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Verlag Buch-JuWel, Jürgen Weller, verantwortlich im Sinne des Presserechts und des Telemediengesetzes. Lessingstr. 8, D-57074 Siegen Mail: buchjuwel-et-gmx.com  0271 33 15 70 www.buch-juwel.de IHK Siegen, FinA Siegen USt.Ident-Nr. DE 192423892 Gerichtsstand und Erfüllungsort D-Siegen, in 1. Instanz stets das Amtsgericht. Hinweise zu Rechten siehe vorletzte Seite. Autor: Georg Hainer Ausgabe zum Blättern und PDF mit JahreszeitenBildern, als E-Book (mit Calibre/ Kovid Goyal) - außer dem Titelbild nur Texte! - erstellt, als PDF-Datei mit Libre Office/ Titel mit Serif Page Plus Zum Blättern und freien Lesen ohne Anmeldung aufrufbar (siehe Homepage). Kopie, Ausdruck, Einfügen, auch von Teilen des Werks, in eigene Webseiten oder auf Social-Media oder anderen Foren sowie kommerzielle Verwendung usw. nicht erlaubt! Es darf ein Link gesetzt werden. E-Book und PDF sind kostenpflichtig. Ausdruck dazu für eigene private Zwecke erlaubt. Siehe auch Lieferungs- und Zahlungsbedingungen sowie Widerrufshinweise auf buch-juwel.de. Auslieferung des Werks erfolgt als EBook (EPub) oder als PDF per Mailanhang oder Link. Kostenpflichtige Bestellungen nur an Rechnungsadressaten in Deutschland!


Jahreszeiten-Tr채ume Ein st채ndiges Werden und Vergehen In Gedichten, Text und Bildern Georg Hainer

Verlag Buch-JuWel


Ende Februar Ginsberger Heide/ Giller, Siegerland.

Im April im Alten Land, Kirschbl端te.


Noch Winter Fast vergangen ist der Schnee, doch Regen ist jetzt da, oh weh, die Katzen ham sich schnell verzogen, Mäuse sausen hin auf Blätter-Booten, der Mensch, der denkt und weiß nicht recht, aber Frühling bald, der wär' nicht schlecht. Wenn ab Februar die Sonne scheint, ist der Sommer nicht mehr weit.

Frühling kommt Übers Land ein warmer Windhauch zieht, manch Wiese noch im weißen Kleid, wie jetzt der Schnee davonne stiebt: es beginnt die Märzenzeit. Schneeglöckchen zeigen sich mit Blüten weiß, bunter Krokus blühet nun schon bald, die Kält verzieht sich ganz, ganz leis, Vogelruf dringt aus dem Wald. Was die Schöpfung doch so alles macht, Natur, sie zeigt sich immer wieder neu, oft blüht und grünt es über Nacht, auf dass Mensch und Tier sich freu!


Frühlingsfee ist da Des Winters Eis und Schnee, und dunkler Tage Wolkenreich zusammenfällt sogleich, wenn sie kommt, die Frühlingsfee. Lässt bunte Blumen sprießen, Schneeglock' und die Krokus blüh'n, ihre Farbigkeit versprüh'n, dass die Menschen es genießen. Die Luft sie wärmt sich munter auf, man genießt das Wandern, allein, gemeinsam auch mit andern, das alles liegt am Sonnenlauf. Morgens schon die Vöglein singen, Knospen an so manchem Ast, befreit nun von den Schnees Last, „alles Frühling" hört man's klingen.

Wenn die Bäche wieder fröhlich sprudeln, die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht und sich hier und da Buntes aus dem Boden, aus den Wiesen reckt und die Sonne schon wärmt, ist es eine Lust, in Wald und Flur unterwegs zu sein. Bald schon kommt das Osterfest.


