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Jahresbericht

2017 Römisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur

«Und Gott wird alle Tränen abwischen von ihren Augen … »


Inhaltsverzeichnis «Und Gott wird alle Tränen abwischen von ihren Augen …» 3 4

Palliative Care: weil der ganze Mensch krank wird, nicht nur Herz oder Lunge.

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Editorial des Präsidenten Urs W. Rechsteiner Damit sie das Leben in Fülle haben – Was ist Gesundheit? Spitalseelsorge: Wo sich existenzielle Fragen stellen – und auch Small Talk Trost spenden kann Palliative Care: ernstnehmen, lindern und mit-aushalten Ein Tag mit der Spitexleiterin Daniela Hübscher Die «letzte Ruhe» im Spiegel gesellschaftlicher Trends

Finanzen 18 Laufende Rechnung (nach Arten) 20 Bestandesrechnung 20 Investitionen im Verwaltungsvermögen 21 Laufende Rechnung (nach Dienstbereichen) 21 Abschied der Rechnungsprüfungskommission 22 Sonderrechnung Jahrzeitfonds 23 Zusammenfassung Rechnung 2017

Begraben wird man, wie man gelebt hat. Bestattungen in einer säkularisierten Welt.

Tätigkeitsberichte der Ressorts und Kommissionen

18

Finanzen

Laufende Rechnung (nach Arten) in CHF

Aufwand Personalaufwand Personalaufwand der Behörden und Kommissionen

Rechnung

Voranschlag

2017

2017

14 464 850.74

14 848 100

8 479 669.15

8 575 000

Konto

Rechnung

3

15 093 236.48

30

8 602 945.73

2016

138 919.02

141 800

300

143 850.90

Löhne des Verwaltungs- und Betriebspersonals

6 999 761.68

7 008 100

301

7 114 893.60

Sozialversicherungsbeiträge

1 255 623.25

1 308 500

303

1 249 667.78

Übriger Personalaufwand

85 365.20

116 600

309

94 533.45

2 040 028.45

2 165 800

31

2 168 148.10

Büro- und Schulmaterialien, Drucksachen

274 741.92

274 700

310

297 612.50

Anschaffung Mobilien, Maschinen, Fahrzeuge

209 088.12

191 100

311

161 647.65

Wasser, Energie, Heizmaterialien

347 222.56

344 700

312

353 147.08

88 998.40

111 400

313

96 797.14

354 945.93

411 700

314

460 132.26 100 031.35

Sachaufwand

Verbrauchsmaterialien Dienstleistungen Dritter für den baulichen Unterhalt Dienstleistungen Dritter für den übrigen Unterhalt

94 100

315

42 296.75

44 000

316

43 952.40

Spesenentschädigungen, Pfarreianlässe

309 288.93

316 800

317

313 614.29

Dienstleistungen und Honorare, allg. Verwaltungsaufwand

273 721.99

296 800

318

265 895.16

62 442.55

80 500

319

75 318.27

173 098.50

195 700

32

200 885.75

0

1 000

321

0

88 926.00

112 500

322

103 246.05

Mieten, Pachten, Benützungskosten

Übriger Sachaufwand Passivzinsen Kurzfristige Schulden Mittel- und langfristige Schulden

77 281.30

Sonderrechnungen

1 941.00

2 200

323

2 027.00

Übrige Passivzinsen

82 231.50

80 000

329

95 612.70

1 693 786.67

1 862 000

33

1 792 118.50

Abschreibungen Abschreibungen und Erlasse von Steuern

42 010.05

120 000

330

46 168.15

1 651 776.62

1 742 000

331

1 745 950.35

Entschädigungen an andere Gemeinwesen

228 015.00

224 000

35

224 127.00

Stadt Winterthur: Bezugskosten für Kirchensteuern

228 015.00

224 000

352

224 127.00

Eigene Beiträge

1 817 712.97

1 796 800

36

1 703 159.40

Synodalrat

Ordentliche Abschreibungen Hochbauten der KG

1 388 971.00

1 284 800

361

1 255 414.00

Kirchliche Gruppen/Vereine

198 656.17

270 000

365

206 980.20

KEH, Institutionen Inland

130 592.90

137 000

366

135 436.15

99 492.90

105 000

367

105 329.05

Durchlaufende Beträge

0

0

37

373 042.00

Bewertungsverluste

0

0

370

373 042.00

Interne Verrechnungen

32 540.00

28 800

39

28 810.00

Verrechnete Passivzinsen

32 540.00

KEH, Institutionen Ausland

29 Inlandprojekte hat die Kirchliche Entwicklungshilfe unterstützt. 14 265 240.91

Ertrag

28 800

392

28 810.00

14 780 100

4

16 130 635.52

Steuern

13 308 513.20

13 381 000

40

14 215 033.44

Einkommens-, Vermögens-, Ertrags- und Kapitalsteuern

13 308 513.20

13 381 000

400

14 215 033.44

24 Kirchenpflege und Verwaltung 27 Kommissionen 27 • Bau- und Liegenschaftskommission 27 • Personalkommission 29 • Seelsorgekommission 29 • Jugendkommission 30 • Kommission für Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit 32 • Kommission für Kirchliche Entwicklungshilfe 34 Die Katholische Kirche in Winterthur auf einen Blick

Namen und Kontakte

Impressum Jahresbericht 2017 Römisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur www.kath-winterthur.ch Gestaltung/Druck: Mattenbach AG Titelbilder: Thomas Suter


Präsident Urs W. Rechsteiner

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Die Sorge um kranke Menschen ist tief verwurzelt in der jüdisch-christlichen Tradition. Die medizinische Wissenschaft sowie das Wirken von Ärztinnen und Ärzten und Fachpersonen aus Pflege und Therapie entwickelten sich zu grossen Teilen aus der biblischen Auffassung von Barmherzigkeit. Die Spuren, die christlich motivierte Pflege in unserem Gesundheitssystem hinterlassen hat, reichen teilweise bis in die heutige Zeit: Bis 1968 waren beispielsweise die Baldegger Schwestern in der Katholischen Spitex Winterthur tätig. Die Professionalisierung und Laisierung der Pflege haben dazu geführt, dass Ordensschwestern heute nicht mehr am Krankenbett zu Hause oder am Spitalbett anzutreffen sind. Noch immer werden aber existenzielle Fragen, die mit Krankheit und Leiden einhergehen, an Pfarrpersonen gerichtet: Seit jeher besuchen Pfarrer und Pastoralassistentinnen und -assistenten kranke Pfarreiangehörige zu Hause oder im Spital. Katholikinnen und Katholiken, die in ihrer Pfarrei verwurzelt sind, kennen und schätzen diese Besuche am Krankenbett und vereinbaren sie für sich oder für Angehörige direkt mit der Pfarrei. Für Menschen, die nicht in engem Kontakt mit ihrer Pfarrei stehen, haben wir Anfang 2017 einen niederschwelligen Zugang zu dieser so zentralen Dienstleistung der Kirche geschaffen: Über eine sogenannte «Spiritual-Care-Hotline» unter der Telefonnummer 052 224 03 80 können Hilfesuchende aus ganz Winterthur einen Besuch vereinbaren. Pfarrpersonen aus der entsprechenden katholischen Pfarrei oder reformierten Gemeinde nehmen mit den Anruferinnen und Anrufern Kontakt auf. Dass dieses neue Angebot pfarreiübergreifend und ökumenisch ist, nimmt die veränderten Bedürfnisse unserer Gesellschaft auf. Winterthur kam hier eine Pionierrolle zu: Im Laufe des Jahres wurde eine ähnlich angelegte Palliative-­C areHotline für Stadt und Kanton Zürich geschaffen. Dieser Jahresbericht beleuchtet deshalb die Rolle der katholischen Kirche bei der Sorge um kranke und sterbende Menschen. Sie lesen auf Seite 12, wie die Mitarbeiterinnen der Katholischen Spitex Winterthur Patientinnen und Patienten ermöglichen, zu Hause in ihrem vertrauten Um-

Editorial

feld gepflegt zu werden. Im Kantonsspital Winterthur sind katholische und reformierte Spitalseelsorgerinnen und -seelsorger im Einsatz. Einer von ihnen ist der Winterthurer Gemeindepfarrer Stefan Staubli. Auf Seite 6 schildert er seine Arbeit am Spitalbett, wo es nicht immer, aber oft um die grossen, existenziellen Fragen geht. Pfarrer Stefan Staubli hat nicht immer Antworten darauf, aber Zeit, da zu sein, zuzuhören, Trost und Sakramente zu spenden. Dass kranke Menschen nicht ausschliesslich körperlich leiden, sondern dass auch Psyche und Seele Zuwendung brauchen, prägt die Arbeit der medizinischen Fachpersonen im Palliative-Care-Zentrum des Kantonsspitals. Die leitende Ärztin und die Pflegeleiterin erklären, wie die Palliative Care unheilbar kranke und sterbende Menschen begleitet. Lesen Sie dazu den Bericht auf Seite 8. Der Tod ist nicht mehr Teil unseres Alltags – zu entscheiden, was nach dem Tod eines Menschen geschieht, ist für die Angehörigen auch deshalb oft eine grosse Herausforderung. Traditionen und viele gesellschaftliche und kirchliche Normen gelten heute nicht mehr. In einem weiteren Artikel dieses Jahresberichts erklären der Leiter des Winterthurer Bestattungsamts und der Gemeindeleiter der Pfarrei St. Marien, wie die «letzte Ruhe» in unserer zunehmend individualisierten, säkularisierten und beschleunigten Gesellschaft aussieht. Krankheit, Leiden und Tod sind vielleicht auf den ersten Blick irritierende Themen für unseren Jahresbericht. Doch für uns als katholische Kirche sind diese Bruchstellen im Leben zentrale Momente, in denen die Fähigkeiten und Angebote unserer Mitarbeitenden in den Pfarreien grosse Bedeutung haben. Ich danke deshalb allen Mitarbeitenden für ihr Engagement, wenn es um die Sorge leidender Menschen geht, aber auch für ihren Einsatz in unserer Kirche während des ganzen Jahres und bei der Erfüllung der verschiedenen liturgischen, seelsorgerlichen, sozialen und weiteren Aufgaben, die wir als katholische Kirche in Winterthur wahrnehmen. Urs W. Rechsteiner, Präsident der Kirchenpflege


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Damit sie das Leben in Fülle haben – Was ist Gesundheit? «Zustand vollkommenen physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens» Gesundheit gilt im Allgemeinen als eines der höchsten Güter, wenn nicht als das höchste Gut schlechthin. Die Weltgesundheitsorganisation definiert Gesundheit als «Zustand vollkommenen physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens». Es ist nicht unproblematisch, Gesundheit als Idealzustand zu bestimmen; denn die Erfahrung zeigt, dass Gesundheit und Krankheit keine Begriffe sind, die sich gegenseitig kategorisch ausschliessen. Es gibt keinen Menschen, der als vollkommen gesund oder ausschliesslich als krank zu bezeichnen wäre. Von daher ist Gesundheit über konkrete Diagnosen hinaus vielmehr die individuelle Fähigkeit eines Menschen, mit Behinderung, Verletzung und Krankheit, die in keinem Menschenleben ausbleiben, leben zu können. Es öffnet sich auch eine Lücke in der Betrachtung von Krankheit und Gesundheit, wenn bei der Definition von Gesundheit die Dimension der Spiritualität des Menschen ausgeblendet bleibt. Im Zusammenhang der Beschreibung dessen, was Gesundheit bedeutet, bezeichnet Spiritualität die innere Einstellung oder den inneren Geist sowie das persönliche Suchen nach Sinngebung eines Menschen. Mithilfe dieser inneren Einstellung versucht der Mensch, den Erfahrungen seines Lebens, seiner Biografie und insbesondere auch den existenziellen Krisen und Bedrohungen zu begegnen.

Palliative Care als ganzheitliche Betreuung und Pflege Die Entwicklung der Palliative Care (Medizin und Pflege) mit ihrem Ansatz, die Lebensqualität von Patienten und ihren Angehörigen in der letzten Lebenszeit durch Vorbeugen und Lindern zu verbessern, hat wesentlich dazu beigetragen, auch die spirituelle Dimension in die Pflege zu integrieren, weil sie durch das frühzeitige Erkennen, die sorgfältige Anamnese und die Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen im physischen, psychosozialen und spirituellen Bereich die ganzheitliche Sorge (Care) für die Patienten in den Mittelpunkt stellt. Damit wird Spiritual Care zu einem festen Bestandteil der umfassenden Sorge um den Menschen speziell in der letzten Lebensphase. Spiritual Care begleitet Menschen individuell in ihren existenziellen, spirituellen und religiösen Bedürfnissen auf der Suche nach Lebenssinn, Lebensdeutung und Lebensvergewisserung sowie bei der Krisenbewältigung. Schalom, ein biblischer Hintergrund Spiritual Care hat das «Ganzsein» und «Heilsein» des Menschen in seiner je eigenen Lebenslage im Blick. Diesem Anliegen vermag der biblische Begriff «Schalom» zu entsprechen, der sehr viel mehr meint als das, was in unserer Sprache das Wort «Friede» bezeichnet. Schalom ist ein zutiefst positiver Begriff, der mit den Vorstellungen von Unversehrtheit, Ganzheit, Heilsein von Welt und Mensch zu tun hat. Von diesem Schalom, dem Heil, das dem Menschen als Durchgang im Leid zuteilwird, sprechen verschiedene Stellen der Bibel, auch wenn dies lei-

der in den deutschen Übersetzungen nicht immer ersichtlich ist: «Siehe, zu Schalom wurde mir äusserste Bitterkeit, Bitterkeit. Du hast angebunden meine Seele, sodass sie nicht in die Unterwelt gekommen ist. Du hast geworfen hinter deinen Rücken alle meine Sünden.» (z. B. Jesaja, Kapitel 38, Vers 17) Die Idee des Schalom umfasst das individuelle Wohlergehen im menschlichen Leid ebenso wie die politische und soziale Gerechtigkeit. Sie weist über den innerweltlichen Zusammenhang hinaus auf ein Heilsein jenseits dieser Welt hin. Diese Zu­ sage Gottes ermöglicht es, das Leiden als eine Form des Unheils zu bewältigen bzw. das Leiden anzunehmen. Selbst in dem alltäglichen Grusswort «Schalom» oder auch «Salam» schwingt der Wunsch nach diesem Heil für den Menschen in jeder Lebenslage mit. Damit sie das Leben in Fülle haben Auch im Neuen Testament zieht sich das Motiv des umfassenden Heiles für die Menschen in jeder Phase des Lebens durch. Wenn man dem Wirken Jesu nach der Botschaft der Evangelien folgt, zeigt sich die Kraft Gottes in Heilungen von Krankheiten, im Lösen von Blockaden und Schuldzusammenhängen. Das Heil von Gott her wird Menschen in ihrer individuellen Lebenssituation als Befreiung zum Leben geschenkt. Was in verschiedenen Heilungserzählungen aufscheint, könnte man am ehesten in einem Satz aus dem zehnten Kapitel des Johannesevangeliums zusammenfassen: «Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben, und es in Fülle haben.» (Johannesevangelium, Kapitel 10, Vers 10b) Was ist mit diesem «Leben in


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Fülle» gemeint? Es ist wohl weniger ein Zustand, der von Überfluss oder Luxus geprägt ist. Leben in Fülle bedeutet im Hinblick auf die ganze Lebensspanne mit ihren existenziellen Höhen und Tiefen, dass die Möglichkeiten zum Leben, die Zuwendung und Liebe, der Sinn und die Perspektive für das menschliche Leben auch in Zeiten der Not, im Leiden und sogar angesichts des Todes nicht versiegen. Gerade in den Lebenslagen, in denen das Leben gefährdet und infrage gestellt ist, wo es definitiv seinem Ende entgegenstrebt, kommt diese Botschaft von einem Leben in Fülle zum Tragen.

