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Deutscher Naturstein-Preis 2013

Bauen mit Naturstein: nachhaltig, energieeffizient, zeitgemäĂ&#x;


Inhalt der Dokumentation

Jury

Alle von der Jury ausgewählten Arbeiten werden in dieser Dokumentation in Bild und Text vorgestellt. Die Reihenfolge innerhalb der einzelnen Kategorien stellt keine Wertung dar.

Architekten BDA: Arch. Michael Frielinghaus, (Präsident Bund Deutscher ­Architekten (BDA), Berlin) Arch. Ferdinand Heide, (Ferdinand Heide Architekt, Frankfurt) Arch. Alexander Schwarz, (David Chipperfild Architekten, Berlin) Arch. Dr. Rena Wandel­-Hoefer, ­(Baudezernentin, Saarbrücken) Arch. Burkhard Wegener, (Club L94 Landschaftsarchitekten, Köln)

Ein Verzeichnis aller eingereichten Wettbewerbsarbeiten sowie der bei vorangegangenen Wettbewerben ausgezeichneten Arbeiten schließt sich an. Der DNV behält sich vor, die Projektbeschreibungen der einreichenden Teilnehmer bei Bedarf zu kürzen und die geeigneten Abbildungen auszuwählen.

Mitglieder DNV: Joachim Grüter, (Präsident Deutscher Naturwerkstein-­ Verband (DNV), Würzburg) Thomas Hippelein, (Vizepräsident DNV, Satteldorf) Heinrich-Georg Hofmann, (Leiter der ­Bautechnik im DNV, ­Werbach-Gamburg) Frank Peffekoven, (Leiter der Öffentlichkeitsarbeit im DNV, Lindlar)

Organisation Reiner Krug, DNV, Würzburg Beate Ullrich, DNV, Würzburg


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er Deutsche Naturstein-Preis 2013 stellt Naturstein als einen Baustoff in den Vordergrund, der hinsichtlich der Umwelteinwirkungen, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz vorbildlich ist. Es werden nutzerorientierte Projekte aus Naturstein im Innen- und Außenbereich ausgezeichnet, die beispielhaft für eine hohe architektonische Qualität, eine technischinnovative Anwendung und eine nachhaltige Konstruktion aus Naturstein stehen. Der Wettbewerb stellt Naturstein als einen Baustoff in den Vordergrund, der durch die individuelle Behandlung von Details und Oberflächen wie kaum ein anderer auch bei kleineren Projekten zu einem Raum bildenden Element wird. Prämiert wird die vorbildliche Gestaltung und technisch zeitgemäße Konstruktion von Projekten in Europa unter maß­geblicher Verwendung von Naturstein aus Europa, ausgeführt von europäischen NatursteinFachbetrieben.

Beurteilungskriterien sind • Gestaltungsqualität • Technisch beispielhafte Konstruktion • Einbindung der Projekte in die ­vorhandene Umgebung • Adäquate Verwendung von Naturstein • Umweltbewusste und nachhaltige ­Bauweise • Funktionale Brauchbarkeit Die Preisnominierungen fanden in den vier nachstehenden Kategorien statt: • A: Ö  ffentliche Gebäude und ­Gewerbebauten (Fassaden und Innenausbau) • B: Landschaftsbau und Freiraum­ gestaltung (Gärten, Parks und Plätze) • C: Massive Bauteile und Bauen im Bestand (Steindetails, Sanierung und Rekonstruktion) • D: Ein- und Mehrfamilienhäuser ­(Fassaden und Innenausbau)

Deutscher Naturstein-Preis 2013


Vorwort

Bauen mit Naturstein: nachhaltig, energieeffizient, zeitgemäß Mit dem Deutschen Naturstein-Preis 2013 werden nutzerorientierte Projekte aus Naturstein im Innen- und Außenbereich ausgezeichnet, die beispielhaft für eine hohe architektonische Qualität, eine technisch-innovative Anwendung und eine nachhaltige Konstruktion aus Naturstein stehen. Der Deutsche Naturstein-Preis stellt Naturstein als einen Baustoff in den Vordergrund, der hinsichtlich der Rücksichtnahme auf Umwelt, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz vorbildlich ist.

Die Verleihung des Deutschen NatursteinPreises findet bereits zum 16. Mal statt, und es erfüllt alle Verantwortlichen mit Stolz, dass sich der Deutsche Naturstein-Preis in den nun bereits 30 Jahren seit der ersten Preisverleihung im Jahre 1983 zu einem der anerkanntesten Architekturpreise entwickelt hat. Der Deutsche Naturwerkstein-Verband e.V. (DNV) vergibt den Architektur-Preis alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA) anlässlich der internationalen Fachmesse Stone+tec in Nürnberg. Erstmalig haben wir in diesem Jahr für die Einreichungen zum Deutschen NatursteinPreis vier unterschiedliche Kategorien ausgelobt: A. Öffentliche Gebäude und Gewerbebauten B. Landschaftsbau und Freiraumgestaltung C. Massive Bauteile und Bauen im Bestand D. Ein- und Mehrfamilienhäuser Mit dieser Auslobung wollen wir die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Natur-

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steins hervorstellen, der als ältester Baustoff der Welt nichts von seiner Faszination verloren hat. Umweltfreundlichkeit, Schadstofffreiheit, Wiederverwertbarkeit und Entsorgung sind Schlagworte, die auch im Bauwesen verstärkt verwendet werden und hohe Anforderungen an den Baustoff stellen. Hier kann der Naturstein die Vorteile seiner natürlichen Entstehung zur Geltung bringen. Die Nachhaltigkeit und Schadstofffreiheit der Natursteine sichert dem Baustoff der Vergangenheit auch seine Zukunft. Mit Naturstein wird der neue Anspruch im Baugeschehen, der sowohl auf Ästhetik und Lebensqualität, als auch auf Dauerhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit des Materials abzielt, in besonders geeigneter Weise erfüllt. Jeder Naturstein hat einen eigenständigen Charakter, der durch die Dimensionierung und die unzähligen Möglichkeiten der Oberflächenbearbeitung betont wird. Durch eine zeitgemäße Bearbeitung setzt er heute neue Akzente und ermöglicht eine eigenständige

Gestaltung unserer Städte, wobei er sich wie kaum ein anderes Baumaterial in das architektonische Gesamtbild einfügt. Mein Dank gilt den vielen Architekten und Bauplanern, die sich im Laufe von 16 Naturstein-Preisen mit ihren qualitätsvollen Einreichungen beteiligt und diesem Wettbewerb ganz wesentlich zu seiner heutigen Bedeutung verholfen haben. Mit fast 60 eingereichten Arbeiten wurde wieder eine hervorragende Beteiligung erzielt und die qualitativ hochwertigen Einreichungen zeigen die herausragende Bedeutung des Natursteins für eine hochwertige und nachhaltige Architektur.

Joachim Grüter Präsident DNV


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eit der Antike prägt Naturstein wie kein anderes Material Architektur und Städtebau. Wegen seines variantenreichen Erscheinungsbildes und seiner Dauerhaftigkeit ist Naturstein nach wie vor hoch geschätzt. Als ressourcenschonender Baustoff ist er zudem prädestiniert, tragende Perspektiven für die ökologischen Herausforderungen unsere Zeit zu eröffnen. Sein Farbenreichtum, seine zahlreichen Bearbeitungsweisen wie auch seine hervorragenden technischen Eigenschaften ermöglichen es, Naturstein als Baustoff sowohl im Innen- und Außenraum, als Fassadenbekleidung, Bodenbelag oder auch als Möblierung einzusetzen. Um dieser Vielfalt gerecht zu werden, haben die Auslober des im zweijährigen Rhythmus verliehenen Deutschen Naturstein-Preises – der Deutsche Naturwerkstein-Verband unter Mitwirkung des BDA und mit großzügiger Unterstützung der NürnbergMesse – die Struktur des Preises den vielgestaltigen Einsatzmöglichkeiten des Baustoffes angepasst: Aus rund 60 eingereichten Arbeiten wurden 15 herausragende Projekte in vier Kategorien nominiert, die Naturstein in besonderem Maße ästhetisch anspruchsvoll, innovativ und nachhaltig einsetzen. Die in den vier Kategorien ausgezeichneten Projekte geben einen hervorragenden Überblick darüber, in welcher Weise Naturstein in öffentlichen Gebäuden und Gewerbe-

bauten, in Ein- und Mehrfamilienhäusern, als Gestaltungsmittel für die Landschafts­ architektur sowie als Material für das Bauen im Bestand auf technisch und ästhetisch beispielhafte Art eingesetzt werden kann. Insbesondere der Sieger des diesjährigen Preises, das Gebäude für e-Science LAB der ETH Zürich von Baumschlager Eberle, überzeugte die Jury: Das Bauwerk schlägt auf äußerst raffinierte Weise die Brücke zwischen der spezifischen Ästhetik von Natursteinbauten und der filigranen Leichtigkeit eines Glasbaus und kann in gestalterischer und programmatischer Hinsicht als wegweisend angesehen werden. Gleichzeitig ist das Gebäude ein herausragendes Beispiel für eine Architektur, die durch Form, Gebäudestruktur und Fassadenausbildung die Voraussetzungen für einen geringen Energieaufwand schafft. So zeugt das Forschungsgebäude der ETH Zürich von einem großen Verständnis für Material, Propor­ tionen und räumliche Wirkung und die Architekten Baumschlager Eberle belegen eindrucksvoll, wie Naturstein in der Archi-

tektur mehr als nur eine dekorative Rolle einnimmt. Mit der Auswahl der diesjährigen Preisträger zeigt sich ein weiteres Mal die hohe technische Qualität und der gestalterische Anspruch, mit dem Naturstein in der Architektur verwendet wird. Dass dieser hohe Stand der Baukultur sowohl in architektonischer wie auch in handwerklicher Hinsicht alle zwei Jahre mit dem Deutschen Naturstein-Preis gewürdigt wird, dafür gilt ein besonderer Dank dem Deutsche Naturwerkstein-Verband.

Michael Frielinghaus Vorsitzender der Jury und Präsident Bund Deutscher Architekten BDA

Deutscher Naturstein-Preis 2013


Auszeichnungen 2013 Deutscher Naturstein-Preis Preisträger 2 15.000,–

Preisträger 2 5.000,–

Kategorie A Öffentliche Gebäude und Gewerbe

Kategorie B Landschaftsbau und ­Freiraumgestaltung

Baumschlager Eberle Lindauerstraße 31 6911 Lochau, Österreich

LOMA architecture . landscape . urbanism Friedrich-Engels-Straße 27 34117 Kassel

Mitarbeiter: Elmar Hasler, Peter Kaufmann, Marco Franzmann, Sebastian Kirsch, René Bechter, Torsten Guder, Sönke Tim, Alexia Monauni

Mitarbeiter: Hanna Stiller, Sabrina Campe

Nominierungen

Nominierungen

Stanton Williams 36 Graham Street London N1 8GJ, England

Barbara Willecke, planung.freiraum Landschaftsarchitektin BDLA Richard-Sorge-Straße 73 10249 Berlin

Siegfried Delueg Pfarrplatz 3 39042 Brixen, Italien Max Dudler Architekten AG Kasernenstrasse 97 8021 Zürich, Schweiz

RMP Stephan Lenzen ­Landschaftsarchitekten Klosterbergstraße 109 53177 Bonn

Arge Atelier WW Wäschle Wüst I Max Dudler Kasernenstrasse 97 (md), 8021 Zürich, Schweiz Asylstraße 108 (aww), 8032 Zürich, Schweiz B&V Braun Canton Volleth Architekten GmbH Hanauer Landstrasse 172 60314 Frankfurt/M.

