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Früher in Siegen Am Rosterhüppel und anderswo Teil 3

Mai 2016

Siegener Geschichten

BuchJuwel

Laufen, Radeln, Kastanien sammeln, Löschteich, Gottesdienst

Die Eintracht war ein Freizeitrevier Auf der Eintracht, am Fuße des Rosterbergs, stand auch die Johanneskirche, rechts symbolhaft aus der Erinnerung dargestellt. Es war ein Holzbau, in Schweden produziert und den verschiedenen Berichten nach von einer Kirchengemeinde in Indiana (USA) für die Siegener Gemeinde gespendet. Die Einweihung war diesen Berichten nach im Jahre 1948. Genutzt wurde die Kirche bis 1958, weil kurze Zeit später der Bau der Siegerlandhalle begann. Die Kirche wurde in Achenbach wieder aufgebaut, wo sie seit 1959 steht. Die Eintracht nutzten wir von Zeit zu Zeit für unsere Freizeitaktivitäten. Der Park war 1851 von Leonhard Gläser eingerichtet worden. Der Name dieses Wohltäters findet sich heute noch in „Leonhard-Gläser-Saal“ der Siegerlandhalle und in „Gläserstraße“ wieder. Neben dem kleinen Wald gab es verschiedene Hangwege und unten den Teich sowie daneben die evangelische Johanneskirche. Das war alles gestern. Vor unserer Zeit, 1924, wurde auf diesem Gelände die 700-Jahr-Feier Siegens gefeiert. Aber seit 1959 war alles nicht mehr, wie es mal war. Damals begannen die Bau-

Die Johanneskirche, die später „Friedenskirche“ genannt wurde, ist ein langgesteckter Bau. Die Dimensionen und Perspektiven auf dieser Zeichnung geben das nicht richtig wieder. So mancher wird sich noch daran erinnern, weil er hier zur Kindheit und Jugend zum Gottesdienst gegangen ist.

arbeiten zur Siegerlandhalle. Offizielle Eröffnung 1961. Das parkähnliche Eintrachtgelände war stets ein Ganzjahres-Erlebnisziel für uns.

„Tal“ war dann der Löschteich. Lag da etwas am Rand, das wie ein Floß aussah, stieg man einmal darauf. Man traute sich aber nur, wenn man schwimmen konnte. Im Herbst sammelten wir Radeln, Rodeln, Kirmes Vom oberen Rosterberg wird Kastanien in der Eintracht und die Eintracht am besten von der freuten uns über den bunten Gläserstraße aus erreicht. Etwas Wald. Es gab auch Bänke zum oberhalb vom Kindergarten Hinsetzen. rechts ab und dann links Im Winter war vor allem der einbiegen. Diese teils steilen Mittelweg unser Ding für flotte Waldwege boten sich zum Schlitten- und auch Laufen und Radeln an. Und im Gleitschuhfahrten: … S. 2


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Laufen, Radeln und mehr

Die Eintracht war für uns ein Freizeitparadies Fortsetzung Radeln, Rodeln, Kirmes … Schlitten- und auch Gleitschuhfahrten: von ganz oben bis unten nahezu gerade durchgehend. Eine rasante Geschichte. Klar, danach musste man den Schlitten wieder bergauf ziehen. Aber was macht das schon in der Kindheit und Jugend? Klasse war’s! Das gilt auch für die Kirmes. Nachdem sie früher auf dem Hasengarten und den umliegenden Straßen in der Oberstadt ablief, hatten wir das Glück, dass sie irgendwann nach der frühen Kindheit auf die Eintracht kam. Es gab da schon Autoscooter und die nicht nur bei Pärchen beliebte Raupe, weil irgendwann während des Laufs das Verdeck zuging und man draußen ein Juchzen hören konnte. Es gab noch viel mehr: Bälle in Eimer werfen, Luftballons mit Pfeilen treffen und Buden über Buden, mit Zuckerwatte, gebrannten Mandeln usw. Wir waren froh, wenn uns die Eltern 50 Pfennige mitgegeben hatten. Nur gucken, Musik hören und vielleicht Auto-Scooter fahren. Mit selbst Erspartem gingen auch mal Raupe oder Riesenrad. Das war für uns erfüllte Welt für solch einen Kirmestag.

Unsere katholischen Freunde und Schulkameraden besuchten die Peter-und-Paul-Kirche.

Die Kirmes wie der traditionelle Johannimarkt blieben uns erhalten. Wir besuchten sie auch noch als junge Erwachsene und später als Paare mit anderen. Manches Mal gingen auch die Eltern mit. Meist kauften wir „gebrannte Mandeln“. Zu Zeiten, als sie es kaum in Geschäften gab, gehörte auch Kokosnuss dazu, in Spalten aufgeschnitten für den schnellen Verzehr oder ganz für zu Hause. Loch einbohren, Milch raus laufen lassen, dann mit Hammer oder Säge öffnen. Interessant.

Der „Löschteich“ in der Eintracht. So eine Art Floß gab es auch. Das war so nach Mitte der 1950er-Jahre mit Freunden und einem Schwesterlein. Daneben stand die Johanneskirche. (Abdeckungen zum Schutz der Persönlichkeitsrechte) (Alle Fotos/ Repros/ Zeichnungen © Weller)

Erste Besuche der Siegerlandhalle Die neue Siegerlandhalle bot ebenfalls Abwechslung. Unter anderem gab es irgendwann die „Siegerlandschau“ mit vielen Ausstellern. Da guckten wir, was es alles gab und probierten dies und das. Zu einer Schau war auch einmal ein „Raketenmann“ da: mit Düsenantrieb. Das beeindruckte. Aber es gab auch die verschiedenen Veranstaltungen, die uns hin und wieder lockten. Das große Postfest, unter anderem eine junge Frau vom Fernamt und zwei Postler mit Freddy-Weisen und den damals bekannten Schlagern. Das kam bestens an. Wie Ernst Mosch und seine „Original Egerländer“.


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Kirchgang, Weihnachten und Schützenfeste In der Johanneskirche feierten die evangelischen Gläubigen aus dem Umfeld viele Jahre ihre Gottesdienste. Die katholischen Christen haben und hatten ganz in der Nähe ihre Gottesdienste und Messen in der Peter-und-PaulKirche, die zum Beispiel über die

Weihnachtsgeschenk in der Johanneskirche. Auf der Rückseite standen der Name und ein Bibelspruch.

Ziegeleistraße (heute Ziegelwerkstraße) erreicht wurde. In der Johanneskirche war der Kindergottesdienst immer gut besucht. Der Holzdielenfußboden war in den Gängen zwischen den Bankreihen mit langen Teppichläufern belegt. Einmal berichtete ein Missionar aus der Gemeinde über seine Arbeit. Er hatte viele Jahre in Afrika den Glauben verbreitet und war dort tätig und nun gerade wieder zurückgekehrt. Völlig andere Zeiten und Gegebenheiten als heute. Die Advents- und Weihnachtszeit lief stets feierlich ab. Für uns Kinder gab es ein kleines Geschenk wie einen Stern aus Pappe mit rückwärtiger Beschriftung. Mehr nicht. Musste auch nicht sein. War schön so, wie es war.