Hoffnung über dieses Leben hinaus Die Erfahrungen in der Begleitung von Sterbenden weisen immer wieder auf die Hoffnungen und Ängste angesichts der Grenze des Lebens hin. In Bildern und symbolischer Kommunikation werden diese Fragen aufgeworfen und verlangen nach Antworten, die sich nicht in vorgeprägten dogmatischen Formulierungen erschöpfen können. Personen in existenzieller Not und in der letzten Lebensphase suchen nach Menschen, die gemeinsam mit ihnen nach Antworten suchen und ihnen authentisch begegnen. Was wir als Glaubende aus der biblischen Botschaft aufnehmen, sind keine vorgefertigten Antworten, es sind Motive unserer eigenen Suche nach einer Hoffnung für dieses Leben und über dieses Leben hinaus.

Klaus Meyer, Pfarrer im Seelsorgeraum Herz Jesu – St. Urban

Spirituelle Begleitung: eine Hotline für ganz Winterthur

Foto: fotolia

In den Spitälern sind die Seelsorgenden integriert ins Team – Spitalpatientinnen und -patienten erhalten auf Wunsch Begleitung. Auch wer zu Hause gepflegt wird und ins Pfarreileben integriert ist, also die Pfarrer und weiteren Seelsorgenden kennt, hat meist kein Problem, bei einer schweren Krankheit oder dem nahen Lebensende Unterstützung für sich oder für Angehörige zu organisieren. Immer mehr Menschen sind heute Mitglieder der Katholischen oder Reformierten Kirche, leben aber distanziert vom Pfarreileben. Wenn sie schwer krank und zu Hause gepflegt werden, wissen sie nicht, an wen sie sich wenden können für ein seelsorgerliches Gespräch. Oder sie zögern, auf Seelsorgende zuzugehen, die sie nicht persönlich kennen.

Ökumenisches Projekt Die anfangs 2017 eingerichtete Spiritual-Care-Hotline für ganz Winterthur bietet hier einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu seelsorgerlicher Betreuung. Wer selbst krank ist und Angehörige von Patientinnen und Patienten können die Telefonnummer 052 224 03 80 zu den Bürozeiten anrufen. Sowohl für katholische als auch für reformierte Hilfesuchende wird spirituelle Begleitung in Form von Gesprächen, Besuchen, einer Segens- oder Kommunionsfeier organisiert. Wichtige Unterstützung für Angehörige Gemeldet bei der Winterthurer Spiritual-Care-Hotline haben sich bisher vor allem Angehörige. Dieselbe Erfahrung macht die Beauftragte für Palliative Care der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, wo eine kantonsweite Hotline eingerichtet wurde: Angehörige bräuchten oft Unterstützung, damit sie ihre Aufgabe leisten und schwer kranke Menschen begleiten und betreuen können. Spiritual-Care-Hotline Für ganz Winterthur: 052 224 03 80 Für Stadt und Kanton Zürich: 044 554 46 66 http://www.kath-winterthur.ch/kirchgemeinde/ spiritual-care-zu-hause-spirituelle-begleitung-fürschwer-kranke-und-sterbende


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Spitalseelsorge: Wo sich existenzielle Fragen stellen – und auch Small Talk Trost spenden kann Gebären und geboren werden, leiden und genesen, leiden und sterben – im Spital geht es um die existenziellen Fragen. Nicht immer Antworten, aber Zeit, da zu sein, zuzuhören, Trost und Sakramente zu spenden, haben die Spitalseelsorgerinnen und -seelsorger. Zum Beispiel der Winterthurer Gemeindepfarrer Stefan Staubli.

Von der Passerelle aus, die neu ins Kantonsspital Winterthur (KSW) führt, öffnet sich der Blick auf die riesige Baugrube. Mehrere Bagger graben gleichzeitig ins Erdreich. Gleich drei Kräne erheben sich hoch über das Hochhaus, das abgebrochen werden soll, sobald der Spitalneubau Didymos steht. Die Bauarbeiter in ihrer grellbunten Kleidung, die die Maschinen dirigieren, wirken von oben klein wie Playmobilmännchen. «Raum der Stille» als Rückzugsort Im Spital, im «Raum der Stille», blenden die blauen Vorhänge die Riesenbaustelle samt Baggern und Lärm aus. Die Baumaschinen haben die frühere Spitalkapelle bereits weggeräumt. Stattdessen gibt es nun diesen Raum, das heisst ein Spitalzimmer, das mit wenigen hellen Möbeln und einem schlichten Kreuz zum Rückzugsort im oft hektischen Spitalalltag umfunktioniert wurde. Hierher kommen Patientinnen und Patienten, ihre Angehörigen, aber auch das Personal, um sich zurückzuziehen, sich still in einen der Sessel zu setzen, ein paar Bibel- oder Koran-­ verse zu lesen oder ihre Anliegen und Hoffnungen in ein offenes Buch zu schreiben. «Der Raum der Stille ist gefragt und gut besucht, ich treffe immer wieder Menschen an, die hier sitzen, eine muslimische Mitarbeiterin betet hier regelmässig», sagt Stefan Staubli und deutet auf einen Gebetsteppich, der zusammengerollt in einer Ecke liegt. Seit August 2017 ist der katholische Pfarrer der Pfarrei St. Peter und Paul an drei Tagen pro Woche als Spitalseelsorger im KSW tätig. Er ist einerseits Vertreter der katholischen Kirche, andererseits ist es die Aufgabe des ganzen ökumenischen Spitalseelsorgeteams, Menschen zu begleiten, die anderen Konfessionen angehören – oder die keinerlei Bezug zu

einer religiösen Weltanschauung haben. «Von 9 Uhr bis 17 Uhr sind wir auf der Station da für Gespräche mit den Patientinnen und Patienten. Dazu kommt in gewissen Abständen der Pikettdienst am Wochenende und nachts», erklärt der Spitalpfarrer. Bei den Wochenend- und Nachteinsätzen gehe es oft darum, dass jemand auf der Station oder der Intensivabteilung im Sterben liege. «Dann gestalte ich diesen Moment – so wie die Situation es erfordert oder möglich macht. Und wo Worte nicht mehr möglich oder sinnvoll sind, da vertraue ich auf die hilfreiche Wirkung von Präsenz, Gebeten und Ritualen, die uns zur Verfügung stehen.»

Spitalseelsorger Stefan Staubli (Foto: Claudia Sedioli)

Herausforderung «aufsuchende Seelsorge» Seine Tageseinsätze spielen sich im Rahmen eines Spitals ab: «Manchmal ist so ein Spital schon ein Bienenhaus», so Stefan Staubli, «Pflegepersonal, Arztvisiten, Physiotherapie, Ernährungsberatung, IDEM-Frauen gehen ein und aus in den Patientenzimmern, dazu dann die Besucherinnen und Besucher – häufig muss ich Glück haben,


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um einen ruhigen Moment an einem Krankenbett zu erwischen, und komme mir manchmal fast als Störfaktor vor.» Stefan Staubli und die anderen acht katholischen oder reformierten Spitalseelsorgerinnen und -seelsorger des KSW gehen von Bett zu Bett und bieten Gespräche an – die sehr unterschiedlich verlaufen können. «Das kann Small Talk sein über alles Mögliche, oder jemand möchte mir seine Krankengeschichte erzählen, seine Sorgen und Ängste. Andere bringen Glaubensfragen vor, sind offen und dankbar für ein Segensgebet oder die heilige Kommunion.»

»

Und Gott wird alle Tränen abwischen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, und kein Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. (Offb. 21,4)

»

Stefan Staubli erfährt via Spitalliste im Intranet, welche Patientinnen und Patienten katholisch respektive reformiert sind – viel mehr nicht. Auf Menschen zuzugehen, von denen er nicht wisse, ob sie sein Gesprächsangebot schätzen, daran habe er sich erst gewöhnen müssen. Diese Art der «aufsuchenden Seelsorge» ist neu für den Gemeindepfarrer: «In der Pfarrei kenne ich fast drei Viertel der Menschen, mit denen ich zu tun habe. Hier im KSW sind drei Viertel der Begegnungen Erstkontakte. Dieser Unterschied ist grösser, als ich es im Vorfeld gedacht habe. Ich gehe auch zu denen, die mich nicht wünschen – und mich gleich wieder rausschicken.» Der Pfarrer hat gelernt, einen Hinauswurf nicht persönlich zu nehmen: «Im Spitalalltag wird so oft verfügt über die Patienten, sie müssen vieles über sich ergehen lassen, da bin ich halt der Einzige, den sie wegschicken können …» Andere lassen sich auf ein Gespräch mit dem Spitalseelsorger ein – manchmal auch um ihren Kirchenfrust, ihre schlechten Erfahrungen, Enttäuschungen oder ihre grundsätzliche Ablehnung kundzutun. Auch damit gilt es umzugehen.

Existenzielle Fragen Dann wiederum kann es zu ganz anderen Begegnungen kommen: «Es geht hier viel um Schmerz und Krankheit, dadurch kommt man schneller zu den existenziellen Fragen. Da erfahre ich mich und mein Angebot an Gesprächen, Gebeten, Ritualen oder einfach nur, dass ich da bin und mit jemandem die Ohnmacht aushalte, als gefragt und geschätzt.» Der «Erfolg» kann sich mal in einem erneuten Lächeln trotz aller Schwere zeigen, aber auch in lösenden Tränen, die sich angestaut haben. Obwohl Stefan Staubli als langjähriger Gemeindepfarrer im Grunde nichts anderes tat und tut als im Spital, hat er sich entschlossen, eine spezifische Weiterbildung zu machen: Das sechswöchige praxisbegleitende Clinical-Pastoral-­ Training solle ihn mit den ganz besonderen Umständen der Seelsorge im Spital noch vertrauter und sicherer machen. Gemeinschaftswerk Spitalseelsorge Neben den Einzelgesprächen bietet das Seelsorgeteam Gruppengespräche für Trauernde und einen offenen Seelsorgetreff und begleitet eine grosse Gruppe der Freiwilligen Sitzwache. Nicht zu vergessen sind die Sonntagsgottesdienste, an denen viele Freiwillige als Sigristen, Organisten oder Begleitpersonen der Patienten mitwirken. Diese Gottesdienste werden im Spitalradio direkt übertragen. «Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen mitwirken, damit Seelsorge auch im Spital möglich wird», so Stefan Staubli. Bald wird es auch wieder einen Kirchenraum im Spital geben: 2021 soll an der Stelle der riesigen Baugrube das neue Spitalgebäude stehen und darin die neue Spitalkirche eröffnen. «Sie wird zentral gelegen sein, direkt beim Haupt­e ingang. Und wenn es so bleibt, wird sie ‹Spitalkirche› heissen, was in unserem Umfeld nicht selbstverständlich ist», betont Stefan Staubli.

Claudia Sedioli


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Palliative Care: ernstnehmen, lindern und mit-aushalten Unheilbar krank wird der ganze Mensch. Nicht nur seine Lunge oder sein Herz. Im Zentrum für Palliative Care am Kantonsspital Winterthur werden auch die psychischen, seelischen oder sozialen Leiden schwer kranker Menschen gelindert. Dem existenziellen Leidensdruck begegnen die Mitarbeiterinnen auf dieser Spitalstation nicht nur mit lindernden Medikamenten, sondern auch mit unterstützenden Gesprächen.

Seit 2009 nimmt das Zentrum für Palliative Care am Kantonsspital unheilbar kranke Menschen auf.

Rosa, gelb, grün, blau, rot oder braun – in allen Farben leuchten einem die kleinen Papierquadrate entgegen. Blumen, Sonnen, Federn wurden auf einzelne gezeichnet oder geklebt. Zu einer Collage montiert schmücken sie die Wände des Aufenthaltsraums im Zentrum für Palliative Care. «Für jeden Menschen, der hier unser Patient war, fügen wir ein neues Quadrat hinzu», erklärt Dr. Christa Hauswirth Siegenthaler. Die Ärztin leitet zusammen mit der Pflegeleiterin Franziska Trüb das Zentrum für Palliative Care im Kantonsspital Winterthur. Eröffnet wurde es 2009, pro Jahr verbringen hier mehr als 300 Patientinnen

und Patienten insgesamt gegen 4000 Pflegetage. «Alle Patienten sind unheilbar und fortgeschritten krank, das ist in der Regel ein Aufnahmekriterium, heisst aber nicht, dass das Zentrum für Palliative Care ausschliesslich ‹end of life›-Pflege macht», betont Christa Hauswirth. Und Franziska Trüb ergänzt: «Es sind meist Menschen mit Krebsdiagnosen, weniger häufig mit Herzinsuffizienz, chronisch-obstruktiven Lungenkrankheiten, seltener Dialysepatienten oder Menschen, die zusätzlich zu ihrer Erkrankung an einer Demenz leiden.»


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Mehr – nicht weniger behandeln Wer in die Palliative Care kommt, hat meist schon eine lange Krankheitsgeschichte durchlebt. «Viele Menschen erschrecken dann: Ist es schon so weit? Komme ich hierher zum Sterben?», erklärt Christa Hauswirth. «In der Gesellschaft wird oft wahrgenommen: Palliativ, das heisst, man macht nichts mehr! Dabei gibt es hier mehr, nicht weniger Behandlungsbedarf, vor allem eine intensivere Symptomkontrolle», so die Pflegeleiterin Franziska Trüb. Auch im Palliativzentrum finden Therapien statt, beispielsweise Chemotherapien – aber nicht mit dem Anspruch, eine Krankheit zu heilen, sondern um Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Dazu gehören laut Franziska Trüb auch offene Gespräche über die Vor- und Nachteile einer weiteren Behandlung.

Früher Palliative Care einbeziehen «Wir wünschen uns, dass die Patienten früher zu uns kommen», betont Christa Hauswirth. Wenn frühzeitig über Ziele und Werte gesprochen werde, könne belastendes Leiden besser antizipiert werden und Patientinnen und Patienten hätten eine bessere Lebensqualität. So zeigt eine bereits 2010 in den USA durchgeführte Studie, dass Patienten mit metastasierendem Lungenkrebs mit frühzeitiger palliativer Begleitung parallel zur onkologischen Behandlung eine höhere Lebensqualität und bessere psychische Verfassung aufwiesen als die Kontrollgruppe, die ausschliesslich onkologische Behandlung erhielt.

Dr. Christa Hauswirth Siegenthaler (links) und die Pflegeleiterin Franziska Trüb leiten das Zentrum für Palliative Care.


