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Mitteilungsblatt der Kärntner Jägerschaft, April 2015 Ausgabe 220, 44. Jahrgang

www.kaerntner-jaegerschaft.at SCHWERPUNKT

LANDESJÄGERTAG • Pressekonferenz

• Jahr des Niederwildes

• Jagdstrecke 2014


Nr. 220/2015

Inhaltsverzeichnis Aktuelles Aktuelle Spalte Pressekonferenz LJM-Konferenz

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Landesjägertag Jahresabschluss 2014/ Voranschlag 2015 Finanzgebarung

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Tätigkeitsbericht der Landesgeschäftsstelle

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Tätigkeitsberichte der Referenten

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Jahr des Niederwildes Jahr des Niederwildes Ökobeauftragte Niederwildtag 2015 NiederwildLebensraumansprüche Wildökologische Maßnahmen Mini-Max

27 28 30 33 34

Wildökologie Jagdstrecke 2014

Berichte

36 38

Wald – Wild – Schule

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Weitwinkel

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Hegeringschießen

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Informationen der Landesgeschäftsstelle

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Termine

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Personalia

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Bücher

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Jagdliches Wissen/Wortanzeigen Totentafel

Impressum

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Kärntner Jäger

Liebe Jägerinnen und Jäger! Nach dem Landesrechnungshof ist nun der Bundesrechnungshof im Land. Drei Ministerialräte prüfen zurzeit den Vollzug der Jagdgesetze in Kärnten, Salzburg und Tirol. Als Funktionär nehme ich den Prüfauftrag neutral zur Kenntnis, als Bürger dieses Landes frage ich mich, ob wir keine Problemfälle (z.B. Heta-Pleite, HCB-Skandal) haben, denen wir mit so hoch qualifizierten Prüfern zu Leibe rücken sollten. Die Kärntner Jägerschaft ist wohl die best- und meistgeprüfte Körperschaft öffentlichen Rechts in Kärnten. Ich hoffe, dass der Bund den Rechnungshof nicht in die Bundesländer entsandt hat, um neue Steuerquellen zu erschließen oder gar Grundlagen für ein Bundesjagdgesetz zu erforschen, dann ist die wiederholte Prüfung nur eine Bestätigung mehr, dass die Selbstverwaltung der Jagd durch die Jägerschaft sparsamer, wirtschaftlicher und effizienter ist, als die Fremdverwaltung durch öffentliche Behörden. Über die Ergebnisse der Prüfung werden wir im „Kärntner Jäger“ berichten. Die Verfahren zur Festsetzung der rund 1.700 Abschusspläne sind noch im Laufen und binden unsere gesamten Personalkapazitäten. Zusätzlicher Aufklärungsund Diskussionsbedarf besteht wegen der befristeten Änderungen der Abschussrichtlinien; diesen Themen widmen wir uns jetzt verstärkt und bitten um Verständnis, wenn andere Anliegen unserer Mitglieder zurzeit etwas zurückgestellt werden. Da die geänderten Abschussrichtlinien „nicht in Stein gemeißelt sind“, sondern am 31.12.2018 von selbst außer Kraft treten, sich somit in 2 Abschussplanperioden bewähren müssen, hoffe ich, dass auch jene Jagdausübungsberechtigten damit „leben“, welche die beabsichtigte Verminderung der Schalenwildbestände und im Zuge dessen die Verbesserung der Geschlechterverhältnisse und Alters-

strukturen nicht als erforderlich ansehen oder die geänderten Abschussrichtlinien als dazu nicht geeignet betrachten. Für Jägerinnen und Jäger, welche die erforderliche Registrierung ihrer Waffen bisher vergessen oder aus welchen Gründen auch immer unterlassen haben, gibt es demnächst eine Möglichkeit zur straffreien Rückkehr in die Legalität. Die Regierungsvorlage für das Sicherheitsverwaltung-Anpassungsgesetz 2015 – SVAG 2015 sieht für Waffenbesitzer Straffreiheit vor, wenn sie freiwillig, und bevor die Behörde von ihrem Verschulden erfahren hat, die erforderliche Registrierung vornehmen; die Registrierung wird in Zukunft auch wieder im einfacheren Weg des Datenfernverkehrs mithilfe der Bürgerkarte durchgeführt werden können. Sobald diese Novelle des Waffengesetzes in Kraft gesetzt ist, werden wir darüber im „Kärntner Jäger“ berichten, damit Sie dann von dieser Möglichkeit Gebrauch machen können. Neben der Bürokratie, die unseren Alltag immer mehr bestimmt, gibt es für uns Jägerinnen und Jäger Gott sei Dank noch ein Leben in freier Natur. Die Hahnen balzen bereits in unseren Revieren. Es ist Zeit für die Zählungen, damit die Frühjahrsjagd auch in den kommenden Jahren so wie bisher ausgeübt werden kann. Die Europäische Kommission hat uns diesbezüglich das Vertrauen ausgesprochen, sehr zum Missfallen mancher Vogelschützer. Um Unfälle zu vermeiden sind jetzt auch die Jagdeinrichtungen zu warten und in Stand zu setzen. Es gibt also genug Arbeit im Freien. Dass Sie daran Freude haben, wünscht Ihnen Ihr Dr. Walter Brunner LJM-Stv.

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S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S Dr. Walter S S S S S S S Brunner LJM-Stv. S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

Aktuelle Spalte

AKTUELLES


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Kärntner Jäger

Aktuelles

S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

AKTUELLES

Nr. 220/2015

„Jahr des Niederwildes“ Pressekonferenz: Auftakt zum Jahr des Niederwildes 2015 und abgeschlossenes erfolgreiches Jahr des Auerwildes 2014 Am 16. Februar luden LR Jagdreferent Mag. Ragger sowie LJM DI Dr. Gorton anlässlich des bevorstehenden „Jahres des Niederwildes“ und des erfolgreich abgeschlossenen „Jahres des Auerwildes“ zur Pressekonferenz ins Schloss Mageregg.

2015 – JAHR DES NIEDERWILDES Die Jägerschaft trägt unter ihrem Leitbild „Jagd ist Verantwortung, Jagd ist Freude“ Verantwortung für die Vielfalt aller Wildarten nach dem Kärntner Jagdgesetz. Um auch dem Niederwild jenen Stellenwert einzuräumen, der ihm gebührt, hat die Kärntner Jägerschaft das Jahr 2015 unter den Arbeitstitel „Jahr des Niederwildes“ gestellt. Gerade weil die Hauptschalenwildarten Reh-, Rot- und Gamswild sonst im Mittelpunkt stehen, soll der Blick auch wieder auf das Niederwild gelenkt werden. Die jagdpraktische Erfahrung soll erhalten bleiben, aber auch das Wissen um die Niederwildarten, welches bei den Jägerinnen und Jägern über Jahrzehnte gewachsen ist. Die Kärntner Jägerschaft will im Rahmen dieser Fachkompetenz den Hege-Auftrag vertiefen. Die Hege umfasst auch die Förderung der Umweltbedingungen durch Äsungsverbesserung und Reviergestaltung. Hierzu zählen insbesondere die Anlage von Daueräsungsflächen und Deckungsflächen, Verbissgehölzen, Hecken, Remisen u. ä. Im Rahmen der Pressekonferenz wurden die geplanten Abläufe und Ziele im Jahr des Niederwildes skizziert: Die Verbesserung des Lebensraumes, die Biotopgestaltung für das Niederwild werden Schwerpunkt des Niederwildjahres 2015 sein. Gerade das heurige Jahr bietet maximale Chancen, die Interessen der Jägerschaft mit denen der Landwirtschaft zu vereinen. Durch den Beginn und den Einstieg der Landwirte in das neue ÖPUL-Programm 2015 bis 2020 eröffnen sich für Niederwildheger sehr gute

LR Jagdreferent Mag. Ragger und LJM DI Dr. Gorton anlässlich der Pressekonferenz

Möglichkeiten. Um diese optimal zu nutzen werden von der Kärntner Jägerschaft sogenannte „Ökobeauftragte“ ausgebildet, die durch Beratung der Landwirte helfen werden, die Förderungsmöglichkeiten aus dem staatlichen ÖPUL mit den vielfältigen Förderungsmöglichkeiten der Kärntner Jägerschaft optimal zu verzahnen (siehe dazu auch Seite 27). Das tatsächlich vorhandene Potenzial der Kärntner Reviere, ihrer Biotope, ihrer Jägerinnen und Jäger und nicht zuletzt jenes des Niederwildes aufzuzeigen und vielleicht zu vervielfachen, ist ein wesentliches Ziel des Niederwildjahres. Unter Federführung des Niederwildausschusses der Kärntner Jägerschaft wird – in Kooperation mit anderen Fachausschüssen – der Blick der Jägerinnen und Jäger, neben den klassischen Niederwildarten Hase, Fasan und Ente auch auf die weniger beachteten Wildarten wie Waldschnepfe, Haselwild und Wildtauben sowie deren Lebensraumerhaltung bzw. -wiederherstellung gelenkt. Ein gutes Niederwildrevier aufzubauen ist Knochenarbeit. Um das Wissen und die Begeisterung für die Niederwildhege stark und nachhaltig zu verankern, werden Niederwildstammtische und ein großer

Niederwildtag mit einer Fülle an Informationen organisiert.

BILANZ – ERFOLGREICHES JAHR DES AUERWILDES 2014 Im Jahr 2014 wurde eine erfolgreiche Initiative zur Lebensraumförderung für das Auerwild gestartet. Die Kärntner Jägerschaft vertritt das Prinzip des klugen, nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgangs mit dem Auerwild und sieht es daher – schon seit vielen Jahren – als eine Verpflichtung an, etwas für die Lebensräume des Auerwildes zu tun. Auf insgesamt 40 Projektflächen wurden 2014 vor Ort Besichtigungen und Beratungen durchgeführt. Die von der Kärntner Jägerschaft gesetzten Maßnahmen stellen nicht nur unter Beweis, wie wichtig der nachhaltige Umgang mit Auerwild genommen wird, sondern haben dazu beigetragen, das aktuelle Vorkommen des Auerwildes sicherzustellen, diese Wildart in ihrem stabilen Bestand zu erhalten und nicht zuletzt das Bewusstsein für die Bedürfnisse des Auerwildes auch bei anderen Naturnutzern zu wecken. Davon abgesehen profitieren aber auch andere Tierarten wie der Sperlings- und Raufußkauz, der Schwarz- oder Dreizehenspecht. B-G


AKTUELLES

Nr. 220/2015

Landesjägermeisterkonferenz im Jänner 2015 Österreichs Landesjägermeister trafen einander am 26. Jänner 2015 zur jährlichen Landesjägermeisterkonferenz am Tag des Jägerballs in Wien. Unter dem Vorsitz des Landesjägermeisters von Salzburg, KR Josef Eder, wurden unter anderem folgende wichtige Beschlüsse gefasst: u Aktive Mitarbeit an der Novellierung des Waffengesetzes im Rahmen des Sicherheitsverwaltungs-Anpassungsgesetzes 2015 – insbesondere zur Erreichung einer Erleichterung und Klarstellung der Möglichkeit der Verwendung von Schusswaffen der Kategorie B (Faustfeuerwaffen und halbautomatische Langwaffen) bei der Jagd. Hinsichtlich der technisch neuen und europaweit diskutierten Schall-Modulatoren für Langwaffen können allfällige Anträge der Berufsjägervereinigungen und Landarbeiterkammern – jeweils abhängig von den landesgesetzlich unterschiedlichen Voraussetzungen – von den einzelnen Landesjagdverbänden unterstützt werden. u Festhalten an der bisherigen Position der Landesjägermeisterkonferenz, dass derzeit keinesfalls ein generelles gesetzliches Verbot für bleihaltige Munition oder etwa ein bindender Zeitplan für einen Umstieg auf bleifreie Büchsengeschoße oder für eine bleifreie „Schrotjagd zu Lande“ betrieben oder verordnet wird. Hier sollen die Jäger weiterhin auf freiwilliger Basis vorgehen dürfen. Alle Jäger sind eingeladen, einen Umstieg bei Büchsen auf „bleifrei“ zu probieren. Die Industrie wird eingeladen, weiter aktiv im Be-

reich „Alternativmunition“ zu forschen und zu testen. u Aufrechterhalten des konstruktiven Forst- & JagdDialogs im Rahmen des positiven Schwungs, den die Mariazeller Erklärung seit nunmehr über 2 Jahren in der Wald-Wild-Frage mitbrachte. Aktives Einbringen der Landesjägerschaften auf verschiedensten Ebenen (Novellierungen von Gesetzen, Schulung und Weiterbildung, Abschussrichtlinien, Diskussionsplattformen) bei der Verstärkung all jener Rahmenbedingungen, die den negativen Trend des Wildeinflusses stoppen helfen und eine messbare Trendumkehr bei den kommenden Auswertungen der Österreichischen Waldinventur (ÖWI) und dem Wildeinflussmonitoring (WEM) herbeiführen können. u Gemeinsame Herausgabe eines für Praktiker verständlichen und nutzbaren Fachbuches zur Frage der Wildtiergesundheit – speziell gewidmet den Wildtier-Parasiten – mit den besten Wissenschaftlern der Veterinärmedizinischen Universität Wien. u Der LJM von Wien, KR Günther Sallaberger, verabschiedete sich aus der Runde der Landesjägermeister, da er im Frühjahr 2015 – nach 9 Jahren – seine Funktion als Wiener Landesjägermeister beenden wird. Er bedankte sich bei allen für die fruchtbringende und kollegiale Zusammenarbeit auf der Ebene der Zentralstelle und ersuchte, seinen Nachfolger entsprechend wohlwollend aufzunehmen und zu unterstützen.

Kärntner Jäger

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Kärntner Jäger

L A N D E S J Ä G E R TA G

Nr. 220/2015

Jahresabschluss 2014 / Voranschlag 2016 Finanzreferent Mag. Wolfgang Rossbacher

A. JAHRESABSCHLUSS ZUM 31.12.2014 Das Jahr 2014 schloss mit einem positiven Ergebnis von € 343,98 ab und liegt um rund € 9.500,– unter dem seinerzeit prognostizierten Ergebnis. Das Jahr 2014 war geprägt durch Investitionen, die einfach notwendig waren. Zum einen hat ein Pächterwechsel für das Schloss Mageregg stattgefunden und mussten im Zuge dieses Wechsels Investitionen in das Gebäude bzw. in die Küchengeräte getätigt werden. Weiters wurde der Lehrsaal auf den neuesten technischen Stand gebracht (Audio/Video-Einrichtung) und neu bestuhlt. Durch die Neuinstallierung des vollumfassenden EDV-Programmes mussten in den Bezirken auch Investitionen in die Hardware durchgeführt werden. Des Weiteren wurde jene Dienstwohnung, die von der Kärntner Jägerschaft angemietet wurde, im Jahr 2014 angekauft. In Summe wurden im Jahr 2014 € 401.757,23 investiert. Ein Großteil dieser Investitionen konnte durch gebildete Rücklagen abgedeckt werden. Unter den Einnahmen ist ein Betrag von über € 61.386,03 eingestellt, der von der Uniqa Versiche-

rung für den Hagelschaden am Dach des Schlosses Mageregg gewährt wird. Im Bereich „Schloss Mageregg“ begann der Pächter mit den Zahlungen erst ab April 2014 und ist daher in diesem Bereich eine Differenz gegenüber dem seinerzeit erstellten Budget gegeben. Die Jagdabgabe wurde in Höhe von € 773.000,– verbucht und stimmt mit der Vereinbarung mit dem Land Kärnten überein. Für Ökologische Maßnahmen wurde ein Betrag von € 89.551,24 ausgegeben. Im Jahr 2014 wurden die Schießstätten mit einem Betrag von € 23.000,– subventioniert. Unter der Rubrik „Instandhaltung Schloss Mageregg“ wurden € 144.879,63 verbucht, der größte Teil dieses Betrages betrifft die erforderlichen Malerarbeiten am und im gesamten Schloß inklusive sämtlicher Fenster. In weiterer Folge wurden Adaptierungen in den Räumen im 1. Stock und im Parterre durchgeführt.

B. VORANSCHLAG 2016 Das Jahr 2016 wird aufgrund des

gewissenhaft erstellten Budgets mit einem positiven Ergebnis von € 2.400,– abschließen. Investitionen sind geplant, vor allem wird das Dach des Schlosses Mageregg zu erneuern sein, da durch den Hagelschlag seinerzeit Schäden entstanden sind. Die meisten Ausgaben wurden, wie in der Vergangenheit, mit rund 2 bis 3% den Gegebenheiten angepasst bzw. dort, wo wir schon wissen, dass wir Einsparungen durchführen können, wurden diese bereits eingestellt. Die Jagdabgabe wurde mit einem Betrag von € 800.000,– verbucht. Für Ökologische Maßnahmen sind € 90.000,– vorgesehen. Das Budget 2016 wurde nach Rücksprache mit den Referenten und dem heutigen Wissensstand so sparsam wie möglich aufgestellt. In diesem Zusammenhang möchte ich mich bei Frau Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger, bei Frau Ruth Ukowitz und bei Herrn Otto Kornprat, so wie schon in der Vergangenheit, für ihre tatkräftige Mithilfe, Unterstützung und gewissenhafte Arbeit recht herzlich bedanken.


FINANZGEBARUNG

Nr. 220/2015

Kärntner Jäger

Gewinn-und-Verlust-Rechnung FÜR DIE ZEIT VOM 1. JÄNNER BIS ZUM 31. DEZEMBER 2014 Sonstige betriebl. Erträge . . . . . . . . . . . . . . Zinserträge aus Bankguthaben . . . . . . . . .

I. EINNAHMEN INTERESSENVERTRETUNG Sachbereich Prüfungsgebühren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Verkaufserlöse Waren . . . . . . . . . . . . . . . . . Verkauf Abzeichen 60 Jahre Ktn.J. . . . . . Sonstige Erlöse (20%) . . . . . . . . . . . . . . . . Versicherungsentschädigungen . . . . . . . . . Centausgleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

44.275,00 3.760,00 70,00 57,92 61.386,03 – 0,67 109.548,28

JAGDWIRTSCHAFT Aktionen – Projekte Erlöse Wildwarnreflektoren (WWS) . . . . . Erlöse Proj. Berg-Mensch-Wildtiere . . . . Erlöse Raufußhuhnlebensraum . . . . . . . . .

2.508,91 470,83 1.265.314,36

Erträge aus d. Auflösung v. Rückstellungen Erträge aus Auflösung von Rückstellungen

Auflösung freie Rücklage Auflösung freie Rücklage . . . . . . . . . . . . . .

252,71 252,71 183.000,00 183.000,00

VERWALTUNG

JAGDRECHT UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Verwaltungsbereich Jagdkartenbeiträge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175.831,90 Jagdgastkartenbeiträge . . . . . . . . . . . . . . . . 31.352,76 Anteil Jagdabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 508.000,00 Geb.Abg.Ausstell.JK,Besch.,JAES . . . . . . 32.986,20 Prüfungsgeb. Jagdaufseher-, Berufsj.Prüfg. 10.686,80 Druckkostenbeitrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46.600,00 Erträge Bezirk Feldkirchen . . . . . . . . . . . . 394,51 Erträge Bezirk Hermagor . . . . . . . . . . . . . 77,60 Erträge Bezirk Klagenfurt . . . . . . . . . . . . 290,19 Erträge Bezirk St. Veit/Glan . . . . . . . . . . . 17,57 Erträge Bezirk Spittal/Drau . . . . . . . . . . . 1.034,94 Erträge Bezirk Villach . . . . . . . . . . . . . . . . 54,10 Erträge Bezirk Völkermarkt . . . . . . . . . . . 53,89 Erträge Bezirk Wolfsberg . . . . . . . . . . . . . 4.791,63 Zinserträge aus Bankguthaben . . . . . . . . 257,47 Säumniszuschläge Jagdabgabe Vorjahre . 1.424,64 Mahngebühren aus Jagdabgabe . . . . . . . . 533,94 814.388,14

Mitteilungsblatt Erlöse Inserate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Skontoaufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Übrige Provisionserlöse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

20.000,00 44.315,00 30.000,00 94.315,00

Wildforschung Erlöse Wildmarken . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

5,10 5,10

JAGDLICHE AUS- UND FORTBILDUNG Aus- und Fortbildung Rückvergütung Druckkosten . . . . . . . . . . . Div. Kursgebühren . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

8.387,10 4.361,00 12.748,10

61.693,27 – 86,43 61.606,84

1.000,44 1.000,44

MAGEREGGER STRASSE 175 – 179

WILDÖKOLOGISCHE RAUMPLANUNG

Jägerhof Schloss Mageregg Erlöse aus Betriebskosten 20% . . . . . . . . . Mieterlöse 20% . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Pacht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Anteil Jagdabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Landesgeschäftsstelle Mieterträge Lehrsaal . . . . . . . . . . . . . . . . . Mieterträge Büros . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Wildpark Erlöse Wildverkauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

6.094,97 2.867,49 6.300,00 15.262,46 2.616,21 2.391,48 5.007,69 1.700,80 1.700,80

MITGLIEDSBEITRÄGE UND SONSTIGE ERTRÄGE Mitgliedsbeiträge und sonstige Erträge Anteil Jagdabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitgliedsbeiträge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jagdkartenb. inkl. Haftpflichtvers. . . . . .

135.000,00 858.075,22 269.259,40

Summe der Einnahmen

130.000,00 130.000,00

. . . . . . . . . . . . . . . . 2.694.149,92

II. AUSGABEN (Aufwendungen) INTERESSENVERTRETUNG Personalbereich DAE LJM und LJM-Stv. . . . . . . . . . . . . . . DAE BJM und Finanzreferent . . . . . . . . . Löhne/Gehälter IV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dot. Abfertigungsrückst. Angestellte . . . . Dot. Rückst.n.kons.Urlaub Angestellte . . Dot. Rückst. Zeitguthaben Angestellte . . Mitarbeitervorsorgebeiträge Angest. IV . Gesetzlicher Sozialaufwand Angest. IV . Dienstgeberbeitrag IV . . . . . . . . . . . . . . . .

12.853,24 30.124,77 115.666,34 6.112,62 2.415,70 1.070,64 180,60 24.607,09 5.204,98

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Kärntner Jäger

FINANZGEBARUNG

Nr. 220/2015

Freiwilliger Sozialaufwand . . . . . . . . . . . . Reisekosten LJM und LJM-Stv. . . . . . . . . Reisekosten Funktionäre . . . . . . . . . . . . . . Reisekosten Sekretäre . . . . . . . . . . . . . . . .

Sachbereich planm. Abschr. immatr. Vermögensg. . . . . planm. Abschr. bebauter Grundstücke . . planm. Abschr. Betriebs- u. Gesch.ausst. . Abschr. geringw. Wirtschaftsgüter . . . . . . planm. Abschr. Bezirk Feldkirchen . . . . . . planm. Abschr. Bezirk Hermagor . . . . . . . planm. Abschr. Bezirk Villach . . . . . . . . . . planm. Abschr. Bezirk Wolfsberg . . . . . . . planm. Abschr. Bezirk St. Veit/Glan . . . . . planm. Abschr. Bezirk Spittal/Drau . . . . planm. Abschr. Bezirk Völkermarkt . . . . . planm. Abschr. LGst . . . . . . . . . . . . . . . . . . planm. Abschr. WÖRP . . . . . . . . . . . . . . . . AKM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wahlen/Aufwendungen HRL . . . . . . . . . . Telefon, Telefax . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Porto und sonst. Postgebühren . . . . . . . . . Miet- und Pachtaufwand . . . . . . . . . . . . . . Miete Kopierer (inkl. FAX u. Scanner) . . Zweckgebundene Mittel (Ökoschilling) . . Auerwild Habitatverbesserungen . . . . . . . Projekte Ökolog. Maßnahmen . . . . . . . . . . Büromaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Instandhaltung Homepage . . . . . . . . . . . . Instandhaltung EDV, Hard-/Software . . . Urkundendruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sozialfonds . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Lohnverrechnungsaufwand . . . . . . . . . . . . Inserate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Abzeichen, Medaillen . . . . . . . . . . . . . . . . . Repräsentationsaufwand . . . . . . . . . . . . . . Dekoration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sachversicherungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . Steuern, Gebühren, Versicherungen . . . . . Vers. Amtshaftpflicht . . . . . . . . . . . . . . . . . Vers. Wildfleischverordnung . . . . . . . . . . . Wirtschaftsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . Beratungsaufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitgliedsbeitrag ZÖLJV . . . . . . . . . . . . . . Mitgliedsbeitrag ÖNB/Kärnten . . . . . . . . Mitgliedsbeiträge div. . . . . . . . . . . . . . . . . . Spesen des Geldverkehrs . . . . . . . . . . . . . . Jagdkarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Spesen bei Prüfungen . . . . . . . . . . . . . . . . Abschr. von Forderungen ohne Ust. . . . . . Sonstiger betrieblicher Aufwand . . . . . . . Skontoertrag sonst. betriebl. Aufwand . . Subvention Schießstätten allgemein . . . . Jagdkarten Jagdkartenbeitrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Haftpflichtversicherungen . . . . . . . . . . . . Unfallversicherungen . . . . . . . . . . . . . . . . .

7.002,21 19.207,33 397,20 297,48 225.140,20 8.773,60 44.570,87 65.991,50 1.028,80 542,03 725,33 1.761,88 2.472,32 464,87 1.908,86 1.724,67 7.179,42 2.214,89 1.502,17 2.208,49 8.374,29 7.399,10 8.527,37 5.917,12 34.901,50 14.651,00 89.551,24 8.995,64 5.078,40 15.394,29 5.742,43 5.000,00 3.411,00 1.958,54 8.060,00 2.909,09 52,50 1.344,70 1.411,93 2.883,78 1.426,60 10.693,44 13.576,52 34.434,40 1.684,90 1.202,54 15.667,16 10.079,73 22.634,19 1.050,00 68,03 – 1.952,89 23.000,00 508.198,24 175.831,90 93.622,50 49.952,00 319.406,40

JAGDWIRTSCHAFT Aktionen – Projekte Ohrmarken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aktion Wiedehopf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

30,00 8.665,20

Steinwildhegegemeinschaft . . . . . . . . . . . Aktionen, Projekte div. . . . . . . . . . . . . . . . . Projekt Berg-Mensch-Wildtier . . . . . . . . .

Wildforschung Fonds der ZÖLJV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wilduntersuchungen . . . . . . . . . . . . . . . . .

10.711,48 12.582,61 32.479,17 64.468,46 30.745,00 133,45 30.878,45

JAGDLICHE AUS- UND FORTBILDUNG Aus- und Fortbildung Druckkosten Skripten, and. Lernbehelfe . Fortbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schulungsmaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jagdhornblasen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berufsjäger – Ausbildung/Exkursion . . . Chor der Kärntner Jägerschaft . . . . . . . . . Brauchtum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kurse, Seminare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jägerwallfahrt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Brauchtum, Veranstaltungen . . . . . . . . . . .

20.039,92 25.542,01 250,00 6.946,69 1.141,00 3.540,19 5.385,94 2.259,62 6.562,04 1.817,94 73.485,35

JAGDHUNDEWESEN Aufwendungen Prüfungsbeiträge/DAE . . . . . . . . . . . . . . . DAE/Subventionen (Jagdhundew.) . . . . . Ausbildung Bejagung Schwarzwild . . . . . Ausbildung, Ausrüstung etc. Jagdhunde . Ankauf- u. Impfsubvent. BHS . . . . . . . . .

8.720,50 1.670,00 1.300,00 5.833,20 6.600,00 24.123,70

WAFFEN- UND SCHIESSWESEN Aufwendungen Landesschießen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Österr. Jägerschaftsschießen . . . . . . . . . . . Disposition Schießreferent . . . . . . . . . . . .

3.431,63 3.946,89 8.723,69 16.102,21

JAGDRECHT UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Jagdrecht Rechtsberatung/Jagdgesetz . . . . . . . . . . . . Disz.Anwalt, Beisitzer, Disz.Senate . . . . . Wildwarnreflektoren, Wildwarnsysteme . Wildschadenverhütung . . . . . . . . . . . . . . .

