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Infobrief Trocken währt am Längsten Das bringt die neue Holzschutznorm Voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2011 ist es soweit: Dann soll die neue DIN 68800 veröffentlicht werden. (Foto: Technische Medien, Christian Meyer)

Aus dem Inhalt: • Trocken währt am Längsten Die neue Holzschutznorm

• Wasser weg vom Holz Was ändert sich in der DIN 68800 „neu“?

• EnEV 2012

Was bringt die Novellierung?

Der Holzbau in Deutschland hat seinen exzellenten Ruf völlig verdient. Die heutzutage übliche, außerordentlich hohe Langlebigkeit von Ge bäuden und K onstruktionen profitiert dabei von den umfangreichen Forschungen und Entwicklungen der letzten Jahrzehnte und der Philosophie, Holzschutz vorbeugend zu betreiben. Mit großer Spannung wird deshalb die neue „Holzschutznorm“ DIN 68880 erwartet. Die DIN 68800, die in wesentlichen Teilen noch auf Anfang bis Mitte der 90er Jahre zurückgeht, entspricht heutzutage in vielen Bereichen nicht mehr dem aktuellen Stand der Holzschutztechnik. Eine Überabeitung, die auch die neuen europäischen Normvorgaben berücksichtigt (deutsche Normen dürfen nicht im Widerspruch zu europäischen Normen stehen), ist also überfällig. Was lange währt ... Eine überarbeitete Fassung sollte ursprünglich bereits Ende 2007 erscheinen. Ein Norm-Entwurf lag aber erst im November 2009 der Öffentlichkeit vor, zu dem anschließend umfangreiche Einsprüche eingingen. Die Einspruchsberatungen zum Entwurf der DIN 68800-1 konnten im Juni 2010 abgeschlossen werden, allerdings war die Deutsche Bauchemie e. V., Organ der Hersteller von bauchemischen Produkten und Holzschutzmitteln, mit dem Ergebnis

nicht einverstanden und hat ein Schlichtungsverfahren beantragt. Die Behandlung der Einsprüche zu den Teilen 2 bis 4 sollte im März 2011 beendet sein, sodass die Normen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2011 gemeinsam veröffentlich werden können. Ziel der Norm „Holzschutz“ – diesen Begriff verbinden leider immer noch viele Nicht-Fachleute automatisch mit „Chemie“. Eine zentrale Forderung der noch aktuellen wie auch der kommenden DIN 68800-2 ist, dass baulicher (konstruktiver) Holzschutz bei der Planung und Ausführung stets zu berücksichtigen ist und das Ausführungen ohne chemischen Holzschutz gegenüber jenen bevorzugt werden sollen, bei denen ein vorbeugender chemischer Holzschutz erforderlich ist. Teil 2 der DIN 68800 wird deshalb auch in Zukunft der wichtigste

Normenteil für Planer und Ausführende bleiben. Wasser weg vom Holz Grundsätzlich geht es in der Norm darum, Holz vor unzulässig hoher Feuchte zu schützen. Dadurch werden ein Befall und die Schädigung durch Holz zerstörende Pilze und Insekten ohne den Einsatz von Holzschutzmitteln verhindert. Außerdem sollen negative Auswirkungen von Feuchteeinflüssen (bspw. Quellen oder Schwinden) auf Bauteile und Bauwerke verhindert werden.

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Die Grundsätze baulichen Holzschutzes sind: • Wasser möglichst vom Holz fernzuhalten, • ein schnelles Ablaufen zu gewährleisten und • durch Luftumspülung die Abtrocknung betroffener Bereiche zu ermöglichen. Die Wahl der Mittel ist dabei der Situation anzupassen: Baulicher Holzschutz geht grundsätzlich vor chemischen Holzschutz (der je nach Anforderung aber ebenfalls seine Berechtigung hat). Es sind immer vorrangig alle konstruktiven Möglichkeiten des Holzschutzes auszuschöpfen.

