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Parkett

Prüfung von Materialfehlern

Vor und während des Verlegens sollten alle Dielen auf Materialfehler geprüft werden. Dielen mit Mängeln sollten nicht verlegt werden. Die Montage sollte nur bei Tages­ licht oder guter Beleuchtung erfolgen, damit eventuelle Beschädigungen oder fehlerhafte Dielen erkannt werden.

Akklimatisierung

Die Parkett­Dielen sollten über einen Zeitraum von 2 Tagen im zu verlegenden Raum akklimatisiert wer­ den. Wichtig ist es, dass die Pakete während der Akklimatisierung verschlossen bleiben.

Spritzwasser­ bereiche

In dauerhaft feuchten Räumen (z. B. Bad) sollte vor der Verlegung von Fertigparkett die Eignung in Rücksprache mit dem Hersteller intensiv geprüft werden. Allgemein gilt, dass stehendes Wasser an den Rändern und Übergängen, aber auch auf der Fläche vermieden werden sollte.

Dampfbremse

Die Anforderungen an den Untergrund sind auf Seite 98 beschrieben. Bei der schwimmenden Verlegung sollte auf mineralischen Untergründen immer eine Dampfbremse (z. B. 0,2 mm PE­Folie) eingeplant werden.

Dehnungsfugen/ Wandabstand

Dehnungsfugen/Wandabstände sollten mind. 10­15 mm betragen. Als Faustregel gilt: Pro Meter Boden 2 mm Dehnungsfuge an beiden Raumseiten. Schwere Gegenstände erfordern auf der Gegenseite einen doppelt so großen Wandabstand.

Versatz

Sowohl im regelmäßigen als auch im unregelmäßigen Verband sollte der Mindestversatz der Stöße bei parallel verlaufenden Dielen mind. 40 cm betragen.

Verlegung aus mehreren Paketen

Damit ein ausgeglichenes Oberflächenbild erzeugt wird, sollte die Verlegung der Dielen aus mehreren Paketen erfolgen.

Werterhaltung,ReinigungundPflege In Abhängigkeit von der verlegten Parkettart und der gewählten Oberfläche hat der Boden bereits eine werksseitig aufgebrachte Oberfläche oder muss bauseitig noch wohnfertig oberflächenveredelt werden (vgl. Seite 101 „Oberfläche“).

Die folgende Tabelle gibt Hinweise zur Werterhaltung eines Parkettbodens. Nach der Verlegung

Beschädigungen vermeiden

Längskanten der Dielen (die lange Seite) sollten immer parallel zum Lichteinfall verlaufen. Bei mehreren Fenstern orientiert man sich am Größeren.

Nach Raumgrundriss

Längskanten der Dielen (die lange Seite) sollten quer zur Längsseite des Raumes verlaufen: Der Raum wirkt dadurch eher quadratisch und auch größer.

Die Möbelrollen sollten mit weichen Laufflächen ausge­ stattet sein. Besonders stark beanspruchte Bereiche können durch Schutzmatten geschützt werden. 50­65 % Luftfeuchte im Raum sind für das menschliche Wohlbefinden und auch für Parkett optimal.

Werterhaltung allgemein

Eine regelmäßige Trockenreinigung mit dem Staubsauger vermeidet Sand und Schmutzrückstände, die wie Schleifpapier wirken. Flüssigkeiten sollten immer sofort vom Parkettboden ent­ fernt werden. Keine Dampfreiniger verwenden. Wichtig sind die Pflegehinweise der Parketthersteller, es sollten nur empfohlene Pflegemittel verwendet werden. Kleinere Beschädigungen des Parkettbodens können durch farblich abgestimmte Weichwachse behoben werden, mit denen Risse, Dellen, Kratzer usw. ausgeglichen werden können.

Verlegerichtung Nach Lichteinfall

Für den Schutz des Parkettbodens vor Kratzern und Beschädigungen werden Filzgleiter unter den Tischen, Stühlen und Möbeln angebracht.

Beseitigung von Schäden

Bei flächigen Beschädigungen sollte der Boden abgeschlif­ fen werden – bei geölten Böden kann dies auch partiell erfolgen. Pro Abschleifvorgang sollte mit einem Abtrag von 0,5 mm gerechnet werden. Für das Abschleifen sind Schleifmaschinen sehr gut geeigent. Abschließend wird auf den Boden eine neue Oberfläche aufgetragen.

Wichtig ist die Verwendung der geeigneten Reinigungs­ und Pflegemittel.

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BODEN & PANEELE

Empfehlungen für die Verlegung

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