Öffentlichkeitsarbeit Projekt Wald-Wild-Schule . . . . . . . . . . . . Zeitungen und Zeitschriften . . . . . . . . . . . Printmedien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Messen und Ausstellungen . . . . . . . . . . . . Öffentliche Auftritte . . . . . . . . . . . . . . . . . . Internationale Jagdkonferenz . . . . . . . . . . Vollversammlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Konferenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . LJM-Konferenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . AGJSO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

6.331,82 152,91 28.904,04 31.095,96 66.484,73 9.893,96 2.015,32 4.221,86 4.388,68 6.752,22 100,00 15.134,27 15.679,40 84,00 1.324,00 59.593,71


FINANZGEBARUNG Mitteilungsblatt Werbeabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Porto Mitteilungsblatt . . . . . . . . . . . . . . . . Druckkosten Mitteilungsblatt . . . . . . . . .

Nr. 220/2015

2.992,29 33.776,70 73.746,59 110.515,58

MAGEREGGER STRASSE 175 - 179 Jägerhof Schloss Mageregg Instandhaltungen sonstige . . . . . . . . . . . . Betriebskosten 20% . . . . . . . . . . . . . . . . . . Betriebskosten 10% . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wasser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Strom Jägerhof . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gas und Heizöl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Versicherungen, Gebühren u.a. Schloss . .

Landesgeschäftsstelle Reinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Instandhaltung Lds.Gesch.Stelle . . . . . . . Strom Verwaltungsgeb. . . . . . . . . . . . . . . .

144.879,63 1.511,70 898,80 805,36 8.340,59 14.533,04 9.924,05 180.893,17 1.520,62 3.251,40 4.136,79 8.908,81

WILDPARK Personalbereich Gehälter Wildpark . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dot. Rückst.n.kons.Urlaub Wildpark . . . . Dot. Rückst. Zeitguthaben Arbeiter . . . . . Dot. Abfertigungsrückst. Wildpark . . . . . Gesetzlicher Sozialaufwand Wildpark . . Dienstgeberbeitrag Wildpark . . . . . . . . . .

Sachbereich Erstattung AUVA Verwaltung . . . . . . . . . . Instandhaltung Park . . . . . . . . . . . . . . . . . Futtermittel/Tierärztl. Betreuung . . . . . .

Sonstige betriebliche Aufwendungen Beratungsaufwand sonstiger . . . . . . . . . . Spesen Auslandsüberweisungen . . . . . . . . Buchwerte ausg. Sachanlagen (Verluste) .

38.040,22 1.364,32 716,96 5.687,09 8.736,34 1.847,55 56.392,48 –1.095,17 4.433,14 4.468,07 7.806,04 1.000,00 110,00 1,06 1.111,06

VERWALTUNG Personalbereich Gehälter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitarbeitervorsorgebeiträge Angestellte . Gesetzlicher Sozialaufwand . . . . . . . . . . . Dienstgeberbeitrag Verwaltung . . . . . . . .

399.619,15 5.384,87 61.631,99 17.183,38 483.819,39

Sachbereich Feste Gebühr an FA f. Gebühren . . . . . . . Instandhaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aus- und Fortbildung Verwaltung . . . . . . PKW Aufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aufwandsentschädigung (gem. § 39/1) . . Betriebskosten Verwaltung . . . . . . . . . . . . Reisekosten Sekretäre Verwaltung . . . . . . Telefon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Porto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mietaufwand Bezirke . . . . . . . . . . . . . . . . . Miete Kopierer/and. Geräte BGSt. . . . . . . Sonstiger Aufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ktn. Jagdaufseherverb. (aus Jagdabg.) . . EDV-Aufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Drucksorten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Büromaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Druckkosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fachliteratur Verwaltung . . . . . . . . . . . . . . Aufsichtsjäger, Berufsjäger . . . . . . . . . . . . Haftpflichtversicherung Jagdgastkarten . Bankspesen und Bankzinsen BGSt. u. Verw. Ausbuchung Jagdabgabe . . . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Feldkirchen . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Hermagor . . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Klagenfurt . . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe St. Veit/Glan . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Spittal/Drau . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Villach . . . . . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Völkermarkt . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Wolfsberg . . . . . . . . . . . . . . Schießsubvention Bezirksgruppen . . . . . .

Kärntner Jäger

21.218,30 489,36 5.938,85 4.623,19 92.411,44 10.981,01 5.477,11 12.267,90 13.653,40 33.642,68 17.146,05 567,45 12.000,00 525,48 4.834,35 5.929,13 8.374,25 3.996,00 5.018,20 7.500,00 5.825,18 6.980,20 7.187,86 4.156,13 2.636,84 6.206,22 12.021,33 5.018,38 2.813,71 6.410,94 2.095,88 327.946,82

WILDÖKOLOGISCHE RAUMPLANUNG Personalbereich Gehälter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitarbeitervorsorgebeiträge Angestellte . Gesetzlicher Sozialaufwand . . . . . . . . . . . Dienstgeberbeitrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Sachbereich EDV-Kosten (inkl. Wartung) . . . . . . . . . . . Reisekosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Telefon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Büromaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wildökologische Raumplanung . . . . . . . . Wildökologischer Informationstag . . . . . .

96.088,66 1.719,36 20.427,26 5.056,82 123.292,10 223,53 1.889,05 406,91 1.178,85 301,42 1.239,28 5.239,04

Summe der Ausgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.693.805,94 Jahresergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 343,98

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Berichte zum Landesjägertag 2015 Zeitgerecht vor der Vollversammlung veröffentlichen wir die Berichte der Sachbearbeiter. Diese Berichte werden daher beim Landesjägertag entfallen, die Referentinnen und Referenten stehen aber für Anfragen und Auskünfte zur Verfügung.

Tätigkeitsbericht der Landesgeschäftsstelle GF MAG. FREYDIS BURGSTALLER-GRADENEGGER

ANMERKUNG Der Bericht zum Landesjägertag umfasst in den fachlichen Bereichen den Zeitraum Juni 2014 bis März 2015 (Redaktionsschluss). Um jedoch bei den Zahlen Vergleiche zu ermöglichen, beziehen sich statistische Angaben – wie auch schon in den letzten Jahren – auf den Jahreszeitraum 1.1. bis 31.12.2014.

VORWORT 2014 war das „Jahr des Auerwildes“, es war aber auch das Jahr der Neuverpachtung der Gastronomie in Mageregg, der Wahlen, des Wildökologischen Informationstages, der Themen „Bleifrei“, „Fischotter“, „Schwarzwild“, der „WaldWild-Frage“, eines Wolf-Abschusses, eines spektakulären WildereiFalles, der EDV-Implementierung, der Intensivierung der Weiterbil-

Der Mitgliederstand wächst kontinuierlich.

dungsangebote und der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, sowie von „HCB“…

DIE JAGD IN ZAHLEN, DATEN UND FAKTEN Der Mitgliederstand betrug zum 31.12.2014 12.437, davon sind 1.799 Jagdschutzorgane und 1.514 Frauen. Der Frauenanteil liegt somit bei 12,2%. Das Landesgebiet gliedert sich in 485 Gemeinde- und 1.231 Eigenjagdgebiete. Die Digitalisierung des Jagdkatasters ist abgeschlossen.

AUS- UND WEITERBILDUNG / BILDUNGSPLATTFORM / PRÜFUNGSWESEN Traditionell fand das Bildungsjahr seinen Auftakt mit dem am 17. Jänner 2015 in Mageregg abgehal-

tenen Hegeringleitertag. Dieser stand ganz im Zeichen der Abschussplanung 2015/2016 und des Themas „Rotwildreduktion“ sowie des von der Kärntner Jägerschaft ausgerufenen „Jahres des Niederwildes“. Zur Jagdprüfung 2014 haben sich insgesamt 496 Kandidatinnen und Kandidaten angemeldet. Von diesen sind zum Frühjahrsprüfungstermin 290 und zum Sommerprüfungstermin 136 angetreten. Insgesamt haben 85,9% (366 Personen) die Prüfung bestanden. Zur Beizjagdprüfung sind im Jahr 2014 24 Kandidatinnen und Kandidaten angetreten. 23 haben diese Prüfung bestanden. Zu den von der Kärntner Jägerschaft organisierten Jagdaufseherprüfungen sind im Jahr 2014 von 77 angemeldeten Personen 67 angetreten und haben 60 (89,5%) die Prüfung bestanden. Im Jahr 2014 ist ein Kandidat zur Berufsjägerprüfung angetreten und hat diese auch bestanden. Im April 2014 fand im Jägerhof Schloss Mageregg ein ganztägiger Fallenstellerkurs statt. 113 Personen, darunter auch wieder einige aus anderen Bundesländern, haben den Kurs besucht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden im Rahmen einer „großen Dienstbesprechung“ in relevanten Rechts- und Fachbereichen geschult. Darüber hinaus gab es regelmäßig „kleine Dienstbesprechungen“ und fand vor der Implementierung des neuen EDVProgrammes „Jagdinformationssystem Kärnten“ (JIS-K) eine weitere EDV-Schulung statt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besuchten den angebotenen 8-stündigen 1. Hilfe-Kurs und nahmen die


L A N D E S J Ä G E R TA G Bildungsangebote der Verwaltungsakademie wahr. Auch mit den Bezirksjägermeistern wurden im Rahmen diverser Sitzungen und Besprechungen rechtliche Fragestellungen vertiefend erörtert. Die Landesgeschäftsstelle hat sämtliche Bildungsplattform-Veranstaltungen mitgestaltet, organisiert bzw. administrativ unterstützt, besonders erfolgreich war mit 200 Besuchern – der von den Fachausschüssen einberufene Niederwildtag am 15. März dieses Jahres. Immer wieder werden auch Weiterbildungsveranstaltungen in Kooperation mit dem Nationalpark Hohe Tauern durchgeführt, u.a. jene im Mai 2014 unter dem Titel „Auerwild – Wild mit besonderen Ansprüchen“, einer ganztägigen Veranstaltung, die die Situation des Auerwildes aus allen Blickwinkeln beleuchtete (siehe auch Seite 17). Dem Erfordernis neuer Jagdstrategien wurde durch die Bildungsplattform-Veranstaltung zum Thema „Gesellschaftsjagden“ Rechnung getragen. Insgesamt nahmen 173 interessierte Jägerinnen und Jäger daran teil. Weiterbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit erfolgte auch durch den Wildbiologen in Form von Fachvorträgen für Jägerinnen und Jäger bzw. Naturnutzer, beispielsweise im Rahmen der Jägertagung in St. Andrä, bei Hegeschauen und Bezirksjägertagen sowie im Rahmen der Ökobeauftragtenschulungen.

DISZIPLINARGERICHTSBARKEIT Im Jahr 2014 wurden vom Disziplinaranwalt an den Disziplinarrat 56 Übertretungen zur Anzeige gebracht, 38 Verfahren wurden eingestellt, 8 Verfahren mit Schuldspruch, 2 mit Freispruch beendet. Es befinden sich noch 8 Disziplinarakte in Bearbeitung.

WILDÖKOLOGISCHE RAUMPLANUNG / WILDBIOLOGIE / WILDKRANKHEITEN Entsprechend dem gesetzlichen Auftrag wurden mit Unterstützung der Jagdbezirke die Jagdstatistik

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geführt und die Ober- und Untergrenzen für die Abschussplanung 2015/2016 auf Wildregionsebene festgesetzt. Die Erstellung des jagdstatistischen Bereichs sowie das Abschussmeldungssystem im neuen EDVProgramm wurden fachlich begleitet. Auch 2014 wurde der Verlauf der Rotwildreduktionsbemühungen auf dem Saualpenstock mitbeobachtet und das 2011 gestartete, von DI Wedenig durchgeführte Projekt zur Wildstandreduktion durch Bereitstellung und Aufbereitung von Grundlagendaten fachlich unterstützt. Wildbiologische Anfragen von Jägerinnen und Jägern wurden von Mageregg aus bzw. direkt vor Ort bearbeitet. Gebietsbegehungen fanden zu den unterschiedlichsten Themenkreisen statt, wobei Wildfütterungen und Schadgebietsbegehungen auch diesmal vorherrschend waren. Im Spittaler Raum bildeten die Teilnahmen an § 16Verhandlungen den Arbeitsschwerpunkt. Im Unteren Gailtal wurden Beratungen und Besprechungen zum zukünftigen Rotwildfütterungskonzept der Region durchgeführt. Anfragen der Landesregierung wurden laufend bearbeitet und Datenmaterial entsprechend aufbereitet und übermittelt. Ebenso wurden der Landesforstdirektion und der Landwirtschaftskammer Daten zur Verfügung gestellt. Sowohl für Funktionäre als auch Fachausschüsse wurden Grundlagendaten zu den jeweiligen Diskussionsthemen aufbereitet, wobei 2014 der Schwerpunkt in der fachlichen Beratung bei der Überarbeitung der Abschussrichtlinien lag. Die gutachtlichen Tätigkeiten betrafen im Berichtszeitraum unterschiedlichste wildbiologische Fachgebiete. Weiterhin nehmen lebensraumverändernde Aspekte durch Straßen- und Bahnbau große Bedeutung ein. Im Berichtszeitraum wurden 14 Stellungnahmen zur Greifvogelhaltung abgegeben. Die Bezirksjägermeister wurden bei der Ausstellung von Sperrbe-

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scheiden fachlich unterstützt. Im Hinblick auf die bevorstehende zweite Evaluierung der Wildökologischen Raumplanung wurden bereits Regionen, aus denen Anträge auf Änderung der WÖRP-Zonierungen vorliegen, besichtigt und wildökologische Berichte dazu erstellt. Der Schwarzwildabschuss ist im Jahr 2014 zurückgegangen, hat sich in den letzten beiden Jahren jedoch auf deutlich höherer Ebene eingependelt als dies in den vorhergehenden Jahren und Jahrzehnten der Fall war. Mit 448 erlegten Stück Schwarzwild im Jahr 2014 ist der dritthöchste, jemals in Kärnten getätigte Schwarzwildabschuss zu verzeichnen. Es ist davon auszugehen, dass mit dem nächsten Mastjahr von Buche und Eiche die Schwarzwildbestände erneut sprunghaft ansteigen werden. Seitens des WÖRP werden die Ökomaßnahmenanträge unter Leitung des Referenten für Reviergestaltung und Naturschutz fachlich bearbeitet und Förderungsprojekte koordiniert. Im „Jahr des Auerwildes“ wurden schwerpunktmäßig auerwildlebensraumverbessernde Projekte begutachtet und fachliche Beratungen durchgeführt. In Vorbereitung des „Jahres des Niederwildes“ erfolgte mit Jahresende 2014 die Überarbeitung der Ökomaßnahmen-Förderungen und -Richtlinien, die auch mit dem 2015 beginnenden neuen ÖPUL-Programm abgestimmt wurden. Im Rahmen der Umsetzung der neuen Fördermöglichkeiten war der Wildbiologe in die Festlegung der Maßnahmen sowie die Schulung der Ökobeauftragten eingebunden. Die Meldungen seltener Wildtiere mittels Homepage-Meldeformular waren im Berichtszeitraum rückläufig. Weiterhin zunehmend sind die Fischotter-Straßenfallwildnachweise. Die installierte Wildrissdatenbank der Kärntner Jägerschaft verzeichnete 14 Meldungen im Berichtszeitraum (April 2014 bis März 2015), obwohl die Dunkelziffer sicherlich um ein Vielfaches höher liegt (siehe auch Seite 42).

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Großräuberschäden stellten 2014 einen weiteren Arbeitsschwerpunkt dar. Im Jahr 2014 gingen die Nutztierschäden zurück, jedoch war eine Zunahme der Bienenstockschäden zu verzeichnen. Dies dürfte mit der kalten Witterung 2014 in Zusammenhang stehen, da die Schadereignisse in zeitlicher Verbindung mit den regelmäßig auftretenden Kälteeinbrüchen standen. Durch die Kärntner Jägerschaft wurden Bärenschäden an 39 Bienenstöcken sowie 17 gerissene Schafe und 2 gerissene sonstige Nutztiere entschädigt. Die entschädigten Wolfsschäden an Schafen konzentrierten sich auf einen Vorfall. Genetisch wurden im Berichtszeitraum 2 Wolfsindividuen in Kärnten nachgewiesen. Im Jahr 2014 erfolgte wieder eine kärntenweite Raufußhühnerzählung. Die Zähldaten wurden ausgewertet, um aufbauend auf die Kontingentberechnungen nach den Vorgaben von Wildauer et al. eine Ausnahme von den Schonvorschriften durch die Landesregierung zu ermöglichen. Im August und Jänner wurden die Referenzzählungen im Rahmen des Rabenvögelprojektes durchgeführt. Mittlerweile liegen Zählergebnisse von vier Projektjahren vor. Die erhobenen Daten zeigen für alle untersuchten Arten stabile bis steigende Bestände. Das Rehprojekt der Klagenfurter Hegeringe 7 und 8, in dessen Rahmen die Auswirkungen einer vereinfachten Bejagung des Rehwildes in Form einer Zwei-Klassenteilung der Böcke in Jugendklasse und ältere Böcke analysiert wurde, ist abgeschlossen. Untersucht wurde, ob

die veränderten Bejagungsvorgaben Auswirkung auf die Entwicklung der Körpergewichte sowie des Trophäenvolumens haben. Weiters erfolgten Analysen zur Fallwildrate sowie der jagdlichen Effizienzsteigerung, die durch die vereinfachte Bejagung erwartet wurden. Die Projektergebnisse zeigen, dass sich durch die Zweiklassenteilung der Rehböcke nur äußerst geringe und nicht signifikante Änderungen in Hinblick auf Jagdeffizienz und Wildvitalität ergeben haben. Mit Anfang 2015 wurde in Bereichen des Bezirkes St. Veit ein Rotwildmonitoring gestartet, das genauere Daten zur Rotwildsituation v.a. in Hinblick auf das herrschende Geschlechterverhältnis liefern soll.

REVIERGESTALTUNG UND NATURSCHUTZ; WILDÖKOLOGISCHE MASSNAHMEN Im Jahr 2014 wurden von der Kärntner Jägerschaft rund 83 Ökomaßnahmen-Projekte (25 Neuanträge im Jahr 2014) mit einer Gesamtsumme von € 26.307,68 gefördert. Winterbegrünungsflächen wurden 2014 in einem Ausmaß von 169,50 ha, Wildverbissschutzmittel mit einem Betrag von € 49.661,75 gefördert. Die Wildmarkierungsaktion erfolgte im Jahr 2014 über die Ausgabe von Wildmarken der Farbe blau. Im Juni fand auch ein Schwarzwildgipfel unter Teilnahme der Kärntner Jägerschaft und der Landwirtschaftskammer statt, um unter anderem auch Maßnahmen zur Hintanhaltung der Schäden, insbesondere die Anschaffung eines Elektrozaunes durch die Kärntner Jägerschaft, vor Ort zu erörtern. Der Naturschutzbund / Landesgruppe Kärnten wurde durch die Beiträge von Kärntens Jägerinnen und Jägern im Jahr 2014 mit insgesamt € 45.251,60 unterstützt. Im „Jahr des Auerwildes“ wurden von der Kärntner Jägerschaft von insgesamt 46 eingelangten Projektanträgen 2014 13 Projekte auf einer Gesamtfläche von 43 ha beratend begleitet und mit einem Gesamtzuschuss in Höhe von € 14.651 gefördert. 33 Projekte wurden vom Fachausschuss für Reviergestaltung und Naturschutz im Vorjahr in Be-

arbeitung genommen und werden 2015 finalisiert. Wenngleich das Jagdreferat des Landes die Initiative der Kärntner Jägerschaft mit € 30.000 unterstützt, werden die Mittel insgesamt leider nicht ausreichen, um alle Projekte umsetzen zu können.

WILDWARNEINRICHTUNGEN Über die mit Wildwarngeräten bereits ausgestatteten 113 Straßenkilometer hinaus konnten auf Grund der fehlenden Finanzmittel 2014 keine weiteren Projekte durchgeführt werden. Das Straßenfallwildminderungsprojekt wurde 2014 aber zumindest insofern weitergeführt, als die bestehenden Strecken mit Ersatzgeräten versorgt wurden. Ab 2015 sollte es wieder möglich sein, weitere Straßenabschnitte mit Wildwarngeräten auszustatten. Die derzeit am Projekt beteiligten Reviere weisen in Summe eine jährliche Fallwildrate von 500 bis 650 Tieren auf. In Kärnten verenden jährlich zwischen ca. 2.400 und 3.000 Stück Schalenwild im Straßenverkehr. Zum Thema Wildwarnprojekte und Finanzierung durch das Land fand ein Gesprächstermin mit der zuständigen Abteilung im Amt der Kärntner Landesregierung statt.

JAGDRECHT Im Jahr 2014 wurden vor allem sämtliche Verordnungen des Landesvorstandes, welche Ende 2014 erlassen und Anfang 2015 kundgemacht wurden (Abschussrichtlinien, Formulare [Abschussplan, Abschussmeldung, Abschussliste, Wildnachweisung], Prüfungsordnung für die Prüfung zum Nachweis der jagdlichen Eignung [Jagdprüfung], Formulare), legistisch vorbereitet. Vorzubereiten war auch der trag auf Schusszeitänderung wohl beim Rotwild (Hirsche Klasse I und II) als auch bei Ringeltauben.

Ansoder den

Rechtsfragen zum Thema „große Beutegreifer“, aber auch die rechtliche Stellung von Fischotter und Biber im Kontext ihres europa-


L A N D E S J Ä G E R TA G rechtlichen und jagdgesetzlichen Schutzes einerseits und der durchaus problematischen Schadsituation mit ebenfalls komplexen Rechtsfragen andererseits waren zu erörtern. Auch im Zusammenhang mit dem Wolfabschuss und dem „Wilderei“-Fall waren Fragestellungen rechtlich zu analysieren. Eine Lösung konnte nun wohl auch für die Erlassung einer neuen Rabenvogelverordnung durch die Landesregierung gefunden werden. Hier wird – nachdem die Landwirtschaftskammer diese Aufgabe leider nicht übernommen hat – die Kärntner Jägerschaft mithilfe ihrer Öko-Beauftragten das für die Erlassung einer Verordnung erforderliche Schadenmonitoring selbst durchführen, sodass zumindest eine Beantragung auf bescheidförmige Erteilung einer Ausnahme zur Bejagung der Rabenvögel wieder obsolet werden sollte. Gleichwohl ist festzuhalten, dass die Jägerinnen und Jäger die Referenzzählungen durchführen sowie neben bürokratischen Hürden in Form von EinzelAbschussmeldungen nunmehr auch das Schaden-Monitoring übernehmen – und letztlich im Falle eines Wildschadens trotzdem schadenersatzpflichtig bleiben … Rechtliche Beratung und die Erteilung von Rechtsauskünften stellen nach wie vor einen zeitaufwändigen Aufgabenschwerpunkt dar. Vor allem vereinsrechtliche Streitigkeiten werden immer wieder herangetragen, wobei hier auch vermehrt mediatorische Gespräche angeboten werden. Sämtliche neukonstituierten Fachausschüsse wurden in Rechtsfragen im Rahmen der Fachausschuss-Sitzungen beraten. Einen großen Arbeitsschwerpunkt nimmt die rechtliche Beratung der Bezirksjägermeister im Rahmen der AbschussplanungsVerfahren 2015/2016 ein. Rechtlich begleitet wurde auch die Implementierung des neuen Computerprogrammes JIS-K, viele spezifische Rechtsfragen wurden beantwortet. Im Rahmen der laufenden Über-

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arbeitung der Jagdprüfungsordnung wurde der jagdrechtliche Teil analysiert. Rechtliche Fragestellungen ergaben sich auch aufgrund des Wahljahres und aus den Anträgen an den Landesjägertag 2014. Dass die Verfassungsabteilung des Amtes der Kärntner Landesregierung den Antrag des KJAV auf namentliche Veröffentlichung von in Disziplinarverfahren mit strengen Verweisen Bestraften zu Recht als datenschutzrechtlich unzulässig erachtete, bestätigt nunmehr auch eine jüngst in Tirol ergangene Entscheidung. Hier musste der Tiroler Landesjagdverband sich mit einem Kläger im zivilrechtlichen Verfahren vergleichen und kostete dies dem Verband rund € 1.500,–, aber auch datenschutzrechtlich wurde ein Verstoß durch die Datenschutzkommission im Falle der namentlichen Veröffentlichung von mit strengen Verweisen bestraften Mitgliedern festgestellt. Der beim Amt der Kärntner Landesregierung in Aussicht gestellte Fonds für von Großräubern verursachte Schäden lässt nach wie vor auf sich warten. Auf europarechtlicher Ebene waren das EGMR-Urteil vom 26. 6. 2012 (Hermann gg. Deutschland, Nr. 9300/07) sowie die innerstaatliche Anwendung der Aarhus-Konvention Schwerpunktthemen. Mit dem EGMR-Urteil befasst sich mittlerweile aufgrund eines Anlassfalles auch das Landesverwaltungsgericht Kärnten. Vortragstätigkeiten fanden im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen für die Hegeringleiter statt; zum Beispiel wurden die Rechte und Pflichten des Hegeringleiters vor dem Hintergrund der einschlägigen Gesetzesbestimmungen erörtert. Des Weiteren wurden Vorträge im Rahmen der Bildungsplattform zum Thema „Gesellschaftsjagden“ abgehalten. Eine weitere Aufgabe stellte die Analyse der rechtlichen Situation des Auerwildes auf innerstaatlicher und europarechtlicher Ebene dar. Rechtliche Fachbeiträge wurden

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regelmäßig im Mitteilungsblatt der Kärntner Jägerschaft veröffentlicht. Die Ausarbeitung der neuen Ökomaßnahmen-Förderrichtlinien wurde fachlich begleitet. In regelmäßigen Jour-fixe-Gesprächen mit der Aufsichtsbehörde konnten Rechtsfragen und rechtliche Stellungnahmen erörtert werden. Am Rande befasst wurde die Kärntner Jägerschaft durch dementsprechend aufzubereitendes Datenmaterial für das Amt der Kärntner Landesregierung im Zuge der das Land Kärnten betreffenden Rechnungshofprüfung zum Vollzug des Jagdgesetzes.

VERWALTUNG Das neue EDV-Programm JIS-K wurde 2014 implementiert, Ende Oktober 2014 erfolgte die mit Hochspannung erwartete Datenübernahme, welche problemlos über die Bühne ging. Die Sicherheitsstandards und Anwenderfreundlichkeit wurden erhöht. Nach Überwindung der ersten „Kinderkrankheiten“ waren die Rückmeldungen der Anwenderinnen und Anwender ausgezeichnet. Durch die laufende Betreuung können Verbesserungsvorschläge, so sie von breitflächigem Interesse sind, laufend umgesetzt werden. Die Nachbesetzung der Bezirksgeschäftsstelle Wolfsberg ist derzeit noch im Laufen. Administrative Arbeiten nehmen in der Landesgeschäftsstelle immer

mehr überhand und dies ist nur mit ausgezeichneter Teamarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angesichts der knappen PersonalRessourcen gut zu bewerkstelligen. Unter anderem wurden die BJMKonferenzen organisiert, der Chor der Kärntner Jägerschaft administrativ unterstützt sowie der Niederwildtag mit immerhin 200 Besucherinnen und Besuchern im März dieses Jahres vorbereitet. Auch die Teilnahme an den Messen sowie die Administrierung der Bildungsplattform-Veranstaltungen, die sich großen Interesses erfreuen, binden Ressourcen. Sämtliche Fachausschusssitzungen, sowie jene des Landesvorstandes, des Landesausschusses aber auch die Jägerinnen-Stammtische werden von der LGS organisiert und administriert. Schon lange vor dem Antrag an den Landesjägertag hat sich die Kärntner Jägerschaft mit Renovierungsfragen des Lehrsaales – nicht zuletzt aufgrund der allgemeinen Raumnot in der Landesgeschäftsstelle – befasst. Nach Rücksprache bei diversen Lehrsaal-Nutzern und im Lichte des Sparsamkeitsgebotes wurde mit einer technischen Adaptierung und der Neumöblierung allerdings so lange als möglich zugewartet. Natürlich aber lag es nahe, den Lehrsaalnutzern, welche auch eine Benützungsgebühr entrichten, einen zeitgemäß ausgestatteten Raum für die Ausbildung zur Verfügung zu stellen, wenngleich der „alte Lehrsaal“ schon besonderes Flair hatte. Nun aber erstrahlt er in neuem Glanz, wurde ausgemalt, neu möbliert – weiterhin mit Schreibpulten und nicht mit Tischen – um die erforderliche Personenzahl aufnehmen zu können und mit neuester Technik ausgerüstet. Was aber aus Sicht der – nach ökologischen und nachhaltigen Aspekten geführten Landesgeschäftsstelle – besonders erfreulich ist: das alte Mobiliar konnte einem karitativen Zweck zugeführt werden und findet nun in der SOSKinderdorf-Organisation Verwendung. Allen Besuchern des Lehrsaales mögen in diesem Raum vor allem die für den Fortbestand der Jagd so

wichtigen fachlichen Inhalte vermittelt werden!

