn ich es selbst erlebt hätte: Das ständige Suchen, das ebenso stetige Nicht-Finden, die übergroße Sehnsucht nach – ja wonach? – begleitet ihre Protagonistin, die von einer frühen schweren Liebe erzählt und den Erlebnissen auf der Reise mit einer Theatergruppe, die ebenso abenteuerlich wie mitunter verzweifelt sind. «Ich bin mir schon jetzt bewusst, dass gewisse Momente im Leben nur dazu dienen, sich fast sofort in Erinnerungen zu verwandeln. Würde man versuchen, sie auszudehnen, verlören sie an Wert.» Gerade, weil sie den Prozess des Erlebens und Ver­arbeitens in ­ihrem Roman immer transparent macht, wird dieses Stück Jugend, wie wir es wohl alle erlebt haben könnten, so nachvollziehbar. Das Streunen durch Straßen und Hotels mit der Autorin entbehrt nicht einer gewissen Melancholie, die ich sehr mit Paris verbinde. Marie Modiano lebt ebenda als Singer Songwriterin, Schau­spielerin und Autorin; und ja, ihr Bücher-Auswahl: Vater ist DER Patrick Modiano mit dem «Das Ende der Spielzeit» Nobelpreis. Ich freue mich, dass Marie Roman 2018 Rotpunkt Verlag; «Pauvre Chanson Modiano zu Sprachsalz kommt! et autres poèmes» Prosa  MK 2018 Gallimard; «lointain»

© F. Mantovani Gallimard 5857

Barbi Markovic.

2017 Collection Blanche Gallimard

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© Daniela Matejschek

Lebt in Wien

«Hab ich erwähnt, wie heiß ich Wien liebe? Wie sehr den Frühling? Wie unermesslich beides zusammen?» Wie er seine Gitarren spielt, wie seine Texte singt/interpretiert, so möchten viele schreiben können, und so wie er in seinen Büchern zu schreiben pflegt, möchten viele singen können. Erlebnisse und Erkenntnisse legt er in Form von Kurzgeschichten und Kolumnen vor. Zentrales Merkmal dabei ist das Authentische: Wie viele bemühen sich – und dieses vermutlich durchaus redlich – authentisch zu wirken, sowohl als SchriftstellerInnen oder als MusikerInnen. Er ist es und das in beiden Sparten. Immer wieder war und bin ich von jedem seiner Auftritte, die ich inzwischen gesehen habe, aufs Neue fasziniert. In seinem neuen Buch schreibt er von Geistermotten, Weberknechten, Florfliegen, Knoblauchkröten oder vom Schwarzspecht, von «Nischenviechern» also. Seine Texte sind, was deren Länge und die Intonation angeht, perfekt gearbeitet. So ist es, wenn einer versteht, an der Schnittstelle von Sprache und Musik zu arbeiten. Einen Hang zur knackigen Metapher ohne Teutonismen wie «runter» oder «rauf». So bietet er mir, dem davon genervten Leser, dafür wunderbar Wienerisches wie etwa «fladern» (stibitzen) oder «fäulen» (stinken). Seine sprachlichen Duftmarken sind stets mit Bedacht Bücher-Auswahl: «Das Nischenviech» 2019; gesetzt. Und ich bin mir sicher, auch er wird – wie vor ihm etwa Ed Sanders, «Wien Mitte» Kolumnen 2014; «Liederbuch» Janine Pommy Vega, Ruth Weiss oder Songtexte 2011; «Wien – Georg Kreisler – einer mit bleibendem Hinweise zum Umgang mit einer alten Seele» Es- Eindruck sein in der Sprachsalz­Chronik. says 2004; «Christbaum kaufen, baden gehen»  HDH Essays 2003 ; «Biedermeier» Roman 1998, alle Deuticke; «Weisser Frühling» Essays 1994 Ibera. www.ernstmolden.com

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Herta Müller. Lebt in Berlin

Ihr erster Prosaband «Niederungen» erschien 1982 – zensiert – in Bukarest und gelangte auf Umwegen nach Deutschland, wo er im West-Berliner Rotbuch-Verlag 1984 – unzensiert – veröffentlicht wurde. Verstärkte Bespitzelung und Drangsalierung durch die Securitate, üble Verleumdungen und Drohungen waren die Folgen. «Wer mich verleumdete, bewies seine Heimatliebe», berichtet die Nobelpreisträgerin Herta Müller in einem «FAZ»-Interview. Das scheint bis heute seine traurige Gültigkeit nicht verloren zu haben. Für ihr neuestes Buch – aus dem sie lesen wird – sammelt sie wiederum Wörter, um diese aufzuspießen wie tote Käfer. Fündig wird sie in Zeitungen und Zeitschriften, unterwegs oder zu ­Hause. Die Welt ist voller Wörter. Manchen der Wörter ist deren Herkunft anzusehen, sei es aus dem Bücher-Auswahl: Boulevardblatt oder der seriösen «Im Heimweh ist ein blauer Saal» 2019; «Vater Presse entnommen, in ihrer Arbeit telefoniert mit den finden sie zusammen, ob laut oder Fliegen» 2012; « Immer leise, zärtlich oder vulgär. Begonnen derselbe Schnee und hatte sie diese Form, als sie 1987 immer derselbe Onkel» nach Deutschland übersiedelte. Herta 2011; «Atemschaukel» 2009; «Die blassen Müllers Collagen sind Kunstwerk Herren mit den Mokka­und Gedicht, Spiel und poetischer tassen» 2005; «Der König Ernst zugleich. Durch die geklebten verneigt sich und tötet» Gedichte schleicht die Wirklichkeit. «Es 2003, alle Hanser,; «Der fremde Blick oder Das gibt nichts zu verlieren, aber sehr viel Leben ist ein Furz in der zu finden in diesen bunten SprachLaterne» 1999 Wallstein; Bildern.» «Heute wär ich mir lieber Wir freuen uns sehr, dass Herta Müller nicht begegnet» 1997; uns erneut besucht! HDH «Hunger und Seide»

© Esser

Ernst Molden.

