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Laminat

VorderVerlegung Das Hauptunterscheidungsmerkmal für die Beurteilung von Laminatböden ist ihre Wider­ standsfähigkeit gegen Abrieb. Tabelle 2 stellt die in diesem Zusammenhang relevanten Nutzungsklassen und die jeweiligen Einsatz­ bereiche dar.

Tab. 2 Nutzungsklassen und Qualitätsstufen

Nutzungsklasse

Anzahl betrachteter Qualitäten

Durchschnittliche Dicke [mm]

Spreizung [mm]

31

38

8,9

7,0–11

32

52

9,1

7,7–11

33

24

10,0

7,7–13

34

3

10,9

10,8–11

Eine gewisse Abhängigkeit der Qualität bzw. Nutzungs­ klasse von der Materialstärke besteht – allerdings kann nicht pauschal gesagt werden, dass „dicker“ immer „bes­ ser“ ist. Tabelle 3 stellt das exemplarisch dar. Laminatfußbodenelemente weisen überwiegend eine Holzwerkstoffplatte als Träger auf. Holz ist ein natür­ licher Werk­ und Baustoff. Eine für die typische schwimmende Verlegung von Laminatfußbodenelementen wichtige Eigenschaft ist das sogenannte „Arbeiten“ der Holzwerkstoffe. Unter dem Begriff „Arbeiten“ werden Quell­ und Schwindvorgänge des Holzes bzw. Holz­ werkstoffes zusammengefasst, die durch das natürliche hygroskopische Verhalten, d. h. Aufnahme bzw. Abgabe von Feuchte, verursacht werden. Zudem wird das Dimensionsverhalten von Laminatfußbodenelementen,

Ebenso wie die Dekorvielfalt hat die Auswahl an verschiedenen Formaten und Dicken der einzelnen Dielen und damit verbunden die Viel­ falt an Verlegevarianten stark zugenommen. Stark vereinfachend kann festgestellt werden, dass es 4 Grundformate mit unterschiedlichen Detailabmessun­ gen gibt: Langdiele, Kurzdiele, Stabdiele und quadra­ tische Formate. Die Wahl des Formats bestimmt dabei die möglichen Verlegevarianten und die Raumwirkung. Als Beispiel dazu bieten einzelne Hersteller Stabdielen an, die eine Fischgrätverlegung ermöglichen. Besonders lange und breite Dielen mit gefaster Kante betonen die einzelne Diele und damit die Großzügigkeit des Raumes.

Tab. 3 Gegenüberstellung von Dicken und Nutzungsklassen – Dicken in mm inkl. Trittschalldämmung

wie auch bei allen anderen Baustoffen, durch von oben und/oder von unten einwirkende Wärme beeinflusst. Zum Schutz des Laminatbodens vor dem Eindringen von

Feuchtigkeit statten mittlerweile zahlreiche Hersteller die Dielen mit einer zusätzlichen Kantenimprägnierung aus.

FormateundVerbindung Betrachtet man die unterschiedlichen angebotenen Dicken der Laminatböden, so lässt sich feststellen, dass der überwiegende Teil im Bereich von 6–12 mm produziert wird. 6 mm Produkte bilden dabei den Preiseinstiegsbereich. Das breiteste Angebot bei den Dekoren und Formaten findet sich im Bereich von 7–10 mm Dicke. Besonders bei langformatigen Dielen sollte aus Gründen der Formstabilität auf Produkte im mittleren bis höheren Stärkenbereich zurückgegriffen werden. Zu beachten ist, dass Stärkenangaben sowohl mit als auch ohne Einrechnung einer aufkaschierten Trittschalldämmung gemacht werden.

1

1

1

2

Die leimlose Verbindung der einzelnen Laminatdielen (schwimmende Verlegung) ist mittlerweile Standard, wobei es kein einheitliches System zur leimfreien Verlegung gibt. Die Beachtung der Herstellerangaben in den Verlegeanleitungen ist daher unbedingt notwendig. Es gibt prinzipiell zwei Arten von Klickverbindungen. Bei Variante 1 werden die Elemente liegend mit Hilfe eines Schlagklotzes ineinander gedrückt. Bei Variante 2 wer­ den die Elemente eingewinkelt.

2 Klickverbindungen

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BODEN & PANEELE

In der Laminatnorm EN 13329 wird die Abriebzahl den Beanspruchungsklassen zugeordnet. Die Abriebzahl wird mit dem Taber­Test, bei dem ein Prüfkörper im Rotationsverfahren mit einem speziellen Schmirgelpapier abgeschliffen (= abgerieben) wird, ermittelt. Die Anzahl der Umdrehungen bis zu dem Punkt des ersten sicht­ baren Verschleißes, dem „Initial Point“ (IP), ergibt die Abriebzahl. Drehgeschwindigkeit, Typ und Wechsel des Schleifpapiers sind genau vorgeschrieben.

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