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Offener Brief an Ministerpräsident Torsten Albig Lesen Sie hier den Offenen Brief Ministerpräsidenten Torsten Albig von Uwe Thomas Carstensen:

Offener Brief an Herrn Ministerpräsidenten Torsten Albig Bitte verhindern Sie die feindliche Übernahme der Husumer Windenergiemesse 2014 durch die Hamburger Messegesellschaft!

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, als Initiator der Husumer Windenergiemesse 1989 und Verantwortlicher der Messen 1989, 1991 und 1993 sowie als gebürtiger und parteiloser Nordfriese wende ich mich an Sie mit der Bitte, alles zu tun, um die begonnene feindliche Übernahme der Internationalen Windenergiemesse 2014 in Husum durch die Hamburger Messe zu verhindern. Am 29. April 2013 hat der Geschäftsführer der Messe Husum und Congress, Peter Becker im Einvernehmen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Husumer Wirtschaftsgesellschaft, Peter Cohrs eine Vereinbarung unterzeichnet, deren Inhalt darin besteht, dass die für 2014 erneut geplante Internationale Leitmesse der Windenergie in Husum abgesagt und stattdessen zum gleichen Zeitpunkt in Hamburg, federführend von der Hamburg Messe und Congress, durchgeführt wird. Ab September 2015 soll es darüber hinaus eine in den ungeraden Jahren bis 2019 stattfindende und gemeinsam ausgerichtete nationale Windmesse in Husum geben. Eine Absage für Husum würde allein für das Jahr 2014 bei Teilnahme von ca. 40.000 Besuchern und über 1.000 Ausstellern zu Einnahme verlusten von weit über 10 Mio. Euro im Bereich Vermietungen, Gastronomie und Dienstleistern des Mittelstandes führen, und das insbesondere an der Westküste. Darüber hinaus ist der Imageverlust Schleswig-Holsteins noch nicht absehbar. Es ist mehr als unverständlich, wie eine solche Vereinbarung sogar ausdrücklich von Ihrem Wirtschaftsminister Reinhard Meyer begrüßt wird, statt nachdrücklich darauf zu bestehen, dass zunächst 2014 die traditionelle Messe wie geplant in Husum stattfindet. Diese Vereinbarung ist für Husum ein Desaster, weil 2014 wegfällt und die restlichen Inhalte der Vereinbarung für Husum nie Wirklichkeit werden können. Schon vor mehr als zehn Jahren haben der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) und die Hamburg Messe bekanntlich versucht, im Wechsel zu Husum eine Internationale Windmesse durchzuführen. Nach zwei Veranstaltungen musste die Messe in Hamburg eingestellt werden, weil Aussteller und Besucher neben den Windmessen in Husum (alle zwei Jahre) und in Hannover (damals auch zweijährig im Wechsel zu Husum)) auf der Internationalen Industrie-Messe keine weitere Windmesse – allein aus Kostengründen – akzeptiert haben. Die jetzige Vereinbarung Hamburg/Husum ist erneut ohne Berücksichtigung der Industriemesse Hannover erfolgt, auf der die Windbranche jährlich auf internationaler Plattform vertreten ist. Daneben wird von der Branche maximal alle zwei Jahre eine Windenergiemesse wie bisher in Husum akzeptiert. Deshalb kann die Messevereinbarung Hamburg/Husum keinen Bestand haben. Wenn Husum die Windenergie Messe 2014 gezwungenermaßen nach Hamburg abgeben sollte, ist für Husum die Windenergiemesse ganz verloren, abgesehen von einer Alibiveranstaltung 2015. Die Vereinbarung ist also kein Kompromiss, sondern die feindliche Übernahme durch die Hamburger Messe und erstmalig seit 1989 hat damit eine Landesregierung der Husum-Windmesse die politische Unterstützung entzogen. Kritiker des Messestandortes Husum konnten sich seit 20 Jahren nicht mit der Forderung einer Verlegung nach Hamburg durchsetzen, weil die Politik auf Landes-, Kreis- und Stadtebene die Messe stets verteidigt hat und Stück für Stück – wenn auch etwas langsam – die Strukturen verbessert hat bis hin zum Messehallenneubau, der neuen Straßenführung usw. Natürlich fehlt immer noch etwas, wie zum Beispiel die Vernachlässigung des Ausbaus des Flugplatzes Husum/Schwesing und der Autobahnanbindung für Husum. Tatsache aber ist, dass die Infrastruktur inzwischen gut und ausbaufähig ist. Wenn Herr Cohrs die Vereinbarung rechtfertigt mit der Aussage, dass Entscheidungen nicht von der Politik, sondern der Industrie gefällt werden, so ist das in mehrfacher Hinsicht unrichtig: Die Windgruppe im VDMA ist nicht die Industrie und auch nicht die Windbranche. Die Windenergieanlagenhersteller im VDMA, die die Initiative für Hamburg ergriffen haben, haben in Deutschland einen Marktanteil von deutlich unter 30%; einige sogar weniger als 1%. Darüber hinaus sind die VDMA-Windgruppen-Mitglieder unter den Ausstellern der Husum-Wind eine noch kleinere Minderheit. Weiterhin entscheiden sehr wohl die Politik und damit die Wähler darüber, welche Rahmenbedingungen der Wirtschaft gegeben werden. Auch die Windmesse Husum ist Resultat politischer Entscheidungen und Teil der Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. Deshalb muss auch die Politik letztlich entscheiden, was aus dem Messestandort Husum wird. Natürlich steht es jedem Windenergieanlagenhersteller frei, ob er das Angebot der Husum-Wind wahrnimmt oder nicht.


