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Mitteilungsblatt der Kärntner Jägerschaft, Juni 2013 Ausgabe 209, 42. Jahrgang

www.kaerntner-jaegerschaft.at SCHWERPUNKT

LANDESJÄGERTAG

• Aufruf zur Jagd • Wald–Wild–Schule • Weitwinkel


Nr. 209/2013

Inhaltsverzeichnis

Liebe Jägerinnen und Jäger!

Aktuelles

Vor Kurzem haben wir wieder gemeinsam mit der Landesforstdirektion und der Landwirtschaftskammer einen „Aufruf zur Jagd“ gestartet. Dies habe ich aber getan, nicht ohne Ihnen für das bisher Erreichte zu danken, denn: unser „Aufruf zur Jagd“ im Vorjahr hat Wirkung gezeigt. Die Rotwildabschüsse erreichten im Jahr 2012 mit 9.961 Stück ihren bisherigen Höchststand, wobei die erhöhten Abschusszahlen auf einen höheren Abschuss von Kälbern und Tieren zurückgehen. Die Abschussplanerfüllung der Rotwildtiere lag 2012 bei 101 %. Dieser Weg ist der heute notwendige und es gilt, ihn noch einige Zeit fortzusetzen! Auch die Vorverlegung des Abschusses für nichtführende Rotwildtiere und Hirsche der Klasse III-einjährig auf den ersten Mai ist mit ein Grund für die guten Abschussergebnisse. Wer dieses Instrument benötigt, soll davon Gebrauch machen, dabei aber nicht die Prinzipien der Weidgerechtigkeit außer Acht lassen: erlegt wird nur, was auch sicher angesprochen werden kann. Die Jagd aber, und das soll hier auch einmal klar gesagt werden, ist mehr als ein Konvolut an Zahlen und Statistiken, sie ist mehr als Wissenschaft und rechtlicher Vollzug der Gesetze: sie ist ein Stück unserer Landeskultur – nicht antiquiert, obwohl geprägt von eigener Sprache des Weidwerks – nicht rückständig, obwohl in traditioneller Jagdkleidung ausgeübt – und schon gar nicht überflüssig, weil etwa auch ein großes Beutetier diese Arbeit erledigen und somit die Natur überhaupt sich selbst überlassen werden könnte. Die Jagd von heute muss sich aber neuen Herausforderungen stellen: Sie sieht sich einer Gesellschaft gegenüber, die zwar immer größer werdende Natursehnsucht verspürt, gleichzeitig die Natur aber wie ein Sportgerät nutzen möchte und über Naturzusammenhänge immer weniger Bescheid weiß. Einer Gesellschaft, die zwar den von Hand aufgepäppelten Rehbock „Toni“, der in Gefangenschaft aufgrund seiner hormonellen Natur

Aktuelle Spalte Aufruf zur Jagd

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Landesjägertag Tätigkeitsbericht der Landesgeschäftsstelle Tätigkeitsberichte der Referenten Jahresabschluss 2012 / Voranschlag 2014 Finanzgebarung

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Wald – Wild– Schule Neuer Jagdrucksack Wald-Wild-Schule Projekt

Bildungsplattform

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Jubiläum 40 Jahre KJAV

Wildökologie/Jagdliches Wissen

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Berichte Vollversammlung Berufsjägervereinigung Talschaftsschießen Kremsbrücke

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Information Tollwutüberwachung

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Weitwinkel FACE-Mitgliederversammlung 2013

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Rechtliche Information Jagdgastkarte

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Hundewesen Bereichshundestationen

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Informationen der Landesgeschäftsstelle

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Termine

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Personalia

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Wortanzeigen/Impressum

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Jagdliches Wissen/Totentafel

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Kärntner Jäger

aggressiv wird, unter großem medialen Getöse in eine „Wildtierauffangstation“ verbracht wissen möchte, aber angesichts eines vom Hund gerissenen Rehes die Augen verschließt. Und nun fordern auch noch einige die Abschaffung der Fallenjagd aus Tierschutzgründen (natürlich mit Ausnahme der „Maus- und Rattenfalle“, denn die sind ja keine Tiere, sondern Gegner) und auch nur, weil in 10 Jahren einmal ein Hund in ein Abzugeisen geraten ist. Dies aber war nachweislich die alleinige Schuld der Hundehalterin! – Hat eigentlich einer dieser „Tierschützer“ schon einmal ein vom Hund gerissenes Reh gesehen?? Wir „Freizeitjäger“, die wir für diese Art der Naturnutzung auch bezahlen, sind also gefordert, Wildstände im Sinne des öffentlichen Interesses an die „Biotoptragfähigkeit“ anzupassen, womit das Wild den „Kürzeren zieht“, weil Mountainbiker, Jogger, Reiter, Schwammerlsucher, Paragleiter etc. im Sinne einer modernen Gesellschaft stets vorziehen und die Natur, wo sich dann alle treffen, nicht größer wird. Natürlich ist auch der Weg der Jagd in die Zukunft ein sich im Umbruch befindlicher und wir Funktionäre haben die verdammte Pflicht, Zeichen der Zeit rechtzeitig zu erkennen und den Weg zur Erhaltung unserer Jagd dann auch vorzugeben. Gemeinsam mit Ihnen stellen wir uns aber gerne diesen Herausforderungen: leben wir also die Weidgerechtigkeit, pflegen wir unsere Kultur und kommunizieren wir unsere vielfältigen Tätigkeitsbereiche nach außen! Denn auch in Zeiten höchster Verantwortung für Wald und Wild darf uns die Freude an der Jagd niemals verloren gehen. Mit einem kräftigen Weidmannsheil Ihr Landesjägermeister DI Dr. Ferdinand Gorton

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S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S DI Dr. Ferdinand Gorton, S S SLandesS S S S jägermeister S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

Aktuelle Spalte

A K T U E L L E S P A LT E


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Kärntner Jäger

AKTUELLES

Nr. 209/2013

Aufruf zur Jagd Pressekonferenz von Kärntner Jägerschaft, Landesforstdirektion und Landwirtschaftskammer Am 7. Mai fand zeitgerecht zum Aufgang der Jagd eine gemeinsame Pressekonferenz der Interessenvertreter von Jagd, Forst und Landwirtschaft im Schloss Mageregg statt. Thema war die 2012 begonnene kärntenweite Wildstandsreduktion auf Grund der hohen Verbissund Schälschäden, die durch das Wildeinflussmonitoring und die Österreichische Waldinventur festgestellt wurden. Landwirtschaftskammer-Präsident ÖR Ing. Mößler hat in seinen Ausführungen auf die enge Partnerschaft zwischen Jagd und Landwirtschaft hingewiesen und gleichzeitig die Verpflichtung eingemahnt, durch entsprechende jagdliche Bewirtschaftung zur Sicherung der Verjüngung unserer Wälder beizutragen, da die Schäden der letzten Jahre für die Waldbesitzer nicht mehr tragbar sind. Gleichzeitig hat er die Bemühungen der Jägerschaft im letzten Jahr hervorgehoben, die für ihn zeigen, dass die Notwendigkeit der Reduktion erkannt wurde. Dafür dankte er allen Jägerinnen und Jägern und wünschte ein kräftiges Weidmannsheil für 2013. Landesforstdirektor DI Gerolf Baumgartner sah neben dem starken Anstieg der Wildpopulation vor allem Lebensraumeinengung und Zurückdrängung des Wildes in Schutzwaldbereiche als primäre Probleme. Diese Bereiche haben höchstes öffentliches Interesse und gilt es vor allem dort eine standortangepasste Verjüngung zu sichern. Auch er erkennt die Bewusstseinsänderung innerhalb der Jägerschaft. Wie für ihn aus der Abschussstatistik hervorgeht, haben viele Regionen bereits deutliche Reduktionsbemühungen gesetzt. Diese müssen fortgeführt und auch noch ausgeweitet werden. DI Baumgartner stellte fest, dass die Kärntner Jägerschaft bereits alle notwendigen Voraussetzungen für die Reduktion geschaffen hat. Auch Landesjägermeister DI Dr.

LFD DI Baumgartner, LJM DI Dr. Gorton und LWK-Präsident ÖR Ing. Mößler beim gemeinsamen Aufruf zur Jagd.

Ferdinand Gorton sieht die kärntenweit notwendige Reduktion des Wildstandes. Für ihn ist die derzeitige Wald-Wild-Situation das Ergebnis vieler Faktoren, die auf Wild und Wald einwirken. Für DI Dr. Gorton ist klar, dass Jagd, Forst und Landwirtschaft bei der Problemlösung eng zusammenarbeiten müssen, wie es beispielsweise in der Mariazeller Erklärung festgehalten wurde. Die Jägerschaft wird alles Nötige zur Entspannung dieser Situation beitragen. DI Dr. Gorton stellte in weiterer Folge die Reduktionsergebnisse des Jahres 2012 vor. Die Rotwildabschüsse erreichten im letzten Jahr – mit 9.961 Stück –ihren bisherigen Höchststand. Diese Zahlen gehen vor allem auf einen erhöhten Abschuss von Tieren und Kälbern zurück. So lag die Abschussplanerfüllung der Rotwildtiere in der Planperiode 2011/2012 bei 101 %. Insgesamt erreichte man ein Abschussverhältnis von 29 % Hirsche : 39 % Tiere : 32 % Kälber. Doch nicht nur die Rotwildabschüsse konnten gesteigert werden, auch bei Gams- und Rehwild nahmen die Abschüsse deutlich zu. Die Gesamtentnahme der drei Schalenwildarten lag im Jahr 2012 bei über 36.000 Stück und war so hoch wie nie zuvor.

Alle drei Interessenvertreter waren sich einig, dass im Jahr 2012 jagdlich ein Schritt in die richtige Richtung gesetzt wurde. Das Ziel ist noch nicht erreicht und der eingeschlagene Weg wird noch einiges an Aufwand und Mühen mit sich bringen. Es gilt nun aber diesen Pfad nicht zu verlassen und das Endziel eines angepassten Wildstandes nicht aus den Augen zu verlieren. Mit Vorverlegung der Schusszeit für Hirsche der Klasse III-einjährig und Tiere kann – wo nötig – bereits frühzeitig regulierend eingegriffen werden. Abschusseinschränkungen bei Zuwachsträgern und Jungtieren sollten auf Grund „Zusätzlicher Abschüsse“, auf die nach Erfüllung des individuellen Abschussplanes zugegriffen werden kann, nicht auftreten. Sowohl Landesforstdirektor DI Baumgartner als auch Landwirtschaftskammerpräsident ÖR Ing. Mößler sowie Landesjägermeister DI Dr. Gorton dankten Kärntens Jägerinnen und Jägern für ihre bisherigen Bemühungen. Dieser Weg muss im Sinne des Leitspruches der Kärntner Jägerschaft „Jagd ist Verantwortung, Jagd ist Freude“ weiter fortgesetzt werden. G.M.


Nr. 209/2013

Kärntner Jäger

Berichte zum Landesjägertag 2013 Zeitgerecht vor der Vollversammlung veröffentlichen wir die Berichte der Sachbearbeiter. Diese Berichte werden daher beim Landesjägertag entfallen, die Referenten stehen aber für Anfragen und Auskünfte zur Verfügung.

Tätigkeitsbericht der Landesgeschäftsstelle GF MAG. FREYDIS BURGSTALLER-GRADENEGGER

VORWORT Der Berichtszeitraum war – neben unzähligen anderen Aufgaben – von vier großen Themenkomplexen geprägt: den Evaluierungsergebnissen des Wildökologischen Raumplanes und deren Umsetzung, der Wildstandsreduktion mit dementsprechend fachlichen und rechtlichen Flankierungsmaßnahmen, der Forcierung der Aus- und Weiterbildung sowie den Vorbereitungen für die große EDV-Umstellung im Jahr 2014.

DIE JAGD IN ZAHLEN, DATEN UND FAKTEN Der Mitgliederstand betrug mit Stichtag 31.12.2012 12.129, davon 1.763 Jagdschutzorgane und 1.054 Frauen. Der Frauenanteil liegt somit bei 8,69 %. Das Landesgebiet gliedert sich in 469 Gemeinde- und 1.214 Eigenjagdgebiete.

AUS- UND WEITERBILDUNG / BILDUNGSPLATTFORM / PRÜFUNGSWESEN Die traditionelle Hegeringleitertagung, organisiert von der Landesgeschäftsstelle, fand am 19. Jänner 2013 in Mageregg statt und bildete den Auftakt im Rahmen des von der Kärntner Jägerschaft intensivierten Aus- und Fortbildungsprogramms. Thematisch stand vor allem die Abschussplanung für die mittlerweile fünfte Planperiode im Mittelpunkt, weiters wurden innovative, von Praktikern umgesetzte Schalenwildbewirtschaftungskonzepte sowie die ersten Zwischen-Ergebnisse des Projektes auf der Saualm vorgestellt. Auch dem „Schwarzwild“ galt ein Fachvortrag. Weiterer

Höhepunkt war die Vorstellung des neuen Jagdrucksackes (siehe dazu auch S. 21). Der „Wildökologische Informationstag“, ebenfalls organisiert von der Landesgeschäftsstelle, war dem Thema „Rotwildreduktion und Weidgerechtigkeit“ gewidmet und verzeichnete über 650 interessierte Teilnehmer. Im Fokus der Veranstaltung standen vor allem der zu vollziehende Paradigmenwechsel von der (Auf-) Hege hin zur Wildstandsregulierung, die Anpassung der Wildstände an vorhandene Biotope und damit auch die vielfach erforderliche Reduzierung. Aus unterschiedlichsten Blickwinkeln wurde die Frage der weidgerechten Rotwildreduktion von hochkarätigen Referenten beleuchtet. Im Rahmen der BILDUNGSPLATTFORM wurden Kärntens Jägerinnen und Jäger im Jahr 2012 drei, binnen kürzester Zeit ausgebuchte Zerwirkkurse angeboten. Zur Jagdprüfung 2012 haben sich insgesamt 458 Kandidatinnen und Kandidaten angemeldet. Von diesen sind zum Frühjahrsprüfungstermin 307 und zum Sommerprüfungstermin 151 angetreten. Insgesamt haben 82,8 % (323 Personen) die Prüfung bestanden. Zur Beizjagdprüfung sind im

Jahr 2012 18 Kandidatinnen und Kandidaten angetreten und haben die Prüfung auch bestanden. Zu den von der Kärntner Jägerschaft organisierten Jagdaufseherprüfungen sind im Jahr 2012 von 59 angemeldeten Personen 50 angetreten, 42 Personen (84 %) haben die Prüfung bestanden. Im Jahr 2012 hat 1 Kandidat die Berufsjägerprüfung bestanden. Im April fanden an zwei Tagen im Jägerhof Schloss Mageregg ganztätige Fallenstellerkurse statt. Rund 160 Teilnehmer, darunter auch einige aus anderen Bundesländern, haben die Kurse besucht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden im Rahmen zweier „großer Dienstbesprechungen“ über neueste Entwicklungen in unterschiedlichsten Rechts- und Fachbereichen informiert und geschult.

DISZIPLINARGERICHTSBARKEIT Im Jahr 2012 hat der Disziplinaranwalt an den Disziplinarrat 57 Übertretungen zur Anzeige gebracht, 42 Verfahren wurden eingestellt, 8 Verfahren mit Schuldspruch, eines mit Freispruch beendet. Es befinden sich noch 6 Disziplinarakte in Bearbeitung.

WILDÖKOLOGISCHE RAUMPLANUNG / WILDBIOLOGIE / WILDKRANKHEITEN Entsprechend dem gesetzlichen Auftrag wurden mit Unterstützung der Jagdbezirke die Jagdstatistik geführt und Anfang 2013 die Oberund Untergrenzen für die Abschussplanperiode 2013/2014 auf Wildregionsebene festgesetzt. Im Jahr 2012 konnte die 2010 begonnene Evaluierung der Wildöko-

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S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

Tätigkeitsberichte

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logischen Raumplanung (WÖRP) abgeschlossen werden. Oberstes Ziel der Wildökologischen Raumplanung in Kärnten ist die Verbesserung der Grundlagen für eine dauerhafte Eingliederung heimischer Wildtierarten in die Kulturlandschaft. Dabei kommt den Kriterien Schutz und nachhaltige Nutzungsmöglichkeit von Wildtierpopulationen (inklusive Schutz und Gestaltung entsprechender Lebensräume) sowie Vermeidung von Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft primäre Bedeutung zu. Im Rahmen der Evaluierung wurde festgestellt, dass raumplanerische Anpassungsnotwendigkeiten für das Rotwild, nicht jedoch für Reh- und Gamswild erforderlich sind. Auch das Schwarzwild soll zukünftig in den Wildökologischen Raumplan Aufnahme finden. Die wichtigsten WÖRP-Begriffsdefinitionen wurden fachlich überarbeitet und die Zonierungskarte der Wildbehandlungszonen (Kern-, Rand- und Freizone) entsprechend adaptiert. Dem Zonierungsentwurf hat auch die Landwirtschaftskammer zugestimmt. In mehreren Gebieten wurden zum Thema „WÖRP-Zonierung“ Diskussionsveranstaltungen vor Ort abgehalten. Die Ergebnisse der Österreichischen Waldinventur sowie des Wildeinflussmonitorings waren der Startschuss zur Reduktion des Rotwildes in Kärnten. Die Aufnahmen wurden vom Wildbiologen evaluiert und mit Abschussdaten, aktueller Schadsituation etc. verschnitten, um effiziente Maßnahmen zur Verbesserung der Wald-Wild-Situation in Problemgebieten zu erarbeiten. Die Daten wurden je nach Bedarf auf unterschiedlichsten Ebenen (Kärnten, Bezirk, Hegering) aufbereitet und auch in Form von Referaten präsentiert und zur Diskussion gestellt. Besonders der Bereich Saualpe steht nach wie vor im Fokus von Wildreduktionsmaßnahmen und wird das 2011 gestartete Projekt zur Wildstandreduktion auf der Saualpe, das DI Markus Wedenig betreut, vom Wildbiologen durch Aufbereitung der Grundlagendaten fachlich unterstützt.

Wildbiologische Anfragen der Mitglieder (mitunter aber auch der nichtjagenden Bevölkerung) wurden von Mageregg aus bzw. auch direkt vor Ort bearbeitet. Gebietsbegehungen fanden zu den unterschiedlichsten Themenkreisen statt, wobei Wildfütterungen und Schadgebietsbegutachtungen auch 2012 vorherrschend waren. Die Ausschusssitzungen der einzelnen Fachgruppen wurden seitens des Wildbiologen fachlich begleitet und Grundlagendaten zu den jeweiligen Diskussionsthemen aufbereitet. Die im Berichtszeitraum angefertigten Stellungnahmen und Gutachten betrafen verschiedenste wildbiologische Fachgebiete wie z.B. Auswirkungen diverser Freizeitaktivitäten auf Wildtiere, Eignung und Tragfähigkeit von Wildtierhabitaten, Populationsdynamik, Wildfütterung und Lebensraumverbesserung etc… Stellungnahmen im Hinblick auf Lebensraum verändernde bzw. zerschneidende Einflüsse durch Straßen- und Bahnbau nahmen im Berichtszeitraum deutlich zu. Mit der Buchen- und Eichenmast im Herbst 2011 kam es zur Explosion der Schwarzwildbestände in Kärnten. Der Schwarzwildausschuss erarbeitete – unter fachlicher Begleitung durch den Wildbiologen – Bewirtschaftungsvorgaben für das Schwarzwild sowie eine neue Definition der „führenden Bache“. Vor dem Hintergrund der Zunahme des Schwarzwildes erfolgte verstärkte Öffentlichkeitsarbeit vor allem in Form von Fachvorträgen zur Populationsdynamik des Schwarzwildes und den jagdlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen. Auch wurden die Ökomaßnahmenanträge fachlich bearbeitet und fallweise begutachtet (siehe auch S. 12). Das kärntenweite Wildtiermonitoring erbrachte für den Berichtszeitraum einen weiteren Anstieg an Bibernachweisen. Auch die Meldungen möglicher Wildkatzensichtungen nahmen stark zu. Die auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft eingerichteten Meldeformulare werden erfreulicherweise zu-

nehmend genutzt. Großräuberschäden stellten 2012 einen weiteren fachlichen und administrativen Arbeitsschwerpunkt dar. Durch die Kärntner Jägerschaft wurden Bärenschäden an 14 Bienenstöcken sowie 23 gerissenen Schafen und einer gerissenen Ziege entschädigt. Für weitere 6 Schafe, die mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Wolf gerissen und vom Bär nachgenutzt wurden, erfolgten ebenfalls Entschädigungszahlungen. Genetisch wurde im Berichtszeitraum ein Wolfsindividuum in Kärnten nachgewiesen. Im Jahr 2012 erfolgte wieder die kärntenweite Raufußhühnerzählung. Die Zähldaten wurden ausgewertet und die Referenzzählung 2013 vorbereitet. Im August 2012 und Jänner 2013 fanden die Referenzzählungen im Rahmen des Rabenvögelprojektes statt. Mittlerweile liegen Zählergebnisse dreier Projektjahre vor. Die erhobenen Daten zeigen für alle untersuchten Arten stabile Zählergebnisse und lassen auf stabile Bestände rückschließen. Dies wird auch durch das parallel laufende Birdlife-Aaskrähenmonitoring, welches von der Kärntner Jägerschaft in Auftrag gegeben wurde, bestätigt. Die ersten beiden Untersuchungsjahre des Rehprojektes der Klagenfurter Hegeringe 7 und 8, in dessen Rahmen die Auswirkungen einer reinen 2-Klassenteilung der Böcke in Jugendklasse und ältere Böcke analysiert werden, sind abgeschlossen. Untersucht wird die Entwicklung der Bestandesvitalität (Änderung von Körpergewicht und Trophäenvolumen) durch die neuen Bejagungsvorgaben. Weiters erfolgen Analysen zur Fallwildrate sowie der jagdlichen Effizienzsteigerung, die durch die vereinfachte Bejagung erwartet wird. Detaillierte Ergebnisse werden nach Projektabschluss im Jahre 2015 vorliegen. Auch 2012 unterstützten Kärntner Jägerinnen und Jäger das Tollwutmonitoring der Veterinärdirektion durch Probeneinsendungen. Da sich die Tollwutsituation in Italien zwischenzeitlich wieder entspannt hat und Kärnten seit 1989 tollwutfrei ist, werden die Tollwut-


L A N D E S J Ä G E R TA G immunisierung und damit auch die Impfkontrollen seitens der Veterinärdirektion mit 2013 eingestellt. Die Jäger werden von der Veterinärdirektion aber weiterhin aufgefordert, verdächtige Tiere bzw. Straßenfallwild als Kontrollproben einzusenden. Weiterbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit erfolgte in Form von Fachvorträgen für Jägerinnen und Jäger bzw. Naturnutzer. So unter anderem auf der Bundesschutzwaldplattform in Mariazell, in deren Rahmen die in Kärnten praktizierte Zusammenarbeit von Jägerschaft und Landesforstdienst – gemeinsam mit der Landesforstdirektion – fachlich erläutert wurde. Am Wildökologischen Informationstag 2012 wurden der Stand der Wildökologischen Raumplanung sowie die aktuelle Situation der Rotwildbewirtschaftung in Kärnten vorgetragen. Fachartikel wurden für den „Kärntner Jäger“ und die Jugendzeitschrift „Mini-Max“ verfasst.