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Preisträger 2 5.000,–

Preisträger 2 5.000,–

Kategorie C Massive Bauteile und Bauen im Bestand

Kategorie D Ein- und Mehrfamilienhäuser

Max Dudler Oranienplatz 4 10999 Berlin

Petra und Paul Kahlfeldt Architekten Partnerschaftsgesellschaft Kurfürstendamm 58 10707 Berlin

Mitarbeiter: Simone Boldrin (Projektleiter) Julia Werner, Handan Özdemir, Patrick Gründel

Mitarbeiter: Rüdiger Semang (Projektleiter), Objektüberwachung: Ekert&Probst Architektinnen

Nominierungen

Nominierungen

Bayer & Strobel Architekten BDA Richard-Wagner-Str. 1 67655 Kaiserslautern

Petra und Paul Kahlfeldt Architekten Partnerschaftsgesellschaft Kurfürstendamm 58 10707 Berlin

Max Dudler Oranienplatz 4 10999 Berlin

Anton Graf – Architekt – Moritzbergstr. 61 90482 Nürnberg

Deutscher Naturstein-Preis 2013


ETH Zürich e-Science-Lab Neubau HIT Zürich, Schweiz Deutscher ­NatursteinPreis 2013 & Kategorie A Preisträger

Projektbeschreibung Baumschlager-Eberle sucht am Hönggerberg die Übereinstimmung zwischen Präzisierung der Topografie und optimaler Flexibilität in der Baustruktur. Von Nutzerseite wird das e-Science Lab mit sehr viel Elektronik gefüllt werden und dennoch entsteht kein High-Tech-Building als Emblem für den Datenhighway. Die Architekten haben vielmehr einen schnörkellosen Quader entwickelt, der die vielfachen planerischen Aufgaben integriert: Seine Raumgeometrie setzt an der Hangkante des ETH-Areals ein

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klares Zeichen, das in seiner Zeitlosigkeit ganz selbstverständlich wirkt. Mehr noch unterstützt der Quader eine Architektur, die ihre Abhängigkeit von der Haustechnik freispielt. Der Körper bildet den Rahmen für das Beziehungsnetz im Lehr- und Forschungsbetrieb des e-Science Lab. Sechs Seminarräume schaffen im Inneren tatsächlich begreifbare Volumina. Die Außenräume dieser Bildungsboxen definieren die zentrale Halle mit dem MMU-Saal (=Multimedialer Unterricht) im Bewegungsfluss der ringför-


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migen Erschließung bis hin zu den Forschungsbüros. In den Forschungsbüros selbst bewährt sich ebenfalls das Orthogonale des Quaders, weil es wesentlich zur Flexibilität beiträgt. Im Achsraster von 1,20 Meter schließen Wandelemente direkt an die Fassade an. Sie konstituieren die kleinste Raumeinheit mit eigenem Mikroklima. Dieser atmosphärische Freiraum wandelt sich an der Fassade zu einem räumlichen. Die horizontalen Balkonbänder und die vertikalen Travertin-

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blenden machen die Fassade zum Vexierbild: In der Frontalen verändert sich das Plastisch-Kompakte der halbtotalen Ansicht zu einer zarten Struktur. Dieses Netzwerk wurde mit römischen Travertin Romano Navona umgesetzt. 717 Blendschotte im Maß 0,90 x 3,65 m gliedern die ebenfalls mit offenporigem Travertin verkleidete Fassade. Im Inneren wurde der Naturstein verspachtelt. Insgesamt wurden 3.500 m2 Travertin als Bodenbelag und 2.200 m2 als Wandbelag verwendet.


Kennziffer: 1327 ETH Zürich e-Science-Lab Neubau HIT Standort: Wolfgang-Pauli-Straße 27 8092 Zürich Schweiz Art der Nutzung: Universitätsgebäude Bauherr/Bauträger: ETH Immobilien Abteilung Bauten Zürich Kreuzplatz 5 8092 Zürich Schweiz Architekt/Planverfasser: Baumschlager Eberle Lindauerstraße 31 6911 Lochau Österreich

Jurybewertung Das Gebäude für e-Science LAB der ETH Zürich überrascht durch seine scheinbar einfache Ausbildung des Baukörpers und der Fassaden. Der Entwurf setzt auf Minimierung von Rauminhalt und Gebäudehülle in einem kompakten Baukörper. Dessen Gestalt wird geprägt durch umlaufende Balkone, in die senkrecht zur Fassade vertikale Travertin-Scheiben eingestellt sind. Sie werden zum signifikanten Element der Architektur und bilden gleichzeitig eine klimatisch wirksame Hülle für das Gebäude. Die auf Abstand zur inneren Fassade angeordneten 3,60 m hohen Natursteinelemente verschatten die Innenräume und sichern gleichzeitig einen Luftwechsel im Fassaden-

bereich. Das Gebäude ist somit ein herausragendes Beispiel für eine Architektur, die schon durch die Form des Baukörpers, durch Gebäudestruktur und Fassadenausbildung die Voraussetzungen für einen geringen Energieaufwand schafft. Die vorgelagerten Scheiben aus Naturstein verleihen – je nach Standort des Betrachters – der Fassade plastische Tiefe oder einen nahezu ungestörten Durchblick. Die Jury würdigt insbesondere die einzigartige Entwurfsidee für ein steinernes Gebäude, das ausschließlich von der Wirkung des Travertin geprägt wird und dennoch leicht und filigran erscheint.

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Mitarbeiter: Elmar Hasler, Peter Kaufmann, Marco Franzmann, Sebastian Kirsch, René Bechter, Torsten Guder, Sönke Tim, Alexia Monauni Naturstein: Travertin Romano Nova Fotograf: Eduard Hueber, New York


Außenanlagen Hambacher Schloss Neustadt/Weinstraße Kategorie B Preisträger

Projektbeschreibung Das Hambacher Schloss wurde 1832 zur „Wiege der deutschen Demokratie“ (Theodor Heuß) und zur Demonstration für natio­ nale Einheit und Freiheit … heute ist das Hambacher Schloss Veranstaltungsort für Ausstellungen, verschiedenartige Konzerte, Vorträge, Tagungen und vieles mehr. Die Schlossanlage selbst und der Schlossberg definieren sich über ihre geschichtliche Bedeutung und ihre naturräumliche Lage im Biosphärenreservat. Die exponierte topographische Lage des Schlosses auf dem Felssporn einer Buntsandsteinformation und die Bedeutung des Areals als Baudenkmal und Geburtsort der Deutschen Demokratie erfordern eine ganzheitliche Betrachtung des Genius Loci.

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Das Hambacher Schloss liegt auf dem Schlossberg, einem 325 m hohen Vorberg aus der Bergkette des Haardtgebirges. Im Westen liegt die Haardt, der östliche Rand des Pfälzer Waldes, im Osten, etwa 200 m tiefer, die Oberreihnische Tiefebene, 5km südlich von Neustadt an der Weinstraße. Die Burganlage wird von drei Mauerringen umgeben, zwischen diesen die neuen Ebenen der Aussenanlage eingefügt wurden. Die Entstehungszeit der Burg hat ihre Wurzeln in der Römerzeit, ab dem 11. und bis zum 14. Jahrhundert entstanden die Schildmauern. Nach einer langen Phase im ruinösen Zustand und spontaner Aufwertung des Ortes in Jahr 1832 durch das Hambacher Fest („Geburtsstunde der deutschen

Demokratie“) wurde ab 1845 durch August von Voit mit dem Neubau zur „Maxburg“ für Maximilian von Bayern begonnen. Im Rahmen eines internationalen Wett­ bewerbsverfahrens wurde neben Dudler Architekten Berlin für die hochbaulichen Aufgaben, das Architekturbüro LOMA für die Umgestaltung der Aussenanlagen ausgewählt. Wichtiger Aspekt der Planungsmaßnahmen war der Umgang mit den vorgefundenen Zeitschichten und das „Lesbarmachen der historisch unterschiedlichen, steinernen Bauteile. Die Burganlage stellt ein über die Jahrhunderte gewachsenes Gesamtkunstwerk aus Stein dar. Um diese „Erfolgsgeschichte“


weiterzuschreiben, war eine Ausführung möglichst vieler Bauteile in Naturstein anzustreben. In einem „Atlas der Steinmaterialien, Oberflächen und Körnungen“ wurden die räumliche Zuordnung des Natursteinmaterials von der unteren Eingangsebene bis zum obersten Platz definiert: Naturstein in Eleganz und Präzision auf der Ebene des Panoramaplatzes, Naturstein in seiner Rauheit und Ursprünglichkeit im mittleren Ruinenweg, sowie Naturstein in gebrochener Körnung auf dem historischen „Freiheitspfad“ durch den Schlosswald. Alle verwendeten Natursteine wurden zwingend aus Rheinland-Pfalz – und möglichst vor Ort bezogen. Der neue Panoramaplatz bildet das Zentrum

und den oberen Abschluss der Anlage. In südlicher und westlicher Richtung eröffnet sich durch die Setzung der steinernen Außenkanten ein grandioser Panoramablick über die Weite der Rheinebene. Eine großzügige Rampenanlage leitet barrierefrei auf die zweite Ebene der Restaurantterrasse hinab. Die ruhige Stringenz des „Steinernen Parketts“ bindet die Natursteinoberflächen und Formen des groben anstehenden Fels, die raue mittelalterliche Schildmauer, das wuchtige Buckelquadermauerwerk des 19. Jahrhunderts und die Fassade des Neubaus zusammen. Die Lage des historischen Voitschen Vorbaus wurde subtil in das Natursteinparkett eingearbeitet.

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Jurybewertung Der besondere Reiz des Projektes liegt neben seiner geschichtlichen Bedeutung des Hambacher Schlosses, die mit dem denkmalgerechten Umbau und dem Erweiterungsbau für das Schloss dokumentiert ist, auch an seiner landschaftlich prominenten Lage am Rande der Rheinebene. Der landschaftsarchitektonische Entwurf besticht durch seine differenzierte und einfühlsame Haltung im Umgang mit Naturstein. Die Stringenz des „Steinernen Parketts“ markiert die neue Panoramaterrasse, hält die unterschiedlichen Platzniveaus zusammen und steht im Dialog mit dem natürlich anstehenden Fels und den verschiedenen bauhistorischen Zeitschichten. Der als präzise formulierte steinerne Tep-

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pich führt die neuen und alten Elemente zusammen und verleiht dem Ort eine starke Prägung. Neben den großen Gesten lebt das Projekt aber vor allem von seiner Detailgenauigkeit im Umgang mit Naturstein, wie es z. B. die Abdeckungen der Entwässerungsrinnen zeigen. Vor allem aber die Markierung des Voithschen Vorbaus im Grundriss, durch die bunt gespitzte Oberfläche der Leistädter Natursteinplatten, begeistert den aufmerksamen Besucher. Neben der starken Gesamtwirkung des Schlossinnenbereiches fasziniert der landschaftsarchitektonische Entwurf im Übergang zu den Aussenbereichen entlang des Ruinenweges. Die differenzierte Zonierung in Rinnenkörper, befestigtem Weg und der halbbefestigten


Kennziffer: 1306 Außenanlagen Hambacher Schloss Standort: Neustadt an der Weinstraße Art der Nutzung: Außenanlage des Schlossareals als Ensemble aus Platzfolgen, Wegen, ­Gassen und Schlosspark Bauherr/Bauträger: Stiftung Hambacher Schloss vertreten durch die LBB Landau Untertorplatz 1, 76829 Landau Architekt/Planverfasser: LOMA architecture . landscape . urbanism Petra Brunnhofer + Ilija Vukorep + ­Wolfgang Schück GbR Friedrich-Engels-Straße 27 34117 Kassel Struktur mit den unterschiedlichen Natursteinkörnungen geben dem Ruinenweg eine dem Ort angemessen Gestaltung, die einen einfühlsamen Umgang in historischen Kontext dokumentieren. Vor diesem Hintergrund ist der vorliegende Beitrag in einzigartiger Weise ein Beispiel für einen im Detail präzisen und in der Gesamtkomposition stimmigen Entwurf, der über den sensiblen und einheitlichen Umgang mit Naturstein dem Ort jene Würde verleiht, die dem Schloss Hambach

in seiner Wirkung die volle Entfaltung möglich macht. Der Beitrag besticht durch seine strukturelle Klarheit und architektonische Ästhetik, die über das gewählte Natursteinmaterial in besonderer Art und Weise erlebbar gemacht werden. Für die Pflege der Baukultur im öffentlichen Raum und für die architektonisch -landschaftsarchitektonische Gesamtkomposition, ist die Gestaltung der Außenanlagen am Hambacher Schloss ein herausragendes Beispiel.

