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Einblicke und Empfehlungen für die zukünftige Brauchpflege Fastnacht, Fasching und Karneval in Sachsen

ung auf die Saison ist nur noch mit größeren Schwierigkeiten zu gewährleisten. Die Kosten allgemein sind derart angestiegen, dass sie kaum noch erträglich sind, Sponsoren für unsere Veranstaltungen oder überhaupt für die Vereinsförderung gibt es kaum noch. Das kulturelle Angebot für die Bevölkerung ist so vielseitig geworden, dass nicht zuletzt aus finanziellen Gründen der Besucher sich entscheiden muss für welches Angebot er sein Geld ausgeben will. Unser Leistungsangebot war schon mal besser. Zu berücksichtigen ist auch, dass insbesondere Jugendliche Großveranstaltungen mit „viel drum rum“ vorziehen. Bindungen, die man auch als Heimatliebe oder wenigstens mit Heimatgefühl bezeichnen könnte sind verloren gegangen. Die Medien, ob Rundfunk, Fernsehen oder Presse überfüttern mit ihren Karnevalsund Fastnachtsendungen und Reportagen die Hörer oder Leser auf ihre Art, in dem sie entscheiden, was, wer und wie gesendet oder Ein fast nicht zu erfassendes berichtet wird und verwischen Ausmaß an Veränderungen auf dabei das Wesentliche was unseren allen Gebieten des gesellschaft- Bräuchen immanent ist. lichen Lebens auf unserem blauen Immer öfter stellt sich die Frage, ob Planeten ist inAktion. es überhaupt noch einen Sinn hat Ökonomische, kulturpolitische und von Traditionen und Brauchpflege demografische Veränderungen sind zu sprechen, wenn selbst viele an der Tagesordnung die letztlich Fastnachter und Karnevalisten auch schmerzhafte Einschnitte im dazu neigen, sich dem Trend der Zeit absolut unterzuordnen. Brauchgeschehen hervorrufen. Berufliche Bindungen oder Ausbildung führen zum Personal- Ja, es hat einen Sinn, kann da nur mangel im Verein. Die Lage von dieAntwort darauf sein! Arbeitsplätzen außerhalb des Dieses Phänomen, das wir mit Wohnortes behindern die ständige Fastnacht, Fasching und Karneval Teilnahme an den Zusammen- bezeichnen, hat Jahrhunderte künften des Vereins und damit auch überdauert, hat Höhen und Tiefen die Funktions- und Rollenbeset- erlebt und erlitten und ist immer zung. Eine notwendige Vorbereit- w i e d e r v o n G e n e r a t i o n z u Zur Gegenwart: Die Auswirkungen der weltweiten Globalisierung mit allen ihren Erscheinungsformen und nationalen und regionalen Facetten sind im täglichen Leben, so auch in unserer Brauchpflege auf Schritt und Tritt zu spüren. Ganze Staatsformen sind zusammengebrochen, haben sich als unfähig erwiesen. Neue Staaten sind entstanden und ringen um ihre neue Existenz. Viele Banken, Konzerne, Unternehmen und sonstige Institutionen sind bereits auf der Strecke geblieben haben resigniert, kapituliert und sind durch Aufgabe ihrer Existenz für immer von der Bildfläche verschwunden; ein Ende dieser Umwälzung ist trotz aller Bemühungen nicht abzusehen. Dieser Globalisierung ist auch unser Brauchtum zwangsläufig ausgeliefert. Es gibt kein Entrinnen oder Ausweichen, wir sind da voll in den Strudel des Geschehens einbezogen. Wer da glaubte, wir kommen unbehelligt davon, der irrte gewaltig.

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Generation weiter getragen worden bis in unsere heutige Zeit hinein. Traditionen, die zum Teil ihren Ursprung in den vegetationsreligiösen Epochen, in der Antike und dem Verlauf der Errichtung des Christentums haben sind in Spuren heute noch vorhanden. Manche Bräuche wurden zur Tradition wie das Vermummen, das Lärmen, das Rügen, das Heischen und der spezifische Fastnachts- und Karnevalstanz. Andere Bräuche sind entstanden und bald wieder vergangen. Von Landschaft zu Landschaft, von Region zu Region wird diese Entwicklung, wenn man genauer und mit Sachkenntnis hinschaut sichtbar. Gerade ist es die Vielfalt die sich im Brauchgeschehen herausgebildet hat, wir sprechen da von orts- und regional gebundenen Erscheinungsformen der Fastnacht, des Faschings und des Karnevals, wie sie für den „Sächsischen Carneval“ typisch ist. Es ist Fakt, dass Fastnacht, Fasching und Karneval ein Teil unserer Alltagskultur sind und wir die Träger von Fastnacht, Fasching und Karneval. Damit haben wir nicht nur die Bereitschaft zur Pflege der Bräuche übernommen sonder auch die Verantwortung, diese Trägerschaft Pflicht gemäß auszuüben und die Weitergabe an die nachfolgenden Generationen vorzubereiten. Offensichtlich ist diese Tatsache nicht allen Aktiven bewusst, denn oft genug sind Leichtfertigkeiten im Umgang mit dem Brauchtum festzustellen und führen so zur Verflachung bis hin zur allgemeinen Unterhaltung eines anspruchlosen Publikums. Welchen Weg sollten wir gehen, um unserer Verantwortung gerecht zu werden?


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Jeder Verein, jeder Klub, jeder Elferrat und jedes Komitee hat ein eigenes „Zuhause“, seinen Standort und sein Publikum. Dort kommt er an, dort kann er agieren, dort findet er seine Mitglieder und Mitstreiter, dort ist er anerkannt. Er hat im eigenen Ort sein Erscheinungsbild, die Art seiner Aktionen und seiner Figuren geprägt, er ist im Ort ein Stück Heimat mit ganz spezieller Aussage geworden. Deshalb sind Volksverbundenheit und ganz natürliches Verhalten, das Reden „wie einem der Schnabel gewachsen ist“, ob im Dialekt oder der Mundart oder in Hochdeutsch, angebracht. Wir sind keine engagierten Künstler sondern Laien, Volkskünstler mit Leistungen, die sich sehen lassen können. Von uns wird in keiner Weise verlangt, dass wir den Professionellen gleich sein müssen. Von uns wird erwartet, dass wir Fröhlichkeit und Lebensbejahung ausstrahlen und weitergeben können. Von uns wird aber auch erwartet, dass wir kritisch, aber wohlgemeint an Stelle des Volkes auf Unzulänglichkeiten und Missstände im gesellschaftlichen Miteinander verweisen und aufmerksam machen. Das sollte unsere Narrengemeinschaft berücksichtigen und nicht abheben wollen. Oft reicht die Kraft eines Vereins aus verschiedenen Gründen kaum oder nicht aus, um eine Saison allein zu bewältigen. Es ist überlegenswert, ob da ein Zusammengehen mit einem benachbarten Verein oder gar mit mehreren Vereinen und Klubs nicht sinnvoll wäre. Wir unterscheiden zwischen Sitzungs-(Saal) und Straßenkarneval. Das sind zwei unterschiedliche und sich von einander wesentlich unterscheidende Arten der Brauchpflege und des Brauchgeschehens,