JAGDRECHT Juristische Schwerpunkte bildeten im Rahmen von Fachvorträgen unter anderem die Themen „Nachsuche“, „Gesellschaftsjagden“, „Waffenrecht allgemein“, „sichere Verwahrung von Waffen“, „neues Waffengesetz“, „Jagd und Naturnutzungsproblematik“, „Bleiverbot“ und „Problem freilaufende Hunde/Leinenpflicht“, „Rechte und Pflichten der Hegeringleiter sowie Bezirksjägermeister – vor allem im Bereich der Fütterungskontrollen“, „Aufgaben der Jagdverwaltungsbeiräte“, „Raufußhühner und EU-Regelwerk bzw. Vollzug in den Bundesländern“, „Straßenfallwild“, „Abschussaufträge“ etc…. Breiten Raum nahm auch die rechtliche Analyse der Ergebnisse der WÖRP-Evaluierung und die Untersuchung auf rechtliche Umsetzungsmöglichkeiten der fachlichen Empfehlungen ein. Bereits 2012 wurden die Eckdaten für die Abschussplanung unter dem Aspekt der neuen Maßnahmen aus der WÖRP-Evaluierung ausgearbeitet. 2012 fand des Weiteren ein Evaluierungsgespräch mit der Aufsichtsbehörde und der Verfassungs-

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abteilung des Landes nach erfolgten Jagdgebietsfeststellungen und Neuverpachtungen statt. Unterstützt wurden die Bezirksjägermeister in unzähligen rechtlichen Belangen, u.a. im Rahmen der Erlassung von Sperrbescheiden für Rotwild. Einen regelrechten Medien-Hype galt es im Zuge der Diskussionen um das Thema „Wildkamera“ zu bewältigen. Rechtlich beraten wurden die Funktionäre auch im Rahmen der kärntenweit fortgeführten Arbeitsgespräche der Landesjägermeister mit den Hegeringleitern der jeweiligen Bezirke, aber auch sämtliche Fachausschüsse, die Bezirksjägermeister-Konferenz sowie der Landesjagdbeirat. Legistische Arbeit war für fünf Änderungen der Verordnungen des Landesvorstandes zu leisten. Nach wie vor unverändert intensiv betrifft die juristische Arbeit die Beantwortung von Rechtsfragen des Jagdrechtes und jagdrelevanter Gesetzesmaterien. Die Vertretung der Kärntner Jägerschaft in Disziplinarangelegenheiten vor dem UVS gehörte ebenso zum juristischen Aufgabenkreis wie die Teilnahme als Expertin an der Arbeitsgruppe Mariazell/Recht. Im Juli 2012 erfolgte eine Teilnahme an der Sitzung des technischen Ausschusses für Rechtsangelegenheiten der FACE sowie im Herbst an der Mitgliederversammlung der FACE in Brüssel. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, die europäischen Entwicklungen in Jagdbelangen im Auge zu behalten und sich mit unterschiedlichen rechtlichen Lösungsansätzen der Mitgliedsstaaten bei vergleichbaren Problemstellungen vertraut zu machen. Der im Rahmen der KOST ausgearbeitete Wolfsmanagementplan wurde im Jahr 2012 fertig gestellt und wurde in Vertretung der Zentralstelle auch dafür gesorgt, dass Aspekte der Jagd Eingang fanden. Die Jour-fixe-Gespräche mit der Landesregierung/Abteilung 10 Kompetenzzentrum Land- und Forstwirtschaft/Unterabteilung Agrarrecht fanden im Berichtszeitraum durchschnittlich alle zwei Monate statt und konnten Vorgangsweisen akkordiert und juristische Fragestellungen in bewährt

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guter Zusammenarbeit werden.

geklärt

REVIERGESTALTUNG UND NATURSCHUTZ; WILDÖKOLOGISCHE MASSNAHMEN (siehe dazu auch Seite 12) Im Jahr 2012 wurden von der Kärntner Jägerschaft rund 120 Ökomaßnahmen-Projekte (46 Neuanträge im Jahr 2012) mit einer Gesamtsumme von € 57.140,54 gefördert. Winterbegrünungsflächen wurden 2012 in einem Ausmaß von 189,16 ha, Wildverbissschutzmittel mit einem Betrag von € 51.406,43 gefördert. Fortgesetzt wurde von der Kärntner Jägerschaft auch die Aktion „Zaungeflecht für Silolager“ in Bedarfsfällen. Die Wildmarkierungsaktion erfolgte im Jahr 2012 über die Ausgabe von Wildmarken der Farbe grau und cremeweiß. Der Naturschutzbund / Landesgruppe Kärnten wurde durch die Beiträge von Kärntens Jägerinnen und Jägern im Jahr 2012 mit einem Betrag von insgesamt € 45.605,04 unterstützt.

WILDWARNEINRICHTUNGEN Das Straßenfallwildminderungsprojekt wurde im Jahr 2012 vom Land Kärnten mit einem Betrag von € 20.000 unterstützt, wobei das Projekt mit einer Unterstützung in dieser Höhe leider nicht mehr im bisherigen Umfang fortgeführt werden kann. Mit den vorhandenen Mitteln können längst nicht alle fallwildintensiven Straßenabschnitte Kärntens mit Wildwarngeräten ausgestattet werden um damit die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Das Projekt wird fachlich durch die Wildökologische Raumplanung betreut. Im Jahr 2012 erfolgte eine umfangreiche Berichterstattung über die Evaluierungsergebnisse aus dem Projekt an das Amt der Kärntner Landesregierung. Mittlerweile konnten 113 Straßenkilometer durch die Kärntner Jäger mit Wildwarngeräten ausgestattet werden. Mit derzeitigem

Stand kann festgestellt werden, dass Wildwarner einen Fallwild mindernden Effekt haben und dazu beitragen können, den Straßenverkehr sowohl für Menschen als auch Wildtiere sicherer zu machen. Wie die Effizienzanalysen zeigen, hängt der Effekt allerdings weniger von der Art der verwendeten Wildwarntypen ab, sondern vielmehr von den generellen Umständen, unter denen sie zum Einsatz kommen, sowie von der Wartung der Geräte. Die am Projekt beteiligten Reviere weisen in Summe eine jährliche Fallwildrate von 500 - 650 Tieren auf. In Kärnten verenden jährlich zwischen ca. 2.400 und 3.000 Stück Schalenwild im Straßenverkehr. Dieses Projekt kann nur dazu beitragen, Grundlagendaten zur Handhabung, Haltbarkeit und Effizienz der Geräte zu generieren.

ein kärntenweites und immer größer werdendes Problem dar. Aus diesem Grund wurde auf der Homepage ein neues Meldeformular etabliert und damit die Möglichkeit eröffnet, Risse, die durch Hunde verursacht wurden, inklusive Fotos direkt und schnell an die Kärntner Jägerschaft zu melden um mittels dieser Daten fundierte Öffentlichkeitsarbeit leisten zu können. Zum Thema „Leinenpflicht für Hunde“ erfolgte auch eine Teilnahme der Geschäftsführerin an der ORF-Sendung „Streitkultur“. Zu den Themenschwerpunkten „Wildökologische Maßnahmen“ sowie „Wildrisse durch freilaufende Hunde“ wurden Informationstafeln angefertigt, die mittlerweile bei zahlreichen Veranstaltungen, wie z.B. der Klagenfurter Holzmesse, bei jagdpädagogischen Schulveranstaltungen etc. zum Einsatz kommen.

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Ausgehend von einer Initiative des Jagdbezirkes Hermagor mit dem Projekt „Wald-Wild-Wissen“ in Rattendorf wurde von einem kleinen Projektteam unter Federführung der Landesgeschäftsstelle ein neuer Jagdrucksack kreiert, gleichzeitig wurden auch Gestaltungsideen und verschiedene pädagogische Anleitungen erarbeitet und stehen nunmehr kärntenweit pro Bezirk jeweils zwei neue Jagdrucksäcke zur Verfügung (siehe auch S. 21). Im Berichtsjahr wurde die Kooperation mit der Schülerzeitung „Mini-Max“ fortgeführt. Im Schuljahr 2012 waren die Beiträge – allesamt Vorschläge der Landesgeschäftsstelle und von dieser redaktionell auch überprüft – folgenden Themen gewidmet: ◆ Die Arbeit des Falkners ◆ Rettung der Rebhühner ◆ Das Jagdhorn ◆ Rauhfußhühner in Kärnten ◆ Zu Besuch im Tierpark Mageregg – Gewinnerklasse des Jagd-Gewinnspieles ◆ Jagd und Naturschutz ◆ Schwarzwild ◆ Wildtiere im Winter ◆ Der Rotfuchs Durch freilaufende Hunde verursachte Risse an Wildtieren stellen

DIE TÄTIGKEIT DER ORGANE Im Jahr 2012 fanden insgesamt vier Landesvorstandssitzungen statt. Der Landesvorstand hat unter Vorsitz des Landesjägermeisters alle erforderlichen Beschlüsse in finanziellen Angelegenheiten gefasst und 84 Bescheide über die Anerkennung der Gleichwertigkeit von Jagdprüfungen erlassen. Im Jahr 2012 hat der Landesvorstand mit der Einführung einer neuen Schießscheibe die Prüfungsordnung zum Nachweis der jagdlichen Eignung geändert sowie die fallweise Zulassung von Zuhörern – in erster Linie und vor allem von Jagdkursanbietern zum Zwecke der Evaluierung ihrer Vortragsinhalte – durch den/die Vorsitzende(n) ermöglicht. Auch wurde in der Verordnung zum Wildökologischen Raumplan – zur Vorbereitung und als Grundlage für die Abschussplanperiode 2013/2014 – der Abschussrahmen für Tiere, Kälber und Hirsche der Klasse III erhöht, um bei erforderlicher Wildstandsreduktion im Hinblick auf Freigaben im Rahmen der zusätzlichen Abschüsse keine Hemmnisse zu haben. Die Rahmenzahlen für Raufußhühner wurden


L A N D E S J Ä G E R TA G aufgrund der mittlerweile geänderten Gesetzeslage ersatzlos gestrichen, da eine Ausnahme von den Schonvorschriften für Raufußhühner ausschließlich über das Amt der Kärntner Landesregierung erfolgen kann.

dem Landwirtschaftskammerpräsidenten im Rahmen einer Pressekonferenz statt, gemeinsam wurden in diesem Rahmen die Jägerinnen und Jäger zur Rotwildreduktion aufgefordert.

Des Weiteren erfolgte – als eines der Ergebnisse der Evaluierung des Wildökologischen Raumplanes – eine Aufnahme von sechs Revieren im Jagdbezirk Wolfsberg in die Freizone für Rotwild.

Als Abgabenbehörde erster Instanz hat der Landesjägermeister 2012 – bei einer Einbringung von 100 % – 1.713 Jagdabgabenbescheide erlassen. Darüber hinaus erließ er im Jahr 2012 59 Zulassungsbescheide zur Jagdaufseherprüfung, 1 zur Berufsjägerprüfung sowie 8 Bescheide zur Anerkennung der Gleichwertigkeit von Jagdaufseherprüfungen.

Auf Grund gesetzlicher Vorgaben mussten im Verordnungswege auch der Jagdkarten- und der Jagdgastkartenbeitrag indexmäßig angepasst werden. Der Landesausschuss hat insgesamt vier Sitzungen mit folgenden Themenschwerpunkten abgehalten: Projekt „Wald-Wild-Schule“, Waldinventur und das Wildeinflussmonitoring, Gatterwild, Änderung der Schonzeitenverordnung, neue Wildrissdatenbank, Raufußhühner, Schmalspießer und -tiere, neue Kärntner Schießscheibe, Wildschäden, Mariazeller Erklärung, Projekt Saualm, Thema „Bleifrei“. Der Landesjägermeister hat im Berichtszeitraum die Kärntner Jägerschaft nach außen vertreten und nicht nur seine Vorsitzfunktionen in sämtlichen Gremien (z.B. im Landesvorstand, Landesausschuss und Landesjagdbeirat) wahrgenommen, sondern auch zahlreiche Gespräche geführt und an über 60 Veranstaltungen – häufig auch als Referent – teilgenommen. Das Jahr 2012 war auf Grund der Vorsitzführung in der Landesjägermeister-Konferenz für LJM DI Dr. Gorton ein besonders arbeitsintensives und gipfelte nicht zuletzt in der sehr erfolgreichen, in die Zukunft weisenden und von ihm initiierten „Mariazeller Erklärung“. In drei Arbeitsgruppen fanden allein im Jahr 2012 drei Arbeitstreffen statt, die sich mit der Thematik „Wald/Wild“ auf fachlicher Ebene befassten. Auch nahm der Landesjägermeister an vier Landesjägermeisterkonferenzen teil. Im Jahr 2012 fand auf Initiative von LJM DI Dr. Gorton ein Gipfel mit dem Landesforstdirektor und

Des Weiteren erteilte der Landesjägermeister 19 Bewilligungen zur Verwendung von Abzugseisen. Insgesamt zwei Mal leitete der Landesjägermeister die Sitzungen des Landesjagdbeirates, darüber hinaus erfolgten erforderliche Beschlussfassungen aus verfahrensökonomischen Gründen im Umlaufwege. Im Jahr 2012 fanden darüber hinaus drei Bezirksjägermeisterkonferenzen statt, die sich unter anderem mit den Themen Evaluierungsergebnisse des Wildökologischen Raumplanes und daraus resultierende Veränderungen/Abschussplanung unter Berücksichtigung der zu implementierenden WÖRPMaßnahmen, Fütterungsschließungen, IIIer-Hirsche, Frischvorlage, Erfahrungswerte zur vorverlegten Schusszeit, Rehwildprojekt, Schwarzwild, Rabenvögel, Kormoran-Problematik, RaufußhuhnZählung und -Freigabe zu befassen hatten.

BEZIRKE UND HEGERINGE Die Bezirksjägermeister und Hegeringleiter blicken auf ein Jahr 2012 zurück, das bereits geprägt war von den Vorbereitungen für die neue Abschussplanperiode, den Aufnahmen und Kontrollen der Fütterungsstandorte sowie der besonders intensiven Auseinandersetzung mit der Wildstands- und Wildschadensproblematik. Der Landesjägertag 2012 wurde von der Bezirksgeschäftsstelle Wolfsberg ausgerichtet.


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Kärntner Jäger

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VERANSTALTUNGEN, MESSEN UND AUSSTELLUNGEN Im Berichtsjahr 2012 nahm die Kärntner Jägerschaft im März an der Messe „Weidwerk und Fischweid mit Thema ,Pferd‘ “, und Ende August/Anfang September auf der Klagenfurter Internationalen Holzmesse mit einem hochattraktiven Informationsstand sowie im November an der Brauchtumsmesse höchst erfolgreich teil. Neu war dabei, dass das gesamte Mitarbeiterteam der Landesgeschäftsstelle alternierend auf der Messe anwesend war und für Fragen und Auskünfte zur Verfügung stand; Mitglieder sowie auch Besucher wurden zusätzlich kulinarisch versorgt. Das Metnitztaler Wildfest feierte sein 10-Jahr-Jubiläum und auch das Oberkärntner Wildbretfest/ Berg im Drautal konnte sich (unter Mitwirkung der örtlichen Jägerschaft) über zahlreiche Besucher freuen.

JAGDKULTUR Höhepunkt des Jahres 2012 waren neben der mittlerweile 11. Jägerwallfahrt in St. Georgen unzählige, von engagierten Jägerinnen und Jägern vor Ort durchgeführte Jägermessen, Hubertusmessen und Hubertusfeiern. Neben den Kärntner Jagdhornbläsergruppen war der Chor der Kärntner Jägerschaft wie immer stabile Säule des Ausdrucks nach außen getragener Jagdkultur. Die AGJSO-Tagung 2012 war geprägt von den Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des 60-jährigen Bestandes dieser Arbeitsgemeinschaft. Nicht zuletzt wurde diese Feier – neben der Herausgabe einer Festschrift – mit der Wahl von LJM-Stv. Dr. Brunner zum neuen Präsidenten gekrönt. Die Internationale Jagdkonferenz (IJK) 2012 war dem Thema „Weidwerk im Wertewandel“ ge-

widmet und gipfelte in einer Schlusserklärung, die vom Gedanken getragen ist, dass auch die Jagd sich fortentwickeln muss.

DANK UND VORAUSSCHAU Abschließend möchte ich mich bei allen Funktionären, Jägerinnen und Jägern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kärntner Jägerschaft für die gute Zusammenarbeit und den tatkräftigen Einsatz für Wild und Jagd in Kärnten im abgelaufenen Berichtszeitraum recht herzlich bedanken! Das gemeinsame Ziel unser aller Arbeit ist die Erhaltung einer weidgerechten, nachhaltigen Jagd in Kärnten, die es auch in Zukunft geben soll. Das jagdliche „Kompetenzzentrum“ Mageregg steht allen Jägerinnen und Jägern Kärntens zur Verfügung – nehmen Sie es in Anspruch!


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Kärntner Jäger

Aus- und Weiterbildung LJM-Stv. Sepp Monz Beim heurigen Frühjahrstermin der Jagdprüfungen konnten wiederum von 269 angetretenen Kandidaten 191 den theoretischen Teil erfolgreich bestehen, 38 haben noch die Möglichkeit einer Wiederholungsprüfung in einem Gegenstand, bei 40 Aspiranten war das erforderliche Wissen leider nicht ausreichend vorhanden. Mit den in den Sommermonaten durchgeführten Intensivkursen und dem darauffolgenden weiteren Prüfungstermin konnten damit, wie auch in den vergangenen Jahren, etwas über 300 Frauen und Männer die Berechtigung zum Erwerb der ersten Jagdkarte erlangen. Nach wie vor sehr hoch ist in Kärnten der Anteil an Frauen, welche sich dieser Herausforderungen stellen, nämlich knapp an die 30 %. Trotz teilweise gegenteiliger Meinung sind wir nach wie vor der Ansicht, dass Ausbildung und Prüfung in Kärnten ein extrem hohes Niveau aufweisen. Wenn auch die Kärntner Jägerschaft nicht selbst als Kursanbieter auftritt, liegt dennoch die Verantwortung für Ausbildung und Prüfung in unseren Händen und tragen wir dieser mit einer permanenten Evaluierung auch Rechnung. Die aus einer bestimmten Richtung kommende, öffentlich geübte Kritik, vor allem an den Intensivkursen, kann nicht nachvollzogen, sondern nur zurückgewiesen werden. Realität ist, dass weder nach dem Langzeit-, noch nach dem Intensivkurs und bestandener Prüfung, wenn nicht schon vorbelastet, ein „fertiger“ Jäger aus diesen hervorgeht. An uns liegt es, sich dieser Personen anzunehmen, ihnen praktisches Wissen und Erfahrung weiterzugeben, sodass aus den sogenannten „Jungjägern“ erfolgreiche, ferme Jäger werden. Ich denke, dass dies auch für die jeweils im Revier tätigen Jagdschutzorgane eine interessante Herausforderung und Aufgabe sein müsste. Noch etwas: wenn man sich, wie ebenfalls schon geäußert, Gedan-

ken darüber macht, ob mit einem zukünftig zu erwartenden immer höher werdenden Anteil von Frauen in der Jagd die uns gestellten Aufgaben auch weiterhin gelöst werden können, so dazu ein klares „Ja“! Frauen sind heutzutage in allen Berufsgruppen und Führungsebenen anzutreffen, warum nicht auch in der Jagd? Die Bildungsplattform der Kärntner Jägerschaft hat sich mittlerweile gut etabliert und weiterentwickelt. Wir wollen dabei nach wie vor aktuelle Themen, und solche, die uns permanent beschäftigen, aufarbeiten. Vor allem aber wollen wir uns mit zukunftsorientierten, wenn auch manchmal kritischen Schwerpunkten, auseinandersetzen und den Jägerinnen und Jägern verständlich näherbringen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und der Einsatz moderner technischer Hilfsmittel lassen uns erkennen, dass vieles, was wir in der Vergangenheit gelernt haben, nur noch teilweise richtig ist und wir neuen Gegebenheiten gegenüberstehen. Bewiesen hat uns dies einmal mehr das Seminar über das Gamswild im

BIOS Mallnitz, welches heuer in Kooperation zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern und der Kärntner Jägerschaft durchgeführt wurde. Ein spannendes und aktuelles Thema „Wie kommuniziere ich Jagd nach außen“ haben wir mit der in Mageregg durchgeführten Veranstaltung aufgegriffen. Namhafte Natur- und Geisteswissenschaftler haben uns zu erklären versucht, wie unser derzeitiges Verhalten (teilweise geändert) intern und extern zukünftig erfolgreich kommuniziert werden kann. Wenn, nur einen Punkt davon herausgenommen, Meinungsforscher uns sagen, dass zwar 55 % der Bevölkerung die Jagd positiv bewerten, die Jäger aber von nicht einmal 20 % positiv gesehen werden, so wissen wir, wie viel Anstrengung noch vor uns liegt, hier etwas zu ändern. Vor allem sollte es uns zukünftig gelingen, positiv zu argumentieren und unsere sehr wohl vorhandenen Stärken besser an die nichtjagende Bevölkerung zu vermitteln. Ich appelliere daher nochmals an alle Kärntner Jägerinnen und Jäger, wenn, egal in welcher Form und wo auch immer, Ihnen Fortbildungsmöglichkeiten angeboten werden, nehmen Sie diese bitte wahr!

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Kärntner Jäger

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Reviergestaltung und Naturschutz BJM-Stv. Ing. Josef Schnabl Reviergestaltungsmaßnahmen und die Jagdausübung stehen unmittelbar im Zusammenhang mit dem Naturschutz. In den Rahmen der Reviergestaltung sind alle Maßnahmen zur Erhaltung und zum Schutz der Lebensräume der wildlebenden Tiere, Schutzmaßnahmen an den Straßen für Wildtiere, Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Schäden an land- und forstwirtschaftlichen Kulturen durch Wild, sowie die Errichtung und Erhaltung von Reviereinrichtungen einzuordnen. Die ständig zunehmende Inanspruchnahme der Natur durch verschiedenste Freizeitaktivitäten sowie auch die Jagdausübung selbst, besonders aber auch die immer größer werdenden Flächen der Monokulturen und Intensivnutzungen beeinträchtigen natürlich auch den Lebensraum und die Gewohnheiten der wildlebenden Tiere. Dadurch steigen die Anforderungen an die Jäger, aktiven Natur- und Tierschutz zum Wohle aller auszuüben, enorm und es werden die notwendigen Maßnahmen auch immer sensibler. Ökologische Maßnahmen zur

Lebensraumerhaltung und -verbesserung werden von den Jagdausübungsberechtigten zum Großteil selbst finanz i e r e n d durchgeführt. Sehr viele Maßnahmen wurden jedoch auch im Jagdjahr 2012 wieder von der Kärntner Jägerschaft unterstützt. So wurden 189,16 ha Winterbegrünungsflächen mit € 22.010,62, 46 Neuanträge für Projekte ökologischer Maßnahmen mit € 31.515,09 und laufende Altprojekte mit € 25.625,45 gefördert. Das ergibt einen Gesamtförderbetrag von € 79.151,16 für ökologische Maßnahmen.

WILDVERBISSSCHUTZMITTELAKTIONEN: Die Sturmschäden der vergangenen Jahre haben teilweise sehr große Aufforstungsflächen verursacht. Zum Schutz dieser verbissgefährdeten Jungkulturen hat die Kärntner Jägerschaft das Budget für die

Förderung der Verbissschutzmittel enorm erhöht. Nach dem erfolgsbestätigten Versuch im Jahr 2011, auch den Sommerverbissschutz in entsprechend gefährdeten Gebieten zu fördern, wurde diese Aktion im Jahr 2012 verstärkt durchgeführt. Demnach wurden im Jahr 2012 Sommer- und Winterverbissschutzmittel mit € 51.406,43 durch die Kärnter Jägerschaft gefördert. Wildschutzmaßnahmen an Bundes- und Landesstraßen wurden auch im Jahr 2012 fortgeführt. Durch den Wildbiologen der Kärnter Jägerschaft hat auch eine umfassende Evaluierung der bisherigen Projekte stattgefunden. Es liegen noch einige Anträge von Jagdausübungsberechtigten zur Ausstattung von besonders fallwildgefährdeten Straßenbereichen vor, die Finanzierung dieser ist vorerst noch nicht sichergestellt. 2012 wurden in Bereichen von ca. 23,15 km an Landes- und Bundesstraßen Wildwarneinrichtungen installiert, somit sind in Kärnten derzeit ca. 113 km mit optischen und akustischen Wildwarneinrichtungen ausgestattet.

REVIEREINRICHTUNGEN: Über die Errichtung und Erhaltung der Reviereinrichtungen wird laufend im Mitteilungsblatt „Der Kärntner Jäger“ sowie in anderen diversen Jagdzeitschriften berichtet, zuletzt in der vorherigen Ausgabe des „Kärntner Jäger“. Für die Einhaltung der einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften sowie Bestimmungen des Kärntner Jagdgesetzes und Naturschutzgesetzes sind sowohl das zuständige beeidete Jagdschutzorgan sowie der Jagdausübungsberechtigte verantwortlich. Bereits das Bewusstsein über die Verantwortung für die Sicherheit von uns selbst und unseren Mitjägern, sowie das nach außen projezierte Bild gegenüber der nichtjagenden Bevölkerung müssten Garantie für eine ordnungsgemäße Ausführung und Instandhaltung der Reviereinrichtungen sein.


