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PORTFOLIO

M.A. Karsten Littau • Juli 2018


M.A. Karsten Littau Portfolio Juli 2018

INHALT


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Ho-Chi-Minh City 2030 (MA) Seite 8

Wo h n - u n d G e s c h ä f t s h a u s i n M ü n c h e n Seite 16

kleines Musuem für den DGzRS in Neuharlingersiel (BA) Seite 20

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modulares Studentenwohnheim

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Lamellenstecklampe

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S q u a s h - P o n g - Te x t i l b e t o n p l a t t e

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Seite 28

Seite 30


Ho-Chi-Minh City 2030

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1 Ho Chi Minh City 2030

Weltweit schreitet die Verstädterung voran. Bis 2050 wird zweidrittel der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten leben. Das entspricht einem Zuwachs in den urbanen Ballungsräumen um 2,5 Milliarden Menschen. Die Vereinten Nationen betonen, dass die Stadtentwicklung mit dem Wachstum der Bevölkerung Schritt halten müsse. Handlungsbedarf bestehe im Wohnungsbau, bei Infrastruktur, Transport, Energieversorgung, Jobs, Gesundheitsfürsorge und Bildungswesen. Auch Ho-Chi-Minh City ist von dieser Entwicklung betroffen.

[M.A.]

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Ho-Chi-Minh City 2030

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Ho-Chi-Minh City 2030

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grün: informelle Gebiete dunkelrot: bis zu 105.000 Ew/Qkm

die Stadt

Ho-Chi-Minh City ist mit seinen 8,6 millionen Einwohnern die größte Stadt Vietnams. Bis 2020 wird die Bevölkerung die Zehn-Millionen-Marke überschreiten. Die Organisation des rasanten städtischen Wachstums mit den Aufgaben der Wohnungsversorgung, Infrastruktur- sowie Gewerbe- und Industrieentwicklung vollzieht sich jedoch im Kontext unzureichender politischer Instrumente. Die negativen Folgen einer wenig nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung während der vergangenen Jahrzehnte werden immer präsenter. Diese Arbeit überprüft einen möglichen Eingriff in den hochverdichtete Stadtraum im teilweise informell gewachsenen

District 4 im Rahmen des geplanten Ausbaus der U-Bahn. Auf einer Fläche von ca. 10.000 m2 ist das Stadtgewebe zu entnehmen. Die Restrukturierung bietet Chancen und Möglichkeiten den Raum zu füllen und urbane Qualitäten auszubilden. Im Rahmen der Aufgabe soll ein städtebauliches Konzept erarbeitet sowie ein Stadtbaustein gestaltet werden, welcher identitätsstiftend wirkt, und die vietnamesische (Bau)-Kultur einbezieht. Das Konzept soll durch seine Mischnutzung zu einem Knotenpunkt und einem Ort der Begegnung werden. Folgende Nutzungen sollen Berücksichtigung finden: Transport, Gewerbe, Bildung, Wohnen.

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Ho-Chi-Minh City 2030

der Ort Gesäumt von teils informeller Röhrenhausbebauung als auch von rudimetären Wohn- und Gewerbegebäuden, bildet die Kreuzung zarghafte Züge städtischen Raumes aus. Eine Gliederung des öffentlichen Raumes gibt es jedoch nicht. Das Leben findet unmittelbar auf der Straße statt, was bedeutet, dass auch Verkehrsregeln auf ein Minimum reduziert sind. Lärm, Staub, Hitze, und Niederschlag sind zusätzliche Fakoren, welche das Leben der Menschen maßgebend beeinflussen. Die Enge des Freiraumprofils trägt zu Hitzestau und Smog bei. Öffentlicher Raum, wenn auch durch Vegetation aufgewertet, bietet wenig Aufenthaltsqualität. Die Infrastruktur beschränkt sich großteils auf den Individualverkehr. Lediglich eine Buslinie, von Süden kommend, bildet den öffentlichen Nahverkehr.

