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St. Nikolaus Schmalegg Dreifaltigkeit Ravensburg-West

St. Columban Bavendorf

St. Isidor Eggartskirch

St. Petrus Taldorf

36. Ausgabe | Fr端hjahr 2011

G e m e i n d e z e i t u n g d e r k a t h o l i s c h e n P f a r r g e m e i n d e n i n d e r S e e l s o r g e e i n h e i t R a v e n s b u r g - W e s t Neue Themenreihe: Feste und Traditionen Start der Reihe mit Fronleichnam und Christi Himmelfahrt - ab Seite 14

Unsere Seelsorgeeinheit im Internet: www.kath-rv.de


Inhalt & Impressum

Echo im Frühjahr 2011 - 36. Ausgabe

Impressum

Inhalt dieser Ausgabe Inhalt & Impressum

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Vorwort der Redaktion

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Leitartikel

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Neuer Arbeitsauftrag für den GA

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Die ECHO-Redaktion

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Neuer Mitarbeiter Björn Held

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Personelle Veränderungen in den KGR's

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Klausurtagung aller KGR's

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Nachruf Pfarrer i.R. Ascher

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Nachruf Pfarrer i.R. Spohn

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TITELTHEMA: Feste und Traditionen

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Priesterjubiläum Pfarrer i.R. Kräutle

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----------------------------------------------------------------Kontakte und Ansprechpartner zum Herausnehmen -----------------------------------------------------------------Feste und Feiern in unserer SE

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Kirchturm Taldorf

17

Weltgebetstag

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30 Jahre Frauenbund Bavendorf

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Essen auf Rädern

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Erstkommunion 2011

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Einladung zur Firmung

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Kindergärten/Kindertagesstätten in der SE

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Ministranten

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KJG

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Aus den Pfarrbüchern

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Redaktionsschluss dieser Ausgabe 28. April 2011 Redaktionsschluss Herbst-ECHO 10. Oktober 2011 Auflage 3.700 Stück Redaktion Dreifaltigkeit - Melanie Besenfelder (mb) - Michael Schulz (ms) Schmalegg - Sylvia Ott (so) Eggartskirch - Hildegard Schumacher (hs) Bavendorf - Romy Junker (rj) Taldorf - Anita Keller (ak) Druck Druckerei Schmorl, Sigmaringen V.i.S.d.P. Pfarramt Dreifaltigkeit Schwalbenweg 5 88213 Ravensburg Telefon: 0751/ 79 12 430

Beiträge an echo@dreifaltigkeit-rv.de (Bitte Bilddateien und Texte als getrennte Dateien einreichen)

Liebe Leserinnen und Leser unseres ECHO, Sie erhalten mit diesem Heft die 36. Ausgabe der Gemeindezeitung der Seelsorgeeinheit. Das Heft ist wie immer kostenlos. Für eine Spende zur Finanzierung der Druckkosten wären wir sehr dankbar. Wir würden uns freuen, wenn Sie unserer Bitte nachkommen könnten. Konto: 48 039 040 BLZ 650 501 10 Kreissparkasse Ravensburg Das ECHO-Redaktionsteam und die Pfarrleitungen unserer Seelsorgeeinheit

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Redaktion Liebe Leserinnen und Leser, nun schon zum 36. Mal gibt es diese Zeitung und auch unser Redaktionsteam verändert sich von Zeit zu Zeit. Hermann Bulling, der die Gemeinde Bavendorf vertreten hat, ist ausgeschieden. Für seine langjährige Mitarbeit bedanken wir uns recht herzlich. An seine Stelle ist nun Romy Junker als neues Redaktionsmitglied zu uns gestoßen. Ich möchte sie hier herzlich willkommen heißen und freu mich auf die Zusammenarbeit.

Mit dieser Ausgabe des ECHO möchten wir außerdem eine neue Themenreihe mit dem Titel "Feste und Traditionen" beginnen. Den Start machen Fronleichnam und Christi Himmelfahrt. Wir werden diese Themenreihe auch in den nächsten ECHOs weiterführen. Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen. Für das ECHO-Redaktionsteam Michael Schulz

Was ist Wahrheit?

Christus allein - und die

Anderen?

Alle reden vom notwendigen interreligiösen und interkulturellen Dialog. Doch wirken die Christen wie gehemmt, verstört, eingeschüchtert. Unter diesem Titel ist in der Ausgabe Nr. 18 der Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ (www.christin-der-gegenwart.de) vom 1. Mai 2011 ein Artikel des Chefredakteurs Johannes Röser erschienen, den ich Ihnen in Auszügen vorstelle, weil ich meine, dass mit diesen Gedanken ein großer Beitrag geleistet werden kann zum Frieden unter den Religionen und in unserer Welt. „Der Generalobere der traditionalistischen Piusbruderschaft, der von Papst Benedikt XVI. von der Exkommunikation befreite Bischof Bernard Fellay, hat die Seligsprechung Johannes Pauls II. aufs Schärfste kritisiert. Mit diesem liturgisch-kirchenrechtlichen Akt werde dessen gesamte Amtszeit gewürdigt. Die Erhebung zur Ehre der Altäre betreffe daher auch die „skandalösesten Unternehmungen“. Zu diesen rechnet der Anführer der Lefebvre-Leute unter anderem das päpstliche Schuldbekenntnis des Heiligen Jahres 2000 für schwere Versäumnisse und Verfehlungen in der Kirche im Lauf der Geschichte. Ebenso seien die Weltfriedensgebete von Assisi ein Gräuel. Johannes Paul II. habe 1986 bei der vielbeachteten Begegnung von Vertretern der Religionen „im Verein mit zahlreichen Götzenanbetern“ gebetet. Nun stehe im Herbst in Erinnerung an das erste Treffen vor 25 Jahren ein drittes „Assisi-Gräuel“ bevor, zu dem Papst Benedikt XVI. sein Kommen zugesagt habe. Es sei zu befürchten – so Fellay, dass Benedikt XVI. auch diesmal den Vertretern der falschen Religion nicht verkünden werde, dass nur der katholische Glaube zum Heil führe. Fellay rief die Katholiken auf, bis Pfingsten zwölf Millionen Rosenkränze zu beten, um die Kirche von den gegenwärtigen Übeln zu befreien. Die jüngste Stellungnahme des Traditionalisten-Chefs lässt einerseits befürchten, dass die seit Herbst 2009 andauernden, unter Ausschluss der theologischen Öffentlichkeit geführten Geheimverhandlungen des Vatikans mit den Piusbrüdern wohl kaum zu deren Anerkennung des Zweiten Vatikanischen Konzils führen werden. Andererseits legt dieses empörende Wort aber ebenso schonungslos den tatsächlichen historischen Bruch und befreienden epochalen Wandel der Heilsvorstellungen innerhalb der katholischen Kirche offen.

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Was ist Wahr heit? Trotz aller segensreichen theologischen Weiterentwicklungen bleibt im Kern ein Paradox: wie das Bekenntnis zum einen und einzigen, allein seligmachenden Heiland und Erlöser Christus intellektuell und spirituell redlich zu verbinden ist mit der Tatsache, dass es so viele Religionen und Wahrheitsansprüche gibt und dass die Evolution lange vor der Inkarnation des Gottes- und Menschensohnes in einer über hundertausendjährigen Geschichte des Homo sapiens derart zahlreiche Weisen der Verehrung des Heiligsten kommen und gehen sah. Diese Vielfalt in der gottgewollten Entwicklung der Schöpfung kann wohl kaum als schlichtweg gottwidrig beurteilt werden. Oder hat sich Gott mit seiner Offenbarung im Werk seines Schaffens derart geirrt? Warum – so könnte man im Blick auf den Absolutheitsanspruch des Christentums fragen – kam das ewige Wort des Vaters nicht schon viel früher in die Welt und in die Zeit, obwohl das Gehirn des modernen Menschen dafür doch längst ausreichend komplex gereift war? Warum dieses „Zaudern“? Wenn wir die Historizität des Jesus-Christus-Geschehens von der Geburt bis zur Auferweckung wirklich ernst nehmen und nicht als Mythos ins Überzeitliche entsorgen, müssen wir akzeptieren, dass die christliche Geschichte samt Wirkungsgeschichte noch sehr jung ist, keine 2000 Jahre alt. Was ist das schon angesichts der riesigen früheren Zeiten und der noch bevorstehenden Zeiten des sich auch religiös weiter wandelnden Menschengeschlechts! Die Fakten mahnen zur Bescheidenheit. … Ein bisschen Frieden, ein bisschen mehr Frieden durch spirituelle Erinnerung an die friedenstiftende Kraft der Religion? Der Regensburger Theologe Wolfgang Beinert hat in den „Stimmen der Zeit“ (April) die Aktualität der letzten Konzilserklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen („Nostra aetate“) wieder ins Bewusstsein gerufen. … Der Konzilstext hat – so Beinert – gegenüber früheren Vorstellungen in der Tat etwas ungeheuerlich Neues gewagt: Das Konzil hat nicht die irdischen Vermittlungen des Heils – etwa durch die Sakramente der katholischen Kirche – in den Blick genommen, sondern den universalen Heilswillen Gottes selbst. „Dass Menschen das Heil finden, stiften nicht sie, sondern Gottes Gnade.“ Entscheidend ist nicht die je eigene Überzeugung, sondern der Bezug zur Wahrheit, die dem Menschen nur über einen andauernden Suchprozess zuteil werden kann. Dies geschieht unter den natürlichen Bedingungen und Bedingtheiten der Schöpfung, insbesondere der Sprache, der Sprachentwicklung, der Denkentwicklung. Gott offenbart sich nach biblischem Verständnis im Logos [Wort], den wir aus christlicher Sicht mit Christus identifizieren. … Christen sollen ihren Christusglauben nicht in einem falschen Traditionalismus ersticken. Sie sollen das, was ihnen überliefert wurde, aber auch nicht gehemmt, verstört, eingeschüchtert kleinreden oder kleinmachen. Vor allem in interkulturellen wie interreligiösen Dialog sollen sie ihr Licht, das Christus ist, nicht unter den Scheffel stellen. Zeugnis, Haltungen, Argumente: Verständigung baut auf Erkenntnis auf und nicht auf Ahnungslosigkeit. Wer nichts zu sagen hat, wer für nichts eintreten will, braucht sich nicht zu wundern, wenn am Ende über ihn hinweg entschieden wird. Religion unterscheidet sich da in keiner Weise von Politik. Denkfaulheit und Meinungsschwäche schaffen nicht Toleranz, sondern begünstigen Intoleranz. Die Wahrheit der Anderen mit der Wahrheit des Eigenen verbinden und dies als Wahrheit für Andere anschlussfähig machen – das ist die eigentliche geistige Herausforderung des Christusglaubens. Ein immerwährender, stets unabgeschlossener Prozess. Nicht zufällig hat bereits der Autor des Johanne-

