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Elite,Titel und Talente TAGEBUCH: STUDIUM IN PRINCETON Was haben Gott und Geld miteinander zu tun? Theologiestudent Jan Thomas Otte ging mit einem Stipendium für ein Jahr in die USA. An der Princeton University hat er zur Finanzkrise mit Professoren geforscht, Manager interviewt und war dem Mythos Princeton auf der Spur. TEXT & FOTOS: JAN THOMAS OTTE

arum nehmen Studenten den Kredit in Höhe eines Zwei-Familienhauses in Kauf, überstehen gar aussichtslose Auswahlverfahren und pauken vier Jahre um jeden Preis? »Wir kommen nach Harvard, Princeton oder Yale, weil diese Hochschulen uns die größten Chancen für die Zukunft bieten«, hört man Studenten immer wieder auf dem Campus sagen. Es wirkt so, als hätten sie das auswendig gelernt. Mehr als Smalltalks gibt es hier nicht auf die Schnelle, denn meistens beugen sich die Studenten über ihre Bücherberge in der großen Firestone-Bibliothek oder sie trainieren Bauch, Bizeps und Po, wenn sie nicht nebenher auf dem Laufband pauken. ‘Keine Zeit haben’, das zählt zum heimlichen Abkommen und dem erwarteten Ehrgeiz zwischen der Princeton University und ihren Studierenden. Dabei verlassen sie den Campus kaum, eigentlich nur zwei Mal: beim Betten beziehen am ersten Tag und der feierlichen Urkundenübergabe am Ende. Zwischendurch würden Eltern ihre Schützlinge nur schlafend zu Gesicht bekommen, sagen jüngere Semester. Ein Studium in Princeton ist wahrlich anstrengender als ein Erasmusjahr in Europa, wo eher das Kennenlernen von Land und Leuten im Vordergrund steht. Doch das Kontrastprogramm zwischen staatlichen Hochschulen in Deutschland und einer Eliteschule in den USA ist aufregend genug. Einmal pro Monat mit der Bahn nach NewYork zu fahren ist aber drin, nennen wir es Exkursion.

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Denn niemand macht in Princeton Dinge einfach so. Wie Theologiestudent Jan Thomas Otte seine ersten vier Wochen an der renommierten Hochschule erlebt hat, hat der 25-Jährige in seinem Tagebuch festgehalten. Woche 1: Willkommen – Prestige und Hort geistiger Elite Zwar ist Princeton nicht so steinalt wie seine Konkurrenz, Cambridge oder Oxford. Doch seine Gebäude sehen so aus. Besucher staunen nicht schlecht über die Namen, die es hier zu Ruhm und Ehre gebracht haben. Viele Intellektuelle haben in Princeton gelehrt, darunter Nobelpreisträger wie Albert Einstein oder Thomas Mann. Eine ganze Reihe ehemaliger (und zukünftiger?) US-Präsidenten tummeln sich unter den Alumni wie Woodrow Wilson, James Madison oder John F. Kennedy, der jedoch nach seinem ersten Jahr in Princeton wegen Gelbsucht exmatrikuliert wurde. Auch die First Lady der USA, Michelle Obama, hat hier in den 1980ern studiert. Ob Lernen, Lehren oder Forschen – Princeton kann sich sehen lassen. Sein Lebensgefühl erschließt sich aber erst auf den zweiten Blick. Zugegeben, die meisten Menschen nähern sich dem Mythos Princeton nur von außen, lassen sich von seinen Fassaden, Titeln und Talenten beeindrucken. Doch das Willkommen in der Ivy League sorgt durchaus für Gänsehaut: ‘Welcome to Princeton!’ So wurde auch Russell Crowe begrüßt, der im Film ‘A Be-

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autiful Mind’ den berühmten Mathematiker John Nash spielt. In den Campus-Gebäuden mit gotischen Ziegeln und Fenstern, Treppchen undTürmen kann man es aushalten – zumindest auf Zeit. Das schwüle Wetter macht es Neuankömmlingen einfacher, drinnen die Formalien zu Beginn zu erledigen. Ohne Klimaanlage kleben im Sommer selbst die Bücher zu. Für nahezu jeden Anlass im US-Workflow gibt es Formulare unterschiedlicher Couleur, die zwischen Studis, ihrem Advisor und Dean trotz PDF und Netzwerk ausgetauscht werden. Aller Anfang ist hier mühsamer als an einer Uni in Deutschland, die entgegen gängiger Vorteile weit weniger bürokratisch ist als in den USA. »Work hard, party hard«, meint die Sekretärin mit einem Schmunzeln, so dass man denken könnte: »Selbst Schuld, wenn man unbedingt hier her will.« Nebst Lehre und Forschung pflegen die Manager der Princeton University ihren guten Ruf auch in der Freizeit. »Bildung sei wichtig, Party aber ebenso«, weiß ein Pädagoge und erzählt angestrengt vom lebenslangen Lernen. Wer es hier geschafft hat, zeigt gerne, dass ihm dieses Lernen leicht von der Hand geht. Nach außen zumindest. Studenten flanieren lässig mit Poloshirt auf den Campus-Quadraten. Das orangene Princeton-Logo mit eingesticktem Monogramm und Hilfiger-Logo ist dabei gut platziert. Abends geht es in die IvyBars zwischen Winberries, Alchimist und Witherspoon zum After-Work-Cocktail. Für die Jüngeren auf dem College gibt es Feste wie die Schaumparty, bei der sich die ‘Freshmen’ – so heißen die Erstis hier – mit Rasierschaum einseifen. Wer in Princeton jedoch wilde Studentenpartys sucht, wird enttäuscht sein. Nur eine Hand voll Kneipen gibt es in der Kleinstadt New Jerseys. Dafür entschädigt der Kontakt zu Professoren auf Augenhöhe. Deshalb sei man ja auch hierher gekommen, heißt es. Die Villenviertel zwischen Wald, RuderSee und Campus haben sich reichere Geschäftsleute gesichert. Tagsüber arbeiten viele von ihnen an der Wall-Street im benachbarten


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»Wer die aufwändigen Aufnahmetests schafft und in Princeton angenommen wird, kann hier studieren, auch ohne Reichtümer zu besitzen.«

New York City. Anders als im Westen der USA hat die Wirtschaftskrise hier keine Spuren mit Zeltstädten oder leer stehenden Gebäuden hinterlassen. Abends begrüßt die Präsidentin die neuen Studis und Post-Docs aus aller Welt beim Dinner: »We are more than happy to have you.« Man habe schon auf sie gewartet, heißt es auch während einer Andacht in der University Chapel. In Deutschland ist so eine Begrüßung kaum vorstellbar. Woche 2: Lernen – Speed-Reading mit Koryphäen der Gelehrsamkeit In Princeton ist es keine Seltenheit, in den Genuss einer Vorlesung bei Berühmtheiten wie Star-Ökonom Paul Krugman oder dem Psychologe John Darley zu kommen. Dieser Schmelztiegel an Intellektuellen fasziniert: Gastwissenschaftler aus Harvard, Yale und Oxford geben vor Ort ihre Forschung zum Besten, ebenso Politiker und Manager, die man in Deutschland nur aus dem Fernsehen kennt. In Princetons Hallen gehen sie ein und aus. Beim Smalltalk sind ‘Papers’ das Stichwort Nummer Eins. Graduierte Studenten müssen rund 300 Seiten für eine Seminarsitzung durchpauken. Im verschulten Hochschulsystem der USA, in dem auch die mündliche Mitarbeit bewertet wird, scheint das notwendig zu sein. Allein der Drucker hat schon jetzt rund 500 Seiten verschlungen – doppelseitig. Das Blackboard im Netz sowie die Recherche-Tools der Uni-Bibliothek versorgen Wissensdurstige mit weiterem Material. Gelesen haben sollte man das bis morgen: »In Princeton kein Problem, sonst wären Sie ja nicht hier«, scherzt ein Professor. Die ‘Pre-cepts’, eine Mischung aus Kolloquium und Repititorium, bieten jede Menge Lesestoff. Die Klassen hier sind klein. Das Verhältnis Student zu Professor liegt meist bei weniger als 7:1. In den Vorlesungen sitzen maximal 40 Studenten. In Princeton geht also niemand in der Masse unter. Diese Exklusivität ist mit Pflichten verbunden, denn eigene Stellungnahmen werden verlangt, die Grundlage

für heftige Diskussionen liefern. 1905 erfand Präsident Woodrow Wilson diese Lernmethode. Eingefleischte Zuhörer einer deutschen Vorlesung müssen sich an diese Art der Wissensvermittlung erst gewöhnen. Was von außen wie ein Palast aussieht, ist das Fitnessstudio der Uni. Neue Lern-Muckis auf dem Laufband bilden? In Princeton kein Problem. Studis rinnen die Schweißperlen von der Stirn, während sie auf Trimmer, Rennrad oder Laufband um dieWette schwitzen. Gerüstet mit Trinkpulle und iPod, dem neuesten Buch aus der Bibliothek und der aktuellen Seminararbeit lautet die Devise: ‘Beim Sport keine Zeit verlieren’. Also gilt es, nicht nur die Muskeln, sondern auch die Gehirnzellen zu strapazieren. In Deutschland wäre dieser Effizienzdruck wohl streberhaft, das Sprechen von ‘Performance’ gar paranoid. In Princeton gilt es als äußerst sexy, das Buch aufs Armaturenbrett zu klemmen. Fast so wie das Kraulen um den Pokal unten in Princetons Pool oder das Frisby-Spiel in der Vorlesungspause, um die Freundin im Park zu beeindrucken. Auch in Princetons Uni-Bibliothek scheint der Durchschnitt nicht das Maß aller Dinge zu sein. Bis weit nach Mitternacht stecken Studis ihre Köpfe in die neuesten Bücher. Manchmal tappen sie auf sechs Stockwerken zwischen mehr als zwölf Millionen Titeln im Dunkeln, wenn im Keller wieder mal die Sicherung durchgebrannt ist. Auch das kommt im beschaulichen Princeton vor: sich zu verlaufen und in der Masse an Literatur unterzugehen. Ob auf Arabisch, Chinesisch oder Isländisch. Die wichtigsten Publikationen aller Herren Länder stehen im Regal – in Originalsprache. Deutschsprachige Rücken sind zahlreich vorhanden. Nur der Vatikan und die Kongressbibliothek der USA besitzen mehr Bücher. Die Studierenden aus rund 80 Ländern wissen das an Princeton zu schätzen. Rund 20 Prozent Ausländer machen hier ihren Abschluss. Um mit‘magna cum laude’ zu bestehen, will die Uni ihre Absolventen nicht nur fordern, sondern auch fördern. Typisch für Princeton: »Bei

uns wird es nicht gern gesehen, dass jemand scheitert«, sagt einer der Professoren. Von Gewichtsproblemen über Lernprobleme bis zu Beziehungsstress kümmern sich Pädagogen und Psychologen um das Wohl der Studenten. Und auch die Dozenten nehmen Anteil und sorgen sich um ihre Schützlinge. Unter anderem dafür verdient ein Professor in Princeton im Schnitt 250.000 Dollar im Jahr. Woche 3: Forschen – Mit 17 Milliarden Dollar in der ersten Liga spielen Das Leben auf dem Campus einer Elite-Uni kennen viele nur aus Filmen oder Romanen. Zumindest eins glaubt man allerdings zu wissen: »Das können sich nur diejenigen leisten, deren Eltern eine Million auf dem Konto haben«, hört man in Deutschland wie in den USA. Bis zu 50.000 US-Dollar muss man für ein Jahr in Princeton an Studiengebühren auf den Tisch legen. Die Miete fürs Wohnheim, Essen, Trinken und Spaßkosten sind in diesem ‘Eigenanteil’ inbegriffen. Es fehlt nur die Zeit, dieses Leben auch zu genießen. Wer die enorm aufwändigen Aufnahmetests jedoch schafft und in Princeton angenommen wird, kann hier studieren, auch ohne Reichtümer zu besitzen. Denn begabte Studenten bekommen hauseigene Stipendien. 17 Milliarden US-Dollar Vermögen in eigener Stiftung fördern intellektuelle ‘High Potentials’. Das System funktioniert seit 250 Jahren: »Die einen bringen das Geld, die anderen das intellektuelle Kapital«, sagt auch die Präsidentin der Uni. Bei 7.500 Studenten stehen theoretisch für jeden rund zwei Millionen USDollar zur Verfügung. Die Zinsen werden in sicheren Anlagen gemanagt, gezockt wurde an der Börse wenig. Mit außerordentlichen Kapitalerträgen deckt die Top-Universität ihre laufenden Kosten. Bisher ging die Rechnung auf, weil viele Absolventen schon im dritten Jahr an derWall Street ihre erste Million kassierten. Das war allerdings vor der Krise. Hinzu kommt eine weitere Einnahmequelle, die für deutsche Hochschulen so schnell nicht sprudeln wird: Zuwendungen der Alumni-Verbände mit voluminösen Einzelspenden von Ehemaligen, die heute im großen Geld schwimmen. ➔

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»Es gebe nur zwei Wege, Princeton zu verlassen: Man wird berühmt oder reich nach dem Motto ‘You learn, earn, and will give back’«

