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N r. 3 2012

Ein Projekt des

Infos und Nachrichten vom Medienprojekt Jugendserver-Saar

posten, liken, voten Bildung und Beteiligung mit dem digitalen Netz Was haben Sie zuletzt im Internet veröffentlicht? Wo haben Sie ein „gefällt mir“ vergeben? Mit solchen Fragen setzt sich die Fachtagung des JugendserverSaar in Kooperation mit der Stiftung Hospital, am 11. Oktober in St. Wendel auseinander. Posten, liken und voten steht für Beteiligung – im digitalen Netz, aber eben nicht nur dort. Gerade in der realen Jugendarbeit lässt sich mit dem Web 2.0 was bewegen. Die Fachtagung zeigt Nutzungsweisen und Herausforderungen, die die digitalen Medien

mit sich bringen. Und vor allem, wie JugendarbeiterInnen vom digitalen Netz profitieren. Mit einem Impuls über „Digitale Medien, ihre Dynamik, Nutzungsweisen, Kompetenzen und Herausforderungen des Internet“ startet Dr. Jan-Hinrik Schmidt. Er ist Referent für digitale Medien und politische Kommunikation am Hamburger Hans-Bredow-Institut für Medienforschung. Im Anschluss folgen Workshops zu verschiedenen jugendarbeitsrelevanten Themen. Im Rahmen der Fachtagung wird das Projekt „Ding Dein Dorf II“ eröffnet. In der Beteiligungsaktion des Landesjugendrings können saarländische Jugendliche ihren Ort auf Jugendtauglichkeit bewerten. Den Projektstart begleitet die Staatssekretärin Gaby Schäfer (Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie). Die Fachtagung „posten, liken, voten“ findet statt am 11.Oktober von 9.00 bis 14.45 Uhr im „Impuls“ – Bildungs- und Kulturzentrum, Alter Woog 8, 66606 St. Wendel und richtet sich an PädagogInnen aus Jugendarbeit und Jugendhilfe. Der Teilnahmebeitrag beträgt 15 Euro pro Person (inkl. Imbiss).

Worksh op 1 Lokale Partizipation zipation konkret: DingDeinDorf II Ab Oktober 2012 gibt es die Neuauflage des Beteiligungsprojektes „DingDeinDorf“. Neben einer Vorstellung des Projektes werden den TeilnehmerInnen unterschiedliche Partizipations-Werkzeuge vorgestellt, die bei der Neuauflage zum Einsatz kommen sollen.

p2 o h s k r o W Kids unterwegs in fb! Von Sozialkompetenz bis zu Grenzüberschreitung. Was fasziniert Kinder und Jugendliche an einem Netzwerk wie facebook? Welche Chancen und Risiken birgt das soziale Netzwerk? Und wie nutzen Kinder und Jugendliche die beliebte amerikanische social community?

www.jugendserver-saar.de


OFFLINE

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Publizieren im Jugendserver-S Jugendserver-Saar lebt von Die Internetseite „Jugendserver-Saar“ Jugendserver-S den zahlreichen RedakteurInnen, die Monat für Monat Artikel veröffentlichen. Die RedakteurInnen kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Jugendarbeit im Saarland. Wie leicht es ist, selbst Artikel im Jugendserver zu publizieren, wird Ihnen in diesem Workshop gezeigt.

Youtube, Saarclip und Co. Was es bei der Erstellung von Video-Clips zu beachten gibt. Ein Video ist schnell gedreht – aber wie kommt es nun ins Internet und was gibt es Rechtliches zu beachten? Technisches und Rechtliches rund um Videoclips und Videoplattformen erfahren Sie in diesem Workshop. p

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facebook als Werkzeug in der Jugendarbeit Unternehmen aber auch Non-Profit –Organisationen nutzen facebook immer stärker und aktiver- nicht nur um zu werben. Wie sie das tun und wie nützlich facebook auch für Jugendeinrichtungen und –verbände sein kann, soll in diesem Workshop gezeigt werden. Schwerpunkt des Workshops ist die Erstellung rstellung einer facebook-Seite facebook Seite sowie deren Bedienung.

