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Mitteilungsblatt der Kärntner Jägerschaft, Dezember 2017 Ausgabe 236, 46. Jahrgang

www.kaerntner-jaegerschaft.at SCHWERPUNKT

WEIDGERECHTIGKEIT • Brauchtumsmesse • Dachmarke „Jagd Österreich“ • Hundehaltungsvorschriften


Nr. 236/2017

Inhaltsverzeichnis

Liebe Kärntner Jägerinnen und Jäger!

Aktuelles Aktuelle Spalte

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Dachmarke „Jagd Österreich“

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Weitwinkel

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Mini-Max

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Wald-Wild-Schule

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Berichte

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Weidgerechtigkeit

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Aus dem Jagdrevier

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Rechtliche Information Hundehaltungsvorschriften

Kärntner Jäger

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DISZI

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Jagdliches Wissen

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Informationen der Landesgeschäftsstelle

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Hegeringversammlungen und Hegeschauen

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Schießwesen

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Termine

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Personalia

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Bücher

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Totentafel

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Wortanzeigen/Impressum

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Geht es Ihnen auch so? Gefühlsmäßig sind wir gerade erst in ein neues Jahr gestartet und schon neigt sich dieses wiederum dem Ende zu. Der jagdliche Jahreskreislauf spannt sich im Wesentlichen nahezu immer gleichartig von Hegeringleitertag, Hegering- und Bezirksversammlung, Landesjägertag, Reh-, Hirsch- und Gamsbrunft bis hin zu den traditionellen Hubertusfeiern und Hubertusjagden zu Ende des Kalenderjahres. Dazwischen jagen wir einerseits, weil wir gerne jagen, wie wir auch bemüht sind, unsere Abschusspläne zu erfüllen und dürfen andererseits daraus resultierend hoffentlich viele schöne Jagderlebnisse mitnehmen. Das heurige Jahr verlief nun doch etwas anders, nämlich geprägt von zwei wichtigen Ereignissen, welche auf die Zukunft der Kärntner Jagd wesentlichen Einfluss haben werden. Es sind dies zum einen die Kärntner Jagdgesetznovelle, zum anderen die Gründung des Dachverbandes „Jagd Österreich“. Zur Jagdgesetznovelle: Diese wurde in der Sitzung des Kärntner Landtages am 16. November einstimmig beschlossen. Es ist zwar selbsterklärend, ich möchte trotzdem klarstellen, dass ausschließlich der Landtag nach Vorlage, Prüfung und Begutachtung in den verschiedenen Gremien für die Verabschiedung eines Gesetzes zuständig ist. Da der Beschluss nahezu zeitgleich mit dem Erscheinen unseres Mitteilungsblattes gefasst wurde, ersuche ich um Verständnis, dass die ausführliche Berichterstattung über die Details erst in unserer nächsten Ausgabe erfolgen kann. So viel vorweg – mit dieser Novelle ist es gelungen, der Kärntner Jägerschaft ein zukunftsorientiertes, modernes Jagdgesetz zu geben, welches uns nicht nur von nicht mehr zeitgemäßen, teils untragbaren Bürden befreit, sondern auch neue Herausforderungen beinhaltet, denen wir uns stellen müssen. Allen werden und können diese Änderungen nicht nur Freude bereiten, vor al-

lem jenen nicht, welche sich durch die Novelle für sich persönlich oder ihre Organisation mehr herauszuschlagen erhofft haben. Unsere Türe zur Zusammenarbeit ist aber für alle, die es wollen, weiterhin offen. Großer Dank bereits jedoch an dieser Stelle an alle, hier vor allem an die Politik, die am Zustandekommen dieser Novelle mit Augenmaß auf gleicher Höhe im Sinne von Wild und Lebensraum mitgewirkt haben. Ich zitiere unseren verstorbenen Ehrenlandesjägermeister DI Senitza, dessen Meinung es immer war, eine Gesetzesänderung sollte für alle Beteiligten zu einer Verbesserung und nicht zu einer „Verböserung“ führen! Ich denke, dass dies auch so gelungen ist. Dachverband „Jagd Österreich“: Dieser wurde am 9. November 2017 in Wien der Öffentlichkeit präsentiert. Wir haben bereits darüber berichtet und werden dies auch weiterhin in unserer Verbandszeitung, wie auch auf unserer Homepage ausführlich tun. Grundsätzlich vereint die neu geschaffene Dachmarke Einigkeit und Nachhaltigkeit. Wer sich vielleicht unnötigerweise Sorgen macht, auf den einzelnen Jäger wird dies kaum Einfluss haben und was besonders wichtig ist, alles Rechtliche bleibt Landessache. Die Jagd in Österreich sorgt für Werte mit Bestand. Wesentliche Kernleistungsbereiche, auf die sich Dachmarke und Jagd Österreich fokussieren werden, sind, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die Jagd als verantwortungsvolle Ausübung des Handwerkes mit Nachhaltigkeit, Gewinnung und Zur-Verfügung-Stellung hochwertigen Wildbrets, Wild und dessen Lebensräume in seiner Vielfalt zu sichern und zu erhalten, Partner im Naturschutz zu sein sowie Erhalt, Erweiterung und Vermittlung des Wissens über Jagd, Wild und Natur, auch im Sinne von Tradition und Brauch-

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S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S Sepp Monz SLJM-Stv. S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

Aktuelle Spalte

AKTUELLES


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Kärntner Jäger

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tum als eine wichtige Aufgabe der Jagd. Landesjägermeister DI Dr. Gorton wird 2018 als geschäftsführender Landesjägermeister wesentlich für die Umsetzung dieses Prozesses verantwortlich zeichnen. Viel Arbeit, aber auch viel Freude bescheren uns die Vorbereitungen für die Mitgestaltung als Patronanzland beim „Ball des Grünen Kreuzes“ (Jägerball), welcher am 29.1.2018 in der Hofburg in Wien veranstaltet wird. Schon jetzt sind wir überzeugt, dass sich Kärnten und die Kärntner Jagd

bei diesem Anlass würdig präsentieren wird. Die Jägerwallfahrt in St. Georgen, verschiedene Hubertusmessen und -feiern, stellvertretend seien die im Kloster Wernberg und Grafenstein genannt, welche sich durchwegs immer höher werdenden Zuspruches erfreuen, haben meist in irgend einer Form das Thema der Weidgerechtigkeit zum Inhalt. Es gibt nicht EINE, es gibt auch nicht DIE Weidgerechtigkeit, sondern möge jeder für sich, abgeleitet und entnommen aus Schrift und Wort, die persönlich richtige

finden. Solche Momente bieten sich auf einem Hochsitz in der Stille der Natur und gerade innerhalb der bevorstehenden Feiertage, die für Sie harmonisch und gut verlaufen mögen. Mit den besten Wünschen für eine gemeinsame gute Zukunft, erfüllt mit viel Gesundheit, Erfolg und Zufriedenheit, verbleibe ich mit einem kräftigen Weidmannsheil Sepp Monz LJM-Stv.

Neue Dachmarke fokussiert auf Stärken der Jagd in Österreich Am 2. Oktober 2017 kam es zu einem Ereignis von historischer Tragweite: Alle neun Landesjägermeister unterzeichneten die Charta „Jagd Österreich“. All das unter Anwesenheit des Landeshauptmannes von Tirol, Herrn Günther Platter. Er lud nach der Landesjägermeisterkonferenz zum Empfang auf die Festung Kufstein. Ein mehr als würdiger Rahmen, um zu besiegeln, was vor rund eineinhalb Jahren als Dachmarken-Entwicklungsprozess mit der Fokussierung auf die einzigartigen Stärken der Jagd in Österreich begonnen hat. „Angesichts der sich stark verändernden Umweltbedingungen wird es immer wichtiger, dass unsere Interessen auf österreichischer und europäischer Ebene bestmöglich vertreten sind. Dafür bündeln wir nun im neuen Dachverband

‚Jagd Österreich‘ unsere Kräfte. Fundament dieser stärkeren Zusammenarbeit ist die von uns gemeinsam entwickelte Dachmarke. Ich bin sehr stolz, dass dieses Projekt unter Tiroler Führung hier nun zum Abschluss gebracht werden kann“, so der geschäftsführende Landesjägermeister DI (FH) Anton Larcher in seiner Festrede.

WESHALB BESCHÄFTIGEN SICH DIE JÄGERSCHAFTEN MIT IMAGE & MARKE? Images sind Vorstellungsbilder. Unternehmen und Organisationen haben ein Image. Personen auch. Ebenso Marken. Images sind demnach Vorstellungsbilder, die unsere Bezugsgruppen von uns haben, also jene Gruppen, die in irgendeiner Form von uns gehört oder mit uns zu tun haben. Kurzum: Uns kennen. Oder glauben zu kennen. Denn

Images entstehen auch, wenn wir nicht aktiv mit unseren Bezugsgruppen kommunizieren. Es reicht, dass wir bekannt sind. Das meint unter anderem der Satz: „Man kann nicht nicht kommunizieren“ von Paul Watzlawick. Organisationen und deren Funktionäre haben die Wahl: Sie überlassen es mehr oder weniger dem Zufall, welches Image in den Köpfen ihrer Bezugsgruppen entsteht. Oder sie machen sich Gedanken darüber, welches Bild sie verkörpern wollen, wie sie gesehen werden wollen. Auch für die „Jagd Österreich“ haben die neun Landesjagdverbände Österreichs mit externer Begleitung ein Soll-Image und damit eine Markenbeschreibung definiert. Diese österreichweit gültige Positionierung ergänzt die Markenarbeit der Landesjagdverbände und gibt die Ausrichtung mittels einer Charta, einer Dach-


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Kärntner Jäger

Auf dem Foto v. l. n. r.: LJM Vbg. Sepp Bayer, LJM Sbg. Maximilian Mayr-Melnhof, LJM T DI (FH) Anton Larcher, LJM NÖ DI Josef Pröll, LJM Bgld. Ing. Roman Leitner, LJM Stmk. Franz Mayr-Melnhof-Saurau, LJM OÖ ÖR Josef Brandmayr, LJM W Norbert Walter, MAS und LJM Ktn. DI Dr. Ferdinand Gorton. Foto: Dieter Nagl

marke und Richtlinien für die Gestaltung und die Kommunikation vor.

WAS SOLL ODER KANN EINE DACHMARKE BEI WEM BEWIRKEN? Das Markensteuerrad der Dachmarke zeigt auf einen Blick, wofür die JAGD in ÖSTERREICH stehen soll. Es repräsentiert ein Idealbild, welches nach innen und nach außen Orientierung gibt. Damit verfolgen der Dachverband sowie die Landesjagdverbände folgende globale Zielsetzungen: Nach innen: Die Jägerinnen und die Jäger in Österreich u kennen die Ausrichtung, die Mission und die Markenwerte der Dachmarke „Jagd Österreich“ u orientieren sich daran in ihrem Handeln und Verhalten bzw. ihrem täglichen Tun Nach außen: Die Bevölkerung in Österreich u anerkennt die Notwendigkeit und die Kompetenzen der Jagd in Österreich und ist sich deren allgemeinen und speziellen Nutzens bewusst u weiß, wozu gejagt wird und wovon sich Jägerinnen und Jäger dabei leiten lassen sollten Das Markensteuerrad besteht

aus drei Ebenen: Dem Markenkern, den vier Leistungs- oder Kompetenzbereichen sowie den zwölf konkreten Markenwerten.

1. Der Markenkern gibt schnell, eindeutig und unmissverständlich die Mission bzw. den gesellschaftlichen Organisationsauftrag wieder. Der Claim (engl. für Anspruch) ist empfängerorientiert formuliert und bringt die emotionale und rationale Gesamtleistung der JAGD in ÖSTERREICH auf den Punkt. Mit dem Slogan „Wir sorgen für WERTE MIT BESTAND!“ gibt die Jagd in Österreich ein rationales

und emotionales Leistungsversprechen gegenüber internen und externen Stakeholdern im Sinne von Anspruchsgruppen ab. Damit bekennen sich der Dachverband und die neun Landesjagdverbände zur verlässlichen und dauerhaften Erfüllung einer Kernaufgabe, welche untrennbar mit Eigentumsrechten und -pflichten verbunden ist. In der Betonung der Fürsorge kommt zum Ausdruck, dass die Jagd in Österreich von sich aus Verantwortung für den Erhalt und die Pflege von zum Teil unwiederbringlichen Werten und Beständen übernimmt. Das Schaffen von Werten deutet darüber hinaus auch die volkswirtschaftliche Bedeutung der

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Jagd in Österreich mit rund einer halben Milliarde Wertschöpfung an. Werte mit Bestand sind zudem als solche zu verstehen, welche auch nachfolgenden Generationen im Sinne von Nachhaltigkeit zur Verfügung stehen sollen.

2. Die vier Kompetenzbereiche definieren, welche einzigartigen Stärken und Kernkompetenzen die JAGD in ÖSTERREICH hat und auf welche gesellschaftlichen Leistungen sie künftig fokussieren will. Somit erbringt sie einen klar beschreibbaren Nutzen, den in der Quantität und Qualität keine andere Organisation erbringen kann, was einem Alleinstellungsmerkmal entspricht. a. „HANDWERK MIT VERANTWORTUNG!“ Beim Leistungs- und Kompetenzbereich „Handwerk des nachhaltigen Jagens beherrschen und sicherstellen“ handelt es sich um das Alleinstellungsmerkmal der Dachmarke „Jagd Österreich“. Die Ausübung des traditionsreichen und anspruchsvollen Handwerkes ist mit hohen Eintrittsbarrieren – wie den Jagdprüfungen – versehen. Zudem benötigt nachhaltiges Jagen viel praktische Erfahrung und jahrelanges Training, was der Begriff „Handwerk“ zusätzlich unterstreichen soll. Demnach sind derzeit nur die Jägerinnen und Jäger in Österreich befähigt und kompetent in der Lage, diese Leistung flächendeckend zu erbringen. Dabei sind die vor allem in der handwerklichen Praxis wesentlichen Prinzipien der Wildtier- und Weidgerechtigkeit essenziell. Um dies alles auf Dauer aufrechtzuerhalten, sollte das Handwerk der nachhaltigen Jagd zwar weiterhin mit hohem Verantwortungsbewusstsein, aber auch mit Leidenschaft ausgeübt werden, weil nur so die geforderte Qualität zuverlässig sichergestellt ist. b. „DAMIT WILD ZUKUNFT HAT!“ Der Leistungs- und Kompetenzbereich „Wild & deren Lebensräume in ihrer Vielfalt sichern und erhalten“ betont die spezifische Rolle der Jagd in Bezug auf Naturschutz

in Österreich. Wesentlich ist dabei der respektvolle Umgang mit allen Lebewesen sowie mit der Natur, mit einer klaren Spezialisierung oder Fokussierung auf das Wild und dessen Lebensräume von Seiten der Jagd. Dazu zählt auch die respektund maßvolle sowie eine an die Populationen und die Umwelt angepasste Nutzung. Die Grundwerte „respektvoll“ und „partnerschaftlich“ beziehen sich darüber hinaus auch auf den Umgang oder die Zusammenarbeit mit anderen Naturnutzern und -schützern. Damit wird im Gegensatz zur Alleinverantwortung für Naturschutz die Mitverantwortung der Jagd in Österreich betont, wobei sich die Jagd als wesentlicher Partner anderer Nutzer- und Interessensgruppen versteht. Die Naturverbundenheit und das Umweltbewusstsein bringen die Grundhaltung und wesentliche Teile der Identität von Jägerinnen und Jäger zum Ausdruck. c. „WILDFLEISCH GENIESSEN MIT GUTEM GEWISSEN!“ Auch der Leistungs- und Kompetenzbereich „Köstliches & hochwertiges Wildbret aus heimischen Revieren zur Verfügung stellen“ beschreibt ein Alleinstellungsmerkmal der Jagd in Österreich. So sind nur die Jägerinnen und Jäger befähigt und in der Lage, diese Fleischart aus heimischen Revieren dauerhaft verwert- und nutzbar zu machen. Damit wird auch klargemacht, dass die Jagd in Österreich einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungsautonomie des Landes und zur Gesundheitsvorsorge leistet. Wesentlich ist in dem Zusammenhang, dass die Zurverfügungstellung von Wildbret nach den Grundprinzipien der größtmöglichen Sorgfalt und so qualitätsvoll wie möglich erfolgen sollte. Der Grundwert „wildtiergerecht“ verweist zusätzlich auf Fragen der artgerechten Fütterung und Hege von Wildtieren, zudem vor allem auf den Aspekt, Tiere möglichst unmittelbar und ohne unnötige Qualen zu erlegen. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte ist es aus-

schließlich der Jagd in Österreich möglich, diese Leistung für die Gesellschaft dauerhaft zu erbringen. d. „AUS TRADITION WERTVOLL!“ Der Leistungs- und Kompetenzbereich „Wissen über Jagd, Wild & Natur erhalten, erweitern und vermitteln“ umfasst Bereiche der Tradition und des Brauchtums, der Aus- und Weiterbildung sowie der Weiterentwicklung der Jagdausübung und der Beteiligung sowie Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Damit wird auch eine wesentliche Funktion der Jägerinnen und Jäger als praktische Beobachter der Natur, von Lebensräumen, von Wildpopulationen sowie -tieren angesprochen. Dieses Wissen soll erhalten, erweitert und vermittelt werden. Jägerinnen und Jäger sind damit eine der wenigen Gruppierungen in Österreich, welche über dieses außerordentliche Wissen – theoretisch und praktisch – über die Jagd, das Wild & die Natur verfügen. Sie sind sich dieser Stärke bewusst und geben daher ihr Wissen gerne weiter. Dabei bemühen sie sich stets um vorbildliches Handeln und Verhalten in der Ausübung ihrer Tätigkeit. Sie zeigen sich dabei einerseits traditionsbewusst, andererseits aber auch veränderungsbereit und fortschrittlich.

3. Die Konkretisierungen der Markenwerte zeigen, wohin sich die Identität der JAGD in ÖSTERREICH entwickeln sollte. Diese Facetten der Markenpersönlichkeit legen fest, wie die Kompetenzbereiche und der Kern umzusetzen oder zu leben sind. Jeder einzelne Wert bezieht sich auf alle Ebenen und nicht nur auf Teilleistungsbereiche, wie die Grafik nahelegt.