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Ho-Chi-Minh City 2030

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Konzept

Auf einer Fläche von ca. 120m x 120m wird die Stadtstruktur entnommen. Durch die Implementierung der U-Bahn wird ein wichtiger Schritt in Richtung Zentralität eingeleitet. Je mehr Menschen diesen Ort besuchen, desto stärker wächst die Bedeutung für diesen. Der Verlauf der U-Bahnlinie sieht die Anordnung der Station unterhalb der Straße vor. Die Ausgänge befinden sich am nördlichen sowie südlichen Punkt des zu beplanenden Gebietes. Durch

Bestand Struktur

die Straßenkreuzung wird der Ort räumlich in drei Teile getrennt. Im Zentrum fasst öffentliche Fläche auf jedem Drittel das Gebiet zusammen. Es entstehen Orte von ganz unterschiedlicher Qualität: Im Südwesten führt durch das Anlegen von Park und Grünflächen sowie die Wiederherstellung des Baumbestandes einerseits zur Verbesserung der Luftqualität, andererseits zum Schaffen von beschatteten Aufenthaltsorten, welche unmittelbar an eine Wohnnutzung

Negativfaktoren Hitzestau Smog Überflutung keine Zentralität geringe Zugänglichkeit geringe bauliche Diversität keine Adaptierbarkeit Nutzung Wohnen Kleingewerbe

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Entnahme des Stadtgewebes


Ho-Chi-Minh City 2030

der Gebäude gekoppelt sind. Im östlichen Teil des Gebietes sorgt eine öffentliche Nutzung zusätzlich dafür, dass der Ort für möglichst viele und unterschiedliche Menschen zum Anlaufpunkt wird. Vorgesehen sind in diesem Teil des Planungsgebietes eine Schule sowie eine öffentliche Bibliothek, welche an den südlichen Ausgang der U-Bahnstation angegliedert ist. Auch hier dient der öffentliche Raum unterschützend zur Nutzung. Die freie Fläche kann als Veran-

Implementierung U-bahn

staltungsort für Zeremonien und Feste genutzt werden. Im oberen westlichen Drittel, welches durch das Entwurfskonzept weiterführend definiert wird, entsteht durch die Ausbildung eines Marktgebäudes ein wichtiger adaptierbarer Ort. Gleichzeitig wird die Interaktion der Menschen gestärkt. Für das städtebauliche als auch das Entwurfskonzept ist die Zugänglichkeit ein wichtiger Faktor der über den gesamten Entwurfsprozess berücksichtigt wurde.

Positivfaktoren Adaptierbarkeit Zugänglichkeit Interaktion Zentralität Diversität Nutzung Markt U-Bahn Wohnen Gewerbe Bildung Betreuung

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Restrukturierung der Bebauung


Ho-Chi-Minh City 2030

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Entwurf

Nach der Entnahme des Stadtgewebes wird die geschaffene Fläche mit einer neuen Clusterstruktur aufgefüllt. Die Größe der Baukörper orientiert sich dabei an der Umgebung, wagt es allerdings auch den kleinteiligen Maßstab zu verlassen und zu variieren, sodass Durchblicke, Blickbezüge und kleine Plätze entstehen. Die Ausrichtung der Kuben orientiert sich parallel zur Straße, ist in sich rechtwinklig und somit ausgleichend zur bestehenden Struktur. Um vor dem typischen Monsunregen und der starken Sonneneinstrahlung zu schützen, wird das Erdgeschoss zurückgezogen. Die Elementierung der Tragstruktur, erlaubt nicht nur eine größtmögliche Vorfertigung sondern fördert gleichermaßen die Durchlässigkeit der Gebäude sowie die Adaptierbarkeit und Flexibilität der

Struktur. Um einen baulichen Hochwasserschutz zu gewährleisten wird das Gebäudeensemble auf ein Podest gehoben, welches umlaufend von Sitzstufen aufgewertet wird. Auf Grund der klimatischen Bedingungen findet eine durchlässige, klimaregulierende Hülle Verwendung. Im letzten Schritt wird das Obergeschoss durch Podestebenen zusammengeführt. Freitreppen im Außen- aber auch Innenbereich sind hierfür angelegt. Der Eingang der U-Bahnstation befindet sich unmittelbar straßen- und platzseitig und wird durch eine große, gewendelte Freitreppe ein Szene gesetzt. Durch ihren Verlauf werden Fahrgäste ohne Umwege vom Platz oder einer eventuellen Bushaltestelle vor dem Gebäude in die eigentlilche Station geleitet.