Irgendwann aber, als die Johanneskirche abgebaut war, mussten wir ins Gemeindehaus in der Damaschkestraße am Rosterberg „umziehen“. Damit werden viele noch Erinnerungen verbinden. Und es vielleicht noch heute nutzen. Feste und Schützen Als die Sportfreunde in den 1950ern Meister wurden, ging es von der Eintracht aus los zum Korso durch die Stadt. Auf dem Gelände feierten auch die Siegener Schützen eine Zeitlang ihre Feste. Der Zug zog dann von dort weiter in die Stadt. So viele schauten zu. Eine Böllerkanone war auch dabei. Ab und an ertönte dann dieser laute Böllerschlag. Die Besucher hatten schon darauf gewartet.

Die Gläserstraße (rechts) ist in einem Teilstück zwischen Tannenberg- und Rabenflugstraße/ Philippshoffnung richtig steil. Das war früher, als es noch kaum Autoverkehr gab, ideal für Schlittenpartien: rasant bergab. Für uns Radfahrer eine Herausforderung, mit Pedaltritt hochzukommen. Im unteren Bereich gelangt man schnell aufs Eintrachtgelände. Früher ging die Straße bis zur Eiserfelder Straße durch. Nach wie vor gibt es den tollen Blick auf einen Teil des Fischbacherberges über die frühere „Sandhalde“ bis zu den „Natozähnen“.

IMPRESSUM Die Geschichten-Serie „Früher in Siegen“ erscheint seit Juli 2015 im Verlag Buch-Juwel, Jürgen Weller (verantw.), Lessingstr. 8, D-57074 Siegen, ) 0271 331570, www.buch-juwel.de, IHK Siegen, USt-Id-Nr. DE 192423892 FinA Siegen. Nach eigenen Anschauungen, nach bestem Wissen, jedoch ohne jegliche Gewähr für Zeiten, Örtlichkeiten und jetzige Gegebenheiten. Irrtum vorbehalten. Alle Rechte auf Fotos, Bildmontagen oder Reproduktionen sowie Texte © bei Verlag, privat, presseweller. Gerichtsstand und Erfüllungsort D-Siegen, in 1. Instanz stets das Amtsgericht. Die Serie kann im Internet zum Lesen als Blättermagazin aufgerufen und auf Anfrage für einen eigenen Ausdruck beim Verlag bestellt werden.


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Felsen am Ende der Gläserstraße

In allen Straßen unterwegs Kirmes auf der Eintracht war immer etwas Besonderes, vor allem der Johannimarkt, den es seit Hunderten von Jahren gibt. Aber wir waren auch sonst unterwegs. Gleich nebenan führte die Gläserstraße seitlich noch bis auf die Eiserfelder Straße. An der Seite ist unten ein Felsen, in dem wir Kletterversuche unternahmen. Da wir überall Schulkameraden und Freunde hatten, waren auch alle anderen Straßen ein Nebenrevier, von der Ählstraße über Glückaufstraße, Rabenflugstraße und Tannenbergstraße bis zu Friedrich-Liszt- und JakobHeinzerling-Straße. In diesem Bereich des Rosterberges hörte es früher auf. Die Gläserstraße wurde oberhalb der Bahnhäuser rechtsseitig und weiter oben erst später 1960er - um Wohnblocks erweitert. Im oberen Abschluss wohnten unter anderem Bedienstete von Fernmeldeamt und Gericht. Auch hier fanden wir Schulkameraden und Freunde. Im Pubertätsalter, war natürlich auch beiderlei Geschlechts das „Anbandeln“ ein Thema. Das Bauen ging weiter. Hecken, kleine Plätze, Wiesen, Weiden sowie das Schäferhundeheim mit dem Übungsplatz und unserem alten Fußballrevier und der kleine Hügel, auf dem wir noch als Kinder auf kurzer Strecke Schlittenspaß hatten, verschwanden mit der Bebauung von Awo-Gebäuden und Einfamilienhäusern. Die 1. Radschläfe hatte sich vollkommen verändert. Aber natürlich waren auch Wohnraum und soziale Einrichtungen wichtig. Am „Hüppel“ gab es viele Straßen. Dazu gehören schließlich auch Damaschkestraße, Stöckerstraße, Corvinusstraße und Tillmann-Stolz-Straße und andere, wo wir Schulkameraden und Freunde hatten. Straßennamen mit Geschichte Aufgrund der bis heute nicht unumstrittenen auch der 2. kommunalen Neugliederung Anfang der 1970er-Jahre wurden am Rosterberg einige Straßennamen geändert. So heißt die Glückaufstraße seit nun Jahrzehnten Philippshoffnung, die Ziegeleistraße am Bergfuß Ziegelwerkstraße, die Scheinerstraße seitdem Ploennisstraße usw. „Glückauf…“ beruht auf einem alten Erzschacht im Rosterberg, Scheinerstraße bezog sich auf den Maler Jakob Scheiner, die ehemalige JungStilling-Straße auf den großen Augenarzt und Wissenschaftler Jung, genannt Stilling; im Dorf Grund bei Hilchenbach geboren.

Die Radschläfe war früher auch im Winter gefragt. Das Foto entstand vom oberen Teil der Straße Richtung Hengsbach aus.

Ein Winterrevier Wie heute auch noch, gab es in früheren Zeiten Schnee. In einigen Jahren war an Weihnachten von der weißen Pracht nichts zu sehen, in anderen kam sie heftiger und teils früh. Aufgrund der Berglage hatten wir alle Möglichkeiten für Schlittenspaß, von der steilen Gläserstraße über den kürzeren Emmaweg bis zur Ähl auf dem langen Verschönerungsweg. Als Kinder zogen wir mit den Eltern auch auf die Radschläfe, wo es den kleinen Hügel gab und wo wir sanft über die leicht abfallende Wiese unterhalb des Schäferhundeheims fahren konnten. Das veränderte sich im Laufe der Jahre. Weiter oben hatte sich bereits das Heim für an Tuberkolose erkrankte Menschen angesiedelt. Es klang zwar krass, aber im Volksmund nannte man es „Hustenburg“. Auf dem umlaufenden Weg konnte und kann man spazieren oder auch auf Langlaufbrettern gleiten. Ohne Loipe. Auf der anderen Seite siedelte sich eine Baumschule an. Eingezäunt. Später kam dann rechtsseitig ein Kindergarten dazu aus Schweden exportiert - und viel, viel später links das Seniorenheim und Co. Linksseitig gab es aber bereits länger ein Gebäude, in dem auch schon Senioren aus Spandau zu einer Freizeit wohnten. Ab und zu gingen wir auch auf die 2. Radschläfe: relativ eben für Fußballspiele. Leicht ansteigend zum Eisernhardt hin: im Winter gut, um ein bisschen Ski zu fahren.