1995; «Herztier» 1994 «Der Fuchs war damals schon der Jäger» Roman 1992, alle Rowohlt; «Reisende auf einem Bein» 1989; «Niederungen» 1984, RotbuchVerlag

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© Wally Re

Lebt in Wien

«Ein Unterwegs in Zügen und Flugzeugen». «Keineswegs länger bleiben». «Nicht länger als notwendig». Drei Sätze aus dem letzten Buch der Autorin. Drei Sätze, welche das Befinden des Lesers, des Mitreisenden, des Mitverfolgers und Mitverfolgten artikulieren; wobei es keine Grenze zwischen Suche und Verfolgung gibt. Suchen heißt verfolgen und umgekehrt. Von London nach Stockerau und hinein in diverse Zwischenstationen. Die Textspindel rotiert. Kommt wieder und wieder an Innsbruck vorbei. Und mit jeder Umkreisung von Innsbruck wird neuerlich Schwung aufgenommen. Und es geht hinaus und hinein zugleich. Tiefer und tiefer in dieses erstaunliche Buch; wie übrigens alle ihre Bücher in der Leserin, im Leser dieses wohltemperierte Erstaunen hervorzurufen verstehen. Doch zurück. James Joyce an Sylvia Beach: «Der Inn ist der schnellste Fluss, den ich je gesehen habe. Er flitzt wie ein losgelassener Windhund». Die rasante Textfahrt unter die Oberfläche der Arbeiten/der Werke von Gabriele Petricek zwingt einen, bei der Sache zu bleiben. Und bei der Sache bleiben ist eine Form der Unterhaltung, allerdings die anspruchsvolle Form. Unter der Oberfläche entdeckt man die wahre Haltung, die Kunstfertigkeit ihres Stils untergräbt festgefahrene Sprachgewohnheiten und «Also, das Aufschreiben ist ja die Sache selbst und ich der Faden per se». Deshalb nutzen Sie die Gelegenheit und nehmen Ihrerseits Bücher-Auswahl: den Faden auf als Leserin, als Leser, es «Die Unerreichbarkeit lohnt sich, dieser Autorin und ihrem von Innsbruck» Verfolgungsrituale 2018 ; Werk zu­zuhören. «Joyce’s Choice oder:  HDH Ein Hund kam in die Küche» 2011 ; «Von den Himmeln» Triptychon 2009; «Zimmerfluchten» Erzählungen 2005; alle Sonderzahl.

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Vladimir Sorokin. Lebt in Moskau und Berlin

Hoffentlich führt Vladimir Sorokin, Jahrgang 1955, nicht leibhaftig vor, was er in seinem jüngsten Roman «Manaraga. Tagebuch eines Meisterkochs», einer buchstäblich feurigen Groteske, so hinreißend appetitanregend beschreibt! Zukunft, bald. Die Welt ist oligarchisch aufgeteilt, kapitalistisches Hauen und Stechen gehen wörtlich vonstatten. Gelesen wird nicht mehr. Bücher aus Papier taugen nur noch als Hilfsmittel für exklusive Luxusgourmetmenüs, die der Koch Geza kreiert (in Bayern! auf einem Schloss!). Da gibt es Schnitzel auf Arthur Schnitzler, Zander auf Bulgakow, Stör-Schaschlik auf Dostojewskis «Der Idiot». Bücherverbrennung als kulinarisches, erst recht als literarisches Ereignis! Eine irrwitzige Etüde über uns und die Welt. Alles düster. Aber dabei wie alle Bücher des seit Langem von allen Putinisten und deren Parteigängern angefeindeten Sorokin sehr, sehr lustig und überschäumend an Irrwitz und Sarkasmus: «Wenn du ein Buch wirklich liebst, wird es dir alle Wärme spenden, die in ihm wohnt.» Wärme spendet Sorokins Literatur-Welt, auch wenn sie «crazy» Bücher-Auswahl: («Süddeutsche Zeitung») ist, mit «Manaraga. Tagebuch Männern, die klein wie Teetassen sind eines Meisterkochs» 2018 oder die sich selbst N ­ ägel in den Kopf Roman Kiepenheuer & Witsch; «Pferdesuppe» schlagen, um alternative Realitäten 2018 Novelle ciconia zu erleben. Es geht auch einfacher: ciconia edition; «Telluria» Roman 2015; «Der einfach Sorokin lesen!  AK Schneesturm»; «Der

© Maria Sorokina

Gabriele Petricek.