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www.holz-boegner.de


Infobrief

In der neuen DIN 68800 finden sich nun auch Holzfaserdämmstoffe nach DIN EN 13171, die damit der Anwendung von Mineralfaserdämmstoffen gleichstellt werden. Holzweichfaserdämmstoffe haben sich in der Praxis bereits seit Langem bewährt und sind heute aus Dach, Innen- und Außenwand, Decken- und Bodensystemen nicht mehr wegzudenken. Grafik: Pavatex

GK: Gebrauchsklasse statt Gefährdungsklasse Der Begriff „Gebrauchsklasse“ aus der europäischen DIN EN 335-1 ersetzt den bisherigen Begriff „Gefahrenklasse“ der DIN 68800-3 (beide abgekürzt „GK“). Die in der DIN EN 335-1 festgelegten Gebrauchsklassen für Holz und Holzprodukte beschreiben unterschiedliche Gebrauchsbedingungen und die sich daraus ergebenden Anforderungen an evtl. anzuwendende Holzschutzmittel. Nur in Deutschland wird es übrigens weiterhin eine GK 0 geben, bei der eine Gefährdung der Funktionsfähigkeit weder durch Insekten noch durch Pilze vorliegt und gar kein chemischer Holzschutz erforderlich ist.

Einbaufeuchte max. 20 % Nach der neuen DIN 68800 wird es zukünftig nicht mehr zulässig sein, halbtrockenes oder frisches Bauholz zu verbauen. Die DIN 68800 schließt insofern zu den Sortiernormen DIN 4074 und DIN 68365, zur DIN 1052 und zur VOB ATV DIN 18334 auf, die ebenfalls eine max. Einbaufeuchte von 20 % fordern (bzw. die Sortierkriterien auf diese mittlere Einbaufeuchte beziehen). Unter bestimmten Bedingungen sind nach DIN 68800 „neu“ auch geringere Einbaufeuchten vorgeschrieben.

Praxisbeobachtungen, unterstützt durch Untersuchungen von Prof. Radovic bestätigen, dass technisch korrekt getrocknetes Holz (mit 55° C) von Bauschäden durch Holz zerstörende Insekten so gut wie nie betroffen ist.

Sebstverständlich bietet auch die kommende DIN 68800 weiterhin die Möglichkeit, auf chemischen Holzschutz zu verzichten, indem resistente Holzarten verwendet werden.

Technisch getrocknetes Holz und konstruktive Holzbaustoffe (BSH, KLH, ...) und Holzwerkstoffe können, wenn bauliche Maßnahmen nach DIN 68800 dafür sorgen, dass sie trocken bleiben, der GK 0 zugeordnet werden. Ein chemischer Holzschutz ist somit entbehrlich.

Das Ziel solltes deshalb auch weiterhin sein, so zu planen und zu bauen, dass eine Einstufung für tragende Holzbauteile in die Gebrauchsklasse 0 (GK 0) möglich ist, um ohne zusätzliche chemische Holzschutzmaßnahmen langlebige Holzbauwerke zu erhalten. Anhänglich Im Anhang A der neuen DIN 68800- 2 wird eine Vielzahl nachweisfreier Konstruktionen dargestellt, die den Anforderungen der GK 0 genügen. Neben bewährten Konstruktionen sind auch einige neue Varianten hinzugekommen, die bedenkenlos „nachgebaut“ werden können. Zu den neu aufgenommenen Konstruktionen gehören bspw. Holzbodenplatten über Kellerräumen, geschlossenen Kellern und Kriechkellern sowie Deckenkonstruktionen über Außenluft (bspw. Durchfahrten).

Bewährte, nach außen diffusionsoffen konstruierte Bauteile erfüllen die Forderungen der Norm nach Rücktrocknungskapazitäten für den Fall unplanmäßiger Feuchte im Querschnitt. Diese nachweisfreien Konstruktionen (GK 0) sind zukünftig im Anhang der neuen DIN 68800 aufgeführt. Für neue, dort nicht gelistete Bauteile ist ein Nachweis zu führen und eine Trocknungsreserve von ≥ 250 g/m² einzuhalten. (Foto: Technische Medien, Christian Meyer)


Infobrief Die „neue“ DIN 68800 in der Kurzübersicht DIN 68800-1 (Norm-Entwurf) Holzschutz - Teil 1: Allgemeines, Grundsätze des Holzschutzes.