Die acht mit Lorbeeren bekränzten‘Ivy League’Hochschulen, wo Professoren deutlich mehr verdienen als C4-Beamte, sind jedoch eine weltweite Ausnahme. Sie decken nur fünf Prozent des akademischen Bedarfs der USA ab. Insbesondere staatliche Provinz-Unis im mittleren Westen hoffen ihrerseits – allerdings oft vergeblich – auf mehr Studierende, fortschrittliche Entdeckungen oder gar den ersten Nobelpreisträger aus dem eigenen Hause. Denn der gute Ruf spielt im amerikanischen Hochschulmarketing eine große Rolle und Absolventen der High School kaufen sich vor ihrer Bewerbung das Buch‘America’s Best Universities’. Unter denTop Ten der besten Unis tummeln sich jedoch nur private Hochschulen. Die Elitekaderschmieden Harvard und Princeton teilen sich die Goldmedaille in den führenden Rankings – weltweit. Doch auch im universitären Olymp ist die Konkurrenz zwischen den amerikanischen Eliteschulen groß. Sich auf den Lorbeeren auszuruhen könnte einen Rückstand bedeuten. Daher zählen ebenso die Details neben dem Uni-Wappen, das bescheidene Hochschulleben neben dem Lernmarathon. Woche 4: Netzwerken – Gott und die Welt auf dem Campus A-Capella-Bands und Eating-Clubs sind Besonderheiten, mit denen sich Princeton von anderen Top-Unis unterscheiden will. Kleine Chöre zeigen, was sie neben der akademischen Wissenschaft auf dem Kasten haben. Die ‘Princeton-Nassoons’ beispielsweise singen im Regen nachts um halb Elf unterm Gewölbe der Blair Arches, auch bekannt aus dem Film ‘Batman Begins’. Ob Bermuda oder Brasilien, als Botschafter der ältesten A-Capella-Combo in den USA trällern sie ihre Lieder rund um den Globus – auch in Bayern sind die Sänger schon gewesen. Mit dem ‘Tiger Town Blues’ besingen sie das Maskottchen von Princeton, den Tiger. ‘Old Nassau’ heißt die Uni-Hymne. Die Farben der Hochschule, sattes Schwarz mit kräftigem Orange im Tiger-Look, prangen auf den Krawatten der jungen Herren im Smoking. Insgesamt sieben A-Capella-Gruppen sind so etwas

wie Princetons eigentümliche Studentenverbindungen. Gleichfalls strikt geht es in den Dutzenden von Eating-Clubs wie dem Ivy-Club zu, in dem bis heute in einem elitären Zirkel gespeist wird. Rein kommt in diese Kreise nur, wer vorgeschlagen und von allen ohne Veto akzeptiert wird. ‘No girl in town’ heißt es in einem anderen selbst komponierten Lied: Das erinnert an frühere Zeiten, denn bis in die 1970er Jahre waren Frauen im damals konservativchristlich geprägten Ort nicht zugelassen. Hannah Arendt war die erste Frau mit Professur in Princeton und verbrachte ein Semester hier. Bei so viel Wissenschaft scheint die Gründung Princetons aus christlichen Motiven fast vergessen. Doch das Logo erinnert daran: Unterm schwarz-gelben Schild steht geschrieben: ‘Dei sub numine viget’ – ‘Unter Gottes Licht läuft es’. Denn die Alma Mater von Princeton wurde als Kontrast zu staatlichen US-Unis gegründet, die ihrem Religionsverständnis nach zu liberal waren. Selbst die neu-gotische Uni-Kirche wurde im Neubau höher errichtet als die weltliche Bibliothek, die einen Stock in den Keller weichen musste. Zudem wird dem religiösen Leben in Princeton mit ‘Fellowships’ unterschiedlicher Konfessionem viel Raum gegeben. Das hat aber nicht nur etwas mit frommen Wünschen, sondern auch amerikanischem Stolz zu tun. Ähnlich wie in Heidelberg, der ältesten Universität Deutschlands, finden sich auch in Princeton die Namen vieler edler Stifter. Ihre Gravuren stehen auf Gullideckeln, Parkbänken und Buchrücken. Jede Professur, jedes Gebäude und jedes Stipendium trägt einen bestimmten Namen. Und es kommen laufend neue hinzu, denn: »Das Stiftungskapital der Uni ist hochmobil, will immer wieder neu erworben werden«, sagt der Princetoner Investment-Chef. Als Absolventen einer Elite-Universität haben Princetonians gewisse Ansprüche an ihre Karriere, worunter man im Karrierecenter ‘Nachhaltigkeit’ versteht. Besonders kompetitive Unternehmen wie McKinsey oder die Boston

Consulting Group wetteifern auf den CampusKarrieremessen um die besten Köpfe. Sie locken mit hohen Einstiegsgehältern, von denen wiederum die Uni profitiert. Denn es gebe nur zwei Wege, Princeton zu verlassen: Man wird berühmt oder reich nach dem Motto ‘You learn, earn, and will give back’. Trotz ihrer Pole Position ist die Princeton University insgesamt jedoch am Boden geblieben. Auch hier bekommen Professoren mal Powerpoint-Präsentationen nicht gestartet, die Sekretärin ist nicht immer freundlich, Studenten kommen (manchmal) zu spät zum Unterricht, weil sie mit dem Laptop in der Sonne die Zeit vergessen haben, und selbst in der LuxusMensa kleben Krümel am Boden. ■

IVY LEAGUE Die acht ‘Ivy League-Unis’ sehen sich gerne als die Besten der Besten. Und das wird auch gerne bestätigt: »Bildungstempel wie aus einem Bilderbuch« schreibt beispielsweise die Deutsche Presse-Agentur und in den internationalen Rankings logiert die Princeton University zusammen mit ihrer Konkurrenz aus Harvard auf den ersten Plätzen. Dabei hat der Name ‘Ivy League’ eigentlich weniger mit Bildung als viel mehr mit Sport zu tun: Er bezeichnet einem Verband, in dem Football gespielt wird – in den USA natürlich mit der Hand, nicht mit dem Fuß. 1933 schrieb Stanley Woodward über die ‘Efeu-Schulen’ und hat damit diesen Namen geprägt. Die Ivy-Unis gehören nicht nur zu den besten Schulen, sondern auch zu den ältesten Lehrgebäuden in den USA. Gegründet vor dem US-Bürgerkrieg (1861 bis 1865) sind Gemäuer wie in Princeton, wie es der Name der Liga schon sagt, vielfach mit Efeu bewachsen. Fromme Puritaner und Presbyterianer bauten die Ivy-Unis im 19. Jahrhundert, zuerst als Theologisches Seminar, später als eine Gesamtuniversität wie Heidelberg als erste deutsche Uni vor rund 600 Jahren. Den Theologen freut es, dass die Bildungstempel nur so hoch gebaut worden sind wie die Gotteshäuser auf dem Campus. Als konservativste Ivy-Hochschule trotzt Princeton liberaler Bildung mit der größten Uni-Kathedrale der USA, die nach einem Brand in den 1960ern wieder aufgebaut wurde.


St. Gallen Symposium 2008

Global Capitalism – Local Values St. Gallen Wings of Excellence Award 2008 38th St. Gallen Symposium University of St. Gallen, Switzerland 15–17 May 2008 St. Gallen Wings of Excellence Award

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24.07.2007

Dieser Artikel ist Teil einer Serie.

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McKinsey: Passion Wanted: Ei e-fellow Thomas (23) studiert Evangelische Theologie, Psychologie und Journalistik an der Uni Heidelberg. Ende Juni 2007 nahm er am Passion Wanted Event "Potential entfalten" teil, das in Krems an der Donau (Österreich) in der Weinregion Wachau stattfand. McKinsey und Wein sind nicht nur nach Feierabend ein gemeinsames Thema. Warum das so ist, berichtet Thomas. Mit einem Weinfass auf knallig rotem Hintergrund warb McKinsey auf einem großen Poster in der Mensa für einen Workshop rund um das Thema Wein. Das Fass war mit "Wir" betitelt, sein edler Inhalt, dem das Fass Raum zur weiteren Reife gibt, mit "Sie". Die Besten des Jahrgangs waren hier gemeint – wohl nicht nur beim Wein. Geschmeichelt von diesem Prädikat, stand meiner Bewerbung nichts mehr im Wege. Wenige Tage später kam eine E-Mail: Willkommen! Auch ein guter Wein braucht also gute – auch junge Berater. Die sollen für den edlen Rebensaft Strategien entwickeln, damit seine Marke Premium wird und sein Umsatz steigt. Unter dem Motto "Potenzial entfalten" lernten wir als Studierende und Doktoranden aus ganz Deutschland die tägliche Arbeit eines Beraters kennen. Mit einer realen Fallstudie aus dem Weingeschäft.

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Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe Die manchmal doch graue Theorie an der Uni und der heimische Bücherberg von der letzten Seminararbeit durften mal zuhause bleiben. Ich war neugierig auf die praktische und konkrete Fallstudie aus dem Alltag eines Beraters. Zudem wollte ich McKinsey mal persönlich kennen lernen und schauen, was dahinter steckt. Auch mit dem Hintergedanken, ob ein Job als Unternehmensberater neben einer akademischen Laufbahn für mich in Frage kommt. Es war auch eine gute Gelegenheit, um Optionen für ein mögliches Praktikum auszuloten. All das waren gute Gründe, nach Österreich zu fliegen. Von Theologie bis Teilchenphysik Bereits auf dem Flug von Frankfurt nach Wien lernte ich einige Kommilitonen kennen. Denn die waren durch ihren Reiseführer der Wachau und Namensschilder leicht zu erkennen. Die meisten Leuten waren auf Anhieb sehr unkompliziert, manche noch etwas stiller. Beim ersten Beschnuppern wurde schon bald klar: Viele der Anwesenden studieren Wirtschaftswissenschaften, einige Jura oder Naturwissenschaften. Ein paar Exoten saßen aber auch mit im Flugzeug. Zum Beispiel ein Literaturwissenschaftler und ein Theologe, wie ich es bin. Diese bunte Truppe sämtlicher Fachrichtungen sorgte für eine positive Spannung und interessante Diskussionen, die auch über McKinsey und Weindepots hinaus gingen. Zum Beispiel: Welche Vorteile bietet eine Herdplatte mit Induktionsschleife? Warum hat Gott die Erde in sieben Tagen erschaffen? Und was hältst du vom "Bürgergeld"? Ab ins kalte Wasser, warmer Wein kam später

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Während der viertägigen Veranstaltung beschäftigten wir uns in kleinen Teams wesentlich mit zwei Fragen, die mit der aktuellen Situation des Weinguts verbunden waren: Wie und durch welche Vertriebsstrategien kann das Unternehmen weiter wachsen und seinen Gewinn steigern? Wo gibt es Verbesserungspotenziale im Marketing? Im Team entwickelten wir dafür kreative Lösungen zur Markenpositionierung und Umsatzsteigerung. Unterstützt wurden wir dabei von erfahrenen Beratern. Die aber hielten sich mehr im Hintergrund – wir sollten das erst mal alleine lösen. Was ein Berater mitbringen muss Umso interessanter war es, unsere vorläufigen Ergebnisse und die Umsetzungsmöglichkeiten mit den Beratern von McKinsey zu diskutieren: Wie macht ihr das normalerweise? Was haltet ihr von dem Vorschlag? Anschließend wurden die Ergebnisse der Geschäftsführung des Weinguts präsentiert. Auch gab es ausreichend Gelegenheit, sich länger mit den Beratern über McKinsey und die Branche allgemein zu unterhalten. Während der Abendessen, den Busfahrten und Spaziergängen vom Hotel zu den Arbeitsräumen. Frank Mattern, Deutschland-Chef von McKinsey, war ebenfalls einen Abend zu Besuch und erklärte, warum Recruiting bei McKinsey so wichtig sei und was ein neuer Berater mitbringen müsse, um erfolgreich zu sein. Work hard - party hard Kurz und präzise lautet die Devise etwa so: "work hard, party hard". Mit letzteren ging es in den Abendstunden weiter. Beim Rahmenprogramm des Workshops war Wein ebenfalls Thema. Bei einer Weinprobe wurden auch studentische Biertrinker zu Kennern diverser Rebsorten. Und auf einer Schnitzeljagd erkundeten wir die Weinregion Wachau näher. Zum Abschluss gab es ein Buffet über den Dächern und Weinbergen Wiens. Mein persönliches Fazit Der Workshop hat in entspannter Atmosphäre eine hervorragende Chance geboten, mehr über McKinsey und die Köpfe, die es lenken, zu erfahren. Natürlich verlief so eine Veranstaltung nicht ohne Werbeblöcke. Aber die Berater vor Ort standen selbstkritischen Fragen zum Berateralltag Rede und Antwort. Ich habe auch einige Denkanstöße mit nach Hause genommen, wie man Probleme zwischen Marke und Umsatz in Zukunft einfacher lösen kann. Ich kann jedem empfehlen, der später "mal was mit Unternehmensberatung machen" möchte, sich für ein "Passion Wanted"-Event zu bewerben. Hier kann man seine Zukunftspläne konkretisieren und dabei noch nette und engagierte Leute treffen, die etwas aus ihrem Leben machen.