Zuckerkreml» Roman 2010; «Der Tag des Opritschniks» Roman 2007 alle Kiepenheuer & Witsch

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© Dieter Sperl

Lebt in Wien

Dieter Sperl bevorzugt als Autor literarische Kurzformen. In seinem Buch «Have a nice trip» nimmt er seine Leser mit auf eine Reise durch seine Wahrnehmungen, Betrachtungen, durch seinen Bewusstseinsstrom. Ein zentrales Thema ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität. «Ich frage mich, wer ich denn eigentlich bin, und ich frage mich, was ich denn überhaupt vorhabe auf dieser Welt, und natürlich frage ich mich auch, wer die anderen eigentlich sind und was die anderen überhaupt vorhaben auf dieser Welt.» Sperl formuliert sehr präzise, klar. Seine Texte sind getragen von einer inneren Stille, Klugheit, stark geprägt von fernöstlichen Philosophien. Zen und Buddhismus sind ihm eine wichtige Inspirationsquelle. Das Schrille ist nicht seine Sache, auch wenn er sich ironisch oder lakonisch Themen annimmt. Sperl ist unter anderem auch Herausgeber des Periodikums «flugschrift». Jede einzelne Ausgabe ist einer Autorin, einem Autor gewidmet und wird von dieser/diesem durchgehend gestaltet. Dabei geht es um Schnittstellen Bücher-Auswahl: zwischen einzelnen Kunstgattungen, «Der stehende Fluss» 2019 Ritter; «Have a nice von Literatur, bildender Kunst, Film, Trip» 2016 Klever; «Von Fotografie, Theorie. hier aus» Diary Samples Jede einzelne Ausgabe kann man 2012; «Absichtslos» Roman 2007; «Random Wal- öffnen wie ein Fenster in eine Wunker» Filmtagebuch 2005; derkammer. «Alles wird gut» 1998, alle  ES bei Ritter; «draußen im kopf» 1996 Blattwerk www.flugschrift.at

Durian Sukegawa. Lebt in Tokio

Bevor ich das Buch entdeckte, habe ich den Film gesehen: Sentaro ist vorbestraft, er trinkt zu viel und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Er arbeitet in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft, Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit einem Kirschbaum vor der Tür. Bestreicht freudlos Gebäck mit Fertigpaste, bis die alte Tokue den Laden betritt. Sie kocht die beste Bohnenpaste, die man sich nur denken kann. Die Begegnung mit ihr verändert alles. Tokue lehrt Sentaro ihre Kunst. Und Wakana, ein Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, wird zur Stammkundin des Imbisses und schließt Freundschaft mit den beiden. Allerdings, das Leben meint es nicht gut mit den dreien … «Kirschblüten und rote Bohnen» ist die Geschichte einer besonderen Freundschaft – melancholisch, ohne sentimental zu werden, berührend, ohne kitschig zu sein – und ein zärtlicher Roman, der uns im Glauben an die kleinen Dinge des Lebens bestärkt. Aber Sukegawa hat auch den Roman «Insel der Freundschaft» geschrieben, eine Geschichte wiederum mit dieser einen Sog erzeugenden Erzählstimme. Eine Geschichte der Abschottung der Starrsinnigkeit, die nach dem Brexit und der Wahl eines demokratischen Despoten als amerikanischen Führer zeigt, wohinein so gelagerte Veränderungen letztlich führen. Der Film «Kirschblüten und rote Bohnen» war übrigens 2015 Eröffnungsfilm bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Durian Sukegawa wird aus beiden ­RoBücher-Auswahl: manen lesen. Am Montag nach Sprach«Kirschblüten und rote salz, am 9. September, läuft sein Film im Bohnen» Roman 2017; Leokino in Innsbruck (18.30 Uhr). HDH «Die Insel der Freund-

© sukegawa

Dieter Sperl .

schaft» Roman 2017, beide DuMont.

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Philipp Weiss. © helmut lackinger

Lebt in Wien

5=1 und 1=5. So könnte die Formel für das Romanprojekt «Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen» lauten. Der Roman in 5 Bänden mit 1064 Seiten kommt ganz lässig als Enzyklopädie, als Manga, Erzählung, Notizheft und Audiotranskription daher und möchte nichts weniger als den Gang der Welt im Anthropozän erzählen, dem Zeitalter, in dem die Menschheit zum geo-bio-psychischen Einflussfaktor der Erde geworden ist, quasi der rote Faden des Projekts. Mit welchem Band der fünf Romane man zu lesen beginnt, ist unerheblich. Man könnte mit der enzyklopädisch aufbereiteten fiktiven Biografie der Paulette Blanchard beginnen («Enzyklopädien eines Ichs»), um dann gleich die «Cahiers» von Paulettes ebenfalls fiktiver Urenkelin Chantal zu lesen. Anschließend vielleicht «Terrain vague» vom (selbstredend fiktiven) Jona Jonas, dem androgynen Fotografen und Geliebten Chantals. Mit «Die glückseligen Inseln» könnte die Lektüre weitergehen, ein Manga der (Sie ahnen es sicher bereits) fiktiven Abra Aoki, der von der FAZ als «Mind-Game-Literatur vom Feinsten» gelobt wurde und durch die Bilder von Raffaela Schöbitz eine ganz eigene Poesie entwickelt. Zuletzt noch «Akios Aufzeichnungen», die transkribierten fiktiven (natürlich!) Tonbandaufzeichnungen eines Neunjährigen nach dem Tsunami und der Reaktorkatastrophe in Fukushima. «Kurzum: es geht um alles und alles und nochmals alles. Wer das antike Epos für tot hält, kann sich nun eines Besseren belehren lassen», so Björn Bücher-Auswahl: Hayer auf «Spiegel Online». «Am Weltenrand sitzen Was für ein fulminantes Romandebüt. die Menschen und lachen» Roman 2018  UW Suhrkamp; «Tartaglia» Erzählung 2013 Edition Atelier; «Egon» Ein KunstStück 2008 Passagen www.philippweiss.at

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2018/19

m u s i k p l u s . at


Sprachsalz fördern Fördermitglied werden?

