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Der

Kärntner Jäger

M I T T E I L U N G S B L AT T D E R K Ä R N T N E R J Ä G E R S C H A F T

◆ Berichte zum Landesjägertag

◆ Raufußhühnerzählung 2012

◆ Momentaufnahme Schalenwild

◆ Nächte des Fuchses

◆ Finanzgebarung

◆ Hegeringschießen 2012 Nr. 202 | 41. Jahrgang

◆ Lebensraum Auerwild

◆ Neue Wildscheiben

www.kaerntner-jaegerschaft.at

April 2012


Nr. 202/2012

Inhaltsverzeichnis

Liebe Jägerinnen und Jäger!

Tätigkeitsbericht der Landesgeschäftsstelle

Zum Zeitpunkt, in dem Sie diese aktuelle Ausgabe des „Kärntner Jäger“ in Händen haben, und hoffentlich auch aufmerksam lesen, stehen wir unmittelbar vor Aufgang der Jagdzeit auf einige Arten und Klassen unseres Schalenwildes. Neben der Bejagung von Schmalrehen, nichttragenden und nichtführenden Geißen und Böcken der Klasse III soll es nach einer Änderung der Jagdzeit beim Rotwild ab heuer ebenso die Möglichkeit geben, nichtführende Tiere und Schmalspießer ab 1. Mai zu erlegen. Damit haben Reviere, in denen – nach eigenen Aussagen –, zu diesem Zeitpunkt ein Eingriff in diese Wildklassen am effizientesten ist, nunmehr die Gelegenheit, dies auch umzusetzen. Diese vorgenommene Verlängerung der Jagdzeit kann, wenn nicht richtig zur Anwendung gebracht, in manchen Fällen ebenso kontraproduktiv wirken (das Wild findet keine Ruhe mehr, wird nachtaktiv) und ist nur als weitere Unterstützung zur Minimierung der Schälschäden zu betrachten. Alleiniges Allheilmittel wird es keines sein! Wir befinden uns jedoch in Teilen unseres Bundeslandes in einer Situation, in der wir jede vom Gesetz her mögliche Hilfe in Anspruch nehmen sollten, um die eingeleitete Reduktionsphase ehebaldigst wieder positiv abschließen zu können. Wo mit bisher üblichen Morgen- und Abendansitzen das Ziel, nämlich die 100%ige Erfüllung unserer Abschusspläne, nicht erreicht wird, sollten wir kreativ sein und uns anderwertig bereits erfolgreich erprobter Jagdmethoden wie Intervall-, Schwerpunkt- und revierübergreifender Jagd bedienen. Noch haben wir es selbst in der Hand, den Beweis zu erbringen, dass die Jägerschaft auf die derzeitige Wald-Wild-Situation reagiert und auch weiterhin Maßnahmen ergreift, welche zu einer möglichst raschen Verbesserung dieser führen. Dass Wild und Jagd den Zustand des Waldes maßgeblich beeinflussen – dazu stehen wir. Die alleinige Verantwortung dafür kann uns jedoch nicht übertragen

Momentaufnahme Schalenwild Finanzgebarung

Lebensraum für das Auerwild

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Informationen der Landesgeschäftsstelle

Kampf dem Mähtod

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Auer- und Birkwildzählung 2012

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Jagdzeiten

Reviereinrichtungen überprüfen! Saatgutaktion

Termine / Veranstaltungen

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Berichte Nächte des Fuchses Aktivitäten des Jägerchores Wolf zog durch Kärnten Jagaschifoahn am Falkert 40 Jahre JG Deutsch-Griffen Achtung Gifttiere in Kärnten Rettungshundebrigade

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Schiesswesen

Jugendschießseminar

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Schießbetriebe diverser Schießstätten

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Hegeringschießen 2012 Neue Wildscheiben

Wortanzeigen/Impressum

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Personalia DI V. Neuper Ehrenmitglied Ofö. W. Kulterer – Ehrenmitglied Bernhard Wadl 50

Totentafel

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Kärntner Jäger

werden. Tatsache ist ebenso, dass wir nach wie vor einen wesentlichen Betrag zu einem funktionierenden Ökosystem leisten. Dies wird nur leider auch von uns selbst viel zu wenig oft positiv erwähnt. Unmittelbar bevor steht auch die Bejagung der Raufußhühner. Wir befinden uns heuer in einem Jahr der Zählung. Diese bitte wiederum lükkenlos durchzuführen und das dafür vorgesehene Formular vollständig auszufüllen. Die Zähltermine sind auf Seite 31 abgedruckt und der Homepage der Kärntner Jägerschaft zu entnehmen. Die Hegeringversammlungen sind vorbei, die verpflichtenden Hegeringschießen noch im Laufen. In manchen Bezirken ist die Teilnehmerzahl noch nicht jene, die sie sein sollte. Nehmen wir uns doch die geringe Zeit, um am Schießstand Auge und Optik so zu fokussieren, dass die Anzahl der Fehlschüsse im Revier auf ein Mindestmaß reduziert wird. Weiterhin hoffen wir auf die Unterstützung der Jagdvereine dahingehend, dass, wo es sich bewährt hat, für Mitglieder ohne Teilnahme am Hegeringschießen keine Abschussfreigabe erfolgt. Ungefähr 300 Kandidaten unterziehen sich derzeit in verschiedenen Kursen der Ausbildung zur Prüfung für die Erlangung der 1. Jagdkarte. Haben sie diese in Händen, geben wir ihnen, wo dies möglich ist, die Gelegenheit zur Ausübung der Jagd und stehen ihnen mit unserem Wissen als jagdliche Vorbilder zur Seite. Wenn auch laut Umfrage eines Meinungsforschungsinstitutes die Jagd in den nächsten Jahren größeren Veränderungen unterliegen soll, sehen wir es als Herausforderung für eine insgesamt dennoch positive Entwicklung zu sorgen. Beste Gesundheit, ein verantwortungsbewusstes „Jagern“, dabei viel Freude und Erfolg, wünscht Euch mit einem kräftigen Weidmannsheil Euer Sepp Monz Landesjägermeister-Stv.

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S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S Sepp Monz LandesjägerS S S S S S meisterS S S S S S Stellvertreter S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

Aktuelle Spalte

AKTUELLES


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Kärntner Jäger

Tätigkeitsberichte

S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

L A N D E S J Ä G E R TA G

Nr. 202/2012

Berichte zum Landesjägertag 2012 Zeitgerecht vor der Vollversammlung veröffentlichen wir die Berichte der Sachbearbeiter. Diese Berichte werden daher beim Landesjägertag entfallen, die Referenten stehen aber für Anfragen und Auskünfte zur Verfügung.

Tätigkeitsbericht der Landesgeschäftsstelle GF MAG. FREYDIS BURGSTALLER-GRADENEGGER

VORWORT Im Trubel des jagdlichen Arbeitsalltages hätten wir beinahe das 10Jahr-Jubiläum der Landesgeschäftsstelle in Mageregg übersehen, wurde doch am 5. Jänner 2001 das neue Verwaltungsgebäude eingeweiht und bezogen. Mit der Entlassung in die Selbstverwaltung am 1. Jänner 2005 erlangte die Kärntner Jägerschaft in einem österreichweit einzigartigen Umfang nicht nur als Organisation ein ganz anderes Gewicht, sondern erwies sich die umsichtig auf Schiene gebrachte Neuunterbringung der Landesgeschäftsstelle in Mageregg als notwendig, sind doch in Mageregg 10 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, tausende Akte, die EDV, die Buchhaltung und die Redaktion des „Kärntner Jäger“, aber auch die Bezirksgeschäftsstelle Klagenfurt der Kärntner Jägerschaft, der Kärntner Jagdaufseher-Verband, der Verband der Forstbetriebe und der Kärntner Forstverein untergebracht. Gerne bezeichnen wir den Jägerhof Schloss Mageregg als eine Drehscheibe der Interessenvertretung und Mitgliederbetreuung sowie Weiterbildungs- und Kommunikationsplattform für Jäger und Nichtjäger. In täglicher Knochenarbeit aber gilt es unter Beweis zu stellen, dass wir die gesetzgeberischen Ziele der Selbstverwaltung, nämlich die Verminderung der Reglementierungsdichte, die Vereinfachung bestehender Rechtsinstitute, die Beschleunigung von Verwaltungsabläufen sowie größere Bürgernähe als herausfordernden Auftrag sehen, weshalb gerade das Jahr 2012 auch dem Thema der Entbürokratisierung gewidmet sein soll. Dabei ist allerdings genauestens zu unterscheiden, ob rechtlich Un-

abänderliches (man denke nur an die Rabenvogel- Zählung und -Einzelmeldung oder die Raufußhuhnzählung mit europarechtlichem Hintergrund) als Bürokratismus empfunden wird, oder ob es sich um echte, einer Disposition zugängliche Vereinfachungen handelt. Der folgende Bericht soll Zeugnis darüber ablegen, dass die Funktionäre sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihnen überantworteten, umfangreichen Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen erfüllen.

DIE JAGD IN ZAHLEN, DATEN UND FAKTEN Der Mitgliederstand hat im Jahr 2011 erstmal die 12.000er-Grenze überschritten und betrug mit Stichtag 31.12.2011 12.075, davon 1.815 Jagdschutzorgane und 1.343 Frauen. Der Frauenteil ist damit erstmals auf über 11 % gestiegen. Das Landesgebiet gliedert sich mit Stand 30. März 2012 in 485 Gemeinde- und 1.228 Eigenjagdgebiete.

AUS- UND FORTBILDUNG, PRÜFUNGSWESEN Die mittlerweile 11. Hegeringleitertagung, organisiert von der Landesgeschäftsstelle, fand am 14. Jänner 2012 in Mageregg statt, wobei die Österreichische Waldinventur, die Evaluierung des Wildökologischen Raumplanes, Aktuelles bei Gams-, Reh- und Rotwild und die rechtlichen Themen Bleischrotverbot, Zivildienst, nachweisliche Brauchbarkeit von Jagdhunden, Raufußhuhn- und Waldschnepfen-

bejagung sowie die Wildkrankheiten Trichinose, Tollwut und Tuberkulose auf der Agenda standen. Die unter Federführung von LJM-Stv. Sepp Monz ins Leben gerufene BILDUNGSPLATTFORM der Kärntner Jägerschaft widmete sich im Berichtszeitraum unter Beteiligung hochkarätiger Referenten den Themen „Schwarzwild“ und „Bleifrei in die Zukunft“. (Siehe dazu auch Seite 11) Zur Jagdprüfung 2011 haben sich insgesamt 461 Kandidatinnen und Kandidaten neu angemeldet. Von diesen sind zum Frühjahrsprüfungstermin 274 und zum Sommerprüfungstermin 105 angetreten. Insgesamt haben 88 % (335 Personen) die Prüfung mit Erfolg bestanden. Zur Beizjagdprüfung sind im Jahr 2011 25 Kandidatinnen und Kandidaten angetreten und haben 23 diese auch bestanden, wobei die Prüflinge aus allen Teilen Österreichs kommen. Im Rahmen der gesetzlichen Pflicht zur Aus- und Fortbildung wurden Jagdaufseherprüfungen organisiert und durchgeführt. Zur Jagdaufseherprüfung sind im Jahr 2011 von insgesamt 59 angemeldeten Personen 50 angetreten und haben 47 Personen (94 %) die Prüfung bestanden. Im Jahr 2011 hat einer von zwei angemeldeten Kandidaten die Berufsjägerprüfung auch bestanden. Am 23. und 24. April 2011 fanden im Jägerhof Schloss Mageregg wieder zwei ganztägige Fallenstellerkurse statt. Rund 100 Personen, darunter auch TeilnehmerInnen aus anderen Bundesländern, haben die Kurse besucht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Berichtszeitraum das Bildungsangebot der Verwaltungsakademie des Landes in Anspruch genommen; im Rahmen


L A N D E S J Ä G E R TA G zweier „großer Dienstbesprechungen“ fanden darüber hinaus, unter Einbeziehung der Bezirksgeschäftsstellen interne Schulungen statt.

DISZIPLINARGERICHTSBARKEIT Im Jahr 2011 wurden vom Disziplinaranwalt an den Disziplinarrat 60 Übertretungen zur Anzeige gebracht, 38 Verfahren wurden eingestellt, 5 Verfahren mit Schuldspruch beendet. Es befinden sich noch 17 Disziplinarakte in Bearbeitung.

WILDÖKOLOGISCHE RAUM PLANUNG / WILDBIOLOGIE / WILDKRANKHEITEN Das Jahr 2011 stand schwerpunktmäßig im Zeichen der Evaluierung des Wildökologischen Raumplanes. In diesem Zusammenhang fanden unter Vorsitz von Landesjägermeister DI Dr. Gorton 6 WÖRPAusschusssitzungen statt, an welchen u.a. die Landesforstdirektion, die Landwirtschaftskammer sowie Fachexperten teilnahmen. Die vom Wildbiologen der Kärntner Jägerschaft aufbereiteten Grundlagendaten wurden dabei evaluiert. In mehreren Gebieten Kärntens wurden Diskussionsveranstaltungen direkt vor Ort abgehalten. Zusätzlich erfolgte im Jahr 2011 auf Basis der aus den Bezirken übermittelten Daten die Verortung und Digitalisierung der gesamten Rotwildfütterungsstandorte in Kärnten. Im selben Jahr wurden auch die Saftfutterstandorte intensiv bearbeitet und Stellungnahmen bezüglich der Tauglichkeit dieser Standorte abgegeben. Im Bezirk Spittal erfolgten, unter fachlicher Beratung des Wildbiologen, Tauglichkeitsüberprüfungen vieler Raufutterstandorte. Wildbiologische Anfragen von Jägerinnen und Jägern aus ganz Kärnten wurden von Mageregg aus, mitunter aber auch direkt vor Ort bearbeitet, weiters fanden Gebietsbegehungen zu den unterschiedlichsten Themenkreisen statt, wobei der Schwerpunkt auch im Berichtszeitraum bei Wildfütterungen und Wildschäden lag. Die Ergebnispräsentation der Österreichischen Waldinventur – es erfolgte auch seitens der Jägerschaft eine Analyse dieser Ergeb-

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nisse – war gleichzeitig der Startschuss zur Diskussion über die Reduktionsnotwendigkeit des Rotwildes. Zu diesem Thema wurden jagdstatistische Grundlagendaten aufbereitet und Fachvorträge gehalten. In den besonders sensiblen Bereichen Kärntens standen und stehen Wildreduktionsmaßnahmen weiterhin im Fokus und es wird die Entwicklung in den Problemgebieten weiterhin intensiv analysiert. Die Jägerschaft wurde auch seitens der Landesforstdirektion zur Stellungnahme bezüglich der neuen Waldentwicklungspläne aufgefordert und es wurden bis dato die Waldentwicklungspläne Wolfsberg, Völkermarkt, Hermagor und Spittal begutachtet. Generell standen 2011 einige Evaluierungsaufgaben an, beispielsweise wurde die derzeit verwendete Abschussdatenbank auf Tauglichkeit und Verbesserungsmöglichkeiten hin untersucht. Im Rahmen der Neugestaltung der Homepage wurde auch der Bereich Wildökologie überarbeitet und wurden neue Meldeformulare angefertigt. Seit September ist es möglich, Beobachtungen seltener Wildarten mittels eines Formulars direkt über die Homepage bekannt zu geben. Durch diese Meldungen zeigte sich vor allem die Zunahme von Biber und Fischotter, die mittlerweile auch den Raum Hermagor bzw. Spittal erreicht haben. Die Referenzzählungen im Rahmen des Rabenvögelprojektes wurden nun schon zum 4. Mal durchgeführt. Die erhobenen Daten zeigen stabile Rabenvogelbestände. Dieses Ergebnis wird auch durch das Bird Life-Aaskrähenmonitoring, das von der Kärntner Jägerschaft in Auftrag gegeben wurde, bestätigt. Das erste Projektjahr im Rahmen des Rehprojektes der Klagenfurter Hegeringe 7 und 8, in dessen Rahmen die Auswirkungen einer vereinfachten Bejagung des Rehwildes in Form einer reinen ZweiKlassenteilung der Böcke in Jugendklasse und ältere Böcke untersucht wird, ist mittlerweile abgeschlossen und wird derzeit analysiert. Dabei wird die Entwicklung der Bestandesvitalität über Körpergewichte und Trophäenvolumen geprüft. Weiters erfolgen Analysen

Kärntner Jäger

zur Entwicklung der Fallwildrate sowie der jagdlichen Effizienz. Im Jahr 2011 wurde die Referenzzählung, sowie 2012 die kärntenweite Zählung der Raufußhühner durch den Wildbiologen vorbereitet und begleitet. Auch 2011 unterstützte die Kärntner Jägerschaft das Tollwutmonitoring der Veterinärdirektion durch Probeneinsendung. Mittlerweile hat sich die Tollwutsituation in Italien entspannt. Kärnten ist weiterhin tollwutfrei. Die Flugzeugauslage von Tollwutimpfködern wird aber zumindest noch bis Herbst 2012 weitergeführt. Das österreichweite Wildtiersurvey, das die Verbreitung unterschiedlichster Krankheitserreger in den Wildbeständen darstellen soll, wurde organisatorisch durch die Kärntner Jägerschaft und durch Probeneinsendungen der Kärntner Jäger vor Ort unterstützt. Die Untersuchungen ergaben in Kärnten bisher keine Fälle von Tuberkulose und Paratuberkulose, ein Abschlussbericht steht noch aus. Weitere wildökologische Projekte wurden 2011 von der Kärntner Jägerschaft in Auftrag gegeben bzw. mitgetragen, wie beispielsweise das vom Bezirk Hermagor federführend initiierte Projekt „Berg-Mensch-Wildtier“, das 2011 angelaufen ist und in dessen Rahmen Nutzungskonflikte im Lesachtal analysiert und minimiert werden sollen. Auch das vom Bezirk Villach initiierte, grenzüberschreitende Interreg IV-Projekt „Rückkehr der Raubtiere in den Ostalpen“ wird von der Kärntner Jägerschaft als Projektträger gemeinsam mit Partnern 2011/2012 durchgeführt. Weiterbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit wurde in Form von Fachvorträgen für Jägerinnen und Jäger bzw. Naturnutzer geleistet. Beispielsweise erfolgte auch 2011 eine Kooperation mit den Naturfreunden und wurden den Teilnehmern des „Praxisseminars für Tourengeher – Entscheidungskonzept W3“ grundlagenbiologische Fakten sowie das Thema Winteranpassung und Auswirkungen von Skitourengehern/Naturnutzern auf Wildtiere erläutert. Großräuberschäden stellten

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Kärntner Jäger

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auch 2011 einen weiteren fachlichen und administrativen Arbeitsschwerpunkt dar. Durch die Kärntner Jägerschaft wurden 53 Bärenschäden – 29 Schadenfälle an Bienenstöcken, 23 Schafrisse und 1 Kälberriss, sowie jeweils 1 Luchsund 1 Wolfriss entschädigt. Kärntenweit konnten 2011 drei unterschiedliche Bären und ein Wolf definitiv nachgewiesen werden.

JAGDRECHT Auf Europa-Ebene erfolgte eine Teilnahme an der Sitzung des technischen Ausschusses für Rechtsangelegenheiten der FACE in Öster Malma/Schweden, die unter anderem die Umsetzung von die Jagd tangierenden europarechtlichen Richtlinien in anderen Mitgliedsstaaten zum Inhalt hatte. Den Tätigkeitsschwerpunkt bildete im Berichtszeitraum auf bundesgesetzlicher Ebene die am 12. Oktober 2011 kundgemachte Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft über das Verbot der Verwendung von Bleischrotmunition bei der Jagd auf Wasservögel, welche am 1. Juli 2012 in Kraft tritt. Verstärkt aufgeklärt wurde auch zur Zivildienstgesetznovelle 2010, BGBl. I Nr. 83/2010, welche es ermöglicht, Zivildienstpflichtigen mit Bescheid der Sicherheitsdirektion u.a. für Zwecke der Ausübung der Jagd auf Antrag Ausnahmen vom Verbot des Erwerbes und Besitzes genehmigungspflichtiger Waffen und vom Verbot des Führens von Schusswaffen zu erteilen. Auf dringenden Wunsch der Kärntner Jägerschaft hat die Landesregierung mit LGBl. Nr. 58/2011 bzw. LGBl. Nr. 59/2011 zwei Verordnungen erlassen, die am 16. Juli 2011 in Kraft getreten sind, bis zum 15. Juli 2013 gelten und – unter Verpflichtung zu Einzelabschussmeldungen und bezirksweiser Kontingentierung – durch Verkürzung der Schonzeiten eine Erlegung des Kolkraben in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Jänner sowie der Raben- und Nebelkrähen, Eichelhäher und Elstern in der Zeit vom 1. Juli bis 15. März ermöglichen. Am 1. Mai 2011 ist die neue digitale Abschussmeldung eingeführt

worden. Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten wurde die Möglichkeit der vereinfachten Meldung auch gut angenommen. Die Praxis hat aber gezeigt, dass es nach wie vor Verbesserungspotenzial in der technischen Abwicklung gibt. Auch auf rechtlicher Ebene war die das Jahr 2011 beherrschende Wildschadenthematik präsent. Im Rahmen der Evaluierung der Fütterungsstandorte für Rotwild wurden begleitend Schulungen der Hegeringleiter und Bezirksjägermeister über die rechtlichen Grundlagen zur Überwachung von Wildfütterungen durchgeführt. Die Problematik der intensiven Naturnutzung bei immer kleiner werdenden Wildlebensräumen nimmt zu und bringt vermehrten Bedarf an rechtlicher Bearbeitung der Thematik „Wildbeunruhigung“ mit sich, wobei neben den Lösungsansätzen der Kanalisierung, Bewusstseinsbildung, Aufklärung und Kooperation oder auch der Schaffung von Wildruhezonen nicht zuletzt auch rechtliche Abwehrmaßnahmen zu erörtern waren. Angesichts des Datums des Inkrafttretens der neuen Bestimmungen des § 67 Kärntner Jagdgesetz 2000 wurde verstärkt auf die neu eingeführte Definition der jagdlichen Brauchbarkeit von Jagdhunden hingewiesen: Ab 29.3.2013 kann der Nachweis für das Vorliegen der jagdlichen Brauchbarkeit eines Jagdhundes nur noch durch Absolvierung einer jagdlichen Leistungsprüfung nach der Prüfungsordnung eines vom ÖJGV anerkannten Zucht- oder Prüfungsvereines erbracht werden. In Kooperation mit der Kärntner Bergwacht wurden auf diversen Veranstaltungen, u. a. dem Hegeringleiter-Tag zu Beginn dieses Jahres, vermehrt die Bestimmungen über die Errichtung von Hochsitzen in freier Landschaft in Erinnerung gerufen. Die großen Beutegreifer, wie überhaupt die Diskussion über die Haftung für ganzjährig geschonte Wildarten, standen ebenfalls auf der rechtlichen Agenda. Vorträge wurden u.a. zu folgenden Themen gehalten: „Probleme der Jagd mit der Entwicklung des

Tourismus und der Freizeitwirtschaft“, „Jagdrecht und relevante Nebengesetze für Naturnutzer“, „Wildschutzgebiete“, „Elemente der Jagd in der Waldpädagogik“, „Bär, Wolf, Luchs aus rechtlicher Sicht“, „Waffengesetz“, „Gesellschaftsjagd“, „Jagd- und Freizeitnutzung“, „Waffentransport und -verwahrung“, „Nachsuche und Wildfolge“. Im Rahmen einer Teilnahme an der ORF-Sendung „Streitkultur“ zum Thema „Wem gehört der Wald“ konnte der Standpunkt der Kärntner Jägerschaft nicht zuletzt vor dem Hintergrund rechtlicher Gegebenheiten, und hier insbesondere dem gesetzlichen Auftrag zum Schutz des Wildes vor Störungen, erörtert und dargelegt werden. Im Rahmen der KOST, der länderübergreifenden Koordinierungsstelle für Bär, Luchs und Wolf, fand in Funktion der Vertretung der Zentralstelle der Landesjagdverbände eine aktive Mitarbeit an der Ausarbeitung eines Wolfsmanagementplanes statt und wurden auch mögliche Probleme aus jagdlicher Sicht in diesem Zusammenhang aufgezeigt. Unverändert breiten Raum nahm die rechtsberatende Tätigkeit in sämtlichen Belangen des Jagdrechts und anverwandter Materiengesetze (von vereinsrechtlichen Fragestellungen über Fragen zum Pachtvertrag bis hin zu jagdgesetzlichen „Kernfragen“, wie beispielsweise der Handhabung und Interpretation der Abschussrichtlinien, über Jagdkartenentzüge bis hin zum Durchstreifen fremder Jagdgebiete, dem Fangschuss und rechtlichen Fragestellungen zu Reviereinrichtungen) gegenüber Mitgliedern und Funktionären ein. Die Jour-Fixe-Gespräche mit der Landesregierung/ Abteilung 10 Kompetenzzentrum Land- und Forstwirtschaft/Unterabteilung Agrarrecht fanden regelmäßig in bewährt guter Zusammenarbeit statt, um juristische Fachfragen und Problemfälle zu erörtern und zu akkordieren. Besonderes Augenmerk wurde – mit fachlicher Unterstützung der stets hilfsbereiten Verfassungsabteilung des Landes – auf Evaluierungsgespräche anlässlich der Erfahrungen aus den Jagdge-


L A N D E S J Ä G E R TA G bietsfeststellungen und Neuverpachtungen gelegt. Nachdem die Selbstverwaltung der Kärntner Jägerschaft u. a. dem Auftrag zur Entbürokratisierung (mit einer Verminderung der Reglementierungsdichte, der rechtlichen Vereinfachung und der Beschleunigung von Verwaltungsabläufen) verpflichtet ist, soll dieser Aufgabe im laufenden Jahr, wie eingangs erwähnt, auch aus juristischer Fachsicht Rechnung getragen und „Überboardendes entrümpelt“ bzw. Empfehlungen zur Vereinfachung bei rechtlich Gegebenem unter Einbeziehung der Bezirksgeschäftsstellen ausgearbeitet werden. – Allerdings gehören dazu in weiterer Folge auch eigenverantwortlich handelnde Mitglieder, die ein Weniger an Regulierung auch korrekt leben.

REVIERGESTALTUNG UND NATURSCHUTZ; WILDÖKOLOGISCHE MASSNAHMEN (Siehe dazu auch Seite 12) Die Kärntner Jägerschaft unterstützt aktiv Biotopverbesserungsmaßnahmen. Derzeit werden in Summe 112 Ökomaßnahmenprojekte (42 Neuanträge im Jahr 2011) mit einer Gesamtsumme von € 72.288,36 gefördert. Winterbegrünungsflächen wurden 2011 in einem Ausmaß von 179,5 ha, Wildverbissschutzmittel mit einem Betrag von € 36.291,51 gefördert. Um Rotwildschäden vorzubeugen, hat die Kärntner Jägerschaft die Aktion „Zaungeflecht für Silolager“ auch im Jahr 2011 fortgesetzt und so die Zäunung von SiloBallen ermöglicht. Die Wildmarkierungsaktion erfolgte im Jahr 2011 über die Ausgabe von Wildmarken der Farbe Grün. Der Naturschutzbund/Landesgruppe Kärnten, wurde durch die Beiträge von Kärntens Jägerinnen und Jägern in Höhe von € 45.296,72 unterstützt.

WILDWARNEINRICHTUNGEN Das Straßenfallwildminderungsprojekt wurde mit Unterstützung des Landes Kärnten in einer Betragshöhe von € 50.000,– weitergeführt. Mittlerweile sind 91,33 Straßenkilometer durch Kärntens Jägerinnen und Jäger mit Wildwarnern ausgestattet. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass alle 3 ver-

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wendeten Gerätetypen zur Reduktion des Straßenfallwildes beitragen können und dass die Effizienz der Geräte auch von Faktoren wie Betreuungsintensität und Fruchtfolge im Bereich der Straße abhängig ist.