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Perspektiven aufzeigen Doch welche Behandlungen sind weiterführend für die Ziele der Patienten? Um dies zu klären, setzen sich Patientinnen und Patienten mit den Ärztinnen, der Pflege und den Angehörigen zur Standortbestimmung zusammen. «An diesem runden Tisch fragen wir nach den Zielen des Patienten», so Christa Hauswirth. Die körperliche Ausgangslage ist dabei nur ein Aspekt. «Eine unheilbare Krankheit wirkt sich auf allen Ebenen aus: physisch, psychisch, spirituell-existenziell und sozial. Es ist wichtig zu erfassen, welche Symptome vorliegen, aber auch wie diese erlebt werden, wo der grösste Leidensdruck herkommt.» Es geht in der Palliative Care um den für den individuellen Patienten optimalen, nicht um den medizinisch maximalen Behandlungsweg. Oft steht dabei nicht die Behandlung der körperlichen Symptome im Vordergrund, sondern ganz andere Ziele: Will jemand unbedingt zu Hause gepflegt werden und zu Hause sterben? Kann zu Hause ein Netzwerk geschaffen werden, um diese Pflege zu leisten? Will eine andere Patientin die Hochzeit der eigenen Tochter noch erleben und nimmt dafür eine belastende Behandlung in Kauf? Will jemand Weihnachten feiern, auch wenn er nicht nach Hause kann? Will ein anderer in sein Heimatland zurückkehren und dort sein Leben abschliessen? Die Palliativstation ist keine Wunsch­ erfüllungsmaschine, doch manchmal wird auch hier das Unmögliche möglich gemacht. Das Team organisierte einem Patienten den ersehnten Zeppelinflug. Für einen anderen wurde ein Christbaum beschafft und im Zimmer aufgestellt, damit die Familie vorgezogene Weihnachten feiern konnte – nichtmedizinische Massnahmen, die viel zur Lebensqualität beitragen.

Welche Ziele will ein schwer kranker Patient erreichen?

Die vielen Abschiede vor dem Abschied Eine unheilbare Krankheit bedeutet auch eine grosse Herausforderung, sich an eine durch die fortschreitende Krankheit immer wieder verändernde Lebenssituation anzupassen. Die Fachfrauen der Palliative Care sprechen hier von einer «Anpassungsleistung», die Patientinnen und Patienten, aber auch ihre Angehörigen erbringen müssen: «Menschen reagieren mit den verschiedensten Emotionen darauf: Angst, Trauer, Wut, Frustration, Misstrauen», erklärt Franziska Trüb. Ernstnehmen, Lindern und Mit-aushalten – das setzen die Mitarbeitenden auf der Palliativstation dem Leiden entgegen. Denn Krankwerden heisst oft auch, Abschied zu nehmen von vielem, was man früher machte, konnte, liebte, auch von Rollen, die man ausfüllte. Nie mehr Velo fahren, auf Bergtouren gehen oder im Garten arbeiten können. Nicht mehr der kompetente Mittelpunkt der Familie sein, der alle Probleme aus dem Weg räumt, sondern andere entscheiden lassen, vielleicht andere belasten mit Dienstleistungen, die sie nun für einen erbringen – Krankheit bringt Verluste auf verschiedenen Ebenen mit sich. Das kann Verunsicherung und Ängste auslösen. Für Franziska Trüb sind bei einer fortschreitendenden Krankheit auch die sozialen Aspekte zentral: «Wir fragen immer nach der finanziellen Situation und nach dem familiären Umfeld.» Angehörige stehen oft vor einer Situation, die sie überfordert, und brauchen Unterstützung und Informationen.


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Wichtige Gespräche haben Priorität. (Fotos: Thomas Suter)

Spiritual Care im alltäglichen Sinn Klärende Gespräche auch über nichtmedizinische Themen sind zentral auf der Palliativstation. «Wir setzen die Zeit so ein, dass Gespräche über Wichtiges Priorität haben», so Franziska Trüb. Das Team aus Pflegefachpersonen, Ärzteschaft, Physiotherapie, Seelsorgern, Psychoonkologe, Kunsttherapeutin, Sozial- und Ernährungsberatung und je nach Bedarf weiteren Spezialisten nimmt sich bewusst Zeit dafür. «Für uns ist Spiritual Care», so Christa Hauswirth, «dass alle Berufsgruppen, die mit den Patienten zu tun haben, auch offen sind für die psychischen, seelischen oder spirituellen Anliegen. Auch spirituelle Themen werden oft zwischen Tür und Angel angesprochen, da muss man sich hinsetzen und zuhören können.» «Manchmal sorgen wir auch dafür, dass zwischen Patienten und Angehörigen geredet wird», ergänzt die Pflegeleiterin. Einzelne Patienten würden nicht über das Sterben sprechen wollen, das gelte es zu respektieren. Für andere Patienten sei es erleichternd, sagen zu können, dass sie eine belastende Behandlung abbrechen wollen, dass sie keine Kraft mehr hätten, ans Sterben dächten. Vielleicht hätten sich die Angehörigen nicht getraut, den Gedanken an den Tod selbst zu formulieren – oder der Patient habe nichts gesagt, um die Angehörigen nicht zu erschrecken. «Keine Fassade mehr aufrechterhalten zu müssen, das Tabu anzusprechen, kann dann entlastend sein. Dann können alle ihre Gefühle zeigen», so die Pflegeleiterin Franziska Trüb.

Spannungsfeld Selbstbestimmung – Fürsorge Selbstbestimmung ist in der Palliative Care zentral. Patienten entscheiden, welche Behandlungen sie durchführen, welche Ziele sie noch erreichen und welche Wünsche sie noch leben möchten, wenn die Krankheit fortschreitet. Grenzen der Palliative Care sehen die Ärztin und die Pflegeleiterin bei Menschen, die nicht zulassen können, dass die Krankheit ihren Lauf nimmt und immer mehr Unterstützung und Pflege nötig werden. «Selbstbestimmung, ohne Fürsorge akzeptieren zu können, ist problematisch: Wenn jemand nicht annehmen kann, dass er Hilfe in Anspruch nehmen muss, oder nie in eine Situation kommen will, die er nicht würdevoll findet, hat Palliative Care einen schweren Stand», so Christa Hauswirth. «Das sind die Menschen, die Sterbehilfe für sich in Anspruch nehmen. Meine Beobachtung ist, dass Palliative Care bei Menschen, die bis am Schluss alles selbst entscheiden möchten, keine guten Angebote machen kann. «Wir sind in solchen Fällen nicht die Alternative zu Exit. Suizid-Beihilfe ist im Kantonsspital Winterthur nicht erlaubt», bekräftigt Franziska Trüb. Beim Sterben begleiten Viele Angehörige sind froh, Informationen zu erhalten, wie der Sterbeprozess vor sich geht und wie sie dem Betroffenen beistehen können. Dass sterbende Menschen vielleicht kein Bedürfnis nach Essen und Trinken mehr haben, dass die Atmung sich verändern kann, sich ein Delir einstellt, so dass der sterbende Mensch verwirrt ist, Angehörige nicht mehr erkennt, sie wegschickt oder in einer transzendentalen Symbolsprache von einer Reise, vom Kofferpacken oder einem Weg zu sprechen beginnt – ein Bild zu haben, was Sterben mit sich bringen kann, ist für Angehörige oft wichtig. Sterben ist heute nicht mehr Teil des normalen Alltags Die Mitarbeitenden der Palliativstation nehmen sich schwer kranker und sterbender Menschen mit Ruhe an, mit menschlicher Wärme und dem Mut, jeden einzelnen Menschen auf seinem individuellen Weg zu begleiten. Sie machen es sich zur Aufgabe, Betroffenen und Angehörigen möglichst viel Leben trotz schwerer Krankheit zu ermöglichen. Begleiten und Aushalten von belastenden Situationen und vertrauensvolles Vorbereiten auf das Sterben sind auch ein Teil davon.

Claudia Sedioli


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Ein Tag mit …

… Daniela Hübscher, Leiterin der Katholischen Spitex Winterthur

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Daniela Hübscher, seit 30 Jahren Spitexfrau, belädt ihr Firmenauto. (Foto: Thomas Suter)

Ich habe als junge Frau bewusst den Beruf der Gemeindekrankenschwester gewählt, weil ich kranken und vor allem älteren Menschen ermöglichen wollte, in ihrem vertrauten Daheim gepflegt zu werden und dort auch möglichst bis ans Lebensende, im Idealfall im Schosse ihrer Familie, wohnen bleiben zu können», blickt Daniela Hübscher auf ihre mittlerweile 30-jährige Berufstätigkeit zurück. 1988 kam die Bernerin für ihr Pflichtjahr nach der Lehre nach Winterthur und ist «hängen geblieben», wie sie sagt. Dieses Jahr feiert nicht nur sie ein rundes Dienstjubiläum. Auch ihr Arbeitgeber, die Katholische Spitex Winterthur, begeht ein rundes Jubiläum: 100 Jahre Geschäftstätigkeit. Teil der Familie In der Spitexarbeit spiele neben der medizinisch-pflegerischen Versorgung der soziale Aspekt in der Patientenbetreuung eine ganz wichtige Rolle, betont Daniela Hübscher. Dabei gehe es nicht nur darum, eine Vertrauensperson für die Patientinnen und Patienten zu sein, son-

dern meist auch für die Angehörigen, wie etwa die Ehepartner, die im selben Haushalt wohnen, die Kinder oder andere den Patienten nahestehende Personen. «Manche Patienten betreuen wir viele Jahre, kommen je nach Bedarf auch zweimal täglich, um etwa beim Duschen, Anund Ausziehen, vor allem der Stützstrümpfe, behilflich zu sein, um Insulin zu spritzen, Medikamente zu richten oder Verbände zu wechseln. Da wird man ein Teil der Familie.» Eine Patientin konnte sie 20 Jahre betreuen. Eingespieltes Team Die Leitungsfunktion der Katholischen Spitex ist mit einem 80-Prozent-Pensum dotiert. Neben administrativen Koordinations-, Abrechnungs- und Teamführungsarbeiten betreut Daniela Hübscher im Moment elf Patientinnen und Patienten in «ihren» beiden Stadtteilen Töss und Wülflingen, der Tour 1. Auf der Tour 2 werden Klienten in Veltheim besucht, die Tour 3 führt in die Stadtkreise Mattenbach und Seen. Während sie auf Tour ist, muss sie die Hauptnummer auf ihr Mobiltelefon umleiten, da die


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Spitex per Gesetz zu Bürozeiten erreichbar sein muss und der Verein leider keine Ressourcen für eine Telefonistin hat. «Das ist für mich der grösste Stress.» Sie könne nicht immer direkt abnehmen und rufe dann halt zwischen zwei Patientenbesuchen zurück. Pro Jahr können Hübscher und ihre sieben Kolleginnen, die sich zusammen 400 Stellenprozente teilen, 60 bis 80 Personen betreuen, je nach Intensität und Häufigkeit der Betreuung. Drei Viertel der Kundschaft sind Frauen im Alter über 80 Jahre. «Wir sind ein konstantes, langjähriges Team», freut sich Hübscher. Meine Kolleginnen arbeiten seit 28, 23, 19, 16, 8 und 5 Jahren im Team, zählt sie stolz auf. Die siebte Kollegin ist letztes Jahr neu dazugekommen. Die Konstanz im Team hat Vorteile für die Kundschaft: Patientinnen und Patienten können auf «ihre» Spitexfrau zählen.

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Ich helfe den Patienten, so lange wie möglich daheim leben zu können.

Zeiterfassung auf dem Smartphone Für die Spitexfrauen beginnt der Arbeitstag morgens im Büro an der Tellstrasse. Dort holen sie die Wohnungsschlüssel für ihre Tour sowie den Tourenplan und starten das Zeiterfassungssystem, unterdessen eine App auf dem Smartphone. Die tagsüber erfassten Daten können abends mit ein paar Klicks per Internetverbindung direkt auf den Computer übertragen werden. Das Zeiterfassungssystem funktioniert so, dass jeder Arbeitsschritt einer vierstelli-

gen Zahl zugeordnet ist. Nach der Eingabe eines solchen Codes wird die Stoppuhr gestartet und nach Beendigung wird sie gestoppt und der neue Code für den nächsten Arbeitsschritt eingegeben. Bei den Codes wird nach verrechenbaren Leistungen für die Krankenpflege (Grundpflege, Behandlungspflege, Abklärung) und den nicht verrechenbaren Leistungen wie Büroarbeit, Wegzeit, Weiterbildung, aber auch der Zeit für reine Betreuungsbesuche unterschieden. Die maximale Dauer pro verrechenbarer Leistung wird von den Krankenkassen vorgeschrieben: maximal 40 Minuten für Baden oder Duschen; 10 Minuten für das Herrichten der Medikamente oder die Blutzuckermessung; 5 Minuten für Blutdruck- und Pulsmessen und so weiter. Das töne vielleicht nach Fliessband­ abfertigung, aber so sei das nicht, beruhigt Hübscher. Sie führe zwar bei den medizinischen Handgriffen keine Gespräche, da lenke sie ihre volle Konzentration auf die korrekte Ausführung, aber während der Grundpflege, also beim Waschen oder Anziehen, bleibe viel Zeit für Gespräche. Besucht eine Spitexfrau eine einsame Patientin im Spital, in dem sie sich vorübergehend von einer Operation erholen muss, oder leistet eine Spitexfrau nach der Krankenpflege einer vielleicht im Sterben liegenden Patientin oder den Angehörigen noch etwas Gesellschaft, weil die Kunden das dringende Bedürfnis nach einem Gespräch über die letzte verbleibende Zeit und das Sterben haben, so übernimmt die Katholische Spitex Winterthur diese Betreuungskosten. Dieses Bekenntnis zum Stellenwert der Nächstenliebe im ganzen Pflegebereich ist mit ein Grund, warum Daniela Hübscher ihre Arbeit in einer von der Kirche geführten Institution so schätzt.

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Regina Speiser

100 Jahre Katholische Spitex Winterthur 1918 führte der katholische Frauen- und Töchterverein die Schwestern-Krankenpflege ein. 1939 bildete sich daraus ein eigenständiger Verein, die «katholische Schwestern-Krankenpflege Winterthur», in dem bis 1968 die Baldegger Ordensschwestern wirkten. Die darauffolgenden fünf Jahre unterbrach der Verein seine Aktivitäten, bis 1973 Sarner Gemeindekranken-

schwestern angestellt wurden. 1991 wurde der Verein umbenannt in «Katholische Gemeindekrankenpflege Winterthur». Seit 2006 heisst er nun «Katholische Spitex Winterthur» und umfasst die Pfarreien St. Peter und Paul, St. Josef, Herz Jesu, St. Laurentius, St. Ulrich und St. Urban. Betreut werden Patientinnen und Patienten jeder Konfession.


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Die «letzte Ruhe» im Spiegel gesellschaftlicher Trends Begraben wird man, wie man gelebt hat – so heisst es oft. In der zunehmend individualisierten, säkularisierten und beschleunigten Gesellschaft verschwinden deshalb viele Traditionen rund um die Bestattung eines Menschen. Doch wie sieht die «letzte Ruhe» aus, wenn Normen wegfallen? Ein Gespräch mit dem Leiter des Winterthurer Bestattungsamts und einem katholischen Gemeindeleiter.