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30.07.2007 19:25


Wegweiser Preis

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Ein Gewinn für Dein Leben

Der LBS Wegweiser-Preis für Nachwuchsjournalisten Der LBS Wegweiser-Preis für Nachwuchsjournalisten wird alljährlich zu Beginn eines neuen Schuljahres ausgelobt und im April des Folgejahres, im Rahmen einer Festveranstaltung, feierlich überreicht. Annahmeschluss der einzureichenden Arbeiten war der 31. Januar 2009. Die schiere Menge und die verblüffend hohe Qualität der eingereichten Beiträge machte der Jury die Arbeit nicht einfach. Sie hat ihr Urteil nun gefällt. The winners are: Mario Arnold, Köln Carolin Berendes, Engelskirchen Jan Philipp Burgard, Iserlohn Lara Fritzsche, Köln Anne-Kathrin Gerstlauer, Mechernich Katja Görg, Türkenfeld Laura Greiser, Solingen Lea Hartwich, Iserlohn Gesa Lehrmann, Hannover Rick Noack, Dresden Markus Noldes, Moormerland Jan Thomas Otte, Porta Westfalica Cornelius Pollmer, München Michelle Ritterbusch, Eckernförde Stefanie Rubner, Nürnberg Lukas Sabatin, Bielefeld Moritz Silzer, Böblingen Alexandra Spürk, Köln Katrin Werner, München Vanessa Wormer, Ubstadt-Weiher Wir gratulieren den Gewinnern des LBS Wegweiser-Preises für Nachwuchsjournalisten 2009 sehr herzlich! Alle zwanzig Preisträger, die am 13. März 2009 bei der feierlichen Festveranstaltung in Münster mit dem LBS Wegweiser-Preis für Nachwuchsjournalisten ausgezeichnet werden und im April am Journalismus-Coaching in Berlin teilnehmen dürfen, werden jetzt schriftlich benachrichtigt. Die drei Hauptgewinner unter den zwanzig Preisträgern werden während der Preisverleihung am 13. März 2009 in Münster bekannt gegeben, die Überreichung der drei Hauptpreise soll eine Überraschung sein! Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen, die den Mut hatten, sich um einen ersten Journalistenpreis zu bewerben, und zwar ausdrücklich auch bei allen denjenigen, die dieses Mal noch nicht unter den Gewinnern sind. Und wir möchten sie ermuntern, sich erneut mit einem Beitrag um einen Journalistenpreis für Nachwuchsjournalisten zu bewerben! Denn die meisten Beiträge waren von so hoher Qualität, dass sich eine Teilnahme in jedem Fall lohnen wird und deshalb dringend anzuraten ist. Der Mini-Wegweiser Journalismus unserer Internetpräsenz soll allen Nachwuchsjournalisten stets ein nützlicher Begleiter auf dem Weg in einen der spannendsten Berufe bleiben! Mit dem LBS-Mini-Wegweiser Journalismus und mit unserem Lesefutter sind Sie für den Journalismus gut gerüstet. zum Anfang

26.02.2009 09:40


CIVIS medien stiftung – Wettbewerbe 2008 - Nominierungen

Startseite

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Schirmherren 2008

Nominierungen

Wettbewerb 2008 Einladung Nominierungen CIVIS Medienpreis

Prof. Dr. Hans-Gert

CIVIS Wirtschaftspreis

Pöttering, Präsident

Young CIVIS Media Prize

Europäisches Parlament

Preisjury Editorial Preisverleihung 2007 Grußworte Presse & Info CIVIS medien stiftung

Nominierungen für CIVIS Medienpreis 2008 21 Programme versprechen spannenden Wettbewerb

Chronik Kontakt

Preisverleihungen

21 Radio- und Fernsehprogramme sind zum europäischen CIVIS Medienpreis 2008 in Ljubljana nominiert. Die Preise werden am 9. Mai 2008 in einer festlichen Fernseh-Gala auf der Burg von Ljubljana

Deutsch

vergeben. Der Festakt wird noch am gleichen Abend im deutschen

Englisch

Fernsehprogramm der ARD/Das Erste und am nächsten Tag auf 3sat

2007 Berlin 2006 Berlin 2005 Straßburg

in Deutschland, Österreich und der Schweiz übertragen. 588 teils hochkarätige Radio- und Fernsehbeiträge konkurrieren im europäischen Wettbewerb des CIVIS Medienpreises. Es dominieren Themen der Flucht- und Asylproblematik wie auch zunehmend Beschäftigungen mit Islam und Islamismus. Im Fokus der Aufmerksamkeit steht die zweite und dritte Generation der Zuwanderer. Immer häufiger wird dabei die Frage nach den Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen gestellt. Zum CIVIS Medienpreis 2008 in Ljubljana nominiert sind:

Europäischer CIVIS Fernsehpreis Kategorie Information (nonfiction) ORF, Magazinbeitrag Autoren: Christoph Feurstein, David Krutzler, Oliver Rubenthaler Redaktion: Christoph Feurstein, David Krutzler, Oliver Rubenthaler Thema: "Abschiebungen" – Das Land hat ein Problem Die Teilabschiebung zweier Familien aus dem Kosovo hat eine heftige Debatte über das Asylrecht in Österreich ausgelöst. Die Selbstmordgedanken der 15-jährigen Arigona erschüttern das Land. Um ihrer Abschiebung zu entgehen, taucht diese unter und droht in einer Videobotschaft mit Selbstmord. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger fordern jetzt ein "humanitäres Aufenthaltsrecht" für abgewiesene Asylbewerberfamilien, die langjährig in Österreich leben. Aktuelle Dokumentation über Kinder als die unschuldigen Opfer.

ORF/3sat, Filmessay Autorin: Dr. Regina Strassegger Redaktion: Dr. Regina Strassegger

http://civis.wdrmg-ws.de/tv/civis/02wettbewerbe27.phtml

25.04.2008


CIVIS medien stiftung – Wettbewerbe 2008 - Nominierungen

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Kulturzeit extra: "Ohne meine Bilder wäre ich schon tot!" Lebensbilder zweier Roma-Künstlerinnen Eine Premiere gegen alle Klischees: Kiba Lumberg aus Finnland und Olah Mara aus Ungarn sind Roma und sie sind gefeierte Künstlerinnen. Auf der Biennale in Venedig 2007 konfrontieren ihre Bilder erstmals mit den Lebenswelten der Roma in Europa. Sie spiegeln Angstregionen wie auch Symbole sexueller Unterdrückung in ihren Traditionen und ihrer kulturellen Identität. Frei von naivethnischen Stereotypen wird den beiden Künstlerinnen ihre Kunst zum Überlebenselixier in schwierigen Situationen. Nichts wird beschönigt – nichts vertuscht.

WDR, Fernsehfilm Autoren: Michael Grytz, Klaus Martens Redaktion: Edeltraud Remmel

die story: Todesfahrt im Fischerboot. Siebzig, achtzig, manchmal hundertfünfzig Menschen – zusammengepfercht in kleinen offenen Fischerbooten. Ihr Ziel: die Kanarischen Inseln, Europa. Viele überleben die wochenlange Fahrt aus dem Senegal, Gambia oder Mauretanien nicht. Das Schicksal der Flüchtlinge ist eng verbunden mit der verfehlten Fischereipolitik der EU. Seit Jahrzehnten fischen europäische Trawler vor der Küste Westafrikas und tragen dazu bei, dass den Menschen dort ihre Lebensgrundlage entzogen wird. Bildstarke Reportage über ein hochbrisantes europäisches Thema.

Europäischer CIVIS Fernsehpreis Kategorie Unterhaltung DR, Serie Autorin: Nanna Westh Regie: Rune "Kalle" Bjerkø Redaktion: Bjarke Ahlstrand Yallahrup Færgeby – Folge 2: 72 Guzzlars Satirische Serie über Immigranten und multikulturelles Verhalten in dänischen Betonvorstädten. Die Hauptfiguren sind Ali (Palästinenser, 12) und sein bester Freund Hassan (Marokkaner, 13). In der zweiten Episode der humorvollen Puppenshow werden die beiden von dem lokalen Hassprediger Abu Babu angeworben. Er fordert sie auf, ihre Schulbücherei in die Luft zu sprengen. Dort liegt auch ihr Haschischklub. Als Lohn verspricht er Ihnen 72 Jungfrauen. Ali traut dem Ganzen nicht und bringt die Bomben zurück. Überraschend provokant – formal ungewöhnlich.

France 2, Fernsehfilm Autorinnen: Catherine Borgella, Chantal Picault Regie: Chantal Picault Redaktion: Jean Bigot, Fanny Rondeau, Harold Valentin Une histoire à ma fille Der aus Algerien stammende Ahmed tritt seine letzte Reise an. Er kam als Gastarbeiter nach Frankreich und kehrt nun zurück. Ahmed möchte die letzten Tage in der Heimat verbringen: er hat Krebs im Endstadium. Den wahren Grund seiner Rückkehr verbirgt Ahmed vor den Kindern. Diese sind in Frankreich gut integriert. Sie haben hier ihre Heimat. Seine Tochter Sohela, eine Ärztin, begleitet ihn mit dem Auto nach Marseille. Es beginnt ein Road movie über algerische Einwanderer und ihre Kinder. Migration in Frankreich – zwischen Tradition und Moderne.

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25.04.2008


CIVIS medien stiftung – Wettbewerbe 2008 - Nominierungen

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rbb, Fernsehfilm Autorinnen: Elle Langer, Heike Raab Regie: Elle Langer, Heike Raab Redaktion: Johannes Unger (rbb), Dr. Meggy Steffens (BR) Djangos Reise – Asül bei den Türken. Teil 1: Berlin Humorvoller Brückenschlag zwischen der deutschen und türkischen Kultur. Die Regeln der Komik konsequent angewandt auf das deutschtürkische Zusammenleben. Was ist deutsch, was türkisch? Der bayerische Kabarettist Django Asül trifft als Reisereporter in BerlinKreuzberg viele Türken, die in erster, zweiter oder dritter Generation in Deutschland leben. Eine kulturell bunte Mischung, in der sich deutsche und türkische Gewohnheiten durchdringen: Wer integriert hier wen? Gelungene Expedition – mit viel Witz und Ironie.

Europäischer CIVIS Radiopreis Lange Programme (ab 6 Minuten) rbb/ORF, in Zusammenarbeit mit YLE, RTÉ, Radio France, Feature Autorin: Kaye Mortley Redaktion: Dr. Renate Jurzik Feature: Vögel unter dem Himmel – Ein Mosaik der Einwanderung Sechs Personen aus sechs Ländern Europas. Sie leben in Frankreich, Deutschland, Finnland, Österreich, Polen und Irland. Jeder hat eine Geschichte zu erzählen: Über Erinnern und Vergessen, über Finden und Verlieren, über einen Ort, um zu bleiben, ein Gefühl des Dazugehörens, eine Identität. Sie kommen zufällig oder planmäßig, aus Not oder weil sie Träume haben. Sie leben im neuen Europa – als Einwanderer und Flüchtlinge. Wie bei den Vögeln ist ihre Suche nach einem Platz an der Sonne Teil der Ordnung der Dinge. Kunstvoll – inhaltlich wie formal beeindruckend.

HR, Feature Autor: Andreas Meyer-Feist Redaktion: Gunther Schneider

Kulturen 1: Der "fröhliche Hügel" von Novi Pazar Ein kleines Dorf in der Nähe der serbischen Provinzmetropole Novi Pazar. Hier leben zu neunzig Prozent abgeschobene Asylbewerber aus Deutschland. Kriegsflüchtlinge, die teilweise nach zwölf Jahren zurück nach Serbien mussten. Viele der Kinder sprechen schlecht Deutsch und kein Serbisch. Sie können weder lesen noch schreiben und gehen auch nicht zur Schule. Ein von Deutschland und der EU finanziertes Hilfsprogramm wäre möglich. Die Verantwortlichen in Serbien bleiben untätig. Folgen der Abschiebung – ein wichtiger Beitrag.

SWR, Feature Autorin: Hürü Meryem Kök Redaktion: Nadja Odeh

SWR2 Leben: Mein erstes Wort war Schokolade – Wie ich als Gastarbeiterkind Deutsch lernte Zu Hause sprachen wir nur türkisch. Meine Eltern konnten mir beim Deutsch - lernen nicht helfen. Ich musste für sie mitlernen und wurde ihr Sprachrohr in einer Welt, die sie nicht verstanden. Ich war fünf und gerade erst ein paar Tage in Deutschland. Eine deutsche Oma drückte mir eine Tafel mit ganzen Nüssen in die Hand und sagte Silbe fü Silb S h

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CIVIS medien stiftung – Wettbewerbe 2008 - Nominierungen

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für Silbe Scho-ko-lade. Ich probierte es und wusste sofort: dieses Wort würde ich nicht mehr vergessen. Beeindruckende persönliche Erzählung über den Spracherwerb türkischstämmiger Kinder.

Europäischer CIVIS Radiopreis Kurze Programme (bis 6 Minuten) Deutschlandradio Kultur, Reportage Autorin: Christina Rubarth Redaktion: Peter Marx

Ortszeit: "Berlin braucht Dich!" – Integrationsprojekt für junge Migranten Berlin ist multikulturell. Das soll sich auch im Öffentlichen Dienst der Stadt widerspiegeln. Die Kampagne "Berlin braucht Dich!" will Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte für eine Ausbildung bei der Polizei, der Feuerwehr oder in der Verwaltung begeistern. Die Reportage begleitet ein Team aus Azubis und Ausbildungsexperten bei ihrem Besuch einer Schule mit besonders hohem Ausländeranteil in Berlin-Neukölln. Eine Stadt in Anerkennung ihrer unterschiedlichen Kulturen – spannend dargestellt.

