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Karlshöhe Ludwigsburg

„... und führet mich zum frischen Wasser“

Schirmherrin: Eva Luise Köhler

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Berichte – Einblicke – Informationen

Jahresbericht 2011

hier können noch ein paar Zitate aus der jeweiligen Epoche stehen

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Herzliche Einladung 22. Oktober 2011

➛ Herbstflohmarkt

4. März 2012

➛ Berufung und Einsegnung der Diakoninnen und Diakone (grundständige DiakonInnenausbildung)

25. März 2012

➛ Berufung und Einsegnung der Diakoninnen und Diakone (berufsbegleitende DiakonInnenausbildung)

31. März 2012

➛ Frühjahrsflohmarkt

6. Mai 2012

➛ 136. Jahresfest evtl. Terminänderungen unter www.karlshoehe.de oder Tel. 07141 965-0 Zum 40. Jubiläum der Kantorei ist zu hören:

• Sonntag, 13.11.2011, 17 Uhr | Kirche der Karlshöhe W. A. Mozart (1756-1791): Requiem KV 626 • Hl. Abend, Samstag 24.12.2011, 17 Uhr | Kirche der Karlshöhe „Davon ich singen und sagen will“ – Musikalischer Gottesdienst zu Hl. Abend • Palmsonntag, 01.04.2012, 18 Uhr | Friedenskirche Festkonzert zum 40-jährigen Bestehen J. S. Bach (1685-1750): Messe h-moll BWV 232 Impressum Herausgeber: Pfarrer Frieder Grau Redaktion: Marianne Raden, Diakon Jörg Conzelmann Satz und Layout: coxorange – all media publishing, Mundelsheim Titelfoto: Marianne Raden; Gestaltung: D-KO, Essen Repro und Druckerei: Willy Schäfer, Waiblingen Versandvorbereitung: Auszubildende der Kaufmännischen Ausbildung der Karlshöhe Stand: September 2011 Die Titelseite zeigt den Gebirgsbach beim Karlshöher Ferienheim Lauchbühl, Grindelwald

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Inhaltsverzeichnis

Seite 2 Impressum

Seite 4 Vorwort des Verwaltungsratsvorsitzenden Schwerpunkt: „...und führet mich zum frischen Wasser“ (S. 5 bis 18)

Seite 5

Frisches Wasser – für die Durstigen zuerst! (Frieder Grau)

Seite 8

Vom Führen – Demut statt Überheblichkeit (Dieter Kaufmann)

Seite 10

Psalm 23

Seite 12

Über Kraftquellen und Herausforderungen (Gerhard Gasser)

Seite 16

Neu im Vorstand

Seite 18

Wie frisches Wasser: Gottesdienste und Andachten auf der Karlshöhe

Die Abteilungen im Jahresrückblick (S. 19 bis 30)

Seite 19

Kantorei – Seit 40 Jahren ein Kleinod christlicher Chormusik

Seite 20

Vorstand und Freundeskreis der Karlshöhe e. V.

Seite 21

Diakonische Einrichtungen

Seite 24

ISAK und Erholungseinrichtung Lauchbühl

Seite 25

Diakonieverband, Hochschulgemeinde und Studienwohnheim

Seite 26

Diakonische Bildung

Seite 28

Zentrale Abteilungen

Seite 30

MitarbeiterInnenvertretung

Streiflichter aus den Jahren 2010 und 2011 (S. 31 bis 38)

Seite 39

Zahlen und Fakten

Seite 42

Anschriften und Leitung

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Vorwort

Foto: Privat

Liebe Leserin, lieber Leser,

Hans-Ulrich Schulz

„… und führet mich zum frischen Wasser“. Diese Worte aus Psalm 23 erinnern an den diakonischen Anspruch der Karlshöhe. Und diese innere Einstellung der Nächstenliebe und der Achtung vor der gottgegebenen Würde jedes Menschen muss sich am fachlichen Können und an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bewähren. Denn fachliche, wirtschaftliche und diakonische Qualität sind zunehmende Herausforderungen für jeden der Mitarbeitenden. Herausragendes Wissen in der medizinischen Pflege, der sozialarbeiterischen Betreuung, der Anleitung am Arbeitsplatz und in der beruflichen Ausbildung sind unerlässlich. Regelmäßige Fortbildungen der Mitarbeitenden und die Nähe zur Evangelischen Hochschule unterstützen diesen Anspruch. Wirtschaftliche Kompetenz und Managementwissen auf allen Leitungsebenen sind unverzichtbar, um die Karlshöhe wirtschaftlich stabil zu halten. Der “Organisationsentwicklungsprozess Karlshöhe 2014“ begünstigt diese Forderung ebenso wie die innere Einstellung und Bereitschaft aller Mitarbeitenden. Die diakonische Unternehmenskultur ist ein bedeutsames Erkennungszeichen der Karlshöhe. So ist es auch spürbar, dass die Mitarbeitenden im Menschen ein Geschöpf Gottes sehen mit unzerstörbarer Würde und nicht nur einen Klienten oder einen Pflege- oder Betreuungsfall.

Einmal mehr ist Anlass gegeben, von Herzen zu danken: Allen voran den Menschen, die auf der Karlshöhe an jedem Tag unter zunehmend schwierigen Bedingungen mehr als gute Arbeit leisten. Dank aber auch allen Ehrenamtlichen und Freunden der Karlshöhe. Auch sie setzen sich auf vielfältige Weise mit Herz, Verstand und christlicher Nächstenliebe für ihre Mitmenschen ein. Dies durch ihr Interesse, ihr Handeln, ihre Fürbitten und Spenden. Der Vorstand ist sich dieses Schatzes sehr wohl bewusst. Auch der Verwaltungsrat, der Finanzausschuss und der Freundeskreis der Karlshöhe. Oberstes Ziel dieser Gremien ist es, ein stetiges inneres Wachstum der Stiftung zu garantieren bei solider wirtschaftlicher Stabilität.

Hans-Ulrich Schulz

Vorsitzender des Verwaltungsrates

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Schwerpunkt: Frisches Wasser – für die Durstigen zuerst!

Foto: Michael Fuchs

Beim 135. Jahresfest predigte Pfarrer Frieder Grau über den Psalm, aus dem das Jahresfest-Motto und das Jahresthema der Karlshöhe hervorging: „…und führet mich zum frischen Wasser“. Hier die Predigt in Auszügen.

Pfarrer Frieder Grau ist Direktor der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg

„Ohne Wasser kein Leben!“. Zwar konnte man auf unserem Wasser-Parcours am Jahresfest lesen, dass es Wüstenmäuse gibt, die ohne Wasser auskommen. Ihnen genügt das bisschen Tau, das sich in der Nacht auf dem Boden bildet. Sagenhaft! Aber für uns Menschen ist das nichts! Wir brauchen Wasser, frisches Wasser, um leben und überleben zu können. Auch im übertragenen Sinn: Ohne Wasser, ohne Liebe, ohne Vertrauen, ohne Freiheit, ohne Barmherzigkeit kein Leben! Nun komme ich im Normalfall ganz gut selbst zurecht und finde den Weg zum frischen Wasser. In unserer Wohlstandsgesellschaft ist es selbstverständlich, dass mir zu jeder Zeit und an jedem Ort frisches Wasser zur Verfügung steht. Ich muss nur den Wasserhahn aufdrehen. Und dann fließt reichlich frisches Wasser. Und wenn mir das Wasser aus dem Wasserhahn zum Trinken zu wenig schmackhaft ist, dann kann ich im Supermarkt zwischen einer Fülle von Mineralwassern wählen. Das Angebot an frischem Wasser ist beeindruckend. Genau mit dieser Qual der Wahl fangen aber die Probleme an: Welches frische Wasser soll ich denn wählen? Soll ich der Werbung vertrauen? Meinem eigenen Geschmack? Ich brauche Beratung, ich brauche Orientierung, wenn es um frisches Wasser für mein Leben geht. Denn es kommt schon darauf an, aus welchen Quellen ich schöpfe, ob aus den Quellen der Liebe und des Vertrauens oder aus den Quellen des ungezügelten

Egoismus und des Eigennutzes. Nicht überall, wo frisches Wasser drauf steht, ist frisches Wasser drin. Wenn ich recht sehe, dann scheitern viele Menschen in ihrem Leben nicht an zu wenigen Wasserangeboten, sondern an der Vielzahl, am Überangebot der Lebensmöglichkeiten. Um es deutlicher zu sagen: Viele – auch junge – Menschen, die auf der Karlshöhe im Haus DoppelPunkt betreut werden, hatten einmal ein normales bürgerliches Leben mit gutem Schulabschluss und vielen Lebensoptionen. Aber dann haben sie in den Lebens-angeboten die Orientierung verloren, dann wurden Alkohol oder Drogen zum Ersatz für Lebenswasser. Ich brauche Orientierung, um zu wirklich lebendigen Quellen zu kommen. Gerade im Überangebot an Wasser brauche ich einen guten Hirten, der mich zum frischen Wasser führt. Dass wir uns nicht falsch verstehen: Der gute Hirte gönnt mir meine Eigeninitiative. Er traut mir viel Selbständigkeit zu. Das wäre nicht ein guter, sondern ein überfürsorglicher Hirte, der mich mehr führt als notwendig. „Overprotection“ ist weder in der Erziehung noch in der Diakonie noch im Verhältnis Gottes zu mir angesagt. Ein guter Hirte wird nicht gleich eifersüchtig, wenn ich mal aus der einen oder anderen Quelle nippe – was der moderne Mensch bekanntlich mit großer Vorliebe tut. Kennzeichen dieses guten Hirten ist es, dass er mir Orientierung gibt, mich aber auch in Ruhe und Selbständigkeit Wasserquellen suchen und finden lässt.

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Frisches Wasser – für die Durstigen zuerst! Und dann gibt es Wüstenzeiten, in denen frisches Wasser rar ist. Ich bin keine Wüstenmaus. Ich halte es nur eine begrenzte Zeit ohne Wasser aus. Tiere sind da besser in ihrem Orientierungssinn als der Mensch. Wer in der Wüste des Lebens unterwegs ist, der braucht einen guten Hirten, um den Weg zur Oase, zum Wasserloch, zum frischen Wasser zu finden. In unserem Psalm 23 stellt Gott sich vor als der gute Hirte, der zum frischen Wasser führt, der mich auch im finsteren Tal tröstet und der mir im Angesicht von Bedrohungen voll einschenkt, also nicht nur ein paar Tropfen. Und Christus, der gute Hirte, lädt alle durstigen Seelen ein, zu ihm zu kommen und zu trinken. Kurzum: „Wohlan, alle (alle!), die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her! Warum gebt ihr Geld und sauren Verdienst für das, was nicht satt macht? Kommt her und kauft ohne Geld umsonst (umsonst!) Wein und Milch!“ (Jesaja 55,1). Also die durstigen Seelen, die Armen, die Mittellosen zuerst! Die Empfänger von Grundsicherung, die Langzeitarbeitslosen, die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses auf der Wart zuerst! Er, der gute Hirte, führt gewiss auch mich zum frischen Wasser, aber Menschen aus dem geistigen und materiellen Prekariat zuerst! Wasser ist weltweit eine knappe Ressource. Wir stehen in einem Verteilungskampf. Wenn Sie das Bild erlauben: An der Wasserstelle in der Wüste entsteht ein Gedränge. Alle haben Durst und alle wollen trinken. Und wer setzt sich durch? Natürlich die Starken! Schlimmer noch: Manchmal verunreinigen sie das Wasser, nachdem sie selbst getrunken haben. Hauptsache selbst den Durst gestillt, die anderen stören nur. Sie glauben das nicht? Dann lesen Sie Hesekiel 34: „Ist‘s nicht genug für euch, die beste Weide zu haben, dass

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ihr die übrige Weide mit Füßen zertretet, und klares Wasser zu trinken zu haben, dass ihr auch noch hineintretet und es trübe macht? Mit Seite und Schulter drängelt ihr und stoßt die Schwachen mit euren Hörnern hinaus, bis ihr alle hinausgetrieben habt!“ Also keine Hirtenromantik, sondern harte soziale Wirklichkeit! Wie ist das mit unserer Sozialgesetzgebung in unserem Wohlstandsland? Wie ist das auch bei uns in der Diakonie? Wie ist das in Griechenland, in Italien, wie ist das mit den Rettungsschirmen? Eine wichtige Pointe in Hesekiel 34 ist die Kritik an den falschen Hirten, die nur sich selbst weiden und die Herde vernachlässigen, beziehungsweise sogar „vervespern“. Auch hier stellt Gott sich vor als der gute Hirte, der sich selbst seiner Herde annimmt und sie zum frischen Wasser führt. Und er tut das in überraschender Weise: Er stärkt das Starke (V. 16). Ja, Sie haben recht gehört, Gott als der gute Hirte behütet und stärkt, was fett und stark ist. Er macht die Starken, die Leistungsträger nicht schlecht, er schwächt sie nicht, sondern er behütet und stärkt und fördert sie. Aber vor allem stärkt er die Schwachen, ermöglicht ihnen Teilhabe, er sorgt dafür, dass die Starken die Schwachen nicht verdrängen im Kampf um die besten Weideplätze und Wasserstellen. Genau darin sieht auch der gute Hirte Jesus sein diakonisches Hirtenamt, dafür zu sorgen, dass die Schwachen und Langsamen und in ihren Möglichkeiten Eingeschränkten einen guten Wasserplatz erhalten. Und gerade darum hat unsere Wohlstandsgesellschaft - die Schwachen und die Starken, die vielleicht ganz gut ohne einen guten Hirten auskämen - diesen guten Hirten so bitter nötig. Zum Schluss: Wir können und sollen einander zu guten Hirten werden, die einander den Weg zum frischen Wasser zeigen. Das ist der Auftrag des einen guten

Fragen zum Thema Wasser begleiteten die BesucherInnen am Jahresfest. Einige davon lesen Sie auf den folgenden Seiten.