Kremation oder Erdbestattung? Gemeinschafts- oder Privatgrab? Grabstein, Inschrift oder anonyme Bestattung? Eucharistiefeier in der Kirche oder areligiöse Feier im Freien? Im Familienkreis die Urne auf dem Lieblingsgipfel des Verstorbenen in den Wind kippen? Oder gar die Asche zum Diamanten gepresst um den Hals tragen? Erschüttert vom Tod müssen viele Angehörige sofort Entscheidungen fällen. Einige belastet diese Verantwortung, andere sind fast dankbar dafür, weil die Abwicklung der administrativen Aufgaben hilft, die ersten Tage nach dem Verlust eines Menschen zu strukturieren. Und immer mehr Menschen regeln zu Lebzeiten, wie sie bestattet werden sollen, um den Hinterbliebenen die Arbeit abzunehmen. In Winterthur begleitet das Team der Friedhofverwaltung Angehörige durch diesen Prozess. Alex Borer leitet seit acht Jahren den Bereich Bestattungen und Betriebe innerhalb von Stadtgrün Winterthur und ist somit auch verantwortlich für alles, was mit der «letzten Ruhe» zu tun hat. Dazu gehören auch die Winterthurer Fried­ höfe: der mit 170 000 Quadratmetern grösste städtische Friedhof Rosenberg und die Friedhöfe Oberwinterthur, Seen, Töss und Wülflingen. Alex Borer verfügt als studierter Biologe über ein zusätzliches Betriebswirtschafts-

Alex Borer, Leiter Bereich Bestattungen

studium, um seine Aufgabe erfüllen zu können. «Sie bietet mir die Möglichkeit, mit Menschen zusammen Bestattungen zu gestalten und dem Tod eines Menschen einen würdigen Rahmen zu bieten.»

Michael Weisshar, Gemeindeleiter St. Marien

«Anlass vom Stellenwert einer Hochzeit» Wo Angehörige andernorts das Zivilstandsamt im Stadthaus oder in der Gemeindeverwaltung aufsuchen, empfängt sie in Winterthur die Friedhofverwaltung, die auch das Bestattungsamt umfasst. «Die amtliche Anzeige wird hier gemacht, und wir besprechen die Bestattung, auch wenn diese auf einem anderen Friedhof stattfindet», erklärt Alex Borer. «Das beginnt mit der Überführung des Leichnams auf den Friedhof, dann wird besprochen, ob eine Kremation oder Erdbestattung stattfinden soll, welcher und ob überhaupt ein Friedhof gewünscht ist, was für ein Grab, welche Trauerfeier usw.» Im Kanton Zürich werden die Bestattungskosten von der Gemeinde übernommen – oft eine positive Überraschung für die Angehörigen, die für allfällige Grabpflege und eventuell ein Leidmahl aufkommen müssen. Die Friedhofverwaltung


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macht die Termine gleich ab, aufgrund des Kalenders der Pfarrpersonen wissen die Mitarbeiterinnen, wer wann verfügbar ist. «Wir organisieren hier in einer einstün­ digen Sitzung einen Anlass, der den gleichen Stellenwert hat wie eine Hochzeit», so der Leiter des Bestattungs­ bereichs. Festlicher Rückblick auf ein Leben «Es ist ein Fest», betont Alex Borer, »es hat einfach einen traurigen Hintergrund. Aber: Man kommt zusammen, einige Beerdigungsgäste begegnen sich hier nach langer Zeit wieder, man erlebt oft sehr Emotionales zusammen, geht vielleicht nachher gemeinsam an einen Leichenschmaus.» Michael Weisshar, der Gemeindeleiter der katholischen Pfarrei St. Marien in Oberwinterthur, stimmt ihm zu: «Auch im christlichen Sinn ist eine Bestattung

ein Fest, das Fest der Auferstehung. Das mache ich immer deutlich: Der Tod ist der Anfang, die Auferstehung ist das Ende.» Dem Theologen statten Angehörige von katholischen Verstorbenen aus seiner Pfarrei nach der Sitzung auf dem Friedhof Rosenberg meist den zweiten Besuch ab. «Das Trauergespräch findet bei uns in der Pfarrstube statt. Es geht darum, dass ich an der Abdankungsfeier ein möglichst gutes Bild der verstorbenen Person zeichnen kann, auch wenn ich sie nicht gekannt habe. Wobei: Das ist meist ein 70-prozentiges Bild, denn das Negative fällt bei den Schilderungen der Angehörigen weg.» Nicht alle Angehörigen könnten in diesem Moment erzählen, «da ist es meine Aufgabe, eine Atmosphäre zu schaffen, dass sie sich zu erinnern und zu reden beginnen, damit ich den Verstorbenen als Menschen erfassen und angemessen auf sein Leben zurückblicken kann».

Gemeinschaftsgräber liegen im Trend: Alex Borer, Leiter Bereich Bestattungen, links, und Gemeindeleiter Michael Weisshar vor dem Gemeinschaftsgrab im Friedhof Rosenberg.


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90 Prozent Urnenbestattungen Fixfertige Lebensläufe, noch geschrieben von der verstorbenen Person selbst, seien heute die Ausnahme, so Michael Weisshar. Viele Traditionen rund um den Tod verschwänden. «So sind zum Beispiel die Verstorbenen im Gottesdienst heute nur noch selten zugegen.» Den Sarg oder die Urne in der Kirche aufzustellen, sei nicht mehr oft gefragt. Und: 90 Prozent der in Winterthur Verstorbenen werden in Urnen bestattet – mittlerweile auch Katholiken. Dabei hat die Feuerbestattung auch im reformierten Winterthur eine relativ junge Geschichte. Vor dem Hintergrund der säkulär geprägten Feuerbestattungsbewegung schlossen sich im Jahr 1905 Winterthurer Persönlichkeiten in einem Feuerbestattungsverein zusammen. Sie sammelten Geld für den Bau eines Krematoriums und propagierten die Kremation. 1913 wurde auf dem Friedhof Rosenberg ein erstes Krematorium erbaut, das

2003 durch den neben der Abdankungskapelle erstellten Neubau des Architektenkollektivs ersetzt wurde. Der Feuerbestattungsverein hatte sich bereits 1980 aufgelöst. Die Förderung der Feuerbestattung war mittlerweile kein dringliches Anliegen mehr, wurde die Kremation doch mehr und mehr zum Normalfall. Erst in den Siebzigerjahren stimmte die katholische Kirche der Feuerbestattung offiziell zu. «Es ging um die Vorstellungen von Seele und Körper. Die Auffassung, dass die Seele nicht unbedingt einen Körper braucht für die Auferstehung, hat sich durchgesetzt», erklärt Gemeindeleiter Michael Weisshar. Für die meisten Katholiken sei eine Feuerbestattung deshalb eine gleichwertige Variante. Und wie sehr ist die Auferstehung grundsätzlich Thema am Trauergespräch? «Von den Angehörigen her selten», so Michael Weisshar, «das ist meine Aufgabe: Ich bringe den Gedanken der Auferstehung ins Gespräch.»

Bedürfnis nach individuellem Gedenken auch am Gemeinschaftsgrab: Hinterbliebene legen hier Blumen, Gestecke, Kerzen und Engelsfiguren ab. (Fotos: Stephanie Scharnitzki)


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Individueller und säkularisierter Die «letzte Ruhe» widerspiegelt die Gesellschaft, in der der Verstorbene gelebt hat. «Der Trend geht auch hier Richtung Individualisierung», so Michael Weisshar, «oft kommen die Angehörigen mit eigenen Ideen für die Trauerfeier.» Das gehe von ausgefallenen Musikwünschen über individuelle Kerzenrituale und Auftritte verschiedener Rednerinnen und Redner bis zu genau choreografierten Abläufen der Trauerfeier. Wo zieht er als Theologe die Grenzen? «Grundsätzlich habe ich die Verantwortung für eine Trauerfeier und setze Grenzen, wo ich nicht mehr Teil einer Feier sein kann und will. Als an einer Trauerfeier die Asche auf dem ‹Bäumli› verstreut wurde, hatte ich beispielsweise Mühe, weil der Ort so öffentlich ist.» Durchgeführt hat Weisshar die Feier trotzdem; individuelle Wünsche ziehen sich durch das Leben bis in den Tod. «Aller Individualisierung zum Trotz», so der Theologe, «geben anderen Menschen erst ganz klare Vorgaben die Möglichkeit, Abschied zu nehmen: Kürzlich musste ich das ungeborene Kind einer Flüchtlingsfamilie beerdigen. Die Eltern sprachen nur sehr gebrochen Deutsch, aber sie machten mir verständlich, dass das Wichtigste für sie war, dass die Zeremonie ‹richtig›, absolut korrekt in ihrem eigenen Glaubensverständnis, abgehalten würde. Das gab ihnen die Sicherheit, dass die Seele ihres Kindes gerettet sei. Das war für sie der einzig denkbare Rahmen, in dem sie Abschied nehmen konnten.» Trend zum Gemeinschaftsgrab . . . Auch das Bestattungsamt kommt den individuellen Wünschen mit einem breiten Angebot an Gräbern entgegen: «Bei Bestattungen gibt es zunächst drei Möglichkeiten mit wiederum verschiedenen Varianten», erklärt Alex Borer: «Verschiedene Gemeinschaftsgräber, also Orte, wo die Urne eingesetzt wird und auf Wunsch der Name in der Nähe eingraviert werden kann. Als zweite Möglichkeit gibt es das klassische Reihengrab, in dem Särge bestattet und Urnen beigesetzt werden. Nur auf dem Friedhof Rosenberg kann ein Privatgrab gewählt werden, das kann ein grosses Familiengrab sein oder ein Baumgrab, wo die Angehörigen im Baumgrabfeld einen Baum aussuchen, unter dem die Urne beigesetzt wird.» In den letzten Jahren waren laut Alex Borer auch in Winterthur Gemeinschaftsgräber im Trend: «Das erste Gemeinschaftsgrab ist in den Fünfzigerjahren entstanden, dann schon doppelt so gross ein zweites in den Siebzigerjah-

ren, das dritte ist das Gemeinschaftsgrab von 2010. Dort können die Namen der Verstorbenen in der Namensbank eingraviert werden, das geht schon wieder in die Richtung einer Beerdigung.» Soziale Faktoren sind es laut Alex Borer, die mitbestimmen, wie Verstorbene beigesetzt werden: «In unserer mobilen Gesellschaft leben beispielsweise die Kinder nicht immer am Sterbeort der Eltern und übernehmen die Grabpflege nicht mehr im gleichen Ausmass wie früher. Als ich Kind war, gehörte es dazu, dass Angehörige jeden Sonntag ‹aufs Grab› gingen, das ist heute schon örtlich nur noch schwer möglich.» Viele Verstorbene würden ihre Angehörigen nicht mit dem Aufwand der Grabpflege und den entsprechenden Kosten belasten wollen und wählten deshalb schon zu Lebzeiten ein Gemeinschaftsgrab. . . . und neu zur friedhofslosen Beisetzung Heute werden fast 90 Prozent der Verstorbenen kremiert, das ermöglicht neue Interpretationen der Beisetzungszeremonie: «Die Urne dürfen die Angehörigen heimnehmen und können grundsätzlich damit machen, was schicklich ist. Man darf also die Asche im Freien, unter gewissen Bedingungen auch über dem Wasser verstreuen», so Alex Borer. Auch Michael Weisshar erfährt nach Trauerfeiern immer öfter nicht mehr, wo die verstorbene Person beigesetzt ist: «Einige Angehörige bewahren die Urne wohl auch einfach zu Hause auf.» Alex Borer rechnet damit, dass diese Tendenz zunimmt: «Die Entwicklung ging lange Richtung Gemeinschaftsgräber, aber da haben wir meiner Ansicht nach bald einen Plafond erreicht. Heute geht der Trend dahin, dass die Angehörigen mit der Urne machen, was sie wollen – oder was die verstorbene Person wollte.» Er selbst bedauert das, weil vielen Leuten anschliessend der Ort fehlt, wo sie ihrer Verstorbenen gedenken können. Dafür seien die Friedhöfe ja ursprünglich geschaffen worden. Formen des ganz individuellen Trauerns finden sich auch vor und auf der Namensbank des Gemeinschaftsgrabs. Möglichst nahe bei den Inschriften zeugen Blumen, Gestecke, Laternen, Kerzen und Erinnerungsstücke davon, dass viele Angehörige auch heute «aufs Grab» gehen – selbst wenn zur Bestattung ein aufwandminimierendes Gemeinschaftsgrab gewählt wurde.

Claudia Sedioli


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Finanzen

Laufende Rechnung (nach Arten) Rechnung

Voranschlag

2017

2017

14 464 850.74

14 848 100

8 479 669.15 138 919.02

Löhne des Verwaltungs- und Betriebspersonals Sozialversicherungsbeiträge

in CHF

Aufwand Personalaufwand Personalaufwand der Behörden und Kommissionen

Übriger Personalaufwand Sachaufwand

Konto

Rechnung 2016

3

15 093 236.48

8 575 000

30

8 602 945.73

141 800

300

143 850.90

6 999 761.68

7 008 100

301

7 114 893.60

1 255 623.25

1 308 500

303

1 249 667.78

85 365.20

116 600

309

94 533.45

2 040 028.45

2 165 800

31

2 168 148.10

Büro- und Schulmaterialien, Drucksachen

274 741.92

274 700

310

297 612.50

Anschaffung Mobilien, Maschinen, Fahrzeuge

209 088.12

191 100

311

161 647.65

Wasser, Energie, Heizmaterialien

347 222.56

344 700

312

353 147.08

88 998.40

111 400

313

96 797.14

354 945.93

411 700

314

460 132.26

Dienstleistungen Dritter für den übrigen Unterhalt

77 281.30

94 100

315

100 031.35

Mieten, Pachten, Benützungskosten

42 296.75

44 000

316

43 952.40

Spesenentschädigungen, Pfarreianlässe

309 288.93

316 800

317

313 614.29

Dienstleistungen und Honorare, allg. Verwaltungsaufwand

273 721.99

296 800

318

265 895.16

62 442.55

80 500

319

75 318.27

173 098.50

195 700

32

200 885.75

0

1 000

321

0

88 926.00

112 500

322

103 246.05

Verbrauchsmaterialien Dienstleistungen Dritter für den baulichen Unterhalt

Übriger Sachaufwand Passivzinsen Kurzfristige Schulden Mittel- und langfristige Schulden Sonderrechnungen

1 941.00

2 200

323

2 027.00

Übrige Passivzinsen

82 231.50

80 000

329

95 612.70

1 693 786.67

1 862 000

33

1 792 118.50

42 010.05

120 000

330

46 168.15

1 651 776.62

1 742 000

331

1 745 950.35

Entschädigungen an andere Gemeinwesen

228 015.00

224 000

35

224 127.00

Stadt Winterthur: Bezugskosten für Kirchensteuern

228 015.00

224 000

352

224 127.00

Eigene Beiträge

1 817 712.97

1 796 800

36

1 703 159.40

Synodalrat

1 388 971.00

1 284 800

361

1 255 414.00

Kirchliche Gruppen/Vereine

198 656.17

270 000

365

206 980.20

KEH, Institutionen Inland

130 592.90

137 000

366

135 436.15

99 492.90

105 000

367

105 329.05

Abschreibungen Abschreibungen und Erlasse von Steuern Ordentliche Abschreibungen Hochbauten der KG

KEH, Institutionen Ausland Durchlaufende Beträge

0

0

37

373 042.00

Bewertungsverluste

0

0

370

373 042.00

Interne Verrechnungen

32 540.00

28 800

39

28 810.00

Verrechnete Passivzinsen

32 540.00

28 800

392

28 810.00

Ertrag

14 265 240.91

14 780 100

4

16 130 635.52

Steuern

13 308 513.20

13 381 000

40

14 215 033.44

Einkommens-, Vermögens-, Ertrags- und Kapitalsteuern

13 308 513.20

13 381 000

400

14 215 033.44

620 947.80

646 500

42

641 938.48

0.50

1 000

420

5.08

57 401.85

90 000

421

86 447.95

Vermögenserträge Kontokorrent Postcheck-/Bankguthaben Zinsertrag Steuern Anlagen des Finanzvermögens/Jahrzeitfonds