Geschichten-Serie „Früher in Siegen“ , Teil 3, Mai 2016 Verlag Buch-Juwel, Siegen. Alle Rechte auf Fotos, Bilder, Bildmontagen oder Reproduktionen sowie Texte © bei Verlag und presseweller.


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Zu Hause mit anderen spielen und basteln Nun war nicht immer das Wetter so gut, um draußen zu spielen. Ging aber auch. Wir stauten den Rinnsteig und ließen selbst gebastelte PapierBötchen fahren. Danach mussten wir und unsere Bekleidung erst einmal zu Hause getrocknet werden. Im Haus konnten wir uns aber auch jenseits von Fernsehen, Computer und Smartphones beschäftigen. Nachdem uns die Eltern Verschiedenes beigebracht hatten, spielten wir an schmuddeligen Herbst- und Wintertagen zum Beispiel Halma, Mühle, Dame, Domino, Mikado, Fische angeln, später auch Schach und Skat und natürlich Mau-Mau, Schwarzer Peter und Mensch ärgere Dich nicht. Was für ein Spaß! Klar, mancher ärgerte sich, wenn er verlor. Da muss man durch! Die Zeit verging dabei wie im Flug. Basteln ohne Ende Nach den Holzbauklötzen der frühen Kindheit gab es mit zunehmendem Alter auch Metallbaukästen und Elektro-Kästen. Damit konnte man dann - mit Batterie - Schaltungen für kleine Lampen oder eine Klingel bauen. Es gab auch zwei Taster und Summer, verbunden mit Drahtleitung, für eine Morseeinrichtung. Dit, dit, dit - dah, dah, dah - dit, dit dit, also dreimal kurz, dreimal lang, dreimal kurz. Das war der internationale Seenotruf SOS (Save Our Souls, heißt Rettet unsere Seelen, unser Leben). Da mein Vater einige Jahre Funker war, interessierte das meine Freunde und mich besonders. Später bastelten wir auch mit alten Radios und funtionierenden Kindertelefonen und versuchten uns im „Raketenbau“. Begeisternd. Inspiriert dazu hatte uns der Sputnik. Es gab mehrere.

An Spielen für drinnen herrschte kein Mangel. Menschärgere-Dich-nicht gehört(e) natürlich dazu.

Diese Satelliten brachte die frühere Sowjetunion seit Herbst 1957 ins Weltall. Manche werden sich auch noch an die Hündin Laika erinnern, die bei einer Mission mit auf die Erdumlaufbahn geschickt wurde. Hauptsächlich bastelten Heinz, Wolfgang und ich, manchmal auch Rolf, zusammen an diesen Geräten. Wir nutzten schmale Kaffeedosen, bei denen Löcher im Boden für den „Düsen-Rückstoß“ dienen sollten. Es hat uns lange beschäftigt. Einmal hob die Dose sogar einen runden halben Meter ab. Erfolg. Das war’s dann aber auch. Jedenfalls hat es jede Menge Spaß gebracht. Das galt auch fürs Radio. Wir bekamen heraus, dass der separate Lautsprecher eines Altgeräts auch ein vortreffliches Mikrofon war, das selbst noch kleinste Geräusche aufnahm. Das 40er-Jahre-Radio hatte auch Ausgangsanschlüsse. Diese wurden wiederum mit den Eingangsanschlüssen eines neueren Radios verbunden. Und siehe da: Dort war dann alles zu hören. So übertrugen wir per Leitung Singen und Gitarrenspiel und richteten auf dem Dachboden ein „RadioStudio“ ein. Von dort gaben wir dann auch „Nachrichten“ und „Kommentare“ ab. War das toll! Wir ersannen ein mit Batterie betriebenes Lichtspiel, bei dem durch Drehen einer in der Gehäusemitte platzierten kurzen Stielvorrichtung mit Metallenden immer wieder andere Lampen auf dem Gehäuse aufleuchteten. Auch gelang uns in der „Technikabteilung“, die Leitung zweier Batterietelefone durch eine Vorrichtung zu unterbrechen. Die Verbindung wurde erst hergestellt, wenn in den Schlitz eine Münze eingeworfen wurde. Allerdings musste sie immer wieder herausgenommen werden, bevor neu telefoniert wurde. Was für eine wunderbare Kinder- und Jugendwelt!

Geschichten-Serie „Früher in Siegen“ , Teil 3, Mai 2016 Verlag Buch-Juwel, Siegen. Alle Rechte auf Fotos, Bildmontagen oder Reproduktionen sowie Texte © bei Verlag und presseweller.


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Alles in der Nähe

Einkauf und Einkehr Wie schön das ist, wenn man den täglichen Bedarf an Lebensmitteln, Obst und Gemüse, Fleisch- und Backwaren sowie Getränke in der Nachbarschaft decken kann. Das haben so richtig noch die Eltern und wir bis zur Jugendzeit erfahren, sonst nur die Großeltern. Was heißt das? Einkaufen, ohne auf Auto oder Nahverkehr angewiesen zu sein! Und auch, Ausgehen, um sich mit anderen einmal außerhalb der Wohnung zu treffen. Auf dem Fußweg nach der Arbeit ab und zu ein „Feierabend-Bier“ zu trinken, ging auch. Das hört sich doch alles klasse an. Wie in den Wohnbezirken Winchenbach, Hammerhütte, Wellersberg und anderen war das natürlich auch am Rosterberg möglich. Mancher wird sich erinnern. Schauen Sie einmal, wie bequem es damals war. Alles da, wunderbar Bäcker: An der Ecke Rosterstraße, Ählstraße war ein Bäcker. Dort gab es zum Beispiel auch „Schnuck“ für die Kinder. Ein Stückchen weiter, Ecke Roster-/ Rabenflugstraße waren Nisbels, später Kruse. Noch ein Stückchen weiter, Ecke Roster-/ Tannenbergstraße ursprünglich Bramsemann, später anderen Namens, bis weit in die Jugend. Noch zur Kinderzeit eröffnete die Bäckerei Lotter, Ecke Gläser-, Ählstraße. Dort konnte man auch Limo und Co. kaufen. Fleischer: In der Ählstraße war Brandenburger, weiter oben, Ecke Gläser-/ Tannenbergstraße Weynand. Bei Bäckereien und Fleischereien hatte jeder so sein Lieblingsgeschäft. Gemüse: Stracke, unterhalb der Ählstraße in der Rosterstraße, war bekannt. Dort gab es zur Adventszeit auch Weihnachtsbäume zu kaufen. Ein Teil des Obst-/ Gemüsesortiments war draußen in Kisten aufgebaut. Das war auch so bei Sinning - Anfang der 1960er eröffnet im kleinen Ladenlokal an der Ecke Roster-/ Glückaufstraße (heute Philippshoffnung). Dort gab es vorher auch schon einmal ein Geschäftchen für Bücher

Schön, dass es noch viele Bäckereien gab. Zum Beispiel konnten wir unter Schwarz-, Misch-, Beutelbrot und Weißbrot wählen. Es gab „Wasser-“- und Milchbrötchen, außerdem teils Mohnbrötchen und so vieles mehr, natürlich auch Teilchen und Kuchen.