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Foto: Karlshöhe/Jugendhilfe

Jugendhilfe: Es ist wichtig, Kindern und Jugendlichen Orientierung zu geben, sie behutsam und glaubwürdig zu führen

diakonischen Hirten-Pastors an uns alle als seine Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakone. Im Johannesevangelium kommt dieser Angestellte, der „Mietling“ schlecht weg. Er kümmert sich bei Gefahr nicht um die Schafe, sondern läuft weg. Ehrlich gesagt, ich finde das ungerecht. Ich bin ein Mietling. Mir gehören die Schafe nicht, ich tue meine Arbeit für Geld, aber ich setze mich ein und ich laufe nicht gleich weg

bei Gefahr – oder manchmal doch? Dann ist es gut zu wissen, er allein ist der gute Hirte, der uns alle, also auch mich, zum frischen Wasser führt – und die Schwachen, Belasteten, Benachteiligten zuerst! Er, der eine gute Hirte, hat sogar sein Leben gelassen für seine Schafe.

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Schwerpunkt: Vom Führen – Demut statt Überheblichkeit Beim 4. Karlshöher Diakonietag am 26. März 2011 erläuterte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann am Beispiel von Mose, was Führen bedeutet.

Foto: DWW

Mose Mose, von Gott ausersehen, sein Volk ins gelobte Land zu führen. Mose – „der einsamste und mächtigste Held der biblischen Geschichte. Wegen der ungeheuren Größe seiner Aufgabe und der Fülle seiner Pfarrer Dieter Kaufmann Erfahrung gebührt im Bewunderung und ist OKR und Vorstandsheilige Ehrfurcht“ – so beschreibt Elie vorsitzender des Wiesel ihn (Elie Wiesel, Adam oder das GeDiakonischen Werkes heimnis des Anfangs, Brüderliche UrgeWürttemberg stalten, Freiburg, 1980, darin: Moses: Porträt eines Führers, S. 172 – 206). Mose, in seinem Leiten hat er mit Widrigkeiten zu kämpfen. Schon zu Anfang würde er es am liebsten lassen. In seiner Sandwichposition reibt er sich fast auf. „Die Fleischtöpfe Ägyptens“ verklären die Vergangenheit. „Er hatte so sehr an seinem Volk gelitten, dass er schließlich an sich selbst und seiner Mission zu zweifeln begann.“ (Wiesel, S. 178). Dornen und Distanz annehmen Bei seiner Berufung sieht Mose eine wundersame Erscheinung. Der Dornbusch brennt und verbrennt doch nicht. Der Engel des Herrn ist in der feurigen Flamme im Dornbusch. Im Dornbusch ist es eng. Man bleibt hängen, man wird gestochen, verletzt. In diesem niedrigsten aller Büsche ist Gott, so sagen die jüdischen Gelehrten, weil er die Enge, die Not seines Volkes sieht. Dornbuscherfahrungen, die das Leben eng werden lassen. Man wird selbst dornig und zornig. Es tut manches weh. Und das Leben droht einen zu verzehren wie ein brennender Schmerz.

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Doch der Dornbusch verbrennt nicht. Er bleibt. Weil Gott den Dornbusch gewürdigt hat als den Ort, als die Erfahrung, wo er bleibt. Ja, geradezu begegnet. Noch mehr: Im Dornbusch beruft er. Ruft er zu sich. Mose förmlich angezogen, die Stimme ruft ihn. Doch: „Tritt nicht herzu!“ Gott hält auf Distanz. Die Nähe Gottes zu spüren, dem Heiligen nah zu sein, wer verstünde es nicht. Und doch erfahren wir auch im Glauben die Distanz. Die Unverfügbarkeit Gottes. Auch sein Nicht-Verstehen können, Nicht-Fassen können, NichtErklären können. Den Frust anderer aushalten Uns geht’s schlecht, so beklagt sich das Volk und zweifelt Moses Leitungsqualitäten an. Leitung heißt immer auch Management der Projektionen. Wenn wir nicht sofort etwas zwischen die Zähne bekommen, dann hat das Ganze doch keinen Sinn. Das Volk stellt das Unternehmen Exodus in Frage. Es ist gekränkt, weil es nicht das bekommt, was es will. Und immer dann kommt das "früher war es besser". Als Mose auf dem Berg ist, um die Gebote zu empfangen, ist das Volk verunsichert. „…denn wir wissen nicht, was diesem Mann Mose widerfahren ist.“ Aaron soll ihnen einen Gott machen, der vor ihnen hergeht. So entsteht das Goldene Kalb. Es wird viel investiert. Alles Gold gesammelt. „Und auch Mose verdross es“ heißt es in 4. Mose 11, 10. Er sieht die ganze Last auf

Wie viele Mineralwässer werden in Deutschland angeboten

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sich liegen. Gott wirft Mose nicht seine „Und als letzten: „Ich kann nicht reden.“ Schwäche vor. Wer seine Schwäche sich Alle Einwände nützen ihm nichts. und anderen zugestehen kann, ist ein star- Mose erschrickt geradezu über das, was ker Mensch. Gott ihm zutraut. „Wer bin ich denn?“ Mose bekommt Beistand. Gott legt von sei- fragt man sich nur selbst. Und schon in nem Geist auf die anderen – er verteilt die der Frage schwingt alles mit, was man Aufgabe – „damit sie mit dir die Last des über sich weiß. Alle Seiten meiner LebensVolkes tragen und du nicht allein tragen geschichte stehen plötzlich vor Augen. Die musst“ – so in Vers 17. eigenen Skrupel und Ängste. Die Abgrün de, die man nur selbst kennt. Man wird in Demut als Haltung der „Demut des Wissens“ anders sehen, Als er zu seiner Aufgabe berufen wird, lehnt sich und andere. Mose ab. Die biblische Geschichte erzählt, dass seine Ausreden ihm nichts nützen. Wa- Leiten und Lassen rum ich? Warum nicht Aaron? Meine Aus- Gott redet Mose diese Frage, ja seine gandrucksweise ist schlecht. Sie werden mir zen Einwände, nicht aus. Er gibt Mose nur tausend Fragen stellen. Dennoch, er soll eine Antwort: „Ich will mit dir sein.“ Man sein Volk in die Freiheit führen. kann niemand seine Angst, seine Zweifel, seine Trauer, seine Schuldgefühle ausre„Nicht Zähne zeigen, Demut üben“ – die- den. Man kann nur dableiben. Mitgehen ser Satz könnte ein biblischer sein. Er war und Mittragen. Überschrift in der Frankfurter Rundschau vom 14. August 2004. Als Untertitel stand Mose geht durch Enttäuschungen und zu lesen: „Wie Vorgesetzte Leistungsreser- Prüfungen. Er scheitert nahezu an seiner ven bei Mitarbeitern erschließen können“. Aufgabe, er verteidigt das Volk vor Gott, Der Leiter des Zentrums für Strategische als es im Goldenen Kalb sich einen Ersatz Unternehmensführung und Leadership schaffte. Ihn hielt, was ihm von Gott zugeder Universität Innsbruck beschreibt De- sagt war: „Ich bin mit dir!“ und „Du sollst mut so: „Wer durch Beispiel, durch Vor- mein Volk in die Freiheit führen“. bild zur intensiveren Leistung animieren will, braucht Demut. Die Demut des Wis- „Dienen und Führen“ ist der Titel eines im sens, dass er nicht allein neue Möglichkei- Namen von Hans L. Merkle, dem früheren ten umsetzen kann oder für alle unterneh- Bosch-Vorstandsvorsitzenden, herausgegemerischen Probleme eine Lösung finden benen Buches. In einem gleichlautenden kann. Und vor allem auch die Demut, sei- Vortrag darin steht: „Führungsphilosophie ne eigene Sicht der Welt, seine eigenen lässt sich nicht in gleicher Weise konkretiÜberzeugungen, sein eigenes Wissen im- sieren wie die methodischen Fragen. Wer mer wieder in Frage zu stellen und sich führt, muss mitreißen, dies verlangt tiefe nicht als das Maß aller Dinge zu sehen. Überzeugung, ja Passion des Führenden…. Vorgesetzte, denen die Demut fehlt, wer- Dies verlangt eine innere Haltung, die den den schnell zum Felsbrocken, an dem jed- Führenden im Erfolg zügelt und vor Überwede Bereitschaft, sich engagierter die Är- mut bewahrt, im Misserfolg zum Durchmel aufzukrempeln, zerschellt.“ halten befähigt…“ (H. L. Merkle, Dienen und Führen, S. 171) Mose hat viele Einwände. „Wer bin ich und was soll ich denn sagen, wer mich Anders gesagt: Leiten und Lassen – das ist schickt? Sie werden mir nicht glauben. eine geistliche Haltung.

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Über 500 Mineral- und 50 Heilwässer, dabei verfügt jedes Wasser über seinen ganz eigenen Geschmack.

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Psalm 23

Shamshad Ali, geboren und aufgewachsen in Indien, 1978 zum christlichen Glauben konvertiert. Der Hirte und seine Schafe werden nur durch die unterschiedliche Gestaltung des Textes (Psalm 23) und seiner Buchstaben konturiert. Der Ludwigsburger Künstler hat der Karlshöhe das Bild zum Abdruck zur Verfügung gestellt. Shamshad Ali, 1993 – www.worte-gestalten.de

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Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

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Schwerpunkt: Über Kraftquellen und Herausforderungen

Foto: Michael Fuchs

Gerhard Gasser war als Diakonischer Leiter 18 Jahre lang im Vorstand und hat das diakonische Profil der Stiftung ganz wesentlich geprägt. Kaum ein Jahr verging, ohne dass eine Baustelle auf die Weiterentwicklungen hinwies, die er initiiert hatte. Es waren immer Baustellen, die hart erkämpft und erfolgreich abgeschlossen wurden. Heute steht die Karlshöhe mit einem modernen und zeitgemäßen Leistungsangebot in vielen Feldern der Sozialen Arbeit ganz vorne im Landkreis. Am Ende des Jahres wird er seinen Dienst beenden und in die Altersteilzeit gehen. Das Jahresmotto gab ihm Anhaltspunkte für einen Rückblick und Ausblick.

Diakon Gerhard Gasser Diakonischer Leiter

Berufung Nach über 20 Jahren Dienst beim Staat in verschiedenen Schulen und als Dozent am Fachseminar für Sonderpädagogik in Reutlingen wurde ich 1993 gefragt, ob ich mir eine Berufung als Diakon in der Leitung auf der Karlshöhe vorstellen könne. Wir kennen alle die Berufungsgeschichten der Bibel: Kann ich gemeint sein, bin ich der Aufgabe gewachsen, laufe ich weg, habe ich zu gehorchen, kann und muss ich mich der Berufung stellen. Die Anfrage führte zur Auseinandersetzung mit der eigenen Einsegnung ins Diakonenamt und zu der Frage: Welchen Auftrag, welche Berufung habe ich? Was spricht für, was gegen eine Arbeit auf der Karlshöhe? Um es kurz zu machen: Das Ja der Karlshöhe zu meiner Person haben es meiner Familie und mir ermöglicht, ein Ja zu dieser Berufung zu finden.

ben getragen von der gemeinsamen, verbindenden Bitte aus dem Gesangbuchlied 565: „Herr, wir bitten: Komm und segne uns, rühr uns an mit deiner Kraft“. Erstaunlich war für mich immer wieder, wie aus biblischen Impulsen am Anfang von Sitzungen eine Kraftquelle für die folgenden Beratungen entstanden ist, im Verwaltungsrat, bei Abteilungsleiterkonferenzen oder im Vorstand.

Quellen Nun wurde ich gefragt, was sind, was waren die Quellen, die Kraftquellen für meine Arbeit auf der Karlshöhe?

Die biblischen Reflektionen, die Gottesdienste und die erfahrbare Gemeinschaft waren immer wieder eine Vergewisserung bei manch weichenstellenden Grundsatzentscheidungen. Sie gaben Kraft für die vielen Herausforderungen. Denn jede Entscheidung bedeutete ja auch ein Risiko in Hinblick auf die Finanzen, auf die Mitarbeiterschaft und auf die diakonische Kultur der Karlshöhe, sei es im Organisationsentwicklungsprozess, sei es bei dem Ausbau von diakonischen Angeboten oder der Einführung und Beendigung einer eigenen Karlshöher Fachhochschule.

Es war das Wissen um die lange Tradition von Diakonen und Diakoninnen, die sich in die Arbeit der Karlshöhe eingebracht haben. Es war das Wissen, dass wir auf dem Fundament, das diese Brüder und Schwestern legten, die Arbeit weiterführen können. So werden alle unsere Vorha-

Herausforderungen Es waren tatsächlich gewaltige Herausforderungen, die es in den letzten 18 Jahren gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dem Vorstand und dem Verwaltungsrat zu bewältigen galt.