M94,5, Feature Autor: Jan Thomas Otte Redaktion: Maria Grunwald

Typisch deutsch? Wie wir wirklich sind: Integration statt Maschendrahtzaun Der deutsche Kleingärtner. Ihn verbindet man gerne mit kitschigen Gartenzwergen, Bierbäuchen und exakten Vorschriften. Abgrenzen hinter hohen Hecken oder Maschendrahtzäunen – das ist vorbei! Die Hobbygärtner der Augsburger Grünanlage "Parkstraße" haben ihre Zäune entfernt und ihre Parzellen geöffnet. Jeder Dritte dort kommt mittlerweile aus der Türkei, Russland oder Rumänien. Das gemeinsame Hobby verbindet, man lernt sich zu tolerieren, ohne Grenzen zu verwischen. Integration im Mikrokosmos Kleingarten.

rbb, O-Ton-Porträt Autorin: Meral Al-Mer Redaktion: Aneta Adamek

Die Radiofritzen am Morgen: "Ich bin ein Berliner" – Porträt Joyce Die Sendereihe stellt Menschen vor, die von ihrem Berlin erzählen. Wie sie in der Hauptstadt leben, welche Bedeutung die Stadt für sie hat. Joyce ist eine junge Frau, die ein ganz normales Leben führt. Ohne Integrationsprobleme. Für Joyce dennoch ein Leben im Wartestand. Die 24-jährige ist in Kenia geboren, lebt aber seit ihrem vierten Lebensjahr in Berlin. Hier fühlt sie sich zu Hause. Joyce hat keinen deutschen Ausweis. Seit zwanzig Jahren lebt sie deswegen in ständiger Sorge, abgeschoben zu werden. Ungewöhnlich beeindruckendes O-Ton-Porträt – sehr authentisch.

WDR, Serie Autorin: Slavica Vlahovic Redaktion: Yildiz Deniz-Strass

Piazza: Familie Ben Miloud-Budrovic – "Papa unter Kroaten" Die Familien-Doku-Soap führt Hörerinnen und Hörer in das pralle

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25.04.2008


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Leben der multikulturellen Familie Miloud-Budrovic, mit ihren drei Sprachen und zwei Religionen. Papa Ben ist Tunesier und Moslem. Mama Zana ist Kroatin und katholisch. Sind die kroatischen Freunde und Verwandten der Mutter zu Besuch, hat Papa Ben keine Chance. Dann ist ohne Kroatisch kein durchkommen mehr. Darum ist Papa Ben inzwischen der Meinung: Wer in Deutschland lebt, sollte auch Deutsch sprechen. Ernsthafte Thematik – sehr originell und unterhaltsam.

Deutscher CIVIS Fernsehpreis Kategorie Information (non fiction) RB, Dokumentation Autoren: Rainer Kahrs, Marianne Strauch Redaktion: Britta-Susann Lübke

"Schule der Toleranz" – Kinderdemokratie in Tenever Eine normale staatliche Grundschule. Dreiundneunzig Prozent der Kinder stammen aus Ausländerfamilien –mitten aus Tenever, Bremens sozialem Brennpunkt. Die Kinder kommen freiwillig, noch bevor der Unterricht beginnt. Es ist ihre Schule und sie gestalten ihre Klassenräume selbst. Toleranz ist oberstes Prinzip. Im Kinderrat besprechen die Schüler, was sie stört: an der Schule und am Verhalten der anderen. Die Eltern werden aktiv in die Arbeit der Schule integriert. Die Mütter können an Deutschkursen der Schule teilnehmen. Am Ende der Grundschule kann jedes Kind lesen und schreiben. Positives Beispiel für gelebte Integration.

NDR, Magazinbeitrag Autoren: Klara Scheitza, Dietmar Schiffermüller Redaktion: Stephan Wels Panorama: Hitlergruß und Nazikult – Geheime Aufnahmen von NPD-Funktionären Thomas K. recherchiert mit versteckter Kamera neun Jahren lang in der rechtsradikalen Szene. Immer wieder sorgen seine Aufnahmen für Aufsehen. Thomas K. filmt unter erheblichen persönlichen Risiken. Er zeigt wie der NPD-Vorsitzende Udo Vogt an einer Gedenkfeier bekennender Nationalsozialisten teilnimmt sowie weitere NPDMitglieder beim Hitlergruß auf einem Nazikonzert. Jetzt steigt er aus: die Sendeanstalten interessieren sich nicht mehr für seine Bilder. Neonazis seien normal geworden. Niemand rege sich mehr auf. Ungewöhnlich brisante Bilder – herausragende Leistung.

ZDF, Dokumentation Autoren: Ulrike Brödermann, Torsten Mehltretter, Matthias Pupat, Silvana Rosenzweig, Gülseren Sengezer Redaktion: Christian Dezer Rap, Koran und Oma Bonke: Nordstadt – ein deutsches Viertel (Teil 1) Die Dokumentation zeigt die Dortmunder Nordstadt – einen sozialen Brennpunkt. Sie stellt ein Viertel vor, in dem Armut, Drogen und Prostitution den Alltag der Menschen bestimmen. Sie zeigt, um welche Menschen es geht, wenn über Integration oder Zuwanderung gesprochen wird. Welche Chancen sich den Menschen bieten und welche sie nutzen. Allen voran Oma Bonke. Unermüdlich verscheucht die 70-jährige Junkies und Obdachlose von Spielplätzen, auf denen sie mit den Kindern "Programm macht". Eindruckvolle journalistische Leistung – sehr authentisch.

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Deutscher CIVIS Fernsehpreis Kategorie Unterhaltung ZDF/ARTE, Spielfilm Autoren: Petra Lüschow, Frank Weller Regie: Kerstin Ahlrichs Redaktion: Annedore von Donop Das kleine Fernsehspiel: Sieh zu dass du Land gewinnst Nike lebt mit ihrem Vater auf einem kleinen Bauernhof und arbeitet in Hannover im Ausländeramt. Als ihr Vater ins Krankenhaus muss, steht sie plötzlich mit der anstehenden Erdbeerernte und lauter illegalen Erntehelfern alleine da. Nike beschließt den Hof zu retten. Ihr bisheriges Leben verändert sich rapide. Nike gewinnt an Selbstvertrauen und beginnt eine vorsichtige Freundschaft mit der Bosnierin Milena. Wie die anderen Erntehelferinnen hat diese keine Aufenthaltserlaubnis und muss sich vor der Polizei verstecken. Alltagsperspektiven illegaler Migration – absolut sehenswert.

ZDF, Fernsehfilm Autoren: Waltraud Ehrhardt, Peter Obrist Regie: Judith Kennel Redaktion: Daniel Blum "Unter anderen Umständen" – Bis dass der Tod euch scheidet Teil einer Fernsehfilmreihe mit Kriminalkommissarin Jana Winter. Ein Tschetschene und ein Deutscher streiten sich um eine Frau. Der Deutsche ist kurz darauf tot. Mit Hilfe einer Überwachungskamera kommt Jana Winter dem Tschetschenen auf die Spur. Dieser gesteht die Tat. Aber die Kommissarin glaubt nicht an diese Lösung. Als ein Russe ebenfalls Opfer eines Überfalls wird, führen die Ermittlungen zu einem Asylbewerberheim. Die Kommissarin findet heraus, dass von dort in großem Stil arrangiere Ehen mit Ausländern vermittelt werden. Kunstvoll dramatischer Krimi über illegale Geschäfte mit Scheinehen.

European Young CIVIS Media Prize Filmakademie Baden-Württemberg, Dokumentarfilm Autorin: Silvana Santamaria Ausbildungsleiter: Prof. Thomas Schadt "Status: Geduldet" Die 14-jährige Ramize lebt mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter in der Gegend von Stuttgart. Ihr Vater wird zu Beginn der Jugoslawienkriege nach einer Demonstration ermordet. Die Mutter flieht mit den Kindern aus dem Kosovo. Aufgrund ihres Status kann die Familie jederzeit abgeschoben werden. Für die Kinder ist es schwierig, mit der unsicheren Aufenthaltssituation zu leben. Streitigkeiten zuhause sind an der Tagesordnung – auch mit körperlicher Gewalt. Der Dokumentarfilm gibt hautnahe Einblicke in das Leben einer Roma-Familie, die seit 14 Jahren als "geduldet" lebt. Herausragende Regie und Kameraleistung – sachlich-nüchtern, ohne Voyeurismus.

Europäischer Themenpreis: "Integration in Wirtschaft und Industrie" Fernsehen ZDF, Magazinbeitrag Autorin: Sylvia Bleßmann Redaktion: Robert Bachem

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auslandsjournal: Polnischer Unternehmer Polnische Unternehmer verlassen ihre boomende Heimat und verlagern ihre Produktion nach Deutschland. Der 40-jährige Jaroslaw Wieczorek aus Poznan lässt in Mecklenburg-Vorpommern produzieren. Dem Geschäftsmann fehlen die Facharbeiter in Polen. Anreize für eine Standortverlagerung gibt es genug: Der Baugrund ist vielerorts in Deutschland spottbillig und Investitionen werden mit öffentlichen Mitteln gefördert. Auch viele Deutsche erhoffen sich jetzt neue Möglichkeiten und lernen Polnisch. Wirtschaftliche und kulturelle Chancen erkennen – zu gegenseitigem Nutzen.

Europäischer Themenpreis: "Integration in Wirtschaft und Industrie" Radio RBB, Serie Autorin: Konstantina Vassiliou-Enz Redaktion: Redaktion: Axel Barckhausen

Café Global: Nicht dumm, nicht blond, nicht deutsch – Erfolgsprofil Ausländer: "Bestatter" Porträtreihe über Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft erfolgreicher in ihrem Arbeitsfeld sein können als ihre deutschen Kollegen. Vorgestellt wird der türkischstämmige Direktor der islamischen Abteilung des größten deutschen Bestattungsunternehmens. Volkan Coskun bietet die muslimische Bestattung als ein Dienstleistungsprodukt an. Er weiß, was Türken für ihre verstorbenen Angehörigen wünschen. Viele türkische Familien lassen ihre Toten nicht mehr in die alte Heimat überführen. Voraussetzung der Integration: die Akzeptanz der kulturellen Vielfalt.

Lobende Erwähnung Lobende Erwähnung der Europäischen Fernsehjury Eine lobende Erwähnung für außergewöhnliche und überraschende Programmideen im Bereich der europäischen Fernsehmagazine geht an: "10vor10" – Nachrichtenmagazin des Schweizer Fernsehens (SF) für die Sommerserie "Erfolg in der Schweiz, Wurzeln im Ausland". Acht Porträts von Migrantinnen und Migranten in der Schweiz. Geschichten von Erfolg, Aufstieg und Engagement. Redaktion: Hansjörg Utz

Lobende Erwähnung der deutschen Fernsehjury Eine lobende Erwähnung für das nachhaltige Engagement gegen Rechtsextremismus geht an die deutschen Fernsehmagazine: "Kontraste" – das politische Magazin aus Berlin vom rbb und "Panorama" – das Politikmagazin des NDR. Redaktion: Reinhard Borgmann, rbb, und Stephan Wels, NDR

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Spezialinterview Management: Jan Thomas Otte

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Geschrieben von Christian Düblin

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Jan Thomas Otte, Jahrgang 1983, studierte Theologie an den Universitäten Princeton und Heidelberg. Nebst Studien der Psychologie und BWL berichtet er seit seinem 15. Lebensjahr als Journalist, darunter auch für die Neue Zürcher Zeitung. Live berichtete er aus New York vom Ausbruch der Wirtschaftskrise. 2009 war Otte für den Wirtschaftsethik-Preis der Genfer Finanzaufsicht nominiert mit dem Titel: Tugendhafte Unternehmen, Platz christlicher Ethik? Als Fellow an der Princeton University und dem Liechtenstein-Institut für Selbstbestimmung forscht Jan Thomas Otte zum Verhältnis von Management und Religion. Im Interview mit Christian Dueblin spricht er über Schnittstellen zwischen Theologie und Ökonomie. Der Autor berichtet über Managerinnen und Manager, die ihre Wertvorstellungen leben und pflegen. Viele Manager seien langfristig erfolgreicher und krisenfester, wenn sie im christlichen Glauben verankert seien, so Otte. Erfolg hänge auch von der eigenen Perspektive, dem Sinn des Ganzen ab.

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Sehr geehrter Herr Otte, Sie waren während der Wirtschaftskrise in den USA. An der Princeton University haben Sie Wirtschaftsethik studiert und daneben auch für Medien in der Schweiz und Deutschland geschrieben. Was haben Sie ausserhalb der EliteHochschule in den USA beobachtet? Im Prinzip genau das, was wir auch im deutschsprachigen Raum beobachten. In den USA sind Manager häufig Symbolgestalten geworden, Heilsbringer oder Dämonen in einer globalisierten Wirtschaftsordnung. Die Firmenbosse stehen wie nie zuvor im Rampenlicht der Medien. Das ist natürlich auch ein Schleudersitz für die Karriere. Besonders kompetitive Unternehmen wie McKinsey oder Boston Consulting wetteifern auf Campus-Karrieremessen wie in St. Gallen um ihre besten Köpfe. Sie locken mit hohen Einstiegsgehältern und einer teils religiös anmutenden Wertegemeinschaft, frei nach dem Motto: „Hast du was, bist du was“. Kritiker nennen das auch die Ideologie der „Insecure Overachievers“. Jung und erfolgreich, aber ziemlich unsicher und manchmal eben auch depressiv.

