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Sejerlänner Gerechde

Buch-Juwel

Riewewaffeln:

Waffeln aus Kartoffelteig, im Waffeleisen gebacken

Schanzebroart:

„Schanzenbrot“. Dunkles Brot mit hohem Roggenanteil,

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ursprünglich im Backes gebacken. Für die Gluterzeugung wurden Schanzen verwendet, zusammengebundes Holzreisig aus dem Hauberg. Gib es zum Teil heute noch. Schmatzbäckel:

Dünner Teig, der auf der Ofenplatte „gebacken“ wird. Das wird hier und da noch auf Siegerländer Festen praktiziert.

Strüsselskooche:

Streuselkuchen, ohne und mit Füllung (siehe Blechkuchen)

Teilchen:

Ausdruck für kleines Gebäckstück wie „Amerikaner“, Apfeltasche, Schweinsohr u.a. BuJu

BuJu

Links der Krenge oder Krengel. Schmeckt immer wieder lecker. Statt wie hier Marmelade kann es auch Zimt sein. Normalerweise werden zwei „Stangen“ auf dem Blech gebacken.

Gerichtre mal leicht, mal deftig Broathering:

Brathering, an sich nicht ungewöhnlich. Wird im Siegerland aber gerne mit „gequallde Gestallde*“ (aus Pellkartoffeln) und Roter Bete gegessen. Vorteil: Diese Kombination bietet Fisch/ Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett und Vitamine/ Mineralstoffe

Bröhduffeln:

Brühkartofflen. Suppe oder Beilage. Klein geschnittene Kartoffeln in einer Gemüse- oder Fleischbrühe, meist mit Speck, Zwiebeln, teils mit Mehlschwitze.

Doffelsobbe:

Kartoffelsuppe. Gewürfelte oder in Streifen geschnittene Kartoffeln, in einer Brühe mit meist Porree, teils auch Möhren u. a, gekocht. Oft mit Mettwürstchen, aber wie bei Bröhduffeln auch einfach so. Es kamen aber noch andere Suppen auf den Tisch. Siehe unter „Sobbe“

Riewekooche und mehr  

Ums Essen im Siegerland, Kuchen und Gerichte, geht es in "Seejerlänner Esse". Das bebilderte 10-seitige Magazin ist ein kleines Wörterbuch z...

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