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Auf Tour – Der Reisereport

Siegerland - Sehenswert Pressewellers Reiseberichte

Ausgabe: 21 Jhrg. 4 März 2017

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Weit geht der Blick über Täler, Dörfer, Wälder und Höhen im Siegerland. Wandern, Radeln, Schauen: die Ginsburg (l.), Hilchenbach, Fachwerk in Freudenberg. (Alle Fotos, Bilder dieser Ausgabe:© presseweller)


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Tradition, Geschichte und Moderne Auf den Spuren von Fürsten, Rubens und Jung-Stilling Irgendwo, etwas weiter entfernt in Deutschland und im nahen Ausland, fragen uns Menschen „Wo liegt das denn?“, wenn wir ihnen sagen wo wir herkommen. Um es einzugrenzen, nennen wir „zwischen Frankfurt, Dortmund und Köln“. „Aha!“ Wir denken: „Schade, unsere Heimat müsste doch bekannter sein.“ Waldreichtum, die vielen Möglichkeiten zum Wandern und Besichtigen, Rubens, die

Eisenerz-Tradition und die pulsierende Wirtschaft sollte man doch kennen. Schließlich hat dieser Landstrich im südwestlichen Westfalen für Urlauber unterschiedlicher Interessen einiges zu bieten. Wenn Bekannte aber einmal hier waren, sagen sie: „Ihr habt es aber schön!“ Aus der Vielfalt an Sehens- und Erlebenswerten haben wir eine nur kleine Auswahl getroffen. Schauen Sie.

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Aus dem jungen Siegtal hinter Walpersdorf schauen wir aufs Rothaargebirge, wo am Kamm auf über 600 Metern Höhe die vor wenigen Jahren neu gefasste Siegquelle zu sehen ist.


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Wenige Kilometer bergabwärts im Siegtal bei Walpersdorf im Netpherland stoßen wir auf einen Kohlenmeilerplatz. Ab und an ist ein Meiler aufgeschichtet oder wie hier sogar in Betrieb. Rund um den Meilerplatz bieten sich Spazierwege an. Es gibt einen Wanderparkplatz. Von hier wandern wir durch Wald nach Beienbach. Auf dem Rothaarkamm lockt der Rothaarsteig IMPRESSUM Verantwortlich im Sinne des Presserechts und Telemediengesetzes: Medienbüro DialogPresseweller (Presseweller), Jürgen Weller, Lessingstraße 8, D-57074 Siegen, T. 0271334640, www.presseweller.de, mail>at<presseweller.de, UmSt-Id-Nr.: DE 192423892 FinA Siegen. Erfüllungsort und Gerichtsstand D-Siegen, in 1. Instanz stets das Amtsgericht. Alle Rechte © auf Titel, Texte, Fotos, Repros, Montagen, liegen bei Presseweller, soweit nicht besonders gekennzeichnet. Es gilt deutsches Urheberrecht! Pressewellers „Auf Tour - Reisereport“ erscheint sporadisch online, diese Nummer 21 in Zusammenarbeit mit dem Siegener Verlag Buch-Juwel, Anschrift w.o. Als Blättermagazin zum Lesen ohne Anmeldung frei aufrufbar. Ein Link auf das Magazin kann gerne gesetzt werden. Weitergehende Speicherungen und Kopien welcher drucktechnischer oder digitaler Art auch immer sind nicht erlaubt, auch nicht die Einstellung in eigene Webseiten oder auf fremde, incl. Social Media! Das gilt für das Gesamtwerk wie auch für Teile davon jedweder Art. Bei Interesse bitte unbedingt anfragen! Die Beiträge sind sorgfältig nach eigenen Kenntnissen zusammengestellt. Zur Abgleichung bzw. Datenverfeinerung wurde zum Teil Wikipedia (wikipedia.de bzw. …org) genutzt. Die Fotos sind aus verschiedenen Jahren. Insgesamt wird keinerlei Gewähr für Fehlerfreiheit und Aktualität in jeder Hinsicht übernommen. Irrtum bleibt Stets vorbehalten. Hier geht es um die Darstellung von Landschaften und Szenerien. Werbefrei! © Medienbüro DialogPresseweller (w. o.) und Autor. 2017


