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Der

Kärntner Jäger

M I T T E I L U N G S B L AT T D E R K Ä R N T N E R J Ä G E R S C H A F T

◆ Auswirkungen der

Klimaerwärmung ◆ Hegeringleitertagung 2012 ◆ Wichtige Termine 2012 ◆ Projekt „Berg-Mensch-Wildtier“

◆ Trichinenuntersuchung bei

Wild ◆ Hochsitze in freier Landschaft ◆ Hegeringschießen 2012 ◆ Ehrungen und Auszeichnungen

www.kaerntner-jaegerschaft.at

Nr. 201 | 41. Jahrgang

Februar 2012


Nr. 201/2012

Inhaltsverzeichnis

Liebe Jägerinnen und Jäger!

Auswirkungen der Klimaerwärmung auf Gams-, Stein- und Birkwild 4

Ein neues Jagdjahr hat begonnen, und es möge Ihnen ein erfolgreiches werden, vor allem mit viel Freude an der Jagd. Diese ja nur kurze Zeit der Jagdruhe, die auch das Wild so dringend benötigt, lässt uns aber auch Zeit, über viele Dinge nachzudenken, vor allem auch darüber, ob wir in unserem Revier auch alles so machen, wie es für Wild, Wald und Jagd am besten ist. Einige, in den Revieren oft seit Jahren und Jahrzehnten immer gleich praktizierten Tätigkeiten und Einstellungen sollten einmal auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft werden. Immer wieder hört man: „wir schießen auf keine grauen Rehe“, oder: „kein Tier wird erlegt, bis der erste Hirsch meldet“, Weisheiten also, die nach neuesten Erkenntnissen völlig antiquiert sind. Hier sollten vielleicht einmal die älteren Jäger unter uns Informationen und Ratschläge bei den jüngeren suchen, die ihre Ausbildung eben schon nach neuesten Erkenntnissen erfahren haben. Nicht umsonst wird die heutige Kärntner Jagdprüfung als „grüne Staatsprüfung“ bezeichnet, da sowohl die Ausbildner, vor allem aber auch die Prüfer überholte „Jagdweisheiten“ über Bord geworfen haben und die Jungjäger heute die moderne, zeitgemäße und vor allem auch biotopkonforme Jagd als Grundausrüstung mitbekommen. So wird auch das Thema „Wildfütterung“ im heurigen Jahr eine zentrale Rolle einnehmen, gehen doch auch hier die Meinungen oft extrem auseinander. Beispiele von Revieren, die völlig auf die Rehwildfütterung bei jeder Witterung verzichten bis hin zur Intensivfütterung prägen ein Bild quer durch Kärnten und Österreich, über das es zu diskutieren gilt. Allein die wissenschaftliche Aussage „zum Überleben der Tierarten Rot- und Rehwild ist Fütterung in Öster-

Hegeringleitertagung

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Informationen der Landesgeschäftsstelle Jagd- und Schonzeiten

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Hermagor: Wichtige Information

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Kärntenweite Auer- und Birkwildzählung Disziplinarerkenntnisse

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Termine / Veranstaltungen Wichtige Termine 2012 27. WÖ. - Informationstag Hegeringversammlungen 2012

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Berichte 59. Tagung der AGJSO in Belluno

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Projekt „ Berg-Mensch-Wildtier“

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Trichinenuntersuchung bei Wild Hochsitze in freier Landschaft

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50 Jahre Jagdgesellschaft Schiefling

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Schiesswesen 17. Neujahrsschießen Erste Kärntner Wildscheibe Hegeringschießen 2012

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Personalia Vorstandsmitglied Mag. Rossbacher ein 60er 30-Jahr-Dienstjubiläum von Otto Kornprat

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Ehrungen und Auszeichnungen

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Totentafel

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reich nicht nötig“, wird viele ins Staunen versetzen, hält aber letztlich stand. Vor allem aber die Rotwildfütterung, und hier im Speziellen in den Randgebieten unseres Bundeslandes, wird einer strengen Überprüfung unterzogen werden müssen, wobei vor allem auf Notwendigkeit, Standort und Qualität das Augenmerk liegen wird. Letztlich verpflichtet uns das Jagdgesetz im § 50a dazu und wir werden auch nachhaltig daran erinnert. Auch die Jagd unterliegt den Veränderungen und vor allem der steigende gesellschaftliche Anspruch an die bisherigen Wildlebensräume fordert auch von uns Jägern unseren Tribut. Was vor 10 Jahren noch volle Gültigkeit hatte, kann heute schon längst überholt sein. Die Abschussziffern des vergangenen Jahres zeigen uns, dass Planung und Erfüllung oft auseinander liegen, bei beiden können nur wir Jäger reagieren und werden wir auch daran gemessen werden. Der 2-jährige Abschussplan, in Österreich nach wie vor einmalig, gibt uns die Möglichkeit der Gestaltung und Steuerung, letztlich ein Trumpf, den wir da in Händen haben und der die Freiheit unserer Jagd in Kärnten dokumentiert. Genießen wir die Tage der jagdlichen Ruhe und freuen uns auf den 1. Mai, wo nach Aufgehen der Jagdsaison Freude und Verantwortung wieder in unser jagdliches Handeln einkehren wird und muss. Mit einem herzlichen Weidmannsheil Ihr Landesjägermeister DI Dr. Ferdinand Gorton

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S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S DI Dr. Ferdinand S S LandesS S S S Gorton, jägermeister S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

Aktuelle Spalte

AKTUELLES


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Kärntner Jäger

Klimaerwärmung

S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

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Die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf Gams-, Stein- und Birkwild Kurzfassung des Referates von Univ. Doz. Dr. Armin Deutz, Murau, Tel.: 035322101260, E-Mail: armin.deutz@stmk.gv.at, gehalten bei der 59. AGJSOTagung am 20. und 21. Oktober 2011 in Feltre bei Belluno, Italien. Wildtierarten wie Birkhuhn oder Gams- und Steinwild haben sich im Laufe ihrer Evolution perfekt an das Leben in alpinen Regionen angepasst und sind somit Teile dieses sehr empfindlichen Ökosystems geworden. Bei einem allgemeinen Ansteigen der Waldgrenze aufgrund der Klimaerwärmung und regionalem Rückgang der Almbewirtschaftung verringert sich der Lebensraum dieser Wildtierarten massiv. Durch das Entstehen suboptimaler Lebensräume kommt es bei diesen Wildtieren zur Abnahme und zum Verschwinden einzelner Populationen, Verarmung genetischer Ressourcen, Schwächung der Abwehrlage und damit auch vermehrt zu Infektionskrankheiten und Parasitosen.

WALDGRENZE – BAUMGRENZE Es gibt eine klimatische Grenze, bis zu welcher Seehöhe Baumwachstum im Gebirge möglich ist, weiters kann eine Unterscheidung zwischen Waldgrenze und Baumgrenze getroffen werden. Bis zur Waldgrenze reichen zahlreiche

Bäume als geschlossener Bestand und bis zur Baumgrenze können vereinzelt freistehende Bäume vorkommen. An sehr sonnenexpositionierten, felsigen Stellen reichen vereinzelt Zirben, Lärchen oder Fichten über die Baumgrenze hinaus, bleiben aber aufgrund des eingeschränkten Wachstums „Krüppel“. Die Verbindungslinie dieser Holzpflanzen wird als „Krüppelgrenze“ bezeichnet. Das Baumwachstum ist sehr stark von der Temperatur abhängig. Die Wachstumsgrenze von Bäumen liegt nach einigen Arbeiten in einer Höhenlinie, die der 10°C Juli-Isotherme (= durchschnittliche Temperatur im Juli +10°C) bzw. der 6,9°C Mai–Oktober-Isotherme. Unter Annahme des Ansteigens der Waldgrenze aufgrund einer Klimaerwärmung verringert sich der Lebensraum dieser drei Wildtierarten sowie einer ganzen Reihe weiterer Tier- und Pflanzenarten massiv. Als Grundlage für die Ermittlung der Veränderungen wurde die Temperaturentwicklung der vergangenen 50 Jahre genauer betrachtet sowie das Klimamodell MM5 für eine Abschätzung der zukünftigen Erwärmung herangezogen. Die Temperaturentwicklung in den vergangenen 50 Jahren zeigt für die ersten zwei Dekaden sogar eine Abkühlung, seit 1970 aber einen starken Anstieg. Das Klimamodell prognostiziert für die nächsten 50 Jahre ei-

Prognostizierter Anstieg der 6,9°C-Isotherme (Mai– Oktober) bis 2050, Niedere Tauern

ne Erwärmung von ca. 2,2°C für das Untersuchungsgebiet in den Niederen Tauern und stellt mittlerweile eine eher vorsichtige, konservative Schätzung dar. Das Untersuchungsgebiet, die Niederen Tauern, erhebt sich als Teil der österreichischen Zentralalpen zwischen dem Ennstal im Norden und dem oberen Murtal im Süden. Entlang der markanten Grate und der steil abfallenden Hänge oberhalb der Baumgrenze prägen ausgedehnte Zwergstrauchheiden und alpine Rasengesellschaften sowie vereinzelt hochalpine Torfmoore die Landschaft.

Untersuchungsgebiet Niedere Tauern, Steiermark

Das Klimamodell MM5 zeigt für die nächsten 50 Jahre einen prognostizierten Anstieg der Isothermen um ca. 450 Höhenmeter, was in der Folge ein Ansteigen der Waldgrenze bewirken wird. Über die Geschwindigkeit, mit der sich die Waldgrenze zur temperaturbedingten Wachstumsgrenze hin bewegt („Sukzession“) kann keine Aussage getroffen werden und wäre Gegenstand zukünftiger Forschungsarbeiten. Weiters übt die Bewirtschaftung durch den Menschen (Almwirtschaft, Schwenden) einen großen Einfluss auf den Verlauf der Waldgrenze aus. Daher ist noch nicht vollkommen absehbar, wie sich die Waldgrenze verändern wird. Die aktuellen Lebensräume von Schneehuhn und Birkhuhn sowie Gams- und Steinwild wurden nach einem wissensbasierten Habitatmodell mit Hilfe eines Geografischen Informationssystems (GIS) erstellt. Unter der Annahme, dass die zukünftige Waldgrenze mit der


K L I M A E RWÄ R M U N G Sukzession die Höhe der berechneten Isotherme für die Dekade 2040–2050 erreicht, führt diese Verschiebung zu einem dramatischen Lebensraumverlust für alle drei Arten.

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gen für Wildlebensräume bedingt durch das Ansteigen der Waldgrenze darstellen sollte. Damit dies dargestellt werden kann, mussten eben Parameter festgelegt werden, welche die Lebensräume der ausgewählten vier Arten definieren.

LEBENSRAUMKARTIERUNG Zur Einschätzung der Lebensraumeignung (gut geeignet bzw. nur temporär möglich) wurden für Birk-, Gams- und Steinwild Lebensraummodelle erstellt. Zur Definition der jeweiligen Lebensraumeignung wurden für das Birkhuhn insgesamt 143 Parameter, wie u.a. Höhenstufe, Sonnenexposition, Neigung, Kammerung, Großrelief sowie Wald- und Vegetationsbedeckungsgrad, Höhe der Bodenvegetation und Felsanteil (modif. n. GALLAUN et al., 2006) und für Gams- bzw. Steinwild 35 Parameter – diese aber unterschieden nach Sommer- und Winterlebensräumen – entwickelt. Diesen wissensbasierten Modellen wurden Beobachtungsdaten von Berufsjägern gegenübergestellt. Eines der Projektziele war eine Simulation, welche die Veränderun-

1. GAMSWILD Der Lebensraum von Gamswild erstreckt sich von aufgelockerten Waldgrenzbereichen bis ins Hochgebirge. Einzelne inselartige Gamsvorkommen existieren in Waldgebieten („Waldgams“), selbst im Nahbereich von Städten wie Graz oder Salzburg. Gamswild kann in Rudeln von über 100 Stück beobachtet werden, wobei die Rudelgröße von der Übersichtlichkeit des Geländes abhängig ist. Das Leben im Rudel verschafft den Gämsen Vorteile bei feindlichen Angriffen und ein erhöhtes Sicherheitsgefühl in der Gruppe. Felsen und ein übersichtliches Gelände sind für das Sicherheitsbedürfnis des Gamswildes sehr wichtig und beeinflussen auch ihr Fluchtverhalten. So wählen Geißen als Setzplätze meist Felsni-

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schen mit gutem Ausblick. Im Spätsommer befindet sich Gamswild in den höchsten Regionen des jeweiligen Lebensraumes. Mit den ersten Schneefällen zieht es in die Wintereinstände. Im April und Mai findet man Gamswild auch in Tallagen, wo die erste frische Grünäsung aufgenommen wird und die Gämsen dann mit den grünenden Pflanzen wieder höher ziehen. Problematisch für die Lebensraumbewertung und -modellierung bei Gams- und Steinwild, vor allem aber beim Gamswild, ist die relativ hohe ökologische Plastizität dieser Wildart. Diese bedeutet, dass unter gewissen Bedingungen auch auf den ersten Blick ungeeignete Einstände kurzzeitig genutzt werden bzw. die Bandbreite nutzbarer Einstände groß ist. Nach unseren Berechnungen wird in den nächsten Jahrzehnten der gut geeignete Lebensraum für Gamswild im Untersuchungsgebiet sowohl im Sommer als auch im Winter um rund 80 % abnehmen und die Fläche der derzeit mäßig geeigneten Lebensräume wird sich

Aktuelle und zukünftige Lebensraumeignung für Gamswild in den Niederen Tauern im Sommer unter Annahme des Ansteigens der Waldgrenze aufgrund des Klimawandels

Aktuelle und zukünftige Lebensraumeignung für Gamswild in den Niederen Tauern im Winter unter Annahme des Ansteigens der Waldgrenze aufgrund des Klimawandels

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im Sommer um 90 % und im Winter um 82 % reduzieren. Unter zusätzlicher Berücksichtigung des Umstandes, dass sich auf den verbleibenden Freiflächen über der Waldgrenze die sportliche und touristische Nutzung des gleichzeitigen Gamswildlebensraumes noch erhöhen wird, muss mit einer immensen Einschränkung des alpinen Gamswildlebensraumes und mit dem häufigeren Auftreten von Waldgamspopulationen gerechnet werden.

chenzug in den Bezirken Murau, Judenburg und Liezen mit über 80 gemeldeten Fällen. Wenn man berücksichtigt, dass die Gamsblindheit überwiegend durch Fliegen übertragen wird und dass noch bis Ende November/Anfang Dezember 2006 Insekten selbst in höheren Regionen beobachtbar waren, wird klar, dass die infektionsgefährdete Zeit klimatisch bedingt deutlich verlängert war.

FOLGEN SUBOPTIMALER LEBENSRÄUME

Steinwild besitzt zwar eine relativ große ökologische Plastizität, d.h. dass unter gewissen Bedingungen auch auf den ersten Blick ungeeignete Einstände kurzzeitig genutzt werden können. Für ein mittel- bis langfristiges Überleben einer Steinwildpopulation sind suboptimale Lebensräume jedoch ungeeignet. Die Frage, ob Steinwild nacheiszeitlich im Ostalpengebiet jemals vorgekommen ist, wurde von einigen Autoren diskutiert. Es ist nicht auszuschließen, dass sich vielleicht bis vor etwa 2.000 Jahren noch kleinere isolierte Steinwildpopulationen im Gebiet der Ostalpen gehalten haben, die dann erloschen sind. Welche Faktoren den Untergang dieser vermutlich nur mehr sehr kleinen Kolonien bedingten, lässt sich nicht beurteilen. Möglichkeiten, wie genetische Faktoren oder hoher Feinddruck aufgrund der Wiederbewaldung sind in Betracht zu ziehen. Auch wenn manches auf ein nacheiszeitliches Vorkommen von Steinwild im Ostalpenraum hindeutet, so kam das Steinwild für mindestens zwei Jahrtausende in diesem Gebiet nicht vor. Aus diesem Grund sollte am Ostalpenrand eher von „Neuaussetzungen“ und nicht von „Wiederansiedlungen“ gesprochen werden. Derzeit finden sich in der Steiermark/Österreich neun Kolonien mit einer Gesamtstückzahl von rund 850 Tieren. Die jährlichen Zuwächse variieren in den Kolonien zwischen 6 % und 16,5 %. Das Geschlechterverhältnis ist überwiegend in Richtung der Geißen verschoben. Auffällig in der Beurteilung des erlegten Steinwildes ist die Überziehung des freigegebenen Abschusses bei den Steinböcken

Ein längerer Verbleib in suboptimalen Lebensräumen ist für Gamswie auch Steinwild problematisch und führt zur Abnahme der Stückzahlen in einzelnen Populationen, zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit (z.B. Endoparasitosen, Räude, Gamsblindheit) sowie zur Ausbildung kleinerer Rudel in verwaldeten Gebieten mit dem Nebeneffekt einer verlängerten Brunft und damit einer zusätzlichen Schwächung vor allem der Böcke. Weiters wird es zu einem möglichen Absinken mancher Populationen unter die sog. „kritische Bestandsgröße“ kommen und damit zu einer kurzbis mittelfristigen Auflösung von Beständen sowie möglicherweise zu einer Inzuchtdepression infolge der „Verinselung“ von Populationen. Beispielhaft für einen u.a. mit Klimafaktoren zusammenhängenden Krankheitsausbruch sei ein aktueller Seuchenzug von Gamsblindheit (Infektiöse Keratokonjunktivitis) in den Niederen Tauern angeführt. Im Jahre 2006 ereignete sich ein Seu-

Am seuchenhaften Ausbruch der Gamsblindheit sind Fliegen mitbeteiligt – damit spielt die Umgebungstemperatur eine große Rolle

2. STEINWILD

der Klasse II sowie der geringe Erfüllungsgrad im Abschuss der Steinböcke und -geißen der Klasse I (2006/07: nur 6 von 18 freigegebenen Böcken bzw. 12 von 26 freigegebenen Geißen der Klasse I erlegt), was Rückschlüsse auf die Altersstruktur des Steinwildes zulässt.