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Deutscher Naturstein-Preis 2013

Mitarbeiter: Hanna Stiller, Sabrina Campe Naturstein: Leistädter Sandstein, örtlicher Buntsandstein, Albersweiler Granit Fotograf: Wolfgang Schück, Kassel


Denkmalgerechter Umbau und Erweiterungsbau Hambacher Schloss Neustadt/Weinstraße Kategorie C Preisträger

Projektbeschreibung Das Hambacher Schloss, Schauplatz des „Nationalfests der Deutschen“, repräsentiert in einzigartiger Weise europäische und deutsche Geschichte. Die Maßnahme entwickelt den denkmalgeschützten Bestand behutsam für die heutigen Bedürfnisse weiter. Die Gestaltung respektiert die Sprache des Ortes und sucht innerhalb dieses Vokabulars eine passende Antwort. Das Vorhaben unterteilt sich in drei Etappen: Zunächst wurden die Innenräume von historisierenden Einbauten befreit und minimal neu definiert. Eine barrierefreie Erschließung wurde realisiert und der Festsaal mit seinen charakteristischen Bruchsteinwänden zu

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Veranstaltungsräumen umgestaltet. Die zweite Phase umfasst den Neubau eines Restaurants mit Aussichtsterrasse. In der dritten Phase wird ein Entreegebäudes an der äußeren Ringmauer entstehen. Die konzeptionelle Idee für den Weiterbau des Ensembles beruht auf der Transformation des vor Ort aufgefundenen Motivs der Wehrmauer: Der Hang der Burganlage ist über konzentrische Wehr- und Stützmauern abgefangen, die sich zum Hochpunkt der Anlage hin verdichten. Die Analogie – „das Haus als Mauer“ – wird zum architektonischen Thema der Neubauten. Die Wehrmauern wurden gewissermaßen aufgedop-


pelt und in ein plastisch durchgeformtes Gebäude von nutzbarer Raumtiefe umgestaltet. Für die Fassaden des Restaurants „1832“ wurde der Leistädter Sandstein des Schlosses verwendet. Er ist gespalten und selbsttragend aufgemauert. So entsteht eine haptische, rauhe Oberfläche. Das Mauerwerk des Schlosses mit seinen plastischen „Buckelquadern“ kehrt also im Neubau in zeitgenössischer Form wieder. Talseitig weist der Neubau tief eingeschnittene Öffnungen auf, die von außen betrachtet rahmenlos erscheinen. Der Baukörper erscheint dadurch plastisch, fast monolithisch. Für den Besucher des Restaurants wirken die

innenbündig verglasten Fenster wie Gemälde unterschiedlichen Formats. Jedes einzelne rahmt Ausschnitte der fantastischen Landschaft. Sie sind eingefasst in eine Wandbekleidung aus schwarzer Kirsche, die spielerisch an die überlieferte Form der Wandbehandlung des Schlosses anknüpft und als hochinstallierter Bereich gleichzeitig der Regulierung des Raumklimas und der indirekten Beleuchtung dient. Ausbau und Möblierung wurden durchgängig eigens für das Gebäude geplant.

Deutscher Naturstein-Preis 2013


Detailschnitt Fenster (ohne NRWG) Innenliegernder Blendschutz,

Fuge mineralisch geschlossen

Abfangkonstruktion der Vormauerschale Abmessungen

Detailschnitt Fenster (ohne NRWG) Innenliegernder Blendschutz, Innenansicht

Blendschutz von oben revisonierbar, Holzdeckel

Außenansicht

Fuge offen (keine Lasteinleitung in Sturz)

Leistädter Sandstein

Holzart: black cherry

Fuge mineralisch geschlossen

Abfangkonstruktion der Vormauerschale Abmessungen

Innenansicht

Blendschutz von oben revisonierbar, Holzdeckel

Außenansicht

Holzart: black cherry

Fuge offen (keine Lasteinleitung in Sturz)

Leistädter Sandstein

Innenkante Aussenkante

Ansicht Fenster

Auflager nach Mauerwerks-DIN 1053

mehrfach gekantes Blech, ausgebildet als Wanne zum Sammelung & Abführung des Regenwassers zur Fallleitung

Wandverkleidung schematische Darstellung

Ansicht Fenster

raumseitige Dampfsperre sd>= 150 m

Innenkante SML-Rohr DN 50, gem. A Haustechnik Aussenkante Stutzen anschweißen an Fallleitung, Befestigung punktuell

Auflager nach Mauerwerks-DIN 1053

mehrfach gekantes Blech, ausgebildet als Wanne zum Sammelung & Abführung des Regenwassers zur Fallleitung

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SML-Rohr DN 50, gem. A Haustechnik Stutzen anschweißen an Fallleitung, Befestigung punktuell


Kennziffer: 1326 Denkmalgerechter Umbau und Erweiterungsbau Hambacher Schloss Standort: Neustadt an der Weinstraße Art der Nutzung: Denkmal, Museum, Veranstaltungsort, Büros, Restaurant Bauherr/Bauträger: Stiftung Hambacher Schloss vertreten durch Landesbetrieb LBB Niederlassung Landau Untertorplatz 1 76829 Landau Architekt/Planverfasser: Max Dudler Oranienplatz 4 10999 Berlin Mitarbeiter: Simone Boldrin (Projektleiter) Julia Werner, Handan Özdemir, Patrick Gründel

Jurybewertung

Naturstein: Leistädter Sandstein

Die sensible Heilung und Weiterentwicklung des historischen Ortes mit einem kraftvollen skulpturalen Mauerthema gelingt auch und gerade aus der Wahl und Beherrschung des eingesetzten Materials: Selbstbewußsein und Einfühlung in den Ort, Eindeutigkeit und Zurückhaltung, Präzision und Ruhe kennzeichnen die herausragenden Qualitäten der architektonischen Gesamt-Komposition und ihrer Hülle aus regionalem Sandstein. Gespaltene aufgemauerte Sandsteine nehmen in Maßstäblichkeit und Textur Bezug zum historischen Festsaal, dessen Innenwände im Rahmen der Restaurierung vom gleichen Büro freigegelegt wurden. So entsteht neben den Buckelquadern der historischen Schlossfassade eine zugleich zeitlose und zeitgemäße Natursteinfassade, die das Ensemble kongenial umhüllt. Formale Reduktion, Detaillösungen von unaufdringlicher technischer Perfektion und handwerkliche Meisterschaft sind die hier ideal umgesetzten Rahmenbedingungen, unter denen sich Qualität und Schönheit des Materials entfalten können.

Fotograf: Stefan Müller, Berlin

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Wohnhaus München Kategorie D Preisträger

Projektbeschreibung Um einen zweigeschossigen Zentralraum gruppieren sich die gleichförmigen Räume des Hauses, in den Achsen liegen die Hauptund Nebenerschließungen. Das Gebäude ist allseitig aus Crailsheimer Muschelkalk gemauert. An der Straßenfront öffnet sich die Wand zu einer Eingangsloggia, seitlich bilden massive Pfeilerfronten die Zugänge. Öffnungen mit Eichenfenstern oder mit Stein verschlossen rhythmisieren die Fassadenflächen. Zum

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Garten löst sich das Volumen in Stützen und Balken auf, es bilden sich Loggien, ­Balkone und großzügig verglaste Räume. Das umlaufend geneigte Dach aus Eifelschiefer läuft seitlich vor der rückwärtigen Fassadenkante aus und der so über die gesamte Gartenfront verlaufende Erker ermöglicht eine weiträumige Terrasse. Das bestimmende architektonische Konzept des Hauses ist die Fassade aus Stein, thema-


tisiert als Wand und Skelett. Die massiven Stßtzen sind aus einem Stein aufgerichtet, die Wandflächen aus 14 cm dickem Mate­ rial geschichtet. Alle ordnenden und gliedernden Profile und Gesimse sind aus dem Block gearbeitet und so bildet sich eine homogene Materialstruktur. Die Textur des Muschelkalks verbindet alle Teile zu einem ruhig wirkenden Ganzen von strenger Einfachheit.

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Wettbewerbsgrundriss

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Kennziffer: 1355 Wohnhaus in München Standort: München-Bogenhausen Art der Nutzung: Neubau eines Wohnhauses Bauherr/Bauträger: Privat Architekt/Planverfasser: Petra und Paul Kahlfeldt Architekten Partnerschaftsgesellschaft Kurfürstendamm 58 10707 Berlin Mitarbeiter: Rüdiger Semang (Projektleiter), Objektüberwachung: Ekert&Probst Architektinnen Naturstein: Crailsheimer Muschelkalk Fotograf: Stefan Müller, Berlin

Jurybewertung In ihrem klassizistischen Gestus und steinernem Kleid evoziert die Stadtvilla eine Sehnsucht, abhanden gekommene Baukultur wieder zu finden. Es geht dabei nicht so sehr um das Besondere an sich, das Anderssein, sondern um eine Normalität, die ideal oder zumindest besonders gut ist. Die ­klassische Sehnsucht nach idealer Normalität spiegelt sich auch in der palladianesken Attitüde wieder, in den Unterlagen nicht den gebauten Grundriss, sondern einen idealisierten Grundriss abzubilden. Die Fas-

sadenkomposition überlagert palladianische Kompositionsprinzipien mit modernen, beispielsweise die Wiederholung der Geschosshöhe. Daraus entsteht ein Haus mit einer ganz eigenen emotionalen Geladenheit, die innerhalb der Jury kontrovers diskutiert wurde. Zweifellos besteht aber eine hohe Kongruenz zwischen dem Anspruch des Hauses und der außergewöhnlichen handwerklichen Qualität seiner komplexen Steinfassade.

Deutscher Naturstein-Preis 2013


The Sainsbury Laboratory Cambridge, England Kategorie A Nominierung

Projektbeschreibung Das Sainsbury Laboratory, ein 11.000 m2 großes botanisches Wissenschaftszentrum, das zum Botanischen Garten der Universität Cambridge gehört, ist ein Treffpunkt für führende Wissenschaftler aus aller Welt mit einer Arbeitsumgebung von höchster Qualität. Das Design verbindet komplexe wissenschaftliche Anforderungen mit dem Wunsch nach einer Architektur, die sich in die Landschaft einpasst und eine gesellige, anregende Umgebung für innovative Forschung und Zusammenarbeit bietet. Das Gebäude umfasst Laboratorien, Supportbereiche und Treffpunkte, das Herbarium der Universität

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und ein neues, der Öffentlichkeit zugängliches Café. Typisch für die Identität des Gebäudes ist die Art und Weise, wie man es als Sequenz von Räumen erlebt, die entsprechend ihrer Beziehung zu dem sie umgebenden Garten konzipiert wurden, der von John Henslow, Darwins Tutor und Mentor angelegt wurde. Die starke Einbindung des Gebäudes in die es umgebende Landschaft verleiht ihm eine einzigartige visuelle Präsenz. Zwei Stockwerke erheben sich über dem Boden; ein zusätzliches Untergeschoss verringert die Höhe des Gebäudes. Das in Beton einge-


Kennziffer: 1318 The Sainsbury Laboratory Standort: Cambridge, England Art der Nutzung: Plant science research centre Bauherr/Bauträger: University of Cambridge Estate Management 74 Trumpington Street Cambridge CB2 1RW England Architekt/Planverfasser: Stanton Williams 36 Graham Street London N1 8GJ England fasste Gebäude besitzt eine Fassade aus Naturstein, aus gelbem französischem Jaumont Kalkstein. Diese verleiht dem Gebäude insgesamt einen starken horizontalen Effekt, während das obere, mit Säulen bestückte Stockwerk mit 4,5 Meter hohen Kalksteinsäulen, die dem Bauwerk Vertikalität verleihen, abgesetzt ist. Die Massivität, die durch das schichtähnliche geologische Aussehen des Gebäudes (wobei sich Lagen aus Stein und Beton abwechseln) erzielt wird, erinnert an die Darwinsche Evolutionstheorie und erweckt den Eindruck einer Beständigkeit, die man von einem wichtigen Forschungszentrum erwartet. Die äußere Struktur wird durch die Verwendung solider Crossland Hill Yorkstone Bänke und Pflaster aus dem gleichen Material unterstrichen, das auch innen für eine Steintreppe verwendet wurde, die das Herbarium im Erdgeschoss mit den oberen Stockwerken verbindet. Naturstein bestimmt auch die innere Struktur des Gebäudes, wobei der Stein als kreatives Gestaltungselement genutzt wird, das sich bis zu einem Kunstwerk von Susanna Heron erstreckt, welches direkt in den Kalkstein hinein gearbeitet wurde und somit einen Hintergrund für den Hörsaal des Labors bildet. Design, Kunsthandwerk und technische Innovation auf hohem Niveau waren erforderlich, um diese außergewöhnliche gute Qualität der Steinarbeit möglich zu machen. Spezielle Hebegeräte wurden entwickelt, um die Steintreppe und die Außensäulen vorsichtig an Ort und Stelle zu platzieren. Die Verwendung von Naturstein trägt

außerdem zur starken ökologischen Berechtigung dieses robusten, äußerst anpassungsfähigen BREEAM-zertifizierten Gebäudes bei. Die äußeren Steinsäulen bilden nicht nur einen strukturelle Stütze, sondern spenden auch vertikalen Schatten. Sämtliche Steine wurden sorgfältig von nachhaltig arbeitenden Lieferanten bezogen und bereits im Steinbruch zugeschnitten, um den Transport von Abfall zu minimieren.