WAS HEIßT DAS NUN FÜR DIE UMSETZUNG DER DACHMARKE? Grundsätzlich ist über alle Kontaktpunkte von innen nach außen eine konsequente und einheitliche Bildsprache, Tonalität und Profilierung der Dachmarke – auf Bundesund auf Landesebene – anzustre-


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ben. Diese Kontaktpunkte ergeben sich durch die drei Gestaltungsfelder Verhalten, Erscheinungsbild und Kommunikation. Vorerst wurden im Dachmarkenentwicklungsprozess nur die weiter unten dargestellten groben Richtlinien entwickelt. Für deren Weiterentwicklung sowie konsequente Umsetzung verantwortlich ist ab sofort der Dachverband „Jagd Österreich“, der aus der bisherigen Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände hervorgegangen ist.

ist in Anlehnung an die Markierung von Handwerksgilden in einer modernisierten Wappenform gehalten, wobei die vier Kompetenzbereiche der Jagd in Österreich im Inneren mit einfachen Symbolen dargestellt sind (siehe Grafik). Die Richtlinien der Corporate Communications oder für die Kommunikation nach innen und nach außen sind bindend für alle Kom-

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munikationsaktivitäten des Dachverbandes sowie seiner Mitglieder. Das heißt, dass die vorgestellten Markendimensionen einen verpflichtenden Rahmen für Inhalte und Konzeptionen auf Landesebene bilden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die einzelnen Maßnahmen nicht verpuffen und sich Synergiepotenziale über die Landesgrenzen hinweg optimal entfalten. MMag. Dr. P. Vogler

Für die Corporate Behaviour oder das organisationale Verhalten wurde die Charta „Jagd Österreich“ entwickelt, welche von allen neun Landesjagdorganisationen unterzeichnet worden ist. Dieses Leitbild legt fest, welche Grundwerte für Jägerinnen und Jäger, aber auch für Funktionäre und die Landesjagdverbände, gelten sollen. Sie ist vom Bewusstsein getragen, dass es bei der Positionierung und dem Image der Jagd in Österreich eine gegenseitige Abhängigkeit gibt. Für das Corporate Design oder das Erscheinungsbild wurde ein Logo mit CD-Manual entwickelt, welches die Dachmarke „Jagd Österreich“ repräsentiert. Das Logo

Der direkte Draht zur Kärntner Jägerschaft 9020 Klagenfurt am Wörthersee | Mageregger Straße 175 Landesgeschäftsstelle | Telefon 0463/5114 69-0 | Fax 0463/5114 69-20 | office@kaerntner-jaegerschaft.at | www.kaerntner-jaegerschaft.at Landesjägermeister DI Dr. Ferdinand Gorton GF Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger Elisabeth Engber Verena Gaber Otto Kornprat Mag. Gerald Muralt Ing. Angelika Schönhart Katharina Rohner, Bakk. Ruth Ukowitz Birgit Wascher

(DW 10) (DW 16) (DW 23) (DW 12) (DW 11) (DW 18) (DW 13) (DW 17) (DW 14) (DW 26)

Redaktion »Der Kärntner Jäger« Redaktionsmitarbeiterin: Ing. Angelika Schönhart

Telefon 0463/5114 69-13 redaktion@kaerntner-jaegerschaft.at

Anzeigenannahme: Otto Kornprat

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Restaurant Schloss Mageregg

Telefon 0463/5444 4

Wildpark (Verwaltung)

Gerald Eberl, Telefon 0463/5114 69-0 gerald.eberl@kaerntner-jaegerschaft.at


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WEITWINKEL

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FACE: Koexistenz mit Großraubtieren – Herausforderungen und Lösungen Es bedarf viel wirksamerer Maßnahmen zur Abschwächung der zunehmenden Konflikte zwischen Menschen und Großraubtieren in Europa. Dies war die zentrale Aussage der Konferenz zur „Koexistenz mit Großraubtieren: Herausforderungen und Lösungen“ am 17. Oktober 2017 im Europäischen Parlament in Brüssel. Die Konferenz wurde von FACE, dem Zusammenschluss der Verbände für die Jagd und Wildtiererhaltung in der EU, organisiert. Die aktuellen Managementprogramme und Schadensregelungen müssen geeignete Lösungen für die Koexistenz angesichts der Zunahme vieler Großraubtierpopulationen in Europas dicht besiedelten und multifunktionalen Landschaften bieten. MdEP Karl Heinz Florenz, Schirmherr der Veranstaltung und Vorsitzender der Intergruppe „Biodiversität, Jagd, Ländliche Aktivitäten“ stellte hierzu fest: „Das Zusammenleben von Mensch, Landwirtschaft, Natur und Tourismus mit gewissen Wildtierarten wie dem Wolf stellt uns vor immer größere Herausforderungen. Der Wolf ist ein politischer Katalysator und erhitzt derzeit europaweit die Gemüter, insbesondere in besiedelten ländlichen Räumen. Daher fordere ich, dass wir gute Managementpläne für Wölfe und andere bestimmte Wildtiere erarbeiten. Nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Faktoren sollten berücksichtigt werden. Wir müssen an das Thema sachlich und ohne Glaubenskriege herangehen und die Sorgen vieler Landwirte und Landbesitzer ernst nehmen. Bei allen Lösungsansätzen ist es wichtig, die betroffenen Landwirte, Landbesitzer, Jäger und Förster vor Ort mehr in die Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen und nicht über die Köpfe hinweg zu entscheiden.“ Dr. Nicola Notaro, Referatsleiter Naturschutz der Generaldirektion

Umwelt der Europäischen Kommission, verwies auf die Tatsache, dass Großraubtiere ein integraler Bestandteil der Ökosysteme und Landschaften in Europa wären und der zentrale Ansatz zur Bewältigung der Konflikte zwischen den menschlichen Interessen und der Präsenz von Großraubtieren in der Entwicklung eines konstruktiven Dialogs mit Interessenvertretern, Landwirten, Jägern und Institutionen liegen sollte. Hierzu gehörte neben dem Kenntnisaustausch und der Zusammenarbeit auch die Nutzung der derzeit im Rahmen der EU-Gesetze und Politik zur Verfügung stehenden Instrumente, welche ausreichend flexibel wären, um an verschiedene Kontexte und geographische Gegebenheiten angepasst werden zu können. Herr Notaro verwies hierzu auf den Aktionsplan der EU für Natur, Menschen und Wirtschaft als Mittel zur Umsetzung dieser Maßnahmen. Csaba Borboly, Mitglied des Ausschusses der Regionen und Präsident des rumänischen Landkreises Harghita, berichtete über die Ausarbeitung eines Berichts des Ausschusses der Regionen mit Schwerpunkt auf die Optimierung der Koexistenz zwischen Menschen und Großraubtieren. Herr Borboly verwies auf die bestehenden Konflikte durch den Braunbären in der eigenen Region und auf die unlängst erlassene problematische Quotenbeschränkung für Abschüsse und unterstrich die Notwendigkeit Rumäniens, EU-Mittel für Na-

tura-2000-Gebiete zu nutzen, die Koexistenz von Menschen und Großraubtieren zu verbessern sowie wissenschaftlich fundierte Ansätze für die Entscheidungsfindung zu unterstützen. Daniel Heindl von der Niederösterreichischen Landwirtschaftskammer berichtete über die extremen Schwierigkeiten für die traditionelle Weidewirtschaft in einigen Gebieten. Herr Heindl forderte konfliktfreie Gebiete, vor allem in den Alpenregionen Europas mit intensiver Weidewirtschaft. Die traditionelle, über viele Jahrhunderte gewachsene, Almwirtschaft stelle einen ökologischen und kulturellen Trumpf des Alpenraums dar und sollte in der Zukunft erhalten bleiben, ohne dass gesonderte Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Luis Suarez vom WWF Spanien verwies auf verschiedene Beispiele der gelungenen Koexistenz zwischen Menschen und Großraubtieren. Herr Suarez betonte, dass Konflikte gelöst werden können und verwies hier auf eine Vielzahl präventiver Maßnahmen sowie den Bedarf nach einer guten Zusammenarbeit der Interessenvertreter. Auch der LIFE-Förderzuschuss der EU und nationale Fonds zur Entwicklung des ländlichen Raumes könnten erfolgreich zur Verbesserung der Koexistenz zwischen Menschen und Großraubtieren genutzt werden.

Die Homepage der Kärntner Jägerschaft:

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MINI-MAX

Kindgerechte Aufbereitung der in MINI-MAX


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Jahresthemen

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WA L D – W I L D – S C H U L E

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Die 26 stolzen „Hilfsjäger“ mit ihren Ausbildnern und Betreuern

„Hilfsjägerausbildung“: Straßburger Tafelklassler als Versprechen für die Zukunft Die Jagd und somit auch der Jäger sind wichtige Räder im Kreislauf von Natur und Mensch. Mit der Jagd geht aber auch Verantwortung einher und sie dient gleichermaßen dem Naturschutz sowie der Naturnutzung. Dieses Bewusstsein bereits an die Jüngsten von uns weiterzugeben, ist uns als Jäger ein besonderes Anliegen. Aus dieser Prämisse entstand das Projekt „Hilfsjägerausbildung“ an der Volksschule Straßburg. Von Eltern ins Leben gerufen war es das Ziel, den Kindern der 1. Klasse das heimische Wild und die Jagd im Speziellen als wichtige Maßnahme zur

Das „Wohnzimmer Natur“ zog alle in seinen Bann.

Erhaltung der Artenvielfalt und Lebensräume näherzubringen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Ausstellung „Wohnzimmer Natur“ besucht, um den Kindern einen Überblick und ein tiefergehendes Verständnis für den heimischen Wildbestand zu vermitteln. Ziel war es, den Kindern Wald nicht nur als Metapher, sondern als lebendigen und erhaltenswerten Lebensraum für Mensch und Tier näherzubringen. Damit trägt die Jägerschaft ihrer selbstauferlegten Verantwortung zur Vermittlung des Wissens über schützenswerte Natur

Rechnung. Genau hier lässt sich der Grundgedanke des Projekts „Hilfsjägerausbildung“ verorten, schließlich ist heutzutage vermehrt eine Entfremdung gegenüber der Natur zu beobachten. Dies trifft im Speziellen auf jene Kinder zu, die in urbanen Zentren groß werden. Besondere Beachtung fand dabei die Vermittlung der Rolle des „Jägers“ im Zusammenspiel von Flora, Fauna und schließlich dem Menschen selbst. Unter all diesen Voraussetzungen absolvierten schließlich 26 Kinder der beiden 1. Klassen der Volksschule Straßburg am 30. Oktober 2017 ihre „Hilfsjägerausbildung“. Mit großem Interesse lauschten die Kinder den Vorträgen und ließen sich für die Jagd begeistern. Der Tag der Ausbildung begann zunächst mit einer Busfahrt nach Friesach, wo die wissbegierigen Kinder bereits von HRL Helmut Khom in Empfang genommen wurden. Dieser war es auch, der die kleinen Jäger-Lehrlinge durch die Ausstellung „Wohnzimmer Natur“ führte und rund um die Themen Wild und Natur informierte. Mit großem Interesse lauschten die angehenden Naturexperten den Ausführungen von Herrn Khom, der mit seiner Art, komplexe Zu-


WA L D – W I L D – S C H U L E sammenhänge der Natur kindgerecht zu vermitteln, die Kleinen in seinen Bann zog. Bemerkenswert war es zu beobachten, mit welcher Neugier und Freude die Kinder an den Lippen des Vortragenden hingen und sich ganz auf das Thema einließen. Stellvertretend dafür standen die zahlreichen Fragen der „Hilfsjägeranwärter“, die immer wieder gekonnt und spannend beantwortet wurden. Als besonderes Highlight stellten sich die lebensechten Exponate heraus, die mit diversen „Lautäußerungen“ der Wildtiere hinterlegt wurden. Die Kinder konnten damit unmittelbar den Wald und seine Bewohner erleben, ohne dabei selbst am Hochsitz sitzen zu müssen. Die Ausstellung holte sich damit den Wald in den Speicher von Friesach, wo die Kinder nun selbst auf Entdeckungsreise gehen konnten. Viele Kinder kannten bereits einige Wildtiere oder konnten sich an Lautäußerungen aus der Natur erinnern. Nach der Führung stärkten sich die Teilnehmer bei einer Jause. Im Anschluss fand schlussendlich das eigentliche Highlight des Tages für die Kinder statt – „ihre Jagdprüfung“. Als Jagd-Quiz mit Bildern konzipiert, mussten die Prüflinge Fragen im Multiple-ChoiceModus beantworten. Voller Tatendrang und mit dem Wissen, das soeben Gelernte nun anwenden zu dürfen, machten sich die angehenden „Absolventen“ froh ans Werk. Mit großer Aufmerksamkeit und Begeisterungsfähigkeit nahmen sich die Kinder der „Prüfung“ an. Die anschließende Auswertung der Tests ergab ein Ergebnis von 100% bestandenen Prüflingen. Stolz auf ihre Leistungen wurden den Absolventen anschließend durch den anwesenden BJM ÖR Hans Drescher die Hilfsjägerausweise feierlich übergeben. Zusätzlich überreichte HRL Bruno Sabitzer die von Manuela Mattersdorfer aus Holz hergestellten Medaillen als Abzeichen für die bestandene Prüfung. Darüber hinaus bekam jeder der erfolgreichen Absolventen das Buch der Kärntner Jägerschaft „Kleine Entdeckungsreise – Mit dem Jäger Eduard im

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Revier unterwegs“ als Geschenk mit auf dem Weg. Um dem pädagogischen Ansatz des Projekts gerecht zu werden und auch nachhaltig zu wirken, wurde vereinbart, das Kinderbuch in den nächsten Unterrichtseinheiten in den Sachunterricht einfließen zu lassen und somit den regionalen Bezug zur heimischen Natur in den Kindern zu festigen. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zur Bewusstseinsbildung unserer Jugend und gleichzeitig zum Naturschutz und zur Erhaltung der Jagd für kommende Generationen geleistet. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass ohne die zahlreichen Unterstützer die Realisierung dieses Projekts wohl nie vo n s t a t t e n g e g a n g e n wäre. Besonderen Dank gilt der Direktorin der Volksschule Straßburg, Frau Ines Isopp-Erian, und der Klassenlehrerin Frau Bruni Mayer, die das Projekt mit ihrem offenen Zugang zum Thema erst ermöglichten. Mit großer Begeisterung legten die Pädagoginnen den Grundstein und standen während der Planungsphase mit Rat und Tat zur Seite. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Verantwortlichen der Schule für die Erteilung der Genehmigung und in weiter Folge für die maßgebliche Unterstützung des gesamten Tages. BJM ÖR Hans Drescher sowie HRL Bruno Sabitzer trugen gleichermaßen die Idee der Eltern mit und waren maßgeblich für eine erfolgreiche Umsetzung des Ausfluges verantwortlich. Besonderem Dank gilt in diesem Zusammenhang außerdem BJM ÖR Hans Drescher, der dem Projekt auch in finanzieller Hinsicht unter die Arme griff, um betroffene Eltern zu entlasten. Nicht nur die Kleinen dürften sich diesen Tag ins Stammbuch eintra-

gen, auch die Eltern fanden deutliche Worte des Lobes und waren stolz auf die Leistungen ihrer Zöglinge. Dieses Projekt zeigte damit auf besondere Art und Weise, dass Kinder durchaus noch in der Lage sind Begeisterung für Wildtiere und Natur zu entwickeln. Voraussetzung ist jedoch ein kindgerechter und pädagogischer Ansatz, der den Nachwuchs nicht überfordert, sondern fördert. Es wird uns auch in Zukunft weiterhin ein wichtiges Anliegen sein, Kindern bereits früh die Wichtigkeit unserer Zunft zu vermitteln, damit wir auch weiterhin stolz auf unsere Jägerschaft blicken können. Die Kinder der VS Straßburg sind der lebende Beweis, dass uns um die Zukunft der Kärntner Jägerschaft keineswegs bange werden muss – für engagierten Nachwuchs ist gesorgt. Die jagdlich verbundenen Eltern der 1. Klassen der VS Straßburg

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Berichte Berichte

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Zeugnisverteilung Am 22.9.2017 fand die Zeugnisüberreichung an die Jungjägerinnen und Jungjäger des Sommerprüfungstermines statt. Das Fest ging bei strahlendem Herbstwetter über die Bühne und die Jungjägerinnen und Jungjäger konnten unter den aufmerksamen Blicken unzähliger Begleiter ihre Zeugnisse im Schlosspark in Empfang nehmen. In seiner Festansprache ging Landesjägermeister DI Dr. Ferdinand Gorton auf die aktuelle Situation der Jagd in Kärnten ein und wies einmal mehr auf die Bedeutung des wichtigen Kulturgutes Jagd hin. Er beleuchtete auch die laufende Jagdgesetznovelle und war voll des Lobes für die Arbeit der Politik, die einhellig und einstimmig hinter dieser Novelle steht. Getreu dem Leitspruch der Kärntner Jägerschaft „Jagd ist Verantwortung – Jagd ist Freude“ wünschte LJM DI Dr. Gorton allen Jungjägern einen erfolgreichen aber auch verantwortungsvollen Start in ihr jagdliches Leben. Im Anschluss gratulierte Jagdreferent LR Mag. Darmann den Jungjä-

gern zu ihrer erfolgreichen Jagdprüfung. Selbst begeisterter Jäger, freute es ihn noch mehr, dass aktuell die Jagdgesetznovelle unter seiner Federführung einhellig vonstattengeht und dabei das „wohl modernste und beste Jagdgesetz Österreichs“ geschaffen wird. Auch der Landesrat unterstrich die Bedeutung der Kärntner Jagd als Teil der Landesidentität. Im Anschluss fand die Zeugnisüberreichung durch LJM DI Dr. Gorton und Jagdreferent LR Mag.

Die JHBG „Die Kärntner“ umrahmte die festliche Veranstaltung.


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Darmann unter Beisein fast aller Bezirksjägermeister bzw. deren Stellvertreter statt. Birgit Wascher vertrat ihren Kollegen Otto Kornprat bei der administrativen Abwicklung bestens. In Summe hatten sich diesmal 189 Personen zur Jagdprüfung angemeldet, von denen 163 zur Jagdprüfung angetreten sind. Von den Prüflingen haben 102 Männer und 28 Frauen (in Summe rund 80%) die Jagdprüfung bestanden. GM

Stolze Prüflinge aus dem Jagdbezirk Völkermarkt mit LR Mag. Darmann, BJM Koschuttnigg und LJM DI Dr. Gorton (v.l.n.r.)


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Jägerwallfahrt 2017 Bei strahlend schönem Herbstwetter pilgerten am 5. November wieder jagende Pilgerinnen und Pilger oder pilgernde Jägerinnen und Jäger zum Stift St. Georgen, wo sie von Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz empfangen wurden. Die Begrüßung des Bischofs durch die Pilgerschar nahm Landesjägermeister DI Dr. Ferdinand Gorton vor. Ebenfalls unter den Pilgern die Landesräte Mag. Gernot Darmann und DI Christian Benger. Nach der Begrüßung und dem Segen führte der Bischof die Pilger in die Kirche, um den Dankgottesdienst zu feiern, welcher vom 8-Gsong und der JHBG Herzogstuhl musikalisch umrahmt wurde. Den Höhepunkt des Gottesdienstes stellte die ergreifende Predigt des Bischofs dar, welche er damit begann, dass eben keine Situation der anderen gleiche. Kein Pirschgang, keine Wallfahrt, kein Ansitz, kein Jagderlebnis sei gleich wie ein anderes oder bisher dagewesenes. Er ging darauf ein, wie man Jägerin oder Jäger werden kann, und man eben mit theoretischem Wissen angereichert zwar einiges weiß, aber es noch nicht kann. Dies kann erst durch Praxis, welche durch erfahrene Jägerinnen und Jäger vermittelt wird, erlernt werden. Hier zog der Bischof Parallelen mit dem Christsein, wo es ähnlich funktioniert. Der Bischof teilte mit, dass die Jäger, als Messebesucher, ein Publi-

kum sind, welches wesentlich besser zuhören, aufnehmen, beobachten kann, weil sie eben so auch die Natur, die Schöpfung aufnehmen. Zum Schluss wurde noch auf den Jägerspruch: „Dies ist des Jägers Ehrenschild, dass er schützt und hegt das Wild, weidmännisch jagt, wie sich’s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt“ eingegangen. Bischof Dr. Schwarz verwies darauf, dass der Schutz des Wildes eine Hauptaufgabe der Jäger ist, dazu gehören eben der gesunde Wildbestand und auch der geeignete Lebensraum. Aber auch die Ehrung des Schöpfers im Geschöpfe, wie es so schön im Spruch beschrieben wird, zeichnet die Jägerschaft aus. Auch beim großen Ereignis für einen Jungjäger, dem Jägerschlag, wird dieser Spruch an die Jungjägerin, den Jungjäger gerichtet, um eben das Verantwortungsbewusstsein für die künftige Jagdausübung

mitzugeben. Für das Pilgern, das Kommen nach St. Georgen sowie die Organisation bedankte sich der Bischof bei allen Anwesenden und schloss damit den Gottesdienst. Im Anschluss wurde die von der Stiftsküche köstlich zubereitete Pilgersuppe gereicht, bei welcher sich die Pilger stärken konnten. Danach verabschiedeten sich die Pilgerinnen und Pilger mit einem „ich freue mich schon auf das nächste Jahr“ und machten sich auf den Heimweg. Allen Mitwirkenden, vor allem Diözesanbischof Dr. Schwarz, Herrn Stiftspfarrer Stromberger, der Belegschaft vom Stift St. Georgen, den Sängern des 8-Gsonges, den Bläsern der JHBG Herzogstuhl sowie den freiwilligen Helfern, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben, ein großes Danke. AK


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Auch diesmal gab es am Stand der Kärntner Jägerschaft viel Interessantes zu erfahren bzw. zu sehen und herrschte reger Besucherandrang.