1 941.95

2 300

422

2 027.95

Liegenschaftserträge des Finanzvermögens

159 243.50

162 800

423

158 128.00

Liegenschaftserträge des Verwaltungsvermögens

402 360.00

390 400

427

395 329.50


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Laufende Rechnung (nach Arten) in CHF

Entgelte Übrige Verkaufserlöse Rückerstattungen: Pfarrer an Besoldung Haushälterin, FAK Übrige Entgelte

Rechnung

Voranschlag

2017

2017

225 006.15

97 800

43

6 094.70

2 000

435

2 855.00

216 379.65

94 800

436

136 721.75

2 531.80

1 000

439

3 157.75

Konto

Rechnung 2016 142 734.50

Anteile und Beiträge ohne Zweckbindung

0

468 000

44

623 255.00

Normaufwandausgleich

0

468 000

445

623 255.00

Beiträge für eigene Rechnung

78 233.76

158 000

46

105 822.10

Beiträge des Synodalrates

78 233.76

110 300

461

105 822.10

Beiträge übrige

0

47 700

465

0

Durchlaufende Beträge

0

0

47

373 042.00

Bewertungsgewinne

0

0

470

373 042.00

Interne Verrechnungen

32 540.00

28 800

49

28 810.00

Verrechnete Aktivzinsen

32 540.00

28 800

492

28 810.00

Total Aufwand

14 464 850.74

14 848 100

15 093 236.48

Total Ertrag

14 265 240.91

14 780 100

16 130 635.52

199 609.83

68 000

Aufwandüberschuss Ertragsüberschuss

1 037 399.04


20

Bestandesrechnung in CHF

Bestand am

Bestand am

Veränderungen

Konto

01.01.2017

Zuwachs

Abgang

31.12.2017

23 941 648.43

18 359 732.15

20 670 610.89

21 630 769.69

Finanzvermögen

8 288 648.43

17 546 955.53

19 018 834.27

6 816 769.69

10

Flüssige Mittel

1 525 891.97

1 955 464.68

2 543 400.04

937 956.61

100

Guthaben

3 448 181.91

15 447 862.41

16 327 833.06

2 568 211.26

101

Anlagen

3 259 250.58

91 027.70

91 027.20

3 259 251.08

102

55 323.97

52 600.74

56 573.97

51 350.74

103

Verwaltungsvermögen

15 653 000.00

812 776.62

1 651 776.62

14 814 000.00

11

Sachgüter

15 635 000.00

812 776.62

1 651 776.62

14 814 000.00

114

23 941 648.43

32 414 703.30

34 725 582.04

21 630 769.69

2

15 573 679.79

32 354 811.15

34 442 079.36

13 486 411.58

20

334 003.74

16 064 092.47

15 925 705.38

472 390.83

200

Kurzfristige Schulden

0

16 136 643.93

16 136 643.93

0

201

Langfristige Schulden

14 700 000.00

2 200 000.00

12 500 000.00

202

Verpflichtungen für Sonderrechnungen

194 116.00

1 500.00

13 170.00

182 446.00

203

Rückstellungen

179 000.00

20 000.00

159 000.00

204

Transitorische Passiven

166 560.05

172 574.75

166 560.05

172 574.75

205

Verrechnungskonten

45 438.40

59 892.15

83 892.85

21 437.70

21

Quellensteuern

45 438.40

59 892.15

83 892.85

21 437.70

210

Kapital

8 322 530.24

199 609.83

8 122 920.41

23

Eigenkapital

8 322 530.24

199 609.83

8 122 920.41

239

Aktiven

Transitorische Aktiven

Passiven Fremdkapital Laufende Verpflichtungen

1

Investitionen im Verwaltungsvermögen (nach Dienstbereichen) in CHF

Rechnung 2017 Ausgaben

Kirchliche Liegenschaften

Einnahmen

Voranschlag 2017

Rechnung 2016

Konto

Ausgaben

Einnahmen

Ausgaben

Einnahmen

1 012 776.62

200 000.00 1 700 000.00

114 950.35

1 012 776.62

1 700 000.00

3

Umbau- und Sanierungs­ massnahmen Kirche Herz Jesu

114 950.35

5046

Beitrag des Synodalrates an Investitionsausgaben Total Investitionsausgaben Total Investitions­e innahmen

Nettoinvestition

200 000.00 1 012 776.62

– 1 700 000.00

– 114 950.35

200 000.00

812 776.62

1 700 000.00

114 950.35

6614


21

Laufende Rechnung (nach Dienstbereichen) in CHF

Rechnung 2017

Voranschlag 2017

Rechnung 2016

Aufwand

Ertrag

Aufwand

10 891 989.70

707 540.91

11 187 700

Kirchgemeinde, Pfarrei

2 361 172.54

98 982.42

2 367 100

71 400

Gottesdienst

1 739 753.00

34 247.85

1 802 000

48 900

Diakonie

2 925 440.89

92 638.54

3 131 200

890 191.65

4 802.90

Kultur

1 151 363.66

Kirchliche Liegenschaften

1 824 067.96

Kirchenwesen

Ertrag

Konto

Aufwand

Ertrag

648 400 11 172 296.21

645 913.10

3

2 293 013.48

94 805.38

390

1 835 125.70

53 422.30

391

110 500

3 006 614.78

65 569.67

392

913 400

6 100

911 838.18

6 301.90

393

30 001.36

1 102 400

6 700

1 187 884.97

9 683.06

394

446 867.84

1 871 600

404 800

1 937 819.10

416 130.79

396

3 572 861.04 13 557 700.00

Behörden, Verwaltung,

Bildung

Finanzen und Steuern

3 660 400

14 131 700

13 365 915.05

424 000

13 471 000

365 907.85

14 301 481.39

900

1 388 971.00

1 284 800

468 000

1 255 414.00

623 255.00

920

91 747.40

32 541.45

116 700

29 900

105 949.03

28 816.03

940

Finanzvermögen

88 109.47

159 243.50

92 900

162 800

74 677.04

158 128.00

942

Abschreibungen

1 651 776.62

1 742 000

0

1 745 950.35

0

990

0

0

0

373 042.00

373 042.00

996

Gemeindesteuern

352 256.55

3 920 940.27 15 484 722.42

9

Finanzierung der Kantonalkirche und Normaufwandausgleich Kapitaldienst Liegenschaften

Neubewertung Liegen­ schaften Finanzvermögen

Total Aufwand

14 464 850.74

Total Ertrag Aufwandüberschuss

14 848 100

15 093 236.48

14 265 240.91

14 780 100

199 609.83

68 000

Ertragsüberschuss

16 130 635.52

1 037 399.04

Abschied der Rechnungsprüfungskommission 1.

Die Rechnungsprüfungskommission hat die Jahresrechnung 2017 samt Sonderrechnung «Jahrzeitfonds» der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Winter­ thur geprüft und dabei festgestellt, dass: • Aufbau und Darstellung der Jahresrechnung den gesetzlichen Vorschriften entsprechen, • die geprüfte Jahresrechnung und die Sonderrechnung «Jahrzeitfonds» mit der Buchhaltung übereinstimmen, • die Buchhaltung ordnungsgemäss geführt ist. Die laufende Rechnung schliesst bei CHF 14 464 850.74 Aufwand und CHF 14 265 240.91 Ertrag (inkl. CHF 0.00 Beitrag aus dem Normaufwand­ausgleich der Römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich) mit einem Aufwandüberschuss von CHF 199 609.83 ab. Die Investitionsrechnung Verwaltungsvermögen weist bei Ausgaben von CHF 1 012 776.62 und Einnahmen von CHF 200 000.00 Nettoinvestitionen von CHF 812 776.62 aus. Die Investitionsrechnung Finanzvermögen weist bei Ausgaben von CHF 0.00 und Einnahmen von CHF 0.00 eine Nettoveränderung von CHF 0.00 aus. Die Schlussbilanz per 31. Dezember 2017 weist Aktiven und Passiven von je CHF 21 630 769.69 aus. Das Eigenkapital sinkt infolge des Aufwandüberschusses von CHF 199 609.83 von bisher CHF 8 322 530.24 auf neu CHF 8 122 920.41.

2.

Die Rechnungsprüfungskommission beantragt der Kirchgemeindeversammlung, die Jahresrechnung 2017 samt Sonderrechnung «Jahrzeitfonds» zu genehmigen.

Winterthur, 14. März 2018

Rechnungsprüfungskommission der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Winterthur

Der Präsident: Werner Gabriel

Der Aktuar: Josef Heeb


22

Sonderrechnung Jahrzeitfonds Einnahmen Zuwachs durch Stiftungen im Jahr 2017

St. Peter und Paul

500.00

Herz Jesu

500.00

St. Urban Total Kapitalertrag

500.00 1 500.00 1 941.00

3 441.00

Ausgaben Abgang an Stiftungen im Jahr 2017

St. Peter und Paul

3 000.00

Herz Jesu

1 000.00

St. Josef

4 500.00

St. Laurentius

4 400.00

St. Urban Total Überweisung an Kirchengut gemäss Sonderrechnungsbestimmung Ausgabenüberschuss 2017

270.00 13 170.00 1 941.00

15 111.00 11 670.00

Bestand am Ende des Vorjahres

194 116.00

Bestand am Ende des Rechnungsjahres

182 446.00

Davon: Anteil St. Peter und Paul

68 750.00

Anteil Herz Jesu, Mattenbach

28 873.00

Anteil St. Josef, Töss

31 115.00

Anteil St. Marien, Oberwinterthur

23 325.00

Anteil St. Laurentius, Wülflingen

16 950.00

Anteil St. Ulrich, Rosenberg

6 880.00

Anteil St. Urban, Seen

6 553.00 182 446.00

Winterthur, 16. April 2018

Römisch-katholische Kirchenpflege Winterthur

Der Ressortverantwortliche: Anton Sutter


23

Zusammenfassung Rechnung 2017 (nach Arten in CHF) Die Jahresrechnung 2017 der Katholischen Kirchgemeinde Winterthur schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 199 609.83 ab. Budgetiert wurde ein Aufwandüberschuss von 68 000. Die wichtigsten Abweichungen zum Budget setzen sich wie folgt zusammen: • Personalaufwand Die Personalkosten fallen knapp 95 000 tiefer aus als budgetiert, davon 65 000 infolge geringerer Kosten für Lohn und Sozialleistungen sowie 30 000 für nicht benutzte Kosten für Aus- und Weiterbildung. • Sachaufwand Insgesamt sind beim Sachaufwand rund 125 000 weniger Kosten angefallen als budgetiert. Die grössten Abweichungen betreffen dabei die Unterhaltskosten für Liegenschaften mit –75 000 und Dienstleistungen mit –40 000. • Passivzinsen Die langfristigen Darlehen der Kirchgemeinde wurden mit einem Zinssatz von 0.75 % budgetiert. Effektiv konnten die Darlehen im Durchschnitt nochmals um 0.1 % tiefer verlängert werden. • Abschreibungen Im Berichtsjahr sind die Abschreibungen um 170 000 unter Budget. Um 80 000 sind die Abschreibungen des Steueramtes Winterthur tiefer, die Abschreibungen der Verwaltungsliegenschaften fallen um 90 000 tiefer als budgetiert aus. Dies hauptsächlich, da die Abschreibungen für die Investitionskosten für die Innensanierung der Kirche Herz Jesu bereits auf der gesamten Investition geplant wurden. • Eigene Beiträge Von den budgetierten Beiträgen für die kirchlichen Gruppierungen und Vereine sind 71 000 nicht benutzt worden. Der Beitrag für den Synodalrat fiel infolge höherer Steuereinnahmen im Vorjahr um 104 000 höher aus. Gesamthaft sind die eigenen Beiträge um rund 21 000 über Budget ausgefallen. • Steuern Die gesamten Steuereinnahmen sind um 72 000 tiefer ausgefallen als uns vom Steueramt für das Budget gemeldet. • Vermögenserträge Die Vermögenserträge fielen um knapp 26 000 tiefer aus, da hauptsächlich der Zinsertrag der Steuer nicht wie vom Steueramt prognostiziert eingetroffen ist. • Entgelte Die Entgelte fielen um knapp 127 000 höher aus, da verschiedene Rückerstattungen über den budgetierten Werten angefallen sind. Die grössten Positionen betreffen mit 55 000 die Vergütung von Taggeldern der Versicherungen, mit 55 000 die Rückerstattung von Kinderzulagen und mit 12 000 eine nicht geplante Vergütung eines Verlaufs­ bonus der Sachversicherung. • Beiträge ohne Zweckbindung Die Berechnung des Normaufwandausgleiches basiert immer auf den effektiven Werten des Vorjahres. Zum Zeitpunkt der Budgetierung stehen jedoch lediglich hochgerechnete Werte zur Verfügung. 2017 haben wir nicht den budgetierten Beitrag von 468 000, sondern keinen Normaufwandausgleich erhalten. • Beiträge für eigene Rechnung Infolge tieferer Sachkosten der MCLI sind uns vom Synodalrat 10 000 weniger als budgetiert rückerstattet worden. Die budgetierten Lohnrückerstattungen über 50 000 sind direkt im Personalbereich gebucht worden. • Durchlaufende Beträge Die Kirchgemeinde ist angehalten, alle 10 Jahre ihre Liegenschaften im Finanzvermögen neu zu bewerten. Durch diese Neubewertung ergab sich 2016 ein Bewertungsgewinn (Bereich 470) von 373 042. 2017 fand keine Neu­ bewertung statt. Winterthur, 9. März 2018 Anton Sutter, Ressortverantwortlicher Finanzen


24

Tätigkeitsberichte Kirchenpflege und Verwaltung Die Kirchenpflege startete mit einer Vakanz ins Berichtsjahr 2017. Nach dem Rücktritt von Marianne Schurter per Ende 2016 blieb die Pfarreipflege für St. Laurentius auch im weiteren Jahresverlauf unbesetzt. Es gelang nicht, eine Kandidatin oder einen Kandidaten für die restliche Dauer der Amtszeit 2014 bis 2018 zu finden. In acht ordentlichen Sitzungen behandelte das Gremium die laufenden Geschäfte der Kirchgemeinde. Die acht Pfarrer und Pfarreibeauftragten nahmen mit beratender Stimme teil. Die sorgfältigen Vorbereitungen in den verschiedenen Ressorts trugen massgeblich dazu bei, dass die Anträge zu Jahresrechnung und Budget sowie zu diversen Personalund Sachgeschäften zügig und effizient verabschiedet werden konnten. Die gut 60 Stimmberechtigten der Kirchgemeinde Winterthur stimmten an ihrer Versammlung vom 6. Juni 2017 sowohl der Jahresrechnung 2016 der kirchlichen Entwicklungshilfe als auch der Jahresrechnung 2016 der gesamten Kirchgemeinde klar zu. Ebenso klar genehmigten die Teilnehmenden der zweiten ordentlichen Kirchgemeindeversammlung am 28. November 2017 das Budget 2018. Zum Abschluss der Versammlung verabschiedete der Präsident, Urs W. Rechsteiner, Frau Claudia Sedioli, die während mehr als fünf Jahren verantwortlich war für die Kommunikation der Kirchgemeinde Winterthur. Neben der Entwicklung und dem Aufbau der Webseite war Claudia Sedioli federführend beteiligt an der Entwicklung des Corporate Designs und der Corporate Identity. Die operativen Geschäfte von Kirchgemeinde und Kirchenpflege werden von der Verwaltung geführt. Sie bereitet die Geschäfte vor, setzt die gefassten Beschlüsse

um und kommuniziert sie. Das Team unter der Leitung von Thomas Suter unterstützt zudem die Pfarreien in den Bereichen Finanzen, Administration, Personal und Öffentlichkeitsarbeit. Ohne grosse Öffentlichkeit, nämlich in stiller Wahl, sind im November 2017 Pfarrer Dr. Hugo Gehring, Pfarrei St. Peter und Paul, Pfarrer in solidum Stefan Staubli, ebenfalls Pfarrei St. Peter und Paul, Pfarrer Klaus Meyer, Pfarrei Herz Jesu, und Pfarrer Jacek Jeruzalski, Pfarrei St. Josef, für die Amtsdauer 2018 bis 2024 in ihrem Amt bestätigt worden. Wir danken den wiedergewählten Pfarrern für ihre wertvolle seelsorgerische Tätigkeit in den Pfarreien und in der Kirchgemeinde Winterthur. Was die Kirchen für die Gesellschaft leisten, wurde in einer gross angelegten Studie der Universität Zürich untersucht, die 2016 vom Regierungsrat sowie der Evan­ gelisch-reformierten Landeskirche und der Römisch-­ katholischen Körperschaft in Auftrag gegeben worden war und deren Ergebnisse im Sommer 2017 vorlagen. 86 000 Angebote mit einem Wert von 62 Millionen Franken leisten die beiden Landeskirchen in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur. Die Leistungen im Wert von rund 26 Millionen Franken, welche die Römisch-katholische Kirche gemäss Studie im Dienst der gesamten Be­ völkerung erbringt, rechtfertigen somit den Beitrag von 22,7 Millionen, den sie vom Kanton erhält. Die Resultate dieser Studie sind Teil der Grundlagen für die Festlegung der staatlichen Beiträge an die Kirchen für die Jahre 2020 bis 2025.

