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Inhaltsverzeichnis I.

II.

Vorwort Wie alles begann 1. Dialog zwischen Allah und Iblis 2. Die Frohe Botschaft an Zacharia 3. Die Frohe Botschaft an Maria

III.

Geburt und Kindheit 1. 2. 3. 4.

IV.

Die Dattelpalme Die Vögel aus Lehm Der Sturz vom Dach Erweckung eines toten Säuglings

Das Evangelium 1. 2. 3. 4. 5.

Die Lehre über den einen Gott Vom Beten Vom Fasten Vom Spenden Der letzte Gesandte Gottes

V.

Jesus und die Schriftgelehrten/Pharizäer

VI.

Die Kreuzigung aus Islamischer Sicht 1. Version: Der Plan zur Befreiung vor dem Kreuz 2. Version: Die Rettung durch den Engel Gabriel 3. Version: Jesus erscheint dem Petrus

VII.

Schlusswort

VIII.

Quellenangabe


I. Vorwort


Im Namen Allahs, des Gnädigen und Allbarmherzigen! Preis sei Allah! Preis sei Allah! Ich bezeuge das es keine andere anbetungswürdige Gottheit gibt ausser Allah, und ich bezeuge das Muhammad der Gesandte Gottes und sein Diener ist. Die Mutter meines besten Freundes gab mir auf dem Rückweg Nachhause ein Buch mit. Sie gab mir den Rat das Buch mal durchzulesen. Als ich auf den Cover dieses Rot/Schwarzen Buches schaute, staunte ich, als ich den Fettgedruckten Titel las: „Das Geheimnis des Fünften Evangeliums: Warum die Bibel nur die halbe Wahrheit sagt“. Das Buch was ich in den Händen hielt war ein Bericht über eine Apokryphische Schrift des Evangelium nach Thomas (auch genannt „Zwillingsbruder des Jesus “). Und somit begann meine Suche nach der Wahren Geschichte von Jesus dem Messias. Jesus der Messias, der Sohn der Maria und Gesandter Gottes spielt im Christentum wie auch im Islam eine bedeutende Rolle. Auch wenn die Person Jesus im Hinblick auf seine Erzählung im Neuen Testament und im Koran sich nur minimal Unterscheiden, bleibt ein Konsenz der Lehre Jesus immernoch ein Kern dieser zwei Religionen: Die Lehre über einen einzigen Gott, der zugleich Schöpfer der Himmel und der Erde ist. Der Islam erkennt das Christentum als ein „Volk der Schrift“ an, weil der Muslim angehalten wird an das Evangelium zu glauben was Jesus von Allah erhalten hat, wobei das Evangelium das wir heute in dem Neuen Testament finden, nicht als Authentisch betrachten, da es laut Islamischen Quellen nicht mehr in seinem Originalzustand erhalten ist. Doch dürfen wir die Christen und Juden trotzdem nicht als Lügner ansehen wie es aus einer Überlieferung des Gesandten Muhammad (Friede sei auf ihm) hervorgeht. Abū Huraira, Allāhs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: ”Die Leute der Schrift pflegten die Thora in hebräischer Sprache zu lesen und diese den Anhängern des Islam auf Arabisch zu erklären. Der Gesandte Allāhs, Allāhs Segen und Friede auf ihm, sagte dann dazu. »Glaubt den Leuten der Schrift nicht, haltet sie aber nicht für Lügner und sprecht (zu ihnen):

Sagt: Wir glauben an Allah und an das, was zu uns (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, und an das, was zu Abraham, Ismael, lsaak, Jakob und den Stämmen herabgesandt wurde, und (an das,) was Moses und Jesus gegeben wurde, und (an das,) was den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen keinen Unterschied bei jemandem von ihnen, und wir sind Ihm ergeben. Sure 2:136 Jesus war schon immer eine besondere Person in meinem Leben, da ich mich sehr für diesen Gesandten Gottes interessiert habe. Und ich war immer enttäuscht da ich nie eine richtige


Geschichte von Jesus lesen konnte die auch dem entsprach die der Quran erwähnt. Deswegen suchte ich nach Antworten und fand die Antwort selbst in dem Neutestamentischen Kanon und den Apokryphischen Schriften die nicht in die Bibel mit eingeflossen sind, weil die Geschichten Jesu in den Apokryphen als Ketzerisch gelten, da sie mit der Kirchlichen Lehre nicht übereinstimmen. Mit diesem Buch möchte ich versuchen die Geschichte Jesus wie sie im Quran erzählt wird, mit jeweiligen Biblischen und Apokryphischen Texten zu belegen, und sie zu rekonstruieren. Somit kann man einen Einblick über das Leben und Wirken Jesus vor Augen führen, und sich somit sein Bild von Jesus machen wie sie der Heilige Quran berichtet. Die dazu verwendeten Biblischen und Apokryphischen Texte müssen nicht unbedingt die genaue Schilderung der damaligen Begebenheiten von Jesus Leben sein, dennoch werden die Begebenheiten im Quran als solche in ähnlicher Weise erzählt und bestätigt. Ich wünsche dem Leser dieser Rekonstruierten Erzählung von Jesus Christus Allahs Wohlgefallen, und hoffe das es ihm/ihr einen weiteren Schritt zur Erkenntnis der Wahrheit verschafft.


II. Vorgeschichte


1. Dialog zwischen Allah und Iblis (Satan/Luzifer)

30. Und als dein Herr zu den Engeln sagte: „Ich bin dabei, auf der Erde einen Statthalter einzusetzen“, da sagten sie: „Willst Du auf ihr etwa jemanden einsetzen, der auf ihr Unheil stiftet und Blut vergießt, wo wir Dich doch lobpreisen und Deiner Heiligkeit lobsingen?“ Er sagte: „Ich weiß, was ihr nicht wißt.“

31. Und Er lehrte Adam die Namen alle. Hierauf legte Er sie„ den Engeln vor und sagte: „Teilt Mir deren Namen mit, wenn ihr wahrhaftig seid!“

32. Sie sagten: „Preis sei Dir! Wir haben kein Wissen außer dem, was Du uns gelehrt hast. Du bist ja der Allwissende und Allweise.“

33. Er sagte: „O Adam, teile ihnen ihre Namen mit!“ Als er ihnen ihre Namen mitgeteilt hatte, sagte Er: „Habe Ich euch nicht gesagt, Ich kenne das Verborgene der Himmel und der Erde, und Ich weiß auch, was ihr offenlegt und was ihr verborgen zu halten sucht?“

34. Und als Wir zu den Engeln sagten: „Werft euch vor Adam nieder!“ Da warfen sie sich nieder, außer Iblis. Er weigerte sich und verhielt sich hochmütig und gehörte zu den Ungläubigen.

Sura 2:30-34


12. Er (Allah) sagte: „Was hat dich davon abgehalten, dich niederzuwerfen, als Ich (es) dir befahl?“ Er sagte: „Ich bin besser als er. Du hast mich aus Feuer erschaffen, ihn aber hast Du aus Lehm erschaffen.“

13. Er (Allah) sagte: „So geh fort von ihm! Es steht dir nicht zu, darin hochmütig zu sein. So geh hinaus! Gewiß, du gehörst zu den Geringgeachteten.“

14. Er sagte: „Gewähre mir Aufschub bis zu dem Tag, da sie auferweckt werden.“

15. Er (Allah) sagte: „Du sollst gewiß zu denjenigen gehören, denen Aufschub gewährt wird.“

16. Er sagte: „Darum, daß Du mich in Verirrung hast fallen lassen, werde ich ihnen ganz gewiß auf Deinem geraden Weg auflauern.

17. Hierauf werde ich ganz gewiß von vorn und von hinten, von ihrer Rechten und von ihrer Linken über sie kommen. Und Du wirst die meisten von ihnen nicht dankbar finden.“

18. Er (Allah) sagte: „Geh hinaus aus ihm, verachtet und verstoßen! Wer auch immer von ihnen dir folgt, Ich werde die Hölle ganz gewiß mit euch allesamt füllen. Sura 7:12-18