Jurybewertung Das Sainsbury Laboratory bietet Raum für die Begegnung und Zusammenarbeit von führenden Wissenschaftlern der Universität Cambridge in einem Gebäude, das fließende Übergänge zu der umgebenden Parklandschaft bietet. In einer linearen Raumfolge werden Labore, wissenschaftliche Stützpunkte und Sitzungsräume aneinandergereiht und mit dem Herbarium der Universität sowie einem öffentlichen Café ergänzt. Die 4,5 m hohen, vertikal gestellten Natursteinscheiben in dichter Abfolge bilden Fassadenbänder, die die Raumabwicklung des Inneren widerspiegeln und gleichzeitig gut proportionierte Außenräume fassen. Diese werden so zum Teil einer anspruchsvollen Landschaftsplanung. Durch die Beschränkung auf wenige Materialien und die Ausformung klar gegliederter Gebäudekonturen entsteht ein würdiger und gestalterisch überzeugender Ort, der seiner internationalen Bestimmung für wissenschaftliche Forschung gerecht wird.

Deutscher Naturstein-Preis 2013

Mitarbeiter: Ram Ahranov, Andre Baugh, Francesca Bergamini, Simon Blunden, Stuart Bourne, Alex Buckland, Gioia Castiglioni, Alistair Cook, Bertil Donker, Tom Finch, Andy ­Garton, Elena Gaydar, Sanjay Ghodke, John Hatton, Gavin Henderson, Kalpesh Intwala, Larissa Johnston, Nina Langner, Nick Mills, Peter Murray, Venetia Playne, Patrick Richard, Alan Stanton, Caryl ­Stephen, Vera Tang, Michele Tarroni, Moritz Therfelder, Hayley Thompson, Paula Trindade, Paul Williams, Henry ­Williams, Carmen Yip Naturstein: Jaumont Kalkstein Fotograf: Hufton+Crow, London


Pfarrzentrum „Mutter Teresa von Kalkutta“ Bozen, Italien Kategorie A Nominierung

Projektbeschreibung Das Pfarrzentrum Mutter Theresa von Kalkutta ist die neue Mitte des Stadtteils Fir­ mian in Bozen. Auf einer zentralen, von hohen Häuserblöcken umstandenen Fläche, entwickelt sich eine flache Struktur aus Baukörpern, Höfen und Zwischenräumen. Neben einer Kirche mit einem Sakralraum für zweihundertachtzig Gläubige nehmen die ein- und zweigeschossigen Baukörper das Gemeindezentrum und das Pfarrhaus auf. Die durchgehende Verwendung von Naturstein – Sellenberger Muschkalk – verbindet

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den gesamten „geweihten Bezirk“, die Kirche, das Pfarrheim und die Höfe zu einer vielfältigen Einheit. Nicht nur alle Fassadenflächen, sondern auch die Bodenbeläge der Kirche, der Kirchgang, die gepflasterten Höhe und die Platzflächen wurden im Sinne der Einheit alle mit dem gleichen Muschelkalk ausgeführt. Sie unterscheiden sich lediglich in leicht unterschiedlich rauen Oberflächen (C 60, C 120) und in einer Vielzahl unterschiedlicher Formate.


Kennziffer: 1323 Pfarrzentrum„Mutter Teresa von Kalkutta“ Standort: Nikolaus Firmian Platz 1 39100 Bozen Italien Art der Nutzung: Kirche, Pfarrheim und Pfarrhaus Bauherr/Bauträger: Diözese Bozen Brixen Pfarrei Mutter Teresa von Kalkutta Domplatz 1 39100 Bozen Italien Architekt/Planverfasser: Siegfried Delueg Pfarrplatz 3 39042 Brixen Italien Mitarbeiter: Thomas Mahlknecht, Igor Coploj, Daniel Depian, Kathrin Wilhelm Naturstein: Sellenberger Muschelkalk, innen: Laaser Marmor Fotograf: Wolf Dieter Gericke, Waiblingen

Jurybewertung Das Projekt besticht durch die Verwendung von Naturstein im Zusammenhang mit einer dezidiert modernen Architektursprache. Eine wunderschöne Komposition – aus Volumen und Räumen, aus großen Steinflächen und großen Glasflächen, aus freiem Grundriss und klassischer Raumbildung – schafft ein bauliches Ensemble, das seiner herausragenden und sakralen Nutzung gerecht wird. Sowohl im Stadtraum als auch in den Innenräumen entstehen je nach Standpunkt und Blickwinkel des Betrachters spannungsreiche Situationen und Raumgefüge. Von zentraler Bedeutung für deren Anmutung ist der Stein, der den Flächen an Wand, Boden und Decke eine

schöne Struktur und Tiefe gibt. Das durch Fenster, Lichtbänder und Öffnungen einfallende Tageslicht bindet diese Flächen zu einer räumlichen Einheit zusammen. Überzeugend ist auch die materialgerechte und detailgenaue Fügung des Natursteins: Winkelsteine akzentuieren die Ecken und Traufen der Körper; ein elegant zurückspringender Sockel überhöht den Baukörper und lässt ihn förmlich über der Platzfläche schweben. Angesichts dieses Hauses wünscht man sich mehr moderne Gebäude, deren Materialität eine solche Würde ausstrahlt und die durch die Robustheit Ihrer Fügung ihre gestalterische Qualität auch über Jahre bewahren.

Deutscher Naturstein-Preis 2013


Neubau Pädagogische Hochschule Zürich, Schweiz Kategorie A Nominierung

Projektbeschreibung Zürich wächst. Der neue Stadtteil „Europaallee“ auf einer Konversionsfläche am Zürcher Hauptbahnhof wird 6.000 Arbeitsplätze, 1.800 Studienplätze und 400 Wohnungen beheimaten. Der Bauabschnitt „A“ mit der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) bildet den Auftakt für das neue Quartier. Die vier Baukörper des Ensembles gruppieren sich windmühlenflügelartig um einen zentralen, über dem Niveau der Straße erhobenen Platzraum, der über großzügige Treppen erschlossen ist. Dieser Campus verbindet das gläserne Hauptgebäude der

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PHZH mit dem südlichen und dem westlichen Seminargebäude. Die nördliche Seite des Platzes nimmt ein Geschäftshaus ein. Unter dem gesamten Ensemble ist eine Shoppingmall untergebracht, die ebenerdig eine Passage zum Bahnhof schafft. Durch Vor- und Rücksprunge ist die Baufigur plastisch gegliedert. Die Höhe der durchlaufenden Vollgeschosse nimmt die Traufhöhe der gegenüberliegenden Bebauung auf. Rhythmus und Maßstab des Ensembles wird durch den eleganten Gebäuderiegel der alten Sihlpost aus den späten 1920er Jahren

bestimmt. Die im städtebaulichen Plan verwobenen Straßen, Gassen, Plätze und Passagen verknüpfen so vielfältigste Urbane Nutzungen auf engem Raum. Die Formensprache des im ganzen Ensemble verwirklichten Fassadenmotivs orientiert sich an der Schlichtheit und Eleganz einer Mauerstruktur. In Anlehnung an den ornamental überhöhten Verband eines klassischen Bossenwerks, sind die Fassadenelemente durch tiefe, steinern hinterlegte Fugen gegliedert. Die großformatigen Glas und Steinflächen lassen die Gebäude ruhig und homogen


Kennziffer: 1325 Neubau Pädagogische Hochschule Standort: Lagerstrasse 2 8090 Zürich Schweiz Art der Nutzung: Hochschulneubau, Neubau eines Geschäftshauses, Shopping Mall Bauherr/Bauträger: SBB Schweizerische Bundesbahnen und Baudirektion Kanton Zürich Zürich, Schweiz Architekt/Planverfasser: Max Dudler Architekten AG Kasernenstrasse 97 8021 Zürich Schweiz

erscheine. Ein gezieltes changieren in Proportion und Material lässt das Ensemble im Zusammenklang zugleich als vielgestaltiges, niemals monotones Ganzes erscheinen. Die Platzflächen sind analog zu den Fassaden reliefartig behandelt. Für die vorgehängten Natursteinfassaden der pädagogischen Hochschule wurde ein Trosselfels aus Marching bei Regensburg mit der Oberfläche „Aquapower“ verwendet. Der Stein wird dabei mit hohem Wasserdruck bis 2.000 Bar bearbeitet, um eine besondere optischen Massivität zu erreichen; die raue Oberfläche wirkt farbintensiver. Die Oberflächen der Außenbereiche und Foyers bestehen aus diamantgeschliffenem Mendiger Basalt.

Jurybewertung Hinter der Sihlpost gelegen, bildet der Komplex den Auftakt eines innerstädtischen Neubaugebiets von beträchtlichem Ausmaß und stadtprägender Relevanz.

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Nicht nur der beträchtliche Wert der innerstädtischen Grundstücke führt dabei zu einem Nachdenken über Möglichkeiten urbaner Verdichtung, ohne zu stark in die historische Silhouette der Stadt einzugreifen. Daraus entstehen extrem kompakte Baukörper und stark gefasste Stadträume, deren Atmosphäre weitgehend von der Qualität der Fassaden abhängt. Die Qualität und die skulpturale Sprache der Fügung des Steins stellen sich dieser Verantwortung mit hoher Souveränität, materieller Präsenz und Ruhe. Fenster- und Steinformate atmen Groß­zügigkeit und konfrontieren die Stadträume mit einer interessanten Maßstäblichkeit. Auch wenn die großen Querformate der Fenster als Kommentar zu Le Corbusiers Kommentar zur Sihlpost gelesen werden können, erschöpft sich die Fassade nicht in einer Moderne-versus-Kontinuität–Dialektik, sondern verharrt in einem Zustand, der beides gleichermaßen inkorporiert, ohne zu laut darüber zu sprechen.