Im Übrigen geht es hier um Steuergelder der Bürger. Es ist nicht akzeptabel, dass der Messestandort Husum nach den Anforderungen der Aussteller mit zweistelligen Millionensummen der schleswig-holsteinischen Steuerzahler ausgebaut wird, um danach die Windmesse 2014 nach Hamburg zu verlagern. Anschließend wird dann von den Steuergeldern der Hamburger eine Entschädigung von 4 Mio. Euro der Messegesellschaft Husum für bereits erfolgte Vorbereitung der Windmesse 2014 versprochen. Und dazu kommen über 10 Mio. Euro Einnahmeausfälle der Steuerzahler Schleswig-Holsteins allein für 2014. Tatsächlich sind die Macher der HusumWind faktisch von der Landesregierung und vor allem von dem Wirtschaftsminister im Stich gelassen worden. Natürlich wäre und wird die Windmesse 2014 in Husum ein Erfolg – trotz der Konkurrenzveranstaltung in Hamburg. Insbesondere, wenn die politischen Gremien Schleswig-Holsteins unzweifelhaft deutlich machen, dass sie alle zu der Husum-Wind stehen. Bisher plante Husum, die Internationale Windmesse 2014 in Kooperation mit der Hannover-Messe durchzuführen und hätte für 2016 und 2018 weiter planen können. Das ist allemal besser, als Verzicht für 2014 und vage Aussicht auf eine nationale Messe 2015. Diese hat auch keine Chance auf Bestand, da eine Trennung von National und International angesichts des globalen Marktes ohnehin absurd ist. Mit Kompromiss hat dies nichts zu tun, höchstens mit Alibizugeständnissen zur Beruhigung der betroffenen Bürger. Bei der entsprechenden politischen Unterstützung kann die Husumer Windmesse 2014 den Wettbewerb mit der Hamburger Konkurrenz bestehen. Zwar ist Husum die „graue“ Stadt am Meer, aber noch nicht die „kleinmütige“ Stadt am Meer. Es ist nicht akzeptabel, wie über die Köpfe der betroffenen Bürger hinweg Entscheidungen zu Lasten Dritter vom Wirtschaftsminister Meyer befördert wurden. Und wieso konnte der Landrat von Nordfriesland und Kommunalwahlkandidat der SPD auch als Aufsichtsrat der Husumer Wirtschaftsgesellschaft dem zustimmen? Worin hat eigentlich die in der Presse behauptete „gedeihliche Zusammenarbeit“ der Messen bestanden, wenn die Hamburg Messe im Vorfeld der Messe in Husum in 2012 dreist für 2014 zum gleichen Zeitpunkt wie Husum eine Windmesse ankündigt und durch wirtschaftliche Bedrohung und Einschüchterung das Vorhaben der feindlichen Übernahme vorantreibt. Es gehört auch nicht zur gedeihlichen Zusammenarbeit, wenn letztlich nur Know-how der Husum-Wind-Organisatoren abgegriffen und kopiert wird, wie unschwer an den Werbematerialien und Veröffentlichungen der Hamburg Messe erkennbar ist. Wenn in diesem Zusammenhang von Mitspracherechten und gleichberechtigter Zusammenarbeit gesprochen wird, so ist das unglaubwürdig. Glaubwürdig wäre es gewesen, die Husum-Wind 2014 zu unterstützen und von Hamburg für 2015 eine Spezialmesse Offshore Windenergie zu etablieren. Aus meiner Sicht wurde auch die Landesregierung massiv getäuscht. Die Behauptung, in anderen europäischen Städten oder gar in Süddänemark würden Internationale Windmessen geplant, die den Standort Norddeutschland gefährden können, ist ein reiner Bluff. Es ist nichts Vergleichbares in Planung, auch wenn in den letzten 20 Jahren Verbände der Windbranche in Dänemark, Spanien, England und in verschiedenen amerikanischen Städten unzählige Windenergiekongresse mit Messen durchführten. Keine hat jemals die Qualität von Husum erreicht. Als Ministerpräsident von Schleswig Holstein können Sie, so hoffe ich, eine feindliche Übernahme der HusumWind 2014 durch die Hamburg Messe nicht akzeptieren. Ich bitte Sie deshalb, noch vor der Kommunalwahl am 26.05.2013 klarzustellen, dass 2014 die Windmesse weiterhin in Husum stattfinden muss. Für den Fall, dass Sie die feindliche Übernahme der Husum Windmesse 2014 durch die Hamburg Messe als Kompromiss schönreden und an Ihrem Wirtschaftsminister festhalten, muss der Wähler davon ausgehen, dass hinter den Kulissen zu Lasten der Schleswig-Holsteiner zwischen den sozialdemokratischen Regierungsparteien Schleswig-Holsteins und Hamburgs Verabredungen getroffen wurden, wie dies ja auch bei der Verklappung von schadstoffhaltigem Hafenschlamm vor der Nordseeküste angenommen werden darf. Dann gibt es für die Wähler der Kommunalwahl am 26. Mai 2013 nur den Ausweg des demokratischen Votums: Nur Kandidaten wählen, die den Verbleib der Windmesse 2014 in Husum unterstützen. Keine Stimme für die SPD! Offener Brief an Herrn Ministerpräsidenten Torsten Albig Unterstützen Sie diese Initiative!