Die Erschaffung des Menschen, der Ungehorsam von Satan gegenüber dem Befehl Allahs und die Verbannung von Adam und seiner Frau aus dem Paradies. Eine Erzählung die in allen Religionen sowohl Judentum, Christentum wie auch im Islam eine bedeutende Rolle spielen. In dieser ersten Erzählung wollen wir uns nun dem Dialog zwischen Allah und Iblis hinzuwenden. Iblis wird im Quran als derjenige beschrieben der sich als erster dem Willen Gottes entzog und ungehorsam wurde, da er sich, anders als der Mensch der aus „Staub“ erschaffen wurde übergeordnet fühlte da Allah ihn aus Feuer erschuf. Es wird auch von vielen Islamischen Gelehrten gesagt das Iblis mal einer der Höchsten Geschöpfe Gottes war, Engelsgleich. Doch durch seinen Ungehorsam wurde er von Allah verflucht, weil Allah ihm den Befehl gab sich vor dem Menschen niederzuwerfen, dies aber tat Iblis nicht. Nun habe ich bei meiner Suche nach dieser Erzählung nirgends eine Stelle gefunden sowohl in der Bibel als auch in den sogenannten Apokryphen, die diese Erzählung so wiedergegeben hätte. Die Überraschung kam aber in einem meiner Pädagogikseminare wo es um die „Philosophie der Bildung“ ging. Mein Dozent verließ daraufhin einen kurzen Abschnitt aus einem Text der bekannt ist unter dem Namen: „Angelos Domini – Angelus Tyrinni“ wo es genau um diesen Dialog zwischen Gott und Luzifer ging. Danach verlaß er die Geschichte des Qurans über diesen Dialog und ich war fasziniert davon, dass ich mir eine Kopie dieser Geschichte besorgt habe. In welcher Apokryphe diese Geschichte erwähnt wird bleibt offen. Die Geschichte wird wie folgt erzählt: Als Luzifer geendet hatte, nun schwieg und zu Gott sah, erhob jener seine Stimme und sprach laut und schneidend scharf: „Habe ich nicht gesagt, dass dies meine neue Schöpfung ist? Seht ihr nicht, dass ich Großes vollbracht habe? Huldigt ihr und verbeugt euch vor ihr!“ Luzifer stutzte und hob nachdenklich die Brauen. Dann verbeugte er sich vor Gott und kniete vor ihm nieder. „Mein Gott, ich sehe, dass du ein großes Wunder vollbracht hast, und ich bin erfüllt von Ehrfurcht vor dem Wesen, das du erschaffen hast. Aber du befahlst mir, dass ich mich nur vor dir und nur dir allein verbeugen soll, und siehe, dies tue ich!“ Gott grollte vor Wut, so dass dunkle Wolken aufzogen am Himmel über dem Garten Eden; die Luft wurde schwer wie vor einem Gewitter, und es grummelte leise. „Luzifer“, donnerte Gott, „ich befehle dir: Beuge dein Haupt vor dem Menschen!“ Luzifer hob den Kopf an, den er vor Gott zu Boden gesenkt hatte. Langsam richtete er sich auf, langsam kam er auf die Füße und streckte sich. Sein Gesicht war angespannt, und er schaute mehrmals irritiert von Gott zu den Menschen und von den Menschen zurück zu Gott. Da trennte sich Uriel von uns und trat zu Luzifer, beschwor ihn nachzugeben. Aber Luzifer sagte: „Meine früheren Anweisungen waren eindeutig. Ich sollte mich niemals vor jemand anderem verbeugen denn vor Gott. Wenn ich mich nun vor dem Menschen verbeuge, verstoße ich dagegen. Woher weiß ich, ob dies nicht eine Prüfung meiner Gesetzestreue ist? Was auch immer ich wähle, bei beiden Entscheidungen breche ich ein Gebot und missachte ich einen Befehl Gottes. Und so bin ich, was auch immer ich tue, verflucht.“ Er schickte Uriel zurück in unsere Reihen, damit ihm kein Leid widerfahre. Dann hob er den Kopf und sah Gott in das Angesicht. „Mein geliebter Gott, mein Vater! Ich kann mich nicht vor dem Menschen verbeugen, denn ein Geschöpf des Lichtes verbeugt sich nicht vor einem Geschöpf aus Dreck!“


2. Die Frohe Botschaft an Zacharia

33. (Diese Verse sind) zum Gedenken an die Barmherzigkeit deines Herrn zu Seinem Diener Zakariyya.

33. Als er zu seinem Herrn im Verborgenen rief

33. (und) sagte: „Mein Herr, schwach sind mir die Knochen geworden, und in Altersgrauheit entfacht ist der Kopf. Und ich war im Bittgebet zu Dir, mein Herr, (noch) nie unglücklich.

5. Gewiß, ich fürchte die Verwandten nach mir, und meine Frau ist unfruchtbar. So schenke mir von Dir aus einen nahen Verwandten,

6. der mich beerbt und von der Sippe Ya„qubs erbt, und mach ihn, mein Herr, (Dir) wohlgefällig.“

7. „0 Zakariyya, Wir verkünden dir einen Jungen, dessen Name Yahya ist, wie Wir zuvor noch niemandem Kennzeichen gleich den seinen gegeben haben.“

8. Er sagte: „Mein Herr, wie soll ich einen Jungen haben, wo meine Frau unfruchtbar ist und ich vom hohen Alter bereits einen Dürrezustand erreicht habe?“


9. Er sagte: „So wird es sein. Dein Herr sagt: ,Das ist Mir ein leichtes; und auch dich habe Ich ja zuvor erschaffen, als du noch nichts warst„.“

10. Er sagte: „Mein Herr, setze mir ein Zeichen.“ Er sagte: „Dein Zeichen ist, daß du drei Nächte lang, obwohl gesund, nicht zu den Menschen sprechen wirst.“

11. So kam er zu seinem Volk aus dem Gebetsraum heraus und gab ihnen dann zu verstehen: „Preist morgens und abends.“ Sura 19:2-11

Die Geschichte beginnt mit der Sure 19: 2-15 indem Allah (s.w.t.) Zacharia erwähnt, der Kinderlos blieb, und im verborgenen Allah um einen Erben seiner Sippe gebeten hat. Zacharia stammte aus der Sippe des Yaqub (arab.: Jakob), und dieser Stammte von Isaak ab. Da verkündete Allah durch die Entsendung des Engel Gabriel ihm die Frohe Botschaft, dass ihm ein Kind geschenkt wird, dessen Name Yahya (arab.: „Johannes“ auch bekannt als „Johannes der Täufer) sein soll, dessen Name Allah extra für dieses Kind bestimmt hat. Da Zacharias Frau (Elisabeth) aber unfruchtbar war, weil sie in einem vortgeschrittenen Alter war hinterfragte er Allahs Entscheidung. Doch Allah versprach ihm, dass seine Frau schwanger werden wird, da für Allah nichts unmöglich ist, und es schon eine beschlossene Sache war. Nachdem Allah es ihm verkündet hat, verlangte Zacharia ein Zeichen seines Herrn, und der Erhabene verlangte von ihm das er drei Tage und drei Nächte lang nicht sprechen wird. Als er dann aus seinem Gebetshaus zurück zu seiner Familie kehrte, preisten sie Allah morgens und abends. Suchen wir nach dieser Geschichte in der Bibel, so findet sie sich in fast identischer Weise im Evangelium nach Lukas wieder.


Lukas 1: 5-25 Lukas 1,5 In den Tagen des Herodes, des Königs von Judäa, lebte ein Priester mit Namen Zacharias, aus der Abteilung Abijas; und seine Frau war von den Töchtern Aarons, und ihr Name war Elisabeth. Lukas 1,6 Sie waren aber beide gerecht vor Gott und wandelten untadelig in allen Geboten und Rechtsbestimmungen des Herrn. Lukas 1,7 Und sie hatten kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war; und beide waren in fortgeschrittenem Alter. Lukas 1,8 Es geschah aber, als er seinen Priesterdienst vor Gott verrichtete, zur Zeit, als seine Abteilung an die Reihe kam, Lukas 1,9 da traf ihn nach dem Brauch des Priestertums das Los, daß er in den Tempel des Herrn gehen und räuchern sollte. Lukas 1,10 Und die ganze Menge des Volkes betete draußen zur Stunde des Räucherns. Lukas 1,11 Da erschien ihm ein Engel des Herrn, der stand zur Rechten des Räucheraltars. Lukas 1,12 Und Zacharias erschrak, als er ihn sah, und Furcht überfiel ihn. Lukas 1,13 Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Gebet ist erhört worden, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Johannes geben. Lukas 1,14 Und er wird dir Freude und Frohlocken bereiten, und viele werden sich über seine Geburt freuen. Lukas 1,15 Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken, und mit Heiligem Geist wird er erfüllt werden schon von Mutterleib an. Lukas 1,16 Und viele von den Kindern Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, zurückführen. Lukas 1,17 Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, um die Herzen der Väter umzuwenden zu den Kindern und die Ungehorsamen zur Gesinnung der Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten. Lukas 1,18 Und Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen? Denn ich bin ein alter Mann, und meine Frau ist in fortgeschrittenem Alter! Lukas 1,19 Und der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, zu dir zu reden und dir diese frohe Botschaft zu bringen. Lukas 1,20 Und siehe, du wirst stumm sein und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem dies geschehen wird, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die erfüllt werden sollen zu ihrer Zeit! Lukas 1,21 Und das Volk wartete auf Zacharias; und sie verwunderten sich, daß er so lange im Tempel blieb. Lukas 1,22 Als er aber herauskam, konnte er nicht zu ihnen reden; und sie merkten, daß er im Tempel eine Erscheinung gesehen hatte. Und er winkte ihnen und blieb stumm. Lukas 1,23 Und es geschah, als die Tage seines Dienstes vollendet waren, ging er heim in sein Haus. Lukas 1,24 Aber nach diesen Tagen wurde seine Frau Elisabeth schwanger; und sie verbarg sich fünf Monate und sprach: Lukas 1,25 So hat der Herr an mir gehandelt in den Tagen, da er mich angesehen hat, um meine Schmach unter den Menschen hinwegzunehmen!


Bemerkung Heiliger Geist: Im Quran wie auch im Neuen Testament findet dieses Wort im Zusammenhang mit dem Propheten Jesus Verwendung. Christentum und Islam beziehen aber unterschiedliche Stellungen. Im Quran ist das arabische Wort „Ruh-ul Qudus“ mit Heiliger Geist übersetzt worden, es setzt sich zusammen aus den Worten „Ruh = Geist“ und „Qudus = Heilig“. Zusammen bilden sie das Wort das wir als Heiligen Geist verstehen. Es steht im Quran das Jesus durch den Heiligen Geist von Allah gestärkt wurde. Dieser Heilige Geist wird nach Islamischer Auffassung mit dem Engel Gabriel (Der Verkünder der Frohen Botschaft an die außerwählten Gottes) gleichgesetzt. Anders im Christentum wird dieser Begriff im Neutestamentischen Kanon mit der Dreieinigkeit in Verbindung gebracht. Die Formel dieser Dreieinigkeit lautet: „Im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes“. Der Quran widerspricht dieser Formel und sagt klar:

171. 0 Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurer Religion und sagt gegen Allah nur die Wahrheit aus! Der Messias Jesus , der Sohn Marias, ist nur Allahs Gesandter und Sein Wort, das Er Maria entbot, und Geist von Ihm. Darum glaubt an Allah und Seine Gesandten und sagt nicht „Drei“. Hört auf (damit), das ist besser für euch! Allah ist nur ein Einziger Gott. Preis sei Ihm (, und Erhaben ist Er darüber), daß Er ein Kind haben sollte! Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Allah genügt als Sachwalter. Sura 4:171 Allah macht hier klar und deutlich, dass die Christen sich abkehren sollen von dieser Vorstellung und erkennen das Allah nur ein Einziger Gott ist, der weder Teilhaber hat, noch einen Sohn gezeugt hat. Das wird an einer Stelle im Alten Testament klar im 2.Buch Mose: 2. Mose 20,1 Und Gott redete alle diese Worte und sprach: 2. Mose 20,2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe. 2. Mose 20,3 Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!