Eine Anregung vieler Besucherinnen und Besucher, die unser Festival in ihr Herz geschlossen haben, ist, dass wir «fördernde Mitglieder» aufnehmen sollten. Dies ist nun möglich: Mit einem jährlichen F­ örderbeitrag von € 20,– (oder auch mehr, falls Sie das möchten) sind Sie dabei. Einmal jährlich laden wir sie als Fördermitglied zu einer speziellen Veranstaltung von Sprachsalz ein. Wenn Sie nicht Mitglied sein wollen, freuen wir uns natürlich auch über eine einmalige Spende. Als Mitglied oder Spender helfen Sie mit, Sprachsalz weiter­zu­ tragen.

Wie kann ich förderndes Mitglied von Sprachsalz Hall werden?

Informieren Sie sich bei unserem Info-Stand oder im Internet.

Die Sprachsalz-Familie soll wachsen!

Seit dem Jahr 2003 gibt es das internationale Tiroler Literaturfestival Sprachsalz in Hall. In diesen sechzehn Jahren haben nicht

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weniger als 380 national und international renommierte Autorinnen und Autoren aus aller Welt in Hall das Publikum begeistert. Auch können wir ohne Übertreibung feststellen, dass Sprachsalz zu einer fixen Größe im deutschsprachigen Raum geworden ist und von den Medien und vor allem dem Publikum hervorragend aufgenommen wurde. Rund 3.500 Besucherinnen und Be­sucher pilgern jährlich nach Hall, um spannende, zeitgenössische Literatur zu erleben, die im Parkhotel und im Kurhaus Hall bei freiem Eintritt angeboten wird. Sprachsalz lebt seit dem Anfang vom gelungenen Zusammenspiel zwischen Literatur, Autorinnen, Autoren, dem großartigen Ambiente und den öffentlichen und privaten Spendern, die das Festival erst ermöglichen. Ein Festival in dieser Größenordnung ist ohne verlässliche Partner, wie die Stadt Hall, das Land Tirol und das BMUKK einerseits als öffentliche Geldgeber sowie andererseits den privaten Sponsoren undenkbar. Der Vereinsvorstand arbeitet ehrenamtlich. Das Budget des Festivals ist ­jedoch knapp, und anlässlich der Teuerung leider immer knapper. Wir möchten nach wie vor keinen Eintritt verlangen, weil das zu Sprachsalz einfach so gehört.

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2017 war er unter anderem mit seiner MichaelJackson-Biographie als Autor bei Sprachsalz und heuer als Moderator beim neuen Festival-Programm-Punkt «Amuse Bouche» mit dabei. Seine Er­fahrung im Umgang mit Geschichten zur und um Musik ist ein erfreulicher und großer Zu­gewinn auch für unser Publikum, dessen Gunst er im letzten Jahr sozusagen blitzartig erobert hatte. «Düsi» moderiert das Gespräch mit Ernst Molden.  www.hanspeterkuenzler.com

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Gespräche & Gäste © Janine Guldener

Hanspeter Düsi Künzler

Thomas Sarbacher arbeitet als freischaffender Schauspieler in Deutschland und in der Schweiz. Nach langjähriger Zugehörigkeit zum Ensemble der Bremer Shakespeare Company folgten diverse Engagements an Theatern in Konstanz, Zürich und Hamburg, seit dem Jahr 2000 außerdem zahlreiche Auftritte in Film­- und Fernsehproduktionen. Zudem gestaltet Thomas Sarbacher heute zwei eigene Lesereihen, im Züricher Theater Winkel­wiese die Reihe «Sarbacher erzählt» und im Literaturhaus Basel die Reihe «Sarbacher liest Klassiker der Weltliteratur», liest Hörbücher ein, u.a. für die Schweizer Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte, und erarbeitet Theaterproduktionen, die er in Zürich zur Auf­führung bringt. Thomas Sarbacher liest die Texte von Vladimir Sorokin.  www.thomas-sarbacher.com/

Peter Schultze-Kraft

Peter Schultze-Kraft, 1937 in Berlin geboren, kam im Alter von 21 Jahren nach Kolumbien, wo er im Hinterland der karibischen Küste, drei Kilometer von García Márquez' Geburtsort Aracataca entfernt, eine Reismühle baute. Das war bestimmend für seinen weiteren Berufsweg und seine persönlichen Interessen: Er arbeitete für verschiedene UN-Organisationen auf dem Gebiet der Entwicklungshilfe und setzte sich nebenher als Übersetzer und Herausgeber von Anthologien für die lateinamerikanischer Literatur ein. Durch seine Initiative bei deutschen und Schweizer Verlagen erschienen unter anderem der spätere Cervantes-Preisträger Sergio Ramírez und der Kolumbianer Tomás González zum ersten Mal in einer Fremdsprache. Peter Schultze-Kraft wird beim Festival Pedro Badrán vorstellen.