Von den Häschen lernen Kind schau dir an genau das Buch, Häschen siehst du dann genug, wie sie springen und auch tollen, gern an Mutters Schürze kommen. Zum Lernen in der Schul' sie sind wie genau auch du mein Kind, damit von Grün und Möhren sie erfahren, Wissen sammeln für die spät’ren Jahre. Vorlaut, schludrig, ungezogen? Dann der Hasenlehrer ist bewogen, dir’s in die Löffel laut zu sagen: Man hat wohl sich zu betragen! Den Fuchs und Jäger musst du kennen, um Haken schlagend schnell zu rennen, auch das ist’s, was im Leben zählt, denn neben Gutem ist manch Böses in der Welt. Schau Dir die Häschenschule an, ab und zu und dann und wann, so ist’s im Alltag nun mal eben, nimm’s Dir zu Herzen für Dein Leben. Ostern ist ein großes Fest, ein Frühlingsfest, fest eingebunden in den Jahreslauf. Für die Christen gilt es als das größte Fest. Hasen und bunte Eier gehören seit Jahrhunderten dazu.


Die Osterl채mmchen sind da. Im Breisgau.

Maispaziergang im Gr체nen, in Siegen.


Des Maien bunte Freude Der Mai will uns nun grüßen mit seiner grünen Welt, uns das Leben so versüßen, damit es uns gefällt. So gelb strahlt dort der Ginsterbusch erfreuen uns die Birken, doch vorbei geht’s bald mit einem Husch, das frühlingsreiche Wirken. Weiß an Weiß im Schlehenstrauch, der Tulpen Rot und Gelb, und strahlend weiß die Kirschen auch, welch eine wunderbare Welt. Vergänglich ist der Frühlingsblüte Traum, der Sommer naht mit Macht, der Mai ein blühend süßer Schaum, das Herze springt und lacht. Der Mai wird froh begrüßt. Der 1. Mai gilt auch als „Tag der Arbeit“, obwohl an diesem Tag frei ist. Aber es gibt so viele Maifeiern, den „Tanz in den Mai“, die alten Lieder wie „Der Mai ist gekommen“, den Maikäfer, der früher oft „gesammelt“ wurde. Da sind auch das Maiengrün und die Mai-Bowle sowie der Spruch „Wie schön der Maien war, sieht man dann im Februar“, was sich auf die Geburtenrate bezog, und so vieles, vieles mehr.


Besuch am 1. Mai Der 1. Mai im Hessenland mit Freunden, die so lang bekannt, den blühend' Garten auch erkundet, wobei die Zeit sich flugs verstundet. Der Maiausflug zu früh'rer Zeit, Wald und Grün jetzt weit und breit, der Weg, er war oft äußerst lang, doch am Ziel ein Maikonzert erklang. Im Gastbetrieb war's dann gemütlich, mit Speis' und Trank tat man sich gütlich. Ein Tänzchen mal, ja bitte sehr, uns Männern reichte eins – nicht mehr. Ein stimmungsvoller Nachmittag, der jetzt in den letzten Zügen lag. Irgendwann trat man den Heimweg an, oh verflixt, der war nun leider wieder lang. Erzählet von so vielen Sachen, mal sehr ernst und mal zum Lachen, bei Kaffee und bei Kuchen fein, ja, so kann ein 1. Mai doch sein.


Sommerahnung Maiengrün Legt dem Wald Neue Kleider an. Beglückt. Sonnenstrahl Erhellt das Gemüt Zum Gedankenpflücken. Erfreut. Himmelsblau Bläut das Land Die Sinne zu erwärmen. Sommernd. Bald. Oh ja, wie Licht und Sonne doch Glücksbringer sind. Die Natur kann das. Sie steuert unsere Hormone, setzt so genannte Glückshormone frei. Bei den meisten Menschen ist es so: Wenn die Sonne scheint, oder es viel Licht gibt, fühlen sie sich psychisch besser. Man ist „besser drauf“ als bei Nebel und Dunkelheit. Wie die Jahreszeiten selbst, sind diese Eigenschaften ein Wunder der Natur, die unser Empfinden und unsere Empfindlichkeit steuern können. Dieses große Ganze zeigt fern vielfältigen Wissens das Geheimnis allen Lebens auf.