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Was ist Wahr heit? sevangeliums Christus selber als prozesshaft erkannt und verkündet als dynamischen Logos, als „Weg, Wahrheit und Leben“. Das Christusbekenntnis manifestiert sich als Christusprozess. Beinert formuliert es so: „Weil der Gott-Mensch Christus die Wahrheit, diese also personal ist…, kann sie auch von der Kirche nicht besessen werden wie eine Sache, sondern ist stets größer als jegliche menschliche Erkenntnis, auch der Kirchenleute. Ihr Absolutheitsanspruch ist dann kein in sich ruhender, eben absoluter Vollkommenheitsanspruch, sondern im Idealfall ein relativer. Kriterium zur Wertung der Anderen ist ferner nicht mehr das eigene Dogma, sondern das Wahre und Heilige, das durchaus dort, durchaus aber auch bei den Anderen und vielleicht sogar nur bei diesen zu finden sein könnte. Die Wahrheitsstrahlen werden nicht von den Kirchenlampen generiert (erzeugt, d. Red.), sondern von Christus, der laut Kirchenkonstitution ‚Lumen gentium’, das ‚Licht der Völker’ ist. In diesem Moment kommt die Positivität der Religionen zum Leuchten.“ Weil die christliche Missionsgeschichte allzu lange mit der Imperialismusgeschichte, der kolonisatorischen Unterwerfung von Ländern und Völkern verbunden war, wurde das christliche Bekennen und Zeugnisgeben in Misskredit gebracht. Selbst viele Christen scheuen sich daher, offen von dem Zeugnis abzulegen, was sie für sich als Glaubenswahrheit erkannt und angenommen haben. Gegenseitges Sich-auf-die-Schultern-Klopfen der Art „Ich bin okay, du bist okay“ führt jedoch nicht weiter. … Deshalb ist das Zeugnisgeben ein wesentlicher Bestandteil jedes interreligiösen Dialogs. Es setzt voraus, dass man sich für eine bestimmte Religion engagiert und wirklich von der Gültigkeit und Wahrheit ihrer Lehren überzeugt ist. Deshalb meint Zeugnisgeben nicht nur, die Inhalte und Praktiken des eigenen Glaubens oder Fakten über die eigene Religion mit anderen zu teilen, sondern auch, persönliches Engagement zu zeigen und sich zu ihrer Wahrheit zu bekennen – und deshalb spricht es häufig eine deutlichere Sprache, wie man lebt, als was man sagt. Das schließt Demut vor den Anderen ein – und vor Gott.“ So weit dieser Artikel von Johannes Röser. Wie befreiend wäre es, wenn solche Gedanken die christlichen Kirchen und Gemeinschaften dazu bringen könnten, dass die vermeintlichen Hürden zur Mahlgemeinschaft aller Christen überwunden werden könnten. Was wäre das für ein Segen für die Glaubwürdigkeit des Christentums in unserer Welt, wenn sich da die Geschwister plötzlich einig wären, wie würde sich das auf den Frieden in unserer Welt auswirken … Lassen wir uns auf diesen Weg, diese Wahrheit und dieses Leben ein, damit unsere Welt nicht noch tiefer im Chaos versinkt. Es grüßt Sie alle herzlich zu Pfingsten Ihr Pfarrer R. Hübschle

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Neuer Arbeitsauftrag Die Seelsorgeeinheiten (SE) sind entstanden, weil durch den Priestermangel die Versorgung aller Gemeinden mit Priestern nicht mehr möglich ist. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen, die Situation spitzt sich weiter zu. Weitere Zusammenschlüsse zu noch größeren Einheiten werden fast zwangsläufig kommen, zumal andere mögliche Lösungsansätze in der derzeitigen Situation nicht angedacht werden. Der gemeinsame Ausschuss (GA) ist ein zentrales Gremium der Seelsorgeeinheit, das paritätisch von allen Gemeinden der SE besetzt wird. Während der gemeinsamen Klausur aller Kirchengemeinderäte am 7.1.2011 wurde durch diese „Vollversammlung“ unserer SE ein neuer Arbeitsauftrag für den neuen GA verabschiedet: 1. Der bestehende Kooperationsvertrag soll überarbeitet werden 2. Es sollen Konkretisierungen auf SE-Ebene im Hinblick auf den beschlossenen SE-Schwerpunkt „Kinder und ihre Mütter und Väter, Jugendliche und junge Erwachsene“ erarbeitet werden 3. Gemeinsame Aktivitäten in der SE sollen organisiert und koordiniert werden 4. Innerhalb eines Jahres sollen Ideen und Visionen erarbeitet werden, wie sich unsere Seelsorgeeinheit in Zukunft entwickeln soll Insbesondere der letzte Punkt ist eine spannende Aufgabe, da hier zentrale Probleme der Seelsorgeeinheiten berührt werden. In unserer Seelsorgeeinheit arbeitet das Pastoralteam ständig an der Grenze der Belastbarkeit, trotzdem erleben die einzelnen Gemeinden einen Mangel an pastoraler Versorgung. In diesem Spannungsfeld zwischen „Verheizen“ unseres Priesters und der pastoralen MitarbeiterInnen und Ängsten um die „eigenen“ Kirchengemeinden einen gangbaren Weg zu suchen, ist die Aufgabe, die sich uns stellt. Dabei der Versuchung zu widerstehen, nach dem St. Florians-Prinzip für die „eigene“ Gemeinde das Maximum herauszuholen ohne Rücksicht auf das Ganze; der Angst vor der Kritik aus der eigenen Gemeinde zu widerstehen; dem eigenen Misstrauen zu widerstehen, von den anderen über den Tisch gezogen zu werden, das sind die Anforderungen an jede(n) einzelne(n) von uns. Auf diesem Weg sind wir! Wir sind dabei, uns kennen zu lernen, Vertrauen zueinander zu gewinnen und gleichzeitig nüchtern und sachlich diesen Weg zu finden, den ich oben erwähnt habe. Niemand von uns kennt den Königsweg; und ob am Ende eine engere Kooperation, ein wie auch immer organisierter Zusammenschluss oder ein unveränderter Zustand als beste Option erscheint, und in welchen Zeiträumen sich das Ganze abspielt, wird sich herausstellen. Für den Augenblick bin ich insofern sehr optimistisch, weil ich in den bisherigen Sitzungen trotz aller (berechtigter) Ängste und Sorgen eine große Bereitschaft gespürt habe, die Situation ehrlich zu analysieren, und nicht wie das Kaninchen vor der Schlange in Schockstarre zu verfallen. Nach meiner persönlichen Überzeugung werden sich unter dem Diktat der Tatsachen viele Dinge ändern müssen. Insbesondere die „pastorale Versorgung“ durch Priester und Hauptamtlichenteam wird sich in der bisherigen Form nicht aufrecht erhalten lassen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass unsere Laienverantwortung für eine lebendige Gemeinde wesentlich zunehmen wird. Wenn wir diese Verantwortung wahrnehmen, können sich daraus neue Formen entwickeln; wenn nicht, werden wir als Kirche austrocknen. Und ob sich diese Verantwortung im kleinen zeigt, in Eggartskirch, Taldorf, Bavendorf, Schmalegg oder der Weststadt oder ob wir eine Gemeinde Ravensburg-West mit 5 Kirchen werden können, ist im Moment zwar unser Thema, aber vielleicht gar nicht so entscheidend.

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Neuer Arbeitsauftrag Wir müssen in allen Gemeinden in den nächsten Jahren einen Klärungsprozess anstoßen, wohin die Reise gehen soll. Und je mehr sich daran beteiligen, umso besser, denn eines ist klar: Wenn wir nicht miteinander Lösungen finden, werden sie uns von außen diktiert werden. Gleichzeitig wollen wir selber aber auch nicht etwas diktieren, was an den Bedürfnissen der einzelnen Gemeinden vorbeigeht. Etwas Übergestülptes –sei es von Rottenburg, von der Gesamtkirchengemeinde, von Dreifaltigkeit oder vom gemeinsamen Ausschuss- wird nicht tragfähig sein! Ich möchte jeden einzelnen von Ihnen einladen, sich aktiv zu beteiligen. Sprechen Sie mit Ihren KirchengemeinderätInnen und/oder den VertreterInnen im GA, äußern Sie Ihre Meinung und bringen Sie neue Ideen ein. Es kann nur klappen, wenn alle mitmachen! Wenn wir das Gemeinde-Christi-Sein als solidarische Gemeinschaft, als Heimat und als Geschenk erleben und uns aus dieser Begeisterung mit unseren Möglichkeiten dafür einsetzen, dass es weitergeht, wird sich auch ein Weg finden lassen. Ein spannender Prozess, mit Risiken aber auch mit Chancen, ist es in jedem Fall. S. Locher Die ECHO-Redaktion

Mit dem Namen ECHO (einer von mehreren Vorschlägen aus der Gemeinde) hatten wir den Wunsch verbunden, ein ECHO zu erhalten. Auf ein solches ECHO sind z.B. die Vorstellungen unser Hauptberuflichen, aber auch vieler Ehrenamtlicher zurück zu führen.

ECHO

Mit diesem ECHO erhalten Sie die 36. Ausgabe. Das erste Heft gab es bereits 1997 mit dem Ziel, die Gemeindemitglieder zu informieren über die Arbeit der Gruppierungen in der Gemeinde, über Veranstaltungen und personelle Veränderungen.