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wobei der Straßenkarneval viel frühere Wurzeln als der Sitzungskarneval hat. Nicht nur, das beide Arten der Brauchpflege unterschiedliche Mengen an Zuschauern gleichzeitig begeistern, sondern hier die fünf Wesensmerkmale der Braucherscheinungen in unterschiedlicher Ausdrucksform zur Wirkung kommen.Also der Einsatz von Riten und Ritualen unterscheidet sich dadurch, dass mit dem einen Wesensmerkmal im Straßenkarneval, zum Beispiel mit dem Rügen auf andere Art umgegangen wird als beim Sitzungskarneval. Unser Publikum kommt zu Fastnacht- bzw. Karnevalsveranstaltungen nicht in der Erwartung einen neuen Kriminalfilm vorgeführt zu bekommen oder Opernarien zu hören, sondern es will auf närrische Art unterhalten werden. Gut ist also der beraten der wirklich gute Brauchpflege praktiziert mit all ihren Farbnuancen und sein Publikum durch Wort, Lied und Tanz in das Karnevalsgeschehen einbezieht. Das hat rein gar nichts mit alten Zöpfen oder nicht mehr zeitgemäßen Darbietungen zu tun, sondern das ist praktizierte Fastnacht oder praktizierter Karneval. Das Publikum wird es danken; vom Fußball ist uns allen bekannt: „Heimspiel bleibt Heimspiel.“ Nur wenigen unserer Vereine oder Klubs ist es im Laufe ihrer Entwicklung gelungen, den Karneval oder die Fastnacht als ein Erlebnis besonderer Art über ihren Heimatort hinaus bekannt zu machen, ich meine damit unsere sächsischen Karnevalshochburgen wie zum Beispiel Wittichenau, Radeburg, Leipzig, Oberwiesenthal und noch einige andere. Dabei sollte es auch bleiben, denn was hier gelungen ist, ist kaum woanders zu erreichen.

sich Garden mehr und mehr verselbständigen und sich damit von der spezifischen Stellung im Brauchtum lösen. Das hat Gründe, die nicht in unserem Zuständigkeitsbereich liegen, das hat aber auch Gründe, die in unserem eigenen Fehlverhalten und teilweiser Unkenntnis der eigentlichen Funktion der Garden in der Fastnacht und im Karneval liegen. Das Wort Garde, eigentlich Avantgarde kommt aus dem Sprachschatz des französischen Militärs und bedeutet so viel wie Vorhut, das ist eine ausgewählte kleine Militärformation mit Auftrag zur Aufklärung und Vorbereitung des Eintreffens einer anderen militärischen Einheit Avantgarden bzw. Garden wurden auch zur Begleitung und zum Schutz eingesetzt. Das Wort Leibgarde bezeichnet eine ausgewählte Gruppe zum Personenschutz und zur Begleitung bestimmter Personen. Die erste offizielle Garde im Karneval gab es 1902 in Köln als Begleitung für Bauer und Jungfrau. Hier handelt es sich um eine Traditionsgarde (Rote und Blaue Funken) als Persiflage auf die ehemalige Kölner Stadtgarde.1906 gab es dann auch für den Prinzen eine Begleitung, eine Prinzengarde. Erst Anfang der dreißiger Jahre durften auch Frauen in die Garde aufgenommen werden. Soweit die Anfangsgeschichte der Funken- und Prinzengarden.

Garden im Sächsischen Carneval gehören zu unserem Erscheinungsbild mit der Funktion, bei Einmärschen des Elferrates und/oder des Prinzen oder Prinzenpaares als Begleiter zu wirken. Dazu gehört auch ein entsprechender Gardetanz, der in etwa einem militärischem Vorbild nachempfunden ist. In diesem Zusammenhang ist auch der Zunehmend ist festzustellen, dass Auftritt des Tanzmariechens zu

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Zunehmender Bürokratismus, staatlich gelenkte Einschränkungen der Handlungsfreiheit der Vereine, wie bestimmte Vorschriften die einzuhalten sind, finanzielle Schranken die uns auferlegt sind und vieles andere das von uns einen nicht unerheblichen Verwaltungsaufwand und damit Inanspruchnahme unserer Freizeit erfordern, die wir alle im Ehrenamt für das Brauchtum aufwenden, behindern uns bei der Realisierung unserer eigentlichen Aufgaben. Deshalb sollten Versuche der Reglementierung und Uniformierung die in unseren eigenen Reihen entstehen von vorn herein und endgültig abgeblockt werden. Es ist gerade das Besondere im Sächsischen Carneval, das unsere

Andere feiern Skifasching oder Ski- und Eisfasching, wieder andere frönen dem Karneval. Hier regieren der Prinz oder das Prinzenpaar, in Leipzig ist es die Leila, die das Zepter in der närrischen Zeit schwingt. Wir haben Vereine mit einem Präsidenten oder mit einem Vorsitzenden, es gibt bei uns auch eine Vereinigung an deren Spitze ein Präsident und ein Kanzler stehen. Es gibt Vereine die ausschließlich Saalveranstaltungen durchführen aber auch solche, von denen bekannt ist, dass sie sowohl den Sitzungskarneval als auch den Straßenkarneval gestalten. Alle jedoch basieren auf den Grundelementen der Fastnacht und des

Fastnacht, Fasching und Karneval in Sachsen weisen in der Fest- und Feiergestaltung bemerkenswerte Unterschiede von Landschaft zu Landschaft aus. Die einen feiern „Fosend“, woanders laufen Foaasnachtsnoarrn herum.

MESSE 23. Februar 2013 in der Messe Chemnitz CHEMNITZ

Messehalle 2

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Sächsische Meisterschaften in den karnevalistischen Tänzen

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N E VA L e . V.

Kern und zugleich Träger des jeweiligen Mottos ist und bleibt die Büttenrede. Es muss bei der Mottofindung die in der Regel von den Vereinsmitgliedern ausgeführt

Vereine, Klubs, Elferräte, Komi-tees und andere Vereinigungen die unser Brauchtum pflegen absolut eigenständige Einrichtungen sind, die entsprechend ihrer eigenen Satzung das Vereinsleben gestalten und weiterentwickeln. Dazu gehören auch Zusammenschlüsse in den Regionen des Landes wie zum Beispiel Präsidentenstammtische oder Präsidentenrat, Leistungsvergleiche in den unterschiedlichsten Genres oder auch gemeinsame Treffen zu Karnevalsschauen und Sportveranstaltungen.

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Es ist bewundernswert, was da von den Tänzerinnen gezeigt wird. Brauchtum im eigentlichen Sinne ist es allerdings nicht. Oft können Garden die gestellten Grundanforderungen aus unterschiedlichsten Gründen nicht erfüllen und müssen somit abseits stehen. Ist das ein Nachteil? Nein! In unseren Programmangeboten sind Gardetänze gefragt und auch nicht mehr wegzudenken. Sie sollten aber an der richtigen Stelle platziert und der eigentlichen Funktion wieder gerecht werden. Beim Schautanz, der in der Regel auch sein Berechtigungsdasein im guten Karnevalsprogramm erworben hat, muss darauf geachtet werden, dass er dem Motto des Programms entspricht damit ein Zusammenhang gewahrt wird. Das Lied, das gesprochene Wort bilden die Brücke von der Bühne zum Saal, also vom Akteur zum Gast. Beides gehört zum Sitzungskarneval und stellt sowohl Mittelpunkt als auch Grenzpunkte des Geschehens dar.

wird der etwaige Inhalt bzw. der tragende Leitgedanke für die Büttenrede festgelegt werden, den weiteren Inhalt bereitet der Büttenredner selbst auf. Die klassische Büttenrede wird in Versform und rhetorisch gut ausgefeilt vorgetragen. Sie kann keinesfalls durch loses Aneinanderreihen von zotigen Witzen oder so genannten Gassenhauern ersetzt werden. Wortbeiträge in Form aneinander gereihter Witze sind legitim, ersetzen aber keinesfalls eine Büttenrede. Vom Vorstand organisierte Sprecherziehung durch Lehrgangsbesuch mit abschließendem Qualifizierungsnachweis und Lehrgänge für Büttenredner und Moderatoren sind da sehr zu empfehlen um hier eine immer mehr sichtbar werdende Mangelerscheinung in unseren Veranstaltungen zu beseitigen.