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Pressekonferenzen wurden zum „Jahr des Auerwildes“ vorbereitet und durchgeführt. Auch eine Broschüre zum Auerwild wurde redaktionell betreut und 2014 herausgegeben. Zu Beginn dieses Jahres wurde eine Pressekonferenz zum „Jahr des Niederwildes“ abgehalten (siehe auch Seite 4). Intensive Kooperationen mit den Medien fanden zu den Themen Brauchtum, „Jahr des Auerwildes“, Große Beutegreifer, freilaufende Hunde, Selbstverwaltung etc. statt. Aktive Medienarbeit erforderten aber auch der Wolfabschuss, der Wildereifall sowie der – nicht im jagdlichen Kontext stehende – Mord auf dem Parkplatz des Schlosses Mageregg. Es wurden des Weiteren Leserbriefe verfasst und nicht zuletzt der Anstoß für den von der LWK einberufenen „runden Tisch“ zum Problem freilaufender Hunde gegeben. Im Berichtsjahr wurde die erfolgreiche Kooperation mit der Schülerzeitung „Mini-Max“ fortgeführt und seitens der LGS redaktionell begleitet. Es ist bereits das sechste Jahr, in dem rund 20.000 jungen Kärntnerinnen und Kärntnern das Thema Jagd näher gebracht werden konnte. Im Jahr 2014/2015 standen für die Volksschulkinder ganz Kärntens folgende Fachthemen im Mittelpunkt: u Das Alpenmurmeltier u Die Aufgabe der Jäger im Monat April u Das große Jagd-Gewinnspiel u Kärntner Jägerschaft (Aufgabe des Jägers, Wildpark Schloss Mageregg) u Das Jahr des Auerwildes u Eulen u Mäusebussard u 2015 – Jahr des Niederwildes u Der Feldhase Mitte Juni 2014 fand die Kooperation ihren alljährlichen Abschluss und Höhepunkt mit dem Empfang jener Schulklasse, die das Gewinnspiel gewonnen hatte. 16 Schülerinnen und Schüler der VS Deutsch-Griffen konnten Rotwild ganz aus der Nähe beobachten. Zum Abschluss ließen sich alle


L A N D E S J Ä G E R TA G die köstlichen schmecken.

„Wildburger“

Die Homepage der Kärntner Jägerschaft www.kaerntner-jaegerschaft.at verzeichnete im Jahr 2013 62.174 Besuche, im Jahr 2014 74.186 Aufrufe. Die Kärntner Jägerschaft konnte also ein Plus von 12. 012 Zugriffen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Insgesamt wurden bei diesen 74.186 Besuchen 249.965 Seiten aufgerufen. Das entspricht 3,4 Seiten pro Besuch. Die Website wurde 2013 123-mal mit neuen Inhalten befüllt, ein Jahr danach wurden 255 Inhalte neu veröffentlicht. Typische Inhalte waren Veranstaltungen, Anträge, gesetzliche Informationen und Termine. Die Besucher konnten somit mehrmals wöchentlich neue Informationen auf der Homepage finden. Gibt man in der Suchmaschine Google die Suchwörter „Jagd Kärnten“ ein, erscheint die Homepage der Kärntner Jägerschaft an erster Stelle unter den Ergebnissen. Die meisten Besucher erreichten die Website über Direkteingabe der Adresse.

DIE TÄTIGKEIT DER ORGANE Im Jahr 2014 fanden insgesamt 4 Landesvorstandssitzungen statt. Der Landesvorstand hat unter Vorsitz des Landesjägermeisters alle erforderlichen Beschlüsse in finanziellen Angelegenheiten gefasst und 132 Bescheide über die Anerkennung der Gleichwertigkeit von Jagdprüfungen erlassen. Der Landesausschuss hat insgesamt 5 Sitzungen, davon eine außerordentliche, mit folgenden Themenschwerpunkten abgehalten: Bleifrei, Mariazeller Erklärung, Jagdstatistik, Neuadaptierung des Lehrsaales im Verwaltungsgebäude, Wildschadensituation in Österreich, Projekt DI Wedenig, Krähenbejagung/Schadenmonitoring, Fallenzertifizierung, Anträge und Berichte an den Landesjägertag, 2014 – Jahr des Auerwildes, 2015 – Jahr des Niederwildes, Abschussrichtlinien, Schusszeiten. Der Landesjägermeister hat im Berichtszeitraum die Kärntner Jä-

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gerschaft nach außen vertreten und nicht nur seine Vorsitzfunktionen in sämtlichen Gremien (z.B. im Landesvorstand, Landesausschuss und Landesjagdbeirat) wahrgenommen, sondern auch unzählige Gespräche geführt und Fachvorträge gehalten. Im Jahr 2014 hat der Landesjägermeister weit über 80 Termine wahrgenommen bzw. Veranstaltungen besucht, wobei die Zahl der wahrzunehmenden Termine kontinuierlich steigt. Allein im Zusammenhang mit seiner federführenden Mitwirkung an der Fortführung der Mariazeller Erklärung nahm der Landesjägermeister an sämtlichen Terminen teil. Drei Landesjägermeisterkonferenzen in Wien, Oberösterreich und Salzburg befanden sich unter dem Arbeitspensum. In bewährter Aufteilung mit seinen beiden Stellvertretern besuchte der Landesjägermeister die Bezirksjägertage und viele Veranstaltugnen. Regelmäßige Jour fixe-Gespräche mit Jagdreferent Landesrat Mag. Ragger gehörten ebenso zum Arbeitspensum wie Treffen mit Bundesministern, weiteren Landesräten und Teilnahmen an grenzüberschreitenden Veranstaltungen, wie der AGJSO oder der „Jägertagung“. Als Abgabenbehörde erster Instanz hat der Landesjägermeister 2014 – bei einer Einbringung von 100% – 1.716 Jagdabgabenbescheide erlassen. Darüber hinaus erließ er im Jahr 2014 67 Zulassungsbescheide zur Jagdaufseherprüfung, 1 zur Berufsjägerprüfung sowie 2 Bescheide zur Anerkennung der Gleichwertigkeit von Jagdaufseherprüfungen. Des Weiteren erteilte der Landesjägermeister 16 Bewilligungen zur Verwendung von Abzugseisen. Insgesamt zwei Mal leitete der Landesjägermeister die Sitzungen des Landesjagdbeirates, darüber hinaus erfolgten erforderliche Beschlussfassungen aus verfahrensökonomischen Gründen im Umlaufwege. Im Berichtszeitraum fanden darüber hinaus 3 Bezirksjägermeisterkonferenzen statt, in welchen der LJM ebenfalls den Vorsitz hat. Diese waren u.a. den Themen

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le dritten CD und die ersten drei Bezirkskonzerte zum 15-Jahr-Jubiläum des Chores in Lendorf, Feldkirchen und St. Stefan im Lavanttal, deren organisatorische Durchführung tatkräftig von den BGS unterstützt wurde.

ÜBERREGIONALE ZUSAMMENARBEIT

Sperrbescheide, Wildschutzgebiete, Abschussrichtlinien, WÖRP-Ausschuss: Erkenntnisse/Maßnahmen, Abschussplanung unter Berücksichtigung der zu implementierenden WÖRP-Maßnahmen, Frischvorlage/Vorlagepflicht von Schmalspießern bei Hegeschauen, 1. Mai – Erfahrungswerte, Handhabung der Freigabe der IIIer-Hirsche, Fütterungsschließungen, RFH-Freigabe, Kormoran, Meldepflicht bei Abschussplanübertretungen auch bei Geringfügigkeit, Rehwildprojekt Bezirk Klagenfurt, Schwarzwild, Rabenvögel, Rolle der Bewertungskommission bei Rehwild, EDV neu, § 99 K-JG, Abschussplanung 2015/ 2016 sowie Raufußhuhnfreigabe gewidmet.

BEZIRKE UND HEGERINGE Die Bezirksjägermeister und Hegeringleiter blicken auf ein intensives Wahljahr 2014 zurück und haben sämtliche ihnen nach dem K-JG überantworteten Aufgaben, derer es immer mehr werden, erfüllt. Gerade die heurige Abschussplanung fordert alle Kräfte. Der gut besuchte Landesjägertag 2014 wurde von der Bezirksgeschäftsstelle Hermagor hervorragend ausgerichtet.

VERANSTALTUNGEN, MESSEN UND AUSSTELLUNGEN Im Berichtsjahr 2014 war die Kärntner Jägerschaft im November bei der Familien-, Brauchtumsund Gesundheitsmesse präsent. Blickfang war das Diorama, wel-

ches dieses Mal dem „Jahr des Auerwildes“ gewidmet war. Durch die Teilnahme konnte vor allem der Kontakt zur nichtjagenden Bevölkerung hergestellt werden und wurden dieser die Wildtiere, die Jagd sowie das jagdliche Brauchtum näher gebracht werden. Am 31. August fand das Metnitztaler Wildfest statt, dessen Höhepunkt der traditionelle Hirschröhrwettbewerb war. Den zahlreichen Gästen, Naturinteressierten und Jägern wurden köstliche und regionale Wildspezialitäten serviert.

JAGDKULTUR Am 9. November fand die traditionelle Jägerwallfahrt, organisiert von der BGS St. Veit, in St. Georgen/Längsee statt. Unter engagiertem, organisatorischem Einsatz von Jägerinnen und Jägern aus ganz Kärnten wurden zahlreiche Jägermessen und Hubertusfeiern veranstaltet. Die Kärntner Jagdhornbläsergruppen stellten – bei rund 500 Auftritten im Berichtszeitraum ständig ihr Können unter Beweis und pflegten das jagdliche Brauchtum (siehe S. 24). Für den Chor der Kärntner Jägerschaft waren die Höhepunkte 2014: der Landesjägertag in Kötschach-Mauthen, die Umrahmung der Zeugnisveteilung in Mageregg, das internationale Chortreffen auf der Seiseralm in Südtirol, der Beginn der Aufnahme der mittlerwei-

Auf europäischer Ebene ist es wieder gelungen, eine Intergruppe Jagd zu etablieren und findet im Rahmen der FACE – dem Zusammenschluss von 36 europäischen Jagdverbänden, der 7 Millionen Jäger repräsentiert – ein wichtiger Info-Austausch statt. Am 24. und 25. Oktober 2014 wurde die 62. Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Jagdverbände des Südostalpenraumes (AGJSO) abgehalten. Die Tagung war dem Thema „Gamswild heute – Biologie, Bejagung, Krankheiten“ gewidmet und gipfelte in der Abfassung einer Schlusserklärung. Organisatorisch wurde die Zusammenlegung der Internationalen Jagdkonferenz (IJK) und der Arbeitsgemeinschaft der Jagdverbände des Südostalpenraumes (AGJSO) angeregt, worüber in den einzelnen Mitgliedsverbänden diskutiert wird. Die 52. Internationale Jagdkonferenz (IJK) fand vom 3. bis 5. Juli 2014 unter Teilnahme von LJM-Stv. Dr. Walter Brunner in Münster (Nordrhein-Westfalen) statt, es wurde über das Thema „Jagd – Politik – Öffentlichkeit“ diskutiert.

DANK UND VORAUSSCHAU Abschließend möchte ich mich bei allen Funktionären, Jägerinnen und Jägern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kärntner Jägerschaft für die gute Zusammenarbeit im Sinne der gemeinsamen Sache recht herzlich bedanken! Unser aller Ziel ist die Erhaltung einer weidgerechten, in der Tradition verwurzelten und aktiv in die Zukunft gehenden Jagd in Kärnten. Das jagdliche „Kompetenzzentrum“ Mageregg steht allen Jägerinnen und Jägern Kärntens zur Verfügung – nehmen Sie es in Anspruch!


VERORDNUNGEN

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Aus- und Weiterbildung Referent LJM-Stv. Josef Monz Immer wieder werden wir mit der Frage konfrontiert, ob wir nicht auch in Kärnten, wie in anderen Ländern bereits geschehen, eine verpflichtende Weiterbildung einführen sollten. Was nun aber wird überhaupt als Weiterbildung gesehen? Für mich persönlich ist es jede, über die Basisausbildung hinausgehende Weiterentwicklung. Diese kann sowohl im allgemeinen, als auch spezifischen Bereich stattfinden. Das dadurch übermittelte Wissen kann sowohl durch Weitergabe von erfahrenen Praktikern, selbstverständlich mittels Studium von Fachliteratur, wie natürlich auch, und dies ist eine der bewährtesten Formen, durch den Besuch von Informationsveranstaltungen, Fachvorträgen, Tagungen, Seminaren udgl. erworben werden. Solange wir als Jäger diese Aufgabenstellung mit Interesse ernst nehmen und keine maßgeblichen, entscheidenden Wissensdefizite in großem Ausmaß feststellen müssen, denke ich, dass wir mit der notwendigen Eigenverantwortung den Weg der freiwilligen Weiterbildung beibehalten können. Umfangreich unterstützt wird der Bildungsauftrag der Kärntner

Jägerschaft durch die Bildungsplattform. So wurden im Vorjahr von dieser folgende Veranstaltungen angeboten: u Wildökologischer Infotag: Wildbret – von der Erlegung bis zum Herd u Ballistik Workshop u Fallenstellerkurse (Raubwildreferat) u Seminar Raufußhuhnbewirtschaftung in Theorie und Praxis u Fortführung Jagdpädagogik („Wie sag’ ich es dem Kind?“) u Kooperation mit dem Nationalpark Hohe Tauern: „Auerwild – Wild mit besonderen Ansprüchen“ u Schießfortbildung auf bewegte Ziele und größere Distanzen – Büchsenschuss, jagdliches Flintenschießen u Seminarreihe: Richtiger Jagdbetrieb in Theorie und Praxis u Zerwirkkurse Bei allem Engagement für die Weiterbildung dürfen wir jedoch die grundsätzliche Ausbildung unserer Jäger nicht aus den Augen verlieren.

Die Jagdkursanbieter haben sich im Vorjahr einer freiwilligen Zertifizierung durch die Kärntner Jägerschaft unterzogen. Damit wollen wir unseren bisherigen hohen Ausbildungsstandard beibehalten bzw. absichern. Ebenfalls begonnen haben wir mit der Überarbeitung von Ausbildungs- und Prüfungsinhalten der Prüfung zur Erlangung der ersten Jagdkarte. Die Reformgruppe hat die Aufgabe übernommen, einerseits, wo nicht mehr zeitgemäß, Inhalte anzupassen bzw. neue Schwerpunkte wie beispielsweise die Themen Lebensraum – Argumentation und Kommunikation zu forcieren. Diese Änderungen werden mit dem Beginn 2015/2016 in Ausbildung und Prüfung einfließen. Gute jagdliche Aus- und Weiterbildung sollte uns allen ein wichtiges Anliegen sein, sind sie doch Basis dafür, was wir wollen: Jagen mit Verantwortung und Freude!

Niederwild – die Chance ergreifen! Referent Mag. Kurt Matschnigg Beurteilte man die Situation beim Niederwild nur nach der Abschussstatistik, müsste man eigentlich zum Schluss kommen, weniger geht nicht mehr bzw. „Jagd vorbei“ auf die klassischen Niederwildarten Hase, Fasan, Rebhuhn. Die Frage ist jedoch: Ist es das, was die Kärntner Jäger tatsächlich wollen? Klappe runter beim Niederwild, aus, vorbei? Soll sich also die Kärntner Jägerschaft nur mehr mit jenen Wildarten beschäftigen, die zu den „Gewinnern“ der Biotop-, Besiedlungsund Verkehrsentwicklung der letz-

ten Jahrzehnte zählen? Sollen wir nur noch jenes Wild bejagen, bei dem wir den Zuwachs hoher Bestände abschöpfen oder Bestände unter Kontrolle halten müssen? Oder haben wir als Jägerschaft noch die Kraft und den Ehrgeiz, uns auch für „Randwildarten“ einzusetzen, bei denen Hege nicht weitgehend mit der Büchse stattfindet, sondern mit Schaufel, Krampen, Sämaschine und in vielen Stunden schweißtrei-

bender Arbeit? Dass mit viel Einsatz – auch finanziell – Niederwildhege auch in Kärnten durchaus befriedigende Ergebnisse bringen kann, zeigen immer wieder einzelne Reviere auf. In diesen Revieren wird neben scharfer Prädatorenbejagung auch massiv auf Biotopverbesserung gesetzt. Diese von der Jägerschaft voll- oder teilfinanzierten oder zumindest durch Beratung unterstützten Projekte sind auch ein gern angenommener Lebensraum für eine Vielzahl von nicht jagdbaren Arten! Damit wurden auch schon die

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wesentlichen Gründe angeführt, warum vom Niederwildausschuss und der Führung der Kärntner Jägerschaft das Jahr 2015 unter den Arbeitstitel „Jahr des Niederwildes“ gestellt wurde. Wir Jäger tun Gutes und sollten auch darüber sprechen. Gerade im heurigen Jahr, in dem die neue GAP/ÖPUL-Periode 2015-2020 beginnt, ist der Zeitpunkt geradezu ideal, sinnvolle, neue Initiativen der Kärntner Jägerschaft hinsichtlich Biotopgestaltung mit verpflichtenden Ökomaßnahmen der Landwirte zu kombinieren. Mit dem „Ökobeauftragten“ sind wir einen großen Schritt auf die Landwirtschaft in unseren Revieren zugegangen. Nicht verabsäumt werden dür-

fen in interessierten Gebieten jetzt aber die nächsten Schritte: Abdecken weiterer Ansprüche unseres Niederwildes, Schaffung von Ruhezonen, Prädatorenbejagung, Erfassung von Iststand und Zuwachs, Erkennen von Problemen. Um einen Überblick über den Hasenbesatz zu bekommen, wird in interessierten Revieren auch die Durchführung der Scheinwerfertaxation empfohlen. Entsprechende Scheinwerfer, Anleitungen bzw. Zähllisten gibt es bei den Bezirksgeschäftsstellen der Kärntner Jägerschaft. Um in interessierten Revieren die Motivation zu steigern bzw. fachliches Wissen und praktische Tipps anzubieten, wurde vom Niederwildausschuss ein Programmangebot für das ganze heuri-

TERMINE NIEDERWILDSTAMMTISCHE 2015 Termin

Zeit

Ort

Gasthaus

Thema

22. Mai 2015

19:00

Köstenberg

GH Gröblacher

Enten

19. Juni 2015

19:00

St. Andrä

GH Deutscher

Niederwildhege, Revier

2. Juli 2015

19:00

Silberegg

GH Fandl

Tauben-/Krähenjagd

11. September

19:00

Lendorf

GH Lendorferwirt

Schnepf/Haselwild

3. Oktober

19:00

Köttmannsd.

GH Bürger

Haselwild

13. November

17:00

Mageregg

Niederwild in Küche und am Teller/Vernissage

REVIERBEGEHUNGEN: 11. Juli 2015, 9:30 Uhr, Revier Tauchendorf, GH Tamegger, Tauchendorf September 2015, Revier Mittertrixen, GH Rabl, Mittertrixen

ge Jahr zusammengestellt. Ein starker Impuls zum Bekenntnis zur Niederwildhege ging vom heurigen – nach einigen Jahren wieder – organisierten Niederwildtag aus. Über 200 interessierte teilnehmende Jäger geben Hoffnung (siehe auch Seite 28)! In jedem Monat des heurigen Jahres findet in einer Region in Kärnten ein Niederwildstammtisch zu einem ausgewählten Thema statt. Zusätzlich finden im Juli und September zwei „Revierbegehungen“ statt, bei denen vor Ort im Revier praktische Tipps und Maßnahmen diskutiert und demonstriert werden können. Zusätzliche, weitere Veranstaltungen auf Vereins-, Hegering- und Bezirksebene werden angeregt und wären auch erwünscht. Ein Schwerpunkt des heurigen Jahres sollte auch sein, den Fokus auf andere reizvolle Niederwildarten wie Enten, Tauben, Schnepfen etc. zu lenken. Niederwildhege ist keine Sache eines Jahres, sondern verlangt vollen Einsatz und langen Atem. Niederwildhege ist auch nicht kleinräumig und alleine möglich. Gerade dies ist jedoch das Schöne an der Niederwildhege: Nur in guter Jägergemeinschaft kann man das Revier bearbeiten bzw. „bestellen“, aber dann auch in Gemeinschaft ernten.

Reviergestaltung und Naturschutz Referent BJM-Stv. Ing. Josef Schnabl Die gesamte freie Landschaft, die auch Lebensraum aller wild lebenden Tiere ist, ist immer größeren Einflüssen jeglicher Art ausgesetzt, egal, ob es sich großräumig um den Klimawandel oder kleinräumig um Elementarereignisse, Verbauungen, Verwaldungen, die Art der Bodennutzungen im Rahmen der Landwirtschaft, Umwelteinflüsse durch die Industrie oder Freizeitgestaltung und Sportausübung handelt. Diese Einflüsse wirken sich natürlich unterschiedlichst auf die Tiere und Pflanzen aus. Wir Jäger sind bemüht, im Rahmen unserer Möglichkeiten, den ne-

gativen Einflüssen mit Lebensraumverbesserungen für unsere Wildtiere entgegenzuwirken. Die Änderungen der ÖPUL-Projekte und AMA-Richtlinien ab 2015 erfordern auch eine Änderung bzw. Anpassung der Bedingungen zur Förderung Ökologischer Maßnahmen zur Verbesserung bzw. Erhaltung von Wildtierlebensräumen.

Durch die Neuordnung der Projektformen und Projektbedingungen im Rahmen des ÖPUL haben die Erhaltung und Schaffung von Landschaftselementen, Naturschutzprojekte und die naturnahe (biologische) Bewirtschaftung der Natur wieder einen höheren Stellenwert. Diese Situation bietet uns Jägern die Chance, im Konsens mit den Grundbesitzern und Bewirtschaftern von landwirtschaftlichen Flächen, Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung für unsere Wildtiere zu ergreifen. Durch die Einsaat von Biodiversitätsflächen oder Wechselwiesen


L A N D E S J Ä G E R TA G mit speziell ausgewählten Saatgutmischungen, welche dem Landwirt von der Jägerschaft für entsprechende Flächen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, kann eine sehr positive Auswirkung auf Wildtiere erreicht werden. Außer, dass Äsung und Deckung verbessert bzw. teilweise überhaupt erst geschaffen werden, kann auch eine Lenkung des Wildes erzielt und so auch Fallwild zumindest vermindert werden. Die im „Jahr des Niederwildes“ schwerpunktmäßigen Maßnahmen für diese Wildarten lassen natürlich auch positive Auswirkungen auf alle anderen Wildarten bzw. wildlebenden Tiere erwarten. Die Maßnahmen sollen die Grundlage für eine möglichst vielfältige und damit stabilere Tierwelt gewährleisten.

ÖKOLOGISCHE MASSNAHMEN: Das „Jahr des Auerwildes“ wurde vom Land Kärnten mit € 30.000,– unterstützt. Auf Grund der Aufforderung der Kärntner Jägerschaft an die Jagdausübungsberechtigten, im „Jahr des Auerwildes“ für die Lebensraumerhaltung dieser edlen Wildart einen besonderen Einsatz zu leisten, wurden 46 Projektanträge um Beratung und finanzielle Unterstützung eingereicht. In vier weiteren Projektsfällen wurde nur um fachliche Beratung ersucht. Die Gesamtfläche dieser Projekte beträgt ca. 167 ha. Die Bearbeitung, Beratung, Begleitung und Überprüfung dieser Projekte erfolgte gemeinsam mit dem Wildbiologen der Kärntner Jägerschaft, Mag. Gerald Muralt, und dem Wildbiologen und Raufußhuhnreferenten, DI Thomas Huber. Im Interesse des Waldpflegevereins wurde auch dieser in die praktische Umsetzung einiger Projekte eingebunden. Im Jahr 2014 wurden insgesamt 40 Projektgebiete besichtigt und Beratungen durchgeführt. Davon wurden 13 Projekte bereits fertiggestellt und finanziell unterstützt. Die restlichen Projekte werden im Frühjahr 2015 besichtigt und beraten.

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Winterbegrünungen wurden im Jahr 2014 einschließlich Flächenprämien mit € 20.184,95 gefördert. Mehrjährig laufende und neue Projekte für sonstige Ökologische Maßnahmen wurden mit € 26.307,68 unterstützt.

WILDVERBISSSCHUTZMITTELAKTIONEN: Im Jahr 2014 wurden wiederum Wildverbissschutzmittel, sowohl gegen Sommer- als auch gegen Winterverbiss, gefördert. Auf Grund des teilweise sehr unsolidarischen Zugriffs auf die von der Jägerschaft geförderten Verbissschutzmittel im Jahr 2013 wurde 2014 eine gerechtere Ausgabe bzw. Verteilung versucht. Dies ist leider nur zum Teil gelungen. Insgesamt wurden im Jahr 2014 6.560 l Spritzmittel, 13.200 kg Verstreichmittel und 175 kg Schafwolle mit einem Betrag von € 49.661,75 gefördert. Um zukünftig eine noch gerechtere Verteilung der geförderten Verbissschutzmittel zu erzielen und auch den dafür vorgesehenen Budgetrahmen einzuhalten, wird der Bezug beim jeweiligen Lagerhaus nur nach einem vorherigen Bedarfsantrag bei der zuständigen Bezirksstelle der Kärntner Jägerschaft möglich sein (siehe dazu auch Seite 49).

WILDSCHUTZMASSNAHMEN: Im Jahr 2014 haben sich die Wildschutzmaßnahmen im Bereich der Bundes- und Landesstraßen auf die Instandhaltung der bisherigen Projektstrecken sowie auf die Evaluierung beschränkt. Neuausstat-

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tungen von schon beantragten Strecken konnten 2014 aus finanziellen Gründen nicht erfolgen. Ab März 2015 werden nach durchzuführenden örtlichen Erhebungen die vorliegenden Anträge entsprechend begutachtet und abgewickelt. Zukünftig entfällt die bisher in den ersten drei Projektjahren ausbezahlte Betreuungsprämie für die Wartung der elektronischen Geräte. Es sind jedoch weiterhin alle bestehenden Projektstrecken entsprechend den Richtlinien zu betreuen und es ist jährlich der Kärntner Jägerschaft entsprechend Bericht zu erstatten.

SILOZÄUNUNGEN: Diese waren im Jahr 2014 nicht mehr in dem Ausmaß wie in den vorangegangenen Jahren notwendig. Die eingelangten Projektanträge wurden überprüft, für notwendig befunden und positiv abgewickelt. Im Jahr 2015, dem „Jahr des Niederwildes“, sollen alle Möglichkeiten zur Lebensraumverbesserung ausgeschöpft werden, wobei jedoch die gleichzeitig ab 2015 eintretenden Änderungen im ÖPUL und der AMA Berücksichtigung finden müssen. Es ist daher das Zusammenwirken aller Jäger mit den Grundbesitzern und Bewirtschaftern von Grundflächen Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung. Eine entsprechende Vielfalt in der Natur bedeutet nicht nur eine Lebensraumverbesserung für unsere Tierwelt, sondern steigert auch das Wohlbefinden und die Freude aller Naturnutzer.