Schreiben Sie an: carstensen-schobuell@jottundpee.de Husum-Schobüll/Hannover, 15. Mai 2013 Uwe Thomas Carstensen Dipl.-Ing. Wirtschafts-Ing. Gesellschafter der Husumer Flughafen GmbH &Co KG Gesellschafter eines Planungsbüros für Windparks und Aussteller der Husum-Messe


Neue Initiative will "WindEnergy" in Husum halten | shz.de

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SHZ.de - URL: http://www.shz.de/

Neue Initiative will "WindEnergy" in Husum halten 19. Juni 2013 | 00:10 Uhr | Von sis

Katharina Knox. Foto: hn Bild 1 von 2

Gründung einer Messegesellschaft mit Akteuren der Branche angekündigt Husum. Kommt es am 25. Juni zu keiner Einigung, könnte es in Husum eine neue Messegesellschaft geben, unter deren Hoheit die Leitmesse "WindEnergy 2014" stattfinden wird. Katharina Knox, Kommanditistin der Husumer Messegesellschaft und Sprecherin der neu gegründeten Initiative "WindEnergy 2014 in Husum" und ihre bisher mehr als 500 Mitstreiter sind entschlossen, dieses Ziel umzusetzen. Knox: "Husum wird als Standort nicht aufgegeben." Abgewartet werden letzte Gespräche mit der Husumer Wirtschaftsgesellschaft mbH & Co. KG, die die Windmesse betreibt - sowie deren Beschlüsse bei der für den 25. Juni einberufenen Gesellschafterversammlung. 100 Kommanditisten - darunter auch der Kreis - gehören zur HWG. "Wir stehen hinter der 'Husum Wind 2015'. Die Windmesse bleibt Herzstück unseres Messestandorts. Details des Konzepts präsentieren wir zunächst unseren Gesellschaftern am 25. Juni. Ein Arbeitskreis zur weiteren inhaltlichen Konkretisierung wird derzeit auf unsere Initiative hin gebildet und trifft sich Anfang Juli", äußerte sich gegenüber unserer Zeitung der Geschäftsführer der Messe & Congress Husum, Peter Becker. Die Husumer und Hamburger Messegesellschaften haben sich darauf geeinigt, dass die Weltmesse für die Branche schon vom nächsten Jahr an in der Hansestadt stattfinden soll, und in Nordfrieslands Kreisstadt in den ungeraden Jahren eine kleinere Leistungsschau organisiert wird (wir berichteten). Dies hält die Initiative für einen schweren Fehler und befürchtet wirtschaftliche Nachteile für den Standort Husum und die Region - bis hin zum Verlust von Arbeitsplätzen. "Wer weiß denn, ob Firmen nicht abwandern, wenn die Weltmessse nicht mehr bei uns ist", erklärte Katharina Knox auf Anfrage. Sie verwies auf eine Wertschöpfung von 16 Millionen Euro aus der Windmesse 2012. "Husum ist der etablierte Platz der internationalen Leitmesse Windenergie. Die große Mehrheit der Windenergiebranche will am bewährten Messekonzept und der Allianz mit Hannover festhalten. Es ist die Leitmesse für den Mittelstand und die bedeutenden Branchenverbände." Die Sprecherin führte an, dass "Vertriebler" bei einer Umfrage erklärt hätten, dass sie bei der Leitmesse in Husum ihre besten Geschäfte machen würden und nicht noch eine höhere Anzahl an Windmessen in Deutschland benötigt werde, da dass von der Branche aus Kostengründen nicht umsetzbar sei stattdessen sollten es weniger und spezialisierte Messen geben. "2015 in Husum wird floppen", ist Katharina Knox überzeugt.

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Neue Initiative will "WindEnergy" in Husum halten | shz.de