Zunächst war das ECHO nur für die Gemeinde Dreifaltigkeit konzipiert. Bereits 2000 haben die Gemeinden unserer damals geplanten Seelsorgeeinheit einige Hefte zur Information erhalten. In Heft 15 haben die Gemeinden sich mit ihren Kirchen und Gruppierungen vorgestellt Es folgte dann im nächsten Heft die Vorstellung der 2001 neu gewählten Kirchengemeinderäte. 2002 im Oktober war die Investitur von Herrn Pfarrer Reinhold Hübschle als Leiter der Seelsorgeeinheit Ravensburg-West. Dies war dann Anlass, das ECHO ab Heft 20 als Gemeindezeitung aller fünf katholischen Pfarrgemeinden in der Seelsorgeeinheit Ravensburg-West herauszugeben. Mit der heutigen Ausgabe möchte sich das derzeitige ECHO-Redaktions-Team vorstellen und Ihnen über die Arbeitsweise und Finanzierung berichten. Das ECHO-Team besteht aus Vertretern der Gemeinden Eggartskirch, Bavendorf, Schmalegg, Taldorf und RV-Dreifaltigkeit. Gemeinsam überlegen wir in einer ersten Sitzung, was sich seit der Herausgabe des letzten Heftes ereignet hat und was in den Monaten danach ansteht. Vorschau und Rückschau sind gefragt, wobei wir darauf achten, dass die Berichterstattung zeitnah und aktuell ist. Wir geben dann die gewünschten Berichte in Auftrag an die pastoralen Mitarbeiter oder aber Leiter von Gruppierungen. Dankbar sind wir dabei auch für Anregungen aus den Gemeinden, die dann mit den Vertretern vor Ort abzusprechen sind. Der jeweilige Redaktionsschluss ist dem aktuellen ECHO zu entnehmen. Der nächste Termin ist dann unsere Layout-Sitzung. Es folgt die Arbeit des PC-Mannes, der in der Regel bereits alle Beiträge per E-Mail erhalten hat. An der abschließenden Korrekturlesung sind alle Vertreter der Gemeinden beteiligt. Oft wird dann noch geschoben und geändert, weil eben fünf Gemeindezeitung der Seelsorgeeinheit Ravensburg-West | 36. Ausgabe Frühjahr 2011

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ECHO

Die ECHORRedaktion Meinungen zu berücksichtigen sind. Für den Druck müssen wir eine Woche rechnen und danach kommt das ECHO zur Verteilung. Mitglieder unserer SE übernehmen im Ehrenamt das Austragen der Hefte. An dieser Stelle allen herzlichen Dank für diese Tätigkeit. Finanziert wird das ECHO zum einem über den Haushaltsplan der Pfarrgemeinden, wesentlich aber auch über die Werbung von Firmen. Viele Jahre haben die Mitglieder des ECHORedaktionsteams die Firmen persönlich angesprochen. Vor Ort zu wissen, welche Vorhaben zu finanzieren sind, machte die Anfragen jedoch schwierig und erschwerte die Freude an der Mitarbeit am ECHO. Wir sind deshalb dazu übergegangen, einen Dankesbrief namens des ECHO-Redaktionsteam , dem Pastoralteam und allen Kirchengemeinderäten der SE an frühere Werbeträger zu versenden. Dies erscheint uns besonders wichtig, weil mit der Werbung geholfen wird, den Druck des ECHO zu finanzieren und dieses mit 3700 Exemplaren in allen Haushaltungen der SE verteilen zu können. Ein nicht unwichtiger Faktor für das Mitarbeiterteam ist die Tatsache, dass wir entlastet sind von den Bittgängen, die viel Zeit gekostet haben. Mit unserem Brief verschicken wir die Bestellformulare, so dass per Telefon oder E-Mail schnell gehandelt werden kann. Nicht vergessen möchten wir, dass auch immer wieder Spenden eingehen und diesen privaten Spendern möchten wir hiermit ebenfalls sehr herzlich danken. Auch das ist ein wichtiger Beitrag für die Finanzierung. Das ECHO wurde über viele Jahre zu einem wichtigen Organ der Öffentlichkeitsarbeit in unserer SE, da es Informationen und Veranstaltungen enthält, die für alle fünf Gemeinden von Interesse sind. Reihe Hinten v.L: Hildegard Schumacher, Eggartskirch; Sylvia Ott,

Wir machen diese ehrenamtliche Arbeit gern, aber wir freuen uns auch Reihe Vorne v.L: Romy Junker, Bavendorf; Michael Schulz, RV-Dreifalüber Mithilfe. Das gilt für die Mitartigkeit; Melanie Besenfelder, RV-Dreifaltigkeit beit im Team genauso wie für die Tätigkeit als Ausfahrer oder Austräger. Wer also Interesse an der Mitarbeit hat, möge sich bei uns melden. Für das ECHO-Redaktionsteam Melanie Besenfelder Schmalegg; Anita Keller, Taldorf

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Neuer Mitarbeiter in unserer Seelsorgeeinheit

Bj

Mein Name ist Björn Held. Ich bin geboren in Waldshut und aufgewachsen in Stühlingen-Weizen. Nach meinem Zivildienst im Loreto-Krankenhaus Stühlingen, habe ich in Freiburg und Rom Theologie studiert. 2004 begann ich meine Ausbildung zum Pastoralreferenten in Baden-Baden, 2006 trat ich meine Plan-Stelle in der Seelsorgeeinheit Neuhausen-Obereschach nahe Villingen-Schwenningen an. Seit 1. März diesen Jahres habe ich meinen Dienst in der Seelsorgeeinheit Ravensburg-West angefangen. Ich bin 35 Jahre alt, verheiratet und wohne in Horgenzell. Der Wechsel von Bistum und Seelsorgeeinheit ermöglicht meiner Frau und mir fortan, berufliches und familiäres Leben gut zu vereinbaren. Mein zukünftiges Tätigkeitsfeld kennt mehrere Schwerpunkte: Ein erstes Einsatzgebiet ist die Ministranten/innen-Arbeit sowie die geistliche Begleitung der KJG. Des Weiteren unterstütze ich die Kinderkircheund Familiengottesdienst-Teams, gestalte von Zeit zu Zeit Gottesdienste/Andachten, predige immer wieder und helfe mit im Beerdigungsdienst. Im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung liegt die Beichtkatechese in meiner Verantwortung. Außerdem unterstütze ich PRef. Böhm und GRef. Vallendor punktuell in ihrer katechetischen Arbeit.

Im caritativen Bereich helfe ich mit, den Kontakt zu den Altenheimen St. Meinrad und Alpenland zu pflegen und weiterzuentwickeln. In der Erwachsenenbildung wird es meine Aufgabe sein, die Übersichtsmappe mit sämtlichen Modulen zusammenzustellen und bei Bedarf eigene Beiträge anzubieten. Schließlich werde ich ab September 2011 sechs bis acht Stunden Religionsunterricht erteilen. Ich freue mich auf meine neue Stelle: auf die Begegnungen mit Ihnen, auf die unterschiedlichen Aufgabenfelder, auf unseren gemeinsamen Weg als Christinnen und Christen hier in der Seelsorgeeinheit Ravensburg-West. Björn Held

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Personelle Veränderungen in den KGR's unserer SE DREIF

ALTIGKEIT

TALDORF

BAVENDORF Der KGR Bavendorf musste sich von seinem langjährigen 2. Vorsitzenden Alfred Eltus verabschieden. Alfred und Barbara Eltus sind aus unserer Seelsorgeeinheit weggezogen und haben im Raum Laupheim eine neue Heimat gefunden. Barbara und Alfred waren „tragende Säulen“ in unserer Kirchengemeinde – Alfred als 2. Vorsitzenden des KGR, der vieles bewegte, neu andachte und engagiert verwirklichte, - Barbara als Betreuung der Ministranten und als „tatkräftige Hand, offenes Ohr und warmes Herz“ in ihrer Aufgabe als Krankenschwester der kirchlichen Sozialstation. Wir werden beide sehr vermissen, danken ihnen herzlich und wünschen ihnen einen gelungenen Neuanfang. Im Zuge der Verabschiedung von Alfred Eltus wurde eine Neuwahl zum 2. Vorsitzenden des Kirchengemeinderates notwendig. Frau Katharina Widmaier stellte sich dankenswerterweise zur Verfügung und wurde von den Kirchengemeinderäten einstimmig zur 2. Vorsitzenden gewählt. Wir wünschen ihr viel Freude an ihrer Aufgabe und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit. Romy Junker

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Leider musste Frau Karin Ott aus beruflichen Gründen das Amt als Kirchengemeinderätin ablegen. Als Verantwortliche für das Bruder-KlausHeim bleibt sie aber weiterhin treu. Ihr gilt ein herzliches Dankeschön für ihre geleistete Arbeit und dafür, dass sie auch künftig die Pflichten für das Gemeindehaus übernommen hat. Herr Mathäus Huber aus Lempfriedsweiler ist für Frau Ott im Kirchengemeinderat nachgerückt. Vielen ist Herr Huber bestimmt bekannt als Totengräber in den Pfarreien Bavendorf, Eggartskirch und Taldorf. In die erste Sitzung des KGR konnte Herr Huber schon hineinschnuppern. Weiterhin viel Glück in diesem Gremium wünscht ihm das Kirchengemeinderats-Team. Anita Keller

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Frau Beate Jacobs und Frau Ulrika Rückgauer sind aus persönlichen Gründen aus dem Kirchengemeinderat ausgeschieden. Ich bedauere ihren Entschluss sehr und danke ihnen für ihr Engagement während ihrer Zugehörigkeit zum KGR. Ich bin mir gewiss, dass sie die Arbeit des KGR weiterhin aufmerksam und kritisch begleiten werden. Für Frau Jacobs ist Frau Anke Schmidt und für Frau Rückgauer Herr Bernhard Hofbauer nachgerückt. Den neuen Mitgliedern im KGR danke ich für ihre Bereitschaft, sich im KGR zu engagieren, und freue mich auf die Zusammenarbeit. Hanspeter Heuschmid

FAX: 91839

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Klausurtagung aller Kirchengemeinderäte in der SE Ravensburg§West Seit Pfarrer Hübschle seinen Dienst in der Dreifaltigkeitsgemeinde angetreten hat, sind die Kirchengemeinden Zur Heiligsten Dreifaltigkeit Ravensburg, St. Nikolaus Schmalegg, St. Columban Bavendorf, St. Petrus Taldorf und St. Isidor Eggartskirch zu einer Seelsorgeeinheit per bischöflichem Dekret zusammengeschlossen. 3,4 Personalstellen sind für die fünf ungleichen Schwestergemeinden vorgesehen. Bei dieser knappen Personaldecke ist es ja offensichtlich, dass es nicht mehr in jeder Gemeinde das volle Programm an Gottesdiensten und pastoralen Angeboten geben kann wie früher. Die Frage ist natürlich, was wegfallen kann bzw. muss und was man zusammenfassen kann. Dazu bedarf es vieler offener und freundschaftlicher Gespräche unter den Kirchengemeinderäten; denn schnell schleicht sich in der einen oder anderen Kirchengemeinde der Eindruck ein, besonders benachteiligt zu sein. Die Gelegenheit für solche Gespräche und geschwisterlichen Austausch war die Klausurtagung vom 29. bis 30. Oktober 2010 im Gästehaus des Kloster Reute. Nach einem geistlichen Impuls – gestaltet vom Pastoralteam - in die Klausurarbeit hielt Angelika Böhm ein Referat über das, was man unter „missionarischer Kirche“ versteht. Unser Bischof hat die ganze Pastoral unserer Diözese unter dieses Leitwort gestellt. Da ist es einmal wichtig, dass „missionarische Kirche“ nicht „missionierende Kirche“ meint. „Missionarische Kirche“ ist mit einem Perspektivenwechsel verbunden. Missionarisch sein heißt, den Glauben zeugnishaft zu leben und sich der Welt zuzuwenden, weil Gott sich der Welt zugewandt hat.