Das Leben auf dem Campus einer Elite-Uni kennen viele nur aus Filmen oder Romanen. Harvard, Princeton und Yale decken meines Wissens jedoch nur einen Prozent des akademischen Bedarfs an Hochschulabgängerinnen und -abgängern der USA ab. Trotzdem liest und hört man hier fast nur von ihnen. Auf was ist das zurückzuführen? Besonders staatliche Provinz-Unis im mittleren Westen hoffen auf mehr Studierende, fortschrittliche Entdeckungen oder gar den ersten Nobelpreisträger aus eigenem Hause. Im letzten Shanghai-Ranking war in der Schweiz die ETH Zürich auf Platz 23 ziemlich weit oben, natürlich hinter Cambridge und Oxford in Europa. Die Uni Zürich folgt auf Platz 53 und Heidelberg auf Platz 63 der weltweit besten Unis. Princeton profitiert von diesem Ranking. Ein Motto kursiert auf dem Campus: „You learn, earn, and will give back“. Nicht jeder hält sich an diesen Deal der Verbundenheit. Begabte Studenten bekommen hauseigene Stipendien. 17 Milliarden US-Dollar Vermögen in eigener Stiftung fördern ihre „High Potentials“. Das System funktioniert seit 250 Jahren: „Die einen bringen das Geld, die anderen das intellektuelle Kapital“, meint die Präsidentin der Uni. Bei 7’500 Studenten stehen theoretisch für jeden rund zwei Millionen zur Verfügung. Die Zinsen werden meist in sicheren Anlagen gemanagt, gezockt und verloren wurde an der Börse aber dennoch viel.

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Die finanziellen Verluste der Elite-Unis waren offenbar um ein Vielfaches höher als die Verluste anderer Hochschulen in den USA. Wie erklären Sie sich das? Die Princeton University hat ein Drittel ihres Vermögens verloren, bei Harvard war es sogar ein zweistelliger Milliardenbetrag. Bisher ging die Rechnung auf, weil viele Absolventen schon im dritten Jahr an der Wall Street ihre erste Million kassierten, frisches Geld in Alumni-Verbände spendeten und dieses Geld dann wiederum an der Wall Street angelegt wurde. Das war vor der Krise. Bei diesem Kreislauf der HochschulFinanzierung kam Hochmut sprichwörtlich vor dem Fall.

Was unterscheidet die USA Ihres Erachtens von Europa, insbesondere von Deutschland, wo Sie aufgewachsen sind? Sind es rund um die Krise die gleichen Fragen, die Ihnen in den USA, Deutschland und der Schweiz gestellt werden oder gibt es grundsätzliche Unterschiede? Die Diskussionen in Princeton, New York und Zürich sind ähnlich verlaufen. Doch die Mentalität in den USA ist eine andere als hier bei uns. Bevor Barack Obama ins Weisse Haus als Präsident einzog, sagte Medienstar John F. Kennedy bereits: „Schaue nicht zuerst, was Dein Land für dich tun kann, sondern sieh zu, was du für Dein Land tun kannst“. Diese Mentalität des Anpackens, nicht die des Jammerns, unterscheidet die USA und Europa meines Erachtens deutlich.

Ein grosser Unterschied scheint auch zu sein, dass viele Menschen in den USA in Bezug auf die Krise von einer „Strafe Gottes“ sprechen. Solche Aussagen gilt es in einem Land, in dem auch religiöser Fundamentalismus zu finden ist, genauer zu hinterfragen. Vor kurzem sagte der CEO von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, der Sunday Times, dass er „Gottes Werk“ vollenden würde. Was steckt hinter dieser Auffassung? Die Medien haben viele Leserbriefe zu dieser Aussage bekommen. Ihre Gegenthese lautete, dass dieser Banker eher Gottes Werk vernichtet statt verrichtet. Sektenführer haben sich sogar in Welt-Untergangs-Prophetien versucht. Doch die Wirtschaftskrise in ihren Auswirkungen zu verteufeln nützt niemandem. Diese Auffassung von Blankfein zeigt aber, dass der Mensch als solcher, besonders aber auch Manager nach dem tieferen Sinn des Lebens zwischen Wettbewerb und Leistung suchen. Das klingt vielleicht etwas schwarz-weiss gemalt, plakativ oder polarisierend. Einige Freikirchen ziehen sogar einen unmittelbaren „Tun-Ergehen-Zusammenhang“ zwischen Gebetspraxis und Geldwirtschaft. Das Motto: „Wenn du betest, bist du auch wirtschaftlich erfolgreicher“ ist Nonsens. Im Kern jedoch steckt ein Funken Wahrheit. Kapitalismus kann zum Ersatz der Religion werden, indem das System funktionell Sorgenfreiheit verspricht.

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Auf was beziehen Sie sich dabei, wenn sie Management und Glauben auf eine Ebene setzen? Zumindest leuchtet diese Parallele nicht auf den ersten Blick ein. Mit einem jüdischen Top-Manager habe ich mich an der Wall Street über die Geschichte vom goldenen Kalb unterhalten. Wir kamen zu folgendem Ergebnis: Der Job als Manager kann zum Götzen werden, die Spekulation an der Börse zum Gottesdienst, die Chefs der Banken werden zum Hohepriester. Der christliche Glaube versteht das genau andersrum. Seine Botschaft lädt Manager dazu ein, sich auf ein neues Bezugssystem für ihre Geschäfte einzulassen. Die Wirtschaft ist nur ein Teil dieses Priorisierens. Die von mir interviewten Manager tröstet es, dass Geld und Gewinn nicht absolute Grössen sind. Das Unterscheiden zwischen harten und weichen Faktoren, wo GewinnMaximierung meist an erster Stelle steht, halte ich für überholt. Im Management wird von anderen erwartet, dass man für jedes Problem eine griffige Lösung hat. Doch in der Wirtschaft wie im Glauben geht es immer wieder um den eigenen Umgang mit Unverfügbarkeit. Ein mangelhaftes Bezugssystem macht sich bemerkbar, wenn wieder masslose Boni sprudeln. Ich verstehe christlichen Glauben im Management nicht bloss als Randerscheinung, Diversity Management oder eine Art von Problem Solving. Es geht um die Existenz, das Ziel und die Strategie des Handels.

Was könnte ein ungläubiger Manager gegen seine Gier tun? Nur wenn ich die Wirtschaftskrise auch als Teil meiner eigenen Wirklichkeit verstehe, kann ich effektiv anderen etwas Gutes tun – zum Beispiel meine Gier nach schnellem Gewinn erkennen. Und sich dann von innen heraus ändern. Wissenschaftler nennen das gerne Reflexionskompetenz. Die bringt mehr als vom bequemen Sofasessel aus die bösen Banker zu beschimpfen. Die Kirche macht hier einen Unterschied, indem sie den Einzelnen hört. Die grosse Politik ist ihre Sache dagegen nicht. In Zürich wie New York

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bietet sie Seelsorge-Kurse für interessierte Führungskräfte an. Das hat nichts mit Moralismus zu tun. Es ist ökonomisch gesprochen die Bedarfsdeckung eines gestiegenen Bedürfnisses nach Halt und Orientierung, auch in den Chefetagen.

Sie haben Theologie, Psychologie und Ökonomie studiert. Die Frage nach religiösen Werten hat sich auch in Ihren Berichten niedergeschlagen. Was können der christliche Glaube, die Kirche in dieser Krise Ihres Erachtens zur Lösung der bestehenden Probleme beitragen? Professoren wie David Miller arbeiten in Princeton daran, dass christlichem Glauben in einem Casino-Kapitalismus wieder mehr Kredit geschenkt wird. Christen hatten die letzte Zeit wenig Einfluss auf die Wall Street. Jetzt ist das anders. Die Verankerung im christlichen Glauben kann endgültige Gewissheit, Hoffnung und Vertrauen schaffen. Die Gemeinschaft mit anderen Christen hilft dann auch beim Bewusstwerden eigner Defizite. Der kleinste gemeinsame Nenner lautet: Nächstenliebe. „Christsein“ ist nicht bloss eine Privatsache. Das „Christsein“ muss sich auch im Beruf ausdrücken. So lautete auch eine zentrale Einsicht der Reformation von Luther und Calvin. Dass Wirtschaft ihren Zweck nicht in sich selbst bestimmen kann, sondern sie um des Menschen willen da ist, lautet die soziale Botschaft.

Wie verstehen Sie das? Management und Religion teilen das Vertrauen in eine bessere Zukunft, haben Anreize des Belohnens und Bestrafens, betonen aber auch die Selbstbestimmung des Einzelnen. Manager sollten ihren religiösen Glauben und den ihrer Mitarbeiter und Kunden daher ernst nehmen. Beim Thema Gesundheit und dem Vereinbaren von Beruf und Familie ist das ja bereits der Fall. Und Pfarrer sollten Führungskräfte in der Wirtschaft nicht völlig aus den Augen verlieren. Da haben Kirchen noch etwas Nachholbedarf. Mit ihren Industriepfarrämtern, Diakonie oder Caritas sprechen sie traditionell eher Arbeitnehmer als Arbeitgeber an. In den USA ist das anders. Bei uns übernehmen diesen Part freikirchliche Organisationen, wie der Führungskräfte-Kongress von „Christen in der Wirtschaft“. Auf dem „Willow Creek Congress“ Ende Januar sprach übrigens auch der Management-Vordenker Fredmund Malik zum Thema Leadership: Führen, Leisten und Leben.

Was haben Ihres Erachtens die Diskussionen über Werte, Tugenden und Glauben in den letzten Monaten konkret verändert? Haben sie Bodenkontakt mit der Wirtschaft bekommen?

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Manager fühlen sich berufen, in Unternehmen „Karriere zu machen“. Bisher finden Christen unter ihnen aber noch wenige Möglichkeiten, ihre Prinzipien auch in der Geschäftswelt funktional erkennbar umzusetzen. Neben Rufen nach mehr Familienfreundlichkeit, der Vereinbarkeit von Kind und Karriere halte ich ein Modell glaubensfreundlichen Managements für zeitgemäss, das auch Spiritualität im weitesten Sinne zulässt. In den USA gehört das bereits zum Standard guter Unternehmensführung, zum Beispiel täglich 15 Minuten Zeit für einen Gebetspaziergang zu gestatten. Wer das nicht will, kann sich auch sozial in Projekten engagieren. Eine glaubensfreundliche Firma verändert Unternehmenskultur umfangreicher als meist angenommen. Sie schafft im Idealfall flachere Hierarchien und ein stabileres Betriebsklima. Und das ohne finanzielle Anreize. In den USA gibt es jede Menge Best-Practise Beispiele, wie sich christlicher Glaube auch nach 2000 Jahren positiv auf das Wirtschaften auswirken kann. Ethische Indikatoren dafür sind zum Beispiel ein fairer Lohn und die Anerkennung aller Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden.

Haben die von Ihnen interviewten Top-Manager Erkenntnisse gewonnen, ob Firmen, die mit moralischem Anspruch unterwegs sind, die Krise besser meistern als andere, die solchen Fragen keinen oder nur einen geringen Platz einräumen? Corporate Social Reponsibility (CSR) hat sich in der Wirtschaftskrise als Codewort, aber auch Selbstverständnis vieler Unternehmer entwickelt. CSR bleibt aber ein Lippenbekenntnis, solange entscheidende Vorbilder fehlen, die Unternehmenskultur und der Personal Fit „nicht passen“. Bei allem Streben nach Öffentlichkeit, das eigene Geschäft als besonders verantwortungsvoll zu vermarkten: CSR ist mehr als PR-Kür, um am Ende des Tages mehr Geld zu verdienen. Unternehmen haben eine moralische Verpflichtung, sich gegenüber ihren Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sozial zu

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verhalten. Langfristig wird dieses Erlösmodell auf dem Markt der Möglichkeiten überzeugen. In den ökonomischen Sachzwängen ist CSR also Werkzeug und Wertmassstab zugleich. Ist dieser Glaubenssatz nicht etwas zu naiv gedacht? Man spricht in der Branche auch vom „Monster namens Milton“. Das ist der Titel einer Cartoon-Serie aus den USA. Der Ökonom Milton Friedman schrieb 1970 in der New York Times, es sei die einzige Verantwortung des Unternehmers, die Rendite des Shareholders zu erhöhen. Dieses Zitat, Moral müsste man sich leisten können, kann man heute leicht umkrempeln. Niemand kann es sich an der Wall Street noch leisten, auf Moral öffentlich zu verzichten. Allen sozialen oder spirituellen Interessen gerecht zu werden ist als Mensch unmöglich. Daher bedarf es Managern und Mitarbeitern von mutigem Charakter, die ich zum Beispiel in den USA kennengelernt habe. Sie ziehen ihre Kraft aus Tugenden, glauben dass sie andere und sich selbst lieben können, weil Gott sie zuerst geliebt hat. Sie bekommen etwas, das sie aus eigener Kraft heraus nicht geben könnten. Dieses biblische Bekenntnis erschliesst sich in der säkularisierten Gesellschaft auf den zweiten Blick.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Den Mut, sich nicht von scheinbar dominierenden Meinungen oder Miesmachern beherrschen zu lassen. Am meisten wünsche ich mir aber, ganz nah an meinem Inneren, meiner Identität, zu leben. Ich freue mich über die göttliche Gnade, die ich selbst im Glauben an Jesus Christus gefunden habe. Das hat wenig mit frommer Eitelkeit zu tun, sondern mit der Erkenntnis der eigenen Schwächen, die wiederum stark macht. Jeder muss das offenherzig für sich selbst herausfinden. Ich wünsche aber jedem, auch scheinbar unorthodoxe Wege zu gehen, die kurzfristig bedingt gewinnversprechend, langfristig aber weise sind.

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Sehr geehrter Herr Otte, ich bedanke mich herzlich für dieses Gespräch und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute und viel Erfolg!