An Pfingsten Zu Pfingsten 12, so sei’s geschrieben, die Sonne ist uns treu geblieben, blauer Himmel schon am Morgen, vertreibet auch die letzten Sorgen. Es grünt und blühet überall, ein naturgegeb'ner Farbenschwall, durch die Gärten ziehet Schwenk-Grill-Duft, draußen atmet sommerliche Luft. Frühmorgens tausend Vögel singen, bringen Aufstehstund' zum Klingen, meist im Spiel ist Liebeswerben, damit aus Amseln, Staren Pärchen werden. Zum Pfingstfest fromm Gedanken auch, so ist es alt-gelernter Brauch, und jetzt es jeder schon so gern erahnt, ja, die schöne Sommerzeit sie naht. Wie zum Mai und zu Ostern gibt es auch zu Pfingsten in manchen Regionen noch ein reichhaltiges Brauchtum. Da zieht zum Beispiel wie im Siegerland der „Pfingstlümmel“ durch die Straßen. Wie so oft bei diesen Bräuchen wurden statt Geld zum Beispiel Zutaten für Kuchen und anderes gesammelt. Damit wurde hinterher ein Fest oder ein gemütliches Beisammensein für die Beteiligten ausgerichtet.


Fr端hsommerstimmung in der norddeutschen Geest.

Es sommert. Hafenflair auf der Insel Poel.


Sommerhauch Der Sommerwind streift leicht durchs Haar, der Himmel blau, die Luft so klar, an der Ecke dort das erste Eis, tut gut, wenn die Luft so gleißend heiß. Die Sonnenstrahlen schmeicheln ein, sind so zart und merklich fein, hier und da ein sanftes Streicheln, braun dann schon nach kurzem Weilchen. Die Sonne bald den Geist sie übertört, es ist Sommer, höret, hört bringt Freude in die Seele ein, lässt einfach alle fröhlich sein. Die Berührung zarter Windes-Hand, einen Neu-Impuls noch fand, gut begleitet von der Sonne, kurz, Gefühle voller Wonne. Ein Sommertraum, ein Mitnacht-Sommer: Sonnenschein und Wärme, See, Meer, Freibad sowie Ferien und Urlaub fallen uns ein. Mal hat er seine Hoch-Zeit im Juli, mal im August. Aber natürlich gab und gibt es auch den Sommerregen. Ein „Guss von oben“. Gut, wenn er sich nicht über viele Tage hinweg ausbreitet.


Früher und heute: Sommer-Badespaß Sommer, Sonne, Badespaß. In den 1950er- und 1960er-Jahren ging es für die ganz Kleinen so: Ein Zinkwännchen wurde auf die Wiese am Haus gestellt und teilweise mit Leitungs- oder Brunnenwasser gefüllt. Die Sonne wärmte das Wasser. Heute würde man sagen „energiebewusst gedacht“. Aber damals war es so einfacher. War es warm genug, ging es für den kleinen Nachwuchs raus. Ins Wännchen setzen und im Nass planschen. Waren mehrere Kinder im Haus, standen auch zwei oder drei Wännchen auf der Wiese. Auf die Wiese konnte man zwischendurch auch mal zum Spielen. Ein Vergnügen für Kinder und Eltern. War man schon älter ging es mit den Eltern sonntags zu einem See. Zum Sonnen, Ausruhen und mal ins Wasser tauchen und, wenn man es schon konnte, eine Runde schwimmen. Damals - wie heute - gab es bereits so einige Freibäder. War man etwas älter, durfte man mit Fahrrad oder mit dem Bus hin. Gemeinsam mit Freunden war das erlebnisreich. War ein Hallenbad in der Stadt oder nah, wurde das genutzt, wenn die Freibäder noch nicht geöffnet hatten. Zum Teil gingen die Eltern mit. Ach ja, Schwimmen lernen stand früher auch in der Schule auf dem Plan. Viele haben es so gelernt, andere mithilfe von Freunden oder aus eigenem Ansporn.