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Workshop 5 Werkzeuge der digitalen Partizipation Um sich online zu organisieren und zusammenzuarbeiten, gibt es nicht nur facebook, sondern auch viele andere nützliche Tools im Internet. Die unterschiedlichen Werkzeuge, die für Beteiligungsprojekte mit Jugendlichen eingesetzt werden könne, werden im Rahmen dieses Workshops vorgestellt.

Noch sind Plätze frei. Informationen rund um die Fachtagung und einen Flyer gibt’s beim Projektbüro: Fon 0681/7534750 oder Mail: info@jugendserver-saar.de

Wir stellen vor: Jugendserver-Beirat

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In dieser Ausgabe des „Offline“ möchten wir die Gelegenheit nutzen, und ein Gremium vorstellen, das vielen nicht bekannt ist. Seit Projektstart des Jugendserver-Saar, vor elf Jahren, wird die Arbeit der Projektleitung von einem Beirat begleitet. Die Arbeit des Beirats wird durch eine Geschäftsordnung geregelt. In dieser ist festgehalten, welchen Zweck und Aufgaben der Beirat hat, wie er zusammengesetzt ist, wie viele Sitzungen stattfinden müssen und wie mit Empfehlungen des Beirats umzugehen ist. Laut Geschäftsordnung sind Zweck und Aufgaben des Beirats: „Der Beirat unterstütz und berät den Träger „Landesjugendring Saar“ in der grundsätzlichen Ausgestaltung und Umsetzung der Aufgaben und Zielsetzungen des „Jugendserver-Saar“. Deshalb wird der Beirat in den zweimal jährlich stattfindenden Sitzungen über die Aktivitäten ausführlich informiert. Ganz klassisch, wie es für ein Gremium üblich ist, bekommen die Mitglieder des Beirats eine Tagesordnung, die von der Projektleitung des Jugendserver-Saar erstellt wird. Die Sitzungsleitung und Geschäftsführung des Beirats liegt beim Landesjugendring Saar. Zu den Mitglieder des Beirats gehören: die Vertreterin des zuständigen Ministeriums (Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen), ein Vertreter des Landesjugendhilfeausschusses, ein Vertreter der Kreisjugendämter, ein Vertreter des Vorstandes des Landesjugendring Saar, ein Vertreter der Landesmedienanstalt Saar sowie der Geschäftsführer des LJR Saar und die Projektleitung des Jugendserver-Saar. Seit der Änderung der Geschäftsordnung sollen ab dem Jahr 2012 auch zwei VertreterInnen der Zielgruppe des Jugendserver, die durch den LJR Saar benannt werden, an den Sitzungen des Beirats teilnehmen. Diese sind noch nicht benannt, jedoch wurde diese Änderungen

im Rahmen des Hauptausschuss des Landesjugendring Saar vorgestellt, so dass die Verbände die Möglichkeit haben, VertreterInnen zu nominieren. Im Moment gehören dem Beirat an:


Frau Isolde Schu, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Herr Ralf Dittgen, Kreisjugendamt Homburg Frau Tina Syrowatka, Landesmedienanstalt Saarland Hans-Jürgen Stuppi, Paritätisches Bildungswerk Landesverband Saarland Frau Catharina Becker, Vorsitzende des LJR Was passiert nun im Beirat? Die Projektleitung des Jugendserver-Saar berichtet in den Sitzungen von den Aktivitäten des Projektes. Zu den Themen gehörten in diesem und letzten Jahr das Projekt DingDeinDorf II und das Medien- und Sozialkompetenzprojekt KomComm. Aber auch über Initiativen wie das Educaching-Projekt „grad gefunden“, der Neustart der Video-Plattform „www.saarclip.de“ und über die jährlich vom Jugendserver ausgerichtete Fachtagung werden die Vertreter informiert. Der letzte Beirat fand am 10. September statt und das Schwerpunktthema war neben der Jugendserver-Fachtagung „posten, liken, voten“ auch DingDeinDorf II.