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Jagdhunde Referent Gerald Hopfgartner Geschätzte Jägerinnen und Jäger, liebe Hundeführerinnen und Hundeführer. Ich bin kein großer Freund von Statistiken, weil diese sehr eigenartig interpretiert werden können. Hier aber doch ein paar Zahlen: Im Bezirk Spittal waren 2014 um über 25% mehr erfolgreiche Nachsuchen und im Bezirk Feldkirchen sogar um über 100% mehr erfolgreiche Nachsuchen auf Schalenwild zu verzeichnen als 2013. Soviel zu den Daten, welche mir von den Bezirken zur Verfügung gestellt werden. Hierbei geht es nur um Nachsuchen, welche mit Jagdhunden erfolgreich abgeschlossen wurden. Nun könnte man daraus ableiten, die Jäger schießen auf einmal signifikant schlechter. Schaut man jedoch den nackten Zahlen auf den Grund, „Fast wichtiger noch kommt Eigenartiges als gute Waffen ist’s, zum Vorschein. gute Hunde anzuSo sind in einzelnen schaffen. Hegeringen überdurchDenn ohne Hilfe guter schnittlich viele erfolgHunde, geht nutzlos reiche Nachsuchen gemanches Wild zu meldet worden. Grunde.“ Wenn der interessierDiese Weisheit von Herrn Graf te Jäger nachforscht, Czernin ist in seiner „Jagdfi- wird er sehr schnell bel“, Jahrgang 1951 zu finden. feststellen, dass in diesen Revieren häufig sehr gute und auf Schweißarbeit geprüfte Jagdhunde mit ihren Hundeführern zu Hause sind. Viele erfolgreiche Nachsuchen

kommen also nicht von vielen schlechten Schützen, sondern ausschließlich vom Vorhandensein guter Hunde und Hundeführer. Natürlich auch von der Ehrlichkeit der Jägerinnen und Jäger, welche nach dem Schuss diese Gespanne anfordern und als Anerkennung der erfolgreichen Nachsuche diese auf der Abschussmeldung ankreuzen. Dies ist ein Zeichen, dass die Novellierung des § 67 K-JG sehr gut gegriffen hat und in der Praxis auch erfolgreich umgesetzt wird. Diese Umsetzung ergibt für uns alle eine mehrfache Win-Win-Situation: Der Jagdausübungsberechtigte erhält wertvolles verwertbares Wildbret, der Hundeführer und sein Hund haben mehr Nachsuchen und werden durch mehr Nachsuchenpraxis immer besser. Daraus ergibt sich wiederum für den Schützen und Jagdausübungsberechtigten, dass die Stücke schneller gefunden werden und somit der weiteren Verwertung zugeführt werden können. Zusätzlich dient dies auch noch der Jagdethik und dem Tierschutzgedanken, dass ein verletztes oder krankes Wild so schnell wie möglich von den Qualen erlöst wird. Dass immer neue gut ausgebil-

dete Jagdhunde und Hundeführer uns Kärntner Jägerinnen und Jäger zur Verfügung stehen, haben die im abgelaufenen Jahr jagdlichen Anlage- und Gebrauchsprüfungen gezeigt. Schweißhundeführer haben es hier bei der Ausbildung und den Prüfungen etwas leichter, weil unsere Hauptwildarten in Kärnten Schalenwild sind und da ist die Ausbildung bis hin zur Hauptprüfung des Hundes häufig im Revier des Hundeführers möglich. Schwieriger wird es schon bei den Bracken, weil die Einarbeitung und Übung für die Brackade große Reviere und auch viel Verständnis der Jagdkameraden erfordert. Stöberhunde, Erdhunde und Vorstehhunde können ohne Ausweichen in andere Bundesländer leider nicht mehr vernünftig eingearbeitet, ausgebildet und geprüft werden. Hier fehlt uns in vielen Kärntner Revieren einfach das dafür erforderliche Niederwild. Zum Schluss meines Berichtes meinen herzlichen Dank an alle Hundeführerinnen und Hundeführer für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Ausbildung und den Nachsuchen mit ihren Jagdhunden im abgelaufenen Jahr. Zum Wohle des Wildes und zur Freude der Hunde. Für 2015 Gesundheit ein kräftiges Weidmannsheil und Ho Rüd Ho

Die Homepage der Kärntner Jägerschaft:

www.kaerntner-jaegerschaft.at Auf der Homepage finden Sie unter anderem aktuelle Informationen, Termine, Berichte; auch Formulare zur Ausstellung der Jagdkarte, Anträge für Jagdgastkarten sowie diverse Projektanträge etc. stehen zum Download bereit.


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Waffen- und Schießwesen Referent Mag. Heimo Wolte 2014 war geprägt von folgenden fünf Schwerpunkten:

1. WAFFENMELDUNGEN IN DAS ZENTRALE WAFFENREGISTER Am 30. Juni 2014 ist die Registrierungsfrist für Jagdwaffen abgelaufen. Soweit wir es beurteilen können, registrierten nahezu alle Kärntner Jäger ihre Waffen entweder selbstständig per e-government oder mit kleiner Unterstützung im Waffenfachgeschäft oder auch beim Büchsenmacher. Mit Ende des Stichtages waren in Österreich 434.000 Waffen der Kategorie C gemeldet, was aber wahrscheinlich nicht ganz dem tatsächlichen Waffen-Besitz in Österreich entspricht.

2. DIE WEITERE ENTWICKLUNG ZUM THEMA ALTERNATIVGESCHOSSE Zu dieser Problematik hat sich auf verschiedenen Ebenen sehr viel getan. So haben wir Jägerinnen und Jäger begonnen, uns diesem Thema kritisch und aktiv zu nähern und viele von uns haben ihren eigenen ersten Zugang gefunden. Da dieses Thema vielschichtig ist, gibt es natürlich verschiedene Sichtweisen und Erfahrungen. Aber – wir sind in der 1. Realisierungsphase und haben voraussichtlich noch etwas Zeit, um weitere eigene Erfahrungen zu sammeln und fremde Entwicklungen anzunehmen. Ich persönlich bin aber überzeugt, dass am Ende die endgültige Abkehr vom Blei in unseren Jagdgeschossen steht. Eine weitere Ebene bei dieser Evolution ist die Weiterentwicklung bei den Geschoss- und Patronenproduzenten. Da tat sich (und tut sich noch) in den letzten 2 Jahren viel mehr als in den letzten zehn Jahren davor, wobei sich jetzt auch die europäischen Hersteller, allen voran RWS, durch innovative Geschosskonstruktionen erfolgreich hervorheben. Dass es auch weiterhin Jäger geben wird, die eine so gravierende Veränderung ablehnen, ist fast verständlich, da es zu diesem Thema kein Schwarz-Weiß-Bild

gibt, sondern viele Grautöne dazwischen. Nur ein klares, eindeutiges und international wissenschaftlich bestätigtes Bild soll Gültigkeit erlangen, das eindeutig aussagt: „Blei ist ein Umweltgift“. Auch wenn es bei einigen Bleigeschossen nur in geringen Mengen zu Bleisplitterabgaben in das Wildbret kommt, wird dieses Geschossmaterial aus Gesundheitsgründen langfristig ausgewechselt werden müssen.

3. DIE FORTBILDUNG IM SCHIESSWESEN Das vergangene Jahr 2014 ermöglichte den Kärntner Jägerinnen und Jägern das größte Angebot an praktischen Fortbildungen im Bereich Schießtechnik wahrzunehmen, das es bisher gab. So wurde, beginnend mit dem Jugendschießen im Frühling, dem Flintenschießen im Frühherbst am Längsee und dem Kugelschießen im Spätherbst in Großkirchheim alles angeboten, was der Kärntner Jäger für den sicheren Schuss an Schießtechnik benötigt. Die Jägerinnen wurden nicht nur ebenfalls bei diesen Veranstaltungen ausgebildet, sondern Brauchtumsreferentin Claudia Haider organisierte in Pakein weitere erfolgreiche Ausbildungen für den Jägerinnenstammtisch. Zusammengefasst: Wir sind sehr stolz auf die Kärntner Jägerinnen und Jäger; denn alle angebotenen Veranstaltungen waren in kurzer Zeit ausgebucht und bei den Seminaren waren der Fortbildungswille und die Begeisterung der Teilnehmer bemerkenswert.

4. SCHIESSVERANSTALTUNGEN LOKAL UND NATIONAL Vom Neujahrsschießen bis zur Bundesmeisterschaft Das Jahr der Kärntner Jagd-

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Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlichen Hegeringschießen nach Bezirken

schützen begann traditionell mit dem 19. Neujahrsschießen der Kärntner Jägerschaft in Blintendorf mit den Siegern Poleiner, Mag. H. Wolte, Buttazoni, P. Wolte. Weiters folgten der dreiteilige Jagdcup, den Polanez vor Striessnig, Kampl, Poleiner und Wolte gewann. Die Mannschaftswertung der Landesmeisterschaft gewann St. Veit vor Spittal und Feldkirchen. Es wurden auch Landesmeisterschaften in Jagdparcours, Compac Sporting, Jagdlich TrapFA/FO/FU und der jagdlichen Kugel durchgeführt. Nicht in allen Bundesländern, aber

jedenfalls in Kärnten funktioniert die Zusammenarbeit der Kärntner Jägerschaft mit dem Austria Sportschützen Fachverband, vertreten durch F. C. Berger und F. Wagger, bestens und dient nicht nur der sportlichen Ertüchtigung, sondern ganz besonders auch dem präzisen und sicheren jagdlichen Schuss. Den Höhepunkt und Abschluss im Schützenjahr stellt das Österreichische Jägerschaftsschießen dar. Diesmal wurde es in Oberösterreich durchgeführt. Die Kärntner Mannschaft belegte, trotz guter Mannschaftsleistung, wiederum

STATISTIK HR-SCHIESSEN – TEILNEHMER Vi

SP

HE

FE

SV

VK

WO

Kla

Ges

2010

1214

1471

460

508

1263

701

687

1003

7307

in %

69,73 64,01 70,77 64,47 60,60 70,45 67,75 60,75 60,83

2011

1168

in %

1654

553

1274

66,78 70,29 68,73

70

59,76 71,87 69,41 60,12 64,99

2012

1201

513

1313

in %

68,47 68,04 70,93 64,53 61,16 68,64 69,48 55,83 65,10

2013

1185

in %

67,56 71,07 71,69 65,28 64,28 71,41 70,97 60,98 66,37

2014

1219

in %

66,50 61,00 66,40 62,20 60,50 69,50 63,20 54,90 62,10

1616

1688

1611

444

466

471

475

519

538

1380

1390

718

694

722

734

699

699

714

720

1019

953

1041

1098

7529

7455

7720

7785

den undankbaren 4. Platz. Allerdings gab es die außergewöhnliche Leistung von H. Poleiner, der die Einzelwertung gewann und somit Bundessieger im jagdlich kombinierten Schießen wurde.

5. DAS HEGERINGSCHIESSEN Die wichtigste und für alle Kärntner Jäger verbindliche Schießveranstaltung ist allerdings das Hegeringschießen. Die Kärntner Jägerinnen und Jäger haben, wie auf dem Stabdiagramm ersichtlich, in vielen Bezirken die absolute Teilnehmerzahl erhöht, ganz besonders Klagenfurt verzeichnet einen stärkeren Anstieg in Absolut-Zahlen. In Wolfsberg war leider ein leichter und in Spittal ein stärkerer Rückgang zu verzeichnen. Ein herzliches Danke allen Mitstreitern in Sachen „erfolgreiches und sicheres Schießen in Kärnten“, von den Bezirksschießreferenten, den Schießstandbetreibern, den Büchsenmachern bis zu den helfenden Händen auf den Schießständen! Daran schließe ich die Bitte, auch in Zukunft diesen gemeinsamen und erfolgreichen Weg für die Kärntner Jäger und die Jagd in Kärnten weiterzugehen.


L A N D E S J Ä G E R TA G

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Kärntner Jäger

Brauchtum und Jugend Referentin Claudia Haider Ernährung spielt in der heutigen modernen Zeit eine wichtige Rolle. Begriffe, wie „regional“, „saisonal“, „Fleisch aus Nicht-Massentierhaltung“, „fair trade“, „biologisch gewachsen“, „fettarm“, „vitaminreich“, „gesund“ sind nur einige der geläufigen Schlagworte in der Diskussion um gesunde Ernährung. Abhängig von den Ernährungsund Konsumgewohnheiten lassen sich grob drei Gruppen einteilen. Vegetarier, Veganer usw. – mit unzähligen Namen benennen sich Menschen, die das eine oder andere aus ihrem Speiseplan ausklammern. Dann gibt es noch jene, die bedenkenlos das dargebotene und angebotene Essen zu sich nehmen; ungeachtet der Herstellung, der Entstehung und der Verarbeitung der Lebensmittel. Die dritte große Gruppe, die bewusst zu den Lebensmitteln greift, nennt sich Flexitarier und gehört der neuen Generation der LOHAS (Lifestyles of Health and Sustainability) an. LOHAS bzw. Flexitarier vereinen nachhaltige Ideen mit der körperlichen Gesundheit. Sie sind Idealisten, aber keine Spaßbremsen; lehnen Fleisch aus Massentierhaltung ab, wollen aber Fleisch als wichtigen Bestandteil unserer Ernährung nicht missen. Wir Jäger können dieses gesunde Fleisch, das reich an ungesättigten Fettsäuren ist, bieten. Fettsäuren sind Geheimwaffen für die Gesundheit, die in Wildfleisch neben Vitaminen, Aminosäuren, Spurenelementen, Mineralstoffen etc. reichlich vorhanden sind. Fettsäuren bauen unsere Zellmembranen auf, beugen Organschäden vor und sorgen für eine jünger aussehende Haut. Unser Körper kann die ungesättigten Omega-3-Fettsäuren nicht selbst herstellen. Viele gute Gründe sprechen für Wildfleisch. Fettarmes Wildbret kombiniert mit reichlich biologisch gezogenem Gemüse tut dem Körper einfach gut! Als Brauchtumsreferentin sehe ich es als meine Aufgabe, neben der Bewahrung unserer sinnvollen Tradition, neues Bewusstsein für unser jagdliches Tun zu schaffen. So stand das abgelaufene Jahr ganz im Zei-

chen des gesunden Wildfleisches. Die Ernte beginnt im Wald mit einem guten, schnelltötenden Schuss. Um die Treffsicherheit zu gewährleisten laden wir immer wieder zu Schießseminaren ein. DI Kurt Rohner gab wertvolle Tipps und beim praktischen Üben, ob Schrot oder Kugel, vertiefte sich das Können. Da liegt es, das erlegte Stück mit letztem Bissen und Beutebruch versehen. Das Brauchtum gibt Würde und Ehrerbietung. In Zerwirkkursen zeigt Gerald Eberl, wie das Wild fachgerecht, hygienisch und sorgsam weiter verarbeitet wird. Aus diesen Kursen, die sich großer Beliebtheit erfreuen, entstand die Idee, einen Film mit dem Thema „Vom Revier auf den Teller“ zu produzieren. Es braucht entsprechendes Wissen um die Verarbeitung des Wildfleisches. In diesem Lehrfilm wird eine Anleitung vom Aufbrechen, Aus-der-Decke-Schlagen bis hin zum Zerwirken zur Verfügung gestellt. Gerald Eberl bringt hier sein gesamtes gesammeltes Wissen als leidenschaftlicher Jäger und Koch ein. Ein Film von Jägern für Jäger, der einen Meilenstein in vieler Hinsicht darstellt. Viele begeisterte Beurteilungen von Anwendern bestätigen dies. Die DVD „Vom Revier auf den Teller“ ist in der Landesgeschäftsstelle und in den Bezirksgeschäftsstellen zum Preis von € 8,- zu beziehen. Küchenfertig zerwirkt kommt das Fleisch in die Pfanne – Cilly Höfferer weiß wie. In Kochkursen gab sie als Jägerin und passionierte Köchin ihr Wissen weiter. Wildküche neu interpretiert ist gesund und mit wenig Aufwand zubereitet. Frei nach dem Leitbild der Kärntner Jägerschaft hier der Satz: „Jagd ist Verantwortung und schafft Gaumenfreude“. Wir Jäger produzieren nicht nur

gesundes Wildfleisch sondern auch tierische Fette. Unter dem Titel „Tierisch starke Medizin“ zeigte uns Frau Hoflacher, was man mit den wertvollen Fetten alles machen kann. Von Cremen, Salben, Glosses bis zu Auszügen reicht die reichhaltige Verwendungsmöglichkeit. So manches Wehwehchen kann behandelt bzw. ihm vorgebeugt werden. Auch hier gilt: Der Rohstoff, aus dem diese Medizinalien entstehen, ist 100% natürlich. Der Reigen der Aktivitäten schloss mit dem traditionellen Weihnachtsbrunch des Jägerinnen-Stammtisches ab. Erfahrungsaustausch, heitere Jagdbetrachtungen aus der Feder von Marianne Fischer sowie das Innehalten in Dankbarkeit für das sich wandelnde Jagdjahr mit seinen wunderschönen Erlebnissen prägten diesen Vormittag. Zum Thema Wald-Wild-Schule hielt Frau Cornelia Korak etliche Seminare ab. In anschaulicher, altersgemäßer Form wurden Wissen und Zusammenhänge der Jagd der nichtjagenden Bevölkerung vermittelt. Dies wird immer wichtiger, um das Verständnis für die wichtigen Aufgaben der Jagd zu behalten. Schön in diesem Zusammenhang, dass auch heuer wieder ca. 800 Kinder in das Schloss Mageregg kamen, um mit Gerald Eberl einen jagdlichen Vormittag zu erleben. Ihm und allen Jägern, die ihr Wissen weitergeben, ein herzliches Danke! Die Zusammenarbeit mit der Zeitung „Mini-Max“ geht ins 7. Jahr. Eine gelungene Kooperation, die Wissen schafft. Gelebtes Brauchtum ist Bestandteil unseres Selbstverständnisses. Bei Jagdkonzerten, Jägerwallfahrten oder Hubertusmessen laden wir alle ein, daran teilzuhaben. Dank allen Initiatoren für ihr Engagement. Zeitungsberichte zum Thema Brauchtum geben weitere Einblicke in unser Tun und zeigen am Beispiel „Jägersprache“, wie vielseitig jagdliches Brauchtum ist. Jagd ist Verantwortung unser Kulturgut nachhaltig weiter zu entwickeln. Es macht Freude daran mitzuwirken.

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Kärntner Jäger

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Jagdhornbläser und Jagdmusik Referent LJM-Stv. Josef Monz Unlängst hatte ich die Freude, einen Vortrag von DI Thomas Huber mit dem Titel „Von den Klängen der Natur“ miterleben zu dürfen. Er hat dabei mir, denke aber auch den anderen Teilnehmern, bewusst gemacht, wie vielfältig man Natur genießen bzw. diese intensiv erleben kann. Nicht nur die uns bekannten Lautäußerungen der Tierwelt sind es, sondern auch deren Modulation in verschiedenen Situationen. Aber, und das ist vielleicht das Besondere, Bäume, Sträucher und Landschaftselemente, insbesondere aber deren Veränderung sind akustisch wahrzunehmen. Als Hörverstärker sind dazu nicht unbedingt technische Hilfsmittel notwendig, es genügt oftmals auch, die Hände richtig an die Ohren anzulegen. Das Wichtigste an dieser Sache ist jedoch, dass uns die Sensibilität für unser Umfeld nicht verloren geht, denn dann kann man nach dem einen oder anderen Pirschgang zwar sagen: „Ich habe nichts gesehen, ich habe aber viel gehört“. In dieses Klangbild sollen sich in einer Zeit, wo wir permanent einem oft schon nervtötenden Lärm- und Beschallungsszenario ausgesetzt sind, Jagdhornblasen und Jagdmusik daher auch möglichst harmonisch einfügen. Harmonisch bedeutet, richtige Töne in passender Lautstärke in Einklang zu bringen. Hier möchte ich doch ein wenig Kritik anbringen, dass ich mich als Teilnehmer an vielen Veranstaltungen mit dem, was dort das eine oder

andere Mal wiedergegeben wird, nicht immer identifizieren kann. Dabei ist es nicht wirklich schwierig, gute Qualität zu bieten. Voraussetzung dafür ist jedoch kontinuierliche Probenarbeit, Auswahl der richtigen Literatur, dem Können und der Besetzung der Gruppe angepasst, sowie gewissenhafte Vorbereitung für den nächsten Auftritt. Das muss nicht immer die Intention für die Teilnahme an einem Wettbewerb sein, auch bei jagdlichen, wie auch anderen öffentlichen Veranstaltungen sind viele Menschen anwesend, welche genau zuhören und bei der Darbietung zwischen „gut“ und „weniger gut“ unterscheiden können. Wir bieten seitens der Kärntner Jägerschaft permanent Kurse zur Aus- und Weiterbildung von Jagdhornbläsern an, welche gut angenommen werden. Die wichtigste Arbeit geschieht jedoch in den einzelnen Gruppen und ich danke allen Hornmeistern, Obmännern und Bläsern dafür. Nehmen wir diese aber auch weiterhin ernst, um die Qualität zu steigern, zumindest aber abzusichern. Im Vorjahr haben sich wieder einige Kärntner Jagdhornbläsergruppen beim Internationalen Be-

werb in Zeillern/NÖ der Jury gestellt und unser Bundesland hervorragend vertreten, wozu hier nochmals herzlichst gratuliert sei. Aus vielen Veranstaltungen, wo die Mitwirkung unserer Jagdhornbläser erwünscht war, möchte ich die Jubiläumsfeier der Jagdhornbläsergruppe Maltatal, verbunden mit dem Jagdhornbläser-Mannschaftsschießen, hervorheben. Auch hier vielen Dank an HM Reinhold Preimel und seine Helfer für Gastfreundschaft und Organisation, wie man sich eine solche nur wünschen kann. Weiterhin unterstützt die Kärntner Jägerschaft die Ausbildung von Jagdhornbläsern, Jubiläumsveranstaltungen sowie den Ankauf von Instrumenten, Noten und Ausrüstung finanziell. Bitte um Verständnis, dass dabei aber die Richtlinien einzuhalten sind. Zum Schluss noch ein Ersuchen: Viele unserer Jagdhornbläser kommen in Anbetracht ihrer langjährigen Zugehörigkeit in den Genuss einer Ehrung. In jedem Fall benötigen wir dafür die Personendaten, wann und wo die Ehrung durchgeführt werden soll, und damit verbunden eine gewisse Vorlaufzeit für die Erstellung der Urkunden. Ebenso ersuche ich, bereits feststehende Termine von Veranstaltungen so mitzuteilen, dass diese noch rechtzeitig im „Kärntner Jäger“ veröffentlicht werden können. Viel Freude weiterhin an Jagd und Jagdmusik. „Horn auf, blast an“


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Informationen dazu finden sich auf nebenstehender Seite!


JAHR DES NIEDERWILDES

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Kärntner Jäger

Ökobeauftragte/r der Kärntner Jägerschaft Ein neuartiges Förderkonzept kommt zur Umsetzung Nachdem die letzten Jahre jagdlich vor allem im Zeichen des Schalenwildes gestanden sind, wurde das Jahr 2015 seitens der Kärntner Jägerschaft zum „Jahr des Niederwildes“ erhoben. Damit soll zum einen gezeigt werden, dass die Vielfalt der Jagd nicht bei den unterschiedlichen Schalenwildarten endet und zum anderen soll damit auf die Situation des Niederwildes aufmerksam gemacht werden, denn der Niederwildlebensraum hat sich in Kärnten in den letzten Jahrzehnten verschlechtert. Durch Lebensraumverbesserung soll dem Niederwild eine bessere Zukunft in Kärnten gegeben werden. Nachdem 2015 auch der Start des neuen ÖPUL-Programmes stattfindet wurde diese Chance genutzt, um mit den Landwirten gemeinsam Niederwildlebensräume zu gestalten. Aus diesem Grund fanden im Februar in ganz Kärnten vier Veranstaltungen statt, bei denen sich Jäger zu Ökobeauftragten ausbilden lassen konnten. Mit der Teilnahme an einer der Abendveranstaltungen erlangten die Teilnehmer die Kompetenz, um eigenverantwortlich mit den Landwirten Projektflächen auszuwählen und ihnen durch die Genehmigung von entsprechenden Saatgutmischungen, die die Landwirte dann kostenfrei beziehen können, unter die Arme zu greifen. Diese Schulungen wurden jeweils von LandesjägermeisterStellvertreter Josef Monz moderiert, der in seinen Eröffnungsworten die Beweggründe für das „Jahr des Niederwildes“ ausführte und den Teilnehmern die gesteckten Ziele dieses neuartigen Vorhabens – eigenverantwortliche Lebensraumgestaltung, die durch die Kärntner Jägerschaft finanziell unterstützt wird – bildlich aufzeichnete. Er war es auch, der diese – in Österreich derzeit einzigartige – Idee geboren hat und im Vorstand der Kärntner Jägerschaft zur entsprechenden Umsetzung brachte. Im Rahmen der Schulung erläuterte Ing. Sepp Schnabl die Ökomaßnahmenprojektschiene der

Rund 230 Interessierte haben sich in den Dienst der Lebensraumverbesserung gestellt.

Kärntner Jägerschaft. Wildbiologe Mag. Gerald Muralt stellte die aktuelle Situation des Niederwildes in Kärnten dar, zeigte, welche Faktoren für den Rückgang des Niederwildes verantwortlich gemacht werden können und erläuterte, wie dem Niederwild geholfen werden kann und welche Punkte besonderer Beachtung bedürfen, v. a. um die Schaffung von Ökologischen Fallen zu vermeiden, d. h. keine Maßnahmen zu unterstützen, die zwar auf den ersten Blick positiv sind, sich aber letztendlich negativ auf das Niederwild auswirken. Ing. Christian Kotschnig, stellvertretender Referent für Reviergestaltung und Naturschutz, erläuterte in seinem Vortrag zum Einen die diversen und für Laien oft unübersichtlichen ÖPUL-Projektförderungen und stellte zum Anderen die für die Ökobeauftragten relevanten Fördermaßnahmen im Detail dar. Zum Abschluss erläuterte Geschäftsführerin Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger die aktuelle Situation der Rabenvogelbejagung in Kärnten vor dem Hintergrund der europarechtlichen Bestimmungen. Es fand sich eine Möglichkeit, wie man die Rabenvogelfreigabe für die Jäger in den nächsten Jahren wieder etwas erleichtern könnte: Um ein Schadenmonitoring für die Vorbereitung einer neuen Durchführungsverordnung zu etablieren, wurden die Ökobeauftragten ersucht, die Frageblätter den

Die Teilnehmer erhielten dadurch die Kompetenz eigenverantwortlich Projektflächen auszuwählen und Saatgutunterstützungen zu genehmigen.

von Schäden betroffenen Landwirten zur Verfügung zu stellen. Die ausgefüllten Datenblätter können sowohl an die Bezirksgeschäftsstelle als auch an die Landesgeschäftsstelle übermittelt werden; letztere wird die Daten sammeln, aufbereiten und danach der Landesregierung zur Verfügung stellen (siehe Datenerhebungsblatt auf nebenstehender Seite). Kärntenweit ließen sich 230 Jäger zu Ökobeauftragten ausbilden, die mit Erscheinen dieser Ausgabe wohl schon großteils ihre Fördertätigkeit abgeschlossen haben, da der Saatgutbezug am 15. Mai endet. Für alle Interessierten findet sich weiteres Informationsmaterial auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft. G. M.