Im Sommergarten Im Sommergarten brummt’s und rauscht’s, wenn des Natures Lied man lauscht. Bienen, Hummeln gar nicht müde, tief in der Heckenrosen-Blüte. Ein Käfer klettert ganz behände über Pflanzen-Stiele-Wände in die Leckerbissen-Welt zwischen Weiß und Rot und Gelb. Von ganz oben vorgegeben: stets ein Häppchen für das Überleben. Achtung, dass man nun sich nicht verirrt und selbst zum leck'ren Häppchen wird. Gräser wiegen sich in Windes Sphären, als wenn sie übermütig wären. Die Halme neigen sich mal tief zum Boden, dann recken sie sich wieder ganz nach oben. Im knallig Rot der lieblich Mohn, Kornblum' im hell-blauen Ton. Sommergarten, so lebendig und so bunt in des Schöpfers großem Rund. Doch der Rausch der Blütelei, irgendwann geht er vorbei. Stets gibt es ein Vergeh’n auf Erden und ein ständig neues Werden.


Urlaubstr채ume. Im Hafen von Piran/ Slowenien.

Oder im Rausch der Berge, im Gailtal in K채rnten.


Urlaub und Sommer Irgendwo am fernen Ostsee-Meer, im Bikini und am Strand, schwirrt im Sommer man umher, im so meck- und pommerischen Land. So manches sich schon angeschaut, die Städte alt und noch in Backestein, so damals hat man nun gebaut, als sollte es für ewig sein. Im Urlaub schnell vergessen alle Zeit, mal hier und da noch gerne schauen, der Alltag ist so fern und weit, mal ganz aufs Ferienglück vertrauen. Nach manch nächtlich Regenschauer ist die Luft schon wieder lauer, die Sonne brennt so heiß am Tage, es ist Sommer, keine Frage. Luftig leicht man sich bekleidet, so manche/r wir dann gleich beneidet, ja, zweifellos ist's die Figur im Café auch nur Espresso pur. Cremeschnitten sind vergessen, die kann man auch zu Hause essen, ein Strandspaziergang jeden Tag, dass die Figur sich straffen mag.


Bienenflug Sie flog und summte übers Land, die Biene, dass sie Nektar fand. Auf des Wandrers brauner Haut war nichts von dem gegeben. So verlor sie denn ihr junges Leben.

Prickelnde Luft - Spätsommer Der Wald im Faden-Seidenglanz, in noch lauen neblig Morgenlüften, Sonnenstrahlen wiegen sich im Tanz, all erfüllt von ersten Pilzes-Düften. Der Altweiber-Sommer macht sich breit, Luft jetzt in Champagner-Laune schwärmt, prickelt auf der Haut, bringt Heiterkeit, weil sie Leib und Geist erwärmt. Keine Mär und keine Sagen nur, wenn alles ist im Wandel wieder, sie ist es selbst, die ewige Natur, bald kommt der Herbst hernieder.


Herbstwind kommt Hört das Rauschen, hört den Wind, der Bäume allerliebstes Kind, gern neigen sie sich nieder, in Bewegung immer wieder. Doch wenn es stürmet in den Zweigen, dann ist genug des Windes Reigen, soll ein Ende haben, klingt’s schon bald in Wispertönen durch den Wald. „Sturm, Sturm“ will der Wipfel nun noch mahnen, doch das Knacken lässt nichts Gutes ahnen. Geäste bricht, der Baum gleich fällt, auf alten Stämmen gleich zerschellt. Nun wollt' er sich nur etwas wiegen, wieder gerade steh'n, statt liegen, weil er gern Bewegung sich verschafft, doch nun, so ist's - vom Winde hingerafft. Wunderschön ist der Altweiber-Sommer. Morgens früh im Tau durch den Wald streifen, wo sich in Gespinst und auf Gräsern das Licht der frühen Sonne bricht. Natur-Erlebnis. Und das gibt es immer noch reichlich!