deräten/innen bewertet. Als eindeutiger Schwerpunkt der pastoralen Arbeit in unserer Seelsorgeeinheit wird die Jugendarbeit angesehen. Andere pastorale Bereiche werden deswegen nicht vernachlässigt und werden auch von ehrenamtlichen Personen, die von Hauptberuflichen betreut werden, durchgeführt werden. Um 21.30 Uhr war es dann Zeit, das Wohl der Seelsorgeeinheit unter einer anderen Perspektive im Kellerlokal des Bildungshauses zu pflegen. Am anderen Morgen wandten wir uns der Bibelarbeit zu. Lk 15,11-32 war die zu bearbeitende Perikope. Pfarrer Hübschle bereitete die Geschichte aus dem Lukasevangelium für ein Bibliodrama auf. Die teilnehmenden Personen konnten sich mit einer Person oder einer Situation identifizieren. Daraus entwickelten sich interessante und tiefe Gespräche zwischen dem Leiter, Pfarrer Hübschle, und den Teilnehmern/innen. In der restlichen Zeit wurde versucht, mit der Erfahrung aus der Bibelarbeit und den Schwerpunktsetzungen des Vortages eine Verbindung zu finden, die für die Seelsorge in unserer Seelsorgeeinheit tragfähig ist. Das war schwieriger als gedacht, weil doch noch zu unterschiedliche Vorstellungen von dem, was in der Seelsorge geschehen kann und soll, herrschten. Mit einer beeindruckenden Eucharistiefeier und einem Abendessen schloss die Klausurtagung ab. Für mich war die Tagung trotz allem sehr sinnvoll und wichtig, weil nur im Gespräch miteinander – auf gleicher Augenhöhe – können wir gemeinsam entwickeln, was wir unter einer zeitgemäßen Pastoral verstehen. Hanspeter Heuschmid

Danach ging es darum, die Schwerpunkte der pastoralen Arbeit in unserer Seelsorgeeinheit zu setzen. In arbeitsgleichen Gruppen, in denen aus allen Kirchengemeinden Personen vertreten waren, wurde erarbeitet, was bisher schon als Schwerpunkt gesehen wurde und was weiter als Schwerpunkt angesehen werden soll. Die Gruppenergebnisse wurden zusammengetragen und nochmals von den anwesenden Kirchengemein-

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Nachruf Die Gemeinde Zur Heiligsten Dreifaltigkeit trauert um ihren langjährigen Pfarrpensionär ard Pfr. i. R. Gebh Ascher. Am 08. März 2011 ist Gebhard Ascher in seiner Wahlheimat Lindenberg kurz nach seinem 97. Geburtstag gestorben. Viele haben noch mit ihm anlässlich seines Geburtstags telefoniert und umso überraschender war dann doch die Nachricht von seinem Tod. Mit Pfr. i. R. Gebhard Ascher ist ein leidenschaftlicher Seelsorger und Zeuge für das Evangelium Christi gestorben, der Zeit seines Lebens das Vertrauen in die Macht Gottes nie verloren hat. Mit seinem ganzen Leben ist er gestanden für die Botschaft, die die Menschen zur Freiheit befreit. In Ravensburg wirkte er von 1981 bis 2008 als Pensionär im „Unruhestand“. Er war in unserer Gemeinde ein – von alt und jung - hochgeschätzter Seelsorger und überzeugender Priester. Er hat es auch in seiner Rolle als Pfarrpensionär verstanden, auf die Menschen zuzugehen und heilsam mit allen den Glauben zu feiern. Vielen Menschen hat er in seinem Leben Gutes getan. Wir haben mit Pfr. i. R. Gebhard Ascher einen Menschen verloren, der mit seiner Herzensgüte, seiner Offenheit, seinem wachen Geist und seiner befreienden Theologie im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils, alte und junge Leute gleichermaßen begeistern konnte. Wir werden ihm in Dreifaltigkeit ein ehrendes Andenken bewahren. R. Hübschle, Pfarrer

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Nachruf Die Gemeinden St. Petrus in Taldorf, St. Isidor in Eggartskirch und St. Columban in Bavendorf trauern um org Spohn Pfr. i. R. Ge Georg Spohn wurde 1916 in Alberskirch geboren, wuchs dort auf und begann mitten in der Zeit des Nationalsozialismus mit seinem Studium der Theologie in Tübingen. 1940 wurde er zur Marineflak nach Wilhelmshaven eingezogen. Die Erlebnisse des Krieges haben Georg Spohn nachhaltig geprägt. Eine wichtige Station seines Studiums war das sog. „Stacheldraht Seminar“ von Chartres in der Zeit seiner französischen Gefangenschaft. Dort durfte er praktisch sein Studium abschließen und wurde 1947 aus der Gefangenschaft entlassen. Am 19. März 1948 empfing er in Rottenburg durch Johann Baptist Sproll die Priesterweihe. Zu seiner Primiz am Ostermontag in Taldorf kamen mehr als 1000 Personen. Mit seiner Heimatgemeinde ist Georg Spohn immer verbunden geblieben. Nach seinem segensreichen Wirken als Pfarrer in Baustetten kam er wieder als Pensionär nach Dürnast. Georg Spohn war ein guter und scharfsinniger Theologe, der auch in seiner Arbeit als Seelsorger zielstrebig notwendige Veränderungen anstrebte. In Baustetten gilt er als der „große Baumeister“, in Taldorf hat er sich anlässlich der 850 Jahrfeier der Ortschaft verdient gemacht mit der Chronik und Festschrift, die die Geschichte der Gemeinde aufzeigt. Die Zeit seines „Unruhestandes“ hat er gestaltet mit vielfältigen Recherchen in den Archiven der Ortschaft und der Gemeinde und war immer bereit, Gottesdienste in Taldorf, Eggartskirch oder Bavendorf zu übernehmen. Wir haben mit Pfr. i. R. Georg Spohn einen Menschen verloren, der mit seiner Herzensgüte, seiner Offenheit, seinem wachen Geist und seiner befreienden Theologie im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils, alte und junge Leute gleichermaßen begeistern konnte. Wir werden ihm in den Gemeinden St. Columban, St. Isidor und St. Petrus ein ehrendes Andenken bewahren. R. Hübschle, Pfarrer

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Feste und Traditionen

Christi Himmelfahrt - der große „Vatertag“ Jesu Die zentrale biblische Grundlage dieses Kirchenfestes, dass 40 Tage nach Ostern begangen wird, liegt im ersten Kapitel der Apostelgeschichte. Dort heißt es, dass Jesus nach seiner Auferstehung den Aposteln noch 40 Tage hindurch erschienen sei, danach vor ihren Augen emporgehoben, von einer Wolke aufgenommen und ihren Augen entzogen wurde (Apg 1,3.9). Eine ähnliche „Himmelfahrt“ oder „Entrückung“ kennt bereits das AT, wenn es von Elija erzählt, der im Wirbelsturm gen Himmel emporfährt (2 Kön 2,11). Was für heutige aufgeklärte Menschen in der konkreten Vorstellung wie nach Science-Fiction klingt, war für Urchristen die logische Folge und eine geeignete bildhafte Ausdrucksweise ihres Christus-Bekenntnisses: Jesus kehrt zurück zu dem, der ihn gesandt hat. Er, der alles auf Gott gesetzt hat. Er, der für uns ans Kreuz ging. Er, der uns an Ostern durch seine Auferstehung den Himmel auf die Erde holte. Dieser Jesus wird endgültig aufgenommen in die Liebes- und Lebensfülle seines Vaters. Es ist sein großer „Vatertag“. Als bleibenden Beistand wird er uns an Pfingsten dann seinen Geist senden.

St. Johannes Baptista, Wuchzenhofen

Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt/Erhöhung, Pfingsten – sie sind in einer großen Einheit zu sehen, nicht nur zeitlich, sondern auch von ihrem inneren Gehalt her. Erste Zeugnisse kirchlicher Himmelfahrtsfeiern finden sich bereits im 4. Jahrhundert n.Chr. Björn Held, Pastoralreferent

Fronleichnam - mit und für Jesus auf die Straße gehen Fronleichnam, wörtlich abgeleitet vom mittelhochdeutschen „vrón“ (Herr) und „lichnam“ (Leib), ist das Hochfest des Leibes und Blutes Christi. Es wird 10 Tage nach Pfingsten gefeiert und ist Ausdruck intensiver eucharistischer Verehrung. Seine Ursprünge liegen im 13. Jahrhundert. Nachdem 1215 das IV. Laterankonzil klarstellt, dass Jesus Christus wirklich (und nicht nur symbolisch) in den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig ist, bildet sich auf dem Hintergrund dieser theologischen Erkenntnis eine neue Spiritualität. Eine wichtige Rolle spielten hierbei fromme Frauenkreise in Brabant, Flandern und der Wallonie. Sie pflegten damals eine neuartige Eucharistiefrömmigkeit, die bewusst und feierlich die

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Fronleichnam - mit und für Jesus auf die Straße gehen

das Fest verbindlich für seine Diözese an nd .U apst Urban IV 1264 schrieb es P . für die ganze la-

teinische Kirche vor. Schon im 14. Jahrhundert fanden feierliche Prozessionen mit Sängergruppen, Fahnen, Tragehimmel und Monstranzen (vom lat. monstrare: zeigen) statt, also mit kunstvollen Schaugeräten

für das eucharistische Brot. enn wir heute als Christen/innen Fronleich* W nam feiern, dann soll es zweierlei zum Ausdruck bringen: Zum einen, dass die Eucharistie, Auftrag und bleibendes Geschenk Jesu an seine Freunde, von zentraler Bedeutung im Glaubensleben ist. Ihr gebührt eine besondere Verehrung. Zum anderen, dass die Kirche als Volk Gottes mit ihrem Herrn durch die Zeiten pilgert. In Prozessionen

wie an Fronleichnam praktizieren Christen/in*

nen dies konkret-bildhaft: Sie gehen mit und für

Jesus auf die Straße, sind als Christen/innen ge* meinsam unterwegs und bekennen ihren Glauben. Björn Held, Pastoralreferent