Deutscher Naturstein-Preis 2013

Mitarbeiter: Gesamtprojektleitung: Mark van Kleef, Wiebke Ahues Projektleiter: Christian Moeller, Wiebke Ahues, Maike Schrader, Claudio Pasquini, Christof Berkenhoff, Nina Behjati Naturstein: Kalkstein Trosselfels, Außenbereiche + Foyers Mendiger Basalt Fotograf: Stefan Müller, Berlin


Hochhausensemble Hagenholzstraße Zürich, Schweiz Kategorie A Nominierung

Projektbeschreibung Als raumgreifende Gesamtkomposition entsteht entlang der Einfallachse vom Flughafen Kloten in die City Zürich ein neues Geschäfts- und Verwaltungszentrum der AMAG/BVK. Hiermit wird ein wichtiger Stadtraum gewonnen. In der Reihe der vier Hochhäuser, die das neue Geschäftszentrum bezeichnen, versucht der Entwurf eine markante Stadtfigur zu schaffen. In ihrer besonderen Form leitet sie zur südlich liegenden Messe und Hallenstadion hin und gibt dieser sowie dem angrenzenden Stadt-

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quartier weithin sichtbar im Stadtraum eine Identität. Die sich kurz vor Vollendung befindende Doppelturmanlage der BVK ist Ausgangspunkt und Entwicklungskern der nachfolgenden Planung AMAG/BVK: über monolithischem Sockelkörper von 25.00 m Höhe erheben sich zwei ungleiche Türme von 72.50 m und 88.00 m Höhe und schaffen eine Volumetrie von unverwechselbarer Plastizität mit allseitig gleichwertiger Abstrahlung auf den unmittelbaren wie entfernten

Stadtraum. Zusätzlich an Komplexität gewinnt nun die architektonische Disposition des Ensembles dank der zwei weiteren Hochhäuser bzw. Stadtfiguren von 49.00 m und von 58.00 m Höhe, die räumlich versetzt zueinander über präzisen Sockelbauten von 25.00 m aufsteigen. Sie bringen eine klare Abstufung des gesamten Ensembles von kleiner über mittlere bis zu grosser Form zum Ausdruck und erzeugen dank ihrer differenzierten Höhenentwicklung eine spannungsvolle Transparenz des Gesamteindrucks.


Kennziffer: 1336 Hochhausensemble Hagenholzstraße Standort: Hagenholzstrasse 20-22 I Thurgauerstrasse 30-38 Zürich, Schweiz Art der Nutzung: Büro, Restaurant und Geschäftshaus Bauherr/Bauträger: Kanton Zürich Beamtenversicherungskasse Stampfenbachstrasse 63, 8090 Zürich, Schweiz AXA Investment Managers Schweiz AG Affolternstrasse 42, 8050 Zürich, Schweiz

Im Zentrum der stadträumlichen Anordnung entsteht der öffentliche Platz als bedeutsame Mitte des Ensembles. Die Verschiedenartigkeit der vier angrenzenden Gebäudesilhouetten über präziser und disziplinierter Grundform verleihen dem Raum eine sowohl gesamthaft einheitliche als auch im Einzelnen sehr unterschiedliche Prägung. Nutzungen mit allgemein hohem Publikationscharakter wie Restaurant und Läden säumen den Platz und beleben ihn und seine Arkaden als öffentlichen Raum rund um das stirnseitige Stadthaus mit flexibler, öffentlicher Nutzung an der Thurgauerstrasse. Das architektonische Vokabular beschränkt in bewusster Reduktion auf der Verwendung klar ablesbarer Elemente. Die konsequent reduzierte formale Ausprägung kommt im Hinblick auf die verschiedenen Fassadenaspekte mit Lösungsvorschlägen für Sockel, Turm und oberem Turmabschluss aus, die die durchgängige Behandlung des Themas Fenster in der flächigen Wand bespricht. Das gestalterische Prinzip dieser Anordnung schlägt sich folgerichtig nieder in seiner skulpturalen Ausformulierung gerade in der Verbindung der räumlich zueinander ausgewogenen Baumassen und deren Ausrichtung.

Jurybewertung Das Hochhausensemble begegnet der vorstädtischen Ambivalenz des Ortes mit einer beeindruckenden Eindeutigkeit und Konsequenz, die Maßstab und Dichte ebenso betrifft wie Körnung, Silhouette und Fassade. Seine skulpturale Wirkung entfaltet sich insbesondere bei der Zugfahrt zwischen Flughafen und Innenstadt. Dabei garantiert die visuelle Ruhe der Baukörper, dass das Erlebnis auch beim wiederholten Male Bestand hat. Neben der Kubatur der Baukörper ist dieser Eindruck der Fassade geschuldet. Glas und Stein changieren zwischen Abstraktion und materieller Präsenz, das Motiv der geschossübergreifenden Kolossalordnung spielt mit dem Maßstab und der Entfernung. Auch die hohe Qualität der Fassade verleiht dem Ort eine quasi innerstädtische Wertigkeit, welche der bisweilen unklaren Identität des Stadtviertels zukunftsträchtige Entwicklungspotenziale eröffnet.

Deutscher Naturstein-Preis 2013

Architekt/Projektverfasser: Arge Atelier WW Wäschle Wüst I Max Dudler Chefarchitekten: Urs Wüst Max Dudler Kasernenstraße 97 (MD) 8021 Zürich Asylstraße 108 (aww) 8032 Zürich, Schweiz Mitarbeiter: Gesamtleiter Architektur: Christian Moeller (MD) Gesamtleiter Projekt: Danilo Morellini (AWW) Projektleiter: Konrad Mäder (AWW) Naturstein: Cape Green, Syenit Fotograf: Christian Moeller


Neubau eines Verwaltungsgebäudes für die Stiftung Waisenhaus Frankfurt/M. Kategorie A Nominierung

Projektbeschreibung Das neue Bürogebäude der Stiftung Waisenhaus schließt eine Baulücke an einer stark befahrenen Straße in der Stadtmitte von Frankfurt am Main. Das breite Baufenster, das auf seiner Rückseite an die Frankfurter Wallanlage anschließt, erhielt einen siebengeschossigen Neubau, der aus städtebaulichen Gründen und zur Gliederung eine Fassade trägt, die das breite, liegende Volumen in zwei schmale hohe Fassaden transformiert. Diese sind in Naturstein ausgebildet. Ihre Differenzierung in unterschiedlichen Formaten und Oberflä-

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chen generiert zwei Häuser. Der Neubau wurde im Passivhausstandard errichtet. Um diesen Anforderungen auch in der Fassade gerecht zu werden, wurde Muschelkalk massiv aufgemauert und mit einer Kerndämmung versehen, um Wärmebrücken durch Anker auf ein Minimum zu reduzieren. Die Fassadenhälften bestehen zum einen aus calcitgelben Crailsheimer Muschelkalk mit bruchrauher Oberfläche und Fensterbereichen mit geschliffener Oberfläche und zum anderen aus geschliffenem und scharriertem Muschelkalk.


Kennziffer: 1353 Neubau eines Verwaltungsgebäudes für die Stiftung Waisenhaus Standort: Bleichstraße 10 60313 Frankfurt/M. Art der Nutzung: Betreuungszentrum, Verwaltungsgebäude Bauherr/Bauträger: Stiftung Waisenhaus, Stiftung des öffentlichen Rechts Bleichstraße 10 60313 Frankfurt/M. Architekt/Planverfasser: B&V Braun Canton Volleth Architekten GmbH Hanauer Landstrasse 172 60314 Frankfurt/M. Mitarbeiter: Sergio Canton und Birgitt Lang ­(Projektleitung) Matthias Beffert, Bernhardt Romisch, Jana Wilbert, Dieter Struck, Klaus Weitzel Naturstein: Crailsheimer Muschelkalk Fotograf: Thomass Ott, Mühltal

Jurybewertung Die Verwendung des Steins und seine subtile Oberflächenbehandlungen überzeugen die Jury. Der Entwurf zeigt, wie durch einen konzeptionellen Einsatz unterschiedlicher Steinoberflächen, eine hochwertige, markante und urbane Architektur mit einer städtebaulich wirkungsvollen Gliederung entstehen kann. Es ist bemerkenswert wie es dadurch gelungen ist, einem sehr großen Volumen eine den Parzellen entsprechende Gliederung zu geben. Leider vermißt das Preisgericht diesen Ansatz auch in der Ausbildung des Baukörpers zu den

Wallanlagen, wo die Gestaltungs- und Gliederungsmöglichkeiten der Steinfassade in einem sehr mächtigen verputzten Baukörper nicht zum Einsatz kommen konnten. Die Fügung und die Detaillierung der Steinfassade zeigt ferner auf vorbildliche Weise, wie höchste Anforderungen an die Energieefffizienz der Fassadenhülle und an die Nachhaltigkeit umgesetzt werden können.

Deutscher Naturstein-Preis 2013


Gedenkstätte für die ermordeten Wiesbadener Juden Wiesbaden Kategorie B Nominierung

Projektbeschreibung Leitmotiv des Entwurfs zur Neugestaltung des Bereichs „ehemalige Synagoge Michelsberg“ ist es, eine zeitgemäße Form für kollektive Erinnerung zu finden. Ein klares Raumkonzept, das sowohl das Volumen des Synagogenbaukörpers als auch den Syna­ gogengrundriss am authentischen Ort zur Erscheinung bringt. Für den Bereich der Gedenkstätte wurde im Kontrast zu den Materialien der Umgebung und der anschließenden Fußgängerzone ein möglichst helles und neutralgraues Material gesucht und ausgewählt, das eine große Bandbreite im Bezug auf Struktur und Dichte aufweist. Durch die vulkanische Entstehung hat die Basalt-

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Gesteinsfamilie diese Eigenschaften. Die ausgewählten Natursteinmaterialien, -ober­ flächen und -details dienen dem Inhalt des Gedenkraumes und sind in ihrer Wirkung und Hierarchie präzise und fein abgestuft aufeinander abgestimmt. Die Leerstelle im Stadtraum soll für Fußgänger und Autofahrer gleichermaßen am Standort der ehemaligen Synagoge (Grundriss und Sockel) durch einen Wechsel des Belages verdeutlicht werden. Die Wände bilden das abstrakte Volumen in der dritten Dimension ab. Eine homogene Gestaltung der Natursteinoberflächen dieses imaginären Kubus ist von zentraler Bedeutung für den Ort des Gedenkens.

Der Synagogengrundriss wird am authentischen Standort im Plattenbelag wieder sichtbar (unterschiedliche Basaltoberflächen: gesägt und gestockt sowie gesägt und geflammt). Jedem Opfer ist ein individueller Namensstein gewidmet. Leere Namensteine verweisen auf die Lücken in den Opferlisten, stehen für die, deren Schicksal bis heute ungeklärt ist. Die Buchstaben der Namenssteine treten erhaben in den lebendigen Stadtraum hinein, können buchstäblich begriffen werden und wenden sich in ihrer plastischen Präsenz an die Gegenwart. Die Erhabenheit gestattet eine haptische Annäherung.


Kennziffer: 1349 Gedenkstätte für die ermordeten ­Wiesbadener Juden Standort: Coulinstraße/Michelsberg Wiesbaden Art der Nutzung: Doppelplatz, bestehend aus der ­Gedenkstätte und dem Stadteingang Michelsberg, wobei der Platz des ­Gedenkortes den Standort der ehemaligen Synagoge freilegt und -hält Bauherr/Bauträger: Landeshauptstadt Wiesbaden vertreten durch Stadtplanungsamt Gustav-Stresemann-Ring 15 65189 Wiesbaden

Jurybewertung Der Entwurfsidee der Planer ruht auf drei unterschiedlichen Hauptthemen, die alle durch einen differenzierten Einsatz von Naturstein umgesetzt werden. Das Material der Grauwacke hat neben seinem regionalen Bezug auch einige bauphysikalische Eigenschaften, die sich der Entwurf in seiner Gesamtkonzeption zu Nutze macht. Das erste Thema belegt das ehemalige Baufeld der Synagoge mit einem einheitlichen Belag aus Natursteinplatten. Innerhalb des Teppichs ist der Grundriss der Synagoge über einen Farbwechsel in der Fläche nachgezeichnet. Die Basaltlavaplatten schieben sich in die vorhandene Fahrbahn hinein und werden vom Verkehr überfahren, so dass der Belagswechsel auch von den vorbeifahrenden wahr genommen werden kann. Die Porigkeit der Steins hilft die Akustik des Raum zu verbessern, so dass der Aufenthalt noch angenehmer ist. Das zweite Thema verortet die Gedenkstätte im Raum. Hohe Wandscheiben bilden das abstrakte Volumen in der dritten Dimension ab. Die einheitliche Gestaltung der Wände mit Basaltlava lässt die Gedenkstätte als Fremdkörper im urbanen Umfeld erscheinen. Als künstlerische Intervention dreht sich der Raum aus dem städtebaulichen Umfeld hinaus und erfährt eine starke Wirkung. Das dritte Entwurfsthema ist das Namenband, das sich über erhabene Schriftzüge der Namenssteine in die Wandscheiben einlegt.