Wo die Eichen rauschen Wo die Eichen rauschen nah im Hain, Eicheln einst wir dort gepflückt, dort wollt’ ich immer gerne sein, nacherfahr’n der Kindheit Glück. Am stillen Waldweg leicht bergan, erlaufen oder mit dem ersten Rad, wo man Abenteuer dann ersann, wenn’s bald schon Abend ward. Dich Baum kenn ich doch so gut, dort oben an des Weges Rand, ganz hoch zu klettern brauchte Mut, doch für uns Jungs stand das einst an. Die Äste dick, sie hielten Stand, am Boden dichter Waldgraswuchs, man Ast für Ast sich höher wand, ganz von oben dann der Gruß. „Geschafft“ so hat man’s dann vernommen, über Ast und Ast gestiegen, wenn man die Eiche hatt’ erklommen, um sich im Astwerk dann zu wiegen. Die alte Eiche steht noch dort, am Waldrand oben lebt sie fort, erinnert an die Kinderträume, wie im Rund die and'ren Bäume. Schön.


Nach dem Sommer kommt Erntedank.

Bunt eingef채rbt, der Bergwald im Soca-Tal/ Isonzo.


Drachen und Wind - Herbst Wenn raue Winde wehen, sich Wetterhähne drehen, die Bäume schon im bunten Kleid, das Holz gestapelt Scheit für Scheit. … dann herbstelt es schon Wenn im Himmelsblau die Wölkchen weiß, nicht mehr ferne ist der Schnee, das Eis, noch in den Gärten bunte Blütenpracht, neigt sich bald zur Welkens-Nacht. … dann herbstelt es schon Wenn über Stoppelfelder Drachen, Jungen, Alten, Freude machen, Regenschauer tränkt die Erde, dass das Land zur neuen Ernte werde. … dann herbstelt es schon Dann ist er da der Herbstes-Reigen, in dessen Wind sich Wipfel neigen, es beginnt des Jahres Rest, hier und da mit Ernte-Dankesfest. Eine ganz besondere Jahreszeit ist der Herbst, der uns so wundervoll bunte Wälder beschert und zu dem das Erntedankfest gehört. Der Übergang zur Winter- und Adventszeit rückt von Tag zu Tag näher.


Herbst-Welt Blau wie das Meer überspannt Himmel die Welt, Sonnenstrahl wärmt Menschen und Feld. Rot leuchtet der Apfel im alten Baum, warm ist das Licht, ein Herbsttag-Traum. Gelb die Stoppeln auf den Feldern, ein Rot-Grün-Gelb in allen Wäldern, das Braun gesellt sich noch dazu, bald schenkt die Nacht den Farben Ruh'. Die Ernte liegt wohl in der Scheuer, hier und da gibt es Kartoffelfeuer, der Grünkohl noch im Garten steht, bald von Frost und Wind umweht. Grauweiß der Vorhang deckengleich bedeckt des Morgens Erdenreich. Und manches Tier und jedermann, der schafft sich nun noch Vorrat an. Wenn auch das Herbstspiel ohnegleichen, bald wird die bunte Welt dem Winter weichen. Gut, wenn man Jahreszeiten hat. Dann zeigt sich auch der Herbst im bunten Farbfeuer der Wälder. Das ist Jahr für Jahr beeindruckend, einfach nur wunder-wunderschön. Herbst be- und verzaubert. Was die Natur so alles kann!


Fallende Blätter und die Tanne Die Birkenblätter hängen nieder, fragen sich, wann kommt die Sonne wieder? Sie werden's merken: nur noch selten, sie kreiselt jetzt in and'ren Welten. Kahl zeigen sich die Bäume, vorbei die Frühlings-Sommer-Träume, der Baum, er braucht jetzt volle Kraft, damit er auch den Winter schafft. Von der Natur ist's so gewoben, verordnet von da ganz, ganz oben, besser jetzt in Ruh' verharren, blattlos, statt im Frost erstarren. Da können andere nur lachen, weil's Tann' und weit're anders machen, die grünen Nadeln nicht vergeh'n, wir können's Jahr für Jahr so seh'n. Doch für die Tann ist's kein Behagen, ist grün und doch bald abgeschlagen, beendet dann ihr junges Leben, nur - vielleicht war's ihr Bestreben zu stehen irgendwo und -wann, im warmen Zimmer dann als Weihnachtstann.