Brauchtumsmesse 2017

Von 17. bis 19. November 2017 fand am Klagenfurter Messegelände wieder die Familien-, Brauchtums- und Gesundheitsmesse statt. An drei Messetagen wurde den begeisterten Besuchern aus Nah und Fern ein umfassendes Ausstellungsangebot mit fachlich ansprechenden Themenschwerpunkten und einem spannendem Rahmenprogramm geboten. Zahlreiche Highlights, wie ein vielfältiges Programm auf der

Brauchtumsbühne, ein Brauchtumsdorf mit Kunsthandwerken sowie heimische Schmankerln haben zu einem abwechslungsreichen Messebesuch für Jung und Alt beigetragen. Auch die Kärntner Jägerschaft war wieder mit einem attraktiven Infostand vertreten, der passend zum Thema „Fuchs und Hase und deren natürliche Feinde“ gestaltet wurde. Dementsprechend wurde auch ein „naturgetreues“ Diorama mit diversen Präparaten aufgebaut. Dieses eindrucksvolle Diorama zog vor allem die jungen Messebesucher in den Bann. Auch die Broschüren über das Auerwild, die heimischen Wildtiere und die „Kleine Entdeckungsreise“ waren sehr begehrt. Ein Kurzauftritt der JHBG „Hörnerklang Alpe-Adria“ lockte noch mehr Besucher zum stark frequentierten Informationsstand der Kärntner Jägerschaft. Den „Gästen“ wurde in informativen Gesprächen mit Funktionären, Mitar-

beiterinnen und Mitarbeitern der Kärntner Jägerschaft nicht nur Wissen rund um Jagd, Wild und Lebensraum vermittelt, sie erhielten auch einen Einblick in die vielseitigen Tätigkeiten der Kärntner Jägerschaft. Durch die vielen aufklärenden Gespräche, die am Stand geführt wurden, konnten jagdliches Brauchtum aber auch die vielen wichtigen Aufgaben des Kulturgutes Jagd vermittelt werden. Auch der traditionell dem Stand beigeschlossene Präsentationsbereich vom „Kärntner Rotfuchs“ mit Produkten aus der jagdlichen Ernte, der Kunstwerke aus Bälgen, Krickeln, wärmende Kleidungsstücke sowie jagdlichen Schmuck umfasste, stieß bei Jägern aber auch bei Nichtjägern auf große Begeisterung. AS Weidmannsdank dem Organisationsteam der Klagenfurter Messe sowie allen, die unseren Messestand besucht haben.


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Plädoyer fßr die Weidgerechtigkeit Jagen ist gut und nutz, wenn der gut und nutz ist, der es thut. (zugeschrieben Martin Luther)

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INHALTSÜBERSICHT

Herkunft, Geschichte und Inhalt Weidgerechtigkeit heute Die Verankerung der Weidgerechtigkeit im Kärntner Jagdgesetz Was sagt die Judikatur? Regeln, die die Weidgerechtigkeit im Gesetz widerspiegeln Weidgerechtigkeit als Gewissen – „Der Wald ist groß, der Zar ist weit“ Das Rad muss gar nicht neu erfunden werden Zusammenfassung und Versuch einer Definition

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Gerade jüngst stand die „Weidgerechtigkeit“ wieder einmal im Fokus – einerseits, weil sie in der Image-Arbeit für die Jagd von manchen als zu wenig konkret und schwer kommunizierbar erachtet wird, andererseits aber auch, weil sogar der Kärntner Gesetzgeber im Rahmen der Novellierungsdiskussion eine Kurzdefinition forderte. (Daher auch der etwas umfangreichere Beitrag, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder endgültige Klärung erhebt, sondern den Versuch darstellt, ein als nicht mehr „zeitgemäß“ erachtetes Wort in seiner nach wie vor großen Bedeutung für das jagdliche Handeln auch im Heute darzustellen und sich damit dem Trend entgegenzustellen, dass schlichtweg alles, was mehr als 100 Zeichen hat (z.B. bei tweets = Kurznachricht im Internet), als zu umfangreich gilt. Dass man die „Weidgerechtigkeit“ zwar gut erklären und damit auch verteidigen kann, dass sie aber auch ihre Achillesfersen hat und im Zeitalter der staccato-artigen Kommunikation nicht leicht vermittelbar ist, weil sie ihren Raum braucht, nicht zuletzt eine höchst persönliche innere Einstellung darlegt, und zudem eng mit einem Wandel des Zeitgeistes verknüpft ist, soll im Folgenden erläutert werden. Um das Wort „Weidgerechtigkeit“, welches einen wesentlichen Bestandteil der Jagdkultur und einen Handlungsmaßstab für Jägerinnen und Jäger bildet, in die heutige Zeit transferieren bzw. es in seiner früheren Verwendung von seiner Bedeutung heute abgrenzen zu können, ist es unabdingbar, die Entwicklung seiner Geschichte zu kennen. Das Wort „Weidgerechtigkeit“ ist ein sehr altes Wort, welches im Lauf der Jahrhunderte eine Veränderung und Weiterentwicklung erfahren hat.

HERKUNFT, GESCHICHTE UND INHALT 1 Weidgerechtigkeit als Teil einer jagdlichen Ethik wird von Kurt Lindner, der sich als Historiker und Sprachwissenschaftler mit diesem Terminus befasst hat, als Teil der Weltanschauung von Jägerinnen und Jägern betrachtet, wobei jede(r) bereits eine eigene Auffassung davon mitbringe. Wenngleich sich Lindner detailliert mit der Entstehungsgeschichte auseinandersetzt, betont er, dass daraus nicht auf die heutige Bedeutung geschlossen werden dürfe. Das Wort selbst zerfällt in zwei Teile, in das Wort „WEID“ oder „Weide“ und das Wort „GERECHTIGKEIT,“ wobei Lindner das Wort „Weide“ bzw. „weiden“ mit seinen indogermanischen Wurzeln auf die Grundbedeutung „Nahrungserhalt, Nahrungserwerb“, einerlei ob durch Mensch oder Tier, rückführt. Unter „weiden“ war daher schlichtweg ein Ausgehen auf Beute durch den Menschen, jagend oder auch z.B. fischend (als Sammelbegriff für alle Formen der Beutetechnik), genauso gut aber auch das „weiden“ des Wildes im Sinne von Nahrungsaufnahme im heutigen Sinn gemeint, wobei sich diese Bedeutung schon im Althochdeutschen findet. Bereits auf das 14., 15. Jahrhundert rückführbar ist auch das dazugehörige Substantiv, damals noch „Weidenheit“ (älterer Ausdruck für Weidwerk). In späterer Zeit wurde das Wort „Weidwerk“ in gewisser Weise als „veredelte“ Form im Sinne von erlerntem, kunstgerechtem Jagen (17. Jahrhundert) verwendet und erfuhr im Vergleich zur „Jagd“, wenn man so will, eine inhaltliche Wertsteigerung. Aber auch das Wort „Weidmann“ lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen, man verstand darunter sowohl Jäger als auch z.B. Fischer. Eine weitere Entwicklung erfuhr der Begriff des „Weidmannes“ in späterer Zeit hin zum „tauglichen“ Jäger und diese Bezeichnung wurde quasi als Ehrentitel verwendet, z.B. wenn sich ein Jäger diesen Namen „durch Fährtengerechtigkeit“ verdient hatte. Stets jedenfalls musste eine besondere Leistung erbracht werden, um als Weidmann gelten zu können.

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Der erste, der eine Definition vornahm, war lt. Lindner Ernst von Dombrowski 18922. Er definierte als „Weidmann jeden Jäger, der die Jagd weidgerecht ausübt“ und grenzte diesen vom „Schießer und Sonntagsjäger“ ab. Mit der Bezeichnung „Weidmann“ war daher jedenfalls lange Zeit ein qualifizierter Jäger gemeint, und kam in späterer Zeit auch beispielsweise eine gewisse Verpflichtung zur Hege für die Qualifikation hinzu. Interessant sind auch die Erkenntnisse von Lindner, die er über das Wort „weidenlich“, welches sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, gewinnt, wenn er auf ein „Beizbüchlein“ (verfasst in der Wende vom 14. zum 15. Jhd) und einen darin befindlichen Satz verweist: „Ein Mann fing (mit seinem Habicht) an einem Tage dreizehn Kraniche und sechs Gänse. Das war doch weder lobenswert noch weidenlich“ (gemeint: nicht maßvoll, nicht angemessen). Weide(n)lich drückte daher jagdliches Können und Wissen, Beherrschung der Jägersprache aber auch Maßhalten auf der Jagd aus. Um 1550 wird das Wort „weidmännisch“ auf eine Bedeutung im Sinne der „sprachlich korrekten Ausdrucksweise der Jäger“ reduziert. Man findet aber auch Definitionen als „gehörig“, „nach Grundsatz und Vorschrift“ oder „den Regeln der Jagd kunstgemäß“. Ebenso finden sich Definitionen mit: „die althergebrachten Regeln beobachten“, „nach den Bräuchen, Regeln und Sitten des Weidwerkes handeln“ und erfuhr der Begriff damit eine hohe Identifikation mit Brauchtumsgerechtigkeit. Im Jahr 1844 trifft man beispielsweise auf eine Definition, wonach „weidmännisch ist, was den Regeln, Gebräuchen, der Sprache und dem Sinne des edlen Weidwerks gemäß ist“. Das Wort Weidgerechtigkeit enthält aber auch einen zweiten Wortteil im Sinne von „GERECHT“, eine Verwendung, die man als Fachwort in der Jägersprache bereits im 12. Jahrhundert entdeckt. Im Hinblick auf den Hund bedeutete es zunächst „der rechten Spur folgend“. Für den Jäger kam es in etwas späterer Zeit im Sinne von „erfahren, kundig, bewährt“, aber auch „nach den jagdlichen Regeln handelnd“ in Verwendung. Auch die Waffe, das Pulver etc. konnten „gerecht“ sein, wenn sie passend, tauglich waren. Als „hirschgerecht“ wurde in der Literatur (1579) „die Jagd auf den Rothirsch vollkommen beherrschend“ verstanden.

WEIDGERECHTIGKEIT HEUTE Das Wort „Weidgerechtigkeit“ ist über 200 Jahre alt und in seiner heutigen Bedeutung seit über 100 Jahren gebräuchlich. In der früheren Bedeutung war der Jäger der alleinige Bezugspunkt. Im heutigen Wortsinn, nach dem man weidgerechtes Handeln als Ausdruck der Haltung des verantwortungsvollen Jägers des 20. Jahrhunderts versteht, ist damit stets auch ein gewisser verpflichtender Appell gemeint, der der früheren Wortbedeutung nicht innewohnte. Der Jäger wird außerdem mit seinem Tun in einen Bezug zur Umwelt gesetzt.

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In der neuen Literatur3 wird die Weidgerechtigkeit als „Kind des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet und steht für eine Pflicht gegenüber Wild, Umwelt, Mensch und Wirtschaft. Nach Alexander Schwab berührt sie damit Bereiche, die fast ständig in Bewegung sind und ist daher ein ständig auf verschiedenen Ebenen fortschreitender Prozess.4

Dies macht eine immerwährend gültige Definition der Weidgerechtigkeit unmöglich und entspricht auch nicht ihrem Wesen als zeitangepasster Handlungsmaxime (Ehrencodex) für Jägerinnen und Jäger. Genau darin allerdings liegt auch die Stärke dieses Wortes, selbst wenn man aus juristischer Sicht in diesem Zusammenhang von einem „unbestimmten Gesetzesbegriff“ sprechen würde. Jedenfalls bedarf die Weidgerechtigkeit daher aber einer zeitangepassten Erläuterung. Die Voraussetzung für jede Weiterentwicklung traditioneller Vorstellungen von Jagdethik bzw. Weidgerechtigkeit ist, dass eine regelmäßige Auseinandersetzung mit neuen praxisrelevanten wissenschaftlichen Erkenntnissen und wildbiologischen bzw. jagdkundlichen Forschungsergebnissen stattfindet.5 Wobei Schwab dazu kritisch auf das Spannungsverhältnis zwischen wissenschaftlicher Deutungshoheit (mit teilweise widersprüchlichen Fachmeinungen) und Erfahrungen von Jägern vor Ort hinweist. Die Weidgerechtigkeit wird damit zu einer „Pflicht gegenüber Wild, Mensch, Umwelt und Wirtschaft, die darin besteht, zu versuchen, die sich ändernden Gegebenheiten im jagdnahen wie im jagdfernen Bereich zu objektivieren, um die Natur zu schützen, sie nachhaltig zu nutzen und die (bürgerliche) Jagd zu erhalten“.6 Im Zusammenhang mit Weidgerechtigkeit von „Ritterlichkeit“ zu sprechen, greift in Zeiten der Emanzipation mit Sicherheit zu kurz und es scheint ebenso zu unverbindlich „weidgerecht jagen“ als „anständig jagen“7 zu definieren. Weidgerechtigkeit ist aber auch kein zufälliges Sammelsurium von Verhaltensweisen8. Mit Sicherheit hat Martin Luther mit dem ihm zugeschriebenen Spruch9 den Nagel auf den Kopf getroffen, wenn er meinte, Jagd sei dann gut und nutz, wenn der gut und nutz sei, der sie ausübe. Genau das macht es aber auch so schwer, die Weidgerechtigkeit zu definieren, denn „so einfach verhält es sich nirgends, dass man das Moralische wie an einem Barometer nur abzulesen hätte“10. Wenn man so möchte, ist Weidgerechtigkeit die „Ethik der Jagd“. Warum aber sollte man sich dieses neuen Begriffes bedienen, nur um „zeitgeistig“ zu sein, wenn es – wie in der Seemannssprache, wo man ebenfalls nie von „links“ oder „rechts“ statt von „steuerbord“ oder „backbord“ sprechen würde (so ein Argument Schwabs) – einen eigenen, tief in der jagdlichen Tradition, Kultur und Entwicklung verankerten Begriff gibt? Die Beibehaltung der Terminologie schließt ja ein Näherbringen gegenüber Unwissenden – unbeachtlich der Terminologie – keineswegs aus! Immerhin erfährt auch der Begriff der „Ethik“ einen stetigen Wandel, der nicht zuletzt gesellschaftspolitischen Strömungen und neuen (fachlichen) Erkenntnissen unterliegt, aber auch Eingang in die Rechtssetzung und Festigung in der Rechtsprechung erfährt. Nicht anders verhält es sich mit dem Begriff der Weidgerechtigkeit. Weidgerechtigkeit bringt für Schwab zum Ausdruck, dass die Jagd nicht nur Fleischgewinnung – wenn auch abgegrenzt von der industriellen – und ebenso wenig Schädlingsbekämpfung ist. Die Weidgerech-

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tigkeit verdeutlicht, dass Jagd keine x-beliebige Beschäftigung ist. Gleichzeitig wird die Selbstverantwortung betont. Ein wichtiger Aspekt der Weidgerechtigkeit ist heute mit Sicherheit auch das Mensch-Tier-Verhältnis (nach Lindner lautet die Frage dabei: auf welche Weise wird dem Tier am sichersten jegliche Qual vor dem Tod erspart). Erweiterbar ist diese Ebene um den Zugang des spanischen Philosophen José Ortega y Gasset (zit. nach Magometschnigg, S. 37), wonach es zwischen Mensch und Tier eine feste Grenze gäbe, wo die Jagd aufhört, Jagd zu sein, und zwar eben dort, wo der Mensch seiner ungeheuren technischen Überlegenheit über das Tier freien Lauf lässt (s.u. Position des DJV).

Nach Schwab wäre der Aspekt des Mensch-Tier-Verhältnisses jedenfalls zu ergänzen um ein Augenmerk auch auf das lebende Wild, nämlich bezüglich Lebensraum und Lebensraumqualität bzw. wie diese verbessert oder geschützt werden können, worin sich nach Schwab wieder die Referenzpunkte zu den anderen Aspekten der Weidgerechtigkeit (Wirtschaft, Mensch und Umwelt) zeigen. Nach Monika Elisabeth Reiterer11 wäre die Weidgerechtigkeit, wenn sie als „Feigenblatt-Ethik“ verwendet wird, mehr Schaden denn Hilfe. Weidgerechtes Benehmen umfasse: 1. den Umgang der Jäger mit dem Wild sowie mit ihren tierischen Jagdgehilfen und mit Jagdgerät 2. das Benehmen der Jäger untereinander und das Verhalten der Jäger im Umgang mit Nichtjägern 3. das Verhalten der Jäger gegenüber der nicht-jagdbares Wild umfassenden Natur bzw. Umwelt. Diese drei Handlungsbereiche seien ihrem Wesen nach mit folgenden kulturellen Ausdrucksweisen verbunden: 1. mit Ehre und Ehrfurcht 2. mit Respekt (= Rücksicht und Achtung) und Höflichkeit 3. mit Gewissen und daher mit Furcht, Scham und Schuld. Und daran knüpft Reiterer einen wesentlichen Schluss: Da es sich um kulturelles Verhalten handle, stehe dieses immer in Wechselwirkung mit der sozialen Situation: mit den örtlichen Gegebenheiten, mit der Einschätzung dieser Tatsachen durch den Handelnden, mit seinem Willen, sein kulturelles Verhalten zu aktivieren. Diese kulturellen Ausdrucksweisen seien jedoch in den letzten Jahrzehnten in unserer immer ausschließlicher nach wirtschaftlichen Aspekten ausgerichteten Gesellschaft unmodern geworden und Reiterer begründet dies damit: „Kulturelles Verhalten ist ein Tun, das etwas bedeutet, d.h., das einen

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tieferen Sinn und damit einen tieferen Wert hat, eine Handlung mit Symbolcharakter. Sie hängt mit gutem Benehmen zusammen; und dieses (wiederum) ist ein Ausdruck von Respekt.“ Die kritische Hinterfragung der Weidgerechtigkeit als noch zeitgemäß scheint u.a. genau in diesen Umständen begründet, denn auch Reiterer meint, dass gutes Benehmen, gute Umgangsformen letztendlich als nicht mehr zeitgemäß erachtet würden. Zudem kann nicht geleugnet werden, dass wirtschaftliche Betrachtungsweisen kulturelles Handeln beeinflussen, wenn nicht sogar überlagern.

DIE VERANKERUNG DER WEIDGERECHTIGKEIT IM KÄRNTNER JAGDGESETZ Im Kärntner Jagdgesetz findet sich der Begriff der Weidgerechtigkeit an mehreren Stellen, ohne jedoch eine Legaldefinition zu erfahren: Zunächst im Gebot des § 3 Abs. 1 1. Satz K-JG, wonach die Jagd sachgemäß und „weidgerecht“ unter Beachtung der Grundsätze eines geordneten Jagdbetriebes auszuüben ist. Die Weidgerechtigkeit spielt eine Rolle beim Kriterium der „Verlässlichkeit“ als Tatbestandsmerkmal zur Ausstellung einer Jagdkarte: Gem. § 37 Abs. 4 lit. b K-JG ist eine Person keinesfalls als verlässlich anzusehen, wenn sie wegen einer Übertretung jagdgesetzlicher Bestimmungen, einer Naturschutzbestimmung oder einer Tierschutzbestimmung bestraft worden ist, wenn durch diese Übertretung gegen die Weidgerechtigkeit verstoßen wurde … Gem. § 80 Abs. 1 K-JG hat die Kärntner Jägerschaft u.a. die Aufgabe zur Pflege der Weidgerechtigkeit. Zur Erfüllung dieses Zieles obliegt es ihr gem. § 81 Abs. 1 lit. b K-JG im eigenen Wirkungsbereich ihre Mitglieder … „zu weidgerechten Jägern zu erziehen und anzustreben, dass sie nicht gegen die Weidgerechtigkeit … verstoßen“… Die Weidgerechtigkeit findet sich aber auch im Zusammenhang mit einer weiteren Mitgliedspflicht wieder: Gem. § 89 Abs. 5 K-JG haben die Mitglieder der Kärntner Jägerschaft ihre Jagdwaffe regelmäßig auf ihre Sicherheit und Präzision zu überprüfen und ihre Schießfertigkeit regelmäßig so zu üben, dass sie die „Jagd“ sachgemäß und „weidgerecht“ ausüben können; der Jagdausübungsberechtigte ist bei der Ausfolgung einer Jagdgastkarte verpflichtet, sich davon zu überzeugen, dass die Jagdgäste zum sachgemäßen und „weidgerechten“ Umgang mit einer Jagdwaffe befähigt sind. Die Weidgerechtigkeit hat auch Bedeutung für die Definition eines Vergehens gegen die Standespflichten, welches unter anderem gem. § 90 Abs. 2 K-JG vorliegt, „wenn ein Mitglied der Kärntner Jägerschaft wiederholt oder gröblich … Grundsätze der Weidgerechtigkeit missachtet“… Damit sind Verstöße gegen die Weidgerechtigkeit sowohl nach den verwaltungsstrafrechtlichen Bestimmungen als auch disziplinarrechtlich zu ahnden. Ziel des novellierten Jagdgesetzes soll – allgemein und programmatisch erklärt – u.a. auch sein, den „Erfordernissen der Weidgerechtigkeit umfassend Rechnung zu tragen“. Es bleibt dem geneigten Leser / der geneigten Leserin überlassen, diese Zielsetzungen in den Neuerungen zu erkennen. Vielleicht vermag ein Hinweis auf eine Feststellung von Müller12 bei der Bewertung der Resultate zu helfen, wenn er einerseits meint, dass „kein Gesetz, kein Grundgesetz und auch kein Jagdgesetz Gewissensentscheidungen in Grenzsituationen übernehmen kann,“ und andererseits festhält, dass „die Einstellungen zu den einzelnen Wildtieren relativiert werden von deren Rolle und Funktionen in Ökosystemen und Kulturlandschaften“…

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WAS SAGT DIE JUDIKATUR? Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes handelt es sich bei der Weidgerechtigkeit um einen im Zusammenhang mit der Ausübung der Jagd stehenden Sorgfaltsmaßstab13.