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Niederwildtag 2015 Im Jahr 2014 hat der ehemalige Referent für Niederwild (2004-2009) Mag. Kurt Matschnigg erneut die Leitung des Niederwildausschusses übernommen. Nachdem unter seiner damaligen Führung der Tag des Niederwildes bereits eine gewisse Tradition erlangt hat, war eine der ersten Maßnahmen – neben der aktiven Gestaltung des „Jahres des Niederwildes“ – die erneute Durchführung eines Niederwildtages. Der Niederwildtag 2015 wurde am 15. März im Schloss Mageregg abgehalten und fand, wie auch bereits die vorhergehenden Veranstaltungen, regen Anklang. An die 200 Jäger fanden sich in Mageregg ein, sodass die Vorträge synchron in einen zweiten Raum übertragen werden mussten. Eröffnet wurde der Niederwildtag von Landesjägermeister-Stellvertreter Josef Monz. Er erteilte gleich zu Beginn Niederwildreferent Kurt Matschnigg das Wort, der die Niederwildsituation in Kärnten darstellte und aufzeichnete, wohin der Weg in Kärnten gehen muss, um das Niederwild nachhaltig zu erhalten. Als Vortragende waren geladen: Ing. Paul Weiß, Niederwildreferent in Niederösterreich und Niederwildlebensraumbewirtschafter und -gestalter der ersten Stunde – ein Praktiker durch und durch.

Hochkarätige Referenten – auch aus dem benachbarten Ausland – beleuchteten die Niederwildsituation. Am Bild: Ing. Paul Weiß, Niederwildreferent aus Niederösterreich

Mag. Erich Klansek, tätig am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, schwerpunktmäßig mit Niederwild beschäftigt und als ursprünglicher Kärntner auch bestens mit der Kärntner Situation vertraut. Seine Einschätzung der Niederwildsituation findet sich im Artikel auf Seite 30. Dr. Daniel Hoffman, Geschäftsführender Direktor der Game Conservancy Deutschland, deren Ziel es ist, bewirtschaftete Natur mit ökologischen Zielen der Ressourcenschonung und dem Erhalt bzw. der Ausweitung der Artenvielfalt zu verbinden. Alle drei Referenten waren sich in Hinblick auf die aktuelle Niederwildsituation und die zu setzenden Maßnahmen einig: Der Lebensraum des Niederwildes hat sich in

den letzten Jahrzehnen verschlechtert. Konnten Hase, Rebhuhn etc. ursprünglich von kleinräumigen Strukturen und der großen Diversität, die durch die Landwirtschaft entstanden ist, profitieren, hat sich dies etwa ab Anfang der 60er Jahre mit Beginn der landwirtschaftlichen Arrondierungen und dem Einsatz von Pestiziden und Insektiziden wieder gewendet und haben die ursprünglich hohen Niederwildbestände erneut abgenommen. In Summe können der Wegfall der Brachen, die Änderung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung, ungünstige Witterungsverhältnisse, steigende Dichten von Beutegreifern, und letztendlich auch die Reduzierung der Hegebemühungen für den Rückgang der Niederwildarten verantwortlich gemacht wer-

Erklärtes Ziel der Kärntner Jägerschaft vor 200 Teilnehmern: Das Niederwild soll wieder vermehrt in den Mittelpunkt gestellt werden.


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Organisatoren und Referenten des Niederwildtages (v.l.n.r.): LJM-Stv. Monz, GF Mag. Burgstaller-Gradenegger, Niederwildreferent Mag. Matschnigg, Mag. Klansek, Ing. Weiß, Dr. Hoffmann und LJM DI Dr. Gorton.

den. Dr. Hoffmann zeigte hier die statistischen Zusammenhänge zwischen diesen Faktoren und dem Rückgang des Niederwildes sehr klar auf. Für alle drei Referenten war klar, dass in erster Linie das Habitat passen muss, aber auch Prädatoren nicht außer Acht gelassen werden dürfen, denn ohne Prädatorenbejagung beschleunigt sich der Populationsverlust. Die Förderung des Niederwildes sahen alle drei Referenten als flächendeckende Herausforderung für Jagd-, Landund Forstwirtschaft. Auch in diesem Fall brachte es Dr. Hoffmann auf den Punkt: Gewinnerarten zu fördern ist keine Kunst, die Spreu vom Weizen der Artenschützer trennt sich bei den Verliererarten, zu denen das Niederwild mittlerweile zu zählen ist. Alle drei hatten bewundernde Worte für die in Kärnten ins Leben gerufenen Ökobeauftragten, denn sie alle kamen in ihren Vorträgen zu dem Schluss: nur über die Säulen Lebensraumgestaltung und entsprechende Prädatoren-Regulierung kann die Situation des Niederwildes nachhaltig verbessert werden. Populationsstützende Maßnahmen sind meist nur in Ausnahmefällen zielführend. Viel wichtiger wird es zukünftig sein, auch das Wissen um die Bestandessituation zu vertiefen zum Beispiel durch Scheinwerferzählungen der Feldhasen oder Kartierungen der Rebhuhnbestände. Dieses Wissen muss dann genutzt werden um die

lebensraumverbessernden Maßnahmen genau dort umsetzen zu können, wo die entsprechende Art auch wirklich vorkommt. Es ist noch nicht zu spät, dem Niederwild zu helfen, die Zeit drängt jedoch, um dem negativen Trend in Kärnten nachhaltig entgegenwirken zu können. Nach fast vier Stunden an informativen Vorträgen und einem Rahmenprogramm, bei dem verschiedenste Fallentypen für die Raubwildjagd präsentiert, Scheinwerfer für Hasenzählungen vorgestellt wurden und auch die Kärntner Saatbau Informationen zu ihrem Saatgutprogramm weitergab, ging der Niederwildtag 2015 zu Ende. Bei allen Teilnehmern war die Aufbruchsstimmung und der Wille, dem Niederwild nachhaltig Gutes zu tun, spürbar. G.M.

Die JHBG Feldkirchen und Waidmannsklang Grafenstein/Poggersdorf umrahmten die Veranstaltung gemeinsam.


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Lebensraumansprüche des Niederwildes Mag. Erich Klansek, Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien

WILDTIERE UND IHR LEBENSRAUM BILDEN EINE UNTRENNBARE EINHEIT. Bei der Beurteilung von Lebensräumen sind stets verschiedene Betrachtungsmaßstäbe gleichzeitig zu berücksichtigen, weil die Besiedlungsattraktivität eines bestimmten Habitats immer auch von der großräumigeren Umgebung abhängt. Einzelne Pflanzen bilden zusammen Pflanzenbestände, die in sich weitgehend homogen sein können und somit kleinste Lebensraum-Bausteine bilden. Mehrere verschiedene Pflanzenbestände, die über Randzonen zusammen hängen, bilden Landschaftsteile, in denen Wildtiere im Laufe des ganzen Jahres leben müssen.

KULTURLANDSCHAFT UND WILDTIERE Im Laufe der Evolution haben sich Wildtiere und deren Beute als zwei Bestandteile desselben Ökosystems gemeinsam entwickelt und wechselseitig angepasst. Beide mussten sich in ihrer Entwicklung an veränderte Klimabedingungen und an die jeweilige Konkurrenzsituationen durch andere Tiere und letztlich auch dem Menschen anpassen. Dabei haben sich auch Formen des gegenseitigen Nutzens zwischen verschiedenen Tierarten und zwischen Tieren und Pflanzen entwickelt. Für Niederwildarten wie Feldhase, Rebhuhn, Fasan und Stockente kann grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass sie in nicht zu stark veränderten Kulturlandschaften in größerer Dichte leben können als in einer vom Menschen völlig unveränderten Urlandschaft. Es handelt sich also um sogenannte Kulturfolger, denen Landschaftsveränderungen durch den Menschen in Summe mehr genützt als geschadet haben. Wo es aber zuviel

an „Kultur“ wird, wo also Barrieren die Wanderungen der Tiere unterbinden, wo wichtige Strukturelemente in der Landschaft fehlen, Gifte unkontrolliert ausgebracht werden, Maschinen das Jungwild zu Tode bringen, wo die Beunruhigung ständig zunimmt und ruhige Rückzugsgebiete fehlen, dort stößt auch die Anpassungsfähigkeit von „Kulturfolgern“ bald an Grenzen und sie werden zu „Kulturflüchtern“ (z.B. Rebhuhn).

AUSWIRKUNGEN DER UMWELT AUF DAS NIEDERWILD Freilebende Wildtiere sind zahlreichen Umwelteinflüssen ausgesetzt, auf die sie artspezifisch reagieren. Je nach Zustand ihres Lebensraumes wirken sie dann unterschiedlich auf ihre Umwelt zurück. Wesentlich ist die Überlegung, dass Wildtiere nicht bloß ihre Umwelt beeinflussen können (z.B. durch Verbiss der Vegetation), sondern dass stets auch der Zustand des Lebensraumes die Tiere und deren Wirkung auf die Umwelt beeinflusst. Es besteht also keine einseitige Wirkungsrichtung, sondern eine dauernde Wechselwirkung. Die Umwelt stellt gleichsam die „zweite (äußere) Haut“ des Wildes dar. Wild und Umwelt sollten deshalb immer gemeinsam gesehen werden.

LEBENSRAUMANSPRÜCHE DES FELDHASEN Wo kann er leben? Feldhasen leben nicht nur in den Ackerbaugebieten der Niederungen sondern auch in den von Grünlandwirtschaft geprägten alpinen Becken und größeren Tälern. Auch im Wald kommt er in geringerer Dichte vor. In den Alpen reicht sein Vorkommen im Sommer bis in den Bereich der Baumgrenze, im Winter aus klimatischen Gründen meist nur bis zur Waldgrenze. In dieser Höhenlage liegt sein Überschneidungsbereich mit dem Schneehasen, mit dem er sich kreuzen kann. Kaninchen sind die nächsten Verwandten des Hasen und werden mit diesem häufig verwechselt. Sie ha-

ben andere Lebensraumansprüche und werden hier nicht behandelt. Wo lebt er am liebsten? Als ehemaliges Steppentier fühlt sich der Hase in übersichtlichen Landschaftsteilen mit trockenen, lockeren Böden am wohlsten, vor allem dann, wenn er im Nahbereich zusätzlich noch Hecken, Feldholzinseln, Waldränder, Brachen etc. als Tagesverstecke nutzen kann. Diese Landschaft ist häufig vom Ackerbau geprägt, und je vielfältiger und kleinflächiger die Bewirtschaftung dieses Lebensraumes ist, desto höhere Hasendichten sind zu erwarten. Feuchtflächen werden weniger gerne besiedelt. Nahrungsansprüche: Der Hase stellt hohe Ansprüche an die Nahrungsqualität, vor allem an leicht verdauliche Grünäsung, mit der er auch seinen Wasserbedarf abdeckt. Als anpassungsfähiger „Kulturfolger“ ernährt sich der Feldhase im Ackerbaugebiet vorwiegend von Kulturpflanzen. Im Herbst und Winter sind dies die jungen Getreidepflanzen, die auch noch im Frühjahr die Hauptäsung sein können. Nach der Ernte spielen Ernterückstände von Getreide, Mais, Rübe und Karotte eine wesentliche Rolle. Gezielt aufgesucht werden Anbauflächen von Sojabohne, Luzerne, Weizen, Rotklee, Zuckerrübe, Saatwicke, Platterbse, Weißklee, Inkarnat- und Persischer Klee. In Trockengebieten kann im Sommer Äsungsmangel in qualitativer Hinsicht auftreten (Fehlen von Grünäsung). Mit dem Ausfallgetreide bzw. frischen Getreideaufwuchs nach der Ernte sowie dem Auflaufen der „Gründecken“ ist nur bei entsprechenden Niederschlägen zu rechnen.Von den Wildpflanzen werden Klatschmohn, Hirtentäschel, Flughafer, Löwenzahn, Weiße und Rote Lichtnelke bevorzugt aufgenommen.

LEBENSRAUMANSPRÜCHE DES FASANS Wo kann er leben? Fasane benötigen im Gegensatz


JAHR DES NIEDERWILDES zu Hase und Rebhuhn ausreichend hohe und dichte Vegetationsstrukturen wie Waldränder, größere Feldholzinseln, Bodenschutzpflanzungen, bepflanzte Schottergruben, Feuchtbiotope, stehende und fließende Gewässer, sowie klimatisch günstige Überwinterungsgebiete. Diese Kriterien sind in vielen Lebensräumen mit Ausnahme baumloser Ackerbaugebiete, großflächigen, geschlossenen Waldgebieten und höherer Gebirgslagen erfüllt. Wo lebt er am liebsten? Als Wald-Feld-Gewässer-Vogel liebt er die Mischung dieser verschiedenen Biotoptypen. Fasane stammen ursprünglich aus den Trockengebieten Asiens zwischen dem Schwarzen Meer und Japan. Bei uns fühlen sie sich am wohlsten im Nahbereich von unterholzreichen Waldrändern, Heckenund Baumbeständen mit Früchte tragenden Arten, reich gegliederten Acker- und Weinbaugebieten sowie in Mischgebieten zwischen Ackerbau und Grünland (Wiese, Weide). Der Schwerpunkt seines Vorkommens liegt in Gebieten mit guten Überwinterungsmöglichkeiten, wo Wälder und Baumbestände mit entsprechenden Schlafplätzen auf Bäumen, Klimaschutz und Schutz vor Beutegreifern (Haarraubwild, Greifvögel) sowie natürliche Nahrungsressourcen und Zufütterung gewährleistet sind. Hinsichtlich der Deckung sind die Ansprüche des Fasans ab der Balz im Frühjahr bis zum Selbstständig werden der Jungvögel wesentlich ge-

ringer. Wenn sonst alles stimmt, genügen ihm auch Schilf, hochstehendes Getreide, Hecken etc. als Schlafplätze. Der häufige Aufenthalt im Bereich von Randlinien erleichtert den Hahnen die Revierabgrenzung gegenüber benachbarten Rivalen während der Balz und ermöglicht bei der Nahrungssuche die rasche Erreichbarkeit von sicherer Deckung (Feindvermeidung). Nahrungsansprüche: Als Allesfresser ist der Fasan nicht sehr wählerisch, bevorzugt jedoch energiereiche Nahrung, vor allem Getreidekörner (besonders Mais und Weizen), die nach dem Anbau mit dem Schnabel auch aus dem Boden herausgehackt werden können. Proteinreiche Kleintiere werden bis zu jener Größe gefressen, in der sie im Ganzen abgeschluckt werden können. Erwachsene Fasane lieben nahezu alle im Lebensraum vorkommende Sämereien und Früchte, Keimlinge und Jungpflanzen, soweit sie für den Fasan keine giftigen Inhaltsstoffe besitzen. Bevorzugt werden Maiskörner, die auch nach dem Anbau aus dem Boden herausgehackt werden oder der Keimling herausgezogen wird, um an das Korn zu gelangen. Die Keimblätter der Sonnenblume besitzen ebenso wie Maiskörner eine hohe Attraktivität. Niederliegendes Getreide, Ausfallgetreide nach der Getreideernte und Ernterückstände nach der Erbsen-, Soja-, Mais-, Sonnenblumenund Zuckerrübenernte bilden einen gedeckten Tisch und werden gerne genutzt. Die Küken sind


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in ihren ersten Lebenswochen auf tierische Nahrung angewiesen. Aufgenommen wird nahezu alles Kleingetier, das sich bewegt und abgeschluckt werden kann. Auch Altvögel nehmen noch gerne Insekten (Käfer, Blattläuse, Ameisen), Würmer, Schnecken und Spinnen auf, wobei sie auch landwirtschaftliche Schädlinge wie Kartoffelkäfer, Wanzen, Drahtwürmer etc. nicht verschmähen.

LEBENSRAUMANSPRÜCHE DES REBHUHNS Wo kann es leben? Rebhühner leben außer in reinen Feldrevieren der Niederungen bis in Höhen von etwa 600 Metern, können inselartig aber auch noch darüber vorkommen. Geschlossene Waldgebiete werden gemieden, Randbereiche von Siedlungen sowie Gartenanlagen werden hingegen gerne angenommen. Wo lebt es am liebsten? Als ursprüngliche Steppenbewohner fühlen sich Rebhühner in weithin übersichtlichen Offenlandschaften mit einzelnen Buschgruppen am wohlsten. Eine hohe Besiedlungsdichte erfordert entsprechenden Sichtschutz zwischen den Paaren, der jedoch bereits mit über 30 Zentimetern Höhe ausreichend gegeben ist. Dicht und hoch stehende Getreideschläge, Sonnenblumen- und Maisäcker werden nur in ihren Randbereichen regelmäßig genutzt, während der größte Teil dieser Flächen gemieden wird.

Die Zerschneidung des Lebensraumes mit hoher Grenzliniendichte ist die beste Voraussetzung für das Wohlbefinden des Rebhuhns während der Brut- und Aufzuchtzeit. Die Nester werden bevorzugt in Feldrainen und in alten Brachen, aber auch in Wintergetreide, Klee, Luzernefeldern und Wiesen angelegt. Im Winter ist das Rebhuhn bezüglich seiner Ernährung recht genügsam, ein Überleben der Familien allerdings nur in möglichst kopfstarken Gruppen (Vermeidung von hohen Wärmeverlusten durch Zusammenkuscheln vieler Individuen) aussichtsreich. Als Tageseinstände werden niedrige Buschgruppen und unterwuchsreiche Hecken bevorzugt. Sind diese Deckungsstrukturen nicht oder nicht in ausreichender Attraktivität für die Wintergruppe vorhanden, oder die Individuenzahl der Überwinterungsgruppe ist in strengen Wintern nicht ausreichend, sind hohe Verluste (bis zu 100 Prozent) möglich. Nahrungsansprüche: Die Küken sind während ihrer ersten Lebenswochen ausschließlich auf Kleinsttiere wie Blattläuse, Kleinkäfer, Ameisen und deren Puppen, Schmetterlingsraupen, Spinnen, Schnecken usw. angewiesen. Ab der dritten Lebenswoche werden zunehmend pflanzliche Nahrung aufgenommen. Bevorzugt werden Klee- und junge Getreidepflanzen, Getreidekörner und die Samen von Wildkräutern.

LEBENSRAUMANSPRÜCHE DER STOCKENTE Wo kann sie leben? Außerhalb der Alpen ist sie bei uns flächendeckend verbreitet und nahezu überall anzutreffen, da sie an ihren Lebensraum keine großen Ansprüche stellt. Wo lebt sie am liebsten? In der Nähe von Gewässern. Als Kulturfolger ist sie sehr anpassungsfähig. Scheut auch die Nähe des Menschen nicht, wenn von ihm keine Gefahr ausgeht. Kann über weite Strecken hinweg gut angefüttert werden. Nahrungsansprüche: Von adulten Vögeln wird pflanzliche Nahrung an Gewässern, aber auch auf Feldern (Getreidejungwuchs, Ernterückstände) und Wiesen (verschiedenen Gräser und Kräuter) sowie Eicheln bevorzugt aufgenommen. Küken ernähren sich von Kleintieren wie Insekten, Würmern, Laich, Kleinfischen etc.

ARTENVERGLEICH Abgesehen von diesen grundsätzlichen Ansprüchen unserer Haupt-Niederwildarten hängt der jeweils bevorzugte Aufenthaltsort der Tiere innerhalb ihres Gesamtlebensraumes einerseits sehr stark von der aktuellen Feindeinwirkung, dem Vorkommen konkurrenzierender Arten, dem Wetter und dem Nahrungsangebot ab, andererseits


JAHR DES NIEDERWILDES aber gleichzeitig auch von den jeweiligen Bedürfnissen der Tiere nach Sicherheit, Ruhe, Hunger, Fortpflanzung usw. Die Raumnutzung der Tiere kann sich deshalb kurzfristig stark ändern. Um je nach aktuellem Bedürfnis von einem Optimalstandort zum anderen gelangen zu können, müssen oft längere Strecken überwunden werden. Das ist aber in der vielseitig vom Mensch genutzten Landschaft, wo Wildtiere oft intensiv gejagt werden, meist nur unter erheblichem Sicherheitsrisiko für die Tiere möglich. Dadurch wird ihre Bewegungsbereitschaft vermindert und sie verweilen oft länger an suboptimalen Aufenthaltsorten. Will man eine hohe Habitatattraktivität herstellen oder erhalten, dann müssen diese Zusammenhänge und deren zeitliche Veränderung berücksichtigt werden. Dazu sind ausreichend Kenntnisse über die unterschiedlichen Bedürfnisse der Wildtierarten, deren Verhalten und über die Auswirkungen von Veränderungen des Lebensraumes durch den Menschen erforderlich.

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LEBENSRAUMQUALITÄTSFAKTOREN Die Struktur von Wildtierpopulationen (Individuenzahl, Wilddichte, Wildverteilung, Geschlechterverhältnis, Altersaufbau) und die Populationsdynamik (zeitliche Veränderung der Populationsstruktur durch Geburt und Tod, bei Teilpopulationen auch durch Zu- und Abwanderung) stehen in enger Wechselwirkung mit der Habitatstruktur (Aufbau des Lebensraumes) und der Habitatdynamik (Veränderung der Habitatstruktur im Laufe der Zeit). Bei ökologischem Blickwinkel müssen diese beiden Teile des Ökosystems – die Wildtiere und ihr Habitat – stets gemeinsam gesehen werden. Nur so können die „Ökologie“ des Wildes – also seine Beziehungen zur Umwelt – besser verstanden und aus diesem Verständnis effiziente Maßnahmen für ein gezieltes Management abgeleitet werden. Einseitige Betrachtungen entweder nur der Wildtiere oder nur ihres Lebensraumes berücksichtigen nicht deren ökologischen Zusammenhang und sind deshalb nicht dazu geeignet, bestehende

Kärntner Jäger

Probleme umfassend zu lösen (siehe auch Reimoser et al. 2006). Die Tiere konzentrieren sich stets stärker im relativ zur Umgebung besseren Habitat. Die Attraktivität eines bestimmten Habitats kann sich deshalb auch nur durch die Veränderung der Umgebungsattraktivität ändern. Dies ist die Erklärung dafür, wenn sich in einem Jagdgebiet plötzlich weniger (oder mehr) Wild konzentriert, ohne dass sich die Habitatfaktoren in diesem Jagdgebiet geändert haben – die Habitatqualität ist in der Umgebung irgendwo besser (oder schlechter) geworden. Diese Abhängigkeit der Habitatqualität (Habitatattraktivität) eines bestimmten Gebietes von der Habitatqualität in der Umgebung dieses Gebietes ist in der Regel umso größer, je kleiner das betrachtete Gebiet ist. Auch deshalb ist großräumiges (revierübergreifendes!!!) Denken, Planen und Handeln auch beim Niederwild so wichtig, wenn bejagbare Besätze auch noch in Zukunft erhalten bleiben sollen. Dankenswerterweise von der Zeitschrift „Der Anblick“ zur Verfügung gestellt.

Neuanpassung der Förderschiene für Wildökologische Maßnahmen Erhaltung und Verbesserung der Lebensräume für wildlebende Tiere Anlässlich des Landesjägertages 1997 wurde beschlossen, den Mitgliedsbeitrag zur Kärntner Jägerschaft zweckgebunden um 100 Schilling zu erhöhen. Dieser Beschluss diente zur Sicherung der Fördermittel von Ökologischen Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung von Lebensräumen für wildlebende Tiere. Für die förderbaren Maßnahmen wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt. Förderbar sind nur Maßnahmen, welche den Förderrichtlinien der Kärntner Jägerschaft entsprechen. Die meisten landwirtschaftlichen Nutzflächen werden im Rahmen eines Projektes oder Programmes bewirtschaftet und auch gefördert. Da Doppelförderungen nicht erfolgen dürfen, muss das Förderprogramm der Kärntner Jäger-

schaft entsprechend auf die ÖPULbzw. AMA-Richtlinien abgestimmt sein. Das neue ÖPUL-Programm 2015 erforderte nun wiederum gravierende Änderungen des Maßnahmenkataloges und der Förderrichtlinien der Kärntner Jägerschaft. Nachdem 2015 zum „Jahr des Niederwildes“ ausgerufen wurde, hat man die Chance genutzt, im Rahmen der notwendigen Änderung des Maßnahmenkataloges, die Niederwildlebensräume besonders zu unterstützen. Der neu angepasste Maßnahmenkatalog, die neuen Antragsformulare für Ökomaßnahmen sowie die Förderrichtlinien finden sich auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft unter dem Menüpunkt

„Formulare“. Diese sind auch in der Landesgeschäftsstelle und in den Bezirksgeschäftsstellen der Kärntner Jägerschaft erhältlich. Obwohl durch einige Programme im ÖPUL 2015 teilweise bestehende Lebensräume für unsere Wildtiere gesichert werden, ist jeder Jäger und jede Jägerin aufgefordert, im Rahmen seiner bzw. ihrer Möglichkeiten, auch einen Beitrag dazu zu leisten. Jeder noch so kleine Beitrag ist ein wichtiger Mosaikstein im System der erforderlichen Lebensraumvielfalt und damit die Grundlage für eine artenreiche, vielfältige, wildlebende Tierwelt. Ing. Josef Schnabl Referent für Reviergestaltung und Naturschutz

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JAHR DES NIEDERWILDES

Kindgerechte Aufbereitung des in MINI-MAX


JAHRD DES NIEDERWILDES

s Jahresthemas

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WI LDÖKOLOGI E

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KÄRNTENS JAGDSTRECKE 2014 Klagenfurt

Villach

Hermagor

Spittal/ Drau

Feldkirchen

St. Veit/ Glan

Wolfsberg

Völkermarkt

Kärnten gesamt

Kärnten 2012

Kärnten 2013

Rehwild Böcke Geißen Kitze Gesamt

880 953 527 2.360

1093 1013 557 2.663

508 399 269 1.176

1.460 1.144 643 3.247

611 593 390 1.594

1.962 1.765 1.047 4.774

1.243 1.150 857 3.250

1.080 1.060 581 2.721

8.737 8.077 4.871 21.785

8.968 8.820 5.495 23.283

8.870 7.954 4.029 20.853

Rotwild Hirsche Tiere Kälber Gesamt

14 7 5 26

298 405 337 1.040

171 195 132 498

867 1.457 1.285 3.609

211 346 339 896

470 661 504 1.635

80 199 133 412

75 102 59 236

2.186 3.372 2.794 8.352

2.800 3.813 3.348 9.961

2.885 3.667 2.792 9.344

Gamswild Böcke Geißen Kitze Gesamt

42 60 17 119

238 211 106 555

171 164 44 379

712 678 78 1.468

42 28 12 82

76 69 38 183

96 111 33 240

62 76 22 160

1.439 1.397 350 3.186

1.418 1.455 447 3.320

1.360 1.183 307 2.850

Muffelwild Widder Schafe Lämmer Gesamt

3 8 3 14

3 3 0 6

0 0 0 0

0 0 1 1

8 4 2 14

52 56 53 161

0 1 1 2

8 13 11 32

74 85 71 230

90 95 86 271

100 94 68 262

Steinwild Damwild Schwarzwild Murmeltiere Hasen Füchse Dachse Marder Iltisse Großes Wiesel

0 1 41 0 35 784 72 170 29 7

0 0 5 9 131 602 33 202 8 7

0 1 5 72 54 440 31 142 5 0

45 0 3 673 181 1.245 40 203 11 0

0 0 11 57 41 586 29 88 33 0

0 23 156 5 116 1.362 32 250 40 0

0 11 63 2 116 903 34 141 34 0

0 9 164 0 130 852 93 295 49 3

45 45 448 818 804 6.774 364 1.491 209 17

24 32 725 845 838 7.890 416 1.647 260 8

35 36 477 644 664 6.400 304 1.452 201 24

FEDERWILD Auerwild Birkwild Haselwild Fasane Rebhühner Wildtauben Waldschnepfen Wildenten Wildgänse Blässhühner Kolkraben Aaskrähen Eichelhäher Elstern

0 6 4 332 0 110 48 578 1 34 24 645 440 290

0 19 3 24 0 272 28 424 1 23 1 89 176 49

0 59 10 0 0 8 2 61 0 1 7 26 25 10

0 125 9 0 0 50 1 165 7 0 2 33 32 4

0 8 3 42 0 61 28 195 0 22 5 95 88 37

0 12 1 51 39 220 16 366 0 0 12 141 139 38

0 11 1 24 0 56 8 74 0 0 9 248 132 30

0 5 3 340 0 233 61 364 1 0 73 269 335 152

0 245 34 813 39 1.010 192 2.227 10 80 133 1.546 1.367 610

85 247 52 1.030 82 874 175 2.680 7 213 423 3.139 4.267 113

99 219 36 964 72 734 128 2.307 2 128 212 2.149 2.013 720

Schwarzwild

Hase

Fuchs

Dachs

Marder

Iltis

11 2 13

477 87 564

465 113 578

142 5 147

183 28 211

45 3 48

HAARWILD

FALLWILD Straße Übriges Fallwild Gesamtfallwild

Rehwild

Rotwild

2.498 2.111 4.609

149 732 881

Gamswild Muffelwild

3 126 129

0 5 5


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Berichte Berichte

S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

BERICHTE

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Nächte des Fuchses Seit nunmehr einigen Jahren finden in Kärnten die Nächte des Fuchses statt. Diese erwecken für Unbedarfte oft den Eindruck eines Wettbewerbes, bei dem es nur darum geht, wer die meisten oder die größten Füchse erlegt hat bzw. am öftesten am Ansitz war. Man muss dazu jedoch festhalten, dass es hier um viel mehr geht, denn letztendlich hat man gerade in Hinblick auf das Niederwildmanagement erkannt, dass die Raubwildbejagung ihren Teil zur nachhaltigen Lebensraumsicherung beitragen kann. Die Nächte des Fuchses sind auch als Reaktion auf die stark zugenommenen Dichten

HEGERING BLEIBURG Im Hegering Bleiburg konnte in vielen Fuchsnächten beim Jännerund Februarmond eine ansehnliche Raubwildstrecke mit 62 Füchsen, 22 Mardern und 1 Iltis erreicht werden.