Einladung

Fronleichnamshock in Schmalegg

Feste und Traditionen

wirkliche Präsenz Jesu in der Gestalt des Brotes on großer Bedeutung für die Entwick* betonte. V lung des Festes waren dann die Visionen der Juüttich (†1258). In ihnen sah sie eine liana v. L Mondscheibe, die am Rand einen dunklen Fleck aufwies. Diese Erscheinung wurde so gedeutet, dass der Kirche, symbolisiert durch diese Mondscheibe, noch ein Fest fehle, welches eigens die Gabe der Eucharistie feiert. 1246 ordnete dann der Lütticher Bischof Robert

am 23. Juni 2011 nach der Prozession ca. 11.00 Uhr auf dem Schulhof in Schmalegg Der Kirchenchor Schmalegg lädt Sie auch dieses Jahr herzlich zu einem gemütlichen Fronleichnamshock auf dem Schulhof ein. Lassen Sie an diesem Tag die Küche kalt! Wir bieten Ihnen Mittagessen sowie Kaffee uchen an Es gibt Bier vom Faß, W . und K eizenbier, Wein und alkoholfeie Getränke. Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Kirchenchor Schmalegg

Gemeindefest in Taldorf am 23. Juni 2011 (Fronleichnam) findet nach der Prozession das Gemeindefest der Kirchengemeinde St.Petrus am BruderKlaus-Heim in Taldorf statt. Der Kirchenchor Taldorf lädt Sie alle herzlich ein!

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ähriges Priester ubiläum von Pfarrer i. R. Karl Kräutle am 29 . Juli 2011

Jubiläum Pfr. i.R. Kräutle

60 j

j

Vor 60 Jahren empfing Pfarrer Karl Kräutle in Wiblingen vom damaligen Bischof Dr. Carl Joseph Leiprecht die Priesterweihe. Diesen Anlass feiern wir in Schmalegg am 31. Juli mit einem feierlichen Gottesdienst. Die Stationen des gebürtigen Ravensburger als Vikar waren Baienfurt, Reute bei Bad Waldsee und Laupheim. Als Pfarrer war er in Dettlingen an der Iller, Ulm Söflingen und dann Amtzell Pfärrich und Haslach im Dienst. 1995 pensioniert zog er mit seiner Haushälterin Maria Kiefer nach Schmalegg und die Schmalegger waren glücklich, dass wieder Licht brannte im Pfarrhaus, der Garten und das

Haus wieder gepflegt wurden. Bis heute übernimmt er noch Sonntagsgottesdienste und besonders am Herzen liegt ihm der regelmäßige Wortgottesdienst am Mittwochabend. Wir sind unserem Pfarrerpensionär von Herzen dankbar für seinen unermüdlichen Einsatz und seine stets liebenswerte Art. Dafür gilt ihm unser aller herzliches Vergelt's Gott. Auf diesem Wege wünschen wir Herr Pfarrer Kräutle noch viele gesunde, von Gott gesegnete Jahre. Für den Kirchengemeinderat Sylvia Ott, 2. Vorsitzende

Stadtteilfest

Domäne-Hochberg

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Am Samstag, 16. Juli findet von 16.00 Uhr bis 22.00 Uhr in der Domäne Hochberg das Stadtteilfest statt. Ab 16.00 Uhr gestalten der Kindergarten St. Felicitas und der Waldorfkindergarten ein interessantes Kinderprogramm. Für Jugendliche gibt es ein Sportprogramm, das vom Jugendtreff und der Waldorfschule organisiert wird. Gesangsvorführungen und Musik werden für Kurzweiligkeit sorgen. Der Cafétreff bewirtet die Gäste mit Kaffee und Kuchen. Zum Essen gibt es die unübertroffenen Schaschliks und Putensteaks. Alkoholfreie Getränke und Bier gibt es ebenso im Angebot. Das Organisationsteam würde sich freuen, wenn – wie in den letzten Jahren – auch aus der alten Weststadt Besucher kommen würden. Für das Organisationsteam Hanspeter Heuschmid

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Herzliche Einladung

auf dem Kirchplatz bei der Dreifaltigkeitskirche Samstag, 2. Juli ab 16 Uhr - Kasperle-Theater, - Kaffee/Tee und Gebäck - musikalische Unterhaltung - Essen und Trinken - Kinderprogramm - Kinderkarussell - Fun Park für Jugendliche - Kletterwand - Verlosung Schutzengelaktion

Sonntag, 3. Juli ab 10:30 Uhr - ökumenischer Gottesdienst - anschließend Frühschoppenkonzert - Essen und Trinken - Kinderkarussell

Das "Brunnenfest Vorbereitungsteam" der Johannes—Gemeinde und der Dreifaltigkeitsgemeinde freut sich auf Ihr Kommen.

Patrozinium in Schmalegg Nach 20 Jahren "Kirchenmusikalische Feierstunde", von Professor Wilhelm Lau ins Leben gerufen und von Familie Erd organisiert, wird dieser feste Bestandteil im Kirchenjahr nun eine neue, andere Form finden. Der Sonntagsgottesdienst zum Patrozinium St. Nikolaus um 9.00 Uhr wird feierlich musikalisch umrahmt. Wir möchten uns bei Familie Erd für die gute Organisation und den reibungslosen Ablauf und die vielen ehrenamtlichen Stunden in all den Jahren recht herzlich bedanken. Sylvia Ott

Taldorfer Kirchturm Der Zahn der Zeit hatte am Gebälk des Taldorfer Glockenturms, der vermutlich aus dem 16. Jahrhundert stammt, genagt. Tragende Balken waren an den Enden vom Pilz befallen und mussten deshalb ausgebessert werden. Große Zimmermannskunst war gefordert. Es durften keine Nägel und Schrauben benutzt werden; die Balken mussten mit Holzdübeln zusammengefügt werden. Den Männern von der Zimmermannszunft ist wirklich Schönes gelungen, denn die Nahtstellen werden mit dem Auge ohne Sehhilfe kaum wahrgenommen. In der Osternacht konnten wieder alle vier Glocken die Auferstehung Jesus verkünden und auch die Turmuhr macht sich wieder jede Viertelstunde bemerkbar. Anita Keller

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Über 60 Besucher feierten vielseitigen Gottesdienst Gelebte Ökumene hat in der evangelischen Johanneskirche in der W

eststadt stattgefunden. Im Rahmen des diesjährigen Weltgebetstages erleb-ten über 60 Gottesdienstbesucher einen beeindruckenden Abend mit Liturgie und viel Information über Chile. Der Gottesdienst unter dem Motto „Wie viele Brote habt Ihr?“ war von Frauen aus Chile zusammengestellt worden. Der Abend wurde von 18 Frauen der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden gemeinsam vorbereitet. Es wurde ein vielseitiger Gottesdienst gefeiert, in dem es um die überwältigende landschaftliche Schönheit Chiles mit fruchtbaren Böden und reichen Wäldern, aber auch um die ungleiche Verteilung der Güter und die wachsende materielle Gier ging. Die Frage Jesu “Wie viele Brote habt Ihr?“ richtete sich an alle: Alle Menschen dieser Erde sollen menschenwürdig und gut miteinander leben können. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von einer Gruppe, die es verstand, die Gottesdienstbesucher mitzureißen. Im Anschluss gab es Kulinarisches aus Chile – Empanadas (gefüllte Teigtaschen), Schoko-Chili-Kuchen, Karamellcreme und chilenisches Eierbrot. Anhand von eindrucksvollen Bildern erhielten die Teilnehmer viele Informationen über das 4300 km lange Land, in dem heute knapp 17 Mio. Menschen, die Bild Brotbäckerinnentanz: Wenn chilenische Frauen den Teig meisten in den größeren Städten bereiten, kneten sie dabei ihre Zuneigung für alle hinein, die das Brot später essen. und der Hauptstadt Santiago de Chile, leben. Ein beeindruckender Höhepunkt des Abends war der bewegende Bericht einer jungen Frau, die längere Zeit in Chile lebte und begeistert über Land und Leute berichtete, vor allem über die Gastfreundschaft der Menschen in diesem südamerikanischen Land. Als Augenzeugin berichtete sie eindrücklich über das Erdbeben im Februar 2010. Schon bei ihrer Ankunft in Chile wurde ihr erklärt, wie sie sich bei einem eventuellen Erdbeben zu verhalten habe, da dies dort öfters vorkomme. Doch dass sie so ein schweres Beben miterleben würde, war ihr damals wohl noch nicht bewusst. Mit vielen Eindrücken gingen die Teilnehmer nach Hause und die meisten sind sich sicher, dass sie nächstes Jahr am ersten Freitag im März wieder dabei sind, wenn der Weltgebetstag aus Malaysia kommt. Ulrika Rückgauer

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30 Jahre Katholischer Deutscher Frauenbund, Zweigverein Bavendorf

Unter dem Leitspruch „Gestern – Heute – Morgen – miteinander gehen“, feierte der Zweigverein Bavendorf am 26. Oktober 2010 sein 30 jähriges Bestehen. In diesem Rahmen wurde auch die Gründerin des Vereins „Frau Gertrud Liebhart“ zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Mit einem feierlichen Morgenlob in der Kirche St. Columban wurde das Jubiläum begonnen. Die Vorsitzende, Frau Sonja Schweikart, begrüßte die Bezirksvorsitzende Frau Margret Willburger, sowie alle Mitglieder und Gäste. Sie gedachte auch der verstorbenen Mitglieder. Frau Margret Willburger übereichte Frau

Gertrud Liebhart die Ehrenurkunde und die goldene Ehrennadel des Katholischen Deutschen Frauenbundes und ernannte sie zur Ehrenvorsitzenden. Frau Sabine Bumüller- Frank gestaltete das Morgenlob und Frau Ammann-Wachter begleitete mit der Orgel. Anschließend ging es zum festlichen Frühstück ins St. Columban-Heim. Es wurden gute Gespräche geführt und Erinnerungen ausgetauscht. Jedes Mitglied durfte ein kleines Windlicht, als Erinnerung an diesen Tag, mit nach Hause nehmen. Den verstorbenen Mitglieder wurde ein Windlicht aufs Grab gestellt. Im Sinne von „Gestern – Heute – Morgen, miteinander gehen“, freuen wir uns auf das nächste Jubiläum. Ida Sauter