§

Der Begriff der Weidgerechtigkeit stellt einen unbestimmten Rechtsbegriff dar, der als Sammelbegriff alle ungeschriebenen und geschriebenen Regeln für das einwandfreie Beherrschen des Jagdhandwerkes und die ethische Einstellung des Jägers zum Mitmenschen und zum Tier betrifft. In der Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes wurde etwa ausgesprochen, dass die Jagd dann weidgerecht ausgeübt wird, wenn sie in einer Weise ausgeführt wird, die dem herkömmlichen Jagdgebrauch entspricht14. Die Definition, welche die Judikatur15 gefunden hat, wonach „die Jagd dann weidgerecht ausgeübt wird, wenn sie dem herkömmlichen Jagdbrauch entspricht“, hilft bei der Erfassung der Bedeutung der Weidgerechtigkeit nur bedingt weiter, zeigt aber jedenfalls ihren wandelbaren, der Zeit anpassungsfähigen Inhalt. In diesem Sinn ist die Frage weidgerechten Verhaltens – aus Sicht der Rechtsprechung – von einer Tatfrage abhängig, nämlich der des herrschenden Jagdgebrauches. Eine allgemein und immer gültige Definition der Weidgerechtigkeit kann es daher nicht geben, so auch Anderluh-Havranek16, denn „die weidgerechte Jagdauffassung ist nicht starr und unabänderlich, sondern wird vom jeweiligen Stand der jagdkundlichen Erkenntnisse und der herrschenden Moralauffassung wesentlich beeinflusst“. Man wird aber sagen können, dass weidgerechtes Jagen anständiges Jagen heißt, anständig und fair gegenüber dem Wild, den Mitjägern und Jagdnachbarn und dem um jagdliche Ordnung bemühten Gesetzgeber. Die anerkannten Grundsätze der Weidgerechtigkeit lassen sich nach Anderluh-Havranek durch Einteilung etwa in folgenden Geboten zusammenfassen: 1. dem Wild unnötige Qualen zu ersparen; 2. im Wild das dem Jäger am nächsten stehende Geschöpf der Natur zu achten; 3. dem Wild im Rahmen der Jagd ein Maximum an Chancen zu lassen; 4. sich ritterlich und anständig gegenüber den Jagdnachbarn und den Mitjagenden zu verhalten; 5. Jagdtrieb und Jagdleidenschaft i.S. einer durch die allgemeinen Gesetze, die jagdlichen Vorschriften und die Pflicht zur Wahrung des Ansehens der Jägerschaft bedingten Disziplin unter Kontrolle zu halten.

REGELN, DIE DIE WEIDGERECHTIGKEIT IM GESETZ WIDERSPIEGELN Es finden sich im Kärntner Jagdgesetz unzählige Regeln, die die Grundsätze der Weidgerechtigkeit widerspiegeln:

Das Geschöpf Die faire Chance für das Wild kommt z.B. im Verbot der Verwendung vollautomatischer Waffen oder

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halbautomatischer Kugel- oder Schrotjagdwaffen, deren Magazin mehr als zwei Patronen aufnehmen kann, zum Ausdruck. Dem Auftrag, dem Wild unnötige Qualen zu ersparen, dient das Verbot, bei der Jagdausübung Schusswaffen und Munition zu benützen, die nicht für die Verwendung bei der Jagd auf Wild bestimmt sind und sich nicht in einwandfreiem, dem Zweck entsprechendem Zustand befinden (§ 68 Abs. 1 Z 1 K-JG). Auch dürfen für die Ausübung der Jagd auf gesundes Wild keine Faustfeuerwaffen verwendet werden (zulässig ist nur der Fangschuss). Das Verbot der Verwendung von Posten, gehacktem Blei, Bolzen oder Pfeilen (letztere im europäischen Vergleich durchaus unterschiedlich betrachtet) soll dem Tierschutzgedanken Rechnung tragen, ebenso wie das Verbot des Schrotschusses auf Schalenwild (mit Ausnahme des Fangschusses im besiedelten Gebiet und unterschiedlichen Zugängen in anderen europäischen Ländern) und Murmeltiere oder das Verbot, auf Schalenwild mit Patronen zu schießen, die keine der Stärke des Wildes entsprechende, ausreichende, schnell tötende Wirkung erwarten lassen. Auch bei der Verwendung von Fanggeräten steht der Tierschutz im Mittelpunkt, da es verboten ist Abzugeisen – Ausnahme: mit Bewilligung unter strengen Auflagen – und Fanggeräte, die nicht unversehrt fangen oder nicht sofort töten, zu verwenden oder erlaubte Fanggeräte zu verwenden, die sich nicht in einem einwandfreien, funktionsfähigen Zustand befinden. Das Verbot der Verwendung von Schlingen jeder Art, der Vergiftung von Wild und das Verbot der Verwendung von Infrarot- oder elektronischen Zielgeräten, Sprengstoffen, Gasen, elektrischem Strom oder von Betäubungs- und Lähmungsmitteln trägt – neben europarechtlichen Vorgaben – dem Gedanken der Weidgerechtigkeit Rechnung. Die Jagd darf nicht unter Verwendung von Leimruten, von Haken, von als Lockvögel benützten, geblendeten oder verstümmelten lebenden Vögeln, von Tonbandgeräten, von Spiegeln oder von sonstigen Vorrichtungen zum Blenden, von Vorrichtungen zur Beleuchtung der Ziele, von Visiereinrichtungen für das Schießen bei Nacht mit Bildumwandler oder elektronischem Bildverstärker sowie von elektrischen oder elektronischen Vorrichtungen, die töten oder betäuben können, ausgeübt werden. Es dürfen auch keine künstlichen Lichtquellen beim Fangen oder Erlegen von Wild verwendet werden. Krankgeschossenes Wild muss nicht nur unverzüglich erlegt werden, sondern es ist im Rahmen der Wildfolge (unter den spezifischen Regeln des § 65 K-JG) dafür Sorge zu tragen, dass es so rasch wie möglich von seinen Leiden erlöst wird. Ein Gedanke der Weidgerechtigkeit findet sich auch im § 52 Abs. 4 K-JG, wonach verletztes Wild, welches großen Qualen oder einem Siechtum ausgesetzt, krank oder seuchenverdächtig ist, vom Jagdausübungsberechtigten auch während der Schonzeit und über den Abschussplan hinaus zu erlegen ist. Das Verbot, Schalenwild in einem Umkreis von 200m von beschickten Fütterungen zu erlegen, bringt ebenso Prinzipien der Weidgerechtigkeit zum Ausdruck wie jenes in den Setz- und Brutzeiten bis zum Selbstständigwerden der Jungtiere, die für die Aufzucht notwendigen Elterntiere zu bejagen (dies gilt nicht für seuchenkranke oder seuchenverdächtige Stücke). Das Verbot der Brackenjagd in der Zeit vom 1. Jänner bis 30. September sowie jenes, Nester und Gelege von Federwild zu zerstören oder die Eier ohne Bewilligung zu sammeln sowie die Brutstätten des Federwildes während der Brutzeit und der Aufzucht der Jungtiere zu beunruhigen ist – neben europarechtlichen – auch tierschutzrechtlichen Belangen geschuldet. Wild darf zudem innerhalb von vier Wochen vor Beginn der für dieses Wild festgesetzten Jagdzeit nicht ausgesetzt werden. Die Jagd auf Schalenwild und Federwild darf – mit Ausnahme von Schwarzwild, Auer-, Birk- und Rackelhahnen, Wildgänsen, Wildenten und Waldschnepfen – nicht zur Nachtzeit – das ist die Zeit von einer Stunde nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang – ausgeübt werden.

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Der Einräumung einer fairen Chance gegenüber dem Wild trägt auch das Verbot der Verwendung von Funksprechgeräten, Mobiltelefonen u. Ä. zur leichteren Erlegung von Wild Rechnung. Ebenso wie das Verbot, aus Kraftfahrzeugen, Luftfahrzeugen, Motorbooten und Seilbahnen sowie aus anderen Fahrzeugen, die mit Maschinenkraft betrieben werden, auf Wild zu schießen. Dass man hier auch der technischen Entwicklung – in die eine wie in die andere Richtung – Rechnung zu tragen hat, wird mit der geplanten Aufnahme eines Verbotes der Verwendung von Drohnen zum Zweck der Jagdausübung in der K-JG-Novelle zum Ausdruck gebracht. Ein gutes Beispiel für die Änderung der Jagdbräuche und damit die Wandelbarkeit der „Weidgerechtigkeit“ betrifft das – derzeit noch im K-JG verankerte – Verbot der Verwendung von Waffen mit Schalldämpfern. Hier gibt es ein Umdenken, das neuen medizinischen Erkenntnissen (im Hinblick auf den Gehörschutz und damit zusammenhängenden Gesundheitsschutzbestimmungen) aber durchaus auch wildbiologischen Erkenntnissen (u. U. weniger Beunruhigung des Wildes) und dem Tierschutzgedanken (auch der Jagdhund hat schützenswerte Ohren!) geschuldet ist.

Wie dünn die Linie einer Abgrenzung – insbesondere im Hinblick auf technische Neuerungen – aber werden kann, zeigen – ohne verschiedentlich geführten Diskussionen Nahrung geben zu wollen – so manche Themenbereiche: z.B. das Verbot der Verwendung künstlicher Lichtquellen bei der Jagd (z.B. auch auf Schwarzwild) oder das Verbot der Bogenjagd (bei mittlerweile ausgereifter Technik) ebenso aber das Verbot der Verwendung elektronischer Zielgeräte, wo sich die Frage stellt, wie viel (fehlende?) Handwerkskunst durch Technik im Lichte der fairen Chance gegenüber dem Wild einerseits und dem Gebot, dem Wild unnötige Leiden zu ersparen, andererseits, ersetzt werden darf. Müller17 zeigt anhand des Muttertier-Schutzes auf, wie sich Einstellungen zu Themen in der Kulturlandschaft mit den vom Menschen definierten und bestimmten Entwicklungszielen ändern und darüber hinaus im Hinblick auf den Muttertier-Schutz bei unterschiedlichen Wildarten auch noch unterschiedliche Bewertung erfahren können. „Die Betroffenheit verändert unsere Einstellungen zu den Wildtieren,…; und das schlägt sich auch in vielen ,Schlachtparolen‘, ,Hegerichtlinien‘, Verordnungen und Gesetzen wieder“, so Müller. Ein Blick ein paar Jahrzehnte zurück bestätigt dies, da galt es z.B. lange Zeit in breiten Jägerkreisen als nicht weidgerecht, überhaupt weibliches (gebärendes) Wild zu erlegen, – in Zeiten der geforderten Wildstandreduktion heute unvorstellbar… An diesen Entwicklungen kann man gut die Wandelbarkeit jener Grundsätze und Handlungsmaximen feststellen, welche die Weidgerechtigkeit ausmachen; ihr liegt also nie ausschließlich eine moralische innere Wertehaltung zu Grunde, sondern immer auch eine kultur- und zeitbedingte „Stimmungslage“. Die Frage aber, was „richtige Jagd“ (im Sinne weidgerechter Jagd) ist, muss beantwortet werden, damit man sich mit den Argumenten der Gegner der Jagd auch auseinandersetzen kann. Der Hinweis auf das evolutive Erbe reicht ebenso wenig aus wie das Festklammern an Traditionen, solange deren Tragfähigkeit unter den Bedingungen und Einwertungen einer globalen Kommunikationskultur keinen Bestand mehr sichert; und Rechte, auch sie können mit einem Federstrich geändert werden, wenn es der Mehrheit der Gesellschaft in einer Demokratie so gefällt.18

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Nachbar/Mitjäger/Umwelt Das Verbot, die Lappjagd innerhalb einer Zone von 300m von der Jagdgebietsgrenze durchzuführen, trägt dem Respekt gegenüber dem Nachbarn Rechnung (aber auch dem Tierschutz im Zusammenhang mit schwierigen, Jagdgebietsgrenzen überschreitenden Nachsuchen), ebenso wie jenes, die Jagd durch Abklingeln der Felder und die Treibjagd bei Mondschein auszuüben. Ebenso spiegelt sich im Verbot der Wilderei ein Prinzip weidgerechten Verhaltens wider und so verbietet der Gesetzgeber daher die Verwendung von Waffen, die über das für Jagdzwecke übliche Maß hinaus zum Zusammenklappen, Zusammenschieben, Verkürzen oder schleunigen Zerlegen eingerichtet sind. Das Verbot innerhalb einer Zone von 100m entlang der Jagdgebietsgrenze ohne schriftliche Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten des benachbarten Jagdgebietes Ansitzeinrichtungen zu errichten oder aufrechtzuerhalten, bringt den Respekt vor Mitjägern und den Schutz vor Eingriffen in fremdes Jagdrecht zum Ausdruck, wie auch das Verbot, Schüsse auf Wild so abzugeben, dass die Geschossflugbahn zum Ziel auch über fremdes Jagdgebiet verläuft. Der Respekt gegenüber der Umwelt manifestiert sich in den Verboten an Orten zu jagen, wo durch die Jagd die öffentliche Ruhe und Ordnung gestört oder das Leben und die Sicherheit von Menschen gefährdet würde; oder auch im Verbot in der nächsten Umgebung von Stätten, die der Heilung oder der Erholung dienen, Wild mit Schusswaffen zu bejagen. Fanggeräte sind so aufzustellen, dass keine Gefährdung von Menschen oder Nutztieren, einschließlich der Haustiere, eintreten kann. Durch die Jagd, insbesondere durch die Jagd mit Hunden sowie durch Treibjagden, darf die Sicherheit des Weideviehs nicht gefährdet werden.

WEIDGERECHTIGKEIT ALS GEWISSEN – „DER WALD IST GROSS, DER ZAR IST WEIT“ Einerlei, ob man nun von „jagdlicher Ethik“ oder modern: von „fairplay“-Regeln spricht, kommt Walter Magometschnigg19 zu dem Schluss, dass alle Definitionen, welche er zum Begriff Weidgerechtigkeit gefunden hat, versucht seien, die Weidgerechtigkeit „objektiv“ zu erfassen und damit die Weidgerechtigkeit als eine Art Gesetz, als Rechtsnorm für alle erklären zu wollen. Dafür aber wären Jagdgesetze und Verordnungen da, auf welche bei Missachtung Anzeigen, Strafen, verwaltungsbehördliche oder gerichtliche Verfolgungen folgen. Für Missachtung der bloßen „Weidgerechtigkeit“ – zumindest für diejenigen, welche nicht zugleich gesetzliche Vorschriften verletzen – gäbe es keine Sanktionen, keine „objektiven“ Strafen und dann zieht

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Magometschnigg den Schluss, dass daher die bloße, die „echte“ Weidgerechtigkeit etwas anderes sein müsse: „Sie kann nicht allgemein vorgeschrieben werden, sie muss aus dem Gewissen des einzelnen Jägers (so er eines hat) kommen. Dort, wo einem keiner zuschaut, haben „objektive“ Regeln ihre Bedeutung verloren. Sie können jederzeit und auf jede Art umgangen werden.“ Dabei zitiert er den großen Immanuel Kant mit dem Satz „Das Sittengesetz in mir, ebenso unwandelbar wie es der bestirnte Himmel über mir ist“, und meint darin die beste Erklärung für Weidgerechtigkeit gefunden zu haben – wobei wir wieder bei Luther wären. Die geschätzten deutschen Nachbarn (DJV20) definieren beispielsweise die „Waidgerechtigkeit“ (es gäbe Kritiker an der Schreibweise) unter Bezugnahme auf das Bundesjagdgesetz, wonach in dessen § 1 Abs. 3 die allgemein anerkannten Grundsätze „deutscher Waidgerechtigkeit“ zu beachten sind. Diesfalls wird der Begriff der „Weidgerechtigkeit“ als Summe der rechtlich bedeutsamen, allgemein anerkannten, geschriebenen oder ungeschriebenen Regeln definiert, die bei der Ausübung der Jagd als weidmännische Pflichten zu beachten sind. Dabei wird die Weidgerechtigkeit vom jagdlichen Brauchtum im Sinne der Jagdbräuche abgegrenzt. Diese hätten als Teil der Jagdkultur ihre Bedeutung, ihnen käme aber im Jagdbetrieb keine Funktion zu, welche die drei genannten Aspekte der Weidgerechtigkeit beträfen. Die Abgrenzungsnotwendigkeit der Weidgerechtigkeit vom Brauchtum hat bereits Lindner21 hervorgehoben, und auch Balke22 führt sinngemäß aus, dass es nicht auf den grünen oder blauen Hut ankäme, wenn er – nach vielen tiefgründigen Überlegungen – schließlich die Weidgerechtigkeit als tätige Bejahung der Geschöpflichkeit definiert.

In der Definition des DJV wird die Ausübung der Jagd auf alle Bereiche der Jagd erweitert, womit sich die Anwendung der Grundsätze der Weidgerechtigkeit auf ebenfalls alle Bereiche erstrecken soll. Die Grundsätze der Weidgerechtigkeit seien daher bei allen Maßnahmen zu beachten, durch die das Jagdrecht verwirklicht wird. Zur Jagdausübung im weiteren Sinne gehörten damit z.B. auch die Schaffung von Äsungsflächen, Wildeinständen und jagdlichen Einrichtungen … Die Umschreibung des DJV hält einerseits fest, dass nicht allgemein und erschöpfend im Detail festgelegt werden kann, welche Handlungen in den drei Bereichen Tierschutz, Umwelt und mitmenschlicher Aspekt weidgerecht sind, legt aber gleichwohl im Rahmen der gesondert vorzunehmenden Beurteilung klar, dass dieses vom Motiv des Handelnden, dem Objekt seiner Handlung und dem Ort des Geschehens abhängt. Jedenfalls sei keineswegs alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten sei, sondern die Grundsätze der Weidgerechtigkeit forderten eine Selbstbeschränkung des Jägers. In diesem Sinne ist beispielsweise nicht alles technisch Machbare, das nicht verboten ist, beim Schießen auf lebende Ziele zulässig. Auch auf das sorgfältige Ansprechen des Wildes, eine möglichst saubere Schussabgabe, eine fachgerechte Erlegung (und wohl auch eine sorgsame Verwertung) wird Bezug genommen.

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Allgemein anerkannt sind nach dem DJV alle Regeln, die im Bewusstsein der ganz überwiegenden Zahl der Jäger lebendig sind. DAS RAD MUSS GAR NICHT NEU ERFUNDEN WERDEN Die Kärntner Jägerschaft hat als erster Landesjagdverband (nämlich seit dem Jahr 2004) ein Leitbild, wenngleich dies damals ein wenig dem Zeitgeist geschuldet gewesen sein mag und heute vielleicht „Charta“ oder „Deklaration“ oder „Leitlinien“ oder wie auch immer heißen würde: Der Inhalt hat nach wie vor Gültigkeit und ist das, was im Selbstverständnis der Kärntner Jägerschaft unter „Ethik“ und „Weidgerechtigkeit“ zusammengefasst wird, auch heute noch brauchbar: Die Ethik ist Teil der Philosophie und befasst sich mit den Normen menschlichen Handelns und deren Rechtfertigung. Auch die ethischen Werte sind einem Wandel unterworfen, dies erfordert die permanente Infragestellung unseres Handelns, eine ständige kritische Überprüfung unserer Aktivitäten und die Diskussion darüber nach innen und außen. Wir Jäger sehen uns als Teil des Ganzen, eingebunden in den natürlichen Kreislauf des Werdens, des Seins und Vergehens.

