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Ganzglastüren

Wartung/Pflege Ganzglastüren sollten regelmäßig auf Beschädigungen des Glases (bspw. Kantenverletzungen) überprüft werden. Gleiches gilt für den Sitz der Beschläge und Falzluftmaße sowie ausreichende Bodenluft. Durch häufige Nutzung kann es vorkommen, dass sich das Türblatt mit der Zeit absenkt. Glastüren sind mit unterschiedlichen Oberflächen, Strukturen oder Applikationen erhältlich, die ggf. unter­ schiedliche Vorgehensweisen beim Reinigen erforderlich machen. Monteure sollten darauf achten, diese Informa­ tionen vom Hersteller an den Kunden weiterzugeben. Für die übliche Reinigung genügt in der Regel klares Wasser, das großflächig mit sauberen, weichen, Schwäm­ men, Lappen, Tüchern, Leder oder Gummiabstreifern aufgetragen wird. Mit sauberen und trockenen Tüchern nachwischen. Viele Oberflächen lassen sich auch mit handelsüblichen Glasreinigern behandeln. Je nach Hersteller, Oberfläche, Beschichtung und/oder Art der Verunreinigung kann eine andere Reinigungsme­ thode richtig sein. Weitere Informationen und spezielle Reiniger sind im HolzLand-Fachhandel erhältlich.

Designvielfalt BAUELEMENTE

Eindrucksvolle Effekte setzen die Hersteller von Glastüren durch verschiedene Behandlungstechniken der Oberfläche. Die Basis für zeitlose Oberflächen sind Floatglas – oder mit reliefartiger Oberfläche – diverse Schmelzglastrukturen, die bei ca. 800° C erzeugt werden. Abwechselung zu planen Scheiben bieten gewölbte Ornamentgläser.

Farben und Motive Überwiegend unifarbene Glastürblätter oder solche mit Verlaufsflächen verwenden zwischenliegende Verbund­ folien für farbig transparente bis blickdichte Türfül­ lungen. Die Verbundtechnik bietet darüber hinaus die Möglichkeit, auf Folie aufgedruckte Motive zwischen den Glasscheiben zu platzieren. Dadurch wird eine von beiden Seiten fotorealistische Optik erzielt. Auch in puncto Individualität ist Glasverbund unschlagbar: Persönliche Bilder, Kundenmotive, Logos etc. lassen sich mit hoher Detail und Farbtreue umsetzen. Auch der Druck digitalisierter Vorlagen im VierfarbsatzVerfahren ist möglich. Mittels klassischem Siebdruckverfahren werden kera­ mische oder Emaille-Farben aufgebracht, in die Glasober­ fläche eingebrannt und gehärtet. Keramische Siebdruck­ motive können auf fast jedes Strukturglas aufgebracht werden und sind sehr haltbar.

Oberflächen-Vielfalt Unverwechselbare Design lassen sich mit Lasergravuren erzeugen: Sogar ohne die Oberfläche zu berühren, kön­ nen im Kern des Glases Motive mit zwei- oder dreidimen­ sionalen Charakter erzeugt werden. Mittels Lasertechnik lassen sich sehr feine und präzise Konturen erzeugen. Reizvolle und immer wieder neue Wirkungen werden ge­ genwärtig vor allem durch kreative Oberflächenbehand­ lungs- und Inlaytechniken, wie Schleifen und Polieren erzielt. Hoch im Kurs stehen satinierte Oberflächen, die durch vollflächiges oder teilweises Sandstrahlen oder Ätzen der Gläser erreicht werden. Rillen- und Offcenter­ schliffe sind ebenfalls zur mechanischen Oberflächenver­ edelung geeignet.

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HolzLand Kompendium  

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