Die eingereichte Arbeit leistet einen starken und artifiziellen Beitrag. Es zeigt ein im Detail präzises differenziertes und in der Gesamtwirkung einprägsames Erscheinungsbild, dass durch die einheitliche Verwendung qualitätsvoller Natursteine dem Stadtraum und dem Ort des Gedenkens jene Würde verleiht, die es benötigt, um die an Ihn gestellten Erwartungen zu erfüllen. Ein insgesamt herausragendes Projekt und beispielhaft für das Thema Baukultur im öffentlichen Raum.

Deutscher Naturstein-Preis 2013

Architekt/Planverfasser: Barbara Willecke, planung.freiraum Landschaftsarchitektin BDLA Richard-Sorge-Straße 73 10249 Berlin Mitarbeiter: Clara Jäkel, Markus Loh, Leonie Rhode, Jana Sido, Frank Skupin, Andreas Süß Naturstein: andesitischer Vulkanit, basischer Vulkanit, Granit Fotograf: Andreas Süß, Berlin


Neugestaltung Rheinboulevard, Konrad-Adenauer-Ufer Koblenz Kategorie B Nominierung

Projektbeschreibung Zu Beginn der Planungen im Jahr 2006 zeigte sich das der Plattenbelag aus Waschbeton zu einem großen Teil beschädigt war. Die Rheinpromenade machte diesbezüglich einen unansehnlichen Eindruck. So war der alte Charme der 70er Jahre nur noch sporadisch zu erahnen. Angesichts einer Promenade die mehr einem Flickwerk glich, stellte sich die Frage: Was ist das richtige Material für das Koblenzer Rheinufer? Zunächst stand die grundsätzliche Entscheidung zwischen Naturstein und Beton. Neben dem Aspekt der Haltbarkeit des Materials war hier vor allem auch dessen Alterungsprozess zu berücksichtigen. Die Kosten für die

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Verwendung von Natursteinplatten lagen zur Planungsphase etwa 40 % über den Kosten der Betonvariante. Trotzdem fiel die Entscheidung zugunsten des Natursteins. Die Bundesgartenschau wurde auch in der Materialauswahl als Chance für eine nachhaltige Investition in die Zukunft erkannt. In der Frage nach der Herkunft des Materials bestand von Beginn an Einigkeit darüber, dass ein regionaltypisches Material verwendet werden sollte. Die Wahl fiel auf die heimische Grauwacke. Die Anforderungen an das Material sind hoch. Das Ufer ist für die Andienung der Schiffe, die Pflege und den Unterhalt komplett befahrbar. Des Wei-

teren ist das regelmäßig auftretende Rheinhochwasser ein Thema – genauso wie auch die starke Inanspruchnahme durch die verschiedenen Nutzer. Die Grauwacke wurde auf ihre technische Eignung geprüft. Entsprechende Referenzprojekte wurden angeschaut und Musterflächen erstellt. Basierend auf dem gestalterischen Entwurf ergaben sich Formate von 20 cm Breite in freien Längen von 45 bis 80 cm. Damit handelt es sich um eine so genannte Sonderbauweise. Nach Abwägung der wirtschaftlichen Aspekte und des Pflegeaufwandes fiel die Entscheidung zugunsten der gebundenen Bauweise. Folgender Regelaufbau


Kennziffer: 1359 Neugestaltung Rheinboulevard, Konrad-Adenauer Ufer Standort: Koblenz Art der Nutzung: Uferpromenade, öffentlicher Raum, ­verschiedene Nutzungen (Spaziergänger, Fahrräder, Andienung Schiffsanleger, ­Gastronomie, Verkehr) Bauherr/Bauträger: BUGA Koblenz 2011 GmbH Frau Ulrike Kirchner Schlossstraße 31 56068 Koblenz

wurde entwickelt: 10 cm Stein, 5 cm Mörtel, 12 cm Wasserdurchlässiger Asphalt (WDA), Schottertragschicht. Im Bereich einer potenziellen Busspur wurde der Regelaufbau entsprechend der zu erwartenden Belastung folgendermaßen angepasst: 15 cm Stein, 5 cm Mörtel, 20 cm Drainbetontragschicht, Schottertragschicht. Als Fuge wurde eine einschichtige Fuge gewählt. Für die erhöhte Flankenhaftung wurden Rillen in die Steine eingefräst. Dehnfugen wurden als so genannte Wartungsfugen an längs verlaufenden Anschlüssen gesetzt. Erforderliche Querfugen werden nach der BUGA an den Stellen mit Rissbildung eingeschnitten und als Scheinfuge ausgebildet.

Jurybewertung Das Projekt lebt von seiner klaren Struktur aus Bewegungsflächen und Aufenthaltsbereichen, die in ihrer hierarchischen Ausbildung in ein differenziertes Materialkonzept übersetzt werden. Zudem entsteht ein spannungsvoller Freiraum, der neben der steinernen Promenade am Rhein auch von großzügige Rasenflächen und schattigen Aufenthaltsbereiche unter den großen Bestandsbäumen anbietet. Das Materialkonzept des Rheinboulevards lebt von seiner Mischung aus Betonfertigteilen, die als prägnante Kontur die Rasenflächen umfahren und dem großzügigen Einsatz von Naturstein in den Bewegungsflächen. Vor der historischen Kulisse und dem umliegenden Kulturlandschaftsraum

übernimmt der Naturstein eine adäquate Ästhetik, die dem Ort eine wohltuende Selbstverständlichkeit verleiht. Die Oberflächenoptik der Grauwacke schafft es, sowohl einen einheitlichen Teppich zu formulieren, als auch im Detail durch die Lebendigkeit des Materials eine hochwertige Gestaltqualität zu generieren. Dem Projekt Neugestaltung Konrad-Adenauer-Ufer liegt neben seiner landschaftsarchitektonischen Grundkonzeption eine weitere Qualität in der Detailgenauigkeit im Umgang mit dem Natursteinmaterial inne. Die zeitgemäße Übersetzung des Materials zeigt sich vor allem in der Wahl der Formate. Die schmalen Linien von 20 cm sind mit freien Längen kombiniert, die bis zu 80 cm lang sind. Dadurch erhalten die Beläge ein elegantes, parkettartiges Erscheinungsbild, dass dem Rheinboulevard und der angrenzenden Stadtkante eine repräsentative Anmutung verleiht. Die bautechnische Ausarbeitung der Flächen, die Integration von Einbauten sowie die Einpassung von Entwässerungsanlagen sind von hoher gestalterischer und ingenieurstechnischer Qualität geprägt. Der eingereichte Beitrag ist ein prägnantes Beispiel für die stimmige Gesamtwirkung von Räumen im historischem Kontext, vor allem auf Flächen mit hohen Belastungsklassen. Durch die einheitliche Verwendung qualitätsvoller Natursteine entsteht ein Ensemble, dass zur Pflege der Baukultur im öffentlichen Raum einen wesentlichen Beitrag leistet.

Deutscher Naturstein-Preis 2013

Architekt/Planverfasser: RMP Stephan Lenzen ­Landschaftsarchitekten Klosterbergstraße 109 53177 Bonn Mitarbeiter: Joachim Evers (Projektleitung), ­Clas ­Scheele (stellv. Projektleitung), Johannes Czerniejewski, Jean Müller, Hartmut Henseler, Martin Fuß, Jan Kückmann Naturstein: Bergische Grauwacke Fotograf: Behrendt & Rausch Fotografie GbR, Kottenheim (S. 34) Saeed Alami, Bonn (oben) M. Schulz und A. Dingeldein, Köln (unten)


Aussegnunghalle Ingelheim in Frei-Weinheim Ingelheim Kategorie C Nominierung

Projektbeschreibung Die Ingelheimer Stadteile verfügen als ehemals selbständige Gemeinden jeweils über eigene Friedhöfe, die jedoch langsam an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Der Friedhof in Frei-Weinheim soll deshalb in mehreren Etappen als neuer Zentralfriedhof ausgebaut werden. Die vorhandene Aussegnungshalle aus den 60er Jahren genügt bereits heute kaum den Ansprüchen und wird aus diesem Grund durch einen Neubau ersetzt, welcher seinen Platz an der Straße „In den Frenzen“ am neuen Haupteingang im Süden des Friedhofs findet. Wesentliches Element der Neugestaltung

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des Friedhofs sind raumgreifende Bruchsteinmauern aus dem ortstypischen gelbgrauen Naturstein. Diese grenzen als Umfassungsmauern den Friedhof als Ort der Ruhe und Besinnlichkeit von der Straße ab und trennen als Stützmauer den Eingangsbereich von den – aufgrund des nahen Rheins – höher gelegenen Friedhofsteilen für Erdbestattungen. Die Bruchsteinmauern formulieren auch den neuen Haupteingang aus. Der gesamte Eingangsbereich wird räumlich architektonisch gefasst. Die Aussegnungshalle wird als Zentrum der Friedhofsanlage selbstverständlicher Be­­stand­

teil des Eingangsbereichs, indem sich die Bruchsteinmauern bis in das Innere hinein fortsetzen und verdichten. Es entsteht eine differenzierte Abfolge von Innen- und Aussenräumen mit fein abgestimmten Übergängen. Friedhof und Aussegnungshalle stellen eine gestalterische Einheit dar und werden zu einem untrennbaren Ganzen verbunden. Die Aussegnungshalle ist geprägt von einer hellen freundlichen Atmosphäre. Entsprechend ihrer Bedeutung als wichtigstem Raum der Friedhofsanlage wird sie durch ein Satteldach deutlich markiert. Es entsteht so ein Innenraum der gleichsam


Kennziffer: 1317 Aussegnunghalle Ingelheim in Frei-Weinheim Standort: In den Frenzen Ingelheim am Rhein Art der Nutzung: Sonderbau, Bestattungen, ­Aussegnungshalle und Friedhof Bauherr/Bauträger: Stadt Ingelheim Neuer Markt 1 55208 Ingelheim am Rhein Architekt/Planverfasser: Bayer & Strobel Architekten BDA Richard-Wagner-Str. 1 67655 Kaiserslautern Mitarbeiter: Christian Köhler Naturstein: Travertin Sonderbuch ­ ürdig und feierlich aber auch einfach und w angemessen erscheint. Der Raum wird erschlossen über einen räumlich gefassten Vorhof, wo auch grössere Trauergemeinden der Feier beiwohnen können. Der Innenraum der Halle selbst öffnet sich nach beiden Seiten zu zwei weiteren eher introvertierten Innenhöfen. Diese gewährleisten eine gute Belichtung ohne neugierige Einblicke und erzeugen eine kontemplative Stimmung als würdevollen Rahmen für die Trauerfeier. Die gärtnerische Gestaltung der Höfe bestimmt gemeinsam mit dem Verlauf der Jahreszeiten wesentlich die Atmo­ sphäre im Inneren. Die Architektur weist deutliche Bezüge zu regionalen Typologien auf, interpretiert diese aber auf eine zeitgemäßen Art und Weise. Das historisch in Ingelheim vorkommende Bruchsteinmauerwerk (Kaiserpfalz) wird kombiniert mit scharfkantigem Sichtbeton und grosszügigen Verglasungen. Darüber hinaus werden aber auch typische Elemente des Sakralbaus aufgenommen wie das Satteldach, die Lichtführung im Innenraum oder die klösterlichen Innenhöfe. Sämtliche Materialien zeichnen sich durch ihre Wertigkeit und Dauerhaftigkeit aus: Naturstein, Eichenholz, Terrazzo­ böden, Kupferdach mit matt-grauer Zinn­ oberfläche.