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Einen der Schwerpunkte bildete im Berichtszeitraum das Thema „Öffentlichkeitsarbeit“. So wurde ein über ein Jahr redaktionell von Mageregg aus gesteuertes, sehr erfolgreich laufendes Jagdquiz mit der „Kärntner Woche“, an dem sich auch viele Nichtjäger beteiligten, durchgeführt. Die Gewinner, welche noch im Mai nach Mageregg eingeladen werden, beantworteten Fragestellungen zu den Themen „Brut- und Setzzeit des Wildes“, „Mensch im Wildtierlebensraum“, „Jagdmusik“, „Wild auf der Straße“, „Gämsen und andere interessante Wildtiere“, „Wildbret“, „Winterzeit für Wildtiere“ und „Jagdhornblasen“ sowie „Jägerwallfahrten“. Eine redaktionelle Beitragsserie in den „Kärntner Regionalmedien“ widmete sich der Jagd in Kärnten allgemein, und jahreszeitlich verknüpft den Themen „Wildunfälle im Herbst“, „Wildbretzeit“, und „Energiesparzeit für Wild im Winter“, und hier insbesondere der Problematik frei laufender Hunde im Wildtierlebensraum. Ein Folder, der Nichtjägern eine kurze, mit Fotos von Dietmar Streitmeier reich bebilderte Reise in die Welt der Kärntner Jäger ermöglicht, wurde im Berichtszeitraum fertig gestellt und informiert über sämtliche Wildtiere Kärntens, vergisst aber auch nicht das jagdliche Brauchtum, das wertvolle Nahrungsmittel Wildbret sowie wichtige Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche der Jagd in Kärnten. Die Broschüre ist nicht nur bei allen, die im Bereich der „Wald-Wild-Schule“Projekte aktiv sind, heiß begehrt, sondern erfreut sich auch darüber hinaus größter Beliebtheit und stand auch im Mittelpunkt des auf der Jagd- und Fischereimesse von der Kärntner Jägerschaft durchgeführten Gewinnspieles. Die Homepage der Kärntner Jägerschaft wurde im Berichtszeitraum komplett überarbeitet, an-

Kärntner Jäger

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Kärntner Jäger

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wenderfreundlicher gestaltet und es wurden Möglichkeiten zur interaktiven Kommunikation sowie zur leichteren Anmeldung zu Veranstaltungen geschaffen. Auch der „Kärntner Jäger“ liest sich nunmehr als e-paper viel angenehmer und man kann ihn sogar weiter empfehlend online versenden! Besonders umfangreiche Änderungen gab es bei den Formularen, im Bereich Schießwesen und zuletzt im Jagdhundewesen. Seit Juli 2011 wurde unsere Homepage rund 570 Mal mit neuen Inhalten befüllt. Zum Vergleich: Ein Jahr davor wurden 89 Inhalte neu veröffentlicht. Das heißt, Kärntens Jägerinnen und Jäger konnten durchschnittlich im Berichtszeitraum alle vier Tage neue Informationen nachlesen. Allein vom 1. Juli 2011 bis Mitte März 2012 gab es 144.337 Seitenaufrufe und besuchten 29.243 Besucher unsere Homepage, wobei sich die durchschnittliche Besuchszeit von 2,5 auf 3,35 Minuten erhöht hat. Neu eingerichtet wurde im März 2012 – auf Vorschlag von Vorstandsmitglied Bernhard Wadl – eine Datenbank für von Hunden gerissenes Wild, wonach auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft über eine eigene Eingabemaske von allen Jägerinnen und Jägern Wildrisse durch Hunde mit einem kurzen Sachverhaltsbericht und Fotomaterial gemeldet werden können. Die Kärntner Jägerschaft leitet jeden Vorfall den Medien zur Berichterstattung weiter, wodurch einerseits auf die scheinbar unlösbare Problematik aufmerksam gemacht und hinsichtlich unbelehrbarer Hundehalter sensibilisiert werden soll, gleichzeitig aber auch gesammelte Daten gespeichert und für allfällige Anregungen zu legistischen Änderungen herangezogen werden sollen. Im Berichtsjahr wurde die erfolgreiche Kooperation mit der Schülerzeitung „Mini-Max“ fortgeführt. Im Schuljahr 2011 waren die Beiträge dem heimischen Federwild gewidmet, 2012 liegt der Schwerpunkt bei „Jagdgeschichten“, die sich, thematisch jeweils von der Landesgeschäftsstelle vorgeschlagen, kindgerecht aufbereitet durch viele jagdliche Fachbereiche ziehen: vom Jagdhund bis zur Beizjagd, von der Niederwildhege über die Ge-

schichte von Hirsch „Toni“ im Wildpark Mageregg und die Aufzucht eines Rehkitzes bis hin zum Jagdhorn. Nicht zuletzt erfolgte auch im Bereich des Mitteilungsblattes „Der Kärntner Jäger“ mit dem Wechsel in der Redaktion am Jahresende 2011 eine Weichenstellung für die Zukunft. Der „Kärntner Jäger“ erreicht als Mitteilungsblatt mit einer Auflagenzahl von über 12.000 Stück sechsmal jährlich nicht nur alle Kärntner Jägerinnen und Jäger, sondern wird auch allen Ämtern der Landesregierung, Bezirkshauptmannschaften, Gemeinden, vielen Interessenvertretungen und Kooperationspartnern zugesandt.

DIE TÄTIGKEIT DER ORGANE Im Jahr 2011 fanden insgesamt 4 Landesvorstandssitzungen sowie eine außerordentliche Landesvorstandssitzung statt. Der Landesvorstand hat unter Vorsitz des Landesjägermeisters nicht nur alle notwendigen Beschlüsse in finanziellen Angelegenheiten gefasst und jagdpolitisch die Weichen gestellt, sondern auch 146 Bescheide über die Anerkennung der Gleichwertigkeit von Jagdprüfungen erlassen. Darüber hinaus wurden erstmals als Mittel der Kontaktpflege zur „Basis“, zum Zwecke der Meinungsbildung und des Informationsaustausches mit dem Landesjägermeister, seinen beiden Stellvertretern und der Geschäftsführung in jedem Bezirk sog. „Jagdgespräche“ abgehalten, an welchen die örtlich zuständigen Hegeringleiter und Bezirksjägermeister teilnahmen: Diese begrüßten die Maßnahme sehr und hatten in diesem Rahmen Gelegenheit darzulegen, „wo der Jagd-Schuh drückt“. Im September 2011 fand auch das mittlerweile traditionelle „Drei-Länder-Treffen“ auf der Turrach unter Organisation Kärntens statt und wurden von den ranghöchsten Jagdvertretern der Nachbar-Bundesländer Salzburg, Kärnten und Steiermark viele Jagdthemen, u. a. Unterschiede bei den Schon- und Schusszeiten, die Wildschadensentwicklung bei Rot- und Schwarzwild, länderübergreifende Gamswildzählungen, die Bejagung

der Rabenvögel, die Situation der großen Beutegreifer sowie unterschiedliche Regelungen bei der Jagdkartenausstellung und der Anerkennung von Jagdaufseher- und Berufsjägerprüfungen erörtert und Erfahrungen ausgetauscht. Die Frage nach der Lösung von Naturnutzungskonflikten stellt sich für die drei Nachbar-Bundesländer gleichermaßen und es wurden unterschiedliche Lösungsansätze besprochen. Nicht zuletzt wird mit der geplanten (Stand 4. April 2012) Vorverlegung der Schusszeiten beim Rotwild der lange bestehenden Forderung nach Angleichung an die Schusszeiten benachbarter Bundesländer Rechnung getragen. Der Landesausschuss hat insgesamt 4 Sitzungen abgehalten, mit folgenden Themenschwerpunkten: Aktuelle Wildschadensituation, Thema „Blei“, „Bär, Luchs, Wolf“, Wolfsmanagementplan, Schälschäden, Rabenvögelverordnung, Abschussmeldung neu inkl. onlineZugang für Hegeringleiter, Raufutterstandorte für Rotwild, Öffentlichkeitsarbeit, Homepage, Änderung der Schusszeit beim Rotwild, Schusszeit des Auer- und Birkhahnes, neue Schießscheibe, Kooperation mit Mini-Max, Pilotprojekt „Berg-Mensch-Wildtier“, Bleischrotverordnung. Der Landesjägermeister hat im Berichtszeitraum die Kärntner Jägerschaft nach außen vertreten und seine Vorsitzfunktionen wahrgenommen. Mindestens zwei Mal wöchentlich ist Landesjägermeister DI Dr. Gorton in Mageregg und entspricht dies insgesamt einem ganzen Arbeitstag pro Woche im Dienste von Kärntens Jagd. 2011 hat der Landesj��germeister insgesamt über 100 Termine für die Kärntner Jägerschaft wahrgenommen: so hat er z. B. an 4 Landesjägermeister-Konferenzen teilgenommen, darunter einer in Wien gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern und einer in Eisenstadt, sowie gemeinsam mit LJM-Stv. Monz und GF Mag. BurgstallerGradenegger an einer Frühjahrsdelegiertenkonferenz in Salzburg; des Weiteren hat der Landesjägermeister Bezirksjägertage, Hegeringleiter- Tagungen und Diskussionen besucht. Darüber hinaus pflegte er


L A N D E S J Ä G E R TA G Kontakte zur Universität für Bodenkultur in Wien und nahm an internationalen Gesprächen in Wien sowie an internationalen Konferenzen, wie z. B. der AGJSO-Tagung mit dem Thema „Die Klimaerwärmung und deren Auswirkung auf die alpine Fauna und Flora“ teil. Besprechungen fanden aber auch mit der Landwirtschaftskammer in Wien und Klagenfurt, im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft und in der Versuchsanstalt in Wien statt. Landesjägermeister DI Dr. Gorton besuchte Forsttagungen, Jägertagungen, Vorträge und Seminare und hielt auch aktiv einige Vorträge, er nahm aber auch an nahezu allen Tagungen der Fachausschüsse der Kärntner Jägerschaft Teil. Viele Gespräche und Besuche bei den Jagden in Kärnten vor Ort ergänzten im Berichtszeitraum sein Aufgabenpensum. Die beiden LJM-Stellvertreter Dr. Walter Brunner und Sepp Monz unterstützten LJM DI Dr. Gorton bei der Wahrnehmung jagdpolitisch wichtiger Termine und Veranstaltungen. Als Abgabenbehörde I. Instanz hat der Landesjägermeister 2011 1.713 Jagdabgabenbescheide erlassen. Darüber hinaus erließ er im Jahr 2011 46 Zulassungsbescheide zur Jagdaufseherprüfung, 4 zur Berufsjägerprüfung, 9 Bescheide zur Anerkennung der Gleichwertigkeit von Jagdaufseherprüfungen und 146 Bescheide zur Anerkennung der Gleichwertigkeit von Jagdprüfungen. Des Weiteren erteilte der Landesjägermeister 40 Bewilligungen zur Verwendung von Abzugeisen. Insgesamt dreimal leitete der Landesjägermeister die Sitzungen des Landesjagdbeirates. Im Jahr 2011 fanden darüber hinaus zwei Bezirksjägermeisterkonferenzen statt, wovon jene am 25. Jänner 2011 der Abschussplanung 2011/2012 und jene am 9. September 2011 ausschließlich der Evaluierung des Wildökologischen Raumplanes gewidmet war.

BEZIRKE UND HEGERINGE Die Bezirksjägermeister und Hegeringleiter blicken – wie üblich – auf ein äußerst intensives Arbeitsjahr 2011 zurück und waren vor allem in Zusammenhang mit der Eva-

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luierung der Fütterungsstandorte aber auch mit Wildschadenproblemen fachlich gefordert. Die notwendige Zusammenarbeit mit Bezirksforstinspektionen und Bezirkshauptmannschaften hat sich gerade im Hinblick auf punktuelle Wildschadenprobleme verstärkt. Der Landesjägertag 2011 wurde von der Bezirksgeschäftsstelle Völkermarkt im Kultursaal in Griffen ausgerichtet. Neben den ihnen laut Jagdgesetz obliegenden Aufgaben waren die Bezirksjägermeister im Bereich des jagdlichen Brauchtums und der Öffentlichkeitsarbeit durch Abführung von Jägerwallfahrten, Hubertusmessen etc. aber auch verstärkte Zusammenarbeit mit Regionalmedien aktiv. Regelmäßig wirken die Bezirksgeschäftsstellen auch beispielsweise an Walderlebnistagen und unzähligen anderen Veranstaltungen mit.

VERANSTALTUNGEN, MESSEN UND AUSSTELLUNGEN Im Berichtsjahr 2011/2012 nahm die Kärntner Jägerschaft an der 11. Brauchtumsmesse mit insgesamt 30.000 Besuchern teil, wobei als besondere Attraktion der Schießstand galt. Das Metnitztaler Wildbretfest verzeichnete im Jahr 2011 einen Besucherrekord und stellte wiederum unter Beweis, dass kulinarische Wildschmankerln, umrahmt von einem Angebot an jagdlichen Gewerken, Jagd- und Kirchtagsmusik, der Wahl einer Wildkönigin, einem Hirschröhrwettbewerb und der Präsentation eines reifen Erntehirsches auch die nichtjagende Bevölkerung anzieht.

AKTIVITÄTEN / KOOPERATIONEN / ZUSAMMENARBEIT Mit der Eröffnung der neu gestalteten Ausstellungsbereiche des Büchsenmacher- und Jagdmuseum Ferlach wurde auch der Ausstellungsbereich der Kärntner Jägerschaft von der Landesgeschäftsstelle neu konzipiert und stellt dies einen krönenden Abschluss der gedeihlichen Zusammenarbeit dar. Das Projekt „Natur-Wald-WildSchule“ wurde im Jahr 2011 von Kärntens Jägerinnen und Jägern aktiv getragen und brachte Kärntens Kindern die Jagd näher. Mitt-

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lerweile wird auch die Möglichkeit zur Präsentation der Aktivitäten auf der Homepage intensiv genutzt und findet sich so manch spannende bzw. nette Geschichte dort. Im Berichtsjahr 2011 besuchten darüber hinaus unter fachkundiger Führung von Gerald Eberl über 900 Kinder den Wildpark Mageregg. Die überaus erfolgreiche Kooperation der Kärntner Jägerschaft mit der Schülerzeitung „MiniMax“ wurde im Berichtszeitraum fortgesetzt. Unter Einbringung unseres Fachwissens und der optisch und pädagogisch ansprechenden Aufbereitung von jagdlichen Themen durch das Redaktionsteam von Mini-Max kann bei 22.000 jungen, künftigen Naturnutzern Verständnis für das Wild und dessen Lebensräume sowie die Aufgaben der Jagd geweckt werden (s.o.). Fortgeführt wurde die Zusammenarbeit mit der FAST Ossiach im Rahmen der Waldpädagogen-Ausbildung. Im Rahmen der Kooperation mit den Naturfreunden hatte die Kärntner Jägerschaft wiederum Gelegenheit, im Rahmen von Fachvorträgen bei Praxisseminaren für Toureneinsteiger diese über Wild im Winter und die durch Beunruhigung einhergehende Problematik zu informieren.

JAGDKULTUR UND JAGDLICHES BRAUCHTUM Begonnen hat das Jahr 2011 mit dem 90. Jägerball vom Grünen Kreuz in der Wiener Hofburg, bei welchem der Kärntner Jägerschaft die Aufgabe und Ehre zuteil wurde, die im Turnus wiederkehrende Patronanz zu übernehmen. Für eine würdige Präsentation von Kärntens Jagd und Jägerschaft sorgten der Chor der Kärntner Jägerschaft, die FeldkirJagdhornbläsergruppen chen, Weidmannsklang, Wieting und Wolfsberg, die Fahnenschwinger, die bürgerliche Trabantengarde St. Veit sowie das erste Kärntner Trommler-Korps. Für die Dekoration der Wiener Hofburg sowie den dortigen Kartenverkauf zeichnete die Landesgeschäftsstelle verantwortlich und so befand sich die Spanische Hofreitschule ganz in „Kärntnerhand“. Der Reinerlös des Balls wird vom Verein „Grünes Kreuz“ für die

Unterstützung und Förderung von schuldlos in Not geratenen bzw. hilfsbedürftigen Personen des Jagdund Forstwesens und die Förderung, Erhaltung und Nutzung der frei lebenden Tierwelt sowie für die jagdliche Öffentlichkeitsarbeit verwendet. Am 22. Mai 2011 wurde in Maria Lavant bei Lienz/Osttirol unter Teilnahme von über 1.000 Pilgern und zahlreichen Ehrengästen auf Einladung des Tiroler Jägerverbandes die „Osttiroler, Oberkärntner und Südtiroler Jägerwallfahrt“ abgehalten. Am 6. November 2011 fand die von der Bezirksgeschäftsstelle St. Veit organisierte Jägerwallfahrt in St. Georgen unter Mitwirkung vieler Wallfahrer und in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste zum zehnten Mal statt. In allen Teilen Kärntens wurden darüber hinaus unter engagiertem, organisatorischem Einsatz von Kärntens Jägerinnen und Jäger Jägermessen, Hubertusmessen und Hubertusfeiern veranstaltet. Auch feierten einige Jagdgesellschaften runde Jubiläen, was als positives Zeichen jagdlicher Kontinuität gewertet werden kann. Finanziell unterstützt werden konnte auch der Bau der einen oder anderen Hubertus-Kapelle. Die 53 Jagdhornbläsergruppen Kärntens pflegten unter großem persönlichen Einsatz die musikalischen Aspekte der Jagdkultur. (Siehe Seite 19 ) Mit seinem Auftritt im Klagenfurter Konzerthaus am 29. Oktober 2011 stellte sich der Chor der Kärntner Jägerschaft – gemeinsam mit acht weiteren Chören – in den Dienst der guten Sache, zumal der Erlös des Abends der Aktion „Licht ins Dunkel“ zugute kam. Besondere Höhepunkte stellten des Weiteren u.a. die musikalische Mitwirkung beim Landesjägertag in Griffen, bei der Jägerwallfahrt in Maria Lavant, der Zeugnisverleihung an die Jungjägerkandidaten in Mageregg sowie der Auftritt im großen Rahmen des 12. Jagdhornkonzertes in St. Pölten am 26. Jänner dieses Jahres dar.

INTERNATIONALE JAGDLICHE ZUSAMMENARBEIT Im Wege der Zentralstelle der

Landesjagdverbände ist die Kärntner Jägerschaft aktiv in die FACE – das bedeutendste Gremium in der überregionalen bzw. europäischen Zusammenarbeit – eingebunden. Die FACE ist die Dachorganisation aller Landesjagdorganisationen Europas und vertritt rund 8 Millionen europäische Jägerinnen und Jäger. Ihre Hauptaufgabe besteht – bei aller Schwierigkeit – darin, im Hinblick auf das Europäische Parlament meinungsbildend zu wirken und die Interessen der europäischen Jägerinnen und Jäger zu vertreten. Vom 20. bis 21. Oktober 2011 hielt die Arbeitsgemeinschaft der Jagdverbände des Südostalpenraumes (AGJSO) ihre 59. Jahrestagung in Feltre bei Belluno/Italien ab. Die Tagung war dem Thema „Die Klimaerwärmung und deren Auswirkung auf die alpine Fauna und Flora“ gewidmet und gipfelte in der Abfassung einer Schlusserklärung. Die Internationale Jagdkonferenz (IJK), deren Mitglied die Kärntner Jägerschaft ist, fand vom 23. bis 25. Juni 2011 unter Teilnahme von LJM-Stv. Dr. Walter Brunner im Nationalpark Neusiedler See statt und es diskutierten jagdliche Spitzenvertreter aus Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, den Niederlanden, Südtirol und Österreich über das Thema „Jagd und Jugend“.

DANK UND VORAUSSCHAU Abschließend möchte ich mich bei allen Funktionären, Jägerinnen und Jägern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kärntner Jägerschaft für die gute Zusammenarbeit und den tatkräftigen Einsatz für Wild und Jagd in Kärnten im abgelaufenen Berichtszeitraum recht herzlich bedanken! Das gemeinsame Ziel der Erhaltung einer weidgerechten, nachhaltigen Jagd in Kärnten eint Funktionäre, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und liegt – hoffentlich auch – als Motto künftigen Wünschen unser Mitglieder an unser aller Leistungsprofil zugrunde. Das jagdliche „Kompetenzzentrum“ Mageregg steht allen Jägerinnen und Jägern Kärntens zur Verfügung – nehmen Sie es in Anspruch!


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Aus- und Weiterbildung LJM-Stv. Sepp Monz Immer wieder wird uns bestätigt, und wer sich näher damit befasst, wird dies auch selbst feststellen, dass die „grüne Matura“, wie die Prüfung zur Erlangung der 1. Jagdkarte auch genannt wird, in Kärnten ein sehr hohes Niveau aufweist. So konnten 2011 wiederum 335 Kandidaten, welche zur Prüfung angetreten sind, das begehrte Zeugnis in Empfang nehmen. Diesen hohen Standard wollen wir auch in Zukunft in jedem Fall beibehalten. Ausbildungsinhalte werden kontinuierlich neuesten Erkenntnissen, Änderungen und Anforderungen angepasst, und wo notwendig, nachjustiert bzw. geändert. So z.B. wird es immer wichtiger, bereits in der Basisausbildung die ökologischen Zusammenhänge verstehen zu lernen. Dies mit dem Hintergrund, rechtzeitig und richtig notwendige Maßnahmen einzuleiten und sowohl einen für die Jagd, als auch die Land- und Forstwirtschaft tragbaren Wildbestand zu erhalten. Die Hauptverantwortung für die in unserem Bundesland hervorragende Ausbildung liegt mit Sicherheit bei den Kursanbietern. Hier wird mit großer fachlicher Kompetenz, verbunden mit pädagogischen Fähigkeiten, Geduld und Einfühlungsvermögen überaus engagiert, ob im Lehrsaal oder im Lehrrevier, unwahrscheinlich viel an wertvollem Wissen vermittelt. Dafür sagt die Kärntner Jägerschaft herzlich Weidmannsdank. Geht es um das Thema Weiterbildung, so haben wir hier sicher noch viel an Arbeit zu leisten und wird dies auch zukünftig noch so sein. Neben dem Lernen in der Praxis sollte von Jägern aller Altersgruppen dem bisher erworbenen Wissen angepasst möglichst jede Gelegenheit zur persönlichen Weiterbildung wahrgenommen werden. Ob dies Fachberichte in den Printmedien, in einzelnen Regionen organisierte oder über die Bildungsplattform durchgeführte Veranstaltungen bzw. auch in anderen Bundesländern angebotene sind, wichtig ist, dass wir nach Möglichkeit daran teilnehmen. Die Kompetenz, welche wir uns dadurch erwerben, kann uns niemand

nehmen und gibt Sicherheit bei Problemlösungen und Diskussionen die Jagd betreffend. Weiterbildung soll nach wie vor im Eigeninteresse liegen und nicht eine notwendig lästige Verpflichtung sein. Im abgelaufenen Jahr haben wir uns im Rahmen der Bildungsplattform schwerpunktmäßig mit den Themen „Bleifrei in die Zukunft“ und dem „Schwarzwild“ beschäftigt. Dass wir ab heuer Wasserwild nur mit bleifreier Munition bejagen dürfen, schreibt uns bereits das Gesetz vor. Bei der Bejagung des Schalenwildes sollten wir nicht auf eine diesbezügliche Gesetzesänderung warten, sondern bereits jetzt in Eigeninitiative Schritte einleiten, wo es möglich ist, bleifreie Geschosse zu verwenden, um damit, wie immer wieder bestätigt, die Qualität unseres äußerst gesunden Wildbrets noch eine Spur zu verbessern. Von der Problematik im Umgang mit dem Schwarzwild wird Kärnten auch künftig nicht verschont bleiben. Das große Interesse an der diesbezüglichen Veranstaltung beweist die bereits jetzt bestehende Aktualität. Für das heurige Jahr hat sich die Bildungsplattform 3 Schwerpunktthemen vorgenommen: Es

werden dies das Gamswild, das Straßenfallwild und Perspektiven der Jagd in der Zukunft sein. Unsere Bildungsoffensive richtet sich aber auch nach außen und wird dort gut angenommen. Referate und Beiträge von Mitarbeitern der Kärntner Jägerschaft in der Volkshochschule, bei alpinen Vereinen und Naturschutzorganisationen, wie auch anderen mit der Jagd in Berührung kommenden Verbänden beweisen dies. Als wichtiges Ziel sehen wir es insgesamt, mit dem Thema „Jagd“ auf eine breite Basis zuzugehen. In entsprechender Form geschieht dies bereits in der Jugendarbeit. Neben Kindern im Volksschulalter werden wir uns verstärkt auch auf Absolventen von Landwirtschaftsschulen konzentrieren und diesem Kreis, welcher meist bäuerlichen Ursprungs ist, Jagd als Teil des ökologischen Systems näher zu bringen versuchen. Erste Kooperationen gibt es schon und dies zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Vieles wurde und wird in der jagdlichen Aus- und Weiterbildung schon bewegt. Wir befinden uns aber in einem immerwährenden Lernprozess, welcher uns künftig fordern, aber je mehr wir ihn nutzen, bereichern wird. Für den Ausspruch „Wissen ist Macht – nichts wissen macht auch nichts“, sollte in der Kärntner Jägerschaft kein guter Boden vorhanden sein.

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Reviergestaltung und Naturschutz BJM-Stv. Ing. Josef Schnabl Alle mit der Jagdausübung zusammenhängenden Tätigkeiten stehen im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Naturschutz und erfordern daher auch die Einhaltung der im Kärntner Naturschutzgesetz festgelegten Bestimmungen. Bedingt durch verschiedenste Einflüsse werden gebietsweise Lebensräume und dadurch diverse Ökosysteme beeinträchtigt und oft sogar zerstört. Die ständig zunehmende Inanspruchnahme der Natur durch verschiedenste Freizeitaktivitäten sowie auch die Jagdausübung selbst beeinträchtigten natürlich auch den Lebensraum und die Gewohnheiten wildlebender Tiere. Obwohl dem Gesetz nach jedermann zum Schutz der Natur verpflichtet ist, sind wir Jäger besonders aufgefordert, aktiven Natur- und Tierschutz zum Wohle aller wildlebenden Tiere und zum Schutz der Natur vorbildhaft auszuüben.

Ökologische Maßnahmen – Maß nahmen zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensräume für alle unsere wildlebenden Tiere. Sehr viele Maßnahmen werden von den Jagdausübungsberechtigten eigenständig durchgeführt und vollkommen mit Eigenmitteln finanziert. Die Kärntner Jägerschaft hat im Jagdjahr 2011 mehrjährig laufende und neu beantragte Projekte sowie Winterbegrünungen mit € 72.288,36 unterstützt. Die Silo-Schutzzaunaktion wurde zwar hauptsächlich in den Jahren 2009 und 2010 durchgeführt. Für ca. 17 km Einzäunungen wurde das Zaungeflecht von der Kärntner Jägerschaft finanziert. Für besonders gefährdete Gebiete wurden auch im Jahr 2011 noch einige Einzäunungen gefördert. Wildverbissschutzmittel wurden bis einschließlich 2010 in der bekannten Form als Winter-Verbissschutzmittel gefördert. Auf Grund des starken Anstieges des Verbissdruckes durch verschiedenste Einflüsse und der stark vermehrten Aufforstungsflächen nach den Sturmschäden wurde dem vielfachen Wunsch von Waldbesitzern Rechnung getragen und 2011 auch eine Förderung des Sommerverbissschutzes eingeführt. Versuchsweise wurde ein spritz- und

streichfähiges Mittel einer Kärntner Firma, welches sowohl als Verbiss- als auch als Fegeschutzmittel wirken soll, angeboten. Den bisherigen Rückmeldungen zufolge soll der Erfolg sehr zufrieden stellend sein. Neben den vorgenannten Schutzmitteln wurde auch Schafwolle angeboten. Die Kärntner Jägerschaft hat 2011 die Verbissschutzmittel mit € 36.291,51 gefördert. Mit diesen geförderten Mitteln konnten ca. 6,5 Millionen Forstpflanzen geschützt werden. Wildschutzmaßnahmen wurden im Bereich der Bundes- und Landesstraßen auch 2011 im Rahmen des laufenden Projektes fortgeführt. 2012 werden die Neuausstattungen der so genannten Teststrekken vorläufig abgeschlossen. Grundsätzlich wird festgestellt, dass sich die Maßnahmen im Bereich der bisherigen Teststrecken sehr positiv auswirken. Genauere Ergebnisse wird man erst nach zumindest dreijähriger Betreuung und Beobachtung der Teststrecken erwarten können. Reviereinrichtungen sind das Aushängeschild eines Jagdreviers. Nicht nur, dass jeder Jagdausübungsberechtigte verpflichtet ist, alle Reviereinrichtungen ständig auf deren Sicherheit zu überprüfen und entsprechend instand zu halten, ist es auch erforderlich, dass diese so in die Landschaft eingefügt werden, dass sie den Bestimmungen des Kärntner Jagdgesetzes und des Kärntner Naturschutzgesetzes entsprechen.

Prüfen Sie Ihr jagdliches Wissen! RAUFUSSHÜHNER 1. Worauf bezieht sich der Name dieser Hühnervögel? Welche besondere Anpassung weisen die Raufußhühner auf? 2. Welche unserer heimischen Raufußhühnerarten führen (zumindest einen Teil des Jahres) ei-

ne territoriale Lebensweise? 3. Aufgrund welcher physiologischen Anpassung können die Raufußhühner zellulosereiche (Winter-)Nahrung verdauen? 4. Aufgrund welcher Merkmale unterscheiden sich Haselhahn und Henne? Mit welchen Lautäußerungen wird vom Haselhahn

das Revier markiert? 5. Warum können Kälteeinbrüche im Juni zu großen Ausfällen bei Gesperren führen?

Die Antworten finden Sie auf Seite 50!