2. Die Frohe Botschaft an die Jungfrau Maria

16. Und gedenke im Buch Marias, als sie sich von ihren Angehörigen an einen östlichen Ort zurückzog.

17. Sie nahm sich einen Vorhang vor ihnen. Da sandten Wir Unseren Geist zu ihr. Er stellte sich ihr als wohlgestaltetes menschliches Wesen dar.

18. Sie sagte: „Ich suche beim Allerbarmer Schutz vor dir, wenn du gottesfürchtig bist.“

19. Er sagte: „Ich bin nur der Gesandte deines Herrn, um dir einen lauteren Jungen zu schenken.“

20. Sie sagte: „Wie soll mir ein Junge gegeben werden, wo mich doch kein menschliches Wesen berührt hat und ich keine Hure bin.“

21. Er sagte: „So wird es sein. Dein Herr sagt: ,Das ist Mir ein leichtes, und damit Wir ihn zu einem Zeichen für die Menschen und zu einer Barmherzigkeit von Uns machen„. Und es ist eine beschlossene Angelegenheit.“ Sura 19:16-25 In Sure 19: 16-21 setzt sich die Geschichte fort, dass der Engel Gabriel der Jungfrau Maria erscheint in Gestalt eines Menschen, der ihr die Frohe Botschaft überbringt das sie bald ein Kind erwarten werde. Maria da sie noch Jungfrau ist Hinterfragt Allahs Entscheidung mit der Begründung dass sie noch Jungfrau ist, und von keinem Mann jemals berührt wurde. Doch Gabriel entgegnet ihr mit der Botschaft das Allah diese Sache beschlossen hat, und dass es eine Leichtigkeit für ihn ist, und dieses Kind wird zu einem Zeichen für die Menschen, und zu einer Barmherzigkeit Allahs. Der Name des


Kindes wird in Sure 3:45 erwähnt als „Der Messias, Jesus , der Sohn der Maria“. Dieses Kind soll ansehen im Diesseits und im Jenseits haben, und einer sein der Allah nahesteht.

45. Als die Engel sagten: „O Maryam, Allah verkündet dir ein Wort von Ihm, dessen Name der Messias Jesus , der Sohn Marias ist, angesehen im Diesseits und Jenseits und einer der (Allah) Nahegestellten.

Sura 3:45 Der Quran bestätigt somit die Geschichte die im Neuen Testament beschrieben wird im Evangelium nach Lukas 2: 26-31; 34-38 Lukas 1,26 Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt Galiläas namens Nazareth gesandt, Lukas 1,27 zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Mann namens Joseph, aus dem Haus Davids; und der Name der Jungfrau war Maria. Lukas 1,28 Und der Engel kam zu ihr herein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadigte! Der Herr ist mit dir, du Gesegnete unter den Frauen! Lukas 1,29 Als sie ihn aber sah, erschrak sie über sein Wort und dachte darüber nach, was das für ein Gruß sei. Lukas 1,30 Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden. Lukas 1,31 Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Lukas 1,34 Maria aber sprach zu dem Engel: Wie kann das sein, da ich von keinem Mann weiß? Lukas 1,35 Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Lukas 1,36 Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, hat auch einen Sohn empfangen in ihrem Alter und ist jetzt im sechsten Monat, sie, die vorher unfruchtbar genannt wurde. Lukas 1,37 Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Lukas 1,38 Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort! Und der Engel schied von ihr.


Bemerkung: Sohn Gottes Diese Bezeichnung die öfters im Alten und Neuen Testament, und in den Apokryphen vorkommt, ist ein Synonym für Volk oder Diener Gottes. In der Jüdischen Sprache ist ein Sohn Gottes eine Person oder ein Volk, die sich dem Willen Gottes beugen, und nach seinem Willen gehandelt haben. Diese Bezeichnung kommt aus dem Hebräischen, und kann mit Textstellen aus dem Alten und Neuen Testament bekräftigt werden. Dabei unterscheidet man:

1. Sohn Gottes als Volk 2. Sohn Gottes als Rechtgeleitete Diener Gottes

1. Sohn Gottes als Volk: 2. Mose 4,22 Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht der HERR: »Israel ist mein erstgeborener Sohn; 2. Mose 4,23 darum sage ich dir: Laß meinen Sohn ziehen, damit er mir dient; wenn du dich aber weigern wirst, ihn ziehen zu lassen, siehe, so werde ich deinen eigenen erstgeborenen Sohn umbringen!« Jeremia 31,9 Weinend kommen sie, und unter Flehen führe ich sie; ich will sie zu Wasserbächen führen auf einem ebenen Weg, auf dem sie nicht straucheln werden; denn ich bin Israel zum Vater geworden, und Ephraim ist mein Erstgeborener.

2.Sohn Gottes als Rechtgeleitete Diener Gottes: Römer 8,14 Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Mathäus 5,9 Glückselig sind die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes heißen!

Söhne Gottes in der Ausdrucksweise der Juden waren Rechtschaffene Personen, und die Juden und Christen sehen sich heute noch als das von Gott geliebte und Auserwählte Volk an. Doch das soll nicht bedeuten das Allah sie wegen ihren Sünden nicht bestraft, denn der Quran sagt in der:

18. Die Juden und Christen sagen: „Wir sind Allahs Söhne und Seine Lieblinge.“ Sag: Warum bestraft Er euch dann für eure Sünden? Nein! Vielmehr seid ihr menschliche Wesen von denen, die Er erschaffen hat. Er vergibt, wem Er will, und Er straft, wen Er will. Und Allah gehört die Herrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, und zu Ihm ist der Ausgang.


Zu diesem Vers gibt es eine Überlieferung des Gesandten Muhammads (Friede sei auf ihm): Eines Tages kamen An-Nu‟mān Ibn „Adā‟, Al-Baḥryy und Ša„ṣ zum Propheten (a.s.s.) und sprachen mit ihm. Er rief sie zum Glauben an Allah auf und warnte sie vor Seiner Vergeltung. Darauf entgegneten sie: ”Du kannst uns keine Angst machen, Muḥammad!“ und fuhren in der Art der Christen fort: ”Wir sind die Kinder und Geliebten Allahs!“ Darüber offenbarte Allah diese Worte.

Sohn Gottes im Bezug auf Jesus :

Dieser Bezug stellt wohl möglich den größten Unterschied zwischen dem Christentum und dem Islam dar. Nach Christlicher Auffassung weil Jesus keinen Vater als Erzeuger hatte, und von einer Jungfrau geboren wurde, wird Jesus als den von Gott „gezeugten“ bezeichnet. Während Muslime an die Jungfräuliche Geburt von Jesus glauben, hat sich die Vorstellung von dieser Wundergeburt bei den Christen im Laufe der Zeit verändert. Der Bezug zu dem Original über diese Geburt wurden verfälscht und gingen verloren. Der Quran nimmt diese Vorstellung der Jungfräulichen Geburt wieder auf, und ermahnt die Christen, das sie Allah keinen Sohn zusprechen, denn das ist Blasphemie. Das macht der Quran an einem Vers deutlich:

30. Die Juden sagen: ,,„Esra ist Allahs Sohn“, und die Christen sagen: „Der Messias ist Allahs Sohn.“ Das sind ihre Worte aus ihren (eigenen) Mündern. Sie führen ähnliche Worte wie diejenigen, die zuvor ungläubig waren. Allah bekämpfe sie! Wie sie sich (doch) abwendig machen lassen! Sura 9:30 Die Vorstellung von einem „gezeugten Sohn Gottes“ gab es auch schon damals im Alten Ägypten (Horus der Sohn des Osiris) und dem Antiken Griechenland ( Herkules der Sohn des Zeus). Da das Römische Reich schon diese Vorstellung hatte, hat Kaiser Konstantin beim Konzil von Nicäa (ca. 4 Jahrhundert) den Göttlichen Jesus erfunden, damit die Heidnische Tradition des Römischen Volkes nicht auseinanderfällt. Er Vereinigte das Heidentum und den Glauben der Christen und so entstand das Christentum. Jesus wird von Teilen des Christentums auch als Gott angesehen, worüber es überraschenderweise nirgends einen eindeutigen Beweis im Neuen Testament gibt. Im Gegenteil setzt das Neue Testament keine


klare Aussage von Jesus , indem er sich selbst als den „gezeugten“ Sohn oder als Gott selbst offenbart. Vielmehr Offenbart er sich als „Sohn des Menschen“ oder als einen den der Vater „gesandt“ hat. Jemand der sagt das Jesus Allah ist oder das Jesus von Allah gezeugt wurde, bezeichnet der Quran als Ungläubig und Irregeleitet wie in Sure 5:72 und in Sure 9:30 (siehe oben):

72. Fürwahr, ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Gewiß, Allah ist der Messias, der Sohn Marias“, wo doch der Messias (selbst) gesagt hat: „O Kinder Israels, dient Allah, meinem Herrn und eurem Herrn!“ Wer Allah (etwas) beigesellt, dem verbietet fürwahr Allah das Paradies, und dessen Zufluchtsort wird das (Höllen)feuer sein. Die Ungerechten werden keine Helfer haben.