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Die Branche befürchtet nach ihren Aussagen aber vor allem, dass eine Messe in Hamburg nicht mehr vom Mittelstand bestimmt wird, sondern von wenigen internationalen Konzernen und den Energieunternehmen, "die mehrheitlich das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Grundlage für die Windenergienutzung in Deutschland ablehnen". Und so fordert die Initiative, die internationale Leitmesse in geraden Jahren in Husum und die internationale Industriemesse mit Windenergie 2015 in ungeraden Jahren in Hannover zu veranstalten: gemäß der Windallianz und gemäß des Pachtvertrages mit der Stadt Husum. Knox: "In Hamburg könnte es ja eine Offshore-Messe für die Konzerne geben." Die Sprecherin kritisierte, dass lediglich auf Initiative von vier im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) organisierten Windkraftanlagenher stellern vereinbart worden sei, die "WindEnergy 2014" nach Hamburg zu verlegen - ohne jede Absprache mit den Windenergieverbänden. "Diese vier, im VDMA organisierten Unternehmen haben einen aktuellen Marktanteil von unter 15 Prozent und sind nur vier Aussteller von insgesamt rund 1200 Ausstellern bei der 'WindEnergy 2012' in Husum", betonte Katharina Knox. "Sie sind nicht die Stimme der Windbranche." Dem hielt Peter Becker gestern entgegen: "Unser Vertrieb meldet uns die Erleichterung der Branche zurück und erste Buchungen für 2015 - darunter die führenden Anlagenhersteller. Die Branche stützt die neue 'Husum Wind'." Das Messekonzept der Initiative sieht eine internationale Leitmesse Windenergie (Onshore) vom 23. bis 26. September 2014 in Husum vor und toleriert zeitgleich eine Offshore-Windenergie-Spezialmesse in Hamburg. Auf dieser Basis sei eine gute Kooperation auf Augenhöhe möglich und erstrebenswert. In nächster Zeit wollen Vertreter der Initiative vorbereitende Gespräche mit der Stadt Husum, verschiedenen Dienstleistern und Messegesellschaften - zum Beispiel der Hannover-Messe - führen. Die Vorfinanzierung zur Gründung einer neuen Windmesse-Gesellschaft sei durch Finanzzusagen "in beträchtlicher Höhe" gesichert, sagte Knox. Zu den Initiatoren gehören bisher mehr als 500 Unternehmen, Dienstleister, Projektierer, weitere Kommanditisten der Husumer Messegesellschaft, die Arge Netz mit mehr als 220 Gesellschaftern sowie der Bundesverband Windenergie. Katharina Knox hat bereits auf internationaler Ebene Kontakt zu Ausstellern aufgenommen, die die Initiative unterstützen würden. Morgen, wenn Ministerpräsident Torsten Albig zum Sommerempfang der Industrie- und Handelskammer im Nordsee-Congress-Centrum in Husum erwartet wird, stehen Katharina Knox und weitere Initiatoren bereit, um Albig über ihre Päne zu informieren. "Die Politik - auch ein Landesvater - kann den Wandel einer Pionier-Branche zu einer globalen Industrie nicht verhindern. Die großen Anlagenhersteller bevorzugen Hamburg als