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Quelle: www.zeitzuleben.de

Artikel: Kreativität – was ist das eigentlich?

Autor: Tania Konnerth

conditio humana * Kreativität trifft Zeit

Ludwig van Beethoven > {* 17. Dezember 1770 in Bonn, Kurköln;

kreatives Handwerkszeug?

† 26. März 1827 in Wien, Kaisertum Österreich} war ein Komponist der Wiener Klassik. Er gilt als der Komponist, der die Musik dieser Stilepoche zu ihrer höchsten Entwicklung geführt und der Romantik den Weg bereitet hat. „Ich habe niemals daran gedacht, für den Ruf und die Ehre zu schreiben: Was ich auf dem Herzen habe, muß heraus, und darum schreibe ich.“

Viele Menschen blockieren sich in ihrer Kreativität selbst. Wir legen die Maßstäbe zu hoch oder haben Glaubenssätze, die für unsere Kreativität sehr hinderlich sind. Dabei gibt es eine Reihe von Einstellungen, die unsere Kreativität fördern. Wir wollen Ihnen hier das Handwerkszeug für kreative Tätigkeiten vermitteln, indem wir behindernde Glaubenssätze entkräften und Ihnen Einstellungen vorstellen, die Ihre Kreativität fördern. Ihre Kreativität beginnt nämlich in Ihrem Kopf. Ganz wichtig: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten >


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Ludwig van Beethoven > {* 17. Dezember 1770 in Bonn, Kurköln; † 26. März 1827 in Wien, Kaisertum Österreich} war ein Komponist der Wiener Klassik. Er gilt als der Komponist, der die Musik dieser Stilepoche zu ihrer höchsten Entwicklung geführt und der Romantik den Weg bereitet hat. „Ich habe niemals daran gedacht, für den Ruf und die Ehre zu schreiben: Was ich auf dem Herzen habe, muß heraus, und darum schreibe ich.“

Viele Menschen blockieren sich in ihrer Kreativität selbst. Wir legen die Maßstäbe zu hoch oder haben Glaubenssätze, die für unsere Kreativität sehr hinderlich sind. Dabei gibt es eine Reihe von Einstellungen, die unsere Kreativität fördern. Wir wollen Ihnen hier das Handwerkszeug für kreative Tätigkeiten vermitteln, indem wir behindernde Glaubenssätze entkräften und Ihnen Einstellungen vorstellen, die Ihre Kreativität fördern. Ihre Kreativität beginnt nämlich in Ihrem Kopf. Ganz wichtig: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten >


Betreiben Sie konsequentes Zeitmanagement und nehmen Sie sich die Zeit für Ihre kreativen Tätigkeiten. Versuchen Sie konsequent solche Kreativitäts-Fallen zu entlarven, damit Sie sich nicht selbst daran hindern, kreativ zu sein. Eine wichtige Voraussetzung für Kreativität ist, dass man sich überhaupt erst einmal selbst zutraut, kreativ zu sein. Wenn Sie daran zweifeln, kreativ zu sein, behindern Sie sich selbst und werden so möglicherweise kreative Impulse schon im Vorfeld verhindern. Versuchen Sie deshalb, Ihren Anspruch nicht zu hoch zu setzen. Wenn Ihnen im Zusammenhang mit Kreativität nur Picasso oder Beethoven einfallen, ist es nur zu verständlich, dass Sie das Gefühl haben, da nicht mithalten zu können. Vertrauen Sie sich und Ihrer Kreativität. Verabschieden Sie sich von bestehenden Mythen über Kreativität Es gibt eine ganze Reihe von Mythen über Kreativität, die viele Menschen daran hindern, kreativ zu sein. Solche Mythen lassen sich aber leicht entkräften: „Kreativität heißt, etwas völlig Neues zu entwickeln.“ Diese Überzeugung setzt die Messlatte viel zu hoch an. Es gibt so gut wie nichts wirklich Neues. Fast alle Ideen und Erfindungen sind Weiterentwicklungen bereits vorhandener Ideen. Fast alle Künstler oder Erfinder haben sich durch andere Menschen oder durch die Natur inspirieren lassen. Es geht dabei nicht darum, etwas einfach nur nachzumachen. Dies ist vielleicht ein erster Schritt. Aber wenn Sie zum Beispiel das Bild eines bekannten Künstlers als Inspiration nehmen, um ein eigenes Bild zu malen, werden Sie wieder etwas Neues schaffen. „Nur wirklich Begabte können richtig kreativ sein“ Davon, dass Kreativität eine Frage der Begabung ist, sind wohl die meisten Menschen überzeugt. Dabei hängt aber Kreativität in einem viel größeren Maße von der geistigen Energie und inneren Bereitschaft ab, als von einem angeborenen Talent. Vor allem ist Kreativität trainierbar. Je öfter Sie kreativ sind, desto besser werden Sie. Und noch einmal: Wichtiger als die eigene Begabung, ist ein motivierendes Ziel, für das es sich lohnt, kreativ zu sein. „Kreativität und Wahnsinn sind nahe verwandt.“ Es ist ein Klischee, dass besonders kreative Menschen, wie Künstler oder geniale Wissenschaftler immer am Rande des Wahnsinns lebten. Es mag sein, dass einige Künstler oder Genies psychische Probleme hatten, es gibt aber auch viele Gegenbeispiele. Psychologen