und Hefte wie Micky Maus, Tarzan, Akim und Zeitungen. Tabak und Zeitungen: Bis heute ist es noch an seinem Ort: das Tabakwaren- und Zeitschriftengeschäft Rinn am Fuße der Rosterstraße. Für viele war und ist es eine „erste Adresse“, wenn es um Zigaretten, Tabak, Zigarillos und Zigarren geht. Dazu das warentypische Umfeld wie Feuerzeuge, Zigarrenabschneider und, und, und. Überregionale Zeitungen, Zeitschriften und Illustrierten runden das Sortiment ab. In der Zeit vor Neujahr gehören auch Böller und Silvester-Feuerwerk dazu. Lebensmittel und mehr: Butter, Milch und anderes gab es auch bei einigen Bäckereien. Für Lebensmittel und viel mehr war viele Jahre der Konsum an der Ecke Rosterstraße/ Buschweg die erste Anlaufstelle. Vor Karfreitag gab es stets frischen Fisch. Konsum war eine Art Genossenschaftsmodell. Man konnte Mitglied werden. Irgendwann aufgegeben. Es siedelte sich für einige Zeit eine Drogerie an - usw. Am oberen Rosterberg beim Hotel Schäfer kam später ein Lebensmittelmarkt mit Fleisch- und Wurstabteilung dazu, der sehr lange bestanden hat. Am Ende der Ählstraße, vorm Ähleingang, eröffnete noch zur Kinderzeit das Lebensmittelgeschäft … S. 7

Geschichten-Serie „Früher in Siegen“ , Teil 3, Mai 2016 Verlag Buch-Juwel, Siegen. Alle Rechte auf Fotos, Bilder, Bildmontagen oder Reproduktionen sowie Texte © bei Verlag und presseweller.


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Fortsetzung: Einkauf und Einkehr - das Lebensmittelgeschäft - Kerstein. Für die Bewohner im unteren Bereich zur Leimbachstraße (früher Eiserner Straße) hin wie Charlottenstraße, Ziegeleistraße (frühere Bezeichnung), Tillmann-Stolz-Straße, Corvinusstraße gab es kurz vorm Eingang in die Rosterstraße, Ferdinand Dörr, Milch, Milchprodukte und mehr, die Lebensmittelgeschäfte Panthöfer und Siebel, einen kleinen Milchladen sowie weiter oben Köth. Frische Milch: Die erhielt man auch direkt in den Wohnstraßen. Der Milchwagen von Schäfer, später Seyer, fuhr durch die Straßen. Mütter oder Kinder gingen dann hin, um sich die metallene Kanne oder ein irdenes Gefäß füllen zu lassen. Milch gehörte in vielen Familien zum Alltag. Am Wagen gab es auch einige andere Milchprodukte. Eis im Hörnchen: Italienisches Eis hatten wir auch. Nach Mitte der 1950er, nachdem Gastarbeiter aus Italien hier waren, gab es wohnungsnah (Speise-) Eis. Der Eismann war mit einem besonderen Fahrrad unterwegs, in das ein großer Kasten fürs Eis eingebaut war. Er hatte eine Klingel oder rief „Gelati, Gelati“, manchmal auch schon „Eis“. Da strömten Kinder und Erwachsene herbei, um sich ein Hörnchen, eine Kugel für einen Groschen, 10 Pfennige, zu kaufen. Lecker. Der Eismann kam regelmäßig. Gaststätten: Zurzeit unserer Eltern war Hillebrand gefragt. Dort feierten sie mit anderen. Die Gaststätte lag direkt gegenüber des unteren Anfangs der

Glückaufstraße (Philippshoffnung) mit ihren alten Lindenbäumen: Am Ende, Ecke Rosterstraße, gab es früher ein kleines Geschäft.

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Rosterstraße. Irgendwann war’s vorbei. Oben am Rosterberg war schon immer„Schäfer“., Eine Institution. Das Hotel mit Gaststätte ist nach wie vor eine Adresse nicht nur für Übernachtungsgäste. Gute Küche und gemütlicher Gaststättenbereich mit maritimem Flair sowie die große Theke laden zum Verweilen ein. Gut, dass es das noch so nah gibt! Am Eingang zur Ähl etablierte sich für viele Jahre die Kerstein-Gaststätte „Zur Ähl“. Am Bergfuß in Nähe der Peterund- Paul-Kirche war das „Holländer“ ein beliebter Treff. Nach der Schließung lebte das „Holländer-Stübchen“ später an der Ecke Ziegelwerkstraße/ Leimbachstraße für Jahrzehnte wieder auf. Am Ende der Oechelhäuser Straße zur Leimbachstraße hin war die Gaststätte Diesel viele Jahrzehnte ein beliebter Treffpunkt. Viele gingen auch über die Gläserstraße auf die andere Seite der Koblenzer Straße zu Fischer. Gibt es ebenfalls nicht mehr. Auf der Hammerhütte war die Gaststätte Röhrig ein Anlaufpunkt, zu dem auch Rosterberger gerne gingen. So ändern sich die Zeiten. In späteren Jahren kam die Discowelle. Zum Ausgehen und „Abtanzen“ gab es zig Möglichkeiten in Siegen, in der Nähe des Rosterberges zum Beispiel in der Eiserfelder Straße und im Bereich Hammerhütte, in Schlachthaus-Nähe. Frisör, Schuster, Uhrmacher …: Am Hüppel waren mehrere Frisöre aktiv, zum Beispiel Gläserstraße und Rosterstraße; Schuster in der Rabenflugstraße und nah in der Eiserner Straße; Uhrmacher und Schneider in der Glückaufstraße. Es gab aber noch etwas: ein Kino. Das Charlotten-Kino im alten Bunker in der Charlottenstraße. In der frühen Jugend haben wir da so manchen Film gesehen. Ob pädagogisch sinnvoll oder nicht: Western gehörten früher einfach dazu. Kannten wir, weil wir nicht nur „wertige“ Literatur gelesen haben, sondern auch Billy Jenkins und Tom Prox. … weiter 8

Hinweis: Die Aufstellung der Geschäfte usw. erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der eine oder andere Betrieb kann also fehlen! Geschichten-Serie „Früher in Siegen“ , Teil 3, Mai 2016 Alle Rechte Verlag Buch-Juwel, Siegen.