Standort für die internationale Leitmesse. In Husum werden diese künftig ab 2015 die Entscheider des deutschen Raums treffen und das bekannte Husumflair genießen", kommentierte Messe-Chef Becker die geplante Aktion. "Wir suchen den Dialog mit unserer Gesellschafterin Frau Knox. Grundsätzlich haben wir beide das Wohl des Messestandortes im Sinn. Wir nehmen aber vor allem eine erneute Verunsicherung unserer Kunden wahr, die über die Einigung sehr erleichtert sind. Unser Ziel ist es, wieder Vertrauen in den Standort zu schaffen, 2015 eine Qualitätsmesse zu organisieren und alle Kräfte in der Region einzubeziehen." ZURÜCK ZU SUCHE

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21.06.13

Demonstration vor dem NCC - oder warten auf den Ministerpräsidenten

Kategorie: Politik Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Juni 2013 19:54 Geschrieben von Wolf

Schriftgröße:

Warten auf den Ministerpräsidenten

D I E L ETZTE M ES S E I S T N O C H N I C H T G ES U N G EN Demonstration vor dem NCC - oder warten auf den Ministerpräsidenten Knapp vierzig Demonstranten hatten sich vor dem NordseeCongressCentrum (NCC) eingefunden, um ihre Forderungen für den Erhalt der WindEnergy 2014 in Husum zu unterstreichen. Messechef Peter Becker kam mit der Zusage, dass Ministerpräsident Albig vorbeischauen würde. Katharina Knox, die Frau an der Spitze der Demo, forderte ihre Mitstreiter dann auch auf: „Stürzt Euch mit Euren Fragen auf ihn, wenn er kommt!“. Albig wurde im NCC zum Sommerfest der IHK erwartet. Um 18.45 Uhr hatte das Warten ein Ende: Katharina Knox löste die Versammlung auf. „Der Ministerpräsident wusste von uns und unserem Zeitfenster. Wenn er jetzt noch etwas wissen möchte, kann er ja anrufen“, sagte sie im Anschluss. Grund der Demonstration war es, zu unterstreichen, dass es ohne die WindEnergy Messe für die Messegesellschaft keine Zukunft gebe. So habe die Messe 2012 eine Wertschöpfung von 15 Millionen Euro für die Region generiert. Man befürchte jetzt einen Verlust bei den Steuereinnahmen der Stadt und eine Schwächung des Wirtschaftsstandortes Husum. Die „Initiative WindEnergy 2014 in Husum“ sieht im Umzug der Messe nach Hamburg außerdem eine Stärkung der Industrie und eine Schwächung des Mittelstandes. „Das wollen wir nicht hinnehmen. Wir werden alles daran setzen, Letzte Instruktionen die Messe 2014 nach Husum zu holen. Die große Mehrheit der Windenergiebranche will am bewährten Messekonzept festhalten. Es ist die Leitmesse für den Mittelstand und den bedeutenden Branchenverbänden“, ist sich Katharina Knox sicher. „Es gibt noch keine unterschriebenen Verträge, deshalb lohnt sich der Kampf noch.“ Vielleicht bringt die Gesellschafterversammlung der Messegesellschaft noch eine Annäherung. Wenn nicht, soll danach entschieden werden, ob eine neue Messegesellschaft gegründet werden soll, mit dem Ziel, die Leitmesse WindEnergy nach Husum zu holen. Wolfgang Claussen