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sehen. Oft kann man beobachten, besonders dort, wo entscheidende Rituale nicht mehr gepflegt werden, dass Garden als „Programmpunkt“ an irgendeiner Stelle, aber nicht als Begleitformation wie es das Ritual verlangt, auftreten. Seit einigen Jahren gibt es den Gardetanzsport, eine Ausbildungsmöglichkeit, die zu Höchstleistungen führen kann.

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Punktesteigerung um 15, die Garde von Bischofswerda. Auch nach vielen Jahren immer noch ohne Konkurrenz in ihrer Disziplin in Sachsen aber immer gern gesehen, ging die Gemischte Garde von Pegau auf die Bühne und zeigte mit teils neuen jungen Tänzern eine flotte, nicht ganz perfekte, aber trotzdem leistungsstarke Gemischte Garde, wofür sie 407 Punkte erhielten.

Große Freude bei den Kleinen zur Siegerehrung

und Tänzer war dieser erste Teil des Turniertages ein besonderes Erlebnis, das war nicht zu übersehen. Und diese Begeisterung gibt uns allen die Kraft, in das unerschöpfliche Potenzial der Nachwuchsarbeit weiter zu investieren. Nach einer etwas kurzen Mittagspause kamen die Großen, jetzt Ü15 an die Reihe. Drei Paare stellten sich der Konkurrenz. Lisa Maurer und Mike Tiegel von Eilenburg begannen, danach tanzten 2 Paare von Pegau Celine-Therese Adam mit Lukas Petzold sowie Josephine Garnatz mit Felix Graichen. Das Paar Adam/Petzold ist schon seit einigen Jahren auf der Turnierbühne zu Hause und holte sich erwartungsgemäß mit einer stabilen Leistung den Siegertitel und die Fahrkarte für das Halb-finale nach Aachen. Spannend wurde es zwischen den beiden neuen Turnier-Paaren. Zu Aller Überraschung präsentierten sich Garnatz/Graichen mit viel Temperament, Ausstrahlung und guten

Hebungen. Leider endete ihr Debüt mit einem Sturz. Aber das Ergebnis war ein guter 2. Platz! Auf Platz 3 landeten Maurer/Tiegel. Die weiblichen Garden gingen mit 14 Tänzen, 4 mehr als im vorigen Jahr an den Start. Mit der unbeliebten Startnummer 1 eröffnete die Garde vom 1. Mittweidaer KV diese Disziplin. Mit enormer Leistungsdichte und Präzision in der Ausführung überzeugten die Tänzerinnen die Juroren und erhielten dafür 430 Punkte. Eine super Vorlage, die nicht zu toppen war und bis zum Schluss der Disziplin nicht mehr erreicht wurde. Das 6. Mal in Folge wurden sie verdient Sachsenmeister und haben sich damit auch wieder zur Halbfinalteilnahme qualifiziert. Mit sieben Punkten weniger schaffte es die Funkengarde Pegau wieder auf den 2. Platz und weitere 5 Punkte danach kam TSV Demitz auf den 3.Platz. Den 4. Platz erreichte wieder, aber mit einer

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In der nächsten Gruppe warteten wie im Vorjahr 6 Mariechen aus 4 Vereinen auf ihren großen Auftritt. Sie kamen aus Demitz, Gebau, Pegau, Demitz-Thumitz. Hier ist das Leistungsniveau auf tänzerischer und akrobatischer Ebene sichtbar gestiegen.

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Sportliche Höchstleistung


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(Lustigerweise kommen die Sieger alle aus demselben Dorf.) Hat Elisa Winter vom KC DemitzThumitz im vorigen Jahr noch den 5. Platz belegt, so erreichte sie dieses Mal mit der Tageshöchstwertung von 446 Punkten Platz 1 und den begehrten Titel „Sachsenmeister“. Den 2. Platz erreichte die Vorjahreserste Christin Olbort vom gleichen Verein. Auf den 3. Platz kam die 2. von 2011, Lisa Wuchatsch vom TSV Demitz, dicht gefolgt von Lara Kornmacher aus der Tanzsportgarde Gebau.

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Die in der Jugend- und Juniorenklasse gesammelten Erfahrungen zahlen sich besonders bei den Mariechen aus und zeigen den Weg zum Erfolg. Es ist sehr schade und kaum zu verstehen, dass nur vier 6 Mal in Folge „Sachsenmeister” - der 1. MKV Mittweida Vereine den vergleichsweise ge- und bescherte den Mädchen und nicht ganz vorn platzieren konnten, ringen Aufwand für ein Mariechen Jungen aus Pegau zum 3. Mal war die Turnierteilnahme ein auf sich nehmen. hintereinander den großen Pokal Ereignis, was sie motiviert und weiter voranbringt. Zitat: “Es hat des Sachsenmeisters. Nach einer kleinen Zwangspause Den Vizemeister ertanzte sich „Mit riesig Spaß gemacht und wir haben wegen Umziehstress, ging es mit etwas Schwein zum Führerschein“ gefeiert, als wären wir die Ersten, der letzten und überaus beliebten der TSV Demitz und über den 3. wir kommen wieder“. Disziplin der Schautänze weiter. Pokal konnten sich gleich zwei Bei der abschließenden SiegerVon 9 Tänzen voriges Jahr konnten Vereine freuen, der Grünauer GG ehrung liefen die Fotoapparate heiß wir uns diesmal auf 11 Tänze mit „Stadtverkehr“ und der und die überschäumende Stimfreuen. Das Spektrum der Ideen 1.Mittweidaer KV mit seinem mung und Freude wollten kein und Themen war erstaunlich weit, „Sommertag“. Nur einen Punkt Ende nehmen. Die Musik des DJ´s ebenso die Musiken und die dahinter kam der Kulkwitzer CC lieferte ihren starken Beitrag. Vielfalt der Kostüme. Umso mit „Musical - unsere Leiden- Selbst die Juroren waren von dieser spannender ist auch immer die schaft“ auf den 4. Platz. Vom 3. Bis Atmosphäre beeindruckt. Bewertung der sehr verschiedenen 11. Platz lagen die Bewertungen Allen Helfern, die zum Gelingen Tänze. Dabei waren 3 Tänze schon dicht beieinander, was uns keine so dieses tollen Tages beigetragen vom Vorjahr bekannt, 8 Gruppen großen Leistungsunterschiede haben, gilt unser herzlichster Dank! hatten neue Tänze einstudiert. aufzeigt. Auch hier war wieder der Mit allerbesten Eindrücken und Nacheinander wurde die Turnier- Ideenreichtum der wunderschönen Erinnerungen gehen wir in unsere bühne bevölkert von Hexen, Kostüme bewundernswert. Vereine und beginnen schon bald Fahrschülern, Trabis, Spinnen, mit der Vorbereitung auf die Schamanen, Krankenschwestern, Die Anzahl der Tänzer in den nächste Karnevalssaison und die J a h r e s z e i t e n , M u s i c a l s t a r s , Schautänzen erstreckte sich von 7 nächste Sächsische Meisterschaft Köchen, usw. Das war kein bis 24, wobei man sagen kann, in den karnevalistischen Tänzen. einfaches Werten für die Jury. nicht die Masse allein bringt den Das Ergebnis war, der neue Sieg, sondern die Plätze zeigen, das Jutta Degen Schautanz „Die spinnen doch die gekonnte Zusammenspiel aller Vorsitzende des TTA des VSC Weiber“ bekam mit 440 Punkten Komponenten ist das Wichtigste. die höchste Schautanzbewertung Und auch für Vereine, die sich noch