DIN 68800 konkretisiert die Ausbildung des Sockeldetails zum Spritzwasserschutz: 30 cm Abstand für bewitterte Holzbauteile zur Oberkante Gelände. Durch Maßnahmen zur Reduzierung der Spritzwasserbelastung, bspw. Kiesschüttung (Korngröße 16-32), kann dieser Abstand reduziert werden. (Grafik: Steico)

Trocknungsreserve Um bei beidseitig geschlossenen Bauteilen eine schnelle Rücktrocknung beim Auftreten unzulässiger Feuchte zu gewährleisten, fordert die DIN 68800 eine Trocknungsreserve. Unzulässige Feuchte kann durch Diffusion oder Konvektion entstehen, bspw. durch Witterungseinflüsse während der Bauphase oder durch den Eintrag von Baufeuchte in die Konstruktion. Nach außen hin diffusionsoffen konstruierte Bauteilquerschnitte erfüllen diese Anforderung, wenn gemäß der Norm, die äußere Abdeckung eine diffusionsäquivalente Luftschichtdicke von sd ≤ 0,3 m aufweist. Grundsätzliche und besondere Maßnahmen Bauliche Maßnahmen zum Holzschutz, die eine Einordnung in die GK 0 ermöglichen, sind aus der aktuellen DIN 68800-2 (1996) bekannt und stellen den allgemein anerkannten Stand der Technik dar. Die neue Holzschutznorm unterscheidet in Zukunft zwischen „grundsätzlichen“ und „besonderen“ baulichen Maßnahmen. Grundsätzliche Maßnahmen sind Randbedingungen, die als konstruktiver Regelfall zu sehen und immer zu erfüllen sind. Viele der bisher als „besondere Maßnahmen“ der „alten“ Norm geführten Voraussetzungen sind nach „neuer“ Norm grundsätzlich (immer) einzuhalten. Die besonderen Maßnahmen sind nur noch für Anwendungen in kritischeren Einbausituationen vorgesehen, bei denen auf chemische Holzschutzmittel verzichtet werden soll.

Spritzwasserschutz Neu in der DIN 68800 werden in Anhang A zukünftig auch Detailpunkte zur fachgerechten Sockelausbildung aufgeführt: • Der Abstand bewitterter Holzbauteile zur OK Gelände soll generell 30 cm betragen. • Durch besondere Maßnahmen zur Spritzwasserreduzierung (bspw. Kiesschüttung) darf dieser Abstand auf 15 cm reduziert werden. • Durch besondere Maßnahmen lässt sich die Lage der Schwellenunterkante bis auf 5 cm über der anstehenden Geländeoberkante reduzieren. • Eine andere Möglichkeit besteht in der Ausführung von Dachüberständen (Winkel 60° gegen die Horizontale) zum Schutz des Sockels.

DIN 68800-2 (Norm-Entwurf) Holzschutz - Teil 2: Vorbeugende bauliche Maßnahmen im Hochbau. • Vorbeugende bauliche Maßnahmen zur Sicherung der Dauerhaftigkeit von Bauteilen aus Holz oder Holzwerkstoffen. • Für Neubauten sowie für Modernisierung, Renovierung oder Rekonstruktion von Bauwerken. • Ergänzt DIN 1052 hinsichtlich der Sicherung der Gebrauchsdauer von Holzbauwerken. • Gilt für tragende Bauteile aus Holz und Holzwerkstoffen und wird für nicht tragende Bauteile empfohlen. DIN 68800-3 (Norm-Entwurf) Holzschutz - Teil 3: Vorbeugender Schutz von Holz mit Holzschutzmitteln • Enthält Maßnahmen zum vorbeugenden Schutz von Holz und Holzwerkstoffen mit Holzschutzmitteln. • Regelt auch die Verwendung von vorbeugend geschützten Holz- und Holzwerkstoffprodukten mit CE-Kennzeichnung. • Enthält besondere Anforderungen an den Schutz von tragenden Holzbauteilen und von nicht tragenden Hölzern sowie an beschichtetes Holz. • Der vorbeugende chemische Schutz von Holzwerkstoffen aus DIN 68800-5 wurde integriert. • Die in DIN EN 335-1 festgelegten Gebrauchsklassen sind berücksichtigt. DIN 68800-4 (Norm-Entwurf) Holzschutz - Teil 4: Bekämpfungs- und Sanierungsmaßnahmen gegen Holz zerstörende Pilze und Insekten • Maßnahmen zur Bekämpfung bei verbautem Holz und Holzwerkstoffen. • Anwendung auf andere Bereiche (wie Möbel, Einbauten, Kunstgegenstände, ...) wird empfohlen. • Bekämpfungsmaßnahmen gegen Termiten sind nicht Bestandteil. • Enthält bewährte Verfahren zur Regelsanierung und andere Verfahren, bspw. elektrophysikalische Verfahren gegen begrenzten Insektenbefall und das Heißluftverfahren zur Bekämpfung des Echten Hausschwamms.