Jurybewertung Um die Einsegnungshalle gruppieren sich Nebenräume, Innenhöfe zu einem Ensemble mit der Anmutung klösterlicher Kontemplation in einem „Hortus Conclusus“. Die Formensprache beschränkt sich auf archaische Grundformen, ruhige einfassende Mauern, geschützte Umgänge und den unter spitzgiebligem Zeltdach konzentrierten Andachtsraum. Die Reduzierung wird unterstützt durch eine subtile Materialwahl und sorgfältige Detailierung: Der Kern einer scharfkantigen Betontragstruktur wird umhüllt von Bruchstein-Mauerwerk, aus gelb-grauem Travertin, dessen delikate Oberflächenstruktur durch Spritzverfugung mit anschließendem Sandstrahlen erreicht wurde. Die kräftige Körnung der Natursteinwände, zusätzlich gebrochen im Splitbelag der Innenhöfe, bildet einen notwendigen Gegenpart zur formalen Reduktion der Betonelemente, der holzgerahmten großflächigen Verglasungen, der Möblierung und Beleuchtung im Innenausbau. Raum und Material vermitteln wohltuende Ruhe und freundliche Klarheit: in fließenden Übergängen zwischen Innenraum und bergenden Höfen vermitteln sie nicht nur räumlich Halt.

Deutscher Naturstein-Preis 2013

Fotografen: Christian Köhler, Kaiserslautern Peter Strobel (Bild unten), Kaiserslautern


Besucherzentrum Schloss Heidelberg Heidelberg Kategorie C Nominierung

Projektbeschreibung Das neue Besucherzentrum des Heidelberger Schlosses steht am Fuße der Schlossbergs und bildet zusammen mit dem Schlossportal und der historischen Sattelkammer ein kleines Ensemble und den Auftakt der Schlossanlage. Der flache langgestreckte Baukörper lehnt sich gleichsam an die angrenzende historische Wehranlage an. Seine äußere Erscheinung ist ausnahmslos durch den einen roten Neckartäler Hartsandstein geprägt, den Stein, aus dem auch das Heidelberger Schloss, das zu den bedeutendsten Bauwerken der Renaissance nördlich der Alpen gehört, errichtet wurde. Der Baukörper des Besucherzentrums besteht aus einem Hauptraum, an den zahl-

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reiche kleine Nebenräume angelagert sind. Diese, sowie interne Treppen und tiefe Fensternischen befinden sich alle in einer dicken, monolithisch anmutenden Außenwand, die dem Haus einen kraftvollen Ausdruck verleiht. Von einer kleinen Dachterrasse haben Besucher einen Blick auf das Heidelberger Schloss. Der Neckartäler Hartsandstein kommt in der rot-weiß geflammten Varietät in Form von Mauersteinen mit gesägten Fugenflächen und maschinell gespalteten Sichtflächen zum Einsatz. Die Dachflächen und Terrassen wurden mit diamantgeschliffener Oberfläche und die Pflastersteine des Außenraums mit kugelgestrahlter Oberfläche erstellt.


Kennziffer: 1324 Besucherzentrum Schloss H ­ eidelberg Standort: Schlosshof 1 69117 Heidelberg Art der Nutzung: Besucherzentrum Bauherr/Bauträger: Land Baden-Württemberg vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg Amt Mannheim L4, 4-4 678161 Mannheim Architekt/Planverfasser: Max Dudler Oranienplatz 4 10999 Berlin Mitarbeiter: Simone Boldrin (Projektleiter), Patrick Gründel, Julia Werner

Jurybewertung

Naturstein: Neckartäler Hartsandstein

Der Neubau des Besucherzentrums spielt auf vorbildliche Weise mit dem Charakter und der Historie des Ortes: Ein schmaler Baukörper schmiegt sich wie selbstverständlich an die Hangkante und an die Mauern der alten Wehranlage an. Die gewählte Formensprache, der Einsatz des Steins und die außergewöhnliche Detailqualität beeindrucken das Preisgericht: Scheinbar monolithisch gefügte Mauern erinnern an das Bruchsteinmauerwerk der historischen Stützmauern. Tiefe individuell und spannungsreich gesetzte Fenstereinschnitte bauen schöne Blickbezüge zum Eingangsportal und zum Garten auf. Entstanden ist eine markante und individuelle Architektur, ein „Steinhaus“ ganz besonderer Prägung. Mit sicherer Hand und großer Sensibilität hat der Architekt ein Haus entworfen, das ein unspektakuläres Raumprogramm in einem ausdruck­ starken Gebäude abbildet.

Fotograf: Stefan Müller, Berlin

Deutscher Naturstein-Preis 2013


Wohn- und Geschäftshaus, Arnulfpark München Kategorie D Nominierung

Projektbeschreibung Das Konzept setzt sich bewusst und konsequent von der Idee einer scheinbaren Vielfalt ab und formuliert eine der Aufgabe angemessene großstädtische Form, in der alle Funktionen untergebracht sind. Entlang der Bahntrasse und der Parkanlage entwickelt sich eine Struktur, deren Rhythmus aus verschiedenen Achssystemen eine Einheit aus der Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten entwickelt. Unter Wahrung der vorgegebenen Elemente lässt sich trotzdem, oder gerade, eine Aufteilung in verschiedene Baufelder oder Abschnitte realisieren.

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Als autonomes Gebäude verdeutlicht es im Zusammenspiel mit den umgebenden Strukturen eine eindeutige Haltung. Das Projekt gewinnt so ein Alleinstellungsmerkmal unter den heute üblichen Zerschlagungen in kleinteilige Parzellierungen mit beliebigen Fassadengestaltungen und knüpft mit seiner Logik an die modernen Formen zeitgenössischen Städtebaues an. Die homogene Form ist sowohl unter stadtgestalterischen Gesichtspunkten, als auch unter wirtschaftlichen Aspekten sinnvoll. Eine rationale Standardisierung der Teile ist

heute wieder eine positive Haltung zur Wahrung einer einheitlichen Figur und gewährleistet eine kostengünstige Realisierung. Gleichzeitig ermöglicht sie die Variation und Vielfalt innerhalb einer gesetzten, verbindlichen Übereinkunft. Die autonome Organisation der Skelettkonstruktion gewährleistet eine zeitüberdauernde Anpassung an sich verändernde Nutzungsvorstellungen und die Option ständiger Modifikationen ist dadurch vorgedacht. Ein umlaufender, sich über drei Geschosse erstreckender Sockel bildet die Basis für sich


Kennziffer: 1356 Wohn- und Geschäftshaus, Arnulfpark Standort: München Art der Nutzung: Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses Bauherr/Bauträger: aip alpa invest Projekt GmbH & Co. KG Bajuwarenring 3 82041 Oberhaching Architekt/Planverfasser: Petra und Paul Kahlfeldt Architekten Partnerschaftsgesellschaft Kurfürstendamm 58 10707 Berlin

darüber entwickelnde Aufsätze, die dem Gesamtvolumen zu einem räumlichen Anfang und Ende verhelfen. Der Sockel setzt sich in Form einer Pergola auch über die Freiräume hinweg und bindet diese ein. Neben der körperhaften Verbindung leisten diese Elemente auch die Funktion des notwendigen Schallschutzes. Entlang einer parallel durch alle Bauten geführten, inneren Enfilade entstehen unterschiedlich gestaltete Innenhöfe, die thematisch und räumlich auf die differenzierten Anforderungen antworten und dem Nutzer Identität und Vielfalt ermöglichen. Innerhalb der Variationen entstehen überdachte und offene Situationen. Die Fassade besteht aus vorgefertigten Steinelementen mit unterschiedlich tief angeordneten Fensterkonstruktionen. Differenzierte Oberflächen und präzise Materialkombinationen zeigen ein subtiles Spiel der Elemente und deuten die unterschiedlichen Nutzungen an. In den Wohnhäusern entstehen innere Wintergärten, deren bauphysikalischen Besonderheiten in der Profilierung der Rahmen ihre Entsprechung finden. Die Eleganz der Form und die kraftvolle Figur setzen sich erfrischend von der kleinteiligen Umgebung mit ihren modischen

Aufgeregtheiten ab und vermeidet jegliche Anbiederung.

Jurybewertung Entlang der Bahntrasse, im neuen Münchner Stadtviertel Arnulfpark, ist ein Gebäudeensemble entstanden als Stadtbild prägende Großform. Ziel der Architekten ist es, ganz unterschiedliche Funktionen in einen homogenen Baukörper zu integrieren. Die Jury würdigt die freistehende, dem Wohnungsbau vorbehaltene Gebäudescheibe als einen sehr kraftvollen, eigenständigen Baukörper mit hoher Qualität in der Detailausbildung der Fassade. Das Gebäude vereint Gestaltungselemente aus dem Industriebau des frühen 20. Jahrhunderts mit zukunftsweisendem qualitätvollem Wohnungsbau inmitten eines heterogenen Umfeldes. Lichtdurchflutete Wohnräume mit Wintergärten im Inneren fügen sich zu einem Identitätstiftenden Stadtzeichen zusammen. Die Fassaden werden durch Naturstein geprägt. Sie überzeugen durch hohe Qualität in der Detaillierung und der Verarbeitung des Materials, was dem Baukörper eine zeitlose Ausstrahlungskraft verleiht. Entwurf für das Hofhaus am Arnulfpark in München

2. Obergeschoss

Wettbewerbsgrundriss

Deutscher Naturstein-Preis 2013

Mitarbeiter: Maurizio de Rosa (Projektleiter), Thomas Rabe In Zusammenarbeit mit: Ekert&Probst Architektinnen Frank&Probst Architekten Naturstein: Crema Sintra Kalkstein Fotograf: Stefan Müller, Berlin


Einfamilienhaus Negreiros, Portugal Kategorie D Nominierung

Projektbeschreibung Granit ist das typische Baumaterial im Norden Portugals. Zentrales Element des Einfamilienhauses ist eine etwa 50 Meter lange und 30 cm starke Granitmauer. Sie trennt den Wohn- vom Schlafbereich, an ihr ist Zugang und Büro angegliedert und sie greift beidseitig weit in das Grundstück aus. Die Steingröße beträgt etwa 45 x 130 cm. Stoß- und Lagerfugen der Trockenmauer sind sägerau, die Sichtflächen gebrochen. Gewählt wurde ein heimischer „Amarelo de Luzelos“ aus Luzelos-Carrazeda de Ansiães, Bezirk Bragança. Auf großem Familiengrundstück ist das Haus der Tochter an der nördlichen Grenze – zum angrenzenden Wald – situiert. Die leichte Hanglage ermöglicht den Blick nach Süden über ein kleines Tal. Weit in das Grundstück ausgreifende Mauern und

42 l 43

Wände unterteilen das weitläufige Areal in vier unterschiedliche Freibereiche mit differenten Raumfolgen und -qualitäten. Die Zufahrt erfolgt von Norden. Eine abgeschlossene Hofsituation vor der Garage empfängt den Besucher, eine der Leitwände verhindert den Blick ins Haus und führt – vorbei am Innenhof des Büros – zur Granitmauer mit dem Hauseingang. Entsprechend dem Geländeverlauf ist der Tagesbereich um vier Stufen vom zentralen Erschließungsflur abgesetzt. Die Schlafräume orientieren sich nach Norden, zum angrenzenden Wald. Ortsuntypische Dämmstärken reduzieren den Wärmebedarf der Fußbodenheizung auf ein Minimum, 90 % des Energiebedarfs decken die Warmwasserkollektoren.


Kennziffer: 1352 Einfamilienhaus Standort: Negreiros Portugal Art der Nutzung: Einfamilienhaus Bauherr/Bauträger: Dra Manuela Campus Ferreira Aldeia de Cima 4775-190 Negreiros Portugal Architekt/Planverfasser: Anton Graf – Architekt – Moritzbergstr. 61 90482 Nürnberg Mit Prof. António Madureira, Porto Naturstein: Granit Fotograf: Luis Oliveira Santos, Aveiro

Jurybewertung Eine 50 m lange monolitische Wand aus großen Granitblöcken bildet das Rückgrat dieses Einfamilienhauses in Portugal. Sie gibt dem Grundriss Ordnung und ist Leitelement der inneren Erschließung. Sie verstärkt als trennendes Element die Zonierung zwischen Wohnräumen und privaten Rückzugsbereichen und ermöglicht die effektvolle Inszenierung ihrer Verbindung. Sie setzt Statik und energetische Speichermasse sinnfällig in ein tragendes Thema des Hauses um. Die innere Lichtführung auf rauer Oberfläche macht den Kontrast zwischen der Schwere der Granitwand und leichter Pavillonstruktur aus Beton, Glas und Stahl sinnlich erfahrbar. Die Formensprache klasssicher Case Study Houses wird regional reflektiert: Durch die kraftvoll ausgreifende Geste der Natursteinwand wird die Gebäudestruktur zeichenhaft, in Farbigkeit und Textur des Materials in der Landschaft verankert.