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Gesucht: Zwei Jugendliche, die in den Beiratssitzungen die Zielgruppe des Jugendserver-Saar vertreten. Was müsst ihr tun? Die Sitzungen des Beirats finden zweimal jährlich statt. An diesen solltet ihr teilnehmen. Ihr bekommt einen interessanten Einblick in die Arbeit des Jugendserver-Saar, auf die ihr auch Einfluss nehmen könnt. Voraussetzungen? fast keine :0) Ihr solltet einfach zwischen 13 und 26 Jahre alt sein. Internet, Jugendserver-Saar und facebook sollten für euch keine Fremdwörter sein und eine Mitgliedschaft in einem Jugendverband wäre toll. Interesse? Mehr Infos bekommt ihr beim Projektbüro: info@jugendserver-saar.de

Jugendserver-Saar bei Foursquare! 12:58 Uhr) Jeder Foursquare-Nutzer bekommt für einen Check-In Punkte. Diese werden auch immer mit der Punktzahl der Freunde verglichen, so dass eine Art Wettbewerb stattfindet. Außerdem gibt es die Möglichkeit sogenannte „Badges“ (Abzeichen) zu bekommen. Diese Abzeichen erhält man z.B. wenn man dreimal in einer Woche am selben Ort eingecheckt hat (Local-Badge) oder man erhält den Trainspotter Badge, in dem man an verschiedenen Bahnhöfen eincheckt. Checkt ein Foursquare-Nutzer an einem Standort besonders oft ein, so kann er „Mayor“ (Bürgermeister) des Standortes werden. Dieser Titel kann dem Mayor durch einen mehrfach Check-In eines anderen Nutzer am selben Ort auch wieder weggenommen werden Foursquare bietet nicht nur die Möglichkeit einen Standort anzugeben, sondern alle Foursquare-Nutzer können Listen mit Empfehlungen anlegen. Diese bekommen andere Nutzer in der App aber auch auf der Internetseite im Browser angezeigt und erfahren so, in welches Cafe es sich lohnt reinzuschauen, oder wo man gut zu Abend essen kann. Vor allem in unbekannten Städten kann diese Funktion hilfreich sein. Auch eine to-do-Liste mit Orten, die man noch besuchen möchte, kann angelegt werden. Weltweit hat Foursquare 20 Millionen Nutzer (Stand: April 2012). Tendenz steigend, da der Dienst in andere social media Kanäle (Twitter, facebook etc.) eingebunden werden kann.

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Was ist das? werden sich einige LeserInnen wahrscheinlich nun fragen. Foursquare ist ein standortbasiertes soziales Netzwerk, das kostenlos nutzbar ist. Gegründet wurde Foursquare 2009 in San Francisco. Mitmachen kann jeder, notwendig ist vorher jedoch eine Registrierung. Entweder meldet man sich mit dem vorhandenen facebook-Profil an oder erstellt einen neuen Foursquare-Account. Angegeben werden müssen Name, E-Mailadresse, eine Stadt, das Geschlecht und das Geburtstsdatum. Genutzt werden kann der Dienst über die Internetseite www.foursquare.com, aber auch über eine Anwendung (App), die für verschiedene Smartphones verfügbar ist. Ist man unterwegs kann man mit Hilfe der App aber auch über den Browser des Telefons den eigenen Standort mitteilen. Dies funktioniert relativ einfach: Nach dem Öffnen der App wird der Nutzer lokalisiert und bekommt verschiedene Ve-