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Niederwild HRL Mag. Franz Tschernko 2013 gab es für das Kärntner Niederwild nach vielen Jahren des Niedergangs wieder einen kleinen Lichtblick. In den für Niederwild infrage kommenden Gebieten waren erstmals wieder leichte Anstiege bei den Strecken zu verzeichnen. Zurückzuführen ist dies in erster Linie wohl auf den hohen Einsatz der betroffenen Jagden, sei es durch die starke Bejagung des Raubwildes oder die Verbesserung der Lebensräume. Nachdem in den letzten Jahren das Errichten von ökologisch wertvollen Flächen nur unter großem Einsatz der jeweiligen Jäger mög-

lich war, erhoffe ich mir ab 2014 ein größeres Angebot an brauchbaren Flächen für das Anlegen von Wildäsungsflächen bzw. Deckungsflächen. Obwohl die neuen EU-Richtlinien noch nicht fix sind, sieht es danach aus. Das Rebhuhnprojekt 2012 ist leider nicht gelungen. Ich hoffe aber, dass es heuer doch noch zustande

kommt. Das Hauptproblem liegt darin, dass geeignete Gebiete nur schwer zu finden sind. Die letzten Hasenzählungen haben ergeben, dass die Bestände im Vergleich zu den letzten Jahren um ca. 20 – 30 % gestiegen sind – was wieder hoffen lässt. Saatgutmischungen wie auch allgemeine Biotopverbesserungen werden von der Kärntner Jägerschaft finanziell unterstützt und ich bitte euch, diese auch in Anspruch zu nehmen. In diesem Sinne, alles Gute bei der Hege des Niederwildes.

Jagdhunde Gerald Hopfgartner Mit Freude kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr mit unseren Jagdhundeführern und Jagdhunden zurückgeblickt werden. Von der Generalversammlung des ÖJGV wurden wieder Jagdhunde aus Kärnten als Österreichische Jagdhundeprüfungssieger bestätigt, und zwar von Herrn Heimo Rauter aus Afritz sein Steirischer RauhaarBracken-Rüde Arco und von Herrn Bruno Sabitzer aus Straßburg seine Dachsbracken-Hündin Tira. Dies ist die höchste Auszeichnung für einen Jagdhund, welche vom Österreichischen Jagdgebrauchshunde-Verband für mehrmalige hervorragende Erfolge auf den höchsten jagdlichen Leistungsprüfungen vergeben wird. Dafür auch von dieser Stelle Gratulation an die stolzen Hundeführer und -besitzer! Weiters wurden von der Generalversammlung des ÖJGV drei Jagdhundeführer als Leistungsrichter bestätigt, diese sind Frau Eva Maria Zottler aus Brückl für Vorstehhunde sowie die Herren Markus Leitner aus Lölling und Ingo Moser aus Deutsch Griffen für Schweißhunde. Die Leistungsrichter und ehrlichen Züchter sind die Garanten dafür, dass uns auch in Zukunft noch gesunde, leistungsstarke und

wesensfeste Jagdhunde zur Verfügung stehen werden. An einigen der insgesamt 162 Leistungsprüfungen unserer J a g d g e brauchshunde konnte ich persönlich teilnehmen und mir so ein Bild von der hervorragenden Leistung unserer Jagdgebrauchshunde, aber auch der sehr guten Zusammenarbeit und Organisation bei der Vorbereitung und Ausrichtung dieser Prüfungen durch die Funktionäre, Hundeführer, Leistungsrichter und Helfer machen. Diese Prüfungen sollten von angehenden Hundeführern dafür genutzt werden, um Kontakte zu Funktionären und Hundeführern zu knüpfen, aber auch, um eine eventuelle Scheu vor diesen Prüfungen zu verlieren. Im abgelaufenen Jagdjahr wurden von den 145 Bereichshundestationen und den vielen erfolgreichen Jagdhundeführern, welche nicht in den Bereichshundestationen angeführt sind, insgesamt 1.076 erfolgreiche Nachsuchen auf Schalenwild

gemeldet. Dadurch konnte ein Wildbretgewicht von 32.436 kg einer Verwertung zugeführt werden. Weiters wurden auch mehrere Murmeltiere, Schnepfen und ein Birkhahn mit dem Jagdhund gefunden. Unzählige erfolgreiche Nachsuchen auf Flugwild und Raubwild werden leider nicht erfasst und können dadurch auch nicht mitgeteilt werden. Als Mindestforderung an den Schützen für die großteils unentgeltliche Tätigkeit unserer Hundeführer sollte wenigstens – als Dank und Anerkennung – die erfolgreiche Nachsuche mit dem Hund auf der Abschussmeldung vermerkt werden. Zum Schluss bedanke ich mich herzlich bei allen Jagdhundeführerinnen und Jagdhundeführern für ihre Arbeit bei den Nachsuchen, aber auch für die vielen Stunden der Ausbildung ihrer Jagdhunde im abgelaufenen Jahr. Ein abgewandeltes Zitat von Heinz Rühmann geht noch an alle Nicht-Hundeführer unter uns Jägern: „Man kann auch ohne Hund auf die Jagd gehen, nur: es lohnt sich nicht.“ Für 2013 Gesundheit, ein kräftiges Weidmannsheil und Ho-RüdHo!

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Kärntner Jäger

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Waffen- und Schießwesen Mag. Heimo Wolte Bei dem vergangenen Jahr kann man zweifellos von einem erfolgreichen Jahr für die Weiterentwicklung des Schießwesens in Kärnten sprechen. Aus der nun folgenden Themenübersicht ist dies klar zu erkennen.

DIE „NEUE WILDSCHEIBE“ Die Notwendigkeit neue Erkenntnisse im Jagdalltag umzusetzen und der Wunsch nach zukünftiger Unabhängigkeit hat uns zur Entwicklung und Umsetzung der ersten „Kärntner Jagdscheibe“ geführt. Aus dem Wissen über die neue, optimalere Zielposition, um schneller zu töten und wildbrethygienischer zu erlegen, wurde der Zielbereich verkleinert und um einige Zentimeter Richtung Blatt verschoben. Außerdem wurde eine

Rehgeiß als naturgetreues Foto ausgewählt, um zu dokumentieren, dass wir auch Wild ohne Trophäen g e n a u s o wertschätzen. Mit 1.1.2013 ist diese Scheibe als offizielle Prüfungsscheibe für die Jungjägerinnen und Jungjäger sowie für Hegeringschießen und Jagdcupschießen in Verwendung.

UMSETZUNG DES NEUEN GESETZES ZUR VERWENDUNG VON BLEISCHROTEN

wendung von Weicheisenschroten auf Wasservögel wurde mit 1.7.2012 durchgeführt. Waffentechnische Anpassungen und Veränderungen wurden rechtzeitig erklärt und angekündigt, außerdem wurde die Verwendung der passenden Schrotpatronen im „Kärntner Jäger“ erläutert. Die Kärntner Jägerinnen und Jäger haben die Umstellung offensichtlich problemlos bewältigt. Die weitere Diskussion um die Umstellung von Bleigeschossen auf Alternativgeschosse ist bereits weit vorangeschritten und die bevorstehende Umstellung in den nächsten Jahren wird kein so großes technisches Problem darstellen, denn bei den Büchsen ist keine Veränderung notwendig, auch nicht bei älteren Waffen.

Die gesetzliche Vorgabe zur Ver-

SCHIESSVERANSTALTUNGEN UND HEGERINGSCHIESSEN

STATISTIK HR-SCHIESSEN – TEILNEHMER Vi

SP

HE

FE

SV

VK

WO

Kla

Ges

2009

1051

1592

448

495

1341

720

670

1037

7354

in %

59,02 67,27 67,76 61,41 61,38 69,46 72,69 63,84 62,17

2010

1214

in %

69,73 64,01 70,77 64,47

60,6

2011

1168

553

1274

in %

66,78 70,29 68,73

70

59,76 71,87 69,41 60,12 64,99

2012

1201

513

1313

in %

68,47 68,04 70,93 64,53 61,16 68,54 69,48 55,83 65,10

1471

1654

1616

460

444

436

508

1263

701

687

1003

7307

70,45 67,75 60,75 60,83 718

694

699

599

1019

953

7529

7455

Beginnend mit dem Neujahrsschießen am 8. Jänner 2012 in Blintendorf wurden im Laufe dieses Jahres noch viele weitere erfolgreiche Veranstaltungen durchgeführt. Einige Beispiele wären: Das beliebte Osterschießen am Ostermontag in Ludmannsdorf, das HegeringMannschaftsschießen oder die Landesmeisterschaften im Jagdlich Trap, JPC, Compac Sporting, jagdliche Kugel usw. Wobei an dieser Stelle die gute Zusammenarbeit mit den Funktionären des ASF wie FC Berger oder Franz Wagger hervorzuheben ist, die mit ihren Veranstaltungen eine perfekte Ergänzung zu den Schießveranstaltungen der Kärntner Jägerschaft darstellen. Die wichtigste Schießveranstaltung für jeden Kärntner Jäger ist allerdings das Hegeringschießen. Dabei können wir wieder einen, wenn auch nur geringen, Zuwachs feststellen. 65,1% der Jäger, die die Jagdkarte lösten, nahmen an Übungsschießen teil, wobei in Ballungsräumen der Anteil an nichtaktiven Jägern weiter ansteigt. Wenn man Erfahrungswerte heranzieht, kann man davon ausgehen, dass zwischen 15 und 20 % der Jägerinnen und Jäger zwar die Jagd-


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karte lösen, aber nicht aktiv jagen. So sollte für uns als mittelbare Zielvorgabe das Erreichen von 80 % Teilnehmern am Hegeringschießen stehen.

Sieger der Bundesmeisterschaft 2012: Niederösterreich vor Oberösterreich, Burgenland und Steiermark.

JAGDCUP UND BUNDESMEISTERSCHAFT

Einige Schießstätten Kärntens wurden mithilfe der Kärntner Jägerschaft erweitert, schalltechnisch ergänzt oder teilweise erneuert. Die im Vorjahr angekündigte Eröffnung des Sport- und Freizeitzentrums in Großkirchheim mit Schießtunnel und Schießkino in Großkirchheim musste verschoben werden. Die Eröffnung findet im Frühsommer dieses Jahres statt. Dann steht diese moderne Anlage allen Kärntner Jägerinnen und Jägern zur Verfügung.

Der dreiteilige Jagdcup fand 2012 in Feldkirchen/Radweg, St. Georgen am Längsee, Pakein/Grafenstein statt. Die sechs Schützen mit den besten Resultaten qualifizierten sich auch für die Bundesmeisterschaft. Das 35. Österreichische Jägerschaftsschießen fand in Kärnten, Pakein/Grafenstein statt. Als wiederum jüngste Mannschaft aller Teams belegte Kärnten den 5. Platz. Die Veranstaltung war geprägt von spannenden Wettkämpfen und freundschaftlichen Begegnungen. Verantwortlich dafür sind alle Kärntner Jägerinnen und Jäger, die dabei mitgeholfen haben, und denen ich nochmals an dieser Stelle herzlich danke, denn es war zweifellos auch eine positive Visitenkarte der Kärntner Jägerschaft.

Kärntner Jäger

SCHIESSSTÄTTEN

Seit 1. Jänner 2013 ist die neue Rehscheibe als Prüfungsscheibe in Verwendung.

FORTBILDUNG – SCHIESSTECHNIK Das 6. Jugendschießseminar der Kärntner Jägerschaft fand vom 17. bis 19. Mai 2012 in Jois im Burgenland statt. 13 Jungjägerinnen und Jungjäger übten nicht nur den sicheren Umgang mit Büchse und Flinte, sondern erlernten auch die

Technik des jagdlichen Wurfscheibenschießens und vieles mehr. Weitere Schießfortbildungen im Flintenschießen wurden vor der Niederwildjagd angeboten und von aufgeschlossenen Jägerinnen und Jägern aller Altersstrukturen besucht.

Brauchtum und Jugend Claudia Haider Jagd ist Handwerk, Passion und Verantwortung gegenüber dem Wild, der Umwelt und der Gesellschaft. Zugleich hat die Jagd auch Auswirkung auf die menschliche Kultur! Sozial- und Rechtsordnung, technischer Fortschritt und Handel, sowie Sprache, bildende Kunst, Musik und Religion wurden von der Jagd stark geprägt. Jäger haben Jahrtausende immer auch eine kulturelle Aufgabe erfüllt – es galt und gilt, das Erbe der jagdlichen Vorfahren, das jagdliche Brauchtum, die Weidmannssprache sowie die Jagdmusik und die Weiterentwicklung der Weidgerechtigkeit weiterzutragen und weiterzuentwickeln. Der Weiterentwicklung unseres Kulturgutes Jagd fühlt sich die Kärntner Jägerschaft verpflichtet. Der Fachausschuss für Brauchtum und Jugend leistet dazu seinen Beitrag. Brauchtum als gelebter Ausdruck unserer Einstellung zur Jagd,

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nach innen in unseren Revieren gelebt oder nach außen als Brücke zur nichtjagenden Gesellschaft, ist wesentlicher Bestandteil unseres Jagdverständnisses. Die Pflege der Weidmannssprache ist dabei nicht Abgrenzung nach außen, sondern Vertiefung der Sinneseindrücke sowie die genaue Beschreibung und Vermittlung des Erlebten. Sprache ist Ausdruck der inneren Einstellung und erweitert den Erfahrungsrahmen. Dies Jungjägern als Basis für ihr Jagdleben mitzugeben, versuche ich in Vorträgen und in Weiterbildungs-Veranstaltungen zu übermitteln. Im Rahmen der Weiterbildung hat sich der Jägerinnen-Stamm-

tisch entwickelt. In regelmäßigen Abständen treffen sich Jägerinnen beim Stammtisch, um gemeinsam jagdlich relevante Themen, ausgehend von einem Impulsreferat, zu diskutieren. Momentaner Schwerpunkt liegt auf der Erweiterung und Nutzung unserer jagdlichen „Produkte“. Wir „erzeugen“ durch vom Gesetz vorgesehene Kurzhaltung des Raubwildes hochwertige Felle und Pelze. Moderne Kürschner, wie beispielsweise der Kürschnerbetrieb Peter’s Pelze, Peter Subosits aus St. Veit an der Glan, verarbeiten diese Felle zu pfiffigen modischen Kleidungsstücken. Unter dem Titel „Ist die Fallenjagd noch zeitgemäß“ erläuterte Benno Kraut die Wichtigkeit dieses Themas. Kurse zur Ausbildung der Jäger, um die Fallenjagd fachgerecht zu betreiben, werden von der Kärntner Jägerschaft angeboten. Die Kenntnis der heimischen


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Kärntner Jäger

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Tierwelt umfasst für Jäger nicht nur die jagdbaren Tiere – Frau Helga Happ führte fachkundig in die Welt der heimischen Reptilien ein. Neben Schießseminaren für Kugel- und Schrotschuss werden auch praktische Anleitungen zum Hochund Ansitzbau geboten. In Hermagor bildet sich ein neuer Jägerinnenstammtisch unter der Organisation von Frau Dietrun Riedel-Waysocher. Ein Ziel ist es, diese Bildungseinrichtung in allen Bezirken zu verankern. Die neu gegründete Bildungsplattform der Kärntner Jägerschaft bietet eine Reihe interessanter Referate im Spannungsfeld Jagd zur Weiterbildung an. Das Kulturgut Jagd der nachkommenden Generation zu öffnen,

ist Bildungsauftrag der Kärntner Jägerschaft. Im Rahmen Wild-Wald-Schule konnte ein neuer Jagdrucksack als Anschauungsmaterial den Jägern, die sich dankenswerter Weise dieser Aufgabe widmen, zur Verfügung gestellt werden. Eine hauptverantwortliche Naturpädagogin wird ab Herbst die Vermittlung Natur-Jagd-Umwelt professionell gestalten. Die Kooperation mit der Schülerzeitung „Mini-Max“ wird auf Grund der guten Rückmeldung der Schüler und Lehrer verlängert. Sechs Mal jährlich werden über dieses Medium Schüler über Themen aus der Natur und Jagd informiert. Schülern, die an Veranstaltungen Wild-Wald-Schule teilnehmen,

wird die von der Kärntner Jägerschaft gestaltetet Broschüre über Wildtiere in Kärnten mitgegeben. Im Sinne von „Bildung fördert Verständnis“ gehen wir einen konsequenten Weg im Miteinander des Naturerlebnisses Jagd. Kulturell bringt sich die Jagdmusik im Gesang sowie als Hörnerklang verstärkt in der Gesellschaft ein und bereichert das musikalische Geschehen. Hubertusmessen und Jägerwallfahrten schaffen Zugänge zur Jagd auf breitem Niveau. Wir Jäger leben unser Brauchtum, geschöpft aus der Tradition, weiterentwickelt für die Zukunft. Ich danke allen, die dazu beitragen, den verdienten Stellenwert des Kulturgutes Jagd zu erhalten.

Jagdhornbläser und Jagdmusik LJM-Stv. Josef Monz Bei einer kürzlich durchgeführten Veranstaltung der Bildungsplattform in Mageregg zum Thema: „Wie kommuniziere ich Jagd“ hat einer der Referenten, Herr Prof. Dr. med. vet. Rudolf Winkelmayer, eine sehr bedeutsame, klare Feststellung getroffen. Nämlich jene, dass Jagdhornbläser und Wildbret so ziemlich die beste positive Außenwirkung gegenüber der nichtjagenden Bevölkerung haben und in der Breitenwirkung kaum ersetzbar sind. Dies, liebe Jagdhornbläser, sollte uns doch mit etwas Stolz erfüllen und Momente, in denen wir oftmals auch in den eigenen Reihen nicht die notwendige Anerkennung finden bzw. nachdenken, warum wir viel Zeit und Geld in diese Tätigkeit investieren, vergessen machen. Zu all dem denke ich doch, dass es vor allem auch die Freude in uns ist, gemeinsam mit Freunden Jagd, Musik und Kultur intensiv zu erleben. Das abgelaufene Jahr hat den einzelnen Gruppen wiederum eine Vielzahl an Auftritten beschert. Einige haben auch am Internationalen Jagdhornbläserwettbewerb in Weiz teilgenommen. Wieder einmal möchte ich auf die Wichtigkeit der

Teilnahme an solchen Wettbewerben hinweisen. Nicht nur die Te i l n a h m e und das daraus resultierende Ergebnis haben Bedeutung, sondern vor allem die Vorbereitungsarbeit, von welcher jede Gruppe mit Sicherheit musikalisch langfristig profitiert. Ich kann jeder Bläsergruppe aus diesem Grund nur empfehlen, in gewissen Intervallen immer wieder an Wettbewerben teilzunehmen. Es gab im abgelaufenen Zeitraum auch einige, durch einzelnen Bläsergruppen durchgeführte kleinere und größere Veranstaltungen und Jubiläumsfeiern. So denke ich noch immer gerne, und möchte dies stellvertretend für alle anderen erwähnen, an die Jubiläumsveranstaltung „40 Jahre Jagdhornbläsergruppe Wolfsberg“. Beste Organisation und eine große Anzahl an Besuchern, Jägern und vor allem nichtjagender Bevölkerung feierten mit der jubilierenden Gruppe im festlichen Rahmen. Hierzu ein Er-

suchen an alle, die etwas veranstalten oder zu feiern haben und dazu andere einladen wollen: gebt uns die Termine rechtzeitig bekannt und, wenn gewünscht, werden diese sowohl auf der Homepage, wie auch im „Kärntner Jäger“ gerne veröffentlicht. Dasselbe gilt auch für Ehrungen von verdienten Jagdhornbläsern. Bitte die Antragsformulare rechtzeitig zu übermitteln, sodass Urkunde und Abzeichen zum richtigen Zeitpunkt zu Verfügung stehen. Nachdem wir in den letzten Jahren viel in Ausbildung im Rahmen von Bläserkursen investiert haben, werden wir uns ab Herbst verstärkt der Weiterbildung der Hornmeister widmen. Näheres dazu ergeht rechtzeitig an alle Jagdhornbläsergruppen. Ich bedanke mich bei allen Kärntner JagdhornbläserInnen für ihre Tätigkeit während des ganzen Jahres, vor allem bei jenen, welche immer da sind, wenn sie gerufen werden, mit der Versicherung, dass es die Kärntner Jägerschaft sehr wohl zu schätzen weiß, wie wichtig und wertvoll unsere Mitwirkung an der Jagdkultur in Kärnten ist.


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Kärntner Jäger

Jahresabschluss 2012 / Voranschlag 2014 Mag. Wolfgang Rossbacher

A. JAHRESABSCHLUSS ZUM 31.12.2012 Das Jahr 2012 schließt mit einem positiven Ergebnis von € 33.105,92 ab. Aufgeteilt auf die einzelnen Bereiche der Kärntner Jägerschaft ergibt sich folgendes Bild: Interessenvertretung Verwaltung Wildökologische Raumplanung

€ 18.775,66 € 11.617,53 € 2.712,73

Budgetiert waren € 4.800,– und der Grund für dieses bessere Ergebnis von € 28.305,92 liegt darin, dass in gewissen Bereichen budgetierte Ausgaben nicht im Jahr 2012 angefallen sind. An Jagdabgabe für das Jahr 2012 wurden € 773.000,– eingenommen, dies entspricht in etwa 50 % der gesamten Jagdabgabe. 2012 wurden € 56.075,59 für Investitionen ausgegeben. Die Investitionen waren für die Bereiche Betriebsausstattung für das Verwaltungsgebäude bzw. für die Bezirke in Höhe von € 31.040,05 und für EDV-Anschaffungen bzw. -Weiterentwicklungen € 25.035,54. Die Kärntner Jägerschaft hat sich entschlossen, für die Instandhaltung der einzelnen Schießstät-

ten größere Geldbeträge zur Verfügung zu stellen und dies wurde im Jahr 2012 mit einem Betrag von € 29.000,– durchgeführt. Festhalten möchte ich nur, dass im Jahr 2012 keine außergewöhnlichen Ausgaben getätigt werden mussten. Der Jahresabschluss 2012 wurde bereits von unserem Wirtschaftsprüfer mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die im Jahr 2010 und 2011 gebildeten Rücklagen für die Instandhaltung bzw. für die Revitalisierung des Schlosses können voraussichtlich ab Herbst 2013 in Anspruch genommen werden.

Für Investitionen wurden rund € 60.000,– berücksichtigt, die vor allem für den Bereich Schloss Mageregg und für den Bereich EDV verwendet werden.

B. VORANSCHLAG 2014

Für das Jahr 2014 wurden keine außergewöhnlichen Ausgaben budgetiert.

Der Voranschlag für das Jahr 2014 wurde, wie in der Vergangenheit, äußerst gewissenhaft und unter dem Aspekt der Sparsamkeit erstellt. Es ist mit einem Jahresergebnis von € 9.850,– zu rechnen. Die Aufteilung auf die 3 Bereiche stellt sich wie folgt dar: Interessenvertretung Verwaltung Wildökologische Raumplanung

€ €

7.400,– 1.650,–

800,–

Für die Einnahmen der Jagdabgabe für das Jahr 2014 wurde ein Betrag von € 848.000,– veranschlagt. Die ökologischen Maßnahmen, für die wiederum ein Betrag von rund € 85.000,– angesetzt worden ist, können wie jedes Jahr mit größter Vorsicht und Sorgfalt aufgrund der eingelangten Anträge verausgabt werden. Alle übrigen Bereiche wurden mit einem Erhöhungssatz von 2 bis 3 % angesetzt.

Die eventuellen Sanierungsmaßnahmen für das Schloss Mageregg werden aus den seinerzeit gebildeten Rücklagen getätigt. Mein Dank gilt für die hervorragende Zusammenarbeit unserer Geschäftsführerin, Frau Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger, Frau Ruth Ukowitz und Herrn Otto Kornprat für die mit größter Umsicht durchgeführten Arbeiten.