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Ein paar Beispiele: 1993 war das Wohnheim am Theodor-Lorch-Weg noch nicht gebaut. Es gab noch keine Pflegeversicherung. Zur Finanzierung wurden in der Eingliederungshilfe Hilfebedarfsgruppen (1998) und in der Altenhilfe Pflegestufen (1997) eingeführt. Es gab noch keine Fachhochschule auf der Karlshöhe, keine Arbeit mit arbeitslosen und psychisch kranken Menschen. Der Umbau von Altenpflegeheim, Wernerhaus (Internat) und Haus auf der Wart standen an. Wir hatten von 1993 bis 1995 eine erste Organisationsberatung, was zur Bildung eines dreiköpfigen Vorstandes führte. Wir haben 2008 einen weiteren Organisationsentwicklungsprozess angestoßen, ebenfalls teilweise begleitet von außen. Hier ging es um die Zukunftsperspektiven über das Jahr 2014 hinaus. Die Ergebnisse ermöglichen eine zukunftsorientierte und nachhaltige Weiterentwicklung, die mir immer wichtig war.

Selbstverständnis der Karlshöhe Die Karlshöhe ist eine lernende Organisation und sie ist einer hohen Qualität verpflichtet. Im Mittelpunkt steht immer der Mensch, also die HeimbewohnerInnen, aber eben auch die Mitarbeitenden und deren Arbeitszufriedenheit. Deshalb ist die Karlshöhe in ihrer Vielfalt eine akzeptierte und respektierte Größe im Bereich der diakonischen Arbeit im Landkreis und darüber hinaus. Ich denke, die Karlshöhe zeichnet sich durch eine flache Hierarchie, hohe Transparenz und eine Dialogbereitschaft zwischen Vorstand und Mitarbeiterschaft aus. Deshalb wurde der Organisationsentwicklungsprozess eben auch mit allen Mitarbeitenden diskutiert und mit hoher Mitarbeiterbeteiligung durchgeführt.

Diese Dialogbereitschaft sollte sich die Karlshöhe bei der Weiterentwicklung von Angeboten und in den anstehenden Veränderungsprozessen erhalten und dabei auf die Solidarität der Geschäftsbereiche untereinander achten. Dazu gehört auch die konsequente Einbindung der MitarbeiterInnenvertretung in notwendige Entscheidungen. Ein gelungenes Beispiel ist die gute Zusammenarbeit im Bereich der Altenhilfe, als es bei der Bestandssicherung um deren Zukunftsfähigkeit ging. Das hohe Maß an Verantwortungsbewußtsein und Bereitschaft zur kon­ struktiven Zusammenarbeit zahlte sich eindeutig aus. Es ist ganz entscheidend, mit der der Karlshöhe eigenen Entwicklungsfreude, ihrem Mut zu neuen Aufgaben und einer grundsätzlichen Orientierung an dem Leid der (regionalen) Welt die Zukunftsfähigkeit der Karlshöhe zu sichern.

Perspektiven Meine Kraftquelle waren stets die genannten Andachten im Verwaltungsrat, im Vorstand, bei Sitzungen im Geschäftsbereich. Wenn wir unsere Entscheidungen immer wieder am Wort Gottes ausrichten und so „zu den frischen Wassern geführt werden“, kann im Dialog die Weiterentwicklung der Karlshöhe am Bedarf der Gesellschaft ausgerichtet werden. Das Grundanliegen der Reform in der Eingliederungshilfe ist es, Teilhabemöglichkeiten und Leistungen der Eingliederungshilfe in Übereinstimmung mit der UN-Behindertenrechtskonvention weiter zu entwickeln und zu verbessern. Die Karlshöhe beteiligt sich mit anderen Trägern und dem Landkreis, begleitet von der Evangelischen Hochschule, an

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Schwerpunkt: Über Kraftquellen und Herausforderungen einem interessanten Pilotprojekt zur Erprobung von „flexiblen Hilfen in der Eingliederungshilfe“. Ein entscheidender Begriff für die kommende Entwicklung wird die „Inklusion“ sein.

Inklusion Mit Inklusion ist gemeint: Nicht der Mensch mit Behinderung muss sich anpassen, damit er in der Gesellschaft mithalten kann. Vielmehr muss die Gesellschaft ihre Strukturen so verändern, dass Menschen mit Behinderung als gleichberechtigte Bürger in ihr leben und ihre Bedürfnisse zur Geltung bringen können. In vielen Bereichen gibt es auf der Karlshöhe modellhafte Ansätze, so zum Beispiel bei der „Sozialen Stadt GrünbühlSonnenberg-Karlshöhe“. Diese Ansätze bedürfen aber auch einer Finanzierung und Weiterentwicklung, damit die entstandenen Bäche nicht wieder versiegen, sondern dauerhaft strömen können.

Nun hoffe und wünsche ich, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Freude an dieser Weiterentwicklung haben. Mit der Unterstützung von vielen Freunden und Förderern und einer engagierten Schirmherrin können wir der Zukunft getrost entgegen sehen. Damit bleibt die Karlshöhe eine Quelle der Stärkung und Hoffnung für benachteiligte Menschen. Mit dem Ausblick auf die Zukunft verbinde ich den Rückblick und den Dank für gelungene Zusammenarbeit.

Dank... ...für alles Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen Geschäftsbereichen, Dank dem Verwaltungsrat, den Vorstandskollegen und den Geschäftsbereichsleitungen für die gelungene Zusammenarbeit und Unterstützung in all den Jahren. In diesem Sinne gilt weiterhin unsere gemeinsame Bitte an Gott: „Komm und segne uns, rühr uns an mit deiner Kraft.“

Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Und es geschah so. (Genesis 1, 9-11)

In der Jugendhilfe geht es immer um das Wachsen und Gedeihen. Foto: Michael Fuchs

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Ăœberschrift

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hier kĂśnnen noch ein paar Zitate aus der jeweiligen Epoche stehen

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Neu im Vorstand

Foto: Michael Fuchs

Der Verwaltungsrat der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg hat am 9. Dezember 2010 Diakonin Anne Hauser (51) zum 1. Januar 2012 als Nachfolgerin von Diakon Gerhard Gasser als Diakonische Leiterin in den Vorstand der Karlshöhe berufen. Gemeinsam mit der Wirtschaftlichen Leiterin Heide-Rose Weber (48) und dem Theologischen Leiter und Direktor Frieder Grau (60) wird Anne Hauser bis Ende 2015 die Entwicklung der Karlshöhe leitend mitgestalten und die Ergebnisse des Organisationsentwicklungsprozesses umsetzen.

Diakonin Anne Hauser

Anne Hauser studierte nach ihrer Ausbildung zur Großhandelskauffrau auf der Karlshöhe Soziale Diakonie und schloss 1994 mit der staatlichen Anerkennung als Sozialarbeiterin ab. 2009 absolvierte sie im Kontaktstudium am Diakoniewissenschaftlichen Institut der Uni Heidelberg den Abschluss zur Diplom-Diakoniewissenschaftlerin in Verbindung mit der Weiterbildung „Management in Sozialen Organisationen“.

Auf der Karlshöhe verdiente sie sich sehr viel Respekt als Qualitätsmanagementbeauftragte durch die intensive, einfühlsame und erfolgreiche Initiierung und Begleitung des Qualitätsmanagementprozesses für die Karlshöhe. Zuvor war sie als Studienleiterin der Karlshöher Aufbauausbildung für Sozial-DiakonInnen am Karlshöher Seminar tätig. Seit 1999 leitet sie das Fortbildungsreferat der Stiftung. Anne Hauser ist begeisterte Schwimmerin und liebt Musik in allen Variationen. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

... und führet mich zum frischen Wasser

Ich denke dabei sofort an: frisches Wasser frühlingshafter Bächlein – sprudelnde Quellen – das Rauschen der Wellen – die Weite des unendlichen Meeres – ein stiller, ruhiger, den Himmel widerspiegelnder See…

... und führet mich zum frischen Wasser

heißt für mich: Abkühlung in hitzigen Zeiten, Ruhe und Entspannung finden – wenn die Fülle der Anforderungen zur Überforderung zu werden droht, getragen werden und sich getragen wissen in stürmischen Zeiten – getragen von Gott, dessen größtes Anliegen es ist, dass wir „Leben und volle Genüge“ haben. Dass wir ihm vertrauen können und sein Nahesein uns immer wieder spürbar wird. Auf dieser Basis können wir zurückblicken auf Jahre, in denen viel „gewachsen“ und geworden ist, die sichtbare Früchte hervorgebracht haben. Und wir können vertrauensvoll hineingehen in all das Neue, das kommt, das sowohl Wüstenstrecken als auch neue Frische und Früchte bereithalten wird. Anne Hauser

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In Andalusien Foto: Anne Hauser

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hier kĂśnnen noch ein paar Zitate aus der jeweiligen Epoche stehen

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Wie frisches Wasser: Gottesdienste und Andachten auf der Karlshöhe In Gottesdiensten und Andachten finden Mitarbeitende, Betreute und Besucherinnen und Besucher von außen neue Kraft und Orientierung. Deshalb kann eine diakonische Einrichtung wie die Karlshöhe nicht ohne geistliche Angebote leben. Wie sieht das geistliche Leben unter den Bedingungen einer 5-Tage-Woche aus?

Gottesdienste: Sie sind ein fester Bestandteil des Karlshöher Lebens

5. Beim Gottesdienst im „Haus am Salon“ jeden Sonntag um 9.45 Uhr sind alle herzlich willkommen. 6. In der Kirche findet verlässlich am ersten und dritten Sonntag des Monats ein diakonischer Gottesdienst für alle statt – gestaltet von einer Abteilung, als „Gottesdienst in kleiner Form“, als Predigtgottesdienst oder als besonderer Festgottesdienst. 7. Die Karlshöhe lädt zu ihren Gottesdiensten ein. Sie nimmt umgekehrt teil am gottesdienstlichen Leben der Kirchengemeinden, in denen sie präsent ist (Kornwestheim, Grünbühl, Stadtkirche, Friedenskirche usw.). 8. Die diakonische Gemeinde Karlshöhe ist insbesondere vernetzt mit der Friedenskirchengemeinde, zu der das Stammgelände der Karlshöhe parochial gehört. 9. Das Gottesdienstkonzept orientiert sich am Ziel der Inklusion, also des Miteinanders zwischen Karlshöhe und sozialem Umfeld, zwischen Kirchengemeinden und diakonischer Gemeinde Karlshöhe.

Foto: Jörg Conzelmann

1. Alle Sitzungen und Veranstaltungen beginnen mit einer Andacht oder Besinnung. 2. Während der Arbeitswoche gibt es vielfältige Angebote geistlichen Lebens in den einzelnen Geschäftsbereichen und übergreifend. Diese Angebote sind grundsätzlich offen für alle. Dieses gilt beispielsweise für die Andachten im „Haus am Salon“ (zweimal wöchentlich), für die Frühandacht freitags um 8 Uhr im Brüderhaus, für das Taizé-Abendgebet in der Kirche, für die Hochschulandacht am Mittwochvormittag im Gebäude C, für den Bibelkreis im Haus auf der Wart. 3. Mittwochs um 12.05 Uhr lädt das Brüderhaus ein zum 10-minütigen Mittagsgebet „Heilsame Unterbrechung“. In bestimmten Zeiten des Kirchenjahrs (Passion) und bei außergewöhnlichen Anlässen (z. B. beim Erdbeben in Japan) findet dieses Mittagsgebet in besonderer Form statt. 4. Die Andachtsräume im Brüderhaus und im Studienwohnheim stehen für alle offen.

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Die Abteilungen im Jahresrückblick Kantorei – Seit 40 Jahren ein Kleinod geistlicher Chormusik

Foto: Karlshöhe/Kantorei

Das Programm Die Kantorei strahlt aus, was Gottesdienst und Dienst am Nächsten im Singen beinhalten. Dazu gehören die Aufführung des Bachschen Weihnachtsoratoriums zum Jahreswechsel 2008/2009 in Ludwigsburger Kirchen oder 2010 der Zyklus „Ehre sei Gott in der Tiefe“. Neben Gottesdiensten und Konzerten auf der Karlshöhe und in Ludwigsburg beweisen Konzert­ reisen in süddeutsche Klosterkirchen und in französische Kathedralen, dass die Kantorei auch überregional auf der Höhe ist. In den letzten Jahren wurde zudem musikalisches Neuland betreten: Zu Bach, Mendelssohn und anderen „Klassikern“ traten seit 2002 Duruflé, Fauré, Bruckner, Verdi, Brahms. Geistliche Musik: Inspirierend und erhebend seit 40 Jahren

Die Karlshöhe sei auf dem Weg, durch die Kantorei ein „musikalisches Kleinod“ für die Region zu werden, schreibt die Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) im Gründungsjahr 1971. Bis heute sind Besucher wie Kritiker von der musikalischen Kraft der Kantorei begeistert: so hört Dietholf Zerweck einen „Lobgesang mit grandioser Wucht“ (LKZ 10.11.2009). Professor Siegfried Bauer, Gründer der Kantorei, lobt auch das finanzielle Engagement der SängerInnen von Anfang an. Tobias Horn, seit 2002 deren Dirigent, landeskirchlicher Bezirkskantor und international tätiger Organist bestätigt das: „Dieses Engagement der Mitwirkenden hilft, dass die Kantorei noch lange zu hören sein wird, so dass auf der Karlshöhe Liturgie und Diakonie, praktische Arbeit und fröhliches Singen eine Einheit bleiben.“

Die Menschen Aus dem einstigen Brüder-, Studentenund Gemeindechor ist eine Kantorei von 90 Kirchenmusik-Begeisterten geworden. SängerInnen der ersten Stunde sind mit vielen neu dazu Gekommenen vereint. Die Kantorei wird geleitet durch ein Team: Musikalische Fachkompetenz versprechen Dirigent Tobias Horn und die Stimmbildnerin und Chorassistentin Cornelia Lanz. Organisatorisch sind Albert Gerhard und der von den SängerInnen gewählte Chorrat unverzichtbar. Der Vorstand der Stiftung Karlshöhe sagt auch 2011 „Ja“ zu diesem engagierten Chor. „Die Verknüpfung von hochwertiger Diakonie und Kultur ist ein Markenzeichen der Karlshöhe“ betont Direktor Frieder Grau und fügt hinzu: „Das Karlshöher Motto 2011 ‘…und führet mich zum frischen Wasser’ erfährt durch die Kantorei eine eigene und unverzichtbare musikalische Interpretation, auch über 2011 hinaus!“ MitarbeiterInnen: 3* SängerInnen: rund 100 zwischen 19 und 75 Jahren

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Die Abteilungen im Jahresrückblick Vorstand

Freundeskreis der Karlshöhe e. V.