LEBENSRAUMQUALITÄT Grundsätzlich liegen, abgesehen von kleineren alpinen Trockenlagen (Hochlantschgebiet, Teile von Murau), die Niederschläge für Steinwildlebensräume im Ostalpenraum hoch bis sehr hoch. Größere Winterniederschläge in Form von Schnee können allerdings durch die Topographie des Geländes in gewissem Maße ausgeglichen werden. Ohne geeignete Wintereinstände hat das wenig „schneegängige“ Steinwild allerdings Probleme. Da sich ein Großteil der Kolonien auf mehr oder weniger großen, isolierten Gebirgsstöcken befindet, kann Steinwild nur in Ausnahmefällen weitere Wanderungen unternehmen. Daher beeinflussen Qualität und Quantität der Wintereinstände die Entwicklung von Steinwildpopulationen stark. Wesentliche Faktoren der Wintereinstände sind die Exposition (südseitige Hänge erhalten die höchste Sonneneinstrahlung, der Schnee schmilzt rascher und das Steinwild kann Energie sparen), die Hangneigung (ab 40° Neigung rutscht der Neuschnee ständig ab, ohne größere Schneemassen zu bilden, dadurch gelangt das Steinwild leichter zur Pflanzendecke und auch das Freischlagen von Äsung ist im steilen Gelände leichter), der Felsanteil (das Fluchtverhalten ist auf Felsen ausgerichtet, zusätzlich wichtiger Einstand, felsbegleitende Gras- und Kräutervegetation als Äsung, weiters führt die Sonneneinstrahlung zu einer Erwärmung der Felsen, wodurch der Schnee in der Nähe rascher schmilzt) sowie der Nichtwaldanteil (ein dichter Baumbestand verhindert das Abrutschen und verzögert das Schmelzen des Schnees in den Wintereinständen).

ABNAHME GEEIGNETER LEBENSRÄUME Der Entwicklung der Steinwild-


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kolonien am Ostalpenrand sind also durch das Zusammenspiel von hohen Niederschlagsmengen in Form von Schnee und der vielerorts nur bedingt geeigneten Topographie in den Wintereinständen Grenzen gesetzt. Ein Großteil der Kolonien im Ostalpenraum befindet sich auch auf isolierten Gebirgsstöcken, wodurch der Qualität der Wintereinstände noch größere Bedeutung zukommt, da das Steinwild nicht in andere Gebiete ausweichen kann. Steinwild zeigt im Winter zwar eine starke Bindung an SO- bis SW-seitige steile, nicht oder nur schütter bewaldete Hänge, an denen der Schnee bald abrutscht und die Äsung freigibt. Es kann, vor allem bei fehlendem Schnee, immer wieder andere Expositionen nutzen, welche langfristig gesehen aber für eine Population keine Überlebensmöglichkeiten bieten. Nach unseren Berechnungen wird in den nächsten Jahrzehnten bei einem prognostizierten Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur die Waldgrenze, wie bereits dargestellt, deutlich ansteigen und damit allein der gut geeignete Lebensraum für Steinwild im beispielhaften Untersuchungsgebiet Niedere

Tauern im Sommer um 95 % und im Winter um rund 78 % gegenüber den heute noch gut geeigneten Sommer- bzw. Winterlebensräumen reduziert.

KLEINE KOLONIEN GEFÄHRDET Kleine Populationen bedürfen eines sehr sorgsamen Umganges. Wie Untersuchungen an BighornSchafen (Ovis canadensis) zeigten, starben Populationen mit weniger als 50 Tieren innerhalb von 50 Jahren aus, während Populationen mit über 100 Tieren längerfristig überlebten (Zeiler, 1996). Dies zeigt, dass die Populationsgröße einen entscheidenden Faktor für das Überleben von Kolonien darstellt. Sicherlich spielen genetische Faktoren dabei eine große Rolle (Inzucht, Krankheitsanfälligkeit). Beim Steinwild gibt es in dieser Hinsicht einen doppelten Flaschenhalseffekt (Hartl, 1987). Durch die Beinahe-Ausrottung dieser Wildart wurde die genetische Variabilität stark reduziert und bei der Neugründung von Kolonien gelangte wieder nur eine Bruchteil der genetischen Vielfalt der Ausgangspopu-

lation in das neue Gebiet. Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Stabilität kleiner Populationen wesentlich stärker beeinflussen kann, ist das sogenannte Umweltrauschen. Unter diesem Begriff werden allgemein unvorhersehbare Umwelteinflüsse zusammengefasst. Als einfaches Beispiel sei nur folgende Situation geschildert: Wenn bei einer 100 Stück zählenden Population in einem strengen Winter 15 Tiere verenden (Lawinen, Hungertod usw.), spielt dies eine geringere Rolle als bei einer 30 Stück zählenden Kolonie, bei der der anteilsmäßig gleiche Verlust von 5 Tieren bereits das Ende der Kolonie bedeuten könnte. Für mehrere Kolonien am Ostalpenrand gilt ein längerfristiges Überleben als nicht gesichert.

3. BIRKWILD Untersucht wurde von uns der Einfluss des prognostizierten Klimawandels auf das Birkwild im Untersuchungsgebiet Niedere Tauern/Steiermark. Die aufgestellten Hypothesen sind aber sinngemäß auf den gesamten Ostalpenraum umzulegen.

Habitatmodell für Steinwild Sommer; Aktuell Waldgrenze hat 6,9°C Isotherme der Dekade 2040 bis 2050 erreicht

Habitatmodell für Steinwild Winter; Aktuell Waldgrenze hat 6,9°C Isotherme der Dekade 2040 bis 2050 erreicht


K L I M A E RWÄ R M U N G Klimatologisch stellen die Niederen Tauern eine Staulage für West- und Nordströmungen dar, umgekehrt aber auch für Südströmungen, deren Anteil am Niederschlagsgeschehen jedoch deutlich zurückbleibt. Die Jahresniederschlagsmengen nehmen sowohl von Westen nach Osten als auch von Norden nach Süden ab. In den Kammbereichen der Radstädter und der Schladminger Tauern dürften 2000 mm im Jahr überschritten werden. Die Niederschläge sind ganzjährig geprägt von teilweise lang anhaltenden Niederschlagsperioden. Im Sommer kommt es zu einer, lokal oftmals eng begrenzten Gewittertätigkeit mit großen Intensitäten in kurzen Zeiteinheiten. Zu Föhnlagen kann es sowohl bei Nord- als auch Südströmungen kommen. Die Täler am Südfuß der Tauern sind durch die Abschirmung thermisch begünstigt. Außerdem zählt diese Zone zu den sonnenscheinreichsten Gebieten der Steiermark. Bezüglich der Niederschlagsverhältnisse sind die Bedingungen bedeutend kontinentaler und niederschlagsärmer als an der Nordseite der Tauern.

BIRKWILDVORKOMMEN UND LEBENSRÄUME Vom Bregenzer Wald in Vorarlberg über die Niederösterreichischen Kalkalpen bis zum Wechsel und in die westliche Bucklige Welt sowie bis zur Koralpe bewohnt das Birkwild in Österreich den gesamten Ostalpenraum. Birkwild braucht offeneres Gelände als Auerwild. Die Ränder von Mooren, landwirtschaftlich genutzten Flächen oder ehemaligen Brandflächen

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wurden früher ebenso genutzt wie die natürlich bedingte Grenze des Waldes im Norden oder im Gebirge. In den Alpen liegt der Lebensraum des Birkhuhns im Bereich der klimatisch bedingten oberen Waldund Baumgrenze unter dem Lebensraum des Schneehuhnes. Als Bewohner der Übergangsbereiche zwischen Wald und offenen Freiflächen meidet das Birkhuhn dichte Wälder wie beispielsweise den geschlossenen subalpinen Nadelwald. Birkwild ist standorttreu und bewohnt das ganze Jahr über denselben Lebensraum. Die wesentlichen Merkmale eines günstigen Lebensraumes in den Alpen sind halboffene Landschaften mit lockerem Baumbestand, hügeliges Gelände mit weiten Hängen, gute Strukturierung des Geländes (Steilhänge, Stufen, Felsbänder etc.), reichhaltige Kraut- und Zwergstrauchschicht, Nadel- (Lärche, Latsche, Zirbe, Fichte, Wacholder) und Laubhölzer (Birke, Weide, Erle, Eberesche) als Winteräsung und Schneesicherheit. Diese Bedingungen findet das Birkhuhn in der Krummholzregion, an Moorrändern und Sumpfgebieten mit lockerem Baumbestand, in der bäuerlichen Kulturlandschaft mit Anschluss an Feuchtgebiete und Wälder, auf Almwiesen sowie teilweise auch in stark aufgelichteten, abwechslungsreichen Wäldern. Da das Birkhuhn recht anpassungsfähig ist, kann es auch kurzlebige Freiflächen (Brandflächen, große Schlag- oder Windwurfflächen) vorübergehend bewohnen. Wachsen diese Lebensräume zu, wandert das Birkwild ab. Die Standorttreue des Birkwildes setzt die Ausstattung des Le-

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bensraumes mit sämtlichen Strukturen, die das Birkhuhn im Jahresverlauf braucht, voraus: Das Gelände des jahre-, oft jahrzehntelang genutzten Balzplatzes muss großflächig überschaubar sein. Balzplätze sind offene, trockene, flache Stellen mit sehr niedriger Bodenvegetation (Almmatten, windgepresste Schneeflächen usw.). Der Neststandort muss wie bei allen Bodenbrütern durch eine strukturreiche Nestumgebung ausreichend geschützt sein. Im Gegensatz zum Balzplatz ist hier die Bodenvegetation höher (ca. kniehoch). Das Gebiet für die Aufzucht der Gesperre benötigt (Vegetationshöhe von 10 – 40 cm). Die Arealgröße für Birkhühner wird mit mindestens 90 ha Zwergstrauchfläche angegeben. ZEILER (2004) gibt für das Jahresstreifgebiet eines Vogels 100 bis 350 ha, für ein sog. „Kerngebiet“ innerhalb dieses Streifgebietes 10 bis 50 ha und für das Kerngebiet einer Balzgruppe zwischen 25 und 75 ha an. Der Abstand zwischen den einzelnen Balzplätzen beträgt in den Alpen mindestens 200 m, in der Regel aber 1 km und mehr. Negative Auswirkungen auf den Birkhuhnlebensraum haben der Verlust von offenen Flächen durch das Auflassen von Almen, das Aufforsten an der Waldgrenze, die Ausbreitung des Pfeifengrases sowie der Verlust von Moorflächen. Darüber hinaus stellt die gebietsweise ganzjährige Nutzung der Lebensräume durch Schifahrer, Schitourengeher und Wanderer eine zusätzliche Störung dar. Durch den Variantenschilauf kommt es zu oft unbemerkten Birkwildverlusten

Aktuelle und zukünftige Lebensraumeignung für Birkwild in den Niederen Tauern unter Annahme des Ansteigens der Waldgrenze aufgrund des Klimawandels

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Der Lebensraumverlust durch das Zuwachsen von Almflächen ist enorm

durch Energie-raubendes Aufscheuchen aus oder Verschütten in Schneehöhlen. Auch Pistengeräte oder das Absprengen von Lawinen können Verluste fordern. Nach unseren Berechnungen werden in den nächsten Jahrzehnten der gut geeignete Lebensraum für Birkwild im Untersuchungsgebiet um 98 % und der temporär mögliche Lebensraum um 99 % abnehmen. Dies würde bedeuten, dass das derzeit flächendeckende Vorkommen des Birkwildes im Untersuchungsgebiet bei einem temperaturbedingten Ansteigen der Waldgrenze und ohne Gegenmaßnahmen auf einige wenige inselartige Vorkommen zusammenschmelzen wird.

4. KLIMAWANDEL UND WILDKRANKHEITEN Der Klimawandel hat sowohl einen Einfluss auf die Verbreitung und Vermehrung von Krankheitserregern als auch auf Wildtiere selbst. Unter den Wildtieren wird es Profiteure mit höheren Dichten und damit höherem Infektionsdruck (z. B. Schwarzwild, Steinmarder) und Verlierer, die dann in für sie suboptimalen Lebensräumen ebenfalls einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind (z. B. Gams- und Steinwild, Raufußhühner), geben. Zudem ist mit dem Auftreten von für Mitteleuropa „neuen“ Krankheitserregern, die überwiegend auch Zoonosen sind, zu rechnen. Der Einfluss des Klimawandels auf die Verbreitung von Krankheitserregern kann direkt erfolgen, indem Krankheitserreger bei höhe-

ren Jahresdurchschnittstemperaturen in der Umwelt länger überleben und auch höhere Keimzahlen aufweisen oder auch indirekt bei jenen Krankheitserregern, die über Vektoren (z. B. Zecken, Stechmücken) übertragen werden bzw. sich in tierischen Reservoiren halten, und wo deren Verbreitungsgebiet bzw. Populationsgrößen klimatisch beeinflusst werden. Erregerhältige Zecken und Stechmücken sind bereits in größeren Seehöhen nachweisbar als noch vor zwei Jahrzehnten. Weiters können sich bei Krankheitserregern, die in ihrem Auftreten eine jahreszeitliche Periodik aufweisen, Zeiträume mit höherem Infektionsrisiko verlängern. Auch Parasiteneier und -larven sowie Zwischenwirte von Parasiten sind bereits in größeren Höhen nachweisbar bzw. profitieren von höheren Jahresdurchschnittstemperaturen in Form von kürzeren Entwicklungszeiten und damit einigen zusätzlichen Generationen/Jahr. In diesem Zusammenhang finden wir beispielsweise vermehrt eitrige Lungenentzündungen bei Gamswild in der Folge des Befalles mit Kleinen Lungenwürmern. Im Juli 2011 wurde vom Autor der erste klinische erstmals Babesiose, eine durch Zecken übertragene Blutparasitose, als Verendensursache bei Gamswild (auf 1.500 m Seehöhe!) nachgewiesen. Der Hitzesommer 2003 war sowohl für Haus- als auch für Wildtiere ein enormer Stressfaktor. Sowohl bei Rot- als auch bei Reh- und Gamswild lagen die Durchschnittsgewichte aller Altersklassen im und nach dem Extremsommer 2003

durch Hitzestress und Wassermangel deutlich unter jenen der beiden vorhergehenden Jagdjahre. Das Durchschnittsgewicht von Rehen und Gamswild war in der Steiermark um 0,5 kg niedriger, das von Rotwild um 1,0 kg. Der relativ höhere Gewichtsverlust bei Rehen resultiert vermutlich aus der sehr territorialen Lebensweise des Rehwildes im Sommerhalbjahr, welche bewirkt, dass ungünstige (wasserarme) Lebensräume nicht einfach verlassen werden können. Vermutlich als Folge dieses Witterungsextrems und der Schwächung der Tiere war im Herbst/Winter 2003 eine Häufung von Paratuberkulosefällen bei Wildwiederkäuern zu beobachten. Klimaforscher gehen davon aus, dass Hitzesommer und Tropentage häufiger auftreten werden. Im Zuge langer, heißer Sommer ist es auch möglich, dass Vektoren wie Zecken darunter leiden, dafür aber Mückenarten – auch Arten, die bislang in Mitteleuropa nicht vorgekommen sind – davon profitieren.

VORBEUGE UND KONTROLLE Gemäß dem Spruch „Vorbeugen ist besser als Heilen“ ist es möglich das Infektionsrisiko und den Infektionsdruck innerhalb von Wildtierpopulationen durch Verbesserung des Lebensraumes, Anpassung des Wildstandes an den Lebensraum und durch seuchensicheres Entfernen krankheitsverdächtiger oder kranker Tiere zu senken. Eine laufende Kontrolle der Wildtiergesundheit sollte über die regelmäßige Untersuchung von Fallwild und durch Stichprobenuntersuchungen bei Stücken ohne auffällige Krankheitssymptome erfolgen. Eine intensive und fachkundige Auseinandersetzung der Jäger mit den Themen „Wildtiergesundheit und Wildbretqualität“ sowie eine entsprechende Verantwortung für Wildpopulationen wird zukünftig eines der Hauptargumente für die Aufrechterhaltung der Jagd in annähernd gewohnter Art und Weise darstellen.

VERWENDETE LITERATUR Die Verweise zur verwendeten Literatur liegen in der Redaktion auf.


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Hegeringleitertagung 2012 Österreichische Waldinventur (ÖWI), WÖRP, Aktuelles bei der Gams-, Reh- und Schwarzwildbejagung in Kärnten, rechtliche Informationen, Trichinose, Tollwut und Tuberkulose waren die Themen. Mit der fast schon zur Tradition gewordenen Hegeringleitertagung am 2. Samstag des neuen Jahres wird das Arbeitsjahr der Funktionäre offiziell eröffnet. In seiner kurzen Eröffnungsrede begrüßte der Landesjägermeister neben den Hegeringleitern, seine Stellvertreter, Bezirksjägermeister, Mitglieder des Vorstandes, Landesausschusses, Ehrenmitglieder und ganz besonders den Jagdreferenten des Landes Kärnten, Landeshauptmannstellvertreter DI Uwe Scheuch. Nach den kurzen Grußworten des LHStv. Uwe Scheuch, der die Arbeit der Hegeringleiter an der „Basis“ hervorhob, begann der LJM mit seinen AusLhstv. DI Uwe Scheuch führungen über lobte die HRL für ihre wertvolle Arbeit an der die ÖsterreichiBasis sche Waldinventur (ÖWI), die er zusammen mit dem Wildbiologen DI Gerald Muralt zusammengestellt hat.

ERGEBNISSE DER WALDINVENTUR Aufgrund der Aufnahme der Daten aus den 600 Probeflächen in Kärnten, die alle 5 Jahre stattfindet, ergeben die Hochrechnungen Trends, die eine Schadenssituation repräsentieren. Wie bereits mehrfach berichtet, hat die letzte Inventur einen weiteren Anstieg der Schäden, verursacht durch das Wild, in ganz Österreich ergeben. So werden in Kärnten ca. 2 Mio. Neuschälungen (4,2 Stk/ha) jährlich verzeichnet. Österreichweit liegen wir damit an fünfter Stelle. Ursachen werden einerseits von der Jägerschaft im Zusammenhang mit der Fütterung und den hohen Wildständen gesehen, aber auch in der Landwirtschaft mit Durchforstungsrückständen und freier Silolagerung. Auch wird die Politik ein-

bezogen, da To u r i s m u s , Freizeitnutzung in den Lebensder räumen Wildtiere und die Siedlungstätigkeit ihren Einfluss haben. Innerhalb der Jägerschaft Der LJM fand klare und werden wir die deutliche Worte zur Rotwildsituation. Ergebnisse evaluieren und Lösungsansätze ausarbeiten. Daher sind wir gefordert, durch Lokalisierung der Problemzonen und deren Betroffenen Maßnahmen zur Verringerung zu erarbeiten.Als Grundlage dient uns dabei die WÖRP-Zonierung, wo Kern-, Rand- und Freizonen für das Rotwild ersichtlich sind. Wobei die Kernzonen jene Bereiche darstellen, wo Rotwild noch weitgehend natürlich und ohne Schäden zu verursachen vorkommen kann.