© sprachsalz

Thomas Sarbacher

© Peter Schultze-Kraft

© nik konietzny

© Julian hanford

Deutsche Stimmen

Ariela Sarbacher

Ariela Sarbacher arbeitet als freie Schauspielerin, Schriftstellerin und Präsenztrainerin in Zürich. Ausbildung an der Schauspielakademie Zürich, Theater-Engagements in Deutschland, am Stadt­theater Heidelberg und an der Bremer Shakespeare Company. 2002 Gründung der Schule EINFLUSS, Ausbildungen in England, Deutschland und in der Schweiz zur Taiji- und Qigongsowie zur Pilates-Lehrerin. CAS Coaching (IAP Zürich), CAS Stimme und Sprechen (zhdk Zürich). Seit 2012 eigenes Präsenztraining «EINFLUSS – professionell & persönlich auftreten». Schreibt seit 2011 für ihren Blog «Stadternte», 2017 Ausbildung Literarisches Schreiben mit Diplomabschluss in Zürich. 2018 Publikation Gedicht Chiavari, in der Poesieagenda bei Orte Verlag. 2018 Fertigstellung ihres ersten Manuskriptes. www.einfluss.ch Ariela Sarbacher liest die Texte von Marie Modiano und Zoltán Danyi.

Ernst Gossner

Ernst begann als Performer im Pfarrsaal Sieglanger, der Axamer Klause, Pascha und dann als Schauspieler am Tiroler Landestheater. Zehn Jahre und fünfzig Theaterstücke später sein erster Film «Flucht» als Regisseur. Die nahm er wörtlich, als er an die renommierte Filmschule des American Film Institutes nach Los Angeles berufen wurde. Seitdem ist Ernst dem Film verschrieben; 2005 gründete er seine Produktionsfirma Vent Productions in Los Angeles, mit der er seinen mehrfach preisgekrönten Debut-Spielfilm «South of Pico» produzierte. Nach dem Dokumentarfilm «Global Warning» inszenierte und produzierte Ernst seinen zweiten internationalen Spielfilm «Der Stille Berg», der sich weltweit in mehr als 60 Länder verkaufte. Derzeit befindet sich Ernst in der Post-Produktion zu einem Dokumentarfilm über die Befreiung von Mauthausen. Ein Spielfilm darüber, basierend auf dem Roman von Lakovos Kambantellis, ist in Arbeit. Ernst Gossner liest die Texte von Pedro Badrán und Durian Sukegawa.

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Sprachsalz im Salz/Dampf/Medienturm Wenn man von Süden her in die Stadt fährt, fallen die vielen Haller­­Türme auf. Einer der ersten, an dem man vorbeikommt, ist der Medien­turm von Ablinger.Garber (linkerhand gegenüber vom Münzerturm). Nach dem Krieg erbaut, b ­ eherbergte er die damals topmoderne ­Thermokompressionsanlage, um durch Verdampfung Salz zu ge­winnen. Als die Zeit des Salzgewinns in Hall vorbei war (1967), be­wohnten wechselnde Gewerbe den Turm, bis 1996 das Medienunternehmen Ablinger.Garber einzog, ein Medien­unternehmen, das neben regionalen Zeitungen und Printprodukten auch Beilagen für ver­schiedene internationale Zeitungen und Zeitschriften sowie Bücher und Fotobände produziert. Bis 2005 wurde der Turm erweitert und umgebaut, das Architektenteam mit Hanno Schlögl und Daniel Süß ­machte aus dem Turm wieder einen echten Blickfang. Sprachsalz ist nun wieder zu Gast im Turm. Auf Initiative von Ablinger.Garber und der Kultur­region HallWattens wird hier mit Blick aus dem Veranstaltungsraum im dritten­Stock auf die Haller Dächer diskutiert und gelesen. Walter Garber und Thomas Lindtner vom Ablinger. Garber-Team freuen sich, wenn zahlreiche Gäste den Weg vom Parkhotel in die untere Stadt nicht scheuen. Es dürfte sich mehr als lohnen!