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Sattlerquartier

2 Sattlerquartier M.A. Karsten Littau Portfolio Juli 2018

Wohnen und Arbeiten in MĂźnchen

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Sattlerquartier

Aufgabe Auf dem ca. 22.750 qm großen Baugrundstück zwischen Fürstenfelder Straße, Sattlerstraße und Färbergraben in der Innenstadt Münchens soll ein Stadtbaustein entstehen, welcher die in die Jahre gekommene City Parkgarage ersetzen soll. Der Entwurf soll sich in den städtebaulichen Kontext der Münchner Innenstadt einfügen und unterschiedliche Nutzungen, darunter Einkaufen/ Handel, Büro/Dienstleistung, Kultur/Freizeit und Wohnen unter einem Dach vereinen.

Entwurf Der Entwurf gliedert sich in zwei Baukörper, welche die Fluchten des Straßenraumes aufnehmen. In Anlehnung an das mittelalterliche Stadtbild entstehen auf diese Weise drei in Größe und Form unterschiedliche Plätze. Die Gebäudekanten weichen zu diesen Plätzen zurück um Blickbezüge zu schaffen und zu leiten. Durchgesteckte Atrien sorgen im Inneren der Gebäude für Belichtung und räumliche Spannung. Die Maisonettewohnungen in den obersten zwei Geschossen werden über einen Innenhof erschlossen. Die sich zurückhaltende Muschelkalkfassade gliedert die Fassade und fügt sich in das Stadtbild ein.

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Sattlerquartier

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Sattlerquartier

4.OG Wohnen

2. OG Büro

EG Gewerbe

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kleines Musuem fĂźr den DGzRS in Neuharlingersiel

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3 kleines Museum fĂźr den DGzRS in Neuharlingersiel [B.A.]

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kleines Musuem für den DGzRS in Neuharlingersiel

Aufgabe Im niedersächsischen Ort Neuharlingersiel soll das bestehende Museum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ersetzt werden. Die Gestaltung des Gebäudes soll dem Ort, unmittelbar zwischen Hafen und Strand entsprechen, was nicht vordergründig `maritimes` bedeutet, sondern sich auf die gestalterische Auseinandersetzung mit den unmittelbaren Prägungen des Ortes, seiner Gebäude, der Landschaft und der Menschen dieser Region bezieht. Auf Hafenniveau sind auf

einer Fläche von ca. 200 qm ein kleines Museum für ein historische Rettungsboot (ca. 8x2,5m), ergänzende Utensilien in Vitrinen und bildliche Darstellungen zur Geschichte der DGzRS, ein kleines Büro von 12 qm und ein Foyer mit Garderobe und Toilette zu planen. Zusätzlich sind vier bis sechs von außen zugängliche Unterstellboxen von etwa 2x2m für Fischfangutensilien der ortsansässigen Fischer vorzusehen. Im Obergeschoss auf Ebene des Strandweges ist ein kleines Bistro

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mit Terrasse, Küche und Lagerräumen, Eingang und Toiletten vorzusehen, das sowohl vom Strand, eventuell über einen Steg von der Deichkrone, als auch aus dem Museum direkt zugänglich sein soll. Dieser Gastraum wird auch gelegentlich als Clubraum für Segler benutzt, die ihre Liegeplätze im Hafen haben. Die Größe des Cafés kann Entwurfsabhängig variieren, sollte jedoch circa 40 Plätz im Gastraum und auf der Terrasse ermöglichen.


kleines Musuem für den DGzRS in Neuharlingersiel

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Dachaufsicht Terrasse

Obergeschoss Café

Erdgeschoss Museum

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kleines Musuem für den DGzRS in Neuharlingersiel