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Wälder, Quellen und murmelnde Bäche Grüne Landschaft, Hauberge, liebliche Orte entdecken Wald, Wald, Wald: Überall ist er zu sehen, beim Blick von den Höhen bekommt man einen guten Eindruck. Schön ist zum Beispiel der Ausblick von Rödgen Richtung Haincher Höhe bis zur Grenze nach Hessen. Als uns Freunde aus Österreich besuchten, waren sie überrascht: „Das hätten wir nicht gedacht, dass es hier so viel Wald gibt.“ Das Siegerland ist mit Nadelund auch Misch- und Laubwäldern gut bestückt. Seit Jahrhunderten gibt es eine Besonderheit, die HaubergsNiederwälder. Sie werden nach Schema – im bestimmten Jahresrhythmus, etwa alle 18 bis 20 Jahre, und in der Gesamtfläche versetzt – geschlagen. Dadurch wächst stets neuer Wald nach. Die Haubergswirtschaft gilt seit jeher als nachhaltig. Quellenreich Viel Wald, viele Quellen. Allerorten sickert das Nass aus Waldhängen und wird bald zum murmelndem Bach, der nicht selten seinen weg durch lieb-

liche Täler wie im Heuslingtal im Freudenberger Land nimmt, ohne von Menschenhand „eingemauert“ zu sein. Auf dem Rothaargebirgskamm entspringen Sieg, Lahn und Eder. Die Sieg gab dem Siegerland seinen Namen. Hinter Betzdorf verläuft sie teils am Fuße des Westerwaldes und mündet bei Troisdorf in den Rhein. Die Lahn mündet ebenfalls in den Rhein, nimmt aber einen weiten Umweg über Marburg durch Hessen. Anders macht es die Eder. Sie orientiert sich gen Norden, fließt durchs Waldecker Land und mündet schließlich in die Fulda. Jeder mag sich vorstellen, welche vielfältigen Spazier-und Wandermöglichkeiten durch Täler, über Höhen und durch Wälder es im Siegerland gibt, wie sich ein Urlaub „durchs Grün“ gestalten lässt. Kulturelles und Geschichtliches gehören auf Wunsch dazu. Unterkunftsmöglichkeiten gibt es vielerorts, einkehren kann man auch im Bereich der Quellen auf dem Rothaarkamm.


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Oberhalb des Kornmarktes in Siegen dominiert die Nikolaikirche mit dem über 50 Meter hohen, weithin sichtbaren Turm und dem güldenen Krönchen das Stadtbild.

Die Nikolaikirche in Nikolaikirche Da ist zum einen der sechseckige Siegens Oberstadt mit Krönchen seltene Kirchenschiff-Grundgeht wohl auf das 13. riss, zum anderen das Jahrhundert zurück. Martinikirche. Noch älter aber ist, Nikolai weist zwei Krönchen aus dem etwas unterhalb, die Besonderheiten auf. 17. Jahrhundert.


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In Fachwerk schwelgen: Freudenberg Imposante Panorama-Ansicht und Bummel-Gassen Ensemble, teils mit Inschriften an Hausbalken, zeigt sich schmuckvoll. Es ist eine Lust, durch die Gassen zu bummeln – auch zur Weihnachtszeit. Die Stadt ist ebenfalls bekannt durch die Südwestfälische Freilichtbühne, die mit ihren ausgewählten Stücken Jahr für Jahr viele Besucher anzieht, und das Technikmuseum, das seit 2002 in Betrieb ist und Interessantes und Besonderes für Alt und Jung bietet. Von Freudenberg aus gibt es zig Wandermöglichkeiten.

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Freudenberg, unterhalb des Löffelbergs gelegen und von Wäldern umgeben, wird in der Heimat oft auch noch mit der alten Bezeichnung „Der Flecken“ benannt. So führt es auch der Verlag Buch-Juwel auf seinen Mundartseiten. Die wunderschöne Fachwerkansicht ist weithin bekannt, weil sie vor Jahrzehnten überregional werbemäßig genutzt wurde. Einen guten Aufblick hat man vom Treppenweg, der zum Park führt. Das größtenteils fein restaurierte Jahrhunderte alte

Imposantes Fachwerkpanorama: Freudenberg.