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Essen auf Rädern

Essen auf Rädern – eine Möglichkeit ehrenamtlichen Engagements

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Zivildienstleistende wird es bald nicht mehr ge& ben, weil die Wehrpflicht ja bekanntlich abgeschafft wurde. Ein klassisches Betätigungsfeld der Zivildienstleistenden war der mobile Mahlzeitendienst. Die kirchliche Sozialstation bietet diesen Service an. Täglich oder nur an bestimmten Tagen, auch an Sonn- und Feiertagen, wird ein täglich frisch zubereitetes, leckeres Essen an meist alte Personen ausgeliefert. Frisch und heiß ist selbstverständlich; Vorsuppe, Hauptgericht und Dessert die Regel. Für diesen mobilen Mahlzeitendienst sucht nun die kirchliche Sozialstation Fahrer und Fahrerinnen, denen der liebevolle Umgang mit älteren Menschen am Herzen liegt und die zwischen 10.30 Uhr bis 13.30 Uhr an dem einen oder anderen Tag Zeit haben, gegen eine Aufwandsentschädigung den Patienten Essen zu bringen und gegebenenfalls anzurichten. Fühlen Sie sich angesprochen oder möchten Sie sich anderweitig ehrenamtlich engagieren? Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit der kirchlichen Sozialstation, Schussenstr. 5, 88212 Ravensburg auf. Tel.: 0751/22434. Hanspeter Heuschmid

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„Du hast uns, Herr, gerufen“ i i i …und darum s nd w r h er. Wir sind jetzt deine Gäste und danken dir.“ – unter diesem Motto stand die Vorbereitung auf die Erstkommunion 2011. Wie Gott den jungen Samuel im Tempel anspricht, wie Jesus die Jünger beruft, so sind auch wir von ihm gerufen, wir sind als Gäste eingeladen an seinen Tisch, um Gemeinschaft – Kommunion – mit ihm und untereinander zu halten. Mit zwei frei zu wählenden Angeboten aus der Modul-Mappe „Kinder – und ihre Eltern“, einer Kirchenführung und dem Kommunionkurs in einer Kleingruppe haben sich in diesem Jahr gut 60 Mädchen und Jungen in unserer Seelsorgeeinheit auf die erste heilige Kommunion vorbereitet: Den Auftakt hat in diesem Jahr Taldorf gemacht; bereits am Ostermontag fand dort die Kommunion von 10 Kinder statt, gefolgt am Samstag darauf von 11 Kindern in Bavendorf. Die „Ortsgrenzen“ (wer nach Bavendorf und wer nach Taldorf gehört) haben sich hier bereits gemischt; die Kinder –die sich ja größtenteils bereits aus der Schule kennen- haben sich zahlenmäßig so aufgeteilt, dass in jeder Kirche ein Gottesdienst

stattfinden konnte. In der Dreifaltigkeitsgemeinde haben wir dann am Weißen Sonntag mit 28 Kindern Kommunion gefeiert, und die Erstkommunion in Schmalegg wurde traditionell am Sonntag nach dem Weißen Sonntag gefeiert; mit 12 Kindern. Inzwischen bereits zum siebten Mal gab es in Dreifaltigkeit auch wieder das Angebot, im Familienkreis mit den Erstkommunionkindern bereits am Gründonnerstag zum ersten Mal die Kommunion zu empfangen – und dies hat in diesem Jahr eine außergewöhnlich große Anzahl an Menschen angesprochen: 20 Familien haben daran teil genommen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Pastoralreferentin, Frau Angelika Böhm, für die ansprechende und kindgemäße Gestaltung! Bei allen, die in der Vorbereitung und Durchführung der Kommunion tatkräftig mitgewirkt haben, bedanken wir uns ganz herzlich! Den Kommunionkindern und ihren Familien wünschen wir viel Freude im Glauben und alles Gute für ihren Lebensweg! Beate Vallendor, Gemeindereferentin, und das Pfarrteam

Erstkommunionkinder Bavendorf/Taldorf: Marie Hagmann, Johanna Hasenfus, Paul Heilig, Rebecca Heinrich, Samuel Kleck, Angelina Lehmann, Sarah Lehn, Laurin Liebhardt, Paul Moser, Hannes Saile, Leo Schumacher, Robin Bauschatz, Sebastian Bentele, Sarah Heinrich, Mara Huber, Lena Kristandt, Selina Mücke, Hannah Rothenhäusler, Laura Schmeh, Mareike Textor, Annika Urban Gemeindezeitung der Seelsorgeeinheit Ravensburg-West | 36. Ausgabe Frühjahr 2011

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f t „Du has uns, Herr, geru en“

Erstkommunionkinder Schmalegg: iklas Kahl, Jule Myhsok, Annika Niederer, Victoria Pfeiffer, Simon Schiffmann, Simon Fauser, Annika Hugger, N im Senfle, Orelyn Thaler, Yvonne Zembrod Vanessa Schneider, Tim Schwarz, T

Erstkommunionkinder Dreifaltigkeit: Marcel Berger, Amelie Binder, Larissa Capac, Leonardo Couto Mendes, Lukas Eggert, Riccarda Enderle, Dominik

Ertl Maximilian Fischer ano Ghercioiu, Nils Heinzelmann, Mara Hölz, Daniel Hörr, Philipp , , David Galusek, T b uth Ian Martin, Ga riel Inga, Szymon Koska, Luis Leibfahrt, Jordan Ohrt, Leon Ohrt, Daniel Rusak, Hussels, R Maximilian Schneider, Lara Weber, Celine Sauter, Erik Schechtel, Daniel Schlee, Gina Schlesinger, Linus Wursthorn

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"Mach dich auf den Weg..." ¯ Einladung zur Firmvorbereitung 2011/2012

uns in der Seelsorgeeinheit Ravensburg/West auf den Weg

in Richtung Firmung machen: Gott ein wenig auf die Spur kommen, Zeit geschenkt beÙ

Jugendliche in unserer Seelsorgeeinheit, die sich den Zeitpunkt für ihre Firmvorbereitung selber aussuchen und sich

erst mit 16 Jahren firmen lassen. Und das ist richtig klasse,

denn ihr habt viel mehr davon, wenn ihr motiviert und interessiert zu unseren Veranstaltungen kommt, anstatt die Zeit der Firmvorbereitung „abzusit-

kommen, um euer Leben in den Blick zu

zen“ oder womöglich dem Druck eurer Eltern

nehmen und euch mit anderen jungen Leu-

nachzugeben, euch endlich firmen zu lassen,

ten darüber zu unterhalten, welche Bedeu-

obwohl ihr selber es gar nicht wollt: Chance

tung Gott und Jesus für euer Leben hat –

zum Nachdenken, zum Lebensspur-Finden ver-

passt !!!!

oder auch nicht !!

Im Frühjahr 2012 wird dann für euch die

Auch bei dieser kommenden Firmvorbereitung

Entscheidung anstehen, ob ihr gefirmt werden wollt oder nicht. Bis dahin seid ihr nur zu unserem Glaubenskurs in Richtung Firmung angemeldet, und ihr habt so die Möglichkeit, für euch zu entdecken, ob Jesus und seine besondere Art, mit Menschen umzugehen, in eurer momentanen Lebenssituation ein Thema ist.

wird es wieder eine Mappe für „Jugendliche und junge Erwachsene“ geben, in denen ihr alle Pflichtveranstaltungen für die Vorbereitung auf die Firmung findet – und dazu das abwechslungsreiche Angebot unserer Wahlveranstaltungen, das für alle Jugendlichen in unserer Seel-

Und bitte denkt daran: Die Firmvorbereitung muss nicht in der 8. Klasse beginnen! Und wir berücksichtigen auch keine

sorgeeinheit gedacht ist – und besonders für die Minis, die

Anmeldungen zu unserer Firmvorbereitung, die auf irgend-

und alle weiteren wichtigen Infos, wenn ihr den unten an-

welchen Klassenlisten in den verschiedenen Schulen her-

gefügten Abschnitt ausfüllt und bis spätestens

umgegeben werden! Bitte beachtet das und sagt es auch eligionslehrerinnen und –lehrern so weiter! euren R

Uns ist wichtig, dass ihr den Zeitpunkt für eure Vorbereitung auf die Firmung selber wählt und dann auch aktiv werdet und euch selber um eure Anmeldung in unseren Ge-

Leute in der KJG und im Jugendchor: auswählen, anmelden und was fürs Leben mitnehmen! Ihr bekommt diese Mappe

Freitag, 15. Juli 2011 entweder im Pfarrbüro Taldorf oder im Pfarrbüro Dreifaltigkeit abgebt – zusammen mit dem Unkostenbeitrag von 30 Euro für Materialien und Essen und Trinken während der Zeit der Vorbereitung.

meinden und um die Materialien für die Vorbereitung auf die Firmung kümmert. Wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr an Glaubensfragen im Moment kein Interesse habt, oder dass dafür keine Zeit bleibt – z.B. weil eine Abschlussprüfung in der Schule dran ist – dann meldet euch erst im nächsten Jahr oder noch später zu unserem Glaubensweg an. Und wer von euch zum Zeitpunkt der Anmeldung zur Firmvorbereitung noch nicht 14 Jahre alt ist, kann an unserem Glaubenskurs nicht teil-

Wer sich für unseren Glaubensweg in Richtung Firmung entschieden hat, kann sich auch bereits den Termin für unseren

Jugendgottesdienst zur Eröffnung der Firmvorbereitung in unserer Seelsorgeeinheit am Sonntag, 13. November 2011 in der Dreifaltigkeitskirche, um 10.30 Uhr

nehmen. 13-Jährige – das hat unsere langjährige Erfahrung

vormerken.

gezeigt – sind einfach noch zu jung, um unsere Themen

Und jetzt freue ich mich darauf, mit euch interessierten

über das eigene Leben und über Gott sinnvoll zu bespre-

Jugendlichen Schritte im Leben und im Glauben zu gehen.

chen.

Denkt dran: Es werden in den letzten Jahren immer mehr

Firmvorbereitung 2011/2012

Falls ihr zwischen 14 und 21 Jahren alt seid und jetzt geÙ firmt werden möchtet, bitte meldet euch!!!! Zwischen September 2011 und Juni 2012 könnt ihr euch mit

Macht’ s gut bis zu unserer ersten Begegnung.