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ERGEBNISSE 18. SÄCHSISCHE MEISTERSCHAFTEN IN DEN KARNEVALISTISCHEN TÄNZEN 2011

Jugend

Junioren

Weibliche Garden 1 1.Mittweidaer Karnevalsverein 2 TSV Demitz 3 Eilenburger Carneval Club Tanzmariechen 1 1.Mittweidaer Karnevalsverein 2 TSV Demitz 3 1.Mittweidaer Karnevalsverein

Kathleen Jahn Annika Föst Lisa Lindner

Schautanz 1 Elferrat Gebau Dresden 2 TSV Demitz 3 Pegauer Karnevals Klub

„Was fressen kleine Igel gern?“ „Vom Ameischen zur Ameise“ „Erwachen auf der Blumenwiese“

Tanzpaare 1 Eilenburger Carneval Club 2 Dahlener Carnevalclub

Lena-Nesrin Gürke & Maximilian Rothfeld Casandra Rost & Max Schwarz

Weibliche Garden 1 Tanzsportgarde Elferrat Gebau Dresden 2 TSV Demitz 3 Eilenburger Carneval Club

Aktive

Ü15

Tanzmariechen 1 Elferrat Gebau Dresden 2 Eilenburger Carneval Club 3 TSV Demitz

Sandra Matschke Jasmin Wend Anika Zybul

Schautanz 1 Elferrat Gebau Dresden 2 Pegauer Karnevals Klub 3 Eilenburger Carneval Club

„Planet Azur - Wir bringen Licht ins Dunkle“ „Zum Glück haben wir den grünen Daumen“ „Das alles ist Deutschland“

Tanzpaare 1 Pegauer Karnevals Klub 2 Pegauer Karnevals Klub 3 Eilenburger Carneval Club

Celine-Therese Adam & Lukas Petzold Josephine Garnatz & Felix Graichen Lisa Maurer & Mike Tiegel

Weibliche Garden 1 1.Mittweidaer Karnevalsverein 2 Pegauer Karnevals Klub 3 TSV Demitz Gemischte Garden 1 Pegauer Karnevals Klub „Tanzclub Rot-Weiß“ Tanzmariechen 1 KC Demitz 2 KC Demitz 3 TSV Demitz

Elisa Winter Christin Olbort Lisa Wuchatsch

Schautanz 1 Pegauer Karnevals Klub 2 TSV Demitz 3 1.Mittweidaer Karnevalsverein Grünauer Garnevals Glub

„Die spinnen doch, die Weiber“ „Mit etwas Schwein zum Führerschein“ „Ein Sommertag“ „Stadtverkehr“

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Die GEMA informiert Nach einem aktuellen Schreiben der GEMABezirksdirektion Dresden gibt es ab dem 1.1.2013 auf Wu n s c h v i e l e r Kunden sowie der Politik und Öffentlichkeit einfachere und transparente Tarifstrukturen. Die GEMA lizensiert Veranstaltungen mit Live-Musik mit Ausnahme von reinen Konzertenseit vielen Jahren überwiegend auf der Basis der Vergütungssätze UVK. Diese regeln beispielsweise Auftritte von Musikern bei Bällen, in Festzelten und bei bunten Abenden. Nach Auffassung der GEMA ist mit der heute geltenden Tarifstruktur keine ausgewogene Tarifanwendung mehr möglich. Aus diesem Grund werden ab 2013 die Vergütungen linearisiert. Die Vergütungssätze richten sich bislang nach der Größe des Veranstaltungsraumes und der Höhe des

Eintrittsgeldes, dabei wird es grundsätzlich auch künftig bleiben. Konkret heißt das: Der neue Tarif verläuft linear je 100 m² Raumgröße und je 1  Eintrittsgeld. Damit wird der Tarif im Sinne der Gleichbehandlung von Veranstaltungen unterschiedlicher Größe umgestaltet und damit transparenter und leichter nachvollziehbar gemacht. Der Aspekt der Gleichbehandlung ist ein zentrales Anliegen des Urheberrechtswahrnehmungsgesetzes und des Deutschen Patent- und Markenamtes als Aufsichtsbehörde der GEMA. Zur Vereinfachung werden sechs weitere Tarife* aus dem Bereich der Live-Musik in den neuen Tarif U-V integriert.

heute. Die Tarifanpassung führt also bei nahezu allen Veranstaltungen mit geringen Raumgrößen und moderaten Eintrittsentgelten zu deutlichen Vergünstigungen. Für größere Veranstaltungen bringt die Tarifanpassung eine höhere Vergütung mit sich. Warum informieren wir bereits heute? Die bis einschließlich 31.12.2012 gültigen Vergütungssätze, um die es hier vorrangig geht, wurden in der Vergangenheit von der GEMA gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Musikveranstalter e.V. verhandelt und vereinbart. Mitglieder der Bundesvereinigung sind z.B. der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband und der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels. Mit der Bundesvereinigung, die die größte Nutzungsvereinigung in Deutschland darstellt, werden bereits zielgerichtete Verhandlungen mit der GEMAüber eine künftige Linearisierung der Tarife geführt. Wir möchten, dass Sie sich als Musikveranstalter frühzeitig auf die Änderungen einstellen können. Deshalb wird Sie die GEMA auf ihrer Internetseite www.gema.de kontinuierlich über den Fortgang der Verhandlungen informieren. Entsprechende Tarifverhandlungen werden auch über die Vergütungssätze für Tonträgerwiedergaben im Veranstaltungsbereich geführt. Die aktuellen Vergütungssätze UVK und die neuen Vergütungssätze U-V (ab 1.1.2013) finden Sie auf unserer Internetseite unter www.gema.de/Livemusik.

Das wichtigste im Überblick: • Die Vergütungen werden ab 2013 an der wirtschaftlichen Größe der Veranstaltungen linear ausgerichtet. • Bis 31.12.2012 gilt noch die bisherige Tarifstruktur. • Für Veranstaltungen, deren Eintrittsgeld 2  oder weniger beträgt, gelten Mindestsätze. • Besonderheiten der einzelnen Veranstaltungsformen, die sich bisher in den unterschiedlichen Tarifen widerspiegeln, finden auch in dem neuen Tarif weiter Berücksichtigung. • Die Härtefallnachlassregelung bleibt natürlich weiterhin Tarifbestandteil. • Konzerte werden wie bisher nach dem Tarif U-K lizensiert. Was bedeutet das für Sie als Musikveranstalter? Insgesamt werden rund 60% aller Veranstaltungen nach dem neuen Ihre GEMA-Bezirksdirektion Tarif günstiger oder bleiben auf Dresden dem gleichen Tarifniveau wie

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Der Friedersdorfer Karnevalsklub feierte sein 30-jähriges Jubiläum!