Am 2. April 2011 hat der Vorstand dem Verwaltungsrat die Ergebnisse des Organisationsentwicklungsprozesses „Karlshöhe 2014“ vorgelegt. Nach ausführlicher Diskussion wurden diese mit Dank an alle Mitwirkenden bestätigt:

Der Freundeskreis konnte im vergangenen Jahr diverse Projekte der Karlshöhe mit stattlichen Beträgen unterstützen. Besonders erwähnenswert ist eine Spende über 40.000 Euro für einen Unimog. Dieses dringend benötigte Fahrzeug wird im Sommer für landschaftsgärtnerische Arbeiten und im Winter für den Räumungsdienst eingesetzt. Weiterhin unterstützte der Freundeskreis die Karlshöhe mit 20.000 Euro bei der Errichtung der Außenanlagen und der Terrasse des Haus auf der Wart. Aber auch für kleine Dinge ist der Freundeskreis immer gut. Zum Winteressen für die Wohnungslosen im Dezember 2010 gab es einen Zuschuss von 2.000 Euro. 2011 fördert der Freundeskreis ein Projekt der Jugendhilfe für Jugendliche mit besonderen Schwierigkeiten.

Organigramm: In den letzten Jahrzehnten ist die Karlshöhe gewachsen. Die neue Aufbauorganisation ordnet die Abteilungen (künftig: Geschäfts- und Servicebereiche) neu und stellt sich schlanker auf. Die Verantwortlichkeiten zwischen erster und zweiter Leitungsebene sind neu definiert. Strategische Ziel- und Investitionsplanung: Der Vorstand wird gezielt in bestimmte Aufgabenfelder inhaltlich und finanziell investieren, z.B. zunächst in die Arbeitshilfen sowie in die Unterstützung von Menschen mit psychischen und geistigen Behinderungen. Dabei gilt: „Inneres Wachstum geht vor äußerer Expansion“. Kooperationen: Die Karlshöhe setzt auf interne Vernetzungen und auf externe Kooperationen mit anderen Trägern, wenn diese den strategischen Zielen dienen.

Mitglieder: 179 Privatpersonen, 15 Firmen

Und der HERR wird dich

Rücklagen: Die Karlshöhe erwirtschaftet bis 2014 jährlich einen Überschuss, um die Investitionen umsetzen zu können.

immerdar führen und dich

Interne Umlagen: Die Umlagen der Geschäftsbereiche am Markt für die Servicebereiche werden bis 2016 von jetzt 8,5% auf 7,5% des Umsatzes reduziert.

dein Gebein stärken.

Abläufe: Die internen Abläufe werden effektiver gestaltet und Doppelzuständigkeiten abgebaut.

sättigen in der Dürre und

Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt (Jesaja 58, 11)

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Altenhilfe Haus am Salon

Foto: Jörg Conzelmann

Altenhilfe: Den Alltag gemeinsam gestalten, Diakonin Ute Mannsdörfer mit einer Bewohnerin

Willkommen heißen konnten wir zum 1. Oktober 2010 den neuen Leiter der Abteilung, Sebastian Köbbert, und zum 1. Juli 2011 die neue Pflegedienstleiterin Katharina Theiss. Besonders erfreulich sind die kontinuierlich angestiegene durchschnittliche Belegung und die damit einhergehende wirtschaftliche Stabilisierung der Abteilung. In Zusammenarbeit mit der MitarbeiterInnenvertretung wird derzeit die ressourcenorientierte und effektive Dienstplanung für das Pflegepersonal im Rahmen der 5,5-Tage Woche erprobt. Ab September bieten wir im Pflegebereich insgesamt 14 (!) Ausbildungsplätze an. Besonders erfreulich: Das Haus am Salon wird durch zahlreiche ehrenamtliche HelferInnen unterstützt. Viele Angebote sind auch über die Karlshöhe hinaus bekannt und beliebt. Beim Tanz mit dem Rollator können wir mittlerweile ältere Menschen begrüßen, die gar keine Gehhilfe benötigen. Dank zahlreicher Spenden können wir mit dem mobilen „Jakobus“-Altar jetzt auch den Andachten auf den Wohnbereichen oder Aussegnungsfeiern einen würdigen Rahmen geben. MitarbeiterInnen: 94* BewohnerInnen: 108 Altersspanne der Bewohner: 56–97 Jahre

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Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung Qualitätsmanagement – ein Wort, das uns im Wohnheim das ganze Jahr über begleitet hat. Wir haben mit Hochdruck an wichtigen QM-Prozessen und deren Umsetzung gearbeitet. Belohnt wurden wir mit einem erfolgreichen Zertifizierungsaudit im Juli 2011. Erste Früchte trägt auch die Kooperation mit der Diakonie Stetten. Es gab gemeinsame Ferienund Freizeitangebote, ein offener Treff in der Paul-Aldinger-Schule in Kleinbottwar wurde eingerichtet. Ein weiterer Bühnenerfolg gelang durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Kunstschule Labyrinth in Ludwigsburg. Junge SchauspielerInnen und Bewohner­Innen überzeugten im Theaterstück „Ein Sommernachtstraum – oder warum ist es hier so heiß“. Außerdem kamen einige unserer Fahrzeuge in die Jahre bzw. entsprachen nicht mehr den aktuellen Umweltvorschriften. Drei neue Transporter konnten angeschafft werden, einer davon Dank der Aktion Mensch und alle ausgestattet für den Transport von Rolli-Fahrern. MitarbeiterInnen: 116* BewohnerInnen: 141 stationär, 22 ambulant, 1 Platz Wohntraining, 2 Plätze Flexible Hilfen, Altersspanne der Bewohner: 19–82 Jahre Foto: Karlshöhe/Wohnheim

Diakonische Einrichtungen

Kunststück: Gabriele Sponner inszenierte mit geistig behinderten Menschen und jungen Schauspielern der Kunstschule Labyrinth Shakespeares Sommernachtstraum

* MitarbeiterInnenzahlen beinhalten neben den Vollzeitkräften auch Teilzeitkräfte, ZDL, FSJ, Azubis und PraktikantInnen. (s. S. 39)

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Foto: Karlshöhe/ Jugendhilfe

Die Abteilungen im Jahresrückblick

Jugendhilfe: Zukunftsweisende Angebote und deren Finanzierung bleiben ein Balance-Akt – hier beim Zirkusprojekt auf dem Jugendgelände Pattonville

Kinder- und Jugendhilfe In diesem Jahr haben wir verstärkt die stationäre Erziehungshilfe in den Blick genommen. Gemeinsam mit zwei Kooperationspartnern wurde das Projekt Schulstation Karlshöhe eingerichtet. Es richtet sich an SchülerInnen, deren Bildungschancen beeinträchtigt sind, z. B. durch eine seelische Behinderung. In festlichem Rahmen feierten wir das Jubiläum der „Anwälte für Kinder“. Seit nunmehr 10 Jahren beraten RechtsanwältInnen kostenlos und anonym Kinder und Jugendliche. Bei einem Treffen mit Schirmherrin Eva Luise Köhler hatten die JuristInnen Gelegenheit, ihre ehrenamtliche Tätigkeit vorzustellen. Die „Ambulante Einzelfallhilfe“ feierte 25jähriges Jubiläum. In einer Zeit, in der die Finanzierung von Angeboten durch extrem schwankende und kurzfristige Belegungen immer wieder in Frage gestellt wird, ist dies ein besonderer Grund zum Feiern. MitarbeiterInnen: 100* Betreuungen: ca. 250 Altersspanne der Betreuten: 0–21 Jahre

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Kaufmännische Ausbildung Durst nach Leben – so lautete das Motto des Jugendgottesdienstes am Jahresfest. SchülerInnen und Auszubildende brachten ihren Durst nach Leben auf vielfältige Weise zum Ausdruck. Ein Getränkeautomat kam zum Einsatz, der nicht die üblichen Getränke „ausspuckte“, sondern auf einen anderen Durst aufmerksam machte: den nach Freude, Partnerschaft, Freizeit, Zufriedenheit, Glauben. Zufriedenheit bedeutet für einen Auszubildenden im Rollstuhl: „Wenn ich so akzeptiert werde, wie ich bin und im Leben klar komme. Auf der Karlshöhe erlebe ich das.“ Zur „Trinkflasche Glauben“ sagte eine junge körperbehinderte Frau: „Als Mensch mit einem Glauben habe ich eine gute Quelle zur Kraft- und Mutschöpfung.“ Was hat das mit der Entwicklung unserer Abteilung im letzten Jahr zu tun? Im Projekt Jugendgottesdienst spiegeln sich die oft zitierten Begriffe Inklusion und Kundenzufriedenheit wider. Gemeinsam entwickeln Menschen mit und ohne Behinderungserfahrung ein Thema zu einem beeindruckenden Gesamtwerk. Unterschiedliche Berufsgruppen bringen abteilungsübergreifend ihre Kompetenzen und Ressourcen ein. Theologie und Diakonie ergänzen sich – der Durst nach Leben wird im gemeinsamen Suchen im christlichen Glauben erfahrbar. Junge körperlich oder psychisch behinderte Menschen neben einem guten Berufsabschluss auch mit solchen Erfahrungen auszustatten sowie arbeitslose Menschen in verschiedenen Maßnahmen zu unterstützen – darin sehen wir unsere Aufgabe. MitarbeiterInnen: 62* Betreute: ca. 103 Altersspanne der Betreuten: 16–52 Jahre

Was macht der Molch im Teich des Altenheims?

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MitarbeiterInnen: 50* Betreute: 180 Altersspanne der Betreuten: 21–65 Jahre

Fotos: Jörg Conzelmann

Haus auf der Wart Ein Ergebnis des Organisationsentwicklungsprozesses der Karlshöhe war die weitgehende Beibehaltung der bisherigen Struktur der Einrichtung. Lediglich die Arbeitshilfen wurden ausgegliedert (s. nächste Spalte). Die Arbeitsplätze in der Therapeutischen Werkstatt stehen nach wie vor den BewohnerInnen des Haus auf der Wart zur Verfügung, ein wichtiger Faktor in deren Tagesstruktur. Im Rahmen des Projektes Flexible Hilfen haben wir im Haus DoppelPunkt drei Plätze im Trainingswohnen eingerichtet. Und dies mit gutem Erfolg – bereits nach drei Monaten konnte eine Person ins Ambulant Betreute Wohnen entlassen werden. In der Karlshöher Kirche fand erstmals ein Gottesdienst zum Welttag für Seelische Gesundheit statt. Neben dem Haus auf der Wart haben verschiedene andere Einrichtungen, die für psychisch kranke Menschen arbeiten, teilgenommen, so auch das Deutsche Rote Kreuz, einer unserer Kooperationspartner.

Arbeit und Technik: Fachkräftemangel – was ist das?

Arbeit und Technik Der zum 1. Januar 2011 gegründete Geschäftsbereich ist sozusagen ein Kind des Organisationsentwicklungsprozesses der Karlshöhe. Sinnvoll zusammenführen, was zusammen gehört, war dabei ein Ziel. So sind nun alle Bereiche, die mit Arbeitshilfen und Instandhaltung (einem klassischen Feld der Arbeitshilfen) zu tun haben, zusammengefasst: Therapeutische Werkstatt, Graue und Grüne Gruppe, Work and Basic, Rundums-Haus-Service, Gebrauchtwarenladen, Metallwerkstatt und Technische Abteilung. In den letzten Jahren ist die Zahl der betreuten Menschen in den Arbeitshilfen ständig gestiegen. Derzeit arbeiten in diesem Bereich 125 Personen, bald werden es ca. 155 Personen sein. Da die Zahl der Arbeitsanleiter nicht in gleichem Maße stieg, ist es wichtig, die vorhandenen Strukturen und Ressourcen optimal zu nutzen.