Kultur PLUS Österrei�hs Kunst- und Kulturbeil�ge In der T�geszeitung

DER STANDARD

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www.AblingerG�rber.�om


Eine Prise Salz und schöne Aussichten Früher war Hall mit seinem Salzreichtum eine Kurstadt. Eine solche ist das hübsche Städtchen, das vielen größeren und bedeutenderen ­Städten mit seinem Charme den Rang abläuft, heute nicht mehr. Dafür ist aus Hall eine Kulturstadt mit großartigem Angebot geworden. Und zum Thema Kultur gehört natürlich auch – das Parkhotel. Nicht nur Architekturfreunde – die übrigens von weit her kommen, um das Haller Parkhotel zu besichtigen – schätzen die formschöne Eleganz des einmaligen Seminarhotels. Der originale Lois Welzenbacher-Bau, angrenzend an Halls einstmaligem Kurhaus, in Kombination mit dem gläsernen Turm der Architektengruppe Henke-Schreieck, bilden zusammen eine Oase der Erholung, wie geschaffen zum Entspannen und Wohlfühlen. In den hellen, hervorragend ausgestatteten Seminarräumen lässt sich aber auch konzentriert zuhören. Deshalb ist dieser Ort der beste, den man sich für ein Literatur­festival wünschen kann. Besonders schön ist das Zusammensein, Reden und Genießen auf der weiträumigen Terrasse des Parkhotels. Die Aussicht auf die Bergwelt ringsum ist spektakulär, die gemütlichen Sofas laden zum Entspannen ein und die Küche zum Genießen. Kein Wunder, dass die Gespräche und Diskussionen hier besonders anregend sind. Deshalb hält Sprachsalz bei schönem Wetter auch Lesungen auf der Terrasse ab. Die anderen Lesungen finden im kleinen Saal des Kurhauses sowie im Saal Eins und Saal Drei des Park­hotels statt. Da das große Lese-Fest am Samstagabend diesmal ebenfalls im Parkhotel über die Bühne gehen wird, gibt es gewiss auf der Terrasse ein geselliges «Open-End». Tipp für Nachtschwärmer: Die Hotel-Bar im Park­hotel hat während des SprachsalzFestivals meist fast die ganze Nacht ge­öffnet. Man trifft sich! 42


STADTPLAN HALL

PARKIN

Generelle Adresse für Nachfragen: Festivalbüro Sprachsalz (nur von Donnerstag – Sonntag des Festivalwochenendes)

Organisation, Magdalena Kauz Festivalbüro, Sabine Steiner Presse, Valerie Besl Reservationen Samstag: reservation@sprachsalz.com

info@sprachsalz.com +43 522 353769 312 +43 678 1258359 +43 680 3038710 +43 664 8339266 +43 680 3144890

Vereinsadresse: Sprachsalz – Verein zur Förderung von Literatur 44

c/o Medienturm, Saline 20, 6060 Hall, Österreich Briefadresse Österreich (Rechnungsadresse): Sprachsalz c/o Elias Schneitter Am Weingarten 15, 6170 Zirl, Österreich Adresse Parkhotel: Parkhotel Hall Thurnfeldgasse 1, 6060 Hall i. T., Österreich Bankverbindung: Hypo Tirol-Bank BLZ 57000, KNR. 20011025804 «sprachsalz» IBAN: AT76 5700 0200 1102 5804, BIC: HYPTAT22 45 45


Die OrganisatorInnen

Die OrganisatorInnen Magdalena Kauz Selbstständige Trainerin; Video-Journalistin und Autorin («Der Hut, das Wasser, die Liebe» 2008 Kyrene Verlag). Bei Sprachsalz zuständig für Programmierung und Organisation.  www.magdalenakauz.com Urs Heinz Aerni Freier Journalist und Vogelbeobachter, Kolumnist für die Bündner Woche, Korrespondent «Buchreport» Dortmund und Kulturmacher Hotel Schweizerhof Lenzerheide. Autor von «Bivio – Leipzig» (2011), «Zürich-Quiz» (2012), Herausgeber der Anthologie «Zimmerservice» (2015). Bei Sprachsalz zuständig für Programmierung und Organisation. Ulrike Wörner

Von links: Elias Schneitter, Valerie Besl, Urs Heinz Aerni, Otto und Ulrike Wörner, Heinz D. Heisl, Magdalena Kauz, Max Hafele.

Heinz D. Heisl Freischaffender Autor («Wir haben leider Diebe im Haus» 2018 oder «Greiner» 2009 ). Komponist und Musiker bei den BaldWiena FolksWaisen. Bei Sprachsalz zuständig für Programmierung und Vereinsvorstand.

Studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften, Germanistik und Politik in Stuttgart und arbeitet als Geschäftsführerin des FBK Baden-Württemberg – Autorenbegegnungen für Kinder und Jugendliche. Sie ist Jurymitglied für Literaturpreise und -stipendien und seit 1999 Dozentin für literarisches Schreiben im In- und Ausland. Bei Sprachsalz als Kuratorin und Organisatorin tätig. Valerie Besl Macht Medienarbeit, PR und organisiert Veranstaltungen und kuratiert Projekte mit Schwerpunkt Literatur, Film und Theater in Wien. Bei Sprachsalz zuständig für Pressearbeit. Mehr Informationen unter www.vielseitig.co.at.

Elias Schneitter Autor („Wie gehts“, 2017 Gedichte Stadtlichter Presse Wenzendorf), Kleinverleger der edition baes, die hauptsächlich Literatur aus der US-amerikanischen Subkultur publiziert, bei Sprachsalz zuständig für Finanzen und Organisation. Max Hafele Kommunikationsfachmann, Gesamtverkaufsleiter Tiroler­­ ­Tageszeitung. Bei Sprachsalz zuständig für PR und Sponsoring. 46

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Langeweile gehört sich nicht.

