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ZEIT STR AHL

Ein kurzer geschichtlicher Abriss von der Knödel-Ära über die Kultzeit bis zum Kreativquartier

EIN GELÄNDE MIT LEBENDIGER GESCHICHTE & GROSSER ZUKUNFT

Ab dem 15. Jahrhundert bis in die 1920er Jahre wurde im Osten Münchens und der Gegend um den heutigen Ostbahnhof Lehm gewonnen und in Ziegeleien verarbeitet. Die Ziegel wurden für den Bau Münchens, unter anderem für die Frauenkirche benutzt. Später entstanden hier Holz-, Kohleund Kokslager. 15. März 1871 Der Ostbahnhof mit dem von Friedrich Bürklein gestalteten Empfangsgebäude wird eröffnet. Eines der ersten Werke, das hier errichtet wird, ist die Steinersche Waggonfabrik, später folgen die Optimol Ölwerke. 1945

1949 ist das Geburtsjahr von Pfanni. Als erstes Produkt stellt die junge Firma Karfoffelpuffer her, kurz darauf folgen die berühmten Kartoffelknödel.

1950 Pfanni lässt einen eigenen Werbesong, die „Knödel-Polka“ komponieren, gesungen von den Isarspatzn. Im Mai folgt der Pfanni-Kartoffelknödel und wird ebenfalls zu einem großen Erfolg.

1969 „Knödelrevolution“ – Pfanni führt den Semmelknödel im Kochbeutel ein. Das Proddukt findet reißenden Absatz.

QR-Code einscannen, das „Knödel-Lied“ abspielen und mitsingen!

1949

Auf der Süddeutschen Hotel- und Gaststätten-Ausstellung „Sühoga“ (2. Sept. 1949) präsentiert sich die Marke Pfanni mit ihrer bahnbrechenden Erfindung: Dem PfanniKartoffelpuffer.

1996 erfolgte der Umzug von Pfanni nach Stevenhagen.

1996 1956 Am 3. November zeigt das deutsche Fernsehen zum ersten Mal Werbung. Von Anfang an sind auch PfanniWerbespots zu sehen. Der Firma gelingt es, Liesl Karlstadt als Werbefigur zu gewinnen.

1961 Deutschland knabbert vor dem Fernseher. Von den USA inspiriert, steigt Pfanni in die Kartoffel-ChipsHerstellung ein. Aus „Chipsi“ werden bald „Funny Chips“.

1964 Die PfanniWerke werden zur „größten Kartoffelküche Europas“, die mit 1300 Beschäftigten drei Millionen Zentner Erdäpfel pro Jahr verarbeitet und absetzt.

1974 Pfanni feiert sein 25. Jubiläum. Nach dem Semmelknödel kommt nun auch der Kartoffelknödel in den Kochbeutel.

Zerbombtes Gelände am Ostbahnhof

Werner Eckart gewinnt für die Zwischennutzung Gabriele Scheffel sowie „Hallen Mogul“ Wolfgang Nöth, der kurz zuvor seine Hallen im Flughafen aufgeben musste. Der Kunstpark Ost entsteht. Über 20 Diskotheken besiedeln das Gelände, darunter Clubs wie das Ultraschall II, die Milchbar, der Natraj Temple oder das Starsky’s, die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wurden.

KPO QR-Code einscannen und „Pfanni-TV-Werbung, 1954“ abspielen.

Pfanni-Werk aus Vogelperspektive,1985


K Magazin Januar/Februar 2016