Foto: Michael Fuchs

MitarbeiterInnen: 35* Zahl der betreuten Menschen: 125

Alltag und Freizeit: Neben dem Arbeits- und Wohntraining gestalten Mitarbeitende und Bewohner im Haus auf der Wart auch gemeinsam die Freizeit

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Molche leben zwischen März und Mai zur Paarungszeit in stehenden Gewässern und legen dort ihre Eier ab. Die Larven entwickeln sich im Wasser und atmen mit Kiemen. Die erwachsenen Tiere haben Lungen und müssen daher zum Luftholen an die Wasseroberfläche kommen. Ab Juni verlassen die erwachsenen Tiere das Wasser und leben nachtaktiv. Tagsüber verstecken sie sich an feuchten Stellen unter Steinen, so auch im Gartenteich des Haus am Salon. 20.09.11 10:16


ISAK gGmbH Nachdem der ISAK-Sommerbesen schon ein paar Jahre erfolgreich arbeitet, haben wir unser gastronomisches Angebot durch den Bau der Weinstube „s’Holder­ büschle“ noch erweitert. Gleich im Anschluss an den Sommerbesen sollte die Weinstube eröffnet werden. Wegen des strengen Frostes war die Grundsteinlegung erst am 19. März. Nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung des ISAKLeitungsteams, des bauleitenden Architekten und der Handwerker blieb es beim geplanten Eröffnungstermin am 10. September. Am 14. Oktober wurde „s’Holderbüschle“ mit einer Einweihungsfeier offiziell seiner Bestimmung übergeben: Der Schaffung von Dauerarbeitsplätzen für schwerbehinderte Menschen im Gastronomiebereich. Bisher haben zwölf schwerbehinderte Menschen in der Küche, im Service und in der Reinigung eine berufliche Aufgabe gefunden, die ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Täglich zieht die Weinstube zahlreiche Gäste aus Sachsenheim, Bietigheim und Umgebung an, die sich ganz im Sinne des Mottos „Tun Sie sich etwas Gutes und Sie tun Gutes“ bewirten lassen. Weitere Informationen unter www.sholderbueschle.de

Foto: Jörg Conzelmann

Verwaltungs-/RegiemitarbeiterInnen: 7* betreute MitarbeiterInnen: 110 (durchschnittlich)

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Foto: Karlshöhe/lauchbühl

Die Abteilungen im Jahresrückblick

Erholungseinrichtung Lauchbühl/Grindelwald Das talwärts wandernde Kellergeschoss des Ferienheims muss saniert werden. Darauf haben wir uns bereits im letzten Jahr eingestellt. Doch erst Anfang Februar wurde die Baugenehmigung für den Abriss und Wiederaufbau erteilt – geprüft und genehmigt von neun verschiedenen Stellen. Das ist Vorschrift, wenn ein Ferienheim in einem Almgebiet liegt. Was in diesem Fall vielleicht ein Nachteil war, ist für unsere Gäste nur von Vorteil: die einmalig schöne Lage des Lauchbühl in einer einzigartigen Gebirgslandschaft. Wir freuen uns auf unsere Gäste, denen wir nach dem Umbau mit einem zweiten Aufenthalts- und Tagungsraum noch bessere Möglichkeiten bieten können. MitarbeiterInnen: 2*

Holderbüschle: Eva Luise Köhler lernt die Sachsenheimer ISAK kennen und das Essen im Restaurant schätzen

Wo liegt der trockenste Ort der Erde?

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Diakonieverband Frisches Wasser! Oder? Ist das Jahresmotto „… und führet mich zum frischen Wasser“ nicht zu brav? Christsein ein schönes Leben am idyllischen Bergbach und der liebe Gott, der uns dazu freundlich die Seele wärmt? Die Begegnung mit Gottes Botschaft stellt unseren Lebenswandel immer neu in Frage und fordert zu Konsequenzen auf: „Das Recht ströme wie Wasser!“ (Amos), so lautete das Thema des Verbandstages im November 2010, zu dem knapp 200 Gäste gekommen waren. Darunter auch ein Teil der 13 neuen Schwestern und Brüder im Verband. Das Referat zu Amos hielt Dr. Erich Scheurer (über die Geschäftsstelle bestellbar). Dass der „wahre Gottesdienst“ – Amos 5: „Ich will das Geplärr Eurer Lieder nicht hören“ – sehr viel mit der Zuwendung zu anderen Menschen, besonders derer in Not und mit diakonischen Aufgaben zu tun hat, schloss sich gedanklich an das Jubiläum vom Sommer an. DiakonInnen trafen sich dort nach Jahrzehnten als Gemeinschaft im Unterwegs-Sein. Gemeinsam feiern, sich erinnern, das Treffen im Jahrgang, Impulse einer diakonischen Stadtführung mit Dr. Sting oder beim „Melanchthon“ (von „Dein Theater“) gehörten dazu wie auch ein Gottesdienst mit Dank und Ermutigung. Das „Bewahre uns Gott“ von Matthias Berg auf dem Horn unterstreicht die Bitte und den Zusammenhang, dass alles notwendige Bemühen, „frisches Wasser“ zu verteilen, Gottes Segen bedarf. Dankbar können wir so auf viele Veranstaltungen, Bezirkstreffen, Fachtage u. a. zurückblicken. Eher sorgenvoll dagegen stimmen die Entwicklungen um Fragen der Finanzierbarkeit. Wie wirkt sich die Kürzung der landeskirchlichen Zuschüsse aus? Was will man noch haben? Was, wessen Arbeit, welche Aufgabe ist wem noch Geld wert? Die Sprache ändert sich. Nicht nur, aber auch auf der Karlshöhe. Aus

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Rücklagen wird Rendite, aus Einrichtung Unternehmen. Wohin gehen wir? Zu einem Jahresrückblick gehört eben auch die erhöhte Anzahl an Sitzungen der Finanzausschüsse. Hieße das gelebte Jahresmotto nicht ehrlicherweise auch „...und führet mich zur frischen Geld-Quelle“? MitarbeiterInnen: 5* Mitglieder: 1047 im Alter von 21–99 Jahren

Hochschulgemeinde (HSG) „Studentenfutter – wir knacken harte Nüsse“ lautete der Titel einer studentischen Diskussionsreihe im Herbst 2010. Bei Themen wie „eMANNzipation – welche Männer braucht das Land?“ oder „Homo-Hetero-Bisexualität“ wurden Standpunkte ausgetauscht, mit Argumenten gerungen und Impulse für das eigene Denken und Glauben mitgenommen. Zehn Menschen, vier liturgische Schritte, ein Ostermorgengottesdienst und kreatives Gestalten machten die Osternacht zu einer tiefen Erfahrung. Studienwohnheim (SWH) „Wohnraumspende“: Von Oktober 2010 bis März 2011 wurde dem SWH ein schönes und großes Wohnhaus zu Betriebskosten mietfrei zur Verfügung gestellt. Sieben Student­Innen, die sonst keine Bleibe hatten, fanden Raum zum Leben. Den Küchen­ ein- und ausbau und alle technischen Arbeiten erledigten schnell und zuverlässig die beiden Hausmeister Schiefer und Schreiber. Der Bedarf an Wohnraum bleibt ständig Thema im SWH. BewohnerInnen Studienwohnheim: 118-125 MitarbeiterInnen SWH + HSG: 4* (+ 2 JobberInnen)

Die Atacamawüste in Südamerika gilt als die trockenste Wüste der Erde. Oft kommt es nur im Abstand von etwa 6 bis 10 Jahren zu heftigen Niederschlägen. Manche Wetterstationen in der Atacamawüste haben in ihrer Geschichte nicht einen Tropfen Niederschlag verzeichnet. Menschen, die in dieser Wüste leben, sammeln Wasser durch feingewobene Netze, in denen sich durch den Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht Tau absetzt. 20.09.11 10:16


Die Abteilungen im Jahresrückblick Diakonische Bildung „Wer sich Gedanken über die zukünftige Entwicklung der Diakonie in unserem Sozialstaat macht, sollte gesellschaftliche Entwicklungen, geltende rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen und die Dynamik politischer Willensbildungsprozesse gründlich bedenken. Gleichzeitig ist eine Vergewisserung über tragende Grundorientierungen, von denen her die Diakonie ihren Ort in Staat und Gesellschaft bestimmt, von zentraler Bedeutung“ (Uwe Becker, Hg., Perspektiven der Diakonie im gesellschaftlichen Wandel, 15). Nach Aussage der im Auftrag der EKD verfassten Studie zur Zukunft der Diakonie haben wir uns als Karlshöhe einer doppelten Herausforderung zu stellen: Für die Wahrnehmung des diakonischen Auftrags müssen wir die ge-

setzten Rahmenbedingungen gut kennen und danach die Struktur unseres Handelns ausrichten. Damit dies aber nicht bedingungsoder substanzlos geschieht, müssen wir genauso um den Ursprung, die Grundlegung und die Identität unserer diakonischen Existenz wissen. Im Rahmen des Organisationsentwicklungsprozesses haben wir uns dem ersten Teil gestellt. Der zweite ist strukturell schwerer zu greifen und weniger gut zu operationalisieren, aber genauso wichtig. Dass theologische und ethische Diskurse neben ökonomischen und betrieblichen eine handlungsleitende Rolle spielen, dass diakonische Identität nicht nur im Leitbild, sondern auch im Alltag zu erkennen ist, bleibt u. a. Aufgabe diakonischer Bildung.

Diakonie kompakt Die im Herbst 2011 zum dritten Mal startende Reihe „Diakonie kompakt. Wissen Wurzeln Wege“ ist ein 15 Tage umfassendes diakonisch-theologisches Fortbildungsangebot für Mitarbeitende in Diakonie und Kirche. „Diakonie kompakt“ will in trä­ger­über­­greifender Zusammenarbeit • Mitarbeitende für diakonische Aufgaben qualifizieren • die Entwicklung diakonischer Identität begleiten • theologische Sprachfähigkeit und ethische Kompetenz stärken • zur Entwicklung eines begründeten Profils und zur Umsetzung einer diakonischen Unternehmenskultur beitragen.

Berufsbegleitende Qualifizierung zum Diakon, zur Diakonin. Sie richtet sich an Führungs- und Fachkräfte der Diakonie. Neben fachlicher Qualität und Leitungskompetenz wird von den leitenden Mitarbeitenden in Einrichtungen zunehmend Gesprächsfähigkeit in Fragen des Lebens und Glaubens sowie ethische Urteilsfähigkeit erwartet. Der über 2 ½ Jahre dauernde Kurs bietet eine umfassende diakonische Bildung zu Fragen der biblischen und theologischen Grundlegung der Diakonie, zu Grundkenntnissen der Diakoniegeschichte, Strukturfragen, ethischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, Gestaltung des geistlichen Lebens in einer Einrichtung und interkulturellen Öffnung in den Arbeitsfeldern der Diakonie. Die TeilnehmerInnen der berufsbegleitenden Qualifizierung, die in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule durchgeführt wird, werden am 25. März 2012 in das Amt als DiakonIn berufen.

Weitere Informationen beim leitenden Dozenten Dr. Dietmar Merz Telefon: 07141 965-270 oder E-Mail: merz@karlshoehe.de

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Wie viel Wasser verbraucht ein Mensch täglich?

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Foto: Natalie Weber

Zukunft der Kirche: Die DiakonInnen wurden nach dem HochschulStudium im Februar 2011 berufen, um das Evangelium in Wort und Tat erfahrbar zu machen

Bei allen Angeboten und bei den zwei auf der Karlshöhe durchgeführten Ausbildungsgängen ins Amt des Diakons, der Diakonin geht es um die Vergewisserung der Identität und des daraus resultierenden Auftrags der Diakonie. Im Sommer 2011 bekamen die Absol­ ventInnen des laufenden Kurses „Diakonie kompakt“ ihre landeskirchlichen Zertifikate überreicht. Im Auftrag der württembergischen Landeskirche widmet sich die Aufbau-Ausbildung der theologischen und sozial/diakoniewissenschaftlichen Qualifikation von AbsolventInnen biblisch-diakonischer Ausbildungsstätten. Im Herbst wird der Doppeljahrgang 2009-2011 die zweite Dienstprüfung auf der Karlshöhe ablegen. Die neuen Jahrgänge 2010-2011 und 2011-

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2012 sind wieder in Regelgröße gestartet. Im Zuge des landeskirchlichen Einsparungshaushaltes sowie der Debatte ums Diakonat in Württemberg sind für diesen Ausbildungsbereich Novellierungen zu erwarten. Insgesamt wird es darum gehen, der Aufbau-Ausbildung (zumindest in Teilen) zu einer staatlichen Anerkennung zu verhelfen bzw. sinnvolle Weiterbildungswege und Durchstiege für die Absolvent­ Innen der Aufbau-Ausbildung zu eröffnen und dies in bewährter Kooperation mit der Evangelischen Hochschule zu verwirklichen. Hauptamtliche MitarbeiterInnen: 3* (und ca. 15 Lehrbeauftragte auf Honorarbasis) Teilnehmende an diakonischen Bildungsangeboten: 100

125 Liter Wasser

Rund 125 Liter Wasser nutzt jeder Einwohner in Deutschland pro Tag. In Dubai sind es rund 500 Liter Wasser. Nur circa 3 Liter werden davon für Essen und Trinken benötigt. Die Karlshöhe verbraucht jährlich circa 25 500m³ Wasser.