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Kärntner Jäger

Finanzgebarung

S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

FINANZGEBARUNG

Nr. 209/2013

Gewinn-und-Verlust-Rechnung FÜR DIE ZEIT VOM 1. JÄNNER BIS ZUM 31. DEZEMBER 2012 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen Erträge aus Auflösung von Rückstellungen

I. EINNAHMEN

11.866,98 11.866,98

INTERESSENVERTRETUNG Sachbereich Prüfungsgebühren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Verkaufserlöse Waren . . . . . . . . . . . . . . . . . Verkauf Abzeichen 60 Jahre Ktn.J. . . . . . Rückvergütung BK/Vers./FA . . . . . . . . . . Sonstige Erlöse (20 %) . . . . . . . . . . . . . . . . Centausgleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

47.700,00 2.869,45 130,00 546,71 38,64 0,64 51.285,44

JAGDWIRTSCHAFT Aktionen – Projekte Erlöse Wildwarnreflektoren (WWS) . . . . .

23.499,72 23.499,72

Wildforschung Erlöse Wildmarken . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

48,40 48,40

JAGDLICHE AUS- UND FORTBILDUNG Aus- und Fortbildung Rückvergütung Druckkosten . . . . . . . . . . Div. Kursgebühren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

12.469,50 4.136,00 16.605,50

JAGDRECHT UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Mitteilungsblatt Erlöse Inserate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Skontoaufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

72.860,94 - 115,34 72.745,60

Landesgeschäftsstelle Mieterträge Lehrsaal . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mieterträge Büros . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wildpark Erlöse Wildverkauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

6.779,63 3.318,87 7.487,51 16.104,96 33.690,97 872,07 2.391,48 3.263,55 2.549,52 2.549,52

MITGLIEDSBEITRÄGE UND SONSTIGE ERTRÄGE Mitgliedsbeiträge und sonstige Erträge Anteil Jagdabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitgliedsbeiträge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jagdkartenb. inkl. Haftpflichtvers. . . . . . Sonstige betriebl. Erträge . . . . . . . . . . . . . Zinserträge aus Bankguthaben . . . . . . . .

Ktn. Jägerschaft Verwaltungsbereich Jagdkartenbeiträge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 158.683,70 Jagdgastkartenbeiträge . . . . . . . . . . . . . . . 29.770,30 Jagdabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 480.000,00 Jagdabgabe Vorjahre . . . . . . . . . . . . . . . . . 101,00 Geb.Abg.Ausstell.JK,Besch.,JAES . . . . . . 26.723,40 Prüfungsgeb. Jagdaufseher-, Berufsj.prüfg. 6.108,10 Druckkostenbeitrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47.242,00 Erträge Bezirk Feldkirchen . . . . . . . . . . . . 135,13 Erträge Bezirk Hermagor . . . . . . . . . . . . . 1.175,33 Erträge Bezirk Klagenfurt . . . . . . . . . . . . 247,20 Erträge Bezirk St. Veit/Glan . . . . . . . . . . . 573,41 Erträge Bezirk Spittal/Drau . . . . . . . . . . . 901,59 Erträge Bezirk Villach . . . . . . . . . . . . . . . . 9,60 Erträge Bezirk Völkermarkt . . . . . . . . . . . 281,14 Erträge Bezirk Wolfsberg . . . . . . . . . . . . . 1.538,08 Zinserträge aus Bankguthaben . . . . . . . . 584,73 Säumniszuschläge aus Jagdabgabe . . . . . 1.853,83 Mahngebühren aus Jagdabgabe . . . . . . . . 508,30 Mahngebühren Jagdabgabe Vorjahre . . . . – 3,00 756.433,84 Übrige Provisionserlöse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sonstige betriebliche Erträge 20 % Ust .

190.000,00 817.386,57 269.162,10 3.078,45 2.623,03 1.282.250,15

1.152,52 750,00 1.902,52

WILDÖKOLOGISCHE RAUMPLANUNG Anteil Jagdabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

MAGEREGGER STRASSE 175 - 179 Jägerhof Schloss Mageregg Erlöse aus Betriebskosten 20% . . . . . . . . Erlöse aus Betriebskosten 0 % . . . . . . . . . Mieterlöse 20 % . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Pacht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

VERWALTUNG

Summe der Einnahmen

103.000,00 103.000,00

. . . . . . . . . . . . . . . . 2.361.792,39

II. AUSGABEN (Aufwendungen) INTERESSENVERTRETUNG Personalbereich DAE LJM und LJM-Stv. . . . . . . . . . . . . . . DAE BJM und Finanzreferent . . . . . . . . . Löhne/Gehälter IV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dot. Abfertigungsrückst. Angestellte . . . . Dot. Rückst.n.kons.Urlaub Angestellte . . Dot. Rückst. Zeitguthaben Angestellte . . Mitarbeitervorsorgebeiträge Angest. IV . Gesetzlicher Sozialaufwand Angest. IV . Dienstgeberbeitrag IV . . . . . . . . . . . . . . . . Freiwilliger Sozialaufwand . . . . . . . . . . . . Reisekosten LJM und LJM-Stv. . . . . . . . . Reisekosten Funktionäre . . . . . . . . . . . . . . Reisekosten Sekretäre . . . . . . . . . . . . . . . .

12.273,00 28.764,66 103.407,72 5.414,59 9.434,33 2.258,76 152,10 21.868,37 4.653,38 3.798,82 18.256,66 254,30 707,83 211.244,52


FINANZGEBARUNG

Nr. 209/2013

Sachbereich planm. Abschreibung immatr. Vermögensg. 2.146,40 planm. Abschreibung beb. Grundstücke . 34.487,70 planm. Abschr. Betriebs- u. Geschausst. . 55.916,59 Abschreibung geringw. Wirtschaftsgüter . 339,68 planm. Abschr. Bezirk Feldkirchen . . . . . 1.322,16 planm. Abschr. Bezirk Hermagor . . . . . . . 968,29 planm. Abschr. Bezirk Villach . . . . . . . . . . 2.167,77 planm. Abschr. Bezirk Wolfsberg . . . . . . . 2.011,73 planm. Abschr. Bezirk St. Veit/Glan . . . . . 45,64 planm. Abschr. Bezirk Spittal/Drau . . . . 1.754,94 planm. Abschr. Bezirk Völkermarkt . . . . . 671,76 planm. Abschr. LGst . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.123,19 planm. Abschr. WÖRP . . . . . . . . . . . . . . . . 3.181,95 AKM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.439,75 Wahlen/Aufwendungen HRL . . . . . . . . . . 29,75 Telefon, Telefax . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8.397,44 Porto und sonst. Postgebühren . . . . . . . . . 5.957,47 Miet- und Pachtaufwand . . . . . . . . . . . . . . 9.405,89 Miete Kopierer (inkl. FAX u. Scanner) . . 4.077,46 Zweckgebundene Mittel (Ökoschilling) . . 35.174,10 Projekte ökolog. Maßnahmen . . . . . . . . . . 85.927,11 Büromaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8.183,36 Instandhaltung Homepage . . . . . . . . . . . . 4.565,89 Instandhaltung EDV, Hard-/Software . . . 14.697,77 Urkundendruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.175,29 Lohnverrechnungsaufwand . . . . . . . . . . . . 6.594,54 Inserate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.509,58 Abzeichen, Medaillen . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.778,00 Repräsentationsaufwand . . . . . . . . . . . . . . 5.972,66 Spenden und Trinkgelder . . . . . . . . . . . . . 100,00 Dekoration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105,49 Sachversicherungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.181,43 Steuern, Gebühren, Versicherungen . . . . . 1.371,97 Wirtschaftsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.030,00 Beratungsaufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11.410,27 Mitgliedsbeitrag ZÖLJV . . . . . . . . . . . . . . 30.160,00 Mitgliedsbeitrag ÖNB/Kärnten . . . . . . . . 1.698,06 Mitgliedsbeiträge div. . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.289,54 Spesen des Geldverkehrs . . . . . . . . . . . . . . 13.661,08 Jagdkarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10.094,88 Spesen bei Prüfungen . . . . . . . . . . . . . . . . 19.764,89 Sonstiger betrieblicher Aufwand . . . . . . . 315,62 Skontoertrag sonst. betriebl. Aufwand . . – 2.469,69 Subvention Schießstätten allgemein . . . . 29.000,00 Kapitalertragsteuer (anrechenbar) . . . . . . 8,90 435.746,30 Jagdkarten Jagdkartenabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Haftpflichtversicherungen . . . . . . . . . . . . Unfallversicherungen . . . . . . . . . . . . . . . . .

158.683,70 91.162,50 48.644,00 298.490,20

Kärntner Jäger

JAGDLICHE AUS- UND FORTBILDUNG Aus- und Fortbildung Druckkosten Skripten, and. Lernbehelfe Fortbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berufsjäger – Ausbildung/Exkursion . . . Jagdhornblasen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Chor der Kärntner Jägerschaft . . . . . . . . . Brauchtum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kurse, Seminare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jägerwallfahrt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Brauchtum, Veranstaltungen . . . . . . . . . . .

2.904,71 10.846,56 5.678,24 7.713,24 3.323,49 3.300,00 3.058,23 6.021,20 993,98 43.839,65

JAGDHUNDEWESEN Aufwendungen Aufwendungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DAE/Subventionen (Jagdhundew.) . . . . . Ankauf- u. Impfsubvent. BHS . . . . . . . . .

5.619,80 1.670,00 8.700,00 15.989,80

WAFFEN- UND SCHIESSWESEN Aufwendungen Landesschießen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Österr. Jägerschaftsschießen . . . . . . . . . . . Disposition Schießreferent . . . . . . . . . . . .

3.258,25 2.992,14 9.716,94 15.967,33

JAGDRECHT UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Jagdrecht Rechtsberatung/Jagdgesetz . . . . . . . . . . . . Disz.Anwalt, Beisitzer, Disz.Senate . . . . . Wildwarnreflektoren, Wildwarnsysteme . Wildschadenverhütung . . . . . . . . . . . . . . .

Öffentlichkeitsarbeit Projekt Wald-Wild-Schule . . . . . . . . . . . . Fachliteratur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zeitungen und Zeitschriften . . . . . . . . . . . Printmedien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Messen und Ausstellungen . . . . . . . . . . . . Öffentliche Auftritte . . . . . . . . . . . . . . . . . . Vollversammlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Konferenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . LJM-Konferenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . AGJSO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Mitteilungsblatt Werbeabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Porto Mitteilungsblatt . . . . . . . . . . . . . . . . Druckkosten Mitteilungsblatt . . . . . . . . .

5.573,20 91,06 26.984,76 53.235,78 85.884,80 18.935,11 158,50 3.018,09 3.634,44 5.752,66 12.149,83 9.333,93 12.416,99 2.877,00 6.837,30 75.113,85 3.291,87 30.403,00 91.872,32 125.567,19

JAGDWIRTSCHAFT Aktionen – Projekte Ohrmarken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aktion Wiedehopf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Div. Aktionen der KJ . . . . . . . . . . . . . . . . . Steinwildhegegemeinschaft . . . . . . . . . . .

Wildforschung Fonds der ZÖLJV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wilduntersuchungen . . . . . . . . . . . . . . . . .

228,00 8.732,88 18.178,70 12.948,00 40.087,58

26.299,52 272,66 26.572,18

MAGEREGGER STRASSE 175 - 179 Jägerhof Schloss Mageregg Instandhaltungen sonstige . . . . . . . . . . . . Betriebskosten 20% . . . . . . . . . . . . . . . . . . Betriebskosten 10 % . . . . . . . . . . . . . . . . . Wasser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Strom Jägerhof . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gas und Heizöl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Versicherungen, Gebühren u.a. Schloss . . Zinsen für Darlehen Hypo . . . . . . . . . . . .

6.908,02 974,70 659,90 1.291,63 1.717,82 11.090,97 15.391,11 56,78 38.034,15

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Kärntner Jäger

FINANZGEBARUNG

Nr. 209/2013

Landesgeschäftsstelle Reinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Instandhaltung Lds.Gesch.Stelle . . . . . . . Strom Verwaltungsgeb. . . . . . . . . . . . . . . .

1.342,32 6.041,97 4.149,84 11.534,13

WILDPARK Personalbereich Gehälter Wildpark . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dot. Rückst.n.kons.Urlaub Wildpark . . . . Dot. Rückst. Zeitguthaben Arbeiter . . . . . Dot. Abfertigungsrückst. Wildpark . . . . . Gesetzlicher Sozialaufwand Wildpark . . Dienstgeberbeitrag Wildpark . . . . . . . . . .

Sachbereich Abschreib.geringw. Wirtschaftsgüter . . . . Instandhaltung Park . . . . . . . . . . . . . . . . . Futtermittel/Tierärztl. Betreuung . . . . . .

Sonstige betriebliche Aufwendungen Spesen Auslandsüberweisungen . . . . . . . . Buchwerte ausg. Sachanlagen (Verluste) .

28.422,48 478,14 455,91 – 221,83 6.696,05 1.412,68 37.243,43 506,44 11.730,58 5.455,21 17.692,23 22,00 0,83 22,83

VERWALTUNG Personalbereich Gehälter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitarbeitervorsorgebeiträge Angestellte . Gesetzlicher Sozialaufwand . . . . . . . . . . . Dienstgeberbeitrag Verwaltung . . . . . . . .

Sachbereich Feste Gebühr an FA f. Gebühren . . . . . . . Instandhaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aus- und Fortbildung Verwaltung . . . . . . PKW Aufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Weiterleitung Ktn. Landesreg. aus Vorj. . . Aufwandsentschädigung (gem. § 39/1) . . Betriebskosten Verwaltung . . . . . . . . . . . . Reisekosten Sekretäre Verwaltung . . . . . . Telefon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

353,681,35 5.174,45 62.426,40 15.896,98 437.179,18 16.880,90 7.625,12 4.459,00 4.422,72 1.176,25 87.993,52 13.929,41 2.387,73 12.244,34

Porto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mietaufwand Bezirke . . . . . . . . . . . . . . . . . Miete Kopierer/and. Geräte BGSt. . . . . . . Sonstiger Aufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ktn. Jagdaufseherverband (Jagdabg.) . . . EDV-Aufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Drucksorten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Büromaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Druckkosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fachliteratur Verwaltung . . . . . . . . . . . . . . Aufsichtsjäger, Berufsjäger . . . . . . . . . . . . Haftpflichtversicherung Jagdgastkarten . Bankspesen und Bankzinsen BGSt. u. Verw. Bezirksgruppe Feldkirchen . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Hermagor . . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Klagenfurt . . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe St. Veit/Glan . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Spittal/Drau . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Villach . . . . . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Völkermarkt . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Wolfsberg . . . . . . . . . . . . . . Schießsubvention Bezirksgruppen . . . . . .

12.879,62 23.966,16 17.416,85 768,40 12.000,00 643,48 4.306,90 5.654,99 5.211,34 2.818,55 4.695,04 7.216,00 4.895,31 4.032,06 4.726,42 2.813,07 4.631,74 23.630,56 4.271,85 2.632,81 5.982,39 3.227,12 309.539,65

WILDÖKOLOGISCHE RAUMPLANUNG Personalbereich Gehälter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitarbeitervorsorgebeiträge Angestellte . Gesetzlicher Sozialaufwand . . . . . . . . . . . Dienstgeberbeitrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Sachbereich EDV-Kosten (inkl. Wartung) . . . . . . . . . . . Reisekosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Telefon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Büromaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wildökologische Raumplanung . . . . . . . . Wildökologischer Informationstag . . . . . .

Summe Ausgaben (Aufwendungen) . . . . . . Betriebsergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

71.955,51 1.084,33 14.261,60 3.237,99 90.539,43

884,08 1.847,02 412,41 49,20 8.177,25 1.028,08 12.398,04

2.328.686,47 33.105,92

DIGISCOPING – damit Augenblicke unvergesslich werden In jedem Jäger steckt ein guter Tierfotograf. Davon ist Andreas Kieling überzeugt, der selbst auf die Jagd geht – unter anderem nach den besten Bildern. Denn er ist einer von vielen Jägern, die mit „Digiscoping“ eine ganz neue Art der Jagd erleben und auf diese Weise beeindruckende Momente festhalten. Es gibt diese Möglichkeit. Und noch dazu eine recht einfache – indem Sie Ihre Digitalkamera mit einem passenden Adapter und wenigen Handgriffen an Ihrem Teleskop befestigen und auf diese Art

Ihre Erlebnisse ganz einfach festhalten können. Sie müssen weder ein renommierter Fotograf sein noch über jahrelange Übung verfügen, um mit Digiscoping großartige Momente einzufangen. Alles, was Sie benötigen, ist eine digitale Kompakt- oder Spiegelreflexkamera und die Digiscoping-Ausrüstung von SWAROVSKI OPTIK. Diese besteht aus einem hochwertigen Teleskop und einem passenden Adapter, mit dem Sie Ihre Kamera am Teleskop befestigen können. Übrigens: Wenn Sie die Kamera

nicht benötigen, können Sie diese einfach hochklappen und das Teleskop regulär benutzen. Sie bleiben also stets flexibel! Mehr Tipps und Tricks unter www.swarovskioptik.com/digiscopinghunting Reichen Sie Ihre spektakulärste Aufnahme beim Wettbewerb Digiscoper Of The Year ein. Als Hauptpreis wartet eine komplette Digiscoping-Spezialausrüstung von SWAROVSKI OPTIK. (Anzeige)


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JAGDRUCKSACK Bereits am Hegeringleitertag 2013 wurde das Ergebnis der von Landesjägermeister DI Dr. Gorton in Auftrag gegebenen Überarbeitung des alten Schulkoffers, der neue Jagdrucksack, präsentiert. Nach testweisem Einsatz und Erprobung auf Praxistauglichkeit liegt der neue Jagdrucksack nunmehr in seiner endgültigen Form zur Entlehnung sowohl in den Bezirksgeschäftsstellen als auch in der Landesgeschäftsstelle vor. Das Projekt „Wald-Wild-Schule“ wurde vor vielen Jahren durch die Kärntner Jägerschaft ins Leben gerufen. Mit dieser Aktion sollen Kinder, Jugendliche aber auch deren Begleitpersonen und interessierte Erwachsene mit Lebensräumen vertraut gemacht werden: Es soll das Wissen über heimische Wildtiere vertieft werden, das richtige Verhalten in der Natur vermittelt sowie Verständnis für die Jagd geweckt werden. Der Jagdrucksack wurde – von einem kleinen Projektteam unter Federführung der Landesgeschäftsstelle – kreiert, um die engagierten Jägerinnen und Jäger im Rahmen der „Wald-Wild-Schule“-Aktivitäten mit Anschauungsmaterial zu unterstützen. Eine Begleitmappe soll der Orientierung und Inspiration dienen, wobei auf den letzten Seiten Platz gelassen wurde, um Ideen aufzuzeichnen oder sonstige Mitteilungen zu machen. Es soll ein „Rüstzeug“ von Jägerinnen und Jägern für Jägerinnen und Jäger sein. Bitte lassen Sie uns wissen, wenn Sie Ergänzungsvorschläge haben.

Cornelia Korak Seit meiner Kindheit und Jugend habe ich mich in der Natur schon immer zu Hause gefühlt. Flora und Fauna sind ein Fixbestand meiner Freizeitgestaltung und des Tagesablaufs! Meine Neugierde begleitete mich

INITIATIVE ZUR VERSTÄRKUNG DER „WALD-WILD-SCHULE“PROJEKTE Der Landesvorstand der Kärntner Jägerschaft hat beschlossen, den öffentlichkeitswirksam aktiven Jägerinnen und Jägern mehr Unterstützung zukommen zu lassen und Ihnen im Rahmen der BILDUNGSPLATTFORM auch speziell auf ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (mittlerweile auch mit Erwachsenen) zugeschnittene Weiterbildungsprogramme anzubieten. Zur Verstärkung der Kinder- und Jugendarbeit durch Kärntens Jägerinnen und Jäger hat die Kärntner Jägerschaft ein Projekt – vorläufig für die Dauer eines Jahres – in Auftrag gegeben: Zielsetzung des Projektes ist sowohl eine strukturell-organisatorische, didaktische als auch thematische Forcierung der Kinder- und Jugendarbeit durch Kärntens Jägerinnen und Jäger u.a. mit folgenden Maßnahmen: ◆ Erfassung der Jägerinnen und Jäger, welche bereits bisher im Bereich des „Wald-Wild-Schule“-Projektes tätig sind bzw. Interesse daran haben ◆ Erstellung eines Jahresprogramms / Ideengebung für die Kinder- und Jugendarbeit der Kärntner Jägerschaft ◆ didaktische Aufbereitung / Herstellung von Unterlagen / Erstellung von Lehr- und Anschauungsmaterial ◆ Kontaktaufnahme mit Jägerinnen und Jägern vor Ort zur

wie ein treuer Weggenosse zu allen Fortbildungsseminaren und so konnte ich mit meinem erworbenen Wissen bald auch die Ausbildung zur Waldpädagogin und den Naturund Landschaftsführer erfolgreich abschließen. Es folgten die „grüne Matura“ und neue Ideen für zahlreiche Ausflüge in Wald und Flur. Mir ist es wichtig, den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu zeigen, welche Geheimnisse die Natur uns täglich offenbart, so dass

Der neue Jagdrucksack vollgepackt mit Anschauungsmaterial und unterschiedlichster Hilfsmittel wie z. B. Becherlupen.

Durchführung konkreter Maßnahmen bzw. Veranstaltungen ◆ Koordination mit Institutionen des Schulwesens ◆ Organisation und Durchführung von themenbezogenen Schulveranstaltungen / Durchführung konkreter Aktionen Den Auftrag hat die Jägerin und Waldpädagogin Cornelia Korak (Kurzporträt siehe unten) erhalten. Ihre Aufgabe ist es nunmehr, in einem ersten Schritt die Jägerinnen und Jäger, welche im Rahmen des „Wald-Wild-Schule“-Projektes aktiv sind bzw. Interesse daran haben, zu erfassen und mit ihnen mittels Fragebogen (den Sie auf der Rückseite zum Heraustrennen finden) Kontakt aufzunehmen. Bitte machen Sie von diesem Angebot Gebrauch und retournieren Sie den ausgefüllten Fragebogen an eine der angegebenen Adressen (postalisch oder per EMail). GF Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger

wir immer noch aufs Neue staunen, erleben und entdecken dürfen.

DA BIN ICH AUCH DABEI: ◆ Jahreszeitenprojekte für Kindergärten und Schulen ◆ Jugendprojekte zum Thema „Mobilität“ in der Gemeinde Griffen ◆ Schutzgebietsbetreuung des Griffner Schlossberges und Lamprechtskogels in Mittertrixen ◆ „Natur Unterwegs Kids“ Griffen ◆ Jagdliche Ausgänge


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WA L D – W I L D – S C H U L E

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FRAGEBOGEN

Wald – Wild – Schule Name: …………………………………………………………………………………………………..

Adresse: ……………………………………………………………………………………………...... ……………………………………………………………………………………………………………

1. Können Sie sich vorstellen, mit Kindern oder Jugendlichen im Rahmen des „WaldWild-Schule“-Projektes aktiv zu sein? Ja

Nein

2. Haben Sie Interesse jagdliche Projekte (Bau von Nistkästen, Anlegen von Hecken usw.) an der Schule in Ihrer Gemeinde mit Ihrem Wissen zu unterstützen? Ja

Nein

3. Haben Sie Interesse jagdliche Projekte (Bau von Nistkästen, anlegen von Hecken usw.) an der Schule in Ihrer Gemeinde mit Ihrem Wissen zu leiten? Ja

Nein

4. Haben Sie Interesse an einer jagdpädagogischen Fortbildung im Schloss Mageregg? Ja

Nein

5. Haben Sie Kinder, Jugendliche oder Erwachsene schon einmal weidmännisch durch Wald und Flur begleitet? Ja

Nein

6. Welche Wünsche oder Anregungen haben Sie noch zu dem Thema: Jugend, Kinder und Jagd? ……………………………………………………………………………………………………………

DANKE! …………………………………………………………………………………………………………… Bitte retournieren an: Cornelia Korak, Marienweg 12, 9112 Griffen, E-Mail: cornelia.korak@gmx.at, Tel. 0676/7111 678

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B I L D U N G S P L AT T F O R M

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Bildungsplattform – Veranstaltungen GAMSWILD – LEBEN AUF DER KANTE Am 18. und 19. April 2013 veranstaltete die Kärntner Jägerschaft in Kooperation mit dem Nationalpark Hohe Tauern die Fachtagung „Gamswild – Leben auf der Kante“. Das Symposium fand im BIOS Nationalparkzentrum in Mallnitz, mitten in einem typischen Gamslebensraum, statt. Gamswild, das Wappentier der Kärntner Jägerschaft, ist von Natur aus vorwiegend in den Gebirgsbereichen oberhalb der Waldgrenze und damit in zunehmend extremer werdenden Lebensräumen anzutreffen. Die dafür notwendigen Anpassungen sowie die aktuelle Situation des Gamswildes in Österreich und den Nachbarländern stellten die Tagungsschwerpunkte dar. Hochkarätige Referenten wie Hubert Zeiler, Peter Meile, Hubert Schatz und viele weitere boten den mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern interessante Einblicke in Bestandesdynamik, Lebensraumnutzung, physiologische Anpassungen und Gefährdungen dieser hochspezialisierten Wildart. Das von Fachdiskussionen dominierte Abendprogramm der informativen und gelungenen Veranstaltung wurde durch ein Wildbuffet der Kärntner Jägerschaft kulinarisch noch zusätzlich aufgewertet.