30 Jahre karnevalistisches Brauchtum verbunden mit viel Humor, schöpferischen Wirkens und vielen Stunden ehrenamtlicherArbeit.

Dezember 1990 wurde der nahtlose Übergang in den eigenständigen Friedersdorfer Karnevalsklub e.V. Vollzogen. 1992 konnte der FKK auf 10 Jahre fröhliches und erfolgreiches Karnevalsgeschehen zurückblicken und konnte feststellen, dass er den richtigen Kurs eingeschlagen hatte. Da unser Programm immer ein Anziehungspunkt war, traten durch die politische Wende neue Aspekte der Programmgestaltung in den Vordergrund. Es gelang uns, diese Kurve erfolgreich zu nehmen.

1982 haben Günther Kretschmar, Manfred Lauermann, Friedrich Berger und Gerhard Haberle den FKK aus der Taufe gehoben. Unter dem Thema: „Wenn wir alle Englein wären“, wurde die erste Veranstaltung in der Turnhalle Friedersdorf durchgeführt. Letztere ist noch immer unsere karnevalistische Heimstätte. 1985 übergab Günther Kretschmar die Präsiden- Bis zum 20. Jubiläum, was unter tenwürde an Friedrich Berger. dem Motto stand: „Was heute ist und einmal war, wir feiern 20 Jahre Bis zur Wende konnten wir uns mit FKK“ war in unserem Klub viel zum Teil recht politischer Satire, geschehen. Inzwischen wurden 2 welche ja von Seiten der staatlichen weitere Funkengarden aufgebaut, Organe so nicht gewünscht war, die mittlere und die Mini publikumswirksam zeigen. Die Funkengarde. Durch die EinbeForderung vor Beginn der Veran- ziehung junger Karnevalisten in staltungen, Manuskripte bei der alle wichtigen Belange des Vereins, Abteilung Kultur einzureichen, einschließlich der Programme und gelang uns immer unter vielen Aus- der Leitung, gelang es uns, ohne reden erfolgreich zu umgehen. Bis Probleme die Abgänge von älteren, zur Wende 1990 war unser FKK im verdienstvollen Mitgliedern zu Dorfklub Friedersdorf fest ver- kompensieren. So übernahm unter ankert. Erst mit der Satzung vom anderem der junge Andreas Lauer-

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mann das Amt vom bisherigen Präsidenten des FKK, Friedrich Berger. Das Gründungsmitglied und langjähriger Minister für Ordnung und Sicherheit, Manfred Lauermann wurde aus dem Elferrat verabschiedet. Die folgenden Jahre, bis zu unserem diesjährigen 30. Jubiläum, verliefen ähnlich erfolgreich wie zuvor. Der FKK hat sich in diesen Jahren ein festes Domizil auf der Festwiese in Friedersdorf geschaffen. Dank vieler Helfer, Sponsoren und nicht zuletzt dem Rat der Gemeinde Friedersdorf, die die Nachfolge des ehemaligen Dorfklubs in die Hände des FKK gelegt haben. Neben unserer karnevalistischen Arbeit wurden durch den Verein aber auch andere Aktivitäten erfolgreich weitergeführt oder neu ins Leben gerufen. So zum Beispiel die Organisation und Durchführung des jährlichen Dorffestes auf der Festwiese, sowie die Ausrichtung des Weihnachtsmarktes oder Country-Feste und Rocknächte sowie diversen Weinfesten. Auch wird jährlich das Hexenbrennen unter Leitung des FKK durchgeführt. Bei den Badewannenrennen auf der Spree engagierte sich auch der FKK mit spektakulären Wasserfahrzeugen, mit Einsatz der Funken und Helfern für den Veran-stalter. Auf unserer Festsitzung am 14.01.2012 wurde unsere langjährige Verbundenheit zum karnevalistischen Brauchtum und unsere Arbeit als FKK gewürdigt. Nicht zuletzt von den anwesenden 13 Karnevalklubs, welche als Gratulanten kamen. Ebenso die Delegationen der Friedersdorfer Feuerwehr, des Schützenvereines und des Turn- und Sportvereines. Auch der Verband Sächsischer Carneval e.V. war gekommen, um unter anderen verdienstvolle „Narren“


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des FKK auszuzeichnen. Getreu dem diesjährigen Motto: „Seit 30 Jahren sind wir dabei, mit Tanz und Witz und Narretei“ geben

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wir das Versprechen ab, auch in den wie immer viel Spaß, Freude und nächsten Jahren weiterhin mit Humor zu bescheren. einem guten Programm präsent zu sein und unseren treuen Anhängern FKK-Helau

„50 Jahre und nicht grau - In schillernden Farben feiert der CCV"

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Kurzer Rückblick: In Crossen wurde schon 1950/51 unter der Regie der Freiwilligen Feuerwehr Fasching gefeiert. Daraus erwuchs der Wunsch nach mehr und so wurde vor 50 Jahren der CCV gegründet. Vier Präsidenten leiteten seither die Vereinsgeschicke: Fred Kraack, Erich Ertel, Eckart Gleißberg und aktuell Marko Pappai. Seit der 24. Saison "Pariser Nächte" 1985/86, bereicherte die Weiblichkeit unter der Leitung von Elke Teichmann den Verein. Erster Tanz war ein Can Can. Die ersten Tänzerinnen waren Elke und Heike Teichmann, Anett Klemm, Carola Teichmann, Carola Richter und Heike Möbius. Heute trainiert Ivonne Hahn die Tanzgarde und Sonja Welsch trainiert den Nachwuchs, die Kindertanzgruppe. Einmal Prinz sein beim Carneval, bzw. Prinzessin. Wer hat davon

nicht schon einmal geträumt? Es wurden am Anfang welche "verkuppelt", wir hatten im Elferrat extra einen Beauftragten für solche delikaten Angelegenheiten, den Minister für Familie "Hellfried von Kupplung". Später wurden Paare ausgesucht die schon länger liiert, bzw. miteinander verheiratet waren. Viele sind ein Paar geworden, einige haben sich aber auch nach Fasching wieder getrennt. Im Elferrat hatte jeder Minister ein Ministerium und einen entsprechenden Namen, wobei der Vorname des Kunstnamens der Wahrheit entsprach. Jeder Minister musste ein Sprüchlein sagen, was manche erst beim Einmarsch schnell noch lernten und manche hatten es nicht verinnerlicht und mussten es ablesen. Diese Zeremonie wurde später eingestellt. Auch spezielle Mottos an denen sich die Veranstaltungen orien-

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tierten wurden erst nach einigen Jahren eingeführt und es wird immer schwerer einen genialen Slogan zu entwerfen. Also Fasching ist nicht nur Jubel und Trubel, es ist auch manchmal eine harte Bewährungsprobe, wie das halt im Leben so ist!!! Fasching, Karneval, Religion war in der DDR (Deutsche Demokratische Republik) ein ungeliebtes, teilweise misshandeltes Kind. Die Dorfclubs organisierten solche Veranstaltungen wie Faschingstänze unter der Oberhoheit des Kulturbundes der DDR. Bis 1986 trugen die Minister nur eine Schärpe über ihrem weißen Oberhemd und die Narrenkappe, dann kam die Weste hinzu. 1987 zur 25. Saison wurden der CCV „Anerkanntes Volkskunstkollektiv der DDR“. Im Februar 1990 fuhr der Verein auf Einladung mit einem Ikarus-Bus vom Kraftverkehr