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Fortsetzung: Einkauf und Einkehr Blumen: In der unteren Rosterstraße im hinteren Bereich auf der (von oben) rechten Seite waren die Anlagen der Gärtnerei Hadem, in der Eiserner Straße Wieczorek (Schreibweise nicht verbindlich). Die Eiserner Straße (heutige Leimbachstraße) gehörte früher zum Wohnumfeld dazu, weil viele zu Fuß zur Arbeit oder zum Stadtbummel gingen und manche Schüler zum Gymnasium am Löhrtor. Vom Rosterberg kommend, war rechts an der Ecke zur St.-Johann-Straße ein Frisör und „Puppendoktor“, Salon Söhngen. An der Ecke St.-Johann-Straße gegenüber gab es eine Gaststätte. Hier wurde später, wahrscheinlich so etwa Mitte der 1960er, das wohl erste China-Restaurant in Siegen eröffnet! Auf der anderen Seite der Eiserner Straße standen von der Ecke Ziegeleistraße aus Richtung Rosterstraße so eine Art Holzbauten. Dort waren ebenfalls ein Friseur (Andrighetto - Schreibweise ist hier nicht mehr klar) und ein Geschäft, in dem man Bücher und Heftchen ausleihen konnte, angesiedelt. An der Ecke zur Rosterstraße schließlich wie vor beschrieben, Dörr. Die meisten Baulichkeiten in diesem Teil der jetzigen Leimbachstraße haben sich über die Jahre größtenteils drastisch verändert. Durch die Straßenerneuerung gab

Von Höhe Philippshoffnung in der Rosterstraße liegt heute zuvorderst das vor Jahren sanierte Kreishaus im Blick, von weiter unten der Einkaufsmarkt mit Parkplatz. Der Bus fährt nach wie vor auf den Hüppel. Es gibt mehrere Haltestellen: leicht erreichbar aus den Nebenstraßen.

es auch viele Änderungen im weiteren Bereich, unter anderem die Ansiedlung von Autohäusern. Wohnblocks und TÜV-Gelände kamen hinzu. Im oberen Bereich hat sich das einst grüne Leimbachtal weiter verändert, unter anderem seit wenigen Jahren durch das neue Gewerbegebiet. Dazwischen liegen das Leimbachstadion mit weiterem Sportplatz und die Tennisanlage. Im 1957 eröffneten Stadion hatten manche im Sommer Schulsport. Außerdem wurden hier auch die Bundesjugendspiele ausgetragen, zum Beispiel 75- oder 100-Meter-Lauf, Weitsprung, Hochsprung, Ballwurf. Um eine Siegerurkunde zu erhalten, benötigte man 40 Punkte. Schneller, höher, weiter? Wenn 55 Punkte zusammenkamen, gab es die Ehrenurkunde. Aus meiner Erinnerung: meist Siegerurkunde, einmal grottenschlecht, keine Urkunde; dafür ein anderes Mal sehr sportlich: Ehrenurkunde. Mein älterer Bruder dagegen, fit in Leichtathletik, heimste meist Ehrenurkunden früher noch mit Kränzchen - ein. Vor dem Stadionbau war bereits die Leimbach verrohrt worden. Da lagen sie während der Bauzeit rum: dicke Betonrohre. Wir haben damals Über die Leimbachstraße zum Rosterberg. Wo früher Wiesen und Gärten waren, steht seit vielen manchmal darin gespielt. Vom Rosterberg war es Jahren das Peter-Paul-Rubens-Gymnasium. für uns ein relativ kurzer Weg. Hinweis: Die Aufstellung der Geschäfte usw. erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der eine oder andere Betrieb kann also fehlen! Geschichten-Serie „Früher in Siegen“ , Teil 3, Mai 2016. © Alle Rechte bei Verlag Buch-Juwel, Siegen


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Regelmäßig Post und erste Fernsehgeräte Es gab überall Briefkästen, und im Fernsehen lief Fußball Erinnern Sie sich noch? Früher kam die Briefpost einmal am Tag, normalerweise am Vormittag. Verlässlich. Es gab zu unserer Zeit auch noch Geldbriefträger, Eilzusteller, Telegrammzusteller und den Paketboten – alles von „Postens“ geregelt. Gut!!

Bevor die VW-Käfer kamen, waren in den 1950er-Jahren in Siegen die postgelben kleinen Dreirad-Autos zur Kastenleerung auf Tour. Irgendwie putzig.

Irgendwann in den 1950er, tauchten im Bekanntenkreis die ersten Fernseher auf. Da durften wir dann mal hin und wieder mitgucken. Ja, das waren noch schöne und praktische Zeiten. Normalerweise kam der Briefträger im Laufe des Vormittags. Hin und wieder war da sogar noch Zeit, um dem Postmann eine Tasse Kaffee zu spendieren und sich zu unterhalten. Bis auf Urlaub oder Krankheit des Briefträgers oder „Zustellers“ kam immer derselbe. Vorteil: Er kannte seinen Bezirk und die Menschen, die dort wohnten. Morgens früh auf der Post ordneten sie selbst die Briefe in ihre Taschen, je nach Gangweg. War ein Brief einmal ohne Straßenangabe, konnte morgens in die Runde gefragt werden: „Wer kennt den oder den?“ So fanden Brief oder Karte meist den richtigen Adressaten. Die Rentner hatten ebenfalls ihre große Freude, wenn am Monatsanfang der Geldbriefträger kam und ihnen die Rente bar auszahlte. Das Geld konnte man direkt für den Einkauf nutzen, ohne vorher zur Bank oder wie heute an den Geldautomaten zu gehen. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Für den Versand war es praktisch, dass es viele Briefkästen gab, bei uns direkt in der Ählstraße und an einigen weiteren Plätzen. Seit so Ende der 1950er waren zur Kastenleerung Dreiradautos unterwegs.

Fernsehen gibt es auch schon: Fußball Fernsehen, das wurde in den 1950er-Jahren ein Thema. Für viele war das Gerät aber noch nicht erschwinglich. Wir guckten schon einmal bei Bahnschulte und Schwunck in der Kölner Straße im Schaufenster, wenn dort auf den Fernsehgeräten ein Programm lief. Interessant. Nun hatten wir das große Glück, dass unsere Bekannten in der Stöckerstraße am Rosterberg, nur ein paar Gehminuten von uns weg, bereits Anfang der 1950er ein Fernsehgerät hatten. Da durften wir

Kinder schon einmal gucken. Die Erwachsenen kamen ab und zu abends zusammen. Fernsehen gab es dann auch kurz, aber es stand eher fröhliches Zusammensein auf dem Programm. Fußball war unsere Sache. So konnten wir ein paar Spiele der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden miterleben. Brasilien wurde Weltmeister. Das war toll! Danke den Gastgebern. Kurz danach gab es auch bei uns Fernsehen. Der erste große Film war „So weit die Füße tragen“.

Vor rund 60 Jahren, in den 1950ern, hatten unsere Bekannten schon einen Fernseher. Hin und wieder waren wir da.

Geschichten-Serie „Früher in Siegen“ , Teil 3, Mai 2016 Alle Rechte Verlag Buch-Juwel, Siegen.