III. Geburt und Kindheit


1. Die Dattelpalme

22. So empfing sie ihn und zog sich mit ihm zu einem fernen Ort zurück.

23. Die Wehen ließen sie zum Palmenstamm gehen. Sie sagte: „0 wäre ich doch zuvor gestorben und ganz und gar in Vergessenheit geraten!“

24. Da rief er ihr von unten her zu: „Sei nicht traurig; dein Herr hat ja unter dir ein Bächlein geschaffen.

25. Und schüttle zu dir den Palmenstamm, so läßt er frische, reife Datteln auf dich herabfallen.

26. So iß und trink und sei frohen Mutes. Und wenn du nun jemanden von den Menschen sehen solltest, dann sag: Ich habe dem Allerbarmer Fasten gelobt, so werde ich heute mit keinem Menschenwesen sprechen.“ Sure 19:22-26 Die Geschichte im vorherigen Kapitel setzt sich fort, das Maria das Kind empfängt und sich mit dem Kind in einen fernen Ort zurückzieht. Ihre Wehen treiben sie zu einer Dattelpalme indem sie wehklagt. Und aufeinmal passiert das Wunder. Jesus spricht von ihrem Schoß zu ihr hinauf, und tröstet seine Mutter dass sie sich nicht sorgen müsse denn Allah hat für ihre Versorgung gesorgt. Durch den Willen Allahs entspringt eine Quelle unter ihr und frische reife Datteln fallen durch Allahs Willen herunter, damit sie sich davon Ernähren kann. Sie wird von Allah dazu angehalten sich nicht selbst zu verlieren und befiehlt ihr was sie sagen sollte falls sie auf Menschen treffen sollte auf ihrem Weg. Sie solle sagen, dass sie gelobt für Allah zu fasten und mit niemandem zu reden an diesem Tag. Im Neuen Testament ist diese Geschichte nicht Verzeichnet. Doch zu meinem Erstaunen fand ich diese Geschichte in eines der unzähligen geleugneten Schriften die bei der Enstehung der Bibel nicht miteingeflossen sind, weil ihre Geschichten über Jesus als Ketzerisch gelten, diese Schriften die nicht in den Biblischen Kanon eingeflossen sind werden auch als „Apokryphen“ bezeichnet.


Die Paralellgeschichte aus der Sure 19: 22-26 finden wir in den Apokryphen des Neuen Testaments. Die Kindheitsgeschichte der Armenier beschreibt diese Erzählung im „Pseudo Matthäus“. In dieser etwas ähnlichen Geschichte wird berichtet das sich Maria, Joseph (Marias Verlobter) und das Kind Jesus auf dem Weg nach Ägypten sind, und auf dem Weg an eine Dattelpalme vorbeikommen. Da die Sonnenstrahlen ihnen den Weg schwer machen beginnen sie bei der Dattelpalme zu rasten, und beginnen verzweifelt eine Lösung zu finden da ihr Proviant und ihr Wasser ausgegangen sind. Da geschiet das Wunder wie es im Quran geschrieben steht. Jesus mit einem lächeln im Gesicht, befielt der Dattelpalme sich zu neigen und seine Mutter mit den Früchten (Datteln) ihr wieder Kraft zu geben. Auf Befehl von Jesus richtete sich die Palme wieder auf nachdem Maria und Joseph die Früchte eingesammelt haben, und aus den Wurzeln der Palme entspringt eine kleine Wasserquelle, damit sie ihren Durst stillen konnten. Am Ende dankten sie Gott für diese Zeichen.

Aus dem „Pseudo Matthäus“ des Kindheitsevangelium der Armenier: „….Am dritten Tag ihrer Reise, während sie weiterzogen, traf es sich, daß die selige Maria von der allzu großen Sonnenhitze in der Wüste müde wurde, und als sie einen Palmbaum sah, sagte sie zu Joseph: > Ich möchte im Schatten dieses Baumes ein wenig ausruhen.< So führte Joseph sie denn eilends zur Palme und ließ sie vom Lasttier herabsteigen. Als die selige Maria sich niedergelassen hatte, schaute sie zur Palmkrone hinauf und sah, daß sie voller Früchte hing. Da sagte sie zu Joseph: > Ich wünschte, man könnte von diesen Früchten der Palme holen.< Joseph aber sprach zu ihr: > Es wundert mich, daß du dies sagst; denn du siehst doch, wie hoch diese Palme ist, und es wundert mich, daß du auch nur daran denkst, von den Palmfrüchten zu essen. Ich für mein Teil denke eher an den Mangel an Wasser, das uns in den Schläuchen bereits ausgeht, und wir haben nichts, womit wir uns und die Lasttiere erfrischen können.< Da sprach das Jesuskind, das mit fröhlicher Miene in seiner Mutter Schoß saß, zur Palme: »Neige, Baum, deine Äste, und mit deiner Frucht erfrische meine Mutter.« Und alsbald senkte die Palme auf diesen Anruf hin ihre Spitze bis zu den Füßen der seligen Maria, und sie sammelten von ihr Früchte, an denen sie sich alle labten. Nachdem sie alle ihre Früchte gesammelt hatten, verblieb sie aber in gesenkter Stellung und wartete darauf, sich auf den Befehl dessen wieder aufzurichten, auf dessen Befehl sie sich gesenkt hatte. Da sprach Jesus zu ihr: > Richte dich auf, Palme, werde stark und geselle dich zu meinen Bäumen, die im Paradies meines Vaters sind. Und erschließe unter deinen Wurzeln eine Wasserader, die in der Erde verborgen ist, und die Wasser mögen fließen, damit wir aus ihr unseren Durst stillen.< Da richtete sie sich sofort auf, und eine ganz klare, frische und völlig helle Wasserquelle begann an ihrer Wurzel zu sprudeln. Als sie aber die Wasserquelle sahen, freuten sie sich gewaltig, und sie löschten ihren Durst, sie selber, alle Lasttiere und alles Vieh. Dafür dankten sie Gott….


2. Die Vögel aus Lehm

110. Wenn Allah sagt: „O ‚Isa, Sohn Maryams, gedenke Meiner Gunst an dir und an deiner Mutter, als Ich dich mit dem Heiligen Geist stärkte, so daß du in der Wiege zu den Menschen sprachst und im Mannesalter; und als Ich dich die Schrift, die Weisheit, die Tora und das Evangelium lehrte; und als du aus Lehm mit Meiner Erlaubnis (etwas) schufst, (was so aussah) wie die Gestalt eines Vogels, und ihr dann einhauchtest, und sie da ein (wirklicher) Vogel wurde mit Meiner Erlaubnis; und (als) du den Blindgeborenen und den Weißgefleckten mit Meiner Erlaubnis heiltest und Tote mit Meiner Erlaubnis (aus den Gräbern) herauskommen ließest; und als Ich die Kinder Isra„ils von dir zurückhielt, als du mit den klaren Beweisen zu ihnen kamst, worauf diejenigen von ihnen, die ungläubig waren, sagten: ,Das ist nichts als deutliche Zauberei.“ Sure 5:110 Die Geschichte von Jesus aus der Sure 5:110 ist ein spezielles Wunder, denn dort gibt Allah Jesus die Kraft ein Geschöpf selbst aus Lehm zu erschaffen und den Geist in ihm einzuhauchen. Die Geschichte wird im Kindheitsevangelium nach Thomas verzeichnet und erzählt die Geschichte des ca. Fünfjährigen Jesus : Die Vögel aus Lehm 1 Das Knäblein Jesus, als es fünfjährig geworden war, spielte einst an der Furt eines Baches und leitete die dahinfließenden schmutzigen Wasser seitwärts in Gruben zusammen und machte sie sogleich klar, und zwar durchs Wort allein gebot er über sie. 2 Und er machte aus Erde und Wasser einen schlammigen Lehmteig und formte daraus zwölf Sperlinge. Und es war Sabbat, als er das tat. Es waren aber noch viele andere Kinder mit ihm zusammen beim Spiel. 3 Es sah aber ein Jude, was Jesus da beim Spielen am Sabbat tat, und ging spornstreichs hin und meldete seinem Vater Joseph: > Siehe, dein Knäblein steht da am Bach und hat Lehm genommen und zwölf Vöglein draus geformt und mit dieser Arbeit den Sabbat entweiht.< 4 Und Joseph kam an den Platz, sah‘s und schrie ihn an: > Warum tust du am Sabbat solche Dinge, die zu tun doch nicht erlaubt ist?< Jesus aber klatschte in seine Hände und rief den Sperlingen zu und sagte ihnen: > Auf ! Davon!< Und die Sperlinge schlugen mit den Flügeln und machten sich schreiend davon.


5 Als aber die Juden das sahen, da erschraken sie und gingen hin und erzählten ihren Oberen, was sie Jesus hatten tun sehen.

Zwei weitere Erzählung über sein frühes Wirken berichten, wie er einen Spielkameraden der beim Spielen vom Dach gestürzt ist, und ein verstorbenes Baby aus der Nachbarschaft durch die Macht Allahs das Leben schenkt. Da der Quran erwähnt das Jesus sehr wohl im Stande war Tote wieder zum Leben zu erwecken können wir jede Begebenheit die zu diesem Wunder führt annehmen.