Angelika Böhm, Pastoralreferentin

---------------------------------------bitte hier abtrennen und im Pfarrbüro Dreifaltigkeit abgeben----------------------------------

est teilzunehmen:

Ich habe Interesse, an der Firmvorbereitung in der Seelsorgeeinheit Ravensburg/W

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Name, Vorname

Alter

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Straße, Wohnort

Telefonnummer

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Kindergärten/Kindertagesstätten

St. Felicitas Kinderga rten St. F

elicitas feiert Masleniza - Über 100 Pfannkuchen wurden verzehrt Wie bei uns in Deutschland wird auch in Russland der Winter in Form einer Strohpuppe verbrannt. Davor wird in vielen russischen Familien eine Woche lang Masleniza gefeiert. Dabei gibt es jeden ag Pfannkuchen (russisch: Blini), mit T unterschiedlichstem Belag, man lädt ein, wird eingeladen und isst in gemütlicher Runde Blinis. Nach dieser Festwoche beginnt in Russland die Fastenzeit, die wie bei uns bis Ostern dauert. Da in unserer Gesellschaft Menschen unterschiedlichster Herkunft leben, ist es wichtig, die verschiedenen Kulturen kennen zu lernen und wert zu schätzen. So wurde dieses Fest auf Initiative der russischen Rucksackmütter bereits zum zweiten Mal auch im Kindergarten St. Felicitas gefeiert. Die Mütter backten über 100 Pfannkuchen, die übrigens durch ihre runde Form die Frühlingssonne symbolisieren sollen. Es ist für alle Kinder und Erzieherinnen ein be-

sonders leckeres Ereignis und nach einem gemeinsamen Tanz und einem Gespräch über das Fest gab es für alle mehr als genug süße Pfannkuchen und die Kinder wetteiferten, wer wohl am meisten schafft. Wohlgenährt und Schokolade verschmiert bleibt dieser Tag wohl allen im Gedächtnis und nach Masleniza und Fasnet kann nun ab Mittwoch auch im Kindergarten St. Felicitas die Fastenzeit beginnen. U lrika Rückgauer

Carlo Steeb

„Kinder herzlich willkommen“

heißt es am Mittwoch, den 29.06 .2011 von U U 14 .00 hr B 16 .00 hr im kath . K indergarten Carlo-Steeb in Schmalegg.

Eingeladen sind alle Kinder mit Ihren Eltern, die noch nicht bei uns im Kindergarten angemeldet sind oder einfach mal Lust haben bei uns vorbei zu schauen. An diesem Nachmittag gibt es Gelegenheit, den Kindergarten zu besichtigen, Informationen über den Kindergartenalltag einzuholen und vor allem um gemeinsam zu spielen. Wir haben für das kommende Kindergartenjahr 2011 /2012 noch Kindergartenplätze für Kinder ab 2 Jahren frei. Wenn Sie uns im Kindergarten besuchen möchten und am 29.6 .11 keine Zeit haben , können wir auch gerne einen anderen Termin vereinbaren. Kommen Sie auf uns zu. Ihr KiGa-Team

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Dreifaltigkeit

Kellenried Es ist schon seit Jahren Tradition, dass der Kindergarten Dreifaltigkeit in der Zeit vor Ostern einen Besuch im Kloster Kellenried macht, da die Kinder auch selbst Osterkerzen im Kindergarten mit Hilfe von Uli W amsiedel herstellen. An einem Dienstagnachmittag durften die großen Kinder zusammen mit einigen Eltern den Weg nach Kellenried antreten. Dort angekommen, wurde die Schar von Sr. Eva-Maria in Empfang genommen. Der erste Weg führte in die Kirche, wo Sr. EvaMaria einzelne Orte erklärte. So zum Beispiel den Seitenaltar mit seiner Kreuzesdarstellung oder das hinter Gitter befindliche Chorgestühl der Schwestern. Zum Abschluss sangen wir gemeinsam das Lied „Gott liebt Kinder, große und kleine“. Im Anschluss an den Kirchenbesuch ging es ins Bildungshaus, wo uns Sr. Eva-Maria das Symbol der Kerze, aber auch die Symbole auf den Kerzen erklärte. Sie stellte besonders die Zeichen für Ostern vor. Danach durften die Kinder auf einem großen Papier selbst eine Kerze entwerfen und malen. Nach dem Anschauen der einzelnen Bilder hängten wir diese auf und machten als Erinnerung ein Foto.

Nun machten wir uns auf in den Garten, wo uns Sr. Eva-Maria Bäume zeigte, auf denen sich Eulen und Waldkäuze niedergelassen haben. Danach ging es in den Klosterladen, wo die Kinder die kunstvoll verzierten vielen Kerzen bestaunen konnten. Zum Abschluss wurde vor dem Kloster noch ein Erinnerungsfoto gemacht.

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Kindergärten/Kindertagesstätten

Kinderga rten Dreifaltigkeit im Kloster

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Kindergärten/Kindertagesstätten

St. Josef

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eiloffenes Konzept i n der k atholischen Ki ndertagesstätte St. Josef Seit September 2010 arbeiten wir in der Kath.

T

Kindertagesstätte St. Josef teiloffen. Dies bedeutet, dass die Kinder unserer Einrichtung Stammgruppen haben. In diesen Stammgruppen beginnen und beenden die Kinder den Tag. Es wird dort z. B. Geburtstag gefeiert, das Portfolio geführt oder sonstige gruppenspezifische Aktivitäten finden statt. Während dem Freispiel haben die Kinder die Möglichkeit sich zu entscheiden, welchen Raum sie selbsttätig nutzen möchten. Unsere Räume heißen nun Atelier, Bauraum, Rollenspielraum, Literacyraum, Bällebad, Turnraum und Ruheraum. Was finden die Kinder im….. • Atelier: Einen Knettisch, eine Sandwanne zum Spielen, einen Basteltisch mit Scheren und Kleister, einen Maltisch mit Holzstiften, Staffeleien zum Wasserfarben malen, die unterschiedlichsten Materialien und Papiere zum Basteln und zum Malen, Falten und Gestalten. Zu Ostern werden hier z.B. Kerzen und Osterkarten gestaltet. • Bauraum: Autos und Straßenteppiche, Konstruktionsmaterial, Bauklötze in unterschiedlichen Größen, Eimer und verschieden lange Bretter zum Bauen, Tücher und viele verschiedene Kleinteile wie Holzkugeln oder Nussschalen um Gebautes

zu verschönern. Es gibt einen Bereich zum Wiegen und Messen, Material aus dem Zahlenland und auch eine Experimentierecke.

• Rollenspielraum: Prinzessinnenkleider, Feuerwehr- und Polizeianzüge u.v.m., um sich zu verkleiden und natürlich einen große Spiegel, in dem man sich anschauen kann. In der Frisörecke, wo von den Kindern selbstgemalte Bilder mit verschiedenen Frisuren an den Wänden hängen, kann man sich eine neue Frisur machen lassen oder selbst Frisör sein. Was auch sehr interessant ist, ist das Krankenhaus. Dort kann man selbst Doktor, Krankenschwester oder auch Patient sein. Im Puppenhaus und am Kaufladen kann der Alltag der Mütter und Väter rund um Einkauf, Geld, Küche und Kindererziehung nachgespielt werden. Neu in dem Bereich ist die Eisdiele. Hier werden verschiedene Eisbecher kreiert und oft auf der Picknick Decke „genossen“. • Literacy-Raum: Hier werden Bücher angeschaut und vorgelesen, Spiele gespielt und der erste Umgang mit Buchstaben kann erfahren werden.

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St. Josef Gruppe fixiert, sondern erleben eine viel größere Gemeinschaft „Ich bin überall angenommen“. Dieses neue Konzept bietet den Kindern eine größere Chance zum Erlernen der Selbständigkeit, der Sozialisation und des Selbstwirkungsprozesses.

• Ruheraum: Dieser Raum ist zum Ruhen oder Schlafen für die Gruppe der Ganztageskinder. Da die Räume nun einen klaren Charakter haben finden Spiele mit viel mehr Ruhe und Intensität statt. Die Kinder sind nicht mehr nur auf ihre Spatzennest

„Gottes Liebe sprengt jeden Rahmen“ Religionspädagogische Praxis im Kindergarten „Spatzennest Sinn- Werte-Religion ist ein Bildungs- und Entwicklungsfeld des Orientierungsplanes für Kindergärten. Wo komme ich her? Wohin gehe ich? Warum bin ich eigentlich hier? Durch Geschichten, Lieder, Gebete, Rituale, erfahren die Kinder die biblische Botschaft. Eine wichtige Methode bei uns im Kindergarten ist das ganzheitliche Erleben einer biblischen Botschaft durch die „Kett“ Methode, welche wir bereits seit vielen Jahren praktizieren. Für diese Methode bedarf es einer externen Fortbildung. Mit Hilfe von verschiedenen Legematerialien wie Tücher, Natur- und Alltagsmaterialien und der dazugehörigen Geschichte entsteht in vielen Arbeitsschritten über Tage und Wochen hinweg ein Bodenbild. Durch das praktische Tun (anfassen/ fühlen, riechen, sehen, hören, spüren), d.h. alle Sinne werden angesprochen, verinnerlichen die Kinder die religiöse Geschichte. Dieses Jahr gab Fr. J. Binder ihr neu gewonne-

nes Wissen an das Team im Rahmen unseres religionspädagogischen Tages am 8. März 11 weiter. „Im Kreuz stehen- im Kreuz sein“ so heißt das Motto der Osterzeit im Kindergarten. In Theorie und Praxis erlebten wir: ! Die Hinführung zum Thema - die Kreuzgestalt an sich und in sich entdecken - gemeinsam ein Kreuz gestalten und deuten ! Jesus geht seinen schweren Weg - die Schwere eines Steines selbst spüren - Hilfe für Jesus auf seinem Leidensweg ! Tod und Auferstehung Das eigene Erleben war für alle Erzieherinnen eine vielseitige Erfahrung. Wir freuen uns auf die Umsetzung mit den Kindern. Für Eltern ist die schrittweise Entstehung des Bodenbildes ebenfalls sehr interessant. Viele Mütter und Väter halten vor dem Bodenbild inne und hören gespannt den Erzählungen ihrer Kinder zu. Ganzheitliches Erleben einer biblischen Botschaft „Mit Herz- Hand- und Verstand". Heike Baier (Kindergartenleiterin)

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Kindergärten/Kindertagesstätten

• Bällebad: Dies lädt natürlich zum Entspannen und Genießen ein.