Verflockt Wie tanzen da die dicken Flocken und sie zum Hinschaun uns verlocken, unter grau-verhangnem Himmelszelt, machen weiß die ganze Welt. Wie ein Flöckchen doch so fein, welches Muster soll es sein? In vielen Formen kommen sie herab, und wenn ich eine mit der Hand dann schnapp, sie zerfällt mit einem Wisch, sie flugs verflüssigt sich. Was aber Flock an Flock bewirken kann, legt sich wie ein Teppich dann, dicht an dicht über Wiesen und die Felder, über Straßen, Gärten und die Wälder. Das Land schon bald in reinem Weiße liegt, Schnee sich nun in jede Mulde schmiegt. Wie geht’s aus mit Flockenreigen? Bald wird sich's zum Ende neigen. Doch formieren sich bereits schon wieder, fallen leise auf die Erd hernieder. Sind Schneeflocken nicht ein Wunderwerk? Sie zeigen sich in immer wieder neuen Strukturen und Formen, rieseln mal sanft, mal heftig vom Himmel und zeigen Wälder, Wiesen und Erde bald in Schneeweiß.


Der Schnee kommt. Im Siegerland bei Wilnsdorf.

Mehr Schnee? Im Skigebiet Nassfeld in K채rnten.


Winterzeit ist da Schnee und Eis in fern und nah, die kalte Winterzeit ist da. Die Nase rot, die Hände tot, die Füße kalt, in Stiefeln schwer, so läufst du auf der Straß umher. Gehst du nicht langsam, Schritt für Schritt, liegst du schon in der Straßenmitt'. Langsam kommt das in den Sinn, doch schon schlitterst du dahin. An der Nas gefrorne Tropfen, Hände in die Manteltaschen stopfen, die Welt ringsum nur Weiß in Weiß und alles flüsternd, ganz, ganz leis. Ja, es friert und schneit – ist Winterzeit. Bis auf die Knochen eisekalt, erspähst du dann den nahen Wald, diese Richtung musst du gehen, kannst bald das Dorf, das Haus schon sehen. Dort, dort hin in mein Zuhause, stapfe weiter ohne Pause, Dorten, da nur will ich hin, weil ich dort geborgen bin. Hast du am warmen Ofen dann gesessen, ist alles andre bald vergessen. Ewald Weller†, ergänzt Georg Hainer


Dorf-Adventsstimmung Aus dem Schornstein gräulich Rauch-Gekringel steiget auf in klaren Nachtes-Himmel, in der Stube, mollig und gemütlich, tun wir uns an Brateäpfeln gütlich. Wie viele Sterne dort am Himmelszelt, funkeln über Dorfes kleine Welt. Wer stille ist, vernimmt ein Singen, als ob tausend Englein singen: Freuet Euch, die Weihnacht ist nicht weit, in des Adventes Ankunftszeit. Der Herr kommt auf die Erde nieder. Bald, schon bald ist Heiligabend wieder. In diesem Dorf, in aller Welt, wird vom Jesuskind erzählt. Einst in Betlehem geboren, zum Erlöser wurd’ erkoren. Der Advent ist eine besondere, eine stimmungsvolle Zeit. Die Fenster sind geschmückt. Es dämmert früh. Überall laufen Vorbereitungen auf die kommende Weihnacht: Plätzchen backen, was diesen unvergleichlichen Duft ins Haus bringt, nach Geschenken Ausschau halten. In kleinen Dörfern scheint alles etwas stiller zu sein, romantischer als in Lichterflut und Getöse der Großstadt.


In der gemütlich-schönen Adventszeit.

Plätzchen haben ihren großen Auftritt.


Von Nikolaus bis Smartphone G’rad war er da, der Nikolaus, stapfte hier von Haus zu Haus, aus dem Gold’nen Buch gelesen, ob auch alle brav gewesen. Aus den Fenstern Lichterschein, dringet tief in Herzen ein. Endlich da, Advent, Advent, wie ihn jeder aus der Kindheit kennt. Geschäftlich geht es allerorten zu, jetzt fehlt sie noch, die Weihnachtsruh’, Hektik, Geschenke, Weihnachtstann, Schlemmereien kaufen folgt sodann. An Heiligabend dann Besinnlichkeit, Kerzen, Lichter weit und breit. Für manch Kind erfüllter Traum, Spielbox, Smartphone unterm Baum. Das Krippenkind betrachtet’s aus der Fern’, stand überm Stall doch ehedem der Stern, und Geschenke gab es einstens auch, deshalb ist es heut’ noch Brauch. Was gedacht das Jesuskind, bleibt offen. Welten zwischen Bangen, Hoffen.