3. Der Sturz vom Dach Jesus spielt an einem ruhigen Tag mit seinem Freund Zenon auf einem Dachboden. Doch plötzlich verliert Zenon beim spielen sein Gleichgewicht und stürzt vom Dach. Die Nachbarschaft hört den schrei und sehen den leblosen Zenon auf den Boden, und schauen zornig auf Jesus, weil sie ihm die Schuld geben für dieses Unglück. Doch durch das Wort Gottes erweckt er seinen Spielkameraden wieder zum Leben, und beweist durch Zenon seine Unschuld. Der Sturz vom Dach 1 Und einige Tage später spielte Jesus auf einem Dach auf dem Söller, und einer der Knaben, die mit ihm zusammen spielten, fiel vom Dach herunter und verstarb. Und die andern Knaben flohen, als sie‘s sahen, und stehen blieb Jesus allein. 2 Da kamen die Eltern des Gestorbenen und beschuldigten ihn, er habe ihn hinuntergeworfen. Und Jesus sagte: > Ich habe niemals ihn hinuntergeworfen.< Jene aber wollten tätlich gegen ihn werden. 3 Da sprang Jesus vom Dach hinunter und stellte sich neben den Leichnam des Knaben und rief mit lauter Stimme und sprach: »Zenon! « - so hieß nämlich sein Name - »steh auf und sag mir: Habe ich dich hinuntergeworfen?« Und alsbald stand er auf und sagte: > Nein, Herr, du hast mich nicht hinuntergeworfen, vielmehr auferweckt.< Und als sie das sahen, entsetzten sie sich. Die Eltern des Knaben aber priesen Gott für das Zeichen, das geschehen war, und brachten Jesus ihre Huldigung dar.

4. Erweckung eines toten Säuglings Jesus erfährt über den Tod eines Kindes in der Nachbarschaft und eilt zu der Mutter die das tote Kind in den Armen hällt. Durch das Wort Gottes schenkt er diesem Kind wieder das Leben. Auferweckung eines toten Kindes 1 Danach aber starb in der Nachbarschaft Josephs ein kleines Kind, das schon längere Zeit krank war, und es weinte seine Mutter gar sehr. Jesus aber hörte, daß ein großes Wehklagen und Lärmen begann, und lief eilends hin. Und er traf das Kindlein bereits tot an und rührte seine Brust an und sprach: > Ich sage dir, Kleines, stirb nicht, sondern lebe und sei mit deiner Mutter vereint!<


Und sogleich blickte es auf und lachte. Er sagte aber zu der Frau: > Nimm‘s und gib ihm Milch und denk an mich!<

Es gibt noch soviele andere Werke die Jesus tut in seiner Kindheit aber das sind nur einige von vielen Wundern die Jesus in seinem Leben vollbringt. Das Bestätigt auch zugleich die Authensität des Qurans und seiner Offenbarung. Der Quran ist eine Bestätigung von jenen Ereignissen die stattgefunden haben im Leben der Menschen, der Propheten und Gesandten Gottes, und die geoffenbarten Bücher der Schriftvölker (Thora, Evangelium, Psalmen).

Bemerkung: Vater Ein sehr kontroverser Begriff in der Bibel, welches aber nicht der Quran beinhaltet. Es ist ein Begriff der ein bestimmtes Verständnis hat in der Christlichen Tradition als auch in den Altgriechischen Mythen woraus es sich abgeleitet hat. Doch der Begriff an sich stellt eine autoritäre Stellung dar, und wurde deswegen in den Biblischen Kanon mit reingenommen. Doch was von vielen Missverstanden wird, ist das wenn Jesus vom Vater spricht, nicht von dem alltäglichen Begriff des Vaters (Physich/Weltlich), sondern von Gott dem Schöpfer redet. Doch in der Christlichen Tradition wird Gott als Vater von Jesus angesehen, weil sie erzählen das Gott sich einen Sohn genommen hat. Deswegen für meine Muslimischen Geschwister, wenn ihr Vater liest dann geht nicht nach dem Wort sondern nach der Bedeutung die Jesus im NT gibt.

Begründung: Im Neuen Testament findet sich eine Stelle indem klar wird was Jesus meint wenn er Vater sagt. Im Evangelium des Johannes Kap. 20 Vers 17 spricht Jesus zu Maria Magdalena: Joh 20,17 Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Geh aber zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.

Eindeutiger Verweis darauf das er den einen Gott meint, von dem die Schöpfung der Himmel und der Erde ausgeht. Vater = Schöpfer, Ursprung allen Lebens (Sinnbedeutung) Vater ≠ Gott als Erzeuger von Jesus (Physische Bedeutung)


IV. Das Evangelium


1. Die Lehre über den einen Gott

33. Sag: Er ist Allah, ein Einer, 33. Allah, der Überlegene. 33. Er hat nicht gezeugt und ist nicht gezeugt worden,

33. und niemand ist Ihm jemals gleich. Sure 112

Die Lehre über den einen Gott verbindet sowohl Juden, Christen wie Muslime weil sie einen Glaubensvater haben und das ist Abraham (a.s.). Es steht außer Frage das Juden, Christen und Muslime den gleichen Gott anbeten. Doch in der jeweiligen Gotteslehre kann man unterschiede sehen. Die Mehrheit des Christentums sieht Jesus als den Manifestierten Schöpfer der Welt an der Mensch und gleichzeitig Gott ist. Doch diese Vorstellung wird von Jesus selbst im Neuen Testament nie zur Rede gestellt. Vielmehr wiedersprichst sich diese Vorstellung mit den Aussagen von Jesus, denn er selbst nannte sich nie den Schöpfer der Welt. Vielmehr sagte er sich los und erklärte wer der Schöpfer der Welt ist und das er nur durch seinen Willen die Zeichen vollbringt. Im Neuen Testament finden wir mehrere Stellen und zwar: Ihr habt gehört, daß ich euch sagte: Ich gehe hin, und ich komme zu euch! Wenn ihr mich lieb hättet, so würdet ihr euch freuen, daß ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn mein Vater ist größer als ich. Joh 14,28

Joh 10,29 Mein

Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen! Mt 12,28

Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen! Lk 11,20

Ich kann nichts von mir selbst aus tun. Wie ich höre, so richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat. Joh 5,30

Mk 12,29 Jesus

aber antwortete ihm: Das erste Gebot unter allen ist: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist Herr allein;

Die Lehre Gottes ist im Neuen Testament an vielen Stellen zu eindeutig erkennbar, denn eine andere Vorstellung Gottes als das was Jesus aussagt gibt es nicht. Jesus war in vieler Hinsicht eine außergewöhnliche Person, doch war er immer noch nur Mensch und ein Gesandter Gottes.


In den Apokryphen von Nag Hammadi enthalten auch die Gottesvorstellung ähnlich wie die im Quran. Das Gott Einzigartig ist und niemand ihm jemals gleicht. Diese Stelle bestätigt auch die aussage aus der Sure 112:3 indem es heißt:

33. Er hat nicht gezeugt und ist nicht gezeugt worden, Sure 112:3 Schauen wir uns diese Stellen an aus „Der Dreiteilige Traktat“:

Über den unbekannten Vater

[…Er existierte, bevor irgendetwas anderes außer ihm entstand. Der Vater allein ist Einer, wie eine Zahl, denn er ist der Erste und der, der allein er selbst ist, indem er aber nicht jemandem gleicht, der für sich allein ist….] […Es wird über ihn gesagt, daß er ein Vater ist im eigentlichen Sinne, denn er ist unnachahmbar und unveränderbar. Deswegen ist er ein Einziger im eigentlichen Sinne, (25) und er ist ein Gott, denn weder ist jemand (anderes) für ihn Gott, noch gibt es jemanden, der für ihn Vater ist….] […Denn er ist ungezeugt, und es gibt weder einen anderen, der ihn gezeugt hat, noch (30) einen anderen, der ihn geschaffen hat…] […Es ist nun allein der Vater und Gott im eigentlichen Sinne, den niemand anderes gezeugt hat…] […Er ist ohne Anfang, und er ist ohne Ende. Er ist nicht allein ohne Ende er ist unsterblich deswegen, weil er ungezeugt ist, sondern er ist auch unverrückbar in seinem ewigen Sein und in seinem Selbst Sein und in dem, durch das er fest steht, und in dem, durch das er groß ist…


2. Vom Beten

43. O Maryam, sei deinem Herrn demütig ergeben, wirf dich nieder und verbeuge dich zusammen mit den sich Verbeugenden.“ Sure 3:43

112. Das sind die reuevoll um Ablaß Bittenden, die Andächtigen, die Lobpreisenden, die für Gottes Sache unterwegs sind, die sich Verneigenden, die sich Niederwerfenden, die das Würdige gebieten und das Unwürdige verbieten. Verkünde den Gläubigen frohe Botschaft! Sure 9:112 Ein Grundpfeiler des Islams und ein Gebot Gottes ist das Rituelle Gebet. Das Gebet stellt die Verbindung zu Gott her, und ist ein Moment der Andacht und der Spiritualität. Gott erhört die Gebete und gibt jedem das worum man ihn bittet. Doch wie sieht das Gebet aus? Das Gebet wird in der Bibel und auch im Quran genauestens Beschrieben, zumindest die Art der Haltung im Gebet. Die Stellungen im Gebet sind vollgende:

1. 2. 3. 4.