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Momentaufnahme Schalenwild

Rotwild Abschusserfüllung: Im Jahre 2010 wurden 8.916 Stück erlegt, was eine Abschusserfüllung von 93 % ergab – zusammen mit dem Fallwild kamen wir auf eine Entnahme von 99 %. Im Jahre 2011 wurde die Abschussvorgabe für Kärnten für die Periode 2011/2012 von 19.128 auf 19.579 Stück (ein + von 451 Stück ) angehoben. Leider ging der Abschuss um 315 Stück auf 8.601 zurück, was eine Abschusserfüllung von 84 % ergab. In der Hirschenklasse I hat sich in den letzten 17 Jahren kaum etwas verändert – wir erlegen ca. 6 % des Hirschenabschusses aus dieser Klasse. Erfreulicherweise haben wir uns in der IIer Klasse sehr zurückhaltend bewegt. 1994 sind 25 % des Hirschabschusses in dieser Klasse gefallen, d. h., jeder 4. erlegte Hirsch war ein Hirsch der Klasse II. Nun haben wir unser geplantes Ziel von 10 % erreicht. Wenn wir den rechten Teil der Tabelle betrachten, so erkennen wir, dass wir 1994 etwa 29-30 % Hirsche erlegten – nun sind wir auf 32 bis 33 % hinaufgerutscht. Andererseits haben wir früher 32 bis 33 % Kälber entnommen; nun nur noch 30 bis 31 %. Der Rotwildausschuss hat beschlossen, dass in Zukunft nur mehr 27 % Hirsche, 38 % Tiere und 35 % Kälber freigegeben werden sollen. Auch wenn wir die IIer Klasse in Ordnung gebracht haben, so sind noch keine positiven Auswirkung in der Ier Klasse erkennbar. Unser festgeschriebenes Hegeziel lautet 15 % Klasse I, 10 % Klasse II , 75 % Klasse III. Nachdem wir aber zurzeit nur etwa 5 % I, 10 % II, in Summe somit nur 15 % und nicht 25 % wie es unsere Planung vorsieht, erreichen – aber andererseits auch noch zu viel aus der Hirschenklasse (31 bis 33 %) entnehmen, entnehmen wir zu viel aus der Klasse III und es wachsen zu wenig Hirsche in die Klasse II hinein. Vergleichen Sie den Bezirk St. Veit/Glan mit Kärnten. In diesem Bezirk haben wir 2 Hegegemeinschaften, Flattnitz (ca. 30.000 ha)

DI Volkhard Neuper

und SaualpeEberstein (ca. 7.500 ha), die ihre Strukturen in den letzten 17 Jahren gewaltig verbessern konnten (von 13 erlegten Hirschen der Klasse I auf 51). Im ganzen Bezirk werden seit einigen Jahren mehr Ier als IIer-Hirsche erlegt - 2011 waren es 9 % Hirsche der Klasse I und 6 % Hirsche der Klasse II. In Kärnten ist der Rotwildstand zu hoch und wir wissen aus neueren Erkenntnissen der Wildbiologie, dass in diesem Falle die Tiere mehr Wildkälber als Hirschkälber setzen. Ich habe in der Rotwildhegegemeinschaft Saualpe-Eberstein nachweisen können, dass in den letzten 10 Jahren im Durchschnitt etwa 55 % Wildkälber und 45 %

Hirschkälber gesetzt wurden. Es ist verständlich, dass wir daher mehr weibliche Stücke (Tiere und Kälber) entnehmen müssen. Aus der Tabelle ist ersichtlich, dass wir beim Tierabschuss mit 37 bis 39 % Entnahme recht gut liegen – beim Kälberabschuss müssen wir zulegen . Nachdem wir nun in einer Reduktionsphase sind (nach der Waldinventur sind die Wildschäden in Kärnten zu stark angestiegen), müssen wir uns bemühen, im heurigen Jahr vor allem bei den Tieren und Kälbern den Abschussplan zu 100 % zu erfüllen. Dort wo der Wildstand zu hoch ist, werden alle Kärntner Jäger ersucht, nach Erfüllung des Abschussplanes weiterzujagen und in den zusätzlichen Abschussplan zu gehen! Ziel für den neuen Abschussplan 2013/2014 muss sein: weniger IIIerHirsche und mehr Kälber beantragen!

DIE STRUKTUR BEI DEN HIRSCHEN: Tabelle: Vergleich der Hirsche Klasse I und II, Abschussangaben in % der jeweiligen Klasse vom gesamten Hirschabschuss. Jährliche Entnahmeprozente von Hirschen, Tieren und Kälbern in Kärnten: Jahr

Klasse I

%

1994 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2007 2008 2009 2010 2011

69 Stück = 4 % 96 6% 107 6% 159 9% 117 6% 121 5% 123 5% 130 6% 121 5% 175 7% 160 6% 137 6% 119 5% 127 5% 134 5% 155 6%

Klasse II 384 = 387 375 374 446 482 484 528 581 482 368 351 234 249 213 248

% 25 % 23 % 22 % 20 % 23 % 22 % 21 % 23 % 22 % 19 % 15 % 14 % 10 % 10 % 9% 10 %

Bezirk St.Veit/Glan (2 Hegegemeinschaften) 1994 13 5% 39 15 % 1995 15 5% 39 15 % 2010 36 7% 14 3% 2010 44 9% 19 4% 2011 44 8% 26 5% 2011 51 9% 33 6%

Hirsche

Tiere

Kälber

30 % 29 %

38 % 39 %

32 % = 100 % 33 %

33 % 32 % 32 % 28 % 31 %

37 % 37% 37 % 38 % 39 %

30 % 31 % 31 % 34 % 30 %

(Erlegung ) (Entnahme = Erlegung und Fallwild) (Erlegung) (Entnahme = Erlegung und Fallwild


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Rehwild BJM-Stv. Ing. Wolfgang Oswald Das Rehwild, die häufigste Schalenwildart unserer Breiten, ist immer ein beliebtes Thema bei den Stammtischrunden der Kärntner Jägerinnen und Jäger. Die Sichtbarkeit und damit verbunden die Spekulationen über vermeintlich sinkende Bestände ist dabei ebenso zentraler Diskussionspunkt, wie auch die scheinbar ausgestorbenen alten Böcke. Am Rande noch die Qualität und die Sinnfrage der Fütterungsthematik und schon sind Stunden teils hitziger Diskussionen gesichert. Doch was davon hat tatsächliche Bedeutung?

VERÄNDERUNGEN MACHEN SICH BEMERKBAR Klar ist, dass im Lauf der letzten Jahre und teilweise schon Jahrzehnten, schrittweise eingetretene Veränderungen nun bemerkbar werden. Das Reh ist ein idealer Anpassungskünstler und so sind die Veränderungen, die unsere Gesellschaft in den Lebensraum des Rehwildes gebracht hat, nicht ohne Spuren geblieben. Verstärkte Zersiedelung, Freizeitgesellschaften,

die in die Natur und damit in die Lebensräume des Wildes drängen, wachsende Verkehrsnetze und die Veränderungen in der land- und forstwirtschaftlichen Bewirtschaftung haben sich ausgewirkt. Einerseits sind es die Freiflächen, die durch Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung, mit mehr Heu- und Silageernten pro Jahr und einem kürzeren Schnittintervall, mit teils ausgeprägter Düngung, an Bedeutung für das Rehwild verloren haben. Dazu kommt noch, dass gerade in solchen Gebieten auch die steigende Beunruhigung der Naturnutzer stetig steigt, und damit die Rehe dort nicht mehr gerne austreten. Gleichzeitig ist aber durch Änderungen in der Waldbewirtschaftung vielerorts der Lebensraum

Wald wieder interessanter geworden. Es sind mehr kleine Lichtungen entstanden, es haben sich viele Randzonen gebildet und damit ist genügend Struktur für ausreichend Äsung, Deckung und sicher mehr Ruhe geschaffen worden. Somit hat sich unser Rehwild in vielen Gebieten vermehrt in den Wald zurückgezogen und meidet bis weit in die Nachtstunden die für uns so gewohnten Wiesen und Felder. Scheinwerferbeobachtungen bei Hasenzählungen und Studien mit Infrarotkameras können das bestätigen. Damit sind die Rehwildbestände, wie oft am Stammtisch ergründet, eher nicht zurückgegangen, sondern haben die Rehe nur ihr Verhalten den geänderten Bedingungen angepasst. Sicherlich werden mancherorts der verstärkte Jagddruck und erhöhte Abschüsse auch zu Veränderungen führen, sodass ein Gefühl der Wildstandsreduktion entsteht, dennoch sollte man sich nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen und das Ganze gewissenhaft hinterfragen. Speziell in der jetzigen Jahreszeit sind genügend Pürschzeichen in den Randzonen zu finden, die uns da bessere Anhaltspunkte liefern. Auch zeigt uns das jüngste Ergebnis des Wildeinflussmonitorings Fakten auf, die uns keinesfalls zu geringe Wildbestände bescheinigen. Nachdem Rehwild ein wesentlicher Verursacher von Verbiss ist, sind auch hier Ergebnisse auf dem Tisch, die man nicht ignorieren und leugnen darf. Dementsprechend ernsthaft sind die Erfüllung und Beachtung der Abschusspläne zu behandeln – wir wollen schließlich unsere Fachkompetenz als erfahrene Weidmänner & -frauen dabei unter Beweis stellen.

WAS ZEIGT UNS DER TREND?

Wie sieht die Entwicklung der letzten zehn Jahre aus….

Die langjährigen Betrachtungen zeigen, dass sich in der Planperiode 6 (ab 2005) bis zur aktuellen Planperiode 9 eine stetige Verbesserung der Erfüllung von knapp 68 % auf


L A N D E S J Ä G E R TA G fast 77 % ergibt. Deutlich sind dabei aber auch die Schwankungen innerhalb des zweijährigen Abschusses, wonach das erste Jahr immer wesentlich in der Erfüllung nachhängt, und erst im zweiten Jahr versucht wird, den Rückstand wieder zu kompensieren. Unser Ziel muss es dabei sein, schon im ersten Jahr den Eifer zu entwickeln, den wir aktuell immer erst im zweiten Jahr der Planperiode haben, dann werden sich die Ergebnisse deutlich verbessern. In den Absolutzahlen hat 2010 mit einem Abschuss von rund 22.200 Stk. nach 2003 (23.900 Stk.) wieder einen neuerlichen Höhepunkt erlangt. Im letzten Jahr ist der Rückgang auf 19.600 Stk. wohl wieder als Pause im ersten Jahr des zweijährigen Abschussplans zu werten. Zusätzlich wird in Zukunft auch dem Kitzabschuss mehr Augenmerk gewidmet werden müssen. Wir liegen im Mittelwert der letzten 10 Jahre dabei nur bei einer Erfüllung von 57 %! Nachdem wir in den letzten Jahren in der Planung auch oft den Kitzanteil, mit dem Argument vermehrter Mähverluste und Fallwildanteilen, schon gesenkt haben, sind solche Erfüllungswerte nicht mehr argumentierbar. Aber auch hier war das Jahr 2010 mit fast 70 % Erfüllung ein Signal der richtigen Bemühungen. Dennoch ist auch hier mehr Kontinuität gefordert. Im Geschlechterverhältnis ist auch wieder das Jahr 2010 besonders hervorzuheben, da es uns dort erstmalig gelungen ist, eine bessere Erfüllung (89,6%) bei den Geißen zu erzielen, als bei den Böcken (87 %). Da haben wir ein deutliches Signal gesetzt das Geschlechterverhältnis in Richtung 1:1 zu bekommen. Wir haben zwar immer noch um rund 1.100 Stk. mehr Böcke als Geißen in Kärnten erlegt, aber immerhin schon um zwei Drittel weniger als noch die Jahre davor. Leider ist im letzten Jahr der Trend wieder unterbrochen worden, sodass wir auch heuer wieder die Reviere mit mangelnder Erfüllung und schlechter Geschlechterverteilung mit Sperrbescheiden ermahnen werden. Auch hier sei nochmals erwähnt, dass der ständig vermehrte Eingriff in der

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Bockklasse sicher nicht einen Rükkgang der Rehwildbestände erwirkt haben kann. Ebenso zeigen die Auswertungen der Fallwildzahlen, dass Geißen anteilsmäßig in den letzten zehn Jahren auf hohem Niveau über den Böcken liegen und das kann sicher auch als Signal für ein verschobenes Geschlechterverhältnis gewertet werden, und wenn es mehr Geißen gibt, gibt es auch mehr Nachwuchs!

WO SIND NUR DIE ALTEN GEBLIEBEN? Bei der Altersstruktur spiegelt sich das zu hinterfragende Interesse der Jäger wider. Es wird durchgehend in den letzten 10 Jahren, entgegen der Abschussrichtlinien, ein zu hoher Anteil (fast 32 % anstatt 27 %) in der Ier Klasse geplant, der dann auf Kosten der IIer Klasse mit Gewalt erreicht werden möchte. Hier lautet die Empfehlung, in der IIIer Klasse die Erfüllung zu verbessern, mit der Planung in der Ernteklasse zurückzugehen, und wer die „Alten Herren“ erlegen möchte, wird sie aus eingangs erwähnten Gründen suchen müssen. Jener Bock, den ich bei der Pirsch mit dem Auto als einzigen auf der Wiese sehen werde, wird es wohl nicht sein. Der heimliche Alte hat da eher den unerfahrenen Jungen an den ungemütlichen Rand gedrängt. Bei der Alterstruktur der Rehböcke sei auch erwähnt, dass das erste Jahr des ein- und mehrjährigen Versuchsprojektes absolviert ist, aber die Auswertung der erlegten Stücke noch nicht abgeschlossen ist und damit erste Aussagen über Trends und Ergebnisse absolut verfrüht sind. Generell sei gesagt, dass es wildbiologisch der Geiß egal ist, ob sie ein junger Bock beschlägt oder ein älterer und es wird auch keine Auswirkungen auf das Kitz haben. In der Sozialstruktur ist aber sehr wohl die Bedeutung älterer Stücke gegeben. Hier ist die Ruhe ein Faktor, den ältere Böcke in den Rehbestand bringen. Deshalb ist es sicher nicht verkehrt einen Altersaufbau in der Rehwildpopulation zu verfolgen, denn Stress und Unruhe schaden unseren Rehen am meisten!

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Gamswild BJM Ing. Franz J. Koschuttnigg In der Betrachtung des Gamswildes im vergangenen Jahr und in der Vorschau ergibt sich für Kärnten folgendes Bild: Grundsätzlich ist es mehr als erfreulich, dass die Geißel des Gamswildes „die Räude“ mit 28 Stück im ganzen Land, Gott sei Dank, einmal sehr gering und auf einem historischen Tiefststand ist. Der Hauptanteil liegt dabei im Bezirk Klagenfurt mit 14 Stück und ist auch hier im Abklingen. Um dieses positive Bild auch zukünftig zu haben und um die Bestände gesund zu erhalten, ist es

auch in der Zukunft sehr wichtig, die Bestände und vor allem die Rudel in den P ro b l e m g e bieten nicht zu stark anwachsen zu lassen, denn wie wir aus vielen Fällen lernen mussten, ist eine überhöhte Population mitunter ein Hauptgrund für das Ausbrechen der Räude. Mit knapp 40 % der Erfüllung unseres zweijährigen Abschussplanes oder an die 3.000 Stück Gams im Jahr sind wir nun in Kärnten meines Erachtens auch auf dem richtigen Weg. Sehr viele Jagden haben sich zusammengeschlossen, einen gemeinsamen Abschussplan erstellt und auch gemeinsam entsprechend gute Erfüllungen erreicht. Hier möchte ich meinen besonderen Dank an die vielen umsichtigen Jagdausübungsberechtigten, Hegeringleitern, Wildregionssprechern, Bezirksjägermeistern aber vor allem euch Gamsjägern in den Revieren aussprechen, die die Zeichen der Zeit erkannt und auch umgesetzt haben. Dass es da und dort noch immer nicht richtig mit der Erfüllung funktioniert, wird seine Gründe haben. Vor allem in diesen Fällen wird man bei zukünftigen Planungen

und aufgrund der langjährigen Ergebnisse wohl Maßnahmen setzen müssen! Einen um 8 % höheren Abschuss bei den Böcken im Verhältnis zu den Geißen ist im letzten Jahr besonders auffällig. Worauf das zurückzuführen ist, ist mir nicht erklärbar, da das Verhältnis in den letzten Jahren eher ausgeglichen war. Auch der Altersaufbau lässt vor allem bei den Böcken zu wünschen übrig: 250 Ier Böcke zu 410 IIer Böcke!? Gerade der letzte Winter war für alle Wildarten, besonders fürs Gamswild, ein sehr genügsamer. Dies war bereits im Herbst so, da sämtliche Gams bei diesen hohen Temperaturen vor allem auf der Schattseite und in hohen Lagen eingestanden sind. Dadurch haben sich die Reviere auf den Sonnseiten mit der Bejagung sehr schwer getan. Bei den Faktoren der Witterung und der Beunruhigung in vielen Gebieten haben wir Jäger und Funktionäre wenig Einfluss, sehr wohl aber bei der Klasseneinteilung und den Jagdzeiten. Hier versuchen erfahrene Jäger und Funktionäre wirklich die optimale Lösung zur Bewirtschaftung unseres heimischen Gamswildes zu ermöglichen. Die Umsetzung dessen obliegt dann natürlich euch Gamsjägerinnen und -jägern in den wunderschönen Gamsgebieten und Gamsrevieren Kärntens.


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Niederwild Versuche engagierter Jagdgesellschaften im Unterkärntner Raum in den letzten zwei Jahren haben gezeigt, dass noch so großer persönlicher und finanzieller Aufwand die Niederwildstrecken nicht entscheidend verbessern konnten. Speziell beim Fasan ist die kleinräumige Hege (durch einzelne Jagdgesellschaften) nicht möglich, denn von Standorttreue hält diese Wildart nicht viel (außer in der Balzund Brutzeit). Neue Chancen, dem Niederwild auf die Sprünge zu helfen, sehe ich in der Neuausrichtung der Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen ab 2013 durch die EU. Nach deren Plänen sollen in Zukunft 25 % der Ackerflächen Mais frei bepflanzt werden und auch eine 7%ige Still-

Gedanken des scheidenden Hundereferenten Richard John Mein Hund macht einfache Nachsuchen mit kurzer Stehzeit, er holt mir manche Ente aus dem Wasser, ist folgsam, daheim angenehm und wenn er gestorben ist, dann will ich so einen feinen Hund wieder. So denken viele Hundeleute und dagegen ist auch nichts einzuwenden. Aber es gibt die schweren kilometerlangen Hatzen, stundenlange Pail, ewig lange Brackaden usw. – auch diese Hunde brauchen wir und sie müssen gezüchtet werden. In den Prüfungsberichten diverser Brackenschläge fällt mir auf, dass die Brackaden immer kürzer werden, Wild- und Raubzeugschärfe lassen von Generation zu Generation nach. Bitte passen wir auf, dass wir nicht „abhausen“. Es liegt in der Verantwortung und Ehrlichkeit der Züchter – es muss nicht mit jedem Hund gezüchtet werden und es muss nicht jeder von mir einen Welpen bekommen.

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HRL Mag. Franz Tschernko legungsfläche ist geplant. Sollte diese Situation eintreten, dann könnten wir Jäger versuchen, gemeinsam mit den Bauern Lebensräume zu schaffen, wo die natürliche Vermehrung von Hase, Fasan und Rebhuhn wieder funktionieren könnte. Für diese Flächen möchten wir auch spezielle Samenmischungen zusammenstellen und den Landwirten, die zur Mitarbeit bereit sind, anbieten. Das Hauptproblem dieser genannten Wildarten besteht darin, dass sie im Herbst vor wüstenähn-

lichen Verhältnissen stehen. Bis sie sich anpassen können, wird meist der Großteil von ihnen von Räubern geschlagen. Daher wird der Niederwildausschuss mit dem Referenten für Reviergestaltung und Naturschutz bis spätestens Ende Juni 2012 zwei Informationsveranstaltungen zu diesem Thema durchführen. Ich hoffe, bis dahin Näheres über die Vorgangsweise der EU zu erfahren. Meine Bitte an alle Jäger, die dem Niederwild helfen wollen, lautet: Versucht Kontakt zu Landwirten herzustellen, die bereit sind, beim Anlegen von Grünflächen bzw. Winterbegrünungen mitzutun. Eines ist gewiss: nur mit Auswilderungen werden wir nicht weiterkommen!

Jagdhunde Gerald Hopfgartner Ich hatte das besondere Glück, 2 Jahre von unserem langjährigen Landesjagdhundereferenten Ing. Richard John ins Landesjagdhundereferat eingearbeitet zu werden. Es ist nicht immer selbstverständlich, dass eine Amtseinführung durch den Vorgänger in einer derart freundschaftlichen Atmosphäre erfolgt. Herzlichen Dank dafür! Im abgelaufenen Jagdjahr wurden von den 143 Bereichshundestationen und von vielen weiteren Jagdhundeführern, welche nicht in den Bereichshundestationen angeführt sind, 740 Nachsuchen auf Schalenwild mit einem Wildbretgewicht von 22.183 kg und einen Erlös von etwa € 51.000.– als erfolgreich nachgesucht gemeldet und damit der Verwertung zugeführt. Neben der Jagdethik und tierschützerischen Aspekten kann hier auch durchaus von einer wirtschaftlich wertvollen Bedeutung unseres Jagdhundewesens gesprochen werden. Damit auch in den nächsten Jahren ausreichend brauchbare Jagd-

hunde zur Verfügung stehen, wurden mehr als 125 Leistungsprüfungen von Jagdhunden der unterschiedlichsten Jagdhunderassen erfolgreich absolviert. Die Novellierung zum § 67 K-JG, welche mit 2013 in Kraft tritt, verpflichtet unsere Jagdausübungsberechtigten oder seine Jagdschutzorgane einen nachweislich brauchbaren Jagdhund zu halten oder nachzuweisen, dass ein solcher jederzeit zur Verfügung steht. Die Homepage der Kärntner Jägerschaft und hier die Rubrik Hunde wurde neu überarbeitet und soll in Zukunft für alle am Hundewesen interessierten Jägerinnen und Jäger eine aktuelle Informationsquelle sein. Ein regelmäßiger Blick dorthin lohnt sich. Somit bleibt mir zum Schluss nur noch mich recht herzlich bei allen Jagdhundeführerinnen und Jagdhundeführern für die Arbeit bei den Nachsuchen aber auch für die vielen Stunden der Ausbildung ihrer Jagdhunde im abgelaufenen Jahr zu bedanken.

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Waffen- und Schießwesen Mag. Heimo Wolte SCHIESSVERANSTALTUNGEN UND HEGERINGSCHIESSEN Beginnend mit dem Neujahrsschießen am 9. Jänner 2011 in Blintendorf, wurden im Laufe dieses Jahres noch viele weitere diesbezügliche Veranstaltungen durchgeführt. Einige Beispiele wären: das beliebte Osterschießen am Ostermontag in Ludmannsdorf oder die Landesmeisterschaften im Jagdlich Trap, JPC, Compac Sporting, usw. Die wichtigste Schießveranstaltung für jeden Kärntner Jäger ist allerdings das Hegeringschießen. Dabei können wir einen erfreulichen Anstieg auf 7529 Teilnehmer verzeichnen, was nicht nur eine Steigerung von mehr als 220 Teilnehmern bedeutet, sondern auch die höchste absolute Teilnehmerzahl, die seit dem Bestehen des Hegeringschießens erreicht wurde. Ein Rückgang der Teilnehmer um 3% wurde in Villach ausgewertet, was sicherlich auch auf die Schließung der Schießstätte Heiligengeist zurückzuführen ist, wobei der

Schießstand Tiffen sehr Hegeviele ringschützen aufnehmen konnte. Auch Bezirk im Hermagor ein musste Rückgang von etwa 2 % festgestellt werden (auf einem hohen Teilnehmerniveau) und in St. Veit/Glan 1 %. Klagenfurt hielt – bis auf einen geringen Rückgang – die Anzahl der Schützen (allerdings bei einem niedrigen Niveau, was in urbanen Bereichen häufig ist). Ein Plus von 1 bzw. 1,5 % erreichten die Bezirke Völkermarkt und Wolfsberg. Besonders erfolgreich und verantwortungsvoll waren die Jägerinnen und Jäger des Bezirkes Feldkirchen mit einem Plus von 4,5 % gegenüber dem Vorjahr. Der erfolgreichste Bezirk ist allerdings Spittal/Drau mit einer Steigerung von 6 %, was insgesamt

kärntenweit eine Steigerung um etwa 4 % ergab. Dies ist zweifellos eine sehr positive Entwicklung, die den Erfolg durch nachhaltige Überzeugungsarbeit der Jagdausübungsberechtigten, der Obmänner, Hegeringleiter und Bezirksjägermeister widerspiegelt. Ein herzlicher Weidmannsdank für die erfolgreiche Durchführung der Hegeringschießen durch die Hegeringleiter!

JAGDCUP UND BUNDESMEISTERSCHAFT Der vierteilige Jagdcup fand 2011 in St. Paul i. L., Pakein, Feldkirchen und Bleiburg statt. Die sechs Schützen mit den besten Resultaten qualifizierten sich auch für die Bundesmeisterschaft. Die Gewinner waren: Polanetz, Ottmann, Wirtitsch, Grayer, Mag. Wolte, Stumpf. In Radweg fanden nicht nur die Landesmeisterschaften in der jagdlichen Kugel statt, sondern auch die Staatsmeisterschaften. Das 34. Österreichische Jägerschaftsschießen fand in Jois im Burgenland statt. Als jüngste Mannschaft aller Teams belegte Kärnten (Polanetz, Thonhauser, P. Wolte, Poleiner, Wirtitsch und Ottmann) den zweiten Platz hinter NÖ. Sogar die Favoriten und Hausherren aus dem Burgenland wurden besiegt. Eine zweifellos bemerkenswerte Leistung der Kärntner Schützen!

SCHIESSSTÄTTEN

STATISTIK HR-SCHIESSEN – TEILNEHMER Vi

SP

HE

FE

SV

VK

WO

Kla

Ges

2009

1051

1592

448

495

1341

720

670

1037

7354

in %

59,02 67,27 67,76 61,41 61,38 69,46 72,69 63,84 62,17

2010

1214

in %

69,73 64,01 70,77 64,47

60,6

2011

1168

553

1274

in %

66,78 70,29 68,73

70

59,76 71,87 69,41 60,12 64,99

1471

1654

460

444

508

1263

701

687

1003

7307

70,45 67,75 60,75 60,83 718

699

1019

7529

Schießtunnel und Schießkino in Großkirchheim: Bereits mitten im Aufbau befindet sich die Schießanlage von Döllach/Großkirchheim. Nach der Fertigstellung stehen 4 Stände von 50 bis 300 m und ein Schießkino zur Verfügung. Das wird ein Gewinn für alle Kärntner Jäger und Jagdschützen, zumal damit auch eine schöne Anreise verbunden ist.

NEUES GESETZ ZUR VERWENDUNG VON BLEISCHROTEN Mit 1. 7. 2012 tritt die neue Verordnung zur Verwendung von Blei-


L A N D E S J Ä G E R TA G schroten in Kraft. Alle vorbereitenden Informationen wurden und werden laufend im „Kärntner Jäger“ und auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft veröffentlicht.

NEUE WILDSCHEIBE Neue Erkenntnisse machen es notwendig, neue Scheiben zu erarbeiten. Auch die Kärntner Jägerschaft nützt diese Chance. Weitere Informationen auf den Seiten 44 und 45.

FORTBILDUNG – SCHIESSTECHNIK UND BLEIPROBLEMATIK Vortrag „Die Technik des Flin-

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tenschießens“: Am 25. Februar fand eine praxisorientierte Behandlung aller wichtigen Aspekte des Schrotschießens durch Mag. Heimo Wolte statt. Der Bogen reichte dabei von der historischen Entwicklung dieser Schießdisziplin über die Voraussetzungen der modernen Flinte bis zu den Bewegungsabläufen beim Flintenschießen. Am 25. 3. 2011 fanden im Jägerhof Mageregg im Rahmen der BILDUNGSPLATTFORM Vorträge zum Thema „Bleifrei in die Zukunft“ statt. Die letzten Erkenntnisse zur Bleiproblematik als Umweltbelastung durch die Jagd, vorgetragen

Kärntner Jäger

von Prof. Hackländer, sowie Aspekte der bleihaltigen und bleifreien Munition, erklärt von Min.-Rat Peter Lohner, wurden den interessierten Zuhörern anschaulich nahe gebracht. Das 5. Jugendschießseminar der Kärntner Jägerschaft fand vom 2. bis 4. Juni 2011 in Jois im Burgenland statt. 14 Jungjägerinnen und Jungjäger übten nicht nur den sicheren Umgang mit Büchse und Flinte, sondern erlernten auch die Technik des jagdlichen Wurfscheibenschießens und vieles mehr. Weitere Schießfortbildungen wurden für alle Jägerinnen und Jäger angeboten und begeistert angenommen.