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Gottesdienste und mehr im Gemeindehaus Auch Kindergottesdienst und Konfirmationsunterricht in der Damaschkestraße Es hat sich mittlerweile baulich verändert, das Gemeindehaus in der Damaschkestraße. Schon länger gehört auch ein Kindergarten dazu. Nachdem es die Johanneskirche auf der Eintracht nicht mehr gab, hatten wir mit dem Gemeindehaus einen nahen Platz für den Gottesdienstbesuch und den späteren Konfirmationsunterricht. Nahezu jeden Sonntag ging es zum Kindergottesdienst oder später mit den Eltern zum „großen“ Gottesdienst. Der Raum Das evangelische Gemeindehaus, heute auch mit Kindergarten, war früher war stets gut füllt. Anlaufstelle für uns zum Gottesdienst und Konfirmationsunterricht. Ostern und Weihnachten waren immer besondere Tage. Der Ablauf war natürlich festlich. Das hat sich dort nun seit Jahren insgesamt verändert. Wir erfuhren gerade auf Nachfrage, dass nur noch einmal im Monat ein Gottesdienst stattfindet. Klar, die Ursache dafür liegt weniger bei der Kirche. Vielmehr ist sie dadurch bedingt, dass seit Jahren immer weniger Menschen Gottesdienste besuchen. Bei allem beruflichen Alltagsstress wollen viele sonntags „Ruhe haben“. Sieht man die Kirchenaustritte und Umfragen, ist es mit Gläubigkeit und Kirche auch insgesamt weniger geworden. Das muss jeder letztlich mit sich selbst ausmachen. Alternativen für den Gottesdienstbesuch waren und sind für uns auch Martini-, Nikolai- und - später die Erlöserkirche in der Winchenbach. Konfirmation Für uns evangelische Kinder stand früher auch der Konfirmationsunterricht auf dem Programm. Den absovierten wir ebenfalls im Gemeindehaus. Damals war Pfarrer Kalff zuständig. Woche für

Woche ging es dort einen Tag um Bibel- und Katechismus-Texte und „-Fragen“. Vieles mussten wir auswendig lernen. Schön war, dass wir auch einige andere Kinder kennenlernten und neue Bekanntschaften schließen konnten. Die „Vorstellung“ der Konfirmanden mit Abfragen erfolgte ebenfalls im Gemeindehaus. Dazu waren auch die Presbyter beim Gottesdienst. Zu kirchlichen Strukturen usw. wird hier keine Stellung genommen. Die Konfirmation selbst erfolgte dann sehr festlich in der Martinikirche. Katholische Freunde Bei unseren katholischen Freunden war das alles etwas anders. Für sie war immer die Peter-undPaul-Kirche der Anlaufpunkt. Sie gab es bereits lange und bietet bis heute mehrere Messen an Sonntagen und zu besonderen Feiertagen. Unsere Freunde und Schulkameraden hatten, nachdem die Vorbereitung darauf und die Kommunion selbst bereits hinter ihnen lagen, teils aber weitere Aufgaben, zum Beispiel als Messdiener.

Alle Rechte auf Fotos, Bilder, -montagen oder Reproduktionen sowie Texte © bei Verlag und presseweller.


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Bunker, Bombentrichter und andere Kriegsrelikte Der 2. Weltkrieg hat im Siegerland wie andernorts so manche Spuren hinterlassen. Wenn auch der Wohnbereich des Rosterbergs durch manche glückliche Umstände weitgehend verschont blieb, gab es dennoch hier und da Kriegsruinen, in denen wir spielten. Die massive Bombardierung durch die Allierten, bis noch kurz vor Ende des Krieges, hat dennoch Spuren hinterlassen. Der Hang wischen oberem Rosterberg und Ähl ist von Bombentrichtern übersät. Für manch andere Örtlichkeiten im Siegerland war es weit schlimmer. Für die Bevölkerung hatte man rechtzeitig an den Bunkerbau gedacht. Der direkte Bunker für die Rosterberger hatte Zugang von der Rosterstraße, etwas unterhalb der Diesterwegschule ,sowie vom unteren Bereich der Straße seitlich nach ein paar Metern Gehweg und von oberhalb der Eiserner Straße (Leimbachstaße). Vom Gelände der Diesterwegschule gab es eine Art Versorgungsschacht. Aus der Schulzeit kennen wir noch die Abdeckung. Es war an alles gedacht. Zur frühen Jugendzeit haben wir den Bunker auch schon erkundet. Ziegelwände, viele Zimmer, Toiletten, Elektroinstallation usw. Im Taschenlampenlicht sah das schon gespenstisch aus. Von der Rosterstraße aus war früher ein Eisengitter vorm Eingang. Inzwischen ist der Eingang massiver verschlossen. Teils überfüllt Neben den Bunkern gab es sogenannte Schutzräume, die je nach Alarmzustand aufgesucht werden konnten. Die waren teils in den massiven großen Wohnhäusern im Keller. Ein Pfeil an der Gebäudeaußenseite markierte diesen Schutzraum. „Das reichte meist“, erzählt eine Zeitzeugin. „Wir warteten dort, bis es vorbei war und wir nicht getroffen wurden. Allerdings wurde bei einem massiven Angriff empfohlen, den Bunker aufzusuchen.“ Das war dann schon alles andere als angenehm, wie wir aus Gesprächen wissen. Der Bunker war überfüllt, Kinder heulten, manche Kranke mussten versorgt werden, Enge und Ungewissheit. Schlimm! Durch eine Brandbombe war auch unsere Wohnstatt etwas beschädigt. Bis zur Wiederherrichtung war Umzug mit einem Kleinkind auf den Fischbacherberg angesagt. Es dauerte aber nicht lange, dann ging es wieder zurück auf den Hüppel. Im Wohnumfeld gab es ebenfalls Bunker in der Charlottenstraße sowie auf der Eintracht. Das massive Gebäude bei der Siegerlandhalle steht noch immer,

Zur besseren Darstellung haben wir den Pfeil etwas retuschiert, damit er klarer erkennbar ist. Er weist auf den Schutzraum im Keller hin.

da, wo die Eiserfelder Straße abzweigt. Früher gab es schon öfter Berichte, die Bunker abzureißen. Es ist bei vielen noch nicht gelungen oder nicht umgesetzt worden. Gut. Warum? In Westeuropa währt der Friede zum Glück schon lange. Aber in der Welt sieht es anders aus. Ein „kleiner Funke“ kann einen Krieg auslösen. Warum sollte man diese massiven Bunker abbauen? Bei Sirenen ein ähnliches Thema. Natürlich heulten früher diese Sirenen wie auf der Diesterwegschule, wenn ein Angriff oder sonst etwas Schlimmes bevorstand oder passiert war wie ein Brand. Alarmierung! Sirenengeheul geht durch Mark und Bein und bleibt in der Erinnerung. Wie sollen das Radio-, Fernsehmeldungen, SMS oder neu Apps bewirken? Wer hat denn den ganzen Tag Radio, TV, Handy, Smartphone angeschaltet? Inzwischen hat man das wohl erkannt. Sirenen sind wieder gefragt. Ihr eingehender Ton lässt jeden sofort aufhorchen. Früher gab es von Zeit zu Zeit auch noch Probealarm mit verschiedenen Tonfolgen bis hin zu „Alarm aufgehoben.“ Bombentrichter Diese runden Aushöhlungen gibt es vielerorts. Wie in der Ähl zum Beispiel auch im Häusling. Wir haben diese rundlichen Krater dazu genutzt, um darin zu spielen und vor allem, Fahrrad in Schräglage zu fahren. Das ging so richtig gut.