Die wahren Abenteuer sind im Club. Der Ö1 Club bietet mehr als 20.000 Kulturveranstaltungen jährlich zum ermäßigten Preis. Mehr zu Ihren Ö1 Club-Vorteilen: oe1.ORF.at


Die Mitarbeiter Sie sind für Sie da: Im Festivalbüro, als «Taxi»-FahrerInnen, als Tür­ steher­Innen, als BetreuerInnen, als ModeratorInnen: Und sie sind nicht irgendwer, sondern unserem Motto «AutorInnen für AutorInnen» getreu, ebenfalls Sprach­arbeiterInnen und AutorInnen, ohne die Sprachsalz nicht möglich wäre. Christian Yeti Beirer – Sprachsalz Mini u. Fahrdienste Flaneur, Zeichner und Kalenderherausgeber (Yeti-Literaturkalender). Studium der Politikwissenschaft Universität Innsbruck. Ausstellungen, Karikaturen und Buch-Illustrationen. Lebt in Innsbruck. Martin Fritz – Audios und Moderation Studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Deutsche Philologie. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Betreibt seit März 2004 das Weblog http://assotsiationsklimbim.twoday.net/ und ist Teil der Lesebühne «Text ohne Reiter». 2013 erschien «intrinsische süßigkeit» in der Reihe «Neue Lyrik aus Österreich» im Verlag Berger. Daniela Giacomuzzi – Einlass Hat es wie ihren Bruder in der 7. Klasse in ein dünn besiedel­ tes Land voller Elche gezogen (in diesem Fall aber nach Schweden). Sie versucht es derzeit mit einem Medizinstudium in Linz, in einem von der Literatur weit entferntem Fach, weil letzteres wird schon ausgiebig von den Eltern beackert. Aber bei Sprachsalz arbeitet sie schon zum wiederholten Mal sehr gerne mit. Julian Giacomuzzi – Videos und anderes Entschied sich aus Liebe zum Menschen (hauptsächlich aber weil für das Militär zu wenig masochistisch), seinen Zivildienst bei der Rettung abzusitzen. Erlebt dadurch einige filmreife Situationen. Genauso wie bei Sprachsalz. Auch bereit, als Lebensretter zu fungieren, falls jemand vor Begeisterung ohnmächtig wird.

Innen Renate Giacomuzzi – Moderationen und anderes Hat Komparatistik studiert, 17 Jahre in Japan unterrichtet, hat sich spät aber doch in Innsbruck im Fachberich Angewandte Literaturwissenschaft und Literaturvermittlung habilitiert; lehrt und arbeitet als Senior Scientist am Institut für Germanistik und im Innsbrucker Zeitungsarchiv der Universität Innsbruck. Sie hat u.a. mit Peter Giacomuzzi die Bände "Nach Japan" (Konkursbuch Verlag 2005) und "Once Upon a Time / Es war einmal Fukushima" (edition baes) 2012 Rebecca Heinrich - Einlass geb. 1995, studiert Germanistik, Romanistik und Pädagogik an der Universität Innsbruck und an der Université AixMarseille. Als Autorin, Lyrikerin, Slam-Poetin und Schauspielerin ist sie Teil zahlreicher künstlerisch-literarischer Projekte (u.a. Innsbrucker Lesebühne FHK5K, Künstlerinnenkollektiv dreiundzwanzigminuseins, Poetry-Slam-Team KHB) und nimmt an nationalen Slam-Meisterschaften in Österreich, Deutschland und Frankreich teil. Sie publiziert im Verlag BAES und in einschlägigen Zeitschriften, u.a. bei &radieschen sowie CO&BI. 2014 und 2016 wurde sie für den Lyrikpreis der Bozner Autorentage nominiert und 2018 im Rahmen des Schwazer Silbersommers ausgezeichnet. Alexander Kluy – Moderationen und Gespräche Autor, Journalist, Kritiker. Regelmäßig zu lesen u. a. in «Der Standard», «Buchkultur», «wina. das jüdische stadt­ magazin», «Psychologie Heute». Hat u. a. die Bücher «Joachim Ringelnatz. Die Biografie» (2015), «1 Kilo Kultur» (2017) und «George Grosz. König ohne Land. Biographie» (2017) veröffentlicht. Seitdem er sich extensiv mit Alfred («Psycho») Hitchcock und Clint («Do you feel lucky, punk?») Eastwood auseinander gesetzt, kann ihn nichts mehr erschüttern. Go ahead, Sprachsalz, make my day.

Peter Giacomuzzi – Moderationen und anderes aufgewachsen in südtirol, dann in nordtirol, dann wieder in südtirol. ein echt zerrütteter. und dann kamen die bumserjahre. eine verheehrende kindheit und jugend, daher ab nach japan und mit hiraides katze freundschaft geschlossen. besteht auf kleinschreibung. der rest ist normal. www.petergiacomuzzi.com 50

Denis Mörgenthaler – fotografiert Freiberuflicher Fotograf aus Stuttgart mit uneingeschränkter Hingabe zur Menschenfotografie. Weitere Informationen unter www.denismoergenthaler.com 51


Die Mitarbeiter

Innen

Hubert Nedwed – technische Assistenz und anderes

Benjamin Stolz – Einlass

Mag Bücher zum Hören und deshalb auch alles, was mit Mikrofonen, Stimme und Instrumenten zu tun hat.

Germanistikstudent und freier Journalist. Glücklich ge­ fangen zwischen Hochkultur und Lohnarbeit. «DerStolzvonInnsbruck» ist auch auf Twitter. Bei Sprachsalz ist er Ihr persönlicher Torwart. Carmen Sulzenbacher – Einlass und anderes

Yves Noir – Fotos

Studium der Psychologie und Kritischen Geschlechter- und Sozialforschung. Hauptberuflich Geschäftsleitung BRUX / Freies Theater Innsbruck, außerdem Korrekturleserin der Spatzenpost. Organisiert leidenschaftlich gerne Kultur- und Literaturveranstaltungen (u.a. Ö-Slam in Innsbruck 2015, Prosafestival Innsbruck), liebt Buffy the Vampire Slayer und Katzen aller Art.