Das Stellen im Gebet Lobpreisung Verneigen Niederwerfen

Um zu sehen wie Jesus das Gebet vormachte müssen wir selbst in die Bibel hineinschauen. Es gibt eine Stelle im Neuen Testament wo man lesen kann wie Jesus Gott gepriesen hat und was auch teile Jüdischer Gruppen und auch teils Christliche Gruppen und alle Muslime praktizieren. Die Niederwerfung vor unserem Schöpfer. Es wird berichtet das Jesus im Garten von Gethsemane sich niederwarf und zu Gott betete. Das finden wir im Evangelium nach Markus: Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf die Erde und betete, daß, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüberginge. Mk 14,35


Mk 14,36 Und

er sprach: Abba, Vater! Alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir! Doch nicht, was ich will, sondern was du willst!

Im Matthäus Evangelium lesen wir ähnliches: Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! Mt 26,39

So wie Jesus sich niederwarf vor Gott, so werfen wir Muslime uns 5 mal täglich vor Gott nieder und Lobpreisen ihn, damit wir die Verbindung zu unserem Schöpfer nicht vernachlässigen.

3. Vom Fasten

183. O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf daß ihr gottesfürchtig werden möget. Sure 2:183 Ein weiterer Pfeiler des Islams ist das Rituelle Fasten. Das Fasten ist ein Prozess indem der Körper wie auch der Geist in eine Spirituelle Ebene einkehrt. Dazu gehört es das man in diesen Tagen auf Essen, Trinken, Geschlechtsverkehr etc. verzichtet, sich ganz dem Gottesdienst widmet und Gott um Vergebung bittet. Doch wie hat Jesus gefastet? Uns Muslimen ist der Monat Ramadan gegeben worden um darin zu fasten während Juden und Christen andere Zeiten bekamen zu fasten. Es wird berichtet das Jesus 40 Tage und Nächte in der Wüste fastete und in dieser Zeit von Satan versucht worden ist. Die Geschichte wird im Neuen Testament so erzählt: Lk 4,1 Jesus

aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist in die Wüste

geführt und 40 Tage vom Teufel versucht. Und er aß nichts in jenen Tagen; und zuletzt, als sie zu Ende waren, war er hungrig. Lk 4,2

Lk 4,3 Und

der Teufel sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohna bist, so sprich zu diesem Stein, daß er Brot werde! Lk 4,4 Und

Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort Gottes«. Lk 4,5 Da

führte der Teufel ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick. Lk 4,6 Und

der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. Lk 4,7 Wenn

du nun vor mir anbetest, so soll alles dir gehören!


Lk 4,8 Und

Jesus antwortete ihm und sprach: Weiche von mir, Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen«.

In dieser Zeit erlag Jesus beim Fasten den Versuchungen des Satans, den er am Ende dieser Tage bezwang. So ist auch das Fasten für uns Muslime im Ramadan ein ewiger Kampf gegen unseren Ego und unseren Gelüsten. Das besondere an dem Monat Ramadan ist das in dieser Zeit die Satane angekettet und die Paradies Tore geöffnet sind. Doch da der Satan angekettet ist haben wir immer noch unseren Ego der uns verführen kann. Doch so zeigt sich am Ende des Monats wer die Versuchung des Egos wiederstehen konnte. Der Muslim wird Herr über sich selbst wenn er den Versuchungen wiederstehen kann. Das ist auch das Prinzip des Fastens und die große Disziplin die man aufbringt für die Sache Gottes zu fasten. Andere Stellen über das Fasten: Sie aber sprachen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes so oft und verrichten Gebete, ebenso auch die der Pharisäer; die deinigen aber essen und trinken? Lk 5,33

Mk 9,28 Und

als er in ein Haus getreten war, fragten ihn seine Jünger für sich allein: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Mk 9,29 Und

er sprach zu ihnen: Diese Art kann durch nichts ausfahren außer durch Gebet und Fasten.

Mt 6,16 Wenn

ihr aber fastet, sollt ihr nicht finster dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit es von den Leuten bemerkt wird, daß sie fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Mt 6,17 Du

aber, wenn du fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht,

Mt 6,18 damit

es nicht von den Leuten bemerkt wird, daß du fastest, sondern von deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.

4. Vom Spenden

30. Er (Jesus) sagte: „Ich bin wahrlich Allahs Diener; Er hat mir die Schrift gegeben und mich zu einem Propheten gemacht.

31. Und gesegnet hat Er mich gemacht, wo immer ich bin, und angeordnet hat Er mir, das Gebet (zu verrichten) und die Abgabe (zu entrichten), solange ich lebe,

32. und gütig gegen meine Mutter zu sein. Und Er hat mich weder gewalttätig noch unglücklich gemacht.


33. Und der Friede sei auf mir am Tag, da ich geboren wurde, und am Tag, da ich sterbe, und am Tag da ich wieder zum Leben auferweckt werde.“ Sure 19:30-33

Der vierte Pfeiler des Islams ist die sogenannte Zakat (Pflichtabgabe). Diese Pflichtabgabe ist im Islamischen Sinne ein Recht des Bettlers/Armen das man ihm zumindest 2,5% von dem Vermögen das man über die Jahre angehäuft hat zu spenden. Genauso wie alle Propheten in ihrem Leben gespendet haben so hat Jesus Christus selbst an die Armen gespendet. Seine Lehren in der Bibel über das Spenden im Vergleich zu der Botschaft des Quran und den Hadithen sehr identisch. Im Evangelium nach Matthäus lesen wir: Mt 6,3 Wenn

du aber Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut,

Mt 6,4 damit

dein Almosen im Verborgenen ist. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, er wird es dir öffentlich vergelten.

In den Aussagen des Propheten Muhammad (a.s.s.) steht in Buharry geschrieben:

0660 - ... Abū Huraira berichtete, dass der Prophet, Allāhs Segen und Friede auf ihm, sagte: ”Sieben (Arten von Menschen) wird Allāh am Tage (der Auferstehung) beschirmen, an dem kein anderer Schutz außer Seinem Schutz sein wird. (Diese sind): Der gerechte Imām; ein junger Mann, der in der Anbetung seines Herrn aufgewachsen ist; ein Mann, dessen Herz an den Moscheen hing; zwei Menschen, die einander um Allāhs willen liebten, indem sie sich deswegen trafen und verabschiedeten; ein Mann, den eine angesehene und schöne Frau verführen wollte, und er zu ihr sagte: »Ich fürchte Allāh«; und ein Mensch, der im geheimen so spendete, dass seine linke Hand nicht erfuhr, was seine rechte Hand gegeben hatte; und ein Mensch, der nur Allāhs so in Abgeschiedenheit gedachte, dass ihm die Tränen aus den Augen stürzten.“


5. Der letzte Gesandte Gottes

6. Einst sagte Jesus, Marias Sohn: "O ihr Kinder Israels! Ich bin von Gott zu euch gesandt worden, bestätige die vor mir offenbarte Thora und verkünde die frohe Botschaft, daß ein Gesandter namens Ahmad nach mir kommen wird." Als er ihnen die Beweiszeichen darlegte, sprachen sie: "Das ist offenkundige Zauberei." (Sure 61:6)

Der Koran lehrt das Jesus vor dem Ende seines Prophetentums den Kindern Israels einen weiteren Gesandten ankündigte, und das derjenige das Siegel der Propheten sein wird. Gott nennt den Propheten dessen Name „Ahmad“ lautet. Nun wird gefragt: „Ja, Ahmad ist ja nicht das selbe wie Muhammad?“ Ahmad ist ein anderer Name für Muhammad und Ahmad bedeutet „Der Gelobte“. Die Wortwurzel von Ahmad beinhaltet die Buchstaben: h-m-d Andere Wortähnlichkeiten sind unter anderem Muhammad, und Hamid oder Mahmud. Doch dieser Name taucht nicht im Neuen Testament auf. Aber es gibt Indizien im Neuen Testament das die Erscheinung einer weiteren Person in den Vordergrund stellt. Im Evangelium des Johannes steht geschrieben: Joh 15,26 Wenn

aber der Beistandkommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnisgeben; Joh 16,12 Noch

vieles hätte ich euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.

Joh 16,13 Wenn

aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftigist, wird er euch verkündigen. Joh 16,14 Er

wird mich verherrlichen;

Im Alten Testament steht ebenso geschrieben das Gott zu Moses sprach: 5Mo 18,18 Ich

will ihnen einen Propheten, wie du es bist, aus der Mitte ihrer Brüder erwecken und meine Worte in seinen Mund legen; der soll alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde.

5Mo 18,19 Und

es wird geschehen, wer auf meine Worte nicht hören will, die er in meinem Namen reden wird, von dem will ich es fordern!


5Mo 18,20 Doch

der Prophet, der so vermessenist, in meinem Namen zu reden, was ich ihm nicht zu reden geboten habe, oder der im Namen anderer Götter redet, jener Prophet soll sterben! 5Mo 18,21 Wenn

du aber in deinem Herzen sprichst: »Woran können wir das Wort erkennen, das der HERR nicht geredet hat?«, [dann sollst du wissen:] 5Mo 18,22 Wenn

der Prophet im Namen des HERRN redet, und jenes Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist es einWort, das der HERR nicht geredet hat; der Prophet hat aus Vermessenheit geredet, du sollst dich vor ihm nicht fürchten!

Doch das alles sind lediglich Indizien und keine Festlegungen. Die Wahrheit muss jeder selbst erkennen und verstehen.


