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Castle Rock 14 Nun war es wieder soweit, der erste von zwei Tagen des 14. Castle Rock Festivals öffnete seine Tore. Bei angenehm warmen Festivalwetter eröffneten um 17:30 Uhr Voodoma aus Düsseldorf das Festival .Mit dem Song Seven Lies begrüßte Fronter Michael die Besucher. Voodoma kamen mit ihrer Mischung aus Dark Metal gepaart mit elektronischen Klängen gut an. Dass übrigens etliche Besucher nicht pünktlich im Schloss Broich aufgetaucht waren, lag wohl an dem Verkehrschaos auf den umliegenden Autobahnen. Dennoch war die Stimmung schon zum frühen Zeitpunkt sehr gut . Im Anschluss gab es beim letzten Song Virus noch etwas fürs Auge: Sabrina, die auch im Videoclip von Virus zu sehen war, heizte mit einer Tanzeinlage im knappen Krankenschwester-Kostüm die Stimmung zusätzlich an. Während die Fans noch eine Zugabe forderten, erklärte Michael, dass der neue Bassist Tommy alle gespielten Stücke in nur eineinhalb Tagen erlernt hatte.

Nach ein paar kleinere technische Schwierigkeiten trat nun die Band Nachtblut aus Osnabrück, deren Intro zunächst nicht so recht ablief wie geplant, auf die Bühne .Musikalisch liessen sich Nachtblut am ehesten mit Cradle Of Filth einzuordnen, zählten Nachtblut sicherlich zu den härtesten Bands des diesjährigen Festivals. Während des Stücks Kreuzritter unternahm ihr Sänger Askeroth einen kleinen Ausflug ins Publikum, wodurch es jedoch zu Verzerrungen mit dem Mikrofon kam. Der wohl überraschenste Moment des Auftritts war sicherlich die Zugabe, eine Coverversion von „Das ist alles nur geklaut“ der Prinzen. Nach einer Umbaupause betrat Veranstalter Michael Bohnes die Bühne, um alle Festivalbesucher persönlich beim Castle Rock zu begrüßen und ließ er sich nicht nehmen die nächste Band anzusagen : Lord Of The Lost aus Hamburg.“Live today, die tomorrow”, hauchte Sänger Chris Harms ins Mikro während der Schlosshof sich deutlich füllte. Die Stimmung ist wieder erstklassig. Das Publikum gab alles, während Lord Of The

Lost an diesem Tag ihren Auftritt für ein neues Musikvideo aufwendig filmen liessen. Mit rund 20 Minuten Verspätung betraten die Musiker der finischen Band Amorphis schließlich in der einsetzenden Dämmerung die Bühne im Schloss Broich.Schon der erste Song Shades of Gray vom aktuellen Album Circles machte deutlich, wofür Amorphis steht: Kräftige Growls gepaart mit gefühlvollem, cleanen Gesang – vorgetragen von ein und derselben Person, nämlich Tomi Joutsen. Untermalt wurde der facettenreiche Gesang mit der sehr individuellen Mischung aus Death und Progressive Metal, die Amorphis auszeichnet. Am zweiten Tag des 14. Castle Rock Festivals am 13.07.2013 öffneten sich die Tore zum Mülheimer Schloss Broich bereits um 12.15 Uhr, die erste Band Maerzfeld startete um 13 Uhr. Die Musiker von Maerzfeld kannte man bereits von Stahlzeit, einer erfolgreichen Rammstein Cover-Band. Unter dem Namen Maerzfeld bringt die Band ihre eigenen Lieder nun zum Besten, wobei man Ähnlichkeiten zu Rammstein nicht leugnen konnte. Schon mit Virus (der Gast) zogen Maerzfeld das Publikum in ihren Bann. Aber auch Huebschlerin, zu dem die Band ein Musikvideo aufgenommen hat, konnte restlos überzeugen. Hierbei griff Keyboarder Thilo auch zu einem Akkordeon, um damit dem Stück seine ganz eigene musikalische Note zu verleihen. Etwas weniger elektronisch, dafür umso gitarrenlastiger, ging es nach einer kurzen Umbaupause mit den Urgesteinen von Darkseed weiter. Bereits 1992 gegründet und zwischen 2006 und 2008 inaktiv, ist die Gothic Band nun seit 2012 mit neuem Sänger Mike Schmutzer wieder aktiv. Passend zu ihrer bayerischen Herkunft trugen die Bandmitglieder Lederhosen.

Magazin hessen 10 13 print  
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