DER LEBENSRAUM FÜR ROTWILD SCHWINDET Legt man nun über diese Zonierung die Bereiche von Zersiedelung, Verkehrsnetze, Schi- und Erholungszentren, so wird rasch deutlich, dass eben dieser Lebensraum für das Wild generell massiv eingeschränkt wird und in seiner Qualität für das Wild verloren geht. Das sich auch deutlich in der Karte der Schadenszentren zeigt. So vertreibt der Mensch das Wild, insbesondere das Rotwild aus Lebensräumen, wo es über Jahrhunderte, selbstverständlich und autochthon vorgekommen ist. Aus der Eigentümersicht sind durch die Schäden, verursacht durch Rotwild, mit 22,5 % auf Gemeindejagden und 6 % auf Eigenjagden verteilt. Dies ist insofern von hoher Bedeutung als bei Gemeindejagden auf fremdem Grund- und Boden gejagt wird und damit die Verantwortung wesentlich höher anzusehen ist, als bei Eigenjagden. Wenn man nun die Verteilung auf die betroffenen Jäger in

Betracht zieht, sind ca. 1/6 der Kärntner Jäger damit direkt betroffen. Angenommen wird, dass ein Wildstand beim Rotwild von ca. 30.000 Stück in Kärnten vorhanden ist, wobei die Forstbehörde diesen Bestand noch als höher ansieht. Davon müssen wir im Jahr ca. 10.000 entnehmen, um eine tatsächliche Reduktion durchzuführen. Daher fordert der LJM in seinen Ausführungen neuerlich ein, dass wir die 100-%-Grenze als Mindestabschuss zu erfüllen haben. Mit Möglichkeiten vom zusätzlichen Abschuss sind im Bedarfsfall Werkzeuge vorhanden, das Rotwild über den Plan hinaus zu bejagen.

WIE SIEHT ES IN TIROL AUS? In den weiteren Ausführungen zieht der LJM einen Vergleich mit Tirol, wo die Problematik mit den Rotwildständen durch das Auftreten der Tuberkulose noch verschärft wurde und eine Reduktion der Wildstände um min. 1/3 gefordert wird. Speziell durch die Seuchensituation sind damit in Tirol verschärfte Maßnahmen zur Anwendung gekommen, die wir in Kärnten zum Glück noch nicht vorgesehen haben und hoffentlich auch nicht brauchen. Sie zeigen uns aber, wohin die Reise gehen kann, wenn wir uns der Aufgabe nicht stellen. Denn niemand in unserem Land wird wohl mit Keulungsgattern eine Freude haben. In Kärnten haben wir momentan weitreichende Möglichkeiten um Rotwild zu bejagen und mit der Vorverlegung der Jagdzeiten auf 1.5. für Schmaltiere, Hirsche der Klasse III 1J und mit 1. 8. Hirsche der restlichen Klassen, ist eine zusätzliche Möglichkeit der Bejagung geschaffen worden. Die Empfehlungen des LJM richten sich auf die Nutzung alternativer Jagdmethoden, wie Intervalljagd, Bewegungsjagden, verstärkter Einsatz von Jungjägern, sodass bis Ende Juli bereits 40 % der Abschusserfüllung erzielt werden kann. Als zusätzliche Maßnahmen sind Grün-

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Das interessierte Publikum in beiden stark gefüllten Räumen beteiligte sich auch intensiv an der Diskussion.

vorlage, verpflichtender Kahlwildabschuss vor dem Hirschabschuss, Sperrbescheide und Einrichtung einer Eingreiftruppe denkbar. Nachtabschuss und klassenloser Abschuss ist hingegen kein Thema für uns. Was die Fütterung betrifft, so wissen wir, dass zum Überleben des Rotwildes diese nicht notwendig ist, aber durch Lenkung und zusätzliches Äsungsangebot die Wildschäden deutliche minimieren kann. 100 % wird man die Schäden durch die Fütterung nicht eindämmen können. Daher werden die Raufütterungsstandorte 2012 auf ihre Nützlichkeit hin evaluiert werden. Auch die 73 Saftfütterungsbescheide sind in kritischer Betrachtung und zusammen mit den Raufutterstandorten von den Hegeringleitern gewissenhaft zu kontrollieren. Denn nichts ist im Zusammenhang mit Schäden schädlicher als schlecht betreute Fütterungsstandorte.

KURZBERICHT ZU GAMS, REH UND SCHWARZWILD In der Folge führt der LJMStv. Josef Monz die aktuelle Situation der restlichen Schalenwildarten aus. Beim Gamswild ist man mit 35 % der Erfüllung des zweijährigen Abschussplans weit hinter den Planungen, wobei aber die fast 60-%Erfüllung bei den IIer Böcken ebenso auffällig ist, wie ein im Vergleich zu 2010 verstärkter Abschuss in der IIIer Klasse bei Bock und Geiß. Also ist hier immer noch die Erarbeitung einer vernünftigen Altersstruktur ein Thema. Ähnlich sieht die Situation beim Rehwild aus, wo ebenfalls die Erlegung in der IIer

und IIIer Klasse nahe an der gewünschten 50%-Marke liegen, während Geiß und Kitz wieder deutlich zurückliegen. Hier wird man sich heuer wieLJM Stv. Sepp Monz der mehr der analysierte eingehend Erfüllung spedie Abschusszahlen. ziell des weiblichen Wildes widmen müssen, um auch hier seitens der Wildschadenssituation den geforderten Beitrag zu leisten. Beim Schwarzwild ist der Abschuss mit rd. 240 Stk. deutlich hinter den Vorjahren. Hier wird jedoch davor gewarnt, dass dies ein Signal rückläufiger Wildstände sein kann. Vielmehr ist Vorsicht geboten, da die Eichelmast im letzten Jahr das Schwarzwild in den Einständen gehalten hat und sicherlich der Reproduktion dienlich war. Daher ist eher mit einer Zunahme der Bestände zu rechnen und verstärktes Augenmerk gefordert.

DIE RECHTLICHE BETRACHTUNG Aus rechtlicher Sicht hat die Geschäftsführerin Mag. BurgstallerGradenegger mit der Bleischrotverordnung begonnen. Die Verordnung selbst ist in der Dezemberausgabe des „Kärntner Jäger“ abgedruckt und kommentiert; das Verbot der Verwendung von Bleischrotmunition bei der Jagd auf Wasservögel gilt ab 1.7.2012. Erläutert wurden die grundlegenden Überlegungen des Gesetzgebers, wobei die Giftbelastung durch Blei für Mensch, Tier

und Umwelt im Mittelpunkt steht. Wenn man sich vor Augen führt, dass in Österreich durch jagdund sportliche Zwecke jährlich 400 Tonnen Die rechtlich versierte Geschäftsführerin lässt Bleischrot in die keine Frage offen. Umwelt ausgebracht werden, sind derartige Verordnungen verständlich. (Die ballistischen Überlegungen des Gesetzgebers wurden als Tischunterlage aufgelegt.) Die Neuerung im Zivildienstgesetz ermöglicht den Zivildienern mit Antrag an die Sicherheitsdirektion eine Ausnahme vom Verbot des Erwerbes und Besitzes genehmigungspflichtiger Waffen und vom Verbot des Führens von Schusswaffen zu erwirken. Diesem Thema war in weiterer Folge der rechtlichen Betrachtungen der Geschäftsführerin ein Block gewidmet. Auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft (unter Formulare) ist ein entsprechendes Antragsformular abgelegt, so dass Zivildienern auch der Zugang zur Jagdprüfung und somit zur Jagd ermöglicht wird. Ein weiteres immerwährend aktuelles Thema sind die Hochsitze und insbesondere deren Errichtung in freier Landschaft, wobei die Kärntner Bergwacht um dementsprechende neuerliche Aufklärung ersucht hat. Dieser Zeitung ist dazu ein eigenes Kapital gewidmet, sodass hier nur darauf verwiesen wird (siehe Seite 24). Bezüglich der Jagdhunde wurde darauf hingewiesen, dass mit 29.3.2013 der Jagdausübungsberechtigte (JAB) verpflichtet ist, einen brauchbaren Jagdhund, der nur durch eine jagdliche Leistungsprüfung als solcher bestätigt werden kann, zu halten bzw. nachzuweisen, dass ihm ein solcher jederzeit zur Verfügung steht (Bereichshundestationen). Reviere über 2000 ha haben derart geprüfte Jagdhunde selbst zu halten. Zur Klarstellung bezüglich der Nutzung des Zusätzlichen Abschusses wird nochmals betont, dass zwar die JAB nur mit Rük-


H E G E R I N G L E I T E R TA G U N G ksprache beim Hegeringleiter (HRL) darauf zugreifen dürfen (zur Verhinderung eines Überschießens), der HRL seinerseits aber keinerlei Einschränkungen treffen oder gar einen Zugriff verweigern darf, wenn der JAB seinen Abschussplan in der betreffenden Wildklasse bereits erfüllt hat. In der Rubrik „Quer durch den Gemüsegarten“ ging die Geschäftsführerin kurz auf die „Hundehaltungsverordnungen“ ein. Hier ist hervorzuheben, dass seit 1. Juli 2010 ausschließlich die Leinenpflicht besteht und die Verwendung eines Maulkorbes nicht ausreichend ist. Dies zur Klarstellung, weil manche Bezirksverwaltungsbehörden die Verordnungen auf Basis der „alten“ Gesetzeslage erlassen haben. Die Waldschnepfenbejagung ist nur noch zwischen 11.9. bis 19.2. möglich und daher möge von Anträgen auf eine Frühjahrsbejagung an die Landesregierung Abstand genommen werden, da diese nur Verfahrensaufwand verursachen und abschlägig behandelt werden müssten. Zum Abschluss gab es eine positive juristische Nachricht und zwar, dass ein rechtliches Kurzgutachten zu dem Schluss kommt, dass die von den Ländern getroffenen legistischen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Frühjahrsjagd auf Auer- und Birkhahnen den strengen Vorgaben der Vogelschutzrichtlinie entsprechen. Auch wenn damit die Diskussion um die Frühjahrsbejagung nicht vom Tisch ist, so ist das zumindest einmal eine, in unserem Sinn, positive Nachricht. Zum Abschluss gab es aber auch noch etwas Positives aus dem Mund der Juristin zu vermelden und zwar, dass die von den Ländern getroffenen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Frühjahresjagd auf Auer- und Birkhahnen den strengen Vorgaben der Vogelschutzrichtlinie entsprechen. Auch wenn damit die Diskussion um die Frühjahrbejagung nicht vom Tisch ist, so ist das zumindest ein, in unserem Sinn, positiver Beitrag. Für das Fachreferat konnten heuer Dr. Ursula Jessenitschnig und Dr. Melitta Krischan-Pogner gewonnen werden, die über Trichino-

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se, Tollwut und Tuberkulose ausführliche Referate gehalten haben. Da diese Themen sehr wesentlich sind und ausführlich behandelt werden sollten, wird hier auf den Trichinosebericht in dieser Ausgabe (Seite 23) verwiesen und darauf dass die beiden anderen Themen im nächsten Kärntner Jäger einen eigenen Platz bekommen.

DISKUSSION Auch in der anschließenden Diskussion war das Thema der „Topfvergabe“ Anlass für weitergehende Fragen. Daher noch zusätzliche Ergänzungen: Zugriff auf einen Topf hat nur jenes Revier, dass die entsprechende Wildart auch auf dem Abschussplan hat, ansonsten kann es diese Klasse ja auch nicht erfüllen um auf den Topf überhaupt zugreifen zu können. Im Topf kann beim Rotwild entweder als Klasse III (gesamt) oder in die Spießerklasse und III Klasse unterteilt freigegeben werden. Ist ersteres der Fall, so kann beides, unter Beachtung dass davon 45% Spießer sein sollen, erlegt werden. Dazu sei auch noch erwähnt, dass Sperren von Geweihträgern nur über einen Sperrbescheid des BJM im 2. Jahr der Abschussperiode möglich ist. Rechtlich wurde in der Diskussion auch noch die Frage erläutert, ob ein Fangschuss von Straßenfallwild im fremden Revier erlaubt ist. Laut Auskunft von Mag. BurgstallerGradenegger ist davon tunlichst abzuraten, auch wenn aus dem Publikum gegenteilige Erfahrungsund Meinungsberichte eingeworfen wurden. Hier steht das Bundestierschutzgesetz nicht über dem Landesjagdgesetz und besteht – bei aller Pflicht zur raschen Beseitigung von Tierleid – auch immer wieder die Gefahr des Vorwurfs eines Eingriffs in fremdes Jagdrecht (und verweist Mag. Burgstaller-Gradenegger auf einschlägige Erfahrungsfälle aus der Praxis, wobei es dabei insbesondere um Trophäenträger ging, welche sich im Nachhinein als gar nicht so schwer verletzt herausgestellt haben.) Die Geschäftsführerin verweist in diesem Zusammenhang auf eine zum einschlägigen Thema geplante Veranstaltung der BILDUNGSPLATTFORM.

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Informationen der Landesgeschäftsstelle

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In Kärnten dürfen bejagt werden: Folgendes Wild darf nur während der angeführten Zeiträume (Jagdzeiten) bejagt werden und ist außerhalb derselben zu schonen: Rotwild*: Hirsche der Klassen I, II und III (ausgenommen Hirsche der Klasse III-einjährig-Schmalspießer) vom 16. 8. bis 31. 12. Schmalspießer und nichtführende Tiere vom 1. 6. bis 31. 12. führende Tiere und Rotwildkälber vom 1. 7. bis 31. 12. Damwild: vom 1. 8. bis 31. 12. Gamswild*: vom 1. 8. bis 31. 12. Muffelwild*: vom 1. 7. bis 31. 12. Rehwild*: Böcke der Klasse III vom 1. 5. bis 31. 10. Böcke der Klasse I und II vom 1. 6. bis 31. 10. nichtführende Geißen, nichttragende Geißen vom 1. 5. bis 31. 12. führende Geißen und Kitze vom 1. 8. bis 31. 12. Schwarzwild: führende Bachen vom 1. 8. bis 31. 1. Murmeltiere*: vom 1. 8. bis 15. 10.

Bezirksgeschäftsstelle Hermagor – Wichtige Information: Das Gerichtsgebäude wird dienstags, donnerstags und freitags von einer Sicherheitsfirma überwacht. Am Montag und am Mittwoch bleibt das Gerichtsgebäude verschlossen, weshalb sich die Jägerinnen und Jäger an diesen beiden Tagen, um in die Bezirksgeschäftsstelle zu gelangen, mittels einer Gegensprechanlage anmelden müssen.

BEZIRKSGESCHÄFTSSTELLE IM GEBÄUDE DES BEZIRKSGERICHTES 10.-Oktober-Straße 6 9620 Hermagor Telefon: 04282 2370 Fax: 04282 25194 Bürozeiten: Montag bis Freitag: 8:00 bis 12:00 Uhr Sekretariat: Doris KREUTZER bjmher@aon.at

Feldhasen und Alpen- oder Schneehasen: vom 1. 10. bis 31. 12. Dachse: vom 1. 6. bis 31. 1. Edelmarder vom 1. 11. bis 28. 2. Steinmarder: vom 1.7. bis 31.3. Große Wiesel (Hermelin): vom 1. 11. bis 31. 1. Iltisse: vom 1.7. bis 31.3. Auerhahnen***: ganzjährig geschont Birkhahnen***: ganzjährig geschont Haselhahnen: vom 16. 9. bis 15. 11. Rebhühner: vom 1. 10. bis 31. 10. Fasanhahnen: vom 16. 10. bis 31. 12. Stock-, Krick-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Knäkenten: vom 1. 9. bis 31. 12. Grau-, Saat- und Kanadagänse: vom 1. 9. bis 31. 1. Blässhühner: 21.9. bis 10.3. Waldschnepfen*: 11.9. bis 19.2. Ringeltauben: vom 1. 9. bis 31. 1. Türkentauben: vom 21. 10. bis 20. 2. Aaskrähen**: vom 1. 7. bis 15. 3. Eichelhäher**: vom 1. 7. bis 15. 3. Elstern**: vom 1. 7. bis 15. 3. Kolkraben**: vom 1. 7. bis 31. 1. Folgendes Wild darf während des ganzen Jahres bejagt werden:

ACHTUNG! 2012 findet wieder eine

kärntenweite Auerund Birkwildzählung statt. Infos zu den genauen Zählterminen finden sie ab 15. März auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft oder erhalten sie ab diesem Termin in den jeweiligen Bezirksgeschäftsstellen.

Kauft bei unseren Inserenten!

Schwarzwild (Keiler, nichtführende Bachen, Überläufer, Frischlinge), Wildkaninchen, Waschbären, Füchse und Marderhunde. Folgendes Wild ist während des ganzen Jahres zu schonen: Steinwild, Bär, Wolf, kleines Wiesel, Fischotter, Luchs, Wildkatze, Biber, Auerhenne, Birkhenne, Haselhenne, Alpenschneehuhn, Steinhuhn, Fasanhenne, Wachtel, Wacholderdrossel (Krammetsvogel), Graureiher, Haubentaucher, Bekassine, Wildenten, ausgenommen Stock-, Krick-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiherund Knäkenten, Wildgänse, ausgenommen Grau-, Saat- und Kanadagänse, Hohltauben, Turteltauben, Taggreifvögel und Eulen. * nur im Rahmen des Abschussplanes ** Ausnahmen von den Schonvorschriften; VO tritt am 16.7.2013 außer Kraft *** Ausnahme nur im Rahmen der von der Landesregierung erlassenen Bescheide

Sonne und Mond Die Angaben beziehen sich auf den Raum Villach, N 46°40’, O 13°50’. Im Lavanttal sind Aufund Untergang um 3 Minuten früher, in Heiligenblut um 2 Minuten später. Gesetzliche Jagdzeit = +/– 1 Stunde. Bitte sich darüber hinaus in den aktuellen Tageszeitungen zu informieren.

5. 12. 19. 26. 4. 11. 18. 25. 1. 8. 15.

Sonnen- Sonnen- Mond aufgang untergang 2. 7.23 17.12 7. 2. 쐠 2. 7.12 17.22 14. 2. 쐡 2. 7.01 17.33 21. 2. 첆 2. 6.49 17.43 1. 3. 쐟 3. 6.36 17.53 8. 3. 쐠 3. 6.23 18.03 15. 3. 쐡 3. 6.09 18.13 22. 3. 첆 3. 6.56 19.23 30. 3. 쐟 4. 6.42 19.32 6. 4. 쐠 4. 6.28 19.42 13. 4. 쐡 4. 6.15 19.51 21. 4. 첆


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Disziplinarerkenntnisse Der Disziplinarbeschuldigte N. N. ist schuldig: Er hat im Jänner 2011 und in weiterer Folge in seiner Eigenschaft als Mitjagdausübungsberechtigter der Eigenjagd „X“ (gelegen unmittelbar oberhalb der Gemeinde „X“, südlich der „X“) also in einem Gebiet, in welchem Rotwild vorkommt, nachdem sich herausgestellt hat, dass die Einzäunung, der dort vorhandenen Rehwildfütterung nicht mehr rotwilddicht ist, es verabsäumt Schritte zu setzen, dass das Rotwild zur Fütterung kommt und auch in weiterer Folge dem Wild dort Kraftfutter vorgelegt ohne über einen diesbezüglichen Bescheid der Kärntner Landesregierung zu verfügen. Er hat hiedurch gröblich gegen jagdrechtliche Vorschriften (§ 61 Abs. 10 bzw. Abs. 6 K-JG) verstoßen und dadurch die Interessen der Kärntner Jägerschaft verletzt. Es wird über ihn hiefür die Disziplinarstrafe des strengen Verweises verhängt.