glauben heute, dass gerade eine gesunde Psyche eine Quelle von Kreativität ist. Unabhängig davon brauchen Sie nicht zu befürchten, wahnsinnig zu werden, wenn Sie Ihre Kreativität fördern. Im Gegenteil, Sie können so Ihr Leben um ein ganz wesentliches Element bereichern. „Wer wirklich kreativ ist, wird von anderen entdeckt und gefördert – da auf mich noch keiner zugekommen ist, bin ich nicht kreativ genug.“ Allein die Fähigkeit zur Kreativität macht noch keinen Menschen zum Genie. Wie bereits gesagt, können wir alle kreativ sein. Wer sich auf dem Glauben ausruht, irgendwann „entdeckt“ zu werden, muss vielleicht lange warten. Beginnen Sie damit, selbst aktiv zu werden. Fördern Sie Ihre Kreativität, ohne überzogene Erwartungen darin zu setzen, damit berühmt zu werden. Setzen Sie sich nicht selbst mit überhöhten Ansprüchen unter Druck. „Gute Ideen sind wie Zauberei. Man muss nicht für sie arbeiten, sondern sie kommen von allein.“ Viele Menschen glauben, dass Gedankenblitze und Inspiration wie von allein, gleichsam vom Himmel fallen – entweder hat man Glück oder nicht. Tatsächlich ist Kreativität aber Arbeit. Jeder kreative Mensch muss etwas dafür tun, zu seinen Ideen zu kommen. Niemandem fällt das einfach in den Schoß. Gedankenblitze erhalten die Menschen, die sich gut vorbereitet haben – denn die Vorbereitung ist ein unerlässlicher Schritt des kreativen Prozesses. Vermeiden Sie „Kreativitäts-Fallen“ Neben den allgemeinen Mythen über Kreativität haben viele Menschen auch noch eine Reihe von Überzeugungen und Glaubenssätzen auf persönlicher Ebene, die es ihnen schwer oder unmöglich machen, kreativ zu sein. So glauben Sie vielleicht, zu alt zu sein, um noch kreativ sein zu können, und dass Sie damit früher hätten beginnen müssen. Diese Ansicht lässt sich wissenschaftlich nicht belegen. Es gibt zahlreiche Beispiele von Menschen, die in hohem Alter begonnen haben, Bücher zu schreiben, Bilder zu malen oder Erfindungen zu machen. Eine andere Falle ist, dass wir das Gefühl haben, zu wenig Zeit zu haben. Hier kann man nur sagen: Sie haben genug Zeit – Sie müssen nur die entsprechenden Prioritäten setzen.


Eine wichtige Voraussetzung f체r Kreativit채t ist, dass man sich 체berhaupt erst einmal selbst zutraut, kreativ zu sein.


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Eine weitere, sehr wichtige Voraussetzung für Kreativität ist eine möglichst hohe Frustrationstoleranz. Gemeint ist damit die Fähigkeit, Zeiten auszuhalten, in denen man nicht weiterkommt und dabei nicht aufzugeben. Bei kreativen Aufgaben ist das Durchhalten ein ganz wesentliches Element. Oft beginnen wir erst gar nicht mit einem kreativen Vorhaben, weil wir befürchten, es nicht zu schaffen. Auch dies ist eine typische Kreativitätsfalle. Fangen Sie an und machen Sie weiter, auch wenn die Ergebnisse nicht sofort so ausfallen, wie Sie es wollen. Wirklich erfolgreiche kreative Menschen machen oft unzählige Anläufe, bis sie eine funktionierende Idee finden. Halten Sie durch. Seien Sie flexibel Zur Kreativität gehört immer auch Flexibilität. Sie dürfen sich nie in ein Problem verbeißen, wenn Sie kreativ sein wollen. Suchen Sie immer wieder neue Herangehensweisen, immer wieder neue Wege, um sich der Aufgabenstellung zu nähern. Wenn das eine nicht klappt, probieren Sie etwas anderes aus. Fragen Sie Mitmenschen um Rat, lesen Sie Bücher über Menschen, die Ähnliches versucht haben. Tun Sie ab und zu etwas scheinbar Verrücktes – auch so können Sie vielleicht zur Lösung kommen. Kreativität braucht einen angst- und druckfreien Raum Wer kreativ sein will, braucht einen angst- und druckfreien Raum. Es darf niemand hinter Ihnen stehen, der bei jedem Pinselstrich, den Sie wagen, sofort missbilligend den Kopf schüttelt. Oder wenn Ideen entwickelt werden sollen, müssen auch ungewöhnliche oder unsinnig wirkende Vorschläge gemacht werden dürfen, ohne dass jemand alles sofort kritisiert. Die meisten Kreativitätstechniken arbeiten mit strikten Regeln, die eine angstfreie Ideenfindungs- und Entwicklungsphase ermöglichen. Die große Herausforderung liegt darin, sich selbst diesen angstfreien Raum zu gewähren, denn oft sind wir selbst unsere schärfsten Kritiker. Kreativ sind wir am besten im entspannten Zustand Sehr eng mit der Forderung nach einem angst- und druckfreien Raum hängt die Tatsache zusammen, dass wir im entspannten Zustand viel kreativer sein können, als im Alltag oder gar unter Stress. Die besten Ideen bekommen wir oft unter der Dusche, auf dem Spaziergang oder wenn wir im Bett liegen.