WIE KOMMUNIZIERE ICH JAGD NACH AUSSEN? Am 24. April 2013 fand die nächste Bildungsplattform in Ma-

Die drei Referenten mit den Verantwortlichen der Bildungsplattform, LJM-Stv. Monz und GF Mag. Burgstaller-Gradenegger

Über 120 Teilnehmer füllten den Saal bei der Weiterbildungsveranstaltung in Mallnitz.

geregg statt. Das Thema dieser Veranstaltung war hochbrisant: „Wie kommuniziere ich Jagd nach außen? Der Jäger zwischen Weidgerechtigkeit und dem Vorwurf des Lusttöters.“ Im Brennpunkt stand das Ergebnis einer aktuellen Studie des Linzer Market Institutes für Markt-, Meinungs- und Mediaforschung, welches belegt, dass die Jagd in Österreich zwar eine hohe Akzeptanz hat, der Jäger selbst jedoch einen schlechten Ruf genießt. Dieser Imageverlust gibt Grund zum Nachdenken und zeigt dringenden Handlungsbedarf. Die drei hochkarätigen Referenten Alexander Schwab, Univ.-Prof. Mag. Dr. theol. Leopold Neuhold sowie Prof. Dr. med. vet. Rudolf Winkelmayer beleuchteten die Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln und zeigten Lösungsansätze auf: Alle Vortragenden waren sich einig, dass das Tun des Jägers in der Öffentlichkeit immer stärker wahrgenommen, gleichzeitig aber auch zunehmend kritisch betrachtet wird. Der Jäger wird sehr oft klischeehaft und nur aus einem ganz bestimmten Blickwinkel dargestellt. Dies zeigt sich zum Beispiel am Begriff des Hobbyjägers. Dadurch wird laut Alexander Schwab gezielt versucht, die Befähigung, den Charakter und die Persönlichkeit jedes einzelnen Jägers herunterzuspielen. Die Sonderstellung des Jägers: seine Identität, seine Individualität, seine Waffe, seine Sprache, die oft zu einer einseitigen Wahrnehmung

führt, ist aber gleichzeitig auch eine seiner größten Stärken. Dadurch lässt sich ein hoher Wiedererkennungswert schaffen, der entsprechend positiv verknüpft werden muss. Die Jagd kann sich heutzutage nicht mehr nur auf Weidgerechtigkeit und Hege konzentrieren, sondern muss alle das Wild betreffende Themen sowie auch jagdferne Aspekte, wie beispielsweise die allgemeine Umweltsituation sowie die Naturnutzung des Menschen, berücksichtigen und entsprechende Kompetenz unter Beweis stellen und beanspruchen. Der Jäger selbst muss sein Tun kritisch hinterfragen und dementsprechend ethisch handeln, denn Glaubwürdigkeit entsteht nur durch entsprechendes Handeln. Dieses positive Bild der Jagd und des Jägers muss der Öffentlichkeit näher gebracht werden. Einzelne Veranstaltungen, wie ein Jagdhornblasen hier und ein Jägerball dort, werden dazu nicht ausreichen, sondern wird es zukünftig nötig sein, diese Veranstaltungen zu koordinieren und klar festzulegen, welche Botschaft dadurch beim Empfänger, also der nichtjagenden Bevölkerung, ankommen soll. Im Anschluss an die drei Vorträge erfolgte eine ausgiebige Diskussionsrunde. Die Bildungsplattform wird sich auch zukünftig mit dem Thema Öffentlichkeitsarbeit auseinander setzen. Es ist geplant, in der nächsten Veranstaltung konkrete Vorgangsweisen und Strategien vorzustellen, mit denen oben Gesagtes effizient umgesetzt werden kann. G.M.


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Kärntner Jagdaufseherverband 40 Jahre für die Jagdaufseher und das Jagdschutzwesen im Lande Der Kärntner Jagdaufseher-Verband (KJAV) wurde am 22. Februar 1973 von einem siebenköpfigen Proponentenkomitee um die Person des damaligen Sirnitzer Landesbeamten OAR Ignaz Gütensfelder in Klagenfurt als Vertretungsorganisation der nebenberuflichen Jagdschutzorgane Kärntens auf Vereinsbasis gegründet. Die vordergründigen Ziele dieses Zusammenschlusses waren eine bessere rechtliche Absicherung der Jagdaufseher im Jagdgesetz, Zuerkennung von mehr Verantwortung und Kompetenz bei der Ausbildung der zukünftigen Aufsichtsjäger sowie die Schaffung von Möglichkeiten für eine laufende Fort- und Weiterbildung der beeideten Jagdschutzorgane im Lande. Seit dem Jahre 1991 wird der Verband vom heute noch amtierenden Landesobmann Bernhard Wadl geleitet, der auch für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich zeichnet.

DER KJAV ZÄHLT HEUTE KNAPP 2.000 MITGLIEDER Der KJAV existiert heute innerhalb der Kärntner Jägerschaft als Verein, dem bis dato knapp 2.000 Mitglieder (neben- und hauptberufliche Jagdaufseher und einige Berufsjäger) angehören. Die Organisation gliedert sich in acht Bezirksgruppen und diese wiederum in Talschaften. Alle Jagdschutzorgane sind gleichzeitig auch Mitglieder der Kärntner Jägerschaft, mit der es eine ausgezeichnete Zusammenarbeit gibt. Seit 1974 gestaltet der Verband für seine Mitglieder das vierteljährlich erscheinende Mitteilungsorgan „DER KÄRNTNER JAGDAUFSEHER“ mit aktuellen Informationen zu jagd-, natur-, umwelt- und tierschutzrechtlichen Bestimmungen. Diese Verbandszeitung präsentiert sich heute als Quelle für eine interessierte Lesergemeinschaft und wird über unsere Grenzen hinweg als ausgezeichnetes und viel gelobtes Fachmedium geschätzt. Seit dem gleichen Jahr veranstaltet der

DER KJAV IST VORBILD IM ÖSTERREICHISCHEN JAGDAUFSEHERGESCHEHEN

LO Bernhard Wadl mit dem bereits verstorbenen Verbandsgründer OAR i.R. Ignaz Gütensfelder bei dessen 80. Geburtstag am 9. September 2005 in Sirnitz.

KJAV für Jagdaufseherprüfungsaspiranten einen 16-tägigen, sehr intensiven und fachspezifischen Vorbereitungskurs. Als besondere Serviceleistung hat der Verband für seine Mitglieder einen Rechtsschutzfonds eingerichtet, aus dem die Rechtsberatung und -vertretung von im Jagdschutzdienst tätigen Mitgliedern finanziert wird.

Der Kärntner Jagdaufseher-Verband erfüllt heute mit seiner Größe, Struktur, Mitgliederverwaltung und -information, dem gesetzlichen Statut des Jagdschutzdienstes im Kärntner Jagdrecht und seiner anerkannten gesellschaftspolitischen Stellung im öffentlichen Leben ohne Zweifel eine Vorbildrolle im österreichischen Jagdaufsehergeschehen. Über Kärnten hinaus wirken noch in den Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg an Mitgliederzahl kleinere Jagdaufseher-Verbände.

DER JAGDAUFSEHER – DER „POLIZIST“ IM JAGDWESEN Das Jagdschutzorgan genießt „Beamtenstatus“ in dem von ihm zu beaufsichtigenden Revier und kann für zwei Jahre auf einen quasi „Kündigungsschutz“ verweisen. Er ist der „Polizist“ im Jagdwesen – seinem Revier als örtlichen und sachlichen Wirkungsbereich. Der

Der amtierende Landesvorstand des KJAV am 22. Feber 2013 vor der Heimstätte der Kärntner Jägerschaft, dem Jägerschloss Mageregg.


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öffentlichen Aufsicht) der Kärntner Landesregierung und unterliegen als solche der Organ- und Amtshaftung.

NEU BELEBTE ZUSAMMEN ARBEIT MIT DER KÄRNTNER BERGWACHT

Sie pflegen eine funktionierende Zusammenarbeit auf höchster jagdliche Ebene – LO Bernhard Wadl und LJM DI Dr. Ferdinand Gorton.

Jagdaufseher hat im Dienst seinen Dienstausweis mitzuführen und das Dienstabzeichen sichtbar zu tragen. Zu seinen Hauptaufgaben gehören der Wildschutz und die Überwachung der Vollziehung jagdrechtlicher (sowie naturschutz- und tierschutzrechtlicher) Bestimmungen im Jagdrevier. Das Jagdschutzorgan darf unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen Personen (auch Jäger) im Revier anhalten, ihre Identität feststellen, Personen, deren Gepäck oder Fahrzeuge durchsuchen und im strengsten Fall auch Verdächtige festnehmen. Jagdschutzorgane handeln als „Beamte“ (Organe der

Seit Juni 2004 ist Bernhard Wadl als Mitglied im Landesvorstand der Kärntner Jägerschaft auch der offizielle Vertreter der Jagdschutzorgane auf höchster jagdlicher Ebene. Bei der Landesvollversammlung im Jahre 2009 im Kultursaal Afritz wurde die schon seit Jahren funktionierende Zusammenarbeit mit der Kärntner Bergwacht neu belebt. Landesleiter Mag. Johannes Leitner hat als Gastreferent viele interessante Informationen über den Wachkörper „Kärntner Bergwacht“ und dessen umfangreiche und verantwortungsvolle Arbeit für Natur- und Umweltschutz vermittelt. Seine ausgestreckte Hand für eine zukünftige noch engere Zusammenarbeit wurde von LO Wadl sofort ergriffen. Bergwächter und Jagdaufseher werden sich hinkünftig noch enger vernetzen, mit dem Ziel unsere schöne Kärntner Naturlandschaft und unsere herrlichen Jagdreviere vor allzu willkürlicher Nutzung und Ausbeutung zu schützen – ganz nach unseren Leitsprüchen: Jagd ist Verantwortung, Jagd ist Freude.

Jagd- und Wildschutz ist mehr als eine Verpflichtung!

40 JAHRE KÄRNTNER JAGDAUFSEHER-VERBAND – FESTSITZUNG DES LANDESVORSTANDES 40 Jahre nach der Proponentenversammlung in Klagenfurt, genau zum Gründungstag am 22. Feber 2013, lud Landesobmann Bernhard Wadl seinen amtierenden Landesvorstand in den Jägerhof Mageregg zu einem Fototermin und einem „Zielschießen“ auf eine verdeckte Ehrenscheibe. Anschließend wurde im Rahmen einer Festsitzung gemeinsam Rückschau auf die 40-jährige Vereinsund Erfolgsgeschichte gehalten. LO Wadl ging in seiner Festansprache auf die schwierige Zeit der Gründerjahre, die zahlreichen Aktivitäten des erfolgreichen Verbandsaufbaues, aber auch der vielen erreichten Ziele in den vergangenen vier Dezennien ein. In einer Gedenkminute wurde der bereits verstorbenen Verbandsgründer OAR Ignaz Gütensfelder, Mag. Roland Scheschark, Thomas Tauchhammer und der weiteren Pioniere der Aufbauzeit, Engelbert Kulterer, OFö. Ing. Wolfgang Prevedel und Willi Burkhart gedacht. Bei einem Abendessen mit den Lebenspartnern fand diese Festsitzung ihren würdigen und geselligen Ausklang. Bernhard Wadl

40. Jubiläums-Landesvollversammlung des KJAV mit Festakt ES WURDE WEITER GEFEIERT: Einbegleitet wurde der Festtag des 13. April bereits medial mit einer Würdigung des Landesobmannes als „Kärntner des Tages“ in einem großen Printmedium, der Landesobmann ist auch für die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes zuständig und liegt ihm diese sehr am Herzen. Wie er überhaupt Drehund Angelscheibe des Verbandes ist, dem er sich neben seinem Beruf als Polizist mit aller Zeit und Kraft widmet. – Dass ihm darüber hinaus noch Zeit für die Jagd bleibt, – eine

Leidenschaft, die er mit seiner Lebensgefährtin teilt –, ist erstaunlich genug. Gehör aber finden auch seine Worte, wenn er meint, dass „unsere schärfste Waffe das aufklärende Informationsgespräch mit Naturnutzern sowie Jägern“ ist. Im festlich geschmückten Kultursaal der Marktgemeinde Millstatt fand am selben Tag nicht nur die 40. Landesvollversammlung des Kärntner Jagdaufseherverbandes statt, sondern wurde gleichzeitig auch das Fest anlässlich des 40jährigen Bestandes des Kärntner Jagdaufseherverbandes unter An-

wesenheit von 119 (von 128) Delegierten, unzähligen Ehrengästen, Jagdaufseherinnen und Jagdaufsehern sowie dem vollzählig versammelten Vorstand unter rühriger Regie des mit Recht stolzen Landesobmannes begangen. In einer beherzten Ansprache eröffnete Bernhard Wadl nicht nur die 40. Vollversammlung, sondern läutete gleichzeitig den endgültigen Frühlingsbeginn ein. Auf Beschluss des Landesvorstandes war die Vollversammlung zur „politikfreien Zone“ erklärt


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rung einer Jagdprüfung gar nicht obligatorisch sind.) Der Kassenbericht legte schließlich dar, dass der Verband auch finanziell auf sehr stabilen Beinen steht.

LO Bernhard Wadl bei der Festansprache

worden und durfte nur der Hausherr, Vizebürgermeister Heribert Dertnig, Grußworte entbieten. Zahlreiche Festredner würdigten die Bedeutung des Kärntner Jagdaufseherverbandes, so unter anderem auch LJM DI Dr. Ferdinand Gorton, der im Namen der Kärntner Jägerschaft aus Anlass des Jubiläums auch eine Anerkennung finanzieller Natur verkünden konnte. In seiner Rede nahm Landesjägermeister DI Dr. Gorton insbesondere zur Herausforderung im Hinblick auf die Wald-Wild-Problematik Stellung und betonte, dass die Jagdschutzorgane in diesem Kontext eine bedeutende Rolle spielen. Sorgenvoll wies der Landesjägermeister auch auf die für die Jagd bedenkliche politische Situation in manch anderen europäischen Ländern hin. Auch betonte er die Stellung, welche die Jagdschutzorgane insgesamt bei ihren verantwortungsvollen Aufgaben, unter anderem auch der Zählung der Raufußhühner, einnehmen. In seinem Bericht zog Landesobmann Wadl nicht nur Bilanz und ging insbesondere auf die vom Verband intensivierte Aus- und Weiterbildungsarbeit ein, sondern legte auch zu einigen politischen Fragestellungen seinen Standpunkt dar: unter anderem der Problematik freilaufender Hunde. In sein Visier gerieten auch die Intensiv-Ausbildungskurse für angehende Jungjäger. (Dies konnte jedoch von LJMStv. Sepp Monz insoweit „entschärft werden“, als er erläuterte, dass Kursbesuche für die Absolvie-

Nach Abhandlung finanzieller Angelegenheiten und würdiger Ehrung verdienter Mitglieder ging die Landesvollversammlung mit kurzer Pause in das kurzweilige und bunte Festprogramm über; dieses stand unter dem Motto „Kärntnerisch g’jagert, g’sungen und g’spült“. Durch den Nachmittag führte äußerst charmant und professionell Kerstin De Piero. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Familienmusik Lippusch/Bad Eisenkappel, die Sängerrunde Tauernhort/Altersberg sowie die „Jagdhornbläsergruppe Millstätter See“. Höhepunkt des Festaktes war der Gastvortrag von DI Hubert Schatz zum Thema „Wieder mehr G’spür als Jager kriegen“. Der Wildbiologe Schatz skizzierte nicht nur seinen eigenen, interessanten und mit der Jagd tief verwurzelten Werdegang, sondern forderte neben dem Fachwissen auch wieder mehr „Herzwissen“ der Jäger ein. Abseits von Lockjagden zu Unzeiten, der Verwendung von Wildkameras und allgemeiner technischer Aufrüstung müsse das Geheimnis der Jagd wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt werden. DI Schatz mahnte vor einer Entwicklung, Wild zu we-

DI Hubert Schatz hielt einen tiefgründigen Vortrag, der zum Nachdenken anregte.

nig von der Viehwirtschaft abzugrenzen und es – auf Grund des Überflusses – zur Massenware werden zu lassen. Der Festredner sieht in einem langsamen Heranführen des Jungjägers an die echte Jagd eine zukunftsweisende Schiene und sprach sich mit ganzer Jägerseele für die Erhaltung der Jagd aus. Es waren sicherlich nicht die wertvollen Sachpreise, welche am Ende der tollen Veranstaltung winkten, sondern die kurzweilige Gestaltung und nicht zuletzt das im Anschluss gebotene köstliche Buffet, die dafür sorgten, dass nahezu alle Gäste nicht nur bis zum Ende der Veranstaltung blieben, sondern den Abend bei geselligem Beisammensein und in bester Feierlaune ausklingen ließen. B-G

Ein gefüllter Festsaal und hervorragende Stimmung trugen zur gelungenen Veranstaltung bei.

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WI LDÖKOLOGI E / JAGDLIC H ES WISSEN

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Biber im Gegendtal Am 3. April wurde das Mitglied der Jagdgesellschaft „Afritz Sonnseite“ Christoph Rauter von der örtlichen Polizei zu einem besonderen Wildunfall auf der B 98 gerufen. An der Unfallstelle nahe der Feuerwehr in Afritz am See lag in der Wiese ein ausgewachsener Biber. Nach der Begutachtung durch einige Jäger und den Hegeringleiter wurde das Tier zum Tierpräparator gebracht, wo der Biber vermessen und gewogen wurde. Nach Anga-

ben des Präparators handelte es sich um einen ausgewachsenen Biber, der jedoch einen schlechten Futterstand aufwies. Das Tier soll bei der nächsten Hegeschau des Hegeringes 17 Feld am See – Afritz am See in Afritz ausgestellt werden, wo es von den Jägern und der Bevölkerung begutachtet werden kann. Mittlerweile mehren sich die Wildunfälle mit Bibern in Kärnten.

Die charakteristischen Fraß- und Nagespuren an Bäumen stellen eine einfache Möglichkeit dar, Biber nachzuweisen.

Bibernachweis aus dem Gegendtal

So wurden alleine im April sechs Biber als Straßenfallwild gemeldet: drei Biber wurden im Bezirk Völkermarkt auf der Packer Bundesstraße überfahren. Einen weiteren Biber fand man auf der Brücke der Mühlbacher Landesstraße. Im Bereich der Hallegger Teiche wurde der nächste Biber überfahren. Doch nicht nur Straßenfallwildopfer nehmen zu, auch die Fotofallennachweise mehren sich und zeigen mittlerweile eine großräumige Verbreitung des Bibers in Kärnten. Um einen noch detaillierteren Überblick über das aktuelle Vorkommen von Bibern oder anderer seltener Wildarten in Kärnten zu erhalten, freuen wir uns über Nachweismeldungen mittels OnlineMeldeformular Naturbeobachtungen unter www.kaerntner-jaegerschaft.at oder telefonisch unter 0463/5114 69-18 (Wildbiologe, Mag. Gerald Muralt).

Jagdliches Wissen – Österreich’s Geier Aus aktuellem Anlass drehen sich die Fragen des jagdlichen Wissens diesmal um Österreich’s Geier. Seit Start der Bartgeierwiederansiedlung 1986 in Rauris in Österreich können diese imposanten Tiere wieder regelmäßig in Kärnten beobachtet werden. Doch was ist bekannt über diese Nahrungsspezialisten? 1. Welche Geierarten können regelmäßig in Österreich angetroffen werden? 2. Welche Größe erreichen Bartgeier und warum? 3. Was ist an der Ernährungsweise des Bartgeiers besonders? 4. Wo können Bartgeier typi-

Foto: Michael Knollseisen

scherweise in Österreich angetroffen werden? 5. Wie sieht die Fortpflanzung bei Bartgeiern aus? 6. Was versteht man unter Kainismus? 7. Warum erkranken gerade Geier bei Aufnahme von Aas/Aufbrüchen, die Reste von bleihaltiger

Munition enthalten, rasch an Bleivergiftung? 8. Wann wurde das Bartgeierwiederansiedlungsprojekt gestartet und wie ist es abgelaufen?

Die Antworten finden Sie auf Seite 43!


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Vollversammlung der neu gegründeten Kärntner Berufsjägervereinigung Am 3. Mai 2013 fand im Schloss Mageregg in Klagenfurt die erste Vollversammlung der Kärntner Berufsjägervereinigung statt. Obmann Franz Reiner begrüßte die Berufsjäger sowie die Ehrengäste. Unter den Ehrengästen befanden sich LJM DI Dr. Ferdinand Gorton, LJM-Stv. Sepp Monz, die Geschäftsführerin der Kärntner Jägerschaft, Frau Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger, Ehrenobmann Oberjäger Hannes Scharf, in Vertretung des Landesobmannes des KJAV Herr DI Hans Pichorner. Ganz besonders wurde auch der diesjährige Fachvortragende Herr Anton Engel-Wurzer begrüßt.

GRUSSWORTE UND BERICHT DES LANDESJÄGERMEISTERS LJM DI Dr. Gorton begrüßte die anwesenden Berufsjäger und Ehrengäste. Er berichtet über die aktuellen Dinge in der Jägerschaft und wie die Zukunft aussehen könnte. Vor allem die hohen Wildstände und die damit verbundenen Wildschäden sind Hauptthema im Land. Der Druck seitens der Grundeigentümer und der Forstwirtschaft wird immer größer und erfordert Handeln der Jäger im Land. Punktuell sind noch viel zu hohe Wildstände. Die Reduktion speziell beim Rot- und Rehwild müsse noch mehr vorangetrieben werden. Auch die Schwarzwildproblematik wurde vom Landesjägermeister angesprochen. Der Bestand hat sich in Kärnten die letzten 10 Jahre verzehnfacht und stellt die Jäger vor eine neue Herausforderung. Sollten zu den Schäden, die durch Rot- und Rehwild entstehen, jetzt auch noch Schäden durch das Schwarzwild hinzukommen, wäre dies für die Jäger eine weitere finanzielle Belastung. Schwarzwild, das vom Tal bis ins Hochgebirge vorkommt, müsse stark bejagt werden, um die Bestände in Grenzen zu halten. Die Notwendigkeit von Berufsjägern wurde auch angesprochen und deren fachliches Wissen hervorgehoben. Ist es dem Freizeitjäger überhaupt möglich, eine Reduktion

Der Vorstand der Kärntner Berufsjägervereinigung.

durchzuführen oder braucht es Berufsjäger, um die Wildstände in den Griff zu bekommen? Zum Schluss bedankte sich LJM DI Dr. Ferdinand Gorton für die gute Zusammenarbeit mit der Kärntner Berufsjägervereinigung.