◆◆◆ Der Disziplinarbeschuldigte N. N. ist schuldig. Er hat als Jagdausübungsberechtigter der Gemeindejagd „X“ entgegen der Auflage des Fütterungsauftrages gemäß Bescheid vom 11.10.2007, der sich auf die Vorlage ausschließlich von Grassilage in der Zeit vom 1.1. bis 15.4. bezieht, dem Rotwild ab Ende März 2011 Maissilage und Maisbruch vorgelegt. Er hat hiedurch gröblich gegen jagdrechtliche Vorschriften (§ 61 Abs. 3 K-JG) verstoßen und damit die Interessen der Kärntner Jägerschaft gröblich verletzt. Es wird über ihn hiefür die Disziplinarstrafe des strengen Verweises verhängt. Dr. Wilhelm Eckhart Der Vorsitzende des Disziplinarrates

Fallenstellerkurs Aufgrund des großen Interesses organisiert die Kärntner Jägerschaft in Zusammenarbeit mit dem Fachausschuss für Raubwild im April 2012 wieder einen ganztägigen

Fallenstellerkurs IM JÄGERHOF SCHLOSS MAGEREGG.

➜ Wichtig!

Die Teilnehmer werden vormittags eingehend über die gesetzlichen Bestimmungen informiert, am Nachmittag werden die gebräuchlichsten Fallen im Wildpark praxisnahe gezeigt und erläutert.

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HR 208147 (GallizienSittersdorf) – Wahlausschreibung Der Hegeringleiter-Stv. des Hegeringes Gallizien-Sittersdorf (208147), ÖR Adolf Eisner, ist aus gesundheitlichen zurückgetreten. Das macht eine Neuwahl notwendig. Die Wahl findet in der Hegeringversammlung am Freitag, 24. Februar, um 19:00 Uhr, im GH Zenkl in Gallizien statt. Zu wählen sind der Hegeringleiter-Stellvertreter und ein Ersatzdelegierter zum Landesjägertag. Die wahlberechtigten Mitglieder des Hegeringes Gallizien-Sittersdorf werden gesondert rechtzeitig und schriftlich zu dieser außerordentlichen Hegeringsitzung eingeladen. Wahlvorschläge sind dem Hegeringleiter spätestens 8 Tage vor der Wahl zu übermitteln.

Die Bejagung der Kulturfolger Fuchs, Dachs, Marder, Iltis usw. mit der Falle ist in der heutigen Kulturlandschaft unerlässlich und bei richtigem Umgang auch tierschutzkonform und effektiv. Zudem kommt eine intensive Bejagung der Beutegreifer dem Niederwild und den Raufußhühnern zugute und gewinnt man bei der Fallenjagd wertvolle Bälge aus heimischen Revieren. Interessierte Jäger melden sich telefonisch oder schriftlich bei der Landesgeschäftsstelle der Kärntner Jägerschaft, Mag. Julia Puhr, Mageregger Straße 175, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Tel. 0 463/511469-26 oder per E-Mail: julia.puhr@kaerntner-jaegerschaft.at an. Anmeldeschluss ist der 31. März 2012.

Ausfüllen der Abschussmeldungen Aus gegebenem Anlass wird darauf aufmerksam gemacht, dass Jagdausübungsberechtigte den Abschuss nicht nur binnen einer Woche dem Hegeringleiter mittels Abschussmeldung bekannt zu geben haben, sondern dass die Abschussmeldung (Formular) VOLLSTÄNDIG und LESERLICH auszufüllen ist. Die Bezirksgeschäftsstellen stellen leider vermehrt fest, dass Abschussmeldungen mangelhaft ausgefüllt werden, was sowohl für die Mitarbeiterinnen in den Bezirken als auch die Hegeringleiter den Arbeitsaufwand ganz wesentlich erhöht. Daher die eingehende Bitte, die Abschussmeldungen sorgfältig auszufüllen und fristgerecht dem Hegeringleiter zu übermitteln!

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Termine ❘ Veranstaltungen ❘ Ankündigungen

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TERMINE

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WICHTIGE TERMINE 2012 ◆ WEIDWERK & FISCHWEID: 23. bis 25. März, Klagenfurt, Messegelände. Wildökologischer Informationstag am 24. März (siehe Einladung nächste Seite). ◆ Seminar Wildschäden: Donnerstag, 23 Februar, 16.30 Uhr, FAST Ossiach (siehe Einladung unten). ◆ Seminar Blattjagd: Freitag, 27. April, 19.30 Uhr, Jägerhof Mageregg, mit Klaus Weisskirchen (siehe Einladung unten). ◆ Landesjägertag: Samstag, 12. Mai, 9 Uhr, Wolfsberg

Bezirksversammlungen 2012 Die Teilnahme an der Bezirksversammlung ist für den Bezirksausschuss, die Delegierten und die Sachbearbeiter Pflicht. Darüber hinaus sind auch alle Mitglieder der Kärntner Jägerschaft zu den Bezirksversammlungen eingeladen. ◆ Klagenfurt: Samstag, 10. März, 9:00 Uhr, Jägerhof Schloss Mageregg ◆ Spittal/Drau: Samstag, 14. April, Uhr, Landwirtschaftliche 9:00 Fachschule, Litzlhof ◆ St. Veit/Glan: Samstag, 17. März,

14:00 Uhr, GH Landsmann, Straßburg ◆ Wolfsberg: Freitag, 13. April, 19:00 Uhr, Gasthof Gößnitzer, Granitztal-St. Paul i. L. ◆ Hermagor: Freitag, 2. März, 19:00 Uhr, Kultursaal, Dellach im Gailtal ◆ Villach: Samstag, 10. März, 14:00 Uhr, GH Alte Post, Feistritz/Gail ◆ Feldkirchen: Samstag, 21. April, 14:00 Uhr, GH Zedlacher, Patergassen

EINLADUNG Der Rehwildausschuss lädt zum

Blattjagdseminar ein. Am 27. April um 19:30 Uhr im Jägerhof Schloss Mageregg

EINLADUNG ZUM SEMINAR:

Wildschäden laut Österreichischer Waldinventuren – Wie reagiert die Jagd? Termin: 23. Februar 2012; von 9 bis 16:30 Uhr

PROGRAMM: ◆ Wildschäden in Kärnten – Daten, Fakten, Zahlen. DI Dr. Clemens Schadauer ◆ Wie reagiert die Kärntner Jägerschaft auf die Zunahme der Wildschäden? LJM DI Dr. Ferdinand Gorton ◆ Wildschäden aus der Sicht der Forstbetriebe. DI Günther Tragatschnig; ÖBF ◆ Wald und Wild ja – aber… Präs. ÖR Ing. Johann Mößler; LK ◆ Lösungsansätze von Wald-Wild-Konflikten. Prof. DI Alfred Fürst ◆ Jagdstrategien zur Abschussplanerfüllung. DI Thomas Huber; Wildbiologe ◆ Wann macht die Fütterung von Wildtieren Sinn? OVR Univ. Doz. Dr. Armin Deutz; Amtstierarzt Anmeldung: Tel: 04243/2245-0; www. fastossiach.at (Kurskalender) Ort: Forstliche Ausbildungsstätte Ossiach des BFW; Vortragssaal Seminarkosten: € 50,–, Mittagessen: € 12,–

Termine Jägerinnen-Stammtisch Mi, 29. Feber:

Wie zeitgemäß und brauchbar ist die Fallenjagd? Um 19 Uhr im Jägerhof Schloss Mageregg, Vortragender: Benno Kraut Mi, 25. April: Kugelschussseminar (Jagdkarte kann abgestempelt werden) Mi, 13. Juni: Jagdkulturelles Thema Mi, 19. September: Hochsitzbau Mi, 17. Oktober: Schrotschussseminar Sa, 1. Dezember: Traditioneller Weihnachtsbrunch

Klaus Weisskirchen, als erfahrener Lockjäger und Lockinstrumentenbauer wird in spannender Weise, aus der Fülle seiner Erfahrung die Lockjagd, und hier im Speziellen die Blattjagd vermitteln. Anmeldungen in der Landesgeschäftsstelle sind erbeten (begrenztes Platzangebot)!

Der Jagdbezirk Villach veranstaltet einen

JagdhornbläserSchnupperkurs Am Mittwoch, 2. Mai ab 18 Uhr in der Bezirksgeschäftsstelle Villach Anmeldungen in der Bezirksgeschäftsstelle bei Marion Raspotnig Dorfstraße 37, 9520 Sattendorf, Tel.: 0424829666, bjmvil@aon.at Auch interessierte Teilnehmer aus anderen Bezirken sind herzlich eingeladen!

KÄRNTNER JÄGERSCHAFT UND LANDESGESCHÄFTSSTELLE IMMER FÜR SIE DA!


TERMINE

Nr. 201/2012

Kärntner Jäger

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27. Wildökologischer Informationstag anlässlich der Fachmesse „Weidwerk & Fischweid“ mit „Passion Pferd“

Samstag, 24. März 2012, Beginn 10 Uhr, Klagenfurt, Messehalle 3, 1. Stock THEMA:

„ROTWILDREDUKTION UND WEIDGERECHTIGKEIT“

◆ Eröffnung und Begrüßung durch LJM DI Dr. Ferdinand Gorton MAG. GERALD MURALT, WILDBIOLOGE DER KÄRNTNER JÄGERSCHAFT Titel: Inhalt:

WÖRP Aktuell Spätestens seit Veröffentlichung der Ergebnisse der Österreichischen Waldinventur ist die Wald –Wild-Situation ein österreichweites Kernthema und wird von den verschiedensten Interessenvertretern an Konzepten zur Lösung der Wildschadensproblematik gearbeitet. Kärnten nimmt mit der im Jahre 2003 etablierten Wildökologischen Raumplanung, die aktuell evaluiert wird, eine Vorreiterrolle ein. Im Rahmen des Wildökologischen Infotages wird der aktuelle Stand der WÖRP-Evaluierung sowie die derzeitige Bejagungssituation des Rotwildes inkl. Schälschadenproblematik präsentiert.

UNIV.-PROF. DR. FRIEDRICH REIMOSER, FORSCHUNGSINSTITUT FÜR WILDTIERKUNDE UND ÖKOLOGIE, VETERINÄRMEDIZINISCHE UNIVERSITÄT WIEN Titel: Inhalt:

Rotwildreduktion & Weidgerechtigkeit Durch den steigenden Jagddruck und scheueres Wild wurde die Reduzierung hoher Rotwildbestände in vielen Regionen der Alpen sehr schwierig. Bei Einhaltung der jagdlichen Gepflogenheiten sind die Jäger teilweise an die Grenzen des Machbaren gelangt. Schusszeitverlängerungen und stärkere Bejagung auch in den Hochlagen haben meist keinen dauerhaften Erfolg gebracht. Welche Rolle spielt die „praktizierte Weidgerechtigkeit“ bei dieser Problematik? Stellt sie ein Hemmnis für die notwendigen jagdlichen Schritte dar? Wie können die Herausforderungen gemeistert werden?

DI PETER LEPKOWICZ, FORSTAMT DER STADT WIEN Titel: Inhalt:

Änderung der Rotwildbewirtschaftung anhand des Beispiels Nasswald Die Forstverwaltung Nasswald im Rax-/Schneeberggebiet ist eine Quellenschutzforstverwaltung der Stadt Wien. Eine angespannte Rotwildsituation in diesem Bereich hat die Forstverwaltung Nasswald veranlasst Änderungen in der Rotwildbewirtschaftung (Schalenwildbewirtschaftung) zu setzen. Hierbei wurde festgestellt, dass „schießen alleine“ nicht ausreicht, sondern auch veränderte Fütterungsbedingungen notwendig sind.

KURZREFERATE / KURZSTATEMENT: ◆ Dr. Jürgen Siegert, Ordensoberst des Ordens „Der Silberne Bruch“ – Orden zum Schutz von Wald, Wild und Flur und zur Förderung von weidgerechtem Jagen ◆ MR Dr. Helmut Racic, Arzt für Allgemeinmedizin in St. Veit/Glan, Großprior der Ballei Österreich des Internationalen St.-Hubertus-Ordens

Thema: Weidgerechtigkeit aus der Sicht des Internationalen St.-Hubertus-Ordens

◆ Diskussion zu den Referaten ◆ Ende der Tagung gegen 12.30 Uhr ◆ Ermäßigter Eintritt um € 3,00 zum Wildökologischen Informationstag und zum Besuch der Fachmesse „Weidwerk & Fischweid“ mit „Passion Pferd“ am 24. März von 9 bis 12 Uhr. ◆ Alle Jägerinnen und Jäger werden nochmals gesondert eingeladen und erhalten einen Kupon, der zum ermäßigten Eintritt berechtigt. ◆ Gebührenpflichtige Parkplätze am Vergnügungsparkgelände und St. Ruprechter Straße.

BESUCHEN SIE DEN INFOSTAND DER KÄRNTNER JÄGERSCHAFT IN DER HALLE 3, STAND D 14, WIR FREUEN UNS AUF IHREN BESUCH!


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Kärntner Jäger

Hegeringversammlungen hegeringversammlungen

S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

HEGERINGVERSAMMLUNGEN

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Einladung zu den Hegeringversammlungen und Hegeschauen 2012 Hiemit ergeht an alle Mitglieder der Kärntner Jägerschaft die Einladung zu den Hegeringversammlungen und Hegeschauen. Falls keine gesonderten Einladungen ergehen, gilt die Anzeige im „Kärntner Jäger“ als Einladung. Wir bitten daher alle Jägerinnen und Jäger, die Termine genau zu beachten und vorzumerken.

B EZI R K

Klagenfurt ◆ HR 204003 (Ebenthal) und HR 204006 (Grafenstein): Bewertung: Samstag, 25. Feber, 8 Uhr, Poggersdorf, GH Krassnig. Hegeschau: Sonntag, 26. Feber, 10 Uhr, Poggersdorf, GH Krassnig. ◆ HR 204007 (Ludmannsdorf): Bewertung: Samstag, 18. Feber, 10 Uhr, Köttmannsdorf, GH Puschnig. Hegeschau: Samstag, 18. Feber, 14 Uhr, Köttmannsdorf, GH Puschnig. ◆ HR 204011 (Feistritz i. R.), HR 204012 (Zell-Pfarre), HR 204013 (St. Margareten i. R.) und HR 204014 (Ferlach): Bewertung: Freitag, 24. Feber, 13 Uhr, Ferlach, Rathaus Ferlach. Hegeschau: Samstag, 25. Feber, 14 Uhr, Ferlach, Rathaus Ferlach.

B EZI R K

Villach ◆ Hegering 207018 (Arriach): Samstag, 18. Februar, 19.30 Uhr, Arriach, GH Bauerwirt; Bewertung: Donnerstag, 16. Februar, 19.30 Uhr; Hegeschau: Freitag, 17. Februar, 9 bis 20 Uhr, Arriach, GH Bauerwirt. ◆ Hegering 207019 (Treffen): Samstag, 25. Februar, 19 Uhr, Treffen, GH Kuchlerwirt (Treffnerhof); Bewertung: Donnerstag, 23. Februar, 19 Uhr; Hegeschau: Freitag, 24. Februar ab 16 Uhr, Treffen, GH Kuchlerwirt (Treffnerhof)(GH erst ab 16 Uhr geöffnet).

Die Berichte der Funktionäre und Sachbearbeiter sollten alle Jägerinnen und Jäger interessieren. Darüber hinaus ist für das Revier viel Interessantes und Wissenswertes zu erfahren. Auch ersuchen wir unsere Mitglieder, die Trophäen in sauberem Zustand mit einem Anhänger versehen vorzulegen.

◆ HR 207028, 029, 030 (Foscari-Paternion, Paternion-Weißenstein, Stockenboi): Sonntag, 26. Februar, 14 Uhr, Paternion, Götz Stadl; Bewertung: Samstag, 25. Februar, 8 Uhr; Hegeschau: Sonntag, 26. Februar ab 9 Uhr, Paternion, Götz Stadl. ◆ Hegeringe 207031, 032 (Villach WestMagistrat, Villach Nord/Ost/SüdMagistrat): Freitag, 24. Februar, 19 Uhr, Villach-Maria Gail, GH Moser; Bewertung: Freitag, 24. Februar, 9 bis 12 Uhr; Hegeschau: Freitag, 24. Februar von 12 bis 19 Uhr, VillachMaria Gail, GH Moser.

B EZI R K

Feldkirchen ◆ Hegering 96 (Gnesau), 97 (Himmelberg), 98 (Patergassen), 99 (Ebene Reichenau): Samstag, 25. Februar, 14 Uhr, Gnesau, Kultursaal; Bewertung: Freitag, 24. Februar, 9 Uhr; Trophäenanlieferung: Donnerstag, 23. Februar, 16 bis 19 Uhr; Hegeschau: Freitag, ab 16 Uhr und Samstag, 8 bis 14 Uhr.

B EZI R K

St. Veit/Glan METNITZ ◆ HR 205126 (Grades), HR 205127 (Metnitz), HR 205128 (Flattnitz), HR 205129 (Oberhof): Metnitz, Turnsaal der Hauptschule, Leiter: HRL Günther Auer. Trophäenanlieferung: Donnerstag, 16. Feber, 14 bis 19 Uhr. Bewertung: Freitag, 17. Feber ab 13 Uhr. Hegeschau: Samstag, 18. Feber, 14 Uhr

GÖRTSCHITZTAL ◆ HR 205112 (Hüttenberg, Lölling), HR 205113 (Wieting), HR 205114 (Klein St. Paul, Eberstein) und HR 205115 (Brückl): Gemeinschaftshaus Brückl, Leiter: HRL Mag. Peter Zottler. Trophäenanlieferung: Mittwoch, 22. Feber, 14 bis 18 Uhr. Bewertung: Donnerstag, 23. Feber ab 9 Uhr. Hegeschau: Samstag, 25. Feber, 14 Uhr

GURKTAL ◆ HR 205116 (Straßburg), HR 205117 (Weitensfeld Nord), HR 205118 (Glödnitz) HR 205119 (Deutsch Griffen), HR 205120 (Weitensfeld Süd) und HR 205121 (Gurk, Pisweg): GH Landsmann, Straßburg, Leiter: HRL Bruno Sabitzer. Trophäenanlieferung: Donnerstag, 1. März, 13 bis 20 Uhr. Bewertung: Freitag, 2. März ab 9 Uhr. Hegeschau: Samstag, 3. März, 14 Uhr

WILDREGION GLANTAL ◆ HR 205106 (Sörg, Liebenfels), HR 205107 (Hörzendorf, Hardegg), HR 205108 (St. Georgen a. L.), HR 205109 (St. Veit/Glan, Frauenstein) und HR 205110 (Frauenstein, Wimitz): Kultursaal Kraig, Leiter: HRL Walter Klimbacher. Trophäenanlieferung: Freitag, 9. März, 13 bis 16 Uhr. Bewertung: Samstag, 10. März ab 8 Uhr. Hegeschau: Samstag, 10. März, 14 Uhr

Redaktionsschluss FÜR DIE NÄCHSTE AUSGABE IST DER 1. MÄRZ 2012. NÄCHSTER ERSCHEINUNGSTERMIN ANFANG APRIL 2012


JAGDMESSE

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„Weidwerk & Fischweid“ erweitert mit „Passion Pferd“ Vom 23. bis 25. März 2012 findet am Messegelände Klagenfurt erstmals das neue Messebündel „WEIDWERK & FISCHWEID“ und „PASSION PFERD“ statt. Jäger, Fischer und Reiter erwartet neben den rund 220 Ausstellern ein breites Sonderschau- und Rahmenprogramm. Absolute Highlights sind die Sonderpräsentation „Lappland Spezial“ sowie die noch nie da gewesene Galashow „Jagd Passion Pferd“. Bisher wurden sie getrennt voneinander veranstaltet. Die Rede ist von den beiden Fachmessen „WEIDWERK & FISCHWEID“ sowie der „PFERDEMESSE ALPENADRIA“. Künftig will man die Synergien dieser beiden Messethemen besser nutzen und parallel veranstalten. Messe-Geschäftsführer Ing. Erich Hallegger: „Die Liebe zur Natur verbindet eben nicht nur Jäger und Fischer sondern auch die Reiter“. Erwartet werden beim neuen Messebündel rund 220 ausstellende Firmen sowie über 20.000 Besucher.

