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Zwielicht

Der Begriff stammt aus dem Altdeutschen und bedeutet: Licht aus zwei Quellen.

Auf der Scheibe hört man ganz deutlich 80er-Bezüge und Retro-Sounds. Wovon bist Du inspiriert? Pix: Wir sind ja nicht mehr die Jüngsten und haben die 80er Jahre voll mitbekommen. Wenn man will, hört man vielleicht „Sisters of Mercy“ raus. Alles Sachen, mit denen wir aufgewachsen sind und die wir selber gerne hören. Im Jahr 2012 noch mal drauf zurückzugreifen, macht einfach Spaß. Mir gefällt die Musik, und sie mit unserer zu verbinden, passt sehr gut. Alexx und Du geltet als „kongeniales Duo“. Was harmoniert so gut zwischen Euch und macht die besondere Chemie von „Eisbrecher“ aus? Pix: Wir sind zwei völlig unterschiedliche Charaktere. So ein bisschen Reibung tut manchmal gut und schafft Energie, etwas gemeinsam zu entwickeln. So gesehen passt es wie eine Eins. Wir hatten vor einigen Jahren auch schon Phasen mit Streitigkeiten. Wir sind daran gewachsen und älter geworden. Wir verstehen uns gut und es passt aus kreativer Sicht. Ich hoffe, dass das noch eine ganze Weile so bleibt.

Foto: Niels Rodenkamp Die Stücke sind teilweise sehr melancholisch. Wo nehmt ihr den Input für die Geschichten hinter den Songs her? Pix: Die Quelle ist das Leben an sich. Schalte den Fernseher ein, und Du findest Amokläufe. Geh auf die Straße und schau Dir die Leute an - das Leben ist die Inspiration für unsere Texte mal traurig, mal lustig, mal hart. Deswegen kommt bei uns alles vor. Ihr wart im Vorprogramm der „Scorpions“ unterwegs. Wie war das? Pix: Sehr spannend. Das passt ja musikalisch auf den ersten Blick nicht so. Aber es hat gut funktioniert. Bei 14.000 Leuten waren bestimmt 10.000, die uns noch nie gehört haben und die haben uns nicht von der Bühne geschrieen. Man ist Opener für einen großen Act und versucht, sein Bestes zu geben. Ein sehr positives Erlebnis und wir sind zufrieden wieder nach Hause gefahren.

Und so unterschiedlich wie Tag und Nacht und die Zeit dazwischen sind, so facettenreich ist auch die Musik der Regensburger Mittelalter-Rocker von Zwielicht. Keine andere Band des Mittelalter-Genres versteht es so gut, der Klassik zugeordnete Instrumente wie Fagott, Flöte und Geige mit der traditionellen Rock-Besetzung zu vereinen. Weiche Harfenklänge mischen sich bei Zwielicht mit ohrwurmartigen Gesangslinien und krachenden Gitarren zu einem unverwechselbaren Gesamtsound zusammen. Durchdachte Kompositionen zeugen von der langjährigen Erfahrung der Mitglieder in verschiedenen Bands und Orchestern. Die musikalische Bandbreite von getragenen Balladen über tanzbare Folk-Stücke bis hin zu raffinierten Rocknummern begeistert Zuhörer jeden Alters gleichermaßen. www.zwielicht-band.de

Magazin hessen 10 13 print  
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