BERICHT DES OBMANNES Obmann Revierjäger Franz Reiner berichtete über das vergangene Vereinsjahr. Schwerpunkt war der Abschluss der Vereinsgründung, die im Juli stattfand. Ein weiterer Schritt war die Führung des Kärntenwappens im Vereinsabzeichen. Der Antrag bei der Landesregierung wurde positiv behandelt. Am 16. Oktober wurde eine feierliche Wappenverleihung durch den damaligen LH-Stv. DI Scheuch durchgeführt. Die Sponsorensuche wurde vorangetrieben und der Kassier Hubert Tolazzi hat sich bereit erklärt die Organisation zu übernehmen. Das neue Vereinsabzeichen wurde vorgestellt und der Obmann bedankte sich bei der Jägerschaft für ihre finanzielle Unterstützung. Drei Berufsjägerprüfungen wurden abgehalten und zwei davon fanden einen positiven Abschluss. Derzeit ist ein Lehrling in Kärnten in Ausbildung. Zum Schluss berichtete Obmann Franz Reiner noch über die Wichtigkeit der Berufsjäger im Land Kärnten und appelliert auch an seine Mitglieder, die Abschusspläne zu erfüllen um damit zu zeigen, dass der Berufsjäger in der Lage ist richtig zu planen. Vorstandsmitglied Hubert Tolaz-

zi berichtete über die Vergünstigungen mit der Firma Swarovski und der Firma RUAG. Revierjäger Walter Pucher berichtete über die Berufsjägerzeitung und ihren Fortschritt und fordert die Kollegen auf, Berichte für diese Zeitung bereitzustellen.

EHRUNGEN: LJM DI Dr. Ferdinand Gorton, Stellvertreter Sepp Monz und der Geschäftsführerin Frau Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger wurde für ihre Unterstützung der Berufsjäger das Ehrenabzeichen in Gold verliehen, sie nahmen die Urkunde und das Abzeichen für die Kärntner Jägerschaft mit Stolz in Empfang. Langzeitobmann Oberjäger Hannes Scharf wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

FACHVORTRAG Der heurige Fachvortrag „40 Jahre Hegegemeinschaft Flattnitz/ Metnitztal“ wurde von Hegeobmann Anton Engel-Wurzer vorgetragen. Er berichtete über die Entwicklung der letzten 40 Jahre und über die Höhen und Tiefen der Hegegemeinschaft. Der Hegegemeinschaft gehören über 70 Reviere an mit einem Ausmaß von 26.000 ha. Schwerpunkt liegt im Bereich der Flattnitz. Die Arbeit, die dort geleistet wird, genießt höchste Anerkennung im ganzen Land und hat Vorbildcharakter. Zum Schluss der Vollversammlung wurden die neuen Abzeichen ausgeteilt. Franz Reiner

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Berichte

BERICHTE


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Talschaftsschießen in Kremsbrücke Der Schützenverein Kremsbrücke veranstaltete auch heuer wieder ein Luftgewehrschießen für die Jäger der acht Hegeringe des Lieser- und Maltatales. Die Siegermannschaft des mehrjährigen Bewerbes erhält einen Wanderpreis. Jeder Hegering stellt eine Mannschaft bestehend aus 4 Schützen, die allesamt Jäger sein müssen. Jeder Schütze beschießt eine 12er Scheibe stehend frei mit 3 Schuss aus 10 Meter Entfernung. Es gibt nur eine Scheibe pro Schütze. Das Mannschaftsergebnis ergibt sich durch Aufsummierung aller geschossenen Ringe der 4 Mannschaftsscheiben (12 Schuss). Tagessieger 2013 wurde der Hegering Trebesing mit den Schützen: Willi Kerschbaumer, Thomas Leitner, Franz Oberegger und Josef Egger. Der Wanderpreis geht an jene Mannschaft, die nach 3 Jahren ge-

Die sichtlich gut gelaunten Tagessieger des Bewerbes.

samt die meisten Ringe erreicht hat. Den 8. Wanderpreis erkämpfte sich der Hegering Rennweg mit 391 Ringen. Die erfolgreichen Schützen 2013 waren: Franz Reiner, Peter Krangler, Gerhard Peitler und Peter Ramsbacher. Im Anschluss gab es noch einen Einzelbewerb, bei dem jeder Teil-

nehmer sitzend-aufgelegt schießen durfte, auch diese Wettkampfform wurde mit Begeisterung angenommen. Das Talschaftsschießen hat viele positive Rückmeldungen bekommen und so ist es der allgemeine Wunsch, den Bewerb weiterzuführen. OSM Karl Angermann

Überwachung der Tollwut ab 2013 Der letzte Tollwutfall (Feldvirus) trat in Österreich im Jahr 2003 auf, seit 2008 ist Österreich offiziell frei von Tollwut. Die Bekämpfung der Wutkrankheit in Österreich war durch die gute Zusammenarbeit der Gesundheitsbehörden, des Untersuchungslabors und der Jägerschaft gekennzeichnet. Bis zum Herbst 2012 wurden zweimal jährlich Köder im südlichen Grenzgebiet ausgelegt, um die Füchse gegen die Tollwut zu immunisieren. Aufgrund der derzeitigen Seuchenfreiheit innerhalb Österreichs und auch in unseren Nachbarländern wird die Tollwutbekämpfung durch Impfköderauslage ab dem Jahr 2013 nicht mehr durchgeführt und das Überwachungsprogramm geändert. Zur Untersuchung auf Tollwut sollen folgende Tiere eingesendet werden:

1. VERDÄCHTIGE TIERE Das sind alle Wildtiere, die auf Grund ihres Verhaltens den Ver-

dacht auf Tollwut nahe legen (zentralnervale Symptome, verändertes Verhalten – z.B. Angriffslust oder unübliche Zutraulichkeit). Handelt es sich um ein tollwutverdächtiges Tier, ist die Amtstierärztin/der Amtstierarzt zu verständigen. Diese(r) wird ersucht, den Verdacht am Einsendeformular mit Unterschrift und Stempel zu bestätigen oder ein entsprechendes EMail an das Referenzlabor zu senden. Die Eintragung des Tollwutverdachtes in das VIS erfolgt durch das Referenzlabor.

2. INDIKATORTIERE Das sind Füchse, Marderhunde, Waschbären und Dachse, die tot aufgefunden wurden. Es kann auch Unfallwild eingesendet werden. Der Zustand des Tierkörpers muss allerdings noch eine Untersuchung des Gehirns auf Tollwuterreger erlauben (das Gehirn muss als solches noch erkennbar sein). Fortgeschrit-

tene Verwesung oder gar das Fehlen des Hauptes sind weitere Ausschlussgründe für eine Untersuchung. Marder zählen nicht zu den Indikatortieren und können nicht eingesendet werden. Die Zahl der Einsendungen ist nicht vorgegeben. Es wird ersucht, aus allen Regionen einzusenden. Die Einsendungen erfolgen wie bisher über die Gemeinden, da diese die für den Transport erforderlichen Einsendebehälter (Hobboks) vorrätig haben. Für alle Einsendungen (amtstierärztlich bestätigte tollwutverdächtige Wildtiere und Indikatortiere) werden weiterhin vom Bundesministerium für Gesundheit Prämien (€ 25,00) für die Mühewaltung bezahlt. Amt der Ktn. Landesregierung Abt. 5 – Kompetenzzentrum Gesundheit Unterabteilung Veterinärwesen


WEITWINKEL

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Kärntner Jäger

FACE-Mitgliederversammlung 2013 Vom 20. – 24. März fand die diesjährige FACE-Mitgliederversammlung unter Teilnahme der Repräsentanten aus 22 Ländern, darunter auch der österreichischen Delegation (Dr. Peter Lebersorger, Mag. Karl Sirowatka und Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger), anlässlich der EU-Ratspräsidentschaft in Dublin/ Irland statt. Neben einer umfangreichen Tagesordnung konnten auch hochrangige Vertreter irischer Ministerien und zahlreiche weitere Interessengruppen begrüßt werden. Die FACE-Mitgliederversammlung findet einmal jährlich statt. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Umsetzung von Strategien und dem Informationsaustausch unter den Mitgliedern. Unter der Schirmherrschaft der diesjährigen Gastgeber, FACE Irland und des FACE-Vizepräsidenten Des Crofton, standen viele jagdrelevante Themen auf der Agenda dieses zweitägigen Treffens. Im Mittelpunkt des ersten Tages stand die Offene Sitzung des Leitenden Ausschusses von FACE, in deren Rahmen die FACE-Delegierten die wichtigsten Themen des Arbeitsplans von FACE für 2013 mit seinen mehr als 100 für die europäischen Jäger relevanten Dossiers erörterten. Ein zentrales Thema war der Stand der Entwicklung und Umsetzung im Hinblick auf die FACE-Ar-

Die österreichische Delegation: Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger, Dr. Peter Lebersorger und Mag. Karl Sirowatka

beitsgruppe zu Naturrichtlinien, welche die Aspekte und Interpretationen definieren soll, mittels derer die Rolle der nachhaltigen Jagd für die Naturerhaltung gestärkt werden kann. Hierzu gehörte eine gründliche Bestandsaufnahme der Situation von Großraubtieren in Europa auf der Grundlage der intensiven Arbeit von FACE und seinen Mitgliedern in diesem Bereich. Auch zu anderen Dossiers erfolgten aktuelle Berichte, so etwa zu dem überaus komplexen Thema der bleihaltigen Munition ebenso wie zu den aktuellen Entwicklungen in Zusammenhang mit dem FACE Manifest für die Biodiversität, für das FACE rund 80, alleine

Teilnehmer der FACE-Mitgliederversammlung 2013.

die Mittelmeerländer betreffenden, Fallstudien zusammengetragen hatte. Eine weitere Sitzung stand im Zeichen der individuellen Jagdversicherungen in Europa. Irlands Minister for Arts, Heritage and The Gaeltacht, Jimmy Deenihan TD, dessen Ministerium auch für die Jagd zuständig ist, eröffnete mit einer inspirierenden Rede den zweiten Versammlungstag und lobte die gemeinschaftliche Naturschutzarbeit der NARGC und der Jäger in Irland. Die ausnehmend positive Einstellung des Ministers und seine anschaulichen Beispiele fanden große Begeisterung bei den Delegierten aus ganz Europa und die umfassende Präsentation zur Jagd in Irland mit Einzelheiten zu den verschiedenen Disziplinen der Jagd in Irland und ihrer Beteiligung daran durch FACE-Vizepräsidenten und Direktor des NARGC Des Crofton rundeten dies noch ab. Im Mittelpunkt der zweiten intensiven Sitzung standen der Kommunikationsbereich und eine gemeinsame Bewertung der soziokulturellen Stellung von Jägern und der Jagd in Europa. B-G

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Kärntner Jäger

R E C H T L I C H E I N F O R M AT I O N

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Rund um das Thema „Ausstellung von Jagdgastkarten“ Aufgrund der Aktualität dürfen im Zusammenhang mit der Ausstellung von Jagdgastkarten (§§ 40 und 40 a KJG) einige rechtliche Aspekte in Erinnerung gerufen werden.

1. WER IST ZUSTÄNDIG FÜR DIE AUSSTELLUNG VON JAGDGASTKARTEN? Der Jagdausübungsberechtigte darf Jagdgastkarten ausfolgen.

2. AN WELCHE PERSONEN KÖNNEN JAGDGASTKARTEN AUSGEFOLGT WERDEN? a) An Personen, die eine in einem anderen Bundesland mindestens für die Dauer eines Jahres gültige Jagdkarte besitzen, oder b) an Personen, die ihren Hauptwohnsitz im Ausland haben und den Besitz einer gültigen ausländischen Jagdkarte oder einer Bescheinigung, die gleichartige Rechte vermittelt, nachweisen, wenn sie dem Jagdausübungsberechtigten den Abschluss einer ausreichenden Jagdhaftpflichtversicherung bei einer Versicherungsanstalt, die ihren Sitz in Österreich oder in einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Europäischen Union hat, nachweisen.

3. FÜR WELCHE BEREICHE UND WIE LANGE GELTEN JAGDGASTKARTEN? Die Jagdgastkarten gelten für das gesamte Landesgebiet, und zwar entweder für die Dauer von drei Tagen oder von zwei Wochen, gerechnet vom Tag der Weitergabe an den Jagdgast.

dessen Namen zu lauten. Der Bezirksjägermeister hat den Tag und das Jahr der Ausfolgung des Formulars auf diesem zu vermerken. Für die Ausstellung der Jagdgastkarten sind einheitliche Formulare (= ausschließlich die vom Landesvorstand der Kärntner Jägerschaft gem. § 42 Abs. 1 K-JG von Form und Inhalt her verordneten) zu verwenden.

5. WAS MUSS DER JAGDAUSÜBUNGSBERECHTIGTE BEI UND NACH DER AUSFOLGUNG VON JAGDGASTKARTEN NOCH BEACHTEN? Formulare dürfen an Jagdgäste nur in dem Kalenderjahr ausgefolgt werden, in dem sie vom Bezirksjägermeister ausgefolgt worden sind. Der Jagdausübungsberechtigte hat den Namen und Hauptwohnsitz des Jagdgastes sowie den Tag der Ausfolgung der Jagdgastkarte an den Jagdgast in der Jagdgastkarte einzutragen. Der Jagdausübungsberechtigte hat den Jagdgastkartenbeitrag vom Jagdgast einzuheben und auf der Jagdgastkarte zu bestätigen, dass der Beitrag entrichtet wurde. Der Jagdausübungsberechtigte hat innerhalb von zwei Wochen nach Ablauf des Jagdjahres dem Bezirksjägermeister ein Verzeichnis über die von ihm im abgelaufenen Jagdjahr ausgegebenen Jagdgastkarten vorzulegen, aus dem Name und Wohnsitz des Jagdgastes ersichtlich sind und die eingehobenen Jagdgastkartenbeiträge an die Kärntner Jägerschaft abzuführen. Gleichzeitig hat der Jagdausübungsberechtigte dem Bezirksjägermeister nicht verbrauchte Formulare für Jagdgastkarten zurückzustellen.

6. WAS HAT DER JAGDGAST ZU BEACHTEN? 4. WO ERHÄLT DER JAGDAUSÜBUNGSBERECHTIGTE JAGDGASTKARTEN? Formulare der Jagdgastkarten sind vom Bezirksjägermeister auf Antrag dem Jagdausübungsberechtigten auszufolgen und haben auf

Der Inhaber einer Jagdgastkarte ist verpflichtet, für jede ausgefolgte Jagdgastkarte einen Jagdgastkartenbeitrag an die Kärntner Jägerschaft zu entrichten. Der Jagdgastkartenbeitrag ist bei Ausfolgung der Jagdgastkarte zu entrichten

und beträgt für Jagdgastkarten mit einer Dauer von drei Tagen 11,73 Euro und für Jagdgastkarten mit einer Dauer von zwei Wochen 22,39 Euro. (Inkl. Feste Gebühr für den Antrag, Verwaltungsabgabe und Versicherung kostet die Jagdgastkarte mit einer Dauer von drei Tagen € 38,63 und die Jagdgastkarte mit einer Dauer von zwei Wochen € 49,29.) Der Jagdgast hat seine eigenhändige Unterschrift beizusetzen. Nicht vollständig ausgefüllte Jagdgastkarten, Jagdgastkarten, für die Formulare verwendet werden, die dem dritten Satz nicht entsprechen (= d.h. wenn das Ausfolgungsjahr durch den Bezirksjägermeister nicht ident mit dem Ausfolgungsjahr durch den Jagdausübungsberechtigten ist), oder Jagdgastkarten, auf denen die Bestätigung des Jagdausübungsberechtigten gemäß § 40a Abs. 4 K-JG (= Bestätigung, dass der Jagdgastkartenbeitrag vom Jagdgast entrichtet wurde.) fehlt, sind ungültig.

7. AN WELCHE PERSONEN DÜRFEN VOM JAGDAUSÜBUNGSBERECHTIGTEN KEINE JAGDGASTKARTEN AUSGEFOLGT WERDEN? An 1. Personen, denen eine der im § 37 Abs. 1 K-JG geforderten Voraussetzungen (erforderliche Verlässlichkeit und die jagdliche Eignung sowie ausreichende Kenntnisse des Kärntner Jagdrechtes und des Kärntner Naturschutzrechtes und Grundkenntnisse der Ersten Hilfe) fehlt. (Wobei eine Person keinesfalls als verlässlich anzusehen ist, wenn sie a) wegen eines Verbrechens gegen Leib und Leben oder gegen fremdes Vermögen, wegen eines Verbrechens nach dem Suchtgiftgesetz oder eines Verbrechens nach vergleichbaren Bestimmungen eines anderen Staates, wegen eines Vergehens gegen Leib und Leben durch unvorsichtige Handhabung von Schusswaffen, Munition oder anderen Explosivstoffen oder wegen des Vergehens des Eingriffes oder des


R E C H T L I C H E I N F O R M AT I O N schweren Eingriffes in ein fremdes Jagd- oder Fischereirecht, des Verbrechens der Gewaltanwendung als Wilderer oder eines sonstigen Vergehens gegen fremdes Vermögen rechtskräftig verurteilt worden ist, solange die Verurteilung nicht getilgt ist und nach der Eigenart der strafbaren Handlung und der Persönlichkeit des Verurteilten die Begehung der gleichen oder einer ähnlichen Straftat zu befürchten ist; b) wegen einer Übertretung jagdgesetzlicher Bestimmungen, einer Naturschutzbestimmung oder einer Tierschutzbestimmung bestraft worden ist, wenn durch diese Übertretung gegen die Weidgerechtigkeit verstoßen wurde oder die Tat sonst in verabscheuungswürdiger Weise begangen wurde, oder des Waffengesetzes bzw. vergleichbarer gesetzlicher Bestimmungen eines anderen Staates oder wiederholt wegen anderer Übertretungen des Jagdgesetzes oder vergleichbarer gesetzlicher Bestimmungen eines anderen Landes oder Staates, einer Naturschutzbestimmung oder einer Tierschutzbestimmung bestraft worden ist, wenn nach der Eigenart der strafbaren Handlung und nach der Persönlichkeit des Bestraften die Begehung der gleichen oder einer ähnlichen Verwaltungsübertretung zu befürchten ist.) 2. Minderjährige unter 16 Jahren, 3. Minderjährige vom vollendeten 16. Lebensjahr bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, ohne Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters, 4. Personen, für die ein Sachwalter nach dem ABGB bestellt ist, 5. Personen, die wegen geistiger oder körperlicher Mängel unfähig sind, ein Jagdgewehr sicher zu führen, 6. Personen, deren bisheriges Verhalten besorgen lässt, dass sie die öffentliche Sicherheit gefährden werden, 7. Personen, die aus der Kärntner Jägerschaft ausgeschlossen wurden oder gegen die in einem anderen Land oder Staat eine gleichartige Maßnahme verhängt wurde, auf die Dauer des Ausschlusses, 8. Personen,

denen

durch

ein

rechtskräftiges Straferkenntnis die Fähigkeit zum Besitz einer Jagdkarte abgesprochen oder gegen die auf Verlust der Jagdkarte erkannt (§ 98) oder denen die Kärntner Jagdkarte entzogen (§ 39) wurde oder gegen die in einem anderen Land oder Staat eine vergleichbare Anordnung hinsichtlich der Jagdkarte dieses Landes oder Staates getroffen wurde, für die ausgesprochene Dauer, 9. Personen, gegen die ein rechtskräftiges Waffenverbot gemäß § 12 des Waffengesetzes 1996, BGBl Nr. 12/1997, ausgesprochen wurde, 10. Personen, denen eine waffenrechtliche Urkunde im Sinne von § 25 Abs. 3 des Waffengesetzes 1996 rechtskräftig entzogen wurde. Gem. § 89 Abs. 5 K-JG ist der Jagdausübungsberechtigte bei Ausfolgung einer Jagdgastkarte verpflichtet, sich davon zu überzeugen, dass die Jagdgäste zum sachgemäßen und weidgerechten Umgang mit einer Jagdwaffe befähigt sind.

8. STRAFBESTIMMUNGEN Wenn der Jagdausübungsberechtigte Jagdgastkarten an Personen ausfolgt, denen er keine ausstellen darf bzw. den Vorlage- und Rückstellungspflichten nicht nachkommt, begeht er eine Verwaltungsübertretung (§ 98 Abs. 1 Z 1 iVm. § 40 Abs. 1, 4 und 5 K-JG), kann aber auch disziplinär zur Verantwortung gezogen werden, u.a. auch dann, wenn er Jagdgäste bei sich jagen lässt, ohne ihnen die erforderlichen Jagdgastkarten auszustellen. Der Bezirksjägermeister kann dem Jagdausübungsberechtigten die Ausstellung von Jagdgastkarten für einen Zeitraum bis zu drei Jahren untersagen oder bereits ausgegebene, jedoch noch nicht an den Jagdgast ausgefolgte Jagdgastkarten vom Jagdausübungsberechtigten einziehen, wenn dieser wegen Übertretung der Vorschriften über die Jagdgastkarten bestraft wurde. Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger


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Kärntner Jäger

Hundewesen

S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

HUNDEWESEN

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Bereichshundestationen immer für Sie da! Liebe Jägerinnen und Jäger! Auch beim sichersten Schützen liegt nicht jedes beschossene Wild im Feuer. Um eine erfolgreiche Nachsuche mit dem Hund zu ermöglichen, bedenken Sie bitte daher folgende Grundregeln:

1. Vor dem Schuss: ◆ Den Standort des Wildes genau einprägen! ◆ Den eigenen Standort genau merken!

2. Nach dem Schuss: ◆ Vor dem Aufsuchen des Anschusses genügend Zeit verstreichen lassen!

BEZIRK HERMAGOR: BHR: Hopfgartner Gerald, Egg/Hermagor, 0664/6013 9765 13 Guggenberger Josef, St. Lorenzen/Lesachtal, 0664/6488 047 (BGS) Hopfgartner Gerald, Egg/Hermagor, 0664/6013 9765 13 (DJT) Huber Josef, Reisach, 0664/7364 9896 (BRBR) Kastner Gottfried, Mauthen, 0664/1315 523 (DL) Markert Siegfried, Kirchbach, 04284/289 (BGS) Mühlsteiger Karl, Kötschach, 04715/8710 (DBR) Ing. Putzi Gottfried, St. Stefan i. G. 0660/5552 759 (BGS) Putzi Katharina, Görtschach, 0650/2509 882 (BGS) Themeßl Christof, Dellach/Gail, 0664/7381 9484 (BGS) Umfahrer Josef, Jadersdorf, 0664/1315 525 (BRBR) Zojer Walter, Kötschach, 0676/3493 975 (BGS)

◆ Besser etwas länger warten, als zu früh zum Anschuss gehen! ◆ Vorsichtig den Anschuss nach Schweiß, Schnitthaaren, Wildbretteilen oder Knochensplittern untersuchen! ◆ Den Anschuss verbrechen und nicht auf den gefundenen Pirschzeichen herumtreten! ◆ Auf keinen Fall dem angeschweißten Stück nachgehen, wenn es nicht in Sichtweite verendet liegt! ◆ Wenn Sie selbst keinen geeigneten Hund führen, den Hundeführer Ihrer Wahl verständigen! ◆ Seid ehrlich zu den Hundeführern!

◆ Auf jeden Fall die Zeitfristen der Wildbrethygienebestimmung einhalten! ◆ Auch bei vermeintlichen Fehlschüssen eine Kontrollsuche veranlassen!