ALLES FÜR DEN MODERNEN JÄGER Das Ausstellungsangebot soll so lückenlos wie möglich sein: Von Jagdwaffen & Optischen Geräten über Jagdbekleidung & Jagdreisen bis hin zu Tierpräparaten & Reviereinrichtungen reicht das geplante Themenspektrum für den Jäger. Dazu kommen noch Demonstrationen von Jagdgebrauchshunden und Greifvögel. Programmlicher Höhepunkt ist – wie auch bei den vorangegangenen Jagdmessen – der „Wildökologische Informationstag“ der Kärntner Jägerschaft am Samstag, dem 24. März 2012 zum Thema „Rotwildreduktion und Weidgerechtigkeit“. ◆ Erstmals mit eigenem Jägerinnen-Stand Neben den Institutionen „Kärntner Jägerschaft“, „Kärntner Jagdaufseher- und Berufsjägerverband gibt es heuer auch erstmals einen eigenen Stand für die Kärntner Jä-

gerinnen. Unterstützt wird dieser neue Treffpunkt vom Magazin „Jägerin“. Apropos Jägerinnen: Ihnen ist auch der erste Messetag gewidmet: neben ermäßigtem Eintritt gibt es gerade für SIE jede Menge attraktive Veranstaltungen und Aktionen. ◆ Sonderschau „Lappland Spezial“ Das Lappland gehört zu den Regionen, wo man die ursprüngliche Natur, Wildnis und das Leben noch in Ruhe genießen kann. Und dieser Region ist auch im Rahmen der WEIDWERK & FISCHWEID eine eigene Sonderschau gewidmet. Bei „Lappland Spezial“ zeigen die KÄRNTNER MESSEN in Kooperation mit dem bekannten Tierpräparator Walter Klimbacher aus St. Veit/Glan die vielfältigen Wildarten sowie die Natureindrücke dieser Nordländer. ◆ Hirschrufmeisterschaft im Festrevier Natürlich darf das gesellschaftliche Miteinander für Jäger und Fischer auf einer Messe nicht fehlen. Das Festrevier bietet neben viel Musik und Unterhaltung am Sonntag auch den „Internationalen Hirschruf-Mannschaftswettbewerb“.

PETRI HEIL BEI DER FISCHWEID Auch das Angebot für den Petrijünger kann sich wieder sehen lassen: Neben Angelgeräten & Fischereibekleidung erwartet den Fischer auch Fischfuttermittel, Fischereiliteratur und Infos zur richtigen Fischzucht. Zu den Programmhighlights zählt neben einem Fotowettbewerb auch das Fischereiforum mit aktuellen Vorträgen. Als Partner für den Bereich Fischerei konnte wieder die Kärntner Landes-Fischereivereinigung gewonnen werden.

NEU: FACHMESSE „PASSION PFERD“ Aus der bisherigen „PFERDEMESSE ALPEN-ADRIA“ wird nun

die „PASSION PFERD“, eine junge und ambitionierte Messe für Reiter und Pferdeliebhaber. In zwei Messehallen erwartet die Besucher eine Mischung aus Ausstellung, Show und Demonstrationen. Die rund 60 teilnehmenden Firmen aus dem Inund Ausland zeigen alles von Reiterbedarf & Futtermittel, über Pferdetransporter & Kutschen bis hin zu Stall- und Reitbahnbau. ◆ Gala-Showprogramm „Jagd Passion Pferd“ Ein noch nie da gewesenes GalaShowprogramm bietet die PferdeShowarena am 23. und 24. März 2012 ab jeweils 19.00 Uhr. Das Programm erzählt die Geschichte der Jagd zu Pferd in unterschiedlichen Epochen bis in die Gegenwart. Eindrucksvolle Szenen veranschaulichen die mystische Verbindung zwischen Reiter und Pferd. Die Vielfalt der Jagdkulturen bis in die Gegenwart wird in ästhetischen Bildern erzählt. Stimmungsvolles Ambiente, Reitdarbietungen auf höchstem Niveau, prächtige Kostüme und tänzerische Höhepunkte lassen dieses Galashowprogramm zu einem einzigartigen Erlebnis werden. Eintrittskarten sind ab sofort unter www.oeticket.at erhältlich.

OFF-ROAD: SICHER DURCH UNWEGSAMES GELÄNDE Auch das Off-Road-Ausstellungssegment profitiert dieses Jahr von der Synergie der beiden Messen. Ob 4x4 Fahrzeuge, ATVs, Quads oder Skidoos, die Auswahl ist so groß wie noch nie. Und außerdem ist dieser Bereich heuer erstmals mitten in der Jagdhalle integriert.

INFORMATIONEN: Weitere Informationen zur WEIDWERK & FISCHWEID und PASSION PFERD gibt es entweder im Internet unter www.kaerntnermessen.at, www.facebook.com/ kaerntnermessen oder telefonisch unter 0463/56800-0.

BESUCHERSERVICE ◆ Termin: 23. bis 25. März 2012

◆ Öffnungszeiten: 9.00 bis 18.00 Uhr

◆ Eintritt: Erwachsene € 7,–, Jugendliche von 17-19 Jahre € 3,–, Kinder/ Jugendliche bis 16 Jahre € 2,–

◆ Freitag, 23. März 2012 – FREIER EINTRITT für alle Damen


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WISSEN

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Prüfen Sie Ihr jagdliches Wissen! Als umweltbewusste Jäger ist uns die Bleischrotverordnung wichtig und tritt im Juli d. J. in Kraft. Ein guter Zeitpunkt, sich im Rahmen der nun kommenden Hegeringschießen genauer damit zu befassen und ein paar Serien auf Kipphase und Taube zu versuchen. Doch was ist zu beachten und was sollten wir wissen? Landesschießreferent Mag. Heimo Wollte hat dazu ein paar

Fragen zusammengestellt. 1. Woran erkennt man, dass eine Flinte für die Verwendung von Weicheisenschroten (steel shot) geeignet ist? 2. Welche Gefahren ergeben sich bei der jagdlichen Verwendung von Weicheisenschroten? 3. Haben Weicheisenschrote auch Vorteile gegenüber den Bleischroten – außer bei der Umweltverträglichkeit?

4. Behalten Bleischrote ihre ursprüngliche Form, wenn sie auf den Wildkörper auftreffen oder verändern sie sich? Wenn ja, wie verändern sie sich? 5. Bei der Verwendung von Stahlschroten ist welcher Teil der Flinte ganz besonders belastet?

Die Antworten finden Sie auf Seite 34!

Seltenes Waidmannsheil! Ein sehr seltenes Jagdglück hatte der Jagdaufseher und passionierte Fuchsjäger Bernhard Markolin in der Nacht des 9. Jänner am Christofberg, Jagdgebiet Brückl 1-Landschaden. Er konnte beim nächtlichen Fuchsansitz um 23 Uhr einen starken, schwarzen Fuchsrüden erlegen. Da er ihn in der Nacht nicht als Kohlfuchs erkennen konnte, war die Überraschung beim „Aufklauben“ umso größer. Ein kräftiges Weidmannsheil dem glücklichen Schützen! Gerald Eberl


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59. Tagung der AGJSO:

Die Klimaerwärmung und deren Auswirkung auf die alpine Fauna und Flora … war das Thema der 59. Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Südostalpenländer (AGJSO), die am 21. und 22. Oktober 2011 in Feltre bei Belluno, Italien, stattfand. Der AGJSO gehören die Jagdverbände Steirische Landesjägerschaft, Tiroler Jägerverband, Kärntner Jägerschaft, Lovska zveza slovenije, Südtiroler Jagdverband, Federazione Italiana della caccia (FIDC), Assoziazione cacciatori della Provincia di Trento und U. N. C. Z. A. (Unione nazionale cacciatori Zona Alpi) an. Die AGJSO vertritt 130.000 Jäger im südlichen Alpenbogen und ist ein wichtiges Sprachrohr internationaler Zusammenarbeit. Am Vorabend der Tagung gab es für die Teilnehmer im Wappensaal der Stadt Feltre einen Empfang, bei dem der Bürgermeister, Behördenvertreter und Jägerschaftsfunktionäre Grußworte sprachen. Sie hoben das hohe internationale Ansehen der AGJSO hervor, würdigten die Tätigkeit der Jäger für die Natur, auf die immer mehr neue Aufgaben und Herausforderungen zukommen. Trommler, Trachtenträger und Falkner gaben dem Empfang ein festlich jagdliches Gepräge. Im Anschluss lud der Gastgeber zu einem Abendessen ein, wo Grußbotschaften ausgetauscht und verdiente Funktionäre der AGJSO ausgezeichnet wurden. Für die Tagungsteilnehmer sprach Kärntens LJM DI Dr. Gor-

ton Dankesworte, regte einen Generationswechsel an und wünschte sich, dass künftig mehr jüngere Funktionäre seitens der Mitgliedsverbände an der Tagung teilnehmen. Abschließend teilte DI Dr. Gorton noch mit, dass die 60. Tagung der AGJSO 2012 in Kärnten stattfindet und von der Kärntner Jägerschaft organisiert wird. Am nächsten Tag eröffneten der Präsident der AGJSO, DI Golija, und der Präsident des Belluner Jagdverbandes, De Menech, die 59. Tagung. Im Anschluss hielten Prof. Cesare Lasen (Italien), Univ.-Doz. Dr. Deutz (Österreich), Dr. Giorgio Carmignola und Dr. Alessandro Prognoli (Italien) sehr interessante Referate zum Tagungsthema. Aufgrund mehrerer Untersuchungen und Forschungsergebnisse hat der Klimawandel sichtbar Fauna und Flora schon verändert und dieser Prozess wird sich weiter fortsetzen. Dem Rechnung tragend sind von der jagdlichen Wissenschaft und Praxis neue Strategien zu entwickeln. Mit einer Hubertusmesse in der Basilika von Feltre und einem anschließenden gemeinsamen Mittag-

essen endete die 59. Tagung der AGJSO. Für die Kärntner Jägerschaft nahmen LJM DI Dr. Gorton, LJMStv. Dr. Brunner und Ofö. Kulterer daran teil. Die Vertreter der Jagdverbände der AGJSO verabschiedeten folgende

SCHLUSSERKLÄRUNG: Die Klimaerwärmung ist eine weltweite Realität. Sie führt im Alpenraum zu unübersehbaren Veränderungen: ◆ Die Waldgrenze steigt an, Almflächen wachsen zu, die Lebensraumvielfalt im oberen Waldgrenzbereich nimmt ab, wertvolle Äsungspflanzen für Wildtiere gehen zurück. ◆ Es kommt zur Einwanderung unerwünschter Pflanzenarten im alpinen Raum. ◆ Besonders kälteangepasste Wildtiere verlieren mehr und mehr geeignete Lebensräume. ◆ Wärmeliebende Krankheitserreger nehmen zu und führen zu bislang im Alpenraum nicht vorhandenen Wildkrankheiten und Wildseuchen. Mit der Klimaerwärmung kommt es auch immer häufiger zu extremen Wetterbedingungen. Wetterereignisse treten zusammengedrängt auf, im Sommer kommt es häufiger zu starken Gewittern, gleichzeitig nehmen die Trockenperioden in der warmen Jahreszeit zu,

Sonderausstellung „Alpenkönig Steinbock“ Sond Ausgerottet – Zurückgekehrt! 16. April – 23. September 2012 täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr · im BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter www.bios-hohetauern.at oder auf www.kaerntner-jaegerschaft.at Eine Gemeinschaftsproduktion des Zoologischen Museums der Universität Zürich und des Bündner Naturmuseums Bildnachweis: Nationalpark Stilfser Joch

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Berichte

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und auch im Winter werden extreme Wettersituationen häufiger. Das alles gefährdet das bisherige ökologische Gleichgewicht und das Ökosystem. Der menschliche Einfluss auf die alpinen Lebensräume ist in den einzelnen Ländern und Gebieten recht unterschiedlich. Die traditionelle landwirtschaftliche Nutzung der Weiden, Almen und der Wälder führt zu günstigen Voraussetzungen für viele Wildtiere, weil die Lebensräume dadurch vielgestaltiger werden. Auf der anderen Seite bewirkt die Auflassung der Berglandwirtschaft oder deren Intensivierung negative Folgen für viele Wildtierarten. Alle Referenten kamen zum selben Ergebnis, dass sich mit der Klimaerwärmung die Lebensraumsituation für Pflanzen und Tiere fort-

schreitend verändere. Die Referenten forderten ein Zusammenwirken aller Fachkreise, um die besprochenen Phänomene aufmerksam zu verfolgen und die einzelnen Forschungsergebnisse auszutauschen. Auch der Jägerschaft kommt dabei eine wichtige Rolle zu, da sie die Veränderungen im Wildtierbereich ständig vor Augen hat und die Fachwelt darüber zu informieren angehalten ist. Für die in der AGJSO zusammengeschlossenen Jagdverbände ist es ein Anliegen, die jagdliche Nutzung der Wildtierbestände angemessen nachhaltig und bestandesverträglich zu gestalten. Schon aus diesem Grund ist ein umsichtiger und nachhaltiger Umgang mit den jagdbaren Wildtieren unerlässlich. Es wird notwendig sein, die Entwicklung besonders sensibler Arten,

wie etwa der Schneehühner, im Auge zu behalten und die jagdliche Nutzung dieser Arten auf die Bestandsentwicklung abzustimmen. Bei den alpinen Schalenwildbeständen hingegen ist auf das Auftauchen neuer Wildkrankheiten zu achten, und die Jagd im Sinne der Gesunderhaltung der Bestände vorsichtig zu planen und auszurichten. Es ist auch zu überprüfen, inwieweit die natürliche Anpassung der Wildtiere an die sich ändernden Umweltbedingungen wirksam wird. Nach wie vor muss sich die Jägerschaft weiterbilden und vor allem die einschlägigen wissenschaftlichen Erkenntnisse im Auge behalten. Nur so kann die Jägerschaft ihrer Rolle als aufmerksamer Schützer und Nutzer eines Naturgutes gerecht werden. Walter Kulterer.

Projekt „Berg-Mensch-Wildtier“ In den Karnischen und Gailtaler Alpen kommt es aufgrund der vielfältigen Landnutzungen zu negativen Auswirkungen für verschiedene Wildarten. Zunehmende touristische Nutzungen wie Wandern, Mountainbiken, Tourengehen mit Schi oder Schneeschuhen beeinträchtigen die Lebensraumnutzung für die einzelnen Tierarten. Besonders betroffen davon sind die störungsempfindlichen Schalenwildarten Rot- und Gamswild und die Raufußhühner. Um das Störungspotenzial für die betroffenen Tierarten zu verringern und den Lebensraum zu verbessern, werden zeitliche und räumliche Regelungen und Lenkungsmaßnahmen für die touristischen Nutzungen angestrebt. Durch die aktive Einbindung aller Nutzergruppen sollen von allen akzeptierte Maßnahmen gefunden und umgesetzt werden. Hinsichtlich der Nutzergruppen und Betroffenen kann es sich dabei sowohl um Einzelpersonen, als auch um Institutionen handeln (z.B. Landwirtschaft, Forst, Jagd, Tourismus und die jeweiligen dazugehörigen Institutionen, sowie OEAV, Naturfreunde usw.).

PROJEKTGEBIET Das Projektgebiet umfasst die

Bergregionen der Gailtaler und Karnischen Alpen innerhalb der Gemeinden Lesachtal und Kötschach-Mauthen, Gesamtgemeindegröße ca. 35 000 ha. Als Berggebiete sind rund 28 000 ha zu bezeichnen und diese Region im Bezirk Hermagor zählt zu den am häufigsten aufgesuchten Gebieten für Freizeit/Outdooraktivitäten. Die Initiative für dieses Projekt ging von der KJ-Bezirksgruppe Hermagor aus und wurde den Bürgermeistern des Bezirkes im Zuge einer Sitzung des Gemeindeverbandes Karnische Region präsentiert und von diesen auch gutgeheißen. Träger dieses Projektes ist die Kärntner Jägerschaft in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Naturschutz/Amt der Kärntner Landesregierung, mit der Umsetzung beauftragt wurde der Wildbiologe DI Thomas Huber vom „Büro am Berg“.

ZIELE Die Ziele des Projektes sind die Ökologische Nachhaltigkeit mit der Erhaltung der Vielfalt der Wildtierpopulationen (die Zielwildarten sind Raufußhühner, das Steinhuhn und Rot- und Gamswild) und die Verbesserung der Lebensraumsitu-

ation für die Zielwildarten durch räumliche und zeitliche Regelungen für touristische Nutzungen. Ein weiteres Ziel ist die Ökonomische Nachhaltigkeit der Verringerung der negativen Auswirkungen von Schalenwild auf die Waldvegetation (Beruhigung der für das Rotwild wichtigen Überwinterungsgebiete) und die Verringerung der Kosten für die Erhaltung der touristischen Infrastruktur für die betroffenen Gemeinden und alpinen Vereine als Wegerhalter. Daher soll es auch keine parallel geführten Wanderwege mehr geben. Als drittes Ziel wird die Soziokulturelle Nachhaltigkeit angestrebt, d. h. die Lösung von Konflikten zwischen den Nutzergruppen unter weitgehender Wahrung ihrer Interessen und Verbesserung der Kommunikation zwischen den einzelnen Interessengruppen, sowie die Wissensvermittlung über Wildtierarten und deren Lebensräume und die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Folgewirkungen von touristischen Nutzungen für die einzelnen Tierarten.