Daniela Todesco

Katholikenzählung per 31.12.2017 Veränderungen PP

HJ

TS

OW

WL

RB

SE

Total

gegenüber Ende 2016

Schweizer Niedergelassene

3 154

1 719

1 765

3 447

2 825

789

3 903

17 602

–154

Ausländer und Aufenthalter

1 294

624

1 096

1 765

1 522

233

1 622

8 156

–94

499

229

549

750

706

78

871

3 682

–103

Total

4 448

2 343

2 861

5 212

4 347

1 022

5 525

25 758

–248

Stand 31.12.2016

4 406

2 446

2 881

5 250

4 389

1 032

5 602

26 006

42

–103

–20

–38

–42

–10

–77

–248

1.0 %

–4.2 %

–0.7 %

–0.7 %

–1.0 %

–1.0 %

–1.4 %

–1.0 %

Davon Italiener MCLI

Legende PP – St. Peter und Paul HJ – Herz Jesu TS – St. Josef OW – St. Marien WL – St. Laurentius RB – St. Ulrich SE – St. Urban MCLI – Parrocchia San Francesco


25

Einwohnerinnen und Einwohner Stadt Winterthur nach Konfessionen per 31.12.2017 Ev.-reformiert

34 317

Christkatholisch258

Ev.-reformiert CH

32 156

Christkatholisch CH

137

Christkatholisch Ausländer

121

Ev.-reformiert Ausländer

2 161

Röm.-katholisch

26 418

Übrige

52 184

Röm.-katholisch CH

17 630

Übrige CH

34 115

Übrige Ausländer

18 069

Röm.-katholisch Ausländer

8 788

Konstituierung der Kirchenpflege Legislatur 2014 –  2018 Kommissionen gemäss Art. 28 Ziffer 1 Kirchgemeindeordnung Finanzkommission RV Stv. Mitglied  / Abgeordneter Geldverkehrs­prüfungskommission Beratend ohne Stimmrecht

Büro der Kirchenpflege Urs W. Rechsteiner

Präsident:

Anton Sutter Matthias Gamper Kurt Henggeler Thomas Suter

Vizepräsident und Ressortverantwortlicher Personal: Dr. Fritz Lang

Ressortverantwortlicher Finanzen:

Anton Sutter

Ressortverantwortlicher Bau und Liegenschaften:

Cornel Widmer

Beratend ohne Stimmrecht:

Thomas Suter

Leiter Finanzen und Administration

Personalkommission RV Stv. Mitglied

Dr. Fritz Lang Hansruedi Frey Antonella Mastrogiuseppe

Beratend ohne Stimmrecht:

Claudia Sedioli

Verantwortliche Kommunikation

bis 30.09.2017 Stephanie Scharnitzki ab 01.01.2018

Bau- und Liegenschaftskommission RV Stv. Mitglied

Cornel Widmer Kurt Henggeler Anton Sutter

Kommissionen gemäss Art. 28 Ziffer 2 Kirchgemeindeordnung Seelsorgekommission PP – St. Peter und Paul HJ – Herz Jesu TS – St. Josef OW – St. Marien – Vorsitz WL – St. Laurentius RB – St. Ulrich SE – St. Urban MCLI – Parrocchia San Francesco

Pfr. Dr. Hugo Gehring Pfr. Klaus Meyer Pfr. Jacek Jeruzalski Michael Weisshar Zeljko Calusic Marcus Scholten Peter Koller Don Carlo de Stasio

Jugendkommission im Pastoralkreis Winterthur Co-RV Rita Neff Co-RV Daniela Amolini Mitglied Heike Bausch Mitglied / Vertreter Seelsorgekommission Pfr. Klaus Meyer Mitglied / Vertreter kant. Jugendseelsorge Frank Ortolf Mitglied / Vertreter reg. Jugendseelsorge Oliver Sittel Mitglied / Vertreterin Jugendseelsorge in den Pfarreien Monika Bosshard

Kirchliche Entwicklungshilfe (KEH) RV Stv. Mitglied Mitglied / Vertreter der Seelsorgekommission Mitglied / Pfarreivertreterin Mitglied / Pfarreivertreterin Mitglied / Vertreter Kirchgemeinde

Marlis Gisler Madeleine Brunner Daniela Amolini Pfr. Jacek Jeruzalski Claudia Vogel Gabriella Burkart Thomas Suter

Kommission für Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit (KoSoFA) RV Daniel Frei Stv. Heike Bausch Mitglied Daniela Amolini Mitglied / Vertreter der Seelsorgekommission Marcus Scholten Mitglied / Vertreterin Sozialdienste Susanne Meier Mitglied / Leiterin Koordinationsstelle für Soziale Arbeit Susanne Horak Subkommission Freiwilligenarbeit (SuFA) RV Heike Bausch


26

Pfarreipfleger/-innen PP – St. Peter und Paul HJ – Herz Jesu TS – St. Josef OW – St. Marien

Madeleine Brunner Marlis Gisler Heike Bausch Rita Neff

WL – St. Laurentius RB – St. Ulrich SE – St. Urban MCLI – Parrocchia San Francesco

Vakanz Kurt Henggeler Daniela Amolini Antonella Mastrogiuseppe

Delegationen AGJP Arbeitsgemeinschaft für Jugendprojekte

Delegierter

Oliver Sittel

Altersforum Winterthur

Delegierte mit Stimmrecht

Marlis Gisler

Vorstandsmitglied

Pia Keller

Ausländer-Beirat

Delegierter

Diakon Zeljko Calusic

CARITAS Zürich

Delegierte mit Stimmrecht

Marlis Gisler

Datenschutzkommission Synodalrat

Delegierter

Dr. Fritz Lang

Interkonfessionelle Aktion

Delegierte mit Stimmrecht

Marlis Gisler

Interkulturelles Forum Winterthur

Beisitzer im Vorstand mit Stimmrecht

Bernard Ruckstuhl

Kirchlicher Arbeitskreis für Radio Top

Delegierte mit Stimmrecht

Claudia Sedioli bis 30.09.2017

«Solidarität Dritte Welt»

Stephanie Scharnitzki ab 01.01.2018 Kirchliche Fachstelle bei Arbeitslosigkeit (DFA)

Mitglied der Trägergruppe mit Stimmrecht

Madeleine Brunner

MCLI-Stiftung

Delegierte mit Stimmrecht

Urs W. Rechsteiner

Paarberatung und Mediation, Winterthur und Andelfingen

Vorstand

Dr. Fritz Lang

Radio- und Fernsehgenossenschaft Zürich

Delegierte mit Stimmrecht

Claudia Sedioli bis 30.09.2017 Stephanie Scharnitzki ab 01.01.2018

Spitalseelsorge

Vorstand mit Stimmrecht

Heike Bausch

Stiftung Altersheim St. Urban Winterthur-Seen

Delegierter (Präsident)

Gerhard Abgottspon

Delegierter (Vizepräsident)

Louis Borgogno

Telefonseelsorge «Die dargebotene Hand»

Vorstand mit Stimmrecht

Madeleine Brunner

Treffpunkt Vogelsang

Delegierte

Marlis Gisler

Verein Kath. Spitex Winterthur (Gemeindekrankenpflege)

Vorstand mit Stimmrecht

Madeleine Brunner

Verein für Kinder- und Jugendarbeit im «Gutschick»

Delegierter

Pfr. Klaus Meyer

Delegierte

Heike Bausch

Verein Paulus-Akademie Zürich

Delegierter mit Stimmrecht

Hansruedi Frey

Verein Shalom

Mitglied

Daniela Amolini

Wochenendstube

Vorstand mit Stimmrecht

Pfr. Hugo Gehring


27

Kommissionen

Bau- und Liegenschaftskommission Das Augenmerk wurde 2017 auf den Unterhalt und die Werterhaltung von Gebäuden samt ihren Umgebungen der Katholischen Kirchgemeinde Winterthur gelegt. Insgesamt wurden CHF 335 000 dafür ausgegeben. Dieser Betrag liegt im unteren Bereich der letzten Jahre und ist auf die grossen Sanierungsprojekte der letzten Jahre zurückzu­ führen. Grösster Posten im Unterhaltsbudget war die Innenreinigung der Kirche St. Peter und Paul. Nebst dem ordentlichen Unterhalt wurde die Innensanierung der Kirche Herz Jesu vorangetrieben. Innensanierung der Kirche Herz Jesu Die Kirchenpflege und die Kirchgemeindeversammlung stimmten am 31.10. bzw. am 30.11.2016 dem Baukredit über CHF 2 175 000 für die Innensanierung der Kirche Herz Jesu zu. Die Kirche steht unter Denkmalschutz, dies verunmöglicht eine energetische Verbesserung (Aussenisolation) an der Aussenseite. Die Kirche befindet sich äusserlich in einem guten Zustand, sodass der technische Zyklus verlängert werden kann und derzeit nur der Innenraum saniert wird.

Dazu gehören die energetische Verbesserung der Aussenwände mittels eines Isolierputzes, die Erneuerung der Gebäudetechnik und der Heizung, die Anpassung des Brandschutzes und eine neue Beleuchtung. Ebenso wird eine neue Beschallung installiert. Im Foyer wird eine Zone für Kinder eingerichtet und die Kirchenbänke werden aufgefrischt. Das Farb- und Beleuchtungskonzept wird in enger Abstimmung mit der kommunalen Denkmalpflege ausgeführt und soll dem ursprünglichen architektonischen Konzept Rechnung tragen. Für die Ausführung ist ein Zeitfenster zwischen Juli 2017 und Mai 2018 vorgesehen. Finanzliegenschaften Die Finanzliegenschaften befinden sich in einem baulich guten bis sehr guten Zustand. Notwendige Reparaturen werden sofort erledigt. Unterhalts- und Erneuerungsarbeiten werden fortwährend ausgeführt. Alle Wohnungen und Garagenplätze sind vermietet. Im Berichtsjahr gab es einen Wohnungswechsel.

Cornel Widmer und Kurt Henggeler

Personalkommission Die Personalkommission verabschiedete an 10 (10) Sitzungen 10 (9) Anträge an die Kirchenpflege. Am 4. September empfahl die Kirchenpflege den Stimmberechtigten folgende Pfarrherren zur Bestätigungswahl für die Amtsdauer 2018–2024: Dr. Hugo Gehring und Stefan Staubli (St. Peter und Paul), Jacek Jeruzalski (St. Josef) und Klaus Meyer (Seelsorgeraum Herz Jesu – St. Urban und Pfarrei Herz Jesu). Nachdem kein Begehren um Urnenwahl eingegangen war, erklärte die Kirchenpflege am 4. Dezember die vier Pfarrherren als in stiller Wahl wiedergewählt. Pater Johannes Oravecz wurde vom Generalvikar auf 1. Januar 2017 zum Pfarradministrator von St. Laurentius ernannt. Am 4. Dezember bestätigte die Kirchenpflege die Pfarreibeauftragung von Diakon Zeljko Calusic auf 1. Januar 2018. Claudia Sedioli Maritz verliess die Kirchgemeinde als Verantwortliche Kommunikation per 30. September 2017. Am 2. Oktober stellte die Kirchenpflege Stephanie Scharnitzki als Nachfolgerin auf 1. Januar 2018 an. Pia Keller, langjährige Seelsorgerin im Alterszentrum Adlergarten, wurde per Ende 2017 unter Verdankung der geleisteten Dienste in den Ruhestand entlassen. Sie bleibt aber Seelsorgerin im Alterszentrum Wiesengrund (St. Peter und Paul) mit einem Pensum von 20 %. Am 30. Oktober wurde Ines Bolthausen als Nachfolgerin per 1. Dezember angestellt.