WOCHE DES FUCHSES IM MALTATAL! Ebenso wird in Oberkärnten das „Jahr des Niederwildes“ ernst genommen und so wurde in der ersten Vollmondphase im neuen Jahr in den Hegeringen 81-Malta Süd und 82-Malta Nord verstärkt auf Raubwild gejagt. In nur 9 Tagen konnten 32 Füchse und ein Marder erlegt werden. Trotz des fehlenden Schnees konnte diese beachtliche Strecke zustande gebracht werden. Keine Müdigkeit zeigten die Jäger beider Hegeringe, obwohl bis zum Jahresende auch noch der Schalenwildabschuss zu erfüllen war. Ca. 3,5 Stunden wurde pro Fuchs angesessen. Am 10. Jänner 2015 fand in Koschach beim Gasthof Zirmhof der Familie Egger die Streckenlegung statt, die von den Jagdhornbläsern aus dem Malta- und Katschtal umrahmt wurde. Es wur-

von Fuchs und Marder zu sehen, was sich in Form von periodisch auftretenden Krankheitszügen bemerkbar macht. Es soll dazu beigetragen werden, biotopangepasste Raubwilddichten zu erhalten und vor allem Niederwildlebensräume in Hinblick auf den Prädatorendruck zu entlasten. Füchse, Marder etc., welche in unserer Kulturlandschaft mittlerweile sehr häufig vorkommen, können durch eine weidgerechte Bejagung nachhaltig genutzt werden, denn die so gewonnenen und gegerbten Bälge lassen sich äußerst kreativ und vielfältig verarbeiten.

den 12 Fähen und 20 Rüden erlegt. Franz Winkler sen. erlegte die meisten Füchse und bekam dafür einen schönen Erinnerungspreis. Herbert Pirker erlegte den stärksten Fuchs (Rüde) mit 10,5 kg. Allen Jägern ein kräftiges Weidmannsheil und Weidmannsdank für ihr nächtelanges Ansitzen zum Wohle des Niederwildes sowie des Auerwildes. HRL Franz Reiner

FUCHSJAGD IN DER ÖSTLICHEN SATTNITZ – HEGERING 3 Am 10. Jänner fand im HR Ebenthal in Rottenstein die Streckenlegung anlässlich der revierübergreifenden „Nächte des Fuchses“ statt. Es beteiligten sich in altbewährter Weise die passionierten Raubwildjäger der Gemeindejagden Ebenthal, Mieger und Radsberg. Zur Strecke gebracht wurden 26 Füchse, 5 Marder sowie ein Dachs. Gastgeber und Obmann der Miegerer Jäger, Dominikus Klaus, sprach den Schützen ein Weidmannsheil aus, dem sich auch Hegeringleiter Franz Hensel mit Dank an die Fuchsjäger anschloss. Es wurde ein erfolgreicher Beitrag zur Raubwildbejagung

Streckenlegung des HR Bleiburg auf der Schießstätte Sorgendorf

in der östlichen Sattnitz geleistet. Beim geselligen Zusammensitzen wurden der jagdliche Gedankenaustausch sowie das Brauchtum gepflegt. Ein Dank an dieser Stelle auch für die kulinarische Betreuung durch Franz und Hans Olipp. Jan Schiemann

ERFOLGREICHER BEITRAG ZUR NIEDERWILDHEGE IM JAGDBEZIRK VILLACH! Am 21.02.2015 fand in Rosegg unter Teilnahme von 12 Jagdgesellschaften aus dem Bezirk Villach die 1. Bezirksraubwildstreckenlegung unter dem neuen Raubwildreferenten statt, gleichzeitig war dies die 6. Raubwildstreckenlegung im Hegering 22. Den schwersten Fuchs erlegte mit 9,86 kg Gottfried Kotz. Des Weiteren wurden die fleißigsten anwesenden Jäger mit der Fuchsplakette ausgezeichnet. In weidgerechter Jagd wurden 1 Dachs, 91 Füchse, 18 Marder und 2 Iltisse zur Strecke gebracht. Für diesen 1. Beitrag im heurigen „Jahr des Niederwildes“ nochmals allen beteiligten Jägerinnen und Jägern für Ihre mühevolle Arbeit ein Dankeschön. Angelo Keil (Bezirksraubwildreferent)

Woche des Fuchses im Hegering Maltatal


BERICHTE

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Streckenlegung im Hegering Ebenthal

NÄCHTE DES RAUBWILDS IM HEGERING 134 Am 21. Februar 2015 hat im Hegering Frantschach-St.Gertraud als Abschluss der „Nächte des Raubwilds“ beim Gasthaus Mathebauer die diesjährige Raubwildstreckenlegung mit Schüsseltrieb stattgefunden. Hegeringleiter Josef Selhofer konnte dazu, neben den Ehrengästen u. a. BJM Ing. Walter Theuermann und BJM-Stv. Hubert Jöbstl, sehr viele Jägerinnen und Jäger begrüßen. Im Rahmen der Grußworte der Ehrengäste wurde die Wichtigkeit der Raubwildbejagung zum Schutz des Niederwildes, der Raufußhühner und auch der Haus- und Nutztiere besonders betont. Denn ist es doch der Fuchs, der auch für den Menschen gefährliche Krankheiten wie Tollwut und Fuchsbandwurm übertragen kann. In diesem Zusammenhang wurden auch der Einsatz und der ausgezeichnete Erfolg bei der Raubwildbejagung im Hegering Frantschach-St.Gertraud gelobt und den Schützen ein kräftiges Weidmannsheil ausgesprochen. Der Dank galt den teilnehmenden Jägerinnen und Jägern für die Bereitschaft die Vollmondnächte zu nützen, bei Kälte und Schnee aus-

Kärntner Jäger

Nächte des Raubwildes in Frantschach-St. Gertraud

zuharren, sodass eine so beachtliche Raubwildstrecke zustande kommen konnte. Es konnten in diesem Jahr 59 Füchse, 9 Marder, 4 Iltisse und erstmalig auch ein Waschbär zur Strecke gebracht werden. Bei der Bruchüberreichung an die Schützen beteiligte sich der Bezirksraubwildreferent Hermann Hartl und dankte den Schützen. Den größten Erfolg in den Nächten des Raubwildes 2015 hatte Johannes Guggi aus der Gemeindejagd Vordertheißenegg. Die Streckenlegung wurde musikalisch von einer Abordnung der Jagdhornbläsergruppe Wolfsberg unter der Leitung von Gernot Koinig umrahmt. Anschließend gab es im GH Mathebauer den Schüsseltrieb mit Selchwurst und interessanten Gesprächen über die Raubwildjagd. In diesem Rahmen nahm die Veranstaltung einen geselligen und angenehmen Ausklang. Ein besonderer Weidmannsdank an die Jagdhornbläser und an alle Jägerinnen und Jäger, die aktiv an der Raubwildbejagung teilgenommen und den Termin der gemeinsamen Raubwildstreckenlegung wahrgenommen haben. HRL-Stv. Kurt Jöbstl

Im Bezirk Villach fand die erste Bezirksraubwildstreckenlegung statt.

ERFOLGREICHE FUCHSBEJAGUNG IM HEGERING 137 Am 30. Jänner 2015 fand im Hegering Wolfsberg West die 11. Raubwild-Streckenlegung statt. Die Jäger des Hegerings und die Jagdgesellschaften haben sich sehr fleißig an den „Nächten des Fuchses“ beteiligt. So konnte Hegeringleiter Walter Vallant die Erlegung von 46 Füchsen und 5 Mardern melden. Schützenkönige waren Rolf Offner jun. bzw. die Jagdgesellschaft Prebl mit je 8 Füchsen. Seit Beginn dieser Jagden waren es insgesamt ca. 500 Stück Raubwild, die den Revieren entnommen wurden. Bei Fackelbeleuchtung und in schöner winterlicher Landschaft fand die Streckenlegung wie immer vor der Hubertuskapelle beim Reiterhof Stückler in St. Margarethen bei Wolfsberg statt und erfolgte die musikalische Begleitung durch die Jagdhornbläsergruppe Wolfsberg. Dem jagdlichen Brauchtum entsprechend gab es anschließend noch ein gemütliches Beisammensein der erfolgreichen Jägerrunde. HRL Walter Vallant

Streckenlegung anlässlich der Nächte des Fuchses im HR Wolfsberg-West

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BERICHTE

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Auerwildprojekt in den Wimitzer Bergen Im „Jahr des Auerwildes“ haben sich die Jägerinnen und Jäger der Region „Südliche Wimitzer Berge“, auf Initiative von Hegeringleiter Walter Auswarth noch intensiver mit dem Auerwild das sein Verbreitungsgebiet in der gesamten Region hat, befasst. Das Kerngebiet, in dem bei der letzten offiziellen Zählung meldende Hahnen bestätigt werden konnten, befindet sich in der Gemeindejagd Steinbichl-Dörfl. In der Region wird der Rückgang des Bestandes mit Sorge beobachtet und deshalb wurde im Mai in Dreifaltigkeit eine gut besuchte Informationsveranstaltung mit den sehr er-

Auch in den südlichen Wimitzer Bergen fanden Nächte des Fuchses im Hinblick auf die Stabilisierung der Auerwildbestände statt.

fahrenen Vortragenden Dieter Steiner zum Thema „Der Lebensraum des Auerwildes und wie können wir Jäger dem Auerwild helfen“ und Benno Kraut zum Thema „Die Fallenjagd heute“ abgehalten. Die Veranstaltung endete mit dem Ergebnis, dass die Unterstützung des Auerwildes durch lebensraumverbessernde Maßnahmen bei gleichzeitiger Reduktion des Raubwildes in den Mittelpunkt der Hege gestellt wird. Im Kerngebiet wurde ein Wildzaun mit Signalbändern gekennzeichnet, um Unfälle zu vermeiden und im Einvernehmen mit den Grundeigentümern sind die Forststraßen

HRL Walter Auswarth (Erster von rechts) mit Team

und Böschungen in diesem Gebiet freigeschnitten worden, damit das Auerwild diese nutzen und vor Beutegreifern besser abreiten kann. Bei der Reduktion des Raubwildes wird neben den bewährten Jagdmethoden wie der Ansitzjagd, der Riegeljagd oder der Baujagd auch die Fallenjagd mit Abzugeisen eingesetzt. Im Februar 2015 konnten in Dreifaltigkeit nach erfolgreicher Raubwildbejagung in Anwesenheit des Raubwildreferenten HRL Gerald Eberl 22 Füchse (davon 2 mit Abzugeisen), 1 Iltis, 2 Kolkraben und eine Nebelkrähe zur Strecke gelegt werden. Im Anschluss fand ein interessanter Vortrag des Raubwildreferenten zum Thema „Weidgerechte Raubwildbejagung“ statt. Ideen für mögliche Projekte gibt es viele, aber wir Jägerinnen und Jäger müssen auch bereit sein, tatkräftig an der Umsetzung der Ideen mitzuwirken, denn wie die durchgeführten Maßnahmen zeigen, liegt die Verantwortung für das Auerwild allein bei uns Jägern. Siegfried Taumberger

Bezirkshegeschau in Völkermarkt Eine Besonderheit gelang unter großem, persönlichem Einsatz BJM Ing. Franz Koschuttnigg: Für den gesamten Bezirk konnte eine Hegeschau veranstaltet werden. Unzählige Jägerinnen und Jäger aus dem Bezirk und darüber hinaus haben zur Freude des Veranstalters der Einladung Folge geleistet. Nach der musikalischen und gesanglichen Einleitung durch die Jagdhornbläser Petzen und den Jä-

gerchor Bad Eisenkappel/Lovski pevski zbor Železna Kapla eröffnete der Bezirksjägermeister die Veranstaltung und begrüßte die in großer Zahl erschienenen Ehrengäste. Auch dankte er allen tatkräftigen Helfern. Nach den statutenmäßigen Tagesordnungspunkten, den Berichten der einzelnen Referenten und den Ehrungen referierte Wildökologe DI Hubert Schatz vom Amt der Vorarlberger Landesregierung über

Methoden der Schalenwildbejagung und deren Auswirkungen.

BJM-Stv. Ing. Gadner, LJM DI Dr. Gorton und BJM Ing. Koschuttnigg freuten sich über den Andrang bei der Bezirkshegeschau, die von der JHBG Petzen umrahmt wurde.


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20. Neujahrsschießen in Blintendorf Am 18. Jänner fand in Blintendorf bei St. Veit das bereits 20. Neujahrsschießen statt. Familie Marschnig (Lotte und Karl) ist mitverantwortlich, dass eine 20-jährige Zusammenarbeit für das Jagdschießen in Kärnten zu einer Erfolgsgeschichte wurde. An dieser Stelle ein herzliches Weidmannsdank und möge diese Möglichkeit noch lange bestehen! Die Disziplinen waren, wie in den letzten Jahren, dreigeteilt. Die jagdliche Kugel (100 m liegend und frei stehender Bergstock – je 5 Schuss), die Faustfeuerwaffe (25 m – 6 Schuss) und das Flintenschießen (25 Jagdparcours-Wurfscheiben). Sowohl das Einschießen aller Waffen als auch der Schießstempel (Teilnahme am Übungsschießen) waren inbegriffen. Einer der besten Schützen fühlt sich in Blintendorf besonders wohl, denn auch heuer gewann Horst Poleiner jun. dieses Schießen mit 219 Punkten vor seinem Freund August Polanez und Patrick Wolte. Nicht zu übersehen, die Jungschützen übernehmen die Führung, und das ist gut so …

Aus der Sicht der Bezirke konnte man feststellen, dass Völkermarkt vor Klagenfurt und Feldkirchen gewonnen hat, wobei Wolfsberg merkbar leistungsstärker und in absehbarer Zeit vorne mitkämpfen wird. Das Neujahrsschießen stellt einen wichtigen Start unter Wettkampfbedingungen für die Jagdschützen der Kärntner Jägerschaft dar und das Schießen ist gleichzeitig auch ein Teil der Qualifikation für das Bundesjägerschaftsschießen 2015 in Salzburg. Wenn diesmal nicht die Gewinner am Foto aufscheinen, so hat dies jenen Grund, dass man auch außergewöhnliche Persönlichkeiten, die nicht an vorderster Front stehen aber für das Jagdliche Schießen viel opfern, auch hervorheben sollte. So lud Jagdparcoursreferent Franz Wagger alle Schützen und anwesenden Freunde auf Wurstspezialitäten seines Hofes ein, und Michaela Mohl, die im Frühling noch beim Jugendschießen die ersten Schritte im Schießen versuchte, war beim Neujahrsschießen als einzige Frau im Wettbewerb.

Jagdparcoursreferent Franz Wagger und die einzige Frau des Wettbewerbes, Michaela Mohl

ERGEBNISSE Horst Poleiner jun. 219 (218) Punkte, August Polanez 214, Patrick Wolte 212, Heimo Wolte 210, Stefan Tschinder 207, Hans Zlanabitnig 207, Manfred Buttazoni 203, Peter Süssenbacher 202, Franz Kampl 199, Georg Freithofnig 195. Die weitere Reihung finden sie auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft. Mag. Heimo Wolte Landesschießreferent

Mageregg: Jagdhornbläser-Lehrgang für Anfänger Die Erhaltung, Förderung und Wiederbelebung des jagdlichen Brauchtums ist neben vielen anderen auch eine der wichtigen Aufgaben der Kärntner Jägerschaft. Ganz ohne Zweifel gehört das Jagdhornblasen dazu. Dies wird durch die Kärntner Jägerschaft seit 2007 durch regelmäßige Kursangebote wieder verstärkt gefördert. Auch im letzten Winter wurde ein Kurs vom 20. November 2014 bis 29. Jänner 2015 angeboten, welcher sich regen Zulaufs erfreute (aufgrund von begrenzter Teilnehmerzahl kamen leider nicht alle Interessenten zum Zug). Zu diesem Lehrgang trafen sich 2 Jägerinnen und 10 Jäger aus mehreren Bezirken in Mageregg. Unter der fachmännischen Leitung von Walter Regenfelder, einem der profiliertesten Jagdhornbläser Kärntens, gelang es der Gruppe nach anfänglich undefinierbaren „Geräu-

schen“ in kürzester Zeit klare und richtige Töne auf dem Fürst-PlessJagdhorn sowie dem Parforcehorn zu erzeugen. Mit großem Eifer folgten die Teilnehmer den professionellen Anweisungen des Hornmeisters – bei dem auch der Spaßfaktor nie zu kurz kommt – sei es, um mit dem Bleistift die Lippenspannung zu trainieren, mit dem Mundstück Töne zu spielen und mit Atemübungen für ausreichend Luft und Stütze zu sorgen, um letztlich auch schon einfache Jagdsignale intonieren zu können. Von der jugendlichen Jägerin bis zum „alten“ Jäger von über 70 Jahren hatten sofort alle das Gefühl eine „bläserische Familie“ zu sein (was auch die Nachbesprechungen im freundlichen Restaurant des Schlosses Mageregg bewiesen). Alle Kursteilnehmer haben den Wunsch, mit einem Aufbau-Lehrgang das Erlernte zu festigen und im ent-

Für die Teilnehmer erschloss sich ein ganz neuer Teil des jagdlichen Kulturgutes.

sprechenden Freundeskreis oder auch für sich alleine einen jagdlichen Erfolg mit dem Horn zu krönen – den Einen oder Anderen wird der Weg sicher auch in eine Jagdhornbläsergruppe führen! Mag. Reinhold Duscher Ing. Norbert Stella


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Unverwahrte und wildernde Hunde – Geiseln unserer Wildtiere Drei Jahre Wildrissdatenbank – Daten und Fakten Unverwahrte und wildernde Hunde im Revier – ein beinahe schon fast alltägliches Problem, mit dem sich viele Revierjäger und Jagdaufseher in Kärntens Revieren herumschlagen müssen. Der Tierschutz hat in der Gesellschaft heute einen noch nie da gewesenen Stellenwert, doch bei nicht wenigen Mitbürgern endet dieses Verständnis offensichtlich beim eigenen Haustier. Vor allem in den stadtnahen Lebensräumen glauben Hundehalter, die Natur ist dazu da, um ihren Lieblingen und ihrem Bewegungsdrang ungezwungen freien Lauf lassen zu können. Zahlreiche Appelle und Aufklärungskampagnen seitens der Jägerschaft verhallen meist ungehört – das Wohl des eigenen Haustieres geht offensichtlich weit über das Wohl der Tiere in freier Wildbahn. Obwohl im § 49 des Kärntner Jagdgesetzes unter gewissen Voraussetzungen die Tötung von freilaufenden und hetzenden Hunden erlaubt ist, nehmen Jäger schon seit Jahren davon Abstand. Mit einem eigens konzipierten Hundehalterverständigungsformular (abrufbar von der Homepage der Kärntner Jägerschaft sowie der Homepage des Kärntner Jagdaufseherverbandes) wird versucht, die

unbelehrbaren Haustierhalter über ihr Fehlverhalten aufzuklären und gleichzeitig zu ermahnen, ihre tierischen Familienmitglieder im Interesse des Schutzes der Wildtiere entsprechend zu verwahren bzw. in der freien Landschaft immer an der Leine zu führen.

über das Meldeformular auf der Homepage oder direkt an den Wildbiologen der Kärntner Jägerschaft zu übermitteln.

Diese Vorgangsweise hat sich bisher sehr gut bewährt, zumal diese Verständigung mit Durchschrift an die örtliche Polizeiinspektion formell bereits als Anzeige gilt, jedoch treten Wildrisse durch Hunde nach wie vor auf.

Im Jahre 2013 waren es 11 Wildrissmeldungen an die Datenbank. Im Jahre 2014 hat sich die Anzahl bereits auf 18 Meldungen erhöht. Die Dunkelziffer an Vorfällen mit wildernden Hunden und Wildrissen in Kärntens Revieren dürfte jedoch um ein Vielfaches höher liegen.

Aufgrund dieses latenten und scheinbar nachhaltig nicht lösbaren Problems mit frei laufenden und wildernden Hunden zu allen Jahreszeiten hat die Kärntner Jägerschaft Anfang 2012 auf ihrer Homepage eine Datenbank für die Dokumentation von Wildrissen in Kärntens Revieren eingerichtet. Seither erging und ergeht an alle Kärntner Jägerinnen und Jäger und Jagd- und Wildschutzorgane die Einladung, alle Wildrisse, verursacht durch unverwahrte und wildernde Hunde, fotografisch zu dokumentieren und mit einem kurzen Sachverhaltsbericht samt Rückrufnummer (wo, wann, wie, welcher Hund, was wurde veranlasst usw.)

Auch wird empfohlen, jeden Wildriss der zuständigen Polizeiinspektion zur Anzeige zu bringen.

In zahlreichen Medienberichten wurde die Bevölkerung und Öffentlichkeit auf diese scheinbar unlösbare Problematik und Dramatik aufmerksam gemacht und hinsichtlich unbelehrbarer Hundehalter sensibilisiert.

MELDEMÖGLICHKEITEN: www.kaerntner-jaegerschaft.at, Menüpunkt: Meldung von Rissen, die durch Hunde verursacht wurden Wildbiologe Mag. Gerald Muralt, TelNr.: 0463/5114 69-18, E-Mail: gerald.muralt@kaerntner-jaegerschaft.at Bernhard Wadl Obmann KJAV

Kommen freilaufende Hunde auf eine frische Wildfährte, folgen sie nur ihrem Urinstinkt – dem eines Wolfes, der Beute machen möchte. Für Wildtiere in der Not- oder Setzzeit ist dies oftmals mit unsäglichen Qualen und dem Tod verbunden. Fotos: KJAV-Archiv und Wildrissdatenbank KJ


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Singvögelprojekt der Jagdgesellschaft St. Ruprecht/Postrane, Klagenfurt Auf Initiative des Mitgliedes der Jagdgesellschaft St. Ruprecht/Postrane, Walter Vallant, haben die Schülerinnen und Schüler der Volksschule St. Ruprecht/Klagenfurt die vorbereiteten Einzelteile für über 40 Singvögel-Nistkästen im Rahmen ihres Werkunterrichtes zusammengebaut. Am 28. Jänner 2015 wurde den Kindern im Rahmen eines Ausfluges am Ufer der Glanfurt (Sattnitz) von Mitgliedern

der Jagdgesellschaft die richtige Montage der Nistkästen und Wissenswertes über heimische Vögel vermittelt. Die Jäger waren erstaunt und erfreut über die Wissbegierde und das Wissen der Kinder rund um die Jagd. Besonderes Interesse erweckten die von der Kärntner Jägerschaft und den Jägern selbst zur Verfügung gestellten Vogel- und Tierpräparate. Dr. Weinländer

Jagdschule im Oberen Gurktal Anlässlich der Hegeschau Oberes Gurktal lud HRL Karl Krammer die Schüler der VS Ebene Reichenau am 20. Februar 2015 zu Besichtigungs- und Informationsstunden ein. Nach der Begrüßung und einigen grundsätzlichen Ausführungen zu Sinn und Notwendigkeit der Jagd durch den Hegeringleiter wurden die Kinder anhand ausgestellter Trophäen und extra aufgestellter Exponate über den Lebensraum und die damit verbundenen Ein-

flüsse auf die Land- und Forstwirtschaft, vor allem des Schalenwildes, aufmerksam gemacht. Die Jagdaufseher Gerhard und Manfred Rossmann begeisterten die Kinder mit ihrem Wissen. Großes Interesse fanden auch die ausgestellten Exponate. Nach einer kleinen Jause wurden die rund 50 begeisterten Schüler unter der Leitung von Frau Priska Garnitschnig wieder in den Schulalltag entlassen. K.K.

Gesunde Gemeinde – Kinder und Natur … eine Idee war geboren! Im Rahmen der Aktion „Gesunde Gemeinde Micheldorf“ wurde in der Volksschule mit den Kindern der 3. und 4. Klasse ein Projekt für die Natur durchgeführt. Unsere heimischen Vögel benötigen Nistkästen. Auf Initiative des Jägers Alfred Leschanz und mithilfe von Frau Dir. Rhomberg und Werkslehrerin Frau Pagitz entstanden Eigenheime für unsere gefiederten Freunde. Die Kinder arbeiteten mit großem Eifer und Interesse an der Fertigstellung ihres Nistkastens. Es wurde geschliffen, gebohrt, geschraubt, gestrichen und zuletzt phantasievoll verziert.

Mithilfe von Sponsoren konnte das Material den Kindern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Als kleines Dankeschön erhielten die Sponsoren von den Kindern je einen Nistkasten. Am Ende haben die Kinder mit den Eltern gemeinsam die neuen Wohnungen für die Vögel im Garten angebracht. In Zukunft sollen noch weitere Ideen mit den Kindern verwirklicht werden. Einen großen Dank an die Kinder der Volksschule Micheldorf für das große Interesse! A. Leschanz

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WEITWINKEL

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Erfolgreicher Start für die Intergruppe Biodiversität, Jagd, ländliche Aktivitäten Straßburg, 12. Februar 2015 – Auf der konstituierenden Sitzung der Parlamentarischen Intergruppe Biodiversität, Jagd und ländliche Aktivitäten wurden wichtige erste Entscheidungen getroffen, um die Intergruppe, die sich mit den Themen rund um Biodiversität, Jagd, Angelfischerei, Wildmanagement, Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz auseinander setzt, arbeitsfähig zu machen. MdEP Karl-Heinz Florenz (EVP, Deutschland) wurde zum Vorsitzenden der Intergruppe gewählt, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Die Abgeordneten Bendt Bendtsen (EVP, Dänemark), Renata Briano (S&D, Italien) sowie James Nicholson (ECR, Vereinigtes Königreich) wurden als Vize-Präsidenten, die Abgeordnete Annie SchreijerPierik (EVP, Niederlande) als Generalsekretärin der Intergruppe gewählt. Die Intergruppe hat den offiziellen Namen „Biodiversität, Jagd und ländliche Aktivitäten“ gewählt und einen (vorläufigen) Arbeitsplan für das Jahr 2015 verabschiedet, der mehrere Sitzungen zu aktuell anstehenden Themen vorsieht.