nues (engl. Ort, Platz) angezeigt, die im Umkreis zu finden sind. Der Nutzer checkt dann in der App am Ort (z.B. Bahnhof oder Bibliothek) ein und der Standort wird an Foursquare übermittelt. Sehen können diesen dann mit dem Nutzer befreundete anderen Foursquare-Nutzer. Ob diese Check-Ins auf dem facebook-Profil oder bei twitter landen, kann dabei ausgewählt werden. Die Möglichkeit des Eincheckens geht aber auch über die Internetseite www.foursquare.com. Auschecken muss man nicht, sondern dass man sich woanders befindet, bemerken die Freunde erst wenn man an einem anderen Ort eincheckt. Sie erfahren also nicht, wie lange jemand an einem Ort war. Über eine Karte in der App und auf der Webseite ist es für den Nutzer möglich zu sehen, welche Freunde sich in der Nähe des eigenen Standortes befinden. Erfolgreich ist Foursquare, weil es sich der „Gamification“ bedient. Gamification: “Als Gamification oder Gamifizierung (seltener auch Spielifizierung) bezeichnet man die Anwendung spieltypischer Elemente und Prozesse in spielfremdem Kontext. Zu diesen spieltypischen Elementen gehören unter anderem Erfahrungspunkte, Highscores, Fortschrittsbalken, Ranglisten, virtuelle Güter oder Auszeichnungen. Durch die Integration dieser spielerischen Elemente soll im Wesentlichen eine Motivationssteigerung der Personen erreicht werden, die ansonsten wenig herausfordernde, als zu monoton empfundene oder zu komplexe Aufgaben umsetzen müssen.“ (Wikipedia: http://de.wikipedia. org/wiki/Gamification, Stand: 17.09.12,


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Viele Unternehmen nutzen die Möglichkeit, für die Foursquare-Nutzer spezielle Angebote anzubieten. Deshalb ist die Verifizierung als „Venue“ (FoursquareStandort) möglich, denn dann hat der Administrator der Venue die Möglichkeit Angebote für eingecheckte Nutzer oder den Mayor zu erstellen. Firmen wie z.B. das Restaurant „Vapiano“ nutzen Foursquare, dort bekommt der Mayor einen Kaffee gratis. Ein weiteres Beispiel ist die Lufthansa, die mit Foursquare zusammen arbeitet. Aktivitäten der Nutzer im Zusammenhang mit der Lufthansa können über Foursquare geteilt werden, diese sind dann mit dem Logo versehen und der Nutzer bekommt besondere Badges. Ähnliche Dienste wie Foursquare sind Google Latitude oder facebook „places“. Google Latitude ähnelt Foursquare, da man dort auch Badges erhalten kann. Mittlerweile ist eine Standortübermittlung auch über Google + möglich. facebook places ist ein Bestandteil der offiziellen facebook-app. Der Nutzer kann über die App angeben, wo er sich be-

findet und eine Statusmeldung mit einer Ortsangabe versehen. Alle Dienste sind im Apple App-Store und im Google Play Store kostenlos erhältlich. Die Apps der geobasierten Netzwerke greifen auf die GPS-Funktion des Tele-

fons zu. Durch die Nutzung der Dienste gibt man seinen Standort preis. Dadurch ist man verfolgbar, auch wenn die Standorte über andere soziale Netzwerke v e rö f f e n t l i c h t werden. Dessen sollte man sich bewusst sein. Die Lokalisierungsdienste sind jedoch eine gute Möglichkeit zu sehen, unkompliziert mittzuteilen, wo man sich befindet und zu sehen, wo Freunde oder Familie gerade sind. Sie sind aber auch hilfreich beim Entdecken einer neuen Stadt, oder wenn man Hunger hat und sich nicht auskennt!

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Impressum Herausgeber: Jugendserver-Saar Stengelstraße 8 I 66117 Saarbrücken Tel. 0681/7534750 I Fax 0681/63344 email: info@jugendserver-saar.de V.i.S.d.P.: Claudia Eisenstein

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