Jagdhornbläser und Jagdmusik LJM-Stv. Josef Monz Neben der schon gewohnten Mitwirkung unserer Jagdhornbläser bei den verschiedensten jagdlichen Anlässen, wie auch zahlreichen Auftritten bei anderen kulturellen Veranstaltungen, gab es im abgelaufenen Berichtsjahr doch einige besonders erwähnenswerte Höhepunkte. So haben die Jagdhornbläsergruppen Wolfsberg, Wieting, Waidmannsklang und Feldkirchen, gemeinsam mit dem Chor der Kärntner Jägerschaft, den Ball des Grünen Kreuzes in der Hofburg in Wien erfolgreich mitgestaltet. Diese Veranstaltung ist sowohl für Besucher als auch Akteure ein besonderes Erlebnis und bietet die Gelegenheit, einer enorm großen Anzahl von Menschen einen Teil unserer Kärntner Jagdkultur zu präsentieren, was auch bestens gelungen ist. Ein weiteres Großereignis war im Juni die Durchführung des Internationalen Jagdhornbläserwettbewerbes in St. Veit/Glan. Nahezu 800 aktive Jagdhornbläser aus ganz Österreich, sowie aus Slowenien, Ungarn und der BRD stellten sich dabei der internationalen Jury. Was bei diesem Wettbewerb geboten wurde, war Jagdmusik auf höchstem Niveau. Erfreulich die Leistung der zahlreichen Kärntner Gruppen, welche durchwegs sehr gute Platzierungen erreichen konnten. Bis auf kleine Unebenheiten in der Organisation, welche jedoch nicht im Bereich der Kärntner Jägerschaft

lagen, konnten wir als Gastgeber bei den Teilnehmern einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Im Laufe des Jahres hatten wir auch die Freude, einigen Bläsergruppen zu deren Bestandsjubiläen zu gratulieren und an den damit verbundenen Feierlichkeiten teilzunehmen. Es waren dies: 40 Jahre JHB Stockenboi, 30 Jahre JHB Waidmannsklang und 25 Jahre JM Egg/Hermagor. Die Durchführung des JHBLMannschaftsschießen wurde ebenfalls von den JHBL Waidmannsklang ausgerichtet, eine Veranstaltung, die sich, bestens organisiert, doch etwas mehr Teilnehmer verdient hätte. Die Mitwirkung bei der Brauchtumsmesse rundet den Jahreslauf an Großveranstaltungen mit teilnehmenden Jagdhornbläsergruppen ab. Welche Leistungen von diesen Jagdhornbläsergruppen dabei in Summe erbracht werden, sehen wir am Beispiel einer Gruppe: 46 Proben und 28 Auftritte innerhalb eines Jahres! Zweifellos zählt diese Bläsergemeinschaft zu den aktivsten, dennoch lässt sich unschwer hochrechnen, wie viel Zeit und teils auch finanzieller Aufwand von den derzeit 53 Jagdhornbläsergruppen kärntenweit aufgewendet wird. Namens der Kärntner Jägerschaft möchte ich mich dafür bei allen herzlichst bedanken. Großes Augenmerk haben wir

aber auch wiederum auf die Aus- und Weiterbildung gelegt. Jagdhornbläserlehrgänge für Anfänger und Fortgeschrittene werden gut angenommen und sichern uns neben der Arbeit in den Gruppen eine kontinuierliche Aufbauarbeit für die Zukunft. Diese ist wichtiger denn je! Sagen uns doch Meinungsforscher, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren die Pflege des jagdlichen Brauchtums, wie die Jagdkultur insgesamt, an Bedeutung verlieren könnte. Ich sehe es als in unserer Verantwortung liegend, diesem Trend entgegenzusteuern, sodass sich diese Prognose letztendlich nicht bewahrheitet. Ich denke, dass diese Aufgabe nicht unlösbar ist, haben wir doch in den letzten 60 Jahren so gute Arbeit geleistet, dass Jagdhornblasen und Jagdkultur in Kärnten als fixer, nahezu unverzichtbarer Bestandteil der Jagd angesehen werden können. Nehmen wir die Herausforderung an, leisten wir wie bisher gute Arbeit im musikalischen Bereich, pflegen wir die Kameradschaft innerhalb unserer Gruppen und geben wir ein gutes Erscheinungsbild nach außen ab. Sehen wir optimistisch in die Zukunft, dann wird Jagdhornblasen auch weiterhin Freude bereiten und wertvoller Inhalt im Leben jedes Einzelnen von uns, wie auch in der Jagd insgesamt, sein.

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Brauchtum- und Jugend Claudia Haider Gelebtes Brauchtum ist Bestandteil unseres jagdlichen Selbstverständnisses. Wir Jäger schöpfen aus einer Jahrtausend alten Tradition, die uns verbindet. Lebendig ist Brauchtum, weil es brauchbar ist, Gelebtes vertieft, Wertschätzung ausdrückt, Brücken schlägt, innere Stabilität vermittelt, Ehrerbietung gegenüber dem Geschöpf und dem Schöpfer erfahrbar macht und weil es Sinn stiftet. Sinn entleertes Brauchtum ist unbrauchbar, da sinnlos. Als Brauchtumsreferentin ist es mir ein Anliegen, gerade Jungjägern die Sinnhaftigkeit unseres jagdlichen Brauchtums zu erschließen (in Vorträgen und Weiterbildungen) – denn gerade unsere Jungjäger sind es, die unsere Traditionen weiterentwickeln und weitertragen. Das Sichtbarmachen der wertvollen, jagdlichen Tradition obliegt uns erfahrenen Jägern. Der Jägerschlag (Infos dazu erhält man in der Kärntner Jägerschaft), der am Beginn des aktiven Jägerlebens steht, ist prägendes Erleben der jagdlichen Einstellung, die uns durch unser Jägerleben begleitet. Nächster Schwerpunkt des Brauchtums- und Jugendausschusses bildet die Information unserer Jugendlichen. Zwei jagdliche Seiten, sechsmal im Jahr, informieren Schulkinder über die Zeitschrift „Mini-Max“ und bringen ihnen jagdliche Themen näher. Besuche engagierter Jäger in den Schulen sind ein weiterer Baustein in der Jugendarbeit. Zur Weiterbildung unserer engagierten Jäger, die sich mit Jagd- und Naturpädagogik beschäftigen, organisierte der Ausschuss das Seminar „Jagdpädagogik“ mit Fritz Wolf. Es ist geplant, diese Veranstaltungsreihe auch im Jahr 2012 fortzusetzen. Es konnte auch die vom Brauchtum- und Jugendausschuss vorgeschlagene Broschüre „Kärntner Wildtiere“ fertig gestellt werden und wurde alleine in Mageregg durch Gerald Eberl an ca. 900 Schüler als Grundlage jagdlichen Wissens weitergegeben. (Bei Bedarf für

Schulklassen bitte in Mageregg anfordern). Ein beredtes Zeugnis Kärntner Jagdkultur konnten wir beim Jägerball des Grünen Kreuzes in Wien setzen. Jägerchor, Jagdhornbläser und unser Kärntner „Jagdgwandl“ setzen unsere kärntnerische Jagdtradition unter Beweis. In diesem Zusammenhang darf ich auf die wachsende Zahl der Hubertusmessen hinweisen, die auch bei den Nichtjägern Anklang findet. Der Organisation sei hier gedankt, ebenso unseren Jägern, die die Jägerwallfahrten stimmungsvoll gestalten und zum Fixpunkt im Jagdjahr werden lassen. Immer öfter wird der Brauch des Jägerschlags in diesem Rahmen gezeigt und damit auch Nichtjägern unsere Einstellung zur Jagd näher gebracht. Fort- und Weiterbildung ist im Rahmen des Jägerinnenstammtisches das THEMA. Ob die Bejagung des Schwarzwildes, Wildkrankheiten oder Borreliose das Thema ist – die Jägerinnen sind mit Begeisterung dabei und nehmen die Gelegenheit gerne wahr, sich aus erster Hand zu informieren und darüber zu diskutieren. Ein weiterer Termin des Jägerinnenstammtisches war das Seminar „Bau von Reviereinrichtungen“, geleitet von Gerald Eberl und wird dieses auch heuer am 19. September wiederholt. Ebenso das Schießseminar in Blintendorf, betreut von Ehrenfried Thonhauser, es findet heuer am 25. April (Kugel, gilt auch als Hegeringschießen) und am 17. Oktober (Schrot) statt. Natürlich darf die kameradschaftliche Begegnung unter den Jägerinnen nicht fehlen und so trafen sie sich auch im abgelaufenen Jahr zum traditionellen Weihnachtsbrunch im Jägerhof Mageregg. Besonderer Dank an unsere Jagdkollegin Gabi Legat, die ein bezauberndes Krippenspiel mit drei-

bis sechsjährigen Kindern einstudierte. Gerade die Jäger haben das Gefühl für den Neubeginn, wir erleben es ja ständig in unseren Jagdrevieren, wo wir in das immerkehrende Werden, Sein und Vergehen eingebunden sind und so haben wir das Krippenspiel als Zeichen der Wertschätzung gegenüber dem Geschöpf und dem Schöpfer erlebt. Im November 2011 gründete sich auf Initiative des Tiroler Vorstandsmitgliedes Dr. Elke Benedetto-Reisch und Vorstandsmitglied Claudia Haider das Österreichische Jägerinnenforum. Das ÖJF, eine informelle Plattform, welche allen österreichischen Jägerinnen offen steht, die interessiert sind, sich an der Gestaltung des Kulturgutes Jagd zu beteiligen. Jägerinnen aus allen neun Bundesländern sind bereits in diesem Forum vertreten und nützen diese Plattform zum Ideen- und Meinungsaustausch und zur aktiven Gestaltung, um die Bedeutung der Jagd in der Gesellschaft zu vertiefen. In diesem Rahmen wurde eine Podiumsdiskussion bei der Klagenfurter Messe „Weidwerk & Fischweid“ am 23. März zum Thema „Die Jägerin im Berufsfeld Jagd“ abgehalten. Zum Schluss meines Berichtes ein herzliches Dankeschön an alle jene, die Brauchtum mittragen, es weiterentwickeln und damit gemäß unserem Leitbild „ein eindeutiges Bekenntnis zum sinnvollen jagdlichen Brauchtum, gelebt nach dem dynamischen Prinzip des Lernens und des Sich-Entwickelns“ (Leitbild Kärntner Jäger, Seite 12) ablegen. Jagd ist Verantwortung, Jagd ist Freude!

Redaktionsschluss FÜR DIE NÄCHSTE AUSGABE IST DER 1. MAI 2012. NÄCHSTER ERSCHEINUNGSTERMIN ANFANG JUNI 2012


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Kärntner Jäger

Jagdschutz Bernhard Wadl Seit dem Jahre 1992 führt der Kärntner Jagdaufseherverband im Auftrag der Kärntner Jägerschaft jährlich einen Jagdaufsehervorbereitungskurs für Prüfungsaspiranten zur Jagdaufseherprüfung durch. An diesem auf freiwilliger Teilnahme basierenden Kurs nehmen seither jährlich rund 50 bis 70 Prüfungsanwärter teil. An 16 Kurswochenendtagen (Anfang Jänner bis Ende März) im Umfang von 128 Vortragsstunden unterrichten im Schulungsraum in Mageregg, sowie in der FAST-Ossiach und in der landwirtschaftlichen Fachschule Litzlhof, 21 Vortragende den Fachstoff für sechs Prüfungsfächer. 54 Kandidaten nahmen am Vorbereitungskurs teil. 47 Kandidaten haben die Prüfung bestanden, 15 davon mit „sehr gutem Erfolg“. Die Berufsjägerprüfung hat ein Kandidat bestanden. Am 10. Juni wurden im Rahmen einer würdigen Prüfungsfeier im Park von Mageregg die Zeugnisse an die neuen Jagdaufseher übergeben. 52 Kandidaten nahmen am diesjährigen Vorbereitungskurs des KJAV teil. Die Prüfungen werden Anfang April und Mai dieses Jahres stattfinden.

ERFOLGREICHER AUFTAKT ZUR FORTBILDUNGSOFFENSIVE 2011 Der KJAV vereint ca. 90 % der in den Kärntner Revieren tätigen Jagdschutzorgane als Mitglieder im Verband. Diesen Mitgliedern stehen als besondere Leistung ein Rechtsschutzfonds und ein quartalsmäßig erscheinendes, sehr informativ gestaltetes Mitteilungsblatt zur Verfügung. Im Frühjahr 2011 hat der Verband eine große Fortbildungsoffensive für seine rund 2.000 Mitglieder gestartet. Als Organe der öffentlichen Aufsicht mit Beamtencharakter und verlängerter Arm der Bezirksverwaltungsbehörden ist es eine vor-

dringliche Priorität, mit dem wichtigsten Handwerkzeug – den aktuellen jagdgesetzund jagdpolizeilichen Bestimmungen – absolut und umfassend vertraut zu sein. Knapp 500 interessierte und fortbildungsbewusste JagdaufseherInnen aus ganz Kärnten haben an dieser ersten Seminarreihe im Jahr 2011 (Steinfeld, Treffen und St. Margarethen i. L.) teilgenommen. Der Disziplinaranwalt der Kärntner Jägerschaft, Dr. Helmut Arbeiter, referierte zum Thema „Das Disziplinarwesen der Kärntner Jägerschaft und seine häufigsten Fälle“, ChefInsp. Peter Pirker, Polizeiausbildner und JA, über „Das richtige jagdpolizeiliche Einschreiten des Jagdschutzorgans“. Als Gastreferenten konnten der Wildbiologe Dr. Hubert Zeiler zur „Bestandsdynamik beim Rotwild“ und der Buchautor und Schwarzwildexperte Siegfried Erker zum Thema „Schwarzwild“ gewonnen werden. Allen Teilnehmern wurden am Ende Anwesenheitszeugnisse und Tagungsberichte ausgefolgt.

WEITERBILDUNGSOFFENSIVE FINDET 2012 IHRE FORTSETZUNG Auch für 2012 ist die Planung für drei weitere, große Fortbildungsveranstaltungen bereits abgeschlossen. In Krumpendorf, Liebenfels und Kötschach-Mauthen werden wiederum Dr. Helmut Arbeiter und CI Peter Pirker zu aktuellen Jagdrechtsthemen bzw. dem richtigen jagdpolizeilichen Einschreiten referieren. Als Gastreferenten für die Fort-

bildungsreihe 2012 konnten Univ.Doz. Dr. Karl Buchgraber, Institutsleiter am LFZ Raumberg-Gumpenstein, BH und LL der Kärntner Bergwacht, Mag. Johannes Leitner, und der Landesobmann des Tiroler Jagdaufseherverbandes a. D., Hans Huber, gewonnen werden. Sie werden die Themen „Wildfuttermittelgewinnung und -bewertung“, „Aufgabenstellung der Bergwacht“ und „Eine effiziente Gamswildbejagung“ behandeln. Die Kärntner Jagdaufseher wollen der Öffentlichkeit und Politik diese Landes beweisen, dass sie sich ihrer großen Verantwortung als Kontrolle im Jagdwesen (Organe der öffentlichen Aufsicht mit Beamtencharakter) dieses Landes bewusst sind und sich aus diesem Grunde sehr rege an der von der Kärntner Jägerschaft und dem Kärntner Jagdaufseherverband angebotenen Fortbildungsoffensive beteiligen. Als Vertreter der Jagdschutzorgane im Landesvorstand der Kärntner Jägerschaft und Landesobmann des Kärntner Jagdaufseherverbandes werde ich mich auch zukünftig für ein geordnetes und gut funktionierendes Jagdschutzwesen in den Kärntner Revieren

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Jahresabschluss 2011 /Voranschlag 2013 MAG. WOLFGANG ROSSBACHER

A. JAHRESABSCHLUSS ZUM 31.12.2011 Im Jahr 2011 konnte die Kärntner Jägerschaft mit einem positiven Ergebnis von EUR 30.340,22 aufwarten. Aufgeteilt auf die 3 Bereiche der Kärntner Jägerschaft, ergibt sich folgendes Bild: Interessenvertretung Verwaltung Wildökologische Raumplanung

€ 15.453,12 € 11.681,42 € 3.205,68

Aufgrund des Budgets 2011 war mit einem Ergebnis von EUR 5.410,04 zu rechnen. Die Differenz von EUR 24.930,18 ist durch Mehreinnahmen im Bereich der Verwaltungstätigkeit erfolgt, was wiederum auf die Jagdgebietsfeststellung bzw. auf den 2-jährigen Abschlussplan zurückzuführen ist. Im Jahr 2011 waren keine außergewöhnlichen oder nicht prognostizierte Ausgaben zu tätigen. Im Jahresabschluss zum 31.12.2011 sind Mittel aus der Jagdabgabe für das Jahr 2011 in Höhe von EUR 773.000,00 eingenommen worden. Dies entspricht einer Neuregelung der Verteilung der Jagdabgabe von etwa 50 %. Im Jahr 2011 wurden Investitionen in Höhe von EUR 50.731,06 getätigt und diese setzen sich zum Großteil aus Investitionen in den einzelnen Bezirken, weiters Investi-

tionen für Büroausstattung, EDV Equipment und Maßnahmen für das Schloss Mageregg in Höhe von EUR 21.056,50 zusammen. Wie schon im Jahr 2010 wurde auch für 2011 eine Rücklage in Höhe von EUR 100.000,00 eingestellt, da die Kärntner Jägerschaft im Jahr 2012, spätestens 2013, mit größeren Investitionen, vor allem in das Schloss Mageregg, zu rechnen hat. Es handelt sich hier um eine Vorsorgemaßnahme, damit zum richtigen Zeitpunkt auch die Geldmittel für derartige Investitionen vorhanden sind.

B. VORANSCHLAG 2013 Der Voranschlag, der sehr akribisch und gewissenhaft erstellt wurde, weist ein positives Ergebnis von EUR 4.700,00 auf. Die Aufteilung auf die 3 Bereiche stellt sich wie folgt dar: Interessenvertretung € 900,00 Verwaltung € 0,00 Wildökologische Raumplanung € 3.800,00 Für Investitionen wurde ein Betrag von rund EUR 60.000,00 berücksichtigt. Die Verteilung der Jagdabgabe zwischen dem Land Kärnten und der Kärntner Jägerschaft wurde ab dem Jahr 2011 neu geregelt. Der Kärntner Jägerschaft wird daher für das Jahr 2013 ein Sockelbetrag

in Höhe von EUR 773.000,00 zugesprochen Für ökologische Maßnahmen ist wiederum mit einem Betrag von EUR 85.000,00 zu rechnen und dieser Betrag ist ausschließlich aus den Mitgliedsbeiträgen der Kärntner Jäger zu lukrieren. Alle übrigen Werte, wie die Bereiche Personal, sonstiger Aufwand etc. wurden mit Erfahrungswerten zwischen 2 - 3 % erhöht. Jene Bereiche, wo anzunehmen ist, dass Ersatzinvestitionen bzw. Sanierungsmaßnahmen durchzuführen sind, wurden diese mit Ca.Werten angesetzt. Wie in der Vergangenheit wurde auch dieses Budget unter dem Aspekt der Sparsamkeit erstellt, denn die Kärntner Jägerschaft hat eine große Verantwortung gegenüber den Mitgliedern und ist daher bestrebt Geldmittel so sinnvoll wie nur möglich einzusetzen. Festzuhalten ist natürlich das Vermögen der Kärntner Jägerschaft, nämlich das Schloss Mageregg. Hierfür werden laufend Geldmittel benötigt, um nachhaltig auch für die Zukunft das Schloss in einem einwandfreien Zustand zu erhalten. Ich möchte mich auf diesem Weg für die hervorragende Zusammenarbeit mit der Geschäftsführerin, Frau Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger, sowie mit Frau Ruth Ukowitz und Herrn Otto Kornprat für deren tatkräftige Unterstützung bedanken.


Nr. 202/2012

Kärntner Jäger

Gewinn-und-Verlust-Rechnung FÜR DIE ZEIT VOM 1. JÄNNER BIS ZUM 31. DEZEMBER 2011

VERWALTUNG

I. EINNAHMEN INTERESSENVERTRETUNG Sachbereich Prüfungsgebühren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Verkaufserlöse Waren . . . . . . . . . . . . . . . . . Verkauf Abzeichen 60 Jahre KJ. . . . . . . . . Porto, Nachnahmegeb. . . . . . . . . . . . . . . . . aus Verk. Abz. 60 Jahre KJ. . . . . . . . . . . . . Rückvergütung BK/Vers./FA . . . . . . . . . . Sonstige Erlöse (20 %) . . . . . . . . . . . . . . . . Centausgleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

43.775,00 3.093,24 430,00 8,80 2.385,80 33,61 0,10 49.726,55

JAGDWIRTSCHAFT Aktionen – Projekte Erlöse Wildwarnreflektoren (WWS) . . . . .

20.000,00 20.000,00

Wildforschung Erlöse Wildmarken . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

196,50 196,50

Verwaltungsbereich Jagdkartenbeiträge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157.337,56 Jagdgastkartenbeiträge . . . . . . . . . . . . . . . 32.094,30 Anteil Jagdabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 428.000,00 Jagdabgabe Vorjahre . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41,40 Geb.Abg.Ausstell.JK,Besch.,JAES . . . . . . 113.497,11 Prüfungsgeb. Jagdaufseher-, Berufsj.prüfg. 5.819,00 Druckkostenbeitrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45.513,71 500,00 Erträge Bezirk St. Veit/Glan . . . . . . . . . . . 200,00 Erträge Bezirk Spittal/Drau . . . . . . . . . . . 1.958,60 Erträge Bezirk Wolfsberg . . . . . . . . . . . . . Zinserträge aus Bankguthaben . . . . . . . . 1.744,68 Säumniszuschläge aus Jagdabgabe . . . . . 1.547,82 Mahngebühren aus Jagdabgabe . . . . . . . . 537,83 Mahngebühren Jagdabgabe Vorjahre . . . . 6,00 Säumniszuschläge Jagdabgabe Vorjahre . 44,44 788.842,45 Übrige Provisionserlöse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Erträge aus der Auflösung von EWB . . . .

1.844,00 649,41 2.493,41

JAGDLICHE AUS- UND FORTBILDUNG Aus- und Fortbildung Rückvergütung Druckkosten . . . . . . . . . . Div. Kursgebühren . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

12.106,55 1.560,00 13.666,55

JAGDRECHT UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Mitteilungsblatt Erlöse Inserate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Skontoaufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

72.539,15 –48,06 72.491,09

MAGEREGGER STRASSE 175 - 179 Jägerhof Schloss Mageregg Erlöse aus Betriebskosten . . . . . . . . . . . . . Mieterlöse 20 % . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Pacht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Landesgeschäftsstelle Mieterträge Lehrsaal . . . . . . . . . . . . . . . . . Mieterträge Büros . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Wildpark Erlöse Wildverkauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

7.500,00 10.257,61 16.104,96 33.862,57 2.044,14 2.192,19 4.236,33 2.246,10 2.246,10

MITGLIEDSBEITRÄGE UND SONSTIGE ERTRÄGE Mitgliedsbeiträge und sonstige Erträge Anteil Jagdabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitgliedsbeiträge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jagdkartenb. inkl. Haftpflichtvers. . . . . . Sonstige betriebl. Erträge . . . . . . . . . . . . . Zinserträge aus Bankguthaben . . . . . . . .

260.000,00 812.653,01 267.117,66 10.191,08 3.836,90 1.353.798,65

WILDÖKOLOGISCHE RAUMPLANUNG Anteil Jagdabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

85.000,00 85.000,00

Summe Einnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.426.560,20

II. AUSGABEN (Aufwendungen) INTERESSENVERTRETUNG Personalbereich DAE LJM und LJM-Stv. . . . . . . . . . . . . . . DAE BJM und Finanzreferent . . . . . . . . . Löhne/Gehälter IV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dot. Abfertigungsrückst. Angestellte . . . . Dot. Rückst.n.kons.Urlaub Angestellte . . Mitarbeitervorsorgebeiträge Angest. IV . Gesetzlicher Sozialaufwand Angest. IV . Dienstgeberbeitrag IV . . . . . . . . . . . . . . . . Freiwilliger Sozialaufwand . . . . . . . . . . . . Reisekosten LJM und LJM-Stv. . . . . . . . . Reisekosten Funktionäre . . . . . . . . . . . . . . Reisekosten Sekretäre . . . . . . . . . . . . . . . . Sachbereich planm. Abschreibung immatr. Vermögensg. planm. Abschreibung bebauter Grundst. . planm. Abschreibung Betriebs- u. Gesch.ausst. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Abschreibung geringw. Wirtschaftsgüter planm. Abschr. Bezirk Feldkirchen . . . . . planm. Abschr. Bezirk Hermagor . . . . . . . planm. Abschr. Bezirk Villach . . . . . . . . . . planm. Abschr. Bezirk Wolfsberg . . . . . . . planm. Abschr. Bezirk Klagenfurt . . . . . . planm. Abschr. Bezirk St. Veit/Glan . . . . .

11.896,28 27.881,90 107.731,12 8.439,45 1.496,36 215,64 20.524,62 4.705,72 3.664,82 18.710,39 407,30 1.333,59 207.007,19 1.073,20 37.487,70 54.485,19 383,65 1.322,16 968,29 2.167,77 1.639,76 0,01 45,64

23

S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

Finanzgebarung

FINANZGEBARUNG


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Kärntner Jäger

FINANZGEBARUNG

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planm. Abschr. Bezirk Spittal/Drau . . . . planm. Abschr. Bezirk Völkermarkt . . . . . planm. Abschr. LGst . . . . . . . . . . . . . . . . . . planm. Abschr. WÖRP . . . . . . . . . . . . . . . . AKM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wahlen/Aufwendungen HRL . . . . . . . . . . Telefon, Telefax . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Porto und sonst. Postgebühren . . . . . . . . . Miet- und Pachtaufwand . . . . . . . . . . . . . . Miete Kopierer (inkl. FAX u. Scanner) . . Zweckgebundene Mittel (Ökoschilling) . . Projekte ökolog. Maßnahmen . . . . . . . . . . Büromaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Instandhaltung Homepage . . . . . . . . . . . . Instandhaltung EDV, Hard-/Software . . . Urkundendruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sozialfonds . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Lohnverrechnungsaufwand . . . . . . . . . . . . Inserate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Abzeichen, Medaillen . . . . . . . . . . . . . . . . . Repräsentationsaufwand . . . . . . . . . . . . . . Dekoration . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Spenden und Trinkgelder . . . . . . . . . . . . . Sachversicherungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . Steuern, Gebühren, Versicherungen . . . . . Vers. Amtshaftpflicht . . . . . . . . . . . . . . . . . Wirtschaftsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . Beratungsaufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitgliedsbeitrag ZÖLJV . . . . . . . . . . . . . . Mitgliedsbeitrag ÖNB/Kärnten . . . . . . . . Mitgliedsbeiträge div. . . . . . . . . . . . . . . . . . Spesen des Geldverkehrs . . . . . . . . . . . . . . Jagdkarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Spesen bei Prüfungen . . . . . . . . . . . . . . . . Abschreibung von Forderungen ohne Ust Sonstiger betrieblicher Aufwand . . . . . . . Skontoertrag sonst. betriebl. Aufwand . . Subvention Schießstätten allgemein . . . . Kapitalertragssteuer (anrechenbar) . . . . .

Jagdkarten Jagdkartenabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Haftpflichtversicherungen . . . . . . . . . . . . Unfallversicherungen . . . . . . . . . . . . . . . . .

1.102,12 671,76 2.076,90 2.436,87 1.363,27 224,30 8.622,96 5.613,91 8.396,01 3.602,86 34.936,30 86.281,08 8.221,07 3.914,35 14.921,57 1.360,42 10.000,00 6.450,32 1.313,10 4.392,00 1.681,10 157,22 1.200,00 1.126,30 1.279,77 852,10 5.323,44 11.600,55 29.850,00 1.686,58 1.344,54 12.529,72 8.236,69 19.221,95 388,96 1.988,76 -2.065,08 25.000,00 11,35 426.888,49

157.337,56 90.787,50 48.420,00 296.545,06

Kurse, Seminare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jägerwallfahrt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Brauchtum, Veranstaltungen . . . . . . . . . . .

JAGDHUNDEWESEN Aufwendungen Prüfungsbeiträge/DAE . . . . . . . . . . . . . . . DAE/Subventionen (Jagdhundew.) . . . . . Ankauf- u. Impfsubvent. BHS . . . . . . . . .

Wildforschung Fonds der ZÖLJV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wilduntersuchungen . . . . . . . . . . . . . . . . .

8.673,84 3.500,00 11.503,25 23.677,09

Aufwendungen Versicherungen, Steuern, Spesen . . . . . . . Landesschießen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Österr. Jägerschaftsschießen . . . . . . . . . . . Disposition Schießreferent . . . . . . . . . . . .

Aus- und Fortbildung Druckkosten Skripten, and. Lernbehelfe Fortbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berufsjäger – Ausbildung/Exkursion . . . Jagdhornblasen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Chor der Kärntner Jägerschaft . . . . . . . . . Brauchtum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

6,20 2.275,62 3.340,37 4.442,25 10.064,44

JAGDRECHT UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Jagdrecht Rechtsberatung/Jagdgesetz . . . . . . . . . . . . Disz.Anwalt, Beisitzer, Disz.Senate . . . . . Wildwarnreflektoren, Wildwarnsysteme . Wildschadenverhütung . . . . . . . . . . . . . . .

Öffentlichkeitsarbeit Projekt Wald-Wild-Schule . . . . . . . . . . . . Fachliteratur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zeitungen und Zeitschriften . . . . . . . . . . . Printmedien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Messen und Ausstellungen . . . . . . . . . . . . Öffentliche Auftritte . . . . . . . . . . . . . . . . . . Internationale Jagdkonferenz . . . . . . . . . . Vollversammlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Konferenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . AGJSO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitteilungsblatt Werbeabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Porto Mitteilungsblatt . . . . . . . . . . . . . . . . Druckkosten Mitteilungsblatt . . . . . . . . .

5.185,58 467,15 41.165,33 37.079,90 83.897,96 9.435,72 110,80 2.147,15 11.160,00 752,64 2.633,00 100,00 8.390,86 8.977,92 837,10 44.545,19 3.978,86 35.940,51 84.383,22 124.302,59

MAGEREGGER STRASSE 175 - 179

26.029,20 223,21 26.252,41

Jägerhof Schloss Mageregg Instandhaltungen sonstige . . . . . . . . . . . . Betriebskosten 20 % . . . . . . . . . . . . . . . . . Betriebskosten 10 % . . . . . . . . . . . . . . . . . Wasser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Strom Jägerhof . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gas und Heizöl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Versicherungen, Gebühren u.a. Schloss . . Zinsen für Darlehen Hypo . . . . . . . . . . . . .

24.362,27 11.275,72 3.669,90 8,694,44 3.450,19 34.267,66

Landesgeschäftsstelle Reinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Instandhaltung Lds.Gesch.Stelle . . . . . . . Strom Verwaltungsgebäude . . . . . . . . . . . .

JAGDLICHE AUS- UND FORTBILDUNG

8.316,00 1.670,00 5.000,00 14.986,00

WAFFEN- UND SCHIESSWESEN

JAGDWIRTSCHAFT Aktionen – Projekte Aktion Wiedehopf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aktionen, Projekte div. . . . . . . . . . . . . . . . . Steinwildhegegemeinschaft . . . . . . . . . . .

1.453,91 6.176,09 572,48 93.922,66

2.015,40 1.442,36 544,36 1.130,15 1.437,20 23.848,15 3.094,72 56,78 33.569,12 2.247,42 811,98 3.693,75 6.753,15


FINANZGEBARUNG

Nr. 202/2012

WILDPARK Personalbereich Gehälter Wildpark . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dot. Rückst.n.kons.Urlaub Wildpark . . . . Dot. Abfertigungsrückst. Wildpark . . . . . . Gesetzlicher Sozialaufwand Wildpark . . Dienstgeberbeitrag Wildpark . . . . . . . . . .