Die Kirchenpflege stellte ferner auf Antrag der Personalkommission an: Beatrice Fischer als Sozialarbeiterin in St. Josef auf 18. Januar und Morena Keller-Di Domenico als Pfarreisekretärin in St. Laurentius auf 1. Mai (16. Januar); Cornelia Bhend-Heim als Pfarreisekretärin in St. Josef auf 27. März (23. März); Daniel Christian Schiele als Religionspädagoge mbA / Seelsorgemitarbeiter in Herz Jesu auf 1. Juli 2018 (4. Dezember); Doris Oberli als Sozialarbeiterin in St. Peter und Paul auf 1. März 2018 (4. Dezember). Die Personalkommission fasste in eigener Zuständigkeit u. a. folgende Beschlüsse: Änderung der internen Regelung für Geschenke (12. Januar); Funktionszulage für Zusatzaufgaben (anstelle von Mehrzeit-Vergütung), erstmalige Anwendung auf die Verwaltung der fremdvermieteten Liegenschaften (11. Mai); Pensumerhöhung für die Seelsorge im Alterszentrum Rosental von 10 % auf 20 % (aufgrund eines früheren Beschlusses der Kirchenpflege); Zusammenfassung und Bestätigung der mit mehreren Einzelbeschlüssen bewilligten nebenamtlichen Dienste von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern (14. Dezember und 11. Januar 2018); Erstreckung der Befristung von Anstellungen nach der Pensionierung von einem auf drei Jahre (1. Juni); Ernennung von Elena Lüthi zur Hauptorganistin in St. Laurentius (als Nachfolgerin von Rita Wermelinger) und von Nicole


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Vignoli zur Zweitorganistin bei insgesamt gleichbleibendem Pensum (1. Juni); Wechsel von Astrid Knipping, langjährige Pastoralassistentin der Pfarrei Herz Jesu, in gleicher Funk­ tion zur Pfarrei St. Urban als Nachfolgerin von Jochen Lang per 1. November. Nachdem die Kirchenpflege am 15. Mai P. Sanu Antony als priesterlichen Mitarbeiter (Vikar) in St. Peter und Paul auf 1. Oktober angestellt hatte und dieser sein Amt nicht antreten konnte, stellte die Personalkommission am 21. September P. Salu Mathew in derselben Funktion und bei gleichbleibenden Kosten auf 15. Februar 2018 an. Im Hinblick auf den im Budgetentwurf 2018 veranschlagten Ertragsüberschuss, das positive Rechnungsresultat 2016 und den 2017 aus finanzpolitischen Gründen gestrichenen Stufenaufstieg schlug die Personalkommission für 2018 einen zweifachen Stufenaufstieg vor. Die Kirchenpflege beliess es jedoch am 2. Oktober aus finanzpolitischen Überlegungen beim Aufstieg um eine Stufe nach den allgemeinen personalrechtlichen Bestimmungen der Anstellungsordnung. Dieser Stufenaufstieg kommt auch 2018 allen Pensionierten mit befristeter Anstellung zugute. Die Kirchenpflege schloss mit dem Synodalrat eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit der neu geschaffenen Animationsstelle für kirchliche Jugendarbeit im Dekanat Winterthur mit der regionalen Jugendseelsorge der Römisch-katholischen Kirchgemeine Winterthur ab. Die Personalkommission befasste sich mit einer grossen Zahl weiterer Geschäfte. Erwähnt seien Anstellungen in der Katechese, Lohnüberprüfungen innerhalb einzelner Berufsgruppen, Stellenwechsel zwischen Pfarreien und weitere Änderungen von Anstellungen, Weiterbildungsanträge, die Vergütung

von Mehrstunden und Zusatzdiensten sowie die rechtliche Beratung und Abklärung in komplexeren Fällen, z. B. bei länger dauernder Krankheit. Der Ressortverantwortliche nahm wiederum an den Treffen des Präsidiums mit dem Generalvikar sowie an den Informationstreffen der Präsidentinnen und Präsidenten der Kirchenpflege teil. Er wirkte mit in der 2016 eingesetzten Kommission «Administration/Sekretariate», die den Auftrag hatte, Vorschläge zur optimalen Gestaltung der Administration zu erarbeiten. Im Dezember wurde eine Besprechung verschiedener Fragen der Zusammenarbeit mit dem Trägerverein «Jugendtreff Gutschick» organisiert. Nach wie vor sind im Zusammenhang mit der Kantonalisierung der «Paarberatung und Mediation der Bezirke Winterthur und Andelfingen» Fragen der Pensionsversicherung hängig. Schliesslich prüfte die Verwaltung zwecks Zeit- und Kosteneinsparung die Einführung eines Zusatzmoduls des Buchhaltungsprogramms als Personal-Informationssystem. Das Pensum von Manuela Zuber als Fachfrau des Ressorts Personal wurde wie geplant von 60 % auf 80 % erhöht. Dies und die aushilfsweise Unterstützung durch Daniela Todesco und Daniela Egli im Umfang von 40 Stellenprozenten vermochten zwar die Personalkommission zu entlasten, doch wird der absehbare Wechsel in der Ressortleitung nebst einer gezielten Weiterbildung von Manuela Zuber eine nachhaltige Aufstockung des Personalressorts auf Stufe Verwaltung notwendig machen. Im Gegenzug reduzierte Doris Alldis, Verwaltung, ihr Pensum um 10 %.

Anstellungen in der Kirchgemeinde

Mitarbeitende in der Kirchgemeinde

20 % Verwaltung / Pfarreisekretariat / Hausangestellte 16 % Pfarrer / Gemeindeleiter / Aushilfspfarrer 27 % Pastoralassistenz / Religionspädagogik / Jugend / Sozialdienst / Altersheimseelsorge 10 % Katechetin / HGU-Verantwortung / HGU-Mütter 11 % Musik / Aushilfen 16 % Sakristan / Hauswartung / Reinigung / Aushilfen

12 % Verwaltung / Pfarreisekretariat / Hausangestellte 13 % Pfarrer / Gemeindeleiter / Aushilfspfarrer 17 % Pastoralassistenz / Religionspädagogik / Jugend / Sozialdienst / Altersheimseelsorge 28 % Katechetin / HGU-Verantwortung / HGU-Mütter 16 % Musik / Aushilfen 14 % Sakristan / Hauswartung / Reinigung / Aushilfen

Dr. Fritz Lang


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Seelsorgekommission Das Jahr 2017 hatte für die Seelsorgekommission keine Besonderheiten, darum möchte ich diesen Jahresbericht nutzen, um einmal die Themen näher zu beleuchten, die uns ständig beschäftigen. Wie schon zur Tradition geworden, begannen wir das Jahr 2017 mit einer Retraite im Januar. Dort standen die Freiwilligen und die Möglichkeiten, wie wir die Bedingungen für Freiwilligenarbeit in der katholischen Kirche Winterthur verbessern könnten, im Mittelpunkt. Dies vor dem Hintergrund der Tatsache, dass auch bei uns die Freiwilligenarbeit rückläufig ist. Dies bemerkten wir an der Teilnehmerzahl beim «Treffpunkt Zukunft» am Samstag nach Pfingsten. Trotz attraktivem Programm und prominenten Referenten kamen nur noch knapp 50 Personen zu dieser Veranstaltung. Zusammen mit der Spurgruppe «Treffpunkt Zukunft» wurde vereinbart, nur noch alle zwei Jahre eine grosse Veranstaltung zu organisieren (ungerade Jahre). In den geraden Jahren wird ein gemeinsamer Gottesdienst aller Winter­ thurer Pfarreien stattfinden. Etwas anderes beschäftigte uns bei der Bettagsveranstaltung, die 2017 dem 600-Jahre-Jubiläum von Bruder Klaus gewidmet war und die wir als ökumenische Veranstaltung im Kirchgemeindehaus Liebestrasse durchführten. Dort wurden wir mit hohen Rechnungen konfrontiert, die der desolaten Lage des Kirchgemeindehauses geschuldet waren. So wurde eine ökumenische Trägerschaft trotz Kostenteilung teurer, als wenn wir den Anlass in Eigenregie

in einem unserer Pfarreisäle durchgeführt hätten. Im zweiten Halbjahr begann uns die Erneuerungswahl der Kirchgemeinde vom Mai 2018 zu beschäftigen. Auch dort wurde deutlich, dass das Amt des oder der Kirchenpflegenden nicht mehr wie selbstverständlich neu besetzt werden kann. Darum wurde diese Suche zu einem Dauertraktandum an unseren Sitzungen. In diesem Zusammenhang beschäftigte uns auch das duale System unserer römisch-katholischen Kirche in der Schweiz. Dieses funktioniert ja nur dann, wenn die staatskirchliche Seite (Kirchenpflege) und die innerkirchliche Seite (Pfarreien) gut zusammenarbeiten. Als Vertretung der Pfarreien in der Kirchenpflege kommt dabei der Seelsorgekommis­ sion eine besondere Aufgabe zu. Neben dem Gottesdienst am Albanifest beschäftigte uns dann auch noch ein weiteres ökumenisches Thema: Im Rahmen der Reformationsfeierlichkeiten hat ein Winter­ thurer Künstlerkomitee ein Projekt zu vorreformatorischen heiligen Orten in Winterthur ausgearbeitet. Und da es damals noch keine Konfessionen gab, wurden auch wir eingeladen, uns an diesem Projekt zu beteiligen. Nach wie vor haben wir an unseren acht Sitzungen ein gutes und effizientes Arbeitsklima. Auch die Sorgen und Nöte einzelner Gemeindeleitenden haben immer einen Platz an unseren Sitzungen. Wir freuen uns, in diesem Sinne weiterhin für die katholische Kirche in der Stadt Winterthur tätig zu sein.

Michael Weisshar, Präsident

Jugendkommission Das Ressort Jugend (Jugendkommission) beschäftigt sich zur Hauptsache mit pfarreiübergreifenden Aktivitäten und Projekten in den Bereichen Jugendarbeit, Jugendseelsorge und Seelsorge für junge Erwachsene. Das Ressort hat zudem das Zusammenwirken der Pfarreien in der Jugendarbeit und der Jugendseelsorge zu fördern. Diesem Ziel dienen unter anderem regelmässige Sitzungen der regionalen Jugendseelsorge mit den Jugendseelsorgerinnen und -seelsorgern der Pfarreien (Jugendseelsorgestamm). Die Jugendkommission traf sich im Berichtsjahr vier Mal und konnte Pfarreien bei ihrer Jugendarbeit beraten. Im Zuge der umgesetzten Regionalisierung der kantonalen Jugendseelsorge sucht die Jugendkommission weiterhin nach Möglichkeiten einer nachhaltigen Weiterführung der Kooperation der Regionalstelle «freiraum» mit der Kan­tonalstelle.

2017 wurden unter der operativen Leitung bzw. Beteiligung des regionalen Jugendseelsorgers Oliver Sittel verschiedene Anlässe durchgeführt, wovon namentlich folgende zu erwähnen sind: Am Freitagabend, 17. März, trafen sich wieder zahlreiche Firmlinge aus Winterthur zum Firmtreffen «winti-spirits». Etwa 100 junge Menschen, die sich auf ihre Firmung vorbereiteten, konnten in verschiedenen Ateliers Momente des Lebens in der katholischen Kirche kennenlernen: Caritas, Behindertenseelsorge ZH, die Schweizergarde etc. Zum Ministrantenlager in der ersten Herbstferienwoche, bei dem Oliver Sittel als Co-Leiter mit anderen Ministrantenverantwortlichen aus der Stadt und der Region Winterthur dabei war, kamen ca. 35 Minis aus Winterthur und Umgebung zusammen, um einander bei Spiel, Spass und Gottesdienst kennenzulernen. Am 3. November fand in Zusammenarbeit mit der


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reformierten Jugendkirche in der Stadtkirche Winterthur die «Nacht der Lichter» statt, ein Abendgebet im Stil von Taizé. Dank der langjährigen Verbindung von Oliver Sittel mit der Gemeinschaft von Taizé kam auf seine Einladung hin ein Bruder zum Abendgebet nach Winterthur. Dieser wiederholt erfolgreiche Anlass mit rund 200 Besucherinnen und Besuchern soll weiterhin fester Bestandteil der spirituellen Angebote des «freiraums» bleiben. Für das Jahr 2018 sind bereits einige Anlässe in Vorbereitung, an denen der regionale Jugendseelsorger beteiligt oder für die er verantwortlich ist: Jugendkreuzweg, Ministrantenleitungskurs in Winterthur und Ministrantenarbeit im Kanton sind nur einige der geplanten Aktivitäten. In Ergänzung zu den operativen Aufgaben ist der regionale

Jugendseelsorger auch für die Kirchgemeinde in der Netzwerkarbeit sehr aktiv. Er vertritt die Jugendarbeit der KGW in den folgenden Gremien: Arbeitsgemeinschaft für Jugendprojekte (agjp), Trägerschaftskonferenz der Stadt Winterthur, Vorstand Offene Jugendarbeit Winterthur, Dekanatsgruppe «Alternative Gottesdienste» und im Dekanat Winterthur. Dazu lädt er mehrmals im Jahr zum Jugendseelsorgestamm ein, dem Treffen der Jugendverantwortlichen der Stadt und der Region Winterthur. Diese Treffen dienen dem regen Austausch und bieten dazu auch Weiterbildungsmöglichkeiten in bestimmten Bereichen der Jugendarbeit.

Rita Neff und Daniela Amolini

Kommission für Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit Engagements für in die Schweiz geflüchtete Menschen Die Unterstützung der vielen Menschen aus anderen Kulturkreisen, die in unserem Land Zuflucht suchen, war auch im vergangenen Jahr ein Schwerpunkt der sozialen Arbeit der Katholischen Kirche in Winterthur. Leuchtturmprojekt ist sicher VIWO: eine Antwort auf eine grosse Herausforderung der heutigen Zeit, die Integration der neu in unsere Gesellschaft gekommenen Menschen. Dieses Engagement der katholischen Kirche wird nun auch vom Reformierten Stadtverband Winterthur unterstützt. Es konnten bis jetzt 51 Wohnungen vermittelt und damit 151 Personen unterstützt werden. In den Pfarreien ist das vielfältige Engagement für Geflüchtete weitergeführt worden. Dies wird auch von der Stadt Winterthur gewürdigt. Die Plattform WEIT-Blick hat mit ihren Weiterbildungen vielen im Flüchtlingsbereich engagierten Freiwilligen sehr wertvolle Inputs gegeben und ist ein wichtiges Angebot der Vernetzung und der Unterstützung. Es wird weiterhin von Benevol Winterthur zusammen mit der Koordinationsstelle Freiwilligenarbeit der Katholischen Kirche in Winterthur getragen und von weiteren Organisationen unterstützt. Vor der kantonalen Volksabstimmung vom September zur finanziellen Unterstützung von vorläufig aufgenommenen Personen haben wir uns gegen die Verschlechterung engagiert. Das Resultat führt nun dazu, dass besonders die Integrationsmassnahmen stark darunter leiden, was uns mit Besorgnis erfüllt.

Weitere Schwerpunkte Die Sozialarbeiterinnen in den Pfarreien engagieren sich mit grosser Hingabe für ein reges Pfarreileben (zum Beispiel in der Seniorenarbeit) und begleiten und unterstützen die Freiwilligen tatkräftig. Sie lindern soziale Not mit Beratung, Begleitung und finanziell. Die Koordinationsstelle ist für die Vernetzung all dieser Aktivitäten und die Unterstützung der Arbeit in den Pfarreien zuständig und wird dabei von der Kommission (KoSoFa) begleitet. Damit soll im Bereich soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit möglichst viel Wirkung zugunsten der Gesellschaft erzielt werden. Im März hat der ökumenische Weiterbildungstag für Freiwillige zum Thema «Rundum Gsund – Anregungen für ein Leben mit mehr Zufriedenheit» stattgefunden. Es haben 58 Personen teilgenommen. Im Oktober wurde das Musiktheater «Verborgene Farben» aufgeführt. Dies war eine Koproduktion von ATD Vierte Welt (einer Organisation, die sich für armutsbetroffene Personen einsetzt), dem Chor Cantiamo und dem Treffpunkt Vogelsang mit der Unterstützung von vielen engagierten Freiwilligen.


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Personelle Veränderungen Seit Januar ist Beatrice Fischer Sozialarbeiterin in St. Josef. In den Pfarreien St. Ulrich und St. Peter und Paul führt Margrit Fässler seit Februar die Arbeit von Monika Schmid fort, der wir auch an dieser Stelle ganz herzlich für ihr jahrelanges Wirken danken. Im Oktober hat Jrene Meli den Sozialdienst St. Peter und Paul verlassen, auch ihr danken wir für ihren wichtigen Beitrag. Neu ist Susanne Meier, St. Marien, als Vertreterin der Sozialarbeitenden der Pfarreien in der KoSoFA, ihre Stellvertreterin ist Beatrice Helbling, St. Urban.

Ich danke den Mitgliedern der Kommission herzlich für ihr reflektiertes Mitarbeiten, den Sozialarbeiterinnen für ihr grosses Engagement, der Leiterin der Koordinationsstelle für ihr umsichtiges Wirken und allen, die uns darin unterstützt haben, dass soziale Themen das ihnen zustehende Gewicht haben und benachteiligte Menschen ein wenig Sonne in ein oft trübes Leben kriegen.