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Ein MinißSommermärchen ie jedes Jahr veranstalten die Ministranten der W est auch im Jahr 2011 ein Fußballturnier SE W . Denn diese Ministranten können nicht nur den

Altardienst in der Kirche, sondern sie zeigen auch auf dem Rasen was sie gelernt haben. In T dem urnier treten die Ministranten der verschiedenen Gemeinden, also aus Weststadt, T Schmalegg, aldorf und Bavendorf, gegen einander an und versuchen natürlich so viele Pokale wie möglich zu ergattern. In diesem Jahr nimmt auch die KJG der Weststadt am Turnier teil. Eigentlich ist das Ministranten-Fußballturnier in urniere aufgeteilt: Das der KleiÚ drei kleinere T

nen, der Großen und der Mädchen. Dafür wird schon früh in den Gemeinden trainiert, doch der Spaß steht klar im Vordergrund. Denn wenn die Fankurve aus Besuchern, Eltern und Ministranten anfeuert, jubelt und singt, ist auch die schlimmste Niederlage schnell vergessen. Klar ist auch gegen den großen Hunger durch Salate, Kuchen und Co. vorgesorgt, denn wie will man auch mit leerem Magen Fußball spielen? Dieses Mal wird das Turnier von den Minis aus Bavendorf ausgerichtet und vielleicht ereignet sich dort das eine oder andere Mini-Sommermärchen! Melanie Haller

Schmalegg Schon wieder ist ein halbes Jahr seit der letzten Ausgabe vorbei und es gibt viele Neuigkeiten von den Minis Schmalegg. Unter dem Motto „Kinder zeigen Stärke“ zogen die Sternsinger trotz Eiseskälte drei Tage lang von Haus zu Haus und verkündeten die frohe Botschaft . Die Spende in Höhe von ca . 2400€ gingen an bedürftige Kinder in Kambodscha. Am Abend kamen die drei Gruppen erschöpft aber glücklich in den Gruppenraum zurück, wo schon das leckere Abendessen wartete. Nach dem Gottesdienst der Heiligen Drei Könige verkauften die Minis noch Butterbrezeln und Punsch. Zwei Monate später erkannte man die Minis dann kaum wieder, chic und elegant gekleidet betraten sie den in ein Casino verwandelten Gruppenraum. Neben Poker und anderen Spielen gab es leckere Cocktails. Mit einem gemeinsamen Spiel beendeten wir den Abend. Aktionen wie zum Beispiel die Casino-Night müssen geplant werden. Darum findet jährlich ein PlaAm 15 . und 16 . nungswochenende statt. Dort wird beratschlagt, was im kommenden Jahr passiert. Aktionen bis März 2012 . April plante das Leitungsteam Schmalegg Ihr könnt euch auf tolle Aktionen freuen. Euer LT Schmalegg

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Gemeindezeitung der Seelsorgeeinheit Ravensburg-West | 36. Ausgabe Frühjahr 2011


Ski /Snow boardfreizeit vom 02 . 08 . Januar 20 11

Am Sonntag war es endlich soweit. Mit einem großen Reisebus, einem Busfahrer, sehr viel Gepäck, 14 Kids im Alter von 8 – 14 Jahren und fünf Betreuern ging es über den Bregenzer Wald nach Holzgau ins Lechtal. Nach einer 2 ½ stündigen Fahrt sind wir in Holzgau angekommen. Gespannt auf unser Selbstversorgerhaus ging es jedoch erst einmal ans Ausladen. Dank einer langen Kette und der Hilfe aller Teilnehmer ging dies sehr schnell. Anschließend wurde das Haus erforscht und die Zimmer verteilt. Nach einem leckeren Abendessen waren ein paar Kennenlernspiele an der Reihe. Anschließend ging es dann langsam in Richtung Bett, denn am nächsten Morgen stand frühes Aufstehen auf dem Programm. Jeweils ein Betreuer und der Küchendienst (natürlich wurde jeden Tag gewechselt) hatten das Vergnügen, morgens um 6.30 Uhr aufzustehen und das Frühstück her zu richten. Um 7 Uhr gab es dann ein leckeres Frühstück. Gut gestärkt und mit Lunchpaketen für den Tag ging es um 8.15 Uhr bei Traumwetter mit dem Skibus ab in unser Skigebiet nach Warth/Schröcken. Doch es war nicht nur schönes Wetter, sondern auch bitter kalt oder besser gesagt sau kalt. 17 Grad Minus hatte es tagsüber und gefühlt waren es sicher über 20 Grad Minus. Doch nicht einmal die Kälte konnte die Stimmung trüben. Nach gemeinsamen Aufwärm-Spielen und Übungen wurden die verschiedenen Ski- und Snowboardgruppen für die Woche eingeteilt. Und dann konnte das Pistenvergnügen endlich losgehen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen konn-

ten die Kids in Kleingruppen eigenständig fahren. Gemeinsam ging es mit dem Skibus wieder zurück zu unserer Unterkunft, wo auch schon leckere Kuchen und Kaba aufgewartet haben. Doch natürlich war auch neben dem Pistenerlebnis noch einiges geboten. Wie zum Beispiel ein Casinoabend, bei dem die Teilnehmer um Mengen von Süßigkeiten bei Roulette, Black Jack, Bingo und dem Hütchenspiel zocken konnten. Und dann gab es noch 2 legendäre Rodelabende auf der Holzgauer Rodelbahn. Mit einem Traktor wurden wir auf Holzschlitten die Piste bergauf gezogen. Nach einer kurzen Einführung ging das Abenteuer auch schon los. Wer zu Beginn große Sprüche losgelassen hat, wurde immer ruhiger. Denn die Rodel- oder besser gesagt Rennstrecke war nicht ohne und hatte es in sich. Nicht nur das Tempo machte dem ein oder anderen zu schaffen, sondern auch unerwartete 90 Grad Kurven, die nicht jeder profihaft erwischt hat. Was zur Folge hatte, einen leichten Abgrund herunter zu stürzen. Trotz kleinerer und auch größerer Pannen beim Rodeln kamen alle nach einer mords Gaudi heil unten an. Die Freizeit war für die Kids und uns Betreuer eine sehr schöne Woche, welche trotz kleinerer Verletzungen und einer Reduzierung von fünf auf drei Betreuer ein tolles Erlebnis war. Auf diesem Weg möchten wir uns nochmal bei allen Teilnehmer für eine wunderschöne Woche bedanken und auch bei den Eltern für die vielen Kuchen. Beate Jacobs, KjG Dreifaltigkeit/Schmalegg

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Die My Party war wieder ein voller Erfolg

Dort, wo normalerweise Hochzeiten gefeiert, Seminare gehalten oder Kindersportstunden durchgeführt werden, feierten am Samstag den 7.5.2011 über 750 Jugendliche auf der MyParty. Das Discoevent, das schon zum zweiten Mal explizit für sie ins Leben gerufen wurde. In Kooperation mit der Firma idee5 – Eventservice verwandelten die Jugendlichen der KjG Dreifaltigkeit/Schmalegg den Gemeindesaal mit Foyer und großem Außenareal in eine einzigartige Partylocation. Über 50 bunte Scheinwerfer und eine professionelle Tonanlage verwandelten die Location in ein grandioses Veranstaltungsgelände. Zusammen mit der Szenegröße DJ Shorty und vier weiteren DJs wurde im Saal

tüchtig getanzt und gefeiert, während die Sitzgruppen im Foyer und im Außenbereich zum Ausspannen und Plaudern einluden. Für viele Jugendliche ist die MyParty das erste Discoerlebnis überhaupt, da andere Veranstaltungen, auf denen DJs ebenfalls mit einer Mischung aus Dance, House, Hip Hop und Elektro aufwarten, für Jugendliche zwischen 14 und 17 geschlossen bleiben. Alles in allem ist auch die zweite Auflage der MyParty ein durchschlagender Erfolg und Sinnbild für eine tolle Party in angemessenem Rahmen geworden. Schon heute fragen Gäste nach der dritten Auflage im nächsten Jahr. Yannick Henßler Öffentlichkeitsbeauftragter der KjG Dreifaltigkeit/Schmalegg

Bilder: Privat Seite 30

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Aus den Pfarrbüchern Dreifa ltig keit , Rave ns burg

Taufregister: Durch das Sakrament der Taufe wurden in unsere Kirche aufgenommen: Diana Busch

Eheschließungen: keine

Sterberegister: Der Herr über Leben und Tod hat zu sich gerufen: Seewöster Johanna, Ibele Canta, Kunzelmann Sigrid, Messinger Johann, Sprissler Hildegund, Götz Gerhard, Maczkowski Helene, Tretiak Ruth, Schuler Maria, Ambrus Ute, Sandner Wolfgang, Hofmann Albert, Bermetz Helmut, Herzig Hannah, Labor Erwin, Alberti-Nothelfer Dagmar, Holzmann Elisabeth, Hirko Bruno, Erhardt Marianne, Renz Rosa, Jancuk Alexander, Renz Johann, Hund Margareta. St . Ni ko la us , Sc hma legg

Taufregister: Durch das Sakrament der Taufe wurden in unsere Kirche aufgenommen: Heilig Lukas, Bolinger Lea Alicia, Rapp Marisa Sophie, Mohn Mattis Henry Toni

Eheschließungen: keine

Sterberegister: Der Herr über Leben und Tod hat zu sich gerufen: Klenk Hermine, Schädler Kreszentia, Wellhäußer Annemarie St . Co lumba n, Bave ndo rf

Eheschließungen: keine

Taufregister: keine

Sterberegister: Der Herr über Leben und Tod hat zu sich gerufen: Georg Bulling, Johann Fuchs, Engelbert Ibele, Matthäus Sturm St . Isido r, Egga rts ki rc h

Taufregister: keine

Sterberegister: keine

Eheschließungen: keine

St . Pet rus , T

aldorf

Taufregister: Durch das Sakrament der Taufe wurden in unsere Kirche aufgenommen: Jule Klara Dietrich, Laura Hirscher, Lena Kristandt

Eheschließungen: keine

Sterberegister: Der Herr über Leben und Tod hat zu sich gerufen: Georg Dennenmoser, Edmund Feuerstein, Gerda Hilebrand, Christina Baur, Pfarrer Georg Spohn

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MODE FÜR DIE FRAU OHNE ALTER

Wir führen die Marke

FINNKARELIA in Gr. 36-52

Uschi’s Moden-Ecke Ursula Wagner Schulgasse 8

RAVENSBURG Telefon 0751/13636

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Echo 036 (Frühjahr 2011)