Sachbereich Abschreib.geringw. Wirtschaftsgüter . . . . Instandhaltung Park . . . . . . . . . . . . . . . . . Futtermittel/Tierärztl. Betreuung . . . . . . .

28.239,50 -573,71 1.985,88 6.651,86 1.403,35 37.706,88 787,37 12.510,86 5.725,98 19.024,21

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Übrige Spesen Auslandsüberweisungen Buchwerte ausg. Sachanlagen (Verluste) .

Andere (freie) Rücklagen Zuführung freie Rücklagen IG . . . . . . . . .

22,00 606,78 628,78

85.000,00 85.000,00

Sonstiger Aufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kärntner Jagdaufseherverband (aus Jagdabg.) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . EDV-Aufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Drucksorten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Büromaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Druckkosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fachliteratur Verwaltung . . . . . . . . . . . . . . Aufsichtsjäger, Berufsjäger . . . . . . . . . . . . Haftpflichtversicherung Jagdgastkarten . Bankspesen und Bankzinsen BGSt. u. Verw. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Feldkirchen . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Hermagor . . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Klagenfurt . . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe St. Veit/Glan . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Spittal/Drau . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Villach . . . . . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Völkermarkt . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Wolfsberg . . . . . . . . . . . . . . Schießsubvention Bezirksgruppen . . . . . .

Andere (freie) Rücklagen Zuführung freie Rücklagen VW . . . . . . . .

Kärntner Jäger

548,27 12.000,00 688,75 1.732,75 4.072,74 8.213,77 2.786,24 6.078,90 7.888,00 7.487,55 4.656,33 3.510,04 2.630,90 3.546,92 16.028,25 5.563,76 3.508,67 4.450,68 2.127,83 342.382,88

15.000,00 15.000,00

VERWALTUNG Personalbereich Gehälter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 341.340,81 Mitarbeitervorsorgebeiträge Angestellte . 4.986,39 Gesetzlicher Sozialaufwand . . . . . . . . . . . 60.583,98 Dienstgeberbeitrag Verwaltung . . . . . . . . 15.360,38 422.271,56 Sachbereich Feste Gebühr an FA f. Gebühren . . . . . . . Instandhaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aus- und Fortbildung Verwaltung . . . . . . PKW-Aufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Weiterleitung Ktn. Landesregierung aus Vorjahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aufwandsentschädigung (gem. § 39/1) . . Betriebskosten Verwaltung . . . . . . . . . . . . Reisekosten Sekretäre Verwaltung . . . . . . Telefon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Porto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mietaufwand Bezirke . . . . . . . . . . . . . . . . . Miete Kopierer/and. Geräte BGSt. . . . . . .

49.171,20 8.811,75 2.340,00 4.075,75 975,93 85.121,92 9.816,68 2.778,31 12.659,55 24.366,66 29.392,12 15.352,66

WILDÖKOLOGISCHE RAUMPLANUNG Personalbereich Gehälter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitarbeitervorsorgebeiträge Angestellte . Gesetzlicher Sozialaufwand . . . . . . . . . . . Dienstgeberbeitrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Sachbereich EDV-Kosten (inkl. Wartung) . . . . . . . . . . . Reisekosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Telefon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wildökologische Raumplanung . . . . . . . .

61.599,58 942,48 13.139,32 2.771,96 78.453,34 184,23 1.514,58 465,18 1.176,99 3.340,98

Summe Ausgaben (Aufwendungen) . . . . . . . 2.396.219,98 Betriebsergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

30.340,22

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Kärntner Jäger

AUERWILD

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Lebensraum für das Auerwild Es sind die ersten wärmeren Frühlingstage, die Dämmerung beginnt mit Vogelgesang, die ersten Zugvögel kehren zurück. Dabei ist auch das „Brandnale“ (Hausrotschwanz), und, wenn dieses wieder da sei, so sagt man, falzt auch der Große Hahn. Doch in so manchen Revieren ist das Knappen und Schleifen des großen Waldhuhnes selten geworden und die Wege um ihn zu finden wurden weiter. Meist muss man höher hinaufsteigen, dorthin, wo die Wälder (vielleicht) noch etwas lichter sind. Ja, die Wälder sind dunkel geworden, und der stetig schmäler werdende Lebensraum unseres Auerwildes verschiebt sich, bis auf wenige Ausnahmen, zusehends nach oben. Um das Vorkommen des Auerwildes zu erhalten, besitzt die Rücksichtnahme auf den Lebensraum daher oberste Priorität. Das bedeutet einerseits, noch vorhandene Lebensräume zu sichern, und weiters alles daranzusetzen, ehemals besiedelte Lebensräume wieder für Auerwild tauglich zu machen. Im letzten Jahr wurde dahingehend eine erfolgreiche Veranstaltung durchgeführt und mehrere interessante Projekte betreut. Davon wird hier berichtet. Im Juli letzten Jahres wurde über die Bildungsplattform der Kärntner Jägerschaft ein Seminar mit dem Thema „Maßnahmen zur Förderung des Auerwildes“ abgehalten. Organisiert wurde diese Veranstaltung von der Bezirksgruppe

Rauteralm: gut aufgelichteter Bestand, belassen von einzelnen Fichten in Lärchenbeständen

Zirbenwald mit Fichte und Lärche, aufgelichtet durch Einzelstammentnahme und Beweidung. Auerwildlebensraum in der Tiroleralm

Spittal/Drau mit den Raufußhühner-Referenten Ing. Gerhard Müller und DI Dieter Berger unter wesentlicher Mithilfe von Jägern des Jagdvereines Nöring/Eisentratten, in deren Gebiet die Exkursion erfolgte. Den Erfolg der Veranstaltung zeigte allein schon die Teilnehmerzahl: rund 40 Anmeldungen wurden erwartet, gekommen sind über 80 interessierte Jägerinnen und Jäger, Waldeigentümer und Forstleute aber auch Behördenvertreter aus Forst und Jagd. Hervorzuheben ist die Anwesenheit der BFI Spittal/Drau (DI Sandrieser mit Förstern), da es auch ein Ziel darstellt, zukünftig im Forstbereich beratend tätige und interessierte Personen über die Ansprüche des Auerwildes zu informieren.

Die Veranstaltung wurde in zwei Teilen durchgeführt. Die Vormittagsstunden wurden mit Vorträgen zum Thema Auerwild und Lebensraum im Gemeindesaal in Eisentratten genutzt, anschließend wurden im Revier der GJ Nörung Flächen besichtigt – eine mit bereits durchgeführter Lebensraumverbesserung und zwei Flächen in Planung. Die Referate reichten von Anmerkungen zur aktuellen Situation des Auerwildes in Oberkärnten (Ofö. Gerhard Müller) bis zur Gesamtsicht für Kärnten (Thomas Huber), die Lebensraumsituation und Möglichkeiten zur Verbesserung wurden von Ofö. Helmut Fladenhofer und Dr. Eckart Senitza thematisiert; ergänzt wurde das Thema durch Hinweise von Ing. Josef Schnabl über Möglichkeiten der Förderung durch Öko-Maßnahmen und von DI Gert Sandrieser über die forstliche Situation im Bezirk Spittal/Drau, insbesondere nach den katastrophalen Windwürfen. Demnach ist der Bestand des Auerwildes, zwar regional unterschiedlich, doch insgesamt merklich rückläufig; besonders wichtig ist es, die regionalen Zusammenhänge von Vorkommen (z. B. Talschaften) zu sehen – wo befinden sich noch stabile Bestände, wo rückläufige – nicht zuletzt, um mit Lebensraumverbesserung darauf zu reagieren. Die Grundlage dafür


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bilden auch korrekte Zählungen (Müller und Huber). Erfahrungen mit der Lebensraumgestaltung für Auerwild aus der Forstverwaltung Meran in Stainz wurden von Ofö. Fladenhofer kundig erzählt und seien in Stichworten wiedergegeben: Schlüsselfaktor ist das Licht, Auerwild benötigt alte, lichte Wälder, aber auch bei den Durchforstungen kann man schon früh Lebensraum schaffen; zusammenräumen des Astmaterials (Frathaufen); wichtig ist, auf Ganzjahreslebensräume zu denken (Hahn-Henne-Küken); Randlinien schaffen, sowohl bei Durchforstungen als auch bei älteren Beständen; Heidelbeere fördern, Brutmöglichkeiten schaffen durch Verjüngung, Unterwuchs, Bestandesränder; Freistellen der Lärche im Bestand, Förderung von Laubholz; effektive Raubwildbejagung ist Teil der Bemühung um den Erhalt der Raufußhühner; Ofö. Fladenhofers Motto: „Man muss die Ansprüche des Auerwildes (er-) kennen, und sich in die Wildart hineinfühlen“. Dr. Eckart Senitza stellte das Auerwildprojekt Mallnitz vor. Hier wurde in den letzten Jahren sowohl im Nationalpark Hohe Tauern als auch außerhalb die Verbreitung des Auerwildes und die Nutzung der Lebensräume von fachkundigen Personen in Zusammenarbeit mit der Jägerschaft erhoben. Die gefundenen Nachweise von Auerwild lagen dabei im Höhenbereich von 1500 m bis 1900 m, bei HangneiDer Askari Jagd-Katalog 2012 ist da!

Exkursionsteilnehmer vor dem Werschitzkopf, einem zugewachsenen Weidewald.

gungen von 30 – 70 %; sie lagen zu 93 % in Waldbereichen mit Plenterwaldstrukturen, vornehmlich im Baum- und Altholz, immer jedoch waren es lückige, strukturierte und grenzlinienreiche Bestände; bei 48 % der Vorkommen waren Nutzungen vorhanden (Alm, Waldweide, Plenterung); die Schwerpunkte der Auerwildvorkommen lagen in 1 bis 3 km Distanz. Diese Erhebungen sollen dazu dienen, in geeigneten Gebieten die Lebensräume des Auerwildes zu erhalten bzw. zu verbessern. Die wesentlichen Kriterien dazu: Kronenschluss in Alt- und Baumhölzern niedrig halten (50-70 %); keine Barrieren durch Dickungen; keine strikte Wald-Weide-Trennung; Fratten bzw. Asthaufen legen nach Eingriffen; keine touristischen Neuerschließungen in wertvollen Gebieten; Im Bereich Kaponig/ Obervellach wurde im Sommer 2011 ein mehrere Hektar großer Bereich mittels Seilbahnbringung in Angriff genommen. Wichtig ist die Einbettung solcher Maßnahmen in verschiedene Förderprogramme (z. B. forstliche Förderung, Almrevitalisierung und Naturschutzplan Alm, Lebensraumprogramm Kärntner Jägerschaft, Waldumweltmaßnahmen …). Ing. Josef Schnabl wies nochmals auf die Möglichkeiten zur Förderung des Auerwildes durch die Kärntner Jägerschaft hin wie z.B. Entfernung von Unterwuchs, Einzelstammentnahme, anlegen von Flugschneißen oder die Verbringung von Astmaterial – Frattenle-

gen. Grundlage für die Förderung solcher Maßnahmen ist das Einvernehmen mit dem Grundbesitzer und eine Projektbegleitung. Nach ausführlicher Diskussion der Vorträge erfolgte die Fahrt zu den Projektflächen im Revier der GJ Nöring.

UM DEN WERSCHITZKOPF Das Gebiet um den Werschitzkopf im Revier der GJ Nöring bietet ein ideales Exkursionsgebiet, liegen hier doch drei Projektflächen in unmittelbarer Nähe zueinander. Davon wurde eine Fläche schon bearbeitet, zwei weitere waren in Planung und für die Exkursion als Anschauungsbeispiele Auerwild gerecht ausgezeigt. Die Flächen liegen in einer Höhe zwischen 1620 m und knapp 1800 m Seehöhe, der Bestand an Auerwild ist in diesem ehemaligen Kerngebiet stark zurückgegangen. Derzeit finden sich noch 2 – 3 Hahnen, auch Hennen

Bereits erfolgte Auflichtungen in der zweiten Vorhabensfläche. Verbindung der bestehenden Lücken und Flugschneisen zum Bestandesrand.


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Am Werschitzkopf. Zwischen Entfernen und Belassen. Teile der Rottenstrukturen sollten durchaus belassen werden.

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mit Gesperre werden noch beobachtet. Von den örtlichen (jungen) Jägern wurden zusammen mit den älteren Jägern die ehemaligen und aktuellen Hinweise auf Auerwild in eine Karte eingetragen. Die bereits bearbeitete, nach Nordost exponierte Fläche in der Größe von 3 ha weist ein FichtenLärchen-Altholz auf, vorher betrug der Kronenschlussgrad 80–100 %, Bodenvegetation war kaum vorhanden bis vergrast. Die mittelsteile Fläche wurde vom BFI Förster Franz Baier ausgezeigt und mittels Seilkran bearbeitet. Nach der Nutzung liegt der Kronenschlussgrad mosaikartig wechselnd bei 60-80 %, verbleibendes Astmaterial wurde kleinräumig zusammengeworfen. Damit wurde die Lebensraumeignung für Auerwild eindeutig verbessert und von diesem mittlerweile auch nachweislich angenommen. Von den beiden Vorhabensflächen liegt eine oberhalb einer Forststraße auf einem leicht bis mittel geneigten, nach Nordwesten orientierten Rücken, die zweite wird vom nahezu ebenen Werschitzkopf gebildet. Die erste Fläche besteht ebenfalls aus einem Fi-Lä-Altholz, der Kronenschlussgrad liegt hier bei 60-80 %; der Bestand ist wechselnd lückig mit auffallendem Totholzanteil; der Boden ist vielfach moosig, die Heidelbeere kommt spärlich und wird von Rotwild stark beäst. Auf dieser Fläche wurde vorgeschlagen – und mit den Teilnehmern diskutiert – den Bestand auf etwa 50-70 % Bestandesschluss aufzulichten, dabei gezielt die bestehenden Lücken auszunützen und zu verbinden; weiters am Bestandesrand Einflugschneisen zu

schaffen (ergibt auch höheren Randlinienanteil) und im Bestand Lärchen freizustellen; in der Diskussion wurde auch darauf hingewiesen, dass bei solch exponierten Rückensituationen (bei zu starker Freistellung) stets auch auf die Gefahr von Windwürfen zu achten ist. Auf dieser Fläche sollen im Laufe der nächsten Jahre insgesamt 5 ha bearbeitet werden. Ein völlig anderes Bild konnte den Exkursionsteilnehmern am Werschitzkopf gezeigt werden. Hier besteht die oft anzutreffende Situation eines mit Fichtenverjüngung zuwachsenden Lärchen-WeideWaldes; es sind noch viele Lichtungen und Lücken vorhanden, eine „Durchsichtigkeit“ ist jedoch nicht mehr gegeben, immer wieder bildet der Baumbewuchs mehr oder weniger dichte Rottenstrukturen. Die Heidelbeere ist auf den Freiflächen noch gut vorhanden, ihre Höhe bleibt jedoch aufgrund des starken Rotwildverbisses auf rd. 10 cm beschränkt. Vorgeschlagen wurde hier das gezielte Entfernen des FichtenUnterwuchses sowie das Auflichten der Rottenstrukturen; bestehende Lichtungen sollen verbunden werden, an den Rändern des Plateaus wären An-/Abflugschneisen zu schaffen; wichtig sollte auch sein, bestehende tief beastete Verjüngungskegel zu belassen, ebenfalls stark beastete Einzelbäume. Immer wieder sollten Lärchen auch beistehende Fichten als Deckung haben. Am Werschitzkopf beträgt die Maßnahmenfläche zur Verbesserung des Lebensraumes für Auerwild rd. 10 ha. Die Führung der Exkursion wurde von Helmut Fladenhofer, Thomas Huber und Franz Baier sowie den Eigentümern der Parzellen mit erklärenden Hinweisen begleitet. Den Abschluss dieses Tages bildete eine ausgiebige Jause bei der Hütte am Werschitzkopf, verbunden mit noch vielen Gesprächen zu den Eindrücken dieses Tages. Nochmals sei für die Unterstützung und Organisation allen Beteiligten herzlichst gedankt! Anmerkung: Die Vorhabensflächen bzw. Teile davon wurden mit den Eigentümern, welche übrigens beide auch Jäger in der GJ Nöring

sind, noch genauer ausgezeigt und in den folgenden Monaten die vorgeschlagenen Maßnahmen auch umgesetzt, am Werschitzkopf gut 7 ha und auf der weiteren Fläche knapp 2 ha; die Umsetzung ist perfekt gelungen und wurde von der Kärntner Jägerschaft auch entsprechend den Richtsätzen gefördert!

DIE RAUTERALM Die Rauteralm liegt auf einem Nordosthang in den Nockbergen bei Radenthein auf 1500 m Seehöhe. Die Waldflächen dieser Alm stellen einen charakteristischen, im Zuwachsen befindlichen FichtenLärchen-Weidewald dar; sie sind mehrschichtig aufgebaut, wobei Althölzer überwiegen, der Lärchenanteil liegt bei gut 30 %. Der Kronenschlussgrad ist stark wechselnd zwischen 60-100 %, immer wieder finden sich Lücken mit Beständen der Heidelbeere. Auerwild ist im Bereich der Rauteralm immer wieder anwesend, jedoch unbeständiger; bei den mehrfachen Begehungen wurden immer wieder Losung oder Federn gefunden, Hennen werden immer wieder gesichtet. Bergseitig der Rauteralm liegt noch ein gutes Auerwildvorkommen, welches mit der Rauteralm in Zusammenhang steht. Auf der Rauteralm wird aktuell ein Almrevitalisierungsprojekt durchgeführt, wobei Flächen gerodet, geschwendet und aufgelichtet werden und dabei auch reine Lärchweiden hergestellt werden sollen. Auf Initiative des HRL und Obmannes der örtlichen JG Zödl, Peter Kohlmeier, wurde die Fläche besichtigt und gemeinsam mit dem Grundbesitzer beraten, inwieweit zusätzliche Maßnahmen gesetzt werden können, die auch dem Auerwild zugute kommen. Die wesentliche Aufgabe bestand auf dieser Fläche darin, nicht lichte Lärchen-Reinbestände zu erhalten, sondern die Fichte auch als Deckungsbaumart in für den Almbauern akzeptablem Ausmaß (Futterfläche!) im Bestand zu belassen. Weiters sollen die bestehenden Lücken durch Auflichten verbunden werden, nicht zuletzt, um Flugschneisen zu schaffen, der Kronenschlussgrad der verbleibenden Bestände soll bei rd. 40 % liegen. Bei


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Auflichtung am Werschitz. Viel Arbeit bleibt für das Zusammenwerfen der Äste.

der Schwendung von Zwergstrauchbeständen ist das Gelände zu nützen, und auf Bulten und Erhebungen die Zwergsträucher (v.a. Heidelbeere) als Deckung zu belassen. Eine auf diese Maßnahmen abgestimmte Beratung und Auszeige erfolgte gemeinsam mit dem Grundbesitzer und in Abstimmung mit der Almwirtschaftsabteilung des Landes Kärnten. Von der Vorhabensfläche von rd. 4 ha wurden bisher gut 3 ha umgesetzt.

DIE TIROLERALM Die rund 20 ha große Tiroleralm liegt im Gebiet der Hochrindl auf mäßig bis mittel steilem Gelände auf einem nach Südwesten ausgerichteten Hang. Die Seehöhe beträgt gut 1700 m, neben den freien Almflächen bestehen die Waldbereiche aus Fichten-Lärchen-Zirbenbeständen, wobei die Zirbe deutlich vorherrscht. Die Bestände zeigen einen wechselnden Kronenschlussgrad von 60 – 100 %, verbunden mit mosaikartig vorhandenen Lücken und je nach Lichteinfall noch guten Heidelbeerbeständen. Die wesentliche Maßnahme auf diesen Flächen besteht darin, die zu dichten Bestände unter Einbeziehung der vorhandenen Lücken behutsam aufzulichten und das anfallende Astmaterial auf Haufen zu räumen oder zu entfernen. Vor allem für die Zirbe ist eine frühe Auflichtung bedeutsam, so können Ausfalläste vermieden und Wertholz erzeugt werden. Die in Teilbereichen vom Almbesitzer mit

großer Umsicht bereits umgesetzten Maßnahmen vereinigen so auf einer Fläche mehrere Interessen auf ideale Weise: die Erzeugung von Zirben-Wertholz, die Schaffung von Futterfläche für das Almvieh und die Schaffung von wertvollem Lebensraum für das Auerwild. Resümee: Ausgehend von der Tiroleralm, wo das Auerwild sich für die Berücksichtigung seiner Ansprüche mit vermehrter Anwesenheit „bedankt“ (was auch für die anderen Flächen gilt), sei nochmals an alle Grundbesitzer und beteiligten engagierten Jäger der vorgestellten Maßnahmenflächen für ihren Idealismus der Dank ausgesprochen, Flächen mit ein wenig Mehraufwand oder Verzicht auf die eine oder andere Nutzung für das Auerwild zu erhalten. Die Erhaltung dieses wunderbaren Hühnervogels sollte ein Grundanliegen der Jägerschaft sein, und nicht zuletzt wird die bestehende Bejagung des Auerhahnes vor allem damit argumentiert, dass damit das Interesse der Jäger an dieser Wildart erhalten bleibt und diese sich damit auch für die Lebensräume unserer Raufußhühner einsetzen. Im heurigen Jahr sind weitere Veranstaltungen in den Bezirken zur Information über die Möglichkeiten der Lebensraumverbesserung für unsere Raufußhühner geplant. DI Thomas Huber E-Mail: thomas.huber@amberg.at Tel.: 0664/9129485


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Informationen der Landesgeschäftsstelle

S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

I N F O R M AT I O N E N

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In Kärnten dürfen bejagt werden: Folgendes Wild darf nur während der angeführten Zeiträume (Jagdzeiten) bejagt werden und ist außerhalb derselben zu schonen: Rotwild*: Hirsche der Klassen I, II und III (ausgenommen Hirsche der Klasse III-einjährig-Schmalspießer) vom 16. 8. bis 31. 12. Schmalspießer und nichtführende Tiere vom 1. 6. bis 31. 12. führende Tiere und Rotwildkälber vom 1. 7. bis 31. 12. Damwild: vom 1. 8. bis 31. 12. Gamswild*: vom 1. 8. bis 31. 12. Muffelwild*: vom 1. 7. bis 31. 12. Rehwild*: Böcke der Klasse III vom 1. 5. bis 31. 10. Böcke der Klasse I und II vom 1. 6. bis 31. 10. nichtführende Geißen, nichttragende Geißen vom 1. 5. bis 31. 12. führende Geißen und Kitze vom 1. 8. bis 31. 12. Schwarzwild: führende Bachen vom 1. 8. bis 31. 1. Murmeltiere*: vom 1. 8. bis 15. 10.

Feldhasen und Alpen- oder Schneehasen: vom 1. 10. bis 31. 12. Dachse: vom 1. 6. bis 31. 1. Edelmarder vom 1. 11. bis 28. 2. Steinmarder: vom 1.7. bis 31.3. Große Wiesel (Hermelin): vom 1. 11. bis 31. 1. Iltisse: vom 1.7. bis 31.3. Auerhahnen***: ganzjährig geschont Birkhahnen***: ganzjährig geschont Haselhahnen: vom 16. 9. bis 15. 11. Rebhühner: vom 1. 10. bis 31. 10. Fasanhahnen: vom 16. 10. bis 31. 12. Stock-, Krick-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Knäkenten: vom 1. 9. bis 31. 12. Grau-, Saat- und Kanadagänse: vom 1. 9. bis 31. 1. Blässhühner: 21.9. bis 10.3. Waldschnepfen*: 11.9. bis 19.2. Ringeltauben: vom 1. 9. bis 31. 1. Türkentauben: vom 21. 10. bis 20. 2. Aaskrähen**: vom 1. 7. bis 15. 3. Eichelhäher**: vom 1. 7. bis 15. 3. Elstern**: vom 1. 7. bis 15. 3. Kolkraben**: vom 1. 7. bis 31. 1. Folgendes Wild darf während des ganzen Jahres bejagt werden:

Kampf dem Mähtod Jeden Frühling gelangen zahlreiche Rehkitze und anderes Jungwild in landwirtschaftliche Mähmaschinen. Landwirte und Jäger helft mit, Jungwild vor dem drohenden Mähtod zu retten. Folgende Maßnahmen haben sich bewährt: ◆ Wildretter benützen ◆ Für Rehe unangenehme Riechstoffe verwenden ◆ Vor der Mahd die Wiese mit dem Hund absuchen ◆ Die Wiese am Vorabend ausmähen ◆ Am Abend Wildscheuchen (Stangen mit Papier- oder Handelsdüngersäcken) aufstellen ◆ Vor dem Abmähen der letzten Wiesenflächen anhalten und sie genau nach sich drückendem Wild absuchen Sehr bewährt hat sich der „Infrarot-Wildretter“. Seine Handhabung ist einfach. Er lässt sich teleskopartig zu einer 6 m breiten Stange ausziehen, an der 10 Sensoren angebracht sind. Eine Person hängt sich das etwa 5 kg schwere Gerät über die Schultern und schreitet damit die Wiese ab. Hochentwickelte Sensoren erfassen die Infrarotstrahlung der Tiere, die sie aufgrund der Körperwärme abgeben. Die Jäger unter den Landwirten sollten beispielgebend sein und alles unternehmen, wann und wo es möglich ist, den Mähtod zu verhindern!

www.kaerntner-jaegerschaft.at

Schwarzwild (Keiler, nichtführende Bachen, Überläufer, Frischlinge), Wildkaninchen, Waschbären, Füchse und Marderhunde. Folgendes Wild ist während des ganzen Jahres zu schonen: Steinwild, Bär, Wolf, kleines Wiesel, Fischotter, Luchs, Wildkatze, Biber, Auerhenne, Birkhenne, Haselhenne, Alpenschneehuhn, Steinhuhn, Fasanhenne, Wachtel, Wacholderdrossel (Krammetsvogel), Graureiher, Haubentaucher, Bekassine, Wildenten, ausgenommen Stock-, Krick-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiherund Knäkenten, Wildgänse, ausgenommen Grau-, Saat- und Kanadagänse, Hohltauben, Turteltauben, Taggreifvögel und Eulen. * nur im Rahmen des Abschussplanes ** Ausnahmen von den Schonvorschriften; VO tritt am 16.7.2013 außer Kraft *** Ausnahme nur im Rahmen der von der Landesregierung erlassenen Bescheide

Sonne und Mond Die Angaben beziehen sich auf den Raum Villach, N 46°40’, O 13°50’. Im Lavanttal sind Aufund Untergang um 3 Minuten früher, in Heiligenblut um 2 Minuten später. Gesetzliche Jagdzeit = +/– 1 Stunde. Bitte sich darüber hinaus in den aktuellen Tageszeitungen zu informieren.

1. 8. 15. 22. 29. 6. 13. 20. 27. 3. 10.

Sonnen- Sonnen- Mond aufgang untergang 4. 6.42 19.32 6. 4. 쐠 4. 6.28 19.42 13. 4. 쐡 4. 6.15 19.51 21. 4. 첆 4. 6.03 20.01 29. 4. 쐟 4. 5.51 20.10 6. 5. 쐠 5. 5.40 20.19 12. 5. 쐡 5. 5.31 20.28 21. 5. 첆 5. 5.23 20.37 28. 5. 쐟 5. 5.16 20.44 4. 6. 쐠 6. 5.12 20.51 11. 6. 쐡 6. 5.09 20.56 19. 6. 첆


I N F O R M AT I O N E N

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Auer- und Birkwildzählung 2012 Als Zähltermine sind vorgesehen:

AUERWILD: Hauptzähltermin Samstag, 21. April Ersatztermin Samstag, 28. April

BIRKWILD: Hauptzähltermin Samstag, 5. Mai Ersatztermin Samstag, 12. Mai ◆ Die Zählung sollte am Hauptzähltermin durchgeführt werden. Der Ersatztermin ist eher als Ausweichtermin bei Schlechtwetter am ersten Termin zu sehen. ◆ Grundsätzlich ist es jedoch wichtig, dass vor dem eigentlichen Zähltermin die Hahnen schon bestätigt wurden. Ein einmaliges Aufsuchen von Balzplätzen oder Balzgebieten ist für eine erfolgreiche Zählung zu wenig, dazu braucht es eine gute Vorbereitung. Bitte um besonders behutsame Vorgehensweise um das Balzgeschehen durch die Zählaktivitäten nicht zu beeinflussen.