Fazit Die Neufassung der DIN 68800 lässt immer noch etwas auf sich warten, auch wenn das Datum einer Veröffentlichung in nicht mehr allzuweiter Ferne zu sein scheint. Gravierende Änderungen wird es hoffentlich nicht mehr geben. Die neue DIN 68800-2 ist kein völlig neuer Wurf, sondern eine Weiterentwicklung der bestehenden Norm. Der für die Holzbaupraktiker wichtige Teil 2 der Norm wird zukünftig zwar deutlich umfangreicher ausfallen, dafür werden aber die Anforderungen an eine Vielzahl von Konstruktionen konkretisiert.

Wetterschutz: Für belüftete Vorhangfassaden wird (übereinstimmend mit DIN 18516) eine durchgehende Belüftungsebene von 20 mm sowie Zu- und Abluftöffnungen von 50 cm²/lfdm Wandlänge gefordert. Ausnahmen: Vorhangfassaden mit Kleinformaten, die aufgrund ihrer Kleinteiligkeit einen großen Fugenanteil aufweisen. Wenn auf die Wandaußenseite (bzw. Dämmung) eine Wasser ableitende Schicht aufgebracht wird (sd ≤ 0,3 m), darf auf Be- und Entlüftung verzichtet werden. Bild: OSMO


Infobrief

EnEV 2012

Was bringt die Novellierung?

Energieeinsparung – Qou vadis? Wohin geht die neue Energieeinsparverordnung? Das fragen sich derzeit viele Planer, Handwerker und Kunden. Fakt ist: Die Reform der Verordnung steckt gegenwärtig in einem Dickicht aus Politik und Gremien, das für die meisten kaum zu durch schauen ist. Hier ein Ausblick auf die nächste Stufe der EnEV: Immer häufiger wird die Branche derzeit mit der Novellierung konfrontiert: Hersteller werben damit, dass ihre Produkte bereits jetzt für den neuen EnEV-Standard 2012 gerüstet seien und Bauwillige fragen sich, bis wann Bauanträge eingereicht werden müssen, um noch nach EnEV 2009 bauen zu dürfen. EnEV 2012 – wann kommt sie? Die EnEV 2012 soll die neue EUGebäuderichtlinie 2010 (Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Energy Performance of Buildings Directive, EPBD)) in Deutschland umsetzen. Seit dem 8. Juli 2010 ist die novellierte Richtlinie in Kraft. Die EULänder, unter anderem Deutschland, haben dann zwei Jahre Zeit – also bis Juli 2012 – die Vorgaben der EU-Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Unter Einhaltung der Umsetzungsfristen (sechs Monate nach der Verkündung) soll die Richtlinie und damit die EnEV 2012 Anfang 2013 in Kraft treten, um allen Beteiligten genügend Zeit zu geben, sich auf das neue Recht einzustellen.

Was bringt die EnEV 2012? Das steht zurzeit noch nicht genau fest. Die zentralen Ziele des Energiekonzeptes der Bundesregierung für den Baubereich sind: • Verdoppelung der Sanierungsrate von derzeit weniger als 1 Prozent auf 2 Prozent • Ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050 • Reduzierung des Wärmebedarfs bis 2020 um 20 % und des Primärenergiebedarfs bis 2050 in der Größenordnung von 80 % Eine Verschärfung der Forderungen um 30 % gegenüber den Anforderungen der EnEV 2009, die bisher für die EnEV 2012 allgemein erwartet werden, könnte ein Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel sein. Nach Aussagen des MR Peter Rathert (BMVBS) sei es aber noch nicht sicher, ob die EnEV 2012 auch tatsächlich eine Verschärfung mit sich bringe. Das Wirtschaftlichkeitsgebot des EnergieeinsparungsGesetzes (EnEG) verlange, dass sich die Kosten für die Durchführung von Energiesparmaßnahmen in-