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______________________________ Links - Fachartikel im manager magazin: "Gutes Geld, Glaube, Gewissen" - Kolumne in Perspektive Mittelstand: "Lebensfreude trotz Leistungsdruck" - Erfahrungsbericht "Karriereschmiede, Wissensdurst und Efeuranken" - Fachartikel in Welt Online: "Finanzkrise füllt die Kirchen an der Wallstreet"

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P OR D IR

Program on Religion, Diplomacy and International Relations Home | About | Fellows | Events | Research | Blog | Links

2008-2009 Fellows Rabia Ali was born and raised in Lahore, Pakistan, and graduated from Princeton University in 2004. During her senior year, she served as a fellow on the Religious Life Council, and represented the Council at the World Parliament of Religions in Barcelona in 2004. Subsequently, she worked for a year as a research assistant at the Center for Health & Wellbeing at Princeton University and then moved to South Africa to work at a demographic surveillance site in rural KwaZulu-Natal. She joined the MPA program at the WWS with a focus on international development. After completing her first year at WWS, she took a year out to work with the Clinton Foundation HIV/AIDS Initiative in Cambodia, and spent the year working with the Cambodian government on strengthening health capacity and services, specifically those relating to nutrition and HIV/AIDS. Rabia is interested in the role that religious identity plays in sociopolitical development of communities at the domestic level within countries, as well as in shaping international relations at the state level in the global political arena.

Efe M. Balikcioglu is a junior in the Philosophy Department concentrating on political philosophy. In addition, he is doing certificates in the Woodrow Wilson School of Public and International Affairs as well as Near Eastern Studies; therefore, his area of interest and study lies mostly where politics, religion, and philosophy intersect. Being Turkish himself, he is interested in the political and religious aspects of the Middle Eastern culture. He is particularly fascinated by Judaic (Kabbala) and Islamic (Sufism) philosophies as well as the development of current trends in the Western philosophy. He has recently taken courses on German Idealism and the Continental political thought; and has further developed a keen interest in the Frankfurt School and the French Post-Structuralism. He has published four books of poetry in Turkish; and numerous articles on art, literature, and philosophy in Turkish and American literary journals like Adam Sanat, Cehd, Heves, Jacket, Kitap-lık, Mahfil, Sanat Dünyamız, Talisman, Varlık, and Yasakmeyve. Together with the noted American poet Sidney Wade, he is currently working on the English translations of Melih Cevdet Anday’s poems.

Jaquilyn Waddell Boie is a Doctoral student in the Princeton Department of Politics with specializations in International Relations and Methods. Prior to attending Princeton, Jaquilyn completed a Master's of Public Policy with concentrations in Policy Analysis, International Minority Rights, and Human Rights at the University of Minnesota. While completing her Master's, Jaquilyn served as an Upper Midwest Human Rights Fellow with HOPE International, a non-denominational Christian microfinance INGO, at its Eastern European Regional Headquarters in Ukraine. Jaquilyn's research interests lie in minority repression and, more specifically, the roles various aspects of minority identities, including religious and faith identities, play in instances of repression.

Nicole Brunda is currently a second year Master’s student at the Woodrow Wilson School of Public and International Affairs. After spending the entirety of her primary and secondary education in Catholic school, she received her B.A. from Swarthmore College with a major in Economics and a minor in Peace and Conflict Studies, for which she focused on better understanding the influences of religion and religious institutions in both instigating and mediating against religious conflict. She spent the 2007-2008 academic year as a Boren National Security Fellow in Lucknow, India, where she worked with an organization researching the potential for microfinance in eliminating rural poverty and also had the opportunity to engage with a variety of religious perspectives in one of India’s most historically multicultural cities.

Asher D. Hildebrand is a second-year Master’s in Public Affairs candidate at the Woodrow Wilson School concentrating in international relations, with a regional focus on the Middle East and a topical focus on conflict prevention and resolution. Prior to coming to Princeton, he spent several years as a legislative aide in the U.S. Congress, and he recently returned from a summer in Beirut, Lebanon, working for an election assistance organization. Asher was raised in Asheville, North Carolina, and has a longstanding interest in the intersection between faith and public affairs.

Katharina A. Ivanyi is a third year Ph.D. student in the Near Eastern Studies Department, working mostly on Islamic intellectual history of the early modern

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period. Originally from Austria, she came to Princeton via Oxford, where she did her B.A. in Arabic and Hebrew, as well as an M.Phil. in Modern Middle Eastern Studies.

Deepa Iyer is a senior in the Woodrow Wilson School/Finance departments from Las Vegas, Nevada. Her research interests include development economics, international migration, and ethnic conflict, especially in South Asia. She is currently engaged in writing her thesis on remittance usage and the process of financial deepening in Kerala, India. On campus, she loves being an RCA, a fellow of the Religious Life Council and PIIRS, and was a president of the Princeton Hindu Satsangam.

Alicia Juskewycz is a Ph.D. candidate in sociology. She studies social understandings of the categorical domain of religion, particularly how cultural conceptualizations of religion (mapping varied uses of a phrase in the mass media; identifying the assumptions about religion people use in everyday thinking) are related to formal political events and sociodemographic trends (new diplomacy related to religious human rights; the role of unequal global powers in constructing the changing assumptions associated with religion). Alicia’s current research examines the idea of “religious freedom” as a culturally situated concept, product, and diplomatic export within the US context and implications for varied geographies, religious groups, and human rights considerations. Her interest in these ideas was first piqued by being raised and educated in a culturally separatist neo-Hindu group in rural Iowa, and she is also interested in working to better link understandings of marginal and extreme belief-focused groups to general thinking about religion and politics.

Rohan Mukherjee is a second-year student focusing on international development in the MPA program of the Woodrow Wilson School. He returns to the school after a middle year out in his home city of New Delhi, where he worked in a public policy think tank on a wide variety of issues including low-income urban housing, higher education policy and Indian foreign policy. In the past he has worked with indigenous communities in eastern India, with the Clinton Foundation HIV/AIDS Initiative in Lesotho and for the National Knowledge Commission, an advisory body to the Prime Minister of India. He holds a Bachelor’s degree in Philosophy, Politics and Economics from the University of Oxford. His academic interests are in international affairs and the political economy of development, particularly the impact of institutions and ideologies on policy outcomes.

Daniel Nikbakht is a student at the Woodrow Wilson School of Public and International Affairs. His academic interests include diplomacy, development, and Near Eastern studies. Daniel has travelled to multiple countries in the Middle East and speaks Farsi fluently. As an undergraduate associate of the Liechtenstein Institute on Self Determination, Daniel has helped organize multiple international private colloquiums, including those in Brussels, Vienna, and Bonn. In addition to his interest in crisis diplomacy, he is dedicated to improving livelihoods in Afghanistan. Daniel founded "Princeton Development Group," a team of students who engage in research and dialogue on development issues. Currently, his work is on enterprise growth in Afghanistan. Previously, he served as a research assistant on East Asian affairs at the Woodrow Wilson School, and worked in television news at News 12 Long Island. Daniel attends meetings at the International Relations Council, and was a former Assistant Director of Special Programs at Princeton Model Congress.

Jan Thomas Otte takes MPA courses in negotiation, crisis diplomacy, and ethics at Woodrow Wilson School. In the “Program on Religion, Diplomacy, and International Relations” the post-grad scholar’s main goal is to analyze international strategies, point out solutions to conflicts, and reduce complexity. Previously, Jan Thomas Otte has been studying theology at the elite university of Heidelberg, Germany. He has earned degrees in business administration and psychology. Through international programs Jan Thomas Otte has lived in the Middle East, Jerusalem, and the Vatican over a period of several months. Since 2000 Jan Thomas Otte works as a freelance journalist focusing on economical and religious issues. He has been a scholar of the Konrad Adenauer-Foundation’s journalist academy. His articles are published in Germany’s most popular magazines and newspapers. The Princetonian scholar has been nominated for Europe’s most renowned journalist award “CIVIS” (sponsored by the European Union Parliament). For an article on business ethics Otte has been nominated for the “Wings of Excellence” award at St. Gallen University, Switzerland. Currently, Jan Thomas Otte writes a book on “Faith and Finance. How to survive on Wall Street with Christian Values.”

Daniel V. Polk is a first-year Ph.D. student in the Department of Anthropology at Princeton. In 2008 he graduated summa cum laude with a B.A. in history at the University of California, Riverside. His past research has focused on the effect of religious beliefs on human rights advocacy along the U.S./Mexico border. His current research interests include transnational trade law in Latin America, the role of religious ideologies in commerce and international relations, and ethnographic approaches to the study of law.

Ed Shin is a second-year Master in Public Affairs candidate focusing on international relations at the Woodrow Wilson School of Public and International Affairs at Princeton University. He taught English and served on

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Liechtenstein Institute on Self-Determination

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http://www.princeton.edu/~lisd/projects/PORDIR/fellows.html

the leadership team of Educational Services International in Urumqi and Beijing and worked on HIV/AIDS prevention and anti-trafficking education programs in Cambodia for World Education. This past summer, he worked on Japan issues in the Asian and Pacific Security Affairs section of the Office of the Secretary of Defense. Ed is an avid fan of the Boston Red Sox and the Georgetown Hoyas.

Lachlyn Soper is a student of Public Affairs in the Woodrow Wilson School at Princeton University. She has worked for the United Nations Relief and Works Agency for Palestinian refugees in Jerusalem and Damascus, and has lived in several countries throughout the Islamic world. Her academic interests include the ascendant role of Gulf states in regional diplomacy, as well as reeducation programs for returned Guantanamo detainees. She speaks Arabic, Indonesian, Japanese, and some Farsi.

Alan Verskin is a Ph.D. student in Near Eastern Studies. Prior to coming to Princeton, he completed an M.A. at the Divinity School of the University of Chicago. His dissertation deals with the response of the nineteenth century Moroccan jurists to European political control and influence in North Africa.

Woodrow Wilson School Princeton University Princely House of Liechtenstein Principality of Liechtenstein Š 2006 Liechtenstein Institute on Self-Determination. All rights of reserved.

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in cooperation with

PORDIR Fellow Research Abstracts Draft Version May 2009 Uriel Abulof: “‘Common Faith, Common Fate’: The Role of Religion in the Rise and Demise of Modern Ethnies” Both French-Canadians and Afrikaners are immigrant-and-settler communities, originating in Europe and reaching newfound continents as part of the colonialist thrust of the 16th and 17th centuries. Both felt abandoned by their mother countries and, facing an indigenous population as well as British newcomers, opted to form and forge a distinct ethnic community (ethnie). Importantly and exceptionally, rather than projecting their past to premodernity, these communities developed a sense of extended kinship, beginning, according to their own members, in modernity. My research compares between the two ethnies, addressing two puzzles: first, the emergence of their modern ethnic identities; second, the erosion of the French-Canadian ethnie and its persistence among Afrikaners. Here I focus on the role of religion. Anthony Smith famously argued, “The proximate cause of ethnic durability and survival was the rise and power of a myth of ‘ethnic chosenness’. Wherever such a myth occurs, the ethnie in question seems assured of a long life.” However, while both Afrikaners and French-Canadians are “chosen peoples,” the latter’s sense of chosenness has not warded off the erosion of their ethnie. I argue that while common faith played an important role in the rise of both modern ethnies, the French-Canadians’ inability to subordinate their (catholic) metaphysics to the ethno-national creed inhibited their ethnic endurance. On the other hand, by harnessing their (DRC) faith to the fate of the race, the Afrikaners facilitated the demise of their state (the Afrikanerdom). Rabia Ali and Rohan Mukherjee: *Two Nations Under God: Religion & the India-Pakistan Conflict* This paper emphasizes the role of religion in the origins and persistence of conflict between India and Pakistan. Our central hypothesis is that, while most explanations of the conflict have tended to either gloss over religion or include it as an intervening variable in the dialectic between domestic


and international politics, addressing the religious dimension of the conflict is a necessary condition for a sustainable resolution of the conflict. We show that religion has been used in both countries to legitimize certain undemocratic political processes and regressive social policies, albeit through different mechanisms that are in turn a function of a combination of factors both exogenous and endogenous to the countries’ respective domestic spheres. Our approach suggests that all things being equal, an emphasis on the religious aspects of the conflict holds promise for its eventual resolution. On the one hand, it will be necessary to challenge through social and political mechanisms the extremist religious discourse prevalent at the community level. On the other hand, efforts to curb use of religion in legitimization of political processes based on fundamentalist ideologies should be complemented by efforts to arrive at new ideologies of legitimization through enhancing demand for government accountability for socioeconomic progress. Both approaches will necessitate significant involvement of the respective governments, civil societies and the international community.