www.nordfriesen.info/index.php/politik/636-demonstration-vor-dem-ncc-oder-warten-auf-den-ministerpraesidenten?tmpl=component&print=1&layout=default…

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die tageszeitung vom 22.06.2013

Autor:

SMV

Gattung:

Tageszeitung

Seite: Ressort:

42 Nord Aktuell

Nummer: Auflage:

10137 73.144 (gedruckt) 56.518 (verkauft) 58.045 (verbreitet)

Rubrik: Ausgabe:

taz Nord taz Nord

Reichweite:

0,35 (in Mio.)

Weblink:

http://www.taz.de/pt/2013/06/22/a0244.nf/text

„Untragbarer Kompromiss“ WINDMESSESTREIT Das kann eine, wie es im Diplomatendeutsch hieße, „offene Debatte“ werden am Dienstagabend auf der Gesellschafterversammlung der Husum Messe & Congress GmbH. Auch deren Geschäftsführer Peter Becker geht davon aus, „dass vorbehaltlos über die Zukunftsstrategie der Messe gesprochen wird“. Klingt nach Windstärke zehn am Mikro. Die Beilegung des Streits zwischen Husum und Hamburg über die Ausrichtung der weltweit bedeutendsten Windkraftmesse steht auf der Tagesordnung der nicht öffentlichen Versammlung, zu der rund 100 Gesellschafter erwartet werden. Teil des Einigungsvertrages mit Wörter: Urheberinformation: © 2013 PMG Presse-Monitor GmbH

der Hamburg Messe und Congress ist, dass die – große – internationale Leitmesse nach 25 Jahren in Husum ab 2014 in den geraden Jahren in Hamburg veranstaltet wird. Die nordfriesische Kreisstadt beschränkt sich ab 2015 in den ungeraden Jahren auf eine – kleinere – nationale Messe. Für die Erstauflage rechnet Husum mit 500 bis 600 Ausstellern, das entspräche dem Niveau von 2007. Und eben das gefällt nicht allen. So fürchten mehrere Gesellschafter unter Führung der Husumer Versicherungsmaklerin Katharina Knox, dass die Messegesellschaft „nicht wirtschaftlich überlebensfähig bleibt“. Deshalb müsse,

246 TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH

„um einer Insolvenz vorzubeugen, die geordnete Auflösung“ eingeleitet werden. Und weil die mit Hamburg getroffene „Kompromisslösung nicht tragbar ist“, haben Knox und weitere Kommanditisten die „Initiative Wind-Energy 2014“ gegründet. Diese will den Verbleib der Messe an der Nordsee durchsetzen, eine zeitgleiche Offshore-Spezialmesse in Hamburg „tolerieren“ und zudem 2015 eine „internationale Industriemesse mit Windenergie in Hannover“ veranstalten. Das kann stürmisch werden am Dienstagabend in Husum. In Böen vielleicht sogar bis Windstärke zwölf. SMV


Kampf um die Messe  
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