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Ähl: Besonderheiten und Mai-Spaziergänge Felshöhlen, Seilbahnreste, Spielrevier und Ausflugsweg Für die Menschen am unteren Rosterberg bis etwa zur Rabenflugstraße und Gläserswende war die Ähl etwas Besonderes: Kurzer Zugang für Waldspaziergänge und auf nahezu ebenem Weg zur Hengsbach. Vorbei an Eichenwald und Birken war es schön, hier zu gehen. Die Ähl weist sogar einige Besonderheiten auf. Vom Zugang Ählstraße aus kommt weiter hinten das „Pützhorn“, was mit unserem Wasser zu tun hat. Die Anlage bzw. das Gebäude gibt es immer noch. Im mittleren Bereich ist eine Mauer. Darunter ein Einschnitt, eine Art Tal. Man kann noch Stützpfeiler einer ehemaligen Seilbahn sehen.

An dieser Stelle gibt es einen Übergang. Darunter ist ein Einschnitt. Daher die Mauer. Es gibt Reste wie Stützpfeiler einer früheren Seilbahn zu sehen.

Wer von der Eiserfelder Straße aus schaut, sieht heute noch viele - verschlossene - Eingänge, hinter denen sich „Wege unter der Ähl“ verbergen. Es ist bekannt, dass viele Stollen in den Rosterberg führen. Von der Ählstaße führt ein Treppenweg hinunter zur Eiserfelder Straße. Nur wenige Meter neben dem Ende des Abgangs fand sich früher eine Wasserentnahmestelle. Die war für uns wichtig. Weil in diesem wasserreichen Siegerland das Wasser während des Sommers 1959 wegen Trockenheit knapp geworden war. Es gab sogar eine Verordnung, was in Sachen Wassergebrauch erlaubt und nicht erlaubt war. Wie wir lesen (siwiarchiv.de), war danach sogar „die Entnahme aus Brunnen, Quellen oder sonstigen Wasservorräten“ untersagt - obwohl manche eigene Brunnen hatten. Wir gingen also darunter und füllten die mitgebrachten Eimer. Manche werden sich noch ebenso daran erinnern, wie an die Zeit, als in trockenen Sommern Spritzfahrzeuge durch die nicht geteerten Nebenstraßen fuhren. Etwas oberhalb des unteren Verschönerungweges gibt es eine kleine Höhle. Über Stufen, als wenn sie irgendwann jemand aus dem Fels gehauen hätte, gelangt man in eine kleine Kammer. Klar, dass wir die erkundet haben. Für viele war der Ählweg auch der „Mai-Weg“. Am 1. Mai spazierte man zur Gaststätte „Untere Hengs-

Bach“ oder weiter zur Gaststätte „Obere Hengsbach“, wo es oft auch Musik und Tanz gab. Vom oberen Hüppel ging man über die Hengsbachstraße zur „Oberen Hengsbach“.

Fröhlichen Weges: Raus in die Ähl Da zogen sie einst in die Ähl hinaus, vorbei an Birken und Eichenwald, der Willi, der Berthold, der Peter und Klaus, an der kleinen Bank, da waren sie bald. Sie freuten sich an dem üppigen Maiengrün, viel fröhliches Lied sie gaben zur Kunde, ringsum schien alle Welt nur zu blüh'n, Ja, der Maien ist da!, klang's in der Runde. Auf der Gitarre Klaus zupfte so viele Lieder, Musik erschallt' durch die Waldesruh, mal Schlager, mal Volkslied wieder und wieder, und bald kam noch manch Gast gerne hinzu. So wird’s nimmermehr sein wie g'rad heute, ein Erinnern kann’s später noch sein, sie sangen noch lang und hatten viel Freude und zogen danach frohen Herzens nach Heim. Georg Hainer

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Der Rosterberg und seine vielen Gärten Früher Gemüse, Beeren und Obstbäume / Schöne Kleingartenanlage Eines vorweg: Die schöne Kleingartenanlage am Rosterberg rund um den später gebauten Paul-FickelerWeg, oberhalb der Gläserstraße, gibt es noch immer. Anfang der 1960er-Jahre wurde der Kleingartenverein gegründet. Solche Anlagen gibt es beispielsweise auch auf dem Lindenberg, auf dem Giersberg und Fischbacherberg. Alle lohnen einen Besuch. Am Rosterberg gibt es jedes Jahr das Rosenfest. Bunt, schön und unterhaltsam. Ein Abend zum Treffen und Feiern. In den alt gewachsenen Wohnstraßen hatte (und hat) wohl jedes Haus einen Garten. In den 1950ern stand Gemüse für die Eigenversorgung vornean. Porree und Zwiebeln malten ein besonderes Bild. Aber es wuchsen auch Kohl, Mangold, Grünkohl, Schnittlauch und Petersilie sowie Bohnen, die sich an den Holzstangen hoch hangelten. Bei uns am Haus gab es vier abgeteilte Felder. Eines war für Kartoffeln. Irgendwann im frühen Jahr schimmerten die roten Erdbeeren durchs Blättergrün. Mal direkt ein paar pflücken und probieren. Köstlich, dieser ursprüngliche Erdbeergeschmack. „Nicht zu viel“, mahnte die Mutter. Für alle Gärten des Rosterbergs auf Schließlich sollte auch noch Marmelade gemacht werden. dieser Seite stellvertretend zwei Fotos Das galt auch für die Stachel- und die Johannisbeeren. Sie Aus der Kleingartenanlage. wurden ebenfalls zu Marmelade verarbeitet, die Stachelbeeren auch eingekocht. Lecker für Boden und Nachtisch. pflücken und reinbeißen. Hmm, einfach nur gut. Andere hatten auch Apfelbäume, In der Mittellage an der Holzzaun-Grenze war eine kleine Kirsch- und Pflaumenbäume. Laube gebaut. Darüber wuchs der Birnbaum. Vom Ast Eine „Miste“ für biologische Abfälle vorne links im Garten, direkt neben dem Haus, gehörte ebenfalls zum Garten. Noch mehr: der Wiesenbereich für uns zum Spielen, Sonnen und Zelte bauen, der Vorgarten mit Blumen und Büschen und der hintere Hofraum mit Wäschestangen, an denen wir vielerlei Turnübungen machten: Wer schafft wie viele Klimmzüge an der Teppichstange? Der Garten war immer zweierlei: Versorgungsbereich und Erlebnisraum für uns Kinder. Heute gehören diese Grundstücke „hinter dem Haus“ meist immer noch dazu. Die Gärten selbst werden sich oft Teil der Kleingartenanlage am Rosterberg, rechts verändert haben. Aktuell: nach der oberhalb von Ploennis- und Gläserstraße. Ein Besuch Auswertung eines Berliner Verlages ist lohnt sich. Es gibt auch ein Vereinshaus am Gelände und jedes Jahr das Rosenfest. Siegen die „grünste Stadt Deutschlands“! Alle Rechte auf Fotos, Bilder, -montagen oder Reproduktionen sowie Texte © bei Verlag und presseweller.