AKZEPTANZ Durch mehr Wissen über gefährdete und störungsempfindliche Arten steigt das Verständnis der Be-


BERICHTE

Schneeschuhwanderer im Hahnen- und Gamsrevier

völkerung in der Region und damit auch die Akzeptanz für Regelungen, Lenkungsmaßnahmen, Verhaltensempfehlungen und Richtlinien. Das Projekt hat Pilotcharakter, sodass mit der angewandten Methode weitere sensible Kärntner Regionen bearbeitet werden können. Die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Problematik erfolgt mit Beginn des Projektes und auch danach durch Infotafeln und

Foto: Monika Pfeifer

die Weitergabe von Informationen durch Berg-/Wanderführer, sowie durch Broschüren, Medien, Internet usw. Durch die zunehmende Akzeptanz der Lenkungsmaßnahmen für touristische Aktivitäten bei den Gästen und Besuchern bleibt die Lebensraumsituation für die Zielwildarten auf einem verbesserten Niveau. Ing. Carl Gressel, Bezirksjägermeister

Trichinenuntersuchung bei Wild Da sich der Mensch beim Genuss von Fleisch, welches Trichinen enthält, infizieren kann, was im schlimmsten Fall für den Betroffenen tödlich ausgehen kann, wird in Erinnerung gerufen: Wildbret, das Träger von Trichinen sein kann, ist vor der Abgabe bei der Direktvermarktung (Lebensmittel-Direktvermarktungsverordnung) auf Trichinen zu untersuchen. Die wichtigsten Trichinenträger können sein: Schwarzwild, Dachse, Biber und andere. Das bedeutet: der Jagdausübungsberechtigte hat dafür Sorge zu tragen, dass nur auf Trichinen untersuchtes Fleisch, dessen Untersuchungsergebnis TRICHINENFREI lautet, vermarktet werden darf. Für die Untersuchung sind gemäß VO(EG) 2075/2005 idgF folgende Proben einzusenden: Aus dem Zwerchfellpfeiler eine Muskelprobe von mindestens 10 g (= Kastaniengroß) Wenn weniger als 10 g Zwerch-

Zwerchfellpfeiler

fellpfeilermuskulatur vorhanden ist, ist die fehlende Menge auf 10 g mittels Unterarmmuskulatur oder Zungenmuskulatur auf 10 g aufzufüllen. Dr. Ursula Jessenitschnig Amt der Kärntner Landesregierung Landesveterinärdirektion

Die Proben sind zu senden an: Landesanstalt für veterinärmedizinische Untersuchungen Kirchengasse 43 9020 Klagenfurt a. W. Telefon 050536 -57002


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Hochsitze in freier Landschaft Als Landesleiter der Kärntner Bergwacht werde ich immer wieder mit Sachverhalten konfrontiert, die gegen die Bestimmungen des Kärntner Naturschutzgesetzes verstoßen. Oftmals sind dies Themen, die sowohl die Interessen der Jagd als auch jene des Naturschutzes berühren. Meine Absicht ist es jedoch nicht, einen Konflikt zwischen Jägern und der Bergwacht herbeizuführen, sondern aufklärend und gleichzeitig mit dem Ersuchen um Verständnis an Euch heranzutreten, um gemeinsam Lösungsansätze für ein gesetzeskonformes und zukunftsorientiertes Vorgehen zu finden. In letzter Zeit häufen sich Meldungen von Bürgern über Hochsitze oder Hochstände, die augenscheinlich nicht gesetzeskonform errichtet wurden.

Dieser Hochsitz steht in keinem Verbund mit zumindest zwei Bäumen und ist damit bewilligungspflichtig!

Hochsitze und Hochstände unterliegen einerseits den Bestimmungen des Kärntner Jagdgesetzes 2000 K-JG, andererseits aber auch jenen des Kärntner Naturschutzgesetzes K-NSG 2002. Es sind daher beim Errichten dieser Jagdeinrichtungen beide Gesetzesbestimmungen zu beachten.

Gem. § 63 K-JG ist dem Jagdausübungsberechtigten die Errichtung von Anlagen u.a. Hochständen und Hochsitzen mit Zustimmung des Grundeigentümers gestattet. Die Zustimmung ist nicht erforderlich, wenn die Bezirksverwaltungsbehörde auf Antrag des Jagdausübungsberechtigten feststellt, dass dem Grundeigentümer die Duldung zugemutet werden kann. Diesem steht jedoch eine angemessene Entschädigung zu. Die Beschaffenheit dieser Jagdeinrichtungen ist in § 68 K-JG geregelt. Es ist daher verboten, Hochstände oder Hochsitze zu errichten und zu verwenden, die nicht wenigstens an einer Seite mindestens zur Hälfte offen sind oder eine Bodenfläche von mehr als 2 m² haben, wobei bei rechteckigen Formen die Längsseite 1,60 m nicht überschreiten darf und beheizbar sind. Auch ist es verboten, andere als natürliche, der Umgebung angepasste, Baustoffe zu verwenden. Sonstige Voraussetzungen gibt es nicht. Verstöße gegen dieses Verbot sind mit Strafen bis zu € 1.450,–, bei Vorliegen erschwerender Umstände bis zu € 2.180,– zu ahnden. Eine behördliche Bewilligungspflicht besteht daher nicht! Nach den Bestimmungen des KNSG ist die freie Landschaft geschützt. Das ist der Bereich außerhalb von geschlossenen Siedlungen und der zum Siedlungsbereich gehörigen besonders gestalteten Flächen wie Vorgärten, Haus- und Obstgärten. Daher bedarf die Errichtung von Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen auf Grundflächen, die im Flächenwidmungsplan als Grünland ausgewiesen sind, einer Bewilligung der Bezirksverwaltungsbehörde. Eine naturschutzrechtliche Bewilligungspflicht ist daher gegeben! Es besteht jedoch eine Ausnahme von der Bewilligungspflicht: Eine Bewilligung ist nicht erforderlich, wenn Hochsitze und Hochstände der Beschaffenheit des K-JG wie oben beschrieben entsprechen, sofern sie im Wald, am Waldrand oder im Verband mit Baumgruppen

errichtet werden. Diese Jagdeinrichtungen gelten als „bauliche Anlagen“ im Sinne des K-NSG, weil zu ihrer Herstellung ein gewisses Maß an bautechnischen Kenntnissen erforderlich ist, die mit dem Boden in eine gewisse Verbindung gebracht werden und wegen ihrer Beschaffenheit geeignet sind, öffentliche Interessen (z.B. das Landschaftsbild) zu berühren. Wer gegen die Bestimmungen des K-NSG verstößt, ist mit Strafen bis zu € 3.630,– bei erschwerenden Umständen oder im Wiederholungsfall mit bis zu € 7.260,– zu bestrafen. Der Unterschied zwischen dem K-JG und dem K-NSG liegt somit darin, dass nach jagdrechtlichen Vorschriften eine Bewilligungspflicht überhaupt nicht, nach den naturschutzrechtlichen Bestimmungen jedoch grundsätzlich gegeben ist, außer diese Jagdeinrichtungen entsprechen der erlaubten Beschaffenheit nach jagdrechtlichen Normen und sind zusätzlich besonders situiert (im Wald, am Waldrand oder im Verband mit Baumgruppen). Gerade Letzteres bleibt immer wieder besonders bei nur schwer bejagbaren Gebieten wie weiten Feldern, Äckern udgl. unbeachtet und ist Grund für Meldungen bei der Kärntner Bergwacht. Um einer Verwaltungsstrafe zu entgehen müssen jedoch beide Gesetze eingehalten werden. Ist die Definition als Wald oder Waldrand relativ klar, so gibt es oftmals Unklarheiten über die Bestimmungen einer Baumgruppe. Eine Baumgruppe ist eine Ansammlung von mindestens zwei Bäumen. Das heißt, dass Hochsitze und Hochstände immer im Bereich von zwei Bäumen errichtet werden müssen, um als „im Verband von Baumgruppen“ nach dem K-NSG errichtet zu gelten. Der Kärntner Bergwacht ist völlig bewusst, dass die Jagd zur Erhaltung eines gesunden Wild- aber auch Waldbestands notwendig ist.


BERICHTE

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Auch ist es klar, dass es unterschiedliche Interessen in der Jagdausübung und im Naturschutz gibt. Ebenfalls ist es auch der Bergwacht klar, dass die Jägerinnen und Jäger einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Natur in Kärnten leisten. Das ist auch die Aufgabe von uns Bergwächtern. Umso mehr gilt es, unsere gemeinsamen Interessen im Sinne einer intakten Natur- und Umwelt samt der dazugehörigen

Fauna und Flora zu vertreten. Sinn dieses Artikels ist es daher nicht, Unterschiede zu suchen und diese zu forcieren, sondern mit gegenseitigem Verständnis an guten Lösungen zu arbeiten und Schulter an Schulter Probleme zu meistern. Ist es nicht unser gemeinsamer Auftrag, die Natur in ihrer Vielfältigkeit für unsere Nachkommen intakt zu erhalten, damit auch diese Generationen noch Kraft aus ihr schöpfen können?

Kärntner Jäger

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In diesem Sinne bedanke ich mich für die Möglichkeit, in Form dieses Artikels zu Euch Jägerinnen und Jägern sprechen zu dürfen. Der Konsens ist mir wichtig, für unsere gemeinsamen Interessen, für unsere Natur! Mag. Johannes Leitner, MBA Landesleiter Kärntner Bergwacht Südbahngürtel 16, 9020 Klagenfurt, Tel. 0463 36220 0

50 Jahre Jagdgesellschaft Schiefling Am 17. Oktober vergangenen Jahres feierte die rührige Jagdgesellschaft Schiefling in würdiger Weise das 50-Jahr-Jubiläum. Vor der Pfarrkirche begrüßte Obmann Karl Kramer die vielen Gäste und Jäger, Vertreter der örtlichen Vereine und Freunde der Jagd. Einen besonders herzlichen Gruß entbot der Bgm. Valentin Happe, Ortspfarrer Dr. Lucijan Ferencie und BJM ÖR Dietmar Egger. Danach hielt Gründungsmitglied Sylvester Gabalier einen beeindruckenden Rückblick über 50 Jahre Jagdgesellschaft Schiefling. Nach dem Einzug in die Pfarrkirche zelebrierte Pfarrer Dr. Ferencie einen Dankgottesdienst und hielt eine dem Anlass gemäß zu Herzen gehende Predigt. Der Gottesdienst wurde vom Wörthersee-Oktett, MGV Liederkranz Schiefling, dem Quartett Demonda, der Musikschule Schiefling, dem Kirchenchor, der Familienmusik Lerchbaumer und den Jagdhornbläsergruppen Bärental und Bad Bleiberg musikalisch umrahmt. Im Anschluss sprachen Bgm. Happe und BJM ÖR Egger Grußworte. Sie hoben das gute Einvernehmen der Jäger mit der Gemeindevertretung und der Bauernschaft hervor und würdigten ihre Tätigkeit für die Natur und das Vereinsleben in der Gemeinde. Dann sprach Obmann Kramer Dankesworte, lud Gäste und Besucher zu einem Buffet und zur Besichtigung der Ausstellung „50 Jahre Jagdgesellschaft Schief-

Die Mitglieder der jubilierenden Jagdgesellschaft Schiefling

ling“ in den Pfarrhof ein. Mit einem gemütlichen Beisammensein bei Musik und Gesang klang die Jubiläumsfeier aus.

RÜCKBLICK Das Gemeindejagdrevier Schiefling umfasst 2.650 ha und erstreckt sich vom Südufer des Wörthersees bis zum Rupertiberg im Süden. Reh- und Muffelwild ziehen hier die Fährte, der Fasanen- und Hasenbesatz ist rückläufig, sie werden aber mit viel Einsatz gehegt. Vor 1959 war das Gemeindejagdrevier Schiefling an einen Einzelpächter vergeben und die meisten einheimischen Jäger hatten kaum Jagdmöglichkeit. Es war der sehnlichste Wunsch der örtlichen Jäger, das heimische Gemeindejagdrevier selbst zu bejagen. Im damals amtierenden Bgm. Bürger fanden sie einen Befürworter und in einer Urabstimmung sprachen sich 254 von

295 Grundeigentümern für die Vergabe des Gemeindejagdrevieres an die heimischen Jäger aus. Damit war der Weg frei für die Gründung der Jagdgesellschaft Schiefling. 1. Obmann und Jagdleiter in einer Person war Schuldirektor Theodor Ottowitz, sein Nachfolger war Franz Zechner. Seit 1981 steht Karl Kramer der Jagdgesellschaft als Obmann vor. Die Aktivitäten der Jagdgesellschaft sind sehr weitreichend. Ein großes Problem ist das Straßenfallwild, das man versucht, mit Wildschutzeinrichtungen in den Griff zu bekommen. Alljährlich werden die Schüler der örtlichen 4. Volksschulklasse zu einem Besuch in den Wildpark Mageregg eingeladen, wo sie über Natur, Wild und Jagd informiert werden. Schließlich sei noch erwähnt, dass die Jagdgesellschaft im Schieflinger Vereinsleben sehr verankert ist. Walter Kulterer

www.kaerntner-jaegerschaft.at


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Kärntner Jäger

Schießwesen

S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

SCHIESSWESEN

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Erste Kärntner Wildscheibe

Die erfolgreichen Schützen – v.l. Parcoursreferent F. Wagger, Urgestein A. Moitzi, E. Thonhauser, Vordergrund Klein Polanetz, im Hintergrund der stolze Vater und Sieger Polanetz in Groß, Mag. Wolte, P. Nagele mit Tochter

17. Neujahrsschießen 2012 Am 8 . Jänner wurde das traditionelle Neujahrsschießen in Blintendorf veranstaltet. Über 30 Teilnehmer kamen, um sich auf das neue Jagdjahr vorzubereiten. Es war ein Wettkampf in der jagdlichen Kugel (stehend frei mit Bergstock und liegend frei) sowie mit der Flinte 25 Wurfscheiben im Jagdparcours und 6 Schuss mit der Faustfeuerwaffe. Dieser Wettkampf zählte bereits als erster Grundstein für die Qualifikation für das „Österreichische Jägerschaftsschießen“ das heuer in Pakein/Grafenstein stattfindet. An dieser Stelle ergeht an alle interessierten Schützen die Einladung den Versuch zur Qualifikation zu unternehmen oder am 24./25. August den besten Schützen bei ihrem Wettkampf zuzusehen. Diesmal war der Wettkampf

MitarbeiterIn für Team Pakein gesucht! Für den Betrieb der Schießstätte Pakein/Grafenstein braucht unser Team noch Unterstützung. Mittwoch und Freitag nachmittags betreuen wir Jägerinnen und Jäger am Kugelstand und am Jagdparcours. Freude am Schießen und Geselligkeit ist unser Motto. Haben Sie Zeit? Möchten Sie regelmäßig „unter Leute“ kommen? Wollen Sie mitmachen? Anfragen beim Obmann des Jagdschützenvereins St. Hubertus zu Klagenfurt DI Kurt Rohner, unter Telefon 0664-620231.

nicht ganz so spannend, wie in den letzten Jahren, da sich August Polanetz (Sieger – 231 Punkte) bereits in der Kugelwertung vom Teilnehmerfeld absetzte, auch im Wurfscheibenschießen das beste Trefferergebnis erreichte und somit dem weiteren Schießen entspannt zusehen konnte. Währenddessen kämpften E. Thonhauser (2. Platz – 217 Pkte) und Mag. H. Wolte (3. Platz – 212 Pkte) um die restlichen „Stockerl Plätze“. Es konnten auch aus einigen Bezirken Jungschützen mit bemerkenswert guten Ergebnissen beobachtet werden. Zum Schluss noch ein Dank an die Fam. Marschnig, die seit 17 Jahren mit ihrer Organisation die besten Voraussetzungen für diesen Wettkampf schafft.

Die Kärntner Jägerschaft arbeitet an der Herausgabe einer eigenen Wildscheibe für die Abnahme der Schießprüfung im Rahmen der Jagdprüfung und in Hinblick auf die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft über die Lage eines richtig wirkenden und sofort tötenden Schusses. Die erste „Kärntner Wildscheibe“ ist kurz vor der Fertigstellung und wird voraussichtlich allen Hegeringleitern für ihr Hegeringschießen zur Verfügung stehen. Probeexemplare werden allen Schießstättenbetreibern und Hegeringleitern überreicht, und die Adressen für mögliche Bestellungen werden beigelegt. Die genaue Vorstellung und Beschreibung erscheint im nächsten Kärntner Jäger. Landesschießreferent Mag. Heimo Wolte

EINLADUNG Die Jagdgemeinschaft mannsdorf lädt zum

Lud-

Osterschießen am Ostermontag, 9. April, Beginn um 10 Uhr, Schießstätte Moschenitzen bei Ludmannsdorf ein. Disziplin: jagdliche Kugel, 100 m (auf ein Osterei). Alle JägerInnen und Freunde des jagdlichen Schießens sind herzlich eingeladen (gültige Jagdkarte).


Nr. 201/2012

Kärntner Jäger

Hegeringschießen 2012 Hegeringschießen ist gelebte Verantwortung! Trotz weiter steigender Teilnehmerzahlen bleiben dennoch zahlreiche Jägerinnen und Jäger dem jährlichen Übungsschießen fern. Es ist nicht nur eine gesetzliche Verbindlichkeit, es ist vor allem eine moralische Verpflichtung aus der Verantwortung gegenüber den Wildtieren. Wenn man sich als Jäger fühlt und sich zur aktiven Jagd bekennt, muss man sich auch zur Überprüfung seiner Jagdwaffen bekennen und sich selbst die persönliche Schießleistung durch Überprüfung und Übung bestätigen. Deshalb auf ein Wiedersehen beim Hegeringschießen! Ein kräftiges Weidmannsheil für das kommende Jagdjahr – aber erst nach der Schießüberprüfung – wünscht der Landesschießreferent!