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Impressionen aus den Gründerjahren

Mittweida nach Düsseldorf in den Landtag zur Festveranstaltung des Rheinischen Karnevals und um den Rosenmontagszug zu sehen. Der fiel leider aus, da Sturmböen die ersten Festwagen zerlegten, er wurde aber im Mai des Jahres nachgeholt. Wir, bzw. die Gepäckfächer des Busses wurde mit übriggebliebener Kamelle und vor allem Puffreis, säckeweise vollgestopft, von dem wir noch Jahre zehrten und dann durften wir wieder die

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lange Heimreise antreten. Es war ein bleibender Eindruck. Unvergleichbar!? 1990 erhielte der CCV das Kürzel e.V. hintendran. Die Wendezeit verlief bei uns auch nicht reibungslos, es war eine schwierige Zeit.1991 führten wir unseren ersten Kinderfasching durch, noch ohne Kinderprinzenpaar. Das wurde erst ab der 33. Saison fester Bestandteil der Veranstaltung. Meistens war es schwer einen Kinderprinz zu finden, so dass es zum Kinderfasching der 34. Saison zwei Kinderprinzessinnen gab. In der 33. Saison 1995 gab es erstmals einen Seniorenfasching und ab der 41. Saison (2003) ein Seniorenprinzenpaar. Seitdem gibt es drei Prinzenpaare beim CCV. Am 11.11.1995 wurden erstmals 2 Frauen, Elke Michael und Viola Merkel, zu Ministern ernannt. Seit 1995 ist der CCV Mitglied im VSC. 1997 ging unser erster Nachthemdenball über die Bühne auf dem Saal im Gasthof. 2003 fand der siebte und letzte Nachthemdenball statt. Der Saal war zu klein geworden, wir mehr Gästen die Gelegenheit bieten unsere Veranstaltung zu besuchen. Ein von der

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Gemeinde Erlau gekauftes und den Vereinen es zur kostenlosen Nutzung überlassenes Festzelt machte es möglich. Seit 2004 feiern wir zusammen mit dem Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr drei Tage im Juni, meist das dritte Wochenende,. Zur 37. Saison 1998/99 waren die Minister das erste Mal in ihren neuen Jacken zu sehen. Es wurden nach der Wende bis 2008 noch mehr Kostüme angeschafft. Sie sind teilweise Unikate nach historischem Vorbild. Im weltweiten Netz ist der CCV seit November 2004, unter w w w. c r o s s e n e r - c a r n e v a l . d e erreichbar. Garantiert Stimmung, gute Laune und glückliche Frauenherzen. Wo immer Steve, Maik, Andy und Daniel auftauchen, kann man sicher sein, hier ist was los, bzw. da geht gleich was los. Ob sie Solo auftreten als "Schwule Pudel", "Porno Kings", "Comedian Harmonists" oder zusammen mit der Tanzgarde des Crossener Carneval Verein beim Gardemarsch oder Schautänzen ist egal, man sieht ihnen ihre Begeisterung


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marschiert wurde in Kleidern der letzten 50 Jahre und dann kamen die Kleiderständer auf den Saal des Landgasthofes Crossen gerollt. Die Garde, bereits im neuen Gewand half dem Elferrat in die neuen Westen und Jacken. Viele Minister fühlten sich sichtlich wohler, da sie nun nicht mehr so in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt waren. Die Narrenkappen bleiben die alten Die Garde von einst macht heute noch eine gutes Bild und die Tschakos der Tanzgarde werden überarbeitet. " Neu war in diesem Jubiläumsjahr, dass neben dem Prinzenpaar Lysann I. und Marco IV., die die Amtsgeschäfte von Bürgermeister Wolfgang Ahnert übernahmen, auch das Seniorenprinzenpaar Roswitha I. und Jürgen I. sowie das Kinderprinzenpaar Lea I. und Dominik I. anwesend war. Alle drei Prinzenpaare kamen mit der Pferdekutsche vom Reiterhof Schneider vorgefahren. Die Crossener Kindergartenkinder überreichten jedem Minister nach ihrem Programm einen kleinen selbstgebastelten Hampelmann, welcher doch auch ein SpaßDas 50. wird gefeiert! Am Abend macher in klein ist. des 11.11. 11 gratulierten geladene Mitglieder der Nachbarvereine aus T. Huhn, CCV Rossau, Ringethal, Kriebethal und Frankenberg. Endlich erschien der CCV in seinen neuem Kleid, einund ihren Spass an den sie dabei haben und das überträgt sich auch aufs Publikum. Die „geilen Vier“ aus Crossen sind weit über die Gemeindegrenzen Erlaus hinaus bekannt, sie machen regelmäßig zu Fasching die Säle in der Umgebung unsicher. "Man sieht mal über den Tellerrand und knüpft Freundschaften, holt sich neue Ideen für die kommende Saison.", so die Vier. Daniel Kührt ist im Vorstand und kümmert sich ums Programm, Maik Lichtenfeld ist Schankwart und nimmt an den Sitzungen des Karnevalistischen Stammtisches der Region als Vertreter des CCV teil. Andy Lichtenfeld ist der Narr des CCV mit immer einer ExtraEinlage. Steve Winkler bringt immer gute Ideen mit ein im Bezug auf die Tänze, seine beiden Schwestern tanzen auch mit im Verein. Da sieht man mal, dass sich auch die männliche Jugend gut in den Verein integrieren lässt.

Erstmals Leipzigs „Goldene Rose“ an einen Karnevalisten verliehen Seit 13 Jahren wird jährlich zum Rosensonntag vom Förderkomitee Leipziger Karneval eine Person gehrt, die sich für Stadt Leipzig engagiert und ihren Ruf, vor allem auf humorvolle Art und Weise nach außen trägt. Bislang wurden mit dieser „Goldenen Rose“ u.a. Künstler wie Fips Fleischer, Jürgen Harth, Tom Pauls, Frank Schöbel oder auch Torsten Wolf geehrt. In diesem Jahr beschloss das Förderkomitee, erstmals einen waschechten Karnevalisten auszuzeichnen, der sich für den Karneval in Leipzig und auch über die Stadt-

„Goldene Rose” für Reinhard Ihle

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VSC-Schatzmeister Dieter Stengler überbringt die Glückwünsche des Landesverbandes

grenzen hinaus einsetzt und entschied sich, die „Goldene Rose“ 2012 an Reinhard Ihle, Präsident des 1. Karnevalsvereins CC-AS Leipzig zu verleihen. Reinhard Ihle ist seit über 30 Jahren aktiv im

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Karneval tätig, bereits seit 1991 ist er der Präsident des CC-AS. Auch seine Unterschrift steht unter der Gründungsurkunde des Förderkomitees Leipziger Karneval. Er setzte sich nach der Wende sehr engagiert dafür ein, diesen Zusammenschluss der Leipziger Karnevalsvereine zu vollziehen. Seither unterstützt er als Präsident natürlich auch die Arbeit des Förderkomitees auf verschiedene Art und Weise. Auch im Verband Sächsischer Carneval ist Reinhard Ihle kein Unbekannter, er wirkte in mehreren Großveranstaltungen des Landesverbandes mit. Zu seinen persönlichen närrischen Leidenschaften gehört der Gesang und das

Liedgut allgemein, zahlreiche neue sächsische Karnevals- und Stimmungslieder, u.a. auch das Lied „De Sachsen feiern Karneval“ stammen vom ihm. Auch der Text, des in Chemnitz zum 22. Geburtstag des VSC erklungenen Liedes „Das Sachsenland blüht hier“ stammt aus seiner Feder. Die Auszeichnung erfolgte im Anschluss an den Großen Rosensonntagsumzug in Leipzig im Rahmen eines Karnevalsprogramms des Förderkomitee Leipziger Karneval auf dem Leipziger Marktplatz. FKLK-Presse

Nachruf

Nachruf Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren. Mit großer Betroffenheit haben wir vom Tod unseres Mitgliedes und Freundes, Herrn

Manfred Lauermann Steinmetz ehemaliger Minister für Ordnung und Sicherheit Mitbegründer des Friedersdorfer Karnevalsklub geb. 17.06.1942

gest. 06.01.2012

erfahren.

