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Laminat

Wissenswertes für die Verlegung Im Vorfeld der Ausfertigung hat der verant­ wortliche Betrieb den Untergrund und die Baustelle zu prüfen und dabei zu folgenden Punkten Bedenken schriftlich geltend zu machen: p Größere Unebenheiten p Risse im Untergrund p Nicht genügend feste Oberfläche p Zu poröse und/oder zu raue Oberfläche p Ungenügende Bewegungsfugen im Untergrund p Verunreinigte Oberfläche pUnrichtige Höhenlage der Oberfläche im Verhältnis zur Höhenlage anschließender Bauteile p Ungeeignete Temperatur des Untergrundes p Ungeeignetes Raumklima p F ehlendes Aufheizprotokoll bei beheizten Fußbodenkonstruktionen Vorbehaltlich anderslautender Verlegevorschriften der Hersteller und individueller Besonderheiten vor Ort, gelten folgende allgemeine Grundsätze: Zwischen dem Laminatboden und den angrenzenden festen Bauteilen sind nach Art des Laminatbodens, dessen Verlegung sowie der Größe der Fläche entsprechend dimensionierte Fugen einzuhalten. Die Verlegung von Laminat erfordert einen ebenen, tro­ ckenen und festen Untergrund. Maßtoleranzen für die Ebenheit werden in DIN 18202:2013 angegeben. Die zur ordnungsgemäßen und fachgerechten Vorbereitung

HQ Laminat Classic

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des Untergrundes erforderlichen Voranstriche und Ausgleichsmassen sind nach Art und Beschaffenheit des Untergrundes zu wählen. Für die schwimmende Verlegung von Laminat-Fußbodenelementen eignen sich grundsätzlich alle Untergründe, die für die Aufnahme von Bodenbelägen gebräuchlich sind. Hierbei handelt es sich u. a. um: p Alle  Estricharten einschließlich flächenbeheizter Lastverteilerschichten Die Feuchtegehaltsmessungen der mineralischen Untergründe sind grundsätzliche mittels CM-Feuchte­ mess­gerät durchzuführen. Der Wert von 0,3 CM- % ist anzustreben. Zur Abschottung der Laminatfußboden­ fläche gegenüber möglicherweise aufsteigende Feuchte ist zur Risikoabsicherung grundsätzlich eine mindestens 0,2 mm dicke PE-Folie oder gleichwertig als Dampf­ bremse direkt auf der Oberfläche des mineralischen Untergrundes (Fliesen, Platten etc.) fachgerecht zu verlegen. Insbesondere ist darauf zu achten, dass die PE-Folienbahnen mindestens 20 bis 30 cm überlap­ pen und an den Flächenrandbereichen wannenartig aufgestellt werden, damit diese nach Montage der Abschlussleiste/des Wandsockels oberhalb der Leiste abgeschnitten werden können. p Holzspanplattenkonstruktionen, Trockenbaukonstruktionen, Holzdielenböden Vom Grundsatz her dürfen Holzfußböden bzw. solche aus Holzwerkstoffen (z. B. Holzspanplatten), die als Unter­ böden dienen, durch aufgebrachte Werkstoffschichten nicht luftdicht geschlossen werden. Weil dies aber bereits durch das Aufbringen von Ausgleichsmassen­

schichten, Dämmunterlagen etc. der Fall sein kann, muss für eine ausreichende Be- und Entlüftung gesorgt werden. Es muss gewährleistet sein, dass der ggf. vor­ handene Lufthohlraum unterhalb der Konstruktion dauerhaft trocken ist, so dass die Gleichgewichtsfeuchte der Holzspan- und Holzfaserplatten sowie Holzdielen zu keiner Jahreszeit gestört wird. Infolgedessen sollte grund­sätzlich auf den Einsatz einer PE-Folie als Dampf­ diffusionsbremse verzichtet werden. p Altuntergründe  mit vorhandenen Hartbelägen (Stein, Keramik, Kunststoff etc.) Bei vorhandenen alten keramischen Fliesen und Platten etc. ist neben der evtl. notwendigen Egalisierung der Oberfläche ebenfalls grundsätzlich eine mindestens 0,20 mm dicke PE-Folie oder gleichwertig vollflächig im Stoßbereich der Bahnen 20 bis 30 cm überlappt auszu­ legen und an den Wänden wannenartig hochzuziehen. Bei vorhandenen Kunststoffbodenbelägen kann auf die PE-Folie im Hinblick auf die gewünschten dampfdiffusi­ onsbremsenden Eigenschaften verzichtet werden. p Weitere Hinweise Vorhandene Teppichböden sollten entfernt werden. Bei der überwiegend schwimmenden Verlegung von Laminatböden ist unbedingt darauf zu achten, dass an keiner Stelle eine feste Verbindung mit dem Untergrund (z. B. durch Schrauben oder Nageln) hergestellt wird. Laminatboden ist grundsätzlich für die Verlegung auf Untergründen mit Warmwasserfußbodenheizung geeignet. Der geringe Durchlasswiderstand wirkt sich i. d. R. günstig auf den Betrieb aus. Wichtig ist es, die Herstellerangaben zu beachten.

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