Zivilstand/Wohnform der Ratsuchenden

Aufenthaltsstatus der Ratsuchenden

7 % Paar 20 % Eineltern-Familie 21 % Mann 24 % Zweieltern-Familie 28 % Frau

Daniel Frei

2 % unbekannt 2 % kein 2 % anderer 10 % N / F 40 % C / B 44 % CH


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Kommission für Kirchliche Entwicklungshilfe (KEH) «Wenn viele kleine Leute an vielen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern», sagt ein afrikanisches Sprichwort. Dieser Gedanke macht Mut und bringt Hoffnung. Im vergangenen Jahr haben viele Menschen innerhalb der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Winterthur nach ihren Möglichkeiten mit kleineren oder grösseren Kirchenopfer-Spenden, mit Handarbeiten, Kochen, sportlichen Aktivitäten (Sponsorenlauf), Sensibilisierungsarbeit und verschiedenen Dienstleistungen einen Beitrag zugunsten eher kleinerer Hilfswerke geleistet. Diese sind gerade in armen Regionen aktiv, die durch grosse Organisationen nicht erreicht werden. Die KEH-Kommission hat im Jahr 2017 zahlreiche Unterstützungsgesuche erhalten. Wir haben diese genau geprüft. Ausschliesslich seriöse Projekte, die auch dem Leitfaden entsprachen, wurden weiter behandelt. Zusammen mit Kirchenopfereinnahmen aller Winterthurer Pfarreien von CHF 198 985.80, der Verdoppelung des Betrages durch die Kirchgemeinde aus den Steuergeldern sowie dem Vortrag von 2016 standen der KEH CHF 426 180.50 zur Verfügung. Mit diesen Geldern konnten wir 42 Projekte im Ausland und 29 im Inland sowie mit kleineren Beiträgen inländische Institutionen unterstützen. Noch immer sind Millionen von Menschen auf der Flucht, sei es vor Dürre, Krieg, Naturkatastrophen oder allgemein vor der Armut, vor der Hoffnungslosigkeit. Wir leisteten Nothilfe für Dürreopfer in Ostafrika (Somaliland) und

Aufbauhilfe nach Naturkatastrophen (Haiti) und unterstützten nachhaltige ökologische Initiativen (Solarkocher in Madagaskar) sowie umweltschonende Agrarmethoden (Nicaragua und Guatemala). Ebenfalls haben wir Beiträge für Flüchtlingsprojekte, für Menschenrechts- und Friedensarbeit in Kolumbien sowie für zahlreiche Projekte zur Verbesserung der Gesundheits- und Bildungssituation gesprochen. Auch im Inland konnten zahlreiche Projekte finanziell unterstützt werden, so zum Beispiel zugunsten von sozial benachteiligten Menschen, von Menschen mit psychischer und physischer Beeinträchtigung, von Jugendlichen, Frauen sowie Migranten und Migrantinnen. Speziell erwähnen möchten wir die Projekte «Frühförderung von Kindern aus sozial benachteiligten Familien» und VIWO (Vinzenz Wohnen). Der Verein konnte wiederum zahlreichen Flüchtlings­familien Wohnungen vermitteln. Im Namen der KEH-Kommission danke ich allen ganz herzlich, die sich in irgendeiner Weise – sei es durch Kirchenopferspenden, spezielle Aktivitäten oder Freiwilligenarbeit – solidarisch für benachteiligte Menschen, für mehr Gerechtigkeit und Frieden und eine intakte Natur eingesetzt haben. Als zurücktretende Präsidentin bedanke ich mich auch bei allen Kommissionsmitgliedern herzlich für die Unterstützung und das Engagement während der vergangenen acht Jahre.

Auslandprojekte nach Kategorien

Inlandprojekte nach Kategorien

12 100 Recht 12 200 Flüchtlinge 15 000 Ökologie 34 200 Verschiedenes 95 600 Gesundheit 96 700 Bildung

Marlis Gisler

8000 Alter 8900 Jugend 13 200 Bildung 14 200 Verschiedenes 17 100 Frauen 21 200 Flüchtlinge 30 000 Armut 31 200 Integration


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Abrechnung über die Kirchliche Entwicklungshilfe (KEH) 2017 in CHF

2016

2017

Einnahmen Kirchenopfer

St. Peter und Paul

94 643.25

87 667.60

Herz Jesu

22 764.20

17 360.00

St. Josef, Töss

12 160.35

10 017.05

St. Marien, Oberwinterthur

10 345.90

10 440.00

St. Laurentius, Wülflingen

15 310.35

21 278.55

St. Ulrich, Rosenberg

33 849.90

31 319.20

St. Urban, Seen Total Einnahmen aus Kirchenopfern

21 584.15

20 903.40

210 658.10

198 985.80

Ausland Vortrag aus Rechnung 2016 Opferertrag 2017 Beitrag Kirchgemeinde*

5 094.50 176 756.65 99 492.90 281 344.05

verfügbar

Inland Vortrag aus Rechnung 2016

23 114.40

Opferertrag 2017

22 229.15

Beitrag Kirchgemeinde*

99 429.90

verfügbar

144 836.45

Total 2017 verfügbar

426 180.50

Zahlungen im Jahr 2017 Total Ausland

265 800.00

Total Inland

143 800.00

Total Ausgaben

409 600.00

somit per Ende 2017 noch verfügbar Anteil Ausland Anteil Inland Total

* Die Kirchgemeindeversammlung vom 7. Januar 1971 beschloss als Beitrag der Kirchgemeinde die Opferverdoppelung bis max. 1 % der einfachen Staatssteuer.

15 544.05 1 036.45 16 580.50


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Die Katholische Kirche in Winterthur auf einen Blick

Römisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur Kirchgemeindeversammlung

Urnenabstimmung

Verwaltung (inkl. Kommunikation)

Kirchenpflege

Rechnungsprüfungskommission

17 Mitglieder (stimmberechtigt) 8 Pfarrer/Pfarreibeauftragte (beratend)

5 Mitglieder

Büro: Präsident, Vizepräsident,

Geldverkehrsprüfungskommission 3 Mitglieder

Ressortverantwortlicher (RV), Personal, RV Finanzen, RV Bau und Liegenschaften

7 Territorialpfarreien St. Peter und Paul

Herz Jesu

St. Marien Anhaltspunkt St. Ulrich

St. Josef

St. Laurentius

Personalpfarrei San Francesco MCLI

Ressorts Finanzen

Personal

Bau und Liegenschaften

Jugend

Soziale Aufgaben Freiwilligenarbeit

St. Urban Kirchliche Entwicklungshilfe

Seelsorge


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Namen und Kontakte

Kirchenpflege – Stand 31. Dezember 2017 Präsident Mitglied Büro Urs W. Rechsteiner, lic. oec. publ.

Vizepräsident Ressortverantwortlicher Personalkommission Mitglied Büro Fritz Lang, Dr. iur.

Co-Ressortverantwort­ liche Jugendkommission Mitglied Kirchliche Entwicklungshilfe Mitglied Soziale Arbeit und Freiwilligenarbeit Pfarreipflegerin St. Urban Daniela Amolini

Stv. Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit Ressortverantwortliche Subkommission Freiwilligenarbeit Mitglied Jugendkommission Pfarreipflegerin St. Josef Heike Bausch

Louis Borgogno

Stv. Kirchliche Entwicklungshilfe Pfarreipflegerin St. Peter und Paul Madeleine Brunner

Ressortverantwortlicher Soziale Aufgaben und Freiwilligenarbeit Daniel Frei

Stv. Personalkommission Hansruedi Frey

Stv. Finanzkommission Matthias Gamper

Ressortverantwortliche Kirchl. Entwicklungshilfe Pfarreipflegerin Herz Jesu Marlis Gisler

Mitglied Finanzkommission Abgeordneter Stv. Bau- und LIegen­ schaftskommission Geldverkehrsprüfungs­ kommission Pfarreipfleger St. Ulrich Kurt Henggeler

Loredana Lima-Moretti

Mitglied Personal­ kommission Pfarreipflegerin San Francesco MCLI Antonella Mastrogiuseppe

Co-Ressortverantwortliche Jugendkommission Pfarreipflegerin St. Marien Rita Neff

Ressortverantwortlicher Finanzkommission Mitglied Bau- und Liegenschaftskommission Mitglied Büro Anton Sutter

Ressortverantwortlicher Bau- und Liegenschaftskommission Mitglied Büro Cornel Widmer

Die Mitglieder der Kirchenpflege sind zu erreichen über das Sekretariat der Kirchenpflege. Sekretärin der Kirchenpflege Daniela Todesco Tel. 052 224 03 86 daniela.todesco@kath-winterthur.ch


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Rechnungsprüfungskommission Präsident Werner Gabriel

Aktuar Josef Heeb

Geldverkehrsprüfung Gino Rotenbach

Geldverkehrsprüfung Doris Artho

Vizepräsidentin Rosemarie Schürmann

Pfarreiübergreifende Angebote Regionale Jugendseelsorge Oliver Sittel Oberfeldweg 15 8408 Winterthur Tel. 052 202 53 92 oliver.sittel@ kath-winterthur.ch juseso@kath-winterthur.ch

Anhaltspunkt Neuhegi Pfarrei St. Marien Dr. Barbara Winter-Werner Ida-Sträuli-Strasse 91 8404 Winterthur Tel. 052 544 17 70 barbara.winter@ kath-winterthur.ch

Spitalseelsorge (ist der Röm.-kath. Körperschaft Kanton Zürich unterstellt) Kantonsspital Winterthur Katholisches Pfarramt Postfach 834 8401 Winterthur Leiter kath. Spitalseelsorge Diakon Michael Eismann Tel. 052 266 21 32 michael.eismann@ksw.ch

Klinik Schlosstal, ipw Katholisches Pfarramt Wieshofstrasse 102 8408 Winterthur Klinikseelsorger Diakon Martin Paulus Tel. 052 224 36 01 martin.paulus@ipw.zh.ch

Koordinationsstelle Pfarreiliche Soziale Arbeit und Freiwilligenarbeit Seuzacherstrasse 1 8400 Winterthur Susanne Horak Tel. 052 269 03 87 susanne.horak@kath-winter­t hur.ch


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Pfarreiliche Stellen für Soziale Arbeit Pfarrei St. Peter und Paul Tellstrasse 11a 8400 Winterthur Jrene Meli Margrit Fässler margrit.faessler@kath-winterthur.ch Tel. 052 213 16 32 sozialdienst.peterundpaul@ kath-winterthur.ch

Pfarrei Herz Jesu Unterer Deutweg 89 8400 Winterthur Karin Hagen Tel. 052 235 03 77 sozialdienst.herzjesu@kath-winterthur.ch

Pfarrei St. Josef Nägelseestrasse 46 8406 Winterthur Beatrice Fischer Tel. 052 209 03 77 beatrice.fischer@kath-winterthur.ch sozialdienst.stjosef@kath-winterthur.ch

Pfarrei St. Marien Römerstrasse 105 8404 Winterthur Susanne Meier Tel. 052 245 03 77 susanne.meier@kath-winterthur.ch sozialdienst.stmarien@kath-winterthur.ch

Pfarrei St. Laurentius Wülflingerstrasse 181 8404 Winterthur Margarete Zani Tel. 052 224 03 77 margarete.zani@kath-winterthur.ch sozialdienst.stlaurentius@ kath-winterthur.ch

Pfarrei St. Ulrich Seuzacherstrasse 1 8400 Winterthur Margrit Fässler Tel. 052 269 03 83 margrit.faessler@kath-winterthur.ch sozialdienst.stulrich@kath-winterthur.ch

Pfarrei St. Urban Seenerstrasse 193 8405 Winterthur Beatrice Helbling Tel. 052 235 03 87 beatrice.helbling@kath-winterthur.ch sozialdienst.sturban@kath-winterthur.ch

Parrocchia MCLI San Francesco St. Gallerstrasse 18 8400 Winterthur Gabriella Prudenza Tel. 052 212 41 91 gabriella.prudenza@kath-winterthur.ch sozialdienst.sanfrancesco@ kath-winterthur.ch

Synodalen (Synode der Röm.-kath. Körperschaft Kanton Zürich) Claudio Aquilina

Louis Borgogno

Elvira Gilg

Susanne Ruckstuhl

Pfr. Klaus Meyer

Verwaltung Römisch-katholische Kirchgemeinde Laboratoriumstrasse 5, 8400 Winterthur, Tel. 052 224 03 80, info@kath-winterthur.ch, www.kath-winterthur.ch Leiter Administration: Thomas Suter

Verantwortliche Kommunikation: Stephanie Scharnitzki ab 01.01.2018

Verantwortliche Personal­administration: Manuela Zuber

Verantwortliche Kommunikation: Claudia Sedioli bis 30.09.2017

Alle Angaben zu Behördenmitgliedern und Mitarbeitenden: Stand 31. Dezember 2017. Weitere Informationen zu den Pfarreiratspräsidien, zu fremd­sprachigen Missionen und Gruppierungen in Winterthur u. v. m.: www.kath-winterthur.ch


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Pfarreien mit Gemeindeleitungen/Pfarreibeauftragten

St. Peter und Paul, Winterthur Dr. Hugo Gehring, Pfarrer/Dekan Tellstrasse 7, 8400 Winterthur Pfarramt 052 269 03 70 peterundpaul@kath-winterthur.ch

St. Ulrich Wülflingen

Altsta

St. Peter und Paul

St. Laurentius

Bahnhof Winterthur

St. Laurentius, Winterthur-Wülflingen Zeljko Calusic, Pfarreibeauftragter und Diakon Wülflingerstrasse 181, 8408 Winterthur Pfarramt 052 224 03 70 stlaurentius@kath-winterthur.ch

St. Josef, Winterthur-Töss Jacek Jeruzalski, Pfarrer Nägelseestrasse 46, 8406 Winterthur Pfarramt 052 209 03 70 stjosef@kath-winterthur.ch

St. Josef

Herz J

Töss

Herz Jesu, Winterthur Klaus Meyer, Pfarrer Unterer Deutweg 89, 8400 Winterthur Pfarramt 052 235 03 70 herzjesu@kath-winterthur.ch


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St. Ulrich, Winterthur-Rosenberg Marcus Scholten, Pfarreibeauftragter Seuzacherstrasse 1, 8400 Winterthur Pfarramt 052 269 03 80 stulrich@kath-winterthur.ch

St. Marien, Oberwinterthur Michael Weisshar, Pfarreibeauftragter RĂśmerstrasse 105, 8404 Winterthur Pfarramt 052 245 03 70 stmarien@kath-winterthur.ch

Oberwinterthur

St. Marien

adt St. Urban, Winterthur-Seen Peter Koller, Pfarreibeauftragter Seenerstrasse 193, 8405 Winterthur Pfarramt 052 235 03 80 sturban@kath-winterthur.ch

Jesu St. Urban

Seen Mattenbach

MCLI – Missione Cattolica di Lingua Italiana Don Carlo de Stasio, Pfarrer St. Gallerstrasse 18, 8400 Winterthur Pfarramt 052 212 41 91 cpsf@kath-winterthur.ch Die Pfarrei MCLI San Francesco umfasst Katholikinnen und Katholiken, die in den Bezirken Winterthur und Andelfingen wohnen.


Roem kath kirchgemeinde jahresbericht 2017  

Jahresbericht 2017 der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Winterthur

Roem kath kirchgemeinde jahresbericht 2017  

Jahresbericht 2017 der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Winterthur