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Die ersten Autos in der Nachbarschaft Nach dem Motorrad ein VW Käfer/ Fahrräder und Mopeds für die Jugend In der Nachbarschaft gab es schon ein Motorrad. Genau dort stand dann nach Mitte der Fünfziger in der Glückaufstraße auch ein Auto, der VW „Käfer“. Es war klar, dass wir alle mal gucken mussten, wie so ein Automobil aussah. Später kam auch ein Lloyd hinzu. Noch eine Nummer kleiner gab es aber ebenfalls, das Goggomobil in der Stöckerstraße. Es hatte zwar wenig PS aber wahrscheinlich mehr von der Welt gesehen, als andere. Später folgten viele weitere Autos, mal als Neu-, mal als Gebrauchtfahrzeug. Am Rosterberg wie anderswo mag es um diese Zeit je nach Einkommen bereits auch größere Autos gegeben haben, Mercedes inklusive. Die PKW-Motorisierung war nicht mehr aufzuhalten. Das Auto eröffnete Freiraum Als wohl beliebtestes Auto setzte sich damals der „Käfer“ durch, schon Anfang der 1930erJahre u. a.von von Ferdinand Porsche als „Volksauto“ entwickelt. Das war, auch im Nachhinein eine gute Idee. Das Auto mit luftgekühltem Heckmotor war relativ geräumig für eine Familie Bei Reisen musste das Gepäck verteilt werden: vorne unter die Fronthaube und hinten im abgeilten Fach hinter den Rücksitzen. Klappte alles! Die Zeit des Auto-Urlaubs hatte begonnen.

Der VW Käfer war ein Erfolgsmodell. Er hatte ordentliche Platzverhältnisse für eine vier- bis fünfköpfige Familie, ließ sich gut fahren und galt als zuverlässig. Dieser ist aus den 1960ern. Auf Passstraßen gab es keine „Heiß“-Probleme.

Karo einfach, das Fahrrad. Vorderlampe, Rücklicht und Rückstrahler waren hier noch nicht montiert.

Auf Tretroller, Fahrrad und später mit dem Moped unterwegs Hatte man Glück, gab es in der späteren Kjnderzeit einen Tretroller. Der machte mobiler. Es gab auch einen „Holländer“. Der fuhr mit dem Auf- und Abtreten des Fußbretts. Bei uns gab es nur Einzelexemplare.

Als Fahrräder hatten wir Touren-, Sport und Rennräder - die mit den dünnen Reifen - zur Auswahl. Wenn es überhaupt eine Schaltung gab: DreigangNaben- oder 10-GangKettenschaltung. Wau!

Bei den Mopeds war es zum Beispiel die „Kreidler Florett“. Schick und gut. Mit italienischem Design und sportlichem Outfit wartete die Victoria Avanti auf. Damals ein „heißes Gerät“.

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Teilansicht des Rosterbergs in Siegen, bis zur Eisernhardt mit dem Fernamt-Fernsehturm. Im unteren Bereich endet der Berg zum Teil erst im Dreieck Leimbachstraße, Charlottenstraße, Eiserfelder/ Koblenzer Straße und in der Hengsbach. Im oberen Bereich geht es nahezu übergangslos über die 2. Radschläfe bis zu Eisernhardt. Wald, Wohnen, Wohlfühlen.

Eine wunderbare Zeit des Lebens: Rosterberg Für viele Rosterberger, die heute noch dort leben, in der Diesterwegschule waren und andere, die umgezogen sind, war die Zeit am Rosterberg wunderschön, wenn sie aus der Erinnerung erzählen. Trifft man jemanden und fragt ihn, wo er denn im Ort wohnt oder gewohnt hat, sagt er „Ich bin ein Rosterberger! Oder >Ich komm vom Hüppel<!“ Wie in anderen Wohngebieten war und ist es ein teils tiefes Standort- und Zusammengehörigkeitsgefühl. Obwohl sie

nach Umzug mitten vom Berg ein paar Jahream Rosterberger Hang zur heutigen Leimbachstraße hin gelebt hatte, sagte mir eine 80-Jährige: „Die schönste Zeit des Lebens war für mich und uns am Rosterberg!“ Hier kam vieles zusammen: Vorkriegszeit und Krieg, Kinder, Nachkriegszeit und Aufschwung, Nachbar-, Bekannt- und Freundschaft, gemeinsames Feiern und schließlich Gemeinsamkeiten in allen schweren und besseren Zeiten sowie ein naturnahes und

zentrales Wohnumfeld. Mittlerweile hat sich die Bevölkerungsstruktur geändert. Neben noch einigen klassischen Familien gibt es immer mehr Ältere, die als Paar oder einzeln wohnen, „Singles“ sowie Menschen unterschiedlicher Nationalitäten. Da die Kinder aus Arbeits- oder Partnerschaftsgründen oft wegzogen sind, gibt es so einige Häuser, in denen heute andere wohnen. So ist es am Rosterberg und auch anderswo - so sind eben die Zeiten.

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Entdecken Sie ohne Anmeldung unser Portal für Mundart, Bücher, Poster, Magazine und Videos rund ums Siegerland. Für Sie wichtig: Ohne Anmeldung zugänglich. Sie können sich alles - bis auf unsere gedruckten Bücher - anschauen und lesen. Unsere Magazine und Videos selbst sind unsererseits werbefrei. Bei den Blättermagazinen kann es sein, dass der Web-Betreiber eine Werbung einfügt. Auf unserer Homepage gibt es keine Fremdwerbung! Einfach mal reingucken. Infos zum Magazin

Mit diesem Teil 3 von „Früher in Siegen Rosterhüppel und anderswo“ beenden wir vorerst unsere Reihe zu diesem Thema. Sofern Sie es als PDF zum Ausdruck laden wollen: Bitte mailen. Das ist kostenpflichtig (weniger als drei Euro). Ob Fischbacherberg, Giersberg, Häusling/ Win-

bach, Heidenberg, Siegberg, Wellersberg: Die Zeiten und Erlebnisse werden überall ähnlich gewesen sein. Der Rosterberg ist daher nur beispielhaft, weil aus eigener Anschauung berichtet werden konnte. Zurzeit in Arbeit ist Teil 2 „Aus alten Zeiten im Siegerland“. Von der Kriegszeit bis in die 1950erund die 1960er-Jahre.

Heimat

Für alle Menschen ein Schatz aus Erinnerungen Siegen und das Siegerland stehen bei unseren Heimatmagazinen aus alten und neuen Zeiten, Heimatbüchern, DIN-A2-Postern Backes und Kapellenschulen sowie Videos im Vordergrund.

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Früher in Siegen 3: Rosterberg  

In Ausgabe 3 von Früher in Siegen - Am Rosterberg und anderswo des Verlags Buch-JuWel finden Leserinnen und Leser zahlreiche Erinnerungen a...

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