JAGD IST VERANT WORTUNG – JAGD IST FREUDE ! Das Leitbild der Kä

rntner Jäger

Wir Jäger sind als Menschen Teil der Evolution, unser Tun ist mitverantwortlich für die Erhaltung unserer Umwelt. Ethische Werte im Sinne unseres Leitbildes: u Verbundenheit mit der Natur u Verantwortung gegenüber der Natur u Bekenntnis zur Erhaltung wichtiger, noch vorhandener Lebensräume sowie Renaturierung verlorenu u u u

gegangener Biotope grundsätzliches Bekenntnis zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung freilebender Tiere Bekenntnis zur Freude an jagdlichen Aufgaben und Zielsetzungen Kenntnisse um die Zusammenhänge innerhalb des Ökosystems Respekt vor ökologischen und kulturellen Werten

Die „Weidgerechtigkeit“ wird dann in weiterer Folge im Leitbild als „jagdliche Ethik“ bezeichnet und wie folgt definiert: Der Begriff „Weidgerechtigkeit“ ist aus unserer Sichtweise gleichbedeutend mit der jagdlichen Ethik. Das Leitbild der Kärntner Jäger verlangt ausdrücklich eine Jagdausübung nach den Grundsätzen der Weidgerechtigkeit. Weidgerecht = weid + gerecht weid kommt von weidon = zur Weide gehen – das bedeutet soviel wie Ernte des Vorhandenen, des natürlich Nachwachsenden gerecht = in ethisch korrektem Sinne Jagdliche Ethik bedeutet für uns auch: u sich laufend Wissen über die Natur und ihre Zusammenhänge anzueignen – sich weiterzubilden – und

den jeweiligen Stand des Wissens bestmöglich umzusetzen

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u Nutzung aller jagdbaren Tiere auf Basis der Bestandes-Erhaltung u die Beachtung aller relevanter Vorschriften und Gesetze u Definition des Hegebegriffes in Richtung Lebensraumgestaltung bzw. -verbesserung – Fütterung nur

in der Notzeit u Höflichkeit und Toleranz gegenüber den Mitjagenden und Jagdnachbarn zu wahren u die regelmäßige Überprüfung der eigenen Schießfertigkeit, der technischen Funktionstüchtigkeit der Jagdgewehre und deren sichere Handhabung u die Verfügbarkeit ausgebildeter Jagdhunde u die fachgerechte und gesetzeskonforme Verwertung des Wildbrets

ZUSAMMENFASSUNG UND VERSUCH EINER DEFINITION Die Weidgerechtigkeit kann insgesamt immer nur „als Kind ihrer Zeit“ betrachtet werden, durch ihren stetigen Wandel ist sie aber auch geeignet, die Zeit zu überdauern, unter der Voraussetzung, dass die Jägerinnen und Jäger gewillt sind, an ihrer inneren Einstellung zu arbeiten, sich neuen Erkenntnissen gegenüber aufgeschlossen zu zeigen und sich selber, ihren Weidkameradinnen und Weidkameraden, dem lebenden Geschöpf Wild und der nichtjagenden Umwelt gegenüber respektvoll zu verhalten. In diesem Sinne könnte man abschließend wie folgt definieren: WEIDGERECHTIGKEIT= sind die neuesten Erkenntnissen Rechnung tragenden inneren und äußeren Handlungsmaximen bei der Ausübung der Jagd, die den Respekt gegenüber Mensch, Tier, Umwelt und Wirtschaft zum Ausdruck bringen. Sie werden von den Jägerinnen und Jägern als moralische Pflicht erachtet, spiegeln sich aber zu einem großen Teil auch in normativer Verankerung in den Jagdgesetzen wider.

Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger

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LITERATURQUELLEN

1

Zusammenfassung aus: Kurt Lindner, „weidgerecht – Herkunft, Geschichte und Inhalt“, in: HOMO VENATOR II, Schriften zur Geschichte und Soziologie der Jagd, Bonn 1979

2

Ernst Ritter von Dombrowski, Deutsche Weidmannssprache, Neudamm 1892, S. 115

3

Alexander Schwab, Werte, Wandel, Weidgerechtigkeit 2.0, Meditationen über den räudigen Fuchs, Biglen 2016

4

Alexander Schwab, Werte, Wandel, Weidgerechtigkeit 2.0, Meditationen über den räudigen Fuchs, Biglen 2016, S. 69, 70

5

Martin Forstner, Josef Heckl, Wolfgang Lexer, Friedrich Reimoser, Nachhaltige Jagd, Wien 2006, S. 88

6

Alexander Schwab, Werte, Wandel, Weidgerechtigkeit 2.0, Meditationen über den räudigen Fuchs, Biglen 2016, S. 71

7

Walter Frevert, Das Jagdliche Brauchtum, Hamburg, Berlin 1981, S. 142

8

Bernd Balke, Über den Begriff der Weidgerechtigkeit, Wien 2007, S. 16, 17

9

Edmund Freiherr von Berg, Pürschgang im Dickicht der Jagd- und Forstgeschichte, Nikosia 2017 (Nachdruck des Originals v. 1869), S. 203

10

Bernd Balke, Über den Begriff der Weidgerechtigkeit, Wien 2007, S. 11

11

Monika Elisabeth Reiterer, Ärgernis Jagd?, Ursachen-Vorurteile-Fakten, Graz 2001, S. 109, 110

12

Paul Müller, Die Zukunft der Jagd & die Jäger der Zukunft, Melsungen 2009, S. 20

13

VwGH vom 23.10.2013, Zl. 2013/03/0071 (mit Verweisen auf VwGH vom 12.9.2006, Zl. 2003/03/0081 (VwSlg 16.991 A/2006) und VwGH vom 19.12.2006, Zl. 2005/03/0229 (VwSlg 19.089 A/2006))

14

VwGH 23.10.2013, Zl. 2013/03/0071, mit Verweis auf VwGH 25.11.1992, Zl. 92/01/0594, mwH

15

VwGH 5.4.1974, Zl. 2050/73 (Slg 4801 A/1958); VwGH 23.10.2013, Zl. 2013/03/0071, mit Verweis auf VwGH 25.11.1992, Zl. 92/01/0594, mwH

16

Dr. Gerhard Anderluh/Dr. Charlotte Havranek, Kärntner Jagdrecht, 4. Auflage, Klagenfurt 2002, 5 RZ 2

17

Paul Müller, Die Zukunft der Jagd und die Jäger der Zukunft, Melsungen 2009, S. 21

18

Paul Müller, Die Zukunft der Jagd und die Jäger der Zukunft, Melsungen 2009, S. 18

19

Walter Magometschnigg, Jagdkultur – Weidgerechtigkeit, Kunst & Brauchtum, Graz 2008, S. 43

20

https://www.jagdverband.de/content/waidgerechtigkeit (Stand 1. 11. 2017)

21

Kurt Lindner, „weidgerecht – Herkunft, Geschichte und Inhalt“, in: HOMO VENATOR II, Schriften zur Geschichte und Soziologie der Jagd, Bonn 1979, S. 28, 42, 43 mit Hinweisen auf höchst unterschiedliche Betrachtungsweisen in Fragen weidgerechten Verhaltens in europäischen Ländern

22

Bernd Balke, Über den Begriff der Weidgerechtigkeit, Wien 2007, S. 233

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Kärntner Jäger

Den Zahn der Zeit getroffen Bereits zum wiederholten Mal fand die Vortragsreihe der Kärntner Jägerschaft in Zusammenarbeit mit dem Schloss Museum Möderndorf statt. Beide Veranstaltungen trafen deutlich den Zahn der Zeit, was an den hohen Besucherzahlen ersichtlich war.

BEWEGUNGS- UND STÖBERJAGDEN Unter diesem Motto referierte der Wildbiologe DI Thomas Huber über das noch immer aktuelle Thema und sorgte bei den anwesenden Jägern für großes Interesse. Jeder Teilnehmer erhielt eine Broschüre „Der bewegte Schuss“ mit DVD und Handout der Bezirksgeschäftsstelle über die Stöberjagden. Die Broschüren wurden von der Bildungsplattform der Kärntner Jägerschaft finanziert.

GOLDSCHAKAL UND ROTER FUCHS Eine große Anzahl an Jägern und

In enger Kooperation zwischen Jägerschaft und dem Schloss Museum Möderndorf wurde wieder ein interessanter und gut besuchter Fortbildungsabend veranstaltet.

Behördenvertretern verfolgte den Vortrag des Wildbiologen der Kärntner Jägerschaft, Mag. Gerald Muralt. Der Goldschakal, früher im Nahen Osten beheimatet, hat sich mittlerweile bereits in vielen Gebieten Europas ausgebreitet. Er bevorzugt die offenen Landschaften,

die im Gailtal gegeben sind, wie die Sichtungen auch bestätigen. Begeistert zeigten sich auch BH Dr. Heinz Pansi, BFI DI Wilfried Strasser und LJM-Stv. Dr. Walter Brunner. Beide Veranstaltungen wurden mit einem tollen Feedback belohnt. EW

Jäger sagen Danke! Am Samstag, den 14. Oktober wurde wieder der Ökumenische Wortgottesdienst in der Klosterkirche Wernberg als Hubertusmesse abgehalten. Gestaltet wurde diese Messe von Militärdekan MMag. Dr. Remo Leonhard Longin, Mag. Martin Satlov und Pater Bruno. Umrahmt wurde die Messe von den Jagdhornbläsern Landskron und der Singgemeinschaft Köstenberg. Hegeringleiter Peter Keuschnig be-

grüßte die Geistlichkeit, Landesjägermeister-Stv. Sepp Monz, BJM Ing. Wolfgang Oswald, der in seinen Grußworten den Sinn und die Notwendigkeit der Jagd beleuchtete, und Bgm. Franz Zwölbar. HRL Keuschnig sprach einführende Worte zur Legende des St. Hubertus und den Sinn der Jagd für die weitere Zukunft. Nach einem klangvollen Verlauf des Gottesdienstes bedankte er sich bei

allen Mitwirkenden, bei den zahlreichen Besuchern und beim Kloster Wernberg für die großzügige Unterstützung. Mit dem anschließenden OktoberBier-Anstich im GH Fruhmann, der schon zur Tradition geworden ist, endete wieder einmal ein gelungenes Brauchtumsfest, veranstaltet durch die Jägerschaft. HRL Peter Keuschnig

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Erntehirschenschau 2017 Diesmal fand die bereits traditionelle Erntehirschenschau des Bezirkes St. Veit am Hubertustag, dem 3. November, in der Malztenne in Hirt statt. Die Veranstaltung wurde von der Jagdhornbläsergruppe St. Hubertus umrahmt. BJM Drescher eröffnete die Schau und konnte LJM DI Dr. Ferdinand Gorton, die Bezirksjägermeister Ing. Theuermann aus Wolfsberg und Ing. Rackl aus Murau begrüßen. Ein herzlicher Willkommensgruß wurde der Eigentümerfamilie, insbesondere Nicki Riegler und Klaus Möller mit Gattin, verbunden mit dem Dank für die Räumlichkeiten, entgegengebracht. Dem Geschäftsführer des Hirter Braukellers, Jonny Czusnar, wurde Danke für die gute Zusammenarbeit und vor allem für das Wildbretbuffet, zu dem alle Anwesenden im Anschluss geladen waren, gesagt. Weiters wurden für die Hegegemeinschaft Flattnitz Obmann Bgm. Anton Engl-Wurzer und stellvertretend für die Jagdausübungsberechtigten ÖR KR Hans Tilly begrüßt. BJM Drescher ging in seiner Begrüßung auf den Hubertustag ein, welcher als Tag des Dankes genutzt werden solle: Auch die Erntehirschenschau, welche in den Räumlichkeiten der Malztenne stattfindet, ist der Dank für die jagdliche Ernte. BJM-Stv. Kogler skizzierte die eindrucksvolle Ausstellung und teilte mit, dass diesmal über 80 Hirsche zur Bewertung vorgelegt wurden – ein absoluter Spitzenwert. Von den vorgelegten Hirschen entfielen 35

Stück auf die Klasse I, welche ein Durchschnittsalter von 11,7 Jahren erreichten, wobei der älteste Hirsch der Schau mit 18 Jahren bewertet werden konnte. 25 Hirsche entfielen auf die Klasse II, wovon allerdings 7 Hirsche mit 9 Jahren bewertet wurden und somit das Ergebnis auch von der Entnahme in der Mittelklasse her betrachtet ein recht gutes ist. Der Rest entfiel auf die Klasse III. LJM DI Dr. Gorton ging kurz auf das neue Jagdgesetz ein, welches ein österreichweit richtungsweisendes sein wird und vor allem einstimmig von allen Parteien im Landtag beschlossen werden soll. Der Landesjägermeister verwies auch darauf, dass die Jagdausübung verfassungsrechtlich verankert und nicht nur reine Freizeitgestaltung ist. Die Jägerinnen und Jäger haben dafür Sorge zu tragen, dass durch eine verträgliche Wild-

dichte der Lebensraum in Ordnung ist. Er verwies auch darauf, dass sich jede(r) Jagdausübende glücklich schätzen darf, in Kärnten die Jagd auszuüben, einerseits ob den landschaftlichen Reizen dieses Landes und andererseits ob der rechtlichen Rahmenbedingungen. Jonny Czusnar vom Braukeller begrüßte ebenfalls die anwesende Gästeschar und verwies in seinen Grußworten auf die steigende Beliebtheit des Nahrungsmittels Wildbret, welches nicht nur im Braukeller, sondern auch bereits in umliegenden Geschäften vermarktet wird. Die Wildwochen sind mittlerweile auch für die Gastronomie ein unverzichtbarer Bestandteil des Jahresablaufes geworden. Mit dem Dank an die Jägerschaft als Wildbretlieferant schloss der Geschäftsführer seine Grußworte und eröffnete das reichhaltige Buffet. AK


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65. AGJSO-Tagung Fuchsbandwurm und TBC im Vormarsch Vom 25. bis 27. Oktober fand die 65. AGJSO-Tagung in der Olympiastadt Innsbruck statt. Sie wurde vom Tiroler Jägerverband organisiert und befasste sich mit den Themen „Gefahrenquelle beim Fuchsbandwurm“ und „Zur Tuberkulose beim Rotwild“. Nach dem Eintreffen am Abend wurden die Teilnehmer von Landesjägermeister DI (FH) Larcher und von AGJSO-Präsident, LJMStv. Dr. Brunner, begrüßt. Beim anschließenden Kamingespräch informierte der Tiroler Landesjägermeister über Wild und Jagd in Tirol. Dann ging er auf die Gründung der Dachmarke „Jagd Österreich“, die Mitte November in Wien vorgestellt wird, näher ein. Am nächsten Tag fand im Konferenzsaal des Innsbrucker Alpenzoos die 65. Tagung der AGJSO statt. Nach Grußworten von LJM DI (FH) Larcher eröffnete Präsident Dr. Brunner die Tagung, begrüßte die Funktionäre und Delegierten der Mitgliedsverbände, besonders LJM Mayr-Melnhof-Saurau (Steiermark), Dr. Logar (Slowenien), Präsident Colleselli (Belluno), Dr. Merlini (Triest), BJM Weger und Alt-LJM Stocker von Südtirol, den Direktor Dr. Martys vom Innsbrucker Alpenzoo und die Referenten Dr. Glawischnig und Doz. Dr. Deutz. In seinem Einleitungsstatement verwies Dr. Brunner auf einige sich in Europa und im Alpenraum ausbreitende Wildkrankheiten, insbesondere auf den Fuchsbandwurm und die Tuberkulose und deren Folgen. Es ist wichtig, dass die Jäger über diese Krankheiten Bescheid wissen. Danach sprach der Direktor des Innsbrucker Alpenzoos, Dr. Martys, Grußworte und sagte, dass derzeit die Tierrechte in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert genießen und das sei eine große Herausforderung für Jagd und Jäger. Der Tierschutz und die Wiedereinbürgerung des Großraubwildes, insbesondere des Wolfes, werden in der Öffent-

Dr. Janez Logar, LJM-Stv. Sandro Covi, LJM Franz Mayr-Melnhof-Saurau, LJM DI (FH) Anton Larcher, Doz. Dr. Armin Deutz, Dr. Michael Martys, Dr. Walter Glawischnig, Präsident LJM-Stv. Dr. Walter Brunner (v.l.n.r.)

lichkeit und auch in den Medien mit viel Emotionen und oft auch untergriffig geführt. Er rief alle Seiten zum Dialog auf und ersuchte die Jäger, ihr Wissen und ihre Erfahrung zu diesem Thema einzubringen.

REFERATE Zunächst referierte Dr. Walter Glawischnig vom Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen Innsbruck, Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), über die Gefahrenquelle, Häufigkeit und Verbreitung des Fünfgliedrigen Fuchsbandwurmes. Dieser etwa 2- bis 4mm lange Bandwurm befällt in erster Linie Füchse, selten Hunde, Katzen, Marderhunde und Schakale. Das letzte Glied des Bandwurms trägt die Eier, die mit der Losung ausgeschieden werden. Der mit Bandwürmern befallene Fuchs ist nicht sichtbar krank. Die mikroskopisch kleinen Eier werden von Zwischenwirten, meist Mäusen und anderen Kleinsäugern, aufgenommen und erkranken. Sie werden in der Folge von Füchsen als leichte Beute wieder aufgenommen und es entwickelt sich eine neue Band-

wurmgeneration. Dr. Glawischnig teilte mit, dass sich seit 1983 die Fuchsstrecken in Tirol und Österreich verdoppelt haben. Gleichzeitig hat man in den letzten 25 Jahren in Westösterreich, der Schweiz und Süddeutschland einen starken Anstieg menschlicher Erkrankungsfälle durch den Fuchsbandwurm festgestellt. Das veranlasste das Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen in Innsbruck in Zusammenarbeit mit dem Tiroler Jägerverband eine Untersuchung über das Vorkommen und die Verbreitung des Bandwurmes in Tirol durchzuführen. Von insgesamt 434 untersuchten Füchsen waren 145 oder 33% vom fünfgliedrigen Fuchsbandwurm befallen. Auch wurde festgestellt, dass Jungfüchse deutlich stärker verseucht sind als ältere. Da eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm zu einer lebensbedrohenden Erkrankung beim Menschen führen kann, empfiehlt Dr. Glawischnig folgende vorbeugende Maßnahmen: u Erlegte oder verendet aufgefundene Füchse nur mit Plastik-

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von Rindern und Rotwild gemeinsam genutzt werden u in Seuchengebieten Reduktion des Rotwildbestandes u konsequente Umsetzung behördlicher Vorgaben Bei beiden Referaten entspann sich eine rege Diskussion, wobei zahlreiche Fragen an die Referenten gerichtet wurden.

NACHMITTAGSPROGRAMM Am Nachmittag erfolgte auf Einladung von LJM DI (FH) Larcher eine Besichtigung der neuen Geschäftsstelle des Tiroler Jägerverbandes.