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Die Abteilungen im Jahresrückblick Zentrale Abteilungen Rechnungswesen Mit dem Jahresabschluss 2010 erfolgte auch die Umstellung auf das BilMoG (Bilanzmodernisierungsgesetz), das neue Regeln zur Aufstellung des Jahresabschlusses vorschreibt. Dabei wurden u. a. die gesetzlich vorgeschriebenen Altersteilzeiten (ATZ) im Blockmodell bilanziell neu bewertet, was auf die Höhe der zukünftigen Auszahlungsbeträge keinen Einfluss hat. Derzeit nutzen 16 Mitarbeitende die Möglichkeit der ATZ, davon sind zwei in der Freistellungsphase. MitarbeiterInnen: 9*

IT/EDV 2010 ersetzten wir den acht Jahre alten Server für den E-Mail-Verkehr durch ein neues Gerät mit gleicher, aber aktueller Software. Damit gekoppelt wurde auf allen Computern und Notebooks die neueste Office-Version installiert. Die Mitarbeitenden können nun bei vorhandener Internetverbindung ihre E-Mails ohne weitere Software auch von unterwegs abfragen.

Foto: Jörg Conzelmann

MitarbeiterInnen: 3*

Zivildienst: In der Verwaltung und im Öffentlichkeitsreferat werden die beiden letzten ZDL verabschiedet

Telefonvermittlung/Poststelle Die letzten beiden „Zivis“ beendeten im Juni ihren Dienst. Nicht nur die Damen der Poststelle/Telefonvermittlung konnten sich in den letzten Jahren auf die Unterstützung durch Zivis verlassen. Die Aufgaben des Postholens und –wegbringens, der Stadtgang sowie die allgemeinen Unterstützungstätigkeiten waren für die ganze Karlshöhe von Nutzen. Als Ersatz wurde mittlerweile ein Arbeitsplatz für eine Person aus den Karlshöher Arbeitshilfen geschaffen. MitarbeiterInnen: 3*

Qualitätsmanagement (QM) Die Bereiche Technik, Personalabteilung und Öffentlichkeitsreferat intensivierten ihre Qualitätsentwicklung. Drei wichtige Servicebereiche im Getriebe der Karlshöhe haben so auch die Voraussetzungen für die Zertifizierung des Wohnheims geschaffen (S. 21). Weiter finden sich nun Themen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in einem separaten QM-Handbuch. Gefährdungsanalysen, Arbeitssicherheit, Infektionsprävention u. a. sind hier zu­sammengefasst. Fortbildungsreferat (FBR) Fast 1000 Teilnehmende waren bei fachlichen Schulungen und bei Angeboten der Mitarbeiterbegleitung dabei: unter anderem beim Fahrsicherheits- und ErsteHilfe-Training, beim Stressmanagement und FitMix im Rahmen des Gesundheitsmanagements, beim Mitarbeiterfest, bei EDV-Schulungen und weiteren Fachschulungen (Kinästhetik, Qualitätsmanagement, Basale Stimulation....). Darüber hinaus waren circa 100 MitarbeiterInnen zu Schulungszwecken bei externen Anbietern unterwegs. MitarbeiterInnen QM/FBR: 5*

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Wussten Sie schon, dass...

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Foto: Jörg Conzelmann

Gäste: Das Öffentlichkeitsreferat betreut auch Besucher, so wie hier drei US-Amerikaner der christlichen Organisation Young Life

Öffentlichkeitsreferat (ÖR) Das Öffentlichkeitsreferat der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg ist jetzt ganz offiziell nach DIN EN ISO-9001 zertifiziert und hat ein Qualitätsmanagement-System installiert. Damit ist eine wesentliche Grundlage für die Zukunftsfähigkeit geschaffen worden. Der Alltag ging trotzdem weiter: Die Stabstelle hat 2010/2011 wieder eine Reihe von Großveranstaltungen begleitet. Das Fundraising wurde beim Besuch des Ehepaares Köhler zum Abend für SpenderInnen und Ehrenamtliche unterstützt. Der Diakonietag stellte durch zahlreiche Beteiligte und Praxisforen eine logistische Herausforderung an verschiedenste Karlshöher Bereiche dar und bedurfte der konsequenten Koordination durch das ÖR. Wie der Diakonietag wurde auch das Jahresfest durch ein (anderes) Vorbereitungsteam aus verschiedenen Bereichen erfolgreich auf die Beine gestellt und trotz etwas kühlerem Wetter kamen wieder Tausende, um die entspannte Atmosphäre zu genießen. Das Fest war zugleich das Abschiedsprojekt für den letzten Zivildienstleistenden im Haus: Patrick Pascher beendete seinen Dienst im Mai. MitarbeiterInnen: 4*

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Fundraising Fundraising? Ist das nicht Spenden sammeln? Nein - Fundraising ist viel mehr. Fundraising bedeutet neue interessante Spendenprojekte zu kommunizieren, Impulse von außen einzubauen, neue Wege zu gehen - alte nicht zu vernachlässigen und Menschen mit Spendengeldern zu helfen. Ob es die klassische Spendenüberweisung ist, die Online-Spende, die Sachspende oder die Zeitspende – wir bringen SpenderInnen und interessante Projekte zusammen und unterstützen damit konkret die verschiedenen Arbeitsfelder der Karlshöhe. In allen Fällen können sie sich sicher sein: Die Karlshöhe ist der verlässliche Partner in der Region – transparent und vertrauenswürdig im Umgang mit Spenden, Daten und der nachvollziehbaren Unterstützung von Projekten. Wir beraten Sie gerne bei Fragen, sind offen für Ihre Anregungen und helfen Ihnen, uns zu helfen. MitarbeiterInnen: 2*

Einfach helfen z.B. mit unseren Spendendosen, die Sie ganz einfach in Ihrem Laden, bei einer Geburtstagsfeier, oder bei sonstigen Anlässen aufstellen können.

www.karlshoehe.de Karlshöhe Ludwigsburg Spendenkonto 55 Kreissparkasse Ludwigsburg BLZ 604 500 50 Ihr Ansprechpartner Diakon Jochen Brühl Tel. (0 71 41) 965-111

… der Mensch im Laufe seines Lebens durchschnittlich 60.000 Liter Wasser aufnimmt? Unser Trinkwasser wird zu einem großen Teil aus Grundwasser gewonnen. Das Grundwasser sammelt sich aus Niederschlägen, in Deutschland sind es durchschnittlich 750 Liter pro m², in Stuttgart 700 Liter pro m² in einem Jahr.

Einfach helfen

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z.B. durch Spenden bei Trauerfeiern oder anderen 20.09.11 Anlässen

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Die Abteilungen im Jahresrückblick

Foto: Michael Fuchs

Zentralküche Die Abschaffung des Zivildienstes hat für viel Aufregung gesorgt und zur „3x2-Lösung“ geführt: Zwei neue Fahrzeuge zum Transport, zwei neue Fahrer zur Essensbelieferung, zwei betreute Mitarbeiter der Theo-Lorch-Werkstätten, die sich freuen, dass sie in der Spülküche einen Arbeitsplatz gefunden haben.

Die Karlshöher Zentralküche: Sie steht für Quantität und frisch gekochte Qualität

Dienstleistungszentrum Hauswirtschaft Fünf Auszubildende absolvieren derzeit ihre Ausbildung zur Hauswirtschafterin. Die Kooperation zwischen Altenhilfe, Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung, Jugendhilfe und Kaufmännischer Ausbildung macht es möglich, dass die jungen Frauen einen vielseitigen Einblick in die sehr unterschiedlichen Bereiche der Hauswirtschaft erhalten. Die KollegInnen geben mit sehr viel Engagement und Hingabe ihr Wissen und ihre Fachlichkeit an sie weiter, selbst die „mütterlich“ gut gemeinten Ratschläge und Tipps fehlen da nicht. MitarbeiterInnen Zentralküche und Hauswirtschaft: 26*

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Personalabteilung Mitarbeitende mit einer gesundheitlichen Einschränkung sollen bei der Wiedereingliederung am Arbeitsplatz unterstützend begleitet werden. Dafür haben wir erfolgreich das Betriebliche Eingliederungsmanagement eingeführt. Die Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst wurde intensiviert. Für den Pflege- und Betreuungsbereich im Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung wurde eine Dienstvereinbarung zur Arbeitszeit abgeschlossen. Das Personalkostencontrolling ist durch die Einführung eines neuen Instruments jetzt effektiver. Nach dem Ende der Wehrpflicht fehlen auch auf der Karlshöhe die „Zivis“. Wir hoffen, die Plätze über den neuen Bundesfreiwilligendienst und BewerberInnen für das Freiwillige Soziale Jahr besetzen zu können. MitarbeiterInnen: 3*

MitarbeiterInnenvertretung (MAV) Mindestens einmal wöchentlich traf sich die MAV auch im vergangenen Jahr, um ihren vielfältigen Aufgaben und den immer anspruchsvoller werdenden Anforderungen gerecht zu werden. Ob es um die Ausrichtung der sehr gut besuchten Mitarbeiterversammlungen ging, die Verhandlungen mit Vorstand und Dienststellenleitungen, die Teilnahme an zahlreichen abteilungsinternen oder individuellen Beratungen, die Einarbeitung in das umfangreiche neue Tarifrecht, die Teilnahme an internen/ externen Gremien und Arbeitskreisen, die Durchführung einer Klausurtagung – immer war die MAV gefragt. Diese wenigen Beispiele zeigen, wie intensiv und wichtig die Tätigkeiten der MAV im vergangenen Jahr wieder waren. Gewählte Mitglieder: 9 (zum Teil prozentual freigestellt)

Wer kann leben, ohne zu trinken?

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Streiflichter aus dem Jahr 2010

Foto: ISAK

Juli/August 2010

Gründervater und Fortentwickler: Diakon Manfred Renk hatte die Idee und das Durchhaltevermögen für die ISAK gGmbH

2010

Ohne ihn gäbe es die Karlshöher Tochter ISAK gGmbH nicht – Diakon Manfred Renk. Schon als Ausbilder an der Kaufmännischen Ausbildungsstätte der Karlshöhe trieb ihn die Frage um, wie man die Absolventen langfristig beschäftigen könne. Auf seine Anregung hin gründete die Karlshöhe 1991 die ISAK (Initiative zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Körperbehinderte). 14 Schwerbehinderte waren damals dabei, heute sind um die 110 Frauen und Männer beschäftigt. Manfred Renk tritt jetzt seinen Ruhestand an, begleitet von den besten Wünschen und Dank für seinen hohen persönlichen Einsatz. Die Zukunft der ISAK liegt in guten Händen. Diakon Thomas Wenzler ist seit April neuer Geschäftsführer.

September 2010 Die Karlshöher Bienen mussten in den letzten Wochen besonders fleißig sein. 270 Gläser Honig, der bislang größte Auftrag, verlässt am 21. September die Karlshöhe, jedes Glas in den Therapeutischen Werkstätten liebevoll verpackt. Die Steinbeis-Stiftung gab im Stuttgarter Haus der Wirtschaft Einblick in die Arbeit des renommierten Verbundes. Der Karlshöher Honig wurde an die anwesenden Damen verschenkt. Herzlichen Glückwunsch zum Sechzigsten! Der Direktor der Karlshöhe, Pfarrer Frieder Grau, feiert seinen runden Geburtstag mit einem kleinen Empfang, zu dem neben persönlichen Freunden auch Gäste aus Diakonie, Kirche und Politik geladen sind.

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„Die Kinder sollen eigenständig und selbstbestimmt agieren können. Sie lernen, auch mal Durststrecken zu überstehen. Hilfe bekommen sie, wenn sie sie brauchen und sie sich holen“, sagt der Karlshöher Sozialpädagoge Dieter Sauter über seine Arbeit auf dem Jugendgelände in Pattonville. Ein neues Angebot ist das Abenteuerhüttengelände, wo die Jugendlichen ganz nach ihren Vorstellungen bauen können. Auf Brettern ist an den Hütten der Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention zu lesen. Darin heißt es auch, dass Kinder das Recht auf Ruhe und Freizeit haben.

Oktober 2010 Mit „Ein deutsches Requiem“ von Brahms startet die Karlshöher Kantorei eine beeindruckende Konzertreihe. „Magnificat“ von J. S. Bach sowie zwei weitere Bachkantaten folgen. „Ehre sei Gott in der Tiefe“ ist das Motto, unter dem die vier Aufführungen stehen. Es verknüpft die Weihnachtsbotschaft mit der Situation von Menschen, die in ihrer Lebenswelt nicht „auf der Höhe“ sind.

Hörenswerte Vorträge zu Themen, die (Menschen nicht nur) im Alter beschäftigen, werden im Haus am Salon immer wieder angeboten. „Warum lässt Gott das zu? – Umgang mit Schicksalsschlägen“, „Seelsorge konket“ und „Inkontinenz“, sind drei Themenabende im Oktober und November überschrieben. Nicht nur bei BewohnerInnen und deren Angehörigen, sondern auch außerhalb der Karlshöhe stoßen die Veranstaltungen auf reges Interesse.

Das sind Wüstentiere wie Beutelmäuse und Kängururatten. Sie brauchen nur Gersten- und Wildhaferkörnern, deren Wassergehalt 5 bis 10% beträgt. Ihnen reicht die Wassermenge aus, die sie über die Nahrung aufnehmen.