Gehen Sie also mit einer spielerischen Grundeinstellung an eine kreative Aufgabe heran. Sie können hier auch die Techniken der mentalen Entspannung effektiv nutzen. Die Fähigkeit, in Bildern zu denken, ist sehr hilfreich Für sämtliche kreative Aufgaben ist es sehr hilfreich, in Bildern zu denken. Sich Dinge vor unser geistiges Auge zu holen, ermöglicht es, dass wir uns auch solche Sachen vorstellen können, die noch nicht real sind. Durch Phantasie und Vorstellungskraft kommen wir auf Ideen, die wir durch rein rationales Nachdenken nicht finden würden. Üben Sie deshalb Ihre Fähigkeit zur Visualisierung. Die Fähigkeit, gewohnte Denkbahnen zu verlassen Kreativität zeichnet sich dadurch aus, die gewohnten Denkbahnen verlassen zu können. Oft begrenzen wir uns durch unsere Gewohnheiten selbst. Wir befinden uns dann auf immer den selben gedanklichen Trampelpfaden und können dort natürlich kaum zu neuen Einfällen kommen. Die Fähigkeit, Neues zu denken und gedankliche Grenzen zu sprengen, können Sie üben. Versuchen Sie z.B. immer wieder Neues zu lernen. Beschäftigen Sie sich mit Dingen, von denen Sie vorher noch nie etwas gehört haben. Lassen Sie sich auf Gedanken ein, die Ihnen vielleicht fremd und unsinnig erscheinen. Fragen Sie andere Menschen nach ihren Ansichten und Herangehensweisen an Probleme.

Tun Sie öfter einfach mal das Gegenteil von dem, was Sie sonst tun. Und denken Sie immer daran, dass es neben Ihrer persönlichen Ansicht immer auch andere gibt, die vielleicht genau den kreativen Kick bringen können, den Sie suchen.


Lady Gaga > {* 28. März 1986 in New York als Stefani Joanne Angelina Germanotta} ist eine US-amerikanische Sängerin, Komponistin und Singer-Songwriterin. Ihr Künstlername basiert auf dem Lied Radio Ga Ga der Rockband Queen. ”Meine Philosophie ist es, die passende Musik zur Kleidung zu machen.”


Gehen Sie also mit einer spielerischen Grundeinstellung an eine kreative Aufgabe heran. Sie können hier auch die Techniken der mentalen Entspannung effektiv nutzen. Die Fähigkeit, in Bildern zu denken, ist sehr hilfreich Für sämtliche kreative Aufgaben ist es sehr hilfreich, in Bildern zu denken. Sich Dinge vor unser geistiges Auge zu holen, ermöglicht es, dass wir uns auch solche Sachen vorstellen können, die noch nicht real sind. Durch Phantasie und Vorstellungskraft kommen wir auf Ideen, die wir durch rein rationales Nachdenken nicht finden würden. Üben Sie deshalb Ihre Fähigkeit zur Visualisierung.

Wikipedia – Die freie Enzyklopädie {URL: www.wikipedia.org}

Bilderklärungen:

URL: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lady_Gaga_Glitter_and_Grease2.jpg}

Lady Gaga {loveyousave, lizenziert unter Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert),

Ludwig van Beethoven {URL: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Beethoven_lc.jpg?uselang=de}

Bildnachweise:

conditio humana * Kreativität trifft Zeit | www.conditiohumana.com

Die Fähigkeit, gewohnte Denkbahnen zu verlassen Kreativität zeichnet sich dadurch aus, die gewohnten Denkbahnen verlassen zu können. Oft begrenzen wir uns durch unsere Gewohnheiten selbst. Wir befinden uns dann auf immer den selben gedanklichen Trampelpfaden und können dort natürlich kaum zu neuen Einfällen kommen. Die Fähigkeit, Neues zu denken und gedankliche Grenzen zu sprengen, können Sie üben. Versuchen Sie z.B. immer wieder Neues zu lernen. Beschäftigen Sie sich mit Dingen, von denen Sie vorher noch nie etwas gehört haben. Lassen Sie sich auf Gedanken ein, die Ihnen vielleicht fremd und unsinnig erscheinen. Fragen Sie andere Menschen nach ihren Ansichten und Herangehensweisen an Probleme.

Tun Sie öfter einfach mal das Gegenteil von dem, was Sie sonst tun. Und denken Sie immer daran, dass es neben Ihrer persönlichen Ansicht immer auch andere gibt, die vielleicht genau den kreativen Kick bringen können, den Sie suchen.

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