Entwurf Die abgeschnittene ovale Grundrissgeometrie als Anlehnung an die Form eines Schiffrumpfes bildet den Kern des gestalterischen Konzepts. Bug und Heck eines Schiffes wurden adaptiert und abstrahiert. Um einen Bezug zwischen Innen- und Außenraum herzustellen, lassen diagonale Einschnitte die Anordnung der Treppen erkennen. Die schlitzartigen Fenster stellen ebenfalls ein maritimes Motiv dar und verleihen der Fassade eine zurückhal-

tende, dynamische aber gleichzeitig selbstbewusste Erscheinung. Die Linearität des Gebäudekörpers und die Anordnung der Räume im Inneren erzeugen eine klare Sichtachse, welche den Besucher auf das Rettungsboot, dem Hauptausstellungsstück, führt. Der Ausstellungsraum ist großzügig geplant und bietet nicht nur Platz für weitere Vitrinen und bildliche Darstellungen, sondern sorgt auch durch seine Zweigeschossigkeit und der vollflächigen,

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geneigten Glassfassade für ein Intensives Raumerlebnis. Ein Café im ersten Obergeschoss bietet dem Besucher die Möglichkeit die Aussicht auf den Hafen zu genießen oder die Ausstellung aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Als öffentlicher Aussichtspunkt dient die Dachterrasse, welche sowohl vom Deich als auch aus dem Café erschlossen werden kann und durch die Fassade windgeschützt ist.


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modulares Studentenwohnheim

4 modulares Studentenwohnheim

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modulares Studentenwohnheim

Aufgabe Die Stadt Oldenburg zählt mit seinen knapp 168.000 Einwohnern zu den vier größten Städten Niedersachsens. Im Jahr 2017 waren circa 17.500 Studenten an den Hochschulen der Stadt immatrikuliert. Der Zuzug sowie ein Anstieg der Mieten sorgt auch in Oldenburg dafür, dass sich die Wohnungssuche für Studenten immer schwieriger gestaltet. Das Studentenwerk Oldenburg vergibt derzeit 1.430 Wohnheimplätze. Auf dem Areal zwischen dem Campus Haarentor und

dem Campus Wechloy der Universität Oldenburg soll deshalb ein zusätzlicher Standort des Studentenwerks als Wohnheim entstehen. Das Gebiet im Westen der Stadt ist geprägt von kleinstädtischen Bebauungsstruckturen sowie dem Marschland entlang der Haaren. Rad- und Wanderwege führen durch die Landschaft. Der Entwurf soll zwischen den beiden Studienorten vermitteln und dabei auf die natürlichen Gegebenheiten des Ortes eingehen.

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modulares Studentenwohnheim

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Entwurf Die Teilung eines gleichseitigen Fünfecks dient als Grundlage für die polygonalen, elementierten Grundrissformen. Es entstehen modularer Wohnungen als Single, Zweier- und Dreierwohngemeinschaft. Die Privaträume, mit einer Größe von ca. 12qm, sind um den Wohn- und Essbereich organisiert. Um möglichst wenig Fläche zu versiegeln, werden die Baukörper mit Hilfe von Schraub-Pfahl-Fundamenten aufgeständert. Die Größe der einzelnen Bauteile richtet sich nach der maximal zulässigen Gesamthöhe von vier Metern eines LKW um einen genehmigungsfreien Transport und somit einen schnellen Bau der Anlage zu gewährleisten. Durch die Gruppierung von mehreren Baukörpern entstehen räumlich komplexe Strukturen mit Hofcharakter, welche über einen Steg miteinander verbunden und erschlossen sind.

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modulares Studentenwohnheim

ul od rm m eie 1 q Zw . 5 ca

ul od m m e gl 4 q Sin . 2 ca

0

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ul od m m r eie 4 q Dr . 6 ca

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Lamellenstecklampe

5 Lamellenstecklampe 26


Lamellenstecklampe

Au s Poly st y rol g e f rä ste L amellen bilden da s Steck sy stem des Entw ur fs .

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Squash-Pong-Textilbetonplatte

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6 SquashPongTextilbetonplatte

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Squash-Pong-Textilbetonplatte

Auß enmaß e: 140 x 80 x 55 cm / Platte nstärke : 1, 5 cm / G e w icht: 40, 4 kg Mater ial: B a s altge webe Fe inbeton

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Squash-Pong-Textilbetonplatte

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