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Klagenfurt ◆ HR 204003 und HR 204006 (Ebenthal, Grafenstein, Klagenfurt Südost, Mieger, Poggersdorf, Radsberg und Eigenjagden): Samstag, 28. April, von 10 bis 17 Uhr, Schießstätte des Grafensteiner Schützenvereines an der Gurk. Kugelbewerb – drei Schüsse auf die Rehbockscheibe mit für Schalenwild zulässigem Kaliber. Eigene Gästeklasse. Preise werden unter den anwesenden Schützen nach dem Schießen verlost. Ein Büchsenmacher steht für Einstellungen zur Verfügung. Jagdkarte mit Zahlschein mitbringen! ◆ HR 204004 (Klagenfurt-Nord): Samstag, 21. April, Schießbetrieb ist von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr, Schießstätte Pakein bei Grafenstein. Es wird nur mit der Kugel geschossen (Flinte frei). Das Schießen findet gemeinsam mit dem Hegering 204005 Maria Saal statt. HR 204005 (Maria Saal und Ottmanach): Samstag, 21. April, von 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Pakein bei Grafenstein. ◆ HR 204007 (Ludmannsdorf, Köttmannsdorf, Maria Rain, Viktring, St. Ruprecht, EJ Miller-Aichholz): Samstag, 28. April, von 10 bis 14 Uhr, Schießstätte in Moschenitzen, Ludmannsdorf. Drei Schuss auf die Rehbockscheibe mit auf Schalenwild zulässigem Kaliber (Büchsenmacher ist vor Ort). ◆ HR 204008 (Klagenfurt-West): Samstag, 5. Mai, von 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Pakein bei Grafenstein. ◆ HR 204009 (Moosburg): Samstag, 21. April, von 8 bis 17 Uhr, mit kleiner Siegerehrung, Schießstätte Radweg. ◆ HR 204010 (Keutschach): Samstag,

31. März, von 8:30 Uhr bis 12 Uhr, Schießstätte Radweg. ◆ HR 204011 (Feistritz i. R.): Samstag, 21. April, von 9 bis 14 Uhr, im Revier der Gemeindejagd Weizelsdorf am Rabenberg. ◆ HR 204012 (Zell-Pfarre): Freitag, 27. April, von 15:30 bis 18 Uhr, Schießstätte des Rosentaler Schützenvereins in Ferlach. ◆ HR 204013 (St. Margareten i. R.): Freitag, 20. April, ab 17 Uhr, Schießstätte des Rosentaler Schützenvereins, in Ferlach. ◆ HR 204014 (Ferlach): Samstag, 5. Mai, von 9 bis 15 Uhr, Schießstätte des Rosentaler Schützenvereins in Ferlach. Gäste herzlich willkommen.

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Villach ◆ HR 207017 (Feld am See-Afritz): Samstag, 14. April, 8:30 bis 12:30 Uhr, Tiffen ◆ HR 207018 (Arriach): Samstag, 21. April, 8:30 bis 12:30 Uhr, Tiffen ◆ HR 207019 (Treffen): Samstag, 5. Mai, 15 bis 19:30 Uhr, Tiffen ◆ HR 207020 (Weißenstein-FresachFerndorf): Samstag, 31. März, 8:30 bis 12:30 Uhr, Tiffen ◆ HR 207021 (Wernberg-Velden): Samstag, 28. April, 15 bis 19:30 Uhr, Tiffen ◆ HR 207022 (St. Jakob): Sonntag, 29. April, 9 bis 14 Uhr, Suchergraben, Maria Elend ◆ HR 207023 (Finkenstein): Freitag, 27. April, 15 bis 19:30 Uhr, Tiffen ◆ HR 207024 (Arnoldstein): Samstag, 31. März, 15 bis 19:30 Uhr, Tiffen ◆ HR 207025 (Hohenthurn-Thörl-Feistritz/Gail): Freitag, 30. März, 15 bis 19:30 Uhr, Tiffen ◆ HR 207031 (Villach West-Magistrat): Samstag, 28. April, 8:30 bis 12:30 Uhr, Tiffen

◆ HR 207032 (Villach Nord-Ost-SüdMagistrat): Samstag, 21. April, 15 bis 19:30 Uhr, Tiffen ◆ Strikte Pause für Großkaliber auf der Schießstätte Tiffen: von 12:30 bis 15 Uhr.

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Hermagor ◆ HR 203033 (Würmlach), HR 203034 (Mauthen), HR 203035 (Kötschach): Sonntag, 6. Mai, 9 bis 16 Uhr, Schießstätte Gailberg ◆ HR 203036 (Maria Luggau): Samstag, 28. April, 13 bis 18 Uhr, Schießstätte Promeggen ◆ HR 203037 (Birnbaum): Samstag, 5. Mai, 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Gailberg ◆ HR 203039 (Dellach i. G.): Samstag, 5. Mai, ab 9 Uhr, Schießstätte Nölbling ◆ HR 203040 (Reisach): Sonntag, 29. April, ab 9 Uhr, Schießstätte Reißkofelbad ◆ HR 203041 (Kirchbach): Sonntag, 6. Mai, ab 13 Uhr, Schießstätte Unterdöbernitzen-Stoapen ◆ HR 203042 (Rattendorf): Sonntag, 6. Mai, ab 9 Uhr, Schießstätte Rattendorf Mühlgraben ◆ HR 203043 (Möderndorf): Sonntag, 29. April, 10 Uhr, Schießstätte Brunnthal, Ersatztermin: Dienstag, 1. Mai ◆ HR 203044 (St. Lorenzen i. Gi.): Sonntag, 22. April, ab 10 Uhr, Schießstätte Jadersdorf ◆ HR 203045 (Weißbriach): Dienstag, 1. Mai, ab 13 Uhr, Schießstätte Golz ◆ HR 203046 (Hermagor): Samstag, 28. April, ab 13 Uhr, Schießstätte Radnig ◆ HR 203047 (Egg): Sonntag, 29. April, ab 13 Uhr, Schießstätte Graf Kuenburg, Egg ◆ HR 203048 (St. Stefan Gail): Samstag, 5. Mai, 13 bis 16 Uhr, Schottergrube Förolach

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S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

Hegeringschießen hegeringschießen

HEGERINGSCHIESSEN


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Kärntner Jäger

HEGERINGSCHIESSEN

Nr. 201/2012

◆ HR 203049 (Vorderberg): Sonntag, 6. Mai, ab 14 Uhr, Schießstätte Vorderberg

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Spittal ◆ HR 206053 (Spittal): Samstag, 21. April, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206055 (Lendorf): Samstag, 24. März, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206056 (Baldramsdorf): Samstag, 28. April, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206057 (Pusarnitz): Samstag, 14. April, 14 bis 17 Uhr, und Sonntag, 15. April, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206058 (Sachsenburg): Dienstag, 1. Mai, 8:30 bis 11:30 Uhr, Lacknerhube Nigglai ◆ HR 206059 (Lind-Siflitz): Samstag, 31. März, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206060 (Kleblach-Lengholz): Donnerstag, 17. Mai, 10 Uhr, Lengholz ◆ HR 206061 (Steinfeld Süd Fellbach): Samstag, 31. März, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Oberallach ◆ HR 206062 (Steinfeld Nord): Sonntag, 29. April, 8 Uhr, Schießstätte Radlachergraben ◆ HR 206063 (Greifenburg Süd): Dienstag, 1. Mai, 9 Uhr, Schießplatz Petschkofel ◆ HR 206064 (Greifenburg): Sonntag, 6. Mai, 9 Uhr, Schießplatz Petschkofel ◆ HR 206065 (Weißensee): Sonntag, 29. April, 12 bis 17 Uhr, Schießstätte Praditz ◆ HR 206067 (Irschen): Montag, 9. April, 13 Uhr, FV Orsini-Rosenberg/Oberstein ◆ HR 206068 (Oberdrauburg): Sonntag, 29. April, 10 Uhr, Schießstätte Ainet ◆ HR 206069 (Kolbnitz): Samstag 5. Mai, 14 bis 16:30 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206070 (Penk): Samstag, 5. Mai, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206071 (Obervellach): Sonntag, 29. April, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206072 (Flattach): Samstag, 28. April, 14 Uhr, Schießstätte Obervellach

◆ HR 206073 (Mallnitz): Samstag, 31. März, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206074 (Stall): Samstag, 21. April, 14 Uhr, Schießstätte Obervellach, ◆ HR 206079 (Trebesing): Samstag, 28. April, 10 Uhr, Schießstätte Hintereggen ◆ HR 206084 (Leobengraben) Samstag, 28. April, 9 Uhr, Schloss Dornbach ◆ HR 206085 (Kremsbrücke): Samstag, 28. April, 9 Uhr, Schießplatz Rauchenkatsch ◆ HR 206086 (Rennweg): Samstag, 12. Mai, 13 Uhr, Schießplatz Rauchenkatsch ◆ HR 206087 (Seeboden): Samstag, 24. März, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206088 (Millstatt): Sonntag, 15. April, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206089 (Radenthein): Sonntag, 22. April, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206090 (Kaning): Samstag, 19. Mai, 8 bis 13 Uhr, Erlacherhaus Langalmtal ◆ HR 206091 (Bad Kleinkirchheim): Samstag, 12. Mai, 8.30 bis 12.30 Uhr, Schießstätte Tiffen

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Feldkirchen Schießbetrieb auf der Schießstätte Radweg bei Feldkirchen ist von April bis Ende Oktober, Dienstag und Freitag von 16 bis 20 Uhr sowie Samstag (an Werktagen) von 8 bis 12 Uhr. Auskünfte bei Hans Valent, Tel. 04277 / 3191 oder Tel. und Fax 04276 / 38 370 (Schießstätte). Schießbetrieb auf der Schießstätte Bichl bei Tiffen ist vom 17. März bis 30. September, jeden Samstag und Sonntag von 8:30 bis 12:30 Uhr (Samstag jedoch nur bis 17. Juni). Außerhalb dieser Zeiten ist ein Schießbetrieb auch gegen Voranmeldung möglich (ab fünf Personen). Für Rückfragen steht Gert Huber, Tel. 04243 / 81 34 oder 0664 / 160 14 39, zur Verfügung. Der Schießstand hat 4 Zuganlagen 100 m mit Videoaufzeichnung, 1 Stand „Laufender Keiler“ kombiniert mit Kipphasen und ein Pistolenstand mit Wendeanlage.

◆ HR 210094 (Sirnitz): Freitag, 4. Mai, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ HR 210095 (Jagdverein Maltschacher See): Freitag, 27. April, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ HR 210095 (Jagdverein Glanhofen): Dienstag, 24. April, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ HR 210096 (Gnesau): Samstag, 19. Mai, 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ HR 210097 (Himmelberg): Samstag, 28. April, 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ HR 210098 (Patergassen): Samstag, 5. Mai, 8:30 bis 12:30 Uhr, Schießstätte Bichl ◆ HR 210099 (Ebene Reichenau): noch kein Termin bekannt ◆ HR 210100 (Steindorf): Sonntag, 22. April, 8:30 bis 12:30 Uhr, Schießstätte Bichl ◆ HR 210101 (Steuerberg): Freitag, 30. März, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ HR 210102 (Glantal): Freitag, 13. April, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg Jagdverein St. Urban: Freitag, 20. April, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ HR 210103 (Feldkirchen): Freitag, 4. Mai, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ HR 210103 (Jagdverein St. Ulrich): Dienstag, 8. Mai, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg

VORANKÜNDIGUNG Hegering-Mannschaftsschießen Samstag, 2. Juni, 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Radweg

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St. Veit/Glan ◆ HR 205106 (Liebenfels): Sonntag, 15. April, 9 bis 13 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205107 (Hörzendorf, Hardegg): Samstag, 21. April, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205108 (St. Georgen a. L.): Samstag, 12. Mai, 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. HR 205109 und 205110 (Frauenstein, Kraig): Samstag, 28. April, 10 bis 16


HEGERINGSCHIESSEN Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205111 (Althofen): Samstag, 5. Mai, 12 bis 17 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205112 (Hüttenberg): Samstag, 28. April, 10 bis 16 Uhr, Schießstätte St. Johann am Pressen ◆ HR 205113 und 205114 (Wieting, Klein St. Paul): Freitag, 20. April, 13 bis 19 Uhr und Samstag, 21. April, 9:30 bis 19 Uhr, Schießstätte Wieting ◆ HR 205115 (Brückl): Samstag, 21. April, 9 bis 14 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. HR 205116 (Straßburg): Samstag, 28. April, 9 bis 18 Uhr und Sonntag, 29. April, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Eskurial-Straßburg ◆ HR 205117 bis 205120 (WeitensfeldNord, Glödnitz, Deutsch Griffen, Weitensfeld-Süd): Samstag, 21. April, 9 bis 17 Uhr, anschl. Preisschießen bis 19 Uhr und Sonntag, 22. April, 8 bis 16 Uhr, anschl. Preisschießen bis 18 Uhr, Schießstätte Zauchwinkel ◆ HR 205121 (Gurk, Pisweg): Samstag, 21. April, 9 bis 16 Uhr, Schießstätte Gurk ◆ HR 205122 (Meiselding): Samstag, 14. April, 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205123 (Kappel a. K.): Samstag, 12. Mai, 9 bis 13 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205124 (Friesach): Sonntag, 22. April, 9 bis 13 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L.

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◆ HR 205125 (St. Salvator): Sonntag, 29. April, 9 bis 13 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205126 bis 205129 (Grades, Metnitz, Flattnitz, Oberhof): Sonntag, 6. Mai, 9 bis 16:30 Uhr, PartiggerSeppmüllner, Wöbring

B EZI R K

Wolfsberg ◆ HR 209136 (St. Paul) und HR 209139 (Lavamünd): Samstag. 14. April, 8 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Johannesberg, St. Paul i. Lav. ◆ HR 209133 (Preitenegg): Samstag, 21. April, 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Johannesberg, St. Paul i. Lav. ◆ HR 209134 (Frantschach-St. Gertraud), HR 209135 (St. Andrä) und HR 209138 (Wolfsberg-Süd): Samstag, 28. April, 9 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr. Diese Termine auf der Schießstätte Johannesberg stehen auch den Hegeringen 209132 (Bad St. Leonhard), 209137 (WolfsbergWest) und 209141 (Reichenfels) zur Verfügung. ◆ HR 209137 (Wolfsberg-West): Freitag, 20. April, 13 bis 18 Uhr und Samstag, 21. April, 8 bis 16 Uhr, Schießstätte Sabitzer, Leidenberg/Auen bei Wolfsberg

Kärntner Jäger

B EZI R K

Völkermarkt ◆ Schießstätte Bleiburg/Sorgendorf: Die Schießstätte Bleiburg/Sorgendorf ist ab 21. März bis 7. Juli ausschließlich jeden Mittwoch von 16 bis 19 Uhr und jeden Samstag, von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Anfragen und Anmeldungen bei Hermann Innerwinkler, Tel.: 04235 / 31 85 oder 0650/ 90 10 141 oder bei Herrn Wilhelm Schönherr, Tel.: 0650/ 91 50 001. ◆ HR 208143 – 144 – 145 – 146 - 147 (Bad Eisenkappel u. Gallizien): Samstag, 5. Mai, von 10 bis 16 Uhr, Schießstätte Lindenhof, Jägerrunde Bad Eisenkappel. Ein Büchsenmacher ist anwesend. ◆ HR 208149 (St. Kanzian-Eberndorf): Samstag, 14. April, von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr, Schießstätte Bleiburg/Sorgendorf ◆ HR 208150 (Völkermarkt): Samstag, 21. April, von 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Bleiburg/Sorgendorf ◆ HR 208151 (Griffen): Freitag, 27. April, ab 14 Uhr, Schießstätte Bleiburg/Sorgendorf ◆ HR 208152 (Diex): Donnerstag, 17. Mai, von 10 bis 16 Uhr, Schießstätte Sapotnik, Einschießpflicht von Kugelgewehren für Hegeringmitglieder. Gäste sind herzlich eingeladen.

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Kärntner Jäger

Personalia

S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

PERSONALIA

Nr. 201/2012

Vorstandsmitglied Mag. Rossbacher ein 60er Eine um die heimische Wirtschaft und die Kärntner Jägerschaft verdiente Persönlichkeit vollendete am 23. Jänner das 60. Lebensjahr. Die Rede ist von Mag. Wolfgang Rossbacher, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in Klagenfurt. Der Jubilar entstammt einer angesehenen Klagenfurter Bürgerfamilie. Nach dem Studium an der Wirtschaftsuniversität in Graz entschloss er sich für die Selbständigkeit. Seine Kanzlei genießt weit über Kärnten hinaus guten Ruf und zahlreiche bekannte Unternehmer und Persönlichkeiten zählen zu seinen Klienten. Beruf, Familie und die Jagd sind die Eckpfeiler seines Lebens. Am 25. August 1984 wählte ihn der Landesjägertag einstimmig in den Landesvorstand und zum Finanzreferenten der Kärntner Jägerschaft. Mit Freude, Umsicht und großer Gewissenhaftigkeit übt er nun schon 28 Jahre diese Funktion aus und avanciert damit zum längstdienenden Jägerschaftsfunktionär. Unter seiner Ära wurde die Landesgeschäftsstelle von der Klagenfurter Bahnhofstraße in den Jägerhof Mageregg verlegt und zu einem

Kompetenzzentrum aus- und umgebaut. Eine weitere Herausforderung für den Finanzreferenten war die Umsetzung der Verwaltungsreform 2005. Mit seiner Erfahrung und Kompetenz hat er die Landesgeschäftsstelle und die Bezirksgeschäftsstellen mit moderner EDV ausgestattet und vernetzt, und sie sind heute Anlaufstelle für Jäger und Nichtjäger. Auch die Installierung der Homepage der Kärntner Jägerschaft geht auf seine Initiative zurück. Seine Berichte beim Landesjägertag über den Rechnungsabschluss und Voranschlag sind präzise, klar, richtungsweisend und geben kaum zur Diskussion Anlass. Heute ist die Kärntner Jägerschaft gemäß der Finanzgebarung und mit 19 Mitarbeitern ein mittelständisches Unternehmen, das Dank des Finanzreferenten Mag. Rossbacher auf einem soliden Fundament steht. Obwohl beruflich sehr engagiert, sind Wild und Jagd seine Leidenschaft. Seine jagdliche Heimat ist ein Gamsrevier in den Karawanken, darüber hinaus fehlt es nicht an

30-Jahr-Dienstjubiläum von Otto Kornprat Im Rahmen der letzten Landesausschusssitzung mit anschließender Weihnachtsfeier wurde der langjährige Mitarbeiter der Kärntner Jägerschaft, Otto Kornprat, anlässlich seines 30-Jahr-Dienstjubiläums geehrt. LJM DI Dr. Gorton würdigte in herzlichen Worten seine 30-jährige, gewissenhafte Tätigkeit für die Kärntner Jägerschaft und dankte ihm für sein Engagement für Wild und Jagd. Sein Tätigkeitsbereich umfasst unter anderem den EDV-Bereich, die Führung der Mitgliederdatei, die Vorbereitung und administrative Durchführung der Jagd-, Jagdaufseher- und Berufsjägerprüfungen. Als sichtbare Anerkennung für seine Tätigkeit wurde er mit dem

Verdienstabzeichen in Silber ausgezeichnet. Die Kärntner Jägerschaft, die Funktionäre, Geschäftsführung und Mitarbeiter wünschen Otto Kornprat weiterhin viel Freude und Einsatz im Dienste der Kärntner Jägerschaft!