Efe Balikcioglu: “From Reason to Faith: Habermas’ ‘Post-Secularism’” Coming from a tradition of German Idealism, Habermas is the last heir to the Enlightenment. In this vein, with his writings on the rationalization of technology (Technik) and science (Wissenschaft) in the late 60s, Habermas also started to theoritize how it is possible to create reconciliation between science and democratic institutions in liberal societies. However, with his latest article, “Notes on a Post-Secular Society”, Habermas has entered into a different realm, in which he seems to be contradicting his earlier project of rationalization; and distinct from his readings of technology and science, his primary concern has now become the interpretation of the relationship between reason and faith. In this essay, I will pursue how Habermas has changed his main concern from reason to religion and in what sense his political term, post-secularism, is actually related to today’s discussions about the reconciliation of reason and faith. Nicole Brunda: Since 1991 the Russian Orthodox Church has enjoyed a resurgence of both spiritual and political significance within the Russian state and the value of the church in reinvigorating national consciousness has not been lost on Russia’s leaders – in Putin’s most recent Easter Statement to the nation he praised the “great contribution made by the Russian Orthodox Church in consolidating state and society.” While to date much of these efforts have been undertaken domestically, there is widespread speculation that newly enthroned Russian Orthodox Patriarch Kiril will seek to expand the Church’s influence both within Russia’s officially secular borders and abroad, especially in the former states of the USSR whose Orthodox churches it believes to have a claim of leadership, despite the former’s allegiance to the Patriarch of Constantinople. These ambitions go hand-in-hand with the Kremlin’s geopolitical ambitions in the region and its attempts to exert increased control over its former empire, especially vis-à-vis Europe. This new partnership could have lasting implications for Russian foreign policy, especially insofar as the Orthodox Church uses its clout to give spiritual significance to Russia’s foreign policy, and especially militaristic, endeavors. It is vital that Western leaders understand and appreciate the significance of these movements and seek to


engage the Russian Orthodox Church leadership as an increasingly important player in the Russian domestic and foreign relations political space. Asher Hildebrand: “Holy Land or Homestead: The Mixed Motivations of the Israeli Settler Movement” The presence of nearly 475,000 settlers on lands occupied by Israel in 1967 has been one of the most intractable challenges confronting efforts to achieve Arab-Israeli peace. Yet despite its salience as an issue in the peace process, few policymakers seem to have made any real attempt to understand who the settlers are, or to incorporate this understanding into their peacemaking efforts in a systematic way. Revered by some, reviled by many, but talked to by few, Israel’s settlers are often treated as a monolith of messianic religious extremists – a population upon whom a solution will have to be imposed, but not a partner at the negotiating table. This research project attempts to test this common perception by asking five basic questions about the Israeli settler population: first, who are the settlers (demographically, geographically, and ideologically); second, what is the settler “movement,” and to what degree does it represent the interests of the settler population as a whole; third, what are their motivations for settling; fourth, under what conditions might they leave; and fifth, how do “mainstream” Israelis view the settler population? Drawing on demographic and public opinion data as well as historical sources, I find that the settler population is diverse ethnically and ideologically; that a plurality of settlers are motivated primarily by economic concerns; that a sizable minority would leave voluntarily; that the settler “movement” no longer speaks with a unified voice; and that mainstream Israelis have become less supportive of the settlers over time. Deepa Iyer: “The Hindu Diaspora: A Need for Empirical Analysis" My paper analyzes the literature concerning Hindu Nationalism in the Indian American diaspora, and attempts to assess whether the common belief that the diaspora exhibits strong Hindu fundamentalist leanings is empirically proven. Katherina Ivayani: "Changing notions of authority: Rida’s Tafs r al-man r" My presentation will examine the issue of religious and political authority in modern Islam. In particular, I will discuss how an influential early twentieth century reformer from Egypt, Rashid Rida, tried to answer questions such as “Who can speak for Islam?” and “Does Islam need to be expressed in political terms?” This will involve an examination of his definition of an “Islamic state,” as well as the concept of "shüra". Alicia Juskewycz: “How America Sees Religious Freedom: A Snapshot From Newspapers, 1996-2006” American cultural understanding of religious freedom, central tonational history and shared identity, holds a weighty and expanding role in global advocacy around religion and human rights. How


Americans deploy shared assumptions about the idea of religious freedom has broad political and conceptual consequences across diverse settings and complex types of social problems. Yet how we think about religious freedom is a negotiable problem, largely taken for granted outside of highly specialized and technical fields such as domestic law and regional international politics. This project adds one such critical perspective to the study of religion and politics by empirically examining how the phrase “religious freedom” is deployed in major American newspapers, identifying patterns in the role the concept plays or does not play in relation to specific political and demographic concerns. Log-linear models systematically identify major patterns in uses of the phrase: almost all foreign referents deal with the individual-centered right to safety, whereas domestic references instead discuss group-relational rights, in which religious identity leads to unique exceptions to rules and to the freedom to impact outgroup members. Furthermore, there is little variation in religious group focus by region, with a heavy focus on Christian groups across all settings. Jan Thomas Otte: “Faith and Finance. Perspectives from Judaism, Christianity, and Islam.” Most problems on this globe have economic and religious foundations. Assuming that the issues around faith and finance play a big role globally and locally, they offer strategic impact towards an ethical improvement of human actions, cultures, and characters. Both religion and economics share the hope towards a better future and are totally built upon trustworthy relationships, which imply faith. The financial crisis has shown that the international capitalism has brought much wealth, such as the rising middle-classes in India and China, but also much social injustice. In other parts, the Gulen Movement in Turkey (Islam) and the Evangelical Bible-Belt in the USA (Christianity) should make this broad overview, based on religious Scriptures and interviews with managers on their faith traditions, more tangible. Daniel Nikbakht The Aga Khan Network: When Development and Business Meet Religion The Aga Khan Network is one of the most powerful non-state actors in world. The Ismaili organization, led by the Aga Khan himself, has invested in strategic business opportunities on a global scale, built economic development organizations in the third world, and supported cultural preservation. The Aga Khan is dedicated to a business philosophy of investing in the developing world. The result has been spectacular gains in standards of living and returns on investment. Despite such progress, this research seeks to understand the implications of such an amalgam between religion and business as it relates to political interests and sway over international events. Moreover, the dualistic identity of religion and business appears to be problematic in terms of accountability and transparency. The Aga Khan is symptomatic of a growing trend in international relations that has yet to be fully understood—the role of non-state entities in the relations between states. Daniel Polk: "Environmental Ethics and the Future of Sustainability"


To better face the global ecological challenges of the 21st century, environmental ethics offers a starting point for the creation of common goals and guiding principles. With the widely-recognized necessity to adopt new lifestyles and sustainable models for growth, environmental ethics can provide a starting point for the global conversation surrounding how diverse interests, groups and polities can unite for a common cause of sustainability. An exploration of the religious foundations and contributions to environmental ethics is provided, opening up questions of how people of various faiths and backgrounds have come to understand our common ethical and moral challenges of living in a peaceful, sustainable world. Ed Shin “Islam with Chinese Characteristics: A Case Study of the Uyghurs and the Hui” Article 36 of the constitution of the People’s Republic of China (PRC) guarantees freedom of religion to its citizens, but it also prohibits religious activities that “disrupt public order.” Therefore, Chinese authorities have cracked down on religious groups that are considered a threat to the key Chinese Communist Party (CCP) goal of domestic stability. In particular, the Chinese government has focused its effort on repressing what it considers to be the religious extremist, separatist, and terrorist activities of Uyghurs – a Turkic-speaking, Muslim ethnic group primarily residing in the Xinjiang Uyghur Autonomous Region. On the other hand, the Chinese government has permitted a higher degree of religious freedom for the Hui – Chinese Muslims who speak Mandarin, look like the majority Han Chinese, and have extensive historical and cultural ties to China. In fact, the Hui have begun to emerge as a key asset and source of soft power in China’s diplomatic efforts to increase links with the Middle East. This paper examines the divergence between the Chinese government’s policies towards the Uyghurs and the Hui, the contributions of the Hui to enhancing relations between China and the Middle East, and the potential societal tensions that can arise from the growing prominence of the Hui and their exposure to the greater Muslim world. Lachlyn Soper: “Jihad Rehab? Rehabilitation Programs for Guantanamo Detainees” A number of states faced or concerned with the destabilizing effects of militant Islamic groups have initiated “reeducation” (mowe’hil) and “counseling” (monasaha) initiatives to change the ideologies and incentive structures of members, or would-be members. A number of countries in the Gulf/Arabian Peninsula, most noticeably, Yemen in 2002, and Saudi Arabia in 2004, have developed such programs to address militant Islam within its borders and also for nationals released from detention from the US detainment camp in Guantanamo Bay, Cuba. In my paper I examine the components of existing rehabilitation programs in GCC states, with a focus on Saudi Arabia, which as aforementioned, is considered as one of the most successful of the initiatives. According to Ken Gude, an associate director at the Center for American Progress, the future of Yemen’s Guantanamo detainees “is integral to the process of closing Guantánamo.” I point out lessons learned from this experience. I also examine the Yemeni context of detainee rehabilitation, and consider policy options for the repatriation of their nationals from Guantanamo.


Alen Verskin: “Holy Emigration (Hijrah) in Islam” My presentation is about how Muslim religious scholars deal with the question of whether Muslims can live under the rule of non-Muslims. This question touches upon some fundamental questions about the nature of Islam – does Islam have an existence aside from its political teaching? Can Islam only be practiced under a Muslim political power? Is the fact that Muslims had almost always lived under Muslim rule merely an accident of history which has no implications for religious observance, or does it represent a necessary religious ideal? In formulating answers, many Muslim scholars have looked back to the time of the Prophet Muhammad for inspiration. The Prophet had lived in a world in which Islam was not the dominant power. His response was to emigrate from his native Mecca because its political system was idolatrous and unjust. He established himself in Medina and founded his own political system, enjoining those sympathetic to his message who lived among non-Muslims to emigrate to the Muslim community. The Prophet’s emigration (hijrah), is a central event in Islamic sacred history and it is from this date that the Islamic calendar is dated. What this hijrah implied for later Muslims was subject to debate. Were all Muslims who live under non-Muslim rule effectively living in the same predicament as the Prophet? Did this mean that they, like the Prophet, were obligated to immigrate to Muslim lands and abandon their homes? The answer was complicated. The concept of hijrah was both of powerful religious resonance and deeply problematic. Hijrah required Muslims to abandon unjust rulers and join, or like the prophet, found, a just society. The hope was that this new society would one day be powerful enough to make war on their former lands, overthrow their tyrants, and bring them justice. When Muslims ceased to be religious minorities and instead held the reins of power, this principle became awkward to endorse as it potentially gave religious justification to any secessionist revolutionaries dissatisfied with the Muslim polities in which they lived. It is perhaps for this reason that many mainstream Muslim scholars decided while hijrah was originally obligatory, the injunction had been abrogated after Muhammad had conquered Mecca. However, despite the efforts of these jurists, the concept continued to have great resonance and survived in the works of many subsequent Muslim scholars. In this presentation, I show how the concept continued to resurface throughout Islamic history in revolutionary contexts and how it survives to the present day. Jaquilyn Waddell Boie “Dangerous Liaisons or Strategic Survival? Minority Alliances and State Repression” For scholars of minority rights, one of the most crucial tasks at hand is to understand what causes variation in state repression of minorities. Given that the most egregious violations of minority rights occur during war, an important endeavor within the broader project is to discern the relationship between state repression of minorities and war. The following study explores this relationship through a specific causal mechanism: ethnic minority alliances, religious minority alliances, and ethno-religious minority alliances with state and non-state actors. Within this framework, the study explores whether and why religious minority alliances pose a greater perceived


threat to the state than ethnic minority alliances in a manner that causes the state to respond with more repressive tactics.


Journalisten Akademie: Ausgezeichnete Nachwuchsjournalisten (25. Mä...

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http://www.journalisten-akademie.com/startseite/news/article/42/8/

AUSGEZEICHNETE NACHWUCHSJOURNALISTEN (25. MÄRZ 2009)

Unter den 20 Preisträgern des LBS-Wegweiser-Preises sind drei Absolventen der Journalistenakademie. Ausgezeichnet wurden die MedienWerkstatt-Teilnehmerin Lea Hartwig sowie zwei Stipendiaten der Journalistischen Nachwuchsförderung, Jan Philipp Burgard und Jan Thomas Otte. Daneben konnte die KAS-Stipendiatin Lara Fritzsche mit ihrem Beitrag den zweiten Preis des Wettbewerbs gewinnen.

Schülerin Lea Hartwich freut sich über den LBS-Wegweiser-Preis (Foto: KAS). Der preisgekrönte Beitrag von Lea Hartwig ist auf einem Reportageseminar der Medienwerkstatt entstanden. Dort hatte die 18-Jährige aus Iserlohn über einen Magdeburger Obdachlosen geschrieben. Der Artikel über den Schmied Hendrik Niemann, der bis zur Wende Arbeit hatte und nach der Wende seine Familie, seine Firma und seine Wohnung verlor, erschien auf der Internetseite von Mercury <URL: http://www.mymercury.de /kategorie_leben/browse/1/artikel/niemannsplatz.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=9& cHash=460f7bb2ff>, der Jugendzeitschrift des Rheinischen Merkur. Dafür bekam sie nun - wie die anderen Preisträger bei der Preisverleihung in Münster neben einem Pokal eine Einladung nach Berlin zu einem exklusiven Journalistentraining. Alle ausgezeichneten Beiträge sind auch im Blog zum LBS-Wegweiser-Preis <URL: http://wegweiserjournalistenpreis.de/wordpress/> nachzlesen. Zurück zu: Startseite <URL: startseite/>

01.04.2009 22:54


Das Thema

Evangelischer Kirchenbote 14/2007

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orsicht Ausgrabungen“ steht in hebräischen Schriftzeichen auf dem Plakat an der Tür von Manfred Oemings Arbeitszimmer. Die gedruckten Warnhinweise hat der Professor und Ordinarius für Altes Testament an der Universität Heidelberg von seinen Ausgrabungen auf der „Anhöhe Rahels“ nahe bei Jerusalem mitgebracht. Zusammen mit dem israelischen Professor für Archäologie an der Tel Aviv University, Oded Lipschits, betreibt Oeming ein internationales und interdisziplinäres Projekt, an dem auch die Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg beteiligt ist: Theologie- und Archäologiestudenten aus Tel Aviv und Heidelberg arbeiten gemeinsam mit Freiwilligen aus aller Welt auf dem antiken Ruinenhügel, der bisher erst zu einem Drittel seiner Fläche ausgegraben ist. Im August wird Oeming wieder für vier Wochen mit 20 Studenten zu der Grabungsstätte aufbrechen. Das Vorbereitungsseminar, das archäologische und historische Grundkenntnisse vermittelt, hat bereits begonnen. Auch für diesen vierten Einsatz seit Beginn der Kooperation im Sommer 2005 wirbt Oeming bei Sponsoren Drittmittel für das Projekt ein. Die Studenten, die bei Staub und Hitze zu Spitzhacke und Schaufel greifen, zahlen einen Unkostenbeitrag in Höhe von etwa 200 Euro. Untergebracht werden sie im Kibbuz Ramat Rahel, das ein Hotel betreibt. Die Gründer des seit 1926 bestehenden Kibbuz, das heute 300 Einwohner hat, wollten mit dem Namen „Anhöhe Rahels“ an das in der Nähe gelegene Grab Rahels anknüpfen. Während der Heidelberger Alttestamentler im Sommer 2005 viele der 53 Bewerber abweisen musste, war es ein Jahr später umso schwieriger, die Gruppenstärke von 20 Studenten zu erreichen. Als die Libanon-Krise sich zuspitzte, sprangen einige Teilnehmer ab, für die Ersatzleute gebraucht wurden. So kam eine bunt gemischte Gruppe zusammen, zu der neben sieben Theologen und vier Studenten der Hochschule für Jüdische Studien auch

Scherbenwaschen beendet Tagesprogramm Heidelberger Theologiestudenten beteiligen sich an internationalem Ausgrabungsprojekt in Ramat Rahel

Arbeiten bei Hitze und Staub: Die Grabungen auf dem Ruinenhügel beginnen mit dem ersten Sonnenlicht.