Advents-Kaffee Kaffeeduft durchzieht das Zimmer, Plätzchen auf den Tellern aufgereiht, so ist’s seit Generationen immer, zur adventlich Sonntagszeit. Am Adventskranz schon zwei Kerzen, bringen schummrig-schönen Schein, erwärmen gerne Alltagsherzen, bald werden’s vier der Kerzlein sein. Man sitzt gemütlich um den Tisch, bald macht ein Spiel die Rund, der Kaffee dampfend frisch, so vergeht schnell Stund um Stund. So war es schon von Kindheit an, mit den Eltern Jahr für Jahr, Weihnachtszeit zog in den Bann, wie's teils noch ist und immer war. Wie man solch gemütlich Nachmittag jeden Alters doch so gerne mag. Der Lichterglanz die Sinne rührt und uns hin zur Weihnacht führt.


Weihnachtsbaum Die Suche nach dem Weihnachtsbaum ist gut geglückt, morgen wir die Tann geschmückt, sie soll des Weihnachtszimmers Blickfang sein und strahlen dann im festlich Schein. Des Baumes harz’ger, grüner Duft ist Teil der festlich Zimmerluft, Mit Kugeln, silber, rot und golden, Tannenäst’ wie bunte Dolden. Durchs lichte Engelhaar ein Schimmer vom hellen Kerzen-Glimmer, vom Lametta kommen Lichtes-Blitze, ein großer Engel auf der Spitze. Und unterm Baum der Päckchen bunte, bereit für die Bescherungs-Stunde, die Kinderaugen voller großer Freude: ‚s ist Heiligabend heute.


Klein, groĂ&#x;, immer wieder anders: Weihnachtsbaum.


********************************* Weihnachtsfreude Glanz der Weihnachtssterne, Engelsingen in der Ferne, in den Häusern munt’res Treiben in diesen feierlichen Zeiten. Erzählet wird vom Retter, Heiland, Jesse, Jesus auch genannt. Bald nach der Geburtesstunde Vom Erlöser ging die Kunde. Die Hirten, die drei Weisen, ihm sogleich die Ehr erweisen. In Betlehem im Stall und Krippelein Maria, Josef und das Kindelein. Jubelklang und frohes Singen überall in aller Welt erklingen. Ja, Weihnacht ist es heute, nehmt es auf mit großer Freude. *******************************


Silvester – alt gegen neu Das alte Jahr klingt lärmend aus, Prosit Neujahr heißt’s von Haus zu Haus, vorher wird gut aufgetischt und hier und da der Zinn gefischt. Will das Orakel gern befragen, was wird es zu der Zukunft sagen? Doch die, wie ihr nun alle wisst, wirklich nicht vorherzusagen ist. Nur die Erinnerung, sie bleibt, was Morgen ist, liegt weit. Es geht nur um das Wünschen, Hoffen, wie’s tatsächlich wird, bleibt offen. Zur Jahreswende Fröhlichkeit, die uns mit dem Jetzt und Hier vereint, voll Zuversicht in des Jahres neue Tage, gut wird’s werden, keine Frage!? Silvester, dann steht überall Feiern auf dem Programm. Oder auch: gemütlich ins neue Jahr gleiten. Gebührend begrüßt wird es aber immer. Auch zu verschiedenen Zeiten, je nach Sonnenlauf und Hemisphäre. Der Kalender ist von Menschen gemacht, zum Beispiel julischer und gregorianischer Kalender. Und daher gibt es, teils mit besonderem Brauchtum, die „Zeit zwischen den Jahren“.


„Alle Jahre wieder“, das ist auch an Silvester so. Wenn im Hintergrund die Glocken den Jahrswechsel einläuten, wird das neue Jahr mit Lärm und Licht begrüßt, werden Böller und Raketen gezündet.