◆ Es werden alle Revierinhaber ersucht, die Anwesenheit von Birkoder Auerwild in ihren Revieren bekannt zu geben bzw. diese zu zählen. Auch Randvorkommen sind wichtig, und auch Reviere, welche keinen Hahn erlegen wollen, werden gebeten, ihre Vorkommen zu melden. Es ist wichtig, einen Gesamteindruck zum Stand des Vorkommens von Birk- und Auerwild zu bekommen! ◆ Die Zählung ist bei Vorkommen entlang von Reviergrenzen mit dem Reviernachbarn zeitlich abzustimmen um Doppelzählungen zu vermeiden. Diese Situationen treten aufgrund von topografischen Situationen und Verlauf der Reviergrenzen (Kuppenlagen, Grate) vor allem bei Birkwild auf. ◆ Der Anteil an Schneidern sollte beim Birkwild gesondert ausgewiesen werden (als Hinweis für die tatsächliche jährliche Überlebensrate). Schneider können an ihrem Verhalten (kaum balzend bzw. sin-

➜ Wichtig! Reviereinrichtungen und Wildschutzeinrichtungen überprüfen! Eine alljährliche Überprüfung der Reviereinrichtungen, insbesondere der Hochsitze, Kanzeln und andere Ansitzeinrichtungen auf ihre Funktionstüchtigkeit sollte für jeden Jäger eine Selbstverständlichkeit sein und ist eine unabdingbare Notwendigkeit. Für allfällige Reparaturen ist jetzt die Zeit. Beim Bau und Betrieb von Ansitzeinrichtungen sind die Unfallverhütungsvorschriften zu beachten und einzuhalten. In den letzten Jahren ereigneten sich in Kärnten mehrere Jagdunfälle, bei denen Jäger schwer verletzt wurden oder Folgeschäden davontrugen. Besonders hingewiesen wird auch auf die erforderliche Einhaltung der Bestimmungen des Kärntner Naturschutzgesetzes (Siehe Beitrag im Kärntner Jäger Nr. 201 vom Februar 2012).

Auch Wildschutzeinrichtungen überprüfen! Es liegt im Interesse des Autofahrers und Jägers, Wildunfälle auf ein Minimum zu reduzieren. 2008 wurde in einem Übereinkommen zwischen dem Land Kärnten und der Kärntner Jägerschaft die Anschaffung und Wartung der Wildwarneinrichtungen neu geregelt. Um eine maximale Wirkung der Wildschutzeinrichtungen zu erzielen, ist eine regelmäßige Wartung und Reinigung der Wildwarnreflektoren durch den Jäger (Jagdausübungsberechtigten) notwendig. Durch die Schneeräumung und andere Ursachen sind zahlreiche Reflektoren ausgefallen, die jetzt dringend instandgesetzt oder erneuert werden müssen.

gend), an ihrer Körperstatur (noch nicht voll ausgewachsen) und ihrer Färbung erkannt werden. ◆ Die Richtigkeit der Zählung ist von einem Jagdschutzorgan zu bestätigen. ◆ Zählformulare finden Sie auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft und liegen in den Bezirksgeschäftsstellen auf. ◆ Sich mit dem Vorkommen von Birk- und Auerwild im Revier zu befassen, sollte als lohnende Aufgabe im Frühjahr gesehen werden und ein wesentlicher Bestandteil des Jagdjahres sein. Eine möglichst lückenlose Erhebung der Bestände dient nicht nur einer nachhaltigen Bejagung (dort wo es die Bestände erlauben), sondern letztlich einzig und allein den faszinierenden Hühnervögeln selbst, da damit Entwicklungen erkannt und gezielte Maßnahmen z.B. zur Verbesserung der Lebensräume gesetzt werden können! DI Thomas Huber & Mag. Gerald Muralt

HR 206058 (Sachsenburg) – WAHLAUSSCHREIBUNG Der Hegeringleiter-Stv. und gleichzeitig auch Delegierte zum Bezirksjägertag des Hegeringes Sachsenburg (206058), Waldemar Burgstaller, ist nach kurzer schwerer Krankheit im Februar 2012 verstorben. Die damit notwendige Neuwahl des Hegeringleiter-Stellvertreters und des Delegierten zum Bezirksjägertag findet anlässlich der ao. Hegeringversammlung am Freitag, dem 11. Mai 2012, um 19 Uhr, im Gasthof Lampersberger, in Sachsenburg, statt. Die wahlberechtigten Mitglieder des Hegeringes Sachsenburg werden gesondert rechtzeitig und schriftlich zu dieser ao. Hegeringversammlung eingeladen. Wahlvorschläge müssen bis zum Ablauf des achten Tages vor dem Wahltermin beim Hegeringleiter eingebracht werden.

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TERMINE

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WICHTIGE TERMINE 2012 ◆ Gamswilddiskussionsabend: Mittwoch, 25. April, 19 Uhr, Gasthaus Kuchlerwirt, Treffen bei Villach (siehe Einladung unten). ◆ Seminar Blattjagd: Freitag, 27. April, 19.30 Uhr, Jägerhof Mageregg, mit Klaus Weisskirchen (siehe Einladung rechts). ◆ Landesjägertag: Samstag, 12. Mai, 9 Uhr, Wolfsberg.

EINLADUNG

EINLADUNG Der Rehwildausschuss lädt zum Der Jagdbezirk Villach veranstaltet einen

JagdhornbläserSchnupperkurs

Gamswilddiskussionsabend am 25. April, um 19 Uhr, im GH Kuchlerwirt in Treffen bei Villach ein Der Gamswildreferent Ing. Franz Koschuttnigg und der Wildbiologe der Kärntner Jägerschaft Mag. Gerald Muralt informieren und diskutieren über Aktuelles vom Gamswild in Kärnten. Alle interessierten Jäger und Jägerinnen sind dazu herzlich eingeladen.

Klaus Weisskirchen als erfahrener Lockjäger und Lockinstrumentenbauer wird in spannender Weise aus der Fülle seiner Erfahrung die Lockjagd, und hier im Speziellen die Blattjagd, vermitteln. Anmeldungen in der Landesgeschäftsstelle sind erbeten (begrenztes Platzangebot)!

JAGDBEZIRK HERMAGOR

Einladung Für den im Vorjahr verstorbenen Ofö. Ing. Matthias W i e s e r wird als Dank für seine jahrzehntelange Jungjägerausbildung in einer kleinen Feier ein Gedenkstein unter Mitwirkung der Jagdhornbläsergruppe Poludnig enthüllt. Treffpunkt am Samstag, 21. April, um 17 Uhr, bei der Kapelle in Grünburg (ca. 200 m nach dem Gh. Franz in Möschach). Anschließend gemütliches Beisammensein. Für Speise und Trank ist gesorgt. Bei ausgesprochenem Schlechtwetter wird die Feier auf Freitag, 27. April, verschoben. Das Komitee

Termine Jägerinnen-Stammtisch 2012 Mi., 13. Juni:

Mi., 19. September:

KÄRNTNER JÄGERSCHAFT UND LANDESGESCHÄFTSSTELLE IMMER FÜR SIE DA!

Freitag, 27. April, um 19:30 Uhr, im Jägerhof Schloss Mageregg

am Mittwoch, 2. Mai um 18 Uhr in der Bezirksgeschäftsstelle Villach Anmeldungen in der Bezirksgeschäftsstelle bei Marion Raspotnig Dorfstraße 37, 9520 Sattendorf, Tel.: 04248/29666, bjmvil@aon.at Auch interessierte Teilnehmer aus anderen Bezirken sind herzlich eingeladen!

Der Bezirksjägermeister von Villach lädt zum

Blattjagdseminar ein.

Mi., 17. Oktober: Sa., 1. Dezember:

Wie zeitgemäß und brauchbar ist die Fallenjagd? Vortragender: Benno Kraut Jägerhof Schloss Mageregg, 19 Uhr Hochsitzbau Leitung: Gerald Eberl, Wildpark Mageregg, 14 Uhr Schrotschussseminar Schießstätte Blintendorf bei St. Veit/Glan, 16 Uhr Traditioneller Weihnachtsbrunch Salzamt Klagenfurt, 9:30 Uhr

Jäger, schafft Äsung und Deckung für das Wild! Die Kulturlandschaft wird heute von intensiven land- und forstwirtschaftlichen Nutzungen geprägt. Angesichts der ständigen negativen Einflüsse auf die Lebensräume und die Verschlechterung des Äsungsangebotes für unser Wild geht der dringende Appell an alle Jagdausübungsberechtigten und Jäger, vermehrt Wildäcker anzulegen. Die bereits bewährte Wildackermischung wird auch heuer wieder als Aktion angeboten. Das Saatgut ist ab sofort in allen Lagerhäusern in Kärnten erhältlich. Der Inhalt eines Sackes (5 kg) reicht für eine Fläche von rund

1000 m2 und wird kärntenweit einheitlich zum Preis von € 12,– abgegeben. Die Saatgutmischung setzt sich wie folgt zusammen: Buchweizen 22 %, Saathafer 20 %, Saathirse 20 %, Sommerwicke 13 %, Saaterbse 13 %, Winterraps 4 %, Markstammkohl 2 %, Esparsette 6 %. Die Einsaat kann bis Ende Mai erfolgen. Wie allgemein im Ackerbau, ist auch bei der Anlage von Wildäckern eine entsprechende Bodenbearbeitung und Düngung für ein befriedigendes Wachstum Voraussetzung. Um den Ertrag zu erhöhen, wird bald nach Aufgehen

der Saat eine Düngung mit Vollkorn empfohlen. Durch eine Bodenuntersuchung, welche von der Düngerberatungsstelle der Kammer für Land- und Forstwirtschaft in Kärnten durchgeführt wird, kann die Düngung entsprechend angepasst werden. Nochmals wird daran erinnert, dass das Saaatgut in den Lagerhäusern und nicht bei der Landesgeschäftsstelle in Mageregg erhältlich ist. Jäger, nützt jede Gelegenheit zur Schaffung und Verbesserung von Äsung und Deckung für das Wild!


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Kärntner Jäger

Nächte des Fuchses in Kärnten Der letzte Winter war zwar nicht von weißer Pracht erfüllt und nicht jeder Vollmond konnte genutzt werden, dennoch ist die Begeisterung dieser interessanten Jagdart auf das Raubwild, und hier im Speziellen auf den Fuchs, weiterhin wachsend. Es ist mit Freude ein Trend zu beobachten, wonach viele Jägerinnen und Jäger sich in kalten Nächten ins Revier begeben, um auf Fuchs & Co zu Weidwerken. Wie wir aber alle wissen, sind es nicht die Nächte alleine, die dem Raubwildjäger Beharrungsvermögen abverlangen. Es sind auch die vielen Stunden und Mühen der Vorbereitung, die ganzjährige Beobachtung und Betreuung der Luderplätze, die den Erfolg kennzeichnen. Daher sei allen Organisatoren, Funktionären und Initiatoren zu den Nächten des Fuchses ein Dank ausgesprochen, dass sie im Sinne eine wertvollen Niederwildhege die Nächte des Fuchses zur Tradition entwickeln. Es sind, wie alle Jahre, eine Reihe von Berichten über die Erfolge bei den diversen Veranstaltungen zu den Nächten der Füchse zugetragen worden. Stellvertretend sollen ein paar Berichte veröffentlicht werden, um schon jetzt die Freude auf den nächsten Winter zu wecken.

HEGERING WOLFSBERG-WEST Wie alle Jahre, wurde auch heuer wieder die Raubwildbejagung im Hegering Wolfsberg-West durchgeführt. Die Streckenlegung fand am 20. Jänner bei der Hubertuskapelle am Reiterhof Stückler in St. Margarethen statt. Neben einer großen Anzahl an Jägern und Gästen, konnte Hegeringleiter Walter Vallant auch den BJM Ing. Walter Theuermann begrüßen. Trotz der, für diese Jagdart nicht günstigen Wetterlage (Nebeltage und Schneemangel), wurden 32 Füchse, 15 Marder, 7 Iltisse und 1 Dachs zur Strecke gelegt. Musikalisch umrahmt wurde die dem jagdlichen Brauchtum entsprechende Veranstaltung von einer Abordnung der Wolfsberger Jagdhornbläsergruppe. Einen gemütlichen Abschluss fand der Abend beim Schüsseltrieb mit Speis und Trank im Reiterhof.

HEGERING WERNBERG-VELDEN (BEZIRKSSTRECKENLEGUNG) Widrige Wetterverhältnisse waren nicht nur Begleiter bei den Nächten des Fuchses, sondern auch ein besonderes Hindernis bei der Streckenlegung in Köstenberg am

Fuchsstrecke des Hegeringes Wolfsberg-West

4. Februar. Anhaltend dichte Schneefälle an diesem Tag haben doch verhindert, dass so mancher Jäger mit seiner Beute, oder interessierter Besucher, die Anreise auf die Hochlage von Köstenberg auf sich genommen hat. So wurde die, eigentlich als Bezirksstreckenlegung geplante Veranstaltung schlussendlich vorwiegend von und mit Mitgliedern des Hegeringes Wernberg-Velden gestaltet. Umso beachtenswerter ist daher auch die Strecke. Mit 85 Füchse, 2 Dachsen, 31 Mardern und einem Iltis ist wahrscheinlich ein kärntenweites Spitzenergebnis gelegt worden. Dem anwesenden Niederwildreferenten Walter Keber war daher in Anbetracht der schlechten Niederwildsituation eine besondere Freude beim Anblick der Strecke anzumerken. Wie für den Hegeringleiter Peter Keuschnig üblich, hat er eine brauchtumsgerechte, würdige Veranstaltung abgehalten. Umrahmt von den Sängern, die für diese Veranstaltung den sinnlichen Namen „Die Fuchseisenen“ tragen, und zu den Klängen der Jagdhornbläsergruppe Landskron konnte im Rahmen der Streckenle-

Text & Foto: HRL Walter Vallant

Eine Jungjägerin wird zur Raubwildjägerin geschlagen

gung auch noch ein besonderes Ereignis gefeiert werden. Eine charmante Jungjägerin, die von einem erfahrenen Raubwildjäger angeführt wurde, ist anlässlich der Erlegung ihres ersten Marders, bei einer der vorangegangenen Fuchsnächte, vom Niederwildreferenten und HRL zur Raubwildjägerin geschlagen worden. So konnte wieder einmal das ungünstige Wetter der guten Laune und dem gemütlichen Ausklang nichts anhaben.

Fuchsstrecke des Hegeringes Villach

Text & Foto: BJM-Stv. Ing. Wolfgang Oswald

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S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

Berichte Berichte

FÜCHSE


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FÜCHSE

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HEGERING BERG-DELLACH Am 10. Feber fand in Berg im Drautal die diesjährige Raubwildstreckenlegung des Hegeringes Dellach-Berg statt. Der zuständige Hegeringleiter Ing. Wolfgang Erlacher meldete dem Talschaftsreferenten Ing. Josef Rainer eine Strecke von insgesamt 26 Füchsen, 4 Mardern und einem Iltis. Die beiden erfolgreichsten

Fuchsstrecke des Hegeringes Friesach

Raubwildjäger des Hegeringes, Gerald Winkler und Alois Fritzer, wurden mit einer Hutanstecknadel für ihre Mühe und ihren großen Jagderfolg belohnt. Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Jagdhornbläsergruppe Dellach im Drautal, die nach einer vierjährigen Schaffenspause nun wieder aktiv das jagdliche Brauchtum mitgestalten wird.

Text & Foto: Fritz Bergner

HEGERINGE FRIESACH UND ST. SALVATOR Feierlich umrahmten die Jagdhornbläser die Streckenlegung der diesjährigen Nacht des Fuchses der Hegeringe Friesach und St. Salvator am 9. Februar im Kulturhaus Ingolsthal. Hegeringleiter Reinhold Neuwirther konnte dabei die ansehnliche Strecke von 17 Füchsen und einem Iltis vermelden.

Fuchsstrecke des Hegeringes Berg-Dellach

Text & Foto: Ing. Wolfgang Erlacher


BERICHTE

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Chor der Kärntner Jägerschaft begeisterte Niederösterreich Am 26. Jänner lud der Niederösterreichische Landesjagdverband zum 12. Jagdhornkonzert nach St. Pölten ein. Der große Saal des Festspielhauses war mit 1400 Besuchern restlos ausverkauft. Der Chor der Kärntner Jägerschaft, Leitung RR Ing. Horst Moser, erhielt die ehrenvolle Einladung für einen Auftritt. Zunächst präsentierten 6 niederösterreichische Jagdhornbläsergruppen (First Pless und Parforce), alle Preisträger beim vorjährigen Jagdhornbläserwettbewerb, einen Querschnitt der Jagdhornmusik. Im zweiten Teil begeisterte der Chor der Kärntner Jägerschaft mit zahlreichen Jagdliedern. Höhepunkt war der gemeinsame Auftritt der Jagdhornbläser und Sänger mit Melodien aus der Oper der „Freischütz“ mit Flügelhorn- und Tenorhornbegleitung.

Der Jagdreferent der NÖ. Landesregierung, LR Stephan Pernkopf, und NÖ. LJM Dr. Christian Konrad sprachen Grußworte und dankten den Sängern und Bläsern für ihren Einsatz im Rahmen des Jagdverbandes und des jagdlichen Brauchtums. Der Obmann des Jägerchores, Dr. Franz Ferstner, dankte für die Einladung und sagte, dass es für die Sänger aus Kärnten eine große Ehre und Auszeichnung ist, vor so einer prächtigen Kulisse singen zu dürfen und überreichte den Funktionären ein Erinnerungspräsent. Die Programmgestaltung und musikalische Leitung dieser Veranstaltung lag in bewährten Händen von Landeshornmeister Prof. Franz Stättner, der auch in Kärnten einen klingenden Namen hat. LJM DI Dr. Gorton und LJMStv. Josef Monz

waren Gäste dieses Konzertes und wurden besonders begrüßt. Nach der Veranstaltung sang der Jägerchor im Foyer des Festspielhauses noch zahlreiche Jagd- und Kärntnerlieder aus seinem reichen Repertoire und seine CDs fanden reißenden Absatz! Walter Kulterer

Der Jägerchor begeisterte das Publikum und erntete großen Beifall Foto: W. Kulterer

Jägerchor: Rückblick auf ein erfolgreiches Sängerjahr Am 29. Februar hielt der Chor der Kärntner Jägerschaft im Jägerhof Mageregg seine ordentliche Jahreshauptversammlung ab. Obmann Dr. Ferstner begrüßte nahezu alle Sänger, ganz besonders den Bundesobmann des Sängerbundes, HR Mag. Obmann, Ehrenobmann ÖR Puck und Chorleiter Ing. Moser. Nach der Genehmigung des Protokolls 2011, erstattete der Obmann einen umfassenden Tätigkeitsbericht über das abgelaufene Sängerjahr. Höhepunkte waren die Auftritte beim Landesjägertag in Griffen, die 3Länder-Wallfahrt in Osttirol und die Zeugnisverteilung an die Jungjägerkandidaten in Mageregg, weiters die Teilnahme an Konzerten in Hörzendorf, Maria Saal, Zweinitz, im Klagenfurter Konzerthaus ( für Licht ins Dunkel) und im Festspielhaus in St. Pölten (NÖ). Er berichtete weiters, dass dem Chor derzeit 39 Sänger angehören, die alle aktive Jäger sind. Abschließend dankte Dr. Ferstner allen Sängern für ihren unermüdlichen Einsatz für die Jagdkultur und den Jagdgesang und ganz besonders der Kärntner Jägerschaft für die stete wohlwollende Unterstützung. Im Anschluss informierte Chor-

leiter Ing. Moser über die Aktivitäten und Veranstaltungen 2012, das wieder mit zahlreichen Auftritten und Konzerten ausgefüllt ist. Höhepunkt wird ein Auftritt auf der Burgruine Finkenstein sein. Das Probenwochenende auf der Saualm hat die Sänger routinierter gemacht und soll heuer wiederholt werden. In der Folge erstatteten M. Palfy für den verhinderten Schriftführer Mag. Petritsch und Kassier Josef Mikel ihre Berichte. Auf Antrag wurde dem Vorstand einstimmig die Entlastung erteilt. Obmann-Stv. Ferdinand Kinzel hat im Berichtsjahr mit Abstand die meisten CDs für den Jägerchor verkauft, hiefür wurde ihm mit Applaus gedankt.

NEUWAHL Bei der anschließenden Neuwahl, die Ehrenobmann ÖR Puck leitete, wurden alle Ämterführer einstimmig per Akklamation in ihren Funktionen bestätigt.

EHRUNGEN Im Anschluss sprach der Bundesobmann des Sängerbundes, HR Mag. Herbert Obmann, Grußund Dankesworte und sagte, dass

Jägerchöre in Österreich eine Rarität sind, dass aber der Chor der Kärntner Jägerschaft weit über Kärnten hinaus einen klingenden Namen hat. Er dankte allen für ihren jahrzehntelangen Einsatz für Heimat und Lied und zeichnete alle Sänger je nach zeitlicher Zugehörigkeit zum Sängerbund mit den Ehrenzeichen in Bronze, Silber, Gold oder Eisen aus. Überdies wurden für besondere Leistungen und für langjährige Funktionstätigkeit im Jägerchor Dr. Franz Ferstner, Siegfried Katschnig, RR Ing. Horst Moser und Miklòs Pálfy mit einer Urkunde geehrt. Walter Kulterer

Der wieder gewählte Vorstand: Raimund Gunzer, Walter Sereinig, Josef Mikel, RR Ing. Horst Moser, Bundesobmann des Sängerbundes Mag. Herbert Obmann, Dr. Franz Ferstner, Miklòs Pálfy und Ferdinand Kinzel (v.r.n.l.) Foto: W. Kulterer


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WERBUNG

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Delikatessen vom heimischen Wildbret Die Qualität und Bedeutung von heimischem Wildbret wird oft nicht hoch genug gehalten. Wir Jäger führen durch unser Handwerk dem Konsumenten ein edles Lebensmittel zu, dessen Wert für den Verbraucher leider viel zu wenig beworben wird. Umso wichtiger ist es, dass sich Nischen bil-

den, die darin eine Chance sehen und aus der Ernte unserer Jagd etwas Wertvolles machen. Die beiden Jungunternehmer, Christian Telsnig & Walter Moser vermarkten seit 2010 erlesene Wildspezialitäten vom heimisch, freilebenden Wild der Kärntner Nockberge und haben in Klagenfurt, Eiskellerstraße 3, ein neues Geschäft

eröffnet. Der Bergwild-Shop (www.bergwild.at) positioniert sich als Fachgeschäft für Delikatessen vom Wild und vertreibt hier vom Hirschedelschinken, Hirschsalami bis hin zum Gamshartwürstl alles was das Genießerherz höher schlagen lässt. Ab Mai bietet Bergwild zusätzlich ein erlesenes Angebot an Wildfrischfleisch.

Schutz vor Wildschäden in der Praxis ZUM SOMMERVERBISS:

ZUM WINTERVERBISS:

Ausbringen von Trico® mit Rückenspritzen und Kegelstrahldüsen. Das gebrauchsfertige, weiße Trico® wirkt auf Geruchs- und Geschmacksbasis. (Aufwandmenge ca. 4 l für 1000 Pflanzen). Ein besonders positiver Nebeneffekt ist die Reduzierung von Fegeschäden durch Trico®.

Auftragen von Trico oder Trico S (Streichmittel). Das Streichmittel Trico® S (Wirkung ebenfalls durch Geruch, Geschmack und zusätzlich mechanisch) ist gebrauchsfertig und wird in handlichen 5-kg-Kübeln angeboten. Auftragen mittels Handschuh auf den Terminaltrieb (Aufwandmenge ab 2 kg für 1000 Pflanzen).

ZU SCHÄLSCHÄDEN: Ausbringung von Wipox-Spritzmittel gegen Sommer- und Winterschälung an Laub- und Nadelhölzern. Wipox ist gebrauchsfertig und wird in Äserhöhe rund um den Stamm (Behandlungsfläche ca. 1 m²) aufgespritzt. Mit einem 10-lKanister behandeln Sie je nach Stammdurchmesser rund 60 – 100 Stämme. Eine Wiederholung der

Anwendung erfolgt in Abhängigkeit des Wilddrucks in einigen Jahren. (Pfl.Reg.Nr.: Trico 2787; Trico S 2936; Wipox 2846) Anfragen bitte an: Dipl.-Ing. Peter Göldner, 8863 Predlitz-Turrach 171, Mobil: 0664/4454742; goeldner@oekogold.at


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BERICHTE

Besenderter Wolf zog durch Kärnten In Kärnten haben wir mit Bär und Luchs längst konfliktfrei leben gelernt. Nunmehr wechseln immer häufiger auch Wölfe in Kärnten und Österreich ein, die aus Kolonien der Karpaten, Slowenien/Kroatien oder der Schweiz/Italien stammen. Am 28. Dezember 2011 ist der mit einem Peilsender versehene, etwa 3-jährige Wolfsrüde „Slavko“ bei Bad Eisenkappel von Slowenien nach Kärnten eingewandert. Er wurde einige Zeit davor im Triestiner Hinterland gefangen und mit einem Sender ausgestattet, womit seine Wanderschaft genau weiter verfolgt werden kann. Anfang Jänner 2012 tauchte er bei Maria Rain auf, wechselte östlich von Klagenfurt und westlich von Grafenstein und Poggersdorf (Rehriss gefunden), wo er die eingezäunte Autobahn passierte. In der Folge wanderte er östlich des Längsees, querte bei Straßburg das Gurktal, am 8. Jänner abends bei Metnitz das Metnitztal und erreichte auf der Frauenalpe die Steiermark. Dort

Die rote Linie skizziert die Wanderbewegung (aus „Anblick“ 3/2012) des Wolfes

zog er das Murtal aufwärts in den salzburgischen Lungau und betrat in der Nacht zum 17. Jänner am Katschberg wieder Kärntner Boden. Über das Maltatal (2600 m Seehöhe) wechselte er weiter über den Iselsberg Richtung Lienz und Sillian, wo er am 4. Februar die Grenze nach Südtirol überschritt. Über das Pustatal und Gardental erreichte er schließlich die Provinz Belluno. Walter Kulterer

Jagaschifoahn auf dem Falkert Bei prächtigem Wetter fand am 4. März das Jagaschifoahn des Wiedweger Jagdvereines auf dem Falkert statt. 15 Mannschaften und einige Einzelteilnehmer bewältigten den Riesentorlauf mit Hindernissen in 2 Durchgängen, wobei die Einzelwertung als Differenz der beiden Fahrten den Sieger ergab und bei den Mannschaften die gesamte Fahrzeit gewertet wurde. Eine Damenklasse und fünf Herrenklassen kamen in die Wertung. Die Dame mit dem geringsten Abstand zwischen den beiden Durchgängen war Katja Zwatz aus Gne-

sau und bei den Herren war dies Manfred Gellan aus Patergassen. Die Mannschaftswertung und der Wanderpokal, gespendet von BJM. Ewald Pertl, ging an die Gruppe „Schützenverein Kremsbrücke“ mit Günter Baier, Peter Ramsbacher, Herbert Pirker und Richard Genser. Kameradschaftlich wurde noch lange über die vergebenen 100stel Sekunden und über so manchen verfehlten Schuss diskutiert. Der Veranstalter dankt für die Teilnahme und wird im nächsten Jahr sicher wieder ein Rennen durchführen. Heinz Hofer

Die glücklichen Sieger vom Jagaschifoahn


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BERICHTE

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40 Jahre Jagdgesellschaft Deutsch Griffen Am 19. November 2011 beging die Jagdgesellschaft Deutsch Griffen im Rahmen der traditionellen Hubertusjagd ihr 40-Jahr-Bestandsjubiläum. Bereits am frühen Morgen fanden sich die Mitglieder des Vereins sowie eine große Anzahl befreundeter Jagdkameraden aus der Nachbarschaft in der ehrwürdigen Wehrkirche von Deutsch Griffen ein, um in der von GR Otto Gritsch gehaltenen Messe, zu Ehren des heiligen St. Hubertus und im Gedenken an alle verstorbenen Mitglieder der Jagdgesellschaft, Andacht zu halten. Nach einer Stärkung im Kultursaal erfolgte die gewohnte Riegeljagd, die das Gebiet von der sog.

LJM DI Dr. Ferdinand Gorton umgeben von Mitgliedern der traditionsreichen Jagdgesellschaft Deutsch Griffen

„Haidner-Höhe“ bis zum darunter liegenden Talschluss unserer Heimatgemeinde umfasste. Wunderbares spätherbstliches Wetter und so manche erhebende Anblicke und auch ein jagdliches Erntedank für den einen oder anderen Schützen machten den Jagdtag letztendlich zu einem unvergesslichen Ereignis. Den Höhepunkt des Tages stellte der Festakt dieser Jubiläumsveranstaltung dar. Obmann Helmut Laßnig konnte dazu viele Ehrengäste, unter ihnen LJM DI Dr. Ferdinand Gorton, BR Franz Pirolt, LR Dr. Josef Martinz, BGM Johann Prodinger, HRL Gottfried Gradenegger, zahlreiche Gemeindemandatare,

Jägerschaftsfunktionäre der Umgebung sowie viele Jagdnachbarn, willkommen heißen. In einem beeindruckenden Rückblick stellte der Obmann wesentliche Eckpunkte und besondere Ereignisse der vergangenen vier Jahrzehnte vor. Über die Gründungsjahre unter ihrem wortgewaltigen Obmann Ernst Hochsteiner, zur Gründung bzw. Auswilderung einer eigenen Muffelwildkolonie in den 1980er Jahren bis zu den dramatischen Veränderungen, die die Sturmkatastrophe im Jahr 2008 für unser Revier brachte, spannte sich der ereignisreiche Bericht über die Vergangenheit. Die Ehrung von Gründungsmitgliedern und verdienten Funktionären in Anwesenheit der Ehrengäste, war ein weiterer Höhepunkt des Festaktes. Für eine würdige Umrahmung der Veranstaltung zeichneten die Jagdhornbläsergruppe Deutsch Griffen unter Hornmeister Arno Laßnig, sowie die Sängerrunde Deutsch Griffen unter Chorleiter Seppi Laßnig verantwortlich. Den Abschluss des Jagdtages bildete eine feierliche Streckenlegung, in deren Folge diese gelungene Jubiläumsveranstaltung ihren Ausklang fand. Helmut Laßnig


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Achtung – Gifttiere in Kärnten! Beim Jägerinnen-Stammtisch, organisiert von Brauchtumsreferentin Claudia Haider, erläuterte Helga Happ die Gefahren durch Spinnen und Reptilien wie sie uns Jäger ja immer in unseren Revieren begegnen können.