V. Jesus und die Schriftgelehrten/Phariz채er


31. Sie haben ihre Gelehrten und ihre Mönche zu Herren genommen außer Allah, sowie Den Messias, den Sohn der Maria, wo ihnen doch nur befohlen worden ist, einem einzigen Gott zu dienen. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Preis sei Ihm! (Erhaben ist Er) über das, was sie (Ihm) beigesellen. Dieser Vers im Quran richtet sich an die Völker der Schriften (Juden und Christen). Ihnen wird vorgeworfen das sie ihren Gelehrten und Mönchen als Teilhaber neben Gott gesetzt haben. Das dem so ist kann man aus dem Neuen Testament sehr gut erkennen. Im Evangelium nach Matthäus wird über ein Ereignis berichtet indem Jesus (a.s.) eine Klagerede gegen die Jüdischen Schriftgelehrten und Pharizäer macht, und warnt vor ihrer Heuchelei die sie begehen. Mt 23,1 Da

redete Jesus zu der Volksmenge und zu seinen Jüngern

Mt 23,2 und

sprach: Die Schriftgelehrten und Pharisäer haben sich auf Moses Stuhl gesetzt.

Mt 23,3 Alles

nun, was sie euch sagen, daß ihr halten sollt, das haltet und tut; aber nach ihren Werken tut nicht, denn sie sagen es wohl, tun es aber nicht. Mt 23,4 Sie

binden nämlich schwere und kaum erträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; sie aber wollen sie nicht mit einem Finger anrühren. Mt 23,5 Alle

ihre Werke tun sie aber, um von den Leuten gesehen zu werden. Sie machen nämlich ihre Gebetsriemen breit und die Säume an ihren Gewändern groß, Mt 23,6 und

sie lieben den obersten Platz bei den Mahlzeiten und die ersten Sitze in den Synagogen

Mt 23,7 und

die Begrüßungen auf den Märkten, und wenn sie von den Leuten »Rabbi, Rabbi« genannt

werden. Mt 23,8 Ihr

aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn {einer} ist euer Meister, der Christus; ihr aber seid alle Brüder. Mt 23,9 Nennt

auch niemand auf Erden euren Vater; denn {einer} ist euer Vater, der im Himmel ist.

Mt 23,10 Auch

sollt ihr euch nicht Meister nennen lassen; denn {einer} ist euer Meister, der Christus.

Mt 23,11 Der Mt 23,12 Wer

Größte aber unter euch soll euer Diener sein.

sich aber selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.


Mt 23,13 Aber

wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr das Reich der Himmel vor den Menschen zuschließt! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die laßt ihr nicht hinein. Mt 23,14 Wehe

euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr die Häuser der Witwen freßt und zum Schein lange betet. Darum werdet ihr ein schwereres Gericht empfangen! Mt 23,15 Wehe

euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr Meer und Land durchzieht, um einen einzigen Proselyten zu machen, und wenn er es geworden ist, macht ihr einen Sohn der Hölle aus ihm, zweimal mehr, als ihr es seid! Mt 23,16 Wehe

euch, ihr blinden Führer, die ihr sagt: Wer beim Tempel schwört, das gilt nichts; wer aber beim Gold des Tempels schwört, der ist gebunden. Mt 23,17 Ihr

Narren und Blinden, was ist denn größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt?

Mt 23,18 Und:

Wer beim Brandopferaltar schwört, das gilt nichts; wer aber beim Opfer schwört, das darauf liegt, der ist gebunden. Mt 23,19 Ihr

Narren und Blinden! Was ist denn größer, das Opfer oder der Brandopferaltar, der das Opfer heiligt? Mt 23,20 Darum,

wer beim Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf ist.

Mt 23,21 Und

wer beim Tempel schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt.

Mt 23,22 Und

wer beim Himmel schwört, der schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, der darauf

sitzt. Mt 23,23 Wehe

euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr die Minze und den Anis und den Kümmel verzehntet und das Wichtigere im Gesetz vernachlässigt, nämlich das Recht und das Erbarmen und den Glauben! Dieses sollte man tun und jenes nicht lassen. Mt 23,24 Ihr

blinden Führer, die ihr die Mücke aussiebt, das Kamel aber verschluckt!

Mt 23,25 Wehe

euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt, inwendig aber sind sie voller Raub und Unmäßigkeit! Mt 23,26 Du

blinder Pharisäer, reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äußeres rein werde! Mt 23,27 Wehe

euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr getünchten Gräbern gleicht, die äußerlich zwar schön scheinen, inwendig aber voller Totengebeine und aller Unreinheit sind! Mt 23,28 So

erscheint auch ihr äußerlich vor den Menschen als gerecht, inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit. Mt 23,29 Wehe

euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr die Gräber der Propheten baut und die Denkmäler der Gerechten schmückt Mt 23,30 und

sagt: Hätten wir in den Tagen unserer Väter gelebt, wir hätten uns nicht mit ihnen des Blutes der Propheten schuldig gemacht. Mt 23,31 So

gebt ihr ja euch selbst das Zeugnis, daß ihr Söhne der Prophetenmörder seid.

Mt 23,32 Ja,

macht ihr nur das Maß eurer Väter voll!

Mt 23,33 Ihr

Schlangen! Ihr Otterngezücht! Wie wollt ihr dem Gericht der Hölle entgehen?


Der Grund der Klage war nicht weil die Schriftgelehrten nur sagten was sie nicht selbst taten, sondern auch Gesetze verabschiedet haben um es den Menschen schwerer zu machen den Glauben zu praktizieren. In einer Überlieferung des Propheten Muhammad (a.s.s.) steht: Adi ibn Hatim berichtete: Ich kam zum Propheten (a.s.s.) während ich ein Kreuz aus

Gold um meinen Hals trug. Er sagte mir: „ Adi, entferne diesen Götzen von deinem Hals!“ Ich hörte ihn die Sura At-Tauba rezitieren: „31. Sie haben ihre Gelehrten und ihre Mönche zu Herren genommen außer Allah,…“ (Sure 9:31) Weiter sagte er: „Sie haben sie nicht angebetet, doch was auch immer sie verboten haben, haben sie sich selbst Verboten, und was auch immer sie erlaubten, wurde als Erlaubnis übernommen. (Sunan At-Tirmithi) Bedeutet also das blinde Folgen von Menschen. Es gab viele Gelehrte in der Zeit von Jesus Christus die neben dem Gesetz der Thora andere Gesetze erfanden und genau deswegen klagte Jesus Christus sie an. Weitere Aussagen über die Gelehrten in der Sunnitischen Tradition: Bei Ibn Qutayba: Jesus sagte: „Am meisten verhasst bei Gott ist ein Gelehrter, der gerne (andere) verleumderisch erwähnt, dem man bei den Versammlungen breiten Platz gibt, der zum Essen eingeladen wird und für den man die Vorratstaschen leert. Wahrlich ich sage euch: Solche haben ihren Lohn im Diesseits bereits erhalten. Gott wird ihnen die Pein am Tag der Auferstehung verdoppeln.“ Jesus sagte: „Am Ende der Zeit wird es Gelehrte geben, die zum Verzicht auf das Diesseits aufrufen, selbst aber keinen Verzicht üben; die anhalten, das Jenseits zu begehren, selbst aber nicht begehren; die den Verkehr mit den Statthaltern verbieten, selbst aber nicht davon ablassen; die die Reichen näher treten lassen, die Armen aber fernhalten; die sich bei den Geringen rar machen, sich aber bei den Großen ausbreiten. Das sind die Gewaltherrscher, die Feinde des Allerbarmers.“ Bei Abu Bakr ibn Abi l-Dunya: Jesus sagte: „Wehe euch, ihr schlechten Gelehrten! Wegen eines minderwertigen Diesseits und einer ärmlichen Bestechung vergeudet ihr das Reich des Paradieses und vergesst den Schreck des Tages der Auferstehung.“


VI. Die Kreuzigung aus Islamischer Sicht


157. und dafür, daß sie sagten: „Gewiß, wir haben al-Masih 'Isa, den Sohn Maryams, den Gesandten Allahs getötet." - Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so. Und diejenigen, die sich darüber uneinig sind, befinden sich wahrlich im Zweifel darüber. Sie haben kein Wissen darüber, außer daß sie Mutmaßungen folgen. Und sie haben ihn mit Gewißheit nicht getötet.

158. Nein! Vielmehr hat Allah ihn zu Sich erhoben. Allah ist Allmächtig und Allweise.

159. Es gibt keinen unter den Leuten der Schrift, der nicht noch vor dessen Tod ganz gewiß an ihn glauben wird. Und am Tag der Auferstehung wird er über sie Zeuge sein. (Sure 4:157-159)

Die Kreuzigung Jesu wird anders als im Christentum von Gott selbst im Quran wiederlegt indem der Allmächtige Gott dieses Missverständnis was seit 2000 Jahren anhält aufzuklären. Was noch wichtiger ist zu sagen ist das es unter den Frühen Christen mehrere Gruppen gegeben hat mit den Unterschiedlichsten Geschichten der Kreuzigung Jesu. Einige berichteten er sei am Kreuz gestorben, während andere sagten, dass er entkommen ist und das ein ausgetauschter Körper am Kreuz hing. Wir wollen uns mit 3 Versionen dieses Ereignisses beschäftigen um uns ein Bild zu machen wie es damals die Gruppen die behaupteten das Jesus nicht am Kreuz starb erzählten.

1. Version: Der Plan zur Befreiung vor der Kreuzigung 2. Version: Die Rettung durch den Engel Gabriel 3. Version: Jesus erscheint dem Petrus


1.Version: Der Plan zur Befreiung vor der Kreuzigung In den Neutestamentlichen Apokryphen finden wir eine Version die über einen Plan Jesus vor der Kreuzigung zu retten. Im Evangelium nach Basilides, dass zu den Ketzerischsten im Christentum handelt wird erzählt das es eine Figur bei der Kreuzigung gab, und dieser war Simon von Kyrene. Im Neuen Testament wird berichtet das Simon von Kyrene dem Sohn der Maria hilft das Kreuz zu tragen bis zur Stelle der Kreuzigung. Doch im Bericht nach Basilides verhilft Simon Jesus zur Flucht indem er sich wie Jesus verkleidet und somit durch seine Ähnlichkeit zu Jesus die Menschenmenge blind macht, und vertauscht den Platz mit Jesus indem er Simon das Kreuz übergibt. Somit wurde laut Basilides Simon am Kreuz getötet und nicht Jesus der schon geflüchtet ist.