nerhalb der Lebensdauer dieser Maßnahme durch die eingesparten Energiekosten amortisieren. Die Gebäuderichtlinie soll auf jeden Fall den zuletzt immer wieder in die Kritik geratenen Energieausweis stärken. Dieser muss künftig zwei Maßnahmenpakete beinhalten: zum einen konkrete Maßnahmen für eine umfassende Sanierung, zum anderen Vorschläge für einzelne Bauteile. Zusätzlich sollen Hinweise über nächste Schritte zur Umsetzung gegeben werden. Dem Eigentümer werden damit konkrete und technisch durchführbare Empfehlungen zur Modernisierung gegeben. Die Vorlage des Energieausweises bei Käufern oder Mietern wird Pflicht, auch in Annoncen müssen dann Energiekennwerte der Gebäude genannt werden, sofern ein Energieausweis vorliegt. Weiterhin müssen die Mitgliedsstaaten, bspw. durch verstärkte, unabhängige Kontrollsysteme und Stichproben, die nachweisbare Qualität der ausgestellten Ausweise garantieren. Die Heizungs- und Klimatechnik muss ab 2012 regelmäßig zwingend von Fachpersonal unter die Lupe genommen werden. Von 2020 an schließlich sollen Neubauten in den Mitgliedsstaaten nur noch als Niedrigstenergiehäuser („nearly zero-energy building“) hergestellt werden dürfen, die fast keine Energie für Heizung, Lüftung und Kühlung verbrauchen. Der verbleibende Energiebedarf sollte möglichst durch erneuerbare und lokal erzeugte Energien gedeckt werden. Ausblick Wie bereits erwähnt ist es zurzeit nicht gesichert, ob mit der nächsten Stufe der EnEV eine Erhöhung der Anforderungen vorgeschrieben wird. Mit der bisher aber überwiegend als wahrscheinlich angenommene Verschärfung um 30 % mit der EnEV 2012 wäre das Erreichen eines KfW-Effizienzhausstandards im Bestand mit fossilen Energieträgern (Öl und Gas) voraussichtlich nicht mehr möglich. Wie im Neubau sind regenerative Energieträger und der Einsatz von Brennwerttechnik unabdingbar. Eine Ver-

schärfung der Vorgaben um 30 % in der zukünftigen EnEV 2012 könnte bei einem Referenz-Wohngebäude zu folgenden möglichen uref-Werten führen: • Dach: uref ca. 0,17 - 19 W/(m²K) • Außenwand: uref ca. 0,24 - 0,28 W/(m²K) • Kellerwand: uref ca. 0,35 W/(m²K) • Bodenplatte/Kellerdecke: ca. 0,35 W/(m²K) • Fenster: uref ca. 0,9 W/(m²K), gref ca. 0,55 Fazit Viele Details zur kommenden Novellierung stehen gegenwärtig noch nicht fest. Fakt ist: Sie wird kommen und soll nach Aussagen des zuständigen Bundesministeriums Mitte 2013 in Kraft treten. Dann sollen auch die Vorgaben der Gebäuderichtlinie umgesetzt werden. Vorgaben zur Verschärfung der EnEV stehen noch nicht fest, dass sie kommen werden scheint aber im Hinblick auf das Gesamtziel, ab 2020 nur noch Niedrigstenergiehäuser zu bauen, wahrscheinlich. Zu allen Fragen rund um das energiesparende Bauen steht Ihnen das HolzLand-Kompetenzteam zur Seite. Hinsichtlich der Energieeinsparverordnung 2012 bleiben wir für Sie am Ball und informieren Sie, sobald es neue Fakten zur Entwicklung gibt.

Impressum: Herausgeber: HolzLand GmbH Scheibenstraße 47 40479 Düsseldorf Redaktion: Technische Medien Christian Meyer Layout und Druck: HolzLand GmbH Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung! Die Gültigkeit, V ollständigkeit und Richtigkeit der Aussagen ist eigenverantwortlich vom Anwender zu überprüfen. Für irrtümlich falsche Angaben wird keine Haftung übernommen.

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