Dann ist es da: das neue Jahr Der Lärm der Wechselstund verklungen, die letzten Lieder sind gesungen, die Zeit im Bett nimmt ihren Lauf, man steht am Neujahrstage auf. Wie man das Neue nun auch halte, die Jahreszahl nicht mehr die alte, wie gestern gleich ein neuer Morgen, verkatert, glücklich oder mit den alten Sorgen. Was anderes, das tritt nun nicht gleich ein, nur die Zahl wird heute anders sein. Mancher hat besondre Ziele noch verkündet, gut, wenn in Erfolg das mündet. Wenn sie auch noch so sehr beflissen, nicht immer klappt's, wie viele wissen. Neujahr, ein Spaziergang im Programm, klare Luft und ausruhen sodan. Was wird das neue Jahr wohl bringen, wird uns dies und das gelingen? Gesundheit steht da vornean, Glück, Liebe, Arbeit folgen dann, wie es immer ist und war: Hier gewünscht: ein gutes neues Jahr!


Rechte-Hinweise Die Fotos sind aus verschiedenen Jahren und geben nur den Moment der Aufnahme wieder. Örtlichkeiten und Ansichten insgesamt können sich verändert haben. Alle Rechte auf Texte, entstanden in verschiedenen Jahren sowie auf Fotos aus verschiedenen Jahren, auf den Titel und die Gesamtgestaltung liegen bei Verlag Buch-JuWel, DSiegen und bei Autor. Siehe Seite 2 zu näheren Angaben. Abdruck des Gesamtwerks sowie einzelner oder mehrerer Texte und Fotos ist nur mit unserer ausdrücklichen Zustimmung erlaubt. Presse/ Medien sind kurze Auszüge mit Hinweis auf Titel und Verlag erlaubt. Auf Wunsch senden wir dafür ein bis drei Fotos zur Bebilderung für honorarfreien Abdruck. Links auf die Ursprungs-Veröffentlichungen in BlätterMagazinen sowie auf den Zugriff über unsere Webseite www.buch-juwel.de - auf „Magazine, Videos, Blogs“ - ist jederzeit freigestellt. © durchgehend auf Texte und Fotos sowie das Gesamtwerk bei Verlag Buch-Juwel und Autor. Es gilt deutsches Urheberrecht!


Alles hat seine Zeit Ist es nicht wundervoll, alle Jahreszeiten in sich aufnehmen und genießen zu können? Frühling und Sommer haben ebenso ihre schönen Seiten wie Herbst und Winter. Gerade in Frühjahr und Herbst beschert die Natur die Menschen mit einer Farbenpracht, die zeitweise zum bunten Rausch wird und die Landschaften mit goldenen Fäden überzieht. Die Jahreszeiten, die auch musikalisch in Vivaldis „Die vier Jahrezeiten“ , in Bildfolgen und Biuldhauerarbeiten aufleben, sind zugleich aber eine Methaper, ein Ausdruck allen Werdens und Vergehens. Und so vieles wirkt einfach wie ein Wunder. Mal lyrisch, meist in Reimform und stets stimmungsvoll stellt Autor Georg Hainer in diesem Bändchen die Jahreszeiten in verschiedenen Facetten vor, vom Frühling bis zur Weihnachtszeit - inspiriert von Landschaften und häuslicher Idylle. Lesen Sie sich ein in diese Welt. Georg Hainer, Jahrgang 1948, Verfasser zahlreicher Büchlein, stellte Anfang der 1980er-Jahre mit dem Kärntner Bildhauer Lorenz Wieser das „Dichterische Bildhauen“ vor. Jahreszeiten-Träume 03/ 2016 als Blätter-Magazin, E-Book, PDF © Verlag Buch-JuWel

Jahreszeiten-Träume - in Gedichten und Fotos  

Vom Verlag Buch-JuWel kommt dieser Band Jahreszeiten-Träume mit Gedichten und Text von Georg Hainer sowie Fotos. Er ist zum Lesen frei! Gehe...

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