SCHLUSSWORT DES PRÄSIDENTEN Den Teilnehmern der AGJSO-Tagung wurde ein informatives und umfangreiches Programm geboten.

handschuhen anfassen und transportieren. u Füchse vor dem Abbalgen mit Wasser benetzen und Mundschutzmaske tragen. u Hunde (Jagdhunde) periodisch gegen Bandwürmer entwurmen. u Hunde, die sich im Kot wälzen, sowie Bauhunde regelmäßig duschen. Im Anschluss referierte Doz. Dr. Armin Deutz über das Thema „Tuberkulose beim Rotwild“. Eingangs informierte er über die Chronologie dieser Krankheit, die sich bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen lässt und Säugetiere, Vögel und Menschen befällt. In vielen Ländern – auch in der EU – ist die Tuberkulose in großen Rinderbeständen eine häufige Tierseuche. In den letzten Jahren trat sie bei Rindern und Rotwild in Süddeutschland, Westösterreich und Südtirol auf. Grundsätzlich kann sie bei allen heimischen Haar- und Federwildarten auftreten. In Österreich ist sie eine anzeigepflichtige Tierseuche mit einer oft sehr langen Inkubationszeit (2 bis 10 Jahre). Haustiere (Weidevieh) können Wildtiere (Rotwild) infizieren und umgekehrt. Die Übertragung der Tuberkulose erfolgt durch eingeatmete oder mit der Äsung aufgenommene Mykobakterien. Die Ausbringung der Gülle, der internationale Wildhan-

del (Lebendtiere), Stressfaktoren, zu enger Lebensraum, fütterungshygienische Mängel (Bodenvorlage), ungünstiges Klima, Wildmassierungen u.a.m. kommen als Verursacher in Frage oder begünstigen die Entstehung der Krankheit. Der klinische Verlauf der Tuberkulose ist im Anfangsstadium uncharakteristisch. Im fortgeschrittenen Stadium magern die Tiere hochgradig ab. Je nach erkranktem Organ können Husten, Röcheln, Atemnot oder Durchfall auftreten, das Haar ist struppig und glanzlos. Zur Vorbeugung und Bekämpfung der Tuberkulose schlug Dr. Deutz zahlreiche Maßnahmen vor, nachstehend die wichtigsten für den Jäger: u Gesprächsbereitschaft und keine wechselseitigen Schuldzuweisungen zwischen Landwirten und Jägern (Weidevieh – Wild) u Anzeige, Meldung und Untersuchung aller Verdachtsfälle u Schulung der Jäger (kundige Personen) im Hinblick auf die Krankheitsbilder u sichere Entsorgung von Fallwild und Aufbrüchen u großzügige Hegeabschüsse bei Verdachtsmomenten u strenge Fütterungshygiene, keine Bodenvorlage von Futtermitteln u Entfernung von Salzlecken, die

Der arbeitsreiche Tag klang mit einem gemeinsamen Abendessen aus, bei dem nochmals Gruß- und Dankesworte gesprochen und Erinnerungsgeschenke überreicht wurden. Präsident Dr. Brunner bedankte sich in herzlichen Worten bei Tiroler Jägerverband und LJM DI (FH) Larcher für die Einladung und Durchführung der 65. AGJSOTagung. Die Olympiastadt Innsbruck, wo auf den Berggipfeln bereits der Winter eingezogen ist, war ein würdiger Tagungsort. Im Dank mit eingeschlossen ist auch Frau Christine Lettl, die mit Engagement und Kompetenz durch die Tagung begleitete. Dr. Brunner bedankte sich bei den Funktionären, Gästen und Jägern aller Mitgliedsverbände für das Kommen und den Referenten für die informativen Vorträge. Man hat viel Neues, Interessantes und Wissenswertes über den Fuchsbandwurm und die Tuberkulose erfahren, mit dem sich Jagd und Jäger in Zukunft mehr befassen werden müssen. Weidmannsdank auch den Übersetzern Mag. Benedikt Terzer (Italienisch) und Franc Wakounig (Slowenisch), die kompetent gedolmetscht und so wesentlich zum guten Gelingen der Tagung beigetragen haben. Die nächste AGJSO-Tagung wird 2018 voraussichtlich in Görz/Triest stattfinden und von den dortigen Jagdverbänden organisiert. Walter Kulterer


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Jägerchor sang in Oberwölz Nach zahlreichen Auftritten im heurigen Jahr lud der Chor der Kärntner Jägerschaft seine Sänger mit Frauen am 10. September zu einem Ausflug nach Oberwölz in die Steiermark ein. Zunächst nahm die Reisegruppe an der Sonntagsmesse in der Stadtpfarrkirche teil, die der Jägerchor und die örtliche Jagdhornbläsergruppe musikalisch umrahmten. Im Anschluss luden der Pfarrgemeinderat und der Jagdschutzverein Zweigstelle Oberwölz zu einer Agape ein. Bgm. Schmidhofer begrüßte die Gäste, Kirchenbesucher und Jäger, stellte Oberwölz als die älteste (700 Jahre) aber kleinste Stadt Österreichs vor und informierte, dass die Gemeinde heuer zweimal durch Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Für den Jägerchor sprach Dr. Ferstner Gruß- und Dankesworte und überreichte dem Bürgermeister und einigen Jägerschaftsfunktionären Erinnerungsgeschenke. Chorleiter Ing. Moser sorgte für den guten Ton und hatte ein attraktives Programm zusammengestellt, das vom Publikum mit viel Beifall bedacht wurde.

Foto: Josef Wieser

Danach ging es in die Berge auf die Knolli-Hütte zum Mittagessen und anschließendem gemütlichen Beisammensein. Musikanten spielten zum Tanz auf, es wurde gesungen und g’jagert. Dazwischen dankte LJM DI Dr. Gorton in humorvollen Worten den Sängern für ihre stete Unterstützung der Kärntner Jägerschaft, wann und wo sie gebraucht werden. Zwischendurch stellte sich der Landesjägermeister mit der Teufelsgeige in die Reihen der Musikanten. Der starke Regen draußen tat der guten Stimmung drinnen

keinen Abbruch. Die Reiseleitung lag in bewährten Händen von Jägerchor-ObmannStv. Karl Spiegl. Als gebürtiger Oberwölzer hat er während der Fahrt ausführlich und kompetent über Land und Leute, Wild und Jagd dieser Gegend informiert. In einem Schlusswort dankte Obm. Dr. Ferstner allen Sängern und Gästen für die Teilnahme, besonders dem Reiseleiter, der wesentlich zum guten Gelingen des Ausfluges beigetragen hat. Walter Kulterer

LIFE-Projekt „Din Alp Bear“ Am 14. September hat die „Steering Group“ des EU „LIFE Din Alp Bear“-Projektes über die Erhaltung und das Management des Braunbären im Grenzgebiet Kärnten-Friaul auf der Göriacher Alm eine kurze Exkursion durchgeführt. Teilnehmer der Gruppe waren die Leiter des Projektes aller Teilnehmerländer (Slowenien, Österreich, Italien, Kroatien) und ein Monitor der EU, welcher die Aktivitäten des Projektes überwacht. Bei der Exkursion ging es darum, lokalen Betroffenen zu begegnen (dies fand im Talbereich unter Vertretung des Bürgermeisters der Gemeinde Hohenthurn statt), mit Landwirten und Jägern zu sprechen, die Monitoringaktivitäten zu „inspizieren“ und auch darum, sich über dieses spezielle Grenzgebiet ein persönliches Gefühl zu verschaffen. Die Kärntner Jägerschaft wurde

von Hegeringleiter Paul Schnabl und Jagdobmann Max Tschinderle vertreten. Dabei war auch Norbert Binter, Almhirte und Jäger. Sie haben geholfen, alles vorzubereiten, haben uns am Berg angeführt, haben das Monitoring, an welchem

die Kärntner Jägerschaft mitarbeitet, vorgestellt und in der Gruppe sehr konstruktiv mitdiskutiert. Es war ein interessanter Tag, der das Bärenmonitoring umfassend beleuchtet hat. Paolo Molinari


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A U S D E M J A G D R E V I E R / R E C H T L I C H E I N F O R M AT I O N

Aus dem Jagdrevier

Jagd als Hege Im September 2016 konnte diese Gamsgeiß (11 Jahre) mit ausgewachsenen Schalen – an den Vorderläufen bis zu 18cm – im Lesachtal, Maria Luggau, erlegt werden. Durch ihre auffällige Gangart war diese Geiß leicht zu erkennen, vor allem bewegte sie

sich nur mehr in einem Radius von 100m, leicht ersichtlich an dem ausgetretenen Wechsel. Aus den letzten 60 Jahren ist im Großraum kein weiterer so außergewöhnlicher Fall bekannt. Dr. Leonhard HelbichPoschacher, MBA

Hundehaltungsvorschriften wieder in Kraft gesetzt Die Bezirkshauptmannschaften Hermagor, Klagenfurt, St. Veit a. d. Glan, Spittal a. d. Drau, Villach, Wolfsberg, Feldkirchen sowie die Magistrate Villach und Klagenfurt haben gemäß § 69 Abs. 4 Kärntner Jagdgesetz 2000, i.d.g.F., für ihre Verwaltungsbezirke folgende, weitestgehend gleichlautende Hundehaltungsvorschriften erlassen: u Zum Schutz des Wildes während der Brut- und Setzzeit oder bei Schneelagen, die eine Flucht des Wildes erschweren, werden alle Hundehalter verpflichtet, außerhalb von geschlossenen verbauten Gebieten ihre Hunde ausnahmslos bei Tag und Nacht an der Leine zu führen oder sonst tierschutzgerecht zu verwahren. u Innerhalb geschlossener verbauter Gebiete sind alle Hundehalter

verpflichtet, ihre Hunde so zu halten, dass dieselben am Wildbestand keinen Schaden anrichten können. u Diese Bestimmungen gelten nicht für Blinden-, Rettungs-, Polizeihunde, Jagdgebrauchshunde, Hunde der Zollwache, des Bundesheeres und Hirtenhunde sowie Fährten- und Lawinensuchhunde, wenn sie als solche erkennbar sind, für die ihnen zukommende Aufgabe verwendet werden und sich aus Anlass ihrer Verwendung vorübergehend der Einwirkung ihrer Halter (Besitzer) entzogen haben. u Übertretungen dieser Verordnung werden, sofern sie nicht nach anderen Bestimmungen mit strengeren Strafen bedroht sind oder ein gerichtlich zu ahnden-

der Tatbestand vorliegt, gemäß § 98 Abs. 1 Z 2 iVm Abs. 2 Kärntner Jagdgesetz 2000, i.d.g.F., mit Geldstrafen bis zu € 1.450,– geahndet. u Bei Vorliegen erschwerender Umstände, insbesondere, wenn durch die Übertretung ein erheblicher jagdwirtschaftlicher Nachteil eingetreten oder der Täter schon einmal wegen der gleichen strafbaren Handlung bestraft worden ist, ist der Täter mit einer Geldstrafe bis zu € 2.180,– zu bestrafen. u Die Verordnungen gelten bis 31. Juli 2018 (mit Ausnahme Wolfsberg und Hermagor: 30. Juni 2018). Stand: Redaktionsschluss, 1. 11. 2017


DISZI / JAGDLICHES WISSEN

Disziplinarerkenntnisse Aufgrund folgender Sachverhalte wurde gegen Disziplinarbeschuldigte gem. § 90 Abs. 6 lit. b K-JG die Disziplinarstrafe des strengen Verweises verhängt:

Aufgrund folgenden Sachverhaltes wurde gegen den Disziplinarbeschuldigten gem. § 90 Abs. 6 lit. a K-JG die Disziplinarstrafe des einfachen Verweises verhängt:

Am 15.09.2016 wurde in einem Gemeindejagdgebiet ein Hirsch der Klasse II (6 Jahre) infolge oberflächigen Ansprechens erlegt, obwohl laut Abschussplan nur ein Hirsch der Klasse I frei war.

Am 04.11.2016 wurde in einem Eigenjagdgebiet ein Hirsch der Klasse II (Alter: 6 Jahre), der nach dem Aussehen nach ein Hirsch der Klasse I war, erlegt, obwohl im Abschussplan nur ein Hirsch der Klasse I frei gewesen ist.

Am 13.11.2016 und somit in der diesbezüglichen Schonzeit wurde infolge ungenauen Ansprechens in einem Jagdgebiet ein Rehbock der Klasse I erlegt, dessen zurückgesetztes Geweih noch nicht abgeworfen war.

In allen drei Fällen wurde gröblich gegen jagdrechtliche Vorschriften verstoßen. Dr. Herbert Müller, der stv. Vorsitzende des Disziplinarrates

Jagdliches Wissen – Weidgerechtigkeit Das jagdliche Wissen dreht sich diesmal um den Begriff der „Weidgerechtigkeit“. 1. In welche zwei Teile zerfällt das Wort „Weidgerechtigkeit“? 2. Was verstand man früher unter „Weidmann“? 3. Wie definiert die Judikatur den Begriff „Weidgerechtigkeit“? 4. Welche drei Bereiche umfasst weidgerechtes Benehmen? 5. Welche programmatische Zielbestimmung soll das neue Jagdgesetz unter anderem beinhalten? 6. Was bedeutet „Weidgerechtigkeit“ heute?

Alle Antworten finden sich auf Seite 51!

BEITRÄGE UND FOTOS FÜR DEN „KÄRNTNER JÄGER“ BITTE AN DIE E-MAIL ADRESSE: REDAKTION@KAERNTNER-JAEGERSCHAFT.AT ÜBERMITTELN. DIGITALE FOTOS MÜSSEN MINDESTENS 300 DPI HABEN.

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In Kärnten dürfen bejagt werden: Folgendes Wild darf nur während der angeführten Zeiträume (Jagdzeiten) bejagt werden und ist außerhalb derselben zu schonen: Rotwild*: Hirsche der Klasse III – einjährig – Schmalspießer und nichtführende Tiere** vom 1. Mai bis 31. Dezember führende Tiere und Rotwildkälber vom 1. Juli bis 31. Dezember Hirsche der Klasse I und II vom 1. August bis 31. Dezember Hirsche der Klasse III vom 1. August bis 31. Dezember. Damwild: vom 1. 8. bis 31. 12. Gamswild*: vom 1. 8. bis 31. 12. Muffelwild*: vom 1. 7. bis 31. 12. Rehwild*: Böcke der Klasse B vom 1. 5. bis 31. 10. Böcke der Klasse A vom 1. 6. bis 31. 10. Schmalgeißen, nichttragende Geißen, nichtführende Geißen vom 1. 5. bis 31. 12. führende Geißen und Kitze vom 1. 8. bis 31. 12. Schwarzwild: führende Bachen vom 1. 8. bis 31. 1. Murmeltiere*: vom 1. 8. bis 15. 10.

Feldhasen und Alpen- oder Schneehasen: vom 1. 10. bis 31. 12. Dachse: vom 1. 6. bis 31. 1. Edelmarder vom 1. 11. bis 28. 2. Steinmarder: vom 1. 7. bis 31. 3. Große Wiesel (Hermelin): vom 1. 11. bis 31. 1. Iltisse: vom 1. 7. bis 31. 3. Auerhahnen***: ganzjährig geschont Birkhahnen***: ganzjährig geschont Haselhahnen: vom 16. 9. bis 15. 11. Rebhühner: vom 1. 10. bis 31. 10. Fasanhahnen: vom 16. 10. bis 31. 12. Stock-, Krick-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Knäkenten: vom 1. 9. bis 31. 12. Grau-, Saat- und Kanadagänse: vom 1. 9. bis 31. 1. Blässhühner: vom 21. 9. bis 10. 3. Waldschnepfen*: vom 11.9. bis 19.2. Ringeltauben (Schwarmvögel): vom 1. 8. bis 31. 12. Ringeltauben (Einzeltiere): vom 1. 9. bis 31. 1. Türkentauben: vom 21. 10. bis 20. 2. Kolkraben***: ganzjährig geschont Aaskrähen****: vom 16.7. bis 15.3. Eichelhäher****: vom 16.7. bis 15.3. Elstern****: vom 16.7. bis 15.3. Folgendes Wild darf während des ganzen Jahres bejagt werden: Schwarzwild (Keiler, nichtfüh-

rende Bachen, Überläufer, Frischlinge), Wildkaninchen, Waschbären, Füchse und Marderhunde. Folgendes Wild ist während des ganzen Jahres zu schonen: Steinwild, Bär, Wolf, kleines Wiesel, Fischotter, Luchs, Wildkatze, Biber, Auerhenne, Birkhenne, Haselhenne, Alpenschneehuhn, Steinhuhn, Fasanhenne, Wachtel, Wacholderdrossel (Krammetsvogel), Graureiher, Haubentaucher, Bekassine, Wildenten, ausgenommen Stock-, Krick-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Knäkenten, Wildgänse, ausgenommen Grau-, Saat- und Kanadagänse, Hohltauben, Taggreifvögel und Eulen. * **

nur im Rahmen des Abschussplanes unter „nichtführenden Tieren“ ist weibliches Wild, welches kein Kalb führt [und nicht tragend (innehabend)] ist, zu verstehen *** Ausnahme nur im Rahmen der von der Landesregierung erlassenen Bescheide **** Neue Verordnung ist am 15.7.2016 in Kraft getreten und gilt bis zum 15. Juli 2018: Schusszeit vom 16.7. bis 15.3. In reinen Ackerbaugebieten dürfen sogenannte „Junggesellentrupps“ (= nicht brütende, in großen Gruppen auftretende Aaskrähen [Raben- und Nebelkrähen]), auch während der in der VO festgelegten Schonzeiten – allerdings unter Beachtung der Kontingente – erlegt werden.

Wildbretpreise

Sonne und Mond

Der Wildbretmarkt ist unverändert. Im November wurden folgende Durchschnitts-Wildbretpreise (ohne MWSt.) je kg in der Decke erzielt: Rehwild: 6 bis 8 kg € 2,00 8 bis 12 kg € 3,00 über 12 kg € 4,00

Die Angaben beziehen sich auf die Landeshauptstadt Klagenfurt. Im Lavanttal sind Aufund Untergang um 2-3 Minuten früher, in Heiligenblut um 5-6 Minuten später. Gesetzliche Jagdzeit = +/– 1 Stunde. Bitte sich darüber hinaus in den aktuellen Tageszeitungen zu informieren.

Rotwild:

€ 2,50

Gamswild:

€ 3,00

Schwarzwild:

20 bis 80 kg

€ 1,20

unter 20 kg und über 80 kg

€ 0,80

Alle Wildstücke nur mit gutem Schuss ohne Haupt. Bei Privatverkauf können höhere Preise erzielt werden. Wir halten ausdrücklich fest, dass es sich nur um Durchschnittswildpreise handelt. Die Wildbretpreise müssen daher bei Erscheinen der Ausgabe nicht auf dem aktuellen Stand sein! Wir erinnern daran, dass laut Wildfleischverordnung jedes Stück Schalenwild, das in den Verkehr gebracht wird, mit einem ausgefüllten Wildbretanhänger zu versehen ist. Auf Wunsch des Wildbrethandels wird nochmals auf die richtige Anbringung des Wildbretanhängers hingewiesen. Der Wildbrethandel wünscht, dass wegen der Verkeimung die Drossel entfernt und das Schloss nicht geöffnet wird. Straßenfallwild darf nicht in den Verkehr gebracht werden.

Sonnen- Sonnen- Mond- Mondaufgang untergang aufgang untergang

3.12. 10.12. 17.12. 24.12. 31.12. 7. 1. 14. 1. 21. 1. 28. 1. 4. 2. 11. 2.

7.29 7.36 7.42 7.46 7.47 7.47 7.44 7.39 7.32 7.23 7.13

16.16 16.15 16.16 16.19 16.24 16.31 16.40 16.50 17.00 17.11 17.22

16.37 6.33 11.23 15.11 23.14 5.24 9.55 13.49 22.03 4.10

6.42 12.41 16.05 22.24 5.28 11.12 14.45 21.21 4.16 9.39 13.27

Mondphasen

3.12. 10.12. 18.12. 26.12. 2. 1. 8. 1. 17. 1. 24. 1. 31. 1. 7. 2. 15. 2.

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Foto: Eugène Reiter

Allen unseren Mitgliedern und Freunden des Weidwerks

ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr! Weidmannsdank allen Jägerinnen und Jägern, die durch weidgerechtes Jagen dazu beigetragen haben, dass Jagd Zukunft hat. Der Landesvorstand Die Landesgeschäftsstelle

Die Redaktion

Jagdkarte 2018 Für die Verlängerung der Gültigkeit der Jagdkarte für das Jahr 2018 sollte nach Möglichkeit der zugesandte Zahlschein verwendet werden, welcher personalisiert ist und damit gewährleistet, dass die Einzahlung auch entsprechend zugeordnet und verbucht werden kann.

WICHTIG! Sollte eine andere Form der Einzahlung gewählt werden, ist darauf zu achten, dass die untenstehenden Angaben in die Überweisung aufgenommen werden: a) Name und Adresse b) Mitgliedsnummer: Diese ist unbedingt in das Feld „Zahlungsreferenz“ einzutragen (nur damit ist eine exakte Zuordnung Ihrer Einzahlung möglich). Empfänger: Bankinstitut: BIC: IBAN: Verwendungszweck:

Kärntner Jägerschaft Bank für Kärnten und Steiermark BFKKAT2K AT 10 1700 0001 0011 2167 Jagdkarte 2018

Aufgrund gehäufter Anlassfälle ein wichtiger Hinweis: Es ist darauf zu achten, dass der Einzahlungsbetrag auch tatsächlich auf dem Konto der Kärntner Jägerschaft einlangt. Sie sollten daher jedenfalls überprüfen, ob der Betrag von Ihrem Konto auch tatsächlich abgebucht wurde. Besten Dank!

Die Landesgeschäftsstelle und alle Bezirksgeschäftsstellen der Kärntner Jägerschaft sind in der Zeit von

27. Dezember 2017 bis 5. Jänner 2018 geschlossen. Ab 8. Jänner 2018 sind wir gerne wieder für Sie da! In dringenden Fällen kontaktieren Sie bitte den örtlich zuständigen Bezirksjägermeister oder die Geschäftsführerin. Die Gastronomie im Schloss Mageregg ist von 23. Dezember 2017 bis 6. Jänner 2018 geschlossen.

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HEGERING 205106 (LIEBENFELS)

Wahlausschreibung Zu wählen sind der Hegeringleiter und der Hegeringleiter-Stellvertreter. Diese Wahl findet anlässlich der a.o. Hegeringversammlung am Mittwoch, dem 10. Jänner 2018, um 19.00 Uhr, im Gasthof Koller in Liebenfels/Gradenegg, statt. Die wahlberechtigten Mitglieder des Hegeringes Liebenfels werden gesondert rechtzeitig und schriftlich zu dieser Hegeringversammlung eingeladen. Wahlvorschläge müssen bis zum Ablauf des achten Tages vor dem Wahltermin beim Hegeringleiter-Stellvertreter eingebracht werden. Als Tag, der als Stichtag (§ 48 Abs. 2 lit. d der Satzung) gilt, wird der 1.12.2017 bestimmt.