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Rund 16 Meter hoch ist der Turm der Burgruine Ginsburg (l. o.) bei der Ginsberger Heide, die wie Grund (r. o.) zu Hilchenbach gehört. Vom Turm gibt es eine tolle Aussicht. Die ehemalige Kapellenschule in Grund ist eine von vielen im Siegerland. Im Ort steht das Geburtshaus mit der Tafel von Heinrich Jung, genannt Stilling, vor allem bekannt für seine Augenoperationen wie am Grauen Star!

Hilchenbach: Geschichte und Kultur Wandern? Rund um Hilchenbach, wo die Wege bald nach Wittgenstein führen, ist das eine Ansage. Aber es gibt auch vieles zu entdecken und zu erleben. Geschichtlich Interessierte sind auf der Ginsburg richtig. Sie lässt sich leicht erwandern. Die Burganlage geht auf das 12./ 13. Jahrhundert zurück. Wilhelm I von Oranien-Nassau plante hier

1568 seinen Feldzug, um die Niederlande zu befreien. Im idyllischen Dorf Grund wurde 1740 Johann Heinrich Jung, gennant Stilling, geboren. Er ist vor allem bekannt durch seine Augen-Chirurgie. Auf der Ginsberger Heide gibt es jedes Jahr das weit bekannte KulturPur-Festival. Lange Tradition hat das Giller-Berg-Turnfest.


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Bäche, Seen, Talsperren: Wasserland Mit seinen Höhen ist das Siegerland naturgegeben ein Wasserland. Überall in den Hügeln quellen Rinnsale hervor, deren Bachläufe die Täler formen. Hauptfluss ist die Sieg, aber auch Weiß und Ferndorf ziehen sich durch viele Orte. Der Bäche gibt es so viele, dass sie hier nicht aufgeführt sind. Aber es lohnt sich, die Täler bei Spaziergängen, Wanderungen und Radtouren zu entdecken. Vielerorts finden sich Weiher wie der Landeskroner Weiher zwischen Wilnsdorf und Kalteiche und der Gambachs-

weiher bei Freudenberg. Oft stößt man auch anderswo auf von Wald umgebene Weiher, die Idylle pur vermitteln. Von Menschenhand zur Wasserversorgung angelegt sind Talsperren wie die „Breitenbach“ zwischen Kreuztal und Hilchenbach und die „Obernau“ in Netphen. Diese großen „Seen“ in schöner Landschaft besuchen wir gerne. Es sind Rundwege angelegt. Einkehrmöglichkeiten gibt es auch. Nicht nur Urlauber freut es, dass es außerdem viele Freibäder und einige Hallenbäder gibt.

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Breitenbach-Talsperre zwischen Kreuztal und Hilchenbach. Rundum führt ein Spazierweg.


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Im Erz- und Eisenland gibt es für Interessierte noch vieles zu entdecken: Oben links der Wegweiser in Obersdorf zur Latènezeit-Anlage. Rechts die mächtige Schlackenhalde, im Volksmund „Monte Schlacko“ in Geisweid. Links der Förderturm am Grimberg in Niederdielfen mit kleinem BergbauMuseum mit tiefem Einblick und zahrelichen Exponaten.

Wo Eisen in den Bergen liegt „Wo Eisen in den Bergen liegt“, so heißt auch ein Heimatbüchlein des Buch-Juwel-Verlags. Vielerorten wurde nach Erz gegraben, und das schon vor rund 2500 Jahren in der Latènezeit. Man schmolz Eisenspat und Co. in so

genannten Rennöfen. Wind war wichtig, um die Glut zu entfachen. An Bergwerken und Hütten hat das Siegerland eine reiche Geschichte. (Siehe S. 10) Erz liegt noch reichlich in der Erde.


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Wanderwege, Kultur und Geschichte Wandern Die wald- und wiesenreiche Landschaft bietet sich geradezu zum Wandern an. Neben den zahlreichen Waldwegen, die zu Spaziergängen locken, gibt es zahlreiche Wanderwege, die teils bis über 600 Meter Seehöhe führen. Rothaarsteig, der bekannte Weitwanderweg und die Zubringerwege; Wanderweg zum und rund um den Kindelsberg, Kreuztal;

ins Buchhellertal, zu den Trödelsteinen, beides Burbach; Siegerland-Höhenring; rund um die Talsperren (Obernau und Breitenbach); Rund um Grund, Hilchenbach, auf Jung-Stillings Spuren; Wanderweg von Lindenberg (Freudenberg) zur Freusburg; Jakobsweg, Teilstück, zum Beispiel von Irmgarteichen zur Eremitage (Wilnsdorf) und weiter bis nach Freudenberg. … und so viele mehr.