„Wir stehen in den kommenden Jahren vor zahlreichen Herausforderungen sowohl im Bereich Biodiversität, nachhaltige Jagd und Wildtiermanagement, als auch im Bereich Klimaschutz und ländliche Entwicklung. Diese Intergruppe hat hier eine Schlüsselfunktion als Diskussionsplattform im Europaparlament, da sie einen offenen parteiübergreifenden Austausch zwischen Entscheidungsträgern und Fachexperten ermöglicht und dabei darauf abzielt, die entscheidende Rolle der Akteure im ländlichen Raum zu festigen sowie die sozioökonomische Bedeutung ländlicher Aktivitäten hervorzuheben“, so der neu gewählte Vorsitzende Karl-Heinz Florenz. Als Repräsentant des Intergrup-

pensekretariats betonte FACE-Präsident Gilbert de Turckheimn die enorme Bedeutung der Intergruppe für FACE und die Vertretung der Interessen von 7 Millionen Jägern in Europa. „Die ,Jagd-Intergruppe‘ ist zu einer tragenden Säule für unsere tägliche Arbeit geworden und inzwischen unverzichtbar für die Erreichung unseres Ziels, die nachhaltige Jagd in Europa zu fördern und zu verteidigen. Die Intergruppe ermöglicht den direkten Austausch mit politischen Entscheidungsträgern, denen wir in diesem Rahmen unser wissenschaftsbasiertes Fachwissen im Themenfeld Jagd, Angelfischerei und sonstige nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen zur Verfügung stellen können.“

Redaktionsschluss FÜR DIE NÄCHSTE AUSGABE IST DER 1. MAI 2015. ANZEIGENSCHLUSS: 15. MAI 2015


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Hegeringschießen 2015 Hegeringschießen ist gelebte Verantwortung! Trotz weiter steigender Teilnehmerzahlen bleiben dennoch zahlreiche Jägerinnen und Jäger dem jährlichen Übungsschießen fern. Es ist nicht nur eine gesetzliche Verbindlichkeit, es ist vor allem eine moralische Verpflichtung aus der Verantwortung gegenüber den Wildtieren. Wenn man sich als Jäger fühlt und sich zur aktiven Jagd bekennt, muss man sich auch zur Überprüfung seiner Jagdwaffen bekennen und sich selbst die persönliche Schießleistung durch Überprüfung und Übung bestätigen. Deshalb auf ein Wiedersehen beim Hegeringschießen!

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wesenden Schützen verlost, Gäste sind herzlich willkommen!

Klagenfurt furrt u HR 204003 (Ebenthal) und HR 204006 (Grafenstein): Hegeringe 3 und 6 (Ebenthal, Grafenstein, Klagenfurt-Südost, Mieger, Poggersdorf, Radsberg und Eigenjagden): Samstag, 25. April, 10 bis 17 Uhr, Schießstätte des Grafensteiner Schützenvereines an der Gurk. Kugelbewerb – drei Schüsse auf die Rehbockscheibe mit für Schalenwild zulässigem Kaliber. Eigene Gästeklasse. Preise werden unter den anwesenden Schützen nach dem Schießen verlost. Ein Büchsenmacher steht für Einstellungen zur Verfügung. Jagdkarte mit Zahlschein mitbringen. u HR 204004 (Klagenfurt-Nord) und HR 204005 (Maria Saal): Samstag, 25. April, 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Pakein bei Grafenstein u HR 204007 (Ludmannsdorf): Samstag, 25. April, 10 bis 14 Uhr, Schießanlage der Ludmannsdorfer Jagdgemeinschaft in Moschenitzen, Ludmannsdorf u HR 204008 (Klagenfurt-West): Samstag, 9. Mai, 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Pakein bei Grafenstein u HR 204011 (Feistritz i. R.): Samstag, 25. April, 9 bis 14 Uhr, am Rabenberg, Anwesen Kuchl im Gemeindejagdgebiet Weizelsdorf u HR 204012 (Zell-Pfarre): Mittwoch, 29. April, 14 bis 18 Uhr, Schießstätte des Rosentaler Schützenvereins Ferlach u HR 204013 (St. Margareten i. R.): Freitag, 24. April, 15 Uhr, Schießstätte des Rosentaler Schützenvereins Ferlach u HR 204014 (Ferlach): Samstag, 9. Mai, 9 bis 15 Uhr, Schießstätte des Rosentaler Schützenvereins Ferlach. Preise werden unter den an-

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Villach u HR 207018 (Arriach): Samstag, 2. Mai, 9 bis 13 Uhr, Tiffen u HR 207019 (Treffen): Samstag, 2. Mai, 13 bis 19 Uhr, Tiffen u HR 207021 (Wernberg-Velden): Samstag, 25. April, 14 bis 19 Uhr, Tiffen u HR 207022 (St. Jakob): Sonntag, 26. April, 9 Uhr, Suchergraben, Maria Elend u HR 207026 (Nötsch-Dobratsch): Samstag, 25. April, 10 bis 15 Uhr, Gewerbliche Schießstätte Bartolot, St. Stefan im Gailtal; Parkmöglichkeit: Parkplatz Gemeindeamt St. Stefan

u HR 203042 (Rattendorf): Sonntag, 3. Mai, 9 Uhr, Schießstätte Rattendorf Mühlgraben u HR 203043 (Möderndorf): Sonntag, 26. April, 10 Uhr, Schießstätte Brunnthal; Ersatztermin: 1. Mai u HR 203044 (St. Lorenzen i. Gi.): Sonntag, 3. Mai, 10 Uhr, Schießstätte Jadersdorf u HR 203045 (Weißbriach): Freitag, 1. Mai, 10 bis 12.30 Uhr, Schießstätte Golz u HR 203046 (Hermagor): Samstag, 2. Mai, 13 Uhr, Schießstätte Radnig u HR 203047 (Egg): Sonntag, 26. April, 13 Uhr, Schießstätte Graf Kuenburg Egg u HR 203048 (St. Stefan Gail): Samstag, 25. April, 13 bis 17 Uhr, Schottergrube Förolach u HR 203049 (Vorderberg): Sonntag, 3. Mai, 14 Uhr, Schießstätte Vorderberg

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Hermagor gor u HR 203033 (Würmlach), HR 203034 (Mauthen), HR 203035 (Kötschach): Sonntag, 3. Mai, 9 bis 15 Uhr, Schießstätte Gailberg u HR 203036 (Maria Luggau): Samstag, 25. April, 14 bis 18 Uhr, Schießstätte Promeggen Nr. 1 u HR 203037 (Birnbaum): Sonntag, 3. Mai, 9 bis 15 Uhr, Schießstätte Gailberg u HR 203039 (Dellach i. G.): Samstag, 2. Mai, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Nölbling u HR 203040 (Reisach): Sonntag, 3. Mai, 9 Uhr, Schießstätte Reißkofelbad u HR 203041 (Kirchbach): Sonntag, 3. Mai, 13 Uhr, Schießstätte Unterdöbernitzen-Stoapen

Spittal u HR 206056 (Baldramsdorf): Sonntag, 26. April, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach u HR 206058 (Sachsenburg): Freitag, 1. Mai, 8.30 bis 11.30 Uhr, Lacknerhube Nigglai u HR 206059 (Lind-Siflitz): Samstag, 9. Mai, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach u HR 206060 (Kleblach-Lengholz): Donnerstag, 14. Mai, 10 Uhr, Lengholz u HR 206061 (Steinfeld Süd Fellbach): Samstag, 2. Mai, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach u HR 206062 (Steinfeld Nord): Freitag, 1. Mai, 8 Uhr, Schießplatz Gerlamoos u HR 206063 (Greifenburg Süd): Freitag, 1. Mai, 9 Uhr, Schießstätte Petschkofel

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Hegeringschießen

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u HR 206064 (Greifenburg): Sonntag, 3. Mai, 9 Uhr, Schießstätte Petschkofel u HR 206065 (Weißensee): Sonntag, 26. April, 12 bis 16 Uhr, Schießstätte Mittaggraben u HR 206066 (Berg-Dellach): Sonntag, 26. April, 9 Uhr, Schießstätte Oberstein u HR 206068 (Oberdrauburg): Samstag, 25. April, 10 Uhr, Schießstätte Ainet u HR 206069 (Kolbnitz): Samstag, 25. April, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Obervellach u HR 206070 (Penk): Samstag, 18. April, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach u HR 206073 (Mallnitz): Samstag, 9. Mai, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Obervellach u HR 206074 (Stall): Samstag, 2. Mai, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Obervellach u HR 206074 (Stall), HR 206075 (Rangersdorf), HR 206076 (Winklern), HR 206077 (Großkirchheim), HR 206078 (Heiligenblut): Samstag, 18. April, 14 bis 19 Uhr und Sonntag, 19. April, 9 bis 12 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr, Schießarena Großglockner u HR 206079 (Trebesing): Samstag, 25. April, 12 Uhr, Schießstätte Hintereggen u HR 206080 (Gmünd): Freitag, 24. April, 13 bis 17 Uhr, GH Hofer Oberpuch u HR 206081 (Malta Süd): Samstag, 9. Mai, 9 Uhr, Schießstätte Pflüglhof u HR 206082 (Malta Nord): Samstag, 9. Mai, 9 Uhr, Schießstätte Pflüglhof u HR 206083 (Eisentratten): Freitag, 24. April, 15:30 bis 20 Uhr, Schießstätte Pirkeggen u HR 206084 (Leobengraben): Samstag, 25. April, 9 Uhr, Schloss Dornbach u HR 206085 (Kremsbrücke): Samstag, 25. April, 9 Uhr, Schießplatz Rauchenkatsch u HR 206086 (Rennweg): Samstag, 25. April, 13 Uhr, Schießplatz Rauchenkatsch u HR 206087 (Seeboden): Sonntag, 26. April, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Obervellach u HR 206089 (Radenthein): Sonntag, 3. Mai, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Obervellach u HR 206090 (Kaning): Samstag, 16.

Mai, 8 bis 13 Uhr, Erlacherhaus Langalmtal u HR 206091 (Bad Kleinkirchheim): Samstag, 9. Mai, 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Radweg

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Feldkirchen ch hen u Hegering 210094 (Sirnitz): Freitag, 8. Mai, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg, Radweg u Jagdverein Maltschachersee (HR 210095): Freitag, 24. April, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg, Radweg u Hegering 210097 (Himmelberg): Samstag, 25. April, 9 bis 13 Uhr, Schießstätte Bichl, Tiffen u Hegering 210098 (Patergassen): Samstag, 9. Mai, 9 bis 12.30 Uhr, Schießstätte Bichl, Tiffen u Hegering 210099 (Ebene Reichenau): Samstag, 2. Mai, 10 bis 14 Uhr, Schießstätte St. Lorenzen, Ebene Reichenau. Anschließend Zusammenkunft beim Pertl-Wirt, St. Lorenzen. u Hegering 210101 (Steuerberg): Sonntag, 3. Mai, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Bichl, Tiffen u Hegering 210103 (Feldkirchen): Freitag, 8. Mai, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg, Radweg u Jagdverein St. Ulrich (HR 210103): Dienstag, 28. April, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg, Radweg u Jagdverein Glanhofen (HR 210095): Sonntag, 26. April, 9 bis 12.30 Uhr, Schießstätte Bichl, Tiffen

u HR 205117 bis 205120 (WeitensfeldNord, Glödnitz, Deutsch Griffen, Weitensfeld-Süd): Samstag, 25. April, 9 bis 17 Uhr, anschl. Preisschießen bis 19 Uhr und Sonntag, 26. April, 8 bis 15 Uhr, anschl. Preisschießen bis 16 Uhr, Schießstätte Zauchwinkel u HR 205121 (Gurk, Pisweg): Samstag, 25. April, 9 bis 16 Uhr, Schießstätte Gurk u HR 205125 (St. Salvator): Sonntag, 26. April, 9 bis 13 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. u HR 205126 bis 205129 (Grades, Metnitz, Flattnitz, Oberhof): Sonntag, 3. Mai, 9 bis 16.30 Uhr, PartiggerSeppmüllner, Wöbring

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Wolfsberg rg g u HR 209134 (Frantschach-St. Gertraud): Samstag, 25. April, 8 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Sabitzer, Leidenberg/Auen und Samstag, 18. April, 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Johannesberg, St. Paul i. Lav. u HR 209138 (Wolfsberg Süd) und HR 208135 (St. Andrä): Samstag, 25. April, 8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr, Schießstätte Johannesberg, St. Paul i. Lav. u HR 209141 (Reichenfels): Sonntag, 26. April, 10 Uhr, Schießstätte Weitenbach; 13 Uhr, Schießstätte Sommerau

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St. Veit/Glan G la n u HR 205108 (St. Georgen a. L.): Samstag, 2. Mai, 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. u HR 205109 und 205110 (Frauenstein, Kraig): Samstag, 25. April, 10 bis 16 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. u HR 205112 (Hüttenberg): Samstag, 25. April, 10 bis 16 Uhr, Schießstätte St. Johann am Pressen u HR 205116 (Straßburg): Samstag, 25. April, 9 bis 18 Uhr und Sonntag, 26. April, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Eskurial-Straßburg

Völkermarkt mark kt u HR 208143, 208144, 208145, 208146, 208147 (Bad Eisenkappel u. Gallizien): Samstag, 9. Mai, 10 bis 16 Uhr, Schießstätte Lindenhof; Jägerrunde Bad Eisenkappel; Ein Büchsenmacher ist anwesend. u HR 208151 (Griffen): Freitag, 24. April, 14 Uhr, Schießstätte Bleiburg/Sorgendorf u HR 208152 (Diex): Sonntag, 26. April, 10 bis 16 Uhr, Schießstätte Sapotnig; Einschießpflicht von Kugelgewehren für Hegeringmitglieder; Gäste sind herzlich willkommen!


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Kärntner Jäger

In Kärnten dürfen bejagt werden: Folgendes Wild darf nur während der angeführten Zeiträume (Jagdzeiten) bejagt werden und ist außerhalb derselben zu schonen: Rotwild*: Hirsche der Klasse III – einjährig – Schmalspießer und nichtführende Tiere** vom 1. Mai bis 31. Dezember führende Tiere und Rotwildkälber vom 1. Juli bis 31. Dezember Hirsche der Klasse I und II vom 1. August bis 15. Dezember Hirsche der Klasse III vom 1. August bis 31. Dezember. Damwild: vom 1. 8. bis 31. 12. Gamswild*: vom 1. 8. bis 31. 12. Muffelwild*: vom 1. 7. bis 31. 12. Rehwild*: Böcke der Klasse B vom 1. 5. bis 31. 10. Böcke der Klasse A vom 1. 6. bis 31. 10. Schmalgeißen, nichttragende Geißen, nichtführende Geißen vom 1. 5. bis 31. 12. führende Geißen und Kitze vom 1. 8. bis 31. 12. Schwarzwild: führende Bachen vom 1. 8. bis 31. 1.

Murmeltiere*: vom 1. 8. bis 15. 10. Feldhasen und Alpen- oder Schneehasen: vom 1. 10. bis 31. 12. Dachse: vom 1. 6. bis 31. 1. Edelmarder vom 1. 11. bis 28. 2. Steinmarder: vom 1. 7. bis 31. 3. Große Wiesel (Hermelin): vom 1. 11. bis 31. 1. Iltisse: vom 1. 7. bis 31. 3. Auerhahnen***: ganzjährig geschont Birkhahnen***: ganzjährig geschont Haselhahnen: vom 16. 9. bis 15. 11. Rebhühner: vom 1. 10. bis 31. 10. Fasanhahnen: vom 16. 10. bis 31. 12. Stock-, Krick-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Knäkenten: vom 1. 9. bis 31. 12. Grau-, Saat- und Kanadagänse: vom 1. 9. bis 31. 1. Blässhühner: vom 21. 9. bis 10. 3. Waldschnepfen*: vom 11.9. bis 19.2. Ringeltauben (Schwarmvögel): vom 1. 8. bis 31. 12. Ringeltauben (Einzeltiere): vom 1. 9. bis 31. 1. Türkentauben: vom 21. 10. bis 20. 2. Aaskrähen***: ganzjährig geschont Eichelhäher***: ganzjährig geschont Elstern***: ganzjährig geschont Kolkraben***: ganzjährig geschont Folgendes Wild darf während des

Jagdliches Wissen 20015 wurde zum „Jahr des Niederwildes“ ausgerufen und finden viele Veranstaltungen in Hinblick auf das Niederwild statt. Wie sieht es mit Ihrem Wissen zu Niederwild und Lebensraumgestaltung aus? 1. Welche Faktoren sind nach heutigem Kenntnisstand hauptverantwortlich für den Rückgang des Niederwildes? 2. Wie trägt die Kärntner Jägerschaft zur Lebensraumsicherung bei? 3. Welche Faktoren bestimmen die Habitatqualität eines Lebensraumes? 4. Welche Kenntnis ist unabdingbar, um effiziente Lebensraumgestaltung

durchführen und die Effektivität der gesetzten Maßnahmen auch entsprechend evaluieren zu können? 5. Wie kann der Hasenbesatz im Revier ermittelt werden? 6. Wann beginnt das neue ÖPUL-Programm und welche positiven Effekte für das Niederwild sind dadurch zu erwarten? 7. Wie verläuft die Fortpflanzung beim Feldhasen? 8. Was versteht man unter Superfötation?

Alle Antworten finden sich auf Seite 54.

ganzen Jahres bejagt werden: Schwarzwild (Keiler, nichtführende Bachen, Überläufer, Frischlinge), Wildkaninchen, Waschbären, Füchse und Marderhunde. Folgendes Wild ist während des ganzen Jahres zu schonen: Steinwild, Bär, Wolf, kleines Wiesel, Fischotter, Luchs, Wildkatze, Biber, Auerhenne, Birkhenne, Haselhenne, Alpenschneehuhn, Steinhuhn, Fasanhenne, Wachtel, Wacholderdrossel (Krammetsvogel), Graureiher, Haubentaucher, Bekassine, Wildenten, ausgenommen Stock-, Krick-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiherund Knäkenten, Wildgänse, ausgenommen Grau-, Saat- und Kanadagänse, Hohltauben, Taggreifvögel und Eulen. * nur im Rahmen des Abschussplanes ** unter „nichtführenden Tieren“ ist weibliches Wild, welches kein Kalb führt und nicht tragend (innehabend) ist, zu verstehen *** Ausnahme nur im Rahmen der von der Landesregierung erlassenen Bescheide

Sonne und Mond Die Angaben beziehen sich auf den Raum Villach, N 46°40’, O 13°50’. Im Lavanttal sind Aufund Untergang um 3 Minuten früher, in Heiligenblut um 2 Minuten später. Gesetzliche Jagdzeit = +/– 1 Stunde. Bitte sich darüber hinaus in den aktuellen Tageszeitungen zu informieren. Sonnen- Sonnen- Mond- Mondaufgang untergang aufgang untergang

5. 4. 12. 4. 19. 4. 26. 4. 3. 5. 10.5. 17.5. 24.5. 31.5. 7.6. 14.6.

6.35 6.22 6.09 5.57 5.46 5.36 5.27 5.20 5.14 5.10 5.09

19.37 19.46 19.56 20.05 20.14 20.23 20.32 20.40 20.47 20.53 20.57

20.44 2.21 6.40 12.38 19.36 1.06 5.12 11.25 18.25 – 3.48

Mondphasen

7.02 12.4. 2 12.16 18.4. 8 20.54 26.4. 4 2.17 4.5. 1 5.34 11.5. 2 11.15 18.5. 8 19.43 25.5. 4 00.49 2.6. 1 4.05 9.6. 2 10.15 16.6. 8 18.34 24.6. 4

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S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

Informationen der Landesgeschäftsstelle

I N F O R M AT I O N E N D E R L A N D E S G E S C H Ä F T S S T E L L E


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Kärntner Jäger

Nr. 220/2015

I N F O R M AT I O N E N D E R L A N D E S G E S C H Ä F T S S T E L L E

Wichtig! Für gültige Jagdkarte vor Aufgehen der Jagdzeit sorgen!!! Anlässlich der bald aufgehenden Jagdzeit darf in Erinnerung gerufen werden, dass gemäß § 36 Abs. 1 K-JG niemand jagen darf, ohne im Besitz einer gültigen Kärntner Jagdkarte (Jagdkarte, Jagdgastkarte) zu sein. In diesem Zusammenhang wird auch auf § 38 a Abs. 1 K-JG hingewiesen, wonach die Jagdkarte nur in Verbindung mit dem Nachweis über die Einzahlung des Jagdkartenbeitrages für das laufende Kalenderjahr, sowie mit dem Nachweis über die Einzahlung des Mitgliedsbeitrages und der Prämie für die Jagdhaftpflichtversicherung gültig ist. Bei aufrechter Mitgliedschaft zur Kärntner Jägerschaft im vergangenen Jahr erfolgte im Dezember 2014 eine automatische Zusendung des Zahlscheines zur Entrichtung der Beiträge für das heurige Jahr. Wenn jedoch in einem Jahr keine Mitgliedschaft zur Kärntner Jägerschaft bestanden hat, erfolgt auch keine automatische Zahlscheinversendung und liegt es an den Mitgliedern, gegebenenfalls einen Zahlschein bei der Kärntner Jägerschaft unter der Telefonnummer: 0463/5114 69-26, Frau Birgit Wascher, anzufordern. Die durchzuführende Überweisung oben angeführter Beiträge ist nicht an den übersandten Zahlschein gebunden. Bei jedweder anderen Überweisungsart ist aber jedenfalls auf die Angabe der Mitgliedsnummer im Feld „Zahlungsreferenz“ für eine Zuordenbarkeit durch die Landesgeschäftsstelle vorzunehmen.

Wildverbissschutzmittelaktion der Kärntner Jägerschaft Zur Verringerung der Verbiss- und Fegeschäden durch Schalenwild werden, neben anderen wirksamen Maßnahmen, die gefährdeten forstlichen Kulturpflanzen auch verstrichen bzw. gespritzt. Vor allem gegen den Sommerverbiss ist der Schutz der Pflanzen besonders wichtig und die Durchführung der Maßnahmen in der Zeit zwischen Ende Mai und Ende Juni (je nach Höhenlage) notwendig. Auch 2015 wird die Anwendung von streich- bzw. spritzfähigen Schutzmitteln gegen den Sommersowie den Winterverbiss wieder gefördert. Gefördert werden die im Fachhandel angebotenen und schon bewährten Mittel „WAM“ flüssig und „TRICO“ flüssig. Diese Mittel sind spritz- und streichfähig und dienen als Schutz gegen Sommer- und Winterverbiss, „TRICO“ wirkt auch als Fegeschutz. Beide Schutzmittel werden in Gebinden zu 5 kg angeboten. Angebrauchte Gebinde können bei ordnungsgemäßer Aufbewahrung auch später wieder verwendet bzw. aufgebraucht werden. Weiters werden wie bisher vor allem gegen den Winterverbiss die Verstreichmittel „WAM“ im Kübel mit 2,5 kg und „TRICO“ im Beutel

mit 5 kg, sowie Schafwolle angeboten. Der Selbstkostenbeitrag beträgt je 5 kg Gebinde „WAM“ € 15,–, je 5 kg Gebinde „TRICO“ € 18,- und je Kilogramm Verstreichmittel gegen Winterverbiss € 1,–. Schafwolle wird kostenlos ohne Selbstbehalt abgegeben.

ACHTUNG: ES GIBT FOLGENDE ÄNDERUNG ! Durch die Kärntner Jägerschaft geförderte Wildverbissschutzmittel können nur in Anspruch genommen werden, wenn der Bedarf der Sommer-, sowie auch der Winterverbissschutzmittel bis spätestens 13. Mai 2015 bei der für den Antragsteller zuständigen Bezirksstelle der Kärntner Jägerschaft beantragt und vom jeweiligen Bezirksjägermeister bestätigt wurde. Der Vertrieb der Verbissschutzmittel erfolgt wie bisher über die Lagerhäuser. Die Ausgabe von geförderten Verbissschutzmitteln wird jedoch ausschließlich an antragsmäßig registrierte Personen erfolgen. Ein Waldbesitzer kann für den Schutz einer Kulturfläche jährlich nur einmal (d.h. entweder SommerODER Winterverbisschutz) die Förderung der Kärntner Jägerschaft in Anspruch nehmen. Auf Grund der beschränkt vorhandenen Förder-

mittel wird bei der Beanspruchung des Angebotes um entsprechende Maßhaltung und Solidarität ersucht, sodass die verfügbaren Fördermittel möglichst gerecht zum Einsatz kommen. Grundsätzlich ist nur die Förderung von Klein- und Mittelbetrieben in besonders verbissgefährdeten Bereichen in Gemeindejagdgebieten vorgesehen. Die Ausgabe von geförderten Wildverbissschutzmitteln erfolgt nach Maßgabe der dafür vorhandenen Mittel der Kärntner Jägerschaft, es besteht jedoch kein Rechtsanspruch Die Ausgabe der Sommerverbissschutzmittel wird ab 26. Mai 2015 und die der Winterverbissschutzmittel ab 14. September 2015 erfolgen. Verbiss- und Fegeschutzmittel werden in folgenden Kärntner Lagerhäusern ausgegeben: Spittal/ Drau-Lurnfeld, Gmünd, Radenthein, Obervellach, Winklern, Greifenburg, Villach, Feistritz/Drau, Feldkirchen, Völkermarkt, Eberndorf, Bleiburg, Wolfsberg, St. Paul/ Lav., Hermagor, Kötschach-Mauthen, St. Veit/Glan, Friesach, Treibach, Straßburg, Klagenfurt, Ferlach, Grafenstein. Ing. Josef Schnabl Referent für Reviergestaltung und Naturschutz


I N F O R M AT I O N E N D E R L A N D E S G E S C H Ä F T S S T E L L E

Nr. 220/2015

Kärntner Jäger

Disziplinarerkenntnisse Der Disziplinarbeschuldigte Christan Lebitschnig, Hauptstraße 1, 9322 Micheldorf, hat als Mitglied der Jagdgesellschaft MicheldorfLorenzenberg im diesbezüglichen Jagdgebiet und somit in einer Rotwildrandzone am 28.12.2013 und am 16.01.2014 eine etwa 50 m von einem Hochsitz entfernte Fütterung mit Mais beschickt, ohne dass diese Fütterung rotwildsicher eingezäunt war und zumindest 2013 einen Hochsitz errichtet und verwendet, der ausschließlich aus Metallteilen zusammengebaut und oben und seitlich mit einer grünen Kunststoffplane bedeckt ist. Er hat hiedurch wiederholt und gröblich gegen jagdrechtliche Vorschriften verstoßen. Es wird über ihn hiefür gemäß § 90 Abs. 6 lit. c K-JG, die Disziplinarstrafe des Ausschlusses aus der Kärntner Jägerschaft auf die Dauer eines Jahres ab Rechtskraft dieser Entscheidung verhängt. Diese Entscheidung wurde mit Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichtes Kärnten, Zahl: KLVwG-S2-2110/5/2014, bestätigt. Dr. Herbert Müller, Vorsitzender des Disziplinarrates uuu Der Disziplinarbeschuldigte Fritz Eder, Hubertusweg 13, 9322 Micheldorf hat als Mitglied der Jagdgesellschaft Micheldorf-Lorenzenberg im diesbezüglichen Jagdgebiet (in welchem er auch den Jagdschutz ausübt) und somit in einer Rotwildrandzone im November 2013 eine etwa 70 m von einem Hochsitz entfernte Fütterung mit Mais beschickt, ohne dass diese Fütterung hochwildsicher eingezäunt war.