Deutscher Naturstein-Preis 2013


Wettbewerbsarbeiten 2013 1301 Empfangsgebäude Bundesgerichtshof

Harter + Kanzler, Freie Architekten BDA, Freiburg

mit Sitzungssaal, Karlsruhe

1302

16 social housing apartments in massive stone, Paris

Eliet & Lehmann

1303

Thüngersheim – Naturstein im Öffentlichen Raum

Klaus J. Schulz, Architekt + Almuth Boedecker, Landschaftsarchitektin

1304

Einfamilienwohnhaus (Stadthaus), Düsseldorf

Capricorn Development GmbH + Co. KG, Düsseldorf

1305

Freianlagen Denkmalgeschütztes Bürogelände, Göttingen

Landschaftsarchitekt Gehrhard Kohl BDLA, Göttingen

1306

Außenanlagen Hambacher Schloss,

LOMA architecture . landscape . urbanism,

Neustadt an der Weinstraße

Petra Brunnhofer + Ilija Vukorep + Wolfgang Schück, Kassel

1307

Neubau Christian-Wagner-Bücherei, Rutesheim

Zoll Architekten und Stadtplaner, Stuttgart

1308 Wohnhaus am Annaberg, Baden-Baden

Schmidt & Schmidt, Dipl.-Ing. Stefan Schmidt, Karlsruhe

1309 Rekonstruierter Wiederaufbau der historischen

Prof. Dr. Ing. Dr. h.c. Wolfgang Deurer, Wesel

Rathausfassade Großer Markt in Wesel/Rhein

1310 Universitätsplatz und Borgiasplatz, Fulda

Planergruppe GmbH Oberhausen, Oberhausen

1311 Marktplatz Gelsenkirchen- Erle

Planergruppe GmbH Oberhausen, Oberhausen

1312

Privatgarten Rose, Ettelbruck

Peter Berg, GartenLandschaft Berg& Co. GmbH, Sinzig – Westum

1013

Quartierplatz „Am Hirtsrain“, Fulda

MANN LANDSCHAFTSARCHITEKTUR, Dipl.-Ing. Tobias Man, Fulda

1014 Kompetenz- und Verwaltungszentrum der Volksbank Hamm

Turkali Architekten, Prof. Zvonko Turkali, Frankfurt/M.

1315

Carsten Roth Architekt, Hamburg

Neugestaltung Lobby Firmenstandort Hamburg

1316 Thier-Galerie, Dortmund

Kaspar Kraemer Architekten BDA

1317 Aussegnungshalle Ingenheim in Frei-Weinheim, Ingelheim

Bayer & Strobel Architekten BDA, Kaiserslautern

1318

Stanton Williams, London, United Kingdom

The Sainsbury Laboratory, Cambridge, UK

1319 Magazin und Parkhof, Karlsruhe

Evangelischer Oberkirchenrat – Bau, Kunst und Umwelt, Karlsruhe

1320

Design Associates GmbH, Herr Dipl.-Ing. Stephan Maria Lang, München

Villa am Waldrand

1321 Bundesministerium für Umwelt,

Jürgen Pleuser, Berlin

Naturschhutz und Reaktorsicherheit, Berlin

1322 Medizinisch-Therapeutisches Zentrum

Peter Koczor, Rottweil

1323 Pfarrzentrum „Mutter Teresa von Kalkutta“, Bozen

Siegfried Delueg, Brixen Italien

1324 Besucherzentrum Schloss Heidelberg

Max Dudler, Berlin

1325 Neubau Pädagogische Hochschule Zürich, Zürich

Max Dudler Architekten AG, Zürich, Schweiz

1326 Denkmalgerechter Umbau und Erweiterungsbau

Max Dudler, Berlin

Hambacher Schloss, Neustadt/Weinstraße

1327

ETH Zürich e-Science-Lab Neubau HIT, Zürich

1328 Generalsanierung Sparkasse Nürnberg Haus D

Baumschlager Eberle, Lochau, Österreich Allmann Sattler Wappner Architekten GmbH, München

1329 Gedenkstätte der ehemaligen Jüdischen Synagoge, Darmstadt PFP Architekten BDA, Prof. Jörg Friedrich, Hamburg 1330 Wohnhaus mit Musikraum, München

Beer Architektur Architektur Städtebau, Prof. Anne Beer, München

1331 Wohnhaus in der Altstadt von Bad Mergentheim

Eingartner Khorrami Architekten BDA. Berlin

1332

Gewers& Pudewill, Berlin

Stadthaus Lilienstraße, Berlin-Mitte

1333 Botschaft der Republik Türkei, Berlin

Volkmar Nickol, Kremmener, Berlin; Felipe Schmidt, Berlin; Thomas Hillig, Berlin

1334

Kolonadenhof, Museumsinsel Berlin,

Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin

Skulpturengarten der Alten Nationalgalerie

1335

Taille Vent, Wohnen am Kaiserkai, Hafen City, Hamburg

Spine architects GmbH, Hamburg

1336 Hochhausensemble Hagenholzstraße, Zürich, Schweiz

Arge Atelier WW Wäschle Wüst I Max Dudler, Zürich, Schweiz

1337 Synagoge am Weinhof, Ulm

Kister scheithauser gross architekten und stadtplaner GmbH

Prof. Susanne Gross, Köln

1338

Ludwig-Börne-Schule, Frankfurt/M.

Dierks Blume Nasedy Architekten BDA, Darmstadt

1339

Rathaus Leingarten

Tore Pape POOL 2 Architekten, Kassel

1340 Kontorhaus Altenwall, Bremen

Schulze Pampus Architekten, Bremen

1341 Pacelli Palais, Energetische Sanierung des Anbaus

Meck architekten, Prof. Andreas Meck, Ottobrunn

aus den 60er Jahren, München

1342

Wohnhaus, Berlin

1343 Bundesministerium für Familie, Senioren,

Frauen und Jugend, Berlin

1344

Schloss- und Festungsruine, Bad Dürkheim, Museum

44 l 45

CN Architekten, Claus Neumann + Katrin Cramer, Berlin Schweger Architekten/Frahm, Schüler Schweger, Hamburg Helmut Riemann Architekten GmbH, Lübeck


1345 Neubau eines Informations- und Kongresszentrums,

Artec Architekten, Marburg

Marburg/Lahn

1346

Villa Tirabassi, Ventabren, France

SOUCARET Rapha l Atelier d’Architecure, Eguilles, France

1347

Wärmetechnische Gebäudesanierung

Pablo Horváth, Chur, Schweiz

Hotel San Gian St. Moritz, Schweiz

1348 Quartier Unterlinden, Freiburg i. Breisgau

Wwa wöhr heugenhauser architekten, München

1349

Gedenkstätte für die ermordeten Wiesbadener Juden

Barbara Willecke, planung.freiraum, Landschaftsarchitektin BDLA, Berlin

1350

Dern’sche Höfe, Wiesbaden

Zaeske und Partner Architekten BDA, Wiesbaden

1351 Botschaft der Republik Singapur, Berlin

Braun & Schlockermann und Partner GbR, Berlin

1352 Einfamilienhaus in Negreios, Portugal

Anton Graf, Architekt, Nürnberg

1353

Neubau eines Verwaltungsgebäudes

B&V Braun Canton Volleth Architekten GmbH, Frankfurt/M.

für die Stiftung Waisenhaus, Frankfurt/M.

1354

Rathauserweiterung Crailsheim

ARP ArchitektenPartnerschaft Stuttgart, Stuttgart

1355 Wohnhaus München

Petra und Paul Kahlfeldt Architekten Partnerschaftsgesellschaft, Berlin

1356 Wohn- und Geschäftshaus Arnulfpark, München

Petra und Paul Kahlfeldt Architekten Partnerschaftsgesellschaft, Berlin

1357 Reblandhalle Neckarwestheim

Bechler Krummlauf Teske Architektengesellschaft mbH, Heilbronn

1358 Erweiterung und Umgestaltung Volksbank eG Villingen

Muffler Architekten, Freie Architekten BDA/DWB,

Heidrun und Michael Muffler, Tuttlingen

1359

Neugestaltung Rheinboulevard, Konrad-Adenauer-Ufer, Koblenz RMP Stephan Lenzen, Landschaftsarchitekten, Bonn

Rückblick Deutscher Naturstein-Preis 2007

Deutscher Naturstein-Preis 2009

Deutscher Naturstein-Preis 2011

Deutscher Naturstein-Preis Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Deutscher Naturstein-Preis Weinmiller Architekten, Berlin

Deutscher Naturstein-Preis Max Dudler, Berlin

kister scheithauer gross Architekten und Stadtplaner, Köln

Besondere Anerkennung Thomas Müller Ivan Reimann Architekten, Berlin

Besondere Anerkennung Wandel Hoefer Lorch, Saarbrücken Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Besondere Anerkennung Günter Hermann Architekten, Freier Architekt, Stuttgart

Gruber + Kleine-Kraneburg Architekten, Frankfurt am Main

Waechter+Waechter Architekten BDA, Darmstadt

Max Dudler Architekt, Berlin

Hilmer & Sattler und Albrecht, Berlin

Lobende Erwähnung Brückner & Brückner Architekten BDA, ­Tirschenreuth

Lobende Erwähnung Stefan Bernard, Prof. Norbert Müggenburf, Phillip Sattler, Landschaftsarchitekten, ­Berlin

IPRO Dresden Büro BÖHME + SCHÖNFELD, Dresden Thomas Müller und Ivan Reimann, Berlin

B & V Braun Volleth Architekten GmbH, Frankfurt

Arn Meijs Architekten, Maastricht

Diethelm & Spillmann, Zürich

Schettler & Wittenberg Architekten, Weimar

ARGE Ortner & Ortner / Kramm & Strig, Berlin

Max Dudler Architekt, Berlin

Van den Valentyn Architektur, Köln

HASCHER JEHLE Architektur, Berlin

Petra und Paul Kahlfeldt, Berlin

Auer+Weber+Architekten, München Michael Graves & Associates, Inc, Priceton, New Jersey

Pablo Horváth, Chur, Schweiz Prof. Christoph Mäckler Architekten, Frankfurt am Main Beniamino Servino, Caserta, Italien Prof. Kohlhoff Generalplanungs GmbH, Berlin Sonderpreis terra.nova Landschaftsarchitektur Dipl.-Ing. Peter Wich, Landschaftsarchitekt und Stadtplaner, München Lobende Erwähnung Max Dudler Architekten AG, Zürich, Schweiz Jan Kleihues und Norbert Hensel mit Michael Alshut, Berlin/Dülmen-Rorup Jan Kleihues und Norbert Hensel, Berlin/Dülmen-Rorup Titus Bernhard Architekten BDA, Augsburg Kaskap Kraemer Architekten BDA, Köln

Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Deutscher Naturstein-Preis 2013


Herausgegeben vom Deutschen NaturwerksteinVerband e. V. (DNV) Sanderstraße 4 97070 Würzburg Telefon 09 31 / 1 20 61 Telefax 09 31 / 1 45 49 www.natursteinverband.de Redaktion: Reiner Krug, DNV Beate Ullrich, DNV

In Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architekten BDA

wa wettbewerbe aktuell www.wettbewerbe-aktuell.de

Mit Unterstützung des Medienpartners

www.allegriadesign.de

Der Deutsche Naturstein-Preis 2013 wird gefördert von: NürnbergMesse als Veranstalter der Stone+tec 2013, 17. Internationale Fachmesse für Naturstein und Natursteinbearbeitung

Profile for allegria design Oppermann

Deutscher Naturstein-Preis 2013  

Bauen mit Naturstein: nachhaltig, energieeffizient, zeitgemäß

Deutscher Naturstein-Preis 2013  

Bauen mit Naturstein: nachhaltig, energieeffizient, zeitgemäß

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