GEFAHREN DURCH REPTILIEN UND SPINNENTIERE Gefahren, die von Reptilien und Spinnentieren ausgehen, können uns alle betreffen, da gerade wir Jäger uns oft in unübersichtlichem Gelände bewegen. Es gibt Gifttiere, die in Kärnten heimisch sind, mit ihnen haben wir zu leben gelernt. Es handelt sich dabei um Giftschlangen, Giftspinnen und Skorpione, deren Bisse bzw. Stiche nicht lebensgefährlich sind. Unfälle kommen selten vor und daher verhalten wir uns meist so, als ob es in Kärnten keine gefährlichen Tiere gäbe. Durch den Klimawandel, durch Importe, aber auch durch diverse Hobbies gelangen immer häufiger gefährliche und giftige Tiere zu uns. Bei den Spinnen handelt es sich zum Beispiel bei der Schwarzen Witwe Latrodectus tredecimguttatus um einen gefährlichen Einwanderer, der seit einigen Jahren in Kärnten nachgewiesen ist. Auch eine nahe Verwandte der Schwarzen Witwe, die Falsche Schwarze Witwe Steatoda payculliana, lebt unbemerkt in Maus- und Grillenlöchern auf den Böschungen in unseren Gärten. Die Folgen eines Bisses sind schmerzhaft und nicht ungefährlich. Beißt uns dagegen die heimische Grüne Dornfingerspinne Cheiracantus punctorium, so geschieht außer einer Schwellung und einigen (erträglichen) Schmerzen nichts Schlimmeres. Mit Obstimporten immer wieder eingeschleppt wird die Kammoder Bananenspinne (Phoneutria), die ein tödliches Gift besitzt und eine der wenigen Spinnen ist, die sich aggressiv verhält. Die aus der Terrarienhaltung entkommenen Vogelspinnen (Theraphosidae) sind meist erschreckend groß, aber friedlich

Die Jägerinnen nach dem interessanten Vortragsabend

im Verhalten und besitzen ein nur schwach wirkendes Gift. Bei den Amphibien halte man sich von bunten, kleinen Fröschchen fern, da es sich dabei um aus Terrarien entkommene tropische Giftfrösche (Dendrobaten) handeln kann. Gelangt deren Gift in unseren Blutkreislauf, bedeutet es den Tod. Von den heimischen Amphibien ist es der Feuersalamander Salamandra salamandra, der den Hunden gefährlich werden kann. Er erzeugt in Hautdrüsen ein Gift, das man zu den Alkaloiden zählt. Betrachtet ein Hund den Salamander als Spiel- oder Beuteobjekt, kann es zu starkem Speichelfluss, Genickstarre, Maulsperre und in Einzelfällen zum Tod kommen.

SCHLANGEN Die beiden heimischen Giftschlangenarten Kreuzotter Vipera berus und Sandviper/Hornotter Vipera ammodytes erkennen wir auf einen Blick an ihrem auffallenden Zickzackmuster, das sich vom Kopf bis zur Schwanzspitze über den Rücken zieht. Dazu kommt in den höheren Lagen die tiefschwarz gefärbte Kreuzotter („Höllenotter“), an ihr ist das Zickzackmuster nicht zu sehen, sie ist natürlich auch giftig. Der letzte Todesfall durch den Biss einer heimischen Giftschlange liegt mittlerweile 85 Jahre zurück, obwohl jedes Jahr Unvorsichtige, die die Schlangen anfassen, gebissen werden. Immer wieder werden jedoch

Hornviper

exotische Schlangen in Kärnten gefunden. So kam es zu einem lebensgefährlichen Fund einer Giftschlange, einer Levanteotter (Macrovipera lebetina) in Oberschütt bei Arnoldstein.

VORSICHTSMASSNAHMEN Unbekannte Tiere, vor allem Reptilien, Amphibien und Spinnentiere nicht anfassen, sondern kompetente Hilfe rufen. Während des Wartens auf den Experten das Tier nicht aus den Augen lassen. Hat sich eine Schlange erst einmal irgendwohin verkrochen, kann sie meist nicht mehr gefunden werden. Keine toten Schlangen angreifen, da man leicht an den Giftzähnen hängenbleibt und sich das Gift quasi selbst injiziert. Helga Happ Allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige für Reptilien und Gifttiere Reptilienzoo Happ Villacher Straße 237 9020 Klagenfurt am Wörthersee reptilienzoo@aon.at


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JAGDHUNDEWESEN/WERBUNG

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Helden auf vier Pfoten Eine gesetzlich anerkannte Rettungsorganisation stellt sich vor Die Österreichische Rettungshundebrigade besteht in Kärnten seit rund 20 Jahren und hat es sich zur Aufgabe gemacht die freiwilligen Feuerwehren, Polizei und den Österreichischen Bergrettungsdienst bei Sucheinsätzen mit speziell ausge-

bildeten Hunden bestmöglich zu unterstützen. Das Aufgabengebiet umfasst die Suche nach vermissten Wanderern und Schwammerlklaubern, Kindern, suizidgefährdeten und verwirrten Personen im nichtalpinen Gelände. Rund 30 Hundeführer in ganz Kärnten absolvieren jährlich ca. 15 Sucheinsätze, zu welchen über die Landesalarmund Warnzentrale (LAWZ – Notruf 130) gerufen wird. Die Ausbildung eines Rettungshundes dauert in der Regel 2 Jahre und umfasst die Stöberarbeit im Wald, Gehorsam und Geschicklichkeit. Erst nach erfolgreicher Absolvierung der Prüfung darf ein Hund bei einem Realeinsatz sein Können unter Beweis stellen. Doch wie findet und verweist ein Rettungshund? Die Hunde holen sich Individualgeruch (Mensch) in den Wind, versu-

Österreichischer Schweißhundeverein Einladung zum traditionellen Kärntner Schweißhundetreffen am 1. Mai, um 9 Uhr, im Schloss des Jägerhofes von Mageregg, verbunden mit einer Pfostenschau. Alle Schweißhundeführer, Mitglieder des ÖSHV und Jagdhundefreunde sind dazu herzlich eingeladen!

chen auf schnellste Art und Weise diesen Geruch zu verfolgen und verweisen den aufgefundenen Menschen durch kräftiges, anhaltendes Verbellen bis der Hundeführer beim Vermissten eintrifft und mit ErsteHilfe-Maßnahmen beginnen kann. Viele der rund 12.000 Kärntner Jägerinnen und Jäger haben sich die Arbeit der Organisation schon angesehen und unterstützen mit Revier- bzw. Waldzuweisungen, zumal gerade die Jagdausübungsberechtigten bestens Bescheid wissen, welche Revierteile sich weniger bzw. bestens für Training und Einsatzübungen eignen – Ihnen dankt die Organisation herzlich. Für nähere Information steht Mag. Jasmin Gössinger, Telefon 0676/844425278, www.oerhbkaernten.at, zur Verfügung.

Die Sektion Carinthia des Österr. Dachshundeklub veranstaltet am 6. Mai auf Schloss Falkenberg bei Klagenfurt, Beginn 9.oo Uhr – Ende ca. 12.30 Uhr, die ÖDHK Zuchtschau für Dachshunde aller drei Haararten und Größen. Für Dachshunde, die in die Zucht eingebunden werden, ist die Zuchtzulassung bzw. deren Bewertung „sehr gut“ oder „vorzüglich“ erforderlich.

Kettner jetzt auch in KLAGENFURT und Zistersdorf/NÖ Mit der Eröffnung der neuen KettnerFiliale Klagenfurt (Feldkirchner Straße 136-138, 9020 Klagenfurt) ging es in die nächste Expansionsphase des Ausstatters für Jagd, Outdoor, Trachten- und Landhausmode. Somit wird mit dem Standort in Klagenfurt das neunte öster-

reichische Bundesland erschlossen, womit Kettner nunmehr flächendeckend in Österreich präsent ist. Gerhard Meierhofer wird hier als Filialleiter verantwortlich zeichnen, ist er doch vielen in der Branche ein Begriff, war er doch seit über 25 Jahren als selbständiger konzessionierter Waffenhändler in seinem Heimatland tätig. Gerhard Meierhofer wird mit dem Team in dieser Filiale auf einer Fläche von rund 300 m2 Jägern, Sportschützen und Naturliebhabern eine kompetente Anlaufstelle bieten.

ÖSTERREICHS BREITESTES SORTIMENT LHStv. DI Uwe Scheuch, Filialleiter Gerhard Meierhofer, Kettner-Geschäftsführer Mag. Gernot Krausz, Weinbauer Alois Zeilinger, Kettner-Marketingleiter Mag. (FH) Werner Bürkl Foto: paparazzi1.net/Kropf Klaus

Kettner bietet mit über 40.000 Artikel Österreichs breitestes Sortiment für Jagd, Jagdausstattung, Funktionsbekleidung sowie Trach-

ten- & Landhausmode. Jäger und Naturliebhaber finden bei Kettner Qualitätsmarken, die Tradition mit Moderne stilvoll vereinen. Mit der Eigenmarke Elch präsentiert Kettner darüber hinaus hochwertige Jagd- und Outdoorbekleidung bei bestem Preis-/Leistungs-Verhältnis.

12 MAL IN ÖSTERREICH – 5 MAL IN DEUTSCHLAND Neben der Filiale in der SCS/Vösendorf ist Kettner in Leobersdorf, in der Wiener Innenstadt, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck, Rankweil, Krems sowie am Sitz der Kettner Firmenzentrale in Pöttelsdorf mit Standorten vertreten. Nunmehr NEU auch in Klagenfurt und Zistersdorf. In Deutschland verfügt Kettner über Shops in Köln, Berlin, Oldenburg, Hemer und Münster.


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Kärntner Jäger

Hegeringschießen 2012 Hegeringschießen ist gelebte Verantwortung! Trotz weiter steigender Teilnehmerzahlen bleiben dennoch zahlreiche Jägerinnen und Jäger dem jährlichen Übungsschießen fern. Es ist nicht nur eine gesetzliche Verbindlichkeit, es ist vor allem eine moralische Verpflichtung aus der Verantwortung gegenüber den Wildtieren. Wenn man sich als Jäger fühlt und sich zur aktiven Jagd bekennt, muss man sich auch zur Überprüfung seiner Jagdwaffen bekennen und sich selbst die persönliche Schießleistung durch Überprüfung und Übung bestätigen. Deshalb auf ein Wiedersehen beim Hegeringschießen! Ein kräftiges Weidmannsheil für das kommende Jagdjahr – aber erst nach der Schießüberprüfung – wünscht der Landesschießreferent!

B EZI R K

Klagenfurt ◆ HR 204003 und HR 204006 (Ebenthal, Grafenstein, Klagenfurt Südost, Mieger, Poggersdorf, Radsberg und Eigenjagden): Samstag, 28. April, von 10 bis 17 Uhr, Schießstätte des Grafensteiner Schützenvereines an der Gurk. Kugelbewerb – drei Schüsse auf die Rehbockscheibe mit für Schalenwild zulässigem Kaliber. Eigene Gästeklasse. Preise werden unter den anwesenden Schützen nach dem Schießen verlost. Ein Büchsenmacher steht für Einstellungen zur Verfügung. Jagdkarte mit Zahlschein mitbringen! ◆ HR 204004 (Klagenfurt-Nord): Samstag, 21. April, Schießbetrieb ist von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr, Schießstätte Pakein bei Grafenstein. Es wird nur mit der Kugel geschossen (Flinte frei). Das Schießen findet gemeinsam mit dem Hegering 204005 – Maria Saal – statt. ◆ HR 204005 (Maria Saal und Ottmanach): Samstag, 21. April, von 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Pakein bei Grafenstein. ◆ HR 204007 (Ludmannsdorf, Köttmannsdorf, Maria Rain, Viktring, St. Ruprecht, EJ Miller-Aichholz): Samstag, 28. April, von 10 bis 14 Uhr, Schießstätte in Moschenitzen, Ludmannsdorf. Drei Schuss auf die Rehbockscheibe mit auf Schalenwild zulässigem Kaliber (Büchsenmacher ist vor Ort). ◆ HR 204008 (Klagenfurt-West): Samstag, 5. Mai, von 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Pakein bei Grafenstein. ◆ HR 204009 (Moosburg): Samstag, 21. April, von 8 bis 17 Uhr, mit kleiner Siegerehrung, Schießstätte Radweg.

◆ HR 204011 (Feistritz i. R.): Samstag, 21. April, von 9 bis 14 Uhr, im Revier der Gemeindejagd Weizelsdorf am Rabenberg. ◆ HR 204012 (Zell-Pfarre): Freitag, 27. April, von 15:30 bis 18 Uhr, Schießstätte des Rosentaler Schützenvereins in Ferlach. ◆ HR 204013 (St. Margareten i. R.): Freitag, 20. April, ab 17 Uhr, Schießstätte des Rosentaler Schützenvereins in Ferlach. ◆ HR 204014 (Ferlach): Samstag, 5. Mai, von 9 bis 15 Uhr, Schießstätte des Rosentaler Schützenvereins in Ferlach. Gäste herzlich willkommen.

B EZI R K

Villach ◆ HR 207017 (Feld am See-Afritz): Samstag, 14. April, 8:30 bis 12:30 Uhr, Tiffen ◆ HR 207018 (Arriach): Samstag, 21. April, 8:30 bis 12:30 Uhr, Tiffen

B EZI R K

Hermagor ◆ HR 203033 (Würmlach), HR 203034 (Mauthen), HR 203035 (Kötschach): Sonntag, 6. Mai, 9 bis 16 Uhr, Schießstätte Gailberg ◆ HR 203036 (Maria Luggau): Samstag, 28. April, 13 bis 18 Uhr, Schießstätte Promeggen Nr. 1 ◆ HR 203037 (Birnbaum): Samstag, 5. Mai, 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Gailberg ◆ HR 203039 (Dellach i. G.): Samstag, 5. Mai, ab 9 Uhr, Schießstätte Nölbling ◆ HR 203040 (Reisach): Sonntag, 29. April, ab 9 Uhr, Schießstätte Reißkofelbad ◆ HR 203041 (Kirchbach): Sonntag, 6. Mai, ab 13 Uhr, Schießstätte Unterdöbernitzen-Stoapen ◆ HR 203042 (Rattendorf): Sonntag, 6. Mai, ab 9 Uhr, Schießstätte Rattendorf Mühlgraben

◆ HR 207019 (Treffen): Samstag, 5. Mai, 15 bis 19:30 Uhr, Tiffen

◆ HR 203043 (Möderndorf): Sonntag, 29. April, 10 Uhr, Schießstätte Brunnthal, Ersatztermin: Dienstag, 1. Mai

◆ HR 207021 (Wernberg-Velden): Samstag, 28. April, 15 bis 19:30 Uhr, Tiffen

◆ HR 203044 (St. Lorenzen i. Gi.): Sonntag, 22. April, ab 10 Uhr, Schießstätte Jadersdorf

◆ HR 207022 (St. Jakob): Sonntag, 29. April, 9 bis 14 Uhr, Suchergraben, Maria Elend

◆ HR 203045 (Weißbriach): Dienstag, 1. Mai, ab 13 Uhr, Schießstätte Golz

◆ HR 207023 (Finkenstein): Freitag, 27. April, 15 bis 19:30 Uhr, Tiffen

◆ HR 203046 (Hermagor): Samstag, 28. April, ab 13 Uhr, Schießstätte Radnig

◆ HR 207031 (Villach West-Magistrat): Samstag, 28. April, 8:30 bis 12:30 Uhr, Tiffen

◆ HR 203047 (Egg): Sonntag, 29. April, ab 13 Uhr, Schießstätte Graf Kuenburg Egg

◆ HR 207032 (Villach Nord-Ost-SüdMagistrat): Samstag, 21. April, 15 bis 19:30 Uhr, Tiffen

◆ HR 203048 (St. Stefan/Gail): Samstag, 5. Mai, 13 bis 16 Uhr, Schottergrube Förolach

◆ Strikte Pause für Großkaliber auf der Schiessstätte Tiffen: von 12:30 bis 15 Uhr

◆ HR 203049 (Vorderberg): Sonntag, 6. Mai, ab 14 Uhr, Schießstätte Vorderberg

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S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S

Hegeringschießen hegeringschießen

HEGERINGSCHIESSEN


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Kärntner Jäger

HEGERINGSCHIESSEN

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Spittal ◆ HR 206053 (Spittal): Samstag, 21. April, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206056 (Baldramsdorf): Samstag, 28. April, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206057 (Pusarnitz): Samstag, 14. April, 14 bis 17 Uhr und Sonntag, 15. April, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206058 (Sachsenburg): Dienstag, 1. Mai, 8:30 bis 11:30 Uhr, Lacknerhube Nigglai ◆ HR 206060 (Kleblach-Lengholz): Donnerstag, 17. Mai, 10 Uhr, Lengholz ◆ HR 206062 (Steinfeld Nord): Dienstag, 1. Mai, 8 Uhr, Schießstätte Radlachergraben ◆ HR 206063 (Greifenburg Süd): Dienstag, 1. Mai, 9 Uhr, Schießplatz Petschkofel ◆ HR 206064 (Greifenburg): Sonntag, 6. Mai, 9 Uhr, Schießplatz Petschkofel ◆ HR 206065 (Weißensee): Sonntag, 29. April, 12 bis 17 Uhr, Schießstätte Praditz ◆ HR 206066 (Berg-Dellach): Samstag, 28. April, 9 Uhr, Schießstätte Oberstein und Dienstag, 1. Mai, 13 Uhr, Schießstätte Moostritz ◆ HR 206067 (Irschen): Montag, 9. April, 13 Uhr, FV Orsini-Rosenberg/Oberstein ◆ HR 206068 (Oberdrauburg): Sonntag, 29. April, 10 Uhr, Schießstätte Ainet ◆ HR 206069 (Kolbnitz): Samstag 5. Mai, 14 bis 16:30 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206070 (Penk): Samstag, 5. Mai, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206071 (Obervellach): Sonntag, 29. April, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206072 (Flattach): Samstag, 28. April, 14 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206074 (Stall): Samstag, 21. April, 14 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206075 (Rangersdorf), HR 206076 (Winklern), HR 206077 (Großkirchheim), HR 206078 (Heiligenblut): alle Samstag, 19. Mai, 14 bis 19 Uhr,

und Sonntag, 20. Mai, 9 bis 17 Uhr, Schießstätte Winklern ◆ HR 206079 (Trebesing): Samstag, 28. April, 10 Uhr, Schießstätte Hintereggen ◆ HR 206080 (Gmünd): Freitag, 27. April, 15 Uhr, Gasthof Hofer Oberpuch ◆ HR 206081 (Malta Süd): Samstag, 5. Mai, 9 Uhr, Schießstätte Pflüglhof ◆ HR 206082 (Malta Nord): Samstag, 5. Mai, 9 Uhr, Schießstätte Pflüglhof ◆ HR 206083 (Eisentratten): Samstag, 28. April, 13 bis 16 Uhr, Schießstätte Koch in Pirkeggen ◆ HR 206084 (Leobengraben): Samstag, 28. April, 9 Uhr, Schloss Dornbach ◆ HR 206085 (Kremsbrücke): Samstag, 28. April, 9 Uhr, Schießplatz Rauchenkatsch ◆ HR 206086 (Rennweg): Samstag, 12. Mai, 13 Uhr, Schießplatz Rauchenkatsch ◆ HR 206088 (Millstatt): Sonntag, 15. April, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206089 (Radenthein): Sonntag, 22. April, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Obervellach ◆ HR 206090 (Kaning): Samstag, 19. Mai, 8 bis 13 Uhr, Erlacherhaus Langalmtal ◆ HR 206091 (Bad Kleinkirchheim): Samstag, 12. Mai, 8:30 bis 12:30 Uhr, Schießstätte Tiffen

B EZI R K

Feldkirchen Schießbetrieb auf der Schießstätte Radweg bei Feldkirchen ist von April bis Ende Oktober, Dienstag und Freitag von 16 bis 20 Uhr sowie Samstag (an Werktagen) von 8 bis 12 Uhr. Auskünfte bei Hans Valent, Tel. 0 42 77 / 31 91 oder Tel. und Fax 0 42 76 / 38 370 (Schießstätte). Schießbetrieb auf der Schießstätte Bichl bei Tiffen ist vom 17. März bis 30. September, jeden Samstag und Sonntag von 8:30 bis 12:30 Uhr (Samstag jedoch nur bis 17. Juni). Außerhalb dieser Zeiten ist ein Schießbetrieb auch gegen Voranmeldung möglich (ab 5 Personen). Für Rückfragen steht Gert Huber, Tel. 0 42 43 / 81 34 oder 0 664 / 160 14 39, zur Verfügung.

Der Schießstand hat 4 Zuganlagen 100 m mit Videoaufzeichnung, 1 Stand „Laufender Keiler“ kombiniert mit Kipphasen und 1 Pistolenstand mit Wendeanlage. ◆ HR 210094 (Sirnitz): Freitag, 4. Mai, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ HR 210095 (Jagdverein Maltschacher See): Freitag, 27. April, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ HR 210096 (Gnesau): Samstag, 19. Mai, 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ HR 210097 (Himmelberg): Samstag, 28. April, 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ HR 210098 (Patergassen): Samstag, 5. Mai, 8:30 bis 12:30 Uhr, Schießstätte Bichl ◆ HR 210099 (Ebene Reichenau): Samstag, 28. April, 10 bis 14 Uhr, Schießstätte St. Lorenzen. Anschließend Zusammenkunft im GH Moosbacher mit Aktuellem vom Hegeringleiter und Verlosung wertvoller Preise. ◆ HR 210100 (Steindorf): Sonntag, 22. April, 8:30 bis 12:30 Uhr, Schießstätte Bichl ◆ HR 210102 (Glantal): Freitag, 13. April, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ Jagdverein St. Urban: Freitag, 20. April, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ HR 210103 (Feldkirchen): Freitag, 4. Mai, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg ◆ HR 210103 (Jagdverein St. Ulrich): Dienstag, 8. Mai, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg

VORANKÜNDIGUNG Hegering-Mannschaftsschießen Samstag, 2. Juni, 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Radweg

B EZI R K

St. Veit/Glan ◆ HR 205106 (Liebenfels): Sonntag, 15. April, 9 bis 13 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205107 (Hörzendorf, Hardegg): Samstag, 21. April, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205108 (St. Georgen a. L.): Samstag, 12. Mai, 13 bis 17 Uhr,


HEGERINGSCHIESSEN Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205109 und 205110 (Frauenstein, Kraig): Samstag, 28. April, 10 bis 16 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205111 (Althofen): Samstag, 5. Mai, 12 bis 17 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205112 (Hüttenberg): Samstag, 28. April, 10 bis 16 Uhr, Schießstätte St. Johann am Pressen ◆ HR 205113 und 205114 (Wieting, Klein St. Paul): Freitag, 20. April, 13 bis 19 Uhr und Samstag, 21. April, 9:30 bis 19 Uhr, Schießstätte Wieting ◆ HR 205115 (Brückl): Samstag, 21. April, 9 bis 14 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205116 (Straßburg): Samstag, 28. April, 9 bis 18 Uhr und Sonntag, 29. April, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Eskurial-Straßburg ◆ HR 205117 bis 205120 (WeitensfeldNord, Glödnitz, Deutsch Griffen, Weitensfeld-Süd): Samstag, 21. April, 9 bis 17 Uhr, anschl. Preisschießen bis 19 Uhr und Sonntag, 22. April, 8 bis 16 Uhr, anschl. Preisschießen bis 18 Uhr, Schießstätte Zauchwinkel ◆ HR 205121 (Gurk, Pisweg): Samstag, 21. April, 9 bis 16 Uhr, Schießstätte Gurk ◆ HR 205122 (Meiselding): Samstag, 14. April, 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205123 (Kappel a. K.): Samstag, 12. Mai, 9 bis 13 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L.

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◆ HR 205124 (Friesach): Sonntag, 22. April, 9 bis 13 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205125 (St. Salvator): Sonntag, 29. April, 9 bis 13 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. ◆ HR 205126 bis 205129 (Grades, Metnitz, Flattnitz, Oberhof): Sonntag, 6. Mai, 9 bis 16:30 Uhr, PartiggerSeppmüllner, Wöbring

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Wolfsberg ◆ HR 209136 (St. Paul i. L.) und HR 209139 (Lavamünd): Samstag, 14. April, 8 bis 12 Uhr, und 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Johannesberg, St. Paul i. Lav. ◆ HR 209133 (Preitenegg): Samstag, 21. April, 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Johannesberg, St. Paul i. Lav. ◆ HR 209134 (Frantschach-St. Gertraud), HR 209135 (St. Andrä) und HR 209138 (Wolfsberg-Süd): Samstag, 28. April, 9 bis 12 Uhr, und 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Johannesberg, St. Paul i. Lav. Diese Termine auf der Schießstätte Johannesberg stehen auch den Hegeringen 209132 (Bad St. Leonhard), 209137 (Wolfsberg-West) und 209141 (Reichenfels) zur Verfügung. ◆ HR 209137 (Wolfsberg-West): Freitag, 20. April, 13 bis 18 Uhr und Samstag, 21. April, 8 bis 16 Uhr, Schießstätte Sabitzer, Leidenberg/Auen bei Wolfsberg

Kärntner Jäger

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Völkermarkt ◆ Schießstätte Bleiburg/Sorgendorf: Die Schießstätte Bleiburg/Sorgendorf ist ab 21. März bis 7. Juli ausschließlich jeden Mittwoch von 16 bis 19 Uhr und jeden Samstag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Anfragen und Anmeldungen bei Hermann Innerwinkler, Tel.: 04235/ 31 85 oder 0650/ 90 10 141 oder bei Wilhelm Schönherr, Tel.: 0650/ 91 50 001. ◆ HR 208143 – 144 – 145 – 146 - 147 (Bad Eisenkappel u. Gallizien): Samstag, 5. Mai, von 10 bis 16 Uhr, Schießstätte Lindenhof, Jägerrunde Bad Eisenkappel. Ein Büchsenmacher ist anwesend. ◆ HR 208149 (St. Kanzian – Eberndorf): Samstag, 14. April von 9 bis 12 Uhr, und von 13 bis 15 Uhr, Schießstätte Bleiburg/Sorgendorf ◆ HR 208150 (Völkermarkt): Samstag, 21. April, von 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Bleiburg/Sorgendorf ◆ HR 208151 (Griffen): Freitag, 27. April, ab 14 Uhr, Schießstätte Bleiburg/Sorgendorf ◆ HR 208152 (Diex): Donnerstag, 17. Mai, von 10 bis 16 Uhr, Schießstätte Sapotnik, Einschießpflicht von Kugelgewehren für Hegeringmitglieder. Gäste sind herzlich eingeladen.

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Kärntner Jäger

SCHIESSWESEN

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Die neuen Kärntner Wildscheiben – die Chance wird genützt Wie bereits vor einem Jahr (im „Kärntner Jäger“ Nr. 196, April 2011) berichtet, wurden aufgrund von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen (Röntgenanatomische Untersuchungen des Thorax / Uni Wien) in einigen Bundesländern neue Scheiben erarbeitet, diese werden bereits bei den Hegeringund Jäger-Übungsschießen und vor allem bei den Jungjägerprüfungen verwendet. Die Kärntner Jägerschaft empfahl im Vorjahr die Verwendung der niederösterreichischen Rehbockscheibe, hat aber im vergangenen Jahr weiter intensiv an diesem wichtigen Thema gearbeitet. Zunächst wurde beschlossen, eine eigene Rehscheibe zu entwerfen, aus folgenden zwei Gründen: Erstens lässt uns die eigene Scheibe für die Zukunft notwendige Veränderungen vornehmen (zum Beispiel, wenn die Farben des Wildkörpers, der Ringe, oder die des Hintergrundes nicht genau unseren Vorstellungen entsprechen, wenn die Ringanordnung vergrößert oder verkleinert werden sollte usw.). Zweitens können die Kosten der neuen Wildscheiben für alle Hegeringleiter, Schießstätten-Betreiber und somit in weiterer Folge auch für alle Kärntner Jägerinnen und Jäger merklich gesenkt werden. Außer-

Dieses Foto der Rehgeiß wurde in Oberkärnten geschossen

dem zeigen die auf den Wildscheiben abgebildeten Fotos (von Kärntner Jägern fotografiert) Wild aus Kärntner Revieren. Der Grund, weshalb wir uns auf eine Rehgeiß-Scheibe in Ergänzung zum Gamsbock entschieden haben, liegt in der Symbolwirkung: Hiermit soll betont werden, dass die Kärntner Jägerinnen und Jäger nicht nur auf Trophäenträger weidwerken, sondern auch dem weiblichen Wild, in diesem Fall der Rehgeiß, die gleiche Wertschätzung entgegenbringen wie den Böcken. Bemerkenswert ist, dass bisher bei den Wildscheiben nur Trophäenträger dargestellt wurden. Die Lage der Zehnerzahl wurde bei dieser neuen Scheibe um 4 cm in Richtung Brustraum verschoben, aber vor allem wurden nur mehr die wirklich tödlichen Trefferbereiche mit zählbaren Punkten versehen. Deshalb ist es in Zukunft nicht mehr möglich, für beispielsweise folgende Treffer (2 weiße Punkte in der alten Rehbockscheibe) 5 Ringe für eine tiefen Pansenschuss oder 1 Ring für einen Schuss auf die Keule zu erringen. Diese beiden Treffer bedeuteten vor allem für das Wild einen langen Leidensweg und für den Hundeführer eine sehr große Herausforderung.