Er hat hiedurch gröblich gegen jagdrechtliche Vorschriften (§ 61 Abs. 8 K-JG) verstoßen. Es wird über ihn hiefür gemäß § 90 Abs. 6 lit. c K-JG, die Disziplinarstrafe des Ausschlusses aus der Kärntner Jägerschaft auf die Dauer von 2 Jahren ab Rechtskraft dieser Entscheidung verhängt. Diese Entscheidung wurde mit Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichtes Kärnten, Zahl: KLVwG-S2-2109/10/2014, bestätigt. Dr. Herbert Müller, Vorsitzender des Disziplinarrates uuu Der Disziplinarbeschuldigte, Johann Stotter, Kreuzberg 1, 9761 Greifenburg, ist schuldig. Er hat im November 2013 ca. 120 bis 130 m nordwestlich seines Anwesens Kreuzberg 1, 9761 Greifenburg, und somit in einem Gebiet, in welchem auch Rotwild vorkommt, dem Wild Kraftfutter vorgelegt, um es anzulocken, wodurch es geschehen konnte, dass sein Abschussnehmer in diesem Bereich am 29.12.2013 einen Hirsch der Klasse II erlegt hat. Er hat hiedurch gröblich gegen jagdrechtliche Vorschriften (§ 61a K-JG) verstoßen und wird über ihn hiefür die Disziplinarstrafe des Ausschlusses aus der Kärntner Jägerschaft auf die Dauer eines Jahres ab Rechtskraft dieser Entscheidung verhängt. Dr. Wilhelm Eckhart, Vorsitzender des Disziplinarrates

uuu Der Disziplinarbeschuldigte, Herwig Unterberger, St. Paul 6, 9702 Ferndorf, ist schuldig. Er hat am 16.07.2014 und somit in der diesbezüglichen Schonzeit im Gemeindejagdgebiet Ferndorf als Mitglied der Jagdgesellschaft Ferndorf einen Hirsch, mehrjährig, Zwölfender, erlegt. Er hat hiedurch gröblich gegen jagdrechtliche Vorschriften (§ 51 Abs. 6 K-JG) verstoßen und wird über ihn hiefür die Disziplinarstrafe des Ausschlusses aus der Kärntner Jägerschaft auf die Dauer eines Jahres ab Rechtskraft dieser Entscheidung verhängt. Dr. Wilhelm Eckhart, Vorsitzender des Disziplinarrates uuu Der Disziplinarbeschuldigte, N. N., ist schuldig. Er hat am 16.06.2014 und somit in der diesbezüglichen Schonzeit im Gemeindejagdgebiet XY ein führendes Tier irrtümlich im Glauben erlegt, es würde sich um ein nicht führendes Tier handeln. Er hat hiedurch gröblich gegen jagdrechtliche Vorschriften (§ 51 Abs. 6 K-JG) verstoßen und wird über ihn hiefür die Disziplinarstrafe des strengen Verweises ab Rechtskraft dieser Entscheidung verhängt. Dr. Wilhelm Eckhart, Vorsitzender des Disziplinarrates

www.kaerntner-jaegerschaft.at

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Kärntner Jäger

Termine Termine

S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

TERMINE

Nr. 220/2015

Wichtige Termine 2015 u Landesjägertag: Samstag, 13. Juni, 9 Uhr, St. Salvator, GH Seppenbauer

Veranstaltungen in den Bezirken

Jagdhorn-Bläserfest in Werfenweng/Salzburgerland

SPITTAL

30. – 31. Mai 2015

u Herausforderung Rotwild: Freitag, 8. Mai, 10 bis 18.30 Uhr, Nationalpark Hohe Tauern, Tauernsaal Mallnitz, 9822 Mallnitz

1. Internationaler Jagdhornbläser-Wettbewerb 2. Salzburger JagdhornbläserWettbewerb Nähere Informationen unter www.jagdhorn.werfenweng.cc

WOLFSBERG VILLACH u Einladung zur 25. ökumenischen „Buchholzer Jagdmesse“, am Pfingstsonntag, dem 24. Mai 2015, um 14 Uhr im Kirchlein in Buchholz (Gemeinde Treffen, Zufahrt über Winklern). Mitwirkende: JHB – Landskron, MGV – Afritz, Landjugend Treffen. Die Festpredigt hält Rektor Pfr. Mag. Dr. Hubert Stotter Veranstalter: Jägerschaft des Hegeringes 19 (Treffen)

u Unter dem Motto „Jahr des Auerwildes 2014“ der Kärntner Jägerschaft findet zum Thema „Lebensraum Großer Hahn“ eine Revierbesichtigung in Preitenegg mit Ofö. Helmut Fladenhofer am Samstag, 20. Juni 2015, um 9 Uhr, Treffpunkt Drfplatz Preitenegg, statt. Anmeldungen an: Bezirksgeschäftsstelle Wolfsberg: 04352/ 5771 0 oder an Wech Andreas: 0664/4521 262

Sonntag, 26. April, 9 bis 13 Uhr

2. Jagdcup

Samstag, 30. Mai,

9 bis 13 Uhr

3. Jagdcup + Landesmeisterschaften Samstag, 11. Juli

Johannesberg/ WO CSP Töplach/ St. Georgen JTRAP Pakein

JPC

KÄRNTNER LANDESMEISTERSCHAFTEN Der Landesverband der Jagd- und Wurfscheibenschützen Kärnten lädt zu den Kärntner Landesmeisterschaften 2015 in der jagdlichen Wurfscheibe und jagdlichen Kugel ein: 6./7. Juni

Jagdlich Trap/AFU 150 WS Schießstätte Tattendorf/NÖ (gleichzeitig auch Öst. Meisterschaft) 20. Juni Jagdparcours/PC 100 WS Schießstätte Pakein 27. Juni Jagdlich Trap/AFA 100 WS Schießstätte Radweg 18. Juli Compak Sporting/CPS 100 WS Schießstätte Pakein 8. August Jagdliche Kugel/AGK 100 Ringe Schießstätte Radweg 15./16. Aug. Jagdlich Trap/AFO 150 WS Schießstätte Zwettl/NÖ (gleichzeitig auch Öst. Meisterschaft)

ALPE ADRIA GRAND PRIX IN VERZEGNIS/TOLMEZZO/ITALIEN 22./23. August

30-Jahr-Jubiläum der JHBG Salzerkopf am Sonntag, den 17. Mai 2015 auf der Schießstätte „Eskurial“ in Straßburg 10.00 Uhr Schießwettbewerb 14.00 Uhr Festakt mit Siegerehrung und Ehrung verdienter Mitglieder

JAGDCUP 2015 1. Jagdcup

EINLADUNG zum

Jagdparcours/PC 200 WS

Für alle Wettkämpfe gilt: Anmeldung ab 7.30 Uhr vor Ort, Wettkampfbeginn: 9 Uhr

RAHMENBEWERBE: Ehrenscheibenschießen Glücksscheibenschießen Für ausreichende und qualitative hochwertige Gastronomie ist gesorgt.

JägerinnenStammtische 2015 u Dienstag, 19. Mai: 18 bis 21 Uhr, Seifensieden u Mittwoch, 17. Juni: Kochkurs u Dienstag, 22. September: 16 bis 19 Uhr, Schießstätte Pakein, Schrotschussseminar u Herbst: Kochkurs „Wild auf der Alm“ u Samstag, 13. November: Niederwild am Teller und auf der Wand in Kooperation mit dem Niederwildausschuss u Samstag, 28. November: Traditioneller Weihnachtsbrunch


TERMINE

Nr. 220/2015

Kärntner Jäger

10. Jugendschießseminar im Burgenland Um die Sicherheit und die Schießkompetenz der Kärntner Jungjäger und Schießbegeisterten zu fördern, veranstaltet die Kärntner Jägerschaft vom Donnerstag, 14. Mai (Christi Himmelfahrt) bis Samstag, 16. Mai 2015 die Jugendfortbildung in Jois/Burgenland für alle (auch angehenden) Jungjäger und Jägerinnen (15- bis 24-jährige).

Hundewesen KÄRNTNER JAGDHUNDEPRÜFUNGSVEREIN u Schweißsonderprüfung mit Richterbegleitung und Bringtreueprüfung 2015, Sonntag, 28. Juni 2015, im Raum Feldkirchen. Infos: www.kjpv.at oder Carmen Piessnegger, Tel.: 0664/3748 395, EMail: carmen-piessnegger@A1.net

Die Schwerpunkte dieser Veranstaltung liegen im sicheren Umgang mit Jagdwaffen, dem Erlernen der richtigen Bewegungsabläufe und dem Treffen in den Disziplinen Jagdparcours und jagdliche Kugel sowie jagdlich Trap. Außerdem werden auch sportliche, kulturelle und kulinarische Impressionen des nördlichen Burgenlandes erlebt. Kosten: € 100,–, enthalten sind 2 Übernachtungen mit Frühstück, 3 mal 50 Wurfscheiben inkl. Munition und notfalls auch Leihwaffen, 100 Schuss Kugelmunition, Standmiete sowie alle Eintritte. Das Training wird von staatlich geprüften oder erfahrenen Wettkampfschützen geleitet. Anmeldungen bei Mag. Heimo Wolte unter Telefon 0676/4200 756 oder E-Mail: heimo.wolte@gmail.com

ÖSTERREICHISCHER VEREIN FÜR GROSSE UND KLEINE MÜNSTERLÄNDER Generalversammlung 2015, u Samstag, 30. Mai, 15.30 Uhr, Schloss Mageregg, Magerregger Straße 177, 9020 Klagenfurt am Wörthersee. u Klubsieger-Zuchtschau, Samstag, 30. Mai, ab 9 Uhr, Schloss Mageregg, Anmeldung ab 8 Uhr.

Österreichischer Schweißhundeverein Einladung zum traditionellen Kärntner Schweißhundetreffen am 1. Mai 2015, um 9 Uhr im Jägerhof Schloss Mageregg der Kärntner Jägerschaft verbunden mit einer Pfostenschau. Alle Schweißhundeführer, Mitglieder des ÖSHV und Jagdhundefreunde mit Familien werden dazu herzlich eingeladen! Es werden auch wieder Funktionäre des ÖSHV (Obmann, Zuchtwarte) anwesend sein. Es wird um eine zahlreiche Teilnahme zum kameradschaftlichen Treffen in gewohnt herzlicher Atmosphäre ersucht.

EINLADUNG zum

Grundkurs für Jagdhundeführer und -halter sowie für interessierte Jägerinnen und Jäger des Bezirkes Völkermarkt Samstag, 16. Mai, 9 Uhr bis ca. 16 Uhr, im Familiengasthof Schmautz/Kapus, Jerischach 4, 9133 Sittersdorf (direkt an B 85 zwischen Gallizien und Miklauzhof) Anmelden können Sie sich schriftlich oder telefonisch beim Bezirksjagdhundereferenten Herrn Ofö. Gerd Rössler unter 0664/1266 996, Adresse: Zauchen 31, 9133 Sittersdorf oder in der Bezirksgeschäftsstelle Völkermarkt unter 04232/2723 3. Die Mitnahme von Hunden ist aus organisatorischen Gründen leider nicht möglich.

Einladung zu den

Bezirkskonzerten u 8. Mai: Bezirk Klagenfurt, Ferlach, Stadtsaal, Weitere Mitwirkende: JHBG Bärental, Gebrüder Smrtnik u 29. Mai: Bezirk Villach, Afritz, Kultursaal, Weitere Mitwirkende: JHBG Alpe-Adria, 5 Gailtaler. Beginn jeweils um 20 Uhr Kartenverkauf bei den Bezirksgeschäftsstellen und bei den Sängern sowie an der Abendkassa. Die Bevölkerung, alle Jäger und Freunde der Jagdmusik sind herzlich eingeladen!

EINLADUNG ZUM TRADITIONELLEN LANDESTREFFEN DES KLUBS DACHSBRACKE Freitag, 1. Mai 2015, ab 9 Uhr, im Schloss Mageregg/Klagenfurt, Grüner Saal Tagesordnung: 1. Begrüßung durch Landesleiter Bruno Sabitzer 2. Totenehrung 3. Jahresberichte 2014 4. Vergabe der Hundeführerabzeichen für Prüfungsteilnehmer 2014 5. Anmeldung zur Gebrauchsprüfung 2015 6. Allfälliges Im Anschluss findet die Formbewertung von Dachsbracken über 16 Monate und die Begutachtung von Junghunden im Schlosspark statt. Alle Mitglieder, die eine Alpenländische Dachsbracke erworben haben, die noch nicht bewertet wurde, werden ersucht diese vorzuführen. Bitte den Abstammungsnachweis mitbringen.

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Kärntner Jäger

PERSONALIA

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Dr. Magometschnigg wurde 75 Ein bescheidener Jäger mit ungeheurem Jagdwissen, Dr. Walter Magometschnigg, ist 75 geworden. Der langgediente Jägerschaftsfunktionär Dr. Magometschnigg wurde am 14. Februar 1940 in der Steiermark geboren, verlagerte aber seinen Lebensmittelpunkt schon früh nach Kärnten. Bis Ende 2009 war er als angesehener Notar unter anderem in Klagenfurt tätig. Neben der Arbeit, die immer einen wichtigen Teil seines Lebens darstellte, standen Natur, Wild und Wald schon von Jugendzeiten an im Interesse des Jubilars. Nicht verwunderlich, dass es ihn auch in den Dienst der Jägerschaft verschlug. In ihrem Kreise wurde er 1979 zum Disziplinaranwalt gewählt – eine Funktion, die er zwei Perioden lang stets gewissenhaft und mit großer Umsichtigkeit ausübte. In weiterer

Folge wählte man ihn in den Landesausschuss, dort wurde ihm das Referat für Jagdrecht, Ausund Weiterbildung übertragen. In dieser Funktion hat er auch an mehreren Jagdgesetznovellierungen und Satzungsänderungen mitgewirkt. Auch in der Ausbildung war er als Vortragender bei Jagd- und Jagdaufseherkursen tätig und über 25 Jahre Mitglied der Jagdprüfungskommission. Seinen Schwerpunkt legte Dr. Magometschnigg stets auf die Themenbereiche Jagdrecht und Jagdliches Brauchtum. Dem Jagdlichen Brauchtum widmete er sich auch als Buchautor und verfasste dazu mehrere Bücher. Doch dem noch nicht genug, war Dr. Magometschnigg auch als Prä-

sident des Falknerbundes tätig und zeichnet er sich dafür mitverantwortlich, dass heute die Falknerei in Kärnten fortschrittlich und mit klaren Bestimmungen im Kärntner Jagdgesetz geregelt ist. Dass er trotzdem noch die Zeit fand und jederzeit als Ansprechpartner in jagd-, naturund tierschutzrechtlichen Angelegenheiten für viele Jägerschaftsfunktionäre und Jäger zur Verfügung stand, grenzt bei seinen vielen Aufgaben schon fast an ein Wunder. Lieber Walter, herzlichen Dank für deinen unermüdlichen Einsatz, den du über Jahrzehnte geleistet hast. Die Kärntner Jägerschaft wünscht dir für die nächsten Jahre Glück und Zufriedenheit, vor allem gesundheitlich das Allerbeste!

Bezirksjägermeister Ing. Carl Gressel – 60 Carl Gressel entstammt einer angesehenen Gailtaler Familie. Bereits sein Großvater und auch sein Vater bekleideten diverse öffentliche Funktionen. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Carl diesem Weg gefolgt ist und unter anderem im Jahr 2002 die jagdliche Leitung des Bezirkes Hermagor übernommen hat. Seitdem führt er mit Umsicht, großer Sachkenntnis und Gewissenhaftigkeit den Hermagorer Jagdbezirk und stellen seine prägnanten Wortmeldungen und scharfsinnigen Analysen einen Fixpunkt in jeder Landesausschusssitzung dar. Das Verständnis zwischen Naturnutzern und Jägern zu verbessern ist Carl Gressel ein besonderes Anliegen. So hat er als Alm-, Landund Forstwirt im Großraum des be-

kannten Wolayersees in Hinblick auf ein besseres Wald-Wild-Naturnutzerverständnis, und noch bevor das Thema Tourismus- und Wildlenkung in den Medien präsent war, in Zusammenarbeit mit dem Alpenverein touristische Lenkungsmaßnahmen gesetzt. Dieser Wunsch und das Verständnis, dass nachhaltige Lösungen im Spannungsfeld Naturnutzer und Wild nur durch Aufklärung erreichbar sind, haben Bezirksjägermeister Gressel wohl dazu geführt, das Projekt Berg-Mensch-Wildtier ins Leben zu rufen. Im Rahmen dieses Projektes wurden die touristische Nutzung und deren Auswirkungen auf die einzelnen Wildarten wie Auerhühner, Birkhühner, Gamswild etc. im

Lesachtal analysiert und wiederum gemeinsam mit den Interessenvertretern von Tourismus, Alpenverein etc. versucht, das Wegenetz in Hinblick auf ein nachhaltiges Miteinander entsprechend zu gestalten. Das gute Einvernehmen zwischen Waldbauern, Forstleuten, Naturnutzern und Jägern ist Carl Gressel ein ehrliches Anliegen. Er scheut sich aber auch nicht, mahnend seine Stimme zu erheben, wenn dieses Wald-Wild-Naturnutzer-System aus dem Gleichgewicht zu geraten droht. Eine weitere Herzensangelegenheit von Bezirksjägermeister Gressel ist die Revitalisierung der Almen, eine Aufgabe, der er als Funktionär im Kärntner Almwirtschaftsverein nachkommt. Lieber Carl, die Kärntner Jägerschaft wünscht dir alles erdenklich Gute, Gesundheit und ein kräftiges Weidmannsheil!

BEITRÄGE UND FOTOS FÜR DEN „KÄRNTNER JÄGER“ BITTE AN DIE E-MAIL-ADRESSE: REDAKTION@KAERNTNER-JAEGERSCHAFT.AT ÜBERMITTELN. DIGITALE FOTOS MÜSSEN MINDESTENS 300 DPI HABEN.


BÜCHER

Nr. 220/2015

Kärntner Jäger

Bücher Hochgebirgsträume Gamsjagden auf Spitzentrophäen Walter Olbrich, ISBN: 978-3-7888-1679-7, € 24,95, Bestellmöglichkeit: J. Neumann-Neudamm AG., 34212 Melsungen, Schwalbenweg 1, Tel.: 05661/9262-26, Fax: 05661/9262-19, EMail: info@neumannneudamm.de, Internet: www.neumann-neudamm.de Auf Gams in den rumänischen Karpaten! Wen die Bergwelt einmal in ihren Bann gezogen hat, den lässt sie nicht mehr los. Es ist nicht nur das Jagen selbst, sondern auch die monumentale, unverfälschte Natur. Und einen Gamsbock in der faszinierenden Bergwelt der Karpaten während der Brunf zu erlegen, ist schon etwas Besonderes, von dem viele Jäger träumen. Walter Olbrich hat sich diesen Traum erfüllt!

Der Rückkehrer Michael Fasel, ISBN: 9783-905437-38-6, € 21,00, Bestellmöglichkeit: Alpenland Verlag AG, Schaan, Feldkircher Strasse 13, Tel.: 00423/2395 040, www.buchzentrum.li Die Wiedereinwanderung des Bibers (Castor fiber) im Alpenrheintal und seine Verbreitung in Liechtenstein. Vor einigen Hundert Jahren ausgestorben ist der Biber seit 2006 im Alpenrheintal wieder präsent und hat sich bis 2014 bis ins bündnerische Felsberg ausgebreitet. Im

Buch wird die Aussterbegeschichte und die Wiedereinwanderung des Bibers im Alpenrheintal sowie seine Biologie und seine Auswirkungen auf Landschaft und Naturvielfalt beschrieben.

Bären Heimliche Sohlengänger Jaroslav Vogeltanz / Paolo Molinari, ISBN: 9783-85208-125-0, € 49,00, Bestellmöglichkeit: Österreichischer Jagdund Fischerei-Verlag, 1080 Wien, Wickenburggasse 3, Tel.: 01/4051 636-39, Fax.: 01/4051 636-59, E-mail: verlag@jagd.at, Internet: www.jagd.at Der Bär hat den Menschen schon früh fasziniert. Er ist groß und stark, aber auch sehr wendig, schnell und geschickt. Er kann aufstehen, sich aufrecht hinsetzen und seine Pranken fast wie Hände benutzen. Er frisst vieles, was auch uns Menschen schmeckt. Er hat einen scharfen Instinkt und ist ein intelligentes Tier. Außerdem ist er dem Menschen im Erscheinungsbild sehr ähnlich. Es lag daher nahe, dass der Bär zum Symboltier wurde – zu einem Bindeglied zwischen Mensch und Tier. Ist es da verwunderlich, dass viele Geschichten und Mythen rund um den Bären und seine Lebensweise entstanden sind? Faszination und Angst – diese Gefühle spiegeln das zwiespältige Verhältnis des Menschen zum Bären wider. Gleichzeitig war diese Zwiespältigkeit ein fruchtbarer Nährboden für verschiedenste Riten und Sitten, wo Mensch und Bär den Lebensraum teilten. Einerseits wurde er verfolgt und gejagt, andererseits aber geachtet und verherrlicht. In der Mythologie besetzt der Bär alle Do-

mänen des menschlichen Lebens, von der Wiege bis ins Grab. Und sogar im Jenseits noch begleitet er die Schamanen. Obschon der Bär hierzulande selten ist und die meisten Leute nie ein lebendes Tier zu Gesicht bekommen, ist der Bär in unserem Alltag allgegenwärtig: in der Sprache, in Büchern, Geschichten, Filmen oder einfach als Teddybär. Der Hauptgrund aber, weshalb der Braunbär auch heute noch ein Mythos bei uns ist, ist einfach die Tatsache, dass er das größte wilde Raubtier Europas ist.

Jagd und Wildtiere heute ... ... und der Bündner Jäger von damals Walter Candreia, ISBN: 978-3-906064-18-5, € 20,00, Bestellmöglichkeit: Südostschweiz Buchverlag, 8750 Glarus, Zwinglistrasse 6, Tel.: 0041/5564 5286 3, Fax: 0041/5564 5287 1, E-Mail: ezopfi@suedostschweiz.ch, Internet: www.suedostschweiz-buchverlag.ch Verschiedene Themen zu den in Graubünden lebenden Wildtieren sind im Jubiläumsbuch explizit berücksichtigt worden. Dazu war ausschlaggebend, dass sich vielfach und auffallend parallel mit der Jagd die Situation vieler Bündner Wildtiere weiterentwickelte – mehrheitlich im Positiven. Gestern wie heute brauchten und brauchen alle Wildtiere unsere Stimme – ob jagdbar oder nicht jagdbar. Lassen wir uns deshalb von den alten Jagdbildern faszinieren und vergessen dabei nicht, dass das, was damals war, war für damals richtig und was heute geschieht, ist für viele Wildtiere überlebenswichtig. Die Bündner Jagd bedeutet nämlich immer noch Passion und Hege mit der Büchse – aber auch die nicht mehr wegzudenkende Biotophege zugunsten eines für lange Zeit auswirkenden Wild- und Lebensraumschutzes. Von der Bündner Jägerschaft werden heute jährlich rund 25000 Stunden für die Hege in Wald und Feld erbracht.

STEYR MANNLICHER und MITSUBISHI für mehr Sicherheit im Revier Die steigende Anzahl an Drückjagden bringt es mit sich, dass auch die Ansprüche an Sicherheit und Disziplin der Schützen in den letzten Jahren immer wichtiger geworden sind. Aus diesem Grund bringt STEYR MANNLICHER das neue „Sicherheitstraining für Riegeljagden“ auf die Straße und damit in die Reviere Österreichs, um das richtige Verhalten bei den Riegeljagden zu trainieren. Durch die bewusste Implementierung von Gefahrensituationen wie Treiber, Hunde oder Fahrzeuge

soll der Schütze trainiert werden, auch wenn er sich auf das Wild konzentriert, seine Umwelt nicht außer Acht zu lassen. Mitsubishi stellt für den mobilen Betrieb des Sicherheitstrainings einen Mitsubishi Pajero zur Verfügung, um auch die entlegensten Reviere sicher zu erreichen. Christian Hahn, vom Marketing der Denzel Autoimport GmbH:. „Wir bei Mitsubishi leben unsere 4x4 Kompetenz und damit verbunden die Sicherheit auf allen Wegen. Dies trifft speziell auf die Jagd, den Jäger, zu.“

Nähere Informationen über das Sicherheitstraining und Buchungsmöglichkeiten finden Sie auf www.steyr-mannlicher.com/ sicherheitstraining

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Kärntner Jäger

Nr. 220/2015

J A G D L I C H E S W I S S E N / W O R TA N Z E I G E N / TOT E N TA F E L

Prüfen Sie Ihr jagdliches Wissen! Die Antworten zu Seite 48 1. Die Änderung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung, der Wegfall der Brachen, ungünstige Witterungsverhältnisse, steigende Dichten von Beutegreifern, und letztendlich auch die Reduzierung der Hegebemühungen zeichnen sich mitverantwortlich für den Rückgang der Niederwildarten. 2. Unter dem Förderprogramm „Ökologische Maßnahmen“ werden jährlich ca. € 89.000,– bereitgestellt, mittels derer Jäger, Grundbesitzer und Landwirte bei sinnvollen und nachhaltigen lebensraumgestalterischen Maßnahmen finanziell unterstützt werden. 3. Als Hauptfaktoren der Habitatqualität werden Klima und Geländeformen des Biotops, Einstands- und Nahrungsangebot sowie die Beunruhigung des Wildes unterschieden. Diese Faktoren stehen in enger Verzahnung miteinander und ergeben letztendlich den Besiedlungsanreiz eines Biotops, d.h. die Habitatqualität ergibt sich aus dem Zusammenspiel dieser Faktoren. 4. Es ist unabdingbar genaue Kenntnis über den Populationsstand der entsprechenden Wildart zu haben. Zum einen um die Maßnahmen genau dort zu setzen, wo die Art auch vorkommt, zum anderen kann die Populationsentwicklung Auskunft darüber geben, ob und wie sich die gesetzten Maßnahmen auswirken. 5. Am besten lassen sich die Hasenbestände mittels Scheinwerfer-

taxation erheben. Dazu wird eine Zählstrecke im Jagdgebiet ausgewiesen, die dann mittels PKW abgefahren wird. Mittels Lampen werden die Flächen rechts und links der Zählstrecke abgeleuchtet und die gezählten Hasen notiert. Auf Grund der gefahrenen Strecke und der bekannten Leuchtweite der verwendeten Scheinwerfer kann ein Flächenbezug hergestellt werden. Diese Zählungen sollten sowohl im Frühjahr als auch im Herbst stattfinden um neben dem Stammbesatz im Frühjahr auch Informationen zur Zuwachsrate zu erhalten. 6. Das neue ÖPUL-Programm beginnt 2015. Durch das Anlegen von Biodiversitätsflächen bzw. der Schaffung von Stilllegungsflächen ist eine höhere Diversität zu erwarten, was sich letztendlich positiv auf viele Tierarten auswirken soll. 7. Die Fortpflanzungsperiode des Feldhasen kann – je nach Witterung – bereits im Jänner beginnen und endet meist im September. Eine Häsin setzt pro Jahr zwischen 1und 4-mal. Die Tragzeit beträgt etwa 42 Tage. Pro Wurf werden im Normallfall zwischen 1 und 4 Junghasen gesetzt. Die Mortalitätsrate ist – abhängig von der herrschenden Witterung – im Durchschnitt sehr hoch und so liegt der effektive Zuwachs pro Häsin im Normalfall bei nur 1 bis 3 Jungen pro Jahr. 8. Superfötation bedeutet, dass eine inne habende Häsin erneut befruchtet werden kann, noch bevor sie ihre Jungen gesetzt hat.

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Wir gedenken unserer Weidkameraden Bezirk Klagenfurt Dominikus Lorenz, Grafenstein Krammer-Tscharre Michaela, Klagenfurt Kury Rudolf, Köttmannsdorf Komm. Rat Motschiunig Josef, Viktring Bezirk St. Veit/Glan Dr. Knafl Karl, St. Veit/Glan Tamegger Josef, Deutsch Griffen Zaponig Franz, Straßburg

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Der Kärntner Jäger  
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