Issuu on Google+

KL A S SIK

DER KONZERTSAAL KOMMT! Der neue Konzertsaal wird im Werksviertel gebaut. Am 8. Dezember 2015 entschied sich das Bayerische Kabinett für das Grundstück auf dem ehemaligen Pfanni-Gelände. Das Werksviertel stach damit den Hauptkonkurrenten Paketposthalle aus.

Alle Renderings © steidle architekten

Münchens Klassikfreunde jubeln. Endlich kann die jahrelange, zermürbende Diskussion um einen Standort für den Konzertsaal beendet werden. „Ein guter Tag für die Musikstadt München und ihre hochklassigen Orchester“, kommentierte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter die Entscheidung des Kabinetts, den Konzertsaal im Werksviertel zu bauen. Der Ministerrat folgte damit dem Vorschlag von Kultusminister Ludwig Spaenle. „Wir werden bis 2018 im Werksviertel unumkehrbar die Weiche für einen Konzertsaal in München stellen“, versprach Spaenle. Der Saal wird künftig das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks beheimaten. Ende November hatten sich bei einer Podiumsdiskussion in der NachtKantine sowohl Mariss Jansons, Chef-

Der neue Konzertsaal im Werksviertel

dirigent des BR-Symphonieorchesters als auch der Verein der Konzertsaalfreunde, wie auch der Musiker Martin Grubinger für einen Bau im Werksviertel ausgesprochen. Nach den Verhandlungen mit Werner Eckart, bei denen es um eine Erbpachtlösung gehen wird, soll im Sommer 2016 mit einem ArchitektenWettbewerb ein geeigneter Entwurf für das Konzerthaus ermittelt werden. Auf etwa 8.500 Quadratmetern Grundfläche entsteht ein Konzertsaal mit rund 1.800 Plätzen, ein kleiner Saal mit etwa 300 Plätzen sowie Foyer, Backstage, Gastronomie und weiteren Nebenräumen. Baubeginn soll spätestens im Herbst 2019 sein, bereits zwei Jahre später soll der Konzertsaal dann in Betrieb genommen werden, also genau dann, wenn der aktuelle Standort Gasteig renoviert werden muss. Bereits im Spätsommer ging das Werksviertel dem Gutachten des Architekturbüros Speer & Partner folgend als Favorit in die Endrunde der Diskussion. Das Planungsteam gab dem Grundstück 81 von 100 möglichen Punkten und sah für das Gelände am Ostbahnhof „kaum Risiko-“ und durch das entstehende Werksviertel „hohes Entwicklungspotential“. Außerdem sei der Standort durch

Durch den Konzertsaal wird das Kultur- und Konzertangebot noch vielfältiger

die Anbindung an S-Bahn, UBahn, Tram und Bus sowie den Fernverkehr sehr gut erreichbar. Als Gegenentwurf auf dem zweiten Platz der Liste der möglichen Standorte rangierte bis zuletzt die Paketposthalle im Münchner Westen, unweit der Friedenheimer Brücke, deren Umbau nach Expertenmeinung mit erheblich mehr Kosten verbunden gewesen wäre. Als Bauplatz für den neuen Konzertsaal ist nach dem Abriss des Werk 2, das Grundstück zwischen dem ehemaligen Kultfabrik-Eingang, dem Werk 1 und der TonHalle geplant. Der geplante Konzertsaal komplettiert das kulturelle Angebot und die weiteren Livebühnen im Kreativquartier Werksviertel. tw

Bestens zu erreichen dank der idealen Verkehrsanbindung des Werksviertels

// 19


K Magazin Januar/Februar 2016