Page 123

Furnierboden Definition Als Furnierböden werden Fußbodenbeläge bezeichnet, die in der Regel aus drei Schichten aufgebaut sind: Ein Echtholz­Deckfurnier mit einer Versiegelung oder einer Beschichtung, einer Trägerlage, meistens aus HDF und einem Gegenzug aus Furnier oder Kraftpapier. Die Furnierlage ist im Allgemeinen dünner als 2,5 mm (ca. 0,6­2,5 mm), wodurch sich Furnierböden von Parkett, bei dem dickere Nutzschichten vorhanden sind, abgrenzt. Die Gesamtdicken der Furnier­Fußbodenele­ mente liegen üblicherweise im Bereich von 8­10 mm. Aktuelle Furnierböden sind mit Nut und Feder oder Schnellverbindersystemen (Klickverbindung) ausgerüstet und werden schwimmend, mit oder ohne verklebte Fuge, verlegt. Neben der DIN­konformen Bezeichnung „Furnierter Fußbodenbelag“ sind auch die Bezeichnungen „Furnierboden“ und „Furnierparkett“ gebräuchlich.

Furnierböden schließen die Lücke zwischen Laminat und Parkettböden. Preisgünstiger als Parkett, aber – im Gegensatz zum Laminat – mit natürlicher Echtholzoberfläche.

Furnierböden schließen die Lücke zwischen Laminat und Parkettböden. Er ist i. d. R. preisgünstiger als Parkett, verfügt aber – im Gegensatz zum Laminat – über eine natürliche Echtholzoberfläche, sodass der verlegte Boden von einer Parkettfläche optisch kaum zu unterscheiden ist. Im Unterschied zum Parkett ist beim Furnierboden die Nutzschicht erheblich dünner, sodass selbst exklusive Holzoberflächen ressourcendschonend und zu moderaten Preisen angeboten werden können.

Vorteile p Idealer Bodenbelag für private Wohnbereiche, wie z. B. Schlafzimmer, Wohnzimmer, Kinderzimmer oder Esszimmer p Preisgünstiger Boden mit natürlicher Echtholzoberfläche

Durch die relativ dünne Nutzschicht sind Furnierböden nicht für die Aufarbeitung vorgesehen – das höch­ stens einmalige Abschleifen ist nur bei sehr wenigen Anbietern, die ihre Elemente mit Nutzschichte nahe an 2,5 mm ausrüsten, überhaupt möglich.

p Verfügbar mit allen gängigen Holzarten (Birke, Buche, Eiche, Ahorn, …) aber auch exklusiven Arten, wie (Wengé, Zebrano, Jatoba, ...) und vielen mehr

Mit einer enstprechenden Versiegelung versehen, sind Oberflächen von Furnierböden ausgesprochen wider­ standsfähig: Die geringe Deckschicht, auf der hoch verdichteten Trägerschicht, schafft einen besonders formstabilen Verbund, der sich beim Aufprall eines Gegenstandes deutlich weniger verformt, als herkömm­ liche Echtholz­Böden.

p Angenehm fußwarm und pflegeleicht

Böden mit integrierter Trittschalldämung verbessern die Klang­ und Raumschalleigenschaften und machen den Verzicht auf entsprechende Unterlagen möglich. Furnierte Oberflächen können, auch in Teilbereichen, mit entsprechenden Reparatur­Sets ausgebessert werden. Wenn vom Hersteller nicht ausdrücklich hierfür freigegeben, sind Furnierböden nicht für den Einsatz in Feuchträumen und spritzwassergefährdeten Bereichen vorgesehen.

p Lackierte (versiegelte), geölte oder gewachste Oberflächen p Hohe Widerstands­, Strapazierfähigkeit und Abriebfestigkeit p Besonders ressourcenschonend durch sparsamen Materialeinsatz p Hoher Schallkomfort durch integrierte Trittschalldämmung p Geringe Aufbauhöhe, somit wenig Probleme bei der Renovierung p Idealer Renovierungsboden mit Garantiezeiten, die deutlich über denen in Deutschland üblichen Austauschzyklen von fünf bis acht Jahren liegen

Normen-/Vorschriftenumfeld DIN EN 14354:2004 Holzwerkstoffe – Furnierte Fußbodenbeläge

DIN EN 14342:2013 Holzfußböden und Parkett – Eigenschaften, Bewertung der Konformität und Kennzeichnung

DIN 18 365:2012 VOB Vergabe­ und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) – Bodenbelagarbeiten 2008, (he­ rausgegeben von Bundesverband Estrich und Belag e. V.)

Kennzeichnung Laut der auf der Bauprodukten­Richtlinie beruhenden Bauregelliste dürfen in Deutschland in Aufenthaltsräu­ men mit erhöhten brandschutztechnischen Anforderun­ gen nur schwerentflammbare Bodenbeläge verlegt wer­ den, die über eine bauaufsichtliche Zulassung verfügen. Seit Januar 2007 müssen unabhängig davon alle Bodenbe­ läge in Europa über eine CE­Kennzeichnung verfügen. Für CE­gekennzeichnete Bauprodukte sind Leistungs­ erklärungen (DoP) vom Hersteller zur Verfügung zu stellen. Leistungserklärungen für bei HolzLand geführte Bauprodukte stellt Ihnen Ihr HolzLand­ Fachhandelspartner zur Verfügung.

Verlegung Bsp. Aufbau eines Furnierbodenelements, von oben nach unten:

1 2

1. Echtholz­Deckfurnier mit hochwertiger Versiegelung oder gewachster/geölterOber­ fläche

3

2. Träger, i. d. R. aus HDF oder MDF, auch mit integrierter Trittschalldämmung erhältlich 3. Gegenzug, z. B. aus Furnier oder Kraftpapier

Für alle Produkte sind ausführliche Montage­ und Verlegeanleitungen der Hersteller bei Ihrem Holzland­ Fachhändler verfügbar und zu beachten. Diese haben immer Vorrang vor anderen, allgemeinen Verlegegrundsätzen. Die Verlegeung von Furnierböden erfolgt ähnlich der von Laminat und Parkett. Insbesondere zu beachten sind die Hinweise … p … zur Klimatisierung der Fußbodenelemente vor der Verlegung, p zu geeigneten Untergründen (sauber, rissfrei, stabil, eben und trocken und gem. DIN 18365 auf Belegreife geprüft und ausgeführt), p zur Ebenheit des Untergrundes gem. DIN18202 und p zu Randabständen zu festen Bauteilen sowie Dehnungsfugen und Raumtrennfugen.

123

BODEN & PANEELE

Eigenschaften

HolzLand Kompendium  

HolzLand Kompendium

HolzLand Kompendium  

HolzLand Kompendium