Ogris Johann, St. Margareten i. R., 04226/460 (DBR) Olinowetz Johann, St. Margareten i. R., 04226/253, 0676/6215 382 (DW) Painter Anton, Ludmannsdorf, 0676/3 05 683 (DJT) Painter Peter, Ludmannsdorf, 04228/2526 (DDR) Piessnegger Carmen, St. Georgen a. L., 0664/3748 395 (LRET) Suttnig Arnold, Krumpendorf, 04229/2562 (DW) Suttnig Horst, Krumpendorf, 04229/2562 (DW) Suttnig Manfred, Krumpendorf, 04229/2562 (DW) Traunig Stefan, Ferlach, 0676/3537 312 (TIBR) Mf. Wedenig Horst, Poggersdorf, 0664/5957 665 (DL) Mf. Weiss Walter, Klagenfurt, 0664/5503 410 (DW) Witzelnig Christian, Wölfnitz, 0664/1580 037 (DJT) Mf. Wulz Günter, Pubersdorf, 0676/5059 749 (DL)

04266/8222 (STBR) Fasching Josef, St. Veit/Glan, 04212/2191 (DJT) Fleischhacker jun. Johann, St. Veit/Glan, 0664/5100 019 (DH) Hebenstreit Alfred, Hüttenberg, 0664/4047 923 (BRBR) Mf. Herrnhofer Siegfried, Kappel / Krappfeld, 0699/1101 9398 (DH) DI Huber Martin, Hüttenberg, 0676/7301 817 (DJT) Kogler Leo, Kraig, 0680/1211 974 (DBR) Kogler Wolfgang, Dürnstein, 0664/9995 098 (DH) Lassnig Helmut, Deutsch Griffen, 0660/5228 001 (BGS) Lassnig Horst, Deutsch Griffen, 04279/7150 (BGS) Leitner Karl, Eberstein, 04264/8045 (BGS) Fö. Leitner Markus, Lölling, 04263/610 (BGS) Moser Ingo, Deutsch Griffen, 04279/586, 0660/2188 618 (HS) Mf. Olschnegger Winfried, Kappel / Krappfeld, 04262/2349 (DH) Pahr Leo, Eberstein, 04264/2672 (DBR) Mf. Pibal Werner, Gurk, 04266/8295 (DW) Pirolt Herbert, Friesach, 0664/2321 031 (HS) Pobaschnig Klaus, Althofen, 0664/1332 778 (DW) Mf. ÖR Kurt Puck, Maria Saal, 04223/2075 (DW) Regenfelder Gerhard, Kraig, 04212/4142 (DW)

BEZIRK ST. VEIT/GLAN: BEZIRK KLAGENFURT BHR: Carmen Piessnegger, St. Georgen a. L., 0664/3748 395, (LRET), E-Mail: carmen-piessnegger@a1.net Edelmann Hans, Maria Rain, 04227/8423 7 (BRBR) Logar Gabriel, Klagenfurt, 0664/4338 652 (BRBR)

BHR: Mf. Werner Pibal, Gurk, 04266/8295 (DW) Bischof Johann, Eberstein, 04264/3013 6 (BRBR) BJM Drescher Johann, Gurk, 04266/8054, 0664/5354 520 (DBR) Eder Fritz, Micheldorf, 04268/3053 (DJT) Erian jun. Günther, Gurk,

Die folgenden Hundeführer sind gerne bereit, Ihnen mit ihren gut ausgebildeten und auf Schweiß geprüften Hunden zu helfen: Landesjagdhundereferent Gerald Hopfgartner, Fritzendorf 15, 9624 Egg bei Hermagor, Tel.: 0664 / 60 13 97 65 13, steht für Anfragen gerne zur Verfügung.


HUNDEWESEN Mf. Sabitzer Bruno, Straßburg, 04266/2413 (DBR) Scheiber Herbert, Brückl, 0676/6710 731 (BGS) Stark Hubert, Deutsch-Griffen, 0664/4332 194 (DBR) Sternat Markus, Straßburg, 0664/6146 914 (DL) Tamegger Werner, Deutsch Griffen, 04279/7312 (BGS) Tranacher Siegfried, Deutsch Griffen, 0676/7387 813 (HS) Mf. Ofö. Tschernig Karl, Metnitz, 04267/793 (HS) Weyrer Karl, Glödnitz, 0664/2112 383 (STBR) Zottler Eva Maria, Brückl, 0664/1113 718 (KLMÜ)

BEZIRK SPITTAL/DRAU: BHR: Ofö. Ing. Angermann Karl, Eisentratten, 0664/1148 999 (BGS) Ofö. Ing. Angermann Karl, Eisentratten, 0664/1148 999 (BGS) Ofö. Ing. Baier Günter, Malta, 04733/321, 0676/3473 056 (BGS) Doblacher Alexander, Döbriach, 0669/1551 4444 (BGS) Domenig Stefan, Techendorf, 04713/2112 (TIBR) Ing. Dullnig Günther, Eisentratten, 04735/351, 0664/5538 909 (BGS) Ebner Leonhard, Flattach, 04785/510, 0676/8780 5220 (HS) Egger Ingo, Penk, 0650/9779 816 (DJT) Erlacher Uwe, Radenthein, 0699/1870 4501 (BGS) Erlacher Ingrid, Radenthein, 0699/1226 1568 (HS) Fercher Gerwald, Winklern, 0664/1526 942 (TIBR) Foditsch Hans, Bad Kleinkirchheim, 04240/698, 0664/1805 110 (BRBR) Gautsch Markus, Rennweg, 04734/748, 0676/9196 968 (BRBR) Kerschbaumer Erich Albert, Eisentratten, 04735/216, 0664/3526 304 (BGS) Kohlmaier Arnold, Lendorf, 04762/3342 4, 0664/9493 307 (TIBR) Kohlweiss Arnold, Radenthein, 0699/1718 9832 (HS) Lassnig Michael, Stall, 0676/7370 364 (DDR) Oberlerchner Heinz, Trebesing, 04732/2380, 0664/2100 802 (STBR) Obermann Rudolf, Radenthein, 0699/1622 8859 (DBR)

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Dr. Olsacher Alfred, Radenthein, 0699/1108 4451 (DBR) Pirker Herbert, Malta, 04733/222, 0664/9122 505 (BGS) Pirker Herbert sen., Radenthein, 04246/2228, 0680/2064 194 (BGS) Ing. Preis Ingomar, Obervellach, 0664/5865 826 (BGS) Ing. Rainer Josef, Oberdrauburg, 0664/8863 0215 (BGS) Ramsbacher Peter, Rennweg, 04734/8210, 0676/3616 498 (BGS) Schneeweiß Elisabeth, St. Oswald, 0664/4023 231 (WM) Schusser Walter, Trebesing, 0650/9263 190 (HS) Sittlinger Helmut, Radenthein, 04246/4514 (DBR) Unterreiner Richard, Mörtschach, 0650/8302 004 (HS) Weichselbraun Harald, Flattach, 0699/1309 6001 (HS)

BEZIRK VILLACH: BHR: Hubert Hebenstreit, Steindorf, 042 43 / 2929, 0650 / 74 12 012 (DDR) Anichhofer Josef, Stockenboi, 04761/289 (DBR) Auer Herbert, Zlan, 04245/3900, 0676/9132 701 (BGS) Bickel Rainer, Arriach, 0676/9700 232 (Dackel) Brunner Adolf, Feld a. S., 04246/2234 (DBR) Corti Marco, St. Magdalen, 04242/4259 4 (DDR) Ebner Ewald, Arriach, 0676/4812 041 (TIBR) Gallob Karl jun., Treffen, 04248/3162, 0664/4849 026 (DBR) Girbl Manfred, Latschach, 0650/5220 777 (BGS) Hebenstreit Hubert, Steindorf, 04243/2929, 0650/7412 012 (DDR) Kallenberger Johannes, Landskron, 0650/4201 428 (DDR, DJT) Katholnig Paul, Wernberg, 0680/2023 440 (DDR) Ing. Kienzer Bernhard, Arriach, 04247/8162 (HS) Mag. Kovsca Anton, Nötsch/G., 0664/3573 162 (DDR) Liesinger Andreas, Villach, 04242/4786 1 (BGS) Linder Albert, Afritz, 0676/3544 710 (BRBR) Obereder Hartwig, Wernberg, 04252/3405, 0676/5097 468 (DLH) Onitsch Armin, Treffen, 0664/6181 013 (STBR)

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Waich Johann, Bad St. Leonhard, 04350/3777, 0664/8843 8305 (FT) Weber Karl, Wolfsberg, 0650/ 67 34 813, KLMÜ Mf Weishaupt Eduard, Unterpreitenegg 10, 04354/2327 (DBR)

BEZIRK FELDKIRCHEN: BHR: Pichlkastner Bernd, AltOssiach, Tel. / Fax: 04243/2263, 0664/9148 483 (KLMÜ)

Rauter Heimo, Afritz, 04247/2767 (DBR) Rink Heimo, Nötsch/G., 0650/9611 277 (DW) Ruppnig Heinz, Arriach, 0664/2754 785, 04247/8738 (DDR) Scharf Johann, Feistritz i. D., 04245/4073 (DBR) Scherzer Heimo, Radenthein, 0699/1870 4358 (DBR) Schnabl Paul, Feistritz / Gail, 0664/6111 718 (DW) Steinwender Jakob, Treffen, 04248/2697 (DBR) Taupe Harald, St. Magdalen, 0664/5266 353 (DBR) Truppe Hubert, Riegersdorf, 0650/4737 694 (BGS) Unterberger Gerhard, Feistritz i. D., 04245/2929 (BGS) Unterköfler Josef, Arriach, 04247/2525 (BGS) Wuntschek Christian, Ledenitzen, 0664/8498 381 (BRBR)

BEZIRK VÖLKERMARKT: BHR: Ofö. Gerd Rössler, Miklauzhof, 04238/2501 1, 0664/1266 996 (BGS) Rej. Bozic Helmut, Bad Eisenkappel, 0664/1266 997 (BGS) Hasse Friedrich, Ruden, 04234/602, 0699/1134 1929 (BGS) Hinteregger Fritz., St. Paul, 0650/9447 356 (DJT) Leitner Reinhart, Neuhaus, 0664/5046 990 (DW) Ladinig Michael jun., Diex, 04231/8212, 0676/4222 030 (HS) Leuko Thomas, Griffen, 0676/8355 5701 (DJT)

Maurel Christian, Bleiburg, 0664/4557 256 (KLMÜ) Ing. Mayr Alois, Globasnitz, 04230/214, 0664/1266 990 (HS) Rogatschnig Dietmar, Pischeldorf, 0664/4447 006 (DL) Ofö. Rössler Gerd, Miklauzhof, 04238/2501 1, 0664/1266 996 (BGS) Urbantschitsch Christian, Bad Eisenkappel, 0664/1617 727 (BGS) Werhounig Valentin, Grafenstein, 0463/7142 4, 0664/9384 290 (DL) Wulz Josef, Pustritz, 0664/3449 510 (BGS)

BEZIRK WOLFSBERG: BHR: MF Fö. Ing. Kögler Herbert, Maria Rojach, 04355/2449, 0664/1105214 (STRBR) Ing. Beer Oliver, Wolfsberg, 0664/4442 123 (HS) Mf Ofö. Ing. Fieger Anton, St. Paul, 04357/2390, 0664/5609156 (DDR) BJM-Stv. Dir. i. R. Jöbstl Hubert, Wolfsberg, 0664/734 712 27 (RD) Ing. Koinig Gernot, St. Stefan, 0664/14 30 952 (PRT) Konrad Franz, Vordertheißenegg, 04354/2550 (BGSH) MF Fö. Ing. Kögler Herbert, Maria Rojach, 04355/2449, 0664/ 1105214 (STRBR) Mf Loibnegger Willibald, St. Margarethen, 04352/62 527, 0664/4020 930 (DBR) Rabensteiner Fritz, Bad St. Leonhard, 0664/4722 351 (HS) Rabensteiner Hubert und Stefan, Bad St. Leonhard, 0664/1805506, 0664/5107 586 (DBR) Mf Hinteregger Raimund, St. Paul, 04357/3338, 0664/2321 072 (BRBR, STRBR)

Ing. Bacher Klaus, Patergassen, 0650/2190 830, 0664/8863 0341 (BGS) Buttazoni Johannes, Feldkirchen, 04276/8315, 0650/8643 115, (DK) Feistritzer Otmar, Patergassen, 0680/3205 020, (DL) Gratzl Reinhard, Ebene Reichenau, 0664/4642 284 (HS) Kaponig Konrad Kurt, Feldkirchen, 04277/2580, 0676/8303 1331 (DDR) Mühlbacher Gerhard, Feldkirchen 04276/2381, 0664/1030 070 (DL, KLMÜ) Pichlkastner Bernd, Alt-Ossiach, 04243/2263, 0664/9148 483, (KLMÜ) Scheiber Otmar, Glanegg, 0676/6207 896 (DDR) Schnabl Josef, Glanegg, 04277/2377, 0664/4589 515 (BRBR) Ster Reinhold, Feldkirchen, 0664/1108 044 (KLMÜ) Valent Gerhard, Glanegg, 04277/2434, 0664/1034 324 (DBR) Wenerich Johann, Bodensdorf, 0664/5100 187 (DK)

ERLÄUTERUNG HUNDERASSEN: BGS:

Bayrischer Gebirgsschweißhund BRBR.: Brandl Bracke DBR: Alpenl. Dachsbracke DDR: Deutsch Drahthaar DL: Deutsch Langhaar DK: Deutsch Kurzhaar DJGT: Deutscher Jagd Terrier DW: Deutscher Wachtelhund HS: Hannoveraner KLMÜ.: Kleiner Münsterländer RD: Rauhaardackel ST.BR.: Steirische RauhaarBracke TIBr. Tiroler Bracke WL: Weimaraner Langhaar


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Kärntner Jäger

In Kärnten dürfen bejagt werden: Folgendes Wild darf nur während der angeführten Zeiträume (Jagdzeiten) bejagt werden und ist außerhalb derselben zu schonen: Rotwild*: Hirsche der Klasse III – einjährig – Schmalspießer und nichtführende Tiere** vom 1. Mai bis 31. Dezember führende Tiere und Rotwildkälber vom 1. Juli bis 31. Dezember Hirsche der Klasse I, II und III vom 1. August bis 31. Dezember. Damwild: vom 1. 8. bis 31. 12. Gamswild*: vom 1. 8. bis 31. 12. Muffelwild*: vom 1. 7. bis 31. 12. Rehwild*: Böcke der Klasse III vom 1. 5. bis 31. 10. Böcke der Klasse I und II vom 1. 6. bis 31. 10. nichtführende Geißen, nichttragende Geißen vom 1. 5. bis 31. 12. führende Geißen und Kitze vom 1. 8. bis 31. 12. Schwarzwild: führende Bachen vom 1. 8. bis 31. 1. Murmeltiere*: vom 1. 8. bis 15. 10. Feldhasen und Alpen- oder Schneehasen: vom 1. 10. bis 31. 12.

Dachse: vom 1. 6. bis 31. 1. Edelmarder vom 1. 11. bis 28. 2. Steinmarder: vom 1. 7. bis 31. 3. Große Wiesel (Hermelin): vom 1. 11. bis 31. 1. Iltisse: vom 1. 7. bis 31. 3. Auerhahnen****: ganzjährig geschont Birkhahnen****: ganzjährig geschont Haselhahnen: vom 16. 9. bis 15. 11. Rebhühner: vom 1. 10. bis 31. 10. Fasanhahnen: vom 16. 10. bis 31. 12. Stock-, Krick-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Knäkenten: vom 1. 9. bis 31. 12. Grau-, Saat- und Kanadagänse: vom 1. 9. bis 31. 1. Blässhühner: 21. 9. bis 10. 3. Waldschnepfen*: 11. 9. bis 19. 2. Ringeltauben: vom 1. 9. bis 31. 1. Türkentauben: vom 21. 10. bis 20. 2. Aaskrähen***: vom 1. 7. bis 15. 3. Eichelhäher***: vom 1. 7. bis 15. 3. Elstern***: vom 1. 7. bis 15. 3. Kolkraben***: vom 1. 7. bis 31. 1. Folgendes Wild darf während des ganzen Jahres bejagt werden: Schwarzwild (Keiler, nichtführende Bachen, Überläufer,

Frischlinge), Wildkaninchen, Waschbären, Füchse und Marderhunde. Folgendes Wild ist während des ganzen Jahres zu schonen: Steinwild, Bär, Wolf, kleines Wiesel, Fischotter, Luchs, Wildkatze, Biber, Auerhenne, Birkhenne, Haselhenne, Alpenschneehuhn, Steinhuhn, Fasanhenne, Wachtel, Wacholderdrossel (Krammetsvogel), Graureiher, Haubentaucher, Bekassine, Wildenten, ausgenommen Stock-, Krick-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiherund Knäkenten, Wildgänse, ausgenommen Grau-, Saat- und Kanadagänse, Hohltauben, Taggreifvögel und Eulen. * **

nur im Rahmen des Abschussplanes unter „nichtführenden Tieren“ ist weibliches Wild, welches kein Kalb führt und nicht tragend (innehabend) ist, zu verstehen *** Ausnahmen von den Schonvorschriften; VO tritt am 16. 7. 2013 außer Kraft **** Ausnahme nur im Rahmen der von der Landesregierung erlassenen Bescheide

Wildbretpreise

Sonne und Mond

Der Wildbretmarkt läuft nur zögernd an. Im Vergleich zum Jahr 2012 sind die Wildbretpreise für alle Wildarten deutlich zurückgegangen. Nach Rücksprache in den Bezirken wurden gegen Ende Mai folgende durchschnittliche Wildbretpreise je Kilogramm in der Decke erzielt. Rehwild: bis 8 kg € 1,50 8 bis 12 kg € 2,50 über 12 kg € 3,50

Die Angaben beziehen sich auf den Raum Villach, N 46°40’, O 13°50’. Im Lavanttal sind Aufund Untergang um 3 Minuten früher, in Heiligenblut um 2 Minuten später.

Rotwild: Schwarzwild:

€ 2,00 20 bis 80 kg

€ 0,80

unter 20 kg und über 80 kg

€ 0,50

Die Preise verstehen sich ohne MWSt. Alle Wildstücke nur mit gutem Schuss ohne Haupt. Bei Privatverkauf können höhere Preise erzielt werden. Wir halten ausdrücklich fest, dass es sich nur um Durchschnittswildbretpreise auf dem Stand bei Redaktionsschluss handelt. Die Wildbretpreise müssen daher bei Erscheinen des Mitteilungsblattes nicht auf dem aktuellen Stand sein! Wir erinnern die Jäger daran, dass laut Wildfleischverordnung jedes Stück Schalenwild, das in den Verkehr gebracht wird, mit einem ausgefüllten Wildbretanhänger zu versehen ist und die Seiten 1 und 2 auszufüllen sind. Der Wildbretanhänger ist an der Bauchhöhlenöffnung (Bauchlappen) anzubringen. Der Wildbrethandel wünscht, dass wegen der Verkeimung die Drossel entfernt und das Schloss nicht geöffnet wird. Straßenfallwild darf nicht in den Verkehr gebracht werden.

Gesetzliche Jagdzeit = +/– 1 Stunde. Bitte sich darüber hinaus in den aktuellen Tageszeitungen zu informieren.

2. 9. 16. 23. 30. 7. 14. 21. 28. 4. 11.

Sonnen- Sonnen- Mond aufgang untergang 6. 5.13 20.49 8. 6. 쐡 6. 5.10 20.55 16. 6. 첆 6. 5.09 20.58 23. 6. 쐟 6. 5.10 21.00 30. 6. 쐠 6. 5.13 21.00 8. 7. 쐡 7. 5.17 20.58 16. 7. 첆 7. 5.23 20.53 22. 7. 쐟 7. 5.31 20.47 29. 7. 쐠 7. 5.39 20.39 6. 8. 쐡 8. 5.47 20.30 14. 8. 첆 8. 5.56 20.19 21. 8. 쐟

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S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

Informationen der Landesgeschäftsstelle

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Kärntner Jäger

Nr. 209/2013

I N F O R M AT I O N E N D E R L A N D E S G E S C H Ä F T S S T E L L E

Disziplinarerkenntnisse Der Disziplinarbeschuldigte Johann DIELACHER, Kreuzen 7, 9341 Strassburg, ist schuldig. Er hat am 04.12.2012 im Jagdgebiet der Gemeindejagd Straßburg V-Winklern/Bachl einen Hirsch der Klasse I (12-ender) 16 Jahre alt erlegt, obwohl laut Abschussplan nur ein Hirsch der Klasse III frei gewesen ist. Er hat hiedurch gröblich gegen jagdrechtliche Vorschriften, insbesondere gegen § 57 Abs. 1 Kärntner Jagdgesetz verstoßen und dadurch die Interessen der Kärntner Jägerschaft verletzt. Gemäß § 90 Abs. 6 lit. c K-JG wird über den Disziplinarbeschuldigten Johann DIELACHER die Disziplinarstrafe des Ausschlusses aus der Kärntner Jägerschaft für die Dauer von zwei Jahren ab Rechtskraft dieser Entscheidung verhängt.

◆◆◆ Der Disziplinarbeschuldigte N. N. hat am 22.09.2012 im Jagdgebiet X einen im Abschussplan nicht freigegebenen Hirsch der Klasse II in der irrtümlichen Meinung, es würde sich um einen vom Jagdnachbarn am Vortag angeschossenen Hirsch und somit um einen Hegeabschuss handeln, erlegt. Er hat hiedurch gröblich gegen jagdrechtliche Vorschriften, insbesondere gegen §§ 57 Abs. 1 und § 52 Abs. 4 K-JG verstoßen Gemäß § 90 Abs. 6 lit. b des K-JG wird über den Disziplinarbeschuldigten N. N. die Disziplinarstrafe des strengen Verweises

Der Disziplinarbeschuldigte N. N. hat am 05.05.2012 und somit in der diesbezüglichen Schonzeit im Gemeindejagdgebiet X ein innehabendes Rotwildtier erlegt. Er hat hiedurch gröblich gegen jagdrechtliche Vorschriften verstoßen und wird über ihn hiefür die Disziplinarstrafe des strengen Verweises verhängt. ◆◆◆ Der Disziplinarbeschuldigte N. N. hat am 06.05.2012 und somit in der diesbezüglichen Schonzeit im Gemeindejagdgebiet X ein innehabendes Rotwildtier erlegt. Er hat hiedurch gröblich gegen jagdrechtliche Vorschriften verstoßen und wird über ihn hiefür die Disziplinarstrafe des strengen Verweises

verhängt.

verhängt. Dr. Herbert Müller Der Vorsitzende-Stv. des Disziplinarrates

Dr. Wilhelm Eckhart Der Vorsitzende des Disziplinarrates

Winterbegrünungen 2013 – Richtlinien und Förderungen Die meisten Bewirtschafter von Ackerflächen sind auch Begrünungsteilnehmer im ÖPUL 2007, wobei die verschiedenen Begrünungsvarianten meist auf die Fruchtfolge im nächsten Jahr abgestimmt sein müssen. Es gibt aber auch Bewirtschafter, die keine Begrünungsteilnehmer und daher flexibler sind. In rotwildfreien Gebieten, in denen die gezielte Anlage von Winterbegrünungen mit entsprechendem Saatgut dem Reh- und Niederwild zur Wildlenkung und Äsungsverbesserung im Herbst und Winter dient, besteht zur Abdeckung der allenfalls anfallenden Mehrkosten die Möglichkeit zur Förderung durch die Kärntner Jägerschaft. Nachstehende Saatgutmischungen stehen für die von der Kärntner Jägerschaft geförderten Begrünungsvarianten zur Verfügung:

ABFROSTENDE BEGRÜNUNG ReNatura Hege Sommer 1: 42 % Buchweizen 45 % Sommerfutterraps 10 % Perserklee 3 % Stoppelrübe Aussaatmenge: 20 kg/ha ReNatura Hege Sommer 2: 60 % Gelbsenf 40 % Buchweizen Aussaatmenge: 20 kg/ha ReNatura Hege Sommer 1 und Sommer 2 sind getrennt, streifenweise zu säen.

NICHT ABFROSTENDE BEGRÜNUNG ReNatura HegeWinter: 48 % Grünschnittroggen 5 % Engl. Raygras 20 % Winterfutterraps 26 % Winterwicke

1 % Stoppelrübe Aussaatmenge: 50 kg/ha

FÖRDERUNGEN Die Kosten des Saatgutes übernimmt zur Gänze die Kärntner Jägerschaft. Nicht-Begrünungsteilnehmer im ÖPUL 2007 erhalten zusätzlich eine Flächenprämie von € 70,–/ha.

TERMINE Antragstellung beim zuständigen Bezirksjägermeister nur mit aktuellem Formular bis spätestens 1. Juli 2013. Die Aussaat von ReNatura Hege Sommer muss bis 20. August und von ReNatura Hege Winter bis 1. Oktober erfolgen. Umgepflügt dürfen beide Varianten frühestens ab 2. März 2014 werden.