Vertreter der Ägyptologie sowie Juristen und Mediziner gehörten. Der Ruinenhügel in der Mitte zwischen Bethlehem und Jerusalem erstreckt sich über eine Fläche von 190 bis 200 Metern. Obwohl bereits 1931, 1958 und 1984 Ausgrabungen stattfanden, ist das archäologisch ertragreiche Gelände bei Weitem noch nicht wissenschaftlich erschlossen. Zu den wichtigen Entdeckungen aus verschiedenen Epochen gehören eine Wasserversorgungsanlage aus dem 7. Jahrhundert vor Christus, eine königliche Palastanlage, Felsengräber, ein arabisches Viertel und ein byzantinisches Kloster aus dem 5. Jahrhundert.

Der pfälzische Theologiestudent Carsten Kettering ist seit 2005 bei der Ausgräbertruppe. Auch diesen Sommer ist er wieder mit dabei – dieses Mal nicht mit der Spitzhacke. „Ich bin für die Versorgung des Teams mit Werkzeugen und Wasser zuständig“, sagt der 26-Jährige. Bei seinen beiden Grabungseinsätzen hat der Student aus Waldfischbach-Burgalben viel über die Lebensweise in biblischen Zeiten gelernt. Auch wenn die Fundstücke oft nur Münzen und Glas- oder Tonscherben sind, werden durch die Erläuterungen der Archäologen Zusammenhänge sichtbar: „Man weiß plötzlich, in welchem Loch oder in

Einblick in die Zeit der Könige Ramat Rahel liegt zwischen Jerusalem und Bethlehem. Die Bedeutung des Ruinenfelds ist noch nicht sicher erforscht. So ist zum Beispiel unklar, wann zwischen 845 und 600 vor Christus der Ort gegründet wurde. Die Funde der Studenten sind selten spektakulär: viele Tonscherben, ein paar Knochen, Nägel und Pfeilspitzen. Die Grabungsarbeiten halten aber immer wieder Überraschungen bereit: Auf dem Areal wurden riesige antike Pools, Wassertunnel und eine Gartenanlage entdeckt. Ihr Alter schätzen Experten auf 2500 Jahre. Im Nachbarareal hat man einen arabischen Prachtbau freigelegt, rund 1000 Jahre alt. Die abgetragenen Erdschichten haben die Archäologen in verschie-

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dene Stufen bestimmt. Der jüngste ausgemachte Bau ist ein byzantinisches Kloster aus dem 5. Jahrhundert sowie eine Basilika aus dem 7. Jahrhundert. Mauerreste einer Festung aus dem späten 8. Jahrhundert vor Christus gehören dagegen zu den ältesten Funden, die man bisher auf dem Areal gemacht hat. Zwischen den großen Quadersteinen hat man auf zahlreichen Tonscherben Siegelabdrücke judäischer Könige entdeckt. Sie belegen die Bedeutung Ramat Rahels als Verwaltungszentrum des Königreichs Juda. Aber auch andere Funktionen, wie die einer Sommerresidenz, sind aufgrund der Wasseranlagen im Gespräch. jto  Informationen über das Projekt gibt es unter www.ramatrahel.uni-hd.de.

Mit dem Schubkarren: Der Pfälzer Carsten Kettering im Einsatz in Ramat Rahel.

(Fotos: Otte)

welchem Teil des Palastes man steht, und die Arbeit bekommt einen Sinn.“ Der Tag der Ausgräber in Ramat Rahel beginnt um 4.45 Uhr. Schon vor Sonnenaufgang werden die Werkzeuge verteilt, damit bei den ersten Sonnenstrahlen die Arbeit beginnen kann. Bei Temperaturen von bis zu 43 Grad im Schatten wird das Graben zur Knochenarbeit. „Der Boden ist hart wie Beton“, berichtet Kettering. Um 13 Uhr beginnt eine ausgedehnte Mittagspause. „Duschen ist dann Pflicht“, sagt Kettering. Denn die eingestaubte und verschwitzte Gräber-Truppe soll bei den anderen Gästen im Kibbuz-Hotel keinen Anstoß erregen. Um 16 Uhr treffen sich dann alle zum Scherbenwaschen. Für den Archäologen liefern die unspektakulären Bruchstücke wichtige Informationen für die zeitliche Einordnung. Die Keramik gilt als Kalender des Archäologen. An einigen Abenden hören die Ausgräber Vorträge zu archäologischen Themen und machen Exkursionen nach Jerusalem zu den historischen Stätten der Bibel. Carsten Kettering hat in Israel Freundschaften geschlossen. Im vergangenen Jahr, als sich die LibanonKrise zuspitzte, wurden drei israelische Studenten aus der Gruppe zum Militärdienst eingezogen. Auch wenn Ramat Rahel vom Kriegsgeschehen nicht betroffen war, bekam die Gruppe die Auswirkungen der Auseinandersetzung doch zu spüren. Ein Freund von Carsten Kettering wurde als Soldat schwer verwundet. Ein Archäologe, der die Ausgrabung als „Field Director“ betreute, fand sein Haus, das im Kriegsgebiet lag, zerstört vor. Brigitte Degitz


Radioandacht über "Heimatlose mit Dach überm Kopf"

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Radioandacht über "Heimatlose mit Dach überm Kopf" Jan Thomas Otte

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24.04.2008 bei Rockland Radio 'Feels Like Heaven'

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Ein ganz normaler Nachmittag in der Innenstadt. An einer Bushaltestelle sitzen ein paar Männer. Mitte Fünfzig. Ohne Arbeitsplatz aber mit Hartz IV. Die meisten können gut davon leben. Betteln braucht hier niemand. Wir kommen ins Gespräch, warten auf denselben Bus. Wolfgang ist einer von ihnen. Es ist nur eine flüchtige Begegnungen auf der Straße. Früher hat er als Zimmermann gearbeitet – bevor die Firma Pleite machte. Seine Frau ist ihm weggelaufen und seine Gesundheit – naja, war auch mal besser. Wolfgang hat ein Dach über dem Kopf – aber keine Heimat. Menschen, die als „Penner“ leben, genug zu essen haben und bürgerliche Berufe gelernt haben. Aber Schicksal sei das nicht, sagt er gelassen und streichelt Fluffi, sein Schoßhündchen, durchs Haar. Was ihn nervt? Diese Vorurteile, dass er sein Geld nur für Alkohol und Kippen ausgibt. Wolfgang braucht keinen Almosen. Er will beachtet werden, wie jeder normale Mensch. Jesus hatte kein Geld zu verschenken, aber er schenkte den Ärmeren der Gesellschaft seine Aufmerksamkeit. Er schaute nicht weg, wo Not am Mann war, nicht auf die Uhr sondern dahin, wo er gebraucht wird. Diesen Blick will ich auch haben. Machen Sie doch mit!

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Fünf ehemalige Abiturienten verraten, wie sie die Wartezeit zwischen Abi-Ball und Ausbildungsbeginn sinnvoll überbrückt haben. Die jobbende Weltenbummlerin Was sie nach dem Abi machen wollte, wusste Mareen Willing nicht so genau. Nur eins stand fest: „Ich wollte ganz weit weg.“ So zog es die damals 19-Jährige ins Land der Kängurus und Koalas. „Australien ist atemberaubend schön, hat aber leider auch seinen Preis“, verrät die Abiturientin. Um ihre Entdeckungstour zu finanzieren, jobbte Mareen immer so lange an einem Ort, bis das Geld für die nächste Etappe reichte. In acht Monaten pflückte sie Tausende von Weintrauben, lernte, wie man Wohnmobile putzt und auf einem Rockfestival kellnert. Sinn und Zweck: Work and Travel-Programme steigern die Selbstständigkeit, eröffnen neue Horizonte und dienen zum Verbessern der Sprachkenntnisse. Außerdem kann man sich unterwegs in Ruhe über seine Zukunftspläne klar werden.

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Kosten: Hoch. Es empfiehlt sich, rechtzeitig etwas anzusparen, um einen Notgroschen mit auf die große Reise nehmen zu können.

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Der Praktikant Schon während der Schulzeit war Christoph Neumann klar: „Ich will Arzt werden!“ Seine Abiturnote öffnete ihm leider nicht sofort die Tür zum Medizinstudium. Also machte er aus der Not eine Tugend und absolvierte ein einjähriges Praktikum beim Roten Kreuz. „So konnte ich die Wartezeit nutzen, um einen realistischen Einblick in den Berufsalltag zu gewinnen und Dinge zu lernen, die später im Studium nützlich sind“, sagt der Abiturient. Sinn und Zweck: Praktika sind eine gute Möglichkeit, frühzeitig Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln und herauszufinden, ob der angestrebte Beruf der Richtige für einen ist. Kosten: Gering, vorausgesetzt man wohnt weiterhin zu Hause. Leider werden Praktika nicht in allen Branchen vergütet. Nützliche Infos: www.planet-praktika.de, www.generation-praktikum.de Die Sprachreisende Vom Eiffelturm aus den Blick über die Dächer von Paris schweifen lassen – für Anja Rostock ein langgehegter Traum. Die freie Zeit nach dem Abi nutzte sie jedoch nicht nur für einen Wochenend-Trip in die Stadt der Liebe, sondern blieb gleich ein halbes Jahr. Mit einem Sprachkurs an der traditionsreichen Universität Sorbonne bereitete sie sich auf den anspruchsvollen Aufnahmetest für den Studiengang deutsch-französisches Recht vor. Sinn und Zweck: Wer verreisen und zugleich etwas lernen will, ist mit

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einem Sprachkurs gut beraten. Außer Landeskenntnissen und neuen Bekanntschaften erwirbt man eine Qualifikation, die spätestens beim Berufseinstieg von Vorteil sein kann. Kosten: Relativ hoch. Allerdings gibt es Organisationen, die Reisestipendien vergeben. Nützliche Infos: www.heinz-schwarzkopf-stiftung.de, www.dfjw.org, www.zis-reisen.de Der Existenzgründer Eigentlich wollte Gregor Landwehr nach dem Abi vor allem sein Konto auffüllen. Weil er auf Kellnern oder Fabrikarbeit keine Lust hatte, machte er kurzerhand sein Hobby zum Beruf und gestaltete Internetseiten. Inzwischen vermarktet er mit seiner Firma „Sportwerk“ unter anderem die Homepage der Basketball-Bundesliga. „Besser hätte ich die Wartezeit nicht überbrücken können. Mit der Firmengründung habe ich den Grundstein für die Finanzierung meines Studiums gelegt“, erklärt er. Sinn und Zweck: Wer schon in jungen Jahren eine eigene Firma gründet sammelt nicht nur unbezahlbare Erfahrungen, sondern verbessert auch seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Kosten: Unterschiedlich. Im Internet kann man oft schon mit kleinen Summen große Ideen umsetzen. Außerdem gibt es staatliche Förderprogramme. Nützliche Infos: www.existenzgruender.de, www.gruenderszene.de, www.unternehmertipps.de Der Freiwilligendienstler Statt zum Feiern in den Süden reiste Jan Thomas Otte nach dem Abi mit dem Freiwilligendienst der Evangelischen Kirche nach Israel. Ein halbes Jahr kümmerte er sich dort um christliche Pilger, machte Frühstück, putzte und kaufte ein. Vor allem lernte der angehende Psychologie-Student jedoch das Heilige Land, dessen Bewohner und ihre Probleme kennen. Von diesen Erfahrungen profitiert er noch heute im Hörsaal, wenn es zwar wieder um Konflikte geht, aber nur in der Theorie. Sinn und Zweck: Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, anderen Menschen helfen und dabei eine fremde Kultur kennen lernen. Auch im Lebenslauf machen sich soziale Dienste gut. Kosten: Überschaubar. Verpflegung und Unterbringung sind in der Regel frei, ein Gehalt wie beim Zivildienst gibt es aber nicht. Nützliche Infos: www.ekd.de, www.freiwilliges-jahr.de, www.pro-fsj.de Jan Philipp Burgard UNICUM Abi, Dezember 2007

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18.01.2008



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