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Streiflichter aus den Jahren 2010/2011 November 2010 Der Turnverein Großbottwar bietet bei seiner Jubiläumsfeier ein wirklich attraktives Programm. Trotzdem sind die Gäste dankbar für eine Unterbrechung. Gibt es doch dann Gelegenheit, das von der Hauswirtschaft der Karlshöhe unter Leitung von Gabriele Ertl meisterhaft zubereitete Buffet zu genießen. Die Gäste sind voll des Lobes über die auch optisch äußerst ansprechenden Häppchen.

Beim Adventsbasar im Haus am Salon verkaufen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen selbst hergestellte Produkte, der „Renner“ sind Klöppelsterne und Weihnachtsgebäck. Vom Erlös werden Gartenbänke im geschützten Garten angeschafft. Auch MitarbeiterInnen der Therapeutischen Werkstatt beteiligen sich mit eigenen Produkten am Basar, eine gut gelungene Kooperation.

Foto: Michael Fuchs

Ehre, wem Ehre gebührt: Zum Konzertabend für knapp 300 SpenderInnen und ehrenamtliche MitarbeiterInnen reist auch Eva Luise Köhler in Begleitung ihres Gatten Bundespräsident a. D. Horst Köhler an. „Ihre Unterstützung ist von unermesslicher Bedeutung in einer Zeit, in der die Würde benachteiligter Menschen oft sehr subtil aber hartnäckig in Frage gestellt wird“, bestärkt die Schirmherrin die Gäste. „Zwei Flügel“ (rechts) aus Essen tragen mit einfühlsamer Musik, nachdenklich stimmenden und doch hoffnungsfrohen Texten zu einem gelungenen Abend bei.

Dass Franziska Klett bei der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg (EH) im Studierendenservice arbeitet, sieht man auf der Homepage der EH. Was man dort nicht sieht, ist der Weg, der zu dieser Stelle führte. Franziska Klett, die nach einem Schulsportunfall mit schweren Dauerschmerzen lebt, besuchte die Kaufmännische Ausbildung der Karlshöhe. Für ihre herausragenden Leistungen wird sie von Firmeninhaber Hermann Hofmeister mit dem Preis des gleichnamigen Möbelhauses ausgezeichnet. Beim anschließenden Praktikum an der EH ist man von ihrer Arbeit so begeistert, dass man eine Stelle im Studierendenservice schafft. Gratulation, Franziska Klett!

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Wussten Sie schon, dass...

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Foto: Karlshöhe/Hochschulgemeinde

2003, 2006, 2007, 2008 waren die Studierenden der grundständigen Diakonenausbildung an der EH Ludwigsburg Sieger­ Innen des bundesweiten Volleyballturniers der DiakonInnen-Schulen gewesen. Dann 2009 der Abbruch: Keine Mannschaft. 2010: Sieben hoffnungsvolle, hoch motivierte Studierende (s. Bild rechts) fahren nach Rummelsberg und können (fast) an die glorreiche Vergangenheit anknüpfen. Mit großem Einsatz erreichen sie den 4. Platz. Für das Turnier 2011 in Treysa/Hessen wird bereits wieder trainiert.

Dezember 2010 Passen Kirche und Kino zusammen? Wir sagen ja, seit bei Eis und Schnee das Mobile Kino zu uns kam. Stefan und Ruth Reiber von Kemmler Electronic GmbH, Marbach ermöglichen mit ihrem Team einen „Rundum-Wohlfühlabend“. Die Kirche wird zum Kino. Es werden zwei Filme gezeigt. Mit Popcorn und Getränken und einer Geschenketüte zum Abschied ist der Abend für alle Besucher­ Innen unvergesslich. Etwas aufgeregt sind sie schon, die jungen Artisten von „The Flying Children“. Die Akrobatikgruppe des Therapeutischen Reitens Kassiopeia hat bei der Gala der Königspferde in der Ludwigsburger Arena einen großen Auftritt. Eine gute Gelegenheit, um auf die Arbeit der Reittherapie auf der Karlshöhe aufmerksam zu machen.

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Der Verband der Omnibusfahrer in Baden-Württemberg und ein badischer Freizeitpark laden ehrenamtlich engagierte Menschen zu einer Busreise in den Westen des Landes ein. Aus dem Haus am Salon nehmen 14 Ehrenamtliche daran teil und sind hellauf begeistert von der Reise und der guten Organisation. „Mitmachen Ehrensache“ heißt es jedes Jahr. Bei der landesweiten Aktion werden Jugendliche gesucht, die einen Tag arbeiten und ihren Lohn für einen guten Zweck spenden. Die Kinder- und Jugendhilfe betreibt das Ludwigsburger Aktionsbüro. Dort werden besonders engagierte Jugendliche geschult und können sich dann als sogenannte Botschafter an der Organisation beteiligen.

… zur Produktion eines Kilogramms Rindfleisch circa 15.000 Liter Wasser benötigt werden?

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Streiflichter aus dem Jahr 2011

2011

Ein anonymer Spender übergibt der Karlshöhe ein hochwertiges, fahrbereites Elektro-Dreirad mit Akkus. Wir freuen uns, dass das Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung eine sinnvolle Verwendung dafür gefunden hat. Die Wohngruppe Lichtblick der Jugendhilfe fährt zur Winterfreizeit nach Berlin. Schon bei der Anreise mit der Bahn haben die Jugendlichen großen Spaß. Viel zu entdecken gibt es bei der mehrtägigen Stadterkundung. Das Highlight ist der Besuch der „Blue Men Group“. Die aufregenden und erlebnisreichen Tage in der Hauptstadt werden der Gruppe noch lange in Erinnerung bleiben.

Februar 2011 Kooperation in der Diakonie: Die Karlshöhe Ludwigsburg und die Diakonie Stetten möchten zukünftig im Landkreis Ludwigsburg in der Behindertenhilfe punktuell zusammenarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnen Vertreter beider Einrichtungen. Durch bestimmte gemeinsame Angebote werden sich die Potentiale der beiden Träger so ergänzen, dass sich den Menschen mit einer geistigen Behinderung zusätzliche Möglichkeiten der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschließen. Kooperation im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit: Die Karlshöhe Ludwigsburg und das CJD Jugenddorf Schloss Kaltenstein starteten ein gemeinsames Projekt, in dem schwerbehinderte Menschen auf der Karlshöhe fit für den Beruf gemacht werden. Bisher mit gutem Erfolg. Die Vermittlungsquote liegt bei 25 %.

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März 2011 Helmut Mäule, Mitglied des Verwaltungsrats der Karlshöhe Ludwigsburg wird mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Bei der feierlichen Überreichung würdigt Oberbürgermeister Werner Spec das vorbildliche ehrenamtliche Engagement des 72-jährigen. „Führe deinen Nächsten wie dich selbst“ lautet das Motto des 4. Karlshöher Diakonietages, der auf großes Interesse stößt. TeilnehmerInnen aus verschiedenen Bereichen hören am Vormittag hochkarätige Referate, z. B. des Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Dr. Walter Krieg aus St. Gallen. Am Nachmittag gibt es Gelegenheit, das Thema in abwechslungsreichen Praxisforen zu vertiefen. Die Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) ist zu Gast im Gebrauchtwarenmarkt. Sie kann sich ein Bild davon machen, welche Auswirkungen staatliche Umstrukturierungs- und Kürzungsmaßnahmen auch für diesen Bereich haben, in dem viele Menschen über den sogenannten zweiten Arbeitsmarkt beschäftigt sind.

Foto: Jörg Conzelmann

Januar 2011

Gäste: Bundestagsvizepräsidentin Katrin GöringEckardt, MdB (2. v. r.) und Jürgen Walter, MdL (rechts) besuchen die Karlshöhe im Frühjahr 2011

Wussten Sie schon, dass...

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März 2011

Foto: Jörg Conzelmann

Dach über dem Kopf: Bundesministerin Ursula von der Leyen ist Schirmherrin für das Überdachungsprojekt des Reitplatzes. Beim Besuch informierte sie sich auch über die Situation der Karlshöher Arbeitshilfen

Noch eine hochrangige Politikerin besucht die Karlshöhe. Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen macht Station beim Therapeutischen Reiten. Als passionierte Reiterin hat sie ein offenes Ohr für die Wünsche und Sorgen der Verantwortlichen. Ein Hauptanliegen ist die Überdachung des Reitplatzes, die über Spenden finanziert werden muss. „All inclusive“ heißt ein internationaler Kongress des Diakonischen Werkes Württemberg zum Thema Inklusion. Ein integratives Vorbereitungsteam aus Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen hat die Tagung inklusiv vorbereitet. Die Karlshöhe ist auch mit dabei – mit den Vorständen Gasser und Grau sowie einer Gruppe von Mitarbeitenden und BewohnerInnen aus dem Wohnheim für Menschen mit einer geistigen Behinderung.

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April 2011 Zu einem Klavierkonzert mit klassischen Werken kommt die Japanerin Masako Kamikawa ins Haus am Salon und begeistert die zahlreich erschienenen ZuhörerInnen durch ihre Virtuosität. Der Erlös der Benefizveranstaltung in Höhe von 1.400 Euro wird zugunsten der Opfer des Erdbebens in Fukushima an eine japanische Stiftung überwiesen. Mit Unterstützung der Therapeutischen Werkstätten bauen Schüler des Mörikegymnasiums im Rahmen des landesweiten Juniorprogramms einen Herrendiener. Es soll bereits eine Anfrage für eine Sonderanfertigung vorliegen. Derzeit kann der Schubladen-Stuhl in der Stadtbibliothek Ludwigsburg getestet werden.

… Wasser nur 1% der Gesamtmasse der Erde ausmacht, obwohl es 71% der Erdoberfläche bedeckt?

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Streiflichter aus dem Jahr 2011 Mai 2011

Foto: Karlshöhe/Gebrauchtwarenmarkt

April 2011

„Frühjahrsputz“ in der Metallwerkstatt. Nachdem die alte Furnierpresse aus der kleinen Werkstatt raus ist, können die Räumlichkeiten neu gestaltet werden. Es werden normgerechte Arbeitsplätze für Jugendliche eingerichtet. Dafür wird noch nach einer kleinen Fräs- und Drehmaschine gesucht. Unter Anleitung von engagierten Mitarbeitern können die Jugendlichen in der Werkstatt viel Erfahrungen im Bereich Metall sammeln, um damit für den Arbeitsmarkt fit zu werden. Wenn die SchülerInnen des Schillergymnasiums in Ludwigsburg im Fach Natur, Wissenschaft und Technik gute Leistungen zeigen, liegt das auch ein wenig an den Therapeutischen Werkstätten der Karlshöhe. Von dort kommen die Bauklötzchen, die im Unterricht helfen, das eine oder andere Thema anschaulich zu vermitteln. Man hofft nun, auch andere Schulen als Kunden zu gewinnen. Eva Luise Köhler besucht das Therapeutische Reiten und die ISAK. In den Gesprächen wird deutlich, wie intensiv sie sich für die Belange von Menschen mit Behinderungen interessiert (s. S. 24 u. 27).

„…und führet mich zum frischen Wasser“. Dieses Motto wird beim 135. Jahresfest der Karlshöhe auf verschiedene Art erfahrbar. Durch die nicht geplante halbstündige „Erfrischung von oben“ lassen sich die rund 4000 Besucher­ Innen den Spaß nicht verderben und erleben einen vergnüglichen Tag bei zahlreichen Angeboten rund ums Thema Wasser. An einem Riesenpuzzle mit 32.256 Teilen, 17 Kilogramm Gewicht und den Maßen 5,44 mal 1,92 Meter arbeiten derzeit Auszubildende der Kaufmännischen Ausbildung mit ihren KollegInnen des Bietigheimer Pressegrossisten Umbreit. Erste Erfolge dieser gemeinsamen Arbeit von Menschen mit und ohne Behinderung sind beim Jahresfest zu bewundern. Nach Fertigstellung soll das Puzzle zu Gunsten der Karlshöhe versteigert werden. Ungewöhnliche Gäste haben sich in der Nähe des Karlshöher Ferienhauses Lauchbühl in der Schweiz einquartiert. Mit ihren Jungen bewohnt ein Fuchspaar einen Bau oberhalb des „Hüsli“. Jeden Tag spaziert sie über das Gelände. Nach anfänglichem Zögern schnappt sie die angebotenen Leckerbissen fast aus der Hand.

Mit Stolz blickt die Kaufmännische Ausbildung auf ihren diesjährigen Ausbildungslehrgang. Drei Bürokaufleute erreichten die Note „Sehr gut“ und zählen damit zu den besten Prüflingen von BadenWürttemberg.

Foto: Harald Reith

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Juni 2011 Was fängt man mit einem Boden, vier Zargen, einem Innen- und einem Außendeckel an? Genau, man baut eine Bienenbeute. Und genau damit sind die Mitarbeitenden in den Therapeutischen Werkstätten gut beschäftigt, seit sie nach Werbung bei Veranstaltungen und in einer Fachzeitschrift eine wahre Auftragsflut erreichte. Auch die Karlshöher Bienen waren im sonnigen Frühjahr fleißig und bescheren ihrem „Chef“ Hans-Martin Syring die früheste Honigernte seiner Imkerlaufbahn.