HEGERING 206068 (OBERDRAUBURG)

Wahlausschreibung Zu wählen sind der Hegeringleiter-Stellvertreter, ein Delegierter zum Bezirksjägertag und dessen Ersatzdelegierter. Diese Wahlen finden anlässlich der Hegeringversammlung am Samstag, dem 27. Jänner 2018, um 18.00 Uhr, im Gasthof Niedermüller/Pontiller in Oberdrauburg, statt. Die wahlberechtigten Mitglieder des Hegeringes Oberdrauburg werden gesondert rechtzeitig und schriftlich zu dieser Hegeringversammlung eingeladen. Wahlvorschläge müssen bis zum Ablauf des achten Tages vor dem Wahltermin beim Hegeringleiter eingebracht werden. Als Tag, der als Stichtag (§ 48 Abs. 2 lit. d der Satzung) gilt, wird der 1.12.2017 bestimmt.

HEGERING 208146 (BAD EISENKAPPELLOBNIG-RECHBERG)

Wahlausschreibung Zu wählen sind der Hegeringleiter und der HegeringleiterStellvertreter. Diese Wahlen finden anlässlich der a.o. Hegeringversammlung am Samstag, 13. Jänner 2018, um 14.00 Uhr, im Gasthof Florian in Bad Eisenkappel, statt. Die wahlberechtigten Mitglieder des Hegeringes Bad Eisenkappel-Lobnig-Rechberg werden gesondert rechtzeitig und schriftlich zu dieser a.o. Hegeringversammlung eingeladen. Wahlvorschläge müssen bis zum Ablauf des achten Tages vor dem Wahltermin beim Hegeringleiter eingebracht werden. Als Tag, der als Stichtag (§ 48 Abs. 2 lit. d der Satzung) gilt, wird der 1.12.2017 bestimmt.

In der Landesgeschäftsstelle werden abgegeben: l Hutabzeichen färbig l Anstecknadel in Gold oder Silber l Autoaufkleber (Pickerln) der Kärntner Jägerschaft l Jagdgesetz in Frage und Antwort l Drucksorten l Wildmarken l Auf Bestellung – Oberbekleidung mit Emblem der KJ l Jubiläumsabzeichen „60 Jahre Kärntner Jägerschaft“ l DVD „Vom Revier auf den Teller“

www.kaerntner-jaegerschaft.at


Nr. 236/2017

Kärntner Jäger

Einladung zu den Hegeringversammlungen und Hegeschauen 2018 Hiermit ergeht an alle Mitglieder der Kärntner Jägerschaft die Einladung zu den Hegeringversammlungen und Hegeschauen. Falls keine gesonderten Einladungen ergehen, gilt die Anzeige im „Kärntner Jäger“ als Einladung. Wir bitten daher alle Jägerinnen und Jäger, die nachstehenden Termine vorzumerken! Die BeB EZI R K

Feldkirchen ch hen u Hegeringe 210095 (Sittich), 210100 (Steindorf), 210101 (Steuerberg), 210102 (Glantal) und 210103 (Feldkirchen): Samstag, 3. März, 14 Uhr, Steuerberg, Kulturhaus; Bewertung: Freitag, 2. März, 14 Uhr; Trophäenanlieferung: Donnerstag, 1. März, 16 bis 19 Uhr u Hegeringe 210096 (Gnesau), 210097 (Himmelberg), 210098 (Patergassen) und 210099 (Ebene Reichenau): Samstag, 24. Februar, 14 Uhr, Ebene Reichenau, Nockstadl; Bewertung: Freitag, 23. Februar, 9 Uhr; Trophäenanlieferung: Donnerstag, 22. Februar, 16 bis 19 Uhr; Hegeschau: Freitag, 16 Uhr und Samstag, 8 bis 14 Uhr u Hegering 210094 (Sirnitz): Samstag, 3. Februar, 14 Uhr, Sirnitz, Kultursaal; Bewertung: 9 Uhr; Trophäenanlieferung: Donnerstag, 1. Februar, bis 12 Uhr

B EZI R K

Hermagor gor u HR 203033 (Würmlach): Bewertung: Freitag, 19. Jänner, bis 18 Uhr beim Hegeringleiter Würmlach; Hegeschau: Samstag, 20. Jänner, 17 Uhr, Würmlach, GH Zebedin u HR 203034 (Mauthen): Bewertung: Freitag, 19. Jänner, 19 Uhr, Mauthen, GH Brückenwirt; Hegeschau: Samstag, 20. Jänner, 19 Uhr, Mauthen, GH Brückenwirt u HR 203035 (Kötschach): Bewertung: Freitag, 12. Jänner, 14 Uhr, Kötschach, GH Engl-Kirchenwirt;

richte der Funktionäre und Sachbearbeiter sollten alle Jäger interessieren. Darüber hinaus ist für das Revier viel Interessantes und Wissenswertes zu erfahren. Auch ersuchen wir unsere Mitglieder, die Trophäen in sauberem Zustand, mit einem Anhänger versehen, vorzulegen.

Hegeschau: Freitag 12. Jänner, 19 Uhr, Kötschach, GH Engl-Kirchenwirt u HR 203036 (Liesing bis Maria Luggau): Bewertung: Samstag, 20. Jänner, bis 10 Uhr, Liesing, GH Wilhelmer; Hegeschau: Samstag, 20. Jänner, 13 Uhr, Liesing, GH Wilhelmer u HR 203037 (Birnbaum): Bewertung: Samstag, 13. Jänner, 10 bis 12 Uhr, Birnbaum, GH Birnbaumer Wirt; Hegeschau: Samstag, 13. Jänner, 19 Uhr, Birnbaum, GH Birnbaumer Wirt u HR 203039 (Dellach) und HR 203040 (Reisach): Bewertung: Freitag, 26. Jänner, Abgabe bis 17 Uhr, Grafendorf, GH Post; Hegeschau: Samstag, 27. Jänner, 14 Uhr, Grafendorf, GH Post u HR 203041 (Kirchbach) und HR 203042 (Rattendorf): Bewertung: Donnerstag, 18. Jänner, 16 bis 18 Uhr, Waidegg, GH Waidegger Wirt; Hegeschau: Freitag, 19. Jänner, 19 Uhr, Waidegg, GH Waidegger Wirt u HR 203043 (Möderndorf): Bewertung: Mittwoch, 10. Jänner, 18 Uhr, Kameritsch, Hotel Hubertushof; Hegeschau: Donnerstag, 11. Jänner, 19 Uhr, Kameritsch, Hotel Hubertushof u HR 203044 (St. Lorenzen i. Gitschtal) und HR 203045 (Weißbriach): Bewertung: Samstag, 13. Jänner, 16 bis 18 Uhr, Weißbriach, GH Löffele; Hegeschau: Sonntag, 14. Jänner, 10 Uhr, Weißbriach, GH Löffele u HR 203046 (Hermagor): Bewertung: Samstag, 20. Jänner, 18 Uhr, Radnig, GH Grollitsch; Hegeschau: Sonntag, 21. Jänner, 14 Uhr, Radnig, GH Grollitsch u HR 203047 (Egg): Bewertung: Samstag, 20. Jänner, 14 Uhr, Latschach, GH Plamenig;

Hegeschau: Sonntag, 21. Jänner, 18 Uhr, Latschach, GH Plamenig u HR 203048 (St. Stefan i. Gailtal): Bewertung: Freitag, 2. Februar, 18 Uhr, St. Stefan, Sonnenhof Smole; Hegeschau: Samstag, 3. Februar, 17 Uhr, St. Stefan, Sonnenhof Smole u HR 203049 (Vorderberg): Bewertung: Freitag, 2. Februar, 18 Uhr, Vorderberg, GH Ortsburg; Hegeschau: Samstag, 3. Februar, 14 Uhr, Vorderberg, GH Ortsburg

B EZI R K

Klagenfurt furrt u HR 204003 (Ebenthal) und HR 204006 (Grafenstein): Bewertung: Samstag, 17. Februar, 9 Uhr, Poggersdorf, GH Krassnig Jahn; Hegeschau: Sonntag, 18. Februar, 10 Uhr, Poggersdorf, GH Krassnig Jahn; Sonntag Heilige Messe 8.30 Uhr u HR 204004 (Klagenfurt-Nord) und HR 204005 (Maria Saal): Bewertung: Samstag, 27. Jänner, 10 Uhr, Zollfeld, GH Fleissner; Hegeschau: Samstag, 27. Jänner, 14 Uhr, Zollfeld, GH Fleissner HR 204007 (Ludmannsdorf): Bewertung: Samstag, 3. Februar, 10 Uhr, St. Gandolf, GH Puschnig; Hegeschau: Samstag, 3. Februar, 14 Uhr, St. Gandolf, GH Puschnig u HR 204008 (Klagenfurt-West) und HR 204009 (Moosburg): Bewertung: Freitag, 2. Februar, 14 Uhr, Moosburg, GH Karawankenblick; Hegeschau: Samstag, 3. Februar, 14 Uhr, Moosburg, GH Karawankenblick u HR 204010 (Keutschach): Bewertung: Freitag, 19. Jänner, 17 Uhr, Keutschach, GH Schaschl Kara-

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Hegeringversammlungen

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Kärntner Jäger

HEGERINGVERSAMMLUNGEN

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wankenblick/Pyramidenkogel; Hegeschau: Freitag, 19. Jänner, 19 Uhr, Keutschach, GH Schaschl Karawankenblick/Pyramidenkogel u HR 204011 (Feistritz i. R.), HR 204012 (Zell-Pfarre), HR 204013 (St. Margareten i. R.) und HR 204014 (Ferlach): Bewertung: Freitag, 16. Februar, 13 Uhr, Ferlach, Rathaus Ferlach; Hegeschau: Samstag, 17. Februar, 14 Uhr, Ferlach, Rathaus Ferlach

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Spittal/Drau /D D rau u Talschaft I (Spittal): Hegeschau: Sonntag, 18. Februar, 14 Uhr, Veranstaltungszentrum Möllbrücke u Talschaft II (Greifenburg): Hegeschau: Samstag, 27. Jänner, 14 Uhr, Kultursaal Greifenburg; HR 206065 (Weißensee): Hegeringversammlung mit Wahl des Delegierten zum Bezirksjägertag: Freitag, 19. Jänner, 15 Uhr, Sitzungssaal der Gemeinde Weißensee; HR 206067 (Irschen): Hegeringversammlung: Freitag, 19. Jänner, 19 Uhr, GH Dorfwirt Irschen; HR 206068 (Oberdrauburg): Hegeringversammlung: Samstag, 27. Jänner, 18 Uhr, GH Niedermüller in Oberdrauburg u Talschaft III (Obervellach): Hegeschau: Sonntag, 28. Jänner, 14 Uhr, Tauernsaal Mallnitz; HR 206069 (Reisseck-Ost-Kolbnitz): Hegeringversammlung: Freitag, 26. Jänner, 19 Uhr, GH Schwarzenbacher Kolbnitz; HR 206070 (Reisseck West Penk): Hegeringversammlung: Freitag, 26. Jänner, 19.30 Uhr, Feuerwehrhaus Napplach; HR 206071 (Obervellach): Hegeringversammlung: Donnerstag, 25. Jänner, 19 Uhr, GH Hadt in Obervellach; HR 206072 (Flattach): Hegeringversammlung: Freitag, 26. Jänner, 19 Uhr, Hotel Fraganter Wirt u Talschaft IV (Winklern): Hegeschau: Sonntag, 21. Jänner, 14 Uhr, Dorfsaal Heiligenblut; HR 206074 (Stall): Hegeringversammlung: Samstag, 13. Jänner, 16 Uhr, GH Brückenwirt Stall; HR 206078 (Heiligenblut): Hegeringversammlung: Donnerstag, 18. Jänner, 20 Uhr, Dorfsaal Heiligenblut

u Talschaft V (Gmünd): Hegeschau: Samstag, 20. Jänner, 14 Uhr, Stadtsaal Gmünd; HR 206079 (Trebesing): Hegeringversammlung: Freitag, 23. März, 20 Uhr, Trebesinger Wirt; HR 206080 (Gmünd): Hegeringversammlung: Mittwoch, 17. Jänner, 20 Uhr, GH Hofer Oberbuch; HR 206084 (Leobengraben): Hegeringversammlung: Freitag, 16. Februar, 18.30 Uhr, GH Kohlmayr Gmünd; HR 206086 (Rennweg): Hegeringversammlung: Samstag, 21. April, 19.30 Uhr, GH Post Familie Heiß, Rennweg u Talschaft VI (Millstatt): Hegeschau: Samstag, 17. Februar, 14 Uhr, Festsaal Bad Kleinkirchheim; HR 206087 (Seeboden): Hegeringversammlung: Freitag, 9. März, 19.30 Uhr, GH Tangernerwirt; HR 206089 (Radenthein): Hegeringversammlung: Freitag, 16. März, 19.30 Uhr, Kaslabn Radenthein

205129 (Oberhof): Turnsaal der NMS Metnitz, Leiter: HRL Günther Auer; Trophäenanlieferung: Donnerstag, 8. Februar, 16 bis 20 Uhr; Bewertung: Freitag, 9. Februar, 13 Uhr; Hegeschau: Samstag, 10. Februar, 14 Uhr u HR 205124 (Friesach) und HR 205125 (St. Salvator): Ingolsthal, GH Taumberger, Leiter: HRL Reinhold Neuwirther; Trophäenanlieferung: Freitag, 16. Februar, 14 bis 18 Uhr; Bewertung: Samstag, 17. Februar, 8.30 Uhr; Hegeschau: Samstag, 17. Februar, 14 Uhr u HR 205106 (Sörg, Liebenfels), HR 205107 (Hörzendorf, Hardegg), HR 205108 (St. Georgen a. L.), HR 205109 (St. Veit/Glan, Frauenstein) und HR 205110 (Frauenstein, Wimitz): Liebenfels, GH Zur Zechnerin, Leiter: HRL-Stv. Alois Petersmann; Trophäenanlieferung: Freitag, 2. März, 13 bis 16 Uhr; Bewertung: Samstag, 3. März, 8 Uhr; Hegeschau: Samstag, 3. März, 14 Uhr

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St. Veit/Glan G la n u HR 205112 (Hüttenberg, Lölling), HR 205113 (Wieting), HR 205114 (Klein St. Paul, Eberstein) und HR 205115 (Brückl): Eberstein, Kulturhaus, Leiter: HRL Ing. Bernhard Ringswirth; Trophäenanlieferung: Donnerstag, 25. Jänner, 15 bis 19 Uhr; Bewertung: Freitag, 26. Jänner, 9 Uhr; Hegeschau: Samstag, 27. Jänner, 14 Uhr u HR 205111 (Althofen, Guttaring, Hüttenberg), HR 205122 (Meiselding, Mölbling) und HR 205123 (Kappel/ Krappfeld): GH Schöffmann in Meiselding, Leiter: HRL Georg Welik; Trophäenanlieferung: Freitag, 2. Februar, 13 bis 15 Uhr; Bewertung: Samstag, 3. Februar, 8 Uhr; Hegeschau: Samstag, 3. Februar, 14 Uhr u HR 205116 (Straßburg), HR 205117 (Weitensfeld Nord), HR 205118 (Glödnitz), HR 205119 (Deutsch Griffen), HR 205120 (Weitensfeld Süd) und HR 205121 (Gurk, Pisweg): Weitensfeld, GH Gurktalerhof, Leiter: HRL Karl Holzer; Trophäenanlieferung: Donnerstag, 22. Februar, 17 bis 20 Uhr; Bewertung: Freitag, 23. Februar, 9 Uhr; Hegeschau: Samstag, 24. Februar, 14 Uhr u HR 205126 (Grades), HR 205127 (Metnitz), HR 205128 (Flattnitz) und HR

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Villach u HR 207017 (Feld am See-Afritz): Samstag, 20. Jänner, 14 Uhr, Afritz, Kultursaal; Bewertung: Donnerstag, 18. Jänner, 18 Uhr; Hegeschau: Freitag, 19. Jänner und Samstag, 20. Jänner, 9 Uhr, Afritz, Kultursaal u HR 207018 (Arriach): Samstag, 17. Februar, 19.30 Uhr, Arriach, GH Bauerwirt; Bewertung: Donnerstag, 15. Februar, 19 Uhr; Hegeschau: Samstag, 17. Februar, 16 Uhr, Arriach, GH Bauerwirt u HR 207019 (Treffen): Samstag, 24. Februar, 19 Uhr, Treffen, GH Kuchlerwirt; Bewertung: Donnerstag, 22. Februar, 19 Uhr; Hegeschau: Freitag, 23. Februar, 16 Uhr sowie Samstag, 24. Februar, 10 bis 18 Uhr, Treffen, GH Kuchlerwirt u HR 207020 (Weißenstein-FresachFerndorf): Sonntag, 28. Jänner, 14 Uhr, Fresach, Kulturhaus; Bewertung: Samstag, 27. Jänner, 9 bis 12 Uhr, anschließend Hegeschau bis 22 Uhr; Hegeschau: Sonntag, 28. Jänner, 9 bis 14 Uhr, Fresach, Kulturhaus u HR 207021 (Wernberg-Velden): Sonntag, 21. Jänner, 14 Uhr, Köstenberg, GH Gröblacher; Bewer-


HEGERINGVERSAMMLUNGEN tung: Samstag, 20. Jänner, 18 Uhr; Hegeschau: Sonntag, 21. Jänner, 9 bis 14 Uhr, Köstenberg, GH Gröblacher u HR 207022 (St. Jakob): Samstag, 3. März, 14 Uhr, St. Jakob, Kulturhaus; Bewertung: Freitag, 2. März, 18 Uhr; Hegeschau: Samstag, 3. März, 10 bis 14 Uhr, St. Jakob, Kulturhaus u HR 207023 (Finkenstein): Freitag, 2. März, 19 Uhr, Altfinkenstein, GH Baumgartnerhof; Bewertung: Donnerstag, 1. März, 18 Uhr; Hegeschau: Freitag, 2. März, 14 bis 18 Uhr, Altfinkenstein, GH Baumgartnerhof u HR 207024 (Arnoldstein): Freitag, 26. Jänner, 19 Uhr, Arnoldstein, GH Wallner; Bewertung: Donnerstag, 25. Jänner, 18 Uhr; Hegeschau: Freitag, 26. Jänner, 9 bis 18 Uhr, Arnoldstein, GH Wallner u HR 207025 (Hohenthurn-ThörlFeistritz/Gail): Samstag, 27. Jänner, 19 Uhr, Thörl-Maglern, Mehrzweckhaus; Bewertung: Freitag, 26. Jänner, 18 Uhr; Hegeschau: Samstag, 27. Jänner, 9 bis 19 Uhr, Thörl-Maglern, Mehrzweckhaus u HR 207026 (Nötsch-Dobratsch): Freitag, 23. Februar, 19 Uhr, Nötsch, Veranstaltungssaal MG Nötsch; Bewertung: Donnerstag, 22. Februar, 18 Uhr; Hegeschau: Freitag, 23. Februar, 10 bis 18 Uhr, Nötsch, Veranstaltungssaal MG Nötsch u HR 207028 (Foscari-Paternion), HR 207029 (Paternion-Weißenstein) und HR 207030 (Stockenboi): Sonntag, 18. Februar, 14 Uhr, Paternion, GötzStadl; Bewertung: Samstag, 17. Februar, 8 Uhr; Hegeschau: Sonntag, 18. Februar, 9 Uhr, Paternion, GötzStadl u HR 207031, 032 (Villach West-Magistrat, Villach Nord/Ost/Süd-Magistrat): Freitag, 19. Jänner, 19 Uhr, VillachPogöriach, GH Wiegele; Bewertung HR 31: Freitag, 19. Jänner, 10 Uhr; Bewertung HR 32: Donnerstag, 18. Jänner, 18.30 Uhr; Hegeschau: Freitag, 19. Jänner, 14 bis 19 Uhr, Villach-Pogöriach, GH Wiegele

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Völkermarkt mark kt u Große Hegeschau und Bezirksjägertag der Bezirksgruppe Völkermarkt:

Nr. 236/2017

Samstag, 3. Februar, LFS Goldbrunnhof, mit den Hegeringen: Gallizien-Sittersdorf, Bleiburg, EberndorfSt. Kanzian, Völkermarkt, GriffenRuden und Diex; Bewertung: Freitag, 2. Februar, LFS Goldbrunnhof; HR 208150 Völkermarkt und HR 208151 Griffen– Ruden: 8 bis 10 Uhr; HR 208152 Diex: 10.30 bis 12 Uhr; HR 208149 St. Kanzian–Eberndorf: 10 bis 12 Uhr; HR 208148 Bleiburg: 13.30 bis 16 Uhr; HR 208147 Gallizien – Sittersdorf: 13.30 bis 15.30 Uhr; Besichtigungsmöglichkeit der Trophäen: Samstag, 3. Februar, 8 bis 12 Uhr; Hegeschau: Samstag, 13 Uhr; Bezirksjägertag: 14 Uhr, mit einem Referat von Dr. Hubert Zeiler (Rehwild – das unbekannte Wesen).

u Bad Eisenkappel: HR 208143 (Vellach), HR 208144 (RemschenigLeppen), HR 208145 (Ebriach-Trögern), HR 208146 (Lobnig-Rechberg): Bewertung: Mittwoch, 24. Jänner, 16 Uhr, Trögern, GH Kovač; Besichtigung: Donnerstag, Freitag und Samstag, 8 bis 13 Uhr, GH Kovač; Hegeschau: Samstag, 27. Jänner, 14 Uhr, Trögern, GH Kovač

Bezirksversammlungen 2018 u Feldkirchen: Samstag, 7. April, 10 Uhr, Steindorf-Nadling, GH Gfrerer-Lipp u Hermagor: Freitag, 9. März, 18.30 Uhr, Dellach, Kultursaal Dellach u Klagenfurt: Samstag, 17. März, 9 Uhr, Jägerhof Schloss Mageregg u Spittal/Drau: Samstag, 7. April, 9 Uhr, Landwirtschaftliche Fachschule Litzlhof, Lendorf u St. Veit/Glan: Samstag, 10. März, 14 Uhr, Weitensfeld, GH Gurktalerhof u Villach: Samstag, 17. März, 14 Uhr, Paternion, Götz-Stadl u Völkermarkt: Samstag, 3. Februar, 14 Uhr, Landwirtschaftliche Fachschule Goldbrunnhof u Wolfsberg: Sonntag, 18. Februar, 15 Uhr, Wolfsberg, Kulturstadtsaal Kuss

Kärntner Jäger

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Wolfsberg erg g Bezirkshegeschau (alle Hegeringe gemeinsam) Wolfsberg: Sonntag, 18. Februar, 14 Uhr, Kulturstadtsaal Kuss Wolfsberg Trophäenabgabe und Bewertung: Freitag, 16. Februar, 8 Uhr; Besichtigung: Samstag, 17. Februar, 9 bis 19 Uhr, Sonntag, 18. Februar, 8 bis 14 Uhr

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Kärntner Jäger

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SCHIESSWESEN

40. Österreichisches Jägerschaftsschießen in Tirol Am 25. und 26. August fand in Arzl bei Innsbruck der Wettkampf der Jagdschützen Österreichs statt. Die sechs besten Jäger jedes Bundeslandes nahmen daran teil und mussten mit der Flinte wie auch mit der Büchse jagdliche Spitzenleistungen erbringen, um einen der vorderen Plätze zu erreichen. Kärntens Schützen (Foto rechts) erkämpften sich die Bronzemedaille hinter Niederösterreich und Wien. Die Kärntner Mannschaft ist mit ihrem Altersschnitt mit Abstand die jüngste Mannschaft und hat in der Zukunft noch einiges an Entwicklungspotenzial offen. Gratulation den Siegern Niederösterreich und den – wenige Punkte vor Kärnten liegenden – Wienern und ein herzliches Danke an den Landesschießreferenten Hubert Winkler aus Tirol für diese gut organisierte und faire Veranstaltung. Eine Gratulation für die tolle Mannschaftsleistung des Kärntner Teams und das Training für die nächste Meisterschaft 2018 in Vorarlberg hat bereits begonnen. Mag. Heimo Wolte Landesschießreferent

Redaktionsschluss FÜR DIE NÄCHSTE AUSGABE IST DER 7. JÄNNER 2018. NÄCHSTER ERSCHEINUNGSTERMIN ANFANG FEBRUAR 2018

Von links n. rechts: August Polanetz/Völkermarkt, 15. Platz/357 von 400 möglichen Punkten; Thomas Kamp/Feldkirchen, 22. Platz/352 Punkte; Georg Freithofnig/Feldkirchen, 285 Punkte; Horst Polainer/Völkermarkt, 16. Platz/357 Punkte; Manfred Buttazoni/Feldkirchen, 28. Platz/344 Punkte; Mag. Heimo Wolte/Klagenfurt Mannschaftsführerbewerb Bronzemedaille; Mathias Ottmann/ Spittal, 20. Platz/354 Punkte (weitere Resultate auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft).


TERMINE

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Fallenstellerkurs 2018 Aufgrund des großen Interesses organisiert die Kärntner Jägerschaft, in Zusammenarbeit mit dem Fachausschuss für Raubwild, am 21. und – bei Bedarf – am 22. April 2018 wieder einen

GANZTÄGIGEN FALLENSTELLERKURS IM JÄGERHOF SCHLOSS MAGEREGG. Die Teilnehmer werden vormittags eingehend über die gesetzlichen Bestimmungen informiert. Am Nachmittag werden die gebräuchlichsten Fallen im Wildpark praxisnahe gezeigt und erläutert. Die Bejagung der Kulturfolger Fuchs, Dachs, Marder, Iltis usw. mit der Falle ist in der heutigen Kulturlandschaft unerlässlich und bei richtigem Umgang auch tierschutzkonform und effektiv. Zudem kommt eine intensive Bejagung der Beutegreifer dem Niederwild und den Raufußhühnern zugute und gewinnt man bei der Fallenjagd wertvolle Bälge aus heimischen Revieren. Interessierte Jäger melden sich telefonisch oder schriftlich bei der Landesgeschäftsstelle der Kärntner Jägerschaft, Frau Birgit Wascher, Mageregger Straße 175, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Tel. 0463/5114 69-26 (8 bis 12 Uhr) oder per E-Mail: birgit.wascher@kaerntner-jaegerschaft.at Anmeldeschluss ist der 31. März 2018

Veranstaltungen in den Bezirken HERMAGOR u Obergailtaler-Jägerball in Kötschach-Mauthen am Samstag, 6. Jänner, Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr, Programm: große Tombola, Trachtenmodenschau, Jagdhornbläser und Volkstanzgruppe, musikalisches und kulinarisches Programm.

ST. VEIT/GLAN u Brückler Jägerball, Samstag, 3. Februar, 20 Uhr, Brückl, Gemeinschaftshaus u Ingolsthaler Jägerball, Samstag, 13. Jänner, 20 Uhr, Kulturhaus Ingolsthal

VILLACH u 3. Arriacher Jägerball am Samstag, 27. Jänner, Beginn: 20 Uhr, im Bauerwirtsaal in Arriach; wertvolle Sachpreise sowie mehrere Ansitzjagden und Wildabschüsse zu gewinnen. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. u Gegendtaler Jäger – Eisstockturnier, Samstag, 20. Jänner in Arriach, eine Mannschaft besteht aus 4 Jägern

(event. 3 Jäger und ein Treiber). Auskünfte und Anmeldungen bei Ewald Ebner, Tel. 04247/8847 oder

0664/1066 532; Preise: Wildabschüsse, Jagdeinladungen und Sachpreise

Für frostsichere Flintenschützen und schneefeste Kugeljäger möchte die Kärntner Jägerschaft die Schießsaison 2018 wieder rechtzeitig eröffnen und lädt zum

22. Neujahrsschießen erstmalig in St. Paul – Johannesberg am Samstag, 20. Jänner 2018, ab 9 Uhr ein. Nennschluss:

Nenngeld:

12 Uhr

€ 25,–

DISZIPLINEN: u 25 Wurfscheiben – Jagdparcours u Jagdliche Kugel 100m: 5 Schuss liegend frei (Jagdscheibe) 5 Schuss stehend angestrichen (Jagdscheibe) freier Bergstock Siegerehrung: gegen 14 Uhr Schießstempel: Bitte den gültigen Zahlschein für die Jagdkarte 2018 mitbringen! Dieses Schießresultat (eines von 3) zählt zur Qualifikation für die Bundesmeisterschaft 2018 Das Schießen ist für alle Jägerinnen und Jäger sowie Freunde des Jagdschießens offen.


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Kärntner Jäger

PERSONALIA/BÜCHER

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Ehrenmitglied Dr. Sladko – 70 LAD a.D. Dr. Reinhard Sladko vollendete am 12. November sein 70. Lebensjahr. Der in Klagenfurt geborene Jubilar maturierte 1966 am EggermannGymnasium mit ausgezeichnetem Erfolg. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien promovierte Dr. Sladko 1971 zum Dr. juris. Anschließend kehrte Dr. Sladko wieder nach Kärnten zurück und trat 1973 als junger Jurist in die Kärntner Landesregierung ein. 1986 bestellte man ihn zum Vorstand der Wahl- und Staatsbürgerschaftsabteilung und 1989 zum Landesamtsdirektor-Stellvertreter. Nach 19 Jahren im Kärntner Landesdienst wurde Dr. Sladko 1992 zum Landesamtsdirektor der Kärntner Landesregierung bestellt und hatte der Jubilar diese Funk-

tion bis zu seinem Ruhestand 2009 inne. Dr. Sladko begann sein jagdliches Wirken mit der Ablegung der Jagdprüfung im Jahr 1974 und teilt diese Leidenschaft mit seiner Gattin Ingrid, mit der er seit 1975 verheiratet ist. Seine Leidenschaft zur Jagd zieht den Vater von zwei Kindern immer wieder in ferne Länder. Aber auch die pure Reiselust treibt den vitalen Kulturmenschen gemeinsam mit seiner Gattin in aller Herrenländer. Der jagdbegeisterte Jubilar war von 1999 bis 2014 in den höchsten Gremien der Kärntner Jägerschaft, dem Landesvorstand und Landesausschuss, vertreten, wo er durch seine große Besonnenheit und seine umsichtigen Wortmeldungen hohes Ansehen genoss. Seit 2010 ist Dr. Sladko stellvertretender Vorsitzen-

der der Prüfungskommission für Jagdaufseher- und Berufsjägerprüfungen. 2014 hat die Kärntner Jägerschaft dem langgedienten verdienstvollen Funktionär mit seinem ruhigen und stets freundlichen Wesen die höchste Auszeichnung, nämlich die Ehrenmitgliedschaft, verliehen. Charakteristisch für den Jubilar sind seine Fähigkeiten mit Menschen umzugehen, sein scharfer juristischer Verstand sowie seine sensible Art Lösungen herbeizuführen – sowohl in fachlichen als auch in anderen Lebensbereichen. Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen sind sichtbares Zeichen für sein erfolgreiches Wirken.

Vokabel einprägen und im täglichen Sprachgebrauch problemlos verwenden können. So lernen Sie die Jägersprache ganz leicht. Hören Sie die Beschreibung des gesuchten Begriffes aus der Weidmannssprache und nach einer kurzen Denkpause die Auflösung.

Serviceblock zu folgenden Themen: Sonne und Mond: Aufgänge und Untergänge, Schuss- und Schonzeiten aller Bundesländer, Adressen, Ansprechpartner, Telefon/Faxnummern sowie Öffnungszeiten aller Landesjagdverbände. Ein unverzichtbarer Begleiter durchs Jagdjahr!

Die Kärntner Jägerschaft wünscht dem Jubilar alles erdenklich Gute, Glück und Gesundheit sowie weiterhin viel Freude beim Weidwerken und ein kräftiges Weidmannsheil!

Bücher Jägersprache Lern-CD der Weidmannssprache | Jägersprache lernen | Jagdliches Brauchtum € 14,90 inkl. MwSt., zzgl. € 2,50 Versandkosten, Bestellmöglichkeit: www.jägersprache.at, Tel.: 0699/1260 1615, E-Mail: info@jägersprache.at Jägersprache – Die Lern-CD enthält mehr als 750 der wichtigsten Begriffe aus dem Jägerleben, der Welt des Wildes und vielem mehr. Wer diese kennt und einsetzen kann, sollte ohne Probleme durch den jagdlichen Alltag kommen. Die Jägersprache gehört zum Weidwerk wie das Wild selbst. Vor allem für angehende Weidmänner stellt das umfangreiche Vokabular jedoch eine große Herausforderung dar. Gerade während eines Jagdkurses oder der umfangreichen Ausbildung zum Jagdschutzorgan bleibt oft nur sehr wenig Zeit, man muss ja auch arbeiten, die Familie, Freunde und so weiter… Speziell dafür wurde diese Lern-CD entwickelt. Nutzen Sie zum Beispiel die Zeit im Auto und hören Sie die Jägersprache immer wieder, nebenbei am Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen. Sie werden bald bemerken, wie Sie sich von Tag zu Tag mehr

Fuchsjagern

€ 11,90, Bestellmöglichkeit: Österreichischer Jagd- und Fischerei-Verlag, 1080 Wien, Wickenburggasse 3, Tel.: 01/4051 636-39, Fax: 01/4051 636-59, E-Mail: verlag@jagd.at, Internet: www.jagd.at

Bruno Hespeler, ISBN: 978-3-85208154-0, € 39,00, Bestellmöglichkeit: Österreichischer Jagd- und Fischerei-Verlag, 1080 Wien, Wickenburggasse 3, Tel.: 01/4051 636-39, Fax: 01/4051 63659, E-Mail: verlag@jagd.at, Internet: www.jagd.at

Bei der Gestaltung dieses Kalenders wird mit den besten Wildtierfotografen Europas zusammengearbeitet – in diesem Jahr stammen alle Bilder von Gunther Greßmann. Der seit Jahrzehnten beliebte Stehkalender ist auch heuer wieder als Wandkalender verwendbar! Auf den letzten Kalenderblättern befindet sich ein umfangreicher

„Fuchsjagern“ ist ein Praxisbuch, das sich mit dem Rotfuchs als Wesen ebenso auseinandersetzt wie mit der Vielfalt seiner Bejagung. Er ist ein Wild, das – will man ihn anständig erbeuten – mehr erfordert als Flinte und Patronen. Der Jäger muss sich in den Fuchs hineindenken, ja in ihn hineinfühlen können. Die Jagdarten, die im Detail zur Sprache

Weidwerk-Kalender 2018


J A G D L I C H E S W I S S E N / W O R TA N Z E I G E N / I M P R E S S U M / TOT E N TA F E L kommen: Jagd am Luderplatz, Baujagd, Ansitz am Bau, Drückjagd auf den Fuchs, Lockjagd, Ansitz im Feld, Birsch im Schneehemd, Birschfahren im Feld, Beizjagd auf Füchse, Brackieren auf Füchse. Das Buch plädiert, in einer Zeit, in dem die ersten Länder Europas dem Fuchs

ganzjährige Schonzeit gewähren, für eine Bejagung, die Sinn macht. Da darf die Beute weder zum „Wegwerfprodukt“ werden noch der Schuss auf sie zur „Unterhaltung“ verkommen. Nebenbei: Ein Buch, das beim Lesen Freude macht! Tipp am Rande: Als Ergänzung zum

Prüfen Sie Ihr jagdliches Wissen! Die Antworten zu Seite 41 1. Es zerfällt in das Wort „WEID“ oder „Weide“ und das Wort „GERECHTIGKEIT“, wobei das Wort „Weide“ bzw. „weiden“ mit seinen indogermanischen Wurzeln auf die Grundbedeutung „Nahrungserhalt, Nahrungserwerb“, rückführbar ist. Unter „weiden“ wurde früher ein Ausgehen auf Beute verstanden, gleichermaßen aber auch die Nahrungsaufnahme. Der zweite Wortteil „gerecht“ wurde früher vor allem im Sinne von „erfahren, kundig, bewährt“ oder „nach den jagdlichen Regeln handelnd“ verstanden.

stellung des Jägers zum Mitmenschen und zum Tier betrifft. 4. Den Umgang der Jäger mit dem Wild sowie mit ihren tierischen Jagdgehilfen und mit Jagdgerät. Das Benehmen der Jäger untereinander und das Verhalten der Jäger im Umgang mit Nichtjägern. Das Verhalten der Jäger gegenüber der nicht-jagdbares Wild umfassenden Natur bzw. Umwelt. 5. Ziel des novellierten Jagdgesetzes soll unter anderem auch sein, den Erfordernissen der Weidgerechtigkeit umfassend Rechnung zu tragen.

2. Einen qualifizierten Jäger. 3. Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes handelt es sich bei der Weidgerechtigkeit um einen im Zusammenhang mit der Ausübung der Jagd stehenden Sorgfaltsmaßstab. Der Begriff der Weidgerechtigkeit stellt einen unbestimmten Rechtsbegriff dar, der als Sammelbegriff alle ungeschriebenen und geschriebenen Regeln für das einwandfreie Beherrschen des Jagdhandwerkes und die ethische Ein-

6. Weidgerechtigkeit sind die neuesten Erkenntnissen Rechnung tragenden inneren und äußeren Handlungsmaximen bei der Ausübung der Jagd, die den Respekt gegenüber Mensch, Tier, Umwelt und Wirtschaft zum Ausdruck bringen. Sie werden von den Jägerinnen und Jägern als moralische Pflicht erachtet, spiegeln sich aber zu einem großen Teil auch in normativer Verankerung in den Jagdgesetzen wider.

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Buch „Fuchsjagern“ von Bruno Hespeler eignet sich hervorragend der 2016 erschienene hochwertige Leinenband „Fuchs“ von Hubert Zeiler, der den thematischen Schwerpunkt mehr auf Naturgeschichte und Wildbiologie legt.

Wortanzeigen Kaufe gebrauchte Waffen (auch Faustfeuerwaffen), Firma Salberger, Lavamünd, Telefon 04356/2360; E-Mail: waffen@salberger.at Homepage: www.waffen-salberger.at Langhaar-Dackelwelpen „von Poppenforst“, aus bester jagdlicher Zucht. Tel.: 0676/9662 210. www.weingutplank.com

IMPRESSUM: Herausgeber und Medieninhaber: Kärntner Jägerschaft, Mageregger Straße 175, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Tel.: 0463/5114 69-26, Fax: 0463/5114 69-20. Redaktion ebendort. Mitteilungs- und Informationsorgan im Sinne der satzungsmäßigen Aufgaben der Kärntner Jägerschaft. Alleininhaber: Kärntner Jägerschaft. Redaktionsteam: Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger (gesamtverantwortlich für den redaktionellen Inhalt), Mag. Gerald Muralt. Red.-Mitarbeiterin: Ing. Angelika Schönhart, 0463/5114 69-13, redaktion@kaerntner-jaegerschaft.at Anzeigenverwaltung: Otto Kornprat, 0463/ 5114 69-11, otto.kornprat@kaerntner-jaegerschaft.at MEDIADATEN und Tarife gültig ab 1. 1. 2012. Anschrift Redaktion: siehe Herausgeberanschrift. Layout: Printmaster GmbH., 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Domgasse 8, Tel.: 0463/5980 20. Druck: Stiepan Druck, Hirtenbergerstraße 31, 2544 Leobersdorf. Erscheinungsweise: sechsmal jährlich (Februar, April, Juni, August, Oktober, Dezember). Für Mitglieder kostenlos. Titelfoto: Eugène Reiter Redaktionsschluss ist jeweils am 7. Jänner, 1. März, 1. Mai, 1. Juli, 1. September und 1. November.

Wir gedenken unserer Weidkameraden Bezirk Feldkirchen DI Trzesniowski Anton, Ossiach Bezirk Hermagor Ing. Bauer Reinfried, St. Lorenzen/L. Umfahrer Andreas, Gundersheim *Veröffentlichung aufgrund später eingegangener Meldung

Bezirk Klagenfurt Kulterer Erich, Klagenfurt a.W. Oblasser Diethelm, Strau Perdacher Lorenz, Klagenfurt a.W. Tomaschitz Walter, Maria Rain

Bezirk St. Veit/Glan Glanzer sen. Werner, St. Veit/Glan Raisch Rudi, Vainingen-Enz Reiner Max, D. Griffen FM DI Weiss Rüdiger, Liebenfels Bezirk Spittal/Drau Fresser Josef, Mörtschach Penker Benedikt, Radenthein Raunegger Johann, Obervellach

Bezirk Villach Huber Romuald, Afritz am See Natmessnig Heimo, Villach Bezirk Völkermarkt Karner Anton*, Diex Kräuter Sebastian*, Haimburg Legat Wilhelm, Bad Eisenkappel Bezirk Wolfsberg Fö. Ing. Kögler Herbert, Maria Rojach Magele Werner, St. Stefan


Der Kärntner Jäger, Ausgabe 236  
Der Kärntner Jäger, Ausgabe 236