Wir haben einen Freund verloren, der sich stets für unseren Klub eingesetzt hat. Er war ein sehr engagierter Bürger in vielen Bereichen und hat für den Ort sehr viel geschaffen, was noch lange nachwirken wird. So tragen viele Dinge in Friedersdorf seine Handschrift. Angefangen beim Gedenkstein zur 700 Jahrfeier von Friedersdorf, bis hin zu einem Wahrzeichen, das er seinem geliebten Karnevalsklub auf der Festwiese setzte, um nur einige zu nennen. Von der ersten Stunde an war er an der Entstehung des Festplatzes beteiligt. Im damals gegründeten Dorfclub war er als stellv. Vorsitzender tätig. Schon immer saß ihm der Schalk im Nacken und in seiner Gegenwart wurde oft und viel gelacht. Darum verwundert es nicht, dass er als Mitbegründer den Karnevalsklub mit aus der Taufe hob. 20 Jahre war er Leitungsmitglied und Minister für Ordnung und Sicherheit. 2002 trat er dann von seinem Ministeramt im Elferrat zurück, war aber weiter als Mitglied im Verein sehr aktiv. Bekannt war Manfred Lauermann unter anderem durch seine politischen Darbietungen auf der Bühne, die unter dem damaligen DDR Regime sehr gewagt waren. Wir sind ihm sehr dankbar und werden sein Lebenswerk immer in Erinnerung bewahren und versuchen es in seinem Sinne fortzuführen.

Der Friedersdorfer Karnevalsklub e.V.

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Tief bewegt haben wir die Nachricht vom Tod unseres Gründungsmitgliedes des Marienberger Karnevalvereins 1984 e.V.

Reiner Meyer aufgenommen, der am 02. Januar 2012 im Alter von 54 Jahren verstarb. Mit seinen Angehörigen betrauern wir seinen allzu frühen Tod und nehmen Abschied von unserem Freund, dessen innere Kraft sich auch stets auf seine Aufgaben im Karneval übertrug. In seiner langjährigen Vorstandstätigkeit in verschiedensten Funktionen und darüber hinaus diente er mit großem Engagement unserem karnevalistischen Brauchtum. Dies verdient unseren tiefsten Dank. Wir werden unseren Reiner sehr vermissen und behalten ihn in ehrendem Gedenken.


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Sächsische Tänzerinnen erstmals bei den Deutschen Meisterschaften in Münster Das aufregendste Jahr für die normalen Trainingspensum in der Turnhalle. Unser fünftägiges Tanzsportgarde GEBAU Trainingslager in den OktoberEin großes Plakat, viele Bunte ferien wird intensiver genutzt denn Blätter, eine Menge Stifte und viele je. Auf die Frage: „Wo wollt ihr Fragzeichen in den Gesichtern hin?“, wissen unsere Mädels unserer Tänzer … so beginnt jederzeit lautstarkAntwort. unsere Trainingszeit für die neue Dabei ist uns allen eine Sache sehr bewusst: Wenn wir wirklich zur Saison. Die Aufgabe der Mädels besteht Deutschen Meisterschaft wollen, darin, gemeinsam zu überlegen, dann müssen wir unsere Leistung was sie in dieser Saison erreichen auf möglichst vielen bundesund erleben wollen. In der Mitte offenen Turnieren präsentieren und soll das Ziel stehen und mit einem testen. Tempo, dass uns Trainer wirklich Gemeinsam mit Eltern und Kindern überrascht, sind sich alle Tänze- wählen wir die Turniere aus:

wir mehr als unzufrieden. Aber wer uns kennt, der weiß, dass wir nach so einer Niederlage nicht einfach aufgeben. Wieder in Dresden steht der Plan und die Motivation ist wieder da. Bis zum nächsten Turnier haben wir drei Wochen Zeit. Wir trainieren mehr als fleißig und geben unserem Tanz ein ganz neues Gesicht. In Hannover können wir damit ordentlich punkten und einen kleinen Erfolg feiern, denn unser „Planet Azur“ tanzt sich auf den 5. Platz mit 432 Punkten und nur drei Punkten Unterschied zu Platz drei!

Baunatal, Hannover, Ortrand und Harsewinkel. Wir reisen quer durch Deutschland, um uns mit den großen Gruppen im karnevalistischen Tanzsport zu messen. Das geht nur mit der vollen Unterstützung der Familien, die ihr ganzes Familienleben nach den sportlichen Terminen planen und unsere Vorhaben auch finanziell unterstützen. Die Turnierzeit wird von den Kindern heiß ersehnt und wir hoffen alle, dass wir unserem Traum ein Stück näher kommen. Beim ersten Turnier in Baunatal geht beim Schautanz so ziemlich alles schief, denn wenn man kein Glück hat, dann kommt auch noch Pech dazu. Mit 414 Punkten sind

Sogar Jury Obmann Stefan Mohr kann kaum glauben, dass wir das alles in nur drei Wochen geschafft haben. Wir sind auf dem richtigen Weg und fahren fröhlich wieder in die Heimat. Richtig erfolgreich waren wir in Ortrand beim Freundschaftsturnier. Sieger im Juniorenmarschtanz und im Juniorenschautanz. Auch unser Juniorentanzmariechen kletterte auf den zweiten Platz. Da hatten wir uns die nun folgende Turnierpause richtig verdient. In Harsewinkel im Januar 2012 gelingt dann der Erfolg. Während wir mit dem Marschtanz um einen Punkt an der Qualifikation vorbeirutschen und Fünfter werden, können wir mit dem Schautanz so

rinnen einig. Was eigentlich nur ein großer Traum war, wird ganz klar als Ziel formuliert: Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft 2012. Wir alle wissen, dass dieses Ziel zu erreichen kein leichter Weg werden wird. Wir werden mit Disziplin, Ehrgeiz und Fleiß konzentriert darauf hinarbeiten müssen. Nicht für jeden Karnevalisten ist das eine schöne Vorstellung. Doch wir sind bereit dazu. Alle gemeinsam werden wir kämpfen egal was am Ende dabei herauskommt. Unser Motto für die Saison heißt: Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Jedes Wochenende stehen Tänzer und Trainer zusätzlich zu ihrem