Foto: Karlshöhe/Jugendhilfe

Die Schirmherrin der Karlshöhe, Eva Luise Köhler ist wieder in Ludwigsburg. Dem Ehepaar Köhler wird im Rahmen der Stadtgründungsfeier die Ehrenbürgerschaft verliehen. Auch Vertreter der Karlshöhe sind zum Empfang geladen. Von sich reden machen auch „Ex-Karlshöher“. Der ehemalige Leiter der Kantorei, Landeskirchenmusikdirektor Siegfried Bauer schwingt den Taktstock für das Württemberg-Lied und für den ehemaligen Direktor der Karlshöhe, Dr. Albert Sting gibt es nach Mitternacht ein Ständchen und viele Glückwünsche zum 87. Geburtstag.

Mitarbeiterinnen der Kinder- und Jugendhilfe fahren zum Deutschen Jugendhilfetag nach Stuttgart. Sie können dort drei Tage lang auf die Angebote ihrer Abteilung aufmerksam machen und viele Impulse und Ideen für ihre eigene Arbeit mitnehmen. Aus den Augen, aus dem Sinn. Das muss nicht sein, sagen sich die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Haus am Salon und besuchen den ehemaligen Leiter der Altenhilfe und jetzigen Pfarrer Jörg Schaber in Wiesensteig. Bei der Besichtigung des dortigen Jugenddorfes gibt es wertvolle Informationen zur Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Beim anschließenden Kaffee­trinken erinnert man sich gerne an alte Zeiten.

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Foto: Patrick Pascher

Streiflichter aus dem Jahr 2011

Klaus-Dieter Wolf (mitte) leitet jetzt die Jugendhilfe; er löst Hans Fischer (rechts) ab, der diesen Arbeitsbereich 13 Jahre verantwortete

Juli 2011

August 2011

Die Kinder- und Jugendhilfe hat einen neuen Chef. Als Nachfolger von Diakon Hans Fischer trat Klaus-Dieter Wolf am 1. Juli 2011 seinen Dienst an. Er kommt vom Berufsbildungswerk Waiblingen, wo er als Einrichtungsleiter zuletzt neun Jahre für die berufliche Rehabilitation junger Menschen verantwortlich war. Der 57-jährige gebürtige Stuttgarter bringt viel Erfahrung und das nötige Handwerkszeug mit, um der dynamischen Entwicklung der Karlshöher Jugendhilfe die richtige Richtung zu geben.

Seit dem 1. August blicken 30 junge Menschen ohne Ausbildungsplatz auf neue „Horizonte“: So heißt die kurzfristig anberaumte Maßnahme des Jobcenters im Landkreis, die Jugendlichen helfen soll, noch im Herbst einen Ausbildungsplatz zu finden. Den Zuschlag der Behörde erhielten die Kaufmännische Ausbildung der Karlshöhe und die Arbeit-Bildung-Qualifizierung RemsMurr gGmbH – eine Tochter der Paulinenpflege. Sie helfen den Jugendlichen in den nächsten fünf bis zwölf Wochen bei der Ausbildungsplatzsuche, bei der Persönlichkeitsbildung und bei der Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen.

Anlässlich des 70. Geburtstages von Ernst Lotter stiftet die Mitarbeiterschaft der Fa. Lotter eine solide Sitzbank, die an einem schattigen Platz in der Nähe der Karlshöher Kirche aufgestellt wird. Somit kann jeder, der durch unsere Anlagen wandelt, sich auch ausruhen.

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Zahlen und Fakten Die folgenden grafischen Darstellungen zeigen die wichtigsten Daten aus dem Lagebericht 2010 zur Mitarbeiterschaft und zur wirtschaftlichen Situation der Karlshöhe Ludwigsburg.

Mitarbeitende in den Abteilungen 2010

Studienwohnheim: 5 Sachspendenmarkt: 10

Diakonische Bildung: 4

Direktion, Verwaltung Öffentlichkeitsarbeit: 37

Diakonieverband: 5

Zentrale Hauswirtschaft: 27

Kinder- und Jugendhilfe: 97

Technik: 10

Hilfen für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten inkl. Arbeitshilfen: 56 Erholungseinrichtung Lauchbühl: 2 Körperbehindertenhilfe: 71

Altenhilfe: 93 Geistigbehindertenhilfe: 119

Summe: 536 (2009: 539)

Art der Anstellung 2009/2010 2010

2009

2010 2009

2010 2009 186

194

Vollzeit

196

189

Teilzeit

62

69

geringfügig beschäftigt

2010 2009 92

87

Azubis, ZDL, Praktikanten, FSJ

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Zahlen und Fakten Gewinn + Verlust 2010 – Betrieblicher Aufwand Lebensmittel: 4 % Wasser, Energie, Brennstoffe: 3 % Wirtschaftsbedarf Verwaltungsbedarf: 9 % Personalaufwand: 76 %

Steuern, Abgaben Versicherungen: 1 % Mieten, Pacht, Leasing: 3 % Instandhaltungen: 4 % Zinsen und ähnliche Aufwendungen: 1 %

Erholungseinrichtung Lauchbühl Diakonieverband

117

Studienwohnheim Diakonenausbildung und Aufbauausbildung Wohnheim Käthe-Koch-Haus Hilfe für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten (inkl. Arbeitshilfen)

Körperbehindertenhilfe

Altenhilfe

533

237 293

746

4.100

3.369

3.810

Kinder- und Jugendhilfe

4.459

Geistigbehindertenhilfe

4.363

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+ 2,1 %

2008

-0,2 %

2009

24.337.000 €

24.391.000 €

23.895.000 €

Betriebliche Erträge 2008 bis 2010

2010

Bilanz 2009 und 2010 Spenden 2008 bis 2010

31.12.2010

31.12.2009

Aktiva [in T €] Anlagevermögen

26.964,8

27.554,5

77,5

54,8

4762,5

5.373,7

31,7

35,6

31.759,1

32.963,8

Eigenkapital

13.663,5

13.192,6

Sonderposten

10.091,5

10.598,5

Rückstellungen

1.589,9

2.289,9

6.306,4

6.837,4

107,8

45,3

31.759,1

32.963,8

davon Anlagen im Bau

383.000 €

293.000 €

305.000 €

Umlaufvermögen

2008

2009

2010

Rechnungsabgrenzung Summe Passiva [in T €]

Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzung Summe

Wirtschaftliche Kennzahlen 2010

2009

Anlagendeckung

Verhältnis Eigenkapital sowie mittel- und langfristiges Fremdkapital zum Anlagevermögen

107,5%

108,6%

Eigenkapitalquote

Anteil Eigenkapital und Sonderposten an der Bilanzsumme

74,8%

72,1%

Personalaufwandsquote

Personalaufwand [in T€]

17.804 T€

17.993 T€

75,6%

76,0%

Anteil Personalaufwand an Betrieblichem Aufwand (in %)

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Anschriften Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg

Diakonische Einrichtungen

Diakonische Bildung

Altenhilfe Haus am Salon

Verantwortlich von Seiten der Karlshöhe

Hausadresse,

Paulusweg 2

Auf der Karlshöhe 3

Leitung: Sebastian Köbbert

Verwaltung, Zentrale Hauswirtschaft:

Auf der Karlshöhe 3

Telefon: 07141 965-301 • Fax: -339 altenheim@karlshoehe.de

Pfarrer Frieder Grau, Direktor

Telefon: 07141 965-100 • Fax: -578 grau@karlshoehe.de

71638 Ludwigsburg

Kinder- und Jugendhilfe:

Aufbauausbildung, Berufsbegleitende Ausbildung

71603 Ludwigsburg

Auf der Karlshöhe 11

Leitung: Pfarrer Dr. Dietmar Merz

Postfach 3 49

Telefon: 07141 965-0

Telefax: 07141 965-199 Öffentlichkeitsarbeit

Diakon Jörg Conzelmann Telefon: 07141 965-115 Telefax: 07141 965-113

Leitung: Klaus-Dieter Wolf Telefon: 07141 965-340 • Fax: -359 jugendhilfe@karlshoehe.de

Kaufmännische Ausbildung:

Paulusweg 4

behindertenzentrum@karlshoehe.de

Leitung: Diakon Günter Bernhardt

info@karlshoehe.de

Spendenkonto:

studienwohnheim@karlshoehe.de

Theodor-Lorch-Weg 12–14

Rektor: Prof. Dr. Norbert Collmar

Telefon: 07141 965-401 • Fax: -449 wfmmgb@karlshoehe.de Haus auf der Wart

Evangelische Hochschule Ludwigsburg Paulusweg 6

Telefon: 07141 9745-201 • Fax: -400 n.collmar@eh-ludwigsburg.de

Leitung: Diakonin Ursula Eberwein

Diakoninnen- und Diakonenausbildung

Telefon: 07141 965-360 • Fax: -399

Paulusweg 6

hausaufderwart@karlshoehe.de Arbeit und Technik

Konto: 55

Auf der Karlshöhe 12

Bankleitzahl: 604 500 50

Telefon: 07141 965-240 • Fax: -234

In Trägerschaft der Evang. Landeskirche

Kreissparkasse Ludwigsburg

Leitung: Diakon Christof Mayer

geistiger Behinderung

Bodelschwinghstraße 16 Bankverbindung und

merz@karlshoehe.de

Telefon: 07141 965-472 • Fax: -539

Telefon: 07141 965-111

www.karlshoehe.de

Telefon: 07141 965-270 • Fax: -299

Studienwohnheim/Hochschulgemeinde

Wichernstraße 2 –4

Wohnheim für Menschen mit

Telefax: 07141 965-113

Auf der Karlshöhe 1

Leitung: Diakon Hubert Gaus

Fundraising/Sponsoring Diakon Jochen Brühl

für DiakonInnen

Ausbildungsleiterin: Prof. Dr. Annette Noller Telefon: 07141 9745-275 • Fax: -234 a.noller@eh-ludwigsburg.de

Leitung: Diakon Thomas Klenk, Martin Läpple

Erholungseinrichtung

Telefon: 07141 965-120 (Läpple)

Lauchbühl Grindelwald

technischesbuero@karlshoehe.de

CH-3818 Grindelwald/Schweiz

Telefon: 07141 965-362 (Klenk) • Fax: -129 klenk@karlshoehe.de

Leitung: Diakon Harald Reith Telefon: 07141 965-365 reith@karlshoehe.de

ISAK gGmbH

Karlshöher Diakonieverband

Siemensstraße 19

Leitung: Diakon Jörg Beurer

Telefon: 07147 9690-0 • Fax: -29

Telefon: 07141 965-290 • Fax: -299

Leitung: Diakon Thomas Wenzler 74343 Sachsenheim

info@isakggmbh.de

Auf der Karlshöhe 1

diakonieverband@karlshoehe.de

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Die Leitung Verwaltungsrat und Vorstand Vorstand

Vorsitzender

Hans-Ulrich Schulz, Ludwigsburg

Vorstand i. R. (seit 2003 im Verwaltungsrat) Stellv. Vorsitzender

Winfried Speck, Ludwigsburg Dekan (2007)

Werner Baur, Stuttgart Oberkirchenrat (2007)

Prof. Dr. Norbert Collmar, Ludwigsburg Rektor (2009)

Dr. Wolfgang Frank, Ludwigsburg Rechtsanwalt (2003)

Beratend nehmen an den Sitzungen

des Verwaltungsrates neben dem Vorstand teil: Diakonin Ursula Eberwein

Leiterin Haus auf der Wart (2001) Udo Besenbeck

Vorsitzender der Mitarbeitervertretung (2009) Diakon Jörg Beurer

Geschäftsführer des Karlshöher Diakonieverbandes (2010)

Theologischer Vorstand Pfarrer Frieder Grau, Direktor Tel. 07141 965-100

OKR Dieter Kaufmann, Stuttgart

Vorstandsvorsitzender DWW (2009) Ursula Keck, Kornwestheim

Oberbürgermeisterin (2007) Anita Klett-Heuchert, Ludwigsburg Kunsterzieherin (2005)

Bruno Kneisler, Besigheim

Leitender Kreisverwaltungsdirektor i. R. (1990) Werner Link, Mundelsheim

Abteilungsdirektor i. R. (2007) Helmut Mäule, Ludwigsburg Geschäftsführer i. R. (1996)

Diakonischer Vorstand Diakon Gerhard Gasser Tel. 07141 965-102 (bis 31.12.2011) Diakonin Anne Hauser (ab 01.01.2012, s. S. 16)

Claus-Dieter Meyer, Ludwigsburg Apotheker (1993)

Regina Mühlbayer, Ludwigsburg

Werner Spec, Ludwigsburg Oberbürgermeister (2003)

Diakon Friedrich Weissinger, Tettnang

Vorsitzender des Karlshöher Diakonieverbandes (2005)

Fotos: Michael Fuchs (3)

Konrektorin (2008)

Wirtschaftlicher Vorstand Heide-Rose Weber Tel. 07141 965-104

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Foto: Marianne Raden

„Die Karlshöhe ist ein Ort der Menschlichkeit, an dem nicht allein mit nackten Zahlen und harten Fakten gerechnet wird. Dem Gebot der Wirtschaftlichkeit steht immer die allen Kostenrechnungen trotzende einfühlsame Begleitung von Menschen zur Seite“ Eva Luise Köhler, November 2010

Karlshöhe Ludwigsburg Auf der Karlshöhe 3 71638 Ludwigsburg Tel. 07141 965-0 Fax 07141 965-199 info@karlshoehe.de www.karlshoehe.de

Foto Luftbild: Riemann Aerophoto

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Karlshöhe Jahresbericht 2011