Ist in Strasbourg/F geboren und aufgewachsen und lebt seit 1985 in Deutschland. Er arbeitet seit 1995 als freier Fotograf und seit 2003 als Dozent für Fotografie. Zusammen mit Ulrike Wörner und Tilman Rau veröffentlichte er «Erzählendes Schreiben im Unterricht: Werkstätten für Skizzen, Prosatexte, Fotografie», Sachbuch 2013 Klett Kallmeyer. www.yves-noir.de

Thomas Wackerle – fährt Autoren

Anna Schober - Organisation Samstag Abend Geboren in der Steiermark, studiert momentan am MCI in Innsbruck. Liest mit großer Leidenschaft alles, was sie so in die Finger bekommt. Heuer ist sie für die Organisation am Samstag Abend verantwortlich. Liebt Hunde über alles, und kann es eigentlich kaum mehr erwarten, endlich genug Zeit und die richtige Wohnung für einen eigenen zu haben.

Hauptberuflich Ombudsmann bei der Tiroler Gebietskrankenkasse und durch meinen Freund und ehemaligen Arbeitskollegen Elias Schneitter (der «Sack» ist einfach in Pension gegangen) zu Sprachsalz gekommen. Die Tätigkeit im Fahrdienst macht mir sehr viel Spaß und man lernt dadurch viele nette und interessante Personen und Persönlichkeiten kennen.

Boris Sebastian Schön – Moderation und anderes

Eva Zelger – Festivalbüro

Boris Schön arbeitete nach seinem Germanistikstudium in Verlagen, im Buchhandel und ist nunmehr für den Einkauf Belletristik und das Veranstaltungsmanagement in der Inns­ brucker Stadtbücherei zuständig.

Hallerin, auch im Ruhestand fit und aktiv, endlich mehr Zeit zum Lesen.

Literaturwissenschafterin, Leserin, mag alle Häfen, in denen Literatur vor Anker geht, freut sich auf Begegnungen mit Autoren und Publikum.

Sabine Steiner – Assistentin der Organisation, Festivalbüro Ist durch die Arbeit am Festival vielen Autorinnen und Autoren begegnet und hat dadurch einen sehr interessanten Zugang zur Literatur gefunden. Eine tolle Bereicherung. 52

B itte L esen !

Ulrike Söllner-Fürst – Einlass und Moderation

Bücher unserer Mitarbeiter/Innen finden Sie auch am Büchertisch vor Ort. 53

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#1

ELEKTROAUTO in Europa 2018

DAS REDUIT LÄSST NIEMANDEN MEHR LOS. Ein packender Roman über einen vertuschten Skandal, einer verzweifelten Liebe, Macht und Gier. Am Ende bleibt nur noch der Rückzug ins eigene Reduit.

David Weber | «Reduit» Mit Illustrationen des Autors | 416 Seiten ISBN 978-3-906311-52-4 | CHF 27.00 | EUR 23.00 Erhältlich in jeder Buchhandlung, bei Libri, beim BZ oder direkt beim Verlag.

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Sprachsalz

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Alex K. Fürer ist ein Buch gelungen, mit dem er persönlich ein reiches Leben Revue passieren lässt, und zugleich damit ein Teil der gesellschaftlichen Geschichte der Schweiz mit vielen Momentaufnahmen bereichert.

Wir freuen uns, in Kooperation mit den Internationalen Literaturtagen Sprachsalz die Vorführung der Literaturverfilmung von Regisseurin Naomi Kawase anzukündigen.

Montag, 9. September um 18.30 Uhr im Leokino Das Buch ist im Handel erhältlich. Alex K. Fürer: «Mein Blick zurück» Verrai Verlag, ISBN 978-3-946834-61-8 alex-fuerer.ch

Der 1931 in der Ostschweiz geborene Alex K. Fürer verlebt trotz des frühen Todes seines Vaters eine gute Kindheit um in ein vielschichtiges Leben als Familienvater und Unternehmer zu starten. Das Resümee des heute 87-Jährigen versetzt den Lesenden in eine facettenreiche Vergangenheit.

AN KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN Wie der komplex-süße Geschmack von roter Bohnenpaste sich mit der Honigsüße der Pfannkuchen zu einer der beliebtesten Speisen Japans verbindet, so gelingt hier die Verbindung großartiger Literatur mit visuell und rhythmisch einmaliger Filmkunst. Durian Sukegawas Roman wird von Naomi Kawase mit viel Umsicht und feinem Gespür für Zwischenmenschlichkeiten in einen filmischen Genuss verwoben, der seines Gleichen sucht.

«Familie, Karriere und Öffentlichkeitsarbeit – alles unter einem Hut» Peter C. Bettschart, ehem. Chef Nestlé Österreich, Wien

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Programmheft Sprachsalz 2019  

alle Informationen zum Literaturfestival Sprachsalz 2019: Mit den Autoren: Pedro Badrán (Kolumbien) Antonia Baum (Deutschland) Zoltán Danyi...

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