I N F O R M AT I O N E N D E R L A N D E S G E S C H Ä F T S S T E L L E FLÄCHENAUSMASS In der Regel sollten die Begrünungen verteilt auf maximal 0,5 ha großen Flächen angelegt werden. Die maximale Größe förderbarer Einzelflächen beträgt 1 ha. Zusätzliche Fördermöglichkeiten für nicht abfrostende Winterbegrünungen: Anlagebedingungen wie zuvor beschrieben. Die gesamte geförderte Fläche muss über den Winter dem Wild zur Verfügung stehen. a) für Begrünungsteilnehmer im

Anmeldung zur Jagdprüfung Anmeldeschluss zur nächsten Jagdprüfung – Sommertermin – ist der 30. Juni 2013. Das Ansuchen ist unter Verwendung des Formulars an die zuständige Bezirksgeschäftsstelle (Bezirksjägermeister) zu richten. Das Anmeldeformular und nähere Informationen erhalten sie in den Bezirksgeschäftsstellen oder der Landesgeschäftsstelle. Informationen zur Jagdprüfung sowie das Anmeldeformular finden sich auch unter dem Menüpunkt Prüfungswesen auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft: www.kaerntner-jaegerschaft.at Bei der Anmeldung sind eine Manipulationsgebühr von € 25,– sowie die Prüfungstaxe von € 75,– zu entrichten.

ÖPUL 2007, in den Varianten C, D1 und H Förderung: Saatgutkostenersatz für maximal 1 ha (Rechnungsvorlage erforderlich) b) für Nicht-Begrünungsteilnehmer im ÖPUL 2007: Nicht abfrostende Winterbegrünungen mit Saatgutmischungen, die denen der ReNatura Hege Winter oder den Begrünungvarianten C, D1 u. H annähernd entsprechen. Maximal förderbare Flächengröße 1 ha. Anlagebedingungen wie zuvor, beziehbar Aussaat und Um-

bruch frühestens ab 2. März 2014. Förderung: Saatgutkostenersatz (Rechnungsvorlage erforderlich) und € 70,– Flächenprämie je ha. Antragstellungen: bis spätestens 1. Oktober 2013 Antragsformulare und weitere Informationen in den Bezirksgeschäftsstellen, in der Landesgeschäftsstelle oder auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft. Ing. Josef Schnabl Referent für Reviergestaltung und Naturschutz

Teilzeitbeschäftigte(r) Sekretär/in (20 Stunden/Woche) Ihr Aufgabenbereich: ◆ Korrespondenz, Schreibarbeiten, Protokollführung ◆ Post-, Telefon- und Parteienverkehr ◆ Büroorganisation, Aktenverwaltung/-ablage, Terminkoordination ◆ Kassa-Führung, Zahlungsverkehr Ihr Profil: ◆ Matura (bevorzugt HAK/HASCH) ◆ Ausgezeichnete EDV-Kenntnisse (MS Office) ◆ Perfekte Rechtschreibung, Buchhaltungs-Grundkenntnisse ◆ Genauigkeit, Belastbarkeit, Team- und Kommunikationsfähigkeit ◆ Engagement, freundliches Auftreten und Freude am Umgang mit Menschen ◆ hohes Verantwortungsbewusstsein, Dienstleistungsorientierung, Flexibilität ◆ Bereitschaft zur Aus- und Weiterbildung Wie wenden uns an Damen und Herren, die kompetent und engagiert den Bezirksjägermeister des Jagdbezirkes Hermagor in sämtlichen Verwaltungsangelegenheiten und Büro-Agenden unterstützen. nach ca. einmonatiger Einschulungsphase in der Landesgeschäftsstelle/Klagenfurt am Wörthersee bzw. in der Bezirksgeschäftsstelle Spittal: Bezirksgeschäftsstelle der Kärntner Jägerschaft in Hermagor

Dienstbeginn: ehestmöglich Gehalt:

Die mündlich-praktische Prüfung findet Ende August, die praktische Schießprüfung Anfang September statt. Der Kursbesuch ist nicht verpflichtend, wird jedoch sehr empfohlen.

Kärntner Jäger

Bei der Kärntner Jägerschaft kommt folgende Stelle zur Ausschreibung:

Dienstort: Wer im Rahmen der Jagdprüfung auch zur Beizjagdprüfung antritt, muss sich mittels entsprechenden Formulars gesondert anmelden.

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kollektivvertragliches Mindestentgelt für Gutsangestellte (Marktkonforme Überzahlung abhängig von Qualifikation und Erfahrung)

Schriftliche Bewerbungen (inkl. Lichtbild und Zeugnisse) richten Sie bitte bis spätestens 18. Juni 2013 an die Kärntner Jägerschaft, z.H. GF Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger, Mageregger Straße 175, 9020 Klagenfurt am Wörthersee.

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TERMINE

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Wichtige Termine

Landesjägertag Samstag, 22. Juni 2013, 9 Uhr, Ebene Reichenau/ Nockstadl

JAGDCUP 2013 2. Jagdcup 8. Juni, 9-13 Uhr Sorgendorf/Bleiburg/VÖ 3. Jagdcup + Landesmeisterschaften 6. Juli Pakein/KLA

JTRAP CPS

HUNDEWESEN

Chor der Kärntner Jägerschaft ◆ So, 9. Juni, 10 Uhr, Jägerwallfahrt Maria Luggau ◆ Sa, 22. Juni, 9 Uhr, Landesjägertag 2013, Ebene Reichenau/ Nockstadl ◆ Fr, 28. Juni, 16 Uhr, Zeugnisverteilung für Jungjäger, Jägerhof Schloss Mageregg ◆ Di, 2. Juli, 18 Uhr, Konzert im Rathaus Wien Die Sänger des „Chor der Kärntner Jägerschaft“ würden sich über Ihren Besuch freuen.

◆ Schweißsonderprüfung mit Richterbegleitung und Bringtreueprüfung, offen für alle Jagdhunderassen: Sonntag, 7. Juli 2013, 8 Uhr, Gasthaus Tamegger in Tauchendorf bei Glanegg ◆ Feld- und Wasserprüfung: Sonntag, 29. September 2013 ◆ Vollgebrauchsprüfung: Samstag, 12. Oktober und Sonntag, 13. Oktober 2013 Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage des KJPV unter www.kjpv.at oder bei Frau Carmen Piessnegger, Telefon: 0664/3748 395, E-Mail: carmen-piessnegger@A1.net

Die Homepage der Kärntner Jägerschaft:

www.kaerntner-jaegerschaft.at

Österreichischer Klub für drahthaarige Ungarische Vorstehhunde (ÖKDUV) ◆ Feld- und Wasserprüfung: Sonntag, 1. September 2013, 7 Uhr, 3462 Bierbaum am Kleebühel NÖ., Landstraße 51, im Revier Hippersdorf und Umgebung. Nennungsschluss ist Montag, 1. Juli 2013 ◆ VGP, Freitag 6. September 2013, 7 Uhr, 3462 Bierbaum am Kleebühel NÖ., Landstraße 51, im Revier Hippersdorf und Umgebung. Nennungsschluss ist Montag, 1. Juli 2013 Nähere Informationen unter www.oekduv.at oder Tel. 0699/1158 7694, Mag. Rudolf Broneder

JägerinnenStammtisch ◆ Samstag, 29. Juni, 10-18 Uhr, Naturseminar zum Thema „Tierisch starke Medizin“, Vortragende: Frau Barbara Hoflacher, im Schloss Mageregg, nähere Infos dazu in der Landesgeschäftsstelle

Auf der Homepage finden Sie unter anderem aktuelle Informationen, Termine, Berichte; auch Formulare zur Ausstellung der Jagdkarte, Anträge für Jagdgastkarten sowie diverse Projektanträge etc. stehen zum Download bereit.

www.kaerntner-jaegerschaft.at

◆ Mittwoch, 25. September, Schrotschussseminar auf der Schießstätte Pakein ◆ Samstag, 30. November, traditioneller Weihnachtsbrunch


Nr. 209/2013

Kärntner Jäger

OStR Mag. Klaus Kugi – ein junger Siebziger Vor Kurzem unterhielt ich mich mit meiner besten Freundin über unsere gemeinsame Gymnasialzeit: „Kannst du dich noch an unseren BIO-Professor erinnern?“– „Ja, natürlich!“, entgegnete sie enthusiastisch, „abgesehen davon, dass die halbe Klasse in den jungen feschen Lehrer verliebt war, wollte ich nur seinetwegen Biologie studieren…!“ Diese Begeisterung für die Natur, ihre Zusammenhänge, die Biologie sowie den angewandten Naturschutz vermochte OStR Professor Kugi als Biologielehrer am BG/BRG St. Martin in Villach ganzen Schülergenerationen nachhaltig zu vermitteln. Sie wurden von einem Pädagogen geprägt, der von Anbeginn den Naturschutz nicht nur proklamierte, sondern auch lebte und mit seinen Schülerinnen und Schülern in den Jahren 1973/1974 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2002 unzählige Aktionen und Projekte im Dienst des Natur- und Umweltschutzes durchführte. Allesamt mit dem Ziel, die Vielfalt natürlicher Lebensräume zu erhöhen, vielfach aber auch, um in der Vergangenheit gemachte Fehler durch Renaturierungsmaßnahmen wiedergutzumachen. Wer einmal mit Professor Kugi händisch einen Tümpel angelegt hat, der hat nicht nur viel Fachwissen mit auf den Weg bekommen, sondern auch die Botschaft, dass nachhaltiger Naturschutz persönlichen Einsatz erfordert. Zu den unzähligen Projekten zählten bzw. zählen beispielsweise alljährliche Biotopmanagementund Pflegemaßnahmen im Finkensteiner Moor, die Anlage von Gemüse- und Kräutergärten sowie die Pflanzung von Obstbäumen und einheimischen Beerensträuchern im Schulpark St. Martin, die Umgestaltung des Froschtümpels St. Ulrich, die Rettung der Iriswiese am Kanzianiberg, das Großprojekt Bachler-Teich oder die Rettungsaktion für das Mallenitzner Moor. 1993 schließlich gründete OStR Prof. Klaus Kugi den Verein Österreichische Naturschutzjugend Kärnten. Der Verein half gleich in einer seiner ersten Aktion dem

OStR Mag. Klaus Kugi – nach wie vor unermüdlich im Einsatz für Natur- und Umweltschutz

Bundesverband beim Kauf eines 6.000 m2 großen Teichareals in Wernberg. Zu den weiteren unzähligen Aktivitäten gehörten die Schaffung eines Dorfteiches in Drobollach, der Kauf von Feuchtflächen beim Wernberger Teichareal, die Pflanzung von Obstgehölzen im Bleistätter Moor, am Drobollacher und am Wernberger Teichareal. Ein Großprojekt „Rettung des Standortes der Frühlingslichtblume“ konnte durch Grundstücksankauf zum Erfolg geführt werden. Weitere wertvolle Projekte waren jenes zur Wiedereinbürgerung der europaweit bedrohten Tamariske am Unterlauf des Gailflusses, Planungsarbeiten zur Neugestaltung des botanischen Lehrpfades am Kanzianiberg, des botanisch-zoologisch-archäologischen Lehrpfades Warmbad Villach sowie des Gewässerlehrpfades in der Gemeinde Rosegg und die Errichtung eines botanischen Lehrpfades im Schulpark des BG-BRG St. Martin. Eines seiner Lieblingsprojekte – die Kärntner Urforelle – begann Professor Kugi am Flattnitzbach durch Anpachtung eines Gebirgsbaches zum Zwecke der Wiedereinbürgerung der autochthonen Kärntner Gebirgsforelle. Die Erhaltung dieser Urforelle kann sicherlich als Kugis Pionierarbeit bewertet werden. Amphibienlaichtümpel wurden nicht nur auf einem Privatgrundstück in Wollanig, sondern auch auf einem Moorgrundstück in Wernberg angelegt. Das Projekt des Rückbaus des St. Martiner Wiesenbaches wurde ebenso erfolgreich durchgeführt wie die Renaturierung des Rau-

schenbaches im Finkensteiner Moor durch Grundankäufe. Im Oktober 1998 schließlich übernahm OStR Mag. Klaus Kugi (von seinen verdienten Vorgängern Direktor Wilhelm Wruss und HR Dr. Hans Bach) die Leitung des Österreichischen Naturschutzbundes Kärnten. Diese Tätigkeit als Geschäftsführer führt er seit nunmehr 15 Jahren ehrenamtlich durch. Er verwaltet mittlerweile (inkl. zur Nutzung überlassener Flächen) ca. 300 ha Grundbesitz bzw. wertvolle Biotope – das ergibt flächenmäßig nach dem Kärntner Jagdgesetz immerhin 2 Eigenjagden… Dieser Umstand kann auch Kärntens Jägerinnen und Jäger mit Stolz erfüllen, zumal sie seit ca. 1977 einen Teil ihrer Mitgliedsbeiträge – in Höhe von mittlerweile über 1,2 Million Euro – dem Naturschutzbund zur Verfügung gestellt und damit aktiv zum Ankauf bedrohter Natur durch den Naturschutzbund beigetragen haben. Die folgenden Jahre waren für Mag. Kugi geprägt von Grundstücksankäufen verbunden mit der Durchführung teilweise aufwändigster Pflegemaßnahmen (so z. B. im Naturschutzgebiet Schütt für die Gladiolenwiese). Aber auch grenzübergreifende Projekte wie Untersuchungen der Gewässergüte des Gailflusses konnten mit Projektpartnern erfolgreich durchgeführt werden. Eines der längsten und aufwändigsten Projekte – der Rückbau des Rauschenbaches im Finkensteiner Moor – ist heute ein Vorzeigeprojekt. Damit aber nicht genug: So ist OStR Professor Kugi nicht nur Ehemann und Vater zweier erwachsener Kinder, sondern seit 1988 Mitglied des Naturschutzbeirates sowie der Umweltanwaltschaft des Landes Kärnten. Weiters ist er seit 1990 aktives Mitglied des Umweltbeirates, sowie des Naturparkrates der Stadt Villach und des Expertenrates des Naturparks Villach. Angesichts der unzähligen Meriten des Jubilars wundert es nicht, dass er Träger zahlreicher Auszeichnungen ist, beispielsweise des

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S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

Personalia

PERSONALIA


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Kärntner Jäger

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Ehrenzeichens der Stadt Villach, des Verdienstzeichens des Landes Kärnten sowie des Umweltpreises der Stadt Villach. Dass die Verwaltung und das Management von über 300 ha naturgemäß viel Zeit und Energie erfordern und einen Fulltimejob darstellen, versteht sich von selbst. Dem jungen Siebziger, der seinen Geburtstag am 5. April des Jahres feierte, bleibt zu wünschen, dass er weiterhin so viel Energie und Motivation für seine wichtige Berufung aufbringt. Denn um die Worte eines Pioniers der Naturschutzarbeit

P E R S O N A L I A / W O R TA N Z E I G E N innerhalb der Kärntner Jägerschaft, HR Dr. Anton Kranner, zu zitieren: „Professor Kugi erfreut sich nicht nur bester körperlicher und geistiger Gesundheit, sondern gilt als zäh und unverwüstlich.“ Dass dies so bleiben möge, er als Obmann des Naturschutzbundes Kärnten seine Funktion noch viele Jahre ausübt und die gedeihliche Zusammenarbeit und Partnerschaft mit der Kärntner Jägerschaft noch lange anhält, das wünscht dem Jubilar die Kärntner Jägerschaft. B-G

Dr. Elisabeth Scherbantin – 85 Bei guter Gesundheit und erstaunlicher Vitalität vollendete die langjährige Sekretärin der Kärntner Jägerschaft, Dr. Elisabeth Scherbantin, kürzlich das 85. Lebensjahr. Die Jubilarin entstammt der angesehenen Knaus-Dynastie in St. Veit/Glan, wo sie auch ihre Jugendund Schulzeit verbrachte. Im Anschluss folgte ihr Griechisch und Philosophie Studium, das sie mit dem Doktorat abschloss. Dr. Scherbantin war von 1964 bis 1982 Sekretärin der Kärntner Jägerschaft und ist besonders der älteren Jägergeneration als gewissenhafte Mitarbeiterin noch in guter Erinnerung. Die Kärntner Jägerschaft zählte zu dieser Zeit etwas mehr als 7.000 Mitglieder. Die Landesgeschäftsstelle war in den engen Räumen der Klagenfurter Bahnhofstraße untergebracht. Nur eine elektrische Schreib- und Rechenmaschine waren Teile der bescheidenen Büroeinrichtung. Dort hat Dr. Scherbantin vorerst als einzige hauptberufliche Kraft mit viel Fleiß und Engagement zum Wohle von Wild, Weidwerk und der Kärntner Jägerschaft gewirkt. Neben dem allgemeinen Schriftverkehr oblag der Sekretärin unter anderem die Vorbereitung und Durchführung der Jagdprüfung, so-

wie die administrative Leitung der Internationalen Jagdkonferenz (IJK). Mit der Einführung des „Kärntner Jäger“ 1972 schrieb sie seitenweise Manuskripte für das neue Mitteilungsblatt. Viele Jahre gestaltete und moderierte sie die „Alpenländische Jägerstunde“ in „Radio Kärnten“. Mit dem Aufnahmegerät war sie landauf landab unterwegs und hat dabei Jäger, Jägerschaftsfunktionäre und Originale interviewt, Aktuelles und Heiteres eingefangen und so Wild und Weidwerk der nichtjagenden Bevölkerung näher gebracht. Damit hat sie für die Kärntner Jägerschaft wertvolle Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Dr. Scherbantin genoss die Wertschätzung der Landesjägermeister Dr. Werner Knaus und Dr. Gerhard Anderluh, die während ihrer Dienstzeit dem Jagdverband vorstanden. Die Kärntner Jägerschaft dankt der Jubilarin für ihr Pflichtbewusstsein in all den Dienstjahren und die unwandelbare Treue zu Jagd und Kärntens Jägern, die heute noch besteht. Sie grüßt und gratuliert Frau Dr. Scherbantin zum 85er. Gesundheit und Wohlergehen mögen sie noch auf einem sehr langen Lebensweg begleiten! WK

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Herausgeber und Medieninhaber: Kärntner Jägerschaft, Mageregger Straße 175, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Tel.: 0463/5114 69-26, Fax: 0463/5114 69-20. Redaktion ebendort Mitteilungs- und Informationsorgan im Sinne der satzungsmäßigen Aufgaben der Kärntner Jägerschaft Alleininhaber: Kärntner Jägerschaft Redaktionsteam: Mag. Freydis BurgstallerGradenegger (Gesamtverantwortlich für den redaktionellen Inhalt), Mag. Gerald Muralt Red.-Mitarbeiterin: Angelika Schönhart, 0463/5114 69-26, redaktion@kaerntner-jaegerschaft.at Anzeigenverwaltung: Otto Kornprat, 0463/5114 69-11, otto.kornprat@kaerntnerjaegerschaft.at MEDIA-DATEN und Tarife gültig ab 1. 1. 2012 Anschrift Redaktion: siehe Herausgeberanschrift Layout: Printmaster GmbH., 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Domgasse 8, Tel.: 0463/5980 20 Druck: Stiepan Druck, Hirtenbergerstraße 31, 2544 Leobersdorf Erscheinungsweise: sechsmal jährlich (Februar, April, Juni, August, Oktober, Dezember) Für Mitglieder kostenlos. Umschlag: Grafik Design Branz, Titelfoto: Helmut Fladenhofer Redaktionsschluss ist jeweils am 7. Jänner, 1. März, 1. Mai, 1. Juli, 1. September und 1. November


J A G D L I C H E S W I S S E N / TOT E N TA F E L

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Prüfen Sie Ihr jagdliches Wissen! Die Antworten zu Seite 28 1. Bartgeier können in Österreich ganzjährig angetroffen werden. Gänsegeier nutzen vor allem die Hohen Tauern als Übersommerungsgebiet. 2. Die Tiere erreichen eine Länge von 110 cm, eine Flügelspannweite von ca. 250 – 280 cm und ein Körpergewicht von bis zu 7 kg. Als Aasfresser sind sie stets von der Mortalität anderer Tiere abhängig und damit auch von Nahrungsengpässen bedroht. In solchen Situation bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich durchzuhungern. Dabei erlangt ihre Größe hohe überlebensstrategische Bedeutung, denn mit zunehmender Größe sinkt der Grundumsatz je kg Körpergewicht. 3. Bartgeier ernähren sich fast ausschließlich von Tierkadavern, wobei der Knochenanteil in der Nahrung bis zu 70 % ausmachen kann. Die Tiere können Rinderwirbel und Knochen von bis zu 25 cm Länge als ganzes verschlucken und dank ihrer sauren Magensäfte auflösen. Größere Knochen werden über steinigen Plätzen so lange abgeworfen, bis sie zerbrechen. Die einzelnen Knochenstücke werden dann gefressen. Dieses Verhalten hat dem Bartgeier in Spanien den

Namen Quebrantahuesos verschafft, was übersetzt so viel wie Knochenbrecher heißt.

einträchtigung der Blutbildung und zur Schädigung des Nervensystems.

4. Typische Lebensräume des Bartgeiers sind alpine und montane Bergregionen oberhalb der Baumgrenze.

8. Vor mittlerweile 35 Jahren, am 17. und 18. November 1978, wurde in Morges am Genfersee das internationale Projekt zur Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen gegründet. Fachleute aus Frankreich, Italien, Österreich, Deutschland und der Schweiz beschlossen damals, dass junge Bartgeier aus Zoos und Tierparks für die Auswilderung genutzt werden sollen. Eine groß angelegte Öffentlichkeitsarbeit war nötig, um die Bevölkerung über das Projekt zu informieren.

5. Bartgeier brüten ausschließlich an Felsen. Während der Balz im Jänner kommt es zu spektakulären Flugspielen, die die Partnerbindung festigen und das Revier markieren sollen. Die Eiablage findet Ende Januar/Anfang Februar statt. Selbst wenn zwei oder gar drei Eier abgelegt und bebrütet werden und nach 50 bis 58-tägiger Bebrütung die Jungtiere schlüpfen, wird, nach 110- bis 130-tägiger Nestlingszeit, infolge des „Kainismus“ nur eines von ihnen flügge. Junge Bartgeier sind nach etwa zwei Monaten selbstständig. 6. Wenn zwei Jungvögel geschlüpft sind, bekämpfen sich diese im Nest so lange, bis einer verendet, ohne dass die Elternvögel eingreifen. Das zuerst geschlüpfte Jungtier ist dabei meist im Vorteil. 7. Gerade Aasfresser besitzen extrem saure Magensäfte, welche das Blei aufschließen. Die Aufnahme von Blei führt zu einer Be-

Ausgehend vom Nationalpark Hohe Tauern werden seit 1986 Bartgeier in den Alpen wiederangesiedelt. Seit der ersten Freilassung im Rauriser Krumltal hat sich das Projekt zur Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen zu einem der bedeutendsten Artenschutzprojekte in Europa entwickelt. Über 180 junge in Zoos geborene Geier sind seit damals freigelassen worden. Seit 1997 brüten wieder Bartgeier in den Alpen, seit 2001 auch in Österreich. 93 Jungvögel sind das stolze Resultat der Bruten in freier Wildbahn. Die erste erfolgreiche Brut in Österreich erfolgte 2010 im Rauriser Krumltal.

Wir gedenken unserer Weidkameraden Hertwig-Jaksch Heinz W., Canada Bezirk Hermagor Jenul Thomas sen., Rattendorf Bezirk Klagenfurt Bacher Klement, Viktring Ertl Paul Friedrich, Klagenfurt Kristof Karl, Feistritz/R. Bezirk St. Veit/Glan Gradenegger Gottfried, Deutsch Griffen Kreiter Georg, Brückl DI Pontasch Friedrich Karl, St. Filippen

Bezirk Spittal/Drau Bodner Franz, Obervellach Gigler Johann, Malta Hofer Josef, Malta Huber August, Obervellach Hueter Johann, Berg im Drautal Ing. Oblasser Andreas, Obervellach Staudacher Matthias, Spittal/Drau Zechner Johann, Flattach Bezirk Villach Bierbaumer Ewald, St. Jakob i.R. Kapeller Matthias sen., Zlan

Maizinger Ernesto, Italien Petschnig Hubert, Drobollach Bezirk Völkermarkt Stanitsch Johann, Gösselsdorf Toplitsch Michael, St. Kanzian Bezirk Wolfsberg Prinz von Croy Clemens, St. Oswald ob Eibiswald Streit Balthasar, Wolfsberg Stückler Hubert, St. Margarethen Zlami Alfred, Lavamünd Bezirk Feldkirchen Tamegger Albin, Feldkirchen



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