2.Version: Die Errettung durch den Engel Gabriel Die nächste dem Quran sehr nahen Version geht auf eine in der Shia Tradition erwähnten Überlieferung in der nach al-Madjilisi der Prophet die Rettung Jesus durch Allahs Engel erwähnt:

Der Prophet (a.s.s.) sagte: Als die Juden sich zu Jesus begaben, um ihn, wie sie behaupteten zu töten, kam der Engel Gabriel zu ihm und hüllte ihn mit seinem Flügel. Jesus erhob seine Blicke, da waren im Inneren des Flügels Gabriels geschriebene Worte. „O GOTT, ICH RUFE ZU DIR MIT DEINEM MAJESTÄTISCHEN NAMEN, DEM EINEN, DEM MÄCHTIGEN. UND ICH RUFE ZU DIR, O GOTT, MIT DEINEM UNDURCHDRINGLICHEN NAMEN. UND ICH RUFE ZU DIR, O GOTT, MIT DEINEM MAJESTÄTISCHEN UND EINZIGARTIGEN NAMEN. UND ICH RUFE ZU DIR, O GOTT, MIT DEINEM GROßEN, ERHABENEN NAMEN, DURCH DEN ALLE DEINE FUNDAMENTE FESTSTEHEN, DASS DU VON MIR ENTFERNST WAS MIR MORGENS UND ABENDS WIDERFÄHRT.“

Als er mit diesen Worten rief, offenbarte Gott dem Gabriel: „ERHEBE IHN ZU MIR!“


In der Sunnitischen Tradition wird erzählt laut Abdallah ibn al-Mubarak: In der Nacht, in der Jesus (zum Himmel) erhoben wurde, kam der Sohn Marias, zu seinen Gefährten und sagte: „Esst nicht (Euer Brot) durch das Buch Gottes. Wenn ihr es nicht tut, wird Gott euch auf Kanzeln sitzen lassen, von dennen ein Stein besser ist als das Diesseits und das, was darin ist. Abdaljabbar ibn Ubayd ibn Salman sagte: „Das sind die Sitzplätze, die Gott im Koran erwähnt hat:

54. Gewiß, die Gottesfürchtigen werden in Gärten und an Bächen sein,

55. am Sitz der Wahrhaftigkeit, bei einem allmächtigen Herrscher. (Sura 54:54-55) Dann wurde er erhoben.

3.Version: Jesus erscheint dem Petrus Die Letzte Erzählung handelt sich um eine Erscheinung während der Kreuzigung indem ein Gespräch zwischen Petrus und Jesus stattfindet. In der Apokalypse des Petrus erscheint Jesus und Petrus klagt weil er denkt das der Messias am Kreuz stirbt. Doch Jesus klärt Petrus auf indem er ihm erklärt das derjenige auf dem Kreuz der „Ausgetauschte“ sei. In der Apokalypse des Petrus wird es wie folgt erzählt:

Visionen des Petrus: das scheinbare Leiden Christi Nachdem er dies gesagt hatte, sah ich ihn so, als ob er von ihnen ergriffen würde. Und ich sagte: ,,Was sehe ich, oh Herr? Bist du es, den sie ergreifen? Und (zur gleichen Zeit) hältst du mich fest? Wer ist derjenige oben neben dem Kreuz, der fröhlich ist und lacht? Und es ist ein anderer, dessen Füße und Hände sie schlagen?``


Der Erlöser sagte zu mir: ,,Der, den du oben neben dem Kreuz fröhlich und lachend siehst, ist der lebendige Jesus. Aber der, in dessen Hände und Füße Nägel geschlagen werden, ist sein leiblicher Teil, welcher der Ausgetauschte ist. Sie beschämen den, der entsprechend seinem Bild entstanden ist. Aber sieh auf ihn und mich!`` Nachdem ich aber hingesehen hatte, sagte ich: ,,Herr, niemand sieht dich. Lass uns von hier fliehen!`` Er aber sagte zu mir: ,,Ich habe dir gesagt, dass sie Blinde (sind). Entferne dich von ihnen! Und sieh doch, wie sie nicht wissen, was sie reden! Denn den Sohn ihrer Herrlichkeit haben sie anstelle meines Dieners zuschanden gemacht.`` Und ich sah, wie jemand im Begriff war, sich uns zu nähern, der aussah wie er und wie der, der neben dem Kreuz lachte. Und er war *voll* des heiligen Geistes, und er (war) der Erlöser.

Somit sehen wir das es innerhalb einiger Christlicher Gruppen diese Vorstellung von der Rettung vor dem Kreuz gab. Doch wie es letzendlich wirklich gewesen ist werden wir nie wissen bevor der Tag des Gerichts für jeden von uns gekommen ist.


VII. Schlusswort


Liebe/r Leser/in, die Geschichte von Jesus (Friede sei auf ihm) ist eines der schönsten Geschichten die Islam und das Christentum verbindet. Nicht nur weil Jesus der versprochene Messias ist, sondern wegen seiner Lehren und seiner Handlungen. Wie wir Jesus sehen und über ihn Erzählen soll und nicht soweit bringen das wir uns gegenseitig verachten, sondern eben wegen dieser Gemeinsamkeit uns mit Respekt und Achtung begegnen. Der Heilige Quran sagt:

163. Gewiß, Wir haben dir (Muhammad) eingegeben, wie Wir Noah und den Propheten nach ihm (Offenbarung) eingegeben haben. Und Wir haben Abraham, Ismael, Isaak, Jakob, den Stämmen, "Jesus, Hiob, Jona, Aaron und Salomon (Offenbarung) eingegeben, und David haben Wir ein Buch der Weisheit gegeben.

164. Und (Wir sandten) Gesandte, über die Wir dir schon zuvor berichtet haben, und andere, über die Wir dir nicht berichtet haben, und zu Moses hat Allah unmittelbar gesprochen -,

165. Gesandte als Verkünder froher Botschaft und als Überbringer von Warnungen, damit die Menschen nach den Gesandten kein Beweismittel gegen Allah haben. Und Allah ist Allmächtig und Allweise.

(Sura 4:163-165)

Jeder Prophet Gottes kam mit der einen reinen Botschaft zu ihrem Volk, und zwar das es nur einen einzigen Gott gibt dem wir ergeben sind. Ihre Lehren waren immer identisch was die Anbetung Gottes betraf. Die Propheten haben den Menschen


befohlen ihre Gebete zu verrichten, ihre Spenden zu zahlen, zu Fasten und den Menschen gutes zu tun. Durch diese Lehren ermöglichte Gott den Gottesfürchtigen Dienern ein schönes und erfülltes Leben im Diesseits, und versprach ihnen einen großen Lohn im Jenseits. Das Ziel aller Propheten Gottes war es die Göttliche Botschaft zu verkünden und die Welt so wie sie war als sie Erschaffen wurde beizubehalten. Gott machte uns zu Statthaltern auf Erden damit wir sie in Ordnung halten, das erfordert auch eine Anleitung in Form von Gesetzen. Diese Gesetze wurden uns von Moses, Jesus und dem Propheten Muhammad (Friede sei auf ihnen) gegeben, und wir sollten diese Gesetze zu unserem Leben machen damit die Erde zu dem werden kann, die es einst war. Möge der Allmächtige Gott, der Herrscher der Himmel und der Erde uns zu seinem Werkzeug machen, das wir ihm dienen auf die beste Art und Weise damit wir sein Wohlgefallen erlangen können und ihm ergeben sind. Möge der Allmächtige Gott, der Herrscher der Himmel und der Erde uns Verstand und Vernunft geben damit wir unseren Mitmenschen mit Respekt und Achtung gegenübertreten können. Das wir lernen ihn zu verstehen, und vor allem das wir uns erst selbst ändern bevor wir andere Veränderungen herbeirufen können. Möge der Allmächtige Gott, der Herrscher der Himmel und der Erde uns den schönsten unserer Tage derjenige sein lassen an dem wir vor ihm stehen werden.

Wa akhiru dawan anil-hamdulillahi rabbil alameen! Unser Letztes Gebet ist: „Alles Lob gebührt Allah dem Herrn der Welten!“ Wasalamualaikum warahmatullahi wabarakatu! Und Friede sei auf euch sowie Allahs Barmherzigkeit und Segen!

Samir Schabel

Mittwoch, 25.April, 2012


VIII. Quellenangabe


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Scheich 'Abdullah as-Samit Frank Bubenheim, Dr. Nadeem Elyas (2002), Der Edle Quran. 1.Auflage Erich Weidinger (1992), Apokryphen – Verborgene Bücher der Bibel, Augsburg, Bechtermünz Verlag Gerd Lüdemann, Martina Jansen (1997), Bibel der Häretiker – Die Gnostischen Schriften aus Nag Hammadi, Radius-Verlag Muhammad ibn Rassoul (2007), Auszüge aus dem „Sahih Al-Buharry“, Islamische Bibliothek Adel Theodor Khoury (2010), Der Hadith – Urkunde der islamischen Tradition (Band IV), 1.Auflage, Gütersloher Verlagshaus Die Bibel – Schlachter Version 2000, 1.Auflage (2006), Genfer Bibelgesellschaft


Jesus, der Messias in Quran, Bibel und Apokryphischen Schriften