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Seifenblase. Wir setzen uns alle gefragt: „Wo wollt ihr hin???“ Besonders wenn sie erschöpft noch einmal zusammen und waren, hat sie das immer wieder versuchen, die Mädels wieder ein aufgebaut. Ja, wir wollen nach bisschen zu beruhigen. Da kommt Münster zur Deutschen. Noch nie plötzlich ein winziger Hoffnungshat das aus Sachsen eine Gruppe schimmer auf, denn wir können geschafft und wir wollen die erste einen entscheidenden Konkurrensein! Wir motivieren unsere ten hinter uns lassen. Auch der Tänzer, geben Kraft und sie sind nächste Starter erhält einen Punkt wirklich bis in die Haarspitzen weniger als wir. Langsam trocknen konzentriert aber eben auch die Tränen und wir trauen uns aufgeregt und das hemmt einige wieder, gespannt zu sein. Kinder beim Marschtanz ein Wir sind zu diesem Zeitpunkt auf wenig. Sie wollen alles perfekt Platz vier. Uns reicht am Ende Platz machen und vergessen wichtige sechs, aber dazu müssen wir noch Kleinigkeiten. Wir bekommen 420 vier Gruppen hinter uns lassen. Punkte und wissen, dass das nicht Was für eine Zitterpartie. Erst reichen wird. Am Ende fehlen nur können wir gar nicht hinsehen. fünf Punkte zu Platz sechs. Darüber ärgern sich alle, aber die Konzentration geht auf den Schautanz. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, schallt es bei unserem Motivationsmedley. Und genau das baut die Mädels wieder auf und macht sie stark für ihren Auftritt. Sie wollen noch einmal kämpfen, damit alle am Ende mit einem Ticket nach Münster Auf dem Plakat haben die Mädels zu Beginn der Trainingszeit ihre Ziele fixiert belohnt werden. Die Bühne verwandelt sich in den Pla- Doch dann... der nächste Konkurneten Azur und unsere Außer- rent hinter uns. Langsam beginnen irdischen geben wirklich alles was wir, doch noch zu hoffen ... wir sie können. Sie motivieren und zittern und fiebern mit jedem aktivieren auch die letzten Kräfte Starter. Nach der vorletzten Gruppe und verzaubern besonders uns steht es tatsächlich fest ... wir sind Trainer mit diesem Willen. Wir sind jetzt fünfter und werden damit in hochzufrieden mit ihrer Leistung jedem Fall sechster, egal was noch und auch ziemlich sicher, dass das passiert. Diesen Moment werden eine gute Wertung geben wird. wir alle wohl nie wieder vergessen Leider haben wir uns zu früh ... die ganze Anspannung fällt auf gefreut. Unser Schautanz bekommt einmal ab und entlädt sich einem nur 426 Punkte und wir sind uns riesengroßen Freudenschrei. Niealle sicher, dass das nicht reichen mand hat mehr daran geglaubt und doch haben wir es tatsächlich wird. Es fließen viele viele Tränen. Der geschafft. In einem HerzschlagTraum scheint zerplatzt, wie eine finale liegen wir am Ende mit

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einem einzigen Punkt vorn. Wie oft hat uns schon ein Punkt zum Erfolg gefehlt ... heute hat er uns gerettet. Unser Traum ist Wirklichkeit geworden. Wir dürfen zur Deutschen Meisterschaft, als erste Gruppe aus Sachsen. Bei der Siegerehrung haben wir eine Menge Spaß und können richtig feiern. Ein Jahr harte Arbeit liegt hinter uns. Aber für diesen Moment hat sich das alles gelohnt. "Dieser Weg wird kein leichter sein ...", heißt es in unserem Motivationsmedley ... und nein, leicht war es nicht, aber es hat sich gelohnt!" In vier Tagen geht es los ... MÜNSTER wir kommen! Vor zwei Jahren waren wir Trainer uns ganz sicher, dass wir das nie schaffen würden. Und jetzt fahren wir tatsächlich zum Finale der Deutschen Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport. Egal, was für ein Platz dabei herauskommt, wir sind stolz, dabei sein zu dürfen und stolz auf unsere Tänzerinnen und das ganze Team. Und unser Motto hat sich bewahrheitet: „Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren!" Wir haben gekämpft, immer und immer wieder und am Ende haben wir gewonnen! Die Woche vergeht viel zu langsam, wir können die Abfahrt nach Münster kaum erwarten. Am Freitagmittag geht es endlich los. Die Stimmung ist super und wir genießen alles was auf uns wartet. Stolz halten wir am Samstag unsere Aktivenkarten in der Hand und betreten die riesige Umkleidehalle. So etwas haben wir echt noch nie gesehen, einfach nur riesengroß


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und alle Gruppen beieinander, eine tolle Atmosphäre. Auch die Stimmung der Zuschauer in der eigentlichen Halle war für die Mädels ziemlich beeindruckend. Bei der Eröffnung genießt das ganze Team diesen besonderen Moment der Freude. Wir sind dabei und wir sind so stolz darauf, dass wir das erreicht haben. Gänsehautfeeling breitet sich spätestens bei der Nationalhymne aus. Es ist schwer, solch einen Moment in Worte zu fassen, wir werden ihn auf jeden Fall nicht so schnell vergessen. Vormittags können wir den Jugendtänzen zuschauen und bewundern die Leistungen, die auf einer Deutschen Meisterschaft

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geboten werden. Mit vielen neuen Eindrücken und Ideen im Kopf gehen wir in der Mittagspause entspannt an unsere Vorbereitungen. Bis … ja bis wir feststellen, dass uns heute etwas Entscheidendes fehlt… dann kommt doch etwas Hektik auf. Für unsere „Inge“ gibt es nur einen Handschuh wir suchen und suchen und suchen aber es findet sich einfach kein zweites Stück an. Nun wären wir aber nicht wir, wenn wir nicht auch das gemeistert hätten. Auf der Bühne hat jedenfalls keiner mehr gesehen, dass etwas anders war als sonst. Es wird der letzte Auftritt von „Planet Azur“ auf einem Turnier werden. Noch ein-

mal entführen wir die „Erd-linge“ in den Weltraum und zeigen, wie wir die Sternbilder retten. Die Mädels genießen ihren Auftritt in vollen Zügen und legen all ihre Kraft in diesen Tanz. Wir Trainer und das komplette Team genießen den Lohn für die harte Arbeit, hatten Tränen in den Augen und waren einfach nur stolz. Über die Wertung können sich alle dann noch einmal richtig freuen. Mit 431 Punkten sind wir sehr zufrieden, denn unsere Angst konnte so zerstreut werden. Wir sind nicht letzter geworden, wir konnten einen Starter hinter uns lassen. Das war unser kleines Tagesziel, auch wenn allein die Teilnahme etwas Besonderes ist. Glücklich und zufrieden kehren wir in die Umkleidehalle zurück und sind uns einig: Es war ein anstrengendes Jahr mit vielen Höhen und Tiefen. Aber wir würden es jederzeit wieder genauso machen. Denn wir lieben diesen Sport und jeder Erfolg spornt uns weiter an. Und auch allen anderen Vereinen aus Sachsen können wir nur sagen: Kommt auf die Sächsische Meisterschaft und auf andere Turniere. Es macht so viel Spaß und man kann sich weiterentwickeln. Und wenn ihr jetzt sagt: „Wir sind nicht so gut, wir können das nicht!“, dann antworten wir euch: „Vor dem Können kommt das Wollen, denn man muss auch können wollen!!!“ Das war unser zweites Motto der Saison und soll euch zeigen, dass man alles schaffen kann, wenn man nur ganz fest daran glaubt und darauf hinarbeitet. Eure Tanzsportgarde Dresden mit ihren Trainern Anja, Conny und Anne

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Narrenspiegel Ausgabe 35