Jagdeinladungen. Dass Mag. Rossbacher auch zum Konsul der Philippinen ernannt wurde sei noch am Rande erwähnt und beweist die Vielseitigkeit seiner Person. Sein Tun mit Herz und Idealismus kann mit diesen Zeilen nicht gewürdigt werden, ein ehrlicher Weidmannsdank der Kärntner Jägerschaft für den unermüdlichen Einsatz und die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit ist angebracht. Dem noch keineswegs amtsmüden Jubilar und Jägerschaftsfunktionär wünschen die Kärntner Jägerschaft, LJM DI Dr. Gorton, die Mitarbeiter und der Schreiber dieser Zeilen noch viele gesunde und schöne Jahre, weiterhin Freude am Wild und Weidwerk und noch viele grüne Brüche auf dem Jägerhut. Walter Kulterer

Kosten der Jagdkarte im Bundesländervergleich Nachstehend ein Überblick über die Kosten der Jahresjagdkarte im Bundeländervergleich: Burgenland

€ 132,70

Kärnten

€ 90,00

Niederösterreich

€ 126,00

Oberösterreich

€ 100,00

Salzburg

€ 99,00

Steiermark

€ 90,00

Tirol

€ 51,00

Vorarlberg

€ 46,30

Wien

€ 90,00

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Nr. 201/2012

Kärntner Jäger

Ehrungen und Auszeichnungen durch die Kärntner Jägerschaft 2011 Mit dieser Seite wollen wir jenen Funktionären und Jägern danken, die 2011 für ihre geleisteten ehrenamtlichen Tätigkeiten im Dienste der Kärntner Jägerschaft und zum Wohle von Wild und Weidwerk in Kärnten mit Verdienstabzeichen ausgezeichnet wurden. Jenen Weidkameradinnen und Weidkameraden, denen das Ehrenzeichen verliehen wurde, dankt die Kärntner Jägerschaft für 40 Jahre Mitgliedschaft und langjähriges weidgerechtes Jagen.

BEZIRK KLAGENFURT

BEZIRK HERMAGOR

VERDIENSTABZEICHEN SILBER:

VERDIENSTABZEICHEN BRONZE:

LJM-Stv. Dr. Walter Brunner, Klagenfurt; Otto Kornprat, Klagenfurt; Adalbert Reichmann, Ebenthal

Anton Binter, St. Stefan i. G.; Siegfried Markert, Kirchbach; Peter Schaar, Rattendorf; Johann Wastl, Rattendorf

VERDIENSTABZEICHEN BRONZE:

EHRENZEICHEN:

Andreas Ulbing, Techelsberg; Carl Voigt-Firon, Unterbergen; Constantin Winkler, Ferlach

EHRENZEICHEN: Ewald Liegl, Maria Saal; Hermann Tscharre, Klagenfurt am Wörthersee

BEZIRK VILLACH

Ing. Reinfried Bauer, St. Lorenzen/L.; Hans Georg Fercher, Hermagor; Johann Huber, Dellach; Helmut Huber, Kötschach; Georg Jost, Hermagor; Dr. Hans Lauchart, Kötschach; Herbert Lederer, Kötschach; Erich Millonig, St. Stefan; Josef Obernosterer, St. Lorenzen; Alois Salcher, Maria Luggau; Erwin Salcher, Rattendorf; Adam Steiner, Dellach i.G.; Christof Stotter, Hermagor

VERDIENSTABZEICHEN BRONZE:

BEZIRK SPITTAL

Erich Andritsch, St. Georgen; Walter Kleber, Velden; Mag. Walter Michorl, Faak/See; Josef Sereinig, Drobollach; Dr. Walter Tischler, Villach; Andreas Unterscheider, Bad Bleiberg;

VERDIENSTABZEICHEN GOLD:

EHRENZEICHEN: Ing. Adolf Brandner, Feistritz/ Drau; Adolf Brunner, Feld/See; Herbert Granitzer, Fresach; Ewald Hanser, Drobollach; Karl Herbst, Villach; Oberst Günther Janda, Feistritz; Othmar Kandolf, Villach; Ing. Wilhelm Kronabetter, Villach; Andreas Liesinger, Villach; Dr. Kurt Mayr, Villach; Franz Schneeweiß, Fresach; Jakob Steiner, Döbriach; Erich Walder, Weißenstein; Josef Winkler, Villach; Hans-Albert Winkler, Ferndorf; Gerhard Winkler, Gummern; Kurt Zollner, Gödersdorf

Ing. Richard John, Sachsenburg; Hans Pichler, Heiligenblut

VERDIENSTABZEICHEN SILBER: Ofö. Helmut John, Oberdrauburg; Heimo Scherzer, Radenthein

VERDIENSTABZEICHEN BRONZE: Alois Ebenberger, Berg im Drautal; Chrysanth Ebner, Rangersdorf; Hans Foditsch, Bad Kleinkirchheim; Dir. Norbert Loquenz, Rennweg; Ing. Heimo Miessler, Mallnitz; BJM-Stv. Gerhard Müller, Gmünd; Johann Ramsbacher, Rennweg; LHStv.. DI Uwe Scheuch, Mühldorf; Ing. Erich Thaler, Mallnitz; Ing. Peter Unterweger, Bad Kleinkirchheim

EHRENZEICHEN: Peter Aschbacher, Eisentratten; Herbert Aschbacher, Eisentratten; Karl Bondi de Antoni, Malta; Peter Brandstätter, Sachsenburg; Gerhard Burgstaller, Gmünd; Hermann Dertnig, Obervellach; Franz Dullnig, Kremsbrücke; Franz Rudolf Ebner, Rangersdorf; Rudolf Egger, Eisentratten; Herbert Egger, Eisentratten; Josef Erlacher, Radenthein; Josef Feistritzer, Malta; Günther Fürstauer sen., Großkirchheim; Ing. Roland Gaschnig, Oberdrauburg; Ing. Dieter Gfrerer, Mühldorf; Erich Glanzer, Seeboden; Gerald Glanzer, Eisentratten; Wolfram Gradnitzer, Kolbnitz; Hermann Hanke, Trebesing; Erich Kerschbaumer, Penk; Ing. Matthias Ladinig, Innsbruck; ÖR Richard Laggner, Pusarnitz; Manfred Landsiedler, Mühldorf; Peter Leitner, Greifenburg; Wilfried Manhart, Oberdrauburg; Franz Mayer, Gmünd; Hermann Mößler, St. Oswald; Josef Mössler, Gmünd; Rudolf Nussbaumer, Gmünd; Hermann Oberheinricher, Greifenburg; Heinz Oberlerchner, Trebesing; M. Hermann Pirker, Bad Kleinkirchheim; ÖR Johann Ramsbacher, Rennweg; Heinrich Richter, Seeboden; Helmut Rohrer, Lind; Horst Rosskopf, Weerberg; Siegfried Schabus, Bad Kleinkirchheim; Mag. Elisabeth Schurian, Kolbnitz; Andreas Simschitz, Sachsenburg; Otmar Striedinger, Eisentratten; Heinz Wabnig, Penk; Franz Wadlegger, Obervellach; Franz Wuggenig, Greifenburg; Martin Zabernig, Irschen

BEZIRK FELDKIRCHEN VERDIENSTABZEICHEN BRONZE: Karl Krammer, Ebene Reichenau; Gerald Schnabl, Glanegg

EHRENZEICHEN: Dipl.-Ing. Karl Goess, Feldkirchen; Ingo Haberl, Glanegg; Ing. Mag. Robert Schurian, Feldkirchen; Karl Trink, Feldkirchen

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S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

Auszeichnungen

AUSZEICHNUNGEN


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Kärntner Jäger

AUSZEICHNUNGEN

Nr. 201/2012

BEZIRK ST. VEIT VERDIENSTABZEICHEN SILBER: Anton Engl-Wurzer, Metnitz; Carmen Piessnegger, St. Georgen/ Lgs.

VERDIENSTABZEICHEN BRONZE: Franz A. Auernig, St. Veit/Glan; Dr. Wilhelm Bachhiesl, Klein St. Paul; Günther Egger, Kappel/K.; Josef Höfferer, Kappel/Krappfeld; Hubert Nagele, Metnitz; Herbert Ranner, St. Veit/Glan; Gerfried Rosenfelder, Guttaring

EHRENZEICHEN: Dr. Wilhelm Bachhiesl, Klein St. Paul; Wolfgang Bergner, St. Salvator; Ing. Siegfried Breitenhuber, Brückl; Siegfried Dörflinger, Grades; Emil Eberhard jun., Liebenfels; Hermann Egger, Kappel/K.; Dr. Wilhelm Gorton, Straßburg; Johann Paul Jung, Friesach; Marlis Kogler, Liebenfels; Herbert Lerchbaumer, Zweinitz; Dr. Karl Maier sen., Spielberg; Hubert Maltschnig, Liebenfels; Johann Nagele, Metnitz;

Reinhold Pirolt, Guttaring; Ing. Wilfried J. Ranner, Launsdorf; Dipl.-Ing. Dr. Paul Ronay-Matschnig, Kappel/Kr.; Karl Schritliser, Treibach; Franz W. Treppo, Zweinitz; Fritz Wachernig, Althofen; Wilhelm Weyrer, Glödnitz; Franz Wutzi, Straßburg

bitsch, Wolfsberg; Norbert Rainer, Eitweg; Franz Sand, St. Andrä; Robert Sommer, St. Paul; Hubert Thonhauser, St. Gertraud; Karl Thonhauser, St. Paul; Anton Waldmann, Maria Rojach; Walter Waldmann, Eitweg

BEZIRK WOLFSBERG

BEZIRK VÖLKERMARKT

VERDIENSTABZEICHEN GOLD: Präsident a. D. ÖR Walfreid Wutscher;

VERDIENSTABZEICHEN BRONZE: Hugo Otti, St. Andrä; Thomas Steflitsch, St. Margarethen; Franz Steflitsch, St. Margarethen

EHRENZEICHEN: Leopold Auersperg, St. Stefan i. L.; Willibald Gönitzer, St. Andrä i. L.; Josef Hassler, Maria Rojach; Hubert Kienzer, St. Andrä; Peter Lichtenegger, St. Gertraud; Willibald Loibnegger, St. Margarethen; Alfred Moitzi, Eitweg; Robert Ra-

Brauerei Hirt unterstützt Gala-Showprogramm „Jagd Passion Pferd“ Vom 23. bis 25. März 2012 findet am Messegelände Klagenfurt erstmals das neue Messebündel „WEIDWERK & FISCHWEID“ und „PASSION PFERD“ statt. Besuchen Sie den Stand der Kärntner Jägerschaft D14 in der Halle 1 und verkosten Sie die DLGGOLD-prämierten Hirter Biere. Absolutes Highlight sind die Galashows „Jagd Passion Pferd“, am 23. und 24. März, jeweils um 19 Uhr, die von der Brauerei Hirt unterstützt werden. Das Gala-Showprogramm erzählt die Geschichte der Jagd zu Pferd in unterschiedlichen Epochen bis in die Gegenwart. Nachfolgende eindrucksvolle Szenen veranschaulichen die mystische Verbindung zwischen Reiter und Pferd: ◆ Diana – Göttin der Jagd ◆ Mongolei – Die Wiege der Reiterei ◆ Geburt der Dressur – Barocke

Reiterei & Jagdgesellschaft ◆ Indianer & Pferd ◆ The Wild West ◆ Spanische Impressionen ◆ Parforcejagd ◆ Hubertusfeier ◆ Schlussparade Die Brauerei Hirt verlost 50 x 2 Freikarten für die Galashow am 23. März 2012. Einfach E-Mail inkl. Postanschrift mit dem Betreff „Jagd Passion Pferd“ an: marketing@hirterbier.at. senden. Die Verlosung erfolgt am 19.3.2012 – die Freikarten werden per Post zugesandt!

www.kaerntner-jaegerschaft.at

VERDIENSTABZEICHEN BRONZE: Major Klaus J. Innerwinkler, Völkermarkt; Rudolf Lipusch, Bad Eisenkappel; Cyrill Pasterk, Miklauzhof; Silvester Schmautzer, St. Michael; Vorstandsmitglied Johannes Thurn-Valsassina, Bad Eisenkappel; Richard Zupanc, Bad Eisenkappel

EHRENZEICHEN: Erich Kitz, Diex; Ing. Peter Kuchar, Bad Eisenkappel; Florian Sturm, Eberndorf; Franz Sumnitsch, Bleiburg; Erich Wuntschek, Bleiburg

Wortanzeigen Kaufe gebrauchte Waffen (auch Faustfeuerwaffen), Firma Salberger, Lavamünd, Telefon 0 43 56 / 23 60. E-Mail: waffen@salberger.at, homepage: www.salberger.at Deutschlanghaar-Zwinger v. Werlacke gibt Welpen aus jagdlicher Leistungszucht ab. Tel.: 06643522269.

IMPRESSUM: Herausgeber und Medieninhaber: Kärntner Jägerschaft, Mageregger Straße 175, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Tel.: 0463 / 51 14 69-0, Fax: 0463 / 51 14 69-20. Redaktion ebendort. Mitteilungs- und Informationsorgan im Sinne der satzungsmäßigen Aufgaben der Kärntner Jägerschaft. Alleininhaber: Kärntner Jägerschaft. Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger. Chefredakteur: Ing. Wolfgang Oswald. Mitarbeiterin der Redaktion: Mag.Julia Puhr, 0463/ 51 14 69-26, redaktion@kaerntner-jaegerschaft.at. Anzeigenverwaltung: Otto Kornprat, 0463 / 51 14 69-11, otto.kornprat@kaerntner-jaegerschaft.at. MEDIA-DATEN und Tarife gültig ab 1.1.2012. Anschrift Redaktion: siehe Herausgeberanschrift. Layout: Printmaster GmbH., 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Spitalgasse 4, Tel.: 0463 / 59 80 20. Druck: Samson Druck, 5581 St. Margarethen 171. Erscheinungsweise: sechsmal jährlich (Februar, April, Juni, August, Oktober, Dezember). Für Mitglieder kostenlos. Umschlag: Jägerhof Schloss Mageregg der Kärntner Jägerschaft, Foto: Peter Kelih. Redaktionsschluss ist jeweils am 1. Jänner, 1. März, 1. Mai, 1. Juli, 1. September und 1. November.


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BERICHTE

Süßer die Glocken nie klingen…

Jägerinnen gestalten Advent … und setzen Zeichen der Wertschätzung gegenüber dem Zauber der Weihnacht. Ein von Frau Gabi Legat einstudiertes Krippenspiel mit 3-6-jährigen Kindern berührt die Herzen und zaubert ein Lächeln in die Gesichter der Zuschauer. „Weihnachten, die Zeit in der wir uns erinnern, dass wir all unsere Hoffnung auf ein Neugeborenes legen, verliert nie an innerer Beschaulichkeit, auch wenn manchmal die Welt sich von außen etwas

hektisch zeigt“, meint die Brauchtumsreferentin Claudia Haider. Gerade wir Frauen kennen das Gefühl des Neubeginns, wir erleben es ja auch ständig in unseren Jagdrevieren, wo wir in das ewige Werden, Sein und Vergehen direkt eingebunden sind. Wir Jägerinnen gehen mit diesem Wunder sehr bedacht um und leben „die Zeichen der Wertschätzung gegenüber dem Geschöpf und der Schöpfung bewusst. Claudia Haider

Uralte Gamsgeiß aus den Kärntner Nockbergen Eine 25jährige Gamsgeiß wurde am 11. Oktober 2011 in der Eigenjagd Koflach vom erfahrenen Alt-Jagdaufseher Oskar Erlacher erlegt. Die Geiß wog aufgebrochen mit Haupt noch 19 Kilogramm. Die Schalen waren rund fünf Zentimeter länger als gewöhnlich. Interessant ist auch, dass die Färbung der Zügel links und rechts sehr unterschiedlich war. Mit 25 Jahren dürfte die Geiß wohl einer der ältesten je in Österreich erlegten Gams sein. Dem Jagdaufseher ein kräftiges Waidmannsheil! Susanne und Paul-Sixtus Volpini de Maestri

Generalversammlung des Österreichischen Brackenvereines am 5. Mai 2012 in Pörtschach am Wörthersee Am 5. Mai 2012 findet in Pörtschach am Wörthersee die diesjährige Generalversammlung des Österreichischen Brackenvereines statt. Der Österreichische Brackenverein vertritt die beiden österreichischen Jagdhunderassen, die Brandlbracke, auch „Vieräugl“ genannt, und die Steirische Rauhaarbracke, genannt auch „Peintingerbracke“. Am 5. Mai ab 9:30 Uhr findet auf der Wahlißwiese in Pörtschach am Wörthersee, direkt am See gelegen, die Formbewertung der gemeldeten Hunde und ab 14:00 Uhr die Ankörung (Feststellung der Zuchttauglichkeit) der Zuchthunde mit gleichzeitiger Vorstellung derselben statt. Alle Freunde unserer zwei Brackenschläge, sowie alle am Jagdhundewesen interessierte, sind zu dieser für Kärnten einmaligen Veranstaltung recht herzlich eingeladen. Sepp Schwarzenbacher, GF Kärnten


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Kärntner Jäger

TOT E N TA F E L

Nr. 201/2012

Wir gedenken unserer Weidkameraden Bezirk Klagenfurt ÖR Fürst Orsini-Rosenberg Heinrich, Grafenstein Sagmeister Peter sen., Ferlach Dr. Uhl Hartmann, Maria Wörth

Bezirk Villach Gasser Wilhelm, Zlan Kopeinig Jakob, Maria Gail Mosser Jakob, Bleiberg-Kreuth

Bezirk Hermagor Blüml Michael, St. Stefan i. G. Bezirk Spittal a. d. Drau Bscher Albert, Spittal/Drau Bezirk Feldkirchen Buttazoni Karl sen., Feldkirchen Marktl Bruno, Gnesau Strießnig Johann, Feldkirchen Bezirk St. Veit a.d. Glan Auer Karl, Metnitz

Bezirk Wolfsberg Kanitsch Helmut, St. Stefan Kreuzer Erhard, Preitenegg Mahkovec Heinrich, St. Paul i. L. Monsberger Anton, Bad St. Leonhard Pietschnig Franz, Wolfsberg Pulsinger Hugo, St. Michael Quendler Franz, St. Andrä Bezirk Völkermarkt Mairitsch Walter, Mittertrixen Piroutz Raimund, Gallizien Stern Franz, Bad Eisenkappel

Prüfen Sie Ihr jagdliches Wissen! Die Antworten zu Seite 20: 1. Beschussstempel in einer Lilienform am Lauf. 2. Höhere Gellergefahr beim Auftreffen auf harte Gegenstände (Steine, gefrorener Boden) bei Hasen- und Fuchsjagden. 3. Höhere Anfangsgeschwindigkeiten und gleichmäßigere De-

ckung, da es zu geringer Schrotverformung im Chokebereich kommt. 4. Nein – von geringer Deformation bis zur völligen Zerstäubung der Bleikugel, je nach Widerstand und Auftreffgeschwindigkeit. 5. Die Choke, ganz besonders bei engeren Bohrungen als ½ – also 3/4, Vollchoke usw.

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Magazin der Kärntner Jägerschaft