Abschließend noch einige Gedanken zu den neuen Kärntner Wildscheiben: Eines der häufigsten Gegenargumente ist die erwartete Häufung von Laufschüssen, da der Zielbereich genau über den Läufen liegt. Bei Untersuchungen in Niederösterreich wurde allerdings klar festgestellt, dass es zu keinem Anstieg der Laufschüsse gekommen ist. In Niederösterreich schießen die Jäger bereits das 5. Jahr auf die neue Scheibe. Nachweislich kommt es beim Schuss auf das Blatt zu kürzeren Fluchtstrecken und somit zum schnelleren Verenden der Tiere. Zumeist liegen die Stücke beim Schuss auf das Blatt im Feuer. Ein ganz wichtiger Aspekt ist auch die Wahl des richtigen Kalibers. So ist es vorhersehbar, dass der Schuss auf das Blatt einer Schmalgeiß mit einer 7x64 oder einem stärkeren Kaliber auch bedeutend größere Wildbretschäden hervorruft. Die Auswahl des richtigen Kalibers sollte jeder Jäger selbständig treffen und dabei seine bisherigen Erfahrungen einfließen lassen.

WICHTIGER HINWEIS Bis September können die Wildscheiben in einer Testphase (bei Hegeringschießen / auf Schießständen

alte Rehbockscheibe mit den zwei weißen Punkten


Nr. 202/2012

usw.) von vielen Kärntner Jägerinnen und Jägern getestet werden. Schreiben Sie bitte Ihre Wünsche, Anregungen, Stellungnahmen, Argumente an: mag.heimo.wolte@utanet.at oder freydis.gradenegger@kaerntner-jaegerschaft.at oder rufen Sie einfach an.

neuen Kärntner Wildscheibe ist uns klar, dass sich viele Jäger ganz schwer von der gewohnten „Ilzenheim-Scheibe“ trennen können. Dennoch sollten all die angeführten Argumente und Erklärungen mittel- bis langfristig zu einer überzeugten Akzeptanz der neuen Scheiben führen.

IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG!

JAGD IST VERANTWORTUNG ...

Im Jänner des nächsten Jahres kommen die Endfassungen der Wildscheiben für die Hegeringschießen und Schießprüfungen für das Jagdjahr 2013 heraus. Seit Beginn der Arbeiten an der

…Verantwortung bedeutet auch, rechtzeitig notwendige Veränderungen aufgrund von wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen vorzunehmen. Mag. Heimo Wolte Landesschießreferent

Dieser nach links sichernde Gamsbock ist bereits ein gewohnter Anblick, bildet er doch den wesentlichen Bestandteil des Logos der Kärntner Jägerschaft.

Einladung zum 6. Jugendschießseminar der Kärntner Jägerschaft Um die Sicherheit der Schießkompetenz der Kärntner Jungjäger zu fördern, veranstaltet die Kärntner Jägerschaft vom Donnerstag, 17. Mai (Christi Himmelfahrt) bis Samstag, 19. Mai die Jugendfortbildung in Jois/Burgenland für alle (auch angehenden) Jungjäger und Jägerinnen (15- bis 20-jährige). Die Schwerpunkte dieser Veranstaltung liegen im sicheren Umgang mit Jagdwaffen, dem Erlernen der richtigen Bewegungsabläufe und dem Treffen in den Disziplinen Jagdparcours und jagdlicher Kugel und jagdlich Trap. Weiters erwarten den Teilnehmern auch sportliche, kulturelle und kulinarische Erlebnisse des nördlichen Burgenlandes. Kosten: € 100,– und enthalten 2 Übernachtungen mit Frühstück, 3 x 50 Wurfscheiben inkl. Munition und notfalls auch Leihwaffen, 100 Schuss Kugelmunition, Standmiete, sowie alle Eintritte. Das Training wird von staatlich geprüften und erfahrenen Wettkampfschützen geleitet. Anmeldungen bis 10. Mai bei Mag. Heimo Wolte unter der Telefon-Nr. 0676 / 42 00 756 oder EMail: mag.heimo.wolte@utanet.at Mag. Heimo Wolte Landesschießreferent

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Schießwesen

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Kärntner Jäger

SCHIESSWESEN

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Schießbetriebe diverser Schießstätten BEZIRK KLAGENFURT Schießstätte Pakein bei Grafenstein Die Schießstätte Pakein des Jagdschützenvereins St. Hubertus zu Klagenfurt ist von 13. April bis 17. Oktober geöffnet. Schießbetrieb jeweils am Mittwoch und Freitag von 14 – 19 Uhr. Der Schießstand hat 7 Kugelstände 100 m, 2 Wurfscheibenstände Jagdparcours mit je 8 Wurfmaschinen (Standard, Rollhase, Teal, Looper, Turm), 1 Kipphase 35 m. Alle Anlagen sind überdacht. Ansprechpartner: Obmann DI Kurt Rohner, E-Mail-Adresse: st.hubertus_pakein@gmx.at Für Auskünfte steht Albin Reiterer, Kärntner Jagdstube, Tel. 0463 / 51 17 21 gerne zur Verfügung. Neu: Homepage ab April 2012!

BEZIRK SPITTAL/DRAU Obervellach In Obervellach ist ab Ende März bis Ende November jeden Samstag von 9 bis 12 Uhr die Schießstätte geöffnet. Kontakt: Klaus Eisank, Tel. 0664 / 62 02 356. Winklern In Winklern kann nach Absprache mit dem Obmann des Schützenvereins, Herrn Lackner, Tel. 0664 / 78 80 289, geschossen werden. Schießstätte Fratres/Höhenstraße Die Schießstätte ist von Mai bis September, Mittwoch und Samstag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Nur 50 m Kleinkalibergewehr! Kontakt: Ing. Josef Warum, Tel. 0664 / 62 02 849.

BEZIRK FELDKIRCHEN Schießstätte Bichl bei Tiffen Von Anfang April bis Mitte Oktober ist die Schießstätte Bichl bei Tiffen Mittwoch von 15 bis 19:30 Uhr und Sonntag von 8:30 bis 12:30 Uhr geöffnet. Anfang April bis Mitte Juni ist diese ebenso am Samstag von 8:30 bis 12:30 Uhr geöffnet. Für Rückfragen steht Gert Huber, Tel. 042 43 / 8134 oder 0664 / 16 01 439, zur Verfügung. Der Schießstand hat 4 Zuganlagen 100 m mit Videoaufzeichnung, einen Stand „Laufender Keiler“ kombiniert mit

Kipphasen und 5 Pistolenstände mit Wendeanlage. Schießstätte Radweg Schießbetrieb auf der Schießstätte Radweg bei Feldkirchen ist von Anfang April bis Ende Oktober, Dienstag und Freitag von 16 bis 20 Uhr, sowie Samstag (nicht an Feiertagen) von 8 bis 12 Uhr. Auskünfte bei Hans Valent, Tel. 042 77 / 31 91 oder Tel. und Fax 042 76 / 38 370 (Schießstätte).

BEZIRK ST. VEIT/GLAN Sportschießzentrum Blintendorf Schießbetrieb ganzjährig von Mittwoch bis Sonntag von 9 bis 20 Uhr, solange natürliches Schusslicht besteht. Werktags Montag und Dienstag geschlossen (wenn Feiertag, dann geöffnet). Kontakt Karl und Lotte Marschnig, Tel. 042 12 / 55 64. Schießstätte Eskurial in Straßburg Die Schießstätte SV Schützenverein Straßburg ist von März bis Ende Oktober von Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr, Sonn- und Feiertag von 9 bis 12 Uhr geöffnet. November bis Ende April, Samstag von 13 bis 17 Uhr. Der Schießstand hat 2 Kugelstände 100 m mit Projektor und 5 Pistolenstände. Kontakt: Gerald Kainbacher, Tel. 0 664 / 54 57 607.

BEZIRK WOLFSBERG Wolkersdorf Die Schießstätte Wolkersdorf ist ganzjährig samstags von 12 bis 19 Uhr bzw. solange natürliches Schusslicht besteht, geöffnet. Montag und Mittwoch ist Ruhetag bzw. Schießbetrieb nach Vereinbarung. Sollten Hegeringe und Jagdgruppen Schießtermine wünschen, wird um Terminvereinbarung gebeten. Kontakt: Josef Martinz, Tel. 0 664 / 44 36 336. Johannesberg Die Schießstätte Johannesberg ist im März, April und in der 1. Maiwoche geöffnet. Weitere Termine werden mit den Hegeringleitern der Hegeringe im Jagdbezirk Wolfsberg vereinbart (6 bis 10 Termine). Kontakt: Dir. Johann Mayer, Tel. und Fax: 043 57 / 25 73.

BEZIRK VÖLKERMARKT Bleiburg/Sorgendorf Die Schießstätte Bleiburg/Sorgendorf ist ab 21. März bis 7. Juli ausschließlich jeden Mittwoch, von 16 bis 19 Uhr und jeden Samstag, von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Anfragen und Anmeldungen bei Hermann Innerwinkler, Tel. 042 35 / 31 85 oder 0650 / 90 10 141 oder bei Wilhelm Schönherr, Tel. 0650 / 91 50 001.

EINLADUNG zum

Schießstätte Töplach bei St. Georgen/Längsee Die Schießstätte JSV Jagdschützenverein Töplach/Längsee ist von März bis Ende Oktober von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr, Donnerstag von 14 bis 19 Uhr und Samstag und Sonntag von 9 bis 13 Uhr, darüber hinaus nach Vereinbarung, geöffnet. Anmerkung: Ist Donnerstag ein Feiertag, wird nur von 9 bis 13 Uhr geschossen (Feiertagsregel!) Der Schießstand hat 3 Zuganlagen 100 m und eine Wurftaubenanlage Trap (10 m). Kontakt: Ernst Pirolt, Tel. 0650 / 33 44 527 oder Othmar Pozewaunig, Tel. 0664 / 41 42 690.

Hüttenberger Almschießen am 17. Mai in St. Johann am Pressen, Schießzeiten von 9.00 bis 16.00 Uhr

BEWERBE: ◆ Kugel, 100 m, Bockscheibe 3 Schuss ◆ Jagdliche Kaliber ab 6 mm 1 stehend angestrichen 1 kniend angestrichen 1 liegend frei ◆ Tontaubenbewerb 10er Serie Jagdanschlag ◆ unbegrenzt wiederholbar ◆ Schätzbewerb ◆ gültige Jagdkarte Voraussetzung


SCHIESSWESEN

Nr. 202/2012

Hinweis der Redaktion zu … „Prüfen Sie Ihr jagdliches Wissen“ – Februar-Ausgabe, Nr. 201/2012, Seite 20: Ein Leser aus Feldkirchen hat zu den Antworten folgende Ergänzungen eingebracht bzw. widerspricht damit dem Landesschießreferenten: zu 3: Die Anfangsgeschwindigkeit der Schrotgarbe hängt nicht von Eisen oder Blei ab, sondern vom Gewicht der Vorlage sowie vom Gewicht und der Abbrandgeschwindigkeit des Treibmittels. zu 4: Beim Auftreffen auf den Wildkörper zeigen Bleischrote kei-

ne Neigung zur Zerstäubung. Dieses Verhalten könnte man am ehesten Bismuthschroten zuordnen. Landesschießreferent Mag. Heimo Wolte stellt dazu für Interessierte die unten angeführte Internetadresse zur Verfügung. In den darin enthaltenen Forschungsbeiträgen sind Erfahrungsberichte über die Zerstäubung von Bleischrotmunition detailliert nachzulesen (Englisch). http://www.plosone.org/article/ info:doi%2F10.1371%2Fjournal. pone.0010315

JAGDCUP 2012 1. Jagdcup 5. Mai 2. Jagdcup 23. Juni 3. Jagdcup + LM 7. Juli

Radweg bei Feldkirchen St. Georgen/Längsee Pakein bei Grafenstein

CPS CTRAP

KLEINE ÄNDERUNG: Erstmals schießen wir heuer mit freiem Bergstock auf die Gamsscheibe und mit fixem Bergstock auf die neue Wildscheibe der Kärntner Jägerschaft.

KÄRNTNER LANDESMEISTERSCHAFTEN Der Landesverband der Jagd- und Wurfscheibenschützen Kärnten lädt zu den Kärntner Landesmeisterschaften 2012 in der jagdlichen Wurfscheibe und jagdlichen Kugel ein: 14. April 2. Juni 30. Juni 30. Juni/1. Juli 28. / 29. Juli 11. August

Jagdlich Trap/AFA 100 WS Schießstätte Radweg Compak Sporting/CPS 100 WS Schießstätte Pakein Jagdparcours/PC 100 WS Schießstätte Pakein Jagdlich Trap/AFO 150 WS Schießstätte Leobersdorf/NÖ (gleichzeitig auch Staatsmeisterschaft) Jagdlich Trap/AFU 150 WS Schießstätte Tattendorf/ NÖ (gleichzeitig auch Staatsmeisterschaft) Jagdliche Kugel/AGK 100 Ringe Schießstätte Radweg

ALPE ADRIA GRAND PRIX IN VERZEGNIS BEI TOLMEZZO/ITALIEN 9./10. Juni

Jagdparcours/PC 200 WS

Für alle Wettkämpfe gilt: Anmeldung ab 7.30 Uhr vor Ort, Wettkampfbeginn: 9 Uhr

Wortanzeigen Kaufe gebrauchte Waffen (auch Faustfeuerwaffen), Firma Salberger, Lavamünd, Telefon 0 43 56 / 23 60. E-Mail: waffen@salberger.at, homepage: www.waffen-salberger.at Präparator Johann Klug, Pichling 223, 8510 bei Stainz (Nähe Autobahn A2), Tel.: 0676/3490283 – Aktion 2012: Auerhahn € 315,–, Birkhahn € 215,–.

IMPRESSUM: Herausgeber und Medieninhaber: Kärntner Jägerschaft, Mageregger Straße 175, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Tel.: 0463 / 51 14 69-0, Fax: 0463 / 51 14 69-20. Redaktion ebendort. Mitteilungs- und Informationsorgan im Sinne der satzungsmäßigen Aufgaben der Kärntner Jägerschaft. Alleininhaber: Kärntner Jägerschaft. Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger. Chefredakteur: Ing. Wolfgang Oswald. Mitarbeiterin der Redaktion: Mag. Julia Puhr, 0463/ 51 14 69-26, redaktion@kaerntner-jaegerschaft.at. Anzeigenverwaltung: Otto Kornprat, 0463 / 51 14 69-11, otto.kornprat@kaerntner-jaegerschaft.at. MEDIA-DATEN und Tarife gültig ab 1.1.2012. Anschrift Redaktion: siehe Herausgeberanschrift. Layout: Printmaster GmbH., 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Spitalgasse 4, Tel.: 0463 / 59 80 20. Druck: Samson Druck, 5581 St. Margarethen 171. Erscheinungsweise: sechsmal jährlich (Februar, April, Juni, August, Oktober, Dezember). Für Mitglieder kostenlos. Umschlag: Jägerhof Schloss Mageregg der Kärntner Jägerschaft, Foto: Peter Kelih. Redaktionsschluss ist jeweils am 1. Jänner, 1. März, 1. Mai, 1. Juli, 1. September und 1. November.

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PERSONALIA

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DI Volkhard Neuper ein Ehrenmitglied Das langjährige Vorstandsmitglied der Kärntner Jägerschaft, sowie Rotwildreferent und Obmann der Hegegemeinschaft Saualpe, DI Volkhard Neuper, wurde mit Beschluss des Landesausschusses der Kärntner Jägerschaft vom 14. Dezember 2011 aufgrund seiner hervorragenden Verdienste um die Jagd in Kärnten zum Ehrenmitglied ernannt. In vielen Jahren aktiver Tätigkeit für die Jagd hat es DI Neuper verstanden, insbesondere im Rahmen des Themas Wald und Wild als Wirtschaftsführer des großen Forstgutes Eberstein, forstliches Wissen und jagdliche Notwendigkeiten vor dem Hintergrund seiner fundierten Kenntnisse über das Rotwild miteinander zu verknüpfen und umzusetzen.

Neuen wildökologiErkenntnissen schen gegenüber stets aufgeschlossen, trug er als Rotwildreferent der Kärntner Jägerschaft einige grundsätzliche, richtungsweisende Änderungen – wie beispielsweise die Auflösung der Klasseneinteilung in IIa und IIb-Hirsche – federführend mit. Nicht nur in seinen Funktionen als Obmann der Land- und Forstbetriebe Kärntens, Mitglied des Naturschutzbeirates, Obmann-Stv. von PRO-HOLZ sowie der Kärntner Forstwirtschaftsführer, Vorsitzender des Fischereirevierausschusses St. Veit/Glan und langjähriger Bereichsleiter des Internatio-

nalen Ordens vom SILBERNEN BRUCH sondern auch als Jägerschaftsfunktionär (von 1999 bis 2009 als Vorstandsmitglied und von 1994 bis 2012 als Rotwildreferent) setzte DI Volkhard Neuper mit seiner hohen Fachkompetenz und seiner ruhigen und besonnenen Art wesentliche Akzente. Die seltene Auszeichnung ist Dank für die großen Leistungen im Dienste der Kärntner Jagd, die Kärntner Jägerschaft gratuliert dem hoch verdienten Ehrenmitglied sehr herzlich und wünscht mit einem kräftigen Weidmannsheil noch viele Jahre in Gesundheit! Die Kärntner Jägerschaft

Ofö. Walter Kulterer ein Ehrenmitglied Zu Ehrenmitgliedern können laut Satzung der Kärntner Jägerschaft vom Landesausschuss Personen ernannt werden, die sich um die Jagd in Kärnten hervorragende Verdienste erworben haben: Wenn jemand diesen hohen und selten verliehenen Titel der Kärntner Jägerschaft verdient, so trifft dies auf das stets jung gebliebene „Urgestein“ der Kärntner Jägerschaft, Ofö. Ing. Walter Kulterer zu, der sich selbst mit einem Augenzwinkern als „der alte Oberförster“ bezeichnet. Dass er im heurigen Lebensjahr auf den runden 70er zugeht, ist ihm bei seinem nach wie vor ungebrochenen aktiven Werken und Wirken nicht anzumerken. Und noch immer, wenn man Namen und fachliche Hintergrundinformation benötigt, Geburtstagsdaten nicht vergessen darf oder auch „historisches“ Wissen aus der mittlerweile über 60-jährigen Bestandszeit der Kärntner Jägerschaft gefragt ist, wendet man sich an Walter mit seinem beneidenswerten Gedächtnis für Zahlen und Fakten. Durch seine langjährige Tätigkeit

erlebte Ofö. Kulterer nicht zuletzt teilweise auch noch aktiv die rasante Entwicklung der Organisation der Kärntner Jägerschaft mit, und hatten dennoch die von ihm „zu Fuß“ erledigten Dinge im modernen Zeitalter des Internets und E-Mail-Verkehrs Bestand. Seine handschriftlichen Manuskripte und auch gesammelten Büro-Ordner legen Zeugnis ab von absoluter Systematik und Genauigkeit – abseits moderner Excel-Tabellen. Seine Laufbahn in der Kärntner Jägerschaft ist eine überaus ehrwürdige und lange: Begonnen hat alles mit einem Stelleninserat in der Februarausgabe Nr. 3 des „Kärntner Jäger“ im Jahr 1973, wonach die Kärntner Jägerschaft einen hauptberuflichen Sekretär „mit ausreichenden jagdlichen Kenntnissen und Erfahrungen, Jagdaufseherprüfung oder Absolvierung einer Försterschule sowie erwünschten Kenntnissen und Erfahrungen in der Land- und Forstwirtschaft“ suchte. Am 1. April 1973 trat Ing. Walter

Kulterer, zuvor in der Forstabteilung der Kammer für Land- und Forstwirtschaft tätig, schließlich als Mitarbeiter seinen Dienst in der Kärntner Jägerschaft an. Neben vielen jagdfachlichen und organisatorischen Aufgaben (darunter auch die Personalführung) oblag ihm auch die redaktionelle Mitarbeit am „Kärntner Jäger“, dessen Gesamtredaktion er 1992 übernahm. Aber auch die Funktionärslaufbahn des Walter Kulterer ist eine beachtliche und lange: Von 1968 bis 2009 war Ofö. Kulterer Landesdelegierter, von 1971 bis 2009 bekleidete er in äußerst rühriger Weise die Funktion des Hegeringleiters im Hegering Grafenstein, von 1999 bis 2009 übte er darüber hinaus die Funktion des Referenten für Raubwild aus und war er als solcher kooptiertes Mitglied des Landesausschusses. Aufgrund seines reichhaltigen jagdfachlichen Wissens und seines stets an der Basis befindlichen Ohres gelang es ihm, aus dem „Kärntner Jäger“ das zu machen, was er heute ist: ein über die Landesgrenzen hinaus bekanntes und geschätztes Mitteilungsblatt, welches sich auch der Berichterstattung über neueste wissenschaftliche Erkennt-


PERSONALIA nisse, Entwicklungen im Jagdgesetz und den fachspezifischen Bereichen Wildbiologie, jagdliches Brauchtum, Jagdkultur, Wildbrethygiene, Jagdhundewesen und Schießwesen verpflichtet fühlt. Nach 30 Dienstjahren in der Kärntner Jägerschaft und weiteren 8 Jahren hochaktiver Tätigkeit im „unruhigen Ruhestand“ legte er zuletzt am Jahresende 2011 die Redaktion des „Kärntner Jägers“ in jüngere Hände. Als Geschäftsführer der AGJSO

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bleibt er nach wie vor jagdlichen Themen verbunden. Als aktivem Jäger und Mitglied der Jagdgesellschaft Grafenstein wünscht die Kärntner Jägerschaft ihm noch viele spannende Jagderlebnisse und Begegnungen mit Jagdfreunden, viele Jahre der Gesundheit im Kreise seiner Familie und einen guten Anblick verbunden mit einem kräftigen Weidmannsheil und den besten Wünschen zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft! Die Kärntner Jägerschaft

Vorstandsmitglied Bernhard Wadl ist 50 Das Mitglied des Landesvorstandes der Kärntner Jägerschaft und der Landesobmann des Kärntner Jagdaufseherverbandes, Bernhard Wadl, feierte am 9. März d. J. seinen 50. Geburtstag. Der Jubilar, der als Bezirksinspektor bei der Polizeiinspektion in Feldkirchen seinen Dienst versieht, entstammt einer Bauernfamilie aus Dellach bei Feldkirchen. Über seinen Cousin, einen Jäger und Jagdaufseher, ist Bernhard Wadl sehr früh mit der Jagd in Kontakt gekommen. Im Jahr 1980 legte er die Jungjägerprüfung und 1985 die Jagdaufseherprüfung ab und trat dem KJAV bei. Schon vier Jahre später übernahm der junge engagierte Jagdaufseher die Funktion des Öffentlichkeitsreferenten im Jagdaufseherverband. 1992 wurde Bernhard Wadl – Landesobmann Ing. Gammer hatte aus gesundheitlichen Gründen seine Funktion zurückgelegt – zum Landesobmann des KJAV gewählt. Als solcher war er von Anfang an bemüht, die zuvor nicht immer spannungsfreie Beziehung zwischen Jägerschaft und Jagdaufseher-Verband zu verbessern. Dies gelang ihm in zahlreichen Gesprächen mit dem damaligen Landesjägermeister Dr. Anderluh. So wurde zum Beispiel dem KJAV die Ausbildung der Jagdaufseher-Prüfungskandidaten übertragen. Weiters konnte im Konsens mit der Kärntner Jägerschaft eine bes-

sere rechtliche Absicherung der Jagdaufseher in Form eines zweijährigen Kündigungsschutzes gesetzlich verankert werden. Im vergangenen Jahr hat LO Wadl eine Fortbildungsoffensive initiiert, die dazu beitragen soll, dass Jagdaufseher als profunde Kenner der Materie und kompetente Experten für die Lösung von Problemen in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten. Der Kärntner Jagdaufseherverband hat sich unter der nun 20-jährigen Vorsitzführung von LO Wadl zu einer viel beachteten und anerkannten Interessenvertretung für seine rund 2000 Mitglieder entwickelt. Im Jahr 2004 wurde LO Wadl als Vertreter der Jagdschutzorgane in den Landesvorstand der Kärntner Jägerschaft gewählt. Als „Sprachrohr“ der Kärntner Jagdaufseher wirkt er hier bei wichtigen Entscheidungen und Beschlüssen mit. Als Anerkennung für seine außerordentlichen Leistungen für die Jagd in Kärnten wurde ihm im Jahr 2009 von der Kärntner Jägerschaft das Verdienstabzeichen in Silber verliehen und vom Kärntner Jagdaufseherverband das Verdienstabzeichen in Gold. Die Kärntner Jägerschaft wünscht dem engagierten Landesvorstandsmitglied weiterhin alles Gute, Gesundheit und natürlich ein kräftiges Weidmannsheil für viele weitere Jahre. Kurt Buschenreiter

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TOT E N TA F E L / W I S S E N

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Wir gedenken unserer Weidkameraden Bezirk Klagenfurt Dr. Sammer Hans, Maria Rain Bezirk Villach Ressmann Hubert sen., Ledenitzen HRL Juritz Franz, St. Jakob i. R. Bezirk Hermagor Niedertrojer Franz, St. Lorenzen

Bezirk Spittal/Drau Burgstaller Waldemar, Sachsenburg Glawischnig Hans, Seeboden Pucher Alois, Gmünd Strafner Walter, Rennweg Bezirk St. Veit/Glan Feldner Wolfgang, Straßburg Leitner Anton, Liebenfels

Madleniger Johann, Gurk Schusser Reinhold, Friesach Bezirk Wolfsberg Ing. Petutschnig Willibald, Wolfsberg Vogt Raimund, St. Paul i. L. Bezirk Völkermarkt Kastrun Franz, Völkermarkt

Dr. Charlotte Havranek verstorben Am 29. Dezember des Vorjahres verstarb Frau Dr. Charlotte Havranek, ehemalige Leiterin der Abteilung Verfassungsdienst im Amt der Kärntner Landesregierung, kurz vor Vollendung ihres 70. Lebensjahres. Die in Linz geborene Juristin war nicht nur Trägerin des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich sowie des Großen Goldenen Ehrenzeichens des Landes Kärnten, auch aus jagdlicher Sicht wurde ihr mit Verleihung des Großen Ehrenzeichens der Kärntner Jägerschaft im Jahr 2005 Ehrerbietung und Anerkennung gezollt. In ihrer 40-jährigen Tätigkeit

als führende Landes-Legistin hat Frau Dr. Charlotte Havranek unter anderem auch das im Jahr 1978 im Kärntner Landtag beschlossene Kärntner Jagdgesetz wesentlich geprägt und ihm ihre juristische Handschrift angedeihen lassen. Mit ihrer großen Fachkompetenz und ihrem profunden Wissen im Kärntner Jagdrecht, verbunden mit der Fähigkeit, lösungsorientiert an jagdliche Problembereiche heranzugehen – was auch Ehrenlandesjägermeister Dr. Gerhard Anderluh tief beeindruckt hat – war sie gemeinsam mit Dr. Anderluh federführende Herausgeberin der kommentierten Ausgabe des

Kärntner Jagdrechtes. Dieses gilt als Standardwerk und ist in vier Auflagen erschienen. Unter der legistischen Verantwortung von Fr. Dr. Havranek wurde schließlich im Jahr 2003 die rechtliche Basis für die Verwaltungsreform der Kärntner Jägerschaft gelegt und der Meilenstein der Selbstverwaltung der Kärntner Jägerschaft mit großem Weitblick und beispielgebend für ganz Österreich auf den Weg gebracht. Die Kärntner Jägerschaft wird Frau Dr. Charlotte Havranek stets ein ehrendes Andenken bewahren. Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger

Prüfen Sie Ihr jagdliches Wissen! Die Antworten zu Seite 12: 1. Der Name bezieht sich auf die Befiederung der Füße bis zu den Zehen. Beim Schneehuhn weisen auch die Zehen Federn auf. Hornstifte seitlich der Zehen, sowie die Befiederung der Zehen beim Schneehuhn erleichtern das Gehen im Schnee (Schneereifen-Effekt). Diese Befiederung bzw. die Hornstifte stellen eine Anpassung an kalte und schneereiche Klimazonen dar. 2. Haselhuhn und Schneehuhn. Schneehühner verpaaren sich im Spätwinter und führen über das Frühjahr eine Einehe. Haselhühner verpaaren sich im Herbst und verbringen den Winter und das Früh-

jahr bis zum Ende der Frühjahrsbalz gemeinsam 3. Raufußhühner besitzen gegenüber anderen Vogelarten stark verlängerte Blinddärme in denen die in der Nahrung enthaltene Zellulose verdaut wird. Der verbleibende Inhalt der Blinddärme wird als dunkelbraune, breiige Masse gesondert von der übrigen Losung abgesetzt (Jägersprache: Balzlosung, Balzpech). 4. Der Hahn besitzt im Gegensatz zur Henne einen blauschwarzen, weiß umsäumten Kehlfleck. Die Reviermarkierung erfolgt durch den Gesang des Haselhahnes, in der Jägersprache auch Spissen genannt, und durch das Burren, welches

durch schnelle Flügelschläge erreicht wird und einem Rivalen die Anwesenheit signalisiert. 5. Raufußhühnerküken können ihre Körpertemperatur in den ersten Lebenswochen nicht allein aufrechterhalten und sind auf das Hudern durch die Henne angewiesen. Häufig notwendiges Hudern bei nasskalter Witterung verkürzt die Zeit zur Nahrungsaufnahme, zusätzlich sind bei kalter Witterung die für Küken lebenswichtigen Insekten wenig aktiv, damit ist auch wenig Nahrung verfügbar. Die Küken verhungern. So können bei ungünstiger Witterung in der ersten Junihälfte ganze Jahrgänge ausfallen.


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