Kultur Apollo-Theater, Siegen Kulturhaus Lyz, Siegen Siegerlandhalle, Siegen Gebrüder-Busch-Theater in Hilchenbach-Dahlbruch Heimhof-Theater in BurbachWürgendorf KulturPur-Festival um Pfingsten, Ginsberger Heide, Lützel (Hilchenbach) Museen in Burbach, Freudenberg, Siegen (Siegerlandmuseum im Oberen Schloss und Museum für Gegenwartskunst), Museum Wilnsdorf sowie viele Dorf- und Heimatmuseen.

Geschichte Oberes Schloss Siegen mit Park und Rubensbrunnen Alte Vogtei Burbach Burgruine Ginsburg, Grund/ Lützel, Hilchenbach Museumsbergwerke oder Bergbaumuseen in Müsen (Hilchenbach), Stahlbergmuseum und -stollen Neunkirchen-Salchendorf, Wotan-Stollen und -Pfad Eiserfeld, Reinhold-ForsterErbstollen Latène-Plätze Achenbach/ Gosenbach (Siegen) und Obersdorf (Wilnsdorf)


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Typisches zum Anschauen

Der Backes, ein Backhaus (oben), ist noch in vielen Siegerländer Dörfern zu finden, hier in Holzhausen im Hickengrund. Beliebt sind die Backestage. Ebenfalls in vielen Orten, hier in Trupbach, gibt es ehemalige Kapellenschulen (l.). Sie dienten einst für Gottesdienste und Schulunterricht. Heute werden sie oft von Heimatvereinen, auch als Museum, genutzt.


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Schönes zum Anschauen Idyllisch, HellerBachlauf (l.) in Wahlbach bei Burbach. Immer wieder schön und je nach Jahreszeit anders ist die Blumengestaltung im Park des Oberen Schlosses in Siegen.

Auf www.presseweller.de finden Sie stets Reiseberichte und Magazine, auf www.buchjuwel.de stets Siegerländer Themen.


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Modern, die 2013 eröffnete Autobahnkirche beim Rasthof Wilnsdorf an der A 45. Die Kirche ist, wie auch viele der alten Gotteshäuser im Siegerland, von innen und außen sehenswert.

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Nur ein Auszug

Alte Vogtei in Burbach.

Aus der ganzen Vielfalt des Angebots für Wanderer sowie Urlauber, die an Kultur- und Geschichte interessiert sind, zeigt das Magazin nur einen kleinen Auszug. Ob Wanderwege oder Gebäude wie Burgen, Kirchen, Theater, Museen sowie bergbauliche Anschauungsmöglichkeiten: Hier sind lediglich Beispiele aufgezeigt. Bei Interesse ist es ratsam, sich detaillierter zu informieren.


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Anfang Mai in der Feuersbacher Furt, zwischen Siegen und Deuz.

Immer wieder anderes entdecken Bei Touren in unsere Heimatregion stellen wir oft fest: „Das hatten wir bisher noch gar nicht gesehen“. So war es zum Beispiel mit der Märzenbecherwiese im Sinderbachtal in Walpersdorf, wo die Blumen je nach Wetter im März/ April blühen. Zu den beschriebenen Örtlichkeiten und teils Öffnungszeiten können Sie sich umfassender auf den Internetseiten der Gemeinden, meist unter „Tourismus/ Kultur“, auch in anderer Reihenfolge oder unter „Freizeit“,

informieren. Oft finden Sie unter „Übernachten“ oder ähnlichen Links Hinweise zu UrlaubsUnterkünften. Die www.seiten enden alle mit „de“. Auch Seiten vieler Heimatvereine bieten Interessantes. Im Web: burbach-siegerland freudenberg-stadt hilchenbach kreuztal netphen neunkirchen-siegerland siegen

Reisereport: Siegerland - Sehenswert  

Im "Auf Tour - Der Reisereport", Nr. 21 von Pressewellers Reisebericht-Magazinen, zeigt sich das Siegerland in Südwestfalen in vielen Facett...

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